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    18-Oct-2020
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  • Bürgerinformationen

  • – 1 –

    Willkommen im Naturpark Frankenwald

    unsere Informationsbroschüre soll Ihnen einen Überblick über das öffentliche Leben, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen, das Vereinsleben und vieles andere mehr in unserer Gemeinde mit ihren Ortsteilen geben und Ihnen eine Hilfe in vielen Dingen des Alltags sein.

    Gleichzeitig stellt sie einen Wegweiser zu den einzelnen Bereichen im Rathaus der Gemeinde Geroldsgrün dar, damit Sie schnell den richtigen Ansprechpartner finden.

    Die Broschüre enthält zudem Hinweise auf Geschichte, Wirtschaft, Handel und Gastronomie. Herzlichen Dank an alle Unternehmer und Selbstständigen, durch sie konnte diese Broschüre erneut erstellt werden.

    Informationen zu aktuellen Veranstaltungen und Themen können Sie unter www.geroldsgruen.de finden. Sollten Sie Fragen, Hinweise oder Anregungen haben, wenden Sie sich vertrauensvoll an die Mitarbeiterinnen und Mitar- beiter der Gemeindeverwaltung.

    Jeden, der die Gemeinde Geroldsgrün besucht, heißen wir freundlich willkommen. Wir hoffen, dass sich unsere Gäste im Frankenwald wohlfühlen und weitere Besuche folgen.

    Wir freuen uns auf Sie!

    Ihr 1. Bürgermeister Stefan Münch

    Gemeinde Geroldsgrün Keyßerstraße 25 95179 Geroldsgrün Tel.: 09288/961-0 Fax. 09288/961-15 E-mail: rathaus@geroldsgruen.de Internet: www.geroldsgruen.de

    Liebe Bürgerinnen und Bürger, sehr geehrte Gäste,

    Faber-Castell-Straße 17 · 95179 Geroldsgrün · Tel. 09288 957-0 · Fax 09288 957-2292 · www.faber-castell.de

    Das Werk Geroldsgrün, genau 100 Jahre nach Gründung der heutigen A. W. Faber-Castell AG

    1861 entstanden, ist heute das Kompetenzzentrum für Kunststoff-, Schreib- und Zeichengeräte mit

    umfangreicher Spritzgussfertigung und angeschlossenem Werkzeug- und Formenbau.

    Die Produktion in dem ursprünglichen Schiefertafel- und Rechenstabwerk reicht von modernen,

    technisch anspruchsvollen Tintenfeinschreibern und Tintenrollern über Overheadmarker und Faser-

    maler bis zu diversen technischen Zeichengeräten.

    Das Werk Geroldsgrün erlebte in der vergangenen Dekade eine weitreichende Modernisierung und

    Umstrukturierung. Mit der Umsetzung eines attraktiven Farbkonzepts ging auch der Fertigungsbereich

    technologisch neue Wege. Geroldsgrün wurde für die weltweite Faber-Castell Gruppe zum „Center

    of Competence“ im Kunststoffbereich. Der hocheffi ziente Fertigungsbetrieb wird auch in Zukunft

    ein wichtiges Glied in der international ausgerichteten Faber-Castell Unternehmensgruppe sein.

    In unserem Shop fi nden Sie neben Artikeln für den Büro- und Schulbedarf umfassendes Zubehör für

    Hobbykünstler und Profi s. Liebhaber der gehobenen Schreibkultur können sich von der Einzigar-

    tigkeit des Premium-Sortiments überzeugen: Erlesene Materialien und zeitloses Design prägen die

    Schreibgeräte und Lederaccessoires der Design Linie und der Graf von Faber-Castell Collection.

    Der Shop ist Montag bis Donnerstag von 11-17 Uhr und Freitag von 9-15 Uhr geöffnet.

    »Farbe bekennen …« Faber-Castell Geroldsgrün

    ���A. W. Faber-Castell Vertrieb GmbH

  • – 2 – – 3 –

    Eine reizvolle Mittelgebirgslandschaft inmitten des Natur- parks Frankenwald und die Wasserscheide zwischen Saa- le/Elbe und Rodach/Main/Rhein kennzeichnen die Lage der Gemeinde Geroldsgrün mit ihren Ortsteilen Dürrenwaid/ Silberstein, Langenbach und Steinbach.

    Ein Blick zurück in die Geroldsgrüner Ortsgeschichte verrät uns, dass der Ort unter dem Namen Gerhartsgrün im Jah- re 1323 erstmals urkundlich erwähnt wurde.

    War Geroldsgrün bis zum Jahre 1990 Grenzgemeinde zwi- schen Bayern und der ehemaligen DDR, so war das Dorf bereits Jahrhunderte vorher ebenfalls Grenzort zwischen zwei Herrschaftsbereichen, nämlich dem Hochstift Bam- berg und den Grafen von Orlamünde. Diese Grenzlage be- stand auch späterhin zwischen dem Bistum Bamberg und der Markgrafschaft Bayreuth/Kulmbach. Gut erhaltene Grenzsteine im Geroldsgrüner Forst sowie die ehemaligen Burganlagen Wallenrode auf dem Burgstein und Hohenrod auf dem Schloßberg im Lamitztal weisen ebenso auf die Grenzlage hin.

    Ums Jahr 1427 traten die Orlamünder Grafen ihr Gebiet mit dem Amt Lichtenberg, zu dem auch Geroldsgrün ge- hörte, an den Kurfürsten von Brandenburg ab; der rote Brandenburger Adler im Geroldsgrüner Wappen erinnert an diese einstigen Besitzverhältnisse.

    Nach den Orlamündern übernahmen im Jahre 1430 die Herren von Waldenfels die Lehensherrschaft.

    Von 1628 bis 1791 war Geroldsgrün Teil der Markgraf- schaft Bayreuth/Kulmbach, um dann anschließend noch 15 Jahre unter preußischer und über drei Jahre lang unter französischer Verwaltung zu stehen. 1810 wurde der Ort bayerisch.

    Bis ins 19. Jahrhundert führten die Bewohner ein recht karges Dasein. Der vorhandene Waldreichtum bestimmte das Leben der Menschen. Die meisten verdienten ihren Lebensunterhalt als Tagelöhner, Holzhauer, Köhler, aber

    auch als Arbeiter in den vielen Eisenerzbergwerken, am Hochofen oder in den Hammerwerken. Der Pochhammer im Gerolds-grüner Wappen weist auf diesen Berufsstand besonders hin. Daneben gab es die Fronbauern, die der Herrschaft in Lichtenberg zu besonderen Arbeiten und Ab- gaben verpflichtet waren.

    Erst nach Ansiedlung einer Schiefertafelfabrik, die der in Stein bei Nürnberg ansässige Bleistiftfabrikbesitzer Johann Lothar Faber im Jahre 1861 in Geroldsgrün baute, blühte Geroldsgrün zu einem größeren Ort mit industrieller Prä- gung auf.

    Im Gegensatz dazu waren die zur Gemeinde Geroldsgrün zählenden und ehemals selbstständigen Gemeinden Dür- renwaid/Silberstein, Langenbach und Steinbach mit wei- teren zahlreichen kleineren Weilern und Einöden auf die Landwirtschaft ausgerichtet und erfuhren erst in jüngerer Zeit einen Strukturwandel durch die Hoch- und Tiefbauun- ternehmen, Textil- und unterschiedliche Handwerksbe- triebe.

    Historisch wie auch kulturgeschichtlich wertvoll ist die Ge- roldsgrüner Kirche, eine sog. Wehrkir- che. Sie entstand um 1590 aus der Jakobskapelle, die um 1020 bereits gebaut und im 15. Jahrhundert mit einer Wehrmauer und vier Wehrtür- men umgeben wur- de. Schmuckstück der Kirche ist der barocke Kanzelal- tar aus dem Jahre 1745.

    1323 erstmalige urkundliche Erwähnung 1745 Fertigstellung der aus einer Wallfahrerkapelle ent-

    standenen Jakobuskirche in Geroldsgrün 1810 nach preußischer und französischer Herrschaft

    wird Geroldsgrün bayerisch 1852 Offizielle Einweihung der Max-Marien-Quelle in

    der Langenau. Die gesundheitsförderliche und heilsame Wirkung des Quellwassers war schon viel früher um 1700 bekannt.

    1858 Konzessionserteilung durch die Regierung von Oberfranken für die Errichtung einer Schieferta- felfabrik durch Johann Lothar Faber

    1861 Bau der Schiefertafelfabrik in Geroldsgrün; Ge- winnung des Rohstoffes Schiefer im Bergwerk Lotharheil

    1873 Gründung einer freiwilligen Dorffeuerwehr 1880 Gründung des Bauunternehmens Johann Krump-

    holz in Dürrenwaiderhammer 1890 Die Ortschaft Steinbach wird von einer Brandka-

    tastrophe heimgesucht. 45 Häuser mit Scheunen und Nebengebäuden werden in Schutt und Asche gelegt und ca. 400 Personen obdachlos.

    1894 Geroldsgrün erhält seine erste öffentliche Wasser- leitung.

    1910 Einweihung eines neuen Zentralschulhauses in Geroldsgrün

    1911 Geroldsgrün wird an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. Die übrigen Orte Dürrenwaid/ Steinbach/Langenbach erst 1920/21. Schon eini- ge Jahre vorher um 1904 erzeugten die Fabrik- besitzer Krodel und Faber Strom für ihren Eigen- bedarf.

    1921 Wegen Baulandmangel gründen Dürrenwaider Bürger eine Siedlungsgenossenschaft und roden in der Waldabteilung „Silberhügel” über dem Öls- nitztal größere Waldflächen. Der Ort Silberstein, zu Dürrenwaid gehörig, entsteht.

    1956 Einweihung der St.-Lukas-Kirche in Langenbach

    Zur Geschichte der Gemeinde Geroldsgrün Wichtige geschichtliche Ereignisse in chronologischer Reihenfolge

    1956 Einweihung der Johannes-Kirche in Steinbach 1964 Gründung eines Schulverbandes zwischen den

    Gemeinden Steinbach und Langenbach 1967 Die neue Verbandsschule Langenbach-Steinbach

    nimmt den Schulbetrieb auf. Gleichzeitig erfolgt Gründung eines weiteren Schulverbandes zwi- schen Dürrenwaid und Geroldsgrün.

    1968 Einweihung der Christuskirche in Dürrenwaid 1969 Einweihung der neuen Volksschule Geroldsgrün

    (Am Mühlhügel) 1972 Die Gemeinde Dürrenwaid wird aufgelöst und

    schließt sich freiwillig an die politische Gemeinde Geroldsgrün an.

    1973 Gründung des Abwasserzweckverbandes Ölsnitz- Rodachtal zwischen den damals noch selbst- ständigen Gemeinden Geroldsgrün, Nordhalben, Langenbach, Steinbach und Heinersberg. Eine vollbiologische Kläranlage in Neumühle unterhalb der Stoffelsmühle geht 1981 in Betrieb.

    1976 Dürrenwaid/Silberstein wird vom Bayer. Staatsmi- nisterium des Innern als „Erholungsort“ staatlich anerkannt.

    1978 Im Zuge der Gemeindegebietsreform werden die beiden noch selbstständigen Gemeinden Langen- bach und Steinbach aufgelöst und in die Gemeinde Geroldsgrün eingegliedert.

    1987-92 Sanierung der gemeindlichen Wasserversor- gungsanlage in allen Ortsteilen (Kostenvolumen rd. 16 Mio. DM)

    1988 Nach Einstellung des Schulbetriebes im Jahre 1986 wurde die Verbandsschule Langenbach/ Steinbach verkauft und zu einem Wohn- und Pfle- geheim mit bis zu 90 Heiminsassen umgebaut.