Fachpresse-Kongress 2014 – Rückblick

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    18-Feb-2016
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  • KONGRESS DER DEUTSCHENFACHPRESSERCKBLICK 2014

    TOP-SPEAKER, SESSIONS, NETWORKINGDIE WICHTIGSTEN THEMEN UND TRENDS

    IMPRESSIONENALLE KONGRESS-HIGHLIGHTS IN BILDERN

    BRANCHENAWARDS 2014SO SEHEN SIEGER AUS

  • Mehr als 550 Teilnehmer haben erneut eindrucksvoll besttigt, wie wichtig der Fachpresse-Kongress als jhrlicher Treffpunkt

    der B2B-Community ist. Erstklassige Referenten und persnlicher Austausch sind die Eckpfeiler unseres Branchentreffens.

    So gab es auch in diesem Jahr wieder Kommunikation bei bester Stimmung, wie die Bildergalerie berzeugend dokumentiert!

    Fachmedien sind nah dran an Markt und Kunden und blicken deshalb selbstbewusst und optimistisch in die Zukunft. Die

    Breite fachmedialer Leistungen wurde mit der Verleihung der neuen Fachmedien-Awards hervorragend kommuniziert. Und

    dass sich B2B-Qualittsjournalismus auszahlt, konnten die Gewinner des Awards Fachjournalisten des Jahres mit ihren

    prmierten Beitrgen auch wieder staunenswert belegen. Was inhaltlich noch alles geschah, das entnehmen Sie bitte diesem

    Kongressrckblick! Ich wnsche Ihnen kurzweilige Minuten bei der Lektre!

    Ihr

    Bernd AdamGeschftsfhrer Deutsche Fachpresse

    EDITORIAL

    2

  • 3KONGRESS 2014: DIE THEMEN

    SELBSTBEWUSST STRKEN AUSSPIELEN: ERFOLGREICHE KOMMUNIKATIONSLSUNGEN FR B2B-MRKTE

    Ist der neue Nissan Qashqai eher ein Frauen- oder ein

    Mnnerauto? Und passt er eigentlich in den Fuhrpark von

    Handwerksunternehmen? Leser des Handwerk Magazins

    knnen das noch bis Ende Juni selbst herausfinden. Hin-

    ter diesem Angebot steckt eine Kundenmarketing-Aktion, die

    Holzmann Medien (Bad Wrishofen) fr Nissan aufgesetzt hat:

    Der Nissan Qashqai-Profitest, der die Leser zu Testpiloten

    macht, wie Manuela Hohenleitner, eine Referentin des dies-

    jhrigen Kongresses der Deutschen Fachpresse, erluterte.

    Das Projekt, bei dem verschiedene Kanle interagieren,

    war eines von zahlreichen Praxisbeispielen, die auf dem

    Branchenevent veranschaulichten, mit welchen Strategien

    und Angeboten Fachmedienhuser ih-

    ren Anteil am heftig umkmpften Wer-

    bemarkt sichern und ausbauen. Unser

    diesjhriges Kongressmotto Erfolgreiche

    Kommunikationslsungen fr B2B-Mrkte unterstreicht An-

    spruch und Zielsetzung, fr unsere Kunden Ansprechpartner

    Nummer eins zu sein, wenn es um effizientes B2B-Marketing

    geht, hatte Stefan Rhling (Vogel Business Media), Spre-

    cher der Deutschen Fachpresse, die Leitlinie vorgegeben.

    Mit mehr als 40 nationalen und internationalen Rednern aus

    Wirtschaft, Wissenschaft und Medien und einem praxisorien-

    tierten Rahmenprogramm bestehend aus Business-Frhst-

    cken, Sessions und einem Workshop fand der Kongress mit

    mehr als 550 Teilnehmern zum dritten Mal im Q2 des Thys-

    senKrupp Quartiers in Essen statt.

    ALLE DISZIPLINEN BEHERRSCHEN

    Um diesem Anspruch gerecht zu werden, mssen Fach-

    medienanbieter, so Rhling, alle Disziplinen beherrschen.

    Impulse kamen auch von einem weiteren, ganz anders ge-

    lagerten Beispiel von Holzmann Medien. Gemeint ist die

    Vermarktungsinitiative Handwerks-Channel, die branchen-

    bergreifende und fachspezifische Portale aus dem Segment

    Handwerk bndelt und dabei den Qualittsaspekt bei Online-

    werbung in den Mittelpunkt stellt (Hohenleitner). Fr den

    Kunden biete dieses innovative Angebot diverse Vorteile,

    neben einer hohen Reichweite unter anderem einen zentralen

    Workflow mit kurzen Reaktionszeiten. Das Angebot kommt

    an. Seit seiner Markteinfhrung vor gut einem Jahr sind Page

    Impressions und Visits deutlich gestiegen. Vielleicht wird die

    Initiative demnchst noch interessanter fr Werbungtreiben-

    de. Wir sind offen fr Kooperationen, rief Jan Peter Kruse

    (Holzmann Medien) seinen Kollegen im Plenum zu.

    Im Bereich digitaler Kampagnen ist IDG Business (Mnchen)

    seit lngerem mit spannenden Ideen unterwegs. Die Platt-

    form Meet the Experts ist eine solche

    Kampagne, die von IBM realisiert wurde.

    Und eine, auf der Video ein sehr relevan-

    tes Medium geworden ist, so Sebastian

    Woerle (IDG Business). brigens ein Vermarktungsformat,

    das im digitalen Marketing immer hufiger genutzt wird, wie

    die Session Digitales Marketing zeigte. Fnf Erfolgsfaktoren

    hat Woerle fr digitale Kampagnenkonzepte ausgemacht:

    innovativ, messbar, profitabel, aktiv im Sinne von proaktiv

    den Kunden etwas vorschlagen, crossmedial und themen-

    kompetent, wobei er Themenkompetenz fr am relevantes-

    ten hlt.

    Wichtig sei es zudem, sich immer wieder zu hinterfragen und

    zu lernen. Und eine Start-up-Mentalitt zu entwickeln. Denn

    um der Disruptivitt die klassische Anzeigenkunden/Ven-

    doren wohl in jeder Branche unter Druck bringt erfolgreich

    etwas entgegenzusetzen, brauche es in Medienunternehmen

    unter anderem eine bestimmte Haltung. Man muss die In-

    novationskultur im Unternehmen pflegen, sagte Woerle.

    Live verkrpert wurde diese Mentalitt in der Person von

    Andreas Winiarski (Rocket Internet), Keynote-Speaker am

    zweiten Kongresstag. Wir sind die, die hinter Zalando ste-

    cken, stellte er sich und das Unternehmen vor und machte

    damit zugleich seine Marschrichtung deutlich. Seine Schlag-

    (San) Werbekunden innovative Angebote zu machen, ist eine Herausforderung, die bereits viele Fachverlage ange-nommen haben: Dies zeigte eindrucksvoll der Kongress der Deutschen Fachpresse, zu dem sich am 14. und 15. Mai in Essen mehr als 550 Verleger und Fhrungskrfte aus Fachmedienhusern trafen.

    WIR SIND OFFEN FR KOOPERATIONEN.

    Jan Peter Kruse (Holzmann Medien)

  • worte waren Mut, Flexibilitt nach der Devise einfach mal

    machen und Geschwindigkeit. Rocket Internet etwa brauche

    vier Wochen, um ein Start-up an den Markt zu bringen. Ge-

    schwindigkeit ist alles!

    In den Mittelpunkt stellte er jedoch den Begriff Freiheit,

    der zugleich eine andere Herangehensweise an Dinge meint,

    auch in Unternehmen. Suchen Sie den Kontakt zu Jungen

    und Junggebliebenen, empfahl er den

    Zuhrern, Suchen Sie nach dem Fun-

    keln in den Augen. Denn am Ende gehe

    es immer um den Menschen. Statt einem

    operationalem Verstndnis von Innovation,

    sollte man lieber das Leben als offene Betaphase verstehen,

    so eine letzte Empfehlung aus der Berliner Start-up-Szene.

    DISRUPTIONSRISIKO IM AUGE BEHALTEN

    Disruptivitt: Ein Begriff, den auch Nicolas Clasen (digicas) in

    den Ring warf. Er warnte davor, dass disruptive Technologi-

    en sehr lange Entwicklungszyklen haben knnen. Das Dis-

    ruptionsrisiko ist weiterhin hoch bis sehr hoch. Bis jetzt war

    es nettes Geplnkel, jetzt geht es erst richtig los, so seine

    berzeugung.

    Seine wohl wichtigste Botschaft: Content bleibt King. In-

    halt sei die wichtigste Voraussetzung, um online Geld zu

    verdienen. Qualitativ hochwertiger, versteht sich. Betrachtet

    man die Zahlen der aktuellen

    Fachpresse-Statistik sind die

    Fachverlage hier auf gutem

    Weg. Mit digitalen Medien

    wurden im vergangenen Jahr 559 Millionen Euro erlst, was

    einem Anteil am Gesamtumsatz von 17,4 Prozent entspricht.

    Dass dies noch steigerungsfhig ist, wissen die Fachverlage

    sehr genau. Frank Hanna (Matthaes Verlag, Stuttgart) stellte

    in der Session Digitaler Content seine Erfahrungen mit Paid

    Content bei der AHGZ vor. Er erluterte, dass es Abstufun-

    gen geben wird, damit man mit der Plattform spielen kann.

    Auch bei plasticsonline.info, einer intelligent vernetzten

    Wissensplattform fr Kunststofftechnik, deren Launch der

    Fachverlag Carl Hanser (Mnchen) gerade vorbereitet, sollen

    die Informationen knftig teilweise kostenfrei und ber Abo

    online zur Verfgung gestellt werden.

    Die von Woerle geforderte Offenheit und

    Lernbereitschaft ist bei diesen Machern

    ebenfalls auszumachen. Wir schauen

    erst einmal was passiert, was sagen die

    Nutzer und reagieren dann, sagte Dr. Hermann Riedel (Fach-

    verlag Carl Hanser).

    Content bleibt nicht nur King, Winiarski proklamierte sogar

    eine Renaissance des Contents. Was Menschen wollen, ist

    Content, sagte er. Dies haben auch Unternehmen erkannt

    die deshalb immer hufiger solchen selbst bereitstellen.

    Konsumenten suchen Bewertung und Information, hat Rolf-

    Dieter Lafrenz (Schickler Managementberatung) beobach-

    tet. Bevor sie etwas kaufen oder einen Vertrag abschlieen,

    gingen sie heute ins Netz und fingen an zu recherchieren,

    beschrieb er das zur Normalitt werdende Konsumenten-

    verhalten. Bewertung und Information zu finden, ist jedoch

    ein Bedrfnis, dem Unternehmen nur ber Contentangebo-

    te und nicht ber Werbung entsprechen knnten. Vernetzte

    Kunden sind Realitt, besttigte Steffen Meier (Readbox),

    als er die Ergebnisse der Ses-

    sion Digitales Marketing im

    Plenum prsentierte. Auch

    dort wurde konstatiert, dass

    Unternehmen vermehrt als Medienhuser agieren. Lafrenz

    zhlte noch zwei weitere Grnde auf, warum Unternehmen

    zunehmend Medienkompetenzen und -organisationen auf-

    VERSTEHEN SIE DAS LEBEN ALS OFFENE BETAPHASE.

    Andreas Winiarski (Rocket Internet)

    UNTERNEHMEN MSSEN CONTENT HABEN.Rolf-Dieter Lafrenz (Schickler Unternehmensberatung)

    KONGRESS 2014: DIE THEMEN

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  • 5KONGRESS 2014: DIE THEMEN

    bauten. Zum einen wrden inzwischen Kanle wie Vertrieb,

    Marketing etc. versch