ETH Jahresbericht 2010

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ETH Zürich Jahresbericht 2010

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  • ETH ZricHJahresbericht 2010

  • AInhalt

    Vorwort des Prsidenten 3Hhepunkte 2010 4

    Kernaufgaben der ETH Zrich 8Lehre Exzellente Ausbildung trotz Kapazittsengpssen 10Forschung Grundlagenforschung sichert die Zukunft 14Wissens- und Technologietransfer Junge Firmen frdern 22

    Die ETH Zrich als Unternehmen 24Infrastruktur und Personal Intensive Bauttigkeit 26Verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen Nachhaltigkeit als Kompass etabliert 30Finanzmanagement Der Erfolg fordert das Finanzmanagement 32

    Gesellschaftliches Engagement der ETH Zrich 34Dienstleistungen und kulturelle Einrichtungen Wissen vermehren, Wissen verbreiten 36Dialog mit der ffentlichkeit Expertenwissen fr den ffentlichen Diskurs 40

    Namen und Fakten der ETH Zrich 42Die ETH Zrich in Zahlen 44Ehrungen und Preise 58Ehrungen am ETH-Tag 64Neue Professuren 66Donationen 68Organisation 70

    Erluterungen zur Bildserie Studienprojekte 72

    Die ETH Zrich steht fr exzellente Lehre, wegweisende Grundlagenforschung und die Anwendung der Ergebnisse zum Nutzen der Gesellschaft. 1855 gegrndet, bietet sie heute als eine der international fhrenden technisch-naturwissenschaft-lichen Hochschulen Forschenden ein inspirierendes Umfeld und ihren Studierenden eine umfassende Ausbildung.

    Die ETH Zrich zhlt ber 16 000 Studierende aus rund 80 Lndern, davon 3500 Doktorierende. Mehr als 400 Professorinnen und Professoren unterrichten und forschen zurzeit auf den Gebieten der Ingenieurwissenschaften, Architektur, Mathematik, Naturwissenschaften, systemorientierten Wissenschaften sowie der Management- und Sozialwissenschaften. Die ETH Zrich wird in internationalen Ran-kings regelmssig als eine der weltweit besten Universitten bewertet. 21 Nobelpreistrger, die an der ETH Zrich studiert, gelehrt oder geforscht haben, un-terstreichen den hervorragenden Ruf der Hochschule.

    Ihr Wissen in die Wirtschaft und die Gesellschaft zu transferieren, ist eines der Haupt-anliegen der ETH Zrich. Sie tut dies mit Erfolg, wie die jhrlich 80 neuen Patentan-meldungen sowie die 215 Spin-off-Firmen belegen, die zwischen 1996 und 2009 aus der Hochschule hervorgegangen sind. Die ETH Zrich richtet ihre For-schungsstrategie auf globale Herausforderungen aus wie zum Beispiel den Klima-wandel, die Welternhrung sowie die Gesundheit der Menschen.

    Y www.ethz.ch

    Aufbauend auf starken Grundlagen in Ausbildungund Forschung trgt die ETH Zrich dazu bei, komplexe Probleme der Gesellschaft zu lsen. Ralph Eichler, Prsident der ETH Zrich

  • 2 3Vorwort des Prsidenten

    Breite Kompetenz auf kleinem RaumAn auslndischen Universitten erlebe ich oft, dass die ETH Zrich mit Swissness ver-bunden wird. Unsere Hochschule zhlt zweifellos zu den Marken, die unter diesem Attribut ein neues, unverkrampftes nationales Selbstverstndnis in die Welt hinaustragen. Swiss-ness steht dabei nicht fr verstaubten Heimatschutz mit der viel bemhten Armbrust, sondern fr eine aufgeschlossene Schweiz, die sich auf nationaler und globaler Ebene engagiert. Neben edlen Uhren, wrzigem Kse und zackigen Bergen gehrt auch die Bildungslandschaft zu den hiesigen Kostbarkeiten. Ausser Fleiss, Disziplin und Zielstrebig-keit ist ebenso Intelligenz eine begehrte Qualitt.

    Und genau hier hat die ETH ihren symbolhaften Platz. Sie bildet hochqualifizierte Fachkrfte aus, die Verantwortung und Fhrungsfunktionen in Wirtschaft und Gesellschaft ber- nehmen. Gleichzeitig erforscht sie als weltoffene Spitzenhochschule Lsungen fr die grossen Zukunftsaufgaben wie Ernhrung, Energie, Umwelt, Gesundheit und Risiko. Zudem bietet die ETH der Schweiz zahlreiche wissenschaftliche Dienstleistungen, die ebenfalls aufgrund der Internationalitt der Forschung dem Ausland zugutekommen.

    Manche Propheten machen uns weis, die Zukunft der Produktion von Gtern liege in Asien. In der Schweiz beweisen jedoch gengend Beispiele das Gegenteil. Die gesamte Wert-schpfungskette bei der Produktentwicklung liegt hier nahe beieinander, wofr bei uns hervorragende Voraussetzungen bestehen. Selten findet man derart geballt bestens quali-fizierte Berufsleute und Ingenieure, die das Zusammenspiel von Grundlagenforschung ber Produktdesign bis hin zu weitgehend automatischer Fabrikation gewhrleisten knnen.

    Dieser Trumpf fusst auf einem kreativen Denk- wie auch Produktionsplatz und sticht selbst unter stets hherem Konkurrenzdruck. Traditionsgemss ist die ETH Zrich stark in der Grundlagenforschung engagiert, wird in der Ausbildung ihr Augenmerk aber vermehrt auch auf Designfhigkeiten sowie Produktionstechnik richten. Design soll vor allem bedienungs- und servicefreundlich sein, also die Wechselwirkung zwischen Mensch und Maschine optimieren. Innovative Produktionstechnik, ob auf Makro-, Mikro- oder Nanostufe, bedingt die Entwicklung autonomer Systeme und intelligenter Roboter. Solche technologischen Errungenschaften steuern zum Gedeihen der hiesigen Maschinenindustrie, der Medizin-technik und weiterer zukunftstrchtiger Geschftsfelder bei.

    Ich danke herzlich allen Mitarbeitenden, die mit schpferischem Geist und viel Engagement die ETH Zrich auf Erfolgskurs halten. Auch unseren Freunden, Gnnern, den Politikerinnen und Politikern sowie den Steuerzahlenden generell gebhrt ein grosses Dankeschn. Sie ermglichen an unserer Hochschule eine vortreffliche Lehre und eine starke Grundlagen-forschung. Von deren Resultaten in Form von Wissen und Kompetenz kann die Gesellschaft wiederum voll profitieren.

    Ralph Eichler, Prsident der ETH Zrich

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    Hhepunkte 2010

    01 Neue Rechnerra fr die Schweiz: Raffaele Balmelli, Be-triebsleiter Implenia Tessin, Thomas Schulthess, Direktor CSCS, und Roman Boutellier, Vizeprsident Personal und Ressourcen der ETH Zrich, bei der Grundsteinlegung des neuen Hochleistungsrechenzentrums. Y Seite 26 ff.

    02 Kleinster Mikrolaser der Welt: Physiker der ETH Z-rich entwickeln den mit Abstand kleinsten elektrisch ge-pumpten Laser der Welt. Der nur 30 Mikrometer lange La-ser knnte eines Tages die Chiptechnologie revolutionieren. Y Seite 20

    03 Erdbebensimulator im Museum focusTerra: Ein fast drei Tonnen schweres Zimmer, das durch Befehle eines Compu-ters erschttert wird, sensibilisiert Behrden und Dienst-leister im Bauwesen sowie die Bevlkerung fr die Erdbe-benvorsorge. Y Seite 41

    04 Weltberhmte Kollaboration: Die ETH Zrich beteiligt sich mit dem CMS-Teilchendetektor usserst erfolgreich am Large Hadron Collider (LHC) des CERN, der mit ber 8000 Wissenschaftlern weltweit grssten Forschungszusammen-arbeit. Y Seite 14 ff.

    05 Pioniere der Eiweissforschung: Professor Rudolf Aeber-sold, ETH Zrich, erhlt zusammen mit Professor Amos Bai-roch, Universitt Genf, den Otto-Naegeli-Preis einen der wichtigsten Schweizer Forschungspreise. Y Seite 19

    06 20 Millionen Franken fr Nachwuchsfrderung: Der Unternehmer und Mzen Branco Weiss (3. v. l.) bertrgt sein Frderprogramm Society in Science der ETH Zrich. Mit dem Programm knnen herausragende Nachwuchsfor-schende untersttzt werden. Y Seite 14 ff.

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    Hhepunkte 2010

    07 Kurzzeitlaser messen ultraschnelle Prozesse: ETH-Physi-kerin Ursula Keller bernimmt zusammen mit Thomas Feurer von der Universitt Bern die Leitung des neuen Nationalen Forschungsschwerpunkts Molecular Ultrafast Science and Technology. Y Seite 14 ff.

    08 Nachhaltiger Austausch: Gemeinsam mit Studentin-nen und Studenten des Ethiopian Institute of Architecture, Building Construction and City Development bauen ETH-Studierende in Addis Abeba den Prototyp eines nachhalti-gen Wohngebudes. Y Seite 30 ff.

    09 ETH-Expertise fr Jahrhundertbauwerk: Im Jahr 2010 gelang mit dem Durchstich der Ostrhre des Gotthard-Ba-sistunnels eine entscheidende Etappe eines Jahrhundert-bauwerks, an dem Experten der ETH Zrich in vielfltiger Weise beteiligt sind. Y Seite 39

    10 Erfolgreiche Zusammenarbeit: Mit Disney Research Zurich entsteht an der ETH Zrich das einzige Forschungs-labor von Walt Disney an einer europischen Hochschule. Erforscht werden neue Technologien zur Modellierung und Simulation der Wirklichkeit. Y Seite 22 ff.

    11 ETH-Tag der Lehre: An ihrem akademischen Feiertag wrdigt die ETH Zrich herausragende wissenschaftliche Leistungen, verleiht Ehrendoktorwrden und Auszeichnun-gen fr die besten Dozierenden. Die Festansprache hlt Bun-desrat Didier Burkhalter. Y Seite 64 ff.

    12 Weltausstellung in Schanghai: Bundesrat Moritz Leuen-berger (Mitte) und der chinesische Wasserminister Lei Chen (2. v. r.) erffnen die von der ETH Zrich, der chinesischen Akademie der Wissenschaften und swissnex China getrage-ne Konferenz Future Cities. Y Seite 41

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  • Wachsende Studierendenzahlen rcken in der Lehre die Qualitts-sicherung in den Mittelpunkt. Die Forschung nimmt sich mit neuen Initiativen, Projekten und Professuren globaler Herausforderungen an. Vielfltige Beziehungen zur Wirtschaft sichern den Wissens- und Technologietransfer, der gesellschaftlichen Mehrwert schafft.

    Kernaufgaben der ETH Zrich

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    Die ETH Zrich zieht als Universitt von Welt-rang mehr und mehr Studierende aus der Schweiz und aus aller Welt an. Die Kehrseite der positiven Bilanz: Insbesondere auf Masterstufe mssen geeignete Instrumente gefunden werden, um die exzellente Qualitt der Lehre sichern zu knnen.

    Rund 2450 Studierende nahmen im Herbst 2010 ein Ba-chelorstudium an der ETH Zrich auf. Das sind 13 Prozent mehr Neueintritte als noch vor zwei Jahren. Die Zunahme des Interesses, insbesondere an den Ingenieurfchern, ist im Hinblick auf den von der Industrie konstatierten Inge-nieurmangel erfreulich. Angesichts der hohen Zahlen von Neueintritten stossen die beiden zurzeit beliebtesten Stu-diengnge Maschinenbau und Architektur allerdings an ihre Kapazittsgrenzen. Die Engpsse