Entrepreneurship in Entwicklungsl¤ndern - DAAD .• Entrepreneurship...

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  • Entrepreneurship in Entwicklungslndern

    Fallstudien und Handlungsempfehlungen zum Programm Praxispartnerschaften

  • Entrepreneurship in Entwicklungslndern

    Fallstudien und Handlungsempfehlungen zum Programm Praxispartnerschaften

  • Herausgeber DAAD

    Deutscher Akademischer Austauschdienst

    German Academic Exchange Service

    Kennedyallee 50, 53175 Bonn

    www.daad.de/praxispartnerschaften

    Referat P32 Partnerschaftsprogramme und Hochschulmanagement in der

    Entwicklungszusammenarbeit

    Durchfhrung der Studie

    Dr. Stefan Lilischkis, empirica - Gesellschaft fr Kommunikations- und

    Technologieforschung mbH, Bonn

    Prof. Dr. Brigitte Halbfas, Dr. Verena Liszt, Universitt Kassel

    Projektkoordination, Lektorat Heike Heinen, DAAD

    Druck DAAD, Bonn

    Bildnachweise (Cover) Shutterstock

    Redaktionsschluss Oktober 2017

    DAAD Alle Rechte vorbehalten

    Diese Publikation wurde aus Zuwendungen des Bundesministeriums fr wirtschaftliche Zusammen-

    arbeit und Entwicklung an den DAAD finanziert

  • DEUTSCHER AKADEMISCHER AUSTAUSCHDIENST (Auftraggeber)

    Fallstudien und Handlungsempfehlungen zum Programm Praxispartnerschaften

    Schlussbericht, Version 1.5

    Autorinnen und Autoren:

    Dr. Stefan Lilischkis

    empirica Gesellschaft fr Kommunikations- und Technologieforschung mbH

    Prof. Dr. Brigitte Halbfas, Dr. Verena Liszt

    Universitt Kassel

    Oktober 2017

  • 3

    INHALT

    INHALT ........................................................................................................................ 3

    ABKRZUNGSVERZEICHNIS ........................................................................................... 4

    ZUSAMMENFASSUNG ..................................................................................................... 5

    1 HINTERGRUND UND ZIELE DER STUDIE ................................................................... 9

    2 STAND DER FORSCHUNG BER ENTREPRENEURSHIP IN ENTWICKLUNGSLNDERN .... 10

    3 FALLSTUDIEN ...................................................................................................... 14

    3.1 berblick ber Forschungsmethoden und neun Projekte .................................. 14

    3.2 Fallstudien zur Frderung von Entrepreneurship in Entwicklungslndern ............ 18

    3.2.1 YSAE Young Southern African Entrepreneurs (TU Berlin) .................. 18

    3.2.2 Plattform fr die Entwicklung von Unternehmern und kleinen/mittleren Unternehmen (Hochschule Bonn-Rhein-Sieg) .................................... 24

    3.2.3 Wissenschaft trifft Wirtschaft: Frderung nachhaltiger Entrepreneurship-Education-Konzepte an zwei Universitten in

    Vietnam (Universitt Leipzig) .......................................................... 36

    3.2.4 Afrikanisches iN4iN Netzwerk in Ghana, thiopien, Kenia, Ruanda und Tansania (Universitt Leipzig) ......................................................... 47

    3.2.5 Aufbau von Entrepreneurship- und Management-Fhigkeiten knftiger gyptischer Universittsabsolventen (Philipps-Universitt Marburg) ...... 54

    3.2.6 AEEP: Applied Entrepreneurship Education Programme (Hochschule Neu-Ulm) ...................................................................................... 64

    3.2.7 Start-Up Factory Kumasi - Paderborn (Universitt Paderborn) ............. 71

    3.2.8 EE-KEY-AZ: Entrepreneurship Education: A key to job creation and employability in Azerbaijan (Universitt Siegen) ................................ 78

    3.2.9 VoB: Voice of Business (Hochschule Wismar) .................................... 85

    4 FALLBERGREIFENDE ANALYSE ............................................................................. 92

    4.1 Profile der Projekte ..................................................................................... 92

    4.2 Triebkrfte und Herausforderungen fr die Projekte ........................................ 99

    4.3 Wirkungen der Projekte ............................................................................. 104

    4.4 Lehren aus den Projekten .......................................................................... 106

    4.5 bertragbarkeit von Projektmethoden ......................................................... 108

    4.6 Kooperationen und Synergien..................................................................... 109

    5 SCHLUSSFOLGERUNGEN UND HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN .................................... 112

    BIBLIOGRAPHIE ........................................................................................................ 116

    ANHANG: MUSTERFRAGEBOGEN ................................................................................. 118

  • ABKRZUNGSVERZEICHNIS

    HBRS Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

    HNU Hochschule Neu-Ulm

    HSW Hochschule Wismar

    PUM Philipps-Universitt Marburg

    TUB Technische Universitt Berlin

    UL Universitt Leipzig

    UPB Universitt Paderborn

    USI Universitt Siegen

  • 5

    ZUSAMMENFASSUNG

    Wichtigste Ergebnisse im berblick

    Triebkrfte fr die Projekte: gesteigerte Beschftigungschancen fr Absolventinnen und Absol-

    venten, Interesse an Entrepreneurship und Untersttzung fr Entrepreneurship durch die natio-

    nale Regierung.

    Herausforderungen stellen sich den Projekten an den Zielhochschulen, im organisatorischen

    Rahmen des Projekts, mit den Projektpartnerinnen und -partnern und mit den Rahmenbedingun-

    gen im Zielland.

    Positive Wirkungen der Projekte: Vor allem gestrktes unternehmerisches Denken und Handeln

    unter Studierenden, gestrkte Entrepreneurship-Ausbildung und gestrkte Netzwerke.

    bertragbarkeit: Alle Projekte gaben an, dass ihr Ansatz auf andere Hochschulkooperationen

    transferierbar sei.

    Fr mehr Kooperation sprachen sich alle Projektleiterinnen und -leiter aus zwischen den Pro-

    jekten, mit Entwicklungsorganisationen und mit Unternehmen.

    Handlungsempfehlungen: (1) Projekte intensiver vernetzen untereinander und darber hin-

    aus; (2) Investitionen in Unternehmensgrndungen strken; (3) Entrepreneurship-Education-

    Kompetenzen aller Beteiligten bndeln; (4) Finanzierung der Projekte strken; (5) Projekte orga-

    nisatorisch untersttzen.

    Hintergrund und Ziele

    Im Programm Praxispartnerschaften zwischen Hochschulen und Unternehmen in Deutschland und

    in Entwicklungslndern frdert der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) unter anderem

    Projekte im Bereich Entrepreneurship-Ausbildung. Im Rahmen einer Begleitstudie haben empirica

    und die Universitt Kassel Primr- und Sekundrdaten ber neun Projekte dieses Programms ge-

    sammelt und ausgewertet. Dieser Schlussbericht stellt die Ergebnisse vor. Ziel der Studie war es,

    gemeinsame Themen, Herausforderungen und potentielle Synergien zwischen den Projekten zu iden-

    tifizieren und daraus Empfehlungen fr knftige Frderung abzuleiten. Dabei soll die Studie insbe-

    sondere Anknpfungspunkte zu Einrichtungen der Entwicklungszusammenarbeit (z. B. GIZ, BMZ,

    KfW) ermitteln und den Austausch mit weiteren Hochschulen anregen. Der Bericht richtet sich an

    Hochschulen in Deutschland und in den Partnerlndern, Organisationen der Entwicklungspartner-

    schaft sowie an Akteurinnen und Akteure in Wirtschaft und Wissenschaftspolitik.

    Forschungsstand

    Eine umfassende Recherche zu aktuellen Projekt- und Forschungsergebnissen zeigt, dass es zur Ent-

    repreneurship Education in Asien und Afrika keinen sehr groen Literaturkorpus, aber durchaus eine

    Reihe aufschlussreicher und anschlussfhiger Studien, Beitrge und berlegungen gibt. Die Studien

    sind teilweise sehr umfangreich und stellen neben Strukturanalysen ber einzelne Lnder auch die

    Betrachtung bestimmter Zielgruppen, wie z. B. Studierender, in den Vordergrund. Die vorliegenden

    Studien haben zu Erkenntnissen gefhrt, die in weiterfhrenden Projekten oder Studien Bercksich-

    tigung finden knnten. Neben den einzelnen Faktoren, die eine Implementierung an Hochschulen

    positiv beeinflussen, sind auch die Herausforderungen, die in den jeweiligen Lndern auftreten, fr

    die in diesem Bericht analysierten neun Fallstudien relevant. So knnen zum Beispiel die Erkenntnisse

    zu den aus strukturellen Umweltbedingungen resultierenden Chancen oder Hemmnisse in einem Land

    hilfreich sein fr die Entwicklung von Hochschulprojekten in diesem Land. Aus den Studien lassen

    sich lnderbergreifend wichtige Anregungen fr die Entwicklung von Qualifizierungsmanahmen

    extrahieren.

  • 6

    Methoden

    Im Rahmen der Studie hat das Forschungsteam 26 Projektverantwortliche und andere Projektbetei-

    ligte befragt sowie Projektmaterial und internationale Literatur zum Thema Entrepreneurship in Ent-

    wicklungslndern ausgewertet. Auerdem verwendete das Forschungsteam Informationen aus ei-

    nem Auftaktworkshop mit den Projekten im Februar 2017 und einem Abschlussworkshop im Sep-

    tember 2017.

    Fallstudien

    Im Zentrum der Studie standen neun Projekte, die meisten mit Hochschulen in Afrika. Beteiligte

    Lnder waren Sdafrika (zweimal), Botswana, Namibia (zweimal), Tansania, Ruanda, Kenia, Ghana

    (dreimal), thiopien und gypten. Zwei Projekte hatten Partner in Asien (Aserbaidschan, Vietnam).

    Fallstudie Lnder Projektleitung

    YSAE - Young Southern African Entrepreneurs

    Botswana, Sdafrika

    Technische Universitt Berlin, Fachgebiet Montagetechnik & Fabrikbetrieb

    Deutsch-Afrikanische Universitts-Partnerschafts-plattform