Hamburger Klönschnack - August '11

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AUGUST 2011 August 2011 l 29. Jahrgang www.kloenschnack.de l C 30154 Kostenlos jeden 1. des Monats Abonnement 18,– Jahresbezug 8 Wahres und Unwahres aus Hamburg und neu l Auflage: 60.000 Interview Nikolaus W. Schües und die Elbphilharmonie Hamburger Hafen Zwischen Erfolg und Heraus- forderung Der Strandweg Die Ferien- und Gastro-Meile am Elbufer WEDEL · RISSEN · SÜLLDORF · ISERBROOK · BLANKENESE · ALT-OSDORF · NIENSTEDTEN · FLOTTBEK · OTHMARSCHEN Nathalie Gideon vom Blankeneser Fischh us geni t ihr Fischbrötchen am Strandweg u
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Unser kostenloses Lokalmagazin berichtet über Menschen und Meinungen, beweist Bürgernähe, erzählt Geschichten und präsentiert seinen Lesern das Wesentliche aus dem Hamburger Westen.

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    11 August 2011 l 29. Jahrgang

    www.kloenschnack.de l C 30154Kostenlos jeden 1. des MonatsAbonnement 18, Jahresbezug

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    W a h r e s u n d U n w a h r e s a u s H a m b u r g u n d n e u l A u f l a g e : 6 0 . 0 0 0

    InterviewNikolaus W. Sches und dieElbphilharmonie

    Hamburger HafenZwischen Erfolgund Heraus-forderung

    Der StrandwegDie Ferien- undGastro-Meile amElbufer

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    Nathalie Gideon vom Blankeneser Fischh us geni t ihr Fischbrtchen am Strandweg

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    MENSCHEN 6Persnliches aus den Elbvororten INTERVIEW DES MONATS 9Peter Schulz, Brgermeister a.D. und Autor MENSCH DES MONATS 12In den Kindertreffs der Stiftung Mittagskin-der werden mehr als 200 Kleine zwischensechs und elf Jahren betreut. Mglich ma-chen es Stifterinnen wie Dr. Stefanie Fuledaund Paten sowie der Freundeskreis. NEUES AUS DEM HAFEN 14Nach den Umschlageinbrchen in den Jah-ren 2008 und 2009 ist der Hamburger Ha-

    fen auf dem Weg der Erholung. StrukturelleProbleme bleiben bestehen. Die Kluft zwi-schen Wirtschaftswachstum und Nachhal-tigkeit ist noch nicht geschlossen. SCHOLLE, BIER, BORDEAUX 18Die Gastro-Szene am Strandweg

    HAUSBESUCH 22Zu Besuch bei Dr. Beate Herbig, Chirurgin WAISENKINDER AN DER ELBE 24Bedrftige Kinder aus Polen in den Ferien LEBEN MIT MULTIPLE SKLEROSE 26MS-Patientin Friederike Pavenstedt BIENEN UND NATUR 28Immer mehr Imker im Hamburger Westen KLNSCHNACKFEST 30Hintergrnde der beliebten Party MELDUNGEN I 32Neues aus Lokalpolitik und Kultur HOGEFORSTERS WORTE 36Dienstleistungen sind besser als ihr Ruf! KUNST UND KNNEN 38Neuigkeiten aus Ateliers und Galerien SCHIFFE UND MEERE 40Flusskreuzfahrten auf der Donau, Meldungen SPORT IM WESTEN 41Neuer Rasen in Dockenhuden DER FOTORCKBLICK 42Eine maritime Szene des Jahres 1897

    MELDUNGEN II 44PanoramaSONDERTEIL DOKTOR KLNSCHNACK 45Praxisbesuch des Monats, Neues aus derMedizin im Hamburger Westen. SONDERTEIL DIE EXPERTEN 6530 Grad im Schatten SommerspecialSONDERTEIL HANDEL UND WANDEL 93Unternehmer des Monats, Neues aus der lokalen Wirtschaft BEMERKENSWERTES I 96Aus dem Amtsgericht LITERARISCHE SEITEN 97Buchtipps und literarisches Leben BEMERKENSWERTES II 98Korsare im Mhlenberger Loch, Hafenrund-fahrt mit Rock n Roll.

    GROBECKER ERZHLT 103Sagen und Erzhlungen aus dem alten Hamburg KINDER UND JUGEND 104Theaterspiel in der Schule, Spenden LEBEN UND TREIBEN 106Schleswig-Holstein Gourmet Festival, Kult-wein Opus One in der Hanse Lounge

    LESERBRIEFE 110Lesermeinung, Dienstleistungslexikon DIE FISCHERHAUS-REDAKTION 112Informationen aus der Altentagessttte DIE FAMILIENSEITE 113Maxi Arland und Senioren, Kindertheater KOCHTIPP 114Suppe aus gersteten Tomaten KLNSCHNACK-SERVICE 115Steuertipp, Rechtliches, Finanztipp, Anwlte und Steuerberater IMMOBILIEN 118Brgerentscheid gegen Wohnungsbau KLEINANZEIGEN 124Alles, was der Westen so hergibt oder sucht MEIN ARBEITSPLATZ 130Kay Maa von der DLRG

    Der Hamburger Klnschnack im August 2011

    August 2011Seit 1983 29. Jahrgang

    KLAUS SCHMANN VERLAGHAMBURGER KLNSCHNACKSlldorfer Kirchenweg 2, 22587 HamburgTelefon: 040 86 66 69-0Fax: 040 86 66 69-40/-41ftp: //mail2.atelier-schuemann.deInternet: www.kloenschnack.dewww.ksv-hamburg.de

    Titelfoto: Helmut Schwalbach

    HerausgeberKlaus SchmannVeranstaltungenSigrid Lukaszczyk (-11), [email protected] Schlag (-61), [email protected][email protected], [email protected] Schmann (Ltg.), [email protected] Holzhuser (-63), [email protected] Schwalbach (-20), [email protected] Schlag (-61), [email protected] Walter (-12), [email protected] Jrgen Hogeforster, Claudia SchmidtBildbearbeitung/LithografieJudith Jacob (-65), [email protected] DatentechnikAndreas Sommer (-21), [email protected]@kloenschnack.de, Telefon 040 86 66 69-54, Fax 040 86 66 69-40, Annahme bis zum 18. des Vormonats.AnzeigenleitungGitta Schfer (-56), [email protected]@kloenschnack.deEs gilt Anzeigen-Preisliste Nr. 21/2009. Anzeigenverwaltung beim Verlag. Media-Unterlagen auf Anforderung. Media-Beraterinnen: Birte Schulze-Behrendt (-72), [email protected] Bohlmann (-55), [email protected] Wehrhahn (-53), [email protected] Hartmann (-50), [email protected] Holzhuser (-63), [email protected] Schmann GmbH, Slldorfer Kirchenweg 2, 22587 Hamburg,Tel.: 040 86 66 69-0, Fax: 040 86 66 69-40, DruckKrger-Druck GmbH, Wedel, Auflage: 60.000 ExemplareVerbreitungsgebietIm Abonnement und ber kostenlose Haushaltsver teilung (93 bis 95 Prozent Abdeckung garantiert) in den Hamburger StadtteilenOthmarschen, Flottbek, Nienstedten, Blankenese, Slldorf, Iserbrook,Osdorf, Rissen und in Wedel/Schleswig-Holstein. Zustzliche Auslagean Kios ken, Tankstellen und in der Gastronomie.VertriebGudrun Gller (-57), [email protected]: Team Direkt (0800 86 86 006, kostenlose Nr.).JahresabonnementJahresbezugspreis 18 Euro innerhalb der Bundesrepublik Deutschland,europisches Ausland/bersee 72 Euro (inkl. MwSt., Zustellgebhr).Der Klnschnack erscheint monatlich zum Ersten. Abonnementbetreuung und LeserserviceGabriele Milchert (-54), [email protected]

    Mit Namen gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Nachdruck oder sonstige Wiedergabeund Verffentlichung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung desVerlages. Fr unverlangt eingesandte Manuskripte, elektronische Datentrger und Fotos wird keine Haftung bernommen. Nicht namentlich gekennzeichnete Fotos sind redak tionseigene Fotos.

    Im Klaus Schmann Verlag erscheinen auch:

    u HAMBURGER SEITEN Die Stadt kompakt: Geschichte, Architektur, Freizeit u.v.m. 14,80 im ausgewhlten Buch- und Zeitschriftenhandel

    u KLNSCHNACKS SONDERBNDE Die schnsten Ecken der Hansestadt, Bemerkenswertes aus derHansestadt, Erinnerungen an die Vergangenheit7,50 im ausgewhlten Buch- und Zeitschriftenhandel

    u VORORT-REPORT 2010 Zahlen, Daten und Fakten aus den Elbvororten7,50 im ausgewhlten Buch- und Zeitschriftenhandel

    Erscheinungsort und Gerichtsstand ist Hamburg.

    u Anzeigenschluss fr die September-Ausgabe ist Montag, der 15. August 2011

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    DAS TAGEBUCHN E U E S A U S D E RK L N S C H N A C K - R E D A K T I O N

    Mo., 27.6.: Praktikant Leotaucht nach einer WocheAbwesenheit berra-schend wieder auf. Mo., 11.7.: Praktikant Leowieder verschwunden. DieRedakteure bedanken sichan dieser Stelle fr den ste-tigen Strom motivierter, f-higer und verlsslicherPraktikanten. Nichts, aberauch wirklich nichts ist un-mglich ...Mi., 13.7.: Tim kommt ta-tendurstig vom Termin mitImkerin. Er hat ein Glas Ho-nig abgestaubt und erwgt14 Vlker auf der Verlags -terrasse aufzustellen. (S. 28) Do., 14.7.: Sprachschnselgegen Anzeigenabteilung,Teil 2: Muss wirklich nachjedem Telefonat, also 1.674Mal am Tag, Sehr gerne!gekrht werden?Mo., 18.7.: Helmut kochtseinen Kaffee per Herdplat-ten-Kanne. Das Ergebnisscheint Glckssache undschwankt zwischen Espres-so und Asphalt-Brand. Do., 21.7.: Andreas kannnicht mehr ohne offenenesFenster. Der niesende Hel-mut vermutet beim Kolle-gen aufsteigende Hitze.

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    05 Redaktionstagebuch_kloen 21.07.11 15:44 Seite 5

  • Otto Waalkes,legendrer Ostfriese, Komiker und Comic-Zeichner mitWohnsitz im Blankeneser Treppenviertel zeigte sich alsexquisiter Gastgeber und lud Nathalie Gideon vomBlankeneser Fischhuus spontan zum Tee in sein Haus.

    Die beiden waren am Strandwegber das Thema Matjes intensivins Gesprch gekommen.

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    Jessica Rae Springsteen,20jhrige Springreiterinaus Colt Neck, New Jersey/USA, wird wiein legendr gut unter-richteten Kreisen hintervorgehaltener Hand for-muliert im kommen-den Jahr beim Flottbe-ker Derby zeigen, wassie drauf hat. Die Toch-

    ter des US-Rockers Bruce The Boss Spring steen(Born in the USA) sitzt seit dem vierten Lebens-jahr im Sattel. Mit 16 Jahren gewann sie das pre-stigetrchtige Aspcas Maclay Final auf dem R -

    cken von Papillon.Die Flottbeker Veran-stalter sehen die Teil-nahme mit Optimis-mus. Ob Papa BruceSpringsteen und Ma-ma Patti Scialfa (sei-ne ehemalige Back-ground-Sngerin)dann an der Jrgens-allee auch dabei sind,wird sich zeigen. Eswr doch mal einenette Geste.

    Shelvis!Bababaloomababbamboom! Wir habenes ja schon immer geahnt: Elvis lebt!Und wie! Allen Zweiflern und Hoffen-den sei angeraten, am Sonntag, dem14. August die Blue Suede Shoes unter-zuschnallen und das Good old RocknRoll-Feeling herauszulassen erkommt! Der Imperator des Rockn Rollgastiert auf dem Klnschnackfest undrockt den Marktplatz. Getarnt unter sei-nem Knstlernamen Shelvis holt Mr.Hfte eine Breitseite der vergangenen

    Rock-Jahrzehnte unter der weien Hirschleder-Nietenjacke hervor. Ausfhrli-ches zum Klnschnackfest, dem legendrsten Stadtteilfest der Elbvororte, soll-ten Sie zwingend auf Seite 26 nachlesen. Sagen Sie hinterher nicht, sie httenes nicht gewusst!

    Gibt am 14. August den Elvis auf dem BlankeneserMarktplatz beim KLNSCHNACKFEST

    Otto mit Nat alie Gideonhoch ber der Elbe

    Turnierreiterin Jessica undPapa Bruce Springsteen

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    Andreas Meyer,Haspa Hamburg Stif-tung, steht auf Fotosstets in der letzten Rei-he. Das liegt an seinerGre. Gemeinsam mit14 weiteren Teilneh-mern traf sich der Ban-ker auf Einladung desKLNSCHNACKS zur ab-

    wechslungsreichen Stall-, Wett-, Sulky-, Besichtigungs- und Fachsimpel-Party mit Abendessenin Bahrenfeld. Der Klaus Schmann Verlag hatte Kunden zum nicht alltglichen Event auf dieBahn geladen. Bundesweit konnte u.a. auch das vierte Rennen (HAMBURGER KLNSCHNACK-Ren-nen) verfolgt werden. Beim Zocken hatten die Teilnehmer allerdings weniger Glck.

    Mit dem Klnschnack auf die Trabrennbahn, die Teilnehmer bei der Siegerehrung

    Peter Japp,Slldorfer, der die Hlfte des Jahres inFlorida verbringt, griff zum Pinsel undmalte mit krftigen Farben die schns -ten Seiten seiner Lieblings-Pltze. Der72-jhrige Grafiker, einst Chef vomDienst der Welt am Sonntag, zeigtderzeit 55 seiner rund 100 Werke imPoppenbttler Alstertal Einkaufszen-trum und malt frhlich weiter.

    Peter Tamm,Stifter im Internationa-len Maritimen Museumund erwiesener Frika-dellen-Kenner lud dieTeilnehmer der ehr-wrdigen Frikadellen-Runde zum Mittag -essen ins Jacob Gour-met-Restaurant. DieKche reagierte souve-rn und servierte spon-tan die gewnschtenFleischklopse in Top-Qualitt. Vorweg batTamm die Teilnehmer(Banker Ulf Gnger,Achaz Reuss und KlausSchmann) zum Hum-mersalat eine ange-messene Vorspeise ...

    Der farbenfrohe Knstler mit Elb-Motiv

    Peter Tamm mit Frikadellen im Jacob

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    06-08 Persnliches_kloen 21.07.11 09:44 Seite 7

  • P E R S N L I C H E S

    Katharina Apostolidis,Dipl.-Musikleherin, Fach-autorin und freie Redak-teurin, bereichert ab derSeptember-Ausgabe dieRedaktion im HAMBURGERKLNSCHNACK. Auf derknftigen Seite Stadtkul-tur wird die Blankenese-rin Premieren, Konzerteund Bemerkenswertesder Stadt aus den Berei-chen Klassik und Theaterim Auge haben. Die zu-nchst auf eine Seite be-schrnkten Tipps und Re-zensionen sollen den zunehmenden Nachfragen zumKulturleben der Hansestadt eine Antwort sein. Sie ist er-reichbar per E-Mail: [email protected]

    Stadtkultur fr den KLNSCHNACK mitKatharina Apostolidis, ab September

    Jrgen Niemax,Unternehmer aus Wedel, ist zwar schon alter Sea Cloud-Hase, warmit Ehefrau Roswitha aber trotzdem wieder auf der KLNSCHNACK-Reise 2011 dabei. Gemeinsam mit ihnen amsierten sich AnwaltHans-Jrgen Mewis aus Rissen und Claudia Brinkmann aus Flott-bek bei entspannten 8 Tagen zwischen Nizza und Barcelona.

    Claudia Brinkmann, Roswitha und Jrgen Niemax, Klaus Schmann, Hans-JrgenMewis, Gisela Schmann mit der Sea Cloud im Hintergrund in St. Tropez

    DER SABBELBDELB E L A N G L O S E S B

    E W E G E N D E S E MP R E N D E S

    Ey, Alter! Was machst du denn hier?

    Du Sack! Dich

    gibts auch noch? Ich brech zusam

    men! Du hier?!

    Knnen wir mal zwei Bier haben? So

    liefen Begr-

    ungsrituale auf dem Blankeneser Mar

    ktplatz ab, wenn

    wieder mal KLNSCHNACKFEST anstand un

    d alle unterm Sofa

    hervorkrochen um dabei zu sein. hn

    liche Wortwechsel

    wirds am 14. August auch wieder zu h

    ren geben, wenn

    nach acht Jahren das Stadtteilfest alle

    r Stadtteilfeste wie-

    der auf Sendung geht. Slogan in den 19

    90er Jahren: Keine

    Werbung auerhalb der Elbvororte! N

    icht alle auf einmal

    kommen! Doch sie kamen alle. Die Fo

    lge: Eheanbahnun-

    gen, Ehescheidungen, Firmengrndun

    gen, Pleiten, Klassen-

    treffen und trnenreiche Wiedersehen

    sfreuden zhlten von

    1985 bis 2004 zum Merkmal der gr

    ten Party der Elbvor-

    orte. Kurz und heftig (von 11 bis 22 U

    hr) gehrte der

    Sonntag einmal im Jahr dem Amsem

    ent des milden Wes -

    tens. Es ist an der Zeit, mal wieder ein

    Fass aufzumachen.

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  • Hamburg kann beides. Sowohl ein neuesWahrzeichen schaffen, als auch denjenigenhelfen, die Untersttzung bentigen.

    Laeiszhalle, Staatsoper, O2-World braucht Hamburg die Elbphilharmonie?Ja, weil sie da ist. Diese Frage ist heute m-ig. Die Elbphilharmonie wird ein groesAsset fr die Metropolregion Hamburg,wenn nicht fr Norddeutschland und Nord-europa. Das neue Konzerthaus in Oslo, eingroes Opern- und Konzerthaus in Kopen-hagen da passt Hamburg wunderbar mitrein.

    Hat Hamburg das Zeugzum internationalen Mu-sikstandort?Ja, selbstverstndlich. Ham-burg kann alles. Hamburghat ein unheimlich groesPotenzial auf knstle-risch intellektuellemNiveau. Das wird im-mer ein bisschen unterden Tisch gekehrt, weilalle sagen Hamburg ist dieStadt der Kaufleute oderder Pfefferscke. Darberkann ich nur schmunzeln.Ein Kaufmann ist ein intellek-tueller Schaffer. OhnePhantasie wirdman kein er-folgreicherKauf-mann. Und dieKunst,

    Herr Sches, im September erscheint dasMagazin ber die Elbphilharmonie. Warum jetzt?Fr uns ist entscheidend, dass sich dieStimmung in der Stadt umdreht. Im Mo-ment wird nur ber die Kosten und den Fer-tigstellungstermin gezankt. Jeder der schoneinmal gebaut hat, wei, dass man mit denUrsprungspreisen nicht hinkommt. Insbe-sondere wenn whrend der Bauphase et-was verndert wird. Alle beteiligten Partei-en haben ihre Begrndungen und ihreGeschichte. Aber wir mssen langsam auchauf den Inhalt und in die Zukunft schauen.Das geht nur durch Information, Aufkl-rung und Erklrung das bezwecken wirmit der Broschre.

    Verstehen Sie den Unmut der Hamburgerin Bezug auf die Elbphilharmonie?Aber voll und ganz! Ich bin genau so un-wirsch ber das Betragen, das Verhltniszwischen den handelnden Parteien. Sokann man als Erwachsene nicht miteinan-der umgehen, finde ich. Aber es ist, wie esist. Die Wirklichkeit ist, dass das Projektvon allen groen Parteien beschlossen wurde. Und wenn man A sagt, kommt Bzwangslufig. B heit bezahlen. A ist An-fang und B ist Bezahlen. So ist das.

    Geht die Elbphilharmonie auf Kosten an-derer kultureller Einrichtungen?Nein! Es ist eindeutig so, dass es sich umein gesondertes Investment handelt, dasnicht zulasten anderer Einrichtungen geht.

    I N T E RV I EW D E S M O N A T S

    Nikolaus Sches, Vorsitzender des Freundeskreises der Elbphilharmonie e.V

    Die Stimmung muss sich drehenSie ist und bleibt Streitthema Nummer eins die Elbphilharmonie.Der Freundeskreis Elbphilharmonie + Laeiszhalle e.V. gibt im Septem-ber das Magazin Ein magischer Ort Hamburg freut sich auf die Elb-philharmonie heraus, das uns Hamburger fr das neue Wahrzeichenbegeistern soll.

    auch Musik oder Malerei, ist Ausdruck vonPhantasie und Kreativitt. Der HamburgerKaufmann war immer kreativ und hat seineganzen Gebude in der Stadt selbst ge-schaffen.

    Kulturelles Engagement hat groe Tradition in der Stadt ...Die erste Oper in Hamburg wurde durchdie Kaufleute im wesentlichen bezahlt. DieKunsthalle entstand, weil in der Handels-kammer nicht mehr genug Platz fr diedort ausgestellten Bilder war. Hier im Hau-se ist es ohnehin wie Eulen nach Athen tra-gen, denn die Laeiszhalle wurde aufgrundeiner testamentarischen Verfgung des In-habers Carl Laeisz von der Firma F. Laeiszgestiftet. Die zwei Millionen Goldmarkreichten aber nicht aus und so wurden nachfnf Jahren Bau weitere 800.000 Goldmarkvon der Firma gezahlt, weil sie ntig waren.Das sind 40 Prozent. Wenn man heute aufdie ursprnglichen, ausgeschriebenen Kos-ten der Elbphilharmonie 40 Prozent drau-flegt, kommt man etwa auf die aktuellen

    Kosten.

    Laeiszhalle und Elb-phiharmonie wer-den von einer Ge-neralintendanzgeleitet. Warum dieser Zu-sammenschluss?Als der Senat da-mals mit der Fragean unsere Firma

    herantrat, ob wiruns finanziell frdie zurckgetaufteLaeiszhalle engagie-

    ren wrden, warmeine Be-

    d i n -

    ZUR PERSONNikolaus W. SchesSches lernte nach dem AbiturSchifffahrtskaufmann und volontier-te in London, Dublin und New York.1961 trat er in die Dienste der FirmaF. Laeisz, deren persnlich haftenderGesellschafter er 1973 wurde. Heute betreibt der gebrtige Ham-burger unter dem Dach der F. LaeiszGmbH, die als Familienholding fun-giert, eine moderne Schifffahrts-, Ver-sicherungs- und Dienstleistungs-gruppe. Der Vater von vier Kindern ist verhei-ratet und lebt in Blankenese.

    Hamburg hat ein unheimlich groes Potenzial ...

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  • regende Musik, einschlielich Rockkon -zerte, genutzt werden. Die Elbphilharmoniewird inhaltlich fr jeden etwas zu bietenhaben.

    Also auch die Rolling Stones in der Elb-philharmonie?Ja, wunderbar! Die Rolling Stones und dienchste Generation, die kommt, werdendort die Mauern erzittern lassen. Das wirdschon was!

    Ihre Vision fr das Haus in zehn Jahren?Ich stelle mir vor, dass die Magnetwirkunggewaltig sein wird. Es werden sich die ganzgroen Orchester dieser Welt darum be -mhen, hier spielen zu knnen. Auerdemwird es einen enormen Zuwachs an Besu-cherzahlen mit sich bringen. Hamburgsteht im Stdtetourismus hervorragend da,aber durch die Elbphilharmonie werden wirnoch einen absoluten Turbo erleben. Sie hates mit ihrer Architektur ja sogar auf den Ti-tel der New York Times geschafft. Die Men-schen werden sie einfach sehen wollen.

    Der KLNSCHNACK dankt fr das Gesprch.

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    I N T E RV I EW D E S M O N A T S

    gung, dass es nur einen Intendanten frbeide Huser gibt. Ich wollte unntige Kon-kurrenz vermeiden und Krfte sinnvollbndeln. Denn nur in der Zusammenarbeitstrken wir die Musikstadt Hamburg.

    Sie sind Vorsitzender des FreundeskreisesLaeiszhalle + Elbphilharmonie.Woher rhrt Ihr Engagement?Der Freundeskreis hat mich gleich zu An-fang zusammen mit Ehepaar Greve, Dr. Mi-chael Otto und anderen zum Ehrenmitgliedernannt. Vor zwei Jahren rief Frau vonWelck bei mir an und teilte mir mit, derFreundeskreis wnsche sich, dass ich denVorsitz bernehme. Ich lehnte ab, weil ichfand, dass man es den Jngeren berlassensollte. Frau von Welck war berzeugt, ichknnte den Posten dennoch bernehmenund so akzeptierte ich ihr Urteil, wie einbraver Brger das tut. Und wenn ich etwasmache, mache ich es richtig. Ich habe alserstes eine Diskussionsrunde mit allen Be-teiligten ins Leben gerufen, die Elbphilhar-monie-Gesprch. Das war ein groer Er-folg, weil endlich geredet wurde und alledas Gefhl hatten, es wird ihnen zugehrt.Heute sind wir soweit, dass wir den Dialognach drauen tragen, mitunserem Magazin ein gutesStck Aufklrungsarbeitleisten und die Hamburgerfr ihre Elbphilharmonie be-geistern knnen.

    Wie knnen die Hamburger heute die Elb-philharmonie erleben?Es ist mglich, die Baustelle zu besichtigen.Die Karten sind sehr begehrt und jeder, derdort die Plaza und den Rohbau mit demaufgehngten Konzertsaal erlebt, ist begeis-tert. Selbst Kritiker staunen und sind nacheinem Besuch voll des Lobes. Auerdemgibt es bereits die Elbphilharmonie Kon -zerte.

    Klassische Musik hat bisweilen ein intel-lektuell angestaubtes Image ...

    Das mchte ich nicht so stehen lassen. Mei-ne Frau und ich sind seit 25 Jahren Abon-nenten in der Laeiszhalle und da sehe ichja, wer im Publikum ist. Da ist natrlich l-teres Publikum, weil so ein Abo nicht ganzbillig ist. Aber es gibt auch das gnstigereAbo fr die Elbphilharmonie Konzerte. Daist sehr viel jngeres Publikum und das istgerade der Sinn des Konzeptes, das Gene-ralintendant Christoph Lieben-Seutter fr

    Laeiszhalle und Elbphilhar-monie durch seine lobens-werte Arbeit propagiert.Und eins muss ich mal sa-gen: Ohne Jugend funktiert

    berhaupt nichts. Weder in der Musik nochin der Wirtschaft. Wir haben auch wunder-bare junge Musiker in der Stadt. Und diejungen Musiker brauchen junges Publikum.

    Wo liegen die Schwerpunkte des Konzep-tes? Was erwartet die Besucher?Die besondere Gestaltung des groen Kon-zertsaals nach dem Weinberg-Konzeptsieht vor, dass das Orchester in der Mittespielt und die Sitzpltze rundherum stufen-weise, wie bei einem Weinberg, angeordnetsind. Das ermglicht ein besonderes Klang-erlebnis. Das soll natrlich nicht nur frklassische, sondern auch fr moderne, auf-

    ... die jungen Musiker brauchen junges Publikum.

    www.elbphilharmonie.deAutor: [email protected], Fotos: Beate Zoellner

    Ohne Jugend funktioniert

    berhaupt nichts.

    Der Rudolph ist fr Sie da:montags bis freitags von 17 bis 23 Uhr

    ...mit Kuschela

    tmosphre!

    Rhr & Rudolph im SommerZum Klnen bei Bier oder Wein

    kehrt mancher beim Rudolph gern ein.Und geht er nach Stunden nach etlichen Runden

    dann denkt er: Knnt fter so sein!

    Bei uns ist Ferienzeit!Rudolph: Montag, 1. August bis Dienstag, 9. August 2011

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    Sa. 10-14 Uhr

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  • Deilmann 1-1-08.11_Layout 1 22.07.11 09:06 Seite 1

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    MEN S C H D E S M O N A T S

    Die Kommunkationsexpertin istberzeugt: Besser als im Treppen-viertel kann kein Kind gro werden

    Dr. Stefanie Fuleda, Business Coach und Trainerin

    Sich selbstwirksam erlebenIn den Kindertreffs der Stiftung Mittagskinder werden mehr als 200Kleine zwischen sechs und elf Jahren betreut. Mglich machen es Zustifterinnen wie Stefanie Fuleda und Paten sowie der Freundeskreis.

    Manchmal sagen ein fester Hnde-druck und ein klarer Blick mehrals viele, schne Worte. Im Fallvon Stefanie Fuleda ist das so bemerkens-wert, weil die junge Frau ausgerechnet eineExpertin auf dem weiten Feld des Wortes,der Kommunikation, ist. Wer sich mit Menschen befasse, msse sichmit Kommunikation befassen, erfhrt derLeser ihrer Homepagegleich zu Beginn. Unddenkt mglichweise anlangatmige Gruppensitzun-gen, ritualisierte bungenund allerlei seelengrndelnde Motivsuche.Im Gesprch mit Stefanie Fuleda zeigt sichdann, dass zur Kommunikation, egal wel-chen Modells, das intensive Zuhren ge-hrt. Staubtrockene, belehrende Vortrgesind nicht die Sache der promovierten Pd-agogin mit dem Schwerpunkt Personalent-wicklung und Weiterbildung.Wer beruflich erfolgreich ist, nicht um dieExistenz kmpfen muss, wird ber kurzoder lang auch fr Andere etwas tun wol-len, ohne an seinen persnlichen Vorteil zu

    denken. Ich wollte etwas fr Kinder tun,so die Mutter eines neunjhrigen Sohnes,der behtet im Blankeneser Treppenviertelaufwchst. Besser als hier knne kein Kindgro werden, davon ist Stefanie Fuledaberzeugt.In Quartieren wie Neuwiedental und S-derelbe hingegen sehe es ganz anders aus.So entschloss sich die Blankeneserin ehren-

    amtlich in der Stiftung Mit-tagskinder mitzuarbeiten.In den Kindertreffs der Stif-tung bekommen mehr als200 Kleine zwischen sechs

    und elf Jahren ein warme Mahlzeit. Zudemwerden sie pdagogisch professionell be-treut und bekommen Hilfe bei den Haus-aufgaben. Dinge, die viele der Kinder in ih-ren Familien vermissen, wei StefanieFuleda. Gesprche, ein gedeckter Tisch, gemeinsa-mes Essen, Geborgenheit fr die aller -meis ten Kinder der Elbvororte ist das eineSelbstverstndlichkeit. Jungen Menschen inStadtteilen wie Kirchdorf hingegen fehleder Zugang zu eigenem Handeln. Die

    Kinder erle-ben sich beiden Treffsoft zum erstenMal selbstwirk-sam, so die Kom-munikations-Exper-tin. Ein zentraler Satz, der imGesprch hufiger fllt und verdeutlicht,dass etwa ein gemeinsam zubereitetes undeingenommenes Essen weit mehr als nursatt macht.Projekte wie die Stiftung Mittagskinder gibtes, weil Menschen wie Stefanie Fuleda mit-helfen, die Stiftungsarbeit finanziell undpersnlich untersttzen. Menschen mit kla-rem Blick und fester Hand.

    Ein gedeckter Tisch,gemeinsames Essen

    www.stiftung-mittagskinder.deAutor: [email protected]

    ZUR PERSONDr. Stefanie Fuleda,Jahrgang 1967, wuchs in Kassel auf.Sie studierte und promovierte inGttingen und Hamburg. Die Exper-tin fr Personalentwicklung, Trainingund Coaching lebt seit 1992 in Ham-burg. Stefanie Fuleda ist begeisterteSchwimmerin und Mutter einesneunjhrigen Sohnes. Ehrenamtlich arbeitet die Blankene-serin bei der Stiftung Mittagskinder.

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  • W I R T S C H A F T

    Wirtschaft und kologie

    Neue Wege im Hamburger HafenNach den Umschlageinbrchen in den Jahren 2008und 2009 ist der Hamburger Hafen auf dem Weg derErholung. Strukturelle Probleme bleiben jedoch beste-hen. Die Kluft zwischen Wirtschaftswachstum undNachhaltigkeit ist noch nicht geschlossen.

    Befragt ein Reporter im HamburgerWesten Passanten nach dem Hafen,dann bekommt er einen Strau anThemen. Die ffentliche Meinung, so derEindruck, ist differenzierter geworden.Whrend offizielle Verlautbarungen derPort Authority noch immer militrischenVollzugsmeldungen gleichen, mit der Far-

    bigkeit der Krawatten von HPA-Chef JensMeiers (siehe Foto), bieten Medien undStadtklatsch Raum fr Diskussionen.Entlang der Elbchaussee, das wird nieman-den wundern, gilt der Hafen als das Wirt-schaftsherz der Region. Die harten Zahlenrelativieren das Bild etwas, sprechen vonmehreren Herzen, aber das Bild bleibt imKern stimmig. In denersten drei Monatendes Jahres 2011wuchs der Container-umschlag um 18,2Prozent. 2,1 MillionenStandardcontainer wurden umgeschlagenund damit klargestellt: die Krise ist vorbei. Neben diesen wirtschaftlichen Fakten ste-hen in der ffentlichen Wahrnehmung aberauch immer mehr kologische Themen. Da-bei geht es nicht unbedingt um die globale

    kologie, sondern um die konkret im Loka-len angesiedelten Fragen, die ein brum-mender Hafen aufwirft. Wird es weitereElbvertiefungen geben? Welche Entwick-lung nimmt der LKW-Verkehr? WelcheEmissionen gehen auf die Elbvororte nie-der, wenn der Wind ungnstig steht? Ist das stndige BOMM-BOMM der Contai-

    nerbrcken in Sichtweite der Strandperlewirklich ein unabnderlicher Kollateral-schaden an der Sommerfrische?

    ElbvertiefungEs bleibt spannend. Noch in diesem Som-mer wird die EU ber die Genehmigung der9. Elbvertiefung entscheiden. Nach anhal-

    tenden Kmpfen zwi-schen Umweltscht-zern und Wirtschaftsowie dem Beschlusszahlreicher Kompro-misslsungen hakt es

    nun an deren Umsetzung. Eine zu renatu-rierende Ausweichflche, der Alte Moor-burger Hafen, wurde zum PR-Gau fr dieHPA. Der dort ansssige Recyclingbetriebwerkelt trotz anderslautender Ankndigun-gen noch immer inmitten eines Mllsees

    aus Containerschrott und einem wenig pit-toresk abgesoffenen Schiffswrack.Auch die seit 2005 beobachteten Fischster-ben durch Sauerstoffmangel, Folgen bishe-riger Vertiefungen, sorgen fr anhaltendschlechte Presse. Hinzu kam jngst die Sor-ge, die Salzwassergrenze der Elbe knntesich bei einer zu tiefen Ausbaggerung an

    der Strommndung in Richtung Hinterlandverschieben. Gefhrdet wre hierdurch introckenen Sommermonaten das grteObstanbaugebiet Europas, das auf Swas-ser zur Bewsserung angewiesen ist. Gerade das Aufpoppen solcher Szenariennach Jahren intensiver Forschung, sowieRegalmetern sich mitunter diametral wider-sprechender Gutachten zeigen indes deut-lich, dass lngst nicht alle Gesetzmigkei-ten des Elbstroms verstanden wurden.berraschungen werden kommen und eswre ein auerordentlicher Glcksfall,wenn sie positiv ausfielen. Vor diesem Hin-tergrund drfte die EU-Genehmigung derFahrrinnenanpassung keineswegs einSelbstlufer sein.Sollte die 9. Elbvertiefung jedoch kommen,dann ist sie, seit einem Beschluss der letzten Hamburger Regierungskoalition

    In den ersten drei Monaten2011 wuchs der Container-umschlag um 18,2 Prozent

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    Die ernsten Gesichter von Jens Meier (HPA), Claudia Roller (HHM), Christoph Ahlhaus und Ian Karan bei der Hafen-Pressekonferenz Anfang 2011 sind nicht mehr als Branchenfolk-lore. Dem Hafen geht es gut. Nach der Umschlagskrise des Jahres 2009 haben sich die Zahlen gerade beim Umschlag von Containern erholt. HHLA-Vorstand Dr. Stefan Behn freuts.

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    Giganten wie die 350 Meter lange Cosco Africa laufen den Hamburger Hafen wieder verstrkt an. Was die einen begren, besorgt die anderen. Die Fahrrinne bietet nicht mehr viel Spielraum ...

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  • (CDU/GAL), die letzte. Im Klartext: 17 Me-ter unter Seekartennull ist die Maximaltiefedes Flusses. Wenn sich zeigen sollte, dassauch diese Tiefe nichtausreicht, dann werdeKooperationen mit anderen Hfen ange-strebt, darunter Bre-men. Ob diese Verein-barung mehr sein wird als das Geplnkeleiner lngst verblichen Koalition, wird sichzeigen. Ironischerweise knnten geradeKompromisslsungen wie ein Verzicht umwenige Dezimeter eine Hintertr dauerhaftoffen lassen.

    Verkehr und LogistikUmweltschtzer sehen in ihm den Leibhaf-tigen, fr Hafenbetriebe ist er hingegen un-verzichtbar. 150.000 LKW rollen Tag frTag durch den Hafen, mehrheitlich beladenmit Containern. Staus sind angesichts solcher Massen All-tag. Sie kosten Zeit und Nerven, werdenaber seit diesem Sommer mit mehrerentechnischen Lsungen immer erfolgreichervermieden. So startete im Juni 2011 einVerkehrsleitsystem. Staus und Behinderun-gen werden seitdem auf 14 LED-Tafeln an-

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    nommen hat. Im April 2009. Seitdemnichts Neues. Die Reedereien verweisen auftechnische Schwierigkeiten, was von Seitenunabhngiger Werften jedoch nicht best-tigt wird. Der wahre Grund sind Kosten.

    LrmBesucher der Strandperle kennen es ebensowie die Anwohner auf der anderen Elbseite:Weltwirtschaft geschieht nicht im Stillen.Die Containerbrcken, die in Boomphasenauch nachts nicht stillstehen, ergeben eineimposante Kulisse und sie gehen ihrer T-tigkeit deutlich hrbar nach. Was von Tou-risten als Teil der Attraktion wahrgenom-men wird, ist fr einige Anwohnerschnder Lrm. 60 Dezibel etwa betragelaut einzelner Hausbesitzer die Belastungin velgnne. Gesetzlich zulssig seienaber nur 59 Dezibel. Fr derartig genaueZeitgenossen hat die HHLA einen Immissi-onsschutzbeauftragten nominiert, der Ge-sprch und Lsungen sucht. Dazu gehrenverminderte Signaltne der Van-Carrierebenso wie technische Verbesserungen derTerminals. Geplant ist weiterhin eine Lrm-schutzwand, zu deren Einzelheiten sich die

    HHLA bis Redaktionsschluss aber nicht u-ern wollte/konnte.Whrend nun etwa die Ruemissionen derKreuzfahrtschiffte ernste Probleme sind,haftet den Klagen ber Hafenlrm etwasWeltfremdes an. Das illustrieren derzeit inhchster Vollendung einzelne Bewohnerder HafenCity, die ganze Internetforen mitKlagen fllen, weil sie inmitten des Ham-burger Hafens nicht schlafen knnen, mitoffenem Fenster.

    www.hafen-hamburg.deAutor: [email protected]: [email protected]

    Containerverladung im CTA AltenwerderFO

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    gezeigt. 300 Induktionsschleifen und Vi-deokameras sorgen fr einen aktuellen Da-tenfluss. Das System luft derzeit im Probe-betrieb und wird Ende des Jahresausgeweitet.Eine weitere Innovation ist ein neuartigerLKW-Terminal der HHLA. Seit Juli knnenTrucker per SB-Terminal ihre Container innur 130 Sekunden selbst einchecken. Ein-satzort ist bisher der Containerterminal Altenwerder. Die CTA Burchardkai und Tollerort sollen jedoch folgen. Ziel ist Zeit-ersparnis und somit eine krzere Verweil-dauer des einzelnen LKW an den Termi-nals.Auch die alte Khlbrandbrcke wird in die-sen Tagen verjngt. Laut Hamburg PortAuthority flieen noch 2011 rund neunMillionen Euro in die Instandsetzung der3,5 Kilometer langen Brcke. Bis 2014 sollunter anderem die Betonunterseite erneu-ert werden. Das Bauwerk ist damit in sei-nem Bestand fr die nchsten 20 Jahre ge-sichert.Investionen erreichen derzeit auch die Ha-fenbahn. Eine bedeutende Verlagerung vomLKW auf die Schiene ist auf der Kurzstreckejedoch nicht in Sicht. Als Hafenstadtbewoh-ner wird sich jeder Hamburger also mit ei-nem berdurchschnittlich hohen LKW-Auf-kommen abfinden mssen.

    EmissionenHamburger lieben Kreuzfahrteinlufe. Elb-vorortler lieben Kreuzfahrten. Die schwim-menden Hotels liegen im Trend und ihnengeht es wie dem Hamburger Hafen: sierck en mit immer mehr Facetten in die Auf-

    merksamkeit. Pnkt-lich zur Taufe der Ce-lebrity Silhouette imJuli zckten Miesepe-ter die Taschenrechnerund wenig spter geis -

    terten Zahlen durch die Medien, so verblf-fend, dass sie jede Wiederholung verdie-nen: Schiffe wie die Celebrity Silhouetteblasen im Hamburger Hafen an jedem Tagebenso viel CO2, Stickoxide und Ru in dieLuft wie 50.000 Autos. Die 16 Kreuzfahrt-schiffe, die allein im August 2011 den Ham-burger Hafen anlaufen, emittieren also dieSchadstoffmenge von 800.000 Autos. LautVerkehrsexperte Dietmar Oeliger vom NA-BU konservativ gerechnet. In der globalenBetrachtung wird es noch rger. Die 15grten Seeschiffe stoen im Jahr mehrhochgiftige Schwefeldioxide aus als alle760 Millionen Autos weltweit. Die Lsung sind Filter und der Verzicht aufAltl als Treibstoff, gesetzlich vorgeschrie-ben ab 2020. Eine weitere Alternative istdie Landstromversorgung von Schiffen, einThema, dessen sich die Stadtpolitik ange-

    Ein Kreuzfahrtschiff blstdie Schadstoffe von 50.000Autos in die Luft pro Tag.

    Emissionsquelle Containerschiff

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    Vor der Brust der Stadtplan, hintender wetterfeste Rucksack, bevorzugtvon Eastpak oder Northface, imBlick das groe Staunen besonders beigutem Wetter sind im Treppenviertel Orts-kundige gefragt, denn Touristen aus Wen-torf und Wandsbek, Kalifornien und Klnsuchen und finden zumeist auch den Weghinab an die brackige, viel besungene Elbe.Egal, ob die Besucher zum ersten Mal dieTreppen zum Strandweg hinabsteigen oder

    regelmig wiederkehren, ihre Texte klin-gen stets sehr hnlich. Der meistgehrteSatz sei: Sie wohnen aber idyllisch, sagtTreppenviertelbewohnerin Ann-ChristinZilling. Gleich darauf machten sich die Tou-risten Gedanken ber zu schleppende Was-serkisten und Umzge. Blankeneser, diewenig Lust auf einen Schwatz haben, rea-gieren dann gern etwas von oben herab:Wir lassen alles liefern. Was natrlichQuatsch ist, aber die Wandervgel aus aller

    Welt beeindruckt und ihre Vorurteile, etwain Blankenese lebten nur Millionre bestti-gend, sinnend stromwrts weiterziehenlsst.Tatschlich leben die Menschen am undoberhalb des Strandweges ein klein wenigwie in einem Museum. Wracks am Ufer er-innern an die Zeit, als hier tatschlich nochmehr als zwei, drei Kapitne lebten. Einige der bescheidenen Huser, Kennernennen sie Dreehus, belegen, dass hier fr-her nicht das ganz groe Geld gemachtwurde. Restaurantnamen wie Zum B -cker, Strandhof oder das inzischen abge-rissene Schifferhaus, reichen weit in dieGeschichte des Strandweges zurck. Als dieDinge nach dem benannt wurden, was siewaren. Ein Stint war ein Stint, ein Bier einBier, ein Freund ein Freund. Stand vor demHaus eine Linde, so wurde eben auch das

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    Der Strandweg: Die Attraktion fr Touristen und Einheimische

    Zwischen Butt und Bierbuddel

    Der Strandweg in Blankenese zhlt zu Hamburgsbegehrtesten Wohnlagen und ist zugleich eineder grten Touristenattraktionen. Neben der El-be, sowie der ganz unterschiedlichen Architekturbietet die Meile zwischen Falkensteiner Ufer undHirschparktreppe viele ex-quisite Lokale.

    KAJTE SB-12ELBSTRAND

    AM LEUCHTTURM

    ZUM BCKER

    Tipps aus den Speisekarten:KAJTE SB-12: ZWEIERLEI VOM EDELFISCH 17,60FISCHCLUB: GEGRILLTE JACOBSMUSCHELN 12,80ZUM BCKER: KUTTERSCHOLLE SPECK 14,50

    Die Luft ist klarer, die Busse sind kleiner, die Menschen gelassener wer am Strandweg flaniert oder in einem der vielen Restaurants

    sitzt, hat die tosende Grostadt schnell vergessen.

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  • eine Frau Jansen, ging als unerschrockenin ihrer Meinungsuerung in die heimat-kundlichen Nachschlagewerke, etwa vonRonald und Maike Holst, ein. Gerhmt wer-den aus dieser Zeit die grten Schollen,die auf den Tisch kamen. Mehrfach wurdeder Name gendert. Seit 1997, zwischen-zeitlich wurde soagar Italiensches serviert,

    wurde das Lokal wiederZum Bcker. Bevor die Eigentmerfa-milie von Manni Brch-mann das Restaurant2010 wieder in Eigenre-

    gie bernahm, bewirteten ganz unter-schiedliche Gastronomen ihre Gste. Dar-unter zwei Trken und Michael Bischoff,Ehemann der als TV-Frau geschassten EvaHerman. Bischof war auch schon mal amanderen Ende des Strandweges, imStrandhotel aktiv. Das Glck stand ihmbeide Mal nicht zur Seite. Weit ber 100 Jahre gab es auch das Eta-

    Lokal so genannt. Gab es in der Nhe einenLeuchtturm, diente er als Namensgeber.Eine Zeit lange vor kohortenstarken PR-und Werbeabteilungen; die Zeit vor jedemSchi Schi.Wer sich heute mit der Gastronomie-Ge-schichte des Strandweges beschftigt, mussbis ins Jahr 1732 zurckgehen. Damals er-ffnete Adolph Linde-mann auf dem Gelndedes heutigen Restau-rants Zum Bcker ei-ne Bckerei, begrn -dete damit eine rechtwechselvolle Geschichte. Mal wurde dasGeschehen von Detlev von Liliencron, Ri-chard Dehmel, Hans Leip und seiner Tafel-runde beherrscht, spter in der NS-Zeitwurde vielerots deutlich leiser gesprochenund gefeiert. Als die Wnde Ohren beka-men, (Konrad Tegtmeier in seiner Blanke-neser Tafelrunde) tagte diese Tafelrundefortan beim Bcker. Die damalige Wirtin,

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    blissement Am Leuchtturm. Heute stehtes leer. Der Eigentmer soll vergeblich nacheinem Pchter gesucht haben. Die Gastronomie am Strandweg ist abernicht nur historisch spannend, auch kulina-risch hat sie mehr zu bieten als hufig intouristischen Gebieten blich. Denn sierichtet sich auch an die Einheimischen, Be-wohner des Treppenviertels. Die in Butterschwimmenden Schollen oder fettriefendeBratkartoffeln, wie entlang der Ostseeksteden Touris gern serviert werden, erlaubtsich hier kein Gastwirt. Zu schnell sprchesich schlechte Qualitt herum, zu kritischsind die einheimischen Gste. Zu den erfahrensten Gastgebern entlangder Meile gehrt Klaus Zobel, der seit 1972im Restaurant Ahrberg einheimische Gstewie Touristen bewirtet. Whrend die Gsteim Winter beim Glhwein sitzen, serviertKlaus Zobel auch bei Minusgraden im Ober-hemd. So seit vielen Jahren sein persnli-ches Markennzeichen. Norddeutsch-knor-

    Unerschrocken in ihrerMeinungsuerung.

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    FISCHCLUB BLANKENESE

    STRANDHOTEL

    PONTON OPN BULLNSTRANDHOF

    AHRBERG

    BLANKENESER SEGEL-CLUB

    Tipps aus den Speisekarten:AHRBERG: LABSKAUS 12,30STRANDHOF: AALSLZE MIT BRATKARTOFFELN 13,20PONTON OPN BULLN: BARBARIEENTENBRUST 15,90STRANDHOTEL: GRAVED LACHS MIT RSTIS 12,50BSC NELSONS KAJTE: MATJES MIT BRATKARTOFFELN 13,50

    18-20 Aufmacher-2_kloen 22.07.11 08:32 Seite 19

  • rig gibt er einsilbig Auskunft ber denStand der gastronomischen Lage. Ich binsehr zufrieden.Hochbetrieb herscht zu diesem Zeitpunktauch auf dem Ponton. Am Kiosk von Ma-nuela Gehrmann, Freunde nennen sie nurEla, hat sich eine lange Schlange gebildet.Currywrste und Eis, Bier und Brause ge-hen hier zu dieser Zeitber den Tresen, wieganz frher mal Lachsund Str ins Netz der Elb-fischer. Touristen mi-schen sich hier mit Blankenesern, Hambur-ger mit Auswrtigen. Im benachbarten Fischclub sitzen zweiEhepaare aus Wentorf in der Sonne beiBratfisch und Brause. Am Nachbartischwird ein Hefeweizen serviert. Der Gast be-obachtet einen vorberfahrenden Frachter.Andere staunen amsiert ber einen glatz-kpfigen Mann im knchellangen Rock, deremsig die Blankeneser Kulisse fotografiert.Es ist Mittagszeit und die Touristen haben

    ihre Stadtplne zusammengefaltet, ihreRuckscke ber die Stuhllehnen gehngtund greifen zur Speisekarte.Whrend die meisten Miggnger zu die-ser Zeit am Tisch sitzen, sucht ein Ehepaaraus Kalifornien noch die zum Strandweghinabfhrende Treppe. Ob das auch eineschne Treppe sei, will das Paar auf eng-

    lisch wissen. Hier sindalle Treppen schn, sodie Antwort eines Orts-kundigen, gerade nocherinnernd, dass Treppen

    im Englischen stairs nur innen so heien.Drauen werden sie steps genannt. Die Stufen des Treppenviertels sind fr Ein-heimische als Thema etwa so originell wieder Hafengeburtstag mit seinen widerwr-tigen Bratwurststnden. Doch mancheTreppe fasziniert selbst die Bewohner desam Hang gelegenen Viertels. Fr Ann-Chri-stin Zilling, Autorin des Buches, 111 Grn-de Hamburg zu lieben, ist es die Broers -treppe mit ihren 111 Stufen. Rucksack- und

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    Turnschuhtrger mit Stadtplnen in derHand sind hier eher selten unterwegs zumStrandweg.

    Von Kalifornien auf demWeg zum Strandweg

    www.ksv-hamburg.deAutor: [email protected] Mitarbeit: Anna-Lena Walter

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    ZUR GASTRONOMIE1732 erffnete Adolph Lindemanneine Bckerei am Strandweg. Mehrals 200 Jahre spter bernahm Fami-lie Jansen das Geschft und machtedaraus das Restaurant Zum Bcker.Nach mehreren Wechseln fhrt seit2010 die Familie Brchmann wiederdas Restaurant. Dem Bcker folgten1869 das Restaurant Zum Leucht-turm und 1890 das Ahrberg, dasseit 1972 von Klaus Zobel gefhrtwird.

    MHLENBERGER SEGEL-CLUB

    BLAUE LAGUNE

    TOURISTEN AM STRANDWEG

    Schiffegucken am Strandweg

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    Wenn sich am 6. und 7. August Freunde des briti-schen Lebensstil bereits zum 21. Mal in KleinFlottbek zum British Flair auf dem Gelnde desPolo Clubs treffen, dann muss die Kultmarke

    MINI dabei sein. Prsentiert wird dabei die ganzeModellvielfalt. Neben den klassischen Highland Games, Polo,Falkner-, Hunde- und Pferdevorfhrungen einer

    Dinner for One-Auffhrung gibt es auch einMINI-Rock Rennen. Denn in Grobritannien magman es bekanntlich sportlich. Freuen drfen sich die MINI-Fans schon jetzt aufdas neue MINI Coup, das ab dem 1. Oktober inder Filiale Elbvororte erlebt werden kann. Derdurchtrainierte Zweisitzer garantiert, wie bereitsseine Geschwister vom klassischen MINI berden Clubman, das Cabrio bis hin zum Country-man, pures GoKart-Feeling. Die extrovertierteCoup-Karosserieform, sein agiles Fahrwerk undsein Dach im Rennfahrer-Helmdesign der 70erJahre machen den MINI-Familienzuwachs zu einem echten Hingucker.Wer an den beiden Tagen des britischen Lebens-gefhls, dem British Flair, Informationen berdas groe Thema MINI mchte, den erwartet auf dem Klein Flottbeker Pologelnde von 11 bis18 Uhr die ebenso fachkundige wie charmanteMINI-Crew der Filiale Elbvororte.

    Die ganze MINI-Modellvielfalt

    The British Way of Drive

    MINI Hamburg, Filiale ElbvororteOsdorfer Landstrae 5022549 Hamburg

    Marc [email protected]

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    Nach einem langen Tag im OP arbeitet die rztin in ihrer selbst gestalteten Gartenoase

    Dr. Beate Herbig, Viszeralchirurgin

    Leben an der GrenzeOberrztin, Chirurgin und Mutter mit Leidenschaft und Hingabemeistert Beate Herbig gleich drei Vollzeitjobs. Seit 2011 arbeitet siezustzlich als Proktologin in der Praxis Gastroenterologie Fontenay.

    Mit nur zwei Koffern kam Beate Her-big in den achtziger Jahren nachHamburg, um eine Stelle als Medi-zinalassistentin im Krankenhaus Altona an-zutreten. Erst ein Dreivierteljahr zuvor wardie junge Medizinstudentin aus ihrer Hei-mat Berlin nach Amerika geflchtet. Anlass war die drohende Versetzung vomUniversittsklinikum Charit in ein abgele-genes Hospital in einer Braunkohle-Stadtan der polnischen Gren-ze. Herbig weigerte sichzu wechseln und flogvon der Uni. Zeitgleich verlor auch ihrVater Gnther Herbig seinen Posten alsChefdirigent des Berliner Sinfonie-Orche-sters, er hatte Streit mit dem SED-Politbro.Hchste Zeit fr die Familie die DDR zu ver-lassen. Doch in Amerika wurde Beate Herbigs Aus-bildung nicht anerkannt. Sie musste zurcknach Deutschland, um ihre Approbation zuerhalten. Ich hatte eine Stelle als medizini-sche Assistentin im Altonaer Krankenhaus

    bekommen in der Kinderstation wie ichdachte. Doch das Schicksal wollte es an-ders. Sie landete in der Chirurgie. Damalswar der Beruf von Mnnern dominiert. DieBedingungen waren hart. Im Schnitt dauer-ten die Schichten 36 Stunden, inklusivechauvinistischer Sprche seitens der Kolle-gen, berichtet Herbig. Sie blieb am Ballund wurde spter sogar Oberrztin. Ichwar eine der ersten Chirurginnen in Ham-

    burg.Bald wurde sie schwan-ger. Nach der Geburt ih-res Sohnes fiel sie zu-nchst in ein Seelenloch,

    doch die rztin gibt gern den Takt an undnahm ihr Leben in die Hand. In diesemSinn haben der Beruf meines Vaters undmeiner etwas gemeinsam, wir bestimmenwo es lang geht. Sie war eine Raritt Mutter und Oberrztin.Nach der Geburt ihres zweiten Kindes,schrieb sie im Mutterschutz ein Buch, dasunkompliziert den Verlauf von Krankheitenund Operationen erlutert. Das rztliche

    Fachchinesisch sollte frPatienten verstndlicher werden. Heute arbeitet die fleiige Spezialistin alsViszeralchirurgin (Bauchchirurgie), Prokto-login und Oberrztin. Als einzige Frau leitetsie eines von 13 Adipositas-Zentren inDeutschland und bietet Sprechstunden inder Gastroenterologie Fontenay an. Ich habe immer an Grenzen gelebt. Sei esin der DDR, in einem Mnnerberuf alsChirurgin oder als arbeitende Mutter in denElbvororten. Fr all meine Erfahrungen binich sehr dankbar.

    Ich spreche kein Fachchinesisch

    www.gastroenterologie-fontenay.deAutor: [email protected]

    ZUR PERSONDr. Beate Herbigist in Berlin-Treptow aufgewachsen.Mitte der achtziger Jahre flchtetedie Medizinstudentin aus der DDRnach Amerika. Nach nicht mal einemJahr kehrte sie zurck nach Deutsch-land. Seit 27 Jahren lebt die 52-Jhri-ge in Othmarschen, ist verheiratetund hat zwei Kinder. Ihre Hobbiessind Geige spielen, Gartenarbeit undfarbenfrohe Quilts nhen.

    HAU S B E S U C H

    22 Hausbesuch_kloen 20.07.11 08:03 Seite 22

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    FA L K E N S T E I N

    Waisen zu Gast in Wittenbergen

    Ferienglck an der ElbeDer Verein Kinderschutz und Jugendwohlfahrt organisiert Kompe-tenz-Camps fr Kinder aus schwierigen Verhltnissen. Die Organisa -tion lud erneut das polnische Waisenhaus Gra zu einem Urlaub ein.

    Der Verein Kinderschutz und Ju-gendwohlfahrt bereitet 26 polni-schen Waisenkindern eine groeFreude. Sie durften zwei Wochen lang Ur-laub auf dem Zeltplatz Elbecamp am Fal-kensteiner Ufer machen. Dem Verein gehrtder Campingplatz, aus den berschssenwerden sogenannte Kompetenz-Campsfr Kinder und Jugendlich aus komplizier-ten Umfeldern finanziert. Zum zweiten Mal sind die Kinder aus dempolnischen Wai-senhaus DomDziecka Gra ander Elbe. Die Jun-gen und Mdchenerleben die schn-sten Seiten Ham-burgs. Auf demProgramm stehenunter anderemein Ausflug nachPlanten un Blo-men zu den Was-serlichtspielen, ei-ne Stadtrundfahrt und ein Besuch imHansa- Park. Wir freuen uns am meisten

    auf den Hansa-Park, so eines der Kids. Maximilian Fischer von Mollard, Vor-standsmitglied des Vereins, berichtetstolz: Wir wollen ihnen nicht nur schneFerien schenken. Wir mchten ihnen helfen, ihre sozialen Kompetenzen aus -zubauen. Deswegen haben wir den Mitmach-Zirkus Abrax Kadabrax einge -laden. In der Manege lernen die Kinder unterAnleitung von Zirkusdirektor und Sozial-

    pdagoge AndreasSchmiedel und sei-ner Kollegin Marei-ke Bangers diebunte Zirkusweltkennen. Ziel dabeiist, den KindernTeamgeist zu ver-mitteln. Es istwichtig, zusam-m e n z u a r b e i t e nund aufeinanderzu achten. Gleich-zeitig werden das

    Selbstbewusstsein und eigene Strken ge-frdert, erklrt Schmiede.

    In dem rot-gelben Zir-kuszelt lernen dieWaisenkinder mit Bl-len, Tchern und Dia-bolos zu jonglieren,menschliche Pyrami-den zu bauen undSeiltanzen. Der kr-nende Abschluss istdie Zirkusvorstellungmit allen kleinen Gs -ten gegen Ende derReise.Zur offiziellen Begr-ung der Gruppe ka-men Imogen Buch-holz, Dezernatsleitung des BezirksamtAltona und Karolina Kowalska, Vizekonsu-lin im Generalkonsulat der Republik Polen.Buchholz berreichte ein Strandtennis-Set,Taschenlampen und Anstecknadeln mitdem Altonaer Wappen. Karolina Kowlskasagt erfreut: Ich bin positiv berraschtber so viel Engagement von einem deut-schen Verein fr polnische Kinder. Es ist dieeinzige Chance fr sie Urlaub zu machen. Die Kinder freuen sich schon Monate vor-her auf die einzigen Ferien, berichtet Heim-leiter Euqeniusz Urbanski lchelnd. Wirwurden zum zweiten Mal von Onkel Maxnach Hamburg eingeladen. Die Kinderknnen ihr Glck kaum fassen endlich Fe-rien!

    www.kinderschutz-hamburg.de und www.abraxkadabrax.deAutorin: Anna-Lena Walter

    Polnische Waisenkinder aus Gra zelten am Falkensteiner Ufer im Elbecamp. Zwei Wochen lang toben sie am Strand, entdecken Hamburg und lernen Zirkuskunststcke

    Dariusz (13), Alan (5) und Dawid (10) ben in der Manege

    Maximilian Fischervon Mollard, Kinder-schutz Hamburg

    24 Waisenkinder an der Elbe_kloen 20.07.11 08:11 Seite 24

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    MEN S C H E N

    Diagnose: MS

    Das ist kein WeltuntergangMit den Jahren hat die Multiple-Sklerose-Erkrankte FriederikePavenstedt viel von ihrer Bewegungsfhigkeit eingebt. Doch ihrEngagement sowie ihre positive Einstellung verleihen ihr viel Kraft.

    Insgesamt 20 Jahre lang arbeitete Friederike Paven-stedt in der Diakoniestati-on Elbgemeinden als Kran-kenschwester. Die DiagnoseMS traf sie im Jahre 1997 wieein harter Schlag. Doch an ih-rer Krankheit ist sie gewach-sen. Von Kopfeinziehen undMitleidbekundungen hlt dietapfere und lebensmutigeFrau nichts. Ihr Motto: MeinKopf funktioniert und meinerechte Hand auch. DasWichtigste ist fr mich, meinLeben positiv zu gestaltenund Stress abzubauen. Auchihre Erfahrungen als Kran-kenschwester halfen der 53-Jhrigen, mit ihrem Schicksalumzugehen. Menschen imRollstuhl haben mich schondamals nicht schockiert, er-innert sich die Mutter eines20-jhrigen Sohnes.Als die am Steinhuder Meeraufgewachsene Frau 1997mit der Diagnose MS kon-frontiert wurde, versuchte sierecht zgig, eine Selbsthilfegruppe aufzu-suchen. Das war ein Schritt in die richtigeRichtung. Es dauerte nicht lange und sie engagiertesich an ihrem Wohnort Schenefeld alsGruppenleiterin. Schon wenig spter gehr-te sie zum Selbsthilfebeirat der DeutschenMultiple Sklerose Gesellschaft Hamburg(DSMG). Hier tauschen die Gruppenleiterneueste Erkenntnisse aus und geben die In-formationen an die Betroffenen aus ihrenjeweiligen Gruppen weiter. Ich habe vieleSeminare besucht und michimmer weiter fortgebildet,erzhlt die Schenefelderin.Die Kurseinheiten halfen ihr,mit der Krankheit umzuge-hen und ein immer greres Fachwissen zuerwerben. Whrend der Seminare traf dieKrankenschwester immer wieder MS-Er-krankte. Diesen gelang es, vorbildlich mit ihrerKrankheit umzugehen. Ich habe hier er-fahren, dass es gar nicht schlimm ist, mitMultipler Sklerose zu leben, erzhlt Paven-stedt. Familie, Interessen und Aktivitten

    waren Gesprchsthema, die Krankheit MSwar hingegen zweitrangig. Wenn Leidens-gefhrten nicht nur ber ihre Erkrankung,sondern auch ber andere Themen spre-chen, schafft das Erleichterung und wirktentspannend. Nach dem Besuch eines so genannten Peer-Counciling-Seminars der DMSG erklrtesich Pavenstedt dann schlielich bereit, alsKontaktperson fr MS-Betroffene in Sche-nefeld zu fungieren. Whrend des Seminarslernte sie, auf welche Weise Erkrankte an-

    dere Betroffene beraten kn-nen. Wichtig ist eine ganzsensible Gesprchsfhrung ohne dauernd Ratschlge zugeben. Wenn es mir gelingt,

    den einzelnen Menschen zu helfen, machtmich das zufrieden, bilanziert die 53-Jh-rige. Fhlt sich jemand beispielsweise vlligalleingelassen, vermittelt sie Kontakte. Wei-tere wichtige Erfahrung in ihrem Werde-gang: Mit der Krankheit lebt man viel in-tensiver. Belanglose Dinge seien pltzlichvllig unwichtig. Fragen sich die Betrof-fenen untereinander, wie geht es Dir, ist das

    ernstgemeint und keine Floskel.Darber hinaus grndete sie drei MS-Grup-pen, darunter solche fr Neubetroffene undAngehrige. Die AG Barrierefreiheit inSchenefeld grndete sie vor fnf Jahren.Wir haben insgesamt schon viel erreichtund sind unglaublich erfolgreich, freutsich die Erkrankte. Den Mitgliedern der Ar-

    beitsgemeinschaft gelang es,diverse Barrieren wie bei-spielsweise am Rathausein-gang abzubauen. Fr ihrenauerordentlich engagiertenEinsatz erhielt sie im Januar2007 den Brgerpreis derStadt Schenefeld.Wichtige Sttzen in ihrem Le-ben sind Mann und Sohn: Dieliebevolle Zuwendung undPflege meiner Familie gibt mirKraft. Auch wenn sich Paven-stedts Gesundheitszustand mitden Jahren kontinuierlich ver-schlechtert hat, erhlt sie sichihre optimistische Einstellung.E-Mobil und Elektrorollstuhlsind hierbei unverzichtbareBegleiter. Stundenlang fhrtsie mit ihrem Fortbewegungs-mittel in der Natur herum undlauscht Hrbchern. Ihr drin-gendes Anliegen: Kopf hoch.MS ist kein Weltuntergang. Je-der kann erfllt mit dieser Be-hinderung leben und aktivsein! Pavenstedt wei aberauch die fr sie hilfreichentechnologischen Errungen-

    schaften unserer Gesellschaft zu schtzen.

    Keine dauernden Ratschlge

    www.dmsg.deAutor: [email protected]

    ZUR PERSONFriederike Pavenstedt

    leidet seit 1988 an MS. 20 Jahrelang arbeitete sie in der Diakonie-station Elbgemeinden in Blanke -nese und Iserbrook als Kranken-schwester. Die Diagnose MS wurdeerst im Jahr 1997 gestellt. Seitdemist sie Kontaktperson fr MS-Be-troffene in der Region HamburgWest und Schenefeld. Die AG Bar-rierefreiheit in der Dpenaustadtgrndete sie vor fnf Jahren. Frihren unermdlichen Einsatz rundum das Krankheitsbild MS erhieltsie im Januar 2007 den Brger-preis der Stadt Schenefeld.

    Friederike Pavenstedt, MS-Erkrankte und Trgerin des Schenefelder Brgerpreises

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    UMWE LT

    Honigmanufaktur Heimann & Shne bei der Arbeit: Imkerin Judith mit Sohn Philipp

    Bienen und Natur

    Honig aus der GrostadtBienenhonig liegt im Trend. Im Hamburger Westen betreuen immermehr Imkerinnen und Imker bis zu 250 Vlker. Ihnen geht es jedochnicht nur um das Produkt Honig.

    Der Imker: ein freundlicher, schweig-samer Mann um die 70, nach Wachsund Rauch duftend, mit der Gelas-senheit eines Menschens, der Deadlines, Ti-tel, Befrderungen und den ganzen Kokolo-res der Berufswelt hinter sich gelassen hat. So weit das Klischee. Die Realitt kommt in Gestalt einer jungenMutter und Agrarwissenschaftlerin, diesich den Lebensunterhalt mit Internet-Mo-nitoring verdient und nebenbei dem Alters-durchschnitt des Imkervereins Altona einenkrftigen Schubs gibt. Fnf Bienenvlker betreutJudith Heimann auf einerStreuobstwiese des NABUan der Grenze zum Kl-vensteen. Weitere zwei ste-hen in einer nahen Schule und machendort Werbung fr ein kologisch unver-zichtbares Insekt, das wieder mehr Freundefindet. Reiner Hock vom Altonaer Imkerver-ein, nicht gerade ein Freund starker Worte,spricht von Hype. Wir haben in diesemJahr erstmals zwei Anfngerkurse statt ei-nem angeboten, weil das Interesse sehrgro war. Das sei ein bundesweiter Trend.Meines Wissens waren im Frhjahr dieKurse smtlicher anbietender Imkervereine

    ausgebucht. Die Mitgliederzahl des eige-nen Vereins werde bis Jahresende auf weitber 70 Imker steigen. Schon heute brum-men im Hamburger Westen bis zu 250 Bie-nenvlker. Bemerkenswert ist der Anteil weiblicherImker, die auch die harte Arbeit der Honig -ernte nicht scheuen. 21 Frauen fhrt derVerein in seinen Listen. Deren Motiv istnicht nur die Honiggewinnung. Auch Ju-dith Heimann gefllt das Umfassende.Nicht nur die Bienen, auch die umliegende

    Natur ist wichtig, sagt sie.Die Saison beginnt imMrz, die Hauptarbeitszeitliegt im Mai und Juni,wenn die Bienen schwr-men wollen. Dann muss

    man viel arbeiten. Das Volk explodiert re-gelrecht mit der Vegetation, dann kannman kaum Luft holen. Im Juli und Augustflacht es wieder ab. Im Winter repariert die Imkerin Rhmchen,schmelzt Wachs ein, zieht Kerzen, whrenddie Vorfreude auf die nchst Saison steigt. Judiths Vlker stehen mitten in der Natur,auch wenn die nchste S-Bahn-Station ei-nen Steinwurf weit entfernt ist. Aber auchweiter westlich, in den bebauten Gebieten

    des Hamburger Westens, haben Imker ihreVlker aufgestellt. Parks, Grten, Blumen-ksten, Friedhfe und Verkehrsinseln kom-men als Tracht in Frage. Das Klima ist inder Stadt tendenziell milder als auf demLand, so dass die Bienen lnger unterwegssind. Auch Schdlinge und Seuchen sind inder Stadt seltener. Im Ergebnis ist der Er-trag pro Volk in der Stadt hufig hher alsauf dem Land. Judith Heimann etwa erntet pro Volk undSaison bis zu 40 Kilogramm Honig. Diesersteht echtem Landhonig in nichts nach. ImGegenteil: die Belastung von Blten mit Pestiziden ist in Gebieten mit intensiverlandwirtschaftlicher Nutzung um ein vielfa-ches hher als in Vorstadtvierteln. Hier wie dort haben Bienenvlker einen na-trlichen Drang zur Expansion. Wenn derImker diesem Drang seinen Lauf lsst,wchst die Zahl der Vlker Jahr fr Jahr. Ir-gendwann kommt dann die Frage, wohinmit dem schnen Honig? Immer hufigerfindet sich daher im Handel Honig aus derRegion. Auch Imkerin Judith vermarktet indiesem Jahr zum ersten Mal den eigenen

    Honig (www.heimann-soehne.com, ab En-de August online, Tel. 87 08 22 47). NebenStolz auf das Produkt versprt die Slldor-ferin nun auch eine Art kologischen Lokal-patriotismus. Wer Honig aus der Region kauft, tut etwasfr seine Heimat.

    Bemerkenswert istder hohe Anteil

    weiblicher Imker

    www.imkerverein-altona.deAutor: [email protected]

    ImkervereineDer Weg zum eigenen VolkImkern ist ein schnes Hobby, aberwesentlich komplexer als Golf oderder Betrieb einer Mrklin-Bahn. Im-kervereine bieten daher Unterstt-zung. Anfngern wird dringend einKurs empfohlen, der das gesamteBienen-Jahr zum Inhalt hat.www.imkerverein-altona.de

    An einem Straenrand in Slldorf ...

    28 Imkerin_kloen 20.07.11 08:36 Seite 28

  • AB 1. SEPTEMBER IM HANDEL

    EIN MAGISCHER ORTHAMBURG FREUT SICH AUF DIE ELBPHILHARMONIE

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  • Auch wenn an Traditionen nicht gertteltwird, gibt es eine wichtige Neuerung beimKLNSCHNACKFEST 2011: Die Junior-KLN-SCHNACKER. Eine Jury hat sich fr vier Ge-winnerinnen entschieden, die am 14. Au-gust auf der Bhne stehen und durch dasProgramm fhren werden. Der KLN-SCHNACK gratuliert Carlotta Krger, Aga Gra-jek, Ronja May und Larissa Hartmann undfreut sich auf Mdchenpower auf der Fest-bhne.Wir sehen uns am 14. August!

    Autor: [email protected]

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    K L N S C HNAC K F E S T

    Werden am Abend fr grandiose Stimmung sorgen Boerney und seine Band

    Die Junior-Klnschnackerinnen Carlotta Krger, Aga Grajek (links) und Ronja May sind schon aufgeregt

    Nach acht Jahren Pause wieder auf dem Blankeneser Marktplatz

    Das Klnschnackfest ruft2003 trafen sich zum 19. Mal die Freunde der gepflegten KLNSCHNACK-Party. Dann war Schluss. 2011 gibt es eine Neuauflage mit gastrono-mischen Angeboten, Live-Musik und Treffen alter Freunde.

    Die Elbvorortler stehen in den Startl-chern, scharren mit den Hufen undfreuen sich wie verrckt auf das Re-vival des KLNSCHNACKFESTES. Die Organisa-toren Nils Jacobsen (Landhaus Flottbek)und Thies Gudewer (Gudewer), haben sichordentlich ins Zeug gelegt und ein Pro-gramm auf die Beine gestellt, das der gutenalten Tradition garantiert gerecht wird.Nach dem obligatorischen Gottesdienst undeinem Auftritt des Kinderchors der Blanke-neser Kirche gibts Frhschoppen mit West-end Jazz. Nachdem die Blankeneser Ballett-muse am frhen Nachmittag ihr Knnengezeigt haben, rockt Shelvis ab 14.30 Uhr

    die Bhne. Danach folgt eine der beidenneu ins Programm aufgenommenenBands Riddem Impact. Die HamburgerReggae Band wird mit entspannten Kln-gen fr Sommerstimmung sorgen, bevor ab18 Uhr der Hauptact die Bhne zum Bebenbringt: Boerney und die TriTops. Einge-fleischte KLNSCHNACKFEST-Besucher erin-nern sich an den legendren Auftritt derBand im Jahr 2002.Neben dem Bhnenprogramm stehen auchdie Standbetreiber fest. Veteranen, dienicht fehlen drfen sind ebenso dabei wieneue Gesichter, die sich schon darauf freu-en, Teil des legendren Festes zu sein.

    30-31 Klnschnackfest_kloen 25.07.11 09:50 Seite 30

  • K L N S C HNAC K F E S T

    Das KlnschnackfestSonntag, 14. August 201111 bis 22 UhrBlankeneser Marktplatz

    Wer ist dabei? Wer macht mit?

    u Das Programm11.00 Uhr Erffnung und Vorstellung der Juniorklnschnacker11.30 Uhr Kinderchor der Blankene-ser Kirche und kleine Andacht12.00 Uhr Westend Jazz13.30 Uhr Blankeneser Ballettmuse14.30 Uhr Shelvis16.00 Uhr Riddem Impact 18.00 Uhr Boerney und die TriTops20.00 Uhr DJ Team

    u Die Standbetreiber 20up Bar/Riverside Hotel mit

    Cocktails Barthel Armaturen/Schiffchen

    mit Bier, Wein und Aperol Sprizz Baseler Hof mit Fish & Chips Caf Elbwein mit Flammkuchen Coco Mat Company Graeff-Feuerwehrbus mit Bier,

    Wein und anderen Getrnken Haspa mit Kinderschminken,

    Hpfburg und Manni die Maus Landhaus Flottbek m. Caipirinha,

    Pasta aus dem Parmesan,hausgemachten Kalbswrstchenund Flanksteak im Brtchen vomGrill

    Markus von Riesen mit sd-afrikanischen Weinen von Sebastian Beaumont

    Restaurant Kleine Brunnenstr.mit Leckereien mit Ziegenkse

    Restaurant Mazza mit syrischenSpezialitten

    Schlag (!) ohne eigenen Stand aber mit Dellen

    Tafelbar/Momenti Italiani mit Antipasti

    Vineyard Weinhandel mit europischen Weinen und Bowle

    Yoguru mobil mit Natural frozen Yoghurt

    Blankeneser Brger-Vereinmit einem Infostand

    Sehnsucht Deutschland mit einem Infostand

    Freiwillige Feuerwehr Blankenese

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    Sagen Sie mal ...Veranstalter Nils Jacobsen und Thies Gudewer im Gesprch mit Anne Schlag.

    Herr Jacobsen, warum gibt es wiederdas KLNSCHNACKFEST?Weil wir die sensationelle Traditionwieder aufleben lassen wollen. Ich fin-de den Erhalt wichtig, denn das Fest istnoch immer in den Kpfen der Blanke-neser. Der Marktplatz des Wiedertref-fens, ein Fest fr Elbvorortler und Blan-keneser das hat gefehlt. Und jetzterhlt der schnste Stadtteil Hamburgssein Fest zurck.

    Es knnte sehr voll werden, haben Siegenug im Angebot?

    Wir haben eine Vielzahl erfahrener Gas -tronomen auf dem Platz. Alle sind vor-gewarnt und wir sind sehr optimistisch.

    Was ist das Besondere und Neue beidiesem KLNSCHNACKFEST?Neu ist der Junior-KLNSCHNACKER. Wirhaben im Vorfeld vier Mdchen ausge-whlt, die auf der Bhne mit unsschnacken und moderieren werden.Ansonsten ist uns besonders der Erhaltder alten Tradition wichtig. Deshalbgibt es auch in diesem Jahr wieder den

    klassischen Gottesdienst. Wir wolltendas KLNSCHNACKFEST nicht neu erfin-den, sondern das gute alte, den Geist er-halten.

    Ohne Sponsoren geht es nicht. Haben Sie Untersttzer gewinnen kn-nen?Ja, das haben wir. Die Tradition des Fes -tes hat es uns ermglicht die dreiHauptsponsoren Hamburger Sparkasse,Veltins und Magnus Mineralbrunnen zugewinnen.

    Wann werden Sie am 14. August aufdem Platz sein?Rund um 6 Uhr. Der Aufbau passiert

    zum Teil schon am Samstag, aber trotz-dem geht es am Sonntag frh los.

    Und wann rechnen Sie mit Feierabend...Montagmorgen um 6 Uhr. Nein, natr-lich nicht. Um 22 Uhr ist das Fest offi-ziell zu Ende, aber danach ist sicherlichnoch lange nicht an Feierabend zu den-ken.

    Drfen wir uns auf ein KLNSCHNACKFEST2012 freuen?Ja!

    Junior-Klnschnackerin Larissa Hartmann mit Jurorin und Moderatorin Frederike Berg von Sing! freuen sich aufden Sonntag, an dem es auch jede Menge Kulinarisches geben wird

    Optimismus hinter den Kulissen:Macher Thies Gudewer (links)und Veranstalter Nils Jacobsen(Landhaus Flottbek, rechts) mitKLNSCHNACKFEST-Grnder KlausSchmann

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    S T R A F V E R F A H R E N

    Blent Ciftlik aus dem Gefngnis entlassen Weil das Gericht zu langsam arbeitete, musste der ehemalige Hamburger SPD-Sprecher und Flottbeker Ortsvorsitzende Blent Ciftlik Anfang Juli nach rund dreiMonaten aus dem Untersuchungsgefngnis entlassen werden. Zu den bisherigenVorwrfen ist inzwischen ein neuer hinzugekommen. Dem Ex-Politiker werde vor-geworfen, so der Spiegel, einen hochrangigen Funktionr der Trkischen Ge-meinde fr eine Falschaussage bezahlt zu haben. Ciftlik bestreitet bislang alle Vor-wrfe. Der Prozessbeginn gegen den ehemaligen Brgerschaftsabgeordnetenstand bei Redaktionschluss noch nicht fest.

    V E R M I S C H T E S

    Politik

    F H R U N G S A K A D E M I E

    Tsch, ich melde mich abDie Fhrungsakademie der Bundeswehrhat mit Generalmajor Achim Lidsba ei-nen neuen Kommandeur. Der bisherigeKommandeur Generalmajor RobertBergmann verabschiedet sich nach dreieinhalb Jahren in Blankenese in den Ruhestand. Der neue Chef der Fh-rungsakademie ist wie sein Vorgngerein Panzermann. Lidsba trat 1973 in dieBundeswehr ein und absolvierte eineganze Reihe von Stationen, unter ande-rem war er Referent im Planungsstabdes Verteidigungsministeriums, Tutorund Dozent der Fhrungskademie undim Militrausschuss der NATO in Brssel. Zuletzt war Generalmajor Lidsba Kommandeurder 13. Panzergrenadierdivision in Leipzig. Bergmann verabschiedete sich mit einer teils sachlichen teils emotionalen Rede aus Blan-kenese. Ich bin glcklich, dass ich Ihr Kommandeur sein durfte. Mehr als das aber bin ichstolz darauf, dass Sie mir immer das Gefhl gaben, Ihr Kommandeur zu sein. Zum Abschied widmete Generalmajor Bergmann den Gsten und Soldaten den MarschAlte Kameraden, gespielt vom Marinemusikkorps Nordsee. Der gebrtige Niedersachse Bergmann verabschiedete sich mit einem hanseatischen:Tsch, ich melde mich ab.

    Der Inspekteur der Streitkrftebasis, Vizeadmiral Wolfram Khn (Mitte) mit altem und und neuen Kommandeurder Fhrungsakademie der Bundeswehr Generalmajor Robert Bergmann (links) und Generalmajor Achim Lidsba(rechts)

    Vizeadmiral Khn und der scheidende KommandeurBergmann schreiten die Ehrenformation ab

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  • J U B I L U M

    Freiwillige Feuerwehr ldt ein zum groen Tag der offenen TrNach ber einem Jahr der Planung sind wir auf der Zielgeraden, sagt Henning An-dresen, einer der Organisatoren der groen Jubilumsveranstaltung. Am 3. und 4. Sep-tember ist es soweit. Dann wird Nienstedten zum Feuerwehrdorf. Denn fr diesen Tag deroffenen Tr sperrt die Freiwilige Feuerwehr Nienstedten (FFN) die Georg-Bonne-Strae,einen Teil des Schulkamp, des Newmans Park und der Jrgensallee. Die sonst so beschau-lichen Straen werden mit einem groen Festzelt, einer bunten Meile fr Kinder, vielenGsten und Fahrzeugen und natrlich Stnden fr Essen und Getrnke zum pulsierendenHerz von Nienstedten.Nach dem Motto Eine Zeitreise durch 125 Jahre Feuerwehr werden aktuelle wie histori-sche Fahrzeuge zu sehen sein. Wir rechnen mit rund 20 Fahrzeugen, darunter auch Son-derfahrzeuge, die man auerhalb der Feuerwehr nur selten zu sehen bekommt.

    Rund um die Schule Schulkampwird es ein groes Kinderpro-gramm mit Hpfburg, Schmin-ken, Entenangeln, vielen Feuer-wehrspielen und demFeuerwehrkasper geben. Fr gro-e und kleine Besucher gleicher-maen spannend ist die Ret-tungshundestaffel, die beimFeuerwehrhaus zeigt, was siekann.Das Festzelt steht am Anfang derGeorg-Bonne-Strae, nahe demMarktplatz. Ab 11 Uhr ist hier am3. September den ganzen Tagber volles Programm mit Auf-fhrungen, Malwettbewerb,Workshops, Kaffe und Kuchen. Am Abend wird das Dorf ge-rockt, wenn im Festzelt ab 18

    Uhr die Atomic Playboys auf der Bhne stehen und der DJ fr Partystimmung sorgt. Der Sonntag startet um 10 Uhr mit einem Gottesdienst im Festzelt und klingt dann beimanschlieenden Frhschoppen gemtlich aus.Sie mchten nicht nur dabei sein, sondern die FFN untersttzen? Alle Kontakt- und Programminformationen gibt es unter www.feuerwehr-nienstedten.de.

    Panorama

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    V E RM I S C H T E SFO

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    125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Nienstedten. Am 3. und 4. September wird in Nienstedten gefeiert

    Auch die Jugendfeuerwehr der Nienstedtener freut sich auf ihrenEinsatz beim Tag der offenen Tr

    Hotel Restaurant Caf

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    32-33 Meldungen-1 Politik_kloen 25.07.11 11:00 Seite 33

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    K U N S T

    Senatorin bernimmtPatenschaftDie Kultursenatorin Barbara Kis-seler bernimmt fr ein Jahr diePatenschaft der Stiftung Edu-ard-Bargheer-Museum. Im Julibergab sie Peter Silze und DirkJustus vor dem ehemaligen Ge-bude des Gartenbauamts imJenischpark die Urkunde. Silzeund Justus verwalten den Nach-lass des Aquarell-Knstlers Edu-ard Bargheer und planen 2013seine Werke im Jenisch- undErnst Barlach Haus auszustellen.Kisseler: Was dem Liebermanndie Wannsee-Villa, wird demBargheer der neue Pleasure-ground im Jenischpark.

    T H E A T E R F R K I N D E R

    Kleiner Dodo, was spielst du?Der kleine Orang Utan Dodo fin-det mitten im Dschungel einDingsbums. Aus dem Dingsbumskommen Tne, wenn er damitspielt. Dodo entdeckt, dass dasDingsbums eine Geige ist undlernt zu musizieren bis das Kro-kodil die Geige kaputtbeit. Bar-bara Henneberg singt im Musicallive Songs. Der Eintritt kostet achtEuro. Fr Kinder ab drei Jahren.26. August, 16 Uhr; 27. und 28.August um 14.30 Uhr.Theater fr Kinder, Max-Brauer-Allee 76, Telefon: 38 25 38

    S T A D T R U N D G N G E

    Gang durch Bahrenfeld Der Spaziergang Natur zwischenGleisen und Fabriken fhrt durchBahrenfeld. Treffpunkt ist S-BahnBahrenfeld, Ausgang Pfitznerstr.,am 14. August um 15 Uhr. DurchOttensen geht es am 17. Augustum 19 Uhr bei der Tour Von Pie-pendreihern und schicken Fabrik-hallen. Bahnhof Altona/ Ottense-nener Hauptstrae. Anmeldung unter: 87 08 01 00

    K I N O

    Open-Air im Rathaus 66 Kinofilme in 66 Sommernch-ten so sieht das diesjhrigeSommerkino im Innenhof des Al-tonaer Rathauses noch bis zum27. August aus. Das Spektrum desZeise Kino prsentierten Pro-gramms reicht von anspruchsvol-len Filmen bis hin zu sommerlichleichten Komdien. www.zeiseopenair.de

    H A F E N M U S E U M

    Tee mit Expertenverkosten

    Wegen der groen Nachfragebietet das Hafenmuseum wiedereinmal monatlich Verkostungenan. Dabei werden den Besuchernim Schuppen 50 A am 21. Augustjeweils 11.30 und 14.30 Uhr zwlfverschiedene grne, weie, halb-fermentierte und schwarze Teesserviert. Dazu gibt es Informatio-nen ber die Produktion der un-terschiedlichen Arten und Wis-senswertes ber die Sorten. www.teeverkostungen.de

    G E D E N K M N Z E

    100-jhriges Bestehen des Hamburger Elbtunnels1870 wurde dank des Wachstum des Hamburger Hafen seine verbesserte Verkehrsverbindung zwi-schen nrdlichem und sdlichem Elbufer notwendig. Es vergingen 20 Jahre bis der Bau des Elbtun-nels begann. Vorbild war die Querung des River Clyde in Glasgow. Der erste Spatenstich erfolgte imJuli 1907, die feierliche Erffnung des St. Pauli-Elbtunnels war, nach rund vierjhriger Bauzeit, am 7. September 1911. Die Bundesregierung hat das 100-jhrige Bestehen dieses Bauwerks zum Anlassgenommen, eine Zehn Euro-Gedenkmnze herauszugeben, die in der Hamburgischen Mnze geprgt und im September 2011 ausgegeben wird. Bei einem Besuch der Hamburgischen Mnzenahm Finanzsenator Dr. Peter Tschentscher die Erstprgung der Silbergedenkmnze 100 Jahre Ham-burger Elbtunnel vor.

    V E RM I S C H T E S

    G E S C H I C H T E

    Historikerin fhrt lebensgeschichtliche InterviewsWer Gegenwart und Zukunft gestalten will,muss die Vergangenheit kennen so ein hu-fig zu hrender Satz, der durch die Zahl vonLesern historischer Bcher und TV-Zuschau-ern von Sendungen wie History tglich be-

    sttigt wird. So hat sich die Historikerin Sonjavon Behrens zur Aufgabe gemacht, die deut-sche Nachkriegsgeschichte aufzuarbeitenund zu vermitteln. Seit 1998 recherchiert siefr Dokumentationen von ARD und ZDF, un-ter anderem fr Deutschlands bekanntestenGeschichtslehrer Guido Knopp. Zu den vielbeachteten Projekten gehrte Eichmanns

    Ende, 2010 in der ARD zu sehen. ZurZeit arbeitet die Historikerin an ihremzweiten Buch. Neben der Arbeit an Magazinbeitr-gen frs Fernsehen fhrt die freieJournalistin lebensgeschichtliche In-terviews mit alten Menschen, die sieprofessionell dokumentiert, bearbeitetund gegen ein Honorar zur Verfgungstellt. Ich gehe mit meinen Interview-partner alte Fotoalben durch und hrezu, was die alten Menschenm zu er-zhlen haben, so die Historikerin. Dabei gerate nichts davon an die f-fentlichkeit und alle Rechte an den Er-zhlungen lgen bei den Gesprchs-partnern. Ich habe bei den bisherigenGesprchen bemerkt, so Sonja vonBehrens, dass die alten Menschenschnell Vertrauen zu mir fassen.www.sonjavonbehrens.de

    Peter Silze und Dirk Justus erhielten von Kultursenatorin Barbara Kisseler die Patenschaftsurkunde vor dem Gewchshaus im Jenischpark

    Kultur

    Die Historikerin Sonja von Behrens recherchiert, dokumentiert,schreibt und interviewt Zeitzeugen

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    Was weg ist, ist wegRevolution, Umwlzung, Vernderung, Wandel, gesell-schaftliche und geologische Erdbeben und Tsunamis allerArt so erleben die Deutschen 2011. Das neue Kabarett-Solo von Horst Schroth im St. Pauli Theater befasst sich mitdiesen Themen und erzhlt lustige Geschichten bers Luftholen und Feststellen: Was weg ist, ist weg.Premiere ist am 31. August, 20 Uhr, Preis: 16 bis 36 EuroTicket-Hotline: 47 11 06 66

    S T R E E T A R T

    Strae wird zur BhneAlle Genres der Straenkunst vereinen sich beim Stamp-Festival.Die Abkrzung steht fr The Street Arts Melting Pot, ber 60Knstler und Gruppen mit insgesamt 2.000 Teilnehmern werden

    an dem internationalen Straen-fest teilhaben. Um die Groe Berg-strae treffen Knstler aus allerWelt auf die deutsche Straen-kunst-Szene. Hip Hop Dance- undMusic-Acts, Paraden- und Kostm-kunst, Clowns und Comedy, UrbanArt, Artistik und Folklore mischensich mit Feuershows. Die Strae istdie Bhne, das Publikum ist haut-nah an den Knstlern dran. DerEintritt ist frei, das Publikum gibtdas sogenannte Hutgeld, Wert-schtzung wird durch individuelle

    Gage gezollt. Kreative Workshops geben Raum fr Inspiration undExperimente. Das Publikum erwartet auf der Meile des Weltmark-tes Kulinarisches und Kunsthandwerkliches aus aller Welt. Veran-stalter ist die Altonale GmbH. Fnf Partner organisiseren das um-fangreiche Programm: Haus Drei, Buskers Hamburg, ElbcoastEntertainment, bwp festival and event GmbH und getting-up.2. bis 4. September, tglich ab 11 Uhr, Groe Bergstraewww.stamp-festival.de

    Parade auf der Groen Bergstrae

    S C H E N E F E L D

    Schleswig-Holstein Musik Festival

    Im Juli war zum ersten Mal das Schleswig-Holstein Musik Festi-val zu Gast in Schenefeld. Der Frderverein Forum Schenefeldorganisierte in diesem Rahmen ein Familienkonzert. Gespielt wur-de von einem Kinderorchester Ali Baba und die 40 Streicher. Ma-rita Peemller, Vorsitzende des Vereins Forum Schenefeld, ist er-freut ber den Besuch des Festivals: Es ist ein groer Schritt,Kultur aus Schenefeld in die Welt hinaus zu tragen.

    Marita Peemller (Vorsitzende), Reinhold Polka, Wolfgang Schlumprecht (Stellver-tretender Vorsitzender), Geschftsfhrer Andreas Eckel mit Mitarbeiterin

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    H O G E F O R S T E R S W O R T E

    Hufig ist von der Dienstleistungs -wste in Deutschland die Rede. Kri-tisiert wird insbesondere die ffent-liche Verwaltung. Zwei Beispiele ausBlankenese verknden das Gegenteil.

    Service bei der PostIn dieser Nachmittagsstunde ist wenig Be-trieb in der Blankeneser Post. Eine ltereDame mht sich verzweifelt, eines der ge-falteten Postpakete richtig zusammenzu-stecken, um darin Geschenke zu versenden.Einzelne Kunden schauen amsiert zu, aberkeiner hilft. Nur ein Bediensteter der Postkommt hinter dem Schalter hervor undspricht die Dame an: Das ist schon ein be-sonderes Patent mit diesen Paketen. Ichhelfe Ihnen gern. Schnell ist das Paket fer-tig, zugeklebt und die Versandkarte ausge-fllt.Ein Einzelfall? Einige Tage spter wiederauf der Post: Eine lange Schlan