Heinrich Held Inhaltliche Erfassung zur Heckenstaller ... Schlie£lich erwarb Deutinger nach...

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Transcript of Heinrich Held Inhaltliche Erfassung zur Heckenstaller ... Schlie£lich erwarb Deutinger nach...

  • Heinrich Held

    Inhaltliche Erfassung zur Heckenstaller-/Deutinger-Sammlung

    Vorbemerkung

    Unter dem Eindruck der Säkularisation war das Bestreben groß, die Erinnerung an das alte Bistum

    Freising zu wahren. Nicht aus Bedürfnissen der weiter arbeitenden Bistumsverwaltung, sondern

    aufgrund des Wunsches, die Geschichte des alten Bistums zu bewahren, begannen deshalb Joseph

    von Heckenstaller, Franz von Paula Hoheneicher und Joseph Wiesheu, die alle drei in der Verwaltung

    des Bistums bzw. des ehemaligen Hochstifts tätig waren, Unterlagen aus Freisinger Provenienzen, die

    in unterschiedlichen Besitz gelangt waren, zu sammeln.

    Joseph von Heckenstaller

    Der Name Joseph von Heckenstallers ist eng mit einem zentralen Bestand zur Geschichte des alten

    Bistums Freising verbunden - der nach ihm benannten Sammlung. Es war das Verdienst

    Heckenstallers, der in der Frühzeit seiner Tätigkeit in der Freisinger Bistumsverwaltung u.a. zwischen

    1790 und 1796 mit der Neuordnung des Hochstiftsarchivs betraut war, "eine gewisse Anzahl von

    Acten, die der Vernichtung geweiht waren oder harrten, derselben entzogen zu haben; sie kamen

    nach München und bildeten den Anfang der Sammlung, die nun seinen Namen trägt" (vgl. Vgl.

    Joseph Zahn, Heckenstaller´s Frisingensia zu München, in: Notizenblatt. Beilage zum Archiv für Kunde

    österreichischer Geschichtsquellen 8 (1858) 253-256). Die gesammelten Materialien, verbunden mit

    eigenen Notizen, hinterließ er nach seinem Tod 1832 dem neuen Erzbistum München und Freising.

    Martin von Deutinger

    Ihre heutige Gestalt und ihren eigentlichen Umfang erhielt die Sammlung jedoch erst durch

    Generalvikar und Dompropst Martin von Deutinger, der "mit grossen Opfern von Geld und Zeit, mit

    vieler Mühe und Hingebung nach und nach sehr viele zerstreute und in Privathände gekommene

    Handschriften und Actenstücke gesammelt" hat (Joseph Chmel, Bericht über eine in den Monaten

    April, Mai, Juni und Juli dieses Jahres (1850) unternommene literarische Reise, in: Sitzungsberichte

    der philosophisch-historischen Classe der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften 1850, 102).

    1836, kurz nach Antritt seines Amtes als Generalvikar, hatte sich Deutinger nämlich entschlossen,

    "die schätzbaren Collectaneen des H Domdechants v. Heckenstaller zur Geschichte der erzbischöfl.

    Diöcese München u. Freysing fortzusetzen" (Note Deutingers vom 14. Dezember 1836. AEM Realia

    2000). Hierzu erbat er von vom Allgemeinen Geistlichen Rat nicht nur, "dass die Kanzleydirektion

    angewiesen werden möchte, künftighin v. allen zu erlassenden Generalien einen Abdruck (oder eine

    Abschrift) auch zu dieser Sammlung abzugeben" (ebd.). Vielmehr kaufte er auch aktiv Akten und

    Bände an, die vornehmlich den ehemaligen Freisinger Archiven und Registraturen entstammten und

    ihm nun aus Privatbesitz angeboten wurden. Der ehemalige Hochstiftsarchivar Franz von Paula

    Hoheneicher etwa bot Deutinger als Vermittler wiederholt Aktenfaszikel und Archivalien aus

    Privatbesitz an, beispielsweise im Jahr 1840 15 Aktenfaszikel für 73 Gulden, wobei es Deutinger

    letztlich gelang, den Preis auf 23 Gulden zu reduzieren (ebd.). Die Neuerwerbungen ordnete

    Deutinger anschließend der bestehenden Sammlung thematisch zu.

  • Schließlich erwarb Deutinger nach Hoheneichers Tod 1844 auch dessen Nachlass von gesammelten

    Dokumenten und eigenen Aufzeichnungen, den er ebenfalls der Heckenstaller-Sammlung anreihte

    (Heutige Signaturen: AEM H 288-309, 656, 664 sowie AEM Varia (Bände) VN 97-101). Daneben fügte

    Deutinger das Material des ehemaligen Registrators des Generalvikariats, Joseph Wiesheu, der

    ebenfalls Dokumente aus ehemals Freisinger Provenienzen gesammelt hatte, der Sammlung hinzu

    (AEM H 475-479 sowie AEM Varia (Bände) VN 54).

    Abschließend ließ Deutinger die auf diese Weise stark erweiterte Heckenstaller-Sammlung,

    thematisch geordnet, einheitlich im Folio- bzw. Oktav-Format binden, und "obgleich er selbst den bei

    weitem meisten Theil erwarb, liess er doch zu Ehren des Genannten desselben Namen für die ganze

    Sammlung gelten" (Zahn, Heckenstaller's Frisingensia)

    Nach Deutingers Tod 1854 ging die Sammlung im Umfang von ca. 500 Bänden testamentarisch in den

    Besitz des Metropolitankapitels München über und wurde fortan als Teil der Bibliothek des

    Metropolitankapitels geführt. In der Folgezeit wurden weitere Bände der nunmehr so genannten

    Deutinger-Sammlung angereiht.

    Erschließungsinformationen

    Durch Heinrich Held, dem ersten Diözesanarchivar mit staatlicher Archivarsausbildung, wurden die

    gesamten Archivbestände zwischen 1929 und 1939 nach Archivaliengattungen (Akten, Urkunden und

    Bände) gegliedert. Dabei wurden die Bände, so auch die Protokolle des Geistlichen Rats und des

    Freisinger Domkapitels, an die bestehende Heckenstaller-Sammlung angereiht und fortlaufend

    nummeriert, die Aktenfaszikel der vormals Freisinger und Salzburger Provenienzen wurden von Held

    ebenfalls mit Numerus currens versehen. Anschließend erschloss er sowohl Akten als auch Bände

    inhaltlich nach der Archivalieneinheit und ergänzte seine Erschließungsleistung durch eine Kartei mit

    Registerbegriffen für den gesamten Bestand (Rep. 55-63). Einzig die Generalakten sowie die

    Pfarrakten blieben bei diesen Ordnungsarbeiten unberücksichtigt. Die Verzeichnung war jedoch

    teilweise ungenau, nahm oft mehrere Bände zugleich zusammen. Auch wurden bedeutende Lücken

    gelassen, wie etwa 100 Bände zur Verwaltung der Grafschaft Werdenfels und den domkapitlischen

    Hofmarken.

    Diese inhaltliche Erfassung Helds wurde 2014 retrodigitalisiert und mit der Neuerschließung in

    Einklang gebracht.

    Literatur

    M. Volpert: Freisinger Provenienzen im Archiv des Erzbistums München und Freising, in: R. Götz (Hg.): Vom Domberg nach

    München. Beiträge und Quellen zu Geschichte und Beständen der Freisinger Archive vor, während und nach der

    Säkularisation (Schriften des Archivs des Erzbistums München und Freising 18), Regensburg 2014, S. 399-422.

  • Signatur: FS15

    Altsignatur: B 634

    Pfarrbeschreibung der bis 1816 salzburgischen Dekanate des Bistums

    Inhaltsverzeichnis:

    Pfarrei Berchtesgaden (S. 1); Ramsau (S. 21); Schellenberg (S. 27); Chieming (S. 41); Grabenstätt (S.

    47); Grassau (S. 57); Schleching (S. 67); Übersee (S. 75); Unterwössen (S. 83); Hart (S. 89); Haslach-

    Traunstein (S. 95); Nußdorf (S. 105); Inzell (S. 125); Reit im Winkl (S. 134); Ruhpolding (S. 141);

    Siegsdorf (S. 157); Surberg (S. 169); Traunwalchen (S. 181); Truchtlaching (S. 187); Vachendorf (S.

    195); Bergen (S. 203); Laufen (S.. 211); Salzburghofen (S. 229); Reichenhall (S. 245); Marzoll (S.

    259); St. Zeno (S. 267); Ainring (S. 273); Anger (S. 285); Höglwörth (S. 299); Piding (S. 307); Otting

    (S. 317); Teisendorf (S. 329); Neukirchen (S. 343); Weildorf (S. 349); Waging (S. 355); Tittmoning (S.

    381, 488); Fridolfing (S. 387); Kay (S. 395); Törring (S. 404); Hl. Kreuz (S. 410); Palling (S. 415);

    Petting (S. 449); Tettenhausen (S. 467); Tengling (S. 475); Tyrlaching (S. 481)

    1816

    Signatur: FS20

    Altsignatur: B 659

    Pfarrbeschreibung des Bistums (alphabetische Suchliste siehe FS 22)

    Inhaltsverzeichnis:

    Garching (S. 767); Unterneukirchen (S. 857); nun Passauische Pfarreien:; Burghausen (S. 449);

    Burgkirchen (S. 461, 759); Feichten (S. 469); Halsbach (S. 479); Mehring (S. 489); Raitenhaslach (S.

    497); Altötting (S. 713); Alzgern (S. 745); Kastl (s. 773); Neuötting (S. 779); Perach (S. 795);

    Pleiskirchen (S. 801); Reischach (S. 813); Reith (S. 827); Stammham (S. 837); Taubenbach (S. 847);

    Winhöring (S. 865)

    1817

    Signatur: FS21

    Altsignatur: B 658

    Pfarrbeschreibung des Bistums

    Inhaltsverzeichnis:

    Index omnium Parochiarum ac Vicariatum juxta ordinem alphabeticum ... Patronatus (S. 627); Index

    Beneficiorum Curatiarum (S. 723); Conspectus Beneficiorum ... j. ord. juris Patronus (S. 789);

    Conspectus Parochiarum quoad j. Patron. (S. 195); J. praesentandi ad paorchias xx in aliena Dioecesi

    (S. 816); Registrum alphabeticum (S. 819); Pfarrbeschreibung vom Jahr 1762 (S. 843);

    Präsenntaionsrecte (S. 916); Pfarreien in Tirol (S. 507-615)

  • 1817

    Signatur: FS33

    Altsignatur: B 8° 300

    Beschreibung der Pfarrer, Benefiziaten und Kuraten der Diözese, Bd. 2

    Inhaltsverzeichnis:

    Schluß zu B299 (S. 1-19); Dezimationsbeiträge der landständigen Klöster und Stifte (S. 23);

    Dezimationsbeiträge der nicht landständigen Klöster und Stifte (S. 25); Einnahmen aus Pfarreien und

    Benefizien (Dekanatsreise) (S. 28); I. Verzeichnis der Pfarreien und Benefizien liberae collat. (S. 49);

    A im Bistum Freising (S. 51); I im ehemaligen Hochstiftsterritroium (S. 51); II im altbaierischen

    Territorium (S. 59); III in Tirol (S. 88); B in auswärtigen Bistümern (S. 88); a im Bistum Augsburg (S.

    88); b im Bistum Regensburg (S. 92); c in anderen Bistümern (S. 96); II. Benefizien (S. 101); A im

    Bistum