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    06-Aug-2020
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  • Fakten zum Schweizer Gemüsebau Übersicht zum Schweizer Gemüsemarkt im Jahr 2014

  • 2 | 3

    Wertschöpfung der Schweizer Landwirtschaft 1% der landwirtschaftlichen Nutzfläche = 14% Wertschöpfung

    Sonstiges 4%

    Futterpflanzen 9%

    Obst 6%

    Geflügel, Eier 5%

    Landw. Dienstleistungen 7%

    Kartoffeln, Zuckerrüben 3%

    Wein 4%

    Schweine 10%

    Rindvieh 13%

    Milch 21%

    Getreide 4%

    Gemüse- und Gartenbau 14%

    Quelle: szg

    Nutzung landwirtschaftliche Fläche ohne Alpweiden (Total 1’052’873 ha)

    Was %

    Getreide 14

    Kartoffeln 1

    Zuckerrüben 2

    Silomais 4.5

    Freilandgemüse/Gartenbau 1

    Kunstwiese 12.5

    Naturwiese und Weiden 58

    Rebland 1

    Obstanlagen 1

    Übrige Nutzfläche 5

    Wert der Erzeugung von tierischen und pflanzlichen Produkten total: 9,6 Mrd. Fr.

    Wert des erzeugten Gemüses: 1,1 Mrd. Fr.

    Der Gemüsebau bedeckt ein Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche in der Schweiz und erzielt damit rund 14 Prozent des gesamten Produktionswerts der Schweizer Landwirtschaft.

    Anteil von Gemüse an der gesamten landwirtschaftlichen Produktion in der Schweiz

    56’000 Bauernbetriebe sorgen in der Schweiz täglich für frische und ge- sunde Lebensmittel direkt vor unserer Haus-

    türe. Die geografischen und klimatischen

    Gegebenheiten lassen vielerorts in der

    Schweiz ausschliesslich Grasproduktion und

    damit Tierhaltung mit Fleisch und Milch-

    produktion zu. Einige Regionen eignen sich

    aber auch bestens für den Anbau von Ge-

    müse. 3’100 Schweizer Gemüsebaubetriebe,

    also gut 5 Prozent aller Bauernbetriebe, pro-

    duzierten im Jahr 2013 rund 410‘000 Tonnen

    Gemüse in über 100 verschiedenen Sorten.

  • Beim Anbau muss der Gemüseproduzent darauf achten, dass die Pflanzen mit Nährstoffen versorgt oder vor Krankheiten

    und Schädlingen geschützt werden. Indem

    er die Produktionsstandards einhält, sorgt

    er dafür, dass die Umwelt nicht verschmutzt

    wird und dass keine gesundheitsschädigen-

    den Pflanzenschutzmittelrückstände im Ge-

    müse bleiben. Unabhängige Kontrollstellen

    überprüfen die Einhaltung der Vorschriften

    regelmässig.

    Produktion Schweizer Frischgemüse

    Tomaten 50’400 t

    Karotten 19’700 t

    Zwiebeln 18’900 t

    Eisbergsalat 18’400 t

    Kopfsalat 13’600 t

    Gurken 12’500 t

    Lauch 11’300 t

    Chicorée 8’000 t

    Blumenkohl 7’000 t

    Zucchetti 6’900 t

    Chinakohl 5’900 t

    Nüsslisalat 4’800 t

    Übrige 102’600 t

    Total 280’000 t

    Produktion Schweizer Lagergemüse

    Karotten 40’700 t

    Zwiebeln 21’600 t

    Knollensellerie 7’400 t

    Randen 5’600 t

    Weisskabis 4’400 t

    Rotkabis 1’800 t

    Total 81’500 t

    Produktion Schweizer Verarbeitungsgemüse

    Spinat 14’600 t

    Bohnen 6’400 t

    Erbsen 3’800 t

    Pariserkarotten 1’900 t

    Übrige 22’000 t

    Total 48’700 t

    Gemüseproduktion in der Schweiz

    4 | 5

    Der grösste Teil des Schweizer Gemüses wird frisch

    konsumiert, das heisst innert wenigen Tagen ab Ernte.

    Etwas mehr als ein Viertel der Produktion sind über

    längere Zeit lagerfähige Gemüse. Etwa ein Fünftel

    geht in die Industrie und wird dort zu Tiefkühl- oder

    Konservengemüse weiterverarbeitet.

    Produktion Biogemüse Der Anteil von nach Kriterien des bio- logischen Landbaus produzierten Frisch- gemüses liegt bei 8 Prozent.

    Inlandanteil

    Schweizer Gemüse

    Frisch- und Lagergemüse 55%

    Importe

    Frisch- und Lagergemüse:

    312’000 Tonnen

    Verarbeitung (Frischgemüse

    für Verarbeitung, TK Gemüse

    und verarbeitetes Gemüse):

    244’000 Tonnen

    Wichtigste Importländer

    Spanien . . . . . . . . . . . . 32%

    Italien . . . . . . . . . . . . . 16%

    Niederlande . . . . . . . . 12%

    Frankreich . . . . . . . . . . 11%

    Deutschland . . . . . . . . . 6%

    Marokko . . . . . . . . . . . . 5%

  • Der Gemüsebau hat das Ziel, frisches und schmackhaftes Gemüse zu pro- duzieren. Moderne Maschinen säen oder

    setzen millimetergenau und ernten in Re-

    kordzeit. Nur ein mit modernster Infra-

    struktur ausgestatteter Gemüsebaubetrieb

    kann alle Anforderungen an die Qualität,

    die Rückverfolgbarkeit und die Produk-

    tionshygiene unter einen Hut bringen.

    Trotz vermehrter Automatisierung benö-

    tigt der Gemüsebau immer noch sehr viel

    Handarbeit. Die Anforderungen und der

    wirtschaftliche Druck haben in den ver-

    gangenen Jahren, gleich wie im gesamten

    Landwirtschaftssektor, zu grossen Struktur-

    veränderungen geführt. Quelle: szg

    8000

    6000

    4000

    2000

    0

    ha u

    nd B

    et rie

    be

    2000 2002 2004 2006 2008 2009 2010 2011 2012

    Anzahl Betriebe

    Anbaufläche Gemüse

    Entwicklung Betriebe und Anbaufläche 2000–2012

    Die grössten Gemüseanbaukantone nach Anbaufläche in der Schweiz

    2000 ha

    1500 ha

    1000 ha

    500 ha

    0 ha

    Be rn

    A ar

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    18 74

    16 58

    16 24

    12 85

    97 2

    88 6

    76 1

    34 1

    23 8

    20 6

    17 3

    14 7

    14 6

    13 8

    Die Gemüsebaufläche ist in den vergangenen Jahren leicht angestiegen. Die durch-

    schnittliche Anbaufläche pro Betrieb hat zugenommen. Damit reagierte die Branche

    auf den zunehmenden Preis- und Wettbewerbsdruck. Die Tendenz geht klar in Rich-

    tung grössere, spezialisierte Betriebe. Gleichzeitig produzieren viele Landwirtschafts-

    betriebe Gemüsebau nur «nebenbei». Von insgesamt 3’100 Betrieben sind es deren

    1’200, die 95 Prozent des gesamten Angebotes produzieren.

    Gemüsebetriebe werden grösser

    6 | 7

    Anzahl Betriebe mit Gemüsebau in der Schweiz:

    0.01–1 ha 1’905

    1–10 ha 1’016

    > 10.01 189

    Total 3’110

  • 8 | 9

    * Glashäuser und Plastiktunnel auf festem Fundament, sowie ohne Fundament | Quelle: szg

    Entwicklung der Gewächshaus-Konstruktionsfläche* in der Schweiz in Hektaren

    ha

    400

    300

    200

    100

    0 1985

    224

    1990

    282

    2000

    333

    2005

    354

    2006

    363

    2008

    385

    2011

    395

    2009

    399

    2012

    412

    2010

    400

    2013

    423

    Die 10 bedeutendsten Gemüse nach Anbaufläche im Freiland

    Karotten

    Spinat

    Eisbergsalat

    Bohnen

    Erbsen

    Kopfsalat

    Zwiebeln

    Broccoli

    Blumenkohl

    Fenchel

    200 400 600 800 1000 1200 1400 1600ha

    Die Fläche für den Gemüsebau beträgt in der Schweiz rund 15’000 Hektaren.

    Das ist 1 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche. Die Anbauflächen

    im Freiland und in den Gewächshäusern sind grösser als diese real ausgewiesenen

    landwirtschaftlichen Flächen, weil die einzelnen Parzellen innerhalb von einem Jahr

    mehrfach bepflanzt werden oder verschiedene Gemüsekulturen nacheinander folgen.

    Mit rund 1’500 Hektaren belegen Karotten die grösste Anbaufläche. Die zehn bedeu-

    tendsten Gemüse bedecken rund die Hälfte der Anbaufläche.

    Viel Ernte auf wenig Fläche

    Gemüsebauflächen in der Schweiz

    Frischgemüse Freiland 9’331 ha

    Frischgemüse Gewächshaus 1’007 ha

    Lagergemüse Freiland 1’922 ha

    Verarbeitungsgemüse 2’501 ha

    Total 14’761 haKulturen wie Tomaten und Gurken wachsen im professionellen Gemüse- bau in Gewächshäusern. Dabei wird unter-

    schieden zwischen Hochglas/Hochplastik

    mit und Hochtunnel/Hochplastik ohne feste

    Fundamente. Beide zusammen bilden die

    Gewächshaus-Konstruktionsfläche.

    Deutlich zugenommen hat der Anbau in

    modernen Hors-sol-Systemen. Dabei wach-

    sen die Wurzelballen (vor allem Tomaten

    und Gurken) in einem Substrat aus Kokos-

    fasern oder Steinwolle. Sie werden gezielt

    mit Wasser und Nährstoffen versorgt. Bei

    Hors-sol handelt es sich um ein umwelt-

    freundliches, geschlossenes System, bei dem

    Boden und Wasser geschont und Schädlin-

    ge mit Nützlingen bekämpft werden.

    Ein Gewächshaus bildet eine interessante

    Welt für sich, in der das Licht und die Wär-

    me der Sonne intelligent für die Produktion

    von Gemüse genutzt werden. Die Energie

    für die eingesetzten Heizungen stammt

    immer öfter aus regenerativen Quellen wie

    Biogasanlagen, von einer Kehrichtverbren-

    nungsanlage oder