EGON - Coach Dich selbst!

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    20-Jun-2015
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EGONEinfach nagende Gedanken und Gefhle auflsen.[]

COACH YOUR SELF - EGON

Egon ist fr alle Da!Dieses eBook ist ein Geschenk von www.coach-your-self.tv. Zu dem eBook gibt es noch drei Videos, die Sie unter folgender Adresse abrufen knnen: http://bit.ly/5YdPJb

Sie drfen dieses gerne weitergeben oder auf Ihrer Website oder Ihrem Blog als Download zur Verfgung stellen. Bitte beachten Sie die Hinweise am Ende des eBooks.

Ihr

Martin Weiss

PS: EGON ist ein Selbstcoaching-Werkzeug. Verwenden Sie es bitte nur fr typische Alltagsprobleme. EGON ersetzt nicht den Besuch bei einem Arzt, Therapeuten oder ausgebildeten Coach.

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Unser Geist springt von Gedanke zu Gedanke wie ein Affe, der von Baum zu Baum springt.Alte Zenweisheit

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PrologEGON ist eine einfache und zugleich sehr wirkungsvolle Selbstcoaching-Technik, mit der man nagende Gedanken aller Art abstellen kann. Vor allem Gedanken und Gefhle, die scheinbar automatisch, ohne unser Zutun auftauchen und uns immer wieder belstigen: Sorgen, Befrchtungen, Unsicherheiten, aber auch der Drang nach Sigkeiten oder Kaufrausch-Schteleien (Diese Schuhe MUSS ich unbedingt haben). Eine coach-your-self.tv Kursteilnehmerin ist sogar soweit gegangen, mit EGON eine Flugangst zu besnftigen. (Verwenden Sie bitte EGON ausschlielich fr typische Alltagsprobleme. Bei greren Herausforderungen suchen Sie bitte einen Arzt oder Coach Ihres Vertrauens auf.) EGON fut unter anderem auf der Arbeit des Psychologen Daniel Wegner, der in den 80ger Jahren Experimente durchfhrte, um die Natur von zwanghaften Gedanken zu erforschen: In einem seiner Experimente wurden die teilnehmenden Studenten gebeten, nicht an einen weien Bren zu denken. Vermutlich ahnen Sie schon, was passierte: Die Studenten dachten natrlich erst recht an einen weien Bren. Aber das Experiment hrte hier nicht auf: Nach einiger Zeit bekamen die Studenten den weien Bren nicht mehr aus dem Kopf. Er tauchte immer wieder auf. Ob sie wollten oder nicht. Was war da passiert?

Der Kontrolleur Wenn man sich dazu zwingt, bestimmte Gedanken nicht mehr hegen zu wollen, ist unser Gehirn artig und beginnt ein Muster zu bilden, das von nun an unsere Gedanken und Gefhle berprft und interveniert, wenn das verbotene Gedanken- und Gefhlsgut auftritt. Dieses Muster, das ich der Einfachheit halber Kontrolleur ist wie ein Antivirenprogramm. Man installiert es sich auf seinem Rechner, und es

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geht fortan im Hintergrund seiner Arbeit nach. Nur wenn ein Schdling entdeckt wird, poppt es hoch. Was das jedoch zur Folge hat, mchte ich an einem praktischen Beispiel vor Augen fhren: Nehmen wir mal an, wir wollen in Gesprchen nicht mehr unsicher sein, und da es uns ernst damit ist, haben wir so oft ich darf auf keinen Fall unsicher sein gedacht, bis unser Gehirn das Kontrollmuster angelegt hat. Stellen wir uns weiter vor, es kommt zu einer Gesprchssituation, in der uns jemand auf einen Fehler hinweist, den wir gemacht haben. Wir beginnen unser Handeln zu hinterfragen. Bis hierhin ist alles gut. Das Hinterfragen (Habe ich alles richtig gemacht?, Knnte es sein, dass ich etwas bersehen habe?) erzeugt in uns ganz natrlich: Unsicherheit. Auch das ist soweit vollkommen in Ordnung. Nun aber springt unser selbstprogrammiertes Muster an und ermahnt uns: Denk dran, Du darfst nicht unsicher sein. Die Folge: Wir fhlen uns noch unsicherer und damit wird eine selbstverstrkende Spirale in Gang gesetzt. Je unsicherer wir uns fhlen, desto mehr interveniert unser Kontrolleur, was die Unsicherheit natrlich weiter verstrkt, was wiederum das Programm anheizt und so weiter. Es ist dieser selbstverstrkende Prozess, der nicht nur zu nagenden Gedanken fhrt, sondern am Ende in Ticks und Marotten mnden kann (Stichwort: Waschzwang). Das ist aber noch nicht alles.

Die Realittsfalle schnappt zu Je mehr wir daran denken, nicht unsicher zu sein wollen, desto mehr hufen sich Situationen, in denen wir uns unsicher fhlen und erzeugen so Erfahrungen, Beweise, die scheinbar belegen, dass wir genau das sind, was wir partout vermeiden mchten. Jetzt sind wir quasi von zwei Seiten eingekeilt. Im Innern nagen die Gedanken. Im ueren erleben wir zu unserem Leidwesen, dass diese Gedanken scheinbar recht haben. Wir sind in einer Realittsfalle gefangen. Und die Frage lautet: Wie kommt man da raus?

Ja sagen So paradox es klingt: Erst wenn wir ungeliebte Gedanken und Gefhle zulassen, knnen wir sie loslassen.

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Wenn wir Gedanken und Gefhle akzeptieren, vergehen sie frher oder spter wie von selbst. Denken Sie nur daran, wie Sie das letzte Mal ber ein Witz gelacht haben. Das Spagefhl hielt eine gewisse Zeit an und verebbte dann. Und was fr gute Gefhle gilt, stimmt erst recht fr negative. Wir mssen sie nur zulassen. Und dabei hilft Ihnen EGON auf die Sprnge...

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GrundlagenEin Teil von EGON bedient sich der so genannten Sedona-Methode , die auf Lester Levenson und Hale Dwoskin (Autor von The Sedona Method, USA 2003) zurckgeht. Im Mittelpunkt dieses sympathisch einfachen Prozesses stehen folgende Fragen: Knnen Sie das Gefhl ... wahrnehmen? Knnen Sie es zulassen? Knnten Sie es loslassen? Wenn ja, wann wrden Sie es loslassen?

Probieren Sie es am besten selbst einmal aus. Ein unangenehmes Gefhl: Fhlen Sie just mal in sich hinein. Gibt es da etwas Unangenehmes, das Sie gerade wahrnehmen? Eine Verspannung vielleicht? Oder ein anderes Gefhl? Fragen Sie sich nun: Kann ich dieses Gefhl wahrnehmen? (Ich vermute, Sie nehmen es wahr, richtig?) Nchste Frage: Knnen Sie das Gefhl auch zulassen? (Vielleicht kommt jetzt ein inneres Ja, Nein oder Jein. Alles drei oder auch jede andere Antwort ist in Ordnung.) Knnten Sie es loslassen? (Wohlgemerkt: Sie mssen es nicht loslassen, sondern es geht nur darum, ob Sie das Gefhl theoretisch loslassen knnten.) Und nun: Wann wrden Sie es loslassen? Wie geht es Ihnen jetzt? Ich vermute: Besser. Der Schlssel dabei ist, dass Sie die Fragen einfach hintereinander weg stellen, ganz egal, was fr Antworten innerlich aufsteigen. Denn diese Fragen funktionieren wie der weie Br.

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Um zum Beispiel die Frage Knnen Sie das Gefhl zulassen? zu verstehen, probieren wir das automatisch aus und lassen dabei das Gefhl genauso automatisch zu. Eine wirklich auerordentlich schne Methode, die Lester Levenson da ins Leben gerufen hat.

EGON greift den Ball auf Whrend die Sedona-Methode sich im Wesentlichen auf Gefhle konzentriert, geht EGON noch einige Schritte weiter. Der sanfte Umgang mit Gefhlen ist wichtig. Was aber ist mit den Gedanken, die diese Emotionen verursachen? Interessanterweise kann man das Muster auch darauf anwenden. Probieren Sie es selbst aus. Denken Sie ausnahmsweise an etwas Negatives wie Das schaffe ich sowie so nicht, Ich bin zu bld oder was auch immer Ihnen in den Sinn kommt. Knnen Sie den Gedanken wahrnehmen? Knnen Sie ihn zulassen? Knnten Sie ihn vergessen? Wenn ja, wann wrden Sie ihn vergessen? Ich wei nicht, wie es Ihnen gerade geht. Aber bei mir funktioniert das Ganze so verblffend gut, dass ich hinter her nicht mehr wei, worum es eigentlich ging.

Erst das Gefhl. Dann den Gedanken. Und damit htten wir schon das E und das G von EGON zusammen. Erst lassen wir die Emotion los. Dann den Gedanken. Diese Reihenfolge ist einfacher, denn wenn sich negative Gefhle gelst haben, lsst es sich klarer denken.

Bhne frei fr Optionen Erst wenn der Gedanke hinter den Gefhlen an Strke verloren hat, wird die Bhne frei fr das O in EGON: neue Optionen. Wir knnen uns fr andere Gedanken, Gefhle und Verhaltensweisen entscheiden. Zum Beispiel, dass wir uns in bestimmten Situationen ab jetzt lockerer, entspannter und sicherer fhlen.

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Neu installieren Abschlieend geht es darum, die neuen Gedanken zu verankern. Dabei bin ich auf ein interessantes Phnomen gestoen: Bei vielen Leuten funktioniert es am besten, wenn sie einen positiven Gedanken verfolgen: Ich kann mich sicher und entspannt fhlen, beispielsweise. Aber bei einigen Leuten trifft das Gegenteil zu: Der Gedanke Ich darf mich nicht sicher und entspannt fhlen fhrt bei Ihnen zum weien Bren-Effekt: Sie fhlen sich trotz oder wegen der Verneinung lockerer. Testen Sie es am besten selbst: Denken Sie erst an den Satz Ich fhle mich gut. Und dann an: Ich darf mich nicht gut fhlen. Welcher wirkt besser bei Ihnen?

Gut, damit htten wir schon mal das Wichtigste geklrt, nmlich, ob Ihr neuer Gedanke positiv oder negativ gestrickt sein sollte. Jetzt noch die Fragetechnik: Knnen Sie den neuen Gedanken wahrnehmen? Knnen Sie ihn zulassen? Knnten Sie ihn als wahr akzeptieren? Wenn ja, ab wann wrden Sie ihn als wahr akzeptieren? Damit htten wir alle Schritte zusammen. Auf der nchsten Seite stelle ich Ihnen das Ganze im berblick vor.

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EgonGefhle Achten Sie auf Ihre Empfindungen und fragen Sie sich dann: Kann ich das Gefhl wahrnehmen? Kann ich es zulassen? Knnte ich es loslassen? Wenn ja, wann wrden ich es loslassen?

Gedanken Achten Sie nun auf die begleitenden Gedanken; Kann ich den Gedanken wahrnehmen? Kann ich ihn zulassen? Knnte ich ihn vergessen? Wenn ja, wann wrde ich ihn vergessen?

Optionen Was wrde ich stattdessen lieber denken und fhlen? __________________________________________________________________ __________________________________________________________________

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