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  • medianet.at

    Sicherheitsgurt Managed Futures knnen Portfolio absichern 52

    Expert View Dividenden-Strategie lsst die Kasse klingeln 54

    Nachhaltig Bondmana-ger setzen hufig auf ethische Kriterien 54

    Wachstum Coface ortet Zuwachs, aber auch Risken in gypten 55

    Crowd-Funding Rapid Wien holt sich eine Rekord summe 56

    financenet

    Freitag, 4. Dezember 2015 COVER 49

    APA/Herbert Pfarrhofer

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    Die BKS bleibt weiter voll auf ExpansionskursBKS-Chefin Herta Stockbauer will auch mit Filialen wachsen. Wichtigstes Erweiterungsgebiet ist Slowenien. 50

    Feinspitze sterreicher wollen Direkt- und Filialbanken nutzen.

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    ATX (Schluss 2.12.) 2.488,20 1,93%

    DAX (Schluss 2.12.) 11.190,02 0,18%

    Top 5 ATX Prime

    Flop 5 ATX Prime

    Valneva 11,35% Zumtobel 10,77% Porr 8,22% Wienerberger 5,75% Mayr-Melnhof Karton 5,14%

    Warimpex -4,34%

    Rosenbauer Int. -2,95%

    Do & Co -1,85%

    Flughafen Wien -1,66%

    Vienna Insurance Group -1,36%

    11,35%Valneva

    -4,34%Warimpex

    Top 5 DAX

    Flop 5 DAX

    Infineon 20,64% RWE 14,35% Volkswagen 5,48% Daimler 4,23% Adidas 4,02%

    Linde -17,69% K+S -5,08%

    Vonovia -2,95%

    Deutsche Post -2,94%

    BASF -2,35%

    20,64%Infineon

    -17,69%Linde

    ATX 25. Nov.2. Dez. 2015

    DAX 25. Nov.2. Dez. 2015

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  • medianet.at

    heute eine hnliche Gromanns-sucht frher gestoppt wrde.

    medianet: Die Zukunft der Bank-Austria-Filialen bleibt zwar weiter ungewiss, aber sicher ist, dass de-ren Privatkundengeschft einen Verlust einfhrt. Die BKS wiede-rum erffnet reihenweise neue Filialen, zuletzt im Oktober in Wien. Woher kommt die Zuversicht? Stockbauer: Die ersten drei Quar-tale 2015 haben wir mit einem Periodenberschuss von 44 Mio. Euro abgeschlossen, das ist ber ein Drittel mehr als im Vorjahr. Die Kunden wollen auch weiterhin ei-ne Bank zum Anfassen und ein Ge-sicht, das sie kennen. Gleichzeitig entwickelt sich die digitale Welt in rasantem Tempo weiter. Wir set-zen auf beides. Der gelungene Mix ist unser Kundenversprechen der Zukunft.

    medianet: Werden sich die beste-henden Filialen im nicht gerade prosperierenden Heimatmarkt Krnten mittelfristig halten kn-nen?

    Von Thomas Mller

    KLAGENFURT. Herta Stockbauer ist eine der ganz wenigen Frauen an der Spitze einer Bank in ster-reich. Zehn Jahre lang hat sie an der Seite ihres Vorgngers Heimo Penker im Vorstand die Geschicke der BKS Bank gelenkt, die vom Hei-matmarkt Krnten aus nach Osten strebt. Seit Penkers Abgang vor eineinhalb Jahren hat sie am Kurs der Bank nicht viel verndert, auer den Ver-trieb vllig neu aufgestellt. Wir ha-ben die Bank-Chefin gefragt, wie es weitergehen soll und was sie von Frauenquoten hlt.medianet: Heimische Banken auf internationalem Expansionskurs lassen beim normalen Steuerzah-ler mittlerweile die Alarmglocken luten. Knnte eine Bank theore-tisch eine mit der Hypo Alpe Adria vergleichbare Pleite produzieren? Oder wrden ihr die Regulatoren heute schneller das Handwerk legen?

    Herta Stockbauer: Die aufsichts-rechtlichen Anforderungen wur-den in den letzten Jahren deutlich verschrft. Ich denke, dass zudem das Risikobewusstsein bei allen Entscheidungstrgern gestiegen ist, und die Bankkunden sind vor-sichtiger geworden. Hohe Ren-diten bringen hohe Risiken. Eine umfangreiche Aufsicht, mndigere Bankkunden und mehr Verantwor-tungsbewusstsein machen Banken zukunftssicherer. Auerdem liegen Sanierungs- und Abwicklungsplne vor. Daher gehe ich davon aus, dass

    Stockbauer: Davon gehen wir aus. Wir planen allerdings keine neuen Filialen. Wir sind aber flexibel ge-nug, um unsere Filialstrukturen den Marktgegebenheiten anzupassen.

    medianet: Haben Sie schon neue Expansionsgebiete ins Auge ge-fasst?Stockbauer: Unsere wichtigsten Expansionsgebiete sind Sloweni-en, wo wir im kommenden Jahr voraussichtlich zwei neue Filialen erffnen werden, der Wiener Raum und die Steiermark. In unseren anderen Mrkten planen wir der-zeit keine neuen Stellen, sondern fokussieren uns auf die Auswei-tung des Kundenstamms und des Produktspektrums.

    medianet: Welche Art Produkte sind da in Planung? Sparbcher werden es wahrscheinlich nicht sein ...Stockbauer: Die Ausweitung des Produktspektrums bezieht sich vor allem auf die Slowakei, un-seren jngsten internationalen Markt. Wenn wir in einen neuen

    Die Schlagzahl hat sich erhhtHerta Stockbauer, Vorstandsvorsitzende der BKS Bank, setzt den Expansionskurs von Langzeit-CEO Heimo Penker fort. Mit den Exzessen anderer Regionalbanken aus dem Sden hat sie nichts am Hut.

    PowerhouseVon der BKS-Zen-trale in Klagenfurt aus steuert Herta Stockbauer die Expansion der Bank. Zuletzt wur-de auch in Wien wieder eine Filiale erffnet.

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    50 coverStory Freitag, 4. Dezember 2015

    Die Anforde-rungen wurden deutlich ver-schrft. Eine hnliche Gro-mannssucht wie bei der Hypo Alpe Adria wr-de heute frher gestoppt.

    Mehr berschuss fr die BKS BankZugelegt Die BKS Bank kann fr die bisherigen drei Quar-tale 2015 eine positive Bilanz ziehen. Gestiegen sind unter anderem der Zinsberschuss von 79 Mio. auf 94,3 Mio. und der Provisionsberschuss von 35 auf 39,2 Mio. .

    Das Ergebnis aus finan-ziellen Vermgenswerten blieb mit 3,2 Mio. auf dem Vorjahresniveau. Die Bilanzsumme von 7,0 Mrd. lag bereits um 2,1% ber dem Gesamt-jahreswert von 2014 (6,9 Mrd. ). Das Kreditvolumen legte

    um 2,2 Prozent zu, die Primreinlagen blieben konstant bei rund 5 Mrd. .Mit 30. September verfg-te das Krntner Bankhaus auerdem ber eine Eigenmittelquote von 10,8 und ein Kernkapitalquote von 10,3 Prozent.

    FrauenpowerHerta Stockbauer ist als Nachfol-gerin von Heimo Penker an der Spitze der BKS eine der weni-gen Frauen an der Spitze einer sterreichischen Bank.

  • medianet.at

    internationalen Markt eintreten, starten wir immer mit einer sehr eingeschrnkten Produktpalette. Daher bieten wir beispielsweise in der Slowakei noch kein Schal-tergeschft an. In sterreich ar-beiten wir derzeit an einem neuen ko- bzw. Social Bond. Bei diesem werden wir mit dem investierten Kapital der Anleger kologische oder soziale regionale Projekte fi-nanzieren. Damit wei der Anleger, dass sein Geld sinnvoll und nach-haltig in der Region zum Einsatz kommt.

    medianet: Das Jahr 2015 war fr die BKS Bank das erste, bei dem Sie von Anfang an die Fhrung inne hatten. Was hat sich nach dem Abgang von Heimo Penker gendert?Stockbauer: Dass es jetzt zwei weibliche Vorstandsvorsitzende unter den CEOs der an der Wiener Brse notierten Unternehmen gibt. Heimo Penker und ich waren rund zehn Jahre gemeinsam im Vor-stand. Nun arbeite ich mit Dieter Kranitzer und Wolfgang Mandl im Team. Zu den wesentlichen Erfolgs-faktoren unseres Hauses zhlen Verlsslichkeit, Soliditt und Ver-antwortungsbewusstsein. Das hat sich nicht gendert. Durch das raue Umfeld hat sich aber die Schlag-zahl deutlich erhht. Auch einige Vernderungen in der Fhrungs-mannschaft haben stattgefunden, und der Vertrieb wurde vllig neu aufgestellt.

    medianet: In sterreich, aber auch in Ungarn, wo die BKS am Markt ist, haben die Banken Zores wegen der Schweizer-Franken-Kredite gehabt. Welche Zwischenbilanz knnen Sie fr die BKS Ende 2015 ziehen?Stockbauer: In Ungarn oder Kroatien haben wir keine Schwei-zer-Franken-Kredite vergeben. Die doch sehr kurzfristige Entschei-dung der Schweizer Notenbank bei der Aufhebung der Kursbindung zwischen Euro und Franken hat uns anfangs doch etwas Kopfzer-brechen bereitet. Mit vielen der be-troffenen Kunden konnten wir aber individuelle Regelungen treffen. Zugute gekommen ist uns, dass wir in den vergangenen Jahren das Vo-lumen der Schweizer-Franken-Kre-dite stetig senken konnten. Auch heuer haben wir den Schweizer-Franken-Kreditnehmern interes-sante Angebote zur Umschuldung in den Euro gemacht. Erfreulicher-weise wurden die Angebote auch gut genutzt. Mit Jahresende 2015 wird unser Bestand an Schweizer-

    Franken-Krediten wieder deutlich kleiner sein.

    medianet: Die BKS Bank hat krz-lich das Prime-Siegel von oekom Research fr ihre Aktivitten im Bereich CSR und Nachhaltigkeit erhalten. Sehen Sie Potenzial fr ethisches Retail Banking in s-terreich? Derzeit gibt es keinen Anbieter, und die GLS Bank aus Deutschland hat sich dann doch nicht ber die Grenze getraut.Stockbauer: Ein Interesse an ethischen Produkten ist eindeutig da. Das zeigt das steigende Volu-men, das international in Nach-haltigkeitsfonds investiert wird. Allerdings steht das Retail Ban-king nicht nur in sterreich unter enormen Druck. Auch fr die kom-menden Jahre werden weiterhin sinkende Ertrge prophezeit, wh-rend die Kosten fr die Filial- und IT-Infrastruktur sowie die Auf-wendungen zur Erfllung aller Re-gulatorien stetig steigen. Auch die

    Mehr Geld44 Mio. Kon-zernperioden-berschuss hat die BKS Bank bis Ende Septem-ber erzielt ein Drittel mehr als im selben Zeitraum 2014.

    44 Mio.

    Freitag, 4. Dezember 2015 coverStory 51

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