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  • Mandanten-InfoExtras fr Ihre Mitarbeiter

    Extras fr Ihre Mitarbeiter 2017Optimale Gestaltung der Zuwendungen an Arbeitnehmer

  • Mandanten-Info

    Extras fr Ihre Mitarbeiter 2017

  • Inhalt1. Einleitung ................................................................................ 1

    2. ABC der begnstigten Leistungen ....................................... 2

    2.1 Aufmerksamkeiten zu besonderen persnlichen Ereignissen ....................................................... 2

    2.2 Auslagenersatz ........................................................................ 3

    2.3 Beihilfen und Untersttzungen wegen Hilfsbedrftigkeit ..... 4

    2.4 Belegschaftsrabatte ................................................................ 6

    2.5 Berufskleidung ........................................................................ 7

    2.6 Beratungs-, Vermittlungs- und Betreuungsleistungen fr Kinder und pflegebedrftige Angehrige ........................ 8

    2.7 Betriebssport .......................................................................... 9

    2.8 Betriebsveranstaltungen ....................................................... 10

    2.9 Darlehen an Arbeitnehmer ................................................... 12

    2.10 berlassung von Datenverarbeitungsgerten (PC, Tablet, Smartphone) ..................................................... 13

    2.11 Fahrtkostenzuschsse fr Fahrten zwischen Wohnung und erster Ttigkeitssttte .................................................... 14

    2.12 Firmenwagen ........................................................................ 15

    2.13 Leistungen zur Gesundheitsfrderung ................................ 16

    2.14 Abgabe von Getrnken im Unternehmen ............................ 17

    2.15 Kindergartenzuschsse ........................................................ 17

    2.16 Reisekosten ........................................................................... 18

    2.17 Abgabe von Essensmarken/Restaurantschecks ................... 20

    2.18 berlassung von Telekommunikationsgerten .................... 21

    2.19 Umzugskosten ...................................................................... 21

    2.20 Warengutscheine .................................................................. 22

    2.21 Wschegeld ........................................................................... 24

    2.22 Zuschlge fr Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit ......... 24

  • 1

    Extras fr Ihre Mitarbeiter 2017

    1. Einleitung

    Steuer- und sozialversicherungsfreie bzw. weniger stark belastete Vergtungsbestandteile und alternative Mglichkeiten der Entloh-nung (z.B. Sachbezge, geldwerte Vorteile, Nutzungsmglichkei-ten) sind aufgrund des hheren Nettoeffekts fr Arbeitnehmer be-sonders attraktiv. Allerdings knpft der Gesetzgeber strenge und teilweise komplizierte Voraussetzungen an die Gewhrung steu-erfreier Arbeitgeberleistungen. So ist es fr die Steuerfreiheit der meisten Leistungen erforderlich, dass diese zustzlich zu dem vom Arbeitgeber geschuldeten Arbeitslohn erbracht werden mssen.

    Grundstzlich kann der Arbeitgeber lohnsteuerfreie und pauschal besteuerte Vergtungsbestandteile allen abhngig beschftigten Vollzeit- und Teilzeitarbeitskrfte gewhren. Zu den Teilzeitar-beitskrften zhlen dabei auch geringfgig Beschftigte. Fr die Personengruppe der geringfgig Beschftigten sollte allerdings beachtet werden, dass eine fehlerhaft angewandte Steuerfreiheit in der Regel auch die Sozialversicherungspflicht der entsprechenden Arbeitgeberleistung zur Folge hat. Hierdurch kann es insbesondere bei geringfgig entlohnten Beschftigten (450-Euro-Jobs) zu einem berschreiten der 450-Euro-Geringfgigkeitsgrenze und damit zum Wegfall der Sozialversicherungsfreiheit kommen.

    Hinweis

    Die folgenden Ausfhrungen geben nur einen allgemeinen berblick ber die wichtigsten steuerfreien bzw. steuerbe-gnstigten Arbeitgeberleistungen. Fr Rckfragen steht Ih-nen Ihr Steuerberater gerne zur Verfgung.

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    Extras fr Ihre Mitarbeiter 2017

    2. ABC der begnstigten Leistungen

    2.1 Aufmerksamkeiten zu besonderen persnlichen Ereignissen

    Bei Aufmerksamkeiten handelt es sich regelmig um Sachzuwen-dungen von geringfgigem Wert (z. B. Blumen, Genussmittel, Buch, CD). Da derartige Sachleistungen des Arbeitgebers auch im gesellschaftlichen Verkehr blich sind und zu keiner ins Gewicht fallenden Bereicherung des Arbeitnehmers fhren, knnen diese steuerfrei gewhrt werden. Voraussetzungen fr die Steuerfreiheit sind, dass die Aufmerksamkeit dem Arbeitnehmer oder seinen An-gehrigen anlsslich eines besonderen persnlichen Ereignisses (z.B. Geburtstag, Heirat, Geburt) gewhrt wird und der Wert der Aufmerksamkeit die Freigrenze von 60Euro (inkl. USt) nicht ber-steigt. Die Finanzverwaltung hat klargestellt, dass eine Gehaltsum-wandlung des Arbeitnehmers zugunsten von Aufmerksamkeiten nicht anerkannt wird.

    Beispiel: Ein Arbeitgeber schenkt einem Arbeitnehmer zum Geburtstag im April2017 eine Flasche Wein und einen Blumenstrau im Gesamt-wert von 58Euro (inkl. USt).

    Ergebnis: Es handelt sich um Aufmerksamkeiten zu einem persn-lichen Ereignis des Arbeitnehmers. Da die Aufmerksamkeiten den Hchstbetrag von 60Euro nicht berschreiten, knnen sie steuer- und sozialversicherungsfrei hingegeben werden.

    bersteigt der Wert der Aufmerksamkeit die Freigrenze von 60Euro (inkl. USt), so ist die Sachzuwendung in vollem Umfang steuer- und sozialversicherungspflichtig. Geldzuwendungen zu einem persnlichen Ereignis des Arbeitnehmers unterliegen eben-falls stets dem Lohnsteuer- und Sozialversicherungsabzug.

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    Extras fr Ihre Mitarbeiter 2017

    Hinweis

    Auf die Lohnsteuerfreiheit von Aufmerksamkeiten bis max. 60Euro sind weitere (im selben Monat gewhrte) Sachzuwen-dungen, die unter die 44-Euro-Sachbezugsfreigrenze fallen, nicht anzurechnen. Hat der Arbeitnehmer Geburtstag, knnen in diesem Monat mehrere Sachzuwendungen im Gesamtwert von insg. 104Euro lohnsteuerfrei gewhrt werden. Die beiden Freigrenzen (60Euro/44Euro) sind getrennt anzuwenden und einzuhalten - ein Geschenk im Wert von max. 104Euro (inkl. USt) kann nicht lohnsteuerfrei hingegeben werden.

    2.2 Auslagenersatz

    Als Auslagenersatz bezeichnet man betrieblich bedingte Ausga-ben, die der Arbeitnehmer auf Rechnung des Arbeitgebers ttigt (z.B. Parkgebhren). Sofern ausschlielich betriebliche Auslagen ersetzt werden, handelt es sich nicht um steuer- und sozialversi-cherungspflichtigen Arbeitslohn. Voraussetzung fr die steuerfreie Erstattung ist ein Einzelnachweis ber die vom Arbeitnehmer ge-tragenen Auslagen. Ein Auslagenersatz ohne Einzelnachweis fhrt regelmig zu steuerpflichtigem Arbeitslohn. Ausnahmsweise kann ein pauschaler Auslagenersatz steuerfrei bleiben, wenn er regel-mig wiederkehrt und der Arbeitnehmer die entstandenen Auf-wendungen fr einen reprsentativen Zeitraum von drei Monaten im Einzelnen nachweist. Der pauschale Auslagenersatz bleibt dann solange steuerfrei, bis sich die Verhltnisse wesentlich ndern.

    Beispiel: Ein Rentner ist im geringfgigen Umfang als Bote ttig. Er weist beruflich bedingte Parkgebhren i.H.v. mind. 20Euro/Monat per Einzelbeleg drei Monate anhand von Parkquittungen nach.

    Ergebnis: Sofern sich die Verhltnisse nicht wesentlich ndern, kann der Arbeitgeber dem Rentner nach drei Monaten der Einzel-nachweisfhrung die Parkgebhren i. H. von 20Euro ohne Vorlage von Parkquittungen steuerfrei erstatten.

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    2.3 Beihilfen und Untersttzungen wegen Hilfsbedrftigkeit

    Beihilfen oder Untersttzungen, die von privaten Arbeitgebern an einzelne Arbeitnehmer gezahlt werden, sind als sog. Notstands-beihilfen bis zu einem Betrag von 600Euro im Kalenderjahr steu-erfrei, wenn die Untersttzung dem Anlass nach gerechtfertigt ist, z. B. beim Tod naher Verwandter, Vermgensschden bei hhe-rer Gewalt oder Naturkatastrophen sowie in Krankheits- und Un-glcksfllen. Das, die Untersttzung rechtfertigende Ereignis ist anhand geeigneter Unterlagen nachzuweisen und zu den Lohnun-terlagen des Arbeitnehmers zu nehmen. Betriebe mit weniger als fnf Arbeitnehmern knnen entsprechende Untersttzungen ohne weitere formelle Voraussetzung steuerfrei gewhren. In Betrieben ab fnf Arbeitnehmern muss die Untersttzung

    aus einer mit Mitteln des Arbeitgebers geschaffenen, aber von ihm unabhngigen Einrichtung gewhrt werden (z. B. Unter-sttzungskasse) oder

    aus Betrgen gezahlt werden, die der Arbeitgeber dem Be-triebsrat oder einer sonstigen Arbeitnehmervertretung zu dem Zweck berweist, Untersttzungen an die Arbeitnehmer (ohne magebenden Einfluss des Arbeitgebers) zu gewhren oder

    vom Arbeitgeber selbst erst nach Anhrung des Betriebsrats oder sonstiger Arbeitnehmervertreter gewhrt oder nach ein-heitlichen Grundstzen bewilligt werden, denen der Betriebsrat oder sonstige Vertreter der Arbeitnehmer zugestimmt haben.

    Beispiel: Ein Arbeitgeber gewhrt einer Arbeitnehmerin eine Beihilfe anlss-lich des Todes ihres Ehemanns i.H.v. 500Euro.

    Ergebnis: Es handelt sich um eine steuerfreie Untersttzungsleis-tung.

    Es kann auch ein hherer Betrag steuerfrei bleiben, wenn unter Bercksichtigung der Einkommensverhltnisse und des Famili-enstands des Arbeitnehmers ein besonders schwerer Notfall vor-liegt.

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    Extras fr Ihre Mitarbeiter 2017

    Erholungsbeihilfen knnen nur dann vom Arbeitgeber als Un-tersttzung bis zu einem Betrag von 600Euro im Jahr steuerfrei gewhrt werden, wenn sich der Arbeitnehmer zur Abwehr oder Heilung einer typischen Berufskrankheit z. B. einer Kur unter-ziehen muss. Sofern Erholungsbeihilfen nicht diese engen Voraus-setzungen fr die Steuerfreiheit erfllen, sondern es sich lediglich um Beihilfen zur allgemeinen Erholung handelt, knnen diese nach 40 Abs.2 Nr