health 0104

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  • medianet.at

    health economy

    Bilanz Psychotherapeutische Ambulanz spart Kassen Geld 50

    Schlaganfall Jeder zweite Fall wre verhinderbar, sagen Experten. 51

    Forschung Baxalta punktet mit neuer Arznei fr Bluter 54

    Debatte Experten kritisieren erneut Radiologie institute 55

    Interview Daiichi SankyoManager drngt auf Innovationsfrderung 54

    Freitag, 1. April 2016 cover 49

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    Birken, Grser und esche belasten die volkswirtschaftSie sind die hufigste chronische Erkrankung und verursachen durch Nichtbehandlung hohe volkswirtschaftliche Schden: Allergien. 52

    Kritik an Sozialminister

    Alois Stger Kritische Tne in Richtung Koa-litionspartner deponiert Finanz-minister Hans Jrg Schelling: Die SP hat mit Alois Stger

    im Sozialministerium einen Linksruck vollzogen; Stger

    will eigentlich berhaupt nichts machen, sagte er im Hinblick

    auf Pensionsreformen.

    Grnder als Aufsichtsrat

    Werner Frantsits Die Hauptversammlung der brsenotierten Sanochemia Pharmazeutika AG hat den

    Wechsel von Firmengrnder und Vorstandschef Werner Frantsits in den Aufsichtsrat

    abgesegnet. Neu im Aufsichts-rat ist auch Felix Epper.

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    exkulSIv-IntervIeW

    Oberhauser warnt UnternehmenWIEN. Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SP) findet im medianet-Interview angesichts der Zunahme psychischer Erkran-kungen deutliche Worte: Es kann nicht sein, dass wir auf der einen Seite ber ein niedriges Pensions-alter klagen und auf der anderen Seite feststellen mssen, dass viele der Menschen, die in relativ jungem Alter berufsunfhig bezie-hungsweise invalide werden, weil sie die Geschwindigkeit und Kom-plexitt des Arbeitslebens nicht mehr schaffen. Seite 50

    medianet

  • medianet.at50 health:care Freitag, 1. April 2016

    Von Martin Rmmele

    WIEN. Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SP) findet im medianet-Interview angesichts der Zunahme psychischer Erkrankun-gen deutliche Worte: Es kann nicht sein, dass wir auf der einen Seite ber ein niedriges Pensionsalter klagen und auf der anderen Seite feststellen mssen, dass viele der Menschen, die in relativ jungem Alter berufsunfhig beziehungs-weise invalide werden, weil sie die Geschwindigkeit und Komplexi-tt des Arbeitslebens nicht mehr

    schaffen. Das geht sich dann nicht aus, sagt Oberhauser. Hier seien wir als Gesellschaft aber ganz besonders auch die Unternehmen, die ja Einfluss auf die Gestaltung von Arbeitsprozessen haben auf-gerufen, uns zu berlegen, wie wir gemeinsam gegensteuern knnen.

    Deutliche AnstiegeMit Ende des vergangenen Jahres haben 18.546 Personen Rehabi-litations-Geld bezogen; fast drei Viertel davon gehen auf psychische Erkrankungen zurck. Das geht wie berichtet aus aktuellen Daten

    der Pensionsversicherungsanstalt hervor. Seit Jahren steigt die Zahl der psychischen Leiden und damit auch die damit verbundenen Kran-kenstandstage in den vergan-genen 20 Jahren beinahe um das Dreifache. Die Umstze mit Psy-chopharmaka sind laut einer Stu-die der Donau-Universitt Krems in sterreich zwischen 2006 und 2013 um 31% auf 188 Mio. gestie-gen. Der Anstieg wurde speziell von Antidepressiva und Antipsychotika ausgelst Zahlen, die nicht er-staunen, wenn man bedenkt, dass etwa jeder dritte sterreicher ein-

    mal in seinem Leben psychisch erkrankt und aktuell 900.000 Men-schen jhrlich Psychopharmaka einnehmen. Psychische Erkran-kungen sind in unserer Gesell-schaft unheimlich weit verbreitet, sagte zuletzt wie berichtet Christo-pher Prinz, sterreichischer ko-nom bei der OECD in Paris, einer der beiden Autoren des unter dem Titel Mental Health and Work: Austria erschienenen Berichts.

    Psychische Krankheiten entste-hen multifaktoriell, das heit, es sind gesamtgesellschaftliche Ent-wicklungen und Rahmenbedingun-gen daran beteiligt, beispielsweise Stress, das Arbeitsumfeld, soziale Beziehungen, prekre Situationen, und vieles mehr. Wir brauchen mehr Prvention, aber wir brau-chen auch ein Umdenken in den Arbeitsprozessen, sagt Gesund-heitsministerin Oberhauser nun im Interview.

    Prvention als ZielIm Gesundheitsministerium sei man sich dieser Problematik je-denfalls bewusst und versuche im Rahmen der Mglichkeiten, Verbesserungen umzusetzen. Ne-ben Bewegung und Ernhrung ist psychische Gesundheit die dritte Sule, nach der wir unsere Prven-tionsaktivitten ausrichten, sagt Oberhauser. Das Bundesministeri-um fr Gesundheit habe auerdem einen eigenen Beirat Psychische Gesundheit, der in allen Belangen zu diesem Thema bert und Ver-besserungsvorschlge bringt. Das zeige sich auch in den Rahmen- Gesundheitszielen und in der Kin-dergesundheitsstrategie.

    Wir haben eine Nationale Stra-tegie zur psychischen Gesundheit erarbeitet, in der zehn prioritre Punkte definiert wurden, um de-ren Umsetzung wir uns verstrkt bemhen. Auch in den Rahmenge-sundheitszielen fr sterreich ist eine gesamtheitliche Zielorientie-rung formuliert, um die psychische Gesundheit der sterreichischen Bevlkerung zu verbessern. In Zu-kunft werden wir die psychische Gesundheit weiter in den Fokus stellen, kndigt die Ministerin an.

    Burnout und co: Oberhauser warnt Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser mahnt angesichts steigender psychisch bedingter Krankenstnde und Frh-pensionierungen die Unternehmen zu mehr Achtsamkeit.

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    WIEN. Seit einem Jahr gibt es nun eine ambulante Einrichtung der Kassen, um Menschen den Zugang zur Psychotherapie zu erleichtern und der Unterversorgung in Wien entgegenzuwirken: die Psychothe-rapeutische Ambulanz (pta) des sterreichischen Arbeitskreises fr Gruppentherapie und Grup-pendynamik (AGG). Sie wurde in Zusammenarbeit mit der Wiener Gebietskrankenkasse und der Pen-sionsversicherungsanstalt gegrn-det, um Menschen zu erreichen, die am freien Markt aufgrund zu hoher Kosten und langer Wartezeiten auf Kassenpltze bis dahin keine Psy-chotherapie bekommen konnten.

    Die sich verschrfenden Bedin-gungen am Arbeitsmarkt, der fami-lire Druck, dem viele ausgesetzt sind, und die langen Wartezeiten

    auf wirksame Hilfe lieen den AGG das Gesprch mit der WGKK suchen. Generalsekretrin Maria-Anna Pleischl: Mit der Psychothe-rapie als Prventionsmanahme werden etwa Langzeitkrankenstn-de oder die Chronifizierung psychi-scher Strungen vermieden. Fragen und Probleme, die sich durch die fallweise notwendige Umschulung auf neue Berufe ergeben, werden aufgearbeitet und individuell in den Griff bekommen.

    Breites TeamEin Team von 25 Psychotherapeu-ten auf Honorarbasis, acht ange-stellten Mitarbeitern, davon zwei Psychologen, und einem Konsili-arpsychiater kmmern sich um die 400 Patienten aus dem Reha-bilitationsprogramm in laufenden

    Gruppenpsychotherapien. Das Case Management, das Menschen mit psychischen Problemen helfen soll, wieder in den Arbeitsalltag einzu-steigen anstatt in Frhpension zu gehen, hat die WGKK vor eine groe Herausforderung gestellt. Nun zog WGKK-Obfrau Ingrid Reischl aber eine durchwegs positive Bilanz: Es hat sich herausgestellt, dass es einen enormen Bedarf an ambu-lanten psychotherapeutischen Be-handlungen gibt. Die Probleme, mit denen die Menschen zu kmpfen haben, reichen von Angstzustnden und Depressionen bis hin zu un-terschiedlichsten Persnlichkeits-strungen. Die WGKK hat mit einem Schlag 500 Therapiepltze geschaf-fen. Bei Vollauslastung entsteht der WGKK ein jhrlicher Aufwand von rund zwei Mio. . (red)

    erfolgreiche ambulanzIn Wien wurde vor einem Jahr eine psychotherapeutische Ambulanz gegrndet. Nun wurde eine erste Bilanz gezogen.

    Positive Bilanz: Die Therapeuten Rusnov und Daimel sowie WGKK-Obfrau Reischl.

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    Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser fordert im medianet-Interview von Unternehmen mehr Burnout-Prvention.

    Diabetes wird globales Problem Martin rmmele

    Der Weltgesundheitstag 2016 steht am kommenden Don-nerstag ganz im Zeichen von Diabetes. Die rapide Zunahme dieser und anderer chronischer Krankheiten stellt nicht nur eine Belastung fr die Erkrankten dar, sie stellt auch neue Anforderun-gen an das Gesundheitssystem. Weltweit sind ber 250 Millio-nen Menschen von Diabetes mellitus betroffen. Viele davon sind auch in sterreich nicht diagnostiziert. Waren frher Infektionskrankheiten die hu-figste Todesursache, sind nun chronische, nicht bertragbare Erkrankungen an deren Stelle getreten.Nicht zuletzt deshalb wird oft der Ruf nach mehr Eigenverantwor-tung laut; viele Erkrankungen sind etwa ernhrungsbedingt. Was scheinbar logisch klingt, lst bei Experten auch War-nungen aus. Viele chronische Erkrankungen htten vor allem mit dem Bildungsstand und da-mit zusammenhngend mit dem Einkommen zu tun. Prventive Manahmen mssten deshalb auch soziale und bildungspoliti-sche Manahmen sein.Denn der einstige Alterszucker, wie Diabetes mellitus frher oft bezeichnet worden ist, betrifft zunehmend jngere und junge Menschen. Und das fhrt wiede-rum dazu, dass die Anforderun-gen an das Gesundheitswesen weiter steigen, weil immer mehr und immer jngere Menschen betroffen sind.

  • medianet.at Freitag, 1. April 2016 pharma:report 51

    WIEN. Wrde man Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes, Vorhofflimmern und Fettstoffwech-selstrun