Hessenseiten im BUNDmagazin 4 / 2015

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    25-Jul-2016
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Vier Mal im Jahr erhalten BUND-Mitglieder das bundesweite BUNDmagazin – in Hessen mit den extra Hessenseiten. Die Mitgliederzeitschrift des BUND informiert über zentrale Fragen des Umwelt- und Naturschutzes, berichtet über die Arbeit des BUND und gibt Öko-Tipps für den Alltag. Im Hessen-Einleger gibt es zusätzliche Informationen auf Landesebene, von den Orts- und Kreisverbänden, den Arbeitskreisen und der BUNDjugend Hessen. Ein Abonnement kostet 15 Euro im Jahr. Mitglieder erhalten das BUNDmagazin kostenlos. http://www.bund-hessen.de/aktiv_werden/hessenseiten_im_bundmagazin/

Transcript of Hessenseiten im BUNDmagazin 4 / 2015

  • Die Jgerschaft, vertreten durch den Landesjagdver-band Hessen, stellt sich selbst als Naturschutzverbandmit den einzigen geprften Naturschtzern in Hes-sen dar. Ob dies ein Qualittssiegel darstellt, muss be-zweifelt werden. Wer glaubt, dass Jger wirklich in derLage sind z. B. beim Schuss auf Mwen wirklich zu er-kennen, welche Art vor ihrer Flinte fliegt? Und wieglaubhaft ist es, fr die Jagd auf bedrohte Arten zu strei-ten, anstatt freiwillig darauf zu verzichten?

    Wir glauben: Es gibt genug zu jagen, auch in Hessen.Rotwild, Rehwild, Schwarzwild und wenige andere, z.T.auch eingefhrte Arten, bieten den Jgern beste Mg-

    lichkeiten, sich in SachenHege, und dass bedeutet hierdie Vermeidung von Schdenin Land- und Forstwirtschaft,zu beweisen. Hier gibt es vie-lerorts deutliche Defizite, dienicht selten zu groen ko-logischen und auch finanzi-ellen Schden in Wald undFlur fhren.

    Fr die Arten, um die die J-gerschaft derzeit plakativstreitet, wnschen wir unsden Landesjagdverband alsPartner im Rahmen der Be-

    stimmungen der Frderkulissen der Landwirtschaft.Die Verhltnisse, die im Rahmen der landwirtschaftli-chen Frderung letztlich auf EU-Ebene festgelegt wer-den, sind mageblich fr die Strukturen in unsererLandschaft. Als es um diese Themen auf europischerEbene ging, hat uns die Untersttzung der Jgerschaftgefehlt. Gleiches gilt fr die Angriffe auf europischerEbene auf den Schutz der FFH- und Vogelschutzgebie-te. Hier standen die Jger nicht klar und fest zu denSchutzvorschriften, sondern fokussierten sich auf an-gebliche Einschrnkungen durch die europischenSchutzvorschriften.

    Es geht aber auch anders: Im Rahmen des von BUNDund kologischem Jagdverein (JV) gegrndeten AKHessenluchs arbeiten wir gut und effektiv auch mit demLandesjagdverband zusammen. Diese Einstellung wn-schen wir uns auch fr alle Arten, die dem Jagdrechtunterliegen, gleichwohl aber gefhrdet sind und des-halb keine Jagd als zustzlichen Druck auf die schwin-denden Populationen vertragen.

    ie Novellierung der Jagdverordnung ist zu einemhochemotionalen Thema auf der Ebene der Lan-

    desregierung und auch im Land, berall vor Ort, zwi-schen Jgern und Naturschtzern, Jgern und Tier-schtzern und natrlich auch zwischen Landesregie-rung und Opposition geworden.

    Worum geht es?

    Es geht in der Diskussion um den Anspruch von Seitender Jgerschaft, um formale Ansprche auf der Ebenedes Eigentumsrechts, im Kern aber um den Anspruchselbst und mglichst ohne Auflagen oder Mitsprachez. B. von Natur- und Tier-schtzern ber die Mglich-keiten zum Abschuss vieler auch seltener oder gar be-drohter Tierarten bestim-men zu knnen.

    Die Jgerschaft beruft sichauf das an Flcheneigentumgebundene Jagdrecht, die imJagdrecht fixierte Hegever-pflichtung und den An-spruch, dass die Jagd alsnachhaltige Nutzung natr-licher Ressourcen nur dannBestand haben wird und ha-ben kann, wenn diese auch in eigener Verantwortungausgebt werden kann. Reglementierung seitens desStaates und Mitsprache anderer Akteure stren da nur.

    Der BUND und auch andere Naturschutzverbnde se-hen dies deutlich anders. Wir wollen mglichst wenigeEingriffe in natrliche Prozesse, wohl wissend, dass diesin unserer intensiv genutzten Kulturlandschaft nichtimmer und berall funktionieren kann. Aber unser Fo-kus gilt den Arten, die bedroht sind oder im Regelfallkeiner Bejagung (= Hege?) bedrfen. Wir sehen in derRegel keinerlei Notwendigkeit zur Bejagung von Her-melin, Mauswiesel oder auch den Marderarten. Glei-ches gilt fr die bedrohten Arten Rebhuhn und Feld-hase, deren hauptschliche Gefhrdungsursachen zwarnicht in der Jagd liegen, die aber aufgrund ihrer Ge-fhrdungssituation keine Jagd als zustzlichen Druckauf die Restbestnde vertragen knnen.

    HESSENseitenHESSENseitenBUNDmagazin

    Heft 4 /2015

    D

    [4-15] Hessen-Seiten im BUNDmagazin 1

    Halali Reform der Jagdverordnung in Hessen EDITORIAL

    Jrg Nitsch,Vorstandsmitglieddes BUND Hessen

    Kurt Bouda/pixelio.de

  • ENERGIE

    2 Hessen-Seiten im BUNDmagazin [4-15]

    Wir haben nicht fr das sofortige Abschalten demonstriert, damit der Atomabrissmll in unsere Alltagsprodukte und dieUmwelt verteilt wird. Demo Frankfurt 28.05.2011.

    m November 2014 fand der Errterungstermin zumAntrag von der RWE Power AG auf Stilllegung und Ab-

    riss des AKW Biblis statt. Der BUND Hessen hatte eineumfassende Einwendung erstellt (1). Da aber im TerminRWE nur aus bekannten Unterlagen vorgelesen hatteund das Hessische Umweltministerium weitere Unter-lagen nicht offenlegte, verlieen der BUND Hessen undBrgerinitiativen den Termin (2).

    Ende Mrz 2015 verffentlichte das Umweltminis-terium Listen weiterer Unterlagen aber nicht derenInhalte. Nachfragen des BUND im Bergstrer Infor-mationsforum zum AKW-Rckbau fhrten dazu, dassRWE dem BUND anbot, diese Unterlagen vollstndigeinzusehen, was im Juli erfolgte. Denn zur Beurteilungder Auswirkungen auf die Bevlkerung mssen alle Un-terlagen ffentlich sein. RWE lie uns aber keine Kopi-en machen, die Unterlagen knnten wir beim Um-weltministerium anfordern.

    Aber Umweltministerin Priska Hinz, die vollste Trans-parenz versprach, will die Unterlagen, die bei RWE of-fen einsehbar sind, offenbar teilweise schwrzen las-sen. Besser noch: RWE stimmt nun der Offenbarungder Unterlagen nicht mehr zu. Der BUND fragt: Werspielt hier ein falsches Spiel?Zudem liegt eine Klage des BUND gegen das Umwelt-ministerium an, weil der BUND keine Unterlagen zumgeplanten Zwischenlager fr schwach radioaktive Stof-fe erhielt.

    Seltsam auch, dass das Umweltministerium die Frei-gabe einer immensen Menge von Abrissschrott, die alsnicht-radioaktiv deklariert werden soll, verharmlost.Denn die Grenzwerte wurden nicht demokratisch,sondern von der Atomenergieagentur festgelegt undberuhen auf fehlerhaften und teilweise geheimenStudien (3).

    Eine solche Lieferung von Freigabe-Material sollte imAugust aus dem AKW Stade auf die Mlldeponie derStadt Wiesbaden geliefert werden. Nach Protest undAufklrung durch den BUND wurde dies gestoppt.

    Der BUND Hessen wird sich weiterhin fr grtmgli-chen Strahlenschutz beim Abriss der Atomkraftwerkeeinsetzen, in Biblis und anderswo!

    Dr. Werner Neumann, Atom- und Energieexpertedes BUND, Mitglied im LandesvorstandGuido Carl, Mitglied im Landesvorstand

    Biblis: Transparenz geschwrzt

    Mehr Infos:(1) www.bund-

    hessen.de > Themen und

    Projekte > Klima und Energie

    > Atomkraftwerk Biblis

    (2) www.umweltministerium.hessen.de

    > Umwelt & Natur > Kernenergie & Strahlenschutz

    > Kernkraftwerk Biblis> Stillegung & Abbau

    > Dokumenten-bersicht

    > Wortprotokoll zumErrterungstermin

    (3) www.strahlentelex.de/Stx_14_662-

    663_S01-08.pdf sowie Strahlentelex

    Nr. 688-691

    Mehr Infos:Dr. Werner NeumannStammheimer Str. 8 B

    63674 [email protected]

    bund.net

    Schon ber 20 Jahre bestehtdas Kinderzentrum fr Erho-lung und Rehabilitation Na-deshda (Hoffnung) fr 300Kinder in Belarus. Der spezifi-sche Energieverbrauch konn-te durch viele Manahmendeutlich gesenkt werden. Seit kurzem wird zusammenmit der Hilfe des Energiemanagements des FrankfurterHochbauamtes ein Energiecontrollingsystem zurFernberwachung des Strom-Wrme-Wasserver-brauchs aufgebaut. Durch eine geplante 600 Kilowatt-Fotovoltaik-Freilandanlage knnte bilanziell der gesam-te Stromverbrauch des Kinderzentrums mit Solarstromgedeckt werden. Dafr werden noch Spenden bentigt.

    Solarsolidaritt Sonne fr Tschernobyl-Kinder Nadeshda knntesich damit 30 Jahrenach der Katastro-phe von Tscherno-byl vollstndig mit(lokalen) erneuer-baren Energienselbst versorgen.

    Es wre auch ein Zeichen, dass das 80 Kilometer vomKinderzentrum im Bau befindliche 2-Block-AKW Astra-vets nicht bentigt wird. In Deutschland wird das Projekt vom gemeinntzigenVerein Leben nach Tschernobyl e.V. Frankfurt getragen.

    Dr. Werner Neumann, Sprecher BUND BAK Energie und Vorstandsmitglied des Vereins

    www.freunde-nadeshda.deSpendenkonto:Leben nach Tschernobyl e.V.Evangelische Bank FrankfurtIBAN: DE03 5206 0410 0004 1144

    00

    BIC: GENODEF1EK1Stichwort: Solarsolidaritt

    I

  • [4-15] Hessen-Seiten im BUNDmagazin 3

    Seit 2013 fhrt der BUND Hessen im Rahmen desBUND-Projekts Wildkatzensprung in Zusammenar-beit mit dem Forstamt Wettenberg und dem NABUKrofdorf-Gleiberg Lockstockuntersuchungen zur Er-forschung des Wildkatzenvorkommens im KrofdorferForst durch. Seit 2015 werden sie unter Eigenregievom BUND Hessen und den Partnern vor Ort weiter-gefhrt. Dabei werden angeraute, mit Baldrian be-sprhte Dachlatten in den Boden geschlagen. Wild-katzen werden durch den Duft angezogen, reibensich am Holz und hinterlassen Haare. Diese werdendann genetisch untersucht. Mithilfe dieser Methodekonnten bereits 17 verschiedene Wildkatzen im Krof-dorfer Forst nachgewiesen werden.

    WildkatzenwanderungTrotz Regen kamen ber hundertgutgelaunte Menschen zur fastdreistndigen gefhrten Wande-rung des BUND KreisverbandsGieen und Susanne Schneider,der Koordinatorin des Wildkat-zenprojekts beim BUND Hessengemeinsam mit dem ForstamtWettenberg Mitte September imKrofdorfer Forst. Im Mittelpunkt standen die selte-ne Wildkatze und ihr Lebensraumim Krofdorfer Forst sowie dieWildkatzeninventur mittelsLockstcken. An verschiedenen

    KV GieenWindpark-ExkursionGroe Resonanz mit ber 80 Teil-nehmern fand eine Exkursion desBUND zum krzlich in Betrieb ge-nommenen Windpark Im Nollim stlichen Landkreis in Rabe-nau. In Zusammenarbeit mit demWindpark-Errichter und dem frdie landschaftspflegerische Be-gleitplanung zustndigen Ingeni-eurbro wurden technische undnaturschutzfachliche Aspekte desVorhabens vorgestellt und dasErdgeschoss des WEA-Turms be-sichtigt.Jrg Weise, Bro Meier & Weise,erluterte die Bemhungen, Be-eintrchtigungen in den Berei-chen Forst, Naturschutz und Ar-tenschutz zu vermeiden und vor-ab Verbesserungsmanahmen frbestimmte Tierarten zu erreichen.Fr den Schwarzstorch wurdenerfolgreich ein Nahrungsgewsserund neue Horstplattformen ge-schaffen. Der Schutz der Fleder-muse im Waldgebiet wird durchAbschaltautomatik in besondersflugaktiven Phasen und durch einFledermausmonitoring zur Justie-rung der Abschaltalgorithmen ge-sichert. Die Exkursion ermglichte infor-mativ und sachlich die Diskussionmit vielen interessierten Brgernjenseits von verfestigten Stand-punkten.

    Andrea Malkmus

    MAGAZIN

    Stationen wurde eindrucksvoll ge-zeigt, warum sich die scheueWaldkatze im Krofdorfer Forst sowohl fhlt: Neben dem hohenLaubholzanteil sind es viele Lich-tungen und aufgelockerte Wald-bestnde. Durch knstlich errich-tete Reisighaufen als Unterschlupfwhrend der Ruhezeit am Tagoder fr die Jungenaufzucht leis-tet das Forstamt einen wichtigenBeitrag, um den Lebensraum auf-zuwerten. Gezimmerte Wurfbo-xen, auf nicht genutzten Hochsit-zen platziert, sollen weiblichenWildkatzen einen geschtzten Ortzur Aufzucht der Jungen geben.Jedoch sollte dies eher eine Not-fallmanahme bleiben, vielmehrsollte der Wald durch liegendesTotholz vielfltig strukturiert sein,um so der Wildkatze Unterschlupf-mglichkeiten zu bieten. Auchviele andere Tier- und Pflanzenar-ten profitieren davon und tragenso zur Erhhung der biologischenVielfalt im Wald bei.

    Mehr Infos: Suanne Schneider, www.bund-hessen.de

    Mehr Infoswww.bund-giessen.de

    WEA-Flyer unterwww.iterra-wind.de/news/energie-und-ressourcenpark-rabenau/44-flyer-verfuegbar.html

  • NACHRUF

    MAGAZIN

    4 Hessen-Seiten im BUNDmagazin [4-15]

    OV ViernheimBltenbeet-Aktion Grten und ffentliche Anlagenknnen naturnah und pflege-leicht gestaltet werden, wenn an-stelle von Pflasterungen oderSchotterabdeckungen dauerhafteBltenbeete angelegt werden.

    Im September beteiligte sichdaher der BUND am Freiwilligen-tag der Stadt Viernheim und legteunter fachkundiger Anleitung imTivolipark ein groes Staudenbeetan. Auf einer zuvor artenarmenRasenflche wurde mit der Pflan-zung einer erprobten insekten-freundlichen Staudenmischungein sehr dekoratives Bltenbeetgeschaffen. Das mit Holzhack-schnitzeln (aber auch Schotter-steine sind geeignet) abgedeckteBeet muss knftig nur einmaljhrlich gemht werden und es istweit pflegeleichter als einjhrigeBlumenbeete. So wurde der Parkbereichert und die Teilnehmerlernten, ihren Hausgarten neuund naturnah zu gestalten.

    Peter Dresen

    OV IdsteinApfelwein- und Obst-wiesenroute Im Frhjahr weihte der BUND Id-stein/Waldems mit Sekt und Safteine neue Informationstafel ander Apfelwein- und Obstwiesen-route ein. Seit fast 20 Jahren pflegtder Ortsverband eine stdtischeObstwiese in Heftrich, um sie inVerbindung mit der Umwelterzie-hung fr Kinder naturnah zu nut-zen. Die Mahd der Wiese ber-nahmen Heftricher Landwirte,das Schneiden und Abernten derBume der BUND. Mit Kindernaus Kindergrten, Grundschulen

    Der BUND trauert um Carl ScherrerCarl Scherrer* 12. August 1921 6. Oktober 2015

    eit Grndung des BUNDbernahm Carl Scherrer

    Aufgaben im BUND: An-fangs im Landesverband, seit1990 dann im KreisverbandFrankfurt. Schnell hat er ne-ben dem Vorsitz im Kreis-

    verband auch Aufgaben in dessen Arbeitskreis Wasserwahrgenommen, viele Jahre hat er sich als Bachpateum die Belange des Frankfurter Urselbachs gekmmert.

    Wir erinnern uns wehmtig an nchtelange Sitzungendes Klrwerkteams. 77 Ausgaben des regionalen Um-weltmagazins fr die Rhein-Main-Region, das auch Mit-teilungsblatt sowie Veranstaltungskalender des BUNDund vieler anderer beteiligter Umweltverbnde war.

    Die Vermittlung von Naturschutzbelangen an nachfol-gende Generationen war sein Ding. Seit 1998 vergibtseine Carl & Irene Scherrer Stiftung einen Preis, er war

    S

    Naturschutzbotschafter der ersten Stunde im Frank-furter Zoo. 2007 wurde er mit dem Bundesverdienst-kreuz fr sein ehrenamtliches Engagement ausge-zeichnet.

    Wir verlieren mit Carl Scherrer einen unermdlichenMitstreiter, der sich bis ins hohe Alter mit groem eh-renamtlichem Engagement fr den Umweltschutz unddie Bewahrung der natrlichen Lebensgrundlagen ein-gesetzt hat. Er hielt nichts von fundmentalen Forde-rungen, sondern hatte stets das Machbare im Blick.Ideen, die er fr sinnvoll hielt, brachte er mit groerZielstrebigkeit und Geradlinigkeit zur Umsetzung. Wirhaben Carl Scherrer immer sehr geschtzt, weil er sichmit groer berzeugungskraft fr die Sache eingesetztund klar Position auch gegen Widerstnde bezogen hat.

    Wir vermissen ihn!

    Fr den Kreisverband FrankfurtHeidi Wieduwilt

    Fr den LandesverbandJrg Nitsch

    Mehr Infoszum Bltenbeet:

    [email protected]

    Mehr Infos zur Obstwiese:

    www.idstein-waldems.bund.net

    und der eigenen Naturschutz-gruppe erfolgten seither zahlrei-che Aktivitten wie Baumpflan-zung, Erstellung und Aufhngenvon Nistmglichkeiten, Bestim-mung der Pflanzen und Tiere so-wie Apfelernten und -keltern. Alldies wird auf der Informationsta-fel dargestellt und soll Interessier-te zum Mitmachen animieren.

    Anfang Oktober wurde danngemeinsam fast einen ganzenSamstag lang pfel geerntet undgekeltert. Auch whrend der Wo-che kelterte der BUND mit denFnftklsslern der GesamtschuleWallrabenstein noch einmalfleiig.Gudrun Lichtblau-Honermann

  • MAGAZIN

    [4-15] Hessen-Seiten im BUNDmagazin 5

    KV BergstraeFilmvorfhrung mitBio-WeinDer BUND Bergstrae bringt re-gelmig Filme zu den Themenko-Landbau und gesundeErnhrung ins HeppenheimerKino. Im Oktober sahen mehr als100 Besucher die DokumentationDer Bauer und sein Prinz berdie Umstellung des AnwesensHighgrove von Prinz Charles aufbiologischen Anbau. Anschlieend begrte Willy Weltivom Kreisverband den Naturland-zertifizierten Landwirt Karl Baueraus Frth-Steinbach und den Bio-Winzer Gerold Hartmann von derWinzergemeinschaft Feligreno. Erbewirtschaftet eine Steillage ober-halb von Zwingenberg nach Eco-vin-Kriterien und bietet den ers-ten vollstndig zertifizierten Bio-Wein der Hessischen Bergstraean, den die Filmbesucher im Ki-nofoyer auch gleich verkostenkonnten. Die naturnah kultivier-ten Bden knnen wegen ihreshheren Humusgehalts dieFeuchtigkeit deutlich lnger spei-chern als herkmmlich bewirt-schaftete Flchen.

    Claudia Dirr

    OV Rosbach Kelterfest Viele Familien, Obstbaumpatenund Natur-Scouts kamen zumKelterfest des BUND Rosbach imWetteraukreis, um pfel von ihrenPatenbumen zu pflcken oderaufzusammeln ein Lohn fr dieerfolgten Schnitt- und Pflegema-nahmen. Manche pressten anObstmhle und Kelter kstlichenfrischen Most von ihren pfeln.Die Kinder machten begeistertmit. Vier Fachkrfte der VillaKonfetti (Kita in Rosbach) stell-ten mit ihnen kreative Postkartenher und schmckten Kinderhndeund -arme kunstvoll mit Tattoos.Gegen den Hunger gab es Wurstund Steaks aber auch Veggiebur-ger (vegane Burger) vom Grill,dazu Apfelsaft und -wein sowieAbbelseggo von RosbacherObstwiesen und gute Gelegenhei-ten zum Meinungsaustausch.Dieter Kurth als Organisator derObstbaumpatenschaften konnteso manche neue Patenfamilie be-gren und letzte freie Bumevergeben.

    Dieter Kurth

    KV WetterauVegane Burger Im September fand in Friedbergvor dem Kreishaus der jhrlicheMarkt der Region statt. Gemein-sam boten BUND-Kreisverbandund BUNDjugend Probeschnitt-chen mit selbst gemachten vega-nen Aufstrichen an, ferner durftensich die Besucher mit veganenCheeseburgern anfreunden.Das Interesse an den Produktenwar gro. Selbst Wetteraukreis-Landrat Joachim Arnold konntenicht umhin, einen der leckerenBurger zu versuchen. Grnde fr vegane Ernhrungohne Produkte von Tieren sindlaut Albert-Schweitzer-Stiftung:sie untersttzt nicht die Massen-tierhaltung, sie trgt zur Siche-rung der Welternhrung bei, dennTiermast verschwendet Unmen-gen Getreide und Soja, sie trgtzur Entlastung der Umwelt bei,denn Intensivtierhaltung verur-sacht so viel Treibhausgase wieder gesamte Verkehr. Die positiveResonanz auf das vegane Angebotwird der BUND nutzen, verstrktdamit auf Mrkten der Region inErscheinung zu treten.

    Jrgen Hutfiels

    Mehr Infos zum Filmabend:www.bund-bergstrasse.dewww.derbauerundseinprinz.de

    Mehr Infoszum Kelterfest:www.bund-rosbach.de

    Mehr Infos zum KV Wetterau:www.wetterau-kreis.bund.net

    Umweltschutzpreis fr Jrgen HutfielsAm 12. Oktober erhielt der langjhrige Vorsitzende desBUND KV Wetterau, Jrgen Hutfiels, den Umwelt-schutzpreis des Wetteraukreises. Der im Wildtierschutzengagierte Jger Klaus Wrner wurde durch eine Belo-bigung geehrt. Eva Langenberg, Leiterin der FachstelleNaturschutz und Landschaftspflege moderierte den gut besuchten Abend. Nach dem Festvortrag von Dr. KlausRicharz (ehem. Leiter der Staatl. Vogelschutzwarte)spielte das Gitarrenquartett der Musikschule. Im locke-ren Sofagesprch stellten Jrgen Hutfiels und KlausWrner ihre vorbildlichen Naturschutz-Aktivitten vor,bevor Landrat Arnold die Ehrenurkunden berreichte.Eva Langenberg, Jrgen Hutfiels, Klaus Wrner, Joachim Arnold

  • 6 Hessen-Seiten im BUNDmagazin [4-15]

    MAGAZIN

    Herausgeber: BUND Hessen e.V., Geleitsstrae 14, 60599 Frankfurt a. M., Tel. (069) 67 73 76-0www.bund-hessen.de und www.facebook.com/BUND.HessenRedaktion: Brigitte Martin (namentlich gekennzeichnete Beitrge geben nicht unbedingt dieMeinung der Redaktion wieder.)Layout und Satz: Julia BeltzSPENDENKONTO: BUND Hessen, Frankfurter Sparkasse, IBAN: DE32 5005 0201 0000 7999 12NEWSLETTER: Abonnement unter www.bund-hessen.de/newsletterIM

    PRESSUM

    KV HochtaunusAusstellung Flchen-verbrauch Die Vereinten Nationen riefen2015 zum Internationalen Jahrdes Bodens aus und wollen da-mit verdeutlichen, wie wichtig B-den fr die Ernhrung der Weltbe-vlkerung und den Wohlstand un-serer Gesellschaft sind. Bodengehrt zu den wichtigsten nichtvermehrbaren Ressourcen. Bo-denversiegelung ist ein schlei-chender Prozess, durch den un-wiederbringlich Tag fr Tag wert-volle Flchen, Ackerland, Felder,Wald und Wiesen verloren gehen.Der BUND Hochtaunus prsen-tierte aus diesem Anlass vorwie-gend anhand von Luftbildern vonAnfang Juli bis September in derRotunde des Landratsamts BadHomburg eine Ausstellung mit 22Bannern, die zeigen, wie sich dieRegion in den letzten 25 Jahrenvernderte.

    OV Usingen-Neu-AnspachKinder untersuchenBden

    Anlsslich der Vernissage der Aus-stellung hielt Dr. Maren Heincke,Agraringenieurin vom ZentrumGesellschaftliche Verantwortungder Evangelischen Kirche in Hes-sen und Nassau, den Erffnungs-vortrag, der eindrcklich das Pro-blem des Flchenverbrauchs be-leuchtete.

    Interessierte knnen die anschau-lichen Banner kostenlos in derGeschftsstelle des KreisverbandsHochtaunus, Bahnhofstrae 27,61267 Neu-Anspach ausleihen.

    Friederike SchulzeIst Boden nur Dreck? Ist Bodenimmer gleich? Ist Boden nur totesMaterial zum Drauftreten? Allediese Fragen wurden im Gartender BUND-Kinder des Ortsver-bandes gestellt und die Kinderversuchten mit Schaufeln, Hn-den und Lupenglsern, den Din-gen auf den Grund zu gehen.Sie sahen, der Boden auf demBeet sieht anders aus als der Bo-den vom Kompost oder der unterden Apfelbumen. Ganz anderswar der Boden unter der Fichte.Einige Kinder fanden auf AnhiebLebewesen in ihren Lupenbe-chern. Die Regenwrmer konntenalle mit dem bloen Auge erken-nen. Eifrig versuchten die jungenForscher, sich mit neuen Ent-deckungen gegenseitig zu ber-trumpfen. Im Kompost konnteman erkennen, wie fruchtbarerBoden entsteht. Auch wurde fest-gestellt, dass die Temperatur dorthher war.Auf dem Nachhauseweg wurdenoch unter jedem Stein nachge-guckt, wie der Boden dort aus-sieht und ob es Lebewesen gibt.Einig waren sich die Kinder, dassBoden nicht nur Dreck ist.

    Friederike Schulze

    Mehr Infos:www.bund-

    hochtaunus.de

    Messe kotrends in Gelnhausen

    Zum 15. Mal ein toller Erfolg war die Informations- und Verbrauchermesse kotrends vonBUND und Stadt Gelnhausen im September mit 70 Ausstellern aus der Region Main-Kin-zig zu den Themen Nachhaltigkeit, Klimawandel und Bio. Man nimmt sich Zeit, bert und tauscht Informationen aus. Es macht Spa ber das ab-wechslungsreiche Gelnde zu schlendern und dabei Inspirationen und Ideen frs eigeneHandeln zu bekommen, so BUND Landesvorstandssprecherin Gabriela Terhorst. Wie Stephan Consemller vom BUND Gelnhausen erwhnt, habe sich der Gedanke desnachhaltigen Angebots nicht zuletzt auch durch die koTrends in der Gegend herumge-sprochen und weiterentwickelt. Kse, Gemse, Wein und sogar Bier werden unterkostandards produziert und hier angeboten.

    www.oeko-trends.dewww.vorort.bund.net/

    gelnhausen

  • [4-15] Hessen-Seiten im BUNDmagazin 7

    JugendvollversammlungNeuer Jugendlandes-vorstand gewhltAuf der Jugendvollversammlung(JVV) am 3. und 4.10.2015 wh-rend des Herbst-Interaktiv-Treffenin Bad Nauheim wurde zunchsteine Satzungsnderung beschlos-sen, die das neu geschaffene Gre-mium des Bundesjugendratesbercksichtigt. Auerdem wurdeder Jugendlandesvorstand (Jula-vo) gewhlt. Er besteht nun ausCarolin Lotter (Mhltal), MaikeTasch (Gieen), und Felix Messer(Frankfurt) als Jugendsprecher*in-nen. Dabei nimmt Felix Messerdie Vertretung der BUNDjugendim Landesvorstand wahr, CarolinLotter ist fr die Finanzen zustn-dig. Als Beisitzer*innen wurdenFinn Spreng (Eschborn), JacobGraf (Frankfurt), Johanna Heckert(Bad Nauheim), Nicole Barwitzki(Gieen), Peter Abt (Frankfurt)und Ulrike Proske (Frankfurt) ge-whlt. Aus dem Amt ausgeschie-den sind Johanna Rschinger, Sa-rah Sekyra, Dominik Bhme, LeaWeber, Alexandra Struck. WeitereDelegierte sowie die Kassenpr-fer*innen wurden ebenfalls ge-whlt. Nach der Wahl wurde der

    Der neue Jugend-landesvorstand(von links): Johanna Heckert,Nicole Barwitzki,Carolin Lotter, Finn Spreng,Felix Messer, Peter Abt, Jacob Graf;nicht auf demFoto: Ulrike Proske,Maike Tasch

    BUNDjugend aktivStraentheater zumFreihandelsabkom-men TTIPIm Rahmen des Herbst-Interaktiv-Treffens der BUNDjugend ber-raschten Aktive in Bad Nauheimmit buntem Straentheater in derFugngerzone.

    Haushaltsabschluss 2014 ange-nommen und der aktuelle Standfr das Haushaltsjahr 2015 zurKenntnis genommen. Und zu gut-er Letzt wurde der Haushalt 2016beschlossen.

    Bad Nauheim, Kirmes: Wie ausdem Nichts rennt eine Gruppe Ju-gendlicher in Tier-, Knstler- undGemsekostmen verkleidetdurch die Fugngerzone, gejagtvon einer zweiten Gruppe mit Po-litikermasken und Fackeln, wel-che sie schlielich zu Boden pr-geln und zu einem groen Feueranznden. Danach verteilen dieDarsteller streng geheime Brief-umschlge mit Informationsma-terial zum Thema TTIP und CETAan die interessierten Passanten.Die Aktion war den Tag ber anverschiedenen Pltzen in BadNauheim zu beobachten.Damit wollte die BUNDjugend aufdie mglichen negativen Auswir-kungen eines Freihandelsabkom-

  • 8 Hessen-Seiten im BUNDmagazin [4-15]

    KontaktBUNDjugend HessenGeleitsstrae 14, 60599 FrankfurtTel. (069) 67 73 [email protected] www.bundjugendhessen.de

    Das Jahresprogrammfr Kinder und

    Jugendliche und das Fortbildungsangebotfr TeamerInnen/

    GruppenleiterInnengibt es als Pdf auf derHomepage oder als

    kostenlose Papierflyer

    Veranstaltungen 2016

    Die Winterpause whrt nur kurz, bereits Mitte Januar zieht es uns schonwieder auf die Strae zur mittlerweile traditionellen Wir haben es satt-Demo gegen industrialisierte Landwirtschaft. Und auch danach ist in je-dem Monat etwas los:15. 17. Januar Beteiligung an der Wir haben es satt-Demo in Berlin 19. 21. Februar Koch- und Back-Wochenende11. 13. Mrz Frhlings-Interaktiv Treffen mit Theater-Workshops undAktionVormerken knnt Ihr den Termin fr unser 10. Jubilums-Eine-Erde-Camp 29. Juli 5. August Eine-Erde-Camp in Liberg Aktuelle Informationen findet Ihr unter www.bundjugendhessen.de.

    Weihnachtstreffen

    22. Dezember 15 Uhr Frankfurt Geleitsstrae 14 Am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien treffen wiruns in den neuen Rumen der BUNDjugend Hessen zumgemtlichen Abschluss des Jahres. Auf dem Programm ste-hen Essen, Plaudern, Musik, Spiele und das legendre Anti-Wichteln.Bitte bringe etwas Leckeres frs Buffet (vegetarisch/vegan) mit: Kuchen,Salate, Pltzchen, Obst, Nsse alles ist willkommen. Fr Getrnke sorgtdie BUNDjugend. Ein MUSS fr jede/n ist ein Beitrag zum Anti-Wichteln also etwas, das du wirklich gar nicht (mehr) brauchst, das aber noch inOrdnung und viel zu schade fr die Tonne ist natrlich nett und kolo-gisch verpackt.

    Die neue FJlerin stelltsich vor: Hallo in die Runde,ich bin Marlene, 22 Jahre alt unddie neue FJlerin bei der BUND-jugend.

    Unter anderem bin ich Teil desBroteams und betreue Freizeitenund Seminare. Seit knapp einemMonat bin ich jetzt dabei und binweiterhin gespannt auf die vielenneuen Eindrcke, mit denen meinFreiwilliges kologisches Jahr si-cher bis zum Schluss gespickt seinwird. Nebenbei mchte ich meineVorliebe fr alles Knstlerischeund Kreative einsetzen, z. B. beider Mitgestaltung des Aktiv-Infosund bei diversen Workshops.

    Ich freue mich auf ein Jahr mit euch fr unseren Planeten

    und auf bunteAktionen mit

    Spa undTiefgang!

    mens zwischen Europa und denUSA und Kanada aufmerksammachen. Unsere Aktion solltezeigen, wie Kleinunternehmen,Kultur und Landwirtschaft zuSchaden kommen, sollte dasTransatlantische Freihandelsab-kommen durchgesetzt werden,so Johanna Heckert. Auerdemverlaufe der Verhandlungsprozessintransparent und undemokra-tisch mit Firmenvertretern hinterverschlossenen Tren.

    Gleichzeitig sollte mit dieserAktion zur Teilnahme an derGrodemo gegen TTIP und CETAaufgerufen werden. An der bun-desweiten Demonstration am fol-

    genden Wochenende in Ber-lin nahm eine Gruppe

    von Aktiven derBUNDjugend Hes-

    sen teil. Sie reistenbereits Freitag-abend zumbundesweitenAktiventreffender BUNDju-gend an. Dortwurde eineStraentheater-

    Aktion gegenTTIP vorbereitet

    und am Samstagwhrend des Demo-

    zugs aufgefhrt. DieBUNDjugendlichen durch-

    brachen in Tierkostmen verklei-det und mit viel Spa und Energieeine TTIP-Regulierungswand.

    Marlene Stracke

    Leckeres vomKoch- und Back-Wochenende