Hand in Hand 3/2012: Salzburg-Ausgabe

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Schwerpunkt: "Wir schaffen das" In dieser Ausgabe erfahren Sie wie Sie mit Mehrfachbelastungen und Stress besser umgehen können und dass auch Faul sein gelernt werden will.

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  • Hand in HandZeitschrift fr Gesundheit, Familie und Soziales

    3 | 2012

    Erffnung. Betreutes Wohnen und offener Senioren treff in Siezenheim. > 14

    Fun und Action. Jugend- zentrum in Neumarkt am Wallersee wiedererffnet. > 28

    Hilfe annehmen und sich stark machen. > 4

    Wir schaffen das!

    Reformbedarf. Sachwalterschaft in der Kritik. > 23

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  • Hand in Hand 3/2012 3

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    Untersttzung annehmen

    Familie ist vermutlich der Teil des Lebens, der uns am meisten Freude schenkt, aber oft auch am meisten von uns abverlangt. Welche berufsttigen Eltern kennen nicht die Situation, in der sie nicht mehr wissen, wie sie Familie und Beruf unter einen Hut bringen sollen. Gerade Ferienzeiten oder Tage, an denen die Kinder krank im Bett liegen, sind beson-dere Herausforderungen. Aber auch Familien mit alten und pflegebedrftigen Familienmitgliedern stimmen ihren Alltag ganz auf die Betreuungsnotwendigkeiten und Befindlichkeiten ihrer Lieben ab.Damit diese Familien genau die Unterstt-zung bekommen, die sie brauchen und die sie sich auch wnschen, hat das Hilfswerk ein breites Angebot an Dienstleistungen entwickelt. Lesen Sie in dieser Ausgabe, mit welchen Formen der Untersttzung Sie im Hilfswerk rechnen knnen.Bereits zum zweiten Mal hat das Hilfswerk eine besondere Form der Unter-sttzung bekommen: beim 2. Hilfswerk- Beach-Soccer-Cup kickten 18 Mann-schaften wieder fr einen guten Zweck. Erstmals warfen sich dieses Mal auch die Damen in den Sand: beim ersten Beachvolleyballturnier zeigten die jungen Damen beim Pritschen und Baggern nicht nur eine gute Figur, sondern bewiesen auch ein groes Herz. Mehr dazu lesen Sie auf den Seiten 20 und 21. Wir hoffen, dass Sie auch dieses Mal informative und unterhaltsame Augen-blicke mit der vorliegenden Ausgabe der Hand in Hand verbringen knnen!

    Medieninhaber und Herausgeber: Hilfswerk Salzburg, Landesgeschfts stelle Redaktionsadresse: Zeitschrift Hand in Hand, Hilfswerk Salzburg, Landes geschfts stelle, Kle heimer Allee 45, 5020 Salzburg, Tel. 0662/43 47 02, E-Mail: office@salzburger.hilfswerk.at Redaktion Salzburg: Daniela Gutschi Redaktion: Elisabeth Anselm, Harald Blmel, Martina Goetz, Monika Gugerell, Daniel Gunzer, Daniela Gutschi, Esther Hermann, Brigitte Hingerl, Martina Kern, Gerald Mussnig, Heiko Ntstaller, Petra Satzinger, Viktoria Tischler Bildnachweis, Fotos: Hilfswerk sterreich (Suzy Stckl, Klaus Titzer), Hilfswerk Salzburg, www.shutterstock.com (Cover, Seite 1, 4, 5, 6, 7, 8; Extra 1, 2, 4), Albert Moser (20, 21) Gesamt auflage: 135.000 Stck, sterreichweite Distribution, davon ber 90 % durch persnlich adressierte Sen dungen Anzeigenverkauf (Gesamt auflage): Hilfswerk-Bundes geschfts stelle, Tel. 01/404 42-0 Anzeigen verkauf (Salzburg): Hilfswerk Salzburg, Tel. 0662/43 47 02 Layout/ Produktion: Egger & Lerch, 1070 Wien Druck: Wograndl Druck GmbH, 7210 Mattersburg

    Daniela Gutschi und Hermann F. Hagleitner,Geschftsfhrer des Hilfswerks Salzburg

    E D i T o r i A L

    C o V E r S T o r y

    4 Wir schaffen das. Hilfe an-nehmen und sich stark machen.

    7 Zeit zum Atmen.

    Familienuntersttzende Dienste. 8 Wenn die Familie zur Last

    wird. Auszeit fr junge Mtter.

    P F L E G E & B E T r E U U N G

    13 Tagesbetreuung. Hilfe und Entlastung fr pflegende Angehrige.

    14 Ein Haus zum Wohlfhlen.

    Betreutes Wohnen und offener Senioren treff Siezenheim.

    16 Rund um die Uhr. 24-Stunden-Betreuung.

    17 Notruftelefon. Das Hilfswerk-Notruftelefon gibt es jetzt auch digital.

    G E S U N D H E i T & L E B E N

    18 Neue Form gleiche Qualitt. Hilfswerk Salzburg wird Gemeinntzige GmbH.

    H i L F S W E r K

    20 Spielende Hilfe. 2. Hilfswerk-Beach-Soccer-Cup.

    23 Sachwalterschaft in der Kritik. Hilfswerk- Prsident othmar Karas ber reformbedarf.

    25 Herz der Liebe. Hilfswerk Austria international hilft Kindern in Haiti.

    26 Motorisierte Premiere. Das neue Hilfswerk-Mobil.

    27 Hilfswerk Family Tour. Die Stationen im Herbst.

    28 Fun und Action fr Jugendliche. Jugendzentrum Neumarkt am Wallersee.

    29 Bestellservice. Broschren fr Jung und Alt.

    30 Adressen.

    4

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  • Hand in Hand 3/20124

    Wir schaffen das!

    Bettina S. ist berufsttige, alleinerzie-hende Mutter und hat fr zwei schul-pflichtige Kinder zu sorgen. Jeder Tag erfordert genaue Planung, dennoch muss sie laufend improvisieren, damit alles klappt und weder Familie noch Beruf zu kurz kommen. Trotzdem fhlt sie sich nicht wie im Hamsterrad. Denn sie hat gelernt, mit der Mehr-fachbelastung umzugehen. Ich muss nicht alles alleine schaffen!, war die wichtigste Erkenntnis, um einer ber-belastung, einem Burn-out, vorzu-beugen. Ein Hort nach der Schule, die Groeltern und Nachbarn, die hin und wieder auf die Kinder aufpassen, geben Bettina S. den notwendigen Freiraum, dass sie auch Zeit fr sich selbst hat, um wieder neue Kraft zu tanken.

    Familire RckbindungViele Menschen haben eine Scheu, Hilfe anzunehmen, sagt Winfried Trbinger, rztlicher Leiter beim psychosozialen Dienst im Hilfs-werk Steiermark. Sie haben Angst, dass dies als Schwche ausgelegt wird. Dabei ist die Hilfe oft nah. Freunde, Nach-barn und Familie knnen eine groe Untersttzung sein, nicht nur um Aufgaben loszuwerden, sondern auch

    Hilfe annehmen und sich stark machen. Immer mehr Menschen fhlen sich stark belastet. Selbst Bildung und Wohlstand sind keine Garantie, dass Mehrfachbelastungen gut bewltigt werden. Soziale Netzwerke helfen in jedem Fall.

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  • Hand in Hand 3/2012 5

    c o v e r S t o r yK I N d e r & j u G e N d

    P F l e G e & B e t r e u u N GG e S u N d h e I t & l e B e N

    h I l F S W e r K

    Monika Gugerell MSc, Fachliche Leitung Gesundheit, Familie und Soziales, Hilfswerk sterreich

    Dr. Winfried Trbinger, rztlicher Leiter beim psychosozialen Dienst im Hilfswerk Steiermark

    >>

    um sich auszutauschen und Rat zu holen, sagt Trbinger. Gerade Men-schen ohne starke familire Rckbindung sollten sich rechtzeitig Untersttzung holen, rt Trbinger. Erbliche UnterschiedeDie seelische Belastbarkeit ist hnlich wie krperliche und geistige Fhig-keiten zum Teil angeboren und lsst sich nur bedingt trainieren, rumt

    Wir schaffen das!

    Trbinger auch mit dem Vorurteil auf, man msse nur wollen, um alles zu schaffen. Menschen, die als Kind eine leichte Auf-merksamkeitsdefizit-/Hyper-aktivittsstrung (ADHS) hatten, sind als Erwachsene

    oft geeigneter, Mehrfachbelastungen zu verkraften. Deren Gehirn arbeitet besser, wenn es fr sie spannender ist. Positive und negative Erlebnisse in der Kindheit wirken sich ebenfalls auf

    die Belastbarkeit aus, sagt Trbinger. Wer als Kind hufig sozialem Spott und Abwertungen ausgesetzt war, kippt spter leichter in eine Krise!

    Frauen besonders gefhrdetFrauen sind bezglich berbelastung besonders gefhrdet, weil sowohl die Kinderbetreuung als auch die Pflege und Betreuung lterer Angehriger in sterreich immer noch vorwiegend von Frauen geleistet wird. Mit der zunehmenden Erwerbsttigkeit der

    die Mue ist die Schwester der Freiheit.Aristoteles

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  • Hand in Hand 3/20126

    c o v e r S t o r y K I N d e r & j u G e N d P F l e G e & B e t r e u u N G G e S u N d h e I t & l e B e N h I l F S W e r K

    Frauen steigt auch deren Mehrfach-belastung. Die Schwelle, fremde Hilfe anzunehmen, ist fr viele Menschen sehr gro. Dabei ist nicht jeder Mensch fr jede Ttigkeit gleich gut geeignet. Das gilt natrlich auch fr die Pflege!, ist Monika Gugerell, fach-liche Leiterin fr Gesundheit, Familie und Soziales im Hilfswerk, berzeugt.

    Untersttzung annehmenAnna B. pflegt und betreut seit sieben Jahren ihre Mutter, fhlt sich aber dennoch nicht ausgebrannt: Es ist schn, dass ich fr meine Mutter da sein kann, aber ich wei, dass ich nicht alles kann. Dazu fehlt mir die Ausbil-dung, aber in vielen Fllen auch die notwendige Distanz. Dafr sind die Fachleute vom Hilfswerk da. Die ge-ben mir auch fr den Alltag wertvolle Tipps, die meiner Mutter und mir das Leben erleichtern. Monika Gugerell stimmt zu: ,Selbstausbeutung bringt niemandem etwas. Besser hin und wieder Auszeiten nehmen und Kraft schpfen als dauerhaft ausfallen! >

    tipps

    Wie Sie sich stark machen Schaffen Sie sich einen persn

    lichen Freiraum, Zeit zum Ab schalten, die sie nur fr sich selbst verwenden!

    Sprechen Sie mit vertrauten ber Ihre Belastungen!

    treffen Sie sich oft mit Menschen, die Ihnen Kraft geben!