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  • Entrepreneurship und Management

    13. Schulstufe Bildungsstandards in der Berufsbildung fr Handelsakademien Kompetenzmodell, Deskriptoren und ausgewhlte Unterrichtsbeispiele Mrz 2010

  • Die vorliegende Broschre der Bildungsstandards in der Berufsbildung ENTREPRENEUR-SHIP und MANAGEMENT fr die 13. Schulstufe der Handelsakademien dokumentiert das Ergebnis eines mehr als dreijhrigen Entwicklungsprozesses, in dem zahlreiche interne und externe Expert/innen des Kaufmnnischen Schulwesens involviert waren. In der Pilotphase 2008/2009 wurden 70 Unterrichtsbeispiele an 28 Pilotschulen im Unterricht erprobt und auf Basis der Rckmeldungen der Pilotlehrer/innen im Sinne der Qualittsentwicklung berarbeitet. Diese und weitere Unterrichtsbeispiele stehen nunmehr allen interessierten Lehrer/innen, Schler/innen, aber auch allen anderen am Kaufmnnischen Schulwesen Interessierten fr schulische Zwecke zur Verfgung (www.bildungsstandards.berufsbildendeschulen.at).

    Eine auerschulische bzw. kommerzielle Verwendung unterliegt dem Copyright und bedarf der Zustimmung des Bundesministeriums fr Unterricht, Kunst und Kultur, Abteilung 23.

    Ich wnsche allen Lehrer/innen und Schler/innen bei der Umsetzung der fcherber-greifenden Bildungsstandards im kompetenzorientierten Unterricht viel Erfolg.

    MR MMag. Hannelore Kempel

    Projektverantwortliche

    BMUKK, Abt. 23 3. Auflage, 1. Mrz 2010

    http://www.bildungsstandards.berufsbildendeschulen.at
  • INHALTSVERZEICHNIS 1. Vorwort der Steuerungsgruppe ............................................................ 7 2. Einleitung............................................................................................... 11

    2.1 Vorwort der Arbeitsgruppe................................................................................11 2.2 Mitglieder der Arbeitsgruppe Entrepreneurship und Management.................12 2.3 Prambel Bildungsstandards Entrepreneurship und Management -

    13. Schulstufe...................................................................................................13 2.4 Funktionen von Bildungsstandards ..................................................................14 2.5 Kompetenzmodell Entrepreneurship und Management .................................15 2.6 Liste der Deskriptoren ......................................................................................16 2.7 Deskriptoren - Erluterungen ...........................................................................19 2.8 Anmerkungen der Mitglieder der Arbeitsgruppe ...............................................41

    3. Ergebnisse der Pilotierung .................................................................. 43 4. Unterrichtsbeispiele (exemplarische Auswahl.................................. 48

    4.1 Unterrichtsbeispiel Kundenzufriedenheitsanalyse..........................................48 4.2 Unterrichtsbeispiel Projektplanung und -controlling .......................................50 4.3 Unterrichtsbeispiel Rechtliche Rahmenbedingungen der Wirtschaft..............53 4.4 Unterrichtsbeispiel Entwicklung und Beurteilung von Geschftsideen unter

    Einsatz von Kreativitts-, Analyse- und Entscheidungstechniken ....................55 4.5 Unterrichtsbeispiel Fhrungsstile analysieren................................................60 4.6 Unterrichtsbeispiel Einsatz operativer Marketinginstrumente.........................64 4.7 Unterrichtsbeispiel Personalmanagement Lohn- und Gehaltsabrechnung .67 4.8 Unterrichtsbeispiel Erstellung und Interpretation eines Finanzplans..............74 4.9 Unterrichtsbeispiel Preiskalkulation ...............................................................79

    5. Hierarchie der Bildungsstandards in der Handelsakademie ........... 83 5.1 Bildungsstandards als Teil der Qualittsinitiative in der Handelsakademie......83 5.2 Gesetzliche Verankerung der Bildungsstandards.............................................84 5.3 Bildungsstandards in der Berufsbildung und in der Handelsakademie.............85 5.4 Intentionen der Bildungsstandards in hheren kaufmnnischen Schulen ........85 5.5 Welche Bildungsstandards mssen Absolventinnen und Absolventen der

    Handelsakademie insgesamt erfllen? (Stand: Februar 2010).........................86 5.6 Soziale und personale Kompetenzen in der Handelsakademie .......................86 5.7 Welche Unterrichtsgegenstnde sind in der Handelsakademie von

    Bildungsstandards betroffen?...........................................................................87 5.8 Bildungsstandards und kompetenzorientierter Unterricht.................................89

    6. Kompetenzorientierter Unterricht (Begriff und Anregungen) ............. 90 7. Bibliographie und weitere Literaturhinweise..................................... 92 Anhang 1: Unterrichtsgegenstnde, Gewichtung...........................................................95 Anhang 2: Deskriptoren zu Bildungsstandards Wirtschaft und Recht............................96

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    1. Vorwort der Steuerungsgruppe Vielfalt und Qualitt der Berufsbildung Die Bildungssysteme in den Mitgliedstaaten der EU weisen vor allem im Bereich der Berufsbildung eine beachtliche Bandbreite auf, die auch ein Erfolgsfaktor fr eine immer mehr von innovativen Produkten und Leistungen geprgten Wirtschaft ist. Die Vielfalt der Bildungswege frdert unterschiedliche Denk- und Handlungsanstze und schafft ein Potenzial an Qualifikationen, das zu originellen Problemlsungen befhigt. Dieses Potenzial kann am europischen Bildungs- und Arbeitsmarkt aber nur wirksam werden, wenn die vielfltigen Qualifikationen transparent gemacht und ihrem Wert entsprechend anerkannt werden. Die Anerkennung und Verwertbarkeit erworbener Qualifikationen beruht zu einem wesentlichen Teil auf dem Vertrauen in die Qualitt der einzelnen Bildungsanbieter. Das Bekenntnis zu einer nachhaltigen Sicherung und Weiterentwicklung der Qualitt von Bildungsprozessen, die im Besonderen eine transparente Darstellung von Lernergebnissen einschliet, steht daher auch im Mittelpunkt der groen bildungspolitischen Themen der Gegenwart, wie der Schaffung eines Nationalen und Europischen Qualifikations-rahmens (NQR bzw. EQR) sowie eines Europischen Leistungspunktesystems (ECVET)1. Kompetenzmodell Es gehrt zur guten Praxis in der Entwicklung von Bildungsstandards, von einem berschau-baren Kompetenzbegriff auszugehen. Zu diesem Zweck wird der im Allgemeinen ziemlich komplexe Kompetenzbegriff ber ein sogenanntes Kompetenzmodell auf Grunddimensionen zurckgefhrt. Dazu zhlen die Inhaltsdimension sowie die Handlungsdimension. Die Inhaltsdimension weist die fr einen Unterrichtsgegenstand (mehrere Unterrichtsgegen-stnde) oder die fr ein oder mehrere Berufsfelder relevanten Themenbereiche aus. Mit der Handlungsdimension werden die im jeweiligen Unterrichtsgegenstand (Unterrichtsgegen-stnden) oder im jeweiligen Berufsfeld (Berufsfeldern) zu erbringenden Leistungen zum Ausdruck gebracht. Ergnzend zur kognitiven Leistungsdimension finden auch personale und soziale Kompetenzen aus den jeweiligen Berufsfeldern Bercksichtigung. Man gelangt so zu einem Kompetenzverstndnis, das dem im Europischen Qualifikationsrahmen ver-wendeten Ansatz entspricht2. Die Anforderungen werden durch Deskriptoren zum Ausdruck gebracht, d.h. durch Umschreibungen der Anforderungen in Form von Ziel- oder Themenvorgaben. Zustzliche Erluterungen und Klarstellungen vermitteln die beigefgten Unterrichtsbeispiele. Das Kompetenzmodell, die Deskriptoren und die Unterrichtsbeispiele sind Instrumente, die fr die Darstellung der Bildungsstandards in der Berufsbildung verwendet werden. Bildungsstandards fr die Berufsbildung Die Bildungsstandards der Berufsbildung fokussieren auf die Abschlussqualifikationen. Sie sind somit auch ein Bildungsnachweis fr das Leistungsportfolio einer Absolventin/eines Absolventen an der Nahtstelle in das Berufsleben oder in eine weiterfhrende (tertire) Bildungseinrichtung. Dementsprechend konzentrieren sich die Bildungsstandards in der Berufsbildung auf:

    die berufsfeldbezogenen Kernkompetenzen sowie jene allgemeinbildenden Kernkompetenzen, die zum lebensbegleitenden Lernen

    und zur aktiven Teilnahme am gesellschaftlichen Leben befhigen.

    1 Nationaler Qualifikationsrahmen (NQR), Europischer Qualifikationsrahmen (EQR), Europisches System zur

    bertragung, Akkumulierung und Anerkennung von Lernleistungen im Bereich der Berufsbildung (ECVET). 2 Indikatoren des EQR: Kenntnisse, Fertigkeiten, Kompetenz (im Sinne von bernahme von Verantwortung und

    Selbststndigkeit).

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    Die Bildungsstandards fr die berufsfeldbezogenen Kernkompetenzen beziehen sich auf die fachtheoretischen und -praktischen Unterrichtsgegenstnde eines Bildungsganges, die in ihrer Gesamtheit auf die fachlichen Erfordernisse des Berufsfeldes abgestimmt sind, fr das der Lehrplan ausbildet. Sie beinhalten selbstverstndlich auch personale und soziale Kompetenzen. Entsprechend komplex sind die zu formulierenden Kompetenzmodelle. Die allgemeinbildenden Kernkompetenzen, die zur Teilnahme am lebensbegleitenden Lernen und am gesellschaftlichen Leben befhigen, beziehen sich entweder auf einen einzelnen Unterrichtsgegenstand, wie Deutsch, Englisch, Angewandte Mathematik und Angewandte Informatik oder auf eine Gruppe von Unterrichtsgegenstnden, wie die Naturwissenschaften, die Physik, Chemie und Biologie umfassen. Die entsprechenden Kompetenzmodelle bauen auf bereits bestehenden Entwicklungen auf, orientieren sich etwa am Gemeinsamen Europischen Referenzrahmen fr Sprachen des Europarates sowie an anerkannten Strukturen der entsprechenden Fachdidaktik. Funktionen der Bildungsstandards Im Bereich der Berufsbildung haben die Lehrplne den Charakter von Rahmenvorgaben. Diese Tatsache hat in Verbind