Hearts of Iron 3 Handbuch

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    25-Jun-2015
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inhaltINSTALLATIONSystemvoraussetzungen

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WILLKOMMENHistorischer Kontext

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SPIELBILDSCHIRM, KARTEN & INTERFACES 10A1.0 Startoptionen & Startbildschirm A2.0 Hauptbildschirm-Interface A3.0 Hauptkarte A4.0 Kartenmodi A5.0 Interfaces Wie die HOI 3-Welt funktioniert A6.0 Gelnde A7.0 Wetter A8.0 Tageszeit A9.0 Ressourcen 10 12 14 17 19 25 25 26 27 27

D2.0 Kernprovinzen D3.0 Bedrohung & Neutralitt D4.0 Diplomatische Beziehungen D5.0 Ausrichtungsdrift D6.0 Diplomatische Aktionen D7.0 Bndnisse D8.0 Handelsabkommen D9.0 Expeditionstruppen

37 37 37 37 38 39 39 40

TECHNOLOGIE & FORSCHUNGE1.0 Das Technologiekonzept in HOI 3 E2.0 Theorie gegen Praxis E3.0 Wissensverfall E4.0 Forschung E5.0 Technologie-Upgrades E6.0 Technologie-Lizensierungen E7.0 Technologiespionage

4141 41 41 41 43 43 43

WIRTSCHAFTB1.0 Industriestrke (IS) B2.0 Ressourcenbedarf B3.0 Ressourcen & Handel B4.0 Schulden B5.0 Spezielle Komintern-Regel B6.0 Erdl & Treibstoff B7.0 Geld B8.0 Konsumgter B9.0 Kriegsmdigkeit (KM) B10.0 Mobilisierung

2929 29 29 30 30 30 30 30 30 30

POLITIK & REGIERUNGF1.0 Regierungen F2.0 Innenpolitik F3.0 Ereignisse, Entscheidungen und Gesetze F4.0 Mobilisierung F5.0 Nationaler Zusammenhalt F6.0 Exilregierungen F7.0 Besatzungsregierungen & Besatzungspolitik F8.0 Befreiung von Lndern F9.0 Marionettenstaaten F10.0 Partisanen & Rebellen F11.0 Kriegsmdigkeit F12.0 Kapitulation, Frieden & Annektierung

4444 45 45 46 46 47 48 48 48 48 49 49

PRODUKTIONC1.0 Mannstrke C2.0 Einheitenbau-Interfaces C3.0 Trgergeschwader C4.0 Reservedivisionen C5.0 Platzierung gebauter Einheiten

3232 32 34 35 35

AUFKLRUNG & ORTUNGG1.0 Aufklrungs- & Spionagekonzepte G2.0 Aufklrungsstufen G3.0 Anzeige aufgeklrter Einheiten

5050 51 51

DIPLOMATIED1.0 Fraktionen

3636

NACHSCHUB & LOGISTIKH1.0 Infrastruktur

5353

4

H2.0 Durchsatz H3.0 Logistiktechnologie H4.0 Nachschub & Nachschubwege H5.0 Einheiten ohne Nachschub H6.0 Nachschub-Kartenmodus H7.0 Erdl & Treibstoff H8.0 Konvois H9.0 Flottenversorgung H10.0 Nachschubabwurf H11.0 Logistiktechnologie H12.0 Strategische Verlegung

53 53 54 54 54 54 54 56 56 56 56

L7.0 Taktische Luftuntersttzung und Luftnahuntersttzung

80

LUFTKRIEGSFHRUNGM1.0 Lufteinsatz-Interface M1.2 Spezifische Einsatzbefehle M2.0 Ortung & Luftverteidigung M3.0 Kampf: Statistiken & Werte M4.0 Luftkampfergebnisse M5.0 Kampfeffizienz-Modifikatoren M6.0 Taktische & Luftnahuntersttzung M7.0 Luftlandeoperationen

8181 82 82 83 83 84 84 84

MILITREINHEITENJ1.0 Enheiten-Interfaces J2.0 Marsch J3.0 Mannstrke J4.0 Einheiten-Organisation J5.0 Landeinheiten J5.2 Gefechtsbreite (Fronten) J6.0 Lufteinheiten J7.0 Marineeinheiten

5757 58 59 59 59 60 63 64

SEEKRIEGSFHRUNGN1.0 Marineeinsatz-Interface N2.0 Suche, Erkennung & Ortung N3.0 Schiffsgefechte N4.0 Kampfeffizienz-Modifikatoren N5.0 U-Boote N6.0 Konvoi/Geleitreserven & Einsatz

8585 86 86 88 89 89

MILITRVERWALTUNGK1.0 Verwaltungskonzepte K2.0 Kommandoeinheiten & Kommandostruktur K3.0 Kommandeurskonzepte K4.0 Kriegsschauplatz-Kommandos K5.0 Doktrinen K6.0 Sttzpunkte K7.0 Reparaturrate

6666 66 68 69 71 72 72

STRATEGISCHE KRIEGSFHRUNGP1.0 Auswirkung strategischer Kriegsfhrung P2.0 Raketen P3.0 Atomwaffen (Atombomben)

9090 90 91

SIEG & SIEGESPUNKTE MULTIPLAYERR1.0 Start eines Multiplayer-Spiels R2.0 Multiplayer-Start-Interface R3.0 Multiplayer-Lobby R4.0 Der Metaserver R5.0 Multiplayer-Gameplay

92 9393 93 94 94 95

LANDKRIEGSFHRUNGL1.0 Marsch = Angriff L2.0 Fronten & Hauptkampflinie L3.0 Statistiken & Kampfwerte L4.0 Kampfergebnisse L5.0 Kampfeffizienz-Modifikatoren L6.0 Betrachtungen nach Gefechtsende

7373 73 75 75 78 80

Credits

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INSTALLATIONSystemvoraussetzungenZum Spielen von Hearts of Iron III muss Ihr PC den folgenden Systemvoraussetzungen wenigstens gleichkommen: Betriebssystem: Microsoft Windows XP / Vista Prozessor: Intel Pentium IV 2.4 GHz oder AMD 3500+ (Single Core) Speicher: 1 GB RAM (2 GB RAM bei Vista) Festplattenspeicherplatz: 2 GB verfgbar Grafikkarte: NVIDIA GeForce 6800 oder ATI Radeon X850XT bzw. bessere Modelle Soundkarte: DirectX-kompatible Soundkarte DirectX-Version: DirectX-Version 9.0c (4.09.0000.0904)

InstallatIonsverfahrenLegen Sie die Hearts of Iron III-CD in Ihr CD-ROM-Laufwerk. Falls Sie auf diesem Laufwerk Autoplay aktiviert haben, wird der Installationsbildschirm automatisch angezeigt. Falls Autoplay nicht startet oder fr dieses Laufwerk deaktiviert ist, klicken Sie auf Start>Ausfhren. Geben Sie dann zum Start des Installationsprogramms X:\Setup.exe ein (ersetzen Sie X mit dem CD-ROM-Ziellaufwerk, in das Sie die Hearts of Iron III-CD eingelegt haben - normalerweise ist das auf den meisten Systemen D oder E). Folgen Sie zur Installation des Spiels dann einfach den Bildschirmanweisungen.

auf dem laufenden bleIbenDie Firma Paradox engagiert sich sehr fr ihre Kunden und meiner Erfahrung nach ist ihre Produktuntersttzung in der Spieleindustrie ohnegleichen. Die Entwickler lesen (und beteiligen sich hufig) an den Diskussionen in den ffentlichen Foren und implementieren nach der Verffentlichung des Spiels oft noch einige der besten Funktionen oder Verbesserungen, die von den Spielern gefordert werden. Die Paradox-Entwickler nehmen auerdem kleinere Modifikationen an existierenden Spiel-Features vor und eliminieren gelegentlich auftretende Bugs, die beim Testing bersehen wurden. Sie knnen direkt auf die Download-Seite bei www.paradoxplaza.com/downloads gehen (in die Rubrik HoI3) oder Teil der stetig wachsenden Online-Community unter forum.paradoxplaza.com werden (in derselben Rubrik)

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WILLKOMMENHistorischer KontextIn ganz Europa und Ostasien lag Mitte der 1930er Jahre Krieg in der Luft. Niemals zuvor war die Welt als Ganzes derart aufgewhlt und verngstigt gewesen. Obwohl jedermann ein Wiederaufflammen des Krieges frchtete, weigerten sich die meisten, ernsthaft ber die tatschliche Mglichkeit nachzudenken. Leugnen sollte die Entwicklung jedoch nicht aufhalten knnen: Die Zwistigkeiten nahmen im Laufe der 1920er und 1930er Jahre zu, und im Jahr 1936 waren bereits auf zwei Kontinenten Kriege ausgebrochen, anderenorts war man kurz davor. Europa stand im Lichte eines unsicheren wie halbherzigen Friedens kurz vor dem Kollaps. Die unterdrckten Spannungen brachten selbst den pazifischen Ozean schier zum Kochen. Die Russen hatten sich im Jahr 1917 inmitten zweiter Revolutionen aus dem Ersten Weltkrieg zurckgezogen und die Reste der einst legendren absoluten Monarchien Europas in den gefrorenen Schlamm der Steppen getrampelt. Seitdem hatte das russische Volk unter einem kurzen, aber von den Westmchten erbittert gefhrten gegenrevolutionren Krieg zu leiden gehabt, der zur Grndung der Sowjetunion fhrte, einem isolationistischen, Auslnder frchtenden Staat. Die darauf folgende, zerrttete Zeit der Industrialisierung und der Wahnsinn des stalinistischen Totalitarismus fhrten dazu, dass sich die Russen noch mehr frchteten. Das riesige China war ein Spielplatz miteinander kmpfender Kriegsfrsten, die, wenn sie nicht gerade die aufstndischen Kommunisten oder die japanischen Invasionstruppen bekmpften, untereinander um die Vorherrschaft in China stritten. Japan hatte die Eroberung Chinas beschlossen, sich damit jedoch bernommen. Die USA duldeten das Blutbad nicht, dass die Japaner in China anrichteten und schnitten Japan deshalb von dringend bentigten l- und Stahlimporten ab. Viele der japanischen Entscheidungstrger waren der Ansicht, dass sich Japan nur durch weitere Kriege aus dem chinesischen Dilemma befreien wrde knnen. Die Eroberung weiterer Lnden zur Sicherung dringend bentigter Kautschuk- und Erdllieferungen schien unvermeidlich. Japan selbst litt jedoch unter innenpolitischen Querelen, kmpften doch an Demokratie, Kommunismus und Faschismus ausgerichtete Fraktionen um die Macht. Auch die Marine und Armee Japans war in diese Machtkmpfe verstrickt. Politisch motivierte Morde waren zu einem gngigen Mittel der Politik geworden, und das Militr stand kurz davor, sich eine Verfassungslcke zur de facto-bernahme der Regierungsgewalt zunutze zu machen. Die Lage in Europa war nicht weniger kompliziert Der Sozialismus war fr die Lnder Europas nichts Neues. Die bolschewistische Revolution in Russland hatte jedoch weltweit marxistische und leninistische Bewegungen ins Leben gerufen und ironischerweise zur Wiederauferstehung des Sozialismus als moderate Alternative zum extremistischen Kommunismus gefhrt. In den frhen 1920er Jahren hatte Benito Mussolini eine nationalistisch orientierte Form des populistischen Sozialismus in Italien geschaffen, die er zu Ehren des alten Roms Faschismus nannte. Zu dieser explosiven Mischung kam schlielich noch die internationale Weltwirtschaftskrise der spten 1920er Jahre: Der Ausbruch der Groen Depression entfachte und ermchtigte alle nicht-traditionellen Ideologien, sich auf dem gesamten Kontinent gegen die konservativen Monarchien und liberalen Demokratien auflehnten. Der Faschismus fasste in verschiedenen Formen auch in Portugal, Spanien, sterreich, Ungarn, Bulgarien, Rumnien und andernorts Fu. Selbst eher liberal ausgerichtete Regierungen wurden zur Bekmpfung aufstrebender sozialistischer und kommunistischer Bewegungen in ihren Lndern autoritrer. In Deutschland verband Adolf Hitler in seiner Nationalsozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands faschistisches Gedankengut mit glhendem Rassenhass. Wahlerfolge in der Weimarer Republik ermutigten ihn schon bald, von Reichsprsident Hindenburg seine Ernennung zum Reichskanzler zu fordern. Die von vorherigen Regierungen in Zeiten der Groen Depression zur Stabilisierung Deutsch