Genesis 4/2010

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Genesis, das Magazin der Neuen Wirtschaft

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  • Nr. 04 I 2010 Das Magazin der Neuen Wirtschaft

    ENERGIE

    Wachstum im Zeichen der Sonne

    9771663965005

    04

    MOBIL

    Die Zukunft beginnt im Keller

    KLIMADie ETH in Singapur

    GENESIS

    GENESIS

  • Eine Investition in Wind- oder andere erneuerbare

    Energien ist nachhaltig im Sinne einer langfristig

    betrachteten Rendite und zugleich ein klares Bekenntnis

    zum verantwortungsbewussten Umgang mit Ressourcen.

    Die Bank Sarasin ist fhrend auf dem Gebiet des

    nachhaltigen Investierens. Sie bietet auf Ihre persnlichen

    Bedrfnisse zugeschnittene Dienstleistungen und Anlage-

    lsungen an. Auch als Beitrag an die Welt von morgen.

    Tel. 0800SARASIN, www.sarasin.ch

    Energien spielt, Wer mit neuen

    nimmt sie ernst.

    Nachhaltiges Schweizer Private Banking seit 1841.

    BASEL r BERN r DELHI r DOHA r DUBAI r DUBLIN r FRANKFURT r GENF r GUERNSEY r HONGKONG r LONDON LUGANO r MNCHEN r MUMBAI r MASKAT r NRNBERG r SINGAPUR r WARSCHAU r WIEN r ZRICH

    ge0410_(002_003)_Layout 1 29.11.10 13:12 Seite 2

  • 04/2010 GENESIS Editorial 3

    GENESISDas Magazin der Neuen Wirtschaft erscheint vier Mal jhrlich zusammen mit der Unter nehmerZeitung Verlag: SWISS BUSINESSPRESS SA,Kschenrtistr. 109, 8052 Zrich, Tel. 044 306 47 00, Fax 044 306 47 11, www.genesismagazin.ch, info@genesismagazin.ch Herausgeber: Remo Kuhn,kuhn@swissnews.ch Verlagsleitung: Urs Hbscher, huebscher@unternehmerzeitung.ch Redaktion: Peter Blattner, blattner@unter nehmerzeitung.ch;Rika Koch, koch@unternehmerzeitung.ch; Stine Wetzel, wetzel@swissnews.ch Layout & Produktion: Nicole Collins, Manuel Jorquera und BrunoStrupler, print@unternehmerzeitung.ch Redaktionelle Mitarbeiter: Georg Ackermann, Amir Ali, Yildiz Asan, Steffen Klatt und Christian MeierAnzeigen: Urs Keller, keller@swissnews.ch, Yvonne Mller, my media vermarktungs gmbh, Telefon 044 700 38 82, mueller@my-media.ch Druck:Rankwoog Print GmbH Zofingen Nachdruck: Mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion und genauer Quellenangabe GENESIS gestattet. Text-und Bildmaterial: Fr unverlangt eingesandtesText- und Bildmaterial wird keine Haftung bernommen. SWISS BUSINESSPRESS SA: Im VerlagSWISS BUSINESSPRESS erscheinen ausserdem SWISS NEWS, The National English Journal; ATTIKA,das Zrcher Magazin; PAULI-CUISINE, dasGastronomie-Fachmagazin sowie BUSINESS CLASS.

    Gesttzt auf das Bundesgesetz ber die Reduktionder CO2-Emissionen (CO2-Gesetz) hat der Bundes-rat 2008 eine Lenkungsabgabe auf fossile Brenn-stoffe eingefhrt. Mitte Jahr wurde die erste Trancheder Lenkungsabgabe wie versprochen an die Unter-nehmen zurck erstattet. Die Zrcher Kantonal-bank (ZKB) erhlt aus dem Klimafonds bis 2012Rckver gtungen von rund 1,6 Millionen Franken.Als Kantonalbank mit gesetz lichem Leistungsauf-trag untersttzt die ZKBkleinere und mittlereUnternehmen, fr welchedie Umsetzung vonUmweltschutzmassnah-men besonders schwierigist. Die 1,6 Millionen fliessen deshalb als Zins-vergnstigungen undUmweltboni fr Umwelt -investitionen von bis zu40 Millionen Franken anKMU zurck.Dies zeigt einmal mehr, wie sinnvollsolche, von Bremser vereinen wie dem Schweiz.Gewerbeverband (SGV) noch vor kurzem als schi-kanse Abgaben betitelte Lenkungsabgaben seinknnen, und v.a. wie unsere Wirtschaft sich schnelldarauf einstellen kann.

    Noch bis am 20. Februar ist die grsste schweizeri-sche Ausstellung zu Wetter, Klima und Menschin Basel geffnet. Wetter und Klima prgen und ver-ndern nicht nur unsere Umwelt sondern knnenauch den Evolutionsprozess beeinflussen. EinBesuch in Basel lohnt sich auf jeden Fall.

    Im Laufe des 21. Jahrhunderts wird aufgrund derstarken Landflucht erstmals mehr als die Hlfte derWeltbevlkerung in Stdten wohnen. Lesen Sie imBeitrag Zrich Singapur wie die ETH Zrichnachhaltige Stdte der Zukunft entwickelt, wichtigv.a. fr die rasch wachsenden Ballungszentren inAsien. Dabei entstehen zudem Marktchancen freuropische KMU, sofern es diesen gelingt, sich zuschlagkrftigen Konsortien zusammenzuschliessen.

    Whrend in Stuttgart dieBrger gegen den Neu-bau eines Durchmes-ser-Bahnhofs protestie-ren, bauen wir Schweizerin Zrich wie verrcktam neuen, unterirdi-schen HB. Die Zuwachs-raten des ZrcherVerkehrsver bundes inden letzten 15 Jahren

    lassen uns wohl auch keine andere Wahl. Dassmchtige Bauwerke wie die NEAT oder der ZrcherHB in unserem Land auf die Untersttzung einesGrossteils unserer Bevlkerung zhlen knnen, istein gutes Omen fr die Schweiz. Dass eine 70 000Seelen-Stadt wie St. Gallen zu ber 80 % einem159 Millionen-Kredit fr ein Erdwrme-Kraftwerkzustimmmt wo sonst gibt es das?

    Remo KuhnHerausgeber

    Liebe Leserin, lieber Leser

    Foto: Sandra Olar

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  • Er liebt die Natur. Wir auch.

    Nachhaltige Haustechnik steht mit der Natur im Einklang. Als grsster Haustechnik-

    Anbieter der Schweiz nehmen wir unsere Verantwortung wahr. Zum Beispiel mit der

    Solaranlage Sixmadun fr Warmwasser und Heizungsuntersttzung, die mit jeder

    Heizungsanlage kombinierbar ist. Infos: www.haustechnik.ch

    oder Telefon 044 735 50 00

    ge0410_(004_005)_Layout 1 29.11.10 13:12 Seite 4

  • 04/2010 GENESIS Inhalt 5

    Bilder von oben:Seite 06 Foto: zVg / Zrich SingapurSeite 12 Foto: zVg / Wachstum im Zeichen der SonneSeite 34 Foto: zVg / Werte statt Abfall

    Cover / Seite 18 Foto: SBB / Die Zukunft beginnt im Keller

    0 4 l 2 0 1 0KLIMA 6 Nachhaltiger Stdtebau von Zrich

    bis Singapur

    10 Die Swiss hofft auf Bio-Kerosin

    ENERGIE 12 Schweizer Solarmarkt wchst stetig

    MOBIL 18 Durchmesserlinie: Grossbaustelle Zrcher HB

    KOLUMNE 22 Christian Meier: Die Schweiz und die Solarenergie

    BAUEN 24 Interview: Renzo Simoni, Chef der Alp Transit Gotthard AG zum

    Jahrhundert-Bauwerk

    GELD 26 Der Finanzplatz Liechtenstein erfindet sich neu

    30 Der Liechtensteinische Regierungschef

    Tschtscher im Gesprch

    33 Die nachhaltige Anlagestrategien der

    Bank Sarasin

    UMWELT 34 C2C: koeffektivitt dank Wiederverwertung

    36 Nachrichten

    37 World Ressource Forum (WRF)

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  • 6 04/2010 GENESIS Klima

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  • Text Georg Ackermann, Singapur

    Auf den ersten Eindruck erscheint das Ganze wie einzuckender, lebendiger Organismus. Man kann dieStruktur der Zricher Innenstadt erkennen, von grngefrbten Verkehrsschlagadern durchzogen. Kleineweisse Punkte wuseln darin hektisch hin und her. Pro-fessor Gerhard Schmitt zeigt eine der Simulationen,mit denen das Future Cities Laboratory zuknftige Ent-wicklungen im Stdtebau begleiten will. Es ist AnfangSeptember und die neue Einrichtung bezieht geradeihre nchternen Rume in der National University ofSingapore. Bald schon soll aus der Adresse ein pulsie-render Think Tank werden.

    Raum fr eine Milliarde MenschenDie Hauptmotivation fr uns besteht darin, dass mehrund mehr Menschen in Stdte ziehen. Man nimmt an,dass die Zahl der urbanen Bevlkerung bis 2030 aufber 5 Milliarden angewachsen sein wird, erklrtSchmitt, der an der ETH Zrich den Lehrstuhl frInformationsarchitektur innehat und das Singapore-ETH Center leiten wird. Die Stdte, die jetzt existie-ren oder gebaut werden, sind nicht nachhaltig. Sie sindes zum Teil in Europa noch weniger als in Asien und inAfrika, wo das Klima und andere Faktoren helfen. Dabestehe ein enormes Marktpotenzial in den nchstenDekaden. Fr Schmitt geht es darum, fr etwa eineMilliarde Menschen nachhaltigen neuen Wohn-,Lebens- und Arbeitsraum zu schaffen.

    Nher an die Probleme heranDie grssten Wachstums- und Migrationsbewegungen fin-den in einem Grtel von mindestens 2000 bis 3000 Kilo-metern nrdlich und sdlich des quators statt, speziellin Asien, aber auch in Afrika und Sdamerika. Singapurist fr Schmitts Forscherteam ein lokaler Schwerpunkt,von dem die verschiedenen Studienobjekte gut erreich-bar sind Jakarta, Manila, das Mekong-Delta, Indien,China, bis hin nach Addis Abeba in thiopien, wo mansich ebenfalls stark engagiert.

    Zukunftsvision Zrich 2110 Simulation eines Stadtbildes geprgt

    von erneuerbaren Energien.

    Foto: Halatsch/Bhler, Chair for Information Architecture ETH Zrich

    04/2010 GENESIS Klima 7

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  • Wir haben diese Forschung schon vor Jahren in derSchweiz begonnen, aber die Anwendungen muss man natr-lich auch dort realisieren, wo die grssten Herausforderungenexistieren, so Schmitt. Es hilft wenig, wenn wir in Europasitzen und sagen, man msste, man sollte, man knnte. DieUmsetzung, die Konfrontation mit den unterschiedlichengesellschaftlichen Situationen, der Geographie und der Tem-peratur liegt hier. Die extreme Landflucht trete nun mal inanderen Teilen der Welt auf und nicht in der Schweiz . Wennwir dies nur schreiben, dann wird sich wenig tun, also mssenwir dorthin, wo man nher an den Problemen dran ist.

    Denkfabrik und UmsetzungArchitekten, Planer, Ingenieure und Computerwissenschaftlergehren zu dem interdisziplinren Team, das unter dem orga-nisatorischen Dach des Singapore-ETH Centre, einer Koope-ration mit den ortsansssigen Universitten National Univer-sity of Singapore und Nanyang Technological Universitygemeinsam forschen wird. Das Future Cities Lab ist gedachtals grosser Think Tank, aber langfristig auch als Planungs- undEntwicklungsbro. Das Think Tank habe viel mit Wissen-schaft und Forschung zu tun. Die planenden Elemente gehenin die Richtung der Umsetzung, implizieren aber auch dieBeschftigung mit dem jeweiligen Kontext sowie die berpr-fung und Verbesserung der Planungsmethoden.

    Vom Gebude bis zur RegionDiese finden auf drei verschiedenen Ebenen statt. Der kleinsteMassstab betrachtet die Ge