Evaluation Ideenmanagement Software

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    01-Nov-2014
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Unternehmen und Organisationen finden sich heute zusehends in einem hart umkämpften Markt wieder. In einem wettbewerbsintensiven Umfeld können daher bereits kleine Verbesserungen, innovative Prozesse oder neue Lösungsansätze den entscheidenden Vorteil gegenüber der Konkurrenz bedeuten. Ideen entspringen aber oft Geistesblitzen – und bleiben leider häufig auf der Strecke, weil eine systematische Einordnung und Weiterverfolgung fehlen. Wenn eine Idee entsteht, sollte sie festgehalten und weiterentwickelt werden können. In diesem Booklet werden Ideenmanagement Softwarelösungen von verschiedenen Anbietern vorgestellt. Zuerst werden die wichtigsten Begriffe definiert. Anschliessend werden die Prozesse im Ideenmanagement dargestellt und die Systematik im Hinblick auf die Funktionsweise einer Ideenmanagement Software erklärt. Basisfunktionen werden erläutert, bevor die einzelnen Anwendungen im Detail vorgestellt werden. Zusammenfassend sind in Form einer Tabelle alle Softwarelösungen in einem Kriterienkatalog, welcher den Anbietern zur Vervollständigung vorgelegt wurde, aufgeführt. Das vorliegende Booklet soll als Orientierungshilfe für Organisationen bei der Einführung einer geeigneten Ideenmanagement Software, bzw. als Prozessunterstützung verstanden werden. Die Publikation entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Wissenszentrum Wissensmanagement WZ WM VBS.

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  • 1. Booklet SoftEvaluation Ideenmanagement Software
  • 2. Inhaltsverzeichnis Seite1. Einleitung Einleitung 32. Wichtige Begriffe im Ideenmanagement 43. Systematik und Prozesse 74. Ideenmanagement Software und Basisfunktionen 95. Softwarelsungen und Anbieter 106. Kriterienkatalog bersicht der Anbieter 20Quellenverzeichnis 23Die Autoren 24 2/25
  • 3. 1. EinleitungUnternehmen und Organisationen finden sich heute zusehends in einem hart umkmpftenMarkt wieder. In einem wettbewerbsintensiven Umfeld knnen daher bereits kleine Verbesse-rungen, innovative Prozesse oder neue Lsungsanstze den entscheidenden Vorteil gegen-ber der Konkurrenz bedeuten. Ideen entspringen aber oft Geistesblitzen und bleiben lei-der hufig auf der Strecke, weil eine systematische Einordnung und Weiterverfolgung fehlen.Wenn eine Idee entsteht, sollte sie festgehalten und weiterentwickelt werden knnen. Ausverschiedenen Grnden gestaltet sich dieser Prozess aber oftmals schwierig: Wo hlt maneine Idee am besten fest, wenn sie auch den Mitarbeitenden und Vorgesetzten zugnglichsein soll? Wie kann ein Kunde oder Lieferant eine Idee vorbringen? An welche Person mussman sich wenden, um die Idee zu platzieren? Wie und von wem wird eine Idee berprft?Welche Vorteile hat ein Ideengeber bei der aktiven Mitarbeit?Generell wird das Potential von Ideen in Unternehmen aber oft noch unterschtzt und zu we-nig genutzt. Zudem sind nebst Mitarbeitern auch Kunden, Partner und Lieferanten als poten-tielle Ideengeber zu bercksichtigen. Kundenseitig spielt etwa die Entgegennahme von Re-klamationen eine wichtige Rolle.Immer fter fhren Organisationen deshalb ein Ideenmanagement ein, um Ideen und Vor-schlge strukturiert zu erfassen, zu verwalten und weiterzuverarbeiten. Ein systematischesIdeenmanagement kann den Unterschied machen und fr das Unternehmen den entschei-denden Wettbewerbsvorteil gegenber der Konkurrenz bedeuten.Das moderne Ideenmanagement stellt ein umfassendes Konzept dar, welches klassische In-strumente wie den Ideenbriefkasten, das betriebliche Vorschlagswesen BVW, den kontinuier-lichen Verbesserungsprozess KVP, und den Qualittszirkel zusammenfasst und durch neueTools und Methoden ergnzt. Zur Untersttzung werden heute oft computerbasierte Systemegenutzt. Seit ungefhr einem Jahrzehnt werden Softwarelsungen fr das betrieblicheIdeenmanagement entwickelt und laufend an die neuen Bedrfnisse angepasst. Die moderneIT-Infrastruktur vieler Unternehmen und die Nutzung mobiler Endgerte erffnen dem heuti-gen Ideenmanager neue Perspektiven. So sind beispielsweise Ideeneingaben per Mobiltelefonmglich und Prmien fr erfolgreiche Ideen knnen in einem Online-Shop eingelst werden.In diesem Booklet werden Ideenmanagement Softwarelsungen von verschiedenen Anbieternvorgestellt. Zuerst werden die wichtigsten Begriffe definiert. Anschliessend werden die Pro-zesse im Ideenmanagement dargestellt und die Systematik im Hinblick auf die Funktionswei-se einer Ideenmanagement Software erklrt. Basisfunktionen werden erlutert, bevor die ein-zelnen Anwendungen im Detail vorgestellt werden. Zusammenfassend sind in Form einerTabelle alle Softwarelsungen in einem Kriterienkatalog, welcher den Anbietern zur Vervoll-stndigung vorgelegt wurde, aufgefhrt.Das vorliegende Booklet soll als Orientierungshilfe fr Organisationen bei der Einfhrungeiner geeigneten Ideenmanagement Software, bzw. als Prozessuntersttzung verstandenwerden. Die Publikation entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Wissenszentrum Wis-sensmanagement WZ WM VBS.Bern, im Januar 2012 3/25
  • 4. 2. Wichtige Begriffe im IdeenmanagementZum besseren Verstndnis der nachfolgenden Informationen werden in diesem Kapitel diewichtigsten Begriffe im Zusammenhang mit Ideenmanagement erlutert und erklrt.Ideenmanagement ist eine Teildisziplin des Innovations- und Wissensmanagement. Wis- Wis- Wisensmanagement ist die Generierung, Speicherung und Verteilung des fr ein Unternehmenrelevanten Wissens. Hierbei teilen Mitarbeiter die dazu bereit sind, ihr Wissen mit Anderen,die es dazu nutzen selbst zu lernen und systematisch einzusetzen. Das Ideenmanagement isteine Schnittstelle beim Wissenserwerb.1Wissensmanagement bildet somit ein integriertes Interventionskonzept, das sich mit denMglichkeiten zur Gestaltung, Lenkung und Entwicklung der organisatorischen Wissensbasisbefasst.2Innovationsmanagement ist eine betriebliche Kernttigkeit, die im Wesentlichen an den Ei- Innovationsmanagementgenschaften einer Innovation ausgerichtet ist und damit Managementaspekte verbindet. DerBegriff der Innovation lsst sich aus dem lateinischen Wortstamm novus ableiten und um-schreibt die Einfhrung von etwas Neuem. Im betriebswirtschaftlichen Sinn ist dieses Neueenger zu fassen. Es bedarf der unternehmerischen Relevanz, um eine Neuerung im betriebs-wirtschaftlichen Sinn als Innovation bezeichnen zu drfen.3Das Management, d.h. die Generierung, Sammlung, Bewertung und Auswahl geeigneter Ideenfr Verbesserungen und Neuerungen im Zusammenhang mit Produkten, Prozessen und or-ganisatorischen Fragen in Organisationen wird unter dem Begriff Ideenmanagement zusam-mengefasst. Das Ideenmanagement ergnzt damit das Innovationsmanagement.4Im Zusammenhang mit Ideenmanagement werden oft die Begriffe Kontinuierlicher Verbesse-rungsprozess KVP und Betriebliches Vorschlagswesen BVW genannt. Nachfolgend werdendiese beiden Kernelement des Ideenmanagement erklrt.Kontinuierlicher Verbesserungsprozess KVP ist die deutsche bersetzung des japanischenKaizen.5 Kaizen ist ein Verfahren aus der japanischen Fertigungstechnik; bedeutet konse-quentes Innovationsmanagement oder einfach Verbesserung. Kaizen stellt einen permanen-ten Verbesserungsprozess dar. Kaizen bedeutet nicht nur Produktverbesserung, sondernVerbesserung aller betrieblichen Prozesse (Entwicklung, Produktion, Vertrieb, Distributionetc.).6Die Methodik beim KVP ist eine systematische Vorgehensweise des Planens, Durchfhrens,Checkens und Agierens, so dass die Arbeitsablufe und -verfahren kontinuierlich und kon-sequent verbessert werden knnen.7Das Betriebliche Vorschlagswesen BVW ist eine betriebliche Einrichtung zur Frderung,Begutachtung, Anerkennung und Verwirklichung von Verbesserungsvorschlgen (VV) derMitarbeitenden.8Grundstzlich wird heute zwischen drei verschiedenen Mglichkeiten unterschieden, eineIdee einzureichen. Nachfolgend werden die drei Modelle erlutert.1 vgl. http://ideenmanagement.wikia.com/wiki/Wissensmanagement2 vgl. Romhardt 19983 vgl. http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/innovationsmanagement.html4 vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Innovationsmanagement5 vgl. Kostka/Kostka 20066 vgl.http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/kaizen.html?referenceKeywordName=kontinuierlicher+Verbesserungsprozess7 vgl. Kostka/Kostka 20068 vgl. Thom 2006 4/25
  • 5. Klassisches Modell EinreicherNach dem klassischen Modell ist dasIdeenmanagement zentral organi- Vorschlagsiert, d.h. der Einreichungsweg fhrt BVWnormalerweise ber den BVW-Beauftragten.9 Das bedeutet einebewusste Umgehung der Linienvor- Gutachtergesetzten zum Schutz des Ideenge- Annahm e Ablehnungbers. Dadurch wird dem Einreichereine gewisse Anonymitt ermglicht. BVW BVWDie Einreichung kann auf postali- Wiedervorlageschem Weg oder persnlich gesche-hen. Der BVW-Beauftragte zieht, wo Kom m ission Kom m issionntig, Fachgutachter zur Beurteilung Annahm eschreiben Ablehnungheran. Eine BVW-Kommission ent-scheidet danach ber Annahme, bzw. Einreicher EinreicherAblehnung des entsprechenden Ver-besserungsvorschlags und bestimmt Einspruchdie Prmienhhe.10 BVW vgl. Thom (2006) nach Urban (1994) Vorgesetztenmodell Im Vorgesetztenmodell bespricht der Einreicher Einreicher Vorgesetzter den Verbesserungsvorschlag zuerst mit seinem Vorgesetzten. Anonymitt ist dabei nicht mehr Vorschlag gewhrleistet. Das Modell geht davon aus, dass