Festschrift Arche Noah

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    07-Mar-2016
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Festschrift zum 50-jährigen Bestehen des Kindergartens Arche Noah in Schnaitsee

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    Kindergarten

    Arche Noah

    Festschrift zum 50-jhrigen Bestehen des Schnaitseer Kindergartens

  • Inhalt

    Impressum

    Arche Noah Festschrift zum 50-jhrigen Bestehen des Schnaitseer Kindergartens

    Herausgeber: Kinderhaus Arche Noah, Leiterin Sabine Wimmer (v.i.S.d.P.); 83530 Schnaitsee, Pfarrer-Bauer-Str. 7, Tel. 0 80 74 / 10 56Redaktion: Marion Schramm, Julia Taschke, Andrea Lepschy, Iris Gerstel, Anni Obermaier, Sabine Wimmer, Martina Pichler, Pfarrer Georg Schinagl, Brgermeister Vitus PichlerQuellen: Heimatbuch, Richard Hellmaier, Ar-chiv Gemeinde und Pfarrei, Kindergartenchro-nik, ehemalige Kindergartenkinder und ElternAnzeigen: Andrea LepschyLayout, Satz & Titel: Pressebro FalkingerDruck: F&W Mediencenter GmbH, Kienberg

    Gruwort Pfarrer SchinaglGruwort Brgermeister Pichler

    ChronikDie Entstehungsgeschichte

    Die ersten zehn Jahre

    Kindergarten im Umbruch

    Umzug ins neue Gebude

    Kindergarten platzt aus allen Nhten

    Ein neuer Name fr den Kindergarten

    Vision wird Realitt: Kinderhaus Arche Noah

    Pdagogik frherInterview mit Tante Rosa

    Pdagogik heuteErinnerungen

    Eckdaten aus 50 Jahren Kindergarten2012: Ein Tag im Kindergarten

    PersonalUntersttzer der 50-Jahr-Feier

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    Fhre Dein Kind immer eine Stufe nach oben. Dann gib ihm Zeit, zurckzuschauen und sich zu freuen. Lass es spren, dass auch Du Dich freust, und es wird mit Freu-de die nchste Stufe nehmen. Franz Fischereder

  • Der Kindergarten Schnaitsee feiert heuer seinen 50. Geburtstag. In groer Dankbarkeit feiern wir zusammen Gro und Klein diesen runden Geburtstag. Der damalige Pfarrer Kaspar Wolff hat im Jahre 1957 dazu den Grundstein gelegt.

    Mit groem persnlichem Einsatz und Engagement von Pfr.Wolff wurde im Jahre 1957 in Schnaitsee ein Jugend- und Pfarrhaus er-richtet. Schon wenige Zeit spter, im Jahr 1962, gestaltete man das Jugendhaus in einen Kindergarten um. Ein Kindergarten auf dem Land war zur damaligen Zeit etwas Besonderes, eine Raritt. 40 Kin-der konnten in der Anfangszeit des Kindergartens auf Anhieb betreut werden. Die starke Nachfrage nach Kindergartenpltzen machte 1985 einen Kindergartenneubau notwendig. Das neue Kindergartengebu-de umfasste nun ca. 3.000 Quadratmeter. Die knstlich angelegten Hgellandschaften im Gartenbereich fgen sich seitdem gut in das gesamte Ortsbild von Schnaitsee ein.

    Mit dem Einzug ins neue Heim konnten nunmehr 70 Kinder be-treut werden. Aber bereits kurze Zeit spter zeigte sich, dass auch der Neubau fr die rund 100 erforderliche Kindergartenpltze nicht mehr ausreichte.

    Und so kam es dann zum Erweiterungsbau, der ber einen Ver-bindungseingang vom Altbau her erreichbar ist. Ob und wie lange der jetzige Kindergartenkomplex den Nachfragen und Wnschen entspricht, wird die Zukunft zeigen. Froh und dankbar sollten wir sein, dass wir insgesamt einen so wunderbaren, bestens ausgestatteten und von der Lage her einmaligen Kindergarten haben. Hier knnen die Kinder spielerisch und auf vielerlei Art und Weise die verschie-densten Kenntnisse und Fertigkeiten erwerben. Die katholischen Kindergrten wollen die Familien bei ihrer Erziehungsverantwortung untersttzen und begleiten. Ganz wichtig ist uns, dass die Kinder durch unsere Angebote im Kindergarten in das kirchliche, religise Leben hineinwachsen. Durch unser Tun sollten sie unseren Gott im-mer besser verstehen und kennenlernen. An uns Erwachsenen sollen die Kinder spren, dass uns selber der Glaube etwas Kostbares und Wertvolles ist, der uns im Leben trgt und hlt. Zur ganzheitlichen, elementaren Persnlichkeitsbildung im Kindergarten gehrt also fr uns selbstverstndlich auch die religise (Weiter-)Erziehung dazu.

    Ich hoffe und wnsche mir, dass sich die Kinder im Kindergarten weiterhin stets wohlfhlen und gerne hierher kommen. Auerdem wnsche ich mir im Interesse und zum Wohle unserer Kinder eine allzeit gute Zusammenarbeit mit dem Kindergartenpersonal, dem El-ternbeirat und den Eltern.

    Pfarrer Georg Schinagl

    Geburtstagsgrevom Herrn Pfarrer

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    ffnungszeiten: Di. - Mi.: 9.00 - 18.00 Do. - Fr.: 9.00 - 19.00 Sa.: 9.00 - 14.00Tel. 08074 / 917146 - Marktplatz 6 - 83530 Schnaitsee

    ffentlichkeitsarbeit print & web

    andreas falkinger - redaktion, pressearbeit,webdesignauenstrae 4 83308 trostberg tel. 0 86 21 / 9 888 302www.falkingerpresse.de andreas@falkingerpresse.de

  • 50 Jahre Kindergarten Schnaitsee das ist ein Grund zum Feiern, aber auch um Rckschau zu halten.

    In dieser Zeit hat sich ein groer gesellschaftlicher Wandel vollzogen, und der Kindergarten wurde Pflichtaufgabe fr die Gemeinden und ein fester Bestandteil der Kindererziehung.

    In der Gemeinde Schnaitsee blieb die Trgerschaft des Kindergartens bei der katholischen Kirche, und die Gemeinde beteiligte sich mit ent-sprechenden Baukostenzuschssen und trgt auch das Betriebskosten-defizit.

    Die bewhrte Trgerschaft wurde erweitert. Der Kindergarten ber-nahm die Kinderkrippe und die Mittags- und Hausaufgabenbetreuung in der Grund- und Mittelschule Schnaitsee. Damit hat der Kindergarten eine lckenlose Verbindung zur Schule, die bestens funktioniert.

    Ich mchte mich an dieser Stelle fr die sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit bei Herrn Pfarrer Georg Schinagl, der Kindergarten-leitung, den Verantwortlichen der Pfarrei und der Schulleitung bedan-ken. Wir werden diese gute Arbeit sicher weiterfhren zum Wohle un-serer Kinder mit den Familien.

    Ich gratuliere dem Kindergarten zum 50. Geburtstag und wnsche eine gute Zukunft.

    Vitus Pichler1. Brgermeister

    Geburtstagsgrevom Herrn Brgermeister

    www.ts-ballonfahrten.de

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  • Den ersten Kindergarten in Schnaitsee gab es bereits whrend des Zweiten Weltkrieges. Dieser wurde von der NSDAP organisiert und war im jetzigen Schuhgeschft Pimpl untergebracht. Aloisia Schff-ler, Tochter des damaligen Hauptlehrers und Chorleiters, betreute das ganze Jahr ber die Kinder. Nach Kriegsende gab es diesen Kinder-garten nicht mehr.

    Als Pfarrer Kasper Wolff (* 5. April 1897, 19.Oktober 1989) im Jahr 1953 von Schonstett nach Schnaitsee versetzt wurde, war es eines seiner vordringlichsten Anliegen, der katholischen Jugend ein Heim zu geben. Zunchst wurde in einer freien Wohnung im Benefiztum fr junge Menschen ein Raum gewonnen, der aber bald wieder aufge-geben werden mute, wie spter ebenso die Zimmer im Mesnerhaus. Das Wohnungsamt hatte in beiden Fllen ber die Rume verfgt.

    Um diesem Misstand ein Ende zu setzen, entschloss sich Pfarrer Wolff zum Bau eines Heimes fr die Jugend. Mit einem Kostenauf-wand von nicht weniger als 70.000 DM entstand 1957/58 ein Jugend-haus. Im Obergeschoss befand sich ein schner, groer Saal, der sich hervorragend fr Theaterauffhrungen und Veranstaltungen eignete; sowie ein Gruppenraum fr die Jugend. Im Untergeschoss war der Kindergarten untergebracht, der am 15.Mai 1962 seine Arbeit mit 35 Kindern begann. So entstand der erste Kindergarten imUmkreis.

    Die Entstehungsgeschichtedes Schnaitseer Kindergartens

    Im so genannten Erntekindergarten betreute Aloisia Schffler, Tochter des damaligen Hauptlehrers und Chorleiters, die Kinder.

    Im Untergeschoss des von Pfarrer Wolff initiierten Jugendhauses war einer der ersten Kindergrten der Region untergebracht.

    Chronik

    Die kleine Katharinaerklrt das Leben:

    Erst geht man in den Kinder-garten und dann in die Schule, danach wird man Mama, dann Oma. Und dann geht einem die

    Luft aus.

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  • Aufgenommen wurden Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren. Der Kindergarten ffnete seine Pforten durchgehend von 8.30 Uhr bis 17.30 Uhr. Einige wenige Kinder waren zwar nur halbtags da, da-fr zhlte man 1962 18 Kinder, die auch wh-rend der Mittagszeit von ihren Eltern nicht abgeholt werden konnten. Da dies der einzige Kindergarten im Umkreis war, besuchten ihn auch Kinder aus Emertsham, Peterskirchen, Frabertsham, Albertaich und Waldhausen.

    Als erste Kindergrtnerin wurde Frulein Weingrtner aus Waldhausen angestellt. Dies war die erste Anstellung der erst 21-jhrigen Kindergrtnerin. Anfangs hatte sie nur zeitwei-se Untersttzung durch Praktikanten. Rosa Weingrtner

    Die ersten zehn Jahredes Schnaitseer KindergartensChronik

    In den ersten Jahren war Frulein Rosa alleine fr alle Kinder verantwortlich. Das Mittagessen musste sie im benachbarten Pfarr-hof holen. In dieser Zeit waren die Kinder alleine. Erst einige Jahre spter erhielt sie Untersttzung durch eine eigene Kchin. Frau Kst-ner, eine Flchtlingsfrau, kochte im Kindergarten fr nur 30 Pfennig ein komplettes Mittagsessen: Suppe, Hauptmahlzeit und Nachspeise. Nach dem Mittagessen war Mittagsruhe. Fr die Kinder wurden dn-ne Matratzen mit einer leichten Zudecke auf dem Boden ausgebreitet und auf diesen mussten sie ruhen.

    Whrend der Mittagsruhe von 12 bis 14 Uhr hatte Frau Weingrt-ner frei whrenddessen betreute und beaufsichtigte Frau Kstner die Kinder. Nach Frau Kstner haben die jeweiligen Pfarrhaushlte-rinnen das Mittagessen fr den Kindergarten gekocht.

    Beheizt wurde der Kindergarten mit Holz und Koks. Herr Pfarrer Wolff hatte in der Frh das Feuer im Keller entfacht und Frau Wein-grtner musste anschlieend selbst weiterheizen.

    Es gab einen Gruppenraum und zwei Toiletten. Das Kindergar-tengelnde bestand anfangs nur aus einer Wiese. Herr Pfarrer Wolff zunte das Grundstck dann eigenhndig ein. Der ortsansssige Schmied Lw spendierte ein selbstgebautes Klettergerst das erste Spielgert im Garten.

    Stangern 3 - 83530 Schnaitsee - Tel. 08074 9171100 - mobil 0171 67264276

  • Chronik1972 wurde der Ganztagskindergarten abgeschafft. Nun wurden die

    Kinder halbtags betreut.Erst 1975 bekam Frulein Ro