Garten+Landschaft 6/16

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    31-Jul-2016
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Stadt und Spektakel

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  • GARTENLANDSCHAFT

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    MAGAZIN FR LANDSCHAFTSARCHITEKTURJUNI 2016

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    2016

    STADT UND SPEKTAKEL: WIE ORTE VON EVENTS

    PROFITIEREN

    plusOlympia in Rio: Aecom ber

    die MasterplneWowhaus

    Stadtmobiliar zwischen Serie und Unikat

  • Foto

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    4GARTEN+LANDSCHAFT

    36Drei Gartenschauen im Portrait: Eutin,

    hringen und Bayreuth warten mit

    grner Pracht auf. Trgt das Konzept

    Gartenschau eigentlich noch?

    58Das Hochsauerland

    wartet mit einem

    ganz besonderen

    Kletterpark auf.

    12Rio de Janeiro wartet

    nur noch knapp

    100 Tage auf Olympia.

    Wir trafen die Planer

    zum Interview.

    18Nach den Olympischen Spielen

    2012 nimmt die Legacy-Planung

    mehr und mehr Gestalt an.

    Eine Stippvisite in London.

    34Wie viel Event vertrgt

    ein Park? Hamburg

    setzt auf klare Regeln.

  • INHALT

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    STUDIO46 FRAGE

    Chance oder Selbstausbeutung? Wann es sich lohnt, an Wettbewerben teilzunehmen

    50 PRAXIS Unikate fr Unikate: Warum entwickeln immer mehr Architekten ihr eigenes Stadtmobiliar?

    52 LSUNGEN Licht + Editors Pick

    58 REFERENZ Auf hoher Kante: Kletterparadies im Hochsauerland

    TITELStadt und Spektakel: Wie Orte von Events profitieren

    12 ENTWURF FR DIE EWIGKEIT In Verwebungen denken: Die Planer der olympischen Anlagen in Rio de Janeiro erklren ihre Entwrfe.

    18 DAS ERBE VON LONDON Zu Besuch im Lea Valley: Wie geht es dem Osten der Stadt vier Jahre nach den Spielen?

    24 DOPO EXPO - WAS DANACH? Nach der Expo 2015 hat Mailand viele Ideen, wie es weitergehen soll allerdings keine, die trgt.

    30 RUSSISCHE VORREITER Wowhaus schaffen stdtische Mglichkeitsrume fr viele Arten von Veranstaltungen.

    34 GRENZE DER BELASTBARKEIT Wie viel Event vertragen Stadtparks?

    36 GARTENSCHAUEN ZWISCHEN DEN STHLEN hringen, Bayreuth, Eutin und die Frage: Was bringt es?

    RUBRIKEN63 Impressum 60 Stellenmarkt62 Lieferquellen64 DGGL66 Sichtachse66 Vorschau

    5GARTEN+

    LANDSCHAFT

    ARENA 06 SNAPSHOTS11 MOMENTAUFNAHME

    Ins Blaue hinein

    Herausgeber:Deutsche Gesellschaft fr Gartenkunst und Landschaftskultur e.V. (DGGL)Wartburgstrae 4210823 Berlinwww.dggl.org

  • 10GARTEN+LANDSCHAFT

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    fr ein gemeinsames Europa buchstblich denkbar und erlebbar ist mit einfachen Mitteln und einer gemeinschaft lichen Zukunft im Blick. Die Baumschule stiftete im vergangenen Jahr 200 Resista-Ulmen und pflanzte sie entlang des Europaradwegs von Berlin bis St. Petersburg. Ein grnes Band junger Bume, das die Verbundenheit Europas in der Landschaft sichtbar macht ber Lndergrenzen hinweg. Im Anschluss fuhren Radsportler die kompletten 2 350 Kilometer der Strecke in nur zwlf Tagen ab. Das Team erreichte pnktlich zum Start des 52. IFLA-Weltkongresses sein Ziel."Trees Connect" traf sowohl in der grnen Branche als auch in der Radsportszene auf breite Zustimmung. 2016 fhrt die Strecke von Berlin ber Den Haag und Calais bis nach London 10 Tage, 200 Ulmen, 1 400 Kilometer. Neu in diesem Jahr: Zum einen drfen interessierte Radsportler das Profi-Team auf der Strecke begleiten. Sei es nur fr einen Abschnitt, mehrere Tage oder die gesamte Tour. Zum anderen knnen auch Unterneh-men, Stdte, Organisationen und Privat- personen an der Aktion teilnehmen, indem sie als Pate einen Baum finanzieren.

    Bume pflanzen und Rad fahren fr ein gemeinsames Europa das ist das erklrte Ziel von Trees Connect, einem Projekt, das 2015 von der Baumschule Lorberg ins Leben gerufen wurde. Angesichts der aktuellen internen Zerrissenheit Europas ein Projekt, das Zeichen setzt. Es beweist, dass trotz aller Unstimmigkeiten ein gemeinsamer Konsens

    AUTOR

    Nadine Schmidt

    studierte Media-

    Architecture und

    Urbanistik im Master

    an der Bauhaus-

    Universitt Weimar.

    Sie arbeitet als

    Redakteurin bei

    Garten + Landschaft,

    Baumeister und

    Topos.

    N ADINE SCHMIDT BER . . .

    VERBINDENDE BUMEDie Ulmen, die im

    Rahmen der Aktion

    Trees Connect entlang

    der Europa-Radroute R1

    gepflanzt werden,

    spenden Schatten und

    stehen symbolisch fr

    ein verbundenes Europa.

    Was macht Grten zu Refugien? Mssen sie einfach ppig grn sein, mit bunten Beeten oder lieber voller klarer Formen, ganz minimalistisch? Und wie sollten sie sich zur Architektur des Wohnhauses fgen? Wie Grten des Jahres aus dem Callwey Verlag, das Buch zum gleichnamigen Wettbewerb, zeigt, sind die Antworten so vielfltig wie die Natur selbst. Jetzt werden die Grten des Jahres 2017 gesucht. Bis zum 15. Juli knnen sich Landschaftsarchitekten und Garten- und Landschaftsbauer mit Beitrgen aus dem deutschsprachigen Raum bewerben. Der erste Preis ist mit 5 000 Euro dotiert.

    AUTOR

    Laura Klser

    studierte Architektur

    in Mnster und arbei-

    tet als Volontrin fr

    Garten + Landschaft

    und Baumeister.

    L AURA KLSER BER . . .

    GRTEN DES JAHRES 2017

    +Weitere Infos unter garten-landschaft.de/gdj2017

  • Foto

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    11GARTEN+

    LANDSCHAFT

    INS BLAUE HINEIN Ab 13. April 2017 findet in Berlins stlichstem Stadtbezirk Marzahn-Hellersdorf die Internationale Gartenausstellung statt. Inmitten einer der grten Plattenbausiedlungen Europas dreht sich dann alles um grne Stadtrume und Kultur in unterschiedlichster Dimension und Gestalt. Anlsslich der IGA entsteht in Berlin erstmals seit 50 Jahren wieder eine Seilbahn: Die 1,5 Kilometer lange Schwebebahn wird das Areal barrierefrei erschlieen, das insgesamt rund 100 Hektar umfasst. Bis zu 3 000 Besucher tglich knnen das Gebiet aus der Vogelperspektive erleben. Die Fahrt erffnet den Blick auf das IGA-Gelnde mit seinen Wasser- und Themengrten sowie den internationalen Grten der Welt. Die ersten Sttzen stehen schon und bilden damit den offiziellen Startschuss das Erlebnis Gartenausstellung kann beginnen.

    MOMENTAUFN AHME

    ARENAMOMENTAUFNAHME

  • 12GARTEN+LANDSCHAFT

    STADT UND SPEKTAKEL ENTWURF FR DIE EWIGKEITGroevents gelten als Garant fr einen positiven Schub in der Stadtentwicklung. Sie knnen Motor, Katalysator, Generator sein: Die Durchschlags-kraft neuer Infrastruktur, neuer Viertel und Parks ist in ihrer aus zeitlicher Konzentration resultieren-den Wucht einzigartig. Die Bevlkerung der Gastgeberstdte ist trotzdem kritisch: In Rio de Janeiro gab es vor der Fuball-Weltmeisterschaft 2014 Proteste. 2016 finden hier die Olympischen Spiele statt. Fr den Olympiapark gilt das Gebot maximaler Nachhaltigkeit. Ein Masterplan fr die bergangsphase und die Nachnutzung steuern den Prozess nach den Spielen.

  • STADT UND SPEKTAKELBRASILIEN

    Die Barra Live-Site bei Nacht: Hier

    knnen Zuschauer die Spiele auf

    Leinwnden verfolgen.

  • 18GARTEN+LANDSCHAFT

  • STADT UND SPEKTAKELLONDON

    19GARTEN+

    LANDSCHAFT

    DAS ERBE VON LONDONDas Areal der Olympischen Sommerspiele 2012 in London sollte auch nach dem Groevent funktionieren: Mit der Legacy-Planung gab man das Raster fr eine auf Jahre angelegte Entwick-lung des Londoner Ostens vor. Was hat sich seit den Spielen getan? Eine Stippvisite.

    Olympia ist lngst

    weitergezogen. Die Parks

    dienen immer noch als

    Event-Raum.

    ANNA SCHABEL

    2007 kaufte sich der Fotograf und Wahl-Ostlondoner Stephen Gill ein Schlauchboot und schob es in den Fluss Lea. Mit seiner Kamera, die er fr 50 Pence auf dem Flohmarkt erstanden hatte, erkundete er eine bis dato vergessene Gegend im Osten Londons. In seinem Buch Archaeology in Reverse hielt er die Kontraste fest, die er sah: Reiher, die auf einem Bein im schwar-zen Wasser stehen, Enten mit ihren Kken unter tiefhngenden sten und Khl-schrankberge, Stadtautobahnen, Autowerk-sttten. Das war, bevor die Olympischen Spiele 2012 nach London kamen und sich das Gesicht des Areals rasant und drastisch ndern sollte: Bauzune und Maschinen zogen ein, Wasserwege wurden blockiert,

  • 30GARTEN+LANDSCHAFT

    RUSSISCHE VORREITERWieviel wissen Sie ber Landschaftsarchitektur in Russland? Die Antwort lautet meist: Wenig. Kaum ein Projekt schafft es, ber die Landesgrenzen hinaus Beachtung zu finden. Wowhaus Urban Studies, Architecture, Design haben den Durchbruch mit dem Strelka Institut und dem neuen Krymskaya-Ufer in Moskau geschafft multifunktionale Orte, die jetzt Schaupltze verschiedener Events sind.

    Dmitry Likin (links) und

    Oleg Shapiro (rechts)

    grndeten Wowhaus

    2007 in Moskau.

    Wir glauben, dass der Ansatz berholt ist, expressive Architekturkltze zu planen. Viel wichtiger ist heute der Raum dazwischen, halten Dmitry Likin und Oleg Shapiro, die Grnder von Wowhaus Urban Studies, Architecture, Design fest. Vielleicht ist diese Haltung der Grund, warum es ihr Bro zu internationaler Bekanntheit geschat hat als eines der wenigen russischen Architektur- oder Landschaftsarchitekturbros berhaupt.Gegrndet wurde Wowhaus 2007. Von Anfang an hatte das Team einen wichtigen Vorteil: finanzielle Unabhngigkeit. Denn die Raumplanung ist nicht das einzige Standbein der Grnder: Shapiro verkauft bis heute Helikopter, Likin ist Chefdesigner beim Fer