HK-GT 2012/03

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HK-Gebäudetechnik, Ausgabe März 2012

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  • www.hk-gebaeudetechnik.ch

    3 | 2012 | Mrz

    Die Witterung im 4. Quartal 2011 4

    Fernwrme-Forum 26.1.2012, Biel 28

    Erdgas im Erdwrmesonden-Kreislauf 34

    WP-Lnder Schweiz und Schweden 49

    Bildungsangebote suissetec 99

    Der aktuelle Stellenmarkt 105

    3/12

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    Fachzeitschrift fr Energie, Wrme, Strom, Heizung, Lftung,Klima, Klte, Gebudeautomation, Facility Management,Gebudehlle, Spenglerei, Sicherheit, Sanitrtechnik, Wohnen

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    Als Dienstleister aus Begeisterung haben wir stets ein Ziel: unseren Kunden Arbeit abzunehmen. Deshalb ist Krger der ideale Partner fr Bros, Lden, Malls und Hotels. Nette Mitarbeitende und ein umgnglicher Chef ergeben noch lngst kein angenehmes Betriebsklima. Erst das richtige Raumklima beflgelt zu Hchstleistungen oder lsst Kauffreude aufkommen. Wir khlen und reinigen die Luft. Unsere vollautomatischen Luftreinigungsgerte machen sogar Stimmungskillern wie Staub, Pollen, Russ oder Rauch den Garaus. Immer energieeffizient. Und natrlich bernehmen wir auch den Service und den Unterhalt der Gerte. Krger macht mehr seit 1931.

    Wasserschadentrocknung

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    Wschetrocknung

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    Damit Sie nie ins Schwitzen kommen

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  • Strende Erdgasvorkommen

    Die Erdgaslagersttte Finsterwald im luzerni-schen Entlebuch wurde 1985-1994 ausgebeutet.

    Total rund 73 Millionen Kubikmeter Erdgas wur-

    den gefrdert und ins Erdgasnetz eingespiesen.

    Das entspricht etwa 3 Prozent eines Jahresbedarfs

    der Schweiz.

    Die heute bekannten Schweizer Erdl- und Erdgas-

    vorkommen sind zu klein fr eine wirtschaftliche

    Nutzung. Nun treten kleine Erdgasvorkommen

    unerwartet und strend in Erscheinung. Und zwar

    im Zusammenhang mit Erdwrmesonden (EWS).

    Wie im Fachbeitrag der Geologen Mark Eberhard

    und Oliver Sachs auf den Seiten 34-37 berichtet

    wird, kann unter gewissen Umstnden Erdgas im

    EWS-Kreislauf auftreten. Das lsst aufhorchen.

    Die verwendeten Kunststoffrohre galten bisher als

    dicht fr Erdgas.

    Die Erkenntnis ist neu, dass natrliches Erdgas

    durch das PE-Rohr einer Erdwrmesonde diffun-

    dieren und sich in bemerkbaren Mengen im EWS-

    Kreislauf ansammeln kann. Erdgas kann auch

    durch unter der Bodenplatte liegende Bohrungen,

    entlang der Erdwrmesonden-Leitung, ins Bau-

    objekt eindringen.

    Der Fachbericht zeigt auf, dass beim Bau und

    Betrieb von Erdwrmesonden das Erdgas-Problem

    beherrschbar ist. Der beteiligte Fachmann muss sich

    aber knftig darber im Klaren sein, dass von so

    auftretendem Erdgas eine nicht unerhebliche Explo-

    sionsgefahr ausgeht. Offenes Feuer oder Funkenbil-

    dung muss unbedingt vermieden werden.

    Im Fachbeitrag werden geeignete Massnahmen fr

    Realisierung und Betrieb aufgezeigt. Damit sind

    auch Untergrnde mit kohlenwasserstoffhaltigen

    Gesteinen (Erdl und Erdgas) fr die Realisierung

    von Erdwrmesonden kein Hinderungsgrund.

    Es muss jedoch fr jedes Objekt individuell geprft

    werden, welche Vorkehrungen getroffen werden

    mssen, damit sich kein brennbares Gas anreichern

    kann. Aus diesem Grund sollte fr jedes EWS-Pro-

    jekt, bei dem die Geologie des Untergrunds solche

    Gasvorkommen erwarten lsst, ein Sachverstndi-

    ger zugezogen werden.

    Durch geeignete Abklrungen und Bercksichti-

    gung der potenziellen Erdgas-Gefahr lassen sich so

    auch in Gebieten mit solch spezieller Geologie

    EWS-Systeme sicher realisieren und betreiben.

    Nicht strend, ohne unerwartete Erkenntnisse,

    aber nicht weniger interessant: eine neue, ber 5 km

    lange Erdgas-Transportleitung im Zrichsee ist

    Thema im Beitrag Seite 44. Dank der neuen Leitung

    zwischen Feldbach und Altendorf kann die Erdgas

    Obersee-Linth Transport AG die Versorgung von

    bestehenden und neuen Kunden fr die kommen-

    den Jahrzehnte sicherstellen und ausbauen.

    peter.warthmann@azmedien.ch

    Peter Warthmann, Chefredaktor

    | HK-Gebudetechnik 3/12 | 1 Editorial |

  • 2 | HK-Gebudetechnik 3/12 | Inhaltsverzeichnis |

    59 LKK-SchlsselkomponentenSwegon bietet ganzheitliche Systeme fr um-fassende Raumklimalsungen an. Das Pro-duktsortiment umfasst alle Funktionskompo-nenten fr Lftungs- und Raumklimasysteme.Die Firma ist weltweit erfolgreich und expan-diert kontinuierlich.

    38 Swissbau-Rckblick Energie: Der Gewinner heisst MitsubishiNeben Gas- und lkesseln und -Brennern sowie Solar-Kombis war die modulierendeWrmepumpe fast an jedem Stand das Thema.Die kleinen Strom-Wrme-Koppler kann man jetzt kaufen. Die Gerte in der Zukunftseckemit Mikro-BHKW, Stirling-Motor, Vierzylinder-Stirling-Motor mit Zusatzbrenner undZeolith-Gas-Wrmepumpe kosten alle etwa zwanzigtausend Franken. Die etwas teurereHexis-Brennstoffzelle kommt erst nchstes Jahr.

    Diverse Rubriken

    1 Editorial

    4 Info

    99 Bildungsangebote suissetec

    100 Messen

    102 Agenda

    104 Impressum

    105 Stellenmarkt

    112 Firmen- und Inserentenverzeichnis

    Info

    4 Die Witterung im 4. Quartal 2011

    8 Swissbau 2012: Baubranche als Konjunktursttze

    10 Sind Kamine vereist, droht Hausbe- wohnern Kohlenmonoxid-Vergiftung

    12 Die Passerelle erfolgreich berquert

    20 Minergie: Neuerungen fr 2012

    24 Solarteure sind bereit fr die Umsetzung der Energiezukunft

    25 Neues suissetec magazin

    Energie/Wrme/Strom

    28 Wrme- und Klteversorgung in derEnergiestrategie Schweiz

    34 Explosionsgefahr im Heizungskeller

    38 Der Gewinner heisst: Mitsubishi

    44 Gas kommt fnf Kilometer durch den See

    46 Brenner fr Feuerungsanlagen bis 18 MW

    49 Reife WP-Lnder Schweiz und Schweden

    54 Produkte

    Lftung/Klima/Klte

    59 Swegon: Ganzheitliche Systeme frumfassende Raumklima-Lsungen

    66 Heizen, khlen, wohlfhlen

    68 Produkte

    Gebudeautomation

    69 Das intelligente Gebudemanagementsys-tem der nchsten Generation

    72 Konsequent den Energieverbrauch senken

    74 Produkte

  • Gebudehlle/Spenglerei

    77 Panta rhei alles fliesst

    80 Gotthard-Hospiz: auf ewig geschtzt

    Sanitrtechnik

    83 Die druckverlustoptimierte Gesamtlsung

    86 Geberit Monolith-Sanitrmodul fr denWaschtisch

    Wohnen

    88 ShowerCulture von KWC

    90 Vielseitige Lsung fr alle Raumsituationen

    92 Eine Gruppe, drei Marken

    94 Produkte

    69 GebudemanagementsystemEin Gebude ist ein Wirtschaftsgut, das entwe-der eine Quelle zustzlicher Gewinne oder ho-her Kosten ist. StruxureWare Building Opera-tion ist ein intelligentes Gebudemanagement-system der nchsten Generation und erffnetneue Potenziale.

    77 Panta rhei alles fliesstIn Glasgow wurde das neue Riverside Museum,das schottische Verkehrsmuseum, offiziell er-ffnet. Das Gebude beeindruckt durch seineaufsehenerregende Architektur mit weichen,fliessenden Formen. Fassaden und Dcher desGebudes sind mit Titanzink bekleidet worden.

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    Zum Titelbild:

    noisea

    g.ch

  • 4 | HK-Gebudetechnik 3/12 | Info |

    Der Oktober 2011brachte im Landesdurchschnitt0.6 C wrmere Temperaturen alsin der Normperiode 1961 bis1990, wie aus den Daten vonMeteo Schweiz hervorgeht. Inweiten Teilen der Schweiz blie-ben die Niederschlagssummenunterdurchschnittlich, insbeson-dere im Tessin sowie im Westenund in Teilen des Wallis. AmAlpennordhang und in Nordbn-den zeigte sich der Oktober hin-gegen nass, in der Region Davossogar extrem nass. Dennochbescherte der Monat allen Lan-desteilen eine berdurchschnitt-liche Sonnenscheindauer. Diegrssten berschsse verzeich-neten der Westen, einzelne Fhn-gebiete sowie die Sdspitze derSchweiz.Goldenes Herbstwetter in den ers-ten Oktobertagen: Das warme undsonnige Herbstwetter des Vormo-nats hielt auch in den ersten sechsOktobertagen an. Nach wie vorwurden in den NiederungenHchsttemperaturen von 20 bis24 Grad gemessen. Im Zentralwall-lis und in den Niederungen im

    Tessin wurden sogar sommerlicheTemperaturen ber 25 Grad festge-stellt. Auch die Station Basel-Bin-ningen registrierte am 4. Oktobermit 25 Grad einen Sommertag. DieWrme wurde im Flachland derAlpennordseite indessen durch re-gional zhen Nebel gedmpft. Inmittleren Hhenlagen wurden nurgeringfgig tiefere Hchsttempera-turen gemessen als in den Niede-rungen. Die Nullgradgrenze stieggebietsweise bis gegen 4000 m. ImWallis und Engadin wurden bis inHhen von 1800 m ber 20 Gradgemessen. Insgesamt waren dieersten sechs Oktobertage in denHang- und Gipfelregionen und inden Niederungen der Sdschweiz4 bis 6 Grad wrmer als im lang-jhrigen Durchschnitt.Starker Schneefall und nachfolgen-des Hochwasser: In der Nacht zum7. Oktober wurde der Alpenraumaus