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    26-Jun-2020
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  • NACHHALTIGKEIT Rund 20 000 Bundesbürger ka- men an einem Samstag im Februar nach Ham- burg. Sie wollten hören, was Greta Thunberg, Galionsfigur der „Fri- days for Future“-Bewe- gung, mitzuteilen hat. Auch wenn das Thema Nachhaltigkeit die Ge- sellschaft immer stärker beschäftigt – etliche An- leger lässt es bislang noch kalt. In einer Um- frage durch Kantar Em- nid im Auftrag der Fondsfirma Fidelity gab jetzt etwa jeder zehnte Bundesbürger an, grundsätzlich nicht in nachhaltige Finanzpro- dukte zu investieren. Knapp die Hälfte will dazu besser beraten wer- den. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen und viel Erfolg bei Ihren Investments!

    SUPER TUESDAY – Nach dem 3. März steht vielleicht schon der Präsidentschaftskandidat der Demokraten bei den US-Wahlen fest. Für die Pharmaindustrie wäre Joe Biden die willkom- menere Wahl, da er „weniger Preisdruck auf Medikamente als subventionierte Versicherungs- pläne für die Allgemeinheit“ präferiere, sagt Hanns Frohn- meyer, Manager des Fonds BB Adamant Biotech. Dagegen ist die „Technologiebranche einer der weni- gen Wirtschaftszweige, die gute Be- ziehungen sowohl zu den republika- nischen als auch zu den demokratischen Einflussnehmern unterhalten“, sagt Eric McLaughlin, der den BNP Paribas Disruptive Technology steuert. Welche Chancen die Tech-Branche für Anleger birgt, lesen Sie in der Top-Story ab Seite 3.

    GUTES KLIMA FÜR TECH-FONDS

    Weißes Haus: Beide politischen Lager fördern die Technologiebranche

    03 TOP-STORY In der Technologie branche zählen Inno- vation und Geschwindigkeit. Welche Fonds aussichtsreich erscheinen

    08 FONDS-TIPP REGION Wie Chinas Wirtschaft vom Corona-Virus betroffen ist

    09 INTERVIEW Mario Linimeier, Manager des Fonds Medical Bio- Health, über die Suche nach Impf- stoffen gegen das Corona-Virus

    11 FONDS-TIPP STEUERN Wer von der Steuerreform für Invest- mentfonds von 2018 profitiert und wer mit Nachteilen rechnen muss

    11 PROFITEURE DER REFORM

    1

    EDITORIAL

    Frank Pöpsel Chefredakteur FOCUS-MONEY

    F ONDS- UND F IN A N Z-BER AT ER März 2020 Fonds- und Finanz-Berater

    INHALT

  • 24% LUKRATIVES MODELL Für jede

    übers Abonnement ver- kaufte Zeitschrift muss

    ein Verlag ein Exem- plar drucken lassen, für jede am Kiosk verkaufte drei. Darin unterschei- den sich Printtitel

    nicht von anderen Branchen. Abo-Mo-

    delle bedeuten besser planbare Einnahmen.

    Das trifft auch auf Dienstleis- tungen zu, für die Verträge abge-

    schlossen werden, etwa das Modell „Software- as-a-Service“ oder „Internet-as-a-Service“. Vorteil dieser Subscription-Economy, zu der etwa Microsoft, Adobe oder Dropbox gehören: Die Margen sind ungleich höher als in der Industrie. Solactive hat einen Index mit 25 Unternehmen aufgelegt, de- ren Geschäftsmodell auf langfristigen Verträgen fußt. Der Index wird halbjährlich angepasst, Anleger können über ein Tracker-Zertifikat von Vontobel davon profitieren. ISIN: DE000VE4SN85

    BREXIT Der Fondsverband BVI informiert darü- ber, was sich für Fonds ändert, die in Großbri- tannien aufgelegt wurden. Bis zum 31.12.2020 gilt für den Handel zwischen der EU und Großbritannien noch EU-Recht, diese Übergangsfrist kann einmalig um zwei Jahre verlängert werden. In dieser Zeit än- dert sich für Anleger, die bereits investiert sind, nichts. Anschließend müssen britische Fonds- gesellschaften ein besonderes Anzeigeverfahren bei der Aufsichtsbehörde BaFin durchlaufen, damit sie an Neuanleger verkaufen dürfen. Doch britische Fondsanbieter können schon jetzt Nie- derlassungen in der EU gründen und ihre Fonds über Irland oder Luxemburg vertreiben. Der BVI listet 117 britische Fonds auf, die in der Europä- ischen Union zum Vertrieb zugelassen sind – von insgesamt 10 800 Fonds. www.bvi.de

    WER ANLEGT, GEWINNT Die ING hat kürzlich 804 000 Depots über elf Monate anonymisiert ausgewertet. Die Fragen: Waren Männer oder Frauen die erfolgreicheren Anleger? Wo wohnen sie – im Osten oder im Westen –, und wie alt sind sie? Die Ergebnisse: Frauen liegen mit einem winzigen Vorsprung vor Männern, zwischen Ost und West gibt es keine Unterschiede, jüngere Anleger waren etwas erfolgreicher als ältere. Doch im Grunde gehören alle Depot-Kunden zu den Gewinnern: Insgesamt lag die Rendite, die mit Aktien, Investmentfonds oder ETFs erzielt wurde, über die elf Beobachtungsmonate bei 24 Prozent. Auch wenn sie im Einzelfall „nur“ im einstelligen Be- reich gelegen haben mag – angesichts der mi- kroskopisch kleinen Zinsen für Spareinlagen ist das ein hervorragendes Ergebnis. www.ing.de

    B R I T I S C H E F ON D S

    Alles bleibt beim Alten

    S UB S C R IP T ION - E C ON O M Y

    Kalkulierbare Einnahmen

    Super-Rendite: Wer gewinnen will, braucht ein Depot

    Abo-Taste: Regelmäßige Zahlungen sind gut fürs Geschäft

    Union Jack, Europa-Flagge: Keine Änderungen durch Brexit für Fonds-Fans

    Stattliche Rendite

    2

    März 2020 Fonds- und Finanz-Berater M E L D U N G E N

  • G aia ist der Name der griechischen Ur-mutter, geboren aus dem Chaos. Ord-nung im Geflecht globaler Abhängig- keiten schaffen soll Gaia-X, eine deutsche Initiative von Regierung, Wissenschaft und Wirtschaft, die am Ausbau einer europaweiten Dateninfrastruktur arbeitet. Vonseiten der Wirt- schaft sind SAP, Telekom und Robert Bosch mit an Bord, Microsoft Deutschland hat seine Mit- arbeit angekündigt. Notwendig sei dies, weil

    Technologieunternehmen müssen durch Innovationen ihre Konkurrenz abhängen, um ihre Marktmacht auszubauen. Das lässt sich in vielen Branchen beobachten

    DAS GROSSE RENNEN

    zurzeit 80 Prozent aller Informationen dieser Welt von wenigen Unternehmen verarbeitet werden. Sie liegen auf Servern, die von Drop- box, Alphabet oder Alibaba kontrolliert werden.

    GUTE STIMMUNG Die Aktien dieser Unternehmen sind so hoch bewertet, dass sich Anleger fragen, ob die Tech-Blase möglicherweise bald platzt. Doch Eric McLaughlin, Co-Manager des Fonds BNP Paribas Disruptive Technology, der solche

    Fondsname Investmentgesellschaft ISIN Entwicklung in %* Max. Verlust 1 Jahr 3 Jahre über 3 Jahre

    BNP Paribas Disruptive Technology BNP Paribas Asset Management LU0823421689 19,3 68,6 -20,8

    Europe Dynamic Technology Fund JPMorgan Asset Management LU0210532015 23,6 53,4 -22,6

    Franklin Technology Fund Franklin Templeton Int. Services LU0260870158 23,8 74,7 -21,9

    Janus Hend. Horizon Global Technology Henderson Management LU0070992663 28,7 66,4 -21,5

    Unisector: Hightech Union Investmet LU0101441672 27,2 55,4 -20,3

    * kumulier t , gerundet , St and : 27.02.2020, Quel le : Targobank

    Technologiefonds: wie Anleger von Innovationen profitieren Ob Biowissenschaften, Finanzen oder Informationsmanagement: Technologie spielt in fast allen Branchen eine

    wichtige Rolle. Mit Investmentfonds setzen Anleger auf die Zugpferde.

    Rennboliden: Bei Tech-Unternehmen zählt die Geschwindigkeit, mit der Innovationen eingeführt werden

    T O P - S T O R Y

    3

    März 2020 Fonds- und Finanz-Berater

  • Papiere im Portfolio hat, sagt: „Die Frage ist eher, ob die Zeit der hohen Aktienrenditen insgesamt weitergeht. Generell bleibt die Stimmung für Aktien positiv.“ Da er keine Zinsanhebung von den großen Zentralbanken erwartet, solange das Inflationsziel von zwei Prozent nicht erreicht ist, sieht er das Feld für weitere Zuwächse bei den Aktienkursen bereitet.

    Der Technologiesektor ist mittlerweile so groß, dass er sich in viele Untersektoren teilt. Dies zeigt sich auch bei den möglichen Investment- alternativen. Unter der Rubrik Cleantech etwa werden Unternehmen zusammengefasst, die für eine saubere Umwelt stehen, wie der irische Hersteller von Isolierbaustoffen Kingspan, der amerikanische Wasseraufbereitungsanlagen- Hersteller Xylem oder der Entsorger Waste Ma- nagement, ebenfalls aus den USA. Der Vontobel Clean Technology (ISIN: LU03844058600) oder der Quest Cleantech (ISIN: LU0346062424) in- vestieren in diese Technologie.

    VIELE ÜBERNAHMEN Ein anderer Spezialbereich ist der Biotechnologiesektor. Dessen Firmen betreiben Grundlagenforschung für die Ent- wicklung neuer Materialien oder Medikamen- tenwirkstoffe, was sie für Pharmaunternehmen zu interessanten Übernahmekandidaten macht. Zudem hat sich die Finanzierung im Laufe der

    Zeit deutlich erleichtert, sodass sie ihre Wirk- stoffe auch selbst lizenzieren und vermarkten können. Hanns Frohnmeyer, Senior Portfolio Manager des Fonds BB Adamant Biotech von Bellevue, sagt: „Die Zahl der profitablen Bio- tech-Unternehmen ist im Vergleich zu vor zehn Jahren stark gestiegen. Dennoch bleiben Über- nahmen weiterhin ein Thema, da zwischen 2018 und 2025 Medikamente im Wert von mehr als 250 Milliarden US-Dollar den Patentschutz ver- loren haben werden und davon insbesondere größere Unternehmen mit reiferen Produktzy- klen betroffen sind.“ Auch würden neue Tech- nologien wie die Gentherapie häufig durch Übernahmen integriert. Frohnmeyer hat auf- grund der Fokussierung auf schnell wachsende, mittelgroße Biotech-Unternehmen viele mög- liche Übernahmekandidaten im Portfolio, etwa Alexion, Biomarin oder Qiagen (ISIN: LU0415392249).

    GEFRAGTE GENTHERAPIEN Gerade der Bereich Gentherapien breite sich rasant aus. Frohnmeyer: „2019 waren fünf Produkte zugelassen, und mehr als 200 klinische Studien wurden durchgeführt. Die zuständige US-Behörde FDA geht ab 2025 von jährlich zwischen fünf und zeh