Hessenseiten im BUNDmagazin 1 / 2013

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[1-13] Hessen-Seiten im BUNDmagazin 1 HESSENseiten HESSENseiten BUNDmagazin 1. Quartal Heft 1 / 2013 EDITORIAL IMPRESSUM Herausgeber: BUND Hessen e.V., Ostbahnhofstraße 13, 60314 Frankfurt a. M., Tel. (069) 67 73 76-0, www.bund-hessen.de und www.facebook.com/BUND.Hessen Redaktion: Brigitte Martin (Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.) Layout und Satz: Julia Beltz SPENDENKONTO BUND Hessen Konto-Nr. 369 853 , Frankfurter Sparkasse, BLZ 500 502 01 NEWSLETTER Abonnement unter www.bund-hessen.de/newsletter as Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit (Abbil- dung 1) besagt, dass eine nachhaltige und damit zukunftsfähige Entwicklung auf drei Grundpfeilern ba- siert, die gleichberechtigt jeder für sich einer nachhalti- gen Entwicklung bedürfen. Das führt dann beispiels- weise dazu, dass Politiker Entscheidungen zugunsten der Ökonomie und zulasten der Ökologie damit begrün- den, sie hätten eben in gerade diesem Fall den Schwer- punkt auf die Nachhaltigkeit bei der Schaffung von Ar- beitsplätzen legen, also die ökonomische und die sozia- le Säule stärken müssen. Das Drei-Säulen-Modell, auf dem auch die Nachhaltig- keitsstrategie der hessischen Landesregierung aufbaut (siehe Artikel zum Fortschrittsbericht 2012 auf S. 2), ver- kennt allerdings eine grundlegende Tatsache: Nachhal- tigkeit, das heißt dauerhafte Existenz, kann in den Handlungsfeldern Ökonomie und Soziales nur erreicht werden, wenn Nachhaltigkeit im Bereich Ökologie ge- geben ist. Wenn zur Aufrechterhaltung der Ökonomie und des Sozialwesens natürliche Ressourcen schneller verbraucht werden als sie sich nachbilden können, kann das gesamte Konstrukt nicht nachhaltig sein. Wenn es nicht gelingt, global die Übernutzung der Böden und der darauf sich bildenden Vegetation mithilfe einer nachhaltigen Agrar- und Forstwirtschaft zu stoppen und die Nutzung endlicher Energieressourcen durch Er- neuerbare zu ersetzen, dann hat die Menschheit keine Zukunft. Ohne ökologische Nachhaltigkeit ist ökonomi- sche und soziale Nachhaltigkeit nicht möglich. Das Drei-Säulen-Modell steht sozusagen auf sandigem Boden, untauglich von Anfang an. Es bedarf keines Ar- chitekturstudiums, um die alte und einfache Volksweis- heit zu begründen, dass ein Gebäude nur so gut und stabil sein kann wie sein Fundament. Das Fundament der Nachhaltigkeit in sämtlichen menschlichen Lebens- bereichen jedoch ist die ökologische Nachhaltigkeit. Wenn also Nachhaltigkeit durch ein Säulenkonstrukt symbolisiert werden soll, dann müssen die Säulen Öko- nomie und Soziales auf das Fundament Ökologie ge- stellt werden (Abbildung 2). Das bedeutet in der Realität, dass alle politischen und wirtschaftlichen Handlungsfelder am Primat der ökolo- gischen Nachhaltigkeit auszurichten sind. Erst wenn überall auf unserem Globus jegliche Entscheidung zu- gunsten von Projekten aller Art nur dann getroffen wird, wenn ökologische Nachhaltigkeit gegeben ist, hat die Menschheit eine Zukunft. Für uns als Umwelt- und Naturschützer muss das heißen, dass wir bei unseren Stellungnahmen die ökologische Nachhaltigkeit der je- weiligen Planung oder eines Projekts stets ganz allge- mein hinterfragen und einfordern. In diesem Sinne, Herwig Winter Über die Nachhaltigkeitsstrategie muss neu nachgedacht werden: Das Drei-Säulen-Modell war und ist untauglich D Herwig Winter, Vorstandsmitglied des BUND Hessen Abbildung 1: 3-Säulen-Modell Abbildung 2: 2-Säulen+Fundament-Modell

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Vier Mal im Jahr erhalten BUND-Mitglieder das bundesweite BUNDmagazin – in Hessen mit den extra Hessenseiten. Die Mitgliederzeitschrift des BUND informiert über zentrale Fragen des Umwelt- und Naturschutzes, berichtet über die Arbeit des BUND und gibt Öko-Tipps für den Alltag. Im Hessen-Einleger gibt es zusätzliche Informationen auf Landesebene, von den Orts- und Kreisverbänden, den Arbeitskreisen und der BUNDjugend Hessen. Ein Abonnement kostet 15 Euro im Jahr. Mitglieder erhalten das BUNDmagazin kostenlos.

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HESSENseitenHESSENseitenBUNDmagazin

1. QuartalHeft 1 /2013

EDITORIAL

IMPRESSUMHerausgeber: BUND Hessen e.V., Ostbahnhofstraße 13, 60314 Frankfurt a. M., Tel. (069) 67 73 76-0, www.bund-hessen.de und www.facebook.com/BUND.HessenRedaktion: Brigitte Martin (Namentlich gekennzeichnete Beiträgegeben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.)Layout und Satz: Julia Beltz

SPENDENKONTOBUND HessenKonto-Nr. 369 853 , Frankfurter Sparkasse, BLZ 500 502 01NEWSLETTERAbonnement unter www.bund-hessen.de/newsletter

as Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit (Abbil-dung 1) besagt, dass eine nachhaltige und damit

zukunftsfähige Entwicklung auf drei Grundpfeilern ba-siert, die gleichberechtigt jeder für sich einer nachhalti-gen Entwicklung bedürfen. Das führt dann beispiels-weise dazu, dass Politiker Entscheidungen zugunstender Ökonomie und zulasten der Ökologie damit begrün-den, sie hätten eben in gerade diesem Fall den Schwer-punkt auf die Nachhaltigkeit bei der Schaffung von Ar-beitsplätzen legen, also die ökonomische und die sozia-le Säule stärken müssen.

Das Drei-Säulen-Modell, auf dem auch die Nachhaltig-keitsstrategie der hessischen Landesregierung aufbaut(siehe Artikel zum Fortschrittsbericht 2012 auf S. 2), ver-kennt allerdings eine grundlegende Tatsache: Nachhal-tigkeit, das heißt dauerhafte Existenz, kann in denHandlungsfeldern Ökonomie und Soziales nur erreichtwerden, wenn Nachhaltigkeit im Bereich Ökologie ge-geben ist. Wenn zur Aufrechterhaltung der Ökonomieund des Sozialwesens natürliche Ressourcen schnellerverbraucht werden als sie sich nachbilden können, kanndas gesamte Konstrukt nicht nachhaltig sein. Wenn esnicht gelingt, global die Übernutzung der Böden undder darauf sich bildenden Vegetation mithilfe einernachhaltigen Agrar- und Forstwirtschaft zu stoppenund die Nutzung endlicher Energieressourcen durch Er-neuerbare zu ersetzen, dann hat die Menschheit keineZukunft. Ohne ökologische Nachhaltigkeit ist ökonomi-sche und soziale Nachhaltigkeit nicht möglich.

Das Drei-Säulen-Modell steht sozusagen auf sandigemBoden, untauglich von Anfang an. Es bedarf keines Ar-chitekturstudiums, um die alte und einfache Volksweis-heit zu begründen, dass ein Gebäude nur so gut und

stabil sein kann wie sein Fundament. Das Fundamentder Nachhaltigkeit in sämtlichen menschlichen Lebens-bereichen jedoch ist die ökologische Nachhaltigkeit.Wenn also Nachhaltigkeit durch ein Säulenkonstruktsymbolisiert werden soll, dann müssen die Säulen Öko-nomie und Soziales auf das Fundament Ökologie ge-stellt werden (Abbildung 2).

Das bedeutet in der Realität, dass alle politischen undwirtschaftlichen Handlungsfelder am Primat der ökolo-gischen Nachhaltigkeit auszurichten sind. Erst wennüberall auf unserem Globus jegliche Entscheidung zu-gunsten von Projekten aller Art nur dann getroffenwird, wenn ökologische Nachhaltigkeit gegeben ist, hatdie Menschheit eine Zukunft. Für uns als Umwelt- undNaturschützer muss das heißen, dass wir bei unserenStellungnahmen die ökologische Nachhaltigkeit der je-weiligen Planung oder eines Projekts stets ganz allge-mein hinterfragen und einfordern.

In diesem Sinne, Herwig Winter

Über die Nachhaltigkeitsstrategie muss neu nachgedacht werden:Das Drei-Säulen-Modell war und ist untauglich

DHerwig Winter,Vorstandsmitglieddes BUND Hessen

Abbildung 1:3-Säulen-Modell

Abbildung 2:2-Säulen+Fundament-Modell

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ie Hessische Nachhaltigkeitsstrategie tritt auf derStelle. Das zeigt einmal mehr der Fortschritts-

bericht 2012, in dem die Ziele und Indikatoren einerBewertung durch das Hessische Statistische Landesamtunterzogen werden. In den Bereichen Ökonomie,Ökologie und Soziales waren je fünf Ziele und Indika-toren festgelegt worden, die in einem zweijährigen Tur-nus einer Überprüfung auf ihren Fortschritt zu un-terziehen sind. Nicht weiter verwunderlich ist die jetztim Fortschrittsbericht vorgenommene Bewertung derfünf Indikatoren aus dem Bereich der Ökonomie, beidenen überwiegend die Sonne lacht. Ebenso wie imBereich Soziales sieht es bei der Ökologie trübe aus:Treibhausgasemissionen – Ziel: Senkung der Emissio-nen um 40 Prozent gegenüber 1990.Erneuerbare Energien – Ziel: Anstieg des Anteils der EEam Endenergieverbrauch der Industrie, der Haushalteund der übrigen Verbraucher auf 20 Prozent bis 2020.

HESSEN

TERMINE

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Der BUND Kreisverband Wetterau lädt die Delegierten der Ortsverbände im Kreisverband Wetterau zurKreisdelegiertenversammlung 2013 ein.

Tagesordnung:1. Begrüßung, Wahl der Versammlungsleitung und

der Protokollführung2. Beschluss über die Tagesordnung3. Berichte und Aussprache: Vorstandsbericht,

Kassenbericht, Bericht der Kassenprüfer4. Entlastung des Vorstandes5. Wahlen: Vorstand (VorstandsprecherInnen,

KassenwartIn), Kassenprüfer, zwei Personen, die dem Kreisausschuss für den Naturschutzbeirat vorgeschlagen werden

6. Anträge an die Kreisdelegiertenversammlung (bitte schriftlich drei Wochen zuvor an den Vor-stand senden)

7. Arbeitsplan und Finanzplan 20138. Berichte aus den Ortsverbänden 9. Verschiedenes

Alle Mitglieder des BUND im Wetteraukreis sind zudieser Versammlung eingeladen.

Der Kreisvorstand Jürgen Hutfiels, Sylvia Weyrauch,Matthias KalkhofRückfragen unter Tel. (0171) 270 60 56, Jürgen Hutfielswww.bund-wetterau.de

Kreisdelegiertenversammlung des BUND Kreisverbands Wetterau

Mittwoch, 13. März 2013, 19.30 UhrPizzeria Tre Stelle, Bahnhofstraße 64,35519 Münzenberg-Gambach

Der BUND Kreisverband Offenbach lädt alle Mitglie-der und Freunde des KVs aus Stadt und Landkreis Of-fenbach zur Jahresversammlung 2013 ein.

Tagesordnung:1. Begrüßung, Beschlussfähigkeit, Tagesordnung2. Bericht des Vorstandes, Kassenbericht,

Kassenprüferbericht3. Entlastung 20124. Neuwahlen Vorstand, Kassenprüfer und Delegierte5. Bericht der Ortsverbände und Ortsbeauftragten6. Anträge und Verschiedenes

Ab 15 Uhr (Treffpunkt siehe oben) findet eine Bege-hung des Schneckenberges und die Besichtigung derFotovoltaikanlage statt.

Der Kreisvorstand Thorwald Ritter, Bernhard Sommer,Heike Popp, Hans-Peter SeidelKreisverband Offenbach, Thorwald Ritter, Liebfrauenheidestr. 14,63512 Hainburg, Tel. (06182) 6 96 00, Fax (06182) 6 51 11

Jahreshauptversammlung des BUND Kreisverbands Offenbach

Samstag, 13. April 2013, 17.00 UhrRestaurant Paradiesgarten, Bierbrauerweg 5,63071 Offenbach

Landesdelegiertenversammlung des BUND HessenSamstag, 16. März 2013, 9.45–17.00 Uhr, Bürgerhaus Saalbau Gallus,

Frankenallee 111, 60326 Frankfurt, S-Bahnhof Galluswarte (S3, S4, S6), Fußweg 5 Minuten

Einladung und Tagesordnung wurden im BUNDmagazin 4/2012 veröffentlicht:www.bund-hessen.de > Aktiv werden > HESSENseiten im BUNDmagazin

> Archiv/2012 > Heft 4/2012

Hessische Nachhaltigkeitsstrategie:

Fortschrittsbericht 2012 meldet Stillstand und Rückschritt

DÖkologische Indikatoren

Treibhausgas-emmissionen

Siedlungs- und Verkehrsfläche

Erneuerbare Energien

Modal Split

Artenvielfalt

Bewertung des Fortschritts

Indikator entwickelt sich in die richtige Richtung, aberim Zieljahr verbliebe bei unveränderter Fortsetzungder durchschnittlichen jährlichen Entwicklung nocheine verbleibende Wegstrecke von 5 bis 20 % der Weg-strecke insgesamt bis zur Erreichung des Zielwerts.

Indikator entwickelt sich in die richtige Richtung, aberim Zieljahr verbliebe bei unveränderter Fortsetzungder durchschnittlichen jährlichen Entwicklung nocheine verbleibende Wegstrecke von mehr als 20 % derWegstrecke insgesamt bis zur Erreichung des Ziel-werts.

Indikator entwickelt sich in die falsche Richtung, Weg-strecke zum Ziel würde sich bei unveränderter Fort-setzung der durchschnittlichen jährlichen Entwick-lung weiter vergrößern.

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ENERGIE

HESSEN

Erdgasgewinnung

Korbacher Energiegipfel benennt öffentliche Interessengegen Fracking

as Plädoyer des Korbacher Energiegipfels war ein-stimmig. Sowohl Bürger als auch Kommunen und

Wirtschaft in Nordhessen wollen mit dem Ausbau dererneuerbaren Energien ins 21ste Jahrhundert fort-schreiten.

Gleichzeitig benannten die Gipfel-Protagonisten dieüberwiegenden öffentlichen Interessen, die der Aufsu-chung unkonventioneller Lagerstätten von Gas und Ölund damit dem Fracking in Nordhessen entgegenste-hen. Ablehnungsgründe sind Erfordernisse des Natur-schutzes und der Landschaftspflege, der Raumordnung,des Verkehrs und des Gewässerschutzes. Beim Ener-giegipfel wurde auch klar, dass ein Industriezweig wiedie unkonventionelle Gasförderung die wirtschaftli-chen Potentiale in Nordhessen fundamental torpedie-ren und konterkarieren würde. Die genannte eine Mil-liarde Euro an Wertschöpfung allein im Bereich des Tou-rismus ließe sich in der Nähe von Fracking-Bohrtür-men schwerlich erwirtschaften.

„Uns ist es einfach wichtig darauf hinzuweisen, dassüber die Aufsuchungserlaubnis in dem ganz regiona-len Fall Nordhessens entschieden werden muss, undzwar auf der Grundlage des gültigen Bundesbergge-setzes. Und in dem beantragten Feld überwiegen nunmal die öffentlichen Interessen gegenüber der Berg-bauberechtigung. Deshalb muss die Erlaubnis gemäßParagraf 11 Nr. 10 Bundesberggesetz versagt werden“,betont Henner Gröschner von der BI Fracking freiesHessen. „Deshalb verstehen wir auch nicht, warum mansich auf landespolitischer Ebene nicht ganz klar für die

Versagung der Erlaubnis in Nordhessen aussprechenkann. Stattdessen wird ein Moratorium gefordert, imRahmen dessen Fracking-Forschungsbohrungen durch-geführt werden sollen. Dies ist nicht nur unglaubwür-dig, es ist auch einfach nicht hinzunehmen“, ergänztHarald Rücker von der BI für ein lebenswertes Korbach.

Rudolf Schäfer, Landesvorstandssprecher des BUNDHessen, ist sich sicher: „Sollte gegen den Widerstandaller Betroffenen dieses Projekt weiter durchgesetztwerden, gibt es eine Reihe von Ansatzpunkten, dage-gen zu klagen. Darüber hinaus wird es zum Thema inden kommenden Wahlkämpfen. Schließlich hat derKorbacher Energiegipfel prägnant gezeigt, dass öffent-liche Gelder für die Forschung und den Ausbau der er-neuerbaren Energien wesentlich besser angelegt sindund im Rahmen der regionalen Wertschöpfung eine aufallen Ebenen immens nachhaltige Wirkung generieren.Überdies muss dringend das Bergrecht geändert wer-den, damit auch vor einem Fracking eine Öffentlich-keitsbeteiligung stattfinden muss.“

Gegen Fracking in Hessen und anderswo protestie-ren und eine Änderung des Bergrechts fordern kön-nen Sie noch bis März unter www.bund-hessen.de. Dann sollen die Unterschriften der Hessischen Um-weltministerin übergeben werden.

Rudolf Schäfer

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Mehr Infos und Unterschriftensamm-lung:www.bund-hessen.de> Themen undProjekte> Klima und Energie > Erdgas-Fracking

Modal Split – Ziel: Anstieg der durch ÖPNV, zu Fuß undper Fahrrad zurückgelegten Wegstrecke an derGesamtwegstrecke auf 50 Prozent bis 2020.Siedlungs- und Verkehrsfläche – Ziel: Senkung der Zu-nahme der Siedlungs- und Verkehrsfläche auf 2,5 Hek-tar pro Tag im Jahr 2020.Artenvielfalt – Ziel: Anstieg des Indexes der Voge-lartenbestände auf 100 im Jahr 2020.

Mit welcher Halbherzigkeit die hessische Landes-regierung derzeit die Nachhaltigkeitsstrategie betreibt,erkennt man leicht daran, dass die in jährlichem Tur-nus geplante Nachhaltigkeitskonferenz, bei der allebeteiligten Gruppierungen informiert werden und denweiteren Fortgang begleiten sollen, 2012 schlicht undeinfach vergessen wurde. Es gab keine Haushaltsmit-tel dafür.

Die seitens des BUND bei der Nachhaltigkeitskon-ferenz 2011 eingeforderte Anpassung der Ziele bei denErneuerbaren Energien hat nicht stattgefunden, wes-halb man weiterhin bei 20 Prozent bis 2020 herumdüm-pelt (bundesweit ist dieser Wert schon heute über-schritten) und im Text lapidar darauf verweist, dass esbis 2050 (wenn sowieso kaum jemand der heute Ver-

antwortlichen es erlebt) 100 Prozent werden sollen.Weitere Zwischenschritte im Zeitraum von 2020 bis2050? Fehlanzeige!

Heiter bis wolkig ist es bei den Treibhausgasen auchnur deshalb, weil man den Verkehr ausspart und ebenmal vergisst, dass man eigentlich Kohlekraft zubauenwollte, was jetzt nur deshalb im Fall StaudingerBlock 6 nicht stattfindet, weil die Investoren nicht mehrwollen.

Beim Flächenverbrauch war das Ziel von Anfang anso niedrig gesetzt worden, dass die vorgesehenen2,5 Hektar pro Tag im Jahr 2001 sogar schon einmal fasterreicht waren. Gemessen am Ziel der Bundesregierung(30 Hektar pro Tag bis 2020) dürfte Hessen bis zu diesemZeitpunkt nur noch rund einen Hektar pro Tag ver-brauchen.

Fazit: Die unter dem früheren MinisterpräsidentenRoland Koch 2008 ins Leben gerufene und von Anfangan nicht mit Verve betriebene Nachhaltigkeitsstrategiedroht unter Ministerpräsident Volker Bouffier endgültigzum Flop zu werden, wenn sie es nicht heute schon ist.

Herwig Winter

Download Nachhaltigkeits-strategie Hessen– Fortschritts- bericht 2012 :www.statistik-hessen.de/ publikationen/download/525/index.html

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FLUGLÄRMFlughafen Frankfurt

Echtes Nachtflugverbot muss seinuf die „klare Absage“ einer Verlängerung des Nacht-flugverbots durch die CDU und auf den bekannt

gewordenen Richtungsstreit in der SPD reagiert derBUND mit der Erneuerung seiner Forderung nach ei-nem Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr. Beim Nacht-flugverbot geht es um die Gesundheit vieler TausendMenschen. Die Bevölkerung rund um den FrankfurterFlughafen braucht ein echtes und striktes Nachtflug-verbot in der ganzen Nacht.

Der BUND erinnert daran, dass die Erkenntnisse zurGesundheitsgefährdung durch Nachtflüge sich seit derNovelle des Fluglärmgesetzes im Jahr 2007 schnell wei-terentwickelt haben. Seit dem letzten Jahr fordert des-halb auch das Umweltbundesamt für stadtnahe Flug-häfen ein achtstündiges Nachtflugverbot. Nach einerSchätzung des Amtes entstünden allein im Raum Frank-furt am Main durch Fluglärm in den nächsten zehn Jah-ren zusätzliche Kosten von 400 Millionen Euro nur fürdie Behandlung von Herz-Kreislauf-Patienten.

Daher stellt der BUND fest, für die Bevölkerung isteine Nachtruhe von acht Stunden unverzichtbar undfür die Tagesstunden brauchen wir dringend eine Über-arbeitung des Fluglärmschutzkonzeptes.

Die Nähe der kommenden Landtagswahl zur Bun-destagwahl bietet eine hervorragende Möglichkeit, dasThema Nachtflugverbot auf der Bundes- und der Lan-

desebene zu thematisieren. Es ist dann nicht mehr mög-lich, dass sich die Landespolitik hinter der Bundespo-litik versteckt. BUND Vorstandssprecher ThomasRahner: „Das jahrelange Versteck-Spiel funktioniert beider kommenden Landtags- und Bundestagswahl nichtmehr. Erstmals können wir von den Kandidatinnen undKandidaten zu beiden Parlamenten gleichzeitig denSchutz der Gesundheit vor Nachtflügen verlangen.“

Thomas Norgall

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Frau Hedwig Walther wurde 1981anlässlich der Gründung desBUND-Ortsverbandes OberurselVorsitzende, von 1981 bis 1988 warsie auch Vorsitzende im BUND-Kreisverband Hochtaunus. Es warfür uns eine Zeit voller neuer Ideen

und Schaffenskraft für den Umwelt und Naturschutz.So vertrat sie unsere Interessen auch jahrelang be-harrlich und erfolgreich im Naturschutzbeirat desHochtaunuskreises, an dessen Gründung sie ebenfallsbeteiligt war.

Hedy Walther war von 1984 bis 1987 Vorsitzendedes BUND-Landesrates Hessen und mehrere JahreVorsitzende des Landesarbeitskreises Umweltethiksowie Mitglied des Landesvorstandes. Sie war Ehren-mitglied des BUND Hessen.

Als Volkswirtin und engagierte Katholikin war sieüberzeugt, dass Umweltschutz als Bewahrung derSchöpfung ethischer Maßstab auch für das Wirt-schaftsgeschehen sein müsse. So hatte sie in diesemArbeitskreis stets Kontakte zu Unternehmen gesucht.

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Als engagiertes BUND-Mitglied war sie in der welt-weiten ökumenischen Bewegung Frieden, Gerechtig-keit und Bewahrung der Schöpfung aktiv und hat z.B.an Konferenzen in Basel und Seoul teilgenommen. Als Vertreterin des Bundesverbandes des BUND nahmsie an den beiden Rio-Folgekonferenzen 1996 in Ko-penhagen und 1997 in Istanbul teil.

Ihr Vortrag über die Inhalte der Studie „Zukunfts-fähiges Deutschland“ im November 1996 in Oberur-sel gab den Anstoß zur Gründung der Initiative „Lo-kale Agenda 21 für Oberursel“. Sie war von 1998–2005aktives Mitglied im Agenda-Arbeitskreis Wirtschaftund leitete den Arbeitskreis Kirche und Lokale Agen-da. Außerdem war sie Mitglied des Agendarats in Ober-ursel.

Hedwig Walther verstarb am 4.10.2012 und wurdeam 22. Oktober auf dem Frankfurter Hauptfriedhofunter Teilnahme von alten BUND-Weggefährten zurletzten Ruhe getragen. Wir werden sie und ihre Ver-dienste um den Umwelt- und Naturschutz nicht ver-gessen und ihr ein ehrendes Andenken bewahren.

Die Mitglieder des BUND-Kreisverbandes Hochtaunus

Nachruf zum Tode von Hedwig Walther

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AKTION

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n sieben verschiedenen Gebieten in Hessen wird erst-malig oder schon zum wiederholten Mal in diesem

Winter und Frühjahr nach Spuren der EuropäischenWildkatze mittels Lockstöcken geforscht. BUND-Ak-tive, Forstämter und Kommunalverwaltungen arbei-ten mit ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern dabeieng zusammen. Koordiniert wird die Aktion von derProjektleiterin des BUND Hessen Sarah Friedrichsdorf.

Nachdem im letzten Jahr der Nachweis der Wild-katze erstmals nach mehr als einhundertJahren im Odenwald gelang, werdendort 50 Lockstöcke auf 15 mal 15 Kilo-metern von freiwilligen Helferin-nen und Helfern regelmäßig vonJanuar bis April kontrolliert. Auchim nordosthessischen Berglandbei Hessisch-Lichtenau und imRothaargebirge stehen jeweils50 Lockstöcke – jeweils zwei ineinem Quadrat von drei mal dreiKilometern.

Im Landkreis Bergstraße erhof-fen sich die Aktiven bei 14 Lock-stöcken Nachweise der EuropäischenWildkatze. Mit viel Engagement ist auchder Landkreis Darmstadt-Dieburg dabei. Kreis-beigeordneter Christel Fleischmann (Grüne) undVertreter des Forstamtes Dieburg schlugen den erstenLockstock von 18 Lockstöcken im Kreisgebiet östlichvon Darmstadt eigenhändig ein.

Im Vogelsberg und im Krofdorfer Forst nördlich vonGießen wurden je 20 aufgeraute Lockstöcke mit Baldri-an präpariert. Dadurch werden paarungswillige Wild-katzen und Wildkater auf sie aufmerksam, reiben sicham Holz und lassen dabei Haare zurück. In den siebenhessischen Gebieten müssen die Lockstöcke alle zehnbis 14 Tage sorgfältig nach Haaren abgesucht werden.Die Haarproben werden anschließend durch das Sen-

Netzwerk Naturschutz

Suche nach Europäischer Wildkatze geht weiter

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I ckenberg-Institut gentechnisch untersucht. Nur so istein eindeutiger Nachweis der Wildkatze möglich. Bisder Nachweis vorliegt, dauert es allerdings noch einigeMonate.

Waldvernetzung nützt vielen TierenWarum interessiert es die Naturschützer, ob in unserenWäldern Wildkatzen leben? Bis vor 200 Jahren streiften

Wildkatzen durch alle deutschen Wälder, späterdrohte die Ausrottung, da sie gejagt wurden.

Heute verteilen sich einige Tausend Tiereauf kleine Populationen, die oft so

isoliert sind wie Inseln im Meer.Denn Verkehrswege, Siedlungenund kahle Agrarflächen zer-schneiden oder verdrängen ihreLebensräume – strukturreiche,naturnahe Wälder mit Totholzund verborgenen Lichtungen.Mit der Wildkatzensuche willman herausfinden, ob und wie

sich die vermuteten Vorkommenmit bekannten Populationen in Hes-

sen und angrenzenden Ländernverbinden lassen.

Seit 2004 engagiert sich der BUND im Projekt„Rettungsnetz Wildkatze“ für den Schutz der gefährde-ten Tiere und ihres Lebensraums. Das Ziel: Die WälderDeutschlands wieder miteinander zu verbinden. Wenngrüne Korridore aus Bäumen, Büschen und Sträucherngepflanzt werden, kann die Wildkatze neue Reviere er-schließen und sich mit anderen Populationen genetischaustauschen. Diese Lebensraumvernetzung stützt diebiologische Vielfalt, sie hilft nicht nur der Wildkatze,sondern auch vielen weiteren Waldbewohnern wieRothirsch, Luchs und vielen anderen Waldbewohnernund wandernden Tierarten. Denn wo die Wildkatze lebt,fühlen sich auch andere Arten wohl. bm

Europäische Wildkatze – scheue WaldbewohnerinWildkatzen sind keine verwilderten Hauskatzen. Seit Jahrtausenden lebendie nachtaktiven Tiere in den Wäldern Europas – lange bevor die Römer dieersten Hauskatzen über die Alpen brachten. Wildkatzen ähneln wildfarbe-nen Hauskatzen, wirken meist kräftiger. Ihre Fellzeichnung ist verwaschen,ihr dunkel geringelter Schwanz endet in einer stumpfen, schwarzenSpitze. Nur über eine Genanalyse können sie sicher identifiziert werden.

Projekt „Wildkatzensprung“Parallel zur Einrichtung neuer grüner Korridore erfasst der BUND im Pro-jekt „Wildkatzensprung“ die Bestände und Wanderungen der Wildkatzen.Die Daten der untersuchten Haarproben fließen in eine bundesweite Gen-datenbank ein. Der „Wildkatzensprung“ wird durch das Bundesamt fürNaturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert.

Kreisbeigeordneter Christel Fleischmann (Landkreis Darm-stadt-Dieburg) und Sarah Friedrichsdorf (BUND Hessen) beimEinschlagen eines Lockstocks

Mehr Infos:Sarah FriedrichsdorfTel. (069) 67 73 [email protected] > Themen und Projekte> Rettungsnetz Wildkatze

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MAGAZIN

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BUND OV Darmstadt 3000 Blumenzwiebelnfür die FußgängerzoneFür mehr Natur auch in der Stadtsetzt sich der BUND Darmstadtein. Während fünf Nachmittagenpflanzten freiwillige Helferinnenund Helfer des BUND in rund ein-hundert geleisteten Arbeitsstun-den mehr als dreitausend Blu-menzwiebeln und -knollen in denerhöhten Baumscheiben der Wil-helminenstraße. Je nach Witte-rungsverlauf wird es ab Ende Ja-nuar bis zum Juni dort etwas bun-ter. Ausgesucht wurden Wildarten,die den frühen Hummelkönigin-nen und (Wild-)Bienen Pollenund Nektar spenden. Im Frühjahrkommen noch einige niedrig blei-bende Bodendeckerstauden hin-zu.

Mehr Infos zuBlühflächen

in Darmstadt: www.bund-

darmstadt.debund.darmstadt

@bund.net

Mehr Infos zum Obstsortenprojekt

Ober-Mörlen: www.bund.net/

service/naturschutz_datenbank

Der BUND hofft, dass Darmstadt,wie viele andere Städte und Ge-meinden auch, seine Grünflächenund Parks sowie das Straßenbe-gleitgrün künftig noch mehr zumBlühen mithilfe von Wildblumenbringt. Überall gibt es Ecken, diewenig genutzt werden. Dort kannaus kurzem Vielschnittrasen eineerlebnisreiche Wiese für Schmet-terlinge werden, so der BUND.Darüberhinaus können viele städ-tische Brachflächen für Jung undAlt zu einem Erlebnisraum aufZeit werden. Dadurch steigt nichtnur der Erlebniswert für die Men-schen, sondern auch die Vielfaltder Natur. bm

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BUND OV Ober-Mörlen Auszeichnung der UN-Dekade Biologische VielfaltDas „Obstbaumsortenkartie-rungs- und Lokalsortenerhal-tungsprojekt Langenhain-Ziegen-berg“ des BUND-OrtsverbandOber-Mörlen wurde im November2012 als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausge-zeichnet. Die Auszeichnung wirdan Projekte verliehen, die sich innachahmenswerter Weise für dieErhaltung der biologischen Viel-falt einsetzen.

„Nur was man kennt, kannman auch schützen” – unter die-sem Motto hatte die BUNDgruppesich vorgenommen, alle noch vor-handenen ca. 2.200 Obstbäume inder Gemarkung von Langenhain-Ziegenberg kennenzulernen.

Mit Hilfe namhafter Pomolo-gen wurden die Sorten bestimmt,sowie die Position per GPS undder Zustand der Bäume erfasst.Dabei wurde besonderes Augen-merk auf Regional- und (seltene)Lokalsorten gerichtet. Diese zu er-kennen, zu erhalten und zu ver-mehren ist die eigentliche Zielset-zung des Projekts. Denn überlässtman den überalterten Baumbe-stand sich selbst, kann mit jedemgestorbenen Baum ein Stück ge-netische Vielfalt für immer ver-schwinden. Um das zu verhin-dern, sollen die seltenen, erhal-tenswerten Sorten als Veredelungauf Hochstämmen auf eine sepa-rate dazu gepachtete Fläche ge-

pflanzt und langfristig gepflegtwerden. Durch Abgabe von Edel-reisern an Interessierte sollen dieseltenen Sorten darüberhinausverbreitet und durch Nutzung er-halten werden.

Dieses Engagement hat die Ju-roren und Jurorinnen des Wettbe-werbs sehr beeindruckt: „Es lebedie Artenvielfalt! Die Vorfreudeauf eine reiche Ernte und eineVielfalt an Gaumenfreuden lässtauf den nächsten Sommer hoffen!Wir wünschen den ehrenamtlichTätigen weiterhin so viel Engage-ment und Detailfreude beimpflanzen, schneiden, ernten!“.

Der Bürgermeister von Ober-Mörlen nahm stellvertretend fürdie Geschäftsstelle der UN-Deka-de biologische Vielfalt die Aus-zeichnung im alten Rathaus vonLangenhain vor. Ohne die finanzi-elle Unterstützung durch denBUND-Kreisverband, die UntereNaturschutzbehörde, den Natur-schutzfonds Wetterau und die Ge-meinde Ober-Mörlen wäre dieDurchführung des Projekts nichtmöglich gewesen.

Neben einer Urkunde und ei-nem Auszeichnungsschild erhieltder BUND Ober-Mörlen einen„Vielfalt-Baum“, der symbolischfür die bunte Vielfalt und einzigar-tige Schönheit der Natur steht.

Ab sofort wird das Projekt aufder deutschen UN-Dekade-Web-seite vorgestellt: www.un-dekade-biologische-vielfalt.de/index.php?menuecms=2043&wettbewerb_id=89.

Klaus Spieler, BUND Ober-Mörlen

Sortenausstellung und Nachpflanzung alter Sorten des BUND Ober-Mörlen – rechtsKlaus Spieler bei der Arbeit an den Pflanzgruben

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Im neuen Gewand!Programm 2013 derBUNDjugend HessenDie von unserem FÖJler Jean neugestaltete Broschüre bietet einegute Übersicht über alle Veran-staltungen der BUNDjugend: Frei-zeiten, Seminare, Aktionen undProjekte.

Zu finden ist das Jahresprogrammwie gewohnt mit allen Terminenauf unserer Homepagewww.bundjugendhessen.de, auchals PDF zum Download. Hierkann man sich auch online an-melden. In Papierform kann dasJahresprogramm kos-tenlos bei der BUND-jugend bestellt wer-den. Wir schickeneuch gerne weitereExemplare zumAuslegen in Ju-gendzentren,Büchereien,Läden, Arzt-praxen, etc. zu.

Wir freuenuns überRückmel-dungen undAnregungen.

Aktionen 2013„About Change“ – Klima leben24.-26. Mai in Frankfurt, ab 16 Jahre, kostenfrei„About Change“ ist das neueProjekt der BUNDjugend auf Bun-desebene. Wir wollen dem Klima-wandel nicht untätig zusehen,sondern positive Möglichkeitendes Gegensteuerns aufzeigen. Ver-änderungen im Alltag, die viel be-wirken können, und von denen esan den verschiedensten Ortenund Plätzen schon Beispiele gibt. Dazu wollen wir eine Stadt-führung ausarbeiten, die dieseBeispiele sichtbar macht und An-satzpunkte für den eigenen Le-bensstil aufzeigt. Deshalb veranstalten wir im Maieine Fortbildung für alle, die Lust

Naturerlebnis für Kinder und Jugendliche

3.–5. Mai • Naturforscher unterwegs • Steinesmühle bei Laubach8–11 Jahre • 55/48* €Naturforscher aufgepasst! Wer mal so richtig in die Natur eintauchenwill, ist hier richtig: direkt an Bach, Wald und Wiese liegt unser Ta-gungshaus als idealer Ausgangspunkt für Erkundungen und Ent-deckungen in der Umgebung. Wir wollen schauen, was alles krabbeltund wuselt, was blüht und duftet. Wir können den Wald erforschen,die Lebewesen im Bach erkunden und die Tiere der Nacht beobachten.Eine Rallye durch Wald und Wiese stellt euch vor spannende Aufgabenund Rätsel. Volles Programm für alle Naturforscher und solche, die eswerden wollen. Dazu gibt es viele Tipps rund um das Naturtagebuch.

30. Mai–2. Juni • Pferdetrekking für Mädchen • Naturpark Kellerwald12–16 Jahre • 195/180* €Vier Tage und Nächte unterwegs im Kellerwald – mit allem, was wirbrauchen, um uns draußen zu versorgen. Islandpferde begleiten unsund helfen beim Tragen unserer Ausrüstung. Wir wollen unter freiemHimmel kochen, singen, draußen schlafen. Gemeinsam lernen wir uns

selbst und unsere Pferde zu versorgen. Dabei entdecken wir die Viel-falt und Schönheit der Natur und wie wir sie uns zu Nutzen ma-chen können. Kleine Reitrunden sind vorgesehen, Reitkenntnissesind aber nicht erforderlich.

Übersicht Sommerfreizeiten 2013

23.–30. Juli • Eine-Erde-Camp •Wiesbaden 3–26 Jahre130/115* €

5.–16. August • Sylt-Sonne, Strand und Meer • Hörnum/Sylt • 13–15 Jahre495/480* €

12.–17. August • Mit Lamas durch die Rhön •Maulkuppe/Rhön11–13 Jahre • 195/180* €

Pferdetrekking im Kellerwald, Lamafreizeit in der Rhön und Sylt-Freizeit 2012

Mehr Infoszu About Change:www.bundjugend.de> projekt/> about-change-klima-leben

* Ermäßigter Preis z.B. für BUND-Mitglieder

Page 8: Hessenseiten im BUNDmagazin 1 / 2013

8 Hessen-Seiten im BUNDmagazin [1-13]

TeamerInnen gesuchtFür die Umsetzung unseres Pro-gramms suchen wir noch enga-gierte TeamerInnen. Wenn du Lusthast, eine Kinder- oder Jugend-freizeit zu begleiten und deineIdeen einzubringen, dann meldedich bald bei uns. Wir stecken be-reits mitten in den Planungen undwollen bis spätestens Mitte Märzdie Teams zusammenstellen. Duwirst von uns geschult und er-hältst die Auslagen erstattet sowie

Kontakt

BUNDjugend HessenOstbahnhofstr. 13, 60314 FrankfurtTel. (069) 67 73 [email protected] www.bundjugendhessen.de

* •) •:Das Jahresprogramm

für Kinder und Jugendliche und das Fortbildungsangebot

für TeamerInnen/GruppenleiterInnengibt es als Pdf auf derHomepage oder als

kostenlose Papierflyer

haben, sich mit dem Thema aus-einander zu setzen und es an an-dere weiterzugeben.

Demo – für bessere Mobilität15. Juni, FrankfurtEine Demo nicht gegen sondernfür etwas: eine Mobilität, die um-welt- und menschenfreundlichist, die das Klima schützt, keineAbgase und Gestank verursachtund auch keinen Lärm, die wenigPlatz braucht und ganz nebenbeidie Gesundheit fördert und Spaßmacht! Dazu treffen wir uns am15. Juni in Frankfurt, um mit allenklimaneutralen Gefährten wieFahrrädern, Skateboards oder In-linern die Straßen zu erobern. Dieganze Demo soll 100 Prozent CO2-neutral sein, Eure Kreativität istgefragt!

Koch- und ErnährungstagebuchNach der ersten Wettbewerbsrun-de des Ernährungstagebuchs hatsich eine Arbeitsgruppe gegrün-det, die eine zweite Runde desWettbewerbs organisieren will.Der Wettbewerb soll Jugendlicheanregen, kreativ zu werden, neueRezepte auszuprobieren, Freundeoder Verwandte mit leckerem Es-sen zu beglücken, Erfahrungen zusammeln und sich auszutau-schen. Nebenbei werden das Kli-ma geschont und die Umwelt ge-schützt und es können tolle Preiseabgeräumt werden: Kochbücher,Lebensmittelpakete und Koch-Events warten auf die Gewinnerund Gewinnerinnen. Wir suchen noch Mitstreiter/in-nen für den Arbeitskreis, Kontaktist die Landesgeschäftsstelle:[email protected] ruft an unterTel. (069) 67 73 7-30.

eine kleine Aufwandsentschädi-gung. Obligatorisch für alle Teamer/in-nen ist unser gemeinsames Wo-chenende vom 19.–21. April in derSteinesmühle bei Laubach mit ei-ner Mischung aus Workshops underster Planung für die Freizeiten.Mehr zum Teamen bei der BUND-jugend findest Du auch auf unse-rer Homepage www.bundjugend-hessen.de unter „Mitmachen“.Wir informieren Dich auch gerntelefonisch.

Fortbildungen für Jugendliche

Fit für die Jugendarbeit – mit der Juleica Voraussetzung für die Arbeit mit Kinder- und Jugendgruppen oder dieBetreuung von Freizeiten ist die Absolvierung einer Jugendleiter-Schu-lung. Sie vermittelt wichtiges Hintergrundwissen zur Lebenssituationvon Kindern und Jugendlichen, aber auch viele praktische Tipps und Me-thoden zum Umgang mit Gruppen, zur Fragen der Aufsichtspflicht undHaftung, zur Anleitung von Spielen oder Moderation von Gruppensit-zungen. Sie ist deshalb eine wichtige Grundlage für die Arbeit mit Grup-pen. Die Schulung ist zweigeteilt, vom 2.–6. April (Osterferien) findet derBasisteil statt, am 15. Juni, oder alternativ 29. September folgt eine Ta-gesveranstaltung zu den rechtlichen Grundlagen. Alle Veranstaltungenfinden in Frankfurt statt. Außerdem muss man einen Erste-Hilfe-Kursabsolviert haben. Nach Abschluss der Jugendleiterschulung kann mansich die JuLeiCa ausstellen lassen, mit der man oft Eintrittsermäßigun-gen in städtischen Einrichtungen wie Schwimmbädern oder Museen be-kommt. Die JuLeiCa muss alle drei Jahre mit einem Tagesseminar aufge-frischt werden. Auch hierfür bietet die BUNDjugend Hessen einige Fort-bildungen in Kooperation mit dem Jugendwerk der AWO an. Hier die Terminübersicht:

Jugendleiterschulung2.–6. April • Gruppen leiten, aber wie? • 75 €

Fortbildungen16. Februar • Umgang mit Drogen • 15 €15.–17. März • Rettungsschwimmer • 25 € + Eintritt 20. April • Schwierige Teilnehmer/innen • 15 €25.–26. Mai • Erste Hilfe • 30 €15. Juni • Rechtliche Grundlagen

Alle Seminare können ab 16 Jahre besucht werden und finden in Frank-furt statt. Die Termine für die zweite Jahreshälfte und weitere Informa-tionen findet ihr auf unserer Internetseite.