Gemeindebrief September 2014 – November 2014

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Gemeindebrief der evangelischen Kirchengemeinde Wermelskirchen September 2014 – November 2014

Transcript of Gemeindebrief September 2014 – November 2014

  • September - November 2014

    Gaben > Seite 3

    Fotoquiz > Seite 15

    175 Jahre Stadtkirche > Seite 29

    Nacht der offenen Kirchen > Seite 32

  • 2 IN DIESER AUSGABE Beschenkt, begabt, begeistert 3 Geistliche Gemeindeleitung Gaben entdecken und segensreich nutzen 4 Gottes Gaben Segen oder Plage? 6 gnade und gaben 7Leben Aus dem Presbyterium 9 Dr. Martin Weidner 25 Jahre Dirigent des Posaunenchores Wermelskirchen 11 Reise der Kantorei nach Thringen 12 Nachruf Elisabeth Knies 13 Fotoquiz Wo in WK? 15Diakonische Angebote 16Wen mchten Sie sprechen? 17Impressum 17Gottesdienstplan 18 Termine der Musik zu den Gottesdiensten 19Andere Gottesdienste 20Gruppen und Kreise 21Hier ist was los Bogenschiessen in Tente 26 Trdelannahme 26 Caf Klatsch 26 Groe festliche Messe in kleiner Besetzung 27 Deutsches Requiem von J. Brahms 27 KirchenKino 28 175 Jahre Neue Stadtkirche Wermelskirchen 29 Impulse zum Leben 30 Gemeinsam isst man weniger allein! 30 Staudenbrse 30 Trdelmarkt in Hnger 31 Groer Tenter Trdelmarkt 31 Das beschftigt Viele 32 Taiz - Abend der Lichter 32 Nacht der Offenen Kirchen 32 Vor 70 Jahren: Bomben auf Burg und Hnger 33 Einkehrtag eine Oase in der Trauer 33 Adventsmarkt Burg 33 Stadtkirchenbasar 33 Ein Buch von Volker Lubinetzki 34 Adventsbasteln im CVJM Tente 34 Spielkreis Dorfspatzen 34Kinderseite 35Zum guten Schluss 36

    I N H A L T

    Liebe Leserin, lieber Leser,

    was bedeutet Ihnen denn das Erntedankfest?

    Etwas brig gebliebenes von frher, ein Hinweis, klein gedruckt im Kalender, oder mehr?Ich denke, das christliche Erntedankfest ist ein Dank fr Gottes gute Schpfung, fr die Flle an Frchten und Nahrungsmitteln, sowie Dank fr die Begabun-gen, die Gott uns schenkt und die wir mit anderen teilen sollten.

    Verschiedene Bilder sehe ich da vor mir:Einen reich geschmckten Altar mit einem riesigenKrbis, Brot, Kartoffeln, Blumen und einem Getreidekranz.Die ehrenamtlichen Helfer der Tafel, junge Menschen die engagiert in den Jugendkreisen mitarbeiten, Grne Damen in den Krankenhusern, Besuchsdienstler, die ein wenig Licht in einen einsa-men Alltag bringen.Ich sehe Jung und Alt mit viel Freude in unseren Chren singen und musizieren.Sowie ganz viele Menschen, die ihre Hnde falten und das Leben der Gemeinde mit ihren Gebeten begleiten.

    Wie schn, dass uns so viele unterschiedliche Gaben geschenkt wurden und wir uns daran freuen knnen.Aber viel besser ist es noch, Freude daran zu haben, diese unsere Gaben auch fr andere einzusetzen!

    In diesem Sinne grt Sie ganz herzlichIhre Margit Ziesemer

  • L E I T A R T I K E L 3denfalls wurde (und wird mancherorts) das Abendmahl traditionell begangen: Wir sind Beschenkte und Empfangende, und darum knnen wir mit unseren Ga-ben wieder anderen dienen, so wie Gott uns dient.

    Von daher ist es kein Zufall, dass Pau-lus im ersten Korintherbrief das Mahl des Herrn und die Gnadengaben kurz nacheinander behandelt. Der Anlass dazu war unter anderem zunchst eine gewisse Verwirrung in der korinthischen Gemeinde im Blick auf die beiden The-men, die Paulus mit seinem Schreiben zurechtrcken will. Er erinnert die Ko-rinther daran, dass es schlechterdings ausgeschlossen ist, wenn es am Tisch des Herrn zu Streit und Ungleichbe-handlung kommt. Und er fordert sie mit klaren Worten dazu auf, sich neu dessen bewusst zu werden, dass Christus selbst sich dahingegeben hat in Brot und Wein und dass darum niemand von diesen Gaben ausgeschlossen werden darf. Und ebenso erinnert er die offenbar et-was streitschtigen Christen in Korinth daran, dass alle Talente und Fhigkeiten dem Aufbau und Wohl der Gemeinde zu dienen haben und nicht etwa der eige-nen Profilierung oder Geltungssucht.Die berhmte Auflistung der Geistesga-ben oder eben besser Gnadengaben in 1. Korinther 12 und 14 leitet er mit den oben zitierten Worten ein: Es ist ein Geist, ein Herr, ein Gott, der in der Gemeinde wirkt, im Abendmahl ebenso wie in den vielfltigen Gaben und Fhig-keiten. Und zwar in den auergewhn-lichen (Zungenrede, Wundertaten usw.) ebenso wie in den scheinbar natrlichen

    Beschenkt, begabt, begeistertEs sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist. Und es sind verschiedene mter; aber es ist ein Herr. Und es sind verschiedene Krfte; aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen.

    (1. Korinther 12, 4-6)

    Wir sind reich beschenkt! Das wird uns in diesen sptsommerlichen Tagen zum einen wieder bewusst, wenn wir durch das schne Bergische Land fahren, reife Felder rechts und links der Strae sehen, dichte Wlder, volle Obstbume, und uns am fruchtbaren Grn und an den krftigen Herbstfarben um uns herum erfreuen. Ja, es gibt viel Grund zu Dank-barkeit!

    Das wird uns aber auch bewusst, wenn wir uns zum Gottesdienst versammeln und feststellen, dass Gott auch seine Gemeinde, seine Kinder reich beschenkt hat: Die Musik, die Predigt, die Lesun-gen, der Kollektendienst, die schn ge-pflegte Kirche, der anschlieende Kaffee im Gemeindehaus Menschen bringen sich ein mit dem, was sie knnen und gerne in den Dienst der ganzen Ge-meinde stellen. Ja, auch hier gibt es viel Grund zu Dankbarkeit!Und mehr noch: Luther pflegte das Wort Gottesdienst gerne als Gottes Dienst an uns zu deuten. Im Gottesdienst be-schenkt uns Gott selbst mit seiner Nhe und seinen guten Gaben: Dem Wort, das mir Trost und Weisung gibt. Die Taufe, die mich Gottes Kind sein lsst. Die Gemeinschaft, die aus der Taufe wchst und die ein Geschenk des Geistes ist. Das Abendmahl, in dem ich immer wie-der daran erinnert werde, dass Gottes Nhe mir Kraft fr meinen Weg gibt. Ja, gerade beim Abendmahl wird dieses gegenseitige Geben und Nehmen be-sonders sinnfllig, wenn die Gemeinde ihre Gaben zunchst zum Altar / Abend-mahlstisch bringt, um sie danach aus Gottes Hand neu zu empfangen. So je-

  • 4 Z U M L E I T A R T I K E L

    Das Leben ist nicht ein Frommsein, sondern ein Frommwerden,

    nicht ein Gesundsein, sondern ein Gesundwerden,berhaupt nicht ein Wesen,

    sondern ein Werden,nicht eine Ruhe,

    sondern eine bung.Wir sinds noch nicht,

    wir werdens aber.Es ist noch nicht getan, es ist aber im Schwung.

    Es ist nicht das Ende, es ist aber der Weg. (Martin Luther)

    Das Buch Geistlich leiten von P. Bhle-mann und M. Herbst war die inhaltliche Mitte unserer Presbyteriumsrste vom 31. Januar - 2. Februar auf der Elsen-burg, der CVJM-Bildungssttte mit ihrem sagenhaften Ausblick ins Mittelrheintal. Fachkundig eingefhrt von unserem Referenten Eberhard Schweizer, erar-beiteten wir uns in mehreren Einheiten das Thema. Die Grundannahme ist,

    ausgehend von biblischen Studien, dass Gottes Geist seine Kirche durch berufe-ne Menschen leiten will. In jedem Men-schen schlummern unterschiedliche Ga-ben und Begabungen, die segensreich fr den Aufbau der Gemeinde genutzt werden knnen. Denn eine Kirchen-gemeinde nicht nur organisatorisch zu leiten, sondern sich auch als geistliches Leitungsgremium der Kirchengemeinde zu verstehen, ist eine der groen Her-ausforderungen, vor denen Presbyterien immer wieder stehen. Viele Laien fragen: Kann ich das denn berhaupt?

    Sollen wir das nicht lieber die Profis ma-chen lassen? oder Wie merke ich denn, ob ich berufen bin? Evangelische Kirche versteht sich seit ihrer Entstehung vor 500 Jahren als eine Gemeinschaft, in der alle zur gemein-samen Leitung berufen sind, als Pries-tertum aller Glubigen (so zB. 1. Petrus 2,9; 4,7-11; 1. Korinther 12), wenngleich dieses Ideal auch ebenso lange auf Um-

    Geistliche Gemeindeleitung Gaben entdecken und segensreich nutzen

    (Klugheit oder Einsicht; in Rmer 12 nennt er noch weitere solcher Gaben, etwa Leitung oder Grozgigkeit!). Denn fr Paulus gilt ganz grundstzlich: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, alles ist neu geworden. (2. Korinther 5.17). Oder, ganz kurz an anderer Stelle: Was hast du, das du nicht empfangen hast? (1. Korinther 4,7).

    So werden wir alle wieder daran erin-nert, welch groes Geschenk das alles ist: Das Leben und die Gotteskindschaft, die Gemeinde und der Gottesdienst, die Gemeinschaft und die Vielfalt der Ga-ben unter uns. Und wer wei: Vielleicht bekomme ich so ja noch einmal ganz neu Lust, danach zu fragen, wo fr mich mit meinen Gaben und Fhigkeiten ein Platz, eine Aufgabe, eine offene Tr ist!

    Volker Lubinetzki

  • 5Z U M L E I T A R T I K E L setzung wartet. Natrlich kann da nicht jeder alles gleich gut, aber aus der Summe der begabten Menschen ergibt sich ein beeindruckendes Spektrum, das sich segensreich nutzen lsst.Geistlich leiten geht davon aus, dass in jedem Menschen in unterschiedlichen Anteilen die folgenden drei spirituellen Grundkompetenzen vorhanden sind. Jede/r ist in unterschied-

    lichen Anteilen visionr, partizipatorisch und kompetent, was durch das folgende Schema verdeutlicht werden soll.

    In spannenden Einheiten haben wir in Einzel- und Gruppenar-beit die eigenen Strken herausgearbeitet und berlegt, wie und wo wir diese einbringen knnen. Sie merken beim Lesen: Hier wurde ein Prozess angestoen, ein Weg beschritten, auf dem wir erst einige unsicher tastende Schritte vorangekom-men sind. Aber bestrkt durch einen wohltuenden Gottes-dienstimpuls am Sonntagmorgen haben wir uns wieder auf die Heimreise gemacht in dem Bewusstsein, wir wollen diesen Weg als Gemeindeleitung gemeinsam gehen, und wir wollen uns regelmig geistlich strken (lassen), damit wir und unsere Gemeinde weiter vorankommen. brigens, es sind immer noch einige Presbyter/innen/pltze unbesetzt. Vielleicht haben Sie durch diesen Artikel ja Interesse bekommen, dann sprechen Sie gerne mich oder ein anderes Presbyteriumsmitglied an. Und keine Angst Interesse heit noch keine Verpflichtung!Mit liebem Gru und Gott befohlen!

    Pfarrer Heiko Poersch

  • 6 Z U M L E I T