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Transcript of Heiliger Geist, wer bist du, wo bist du? - .wer bist du, wo bist du? 4 6 8 10 12 14 ... bei uns...

  • JUNI - AUGUST 2014NEUES AUS DER GEMEINDE TERMINE & VERANSTALTUNGEN

    Heiliger Geist,wer bist du,wo bist du?

  • 4

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    14

    A U F E I N W O RT

    Liebe Leserinnen und Leser!

    Ihre Pfarrerin Clarissa Graz

    2

    I N H A LT

    Was und Wann 16

    Tipps fr den Sommer 20

    Freud und Leid 22

    Gottesdienste 24

    Wer und Wo 27

    Impressum 28

    3

    Vater, Sohn und heiliger Geist

    Alle betrunken?

    Pfingst-Open-Air

    Freikirchliche Pfingstgemeinde

    Pfingstmarkt Wiesbaden

    Konfifoto

    Tite

    lfoto

    : Teg

    eler

    Bolle reiste jngst zu Pfingsten, nach Pankow war sein Ziel, da verlor er seinen Jngsten mitten im Ge-whl so singen die Berliner gern. Das passt bis heu-te, denn zu Pfingsten feiert Berlin seit fast 20 Jahren den groen Karneval der Kulturen.

    Als ich noch in Berlin gelebt habe, stellte sich mir jedes Jahr die Frage: Kirche oder Karneval?. Wenn`s gut lief, klappte beides. Genau diese Mischung hat mir gefallen: Die Kirche in die Welt holen und die Welt in die Kirche.

    Verstehen auf offener Strae, Verstndigung unter den Vlkern, Eins-Sein-Im-Geist, das ist die Botschaft von Pfingsten von Anfang an. Die ganze Welt war auf den Beinen, damals in Jerusalem. Mittendrin Petrus und die anderen, die nach drauen gehen, rein ins groe Wunder des Verstehens: Wir hren sie in unseren Sprachen von den groen Taten Gottes reden. (Apostelgeschichte 2, 11).

    Die Jnger werden nach drauen gelockt. Nicht nur, um zu staunen, was da al-les los ist, sondern um das Wort zu ergreifen, Position zu beziehen, von Gott zu erzhlen. Dieser Gott ist da, wo Menschen gro werden, frei und schn, wo sie sich was trauen und ber sich selbst hinaus wachsen. Dieser Gott wirkt, wenn sie ihre Stimme gebrauchen zum Reden und zum Singen, ihre Hnde zum Anpacken und Gestalten, ihre Fe zum Tanzen und Springen, ihren Geist zum Trumen. Davon, wie die Welt wre und sein knnte, wenn die Menschen sich untereinan-der als Gottes Kinder achteten.

    Da spielt die Musik, da weht Gottes Geist. Da will Gott uns haben! Es ist gut, zu wissen, wo man herkommt. Und es ist dann gut, sich in der Begegnung mit dem Anderen berraschen zu lassen. Dazu muss man nicht erst in die Hauptstadt gehen. Das fngt schon vor der eigenen Kirchentr und der eigenen Haustr an.

  • QQuelle fr Verstand, Inspiration und Kraft?

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    Wenn man nher hinschaut, taucht der Heilige Geist hufiger auf als erwartet: Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, so beginnen wir jeden Gottesdienst und mit dieser Wendung wird getauft.

    In der Bibel taucht er brigens schon ganz am Anfang in der Schp-fungsgeschichte auf: Gottes Geist schwebte ber dem Wasser.

    Maria empfngt durch den Heiligen Geist ihr Kind auch so eine Geschichte, die mir nicht unmittelbar eingngig ist und grere theologi-sche Deutungsanstrengungen erfor-dert.

    Pfingsten verbinden wir da-mit, dass sich Jesus von seinen Jn-

    gern verabschiedet und sie (und uns) motiviert in die Welt zu gehen, zu predigen und die Frohe Botschaft zu verbreiten. Dazu soll ihnen der Heilige Geist die Kraft geben.

    Die Pfingstgeschichte Men-schen aus aller Welt feiern und stau-nen, dass pltzlich jeder jeden in sei-ner Muttersprache reden hrt ist eingngig und die Botschaft aktuell. Das kennen wir doch alle: Wir mei-nen, wir htten uns klar ausgedrckt, unser Gegenber versteht aber etwas ganz anderes als wir gemeint haben. Kommunikationsschwierigkeiten gibt es sogar schon, wenn alle dieselbe Muttersprache haben. Noch kompli-zierter wird es, wenn wir mit Men-

    Pfingsten ist das Fest der Ausgieung des Heiligen Geistes. so hie es, als ich Kind war, recht floskelhaft auf meine Frage, warum wir eigentlich einen Feiertag htten. Dieselbe Formulierung findet man noch heute auf der Web-site der Evangelischen Kirche in Deutschland. Ehrlich gesagt: Ich konnte mir darunter nie viel vorstellen. Weihnachten und Ostern, dazu fallen schon je-dem Kind die biblischen Geschichten ein und mit zunehmendem Alter findet man fr diese Feste eine persnliche Bedeutung. Was kann ich mir unter dem Heiligen Geist vorstellen, der Pfingsten im Mittelpunkt steht?

    schen mit anderer Muttersprache oder aus anderen Kulturen reden und zusammenleben wollen oder ms-sen. In der Pfingstgeschichte kommt unsere Sehnsucht nach reibungslo-ser, funktionierender Kommunikation zum Ausdruck. Der Heilige Geist soll`s mglich machen: Jeder versteht jeden.

    So wird der Heilige Geist b-licherweise als Quelle von Inspiration und Kraft beschrieben. Sozusagen die gefhlsmige Dimension des Glau-bens im Gegensatz zu der gerade bei uns Protestanten oft sehr ver-standesmigen Herangehensweise.

    Ja, das kann ich nachvollziehen, dass Glaube begeistert, inspiriert und Kraft gibt. Manchmal bei den Ritualen un-serer Kirche leider viel zu wenig, aber fr mich jedenfalls auf dem Kirchen-tag, durch Musik, im persnlichen Ge-sprch oder zum Beispiel auch beim Texten oder Gestalten des Gemein-debriefes. Aber brauche ich dazu die Figur des Heiligen Geistes? Fr mich bleibt er der diffuseste, unbegreiflich-ste Teil unseres dreigeteilten oder dreieinigen Gottes. Ich bleibe weiter auf der Suche nach Antworten.

    Elke Tegeler

    QQQ

  • 6

    Am Pfingstmontag, den 9. Juni, findet um 11.00 Uhr im Langwerther Hof in Eltville bei schlech-tem Wetter in St. Peter und Paul der diesjhri-ge kumenische Pfingst-gottesdienst statt.

    AAlle betrunken?Als das Pfingstfest kam, wa-

    ren wieder alle, die zu Jesus hielten, versammelt. Pltzlich gab es ein mchtiges Rauschen, wie wenn ein Sturm vom Himmel herabweht. Das Rauschen erfllte das ganze Haus, in dem sie waren. Dann sahen sie etwas wie Feuer, das sich zerteilte, und auf jeden lie sich eine Flammenzunge nieder. Alle wurden vom Geist Gottes erfllt und begannen in anderen Spra-chen zu reden, jeder und jede, wie es ihnen der Geist Gottes eingab. () Auer sich vor Staunen riefen sie:

    Die Leute, die da reden, sind doch alle aus Galila! Wie kommt es, dass jeder von uns sie in seiner Mut-tersprache reden hrt? Wir kommen aus Persien, Medien und Elam, aus

    Mesopotamien, aus Juda und Kappa-dozien, aus Pontus und aus der Pro-vinz Asien, aus Phrygien und Pamphy-lien, aus gypten, aus der Gegend von Zyrene in Libyen und sogar aus Rom. Wir sind geborene Juden und Fremde, die sich der jdischen Gemeinde an-geschlossen haben, Insel- und Ws-tenbewohner. Und wir alle hren sie in unserer eigenen Sprache die gro-en Taten Gottes verknden!

    Erstaunt und ratlos fragten sie einander, was das bedeuten solle. Andere machten sich darber lustig und meinten: Die Leute sind doch betrunken!

    Apostelgeschichte 2, 1-13, aus Gute Nachricht Bibel

    Fotos: Boos, Ritter, Tegeler

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  • PPfingst-Open-Air gestern und heuteAnfang der 90er kam die Idee

    des gemeinsamen Gottesdienstes im kumeneausschuss der evangeli-schen und der katholischen Kirchen-gemeinde in Eltville auf. Im katho-lisch geprgten Rheingau war das fr damalige Verhltnisse immer noch eine recht innovative Idee. Glckli-cherweise hatte unser Posaunen-chor damals schon gute Kontakte zur katholischen Gemeinde geknpft, auf denen man aufbauen konnte.

    Sonja Marquardt und Wer-ner Gundlach, beide engagierten sich damals stark fr den kumenischen Gedanken, erinnern sich an die ersten gemeinsamen Gottesdienste, die zu-nchst abwechselnd in den evange-lischen und katholischen Kirchenge-buden gefeiert wurden.

    Dann zog man ans Rheinufer um: Neben der alten Kelter vor dem Eingang zum Burggraben wurden der Altar und das groe Holzkreuz errich-tet. Von dem Dach der Kelter wehten die Fahnen beider Konfessionen. Es reichten einige Bnke, weil nur weni-ge Gottesdienstbesucher teilnahmen. Manche waren zufllige Besucher, die gerade vorbeiliefen oder mit dem Rad unterwegs waren. Die Predigt wur-de wechselweise vom katholischen und evangelischen Pfarrer gehalten, die Liturgie zusammen gestaltet und in weiten Teilen von Gemein-demitgliedern umgesetzt. In diesen Zeiten nahm die Mitarbeit der Ge-

    Wie schon seit einigen Jahren findet auch dieses Jahr der kumenische Pfingst-gottesdienst am Pfingstmontag im Langwerther Hof in Eltville statt. Dies war nicht immer so; die ersten Gottesdienste waren noch ganz anders.

    Fotos: Ritter

    8 9

    meindemitglieder im Pfingstgottes-dienst noch einen greren Raum ein, heute gibt es genug Haupt-amtliche, die das von den Laien en-gagiert ins Leben gerufene Projekt p r o f e s s i o n e l l weiterfhren.

    Ein Gottesdienstthema war z.B. Feuer und Flamme als Symbol fr die Ausschttung des Heiligen Geistes und stellte auch einen Be-zug zu Hildegard von Bingen her. In einem anderen Gottesdienst wurde die Geschichte Turmbau zu Babel behandelt. Sonja Marquardt erinnert sich noch an den Schreckmoment, als der sinnbildlich aus Kartons aufge-baute Turm vom Wind umgeblasen und somit das Ende der Geschichte schon frhzeitig vorweg genommen wurde. Gefeiert wurde am Donners-tag vor Pfingsten und damit immer in der Gebetswoche fr die Einheit der Christen.

    2005 fand der kumenische Pfingstgottesdienst im Burghof statt und von dort war es nicht mehr weit zum Langwerther Hof, der seit 2006 von der Familie Langwerth von Sim-

    mern zur Ver-fgung gestellt wird. Auch wird nicht mehr am Donnerstag vor Pfingsten, son-dern an Pfingst-

    montag gefeiert. So wurde aus dem anfnglich kleinen, liebevoll improvi-sierten Gottesdienst ein reprsentati-ves Pfingstevent, fr dessen ca. 400 Besucher ein paar Bnke schon lange nicht mehr ausreichen. Zwei evange-lische Pfarrer und vier (!) Vertreter der