Heil und Diaetwinke (Jakob Lorber)

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    13-Dec-2014
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    Spiritual

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Durch das Innere Wort empfangen von Jakob Lorber und Gottfried Mayerhofer

Transcript of Heil und Diaetwinke (Jakob Lorber)

  • 1. Sammlung neu ~ theosophischer Schriften. No. 48. -------------------- Heil ~ Dit und Lebenslehr ~ Winke mit Beleuchtung der Schutzpocken Impfung u. s. w. Des Vegetarismus, des Heilmagnetismus u. s. w. Der Krankheitsursachen und des Leidensweckens Trost und Licht vom heiligen Lebens ~ Meister kundgegeben fr Herzens ~ EinfltigeDa eben diese nur fhig sind zur fruchtbaren Erkenntnis der eigentlichen Wahrheit.
  • 2. Zweite nahezu verdoppelte Auflage (280Seiten) Neu ~ theosophischer Verlag (Johs. Busch Nachf.) Bietigheim a. E., Wrttemberg 1895 Unser Wissen ist Stckwerk!Einfachheit ist der Stempel der Wahrheit. Ich, der Herr bin dein Arzt.
  • 3. Es kann dem aufrichtigen Menschenfreunde nicht entgehen, da die Verirrung der Menschheit inM a t e r i a l i s m u s nicht allein den moralischen Verfall bedingt, sondern dieser schlimmsteFeind, diese geistige Rohheit so zu sagen ist auch die eigentliche Pandorabchse, auswelcher die vielerlei leiden und Krankheiten entspringen; denn diese verkehrte Richtung fhrt zua l l e r l e i G e n u s s s u c h t , und also mehr und mehr vom Pfade der Natur ab; so wie dieSeele des Materialisten des innersten lebensfernes aller Moral: der R e l i g i o n entbehrt, unddadurch elend wird, und verschlimmernd selbst auf die sozialen Verhltnisse einwirkt, so sinktdabei auch der leibliche Gesundheitszustand im Allgemeinen stets mehr; und deshalb ist es alse i n e w a h r e W o h l t a t zu bezeichnen, wenn diesbezgliche, auf das eigentliche wahre(dreifache) Wesen des Menschen gegrndete Heil-, Dit- und Lebenslehr- Winke gegebenwerden, deren Befolgung so vielfach sich als echt bewhrten.Den wenigen treuen Mithelfenden drcken wir auch hier dankbar die Bruderhand mit der Bitte: fahret fort im edlen wirken, denn Die Liebe hret nimmer auf! und der Himmelsvater, alsUrquell der liebe, des Lichtes und alles Guten wird Euch auch ewig segnen!So mge den redlich Suchenden aus diesen hier in bedeutend vermehrter 2. Auflage vorliegendenGnadenwinken Heil und Segen ersprieen, und damit die Herzen sich mit Dank und liebe erfllenzum hl. Geber! Amen. D. Hsg.
  • 4. An alle Heilknstler Empfangen vom Herrn durch G. Mayerhofer, am 8. Januar 1875.So Viele von euch geben sich mit der Heilkunst ab, widmen derselben ihr ganzes Leben,studieren und mhen sich ab, wo am Ende wenn ein Doktor die Wahrheit reden will ereingestehen mu, da er N i c h t s w e i , und da es zu viel gesagt ist, ein knstlichaufgebautes Gebude von Erfahrungsstzen, bertncht mit lauter griechischen und lateinischenNamen eine Wissenschaft zu nennen, von welcher man doch eigentlich berzeugt sein sollte,da man blind vor einem Labyrinthe von Faktas steht, wozu Der Faden Ariadnes noch nichtgefunden ist. Denn was ist der letzte Schlusssatz, mit welchem rzte sich entschuldigen, wenn esnicht geht wie sie wollen? er heit: nicht ich, sondern die Natur heilt!Nun eben hier sind wir bei dem angekommen, von wo aus Ich erst anfangen will, und zwarmit zwei Fragen: Erstens, was heit heilen? und zweitens, was heit N a t u r ? denn derSatz: die Natur heilt ist zwar gleich ausgesprochen, aber nicht so bald erklrt, und zwar also,da Jedermann es fassen knnte.Hier will Ich also wieder einen Baustein zu der Grundmauer Meines Erkenntnis-Palasteshinzufgen, damit ihr wieder deutlicher merken sollet, da, wenn ihr auch viele Wissenschaftenstudiert habt, ihr doch Nichts wisset. Meine Gewohnheit ist und war stets, wenn Ich etwaserklren will, selbes deutlich und fasslich vor Jedermanns Blicken darzulegen, wie dieberzeugung, da 2 mal 2 vier gibt; denn nur wenn etwas klar auseinandergesetzt ist, kann eseinleuchtend fr Andere sein.Nun sehet, das erste Wort h e i l e n , was es bedeutet und wie es gebraucht wirt, wollen wirzuvor untersuchen, ehe wir an das wie gehen. G e s u n d h e i t heit im Allgemeinen ein solcher Zustand, sei es moralisch, geistig oderkrperlich, wo der normale Lebensgang aller Organe und deren Funktionen in nichts gestrt ist,und der Mensch oder das Tier oder jedes lebende Wesen das Vorhandensein des einzelnenOrganes nicht fhlt, oder gleichsam nicht zu sagen wei, ob und wo es existiert. Sobald nundurch innere oder uere Einflsse dieser normale Zustand gestrt ist, so fhlt sich das Tier oderder Mensch krank, in geringem Grade unpsslich. In diesem Zustande geben sich Schmerzenin den verschiedenen Teilen des Krpers kund, und zeigen dadurch an, da es im ganzenOrganismus des lebenden Wesens nicht so geht, wie es sein sollte.Diese Strung nun zu beseitigen, damit die Organe ihre Funktionen unbewusst wie frher wiederweiter fhren sollen, dieses heit man heilen, d.h. den Kranken von seinen bel stndenbefreien. Nun, dieses Heilen geschieht, wie ihr wisset, auf verschiedene Art und nachverschiedenen Systemen, welche Ich euch anderswo deutlich erklrt habe. (siehe Seite 15. D.Hsg.) Nun fragt sich aber: Was geschieht denn eigentlich bei jeder Heilung, sei es nach wasimmer fr einem Systeme?Beim Heilen oder Entfernen von bel stnden, die den Menschen oder jedes andere lebendeWesen betreffen, sucht man durch knstlich angewandte Mittel das Bsartige zu entfernen unddurch Gutes zu ersetzen, oder man sucht den eigenen Organismus des Kranken so zu reizen, da
  • 5. die leibenden Organe selbst das ausscheiden, was den Heilknstlern durch ihre Heilmittel nichtgelingen will, welches eigentlich die so genannte Heilung durch die Natur selbst ist.Nun um auf den Grund zu kommen, und um wie einst ein groer Krieger den gordischenKnoten auf Einmal zu lsen, wollen mir diese ganze Sache von einer andern Seite betrachten, unddann dahin, wo mir stehen geblieben, zurckkehren.Sehet, schon oft habe Ich euch gesagt, da Alles, was besteht, nur g e i s t i g als Hauptsache,und materiell als Nebensache zu betrachten ist. Auch hier mssen wir nicht allein die Menschenund alle lebenden Wesen, sondern das ganze geschaffene Universum von einer ganz andern Seitebetrachten, um zu dem kleinen Worte heilen und zu dem Satze die Natur heilt mit Vorteilzurckkehren zu knnen.Alles Geschaffene ging aus Mir hervor, und wurde durch Meinen mchtigen Willen ins Daseingerufen. Alles was geschaffen, ist aber nicht das Nmliche, sondern unzhlbare Welten,unzhlbare Geschpfe, unzhlbare Geister in allen mglichen Stufen bis in Meine nchste Nhemachen das ganze Universum aus.Alles was geschaffen wurde, hatte und hat noch seine eigene Organisation, seine eigene Art desEntstehens, des Bestehens und des Vergehens, und des bergehens in andere Formen. Nun fragtsich: aus was besteht denn Alles?Sehet, schon frher, durch den Vorgnger Meines jetzigen Schreibers erklrte Ich euch Mein Ichals Wesen von sieben Geistern oder Haupt-Geistes-Eigenschaften Meines Ichs*); dieseEigenschaften krperlich Materiell betrachtet sind eben auch die Basis alles Bestehenden; dennwie sie geistig Alle Mich ausmachen, so machen einzelne von ihnen in verschiedenenVerhltnissen alle kreatrliche Welt und alle Materie aus.*) man sehe im groen Evangelium Johannes, Bd. 4, S. 588 ff, (1. Aufl.), sowie in Nr. 21: Schlssel zur Apokalypse. D. Hsg.)Die sieben Eigenschaften herausgetreten aus der Drei (faltig) Einigkeit, sind also auch dieHauptsachen in der Schpfung, welche proportionell die Individuen und Gegenstnde bilden,entsprechend in Materie ausgedrckt.Hier kommt aber noch hinzu, da wie zu kalt und zu warm das nmliche Produkt erzeugen,wovon man bei euch das Sprichwort hat: die Extreme berhren sich, welches heien will: einejede Eigenschaft Meines Ichs kann im hchsten gesteigerten Falle, ohne weisheitliche Umsicht,in entgegengesetzte Eigenschaften sich verkehren, oder wenn Meine Attribute Tugenden, dieentgegengesetzten Laster genannt werden knnen, so erhellt also auch aus diesem, da nebenMeinen 3 oder 7 Eigenschaften als gttlichen Eigenschaften es ebenfalls ebenso viele hllischegeben kann, welche bei der Erschaffung von materiellen und immateriellen Wesen undGegenstnden deren Verschiedenheit mitbedingen.Nun gehen wir um einen Schritt weiter und sagen ferner: alle euch bis jetzt chemisch bekanntenElemente, sei es des Erdkrpers, der darauf lebenden Wesen, selbst des Lichtes, bis auf die voneuch festgesetzten und euch unauflsbaren Elemente sind zusammengesetzt eben aus materiellennoch feineren Atomen und Elementen, die materiell teils Meine und teils die entgegengesetztenMeines Gegners reprsentieren.
  • 6. Ihr knnet euch auf die Entsprechungs-Sprache nicht berufen, denn ihr verstehet sie nicht; aberseid versichert: sie existiert deswegen doch, und wird euch einst als Geister in hheren Sphrenwohl verstndlich werden.Wenn ihr nun einen Gegenstand oder was immer betrachtet, so msset ihr dabei stets denken:dieses Ding oder Wesen ist zusammengesetzt aus Geistig-Gebundenem, als Materie sichtbar oderfhlbar, es enthlt Elemente