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HK-Gebäudetechnik, Februar-Ausgabe 2010

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  • 2 | 10 | Februar

    AVA_HK-Gebaeudetechnik_Titelseite_RA_def.indd 1 25.01.10 13:28

    4 Tag der EnergieBildung

    16 Krftige Strme im Winter

    25 Klein-BHKW und Brennstoffzellen

    54 suissetec

    69 Swissbau: Messe-Rckblick

    75 Der aktuelle Stellenmarkt

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  • 2-10 HK-Gebudetechnik 1

    InHaltsverzeIcHnIs

    tHema

    16 Im Winter treten die krftigsten strme auf

    WrmetecHnIK/enerGIe

    22 Heizen mit Umgebungswrme, Holz und sonne

    25 Klein-BHKW und Brennstoffzellen

    28 Produkte

    lUft-KlIma-Klte

    34 Khlen und lften: neuheiten und trends

    aUtomatIon/e-Home/facIlIty manaGement

    37 neues minergie-modul fr sonnenschutz

    40 Produkte

    sanItrtecHnIK/sanItr-desIGn

    42 berdurchschnittliches zu interessantem Preis

    44 Produkte

    GeBUdeHlle/sPenGlereI/eqUIPment

    50 Geradlinig und in bester Harmonie

    52 Produkte

    sUIssetec

    54 verbandsnachrichten

    dIverse rUBrIKen

    4 Info

    12 mosaIK/fIrmen

    68 BerUfsBIldUnG

    69 messen

    72 aGenda / ImPressUm

    75 stellenmarKt

    www.hk-gebaeudetechnik.ch

    80 InserentenverzeIcHnIs

    22swissbau 2010: trends zu energieeffizienz und erneuerbaren energien

    34swissbau 2010:

    energieeffizienz schlagwort oder realitt?

    37swissbau-sonderausstellung Woodstock

    50ein einfamilienhaus ganz

    in metall gehllt

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  • 2-10 HK-Gebudetechnik 3

    EDITORIAL

    Seiner Zeit um 30 Jahre voraus

    Die Welt hat vor 30 Jahren eine Chance verpasst. Erkenntnisse und Technik fr die Solarwrmenutzung wren damals schon bekannt gewesen. An den 45. Solothurner Filmtagen Ende Ja-nuar wurde der Dokumentarfilm A Road Not Taken gezeigt. Zwei Jungfilmer erfor-schen darin die Geschichte einer verscholle-nen Solaranlage. US-Prsident Jimmy Carter hatte die Anlage 1979 in einem symbolischen Akt auf dem Dach des Weissen Hauses ins-talliert und verkndete ein umfassendes Fr-derprogramm fr Alternativenergien. Er wollte andere Wege gehen, weil er damals schon eine Energiekrise befrchtete. Nach nur einer Amtsperiode von vier Jahren wurde Jimmy Carter abgewhlt. Die Ameri-kaner wollten nicht lnger einen Prsidenten, der ihnen immer wieder sagte, man msse tun, was getan werden knnte. Sie wollten nur billiges Benzin. Sie whlten den char-manten und aus Kinofilmen bekannten Ro-nald Reagan. Dieser liess die Sonnenkollek-toren 1986 demontieren und beerdigte das Energieprogramm.Im Film werden die Kollektoren in einem La-gerhaus aufgesprt und die unterschiedlichs-ten Menschen interviewt, die sich an die Zeit um 1980 erinnern.In seiner feierlichen Ansprache 1979 nahm Jimmy Carter das tatschliche Schicksal sei-ner Kollektoren selber vorweg: In the year 2000, this solar waterheater behind me will still be here supplying cheap, efficient ener-gy. A generation from now, this solar heater can either be a curiosity, a museum piece, an example of a road not taken, oder er knne ein Bauelement werden zu einem der grss-ten Abenteuer fr die amerikanische Gesell-schaft. Im Rahmen der Filmarbeiten konnte einer der geschichtstrchtigen Kollektoren ins Museum of American History aufge-nommen werden.Carter war seiner Zeit um 30 Jahre voraus. Vor dem Hintergrund der zeitweise hohen

    lpreise, der Klimadiskussion, der Kriege im Nahen Osten und der nicht unerschpflichen Erdlreserven, ist seine Rede wieder sehr ak-tuell. Ein US-Prsident knnte heute prak-tisch die identischen Stze sagen.Teile der Ansprache von Jimmy Carter bei der feierlichen Einweihung der Solaranlage 1979 auf dem Weissen Haus sind im Trailer zum Film enthalten (www.roadnottaken.info). Der 3-mintige Trailer allein ist schon sehenswert.

    Heftige Strme ziehen oft in den Wintermo-naten Dezember bis Februar ber die Schweiz. Andreas Walker berichtet ab Seite 16 ber Vi-vian, Lothar & Co., ber die Zerstrungskraft dieser starken Westwinde sowie ber Voraus-sagen, wie die Strme knftig verndert auf-treten. Am Schluss des Beitrags sind Mass-nahmen aufgelistet gegen Sturmschden an Gebuden.

    Die Swissbau verhalf Mitte Januar auch den Gebudetechnik-Branchen zu einem moti-vierenden Start ins neue Jahr. Sechs weitere Fachjournalisten waren neben Franz Lenz und mir fr HK-GT in Basel an der Messe unterwegs. In dieser Ausgabe sind Beitrge von Jrg Wellstein, Thomas Glatthard, Ri-chard Staub und im suissetec-Teil ab Seite 54 von Marcel Baud. Der allgemeine Messe-Rckblick ist auf den Seiten 6971. Die wei-teren Swissbau-Berichte zu verschiedenen Themen erscheinen in den kommenden Aus-gaben von HK-Gebudetechnik.

    Peter Warthmann, Chefredaktorpeter.warthmann@hk-gebaeudetechnik.ch

  • 4 HK-Gebudetechnik 2-10

    Info

    Swissbau 2010: Tag der EnergieBildung

    Es besteht Konsens darber, dass fr die Erreichung energie- und klimapolitischer Ziele mehr fachleute zur Verfgung stehen mssen. Deshalb haben sich Bund und Verbnde an die Umsetzung geeigneter Weiterbil-dungsmassnahmen gemacht und diese an der Swissbau in Basel vorgestellt. fr neubauten und vor allem auch Sanierungen braucht es neue Profis, damit Baukonzept, Qualitt und Energieeffizienz am Ende stimmen.

    Jrg Wellstein

    Der Tag der EnergieBildung wurde von Michael Kaufmann, Vizedirektor des Bundesamtes fr Energie (BFE), prgnant er-ffnet: Wir wissen, wie ein zu-kunftsfhiges Gebude erstellt werden muss. Die Frage lautet aber: Wer kann das machen? Die anlsslich der Swissbau in Ba-sel am 14. Januar 2010 durchge-fhrte Prsentation der aktuellen Massnahmen im Bereich von Energie und Bildung fand das Interesse von ber 200 Teilneh-menden aller Altersgruppen.

    Der Weg ist ambitis, das Know-how muss verstrkt werdenMit der Entscheidung des Bun-des, auf den Weg der 2000-Watt-Gesellschaft zu gehen, ist nicht nur das Ziel gesetzt, den heuti-gen Energieverbrauch auf einen Drittel zu reduzieren, sondern auch der Wille, fortschrittliche Technologien einzusetzen. Dass die entsprechenden Chancen im Gebudebereich am grssten sind, ist bekannt. Wir befinden uns auf diesem Weg, unabhngig von politischen Diskussionen, ist Michael Kaufmann berzeugt. Bis 2020 sollen 20 Prozent we-niger CO2-Emissionen ausgesto-ssen werden, was fr die nchs-ten 10 Jahre den ambitisen Wert von 10 Prozent bedeutet. Der Bundesrat ist durchaus ehrgei-zig.Bereits vor zwei Jahren hat die-ses Gremium festgelegt, dass ne-ben der kontinuierlichen Unter-sttzung von Forschung und Entwicklung im Energiebereich zustzlich auch die Weiterbil-dung stark gefrdert werden soll. Mit der 4-Sulen-Strategie hat der Bundesrat ausserdem das

    Gebude zum Symbol fr die er-hhte Bedeutung von Energie-effizienz und den verstrkten Einsatz von erneuerbaren Ener-gien gemacht. Ohne gengendes Know-how und gut ausgebildete Berufsleute geht jedoch nichts! Der Anlass in Basel sollte die ver-schiedenen Aspekte der Bildungs-offensive vorstellen. Die neu ge-schaffene BFE-Plattform ener-giewissen.ch zur speziellen Informationsvermittlung steht bereits zur Verfgung. Mit Umschulungsaktionen und Passerellen-Angeboten sollen in diesem Jahr die 15 Mio. Franken des Stabilisierungsprogramms III eingesetzt werden, um ca. 12001500 Fachleute gezielt wei-terzubilden. Michael Kaufmann: Noch nie konnte zusammen mit verschiedenen Verbnden in nur drei Monaten ein konkretes Netzwerk dieser Grssenord-nung aufgebaut werden. Die Dringlichkeit ist offensichtlich allen klar.

    Mit neuem Minergie- Standard die Spitzen-position markierenFr Franz Beyeler, Geschftsfh-rer Minergie, steht fest: Was wir heute im Bauwesen verbrechen, badet die nchste Generation aus. Deshalb will Minergie nun wei-tergehen. Er stellte die Initiative zur Schaffung eines neuen Stan-dards Minergie A vor. Solche Gebude sollen aktiv Energie er-zeugen und eine positive Energie-bilanz aufweisen. Minergie gehrt heute zu den grssten Kursanbie-tern im Gebudebereich und ermglicht mit der Fachpartner-schaft auch eine Qualittssiche-rung durch erlangte Kompetenz. Im Weiteren geht es Minergie aber auch um Qualittskonzepte fr grssere Bauten.

    Wer kann das Wissen umsetzen?

    Der Tag der EnergieBildung bot anlsslich der Swissbau in Basel am 14. Januar 2010 ber 200 Teilnehmenden aller Altersgruppen einen Einblick in die aktuellen Weiterbildungskonzepte.

    Michael Kaufmann erffnete prgnant: Wir wissen, wie ein zukunftsfhiges Gebude erstellt werden muss. Die frage lautet aber: Wer kann das?

  • 2-10 HK-Gebudetechnik 5

    Info

    Gesamtbetrachtung fr sinnvolles Bauen Werner Setz, Architekt und PlusenergiehausExperte, wies auf die alltgliche Realitt mit zu vielen fragwrdigen Einzelaktionen hin, auf unkoordinierte Sanierungsmassnahmen, mangelndes Wissen und Knnen, das zu fehlerhaften Abdichtungen, berdimensioniertem Heizungsersatz und bersehenen Gebudehllenproblemen fhrt. Fr Gebudeerneuerungen brauchen wir eine Gesamtbetrachtung und ein entsprechendes Konzept, vernetztes Denken der involvierten Akteure und die Qualitt von kompetenten Fachpartnern, fasste Werner Setz seine Betrachtungen zusammen.

    Der Energieberater Gebude kommt zu BesuchDer Energieberater Gebude wird in Zukunft ein wichtiges Elem