Erfahrungsbericht Zeitraum: Praktikumsort: BMW Group (UK ... ... Erfahrungsbericht Zeitraum: 03.Mai

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  • Erfahrungsbericht Zeitraum: 03. Mai bis 29. Oktober 2016 Praktikumsort: Oxford, Großbritannien Arbeitgeber: BMW Group (UK) – MINI Plant Oxford Schon zu Beginn meines Studiums hatte ich ein großes Interesse, Auslandserfahrung zu sammeln. Anfangs habe ich mich wie besessen auf die USA fokussiert. Doch nach diesem Praktikum ist mir klar geworden, dass ich mich schon viel früher über einen Auslandseinsatz in Großbritannien hätte informieren sollen. Das Praktikum hat sich bei mir durch einen Zufall ergeben. Eine Bekannte ist beruflich von der BMW Group in München für ein Jahr in das MINI Werk Oxford nach England entsandt worden. Kurz vor ihrem Antritt habe ich sie gebeten, meinen Lebenslauf den für mich interessanten Abteilungen vorzulegen. Nach einiger Zeit hat sich tatsächlich eine Person aus dem „Communications Department“ (Abteilung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Mitarbeiterkommunikation) bei mir gemeldet. Zuerst gab es einen telefonischen Interessenabgleich gefolgt von einem kurzen Sprachtest. Als ich die mündliche Zusage aus der Fachabteilung erhalten habe, musste ich noch einen Onlinetest ablegen, in dem erneut meine Sprachkenntnisse sowie Rechen- und Texterfassungsfähigkeiten geprüft wurden. Vorbereitung Mit der schriftlichen Zusage habe ich begonnen, mich um meine in Deutschland laufenden Verträge zu kümmern Ich habe die Fitnessmitgliedschaft für 6 Monate eingefroren, den Handyvertrag für 5€ mehr im Monat um eine europaweite Flatrate erweitert, sowie meine Krankenversicherung um eine Auslandskrankenversicherung ergänzt. Weiterhin habe ich mich für das Erasmus+ Programm an der LMU beworben und letztlich auch eine Zusage bekommen. Die finanzielle Förderung durch das Erasmus+ Programm verlief problemlos und war eine große Hilfe für mich. Anreise Angereist bin ich eine Woche vor Praktikumsbeginn in eine bereits von Deutschland aus gebuchte Airbnb Unterkunft, um mir vor Ort eine passende Wohnung für meinen Aufenthalt zu suchen. Der wohl einfachste und schnellste Weg von München nach Oxford zu kommen ist über den Flughafen Heathrow in London. Auch wenn der Flug häufig nicht der billigste ist, so spart man sich eine weite, teure und stressige Weiterfahrt. Von Heathrow fährt ein Bus (Airline Bus) rund um die Uhr im 30 Minuten Takt nach Oxford (Link: https://airline.oxfordbus.co.uk ). Die Bustickets können entweder online, per App oder direkt im Bus gekauft werden. Falls man innerhalb von 3 Monaten noch einmal nach Heathrow fährt lohnt sich auf jeden Fall ein „Return“ Ticket (£30). Andernfalls kann man auch das „Single“ Ticket kaufen (£23). Meine Airbnb Unterkunft war im südlichen Teil Oxfords zwischen der Innenstadt und meiner Arbeit. Diesen Stadtteil habe ich mir vorher in Google Maps als potentiellen Wohnort ausgewählt. Allerdings konnte ich mich nicht entscheiden, ob ich lieber zentral in der Innenstadt, nah am Werk oder dazwischen wohnen möchte. Die Wohnungssuche habe ich auf Spareroom (Link: https://www.spareroom.co.uk ) durchgeführt. Es empfiehlt sich, eine 2 wöchige Premiummitgliedschaft bei der Anmeldung abzuschließen. Diese kostet zwar £17, allerdings hat man dadurch die Möglichkeit auch auf die erst kürzlich hinzugefügten Inserate zu reagieren. Ähnlich wie in München sind die besten Wohnungen schnell vergriffen und die Wohnungspreise steigen bis zur Decke. Erschreckend ist allerdings, dass die Häuser einen viel schlechteren Standard haben als wir in Deutschland gewohnt sind. Man sollte seine Anforderungen also

  • versuchen herunterzuschrauben. Meine Wohnung war ein richtiger Glücksgriff. Sie wurde vor kurzem neu renoviert und war sehr gut ausgestattet. Dennoch war sie ziemlich schwach isoliert. Das habe ich aber in Kauf genommen, da mein Aufenthalt im Sommer war und das Haus nur ca. 5 Minuten zu Fuß von meiner Arbeit entfernt war. Obwohl sie ca. 20 Minuten mit dem Fahrrad von der Innenstadt entfernt lag, hat sie dennoch £520 pro Monat gekostet. Verglichen mit den Zimmern der anderen Praktikanten war meine Wohnung preislich allerdings noch im Mittelfeld. Auf die ursprüngliche Frage des optimalen Wohnorts war ich im Nachhinein sehr froh, dass ich mich für eine Wohnung in Werksnähe entschieden habe. Obwohl ich in meiner Freizeit viel unternommen habe war ich unterm

    Strich immer noch häufiger in der Arbeit als in der Innenstadt. Außerdem hat sich herausgestellt, dass die meisten Praktikanten näher zur Arbeit als zur Innenstadt wohnten, wodurch man sich schneller mal zum BBQ treffen konnte. Der erste Monat war mit Abstand der teuerste. Bei einer Mietwohnung muss man in der Regel eine Kaution von einer Monatsmiete vorstrecken. Zudem lohnt es sich, in Oxford ein Fahrrad zu besorgen. Hierzu empfehle ich die Ebayähnliche online Plattform Gumtree (Link: https://www.gumtree.com ). Gebrauchte Fahrräder sind zwar in der Regel in einem schlechten Zustand, aber mit £40 - £80 preiswerter, als sich für 6 Monate ein Neues zu kaufen. In meinem Fall hatte ich das Glück, dass mein Vormieter sein Fahrrad nicht mehr gebraucht hat und mir netterweise überlassen hat. Wer sein Fahrrad aber regelmäßig nutzen will sollte doch in ein besseres Rad investieren. Unabhängig ob gutes oder schlechtes Fahrrad, man sollte auf jeden Fall ein sehr gutes Schloss dazu kaufen! Fahrräder werden in Oxford gerne geklaut und das selbst auf den belebtesten Straßen in der Innenstadt. Eine Alternative zum Fahrrad ist der Bus. Wie bereits erwähnt, verfügt Oxford über ein hervorragendes Verkehrsnetz. Fahrkarten werden in der Regel im Bus selbst bezahlt und man zahlt für jede Fahrt einzeln (Umsteigen bedeutet neues Ticket kaufen). Das kann schnell teuer werden, deshalb sollte man sich vorher ausrechnen, ob es nicht günstiger ist, eine Tageskarte zu kaufen. Die ist nämlich 24 Stunden gültig. Eine weitere Option ist, sich den „Oxford Key“ kostenlos online zu bestellen (Link: https://www.oxfordkey.co.uk/smart-card/ ). Der Oxford Key funktioniert wie eine Prepaidkarte, die man mit bis zu 36 Fahrten aufladen kann und dann nur noch pauschal £1,5 pro Fahrt bezahlt. Arbeitsleben Die Arbeit war für mich als Autofan jeden Tag aufs Neue faszinierend. In einem Werk zu arbeiten ist eine ganz besondere Erfahrung. Man erhält die Chance, hinter die Kulissen zu schauen und bekommt einen Eindruck, wie komplex es ist ein Fahrzeug herzustellen. Bevor man die Arbeit allerdings beginnen kann, werden zwei Dinge benötigt: eine National Insurance Number und ein britisches Girokonto. Für die National Insurance Number muss man einen Termin beim lokalen Arbeitsamt (Jobcenter Plus) vereinbaren. Dies geht ganz einfach telefonisch. Es kann aber sein, dass man den frühesten Termin erst ein paar Wochen später bekommt. Deshalb so früh wie möglich darum kümmern (und Reisepass mitbringen)! Das britische Girokonto hingegen bekommt man schnell. Hierfür muss man ebenfalls einen Termin telefonisch vereinbaren. Dieser war in meinem Fall bei der Lloyds Bank. Ich würde empfehlen, eine „contactless payment“ Geldkarte zu nehmen, da man in England geringe Beträge häufig nur mit dem Drauflegen

    Abbildung 1: Meine Unterkunft

  • der Karte auf ein Lesegerät bezahlt (ohne PIN Eingabe), aber das ist Geschmacksache. Für die Lloyds Bank habe ich mich entschlossen, da dort das Bankkonto kostenlos ist.

    Auf das Arbeiten in einem anderen Land war ich sehr gespannt und vorher ziemlich nervös. Ich hatte Bedenken, dass meine Englischkenntnisse nicht für den beruflichen Alltag ausreichen. Diese Angst wurde mir aber bereits bei meinem ersten Arbeitstag genommen. Ich wurde so herzlich und warm willkommen geheißen, dass mir selbst die leichtesten englischen Wörter im Hals stecken geblieben sind. Doch das wurde von meinen Kollegen überhaupt nicht negativ aufgefasst. Sie

    waren nie enttäuscht oder sauer, dass ich mich nicht so ausdrücken konnte wie ich eigentlich wollte. Ganz im Gegenteil! Sie haben mir geholfen und mich bewundert wie sehr ich mich anstrenge ihre Sprache zu sprechen. Das hat mir die Kraft und Motivation gegeben, die ich gebraucht habe um mich zu trauen und aus meinen Fehlern zu lernen. Trotz der anfänglichen Unsicherheiten mit der Sprache wurden mir dennoch sehr anspruchs- und verantwortungsvolle Aufgaben übertragen. Bei einem Arbeitstag von 8 Stunden hatte ich viel Zeit mich an die Sprache sowie an die Kultur zu gewöhnen. Eine nette Angewohnheit meiner Kollegen war die tägliche Frage in die Runde ob jemand eine Tasse Tee möchte. Sobald man im Arbeitsleben bei BMW angekommen ist, fallen einem sofort die tollen Vergünstigungen und Vorteile auf. So gibt es speziell für BMW Mitarbeiter besondere Rabattaktionen bei namenhaften Unternehmen wie Dell, Apple aber auch lokalen Geschäften wie dem Fahrradhändler Halfords in Oxford. Natürlich erhält man auch Vergünstigungen auf die Merchandise Kollektion von BMW und MINI sowie kostenlosen Eintritt für sich und seine Familie zu den täglichen Werksführungen. Der Alltag bei BMW wird häufig versüßt durch interne Events wie Bake-offs für einen guten Zweck oder dem jährlichen Family Day. Außerdem bekommt man als Praktikant die Chance, die Nachbarwerke der BMW Group zu besuchen. So hatte ich das Glück gleich alle drei Standorte in England zu besichtigen. Dazu gehört zum einen das Presswerk in Swindon wo die Karosserien gestanzt werden, das Motorenwerk in Hams Hall, wie auch das Rolls Royce Werk in Goodwood. Der wohl lukrativste Vorteil ist allerdings das sogenannte KNS Programm. Das KNS Programm steht für die Erprobung kundennaher Serienfahrzeuge und bedeutet, dass Mitarbeiter sich Fahrzeuge gegen eine bestimmte Vorgabe an mindestens gefahrenen Meilen kostenfrei ausleihen dürfen. Abschlie