Folien Kapitel 1

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European Union Economics Dr. Steffen Minter Albert-Ludwigs-Universit¨ at Freiburg Wintersemester 2013/2014
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    05-Dec-2015
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Daten, Entwicklung und Institutionen

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  • European Union Economics

    Dr. Steffen MinterAlbert-Ludwigs-Universitat Freiburg

    Wintersemester 2013/2014

  • Vorlesung

    Dienstag 16 - 18 Uhr, HS 3042 (Vorlesung am 19.11. entfallt)

    Ubung

    Donnerstag 16 - 18 Uhr, HS 3042 (Beginn: 14.11.)

  • Aufbau der Lehrveranstaltung

    1 Entwicklung und Institutionen

    2 Rechtsgrundlagen und Entscheidungsfindung

    3 Okonomik der wirtschaftlichen Integration: Handelsgewinne

    4 Okonomik der wirtschaftlichen Integration: Handelspolitik

    5 Migration und Asylpolitik

    6 Wettbewerbspolitik

    7 Optimale Wahrungsraume und die Eurozone

    8 Die Krise der Eurozone

  • Literatur

    Baldwin, R.E., Wyplosz, C. (2012)The Economics of European

    Integration, 4th edition, McGraw-Hill

    erganzende Literatur

    Krugman, P.R., Obtsfeld, M., Melitz, M. (2011)Internationale

    Wirtschaft, 9. Auflage, Pearson

    Markusen, J.R., Melvin, J.R., Kaempfer, W.H., Maskus, K.E. (1995)

    International Trade, McGraw-Hill.

    Weitere Quellen auf den Folien zu den einzelnen Kapiteln.

  • Kapitel 1

    Daten, Entwicklung und Institutionen

    8. Oktober 2013

  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    There is a remedy which ... would in a few years make all Europe ...free and ... happy. It is to re-create the European family, or as muchof it as we can, and to provide it with a structure under which it candwell in peace, in safety and in freedom. We must build a kind of

    United States of Europe.

    Winston Churchill, Zurich, September 1946

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Flache und Bevolkerung

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Die EU-28 und Beitrittskandidaten

    Mitgliedstaaten der Europischen Union

    Kandidatenlnder und potenzielle Kandidatenlnder

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Flache der EU im Vergleich zu anderen Regionen

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Bevolkerung in Europa

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Bevolkerung nach Mitgliedstaaten

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Wirtschaft

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Wie wohlhabend ist die EU im Vergleich zu anderen Landern?

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    BIP pro Kopf: Die Verteilung zwischen den Mitgliedstaaten

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Leistungsbilanz, Kredit-Strome nach Partnern, EU-27, 2007

    (in % aller Kredit-Strme der EU)

    Kanada2,3%

    Indien1,8%

    Brasilien1,7%

    Hongkong1,9%

    China (ohne

    Hongkong)3,9%

    Russland5,1%

    Japan3,7%

    Schweiz9,1%

    Ver. Staaten26,7%

    Sonstige Drittlnder

    43,9%

    (1) Rundungsbedingt ergibt die Summe nicht genau 100 %.

    Quelle: Eurostat (bop_q_eu)

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Leistungsbilanz, Debet-Strome nach Partnern, EU-27, 2007

    g g(in % aller Debet-Strme der EU)

    Brasilien1,6%

    Indien1,5%

    Hongkong1,6%

    Kanada1,7%

    Japan4,7%

    Russland6,4%

    Schweiz8,4%

    China (ohne

    Hongkong)9,6%

    Ver. Staaten21,7%

    Sonstige Drittlnder

    42,9%

    (1) Rundungsbedingt ergibt die Summe nicht genau 100 %.

    Quelle: Eurostat (bop_q_eu)17 / 57

  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Offentliche Finanzen und der EU-Haushalt

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Historischer Abriss

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Die Nachkriegsordnung in Europa

    Die Europaische Union wurde nach dem 2. Weltkrieg gegrundet,aber die Motivation entstammt zu einem Groteil dem Wunsch nichtdie Fehler der Siegermachte in der Zeit zwischen den Weltkriegen zuwiederholen.

    Einige der Fehler werden hier genannt:

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    stanford.aviMedia File (video/avi)

  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Winston Churchills Kommentar zu den Fehlern desVertrags von VersaillesAfter four years of hideous mechanical slaughter, illuminated by infinite sacrifice, but not remarkably relieved bystrategy or generalship, the victorious allies assembled at Versailles. High hopes and spacious opportunities awaitedthem. War, stripped of every pretension of glamour or romance had been brought home to the masses of the peoplesand brought home in forms never before experienced except by the defeated. To stop another war was the supremeobject and duty of the statesmen who met as friends and allies around the Peace Table. They made great errors. Thedoctrine of self-determination was not the remedy for Europe, which needed then above all things, unity and largergroupings. The idea that the vanquished could pay the expenses of the victors was a destructive and crazy delusion.The failure to strangle Bolshevism at its birth and to bring Russia, then prostrate, by one means or another, into thegeneral democratic system lies heavy upon us today.

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    03/31/1949, Massachusetts Institute of Technology, Cambridge

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    churchill.aviMedia File (video/avi)

  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    2. Weltkrieg: Das Ausma der Zerstrung

    Land Tote 1945 BIP entspricht jenem aus

    sterreich 525,000 1886Belgien 82,750 1924Dnemark 4,250 1936Finnland 79,000 1938Frankreich 505,750 1891Frankreich 505,750 1891Deutschland 6,363,000 1908Italien 355,500 1909Niederlande 250,000 1912Norwegen 10,250 1937

    Schweden 0 *)

    Schweiz 0 *)

    UK 325,000 *)

    *) BIP Wachstum whrend des Krieges

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Wiederaufbau nach dem 2. WeltkrieggLand Jahr, in dem hchstes BIP vor WWII erreicht wird

    Wachstum in % 1945-

    sterreich 1951 15.2Belgien 1948 6.0gDnemark 1946 13.5Finnland 1945 -Frankreich 1949 19.0Deutschland 1951 13 5Deutschland 1951 13.5Italien 1950 11.2Niederlande 1947 39.8Norwegen 1946 9.7

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Hauptmotiv fur die europaische Integration:Nie wieder Krieg

    Eine wichtige Lektion der beiden Weltkriege war das Versageninternationaler Vertrage und die mangelnde politische undwirtschaftliche Integration von Deutschland.

    Der Staatsmann Robert Schuman, Rechtsanwalt und franzosischerAuenminister von 1948 bis 1952, gilt als einer der Grundervater derEuropaischen Einheit.

    Play/Pause Stop

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    schuman.aviMedia File (video/avi)

  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    In Zusammenarbeit mit Jean Monnet entwickelte er denSchuman-Plan, den er am 9. Mai 1950 verkundete. Dieses Datumgilt heute als Geburtsstunde der Europaischen Union.

    Er schlug eine gemeinsame Kontrolle der Produktion von Kohle undStahl vor, den wichtigsten Grundstoffen fur die Rustungsindustrie(Gegensatz zum Morgenthau-Plan der Deindustrialisierung undIsolation von Deutschland vorsah).

    Diesem Vorschlag lag der Gedanke zugrunde, dass es nur uber diegemeinschaftliche Kontrolle der Kohle- und Stahlproduktion moglichist, einen neuen Krieg zu verhindern (Waffen, Munition).

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Schuman informierte den deutschen Kanzler Adenauer von seinemPlan. Adenauer erkannte sofort die Moglichkeit, ein friedvollesEuropa zu schaffen und stimmte dem Plan zu.

    Kurze Zeit spater reagierten auch die Regierungen von Belgien,Italien, Luxemburg und den Niederlanden: Im April 1951unterzeichneten die sechs Staaten in Paris den Vertrag uber dieEuropaische Gemeinschaft fur Kohle und Stahl.

    Der Vertrag tritt am 24. Juli 1952 in Kraft und seine Laufzeit ist auffunfzig Jahre begrenzt. Der Vertrag ist am 23. Juli 2002 ausgelaufen.Der in ihm vorgesehene gemeinsame Markt wird am 10. Februar1953 fur Kohle, Eisenerz und Schrott und am 1. Mai 1953 fur Stahlerrichtet.

    Auf diese Weise begann die europaische Einigung alsFriedensinitiative.

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Praambel des Vertrags vom 18. April 1951 (Vertragzur Grundung der EGKS

    DER PRASIDENT DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND, SEINE KONIGLICHE HOHEIT DER KRONPRINZVON BELGIEN, DER PRASIDENT DER FRANZOSISCHEN REPUBLIK, DER PRASIDENT DER ITALIENISCHENREPUBLIK, IHRE KONIGLICHE HOHEIT DIE GROSSHERZOGIN VON LUXEMBURG, IHRE MAJESTAT DIEKONIGIN DER NIEDERLANDE, IN DER ERWAGUNG, da der Weltfriede nur durch schopferische, den drohendenGefahren angemessene Anstrengungen gesichert werden kann, IN DER UBERZEUGUNG, da der Beitrag, den einorganisiertes und lebendiges Europa fur die Zivilisation leisten kann, zur Aufrechterhaltung friedlicher Beziehungenunerlalich ist, IN DEM BEWUSSTSEIN, da Europa nur durch Leistungen, die zunachst eine tatsachliche Verbun-denheit schaffen, und durch die Errichtung gemeinsamer Grundlagen fur die wirtschaftliche Entwicklung aufgebautwerden kann, IN DEM BEMUHEN, durch die Ausweitung ihrer Grundproduktion zur Hebung des Lebensstandartsund zum Fortschritt der Werke des Friedens beizutragen, ENTSCHLOSSEN, an die Stelle der jahrhundertealtenRivalitaten einen Zusammenschlu ihrer wesentlichen Interessen zu setzen, durch die Errichtung einer wirtschaft-lichen Gemeinschaft den ersten Grundstein fur eine weitere und vertiefte Gemeinschaft unter Volkern zu legen,die lange Zeit durch blutige Auseinandersetzungen entzweit waren, und die institutionellen Grundlagen zu schaf-fen, die einem nunmehr allen gemeinsamen Schicksal die Richtung weisen konnen, HABEN BESCHLOSSEN, eineEuropaische Gemeinschaft fur Kohle und Stahl zu grunden, und zu diesem Zweck Bevollmachtigte bestellt: . . .

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Diskussion um Nachkriegsordnung in EuropaDiskussion um Nachkriegsordnung in Europa

    Morgenthau-Plan (1944): Aufteilung Deutschlands, Demilitarisierung und DeindustrialisierungAufteilung Deutschlands, Demilitarisierung und Deindustrialisierung

    Kommunismus vs. Kapitalismus (Marktwirtschaft)

    Sowjetunion als Gefahr fr den Westen Sowjetunion als Gefahr fr den Westen

    konomische und politische Integration

    Vorlufer in Europa:Vorlufer in Europa:

    Europische Frderation (Briand, 1930)

    Paneuropische Bewegung (Graf Coudenhove-Kalergi, 1923)Paneuropische Bewegung (Graf Coudenhove Kalergi, 1923)

    Churchill (1946): United States of Europe

    Integration v.a. zwischen Frankreich und Deutschland

    Integration als Programm zur Friedenssicherung35 / 57

  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    konomik der Europischen Integration

    Erste Integrationsschritte1944 Bretton Woods: IMF, Weltbank

    1947 GATT (ab 1995: WTO)

    Marshall-Plan (ERP): Krediten, Rohstoff-, Lebens-mittel- und Warenlieferungen, ca. 13 Mrd. USD

    1948 B l1948 Benelux

    Organization of European Economic Cooperation (OEEC; ab 1961: OECD)( ; )

    Wiederaufbau in Europa: Durchfhrung des Marshall-Plans

    Handelsliberalisierung (Zollabbau; Europische Z hl i 1950 1958 f l )Zahlungsunion: 1950, 1958 aufgelst)

    1949 Europarat ( Europischen Rat u. Rat der Europischen Union)

    North Atlantic Treaty Organization (NATO)North Atlantic Treaty Organization (NATO)

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Europische Integration1950 S h Pl EKGS (J M t)1950 Schuman-Plan EKGS (J. Monet)

    1951 Vertrag von Paris: EGKS (1952 bis 2002)

    FRA GER ITA BEL NLD LUX FRA, GER, ITA, BEL, NLD, LUX

    konomische Integration: gemeinsamer Markt fr Kohle und Stahlgemeinsamer Markt fr Kohle und Stahl

    deutsch-franzsische Ausshnung

    Supranational: Schlsselindustrien werden Supranational: Schlsselindustrien werden durch eine eigene Behrde gemeinsam verwaltet internat. Organisation

    Folgediskussionen

    Fderalistische Struktur oder intergovernmentale Zusammenarbeit?

    Erweiterung der Integration auf politische Ebene?37 / 57

  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    1954 Scheitern der Europischen Verteidigungsgemeinschaft (EVG) und der Europischen Politischen Gemeinschaft (EPG)

    Wirtschaftliche, aber nicht politische Integration

    1957 Vertrge von Rom: EWG (EUV: EG) und EAG (Euratom)

    internat. Organisationen mit eigenen Organen

    1960 Europische Freihandelszone (EFTA):

    1960: DK, NOR, AUT, PRT, SWE, CH und UK

    1961: FIN; 1970: ISL; 1991: LIE1961: FIN; 1970: ISL; 1991: LIE

    2009: ISL, NOR, CH, LIE

    1967 Fusionsvertrag: Europische Gemeinschaften1967 Fusionsvertrag: Europische Gemeinschaften

    1971 Werner-Plan: Europische Whrungsunion bis 1980 Nicht umgesetzt (lpreiskrisen)g ( p ) Eurosklerose (technische Handelsbarrieren)

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    1973 DK, IRL, UK

    1976 EWS (ECU)

    1981 GRE

    1985 Bi kt1985 Binnenmarktprogramm

    1986 ESP, PRT

    Einheitliche Europische Akte (EEA)Einheitliche Europische Akte (EEA)1992 Vertrag von Maastricht: EUV (Drei-Sulen-Modell)

    EWR: Gem. Binnenmarkt mit EFTA-LndernEWR: Gem. Binnenmarkt mit EFTA Lndern

    1993 Europischer Binnenmarkt vier Freiheiten:Waren-, Personen- und Kapitalverkehrs-freiheit, Dienstleistungen

    1995 AUT, FIN, SWE EU15

    1996 Stabilitts- und Wachstumspakt

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    1997 Vertrag von Amsterdam (AV)

    I f M h d h d EP Institutionenreform; Mitentscheidungsrechte des EP

    Europische Beschftigungs- und Sozialpolitik

    St k d i Si h h it d A litik Strkung der gemeinsamen Sicherheits- und Auenpolitik

    Mglichkeit der verstrkten flexiblen Zusammenarbeit einzelner Lnder

    1998 EZB

    1999 Einfhrung einer gemeinsamen Whrung g g g

    (ab 2002: Banknoten und Mnzen)

    derz. 16 Mitglieder (Eurozone)

    2000 Vertrag von Nizza: Vorbereitung der EU-Erweiterung

    Gre und Zusammensetzung der EU-Kommission

    Abstimmungsregeln im Rat40 / 57

  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    2000 Lissabon-Strategie gEU soll innerhalb von zehn Jahren (2010) zum wettbewerbsfhigsten und dynamischsten wissensgesttzten Wirtschaftsraum der Welt werden

    2002 EU Gipfel von Kopenhagen: Erweiterungsverhandlungen mit2002 EU-Gipfel von Kopenhagen: Erweiterungsverhandlungen mit osteuropischen Beitrittskandidaten plus Zypern und Malta

    2001-04 Europischer Konvent EU-Verfassungp g

    2003: Prsentation des Verfassungsentwurfes

    2005: Referenden und Ratifizierungen in den MS (in FRA und g (NLD abgelehnt) Einstimmigkeit im Rat

    2004 1. Osterweiterung

    CZE, SVK, HUN, POL, SVN,

    EST, LVA, LTU, MLT, CYP

    EU 2541 / 57

  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Erweiterungsrunden der EG bzw. EU

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    konomik der Europischen Integration

    Phasen der wirtschaftlichen Integration

    Zollunion im Warenverkehr (1951-1957; 1958-1968/70) Binnenmarkt (1987-1993) Wirtschafts- und Whrungsunion (ab 1999)

    Phasen der politischen Integration

    Wirtschaftsgemeinschaft (1957/58) Politische Union (1992/93) Werte- und Grundrechtsgemeinschaft (1997/99, 2000) Verfassungsgemeinschaft (ab 2004)

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Die Europaischen Institutionen

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Art. 13(1) EU-Vertrag legt folgende sieben Institutionen fest

    1) Europaisches Parlament;

    2) Europaischer Rat;

    3) Rat der Europaischen Union (Rat);

    4) Europaische Kommission;

    5) Gerichtshof der Europaischen Union;

    6) Europaische Zentralbank;

    7) Rechnungshof.

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Europaisches Parlament

    Sitz

    StraburgGeneralsekretariat: Luxemburg; Ausschusstagungen, etc.: Brusselderz. 754 Abgeordnete (ab 2014: 750); direkt gewahlt fur 5 Jahre

    Aufgaben Rechtsetzung

    Kann Kommission zu Initiativen zwingenMitwirkungsrechte im Rahmen der Anhorung sowie derVerfahren der Zusammenarbeit, der Mitentscheidung oder derZustimmung;

    Haushalt (gemeinsam mit Rat) Kontrollbefugnisse: Misstrauensvotum gegen Kommission

    Entscheidungsfindung

    Absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen48 / 57

  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Europaischer Rat

    Besteht aus

    Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten+ Prasident der EU-Kommission und Prasident des Europaischen

    Rates (derzeit: Herman van Rompuy)(Hoher Vertreter der Union fur Auen- und Sicherheitspolitiknimmt teil)

    Gipfelkonferenzen mindestens zweimal jahrlich (zumeist in Brussel)unter dem Vorsitz des Prasidenten des Europaischen Rates

    Aufgaben

    Politische Leitlinien fur das europaische Einigungswerk;Strategien und Beschlusse zur Weiterentwicklung der EU;Organ zur Kompromissfindung

    Entscheidungsfindung

    Kein spezifisches Verfahren (meist konsensual). 49 / 57

  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Rat der Europaischen Union (Rat)

    Sitz

    Brussel; Vorsitz wechselt halbjahrlich;

    Zusammensetzung

    Je ein Vertreter aus den Regierungen der Mitgliedstaaten (28 Mitglieder);Verschiedene Zusammensetzungen: z.B. ECOFIN

    Aufgaben

    Rechtsprechung (nur auf Vorschlag der Kommission);Haushaltsplan und -beschlussfassung (gem. m. Parlament);

    Exekutivbefugnisse: ernennt Mitglieder der Kommission Kontrollbefugnisse

    gegenuber Kommission: Amtsenthebung und Erstellung desHaushaltsplans;Mitgliedstaaten: z.B. im Rahmen des Stabilitats- undWachstumspaktes;

    Auenbeziehungen (Abkommen mit Drittstaaten)50 / 57

  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    10 Zusammensetzungen

    1 Rat fur Allgemeine Angelegenheiten;

    2 Rat fur Auswartige Angelegenheiten;

    3 Rat fur Wirtschaft und Finanzen;

    4 Rat fur Justiz und Inneres;

    5 Rat fur Beschaftigung, Sozialpolitik, Gesundheit undVerbraucherschutz;

    6 Rat fur Wettbewerbsfahigkeit;

    7 Rat fur Umwelt;

    8 Rat fur Bildung, Jugend und Kultur;

    9 Rat fur Verkehr, Telekommunikation und Energie;

    10 Rat fur Landwirtschaft und Fischerei;

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Europaische Kommission

    Sitz

    Brussel;

    Zusammensetzung

    28 Mitglieder (jedes Land 1 Mitglied)Umfasst derzeit ca. 17,000 Mitarbeiter

    Aufgaben

    Initiativmonopol Huterin des Gemeinschaftsrechts: Klage vor den EuGH Erstellung und Vollzug des Haushaltsplanes Auenbeziehungen (Vorbereitung von Abkommen)

    Entscheidungsfindung

    Einfache Mehrheit (Zustimmung von 14 Mitgliedern)52 / 57

  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Europaischer Gerichtshof

    Sitz

    Luxemburg

    Zusammensetzung

    28 Richter und 8 Generalanwalte (auf 6 Jahre ernannt)

    Aufgaben

    Kontrolle der Anwendung des Gemeinschaftsrechts Auslegung des Gemeinschaftsrechts Fortbildung des Gemeinschaftsrechts

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Europaische Zentralbank (EZB)Sitz

    Frankfurt a.M.

    Zusammensetzung

    Direktorium (derzeitiger Prasident: Mario Draghi) und die 17 (ab2014: 18) Prasidenten der Zentralbanken der Eurolander bilden denZentralbankrat als oberstes Organ

    Aufgaben

    Festlegung der Geldpolitik und der Leitzinssatze Uberwachung des Bankensystems und der Stabilitat der

    Finanzmarkte

    Entscheidungsfindung

    (grotenteils) Einfache Mehrheit im Direktorium

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Europaischer Rechnungshof

    Sitz

    Luxemburg

    Zusammensetzung

    jeweils ein Mitglied pro Mitgliedstaat

    Aufgaben

    pruft Recht- und Ordnungsmaigkeit aller Einnahmen undAusgaben der EU-Organe

    erstellt jahrlichen Prufbericht uber die Verwendung derEU-Mittel

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Zusammenfassung I

    Die EU-Mitgliedstaaten unterscheiden sich stark bzgl. ihrerGroe, dem Einkommensniveau sowie der Arbeitslosigkeit.

    Die EU ist eine der bedeutendsten Regionen im internationalenHandel von Gutern und Dienstleistungen.

    Das Budget der EU entspricht ca. 1% des BIPs. Es wirdhauptsachlich fur Regionalpolitik und Landwirtschaft verwendet.

    Die europaische Integration entstand aus dem Wunsch derGrunderstaaten nach dauerhaftem Frieden in Europa.

    Wahrend die Motivation zur europaischen Integration vorrangigpolitisch war, erfolgte die Umsetzung grotenteils inwirtschaftlichen Angelegenheiten (Zollunion, EU-Binnenmarkt,Wahrungsunion, etc.).

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Zusammenfassung II

    Die EU setzt sich aus sieben zentralen Institutionen zusammen.Jede Institution hat ihre Besonderheiten was Aufgaben undZusammensetzung betrifft.

    Die wichtigsten Institutionen im Gesetzgebungsverfahren sinddie Kommission sowie der Rat und das Parlament.

    Es ist wichtig zwischen dem Rat der Europaischen Union(Rat) und dem Europaischen Rat zu unterscheiden. Wahrend

    der erste konkrete legislative Kompetenzen hat, beschliet derzweite die politische Ausrichtung der EU und ist als Treffen derRegierungschefs wichtig bei der Kompromissfindung.

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    Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen