Erfahrungsbericht meines Auslands semesters in Barcelona ...· Erfahrungsbericht meines Auslands...

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    05-Aug-2019
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  • Erfahrungsbericht meines Auslandssemesters in Barcelona im Wintersemester 2017

    Vorbereitung Die Vorbereitungsphase fr mein Auslandssemester im 7. Semester (nach dem Schwerpunkt, empfehlenswert!) mit dem Themis-Programm an der ESADE in Barcelona lief sehr unproblematisch ab. Ich bewarb mich Anfang des Jahres 2016 ber das Internationale Bro des Fachbereichs Rechtswissenschaften fr das Auslandsstudium. Meine Prioritt lag hierbei bei Barcelona einerseits hatte mir das Themis Programm zugesagt, weiterhin war ich von der Stadt Barcelona (was im Nachhinein absolut berechtigt war) fasziniert. Whrend der Bewerbungsphase (sowie generell whrend des ganzen Zeitraums Vorbereitung Auslandsaufenthalt Nachbereitung) wurde man sehr gut von Frau Rudinac und Frau Rother aus dem Internationalen Bro untersttzt, der Kontakt zur Gasthochschule wurde auch ber das Internationale Bro gehalten. Fr die Bewerbungsphase lsst sich sagen, dass die einzureichenden Unterlagen in Bezug auf die Anzahl sehr bersichtlich sind, man sich jedoch rechtzeitig vor allem um den geforderten Sprachnachweis (darauf achten, dass dieser nicht zu alt ist!) kmmern sollte.

    In Barcelona In Barcelona Ende August angekommen ging ich zunchst auf Wohnungssuche, da ich die ersten Tage nur eine airbnb-Wohnung hatte (mehr dazu siehe unten). Eine Woche und eine Camping-Tour von dem 45 Busminuten entfernten Lloret de Mar zu Tossa de Mar spter begann auch schon der Sprachkurs. Am ersten Tag wurde man in seinen Sprachkurs eingeteilt, dies war automatisch auch der erste Kontakt mit den anderen Austauschstudenten. Der ber eine Woche gehende Sprachkurs war wirklich sehr gut, der Sprachlehrer war genial. Vor allem fr Anfnger der spanischen Sprache empfehle ich auch danach einen Sprachkurs zu belegen. Die ESADE hilft bei der Suche, weiterhin gibt es einige Angebote und Facebook-Seiten dazu. Auch die Sprachlehrer des einwchigen Sprachkurses an der ESADE, welche absolut zu empfehlen sind, kann man dazu anfragen (am besten ein paar andere Austauschstudenten nach Interesse fragen und eine Kleingruppe anmelden). Findet man einmal (oder gar fter) die Woche Zeit das ist nicht viel und man kommt gleich mit anderen Austauschstudenten in Kontakt, eine klassische win-win Situation (allerdings kostet es natrlich auch nicht wenig) wird man sich am Ende des Auslandssemesters freuen.

    Die ESADE Die Wahl der Kurse an der ESADE war nicht unkompliziert, jedoch wurde einem gut von Julia Angls (Mitarbeiterin der ESADE) geholfen. Einer meiner grten Fehler war mein Kurs um 8 Uhr morgens am Montag, auch wrde ich von einem Kurs am Donnerstag frh abraten, falls man am Mittwochabend-Spektakel im D9 und Razzmatazz dabei sein will (mehr siehe unten). Besonders gut gefallen haben mir die Kurse Law & Economics, Legal English, Diplomatic & Consular Law & Practice und Negotiation Skills. Dabei fand ich den letztgenannten Kurs, bei dem Verhandlungstaktiken und -techniken gelernt wurde, die man direkt in Verhandlungen mit den

  • anderen Studenten angewendet hat der Kurs war also sehr von einer Interaktivitt mit den anderen Studenten geprgt , nochmals besonders herausragend und empfehlenswert. Im Kurs Law & Economics hat man bei einer sehr netten Professorin die interessanten Schnittstellen zwischen der Wirtschaft und dem Recht nher erlutert bekommen und in Hausaufgaben (nicht zu umfangreich und recht interessant) selber errtert. Legal English war ein sehr entspannter Kurs und wurde von einem Briten unterrichtet, bei dem wir das adversarial system (https://en.wikipedia.org/wiki/Adversarial_system) kennengelernt haben. Weiterhin wurden Gerichtsverhandlungen simuliert und wir haben auch allgemein ber politische Themen sowie Themen aus dem Lebenslauf des Professors gesprochen. Die Themen des Kurses Diplomatic & Consular Law & Practice sind selbsterklrend; interessant ist hierbei, dass man solch einen Kurs oder Recht an der FU nicht behandelt und dass man Embassies/Botschaften in Barcelona besucht.

    Insgesamt weisen die Kurse und Vorlesungen einen deutlichen Unterschied zu denen von der FU auf, erstens sind die Vorlesungen nicht wie bei uns in einem groen Hrsaal, sondern eher in einem Gruppenraum. Auch die Atmosphre und Gre der Gruppe (natrlich abhngig vom Kurs) ist eher mit einem Tutorium an der FU als mit einer Vorlesung zu vergleichen. Auffallend war auch die durchweg sprbare hohe Kompetenz der Professoren, was insgesamt eine sehr groe Studienqualitt ausmachte. Ein weiterer Tipp ist eventuell, einen Kurs in Spanisch zu belegen. Der Kurs Einfhrung in das Spanische Recht / Introduccin al derecho espaol war nicht zu anspruchsvoll und schon nach 2 Monaten vorbei, sodass man sich gesondert auf die anderen Prfungen vorbereiten konnte. Weiterhin braucht man sich nicht allzu groe Sorgen machen, wenn man kein perfektes Englisch beherrscht: Englisch ist fr die Professoren in der Regel auch nicht die Muttersprache (bei einigen war das sehr sprbar), weshalb das Niveau nicht zu hoch ist. Jedoch empfiehlt es sich, eventuell vor dem Auslandsaufenthalt nochmal einen Englisch-Kurs zu belegen, falls man sich unsicher fhlt. Im Allgemeinen ist die Sprache aber auch bei nur Grundkenntnissen kein greres Problem.

    Zusammenfassend fllt mein Urteil ber die ESADE beraus gut aus, ich bin wirklich sehr glcklich, mich fr Barcelona und der ESADE entschieden zu haben.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Adversarial_system
  • Folgend gehe ich noch auf unterschiedliche Themen ein. Der Text ist eher ein Tippgeber geworden als ein Erfahrungsbericht, allerdings spiegeln sich in den Tipps ja meine Erfahrungen wider. Auerdem ist dieser Tippgeber nun etwas lang geworden, bietet aber (meiner Meinung nach ) durchaus lesenswerte Informationen und Tipps. Ich gehe vertieft auf das Thema Wohnungssuche ein, beschreibe ausfhrlich die Mglichkeiten in der Freizeit mit Informationen ber die besten Bars, Clubs etc., berichte von meinen Erfahrungen von meinen Reisen und lasse auch die besten Restaurants und Cafs nicht unerwhnt. Ich habe noch (recht amateurhaft mit Paint) eine Karte erstellt, bei der ich einige angesprochene Orte in Barcelona markiert habe.

    Wohnen

    Ich habe mir selber die ersten 11 Tage eine airbnb-Wohnung genommen, um vor Ort nach einer passenden Wohnung zu suchen und diese vor Ort besichtigen zu knnen. ber eine Agentur haben wir (Mitstudent der FU, der auch in Barcelona war) dann eine Wohnung gefunden, die wir uns noch mit zwei weiteren Austauschstudentinnen geteilt haben. Da wir somit die ganze Wohnung gemietet haben, lag der monatliche Mietpreis bei verhltnismig gnstigen 430 Euro. Da aber die Zimmer grenmig sehr unterschiedlich waren (ein groes Zimmer mit groem Bett und Balkon, das andere dagegen gro genug, um sich einmal umdrehen zu knnen) haben wir, damit es gerecht ist, einmal im Monat die Rume gewechselt, was unkomplizierter war, als es klingt.

    Wie du am besten eine Wohnung findest:

    Agenturen: Hier gibt es einige Agenturen, die Wohnungen anbieten. Dies hat natrlich den Vorteil, dass die Suche an sich abgenommen wird und gewissermaen man etwas sicherer ist (sollte etwas nicht stimmen Wohnung ist nicht so wie versprochen, Vermieter verhlt sich falsch), allerdings lassen sich die Agenturen sich das natrlich Einiges kosten (meistens eine Monatsmiete). Auerdem ist der Mietpreis dieser Wohnungen oftmals vergleichsweise schon recht hoch, sodass gnstige Wohnungen ber Agenturen wohl nicht zu finden sind

    Facebook: Es gibt einige Seiten auf Facebook, auf denen nach Mitbewohnern bzw. nach freien Zimmern in WG gesucht wird. Hier sollte auf jeden Fall ein Blick geworfen werden (so ist auch unsere 4er WG entstanden), auch wenn sich auf ein freies Zimmer dann gefhlt 1000 Menschen melden.

    Studentenwohnheime: Es gibt auch einige Studentenwohnheime in Barcelona, die sicherlich einige Vorteile mit sich bringen. Als ich jedoch die berwiegend erschreckenden Preise gesehen habe, beschftigte ich mich nicht intensiver mit dieser Mglichkeit. Jedoch sollte diese Option nicht von Vornherein auer Betracht gelassen werden.

    Airbnb: Ich habe recht frh versuch, einen Langzeitaufenthalt ber airbnb zu finden (eine FU Studentin, die ein Jahr vor mir da war, hat so ihre Wohnung gefunden), bin daran aber gescheitert. Natrlich sollte das mit dem airbnb-Host abgesprochen werden, ansonsten kommen tolle Preise wie 2000 Euro heraus. Hieran ist es auch bei mir gescheitert: Die Host wollten die Wohnungen nur fr kurzzeitige Aufenthalte vermieten. Ein Versuch ist es dennoch wert, ob das alelrdings dem airbnb Modell und Richtlinien entspricht, sei dahingestellt.

  • Weitere Tipps fr die Wohnungssuche/worauf du achten solltest:

    Ausstattung: Achte natrlich darauf, dass du eine vollmbilierte Wohnung nimmst (es sei denn, du kommst mit Umzugsunternehmen), weiterhin sollte die Kchenausstattung gecheckt werden und besonders die Sanitranalgen, die erfahrungsmig eher drftig gewartet waren), berprft werden. Falls etwas fehlt sollte man sich allerdings keine allzu groen Sorgen machen, diese Sachen kannst du dann einfach vor Ort kaufen und auch in Barcelona gibt es IKEA. Des Weiteren sollte man noch auf das Bett achten, gewhnlich ist in Barcelona ein kleines Bett mit 90 cm Gre. Falls man ein greres Bett/Doppelbett haben mchte, was durchaus zu empfehlen ist, sollte hier gesondert drauf geachtet werden. Auerdem ist eine Klimaanlage auch im Wintersemester nicht zu verachten, fr das Wintersemester sollte man allerdings auch sichergehen, ob eine Heizung vorhanden ist (was nicht der Regelfall ist), da es ansonsten an einigen Tagen doch schon recht kalt werden kann. Ansonsten sollte man wissen, dass man in Spanien dann doch eher weniger von Wrme- und Lrmdmmung hlt, sodass man als Mensch, der ein ruhiges Zimmer zum Schlafen braucht, darauf achten sollte. Ich bin so ein Mensch, weshalb ich als erstes Zimmer eines inmitten der Wohnun