Energiedialog Mai 2014

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  • Mai 2014

    Energiedialog

    Seite 35

    Teamgeisterobert Axpo Mrkte im Ausland

    Mit

    Strom ist zu billig

    Der Mann, der den Grundstein zur Axpo legte

    Seite 1011

    Seite 1315

    Interview mit

    Reportage

    Managing Director Axpo Iberia S.L.

    Sara Stalder

    Emil Keller

    Ignacio Soneira Garca

  • Axpo Energiedialog | Mai 2014 | Seiten 2 | 3

    Wissen Klimarat setzt auf Erneuerbare und Kernkraft

    Interview Sara Stalder will mehr Strom sparen

    Carte blanche Vince Ebert: Die Sache mit dem Pferd

    100 Jahre Axpo Auf der Spur der Pioniere

    Reportage Emil Keller: Mission erfllt

    Kunden UMV Strom fr ausgefeilte Produkte

    Titelstory Axpo handelt international erfolgreich

    Spektrum Axpo ist in Europa gut positioniert

    Seite 6

    Seite 1011

    Seite 12

    Seite 16

    Seite 1315

    Seite 7

    Seite 35

    Seite 89

    INhAlt

    Impressumherausgeberin: Axpo Holding AG Zollstrasse 62 | Postfach | 8021 Zrich

    Redaktion: Catherine Mettler | Tomas Honegger | Franziska Pedroietta | Balts Livio (Contract Media)

    Feedback, Fragen, Kommentare: [email protected]

    Produktion und layout: media&more GmbH | Zrich

    Druck: Sihldruck AG | Zrich Auf FSC-Papier klimaneutral gedruckt

    Editorial

    100 Jahre Axpo: Fokus auf erneuerbare Energien

    Andrew WaloCEO Axpo Holding AG

    V or 100 Jahren legten in Baden sechs Nordostschwei-zer Kantone den Grundstein fr die heutige Axpo: Ziel war es, die Elektrifizierung der Nordostschweiz auf ein solides Fundament zu stellen. Mit dem Zusammen-schluss ber die Kantonsgrenzen hinweg haben die Grn-dervter der Nordostschweizerischen Kantonswerke (NOK)eine sichere Stromversorgung und somit eine nachhaltige Entwicklung und Wohlstand fr die Bevlkerung ermg-licht. Wasserkraft war bereits damals die Schlsselenergie und wird es auch in Zukunft bleiben.

    Im Wesentlichen geht es heute wie damals um dasselbe: Sicherheit, Qualitt und Langfristigkeit. Dies gewhrleistet Axpo seit 100 Jahren ihren Versorgungskunden. Hinzuge-kommen ist unser Blick ber die Grenzen hinaus: Axpo ist heute nicht nur in der Nordostschweiz verankert, sondern in ber 20 Lndern Europas prsent und erfolgreich im internationalen Energiehandel ttig. Sie ist strategisch gut aufgestellt und in den letzten Jahren flexibler und effizienter geworden. Das ist Voraussetzung, um dem zunehmenden Druck auf die Margen gegenzusteuern. Langfristige Profi-

    tabilitt ist fr das Unternehmen oberste Prmisse, um die not-wendige Handlungsfreiheit zu erhalten, sprich kapitalmarktfhig und damit wettbewerbsfhig zu bleiben.

    Im aktuell schwierigen Markt-umfeld mssen wir Investitionen

    noch strikter prfen. Wir werden dort investieren, wo wir eine solide Rendite erwirtschaften. Und wir investieren wei-ter in die Sicherheit unserer Anlagen. Den Fokus richten wir klar auf profitable Geschfte mit erneuerbaren Energien und Energiedienstleistungen. In unserer Strategie sind die erneu-erbaren Energien wichtigster Pfeiler auch im Ausland. So ist Axpo etwa bereits heute der grsste Windkraftvermarkter in Spanien.

    Die Strke der Axpo ist die Expertise von der Produktion ber den Handel bis zur Steckdose. Diese setzt Axpo nahe am Markt und im Dienste ihrer Kunden ein. Im Wettbewerb ist dies ein Vorteil. Deshalb wird Axpo ihrem Versorgungs-auftrag weiterhin mit Mut, Entschlossenheit und Ausdauer nachkommen ganz im Sinne der Grndervter.

    Mit besten GrssenAndrew Walo CEO Axpo

    Liebe Leserin, lieber Leser

    SKS-Chefin Sara Stalder.

    langfristige Profitabilitt ist fr das Unternehmen oberste Prmis-se, um die notwendige handlungs-freiheit zu erhalten und damit wettbewerbsfhig zu bleiben.

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    xpo

  • Titelstory

    Nahe am Kunden: In ber 20 Lndern Europas2014 feiert Axpo 100 Jahre Unternehmensgeschichte. Stark in der Schweiz verwurzelt hat sich der Konzern zu einem international prsenten Unternehmen entwickelt und schon frh profitable Nischenmrkte im Ausland besetzt.

    Fortsetzung Seite 4

    Axpo ist in fast allen europischen Lndern mit eigenen Tochtergesell-schaften vor Ort prsent (siehe Gra-fik Seite 89). Die Expansion ber die Grenzen hinweg begann bereits 1984, als die frhere Tochtergesellschaft EGL in Sdosteuropa ins Handelsge-schft einstieg. Im Jahr 2000 wurden Niederlassungen in Italien und Polen gegrndet. 2003 stiess das Unterneh-men nach Deutschland, Ungarn und Skandinavien vor und weitete zudem den Handel auf Gas aus.

    Dannzumal prfte das Unternehmen auch erste Machbarkeitsstudien zum Projekt Trans Adriatic Pipeline (TAP). Zehn Jahre spter war es von Erfolg gekrnt. Axpo besitzt heute 5 Prozent

    an TAP (zuvor: 42,5 %). Die Beteiligung strkt die Position des Konzerns im europischen Erdgasgeschft. Zudem wird Axpo die eigenen Gas-Kombi-kraftwerke in Italien beliefern knnen, aber auch Schweizer Industriekunden und Stadtwerke und so zur Versor-gungssicherheit der Schweiz beitragen.

    Axpo unter den Top 3 Dass Axpo schon frh auf die richtige Karte gesetzt hatte und sich im Aus-land in ausgewhlten Nischenmrk-ten zu etablieren begann, zahlt sich heute aus. Der Konzern ist gut positi-oniert. 2014 wurde Axpo in die Top 3 der weltweit ttigen Stromhnd-ler gewhlt. Das ergab die jhrlich

    durchgefhrte Befragung der Fach-magazine Risk und Energy Risk. Mehr als 1600 Marktteilnehmer be-urteilten Gegenparteien nach Kri-terien wie Preis, Flexibilitt, Market Making, Verlsslichkeit, Integritt und Abwicklungsgeschwindigkeit.

    Heute arbeiten rund 430 Mitarbei-tende ausserhalb des Heimmarkts, namentlich im internationalen Ener-giehandel und dem Geschft mit Dienstleistungen und Produkten, die speziell fr die Bedrfnisse einzelner Kunden entwickelt und aus einer Hand angeboten werden, dem soge-nannten Origination-Geschft. Zum Vergleich: In der Schweiz beschftigt

    Der Handelsraum der Axpo in Dietikon ZH.

  • Titelstory

    Axpo Energiedialog | Mai 2014 | Seiten 4 | 5

    Axpo Platz 3 im Stromhandel (Vorjahr: Platz 5) Platz 3 European Research

    Axpo in Nordeuropa und im Baltikum

    Platz 1 im Stromhandel (Vorjahr: Platz 3)

    Axpo auf Iberischer Halbinsel Platz 1 im Stromhandel

    (Vorjahr: Platz 2)

    Axpo in Italien Platz 1 im Gas- und

    im Stromhandel (wie im Vorjahr)

    Axpo in Osteuropa Platz 1

    (zum 2. Mal)

    Axpo in Deutschland Platz 4 im Stromhandel

    Axpo managt Windparks wie Frole im Nordosten Frankreichs.

    Fortsetzung von Seite 3

    Axpo im Handel in Dietikon 310 Per-sonen. Das Origination-Geschft ist aufgrund der Rahmenbedingungen hierzulande allerdings nur wenig ausgebaut. Das vergleichbare Ge-schftsvolumen der Axpo im euro-pischen Ausland ist um etwa das Zehnfache grsser.

    Was aber muss man sich unter der Formulierung speziell fr die Bedrfnisse einzelner Kunden ent- wickelt vorstellen? In erster Linie geht es um die Minimierung und Absicherung von Risiken fr den Kunden. Beispielsweise kauft Axpo fr ein Aluminiumwerk Strom auf Termin zu einem fixen Preis und sichert den allflligen Mehrver-brauch ber Optionen ab. Oder sie managt fr einen Investor von Windparks die Ausgleichsenergie, kauft fr ein international prsentes Unternehmen die Energie an den diversen Standorten ein, optimiert so dessen Energiekosten und redu-ziert zudem den Aufwand beim Ein-kauf. Sie ermglicht Investoren auch die Finanzierung von Wind- oder Solarkraftwerken durch langfristige Abnahmevertrge und bernimmt fr diese gleichzeitig die Vermark-tung von Grnstromzertifikaten.

    Die Palette ist so vielfltig wie die Kunden. Und sie bietet Antworten auf

    Fr Axpo im Einsatz

    Ignacio Soneira GarcaManaging Director Axpo Iberia S.L.

    Ignacio Soneira Garca verfgt ber eine langjhrige Erfahrung im Energiesektor. 2002 startete der Ingenieur bei Axpo (damals EGL). Seit 2007 leitet er von Madrid aus das Handelsgeschft auf der Iberischen

    Halbinsel. Axpo zhlt in der Region heute zu den fhrenden Stromhndlern. Als Team nahe am Kunden sein, lautet fr den Spanier das Erfolgsrezept.

    Mai 2014

    Energiedialog

    Seite 35

    Teamgeisterobert Axpo Mrkte im Ausland

    Mit

    Strom ist zu billig

    Der Mann, der den Grundstein zur Axpo legte

    Seite 1011

    Seite 1315

    Interview mit

    Reportage

    Managing Director Axpo Iberia S.L.

    Sara Stalder

    Emil Keller

    Ignacio Soneira Garca

    Foto

    s: A

    xpo

    den zusehends komplexer werden-den Energiemarkt, in dem die Preise schwieriger zu prognostizieren und grsser werdenden Schwankungen unterworfen sind. Weil aber die Preis-bildung von Strom, Gas oder CO2-Zer-tifikaten noch immer von Region zu Region unterschiedlich ist, ist es zent-ral, nahe am Kunden, sprich vor Ort, zu sein. Gerade mit Blick auf multinatio-nale Unternehmen ist es wichtig, dass die Niederlassungen in den verschie-denen Lndern koordiniert und eng zusammenarbeiten. Hierfr ist Axpo dank der ber den Kontinent ver-teilten und miteinander vernetzten Niederlassungen optimal aufgestellt.

    Breit diversifiziertWie fr die Kunden ist es auch fr Axpo selbst essenziell, Risiken zu minimieren. Diversifikation lautet das Gebot der Stunde. Axpo hat die Risiken geografisch, ber die Segmen-tierung der Kunden sowie ber unter-schiedliche Handelsgter austariert.

    Windkraftmanagement bietet sie zum Beispiel heute in Norwegen, Schweden, Deutschland, Italien, Spa-nien, Polen und Rumnien an. Das Kundenportfolio wiederum umfasst Stromproduzenten, die ber kleinere Anlagen verfgen, oft auch solche fr neue Energien wie eben Windkraft. Weiter zhlen Stromverteiler dazu, also Stadt- und Geme