„Grüne Gentechnik“ auf dem Acker ? Nahrungsmittel .3 „Grüne Gentechnik“ auf dem Acker ?

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  • Schnberger Bltter 3

    Grne Gentechnik auf dem Acker ?

    Nahrungsmittel aus dem Gen-Labor ?

    Der Einsatz gentechnischer Methoden in der Landwirtschaft

    und bei der Nahrungsmittelherstellung

    Joachim Krause 2012

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    Liebe Leserin, lieber Leser, Bisher sind in der Reihe Schnberger Bltter die folgenden Beitrge erschienen. Sie stehen in gedruckter Form zur Verfgung (farbiges Deckblatt, geklammert, A4) und knnen gegen Erstattung der Unkosten (ca. 5 Cent je bedruckte Seite + Versand) bestellt werden: SB 1: GENE, GENETIK, GENTECHNIK? (Dem Geheimnis des Lebens auf der Spur) - 19 Seiten SB 2: Unter die Lupe genommen: Biomedizin, Gentechnik, Ethik (In-vitro-Fertilisation, Klonen, Stammzelltherapien und

    Embryonenforschung, Prnatale genetische Diagnostik, Primplantationsdiagnostik, Gentherapie, Gentechnische Herstellung von Medikamenten, Ethisch-theologische Erwgungen); Hrsg. der Originalfassung dieser Arbeitshilfe: Diakonisches Werk der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens, Radebeul, 2001; berarbeitete und aktualisierte Ausgabe 60 Seiten

    SB 3: Grne Gentechnik - Essen aus dem Genlabor? Der Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft und in der Nahrungsmittelherstellung - 20 Seiten

    SB 4: Gut gerstet fr den Ernstfall - Wie ich selbst VORSORGE treffen kann fr Unfall, Krankheit und Alter Betreuungsverfgung, Vorsorge-Vollmacht, Patientenverfgung mit Muster-Formularen - 20 Seiten

    SB 5: Glaube und Naturwissenschaft im Spannungsfeld von Weltbildern und Bibelverstndnissen, Ideologie und Ethik; Beispiele Schpfung contra Evolution? und Stammzellforschung - 39 Seiten

    SB 6: Organspende - Pflicht aus Nchstenliebe oder Versto gegen die Menschenwrde? - 15 Seiten SB 7: Sonne, Mond und Sterne ... Der Mensch im Kosmos; Vom Werden und Vergehen der Gestirne - und was das Geschehen am

    (physikalischen) Himmel mit unserer Existenz zu tun hat 19 Seiten SB 8: Ist die Welt ein Wrfelspiel? Entdeckungen der Chaosforschung 17 Seiten SB 9: Wie viele Menschen (er-)trgt die Erde? berlegungen zum Wachstum der Weltbevlkerung 11 Seiten SB 10: Klima-Wandel vom Menschen verursacht? (Was es mit dem Treibhauseffekt auf sich hat und was uns das angeht) 17 Seiten SB 11: Energie fr die Zukunft Einstiege und Ausstiege, 26 Seiten SB 12 In Wrde sterben (Der Weg des Sterbens aus medizinischer, seelsorgerlicher und theologischer Sicht, Begleitung Sterbender,

    Sterbehilfe, Schmerztherapie, Hospizarbeit, Patientenverfgung); Hrsg. der Originalfassung dieser Arbeitshilfe: Diakonisches Werk der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens, Radebeul, 2004, berarbeitete und aktualisierte Ausgabe - 57 Seiten

    SB 13: Schpfung contra Evolution? Glaube und Naturwissenschaft wie Feuer und Wasser? - 13 Seiten SB 14: Gut leben statt viel haben von Bedrfnissen und Lebensstil, Wachstum und Gengsamkeit - 14 Seiten SB 15: Klonen, Stammzellen, Embryonenforschung Biomedizin, Gentechnik, Ethik 16 Seiten SB 16: Unser tgliches Brot Ernhrungsgewohnheiten und ihre Folgen: fr uns selbst, fr Landwirtschaft und Umwelt und fr die Dritte Welt

    13 Seiten SB 17: GOTT wrfelt nicht! Wenn Naturwissenschaftler von GOTT reden was meinen sie damit? Sammlung von uerungen von

    Aristoteles, Galilei, Newton, Darwin, Planck, Einstein, Hawking und anderen Naturwissenschaftlern 17 Seiten SB 18: Kritische Stimmen zur Evolutionstheorie und zur historisch-kritischen Auslegung der Bibel: Kreationismus, Intelligent Design,

    Schpfungs-Wissenschaft; Sammlung von Zitaten und Argumenten und deren (selbst-) kritische Bewertung - 24 Seiten SB 19: Hirnforschung und Willensfreiheit Argumente, Interpretationen, Deutungen 20 Seiten SB 20: Genetik und Gentechnik Fakten, Argumente, Zusammenhnge (Sammlung von Fakten und Zitaten aus Medienmeldungen seit 2000,

    geordnet in etwa 20 Themenbereichen, wird mehrmals pro Jahr ergnzt, Ausdruck auf Anfrage; aktuelle Fassung im Internet unter www.krause-schoenberg.de/gentechnikfaktenalles.html ca. 160 Seiten

    SB 21: Schpfungstheologie Zitatensammlung aus drei Bchern von Eugen Drewermann zu Religion und Naturwissenschaft (Herkunft des Menschen Biologie Kosmologie) 18 Seiten

    SB 22: Darwin im Originalton; Zitate aus seinen Bchern: Reise eines Naturforschers um die Welt (1839), Die Entstehung der Arten (1859) und Die Abstammung des Menschen (1871) 25 Seiten

    SB 23: Entdeckungen im Koran eine Auswahl von Zitaten 12 Seiten SB 24: Von Schpfung, Paradies und Sndenfall wie Juden die Heilige Schrift lesen, verstehen und auslegen 28 Seiten SB 25: Kernenergie Ende aller Sorgen oder Sorgen ohne Ende? Siebzig Jahre Kernspaltung Rckblick und Ausblick 18 Seiten SB 26: Tansania Traum und Albtraum; Erlebnisse, Erfahrungen und Eindrcke von einer Reise nach Ostafrika im Oktober 2008 16 Seiten SB 27: Mit BIOENERGIE gegen Klimawandel und Rohstoffverknappung? Chancen und Grenzen bei der Nutzung nachwachsender Rohstoffe

    11 Seiten SB 28: Charles Darwin Leben, Werk, Wirkung 18 Seiten Viel Spa beim Lesen!

    Ihr Joachim Krause Bestellungen, Rckfragen, Hinweise und Kritik richten Sie bitte an: Ev.-Luth. Landeskirchenamt Sachsens, Beauftragter fr Glaube, Naturwissenschaft und Umwelt, (Dipl.-Chem.) Joachim Krause, Hauptstr. 46, 08393 Schnberg, Tel. 03764-3140, Fax 03764-796761, E-Mail: krause.schoenberg@t-online.de Internet: http://www.krause-schoenberg.de Die Verantwortung fr den Inhalt der Schnberger Bltter liegt allein beim Verfasser. Verwendung und Nachdruck auch von Textteilen - nur auf Nachfrage.

    22.08.14 Joachim Krause 2004

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    Grne Gentechnik auf dem Acker ? Nahrungsmittel aus dem Gen-Labor ? Der Einsatz gentechnischer Methoden in der Landwirtschaft und bei der Nahrungsmittelherstellung

    Inhalt: 1. Unser tgliches Brot .. 3 2. Die Gentechnik hlt im Alltag Einzug . 4 3. Herstellung von Hilfs- und Zusatzstoffen in der Lebensmittelindustrie . 6 4. Nutzung von gentechnisch vernderten Mikroorganismen in der Herstellung von Nahrungsmitteln, bei denen die Mikroorganismen in den Produkten enthalten sind . 7 5. Gentechnik in der Anwendung bei Tieren 8 6. Gentechnik in der Anwendung an Pflanzen . 9 7. Gentechnisch vernderte Nahrungsmittel Chancen oder Gefahren? . 10 8. Nahrung aus dem Genlabor? Trends und Perspektiven ... 13 9. Weitere Informationsquellen .. 14 10. Anhang (Zitate, Anwendungsbeispiele, Gesetze, Prfkriterien) . 14

    1. Unser tgliches Brot Bei Ernhrungsfragen geht es um unser tgliches Brot. Es-sen ist etwas alltgliches, und doch geht es auch um etwas existenziell Not-wendiges, oft spielt heute auch Genuss eine Rolle. Hnde, die Brot brechen sie sind Symbol fr die Sehnsucht des Menschen, das Notwendige zum Leben zu haben. Viel-leicht haben wir uns ein Gefhl von Dankbarkeit erhalten, auch wenn wir genug zu essen haben. Wir wissen, dass menschli-che Arbeit ntig ist, aber wir wissen auch, dass wir abhngig geblieben sind, z.B. davon, dass uns gedeihliches Wetter ge-schenkt wird. Und nun ertnt als letzter Schrei die Parole: Essen aus dem Genlabor!

    Fr manche Zeitgenossen ist das ein Jubelruf: Endlich knnen wir unsere Nahrungsmittel mageschneidert verndern und in beliebiger Menge produzieren - Krankheiten und Schdlingen zum Trotz! Manche erleben den Ruf aber auch als Bedrohung: Welche Neben- und Folgewirkungen fr Mensch und Natur mag es haben, wenn wir so tief und einschneidend in Lebensprozesse eingreifen? Gentechnische Methoden in der Erzeugung unserer Nahrungsmittel das Thema erfreut sich seit Jahren groer Aufmerksamkeit. Angesichts der Mitteilungen in den Medien kommt Aufregung auf, manchmal auch gereizte Stimmung und Streit. Bedeutet die Nutzung der Gentechnik unverzichtbaren Fortschritt oder werden wir zu Versuchskaninchen einer Technik, die wir gar nicht brau-chen?

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    Zeitungsmeldungen: Gentomaten erstmals auf dem US-Markt

    Gen-Food Hexenkche oder Schlaraffenland ?

    Heute im Sonderangebot: Soja 1a manipuliert

    Tod im Maisfeld

    Bier gebraut mit gentechnischen Superhefen

    GenGenGenGen----Nahrung heimlich im SupermarktNahrung heimlich im SupermarktNahrung heimlich im SupermarktNahrung heimlich im Supermarkt

    Lsung des Welthungerproblems durch die Gentechnik

    Turbo-Khe mit gentechnischem Wachstumshormon

    Keine Gentechnik auf Kirchenland

    2. Die Gentechnik hlt im Alltag Einzug Lngst haben wir alle praktische Erfahrungen mit gentechnisch vernderten Nahrungsmitteln gemacht. Der Butterfin-ger von Nestl war (Ende der 1990er Jahre) das erste Produkt auf dem deutschen Markt, das nicht nur gentechnisch vernderte Bestandteile enthielt, sondern bei dem diese Tatsache auch (gleich in drei Sprachen) auf der Verpackung mitgeteilt wurde. Oder denken wir an die Unruhe, die nach 1996 in schsischen Drfern aufkam, als Gentechnik nicht mehr etwas Fremdes, Neues, ganz weit weg war nun blhte gleich hinter dem eigenen Gartenzaun auf Versuchsfel-dern Raps mit gentechnisch vernderten Eigenschaften. Seit den 1990er Jahren hat sich ein Markt fr Agro-Biotechnologie entwickelt, der seine Produkte in stndig steigen-dem Umfang in der Landwirtschaft und in der Nahrungsmittelbranche platzieren konnte. Farmer vor allem in den USA, Argentinien, Kanada und China - sen in immer grerem Umfang neue Sorten von Soja, Mais, Baumwolle und Raps auf ihren Feldern aus. Die weltweit mit gentechnisch vernderten Pflanzen bestellte Ackerflche nahm von 2 Millionen Hektar im Jahr 1996 auf 175 Millionen Hektar im Jahr 2013 zu. Der rasche weltweite Anstieg des Anbaus transgener Pflanzen lsst vermuten, dass die Landwirte von der Anwendung der Technologie wirtschaftlich profitieren (Deutsche Forschungsgemeinschaft: Grne Gentechnik, Wiley-Verlag Weinheim,