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GESUNDHEITSMANAGEMENT IV Teil 4b Prof. Dr. Steffen Flea Lst. fr Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Gesundheitsmanagement Universitt Greifswald

GESUNDHEITSMANAGEMENT IVTeil 4b

Prof. Dr. Steffen FleaLst. fr Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und GesundheitsmanagementUniversitt Greifswald

1Gliederung1Informationswirtschaft2 Jahresabschluss3 ControllingBetriebsgenetik4.1 Change Management4.2 Kooperation und Integration4.2.1 Grundlagen4.2.2 Kooperationen nach SGB V4.2.3 Ausgewhlte Integrationsanstze4.2.4 Betriebswirtschaftliche Bewertung 24.2.1 Grundlagenberblick: Formen der Zusammenarbeit

KooperationsformenInhalt:Freiwilliger Zusammenschluss von Unternehmen auf vertraglicher Basis ohne finanzielle Bindung. Die rechtliche und finanzielle Selbstndigkeit bleibt erhalten Beispiele:KartellZusammenschluss von Unternehmen von rechtlich und wirtschaftlich selbstndigen Unternehmen auf vertraglicher Basis zur Regelung oder Beschrnkung des WettbewerbsKonsortiumDefinition: Zeitlich begrenzter Zusammenschluss von rechtlich und wirtschaftlich selbstndigen Unternehmen auf vertraglicher Basis, um sachlich und zeitlich klar umrissene Projekte durchzufhren.Z. B. Bankenkonsortium Emission von WertpapierenKonsortium hat i.d.R. Rechtsform der GbR; ohne eigene Rechtsform: Arbeitsgemeinschaft4KooperationsformenBeispiele: (Forts.)Joint VentureGrndung eines gemeinsamen Unternehmens durch rechtlich und wirtschaftlich selbstndige Unternehmen zur Durchfhrung einer zeitlich nicht begrenzten Aufgabe.Interessengemeinschaften (Strategische Allianzen)Freiwillige Vereinbarungen zwischen mehreren Unternehmen, die den Austausch, die gemeinsame Nutzung oder die gemeinsame Entwicklung von Produkten, Technologie oder Dienstleistungen zum Gegenstand habenrechtliche oder kapitalmige Selbstndigkeit nicht berhrt5KonzernInhalt:Zusammenschluss zweier oder mehrerer Unternehmen unter einheitlicher Leitung, wobei die rechtliche Selbstndigkeit gewahrt bleibt. In der Regel entsteht ein Unterordnungsverhltnis, d.h., die wirtschaftliche Selbstndigkeit der beherrschten Unternehmung geht verloren.Holding: Dachgesellschaft, deren einziger wirtschaftlicher Zweck die Verwaltung/Steuerung der untergeordneten Unternehmen ist (Dachgesellschaft) Management-Holding: Strategisches Management liegt in den Hnden der Dachgesellschaft, operatives Management bei den Mitgliedern. 6FusionInhalt:Verschmelzung von zwei oder mehreren rechtlich selbstndigen Unternehmen zu einer neuen Unternehmung. Die rechtliche und finanzielle Selbstndigkeit geht verlorenFusionskontrolle:Bundeskartellamt kann Fusionen untersagen ( 35 ff. Gesetz gegen Wettbewerbsbeschrnkungen)> 500 Mio. Euro weltweiter Umsatzerls der beteiligten UnternehmenBeispiele BKartA untersagt Erwerb von Kreiskrankenhaus des Landkreises Rhn-Grabfeld und von Stdtischem Krankenhaus Eisenhttenstadt durch Rhn-Klinikum AG (2005).Erwerb des Kreiskrankenhauses Wolgast durch Universittsklinikum Greifswald (2006). Siehe Fusionskontrolle, Beispiel Wolgast.7Formen der Zusammenarbeit im GesundheitswesenHier: beispielhaft aus Sicht eines KrankenhausesNB: Die Sichtweise kann sich ndern!Ebenen:horizontale EbeneZusammenarbeit mit anderen Krankenhusernvertikale EbeneZusammenarbeit mit vor- oder nachgelagerten Bereichenlaterale EbeneZusammenarbeit mit Unternehmen auerhalb des Gesundheitsbereiches8Kooperationspartner auf horizontaler EbeneZusammenarbeit von Krankenhusern der gleichen VersorgungsstufeBeispiel: Konzernbildung der Krankenhuser im Nrnberger LandOftmals: Kooperation unterschiedlicher Trgergeringe rumliche Distanz zwischen HusernBeispiele:Kooperationsformengemeinsame Buchhaltung, EDV, Controlling, Codierung, Personalverwaltunggemeinsame Beschaffung, Materialwirtschaft, Apothekegemeinsame Hol- und Bringdienste, Hausmeister, Technikgemeinsame Informations- und Sicherheitsdienstegemeinsame Speisenversorgung, Mensa, Wschereigemeinsame KrankenpflegeschuleTelemedizinische ZusammenarbeitKonzernbildungGleichordnungs- oder UnterordnungskonzerneFusionz. B. Zusammenschluss mehrerer Landkreise zu einem Zweckverband berfhrung mehrerer Krankenhuser zu einem Rechtskrper mit mehreren Standorten9Kooperationspartner auf vertikaler EbeneZusammenarbeit eines Krankenhauses mit vor- oder nachgelagerten BereichenZusammenarbeit in der Patientenbehandlungvorgelagerte LeistungstrgerZusammenarbeit mit niedergelassenen rztenZusammenarbeit mit Krankenhusern niedriger VersorgungsstufeZusammenarbeit mit Pflegediensten, Altenheimen, Behinderteneinrichtungen,nachgelagerte LeistungstrgerZusammenarbeit mit niedergelassenen rztenZusammenarbeit mit Krankenhusern hherer oder niedrigerer VersorgungsstufeZusammenarbeit mit Pflegediensten, Altenheimen, Behinderten-, Rehaeinrichtungen, Sanatorien, Physiotherapeuten, HospizeZusammenarbeit mit SelbsthilfegruppenZusammenarbeit mit BestattungsunternehmenZusammenarbeit mit Sportsttten, Fitnessstudios etc.10Kooperationspartner auf vertikaler EbeneZusammenarbeit in der Ver- und EntsorgungZusammenarbeit mit Apotheken, Pharmaunternehmen, Wschedienste, Speisenversorgung, Sterilisation, Zusammenarbeit mit lokalem EntsorgungsunternehmenZusammenarbeit mit Transportunternehmen, Rotem Kreuz, Rettungsdienst,11Krankenhaus als Integrationspartner

12Kooperationspartner auf lateraler EbeneInhalt: Zusammenarbeit mit Unternehmen auerhalb des Gesundheitswesens i.w.S.BankenVersicherungenFloristikbetriebeFriseureFernseh- und TelefonverleihgesellschaftenGalerienLebensmittelindustrieGerteindustrieFacility ManagementAchtung: Wurden fr bestimmte Leistungsbereiche Frdermittel erhalten, drfen Teilbereiche nicht einfach outgesourct werden, sonst mssen die Frdermittel zurckgezahlt werden.13Voraussetzungen fr erfolgreiche KooperationExistenz von MachtpromotorenManagementebene muss die Kooperation wollenZusammenarbeit von Klinikchef ist in der Praxis nicht einfach!Abgleich von Therapie und Diagnostikgleiche Definition von Standards (z. B. zur berleitung in Reha)Technische VoraussetzungenDatentransfer, z. B. von Hausarzt an KrankenhausProblemfhigkeitZusammenarbeit fhrt stets zu KonfliktenRegelmiger Kontakt, Vertrauen14Grnde fr eine KooperationKostenreduktionReduktion von Vorhaltekosten durch Zentralisierungz. B. Geburtshilfe in mehreren Krankenhusern in rumlicher NheReduktion laufender Kosten durch bungz. B. Erhhung der Schnelligkeit einer Behandlung durch hufige DurchfhrungErhhung der AuslastungReduktion der Beschaffungskosten durch Mengenrabatte und VerbundbestellungenVerbesserung des Managementsz. B. Spezialisten15Grnde fr eine KooperationLeistungsverbesserungSpezialisierungbungseffekte: Qualitt steigt mit MengeAusstattung: Bessere Gerte bei hherer Menge mglichStandortsicherungSchlieung eines Verbundes aus spezialisierten Krankenhusern weniger wahrscheinlich als eines einzelnen KrankenhausesQualittssicherungAufbau eines QM-Systems leichter mglichVerhandlungsmachtgegenber Krankenkassen (Budget)gegenber Regierung (Investitionsfrderung)Personalgewinnunggemeinsame Ausbildunggemeinsame FortbildungAttraktivittJob RotationForschung und Entwicklung16Darstellungsmglichkeiten: Netz oder Pfad?

17Pfad als Netzausschnitt (z. B. Allgemeinarzt Krankenhaus Reha)

18Netz-Beispiel: Allgemeinarzt Facharzt I Facharzt II Krankenhaus Reha - Allgemeinarzt

19DienstleistungskooperationDienstleistungen sind immateriellwerden hufig persnlich erstelltwerden an anwesenden Kunden erstelltknnen qualitativ schwer gemessen werdensind schwer quantitativ planbarFolgen:Kooperationspartner knnen schlecht planen und kontrollierenKooperation basiert strker auf Vertrauen und gemeinsamen Werten als bei Sachgtern: Sozialkapital204.2.2 Kooperation nach SGB VNeue Versorgungsformen:Grundlage:Gesundheitsstrukturgesetz (1993)Neuordnungsgesetz (1997)GKV-Gesundheitsreform-Gesetz (2000)GKV-Modernisierungs-Gesetz (2004)Inhalt:Modellvorhaben ( 63-65 SGB V)Strukturvertrge ( 73a SGB V)Ambulante Leistungen im KH ( 115-123 SGB V)Integrierte Versorgung ( 140a-140d SGB V)21Weiterentwicklung der Versorgung ( 63-65 SGB V)Inhalt:Modellvorhaben zur Weiterentwicklung der Verfahrens-, Organisations-, Finanzierungs- und Vergtungsformen der LeistungserbringungModellvorhaben zu Leistungen zur Verhtung und Frherkennung von Krankheiten sowie zur Krankenbehandlung, die nach den Vorschriften dieses Buches oder auf Grund hiernach getroffener Regelungen keine Leistungen der Krankenversicherung sindZiel:Verbesserung der Qualitt und der Wirtschaftlichkeit der VersorgungVereinbarungen mit LeistungserbringernAdressaten:Krankenkassen, KrankenkassenverbndeLeistungserbringern oder Gruppen von Leistungserbringern Besonderheiten:Krankenkassen knnen auch Einzelvertrge mit einzelnen rzten unabhngig von der Kassenrztlichen Vereinigung schlieenrzteverbnde (z. B. Praxisnetze) knnen ebenfalls Vertragspartner sein22Weiterentwicklung der Versorgung ( 63-65 SGB V)Charakter:Modellvorhaben: erprobenwissenschaftliche Begleitung und AuswertungBeispiele:Vereinbarung ber die rztliche Versorgung mit Akupunktur Vereinbarung zum Diabetes Gesundheitsmanagement (institutionenbergreifend)Weiterentwicklung der Verfahrens-, Organisations-, Finanzierungs- und Vergtungsformen stationsersetzender ambulanter OperationenVereinbarung ber die strukturelle und finanzielle Frderung ambulanter Operationen im Bereich der Kinderchirurgie23Strukturvertrge ( 73a SGB V)VertragspartnerKassenrztlichen VereinigungLandesverbnde der Krankenkassen Inhalt:neue Versorgungs- und Vergtungsstrukturen fr hausrztliche VersorgungdurchHausarzt Verbund haus- und fachrztlich ttiger Vertragsrzte (Praxisnetz)BudgetBudgetvereinbarung fr diese Patienten (z. B. fr das ganze Praxisnetz)interne Aufteilung des Budgets (auch abweichend von EBM)24Hausarztzentrierte Versorgung ( 73b SGB V)Inhalt: Versicherte knnen sich gegenber ihrer Krankenkasse schriftlich verpflichten, ambulante fachrztliche Leistungen nur auf berweisung des von ihnen aus dem Kreis der Hausrzte nach Absatz 2 gewhlten Hausarztes in Anspruch zu nehmenBin