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Ihr seid Fremdlinge gewesen - Moses und der Exodus In der Mosegeschichte wird die Urerfahrung des Volkes Israel bewahrt: Gott selbst befreit sein Volk aus der Sklaverei und führt es in die Freiheit. Am Berg Sinai im feierlichen Bundesschluss Gottes mit seinem Volk gibt Gott die Weisungen (die 10 Gebote), die das friedliche Zusammenleben in Zukunft gewährleisten sollen. In einzelnen Geboten wird direkt Bezug auf die Exodus-Erfahrung Bezug genommen. So im 1. Gebot: „Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus Ägyptenland geführt hat.“ Oder im Sabbat-Gebot: „Du sollst den Feiertag heiligen und keine Arbeit tun, auch dein Sohn nicht … und nicht der Fremdling, der in deiner Stadt wohnt.“ Eine Reihe von weiteren Rechten wird den Fremden, Unterdrückten, Entrechteten und Flüchtlingen zugestanden aus der Selbstverpflichtung heraus: „Denkt daran, dass ihr selbst Fremdlinge gewesen seid.“ Mit dieser Fokussierung werden ausgewählte Abschnitte der Mosegeschichte erzählt und inszeniert. Der Gottesname wird erkundet und gedeutet als Fürsorge Gottes und als Dasein für die Menschen. Einzelne Texte aus der Bibel werden dahin befragt, was die Weisungen für den Umgang mit Fremden bedeuten können. Als Spiegelung werden zwei unterschiedliche Angebote gemacht. Einmal erzählt „Oma Lore“, die heute im Altersheim lebt, von ihren Fluchterfahrungen 1945. Zum anderen dient die Bilderbuch-Geschichte „Zugvögel“ als Gesprächsanlass, über Handlungsoptionen angesichts der Flüchtlinge und Fremden heute in unserer Umgebung nachzudenken. Die Lernenden können Aus biblischen Texten Orientierung für das Zusammenleben gewinnen (10 Gebote, Goldene Regel, Gleichnis vom Weltgericht Mt 25) Gebote Gottes als Regeln für gelingendes Zusammenleben deuten und mit eigenen Vorstellungen verknüpfen/ füllen Aktuelle Fluchtgeschichten mit den biblischen Erfahrungen verknüpfen Handlungsoptionen benennen und ansatzweise mit biographischen und biblischen 19

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Ihr seid Fremdlinge gewesen - Moses und der Exodus

In der Mosegeschichte wird die Urerfahrung des Volkes Israel bewahrt: Gott selbst befreit sein Volk aus der Sklaverei und führt es in die Freiheit. Am Berg Sinai im feierlichen Bundesschluss Gottes mit seinem Volk gibt Gott die Weisungen (die 10 Gebote), die das friedliche Zusammenleben in Zukunft gewährleisten sollen. In einzelnen Geboten wird direkt Bezug auf die Exodus-Erfahrung Bezug genommen. So im 1. Gebot: „Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus Ägyptenland geführt hat.“ Oder im Sabbat-Gebot: „Du sollst den Feiertag heiligen und keine Arbeit tun, auch dein Sohn nicht … und nicht der Fremdling, der in deiner Stadt wohnt.“ Eine Reihe von weiteren Rechten wird den Fremden, Unterdrückten, Entrechteten und Flüchtlingen zugestanden aus der Selbstverpflichtung heraus: „Denkt daran, dass ihr selbst Fremdlinge gewesen seid.“

Mit dieser Fokussierung werden ausgewählte Abschnitte der Mosegeschichte erzählt und inszeniert. Der Gottesname wird erkundet und gedeutet als Fürsorge Gottes und als Dasein für die Menschen. Einzelne Texte aus der Bibel werden dahin befragt, was die Weisungen für den Umgang mit Fremden bedeuten können. Als Spiegelung werden zwei unterschiedliche Angebote gemacht. Einmal erzählt „Oma Lore“, die heute im Altersheim lebt, von ihren Fluchterfahrungen 1945. Zum anderen dient die Bilderbuch-Geschichte „Zugvögel“ als Gesprächsanlass, über Handlungsoptionen angesichts der Flüchtlinge und Fremden heute in unserer Umgebung nachzudenken.

Die Lernenden können

Aus biblischen Texten Orientierung für das Zusammenleben gewinnen (10 Gebote, Goldene Regel, Gleichnis vom Weltgericht Mt 25)

Gebote Gottes als Regeln für gelingendes Zusammenleben deuten und mit eigenen Vorstellungen verknüpfen/ füllen

Aktuelle Fluchtgeschichten mit den biblischen Erfahrungen verknüpfen Handlungsoptionen benennen und ansatzweise mit biographischen und biblischen

Erfahrungen begründen

Bausteine „Ihr seid Fremdlinge gewesen“

Mose: Auf der Flucht – unterwegs – ankommen

Die Mosegeschichte kann eventuell als bekannt vorausgesetzt werden. In dem vorliegenden Kontext wird die Mosegeschichte aktualisiert und aus der Perspektive des Fremdseins erzählt (M 1). Ein Erzählfaden visualisert die wichtigen Ereignisse aus dem Mosezyklus, die den Kindern haften bleiben sollen. Steine und eine Peitsche, Dornbusch und Tetragramm,

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Sand, Gesetzestafeln, Milch und Honig stehen für die wichtigsten Etappen der Mose-Nacherzählung (M 2).

Gottes Versprechen am brennenden Dornbusch, verbunden mit seinem Namen „Ich bin der ich bin“, wird erzählerisch entfaltet. Die Schülerinnen und Schüler formulieren eigene Deutungen des Gottesnamens (M 3).

Mit den Schülerinnen und Schülern wird immer wieder darüber nachgedacht, was das Unterwegs-Sein bedeutet haben könnte. Warum wollten die Menschen nur weg aus Ägypten? Was vermissten sie unterwegs? Woran erinnerten sie sich immer wieder gern? Woran merkten sie, dass Gott mit ihnen war und für sie da war? Was wünschten sie sich für die Zukunft? Wie könnte ihr neues Zuhause aussehen? Was müsste unbedingt besser sein als in Ägypten? Einzelne Fragestellungen können im Lerntagebuch aufgenommen werden. Dabei versetzen sich die Schülerinnen und Schüler in die fiktiven Figuren Jonathan und Tabea hinein und beschreiben Gefühle, Erinnerungen, Wünsche und Ermahnungen aus deren Perspektive.

Das Leben in der Wüste unterliegt besonderen Bedingungen. Hunger und Durst spielen im biblischen Zusammenhang eine wesentliche Rolle. Das sind Erfahrungen, die schwer zu teilen sind, wo wir doch in einer Wohlstandsgesellschaft leben. Der Blick auf die Situation der Flüchtlinge, die auf engem Raum und ohne Arbeitsmöglichkeiten untergebracht sind, kann hier helfen, Parallelen zu heute zu finden. Falls Flüchtlingskinder in der Klasse oder Lerngruppe sind, sollte man jedoch sehr behutsam mit Vergleichen umgehen. Jegliches Insistieren oder Nachfragen (War das bei euch auch so? Wie war das bei dir?) sollte unterbleiben!

Neben dem Klagen bei Hunger und Durst spielen zunehmend die Streitigkeiten eine Rolle. Hier wird der Schwerpunkt darauf gelegt, dass man „gute Regeln“ braucht, damit das Zusammenleben in Freiheit gesichert bleibt. Folgende Methode kann genutzt werden: In einer 1. Runde schreibt jedes Kind zwei wichtige Regeln auf. In einer 2. Runde formulieren je vier Kinder gemeinsam drei wichtige Regeln und bündeln so ihre Überlegungen. Jede Regel wird auf einem Papierstreifen festgehalten und im Plenum vorgetragen. Überschneidungen und Ähnlichkeitn werden geclustert. Unter der Frage „Wie kann das Zusammenleben gut funktionieren?“ werden die Ergebnisse im Lerntagebuch gebündelt und reflektiert.

In einem nächsten Schritt werden die biblischen Weisungen gelesen, besprochen und gedeutet. Besonders die Stellen, in denen auf die eigenen Erfahrungen von Fremdsein und Unterdrückung hingewiesen wird, werden unterstrichen und hervorgehoben. M 4 Weitere Bibelstellen (M 5) werden hinzugezogen. Was sollen die Mose-Leute nicht vergessen? Wie sollten sie im versprochenen Land miteinander und mit Fremden umgehen?

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Eigene Erfahrungen vom Fremdsein

Die Schülerinnen und Schüler werden daran erinnert, dass es auch für sie Situationen und Gefühle von Fremdsein gibt. An welche Begebenheiten könnte man denken? Umzug, 1. Schultag, in den Ferien im Ausland ohne Sprachkenntnisse usw. Damit wird versucht, die alttestamentliche Verpflichtung, mit den Fremden freundlich umzugehen, auf die heutige Zeit und das Lebensumfeld der Kinder zu übertragen.

Hilfreich kann die Hausaufgabe sein: „Fragt bei euren Eltern, Großeltern oder Urgroßeltern, wo sie fremd waren.“ Erwartungsgemäß gibt es eine Reihe von Migrationserfahrungen, die es bewusst zu machen gilt. Eine Beispielerzählung kann eventuell herangezogen werden. (M 6). Ohne das sich noch entwickelnde Geschichtsbewusstsein der Schülerinnen und Schüler zu überfordern, können sie doch wahrnehmen, welche Wander- und Fluchtbewegungen in den letzten 60, 70 Jahren bei uns stattgefunden haben: Flucht 1945, Gastarbeiter aus Italien, Griechenland und der Türkei, Russlandrückwandererbewegung, Osteuropäer im Zuge der EU-Öffnung und –Erweiterung, Kriegsflüchtlinge aus Syrien usw.

Zugvögel

Zunächst wird zum Titel des Bilderbuches assoziiert. Einiges zum Thema Zugvögel ist aus dem Sachunterricht bekannt. Die Zugvögel können nicht bleiben, weil es bei uns im Winter zu kalt ist, sie kein Futter finden, sie kein warmes Federkleid haben usw. Damit wird zur Bilderbuchgeschichte übergeleitet. Hier sind die „Zugvögel“ mit Schnäbeln und Flügeln verkleidete bzw. ausgestattete Menschen. Der Bilderbuchtext wird unterbrochen und Begrüßungen in verschiedenen Sprachen erprobt. (siehe M 7). Eine weitere Zäsur lässt die Kinder darüber nachdenken, was sie an einem Freund oder einer Freundin besonders schön, liebenswert oder wichtig finden. Eine Übung bietet sich an: die Kinder stehen sich in einem Doppelkreis gegenüber. Die beiden, die sich gegenüber stehen, machen sich abwechseln ein Kompliment: Mir gefällt an dir … Dann geht der Außenkreis einen Schritt weiter nach rechts, ein neues Paar steht sich gegenüber und formuliert neu passende Komplimente.

Die Bilderbuch-Geschichte spitzt sich zu, als Paulinchen bleiben möchte, aber Madame Petrova und die anderen Zugvögel nachdenklich werden. Die Sätze „Es ist uns nicht erlaubt zu bleiben. Wieso sollen wir mit euch unsere Vorräte teilen? Ihr gehört überhaupt nicht hierher. Geht doch wieder in euer Land!“ werden an die Tafel geschrieben, gelesen und auf ihre Begründung hin hinterfragt. Hier kommt es erfahrungsgemäß zu einem angeregten Unterrichtsgespräch, viele Meinungen treffen aufeinander, Meinungen aus dem Fernsehen, aus dem häuslichen Umfeld, die man anhören und aushalten muss, ohne vorschnell Partei zu ergreifen. Wie das Bilderbuch die Geschichte zu einem guten Ende führt, wird anschließend vorgelesen.

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In einer arbeitsteiligen Gruppenarbeit setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit einzelnen Bilderbuchseiten auseinander (M 8). Sie halten ihre Ergebnisse auf Plakaten fest. Diese werden dann im Plenum vorgestellt und gewürdigt.

Mit den Fragekärtchen „Zum Nachdenken“ können sich die Schülerinnen und Schüler in Einzelarbeit auseinandersetzen. Sie können beliebig viele Fragekärtchen bearbeiten, die beantworteten Zettel legen sie in einem Körbchen ab. Im Sitzkreis ziehen die Schüler jeweils einen Zettel und lesen die Antwort vor. So kommt jeder dran, ohne direkt für seine eigenen Gedanken beurteilt zu werden.

Was ihr getan habt …

Der Bibelvers aus Mt 7,12 „Alles, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, das tut ihnen auch!“ oder das Sprichwort „Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem andern zu.“ werden als Textpuzzle präsentiert und in Partnerarbeit zusammengesetzt. Im Gespräch werden die beiden Sätze verglichen und gedeutet.

Das Gleichnis vom Weltgericht Mt 25,31-46 kann als Hintergrundfolie dienen. Diesmal stehen die Worte im Neuen Testament. Jesus nimmt seine Jünger in die Verpflichtung, für andere dazusein. Woran kann uns heute Bibelvers und Sprichwort erinnern?

Die „goldene Regel“ kann z.B. mit einem Hilfsprojekt vor Ort konkretisiert werden, das von der Klasse besucht, erkundet oder unterstützt wird.

M 1 Mose ErzählvorlageM 2 Foto von Gegenständen und Erzählfaden

Steine, Peitsche, Kegelfiguren als Mose und Joshua, Matzen, Dornengestrüpp mit Zauberwatte, Sandwüste, Gesetzestafeln, Milch und Honig

M 3 Tetragramm. Was bedeutet der seltsame Name „Ich bin, der ich bin.“?M 4 GeboteM 5 Bibelverse M 6 Oma Lore erzähltM 7 Zugvögel - TextM 8 Zugvögel – GruppenarbeitM 9 Zum NachdenkenM 10 Goldene Regel

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M 1 Mose – Erzählvorlage

Eine wichtige Geschichte in der Bibel ist die Geschichte von Mose, dem Auszug aus Ägypten und den Geboten, die helfen sollen, die Freiheit im eigenen Land zu bewahren. Sie erzählt davon, dass die Israeliten Fremde in Ägypten waren. Mose hat sie in die Freiheit geführt, in das „gelobte Land“, wie die Bibel erzählt. Jedes Jahr, wenn die Geschichte am Passah-Fest vorgelesen wird, sollen sich die Israeliten – bis heute – daran erinnern, dass sie Fremde waren. Sie sollen aus der Geschichte lernen. Weil ihr selbst Fremdlinge wart, seid ihr freundlich mit den Fremden, die heute in eurem Land mit euch leben.

Ihr erinnert euch noch an die Geschichte von Josef? Als Fremder hat er in Ägypten gelebt. Erst als Sklave, dann als Vize-König und das Volk vor der großen Hungersnot bewahrt. Josefs Brüder konnten nach Ägypten kommen und wohnten dort.

Das Volk Israel in Ägypten

Viele Jahre sind seither vergangen. Der neue Pharao weiß nichts mehr von Josef. Ihm sind die Nachkommen von Josef und seinen Brüdern lästig. So viele Fremde, so viele Ausländer! Was wäre wenn sie sich zusammenschließen und gegen den Pharao und die Ägypter kämpfen würden? Der Pharao denkt sich immer neue Sachen aus, um die Fremden zu unterdrücken. Sie müssen schwere Arbeit leisten, wie die Sklaven, sie müssen auf den Baustellen Ziegel brennen und für den Pharao Häuser und Städte bauen. Oder sie müssen auf den Feldern arbeiten. Oder: die Hebammen, die den Frauen bei der Geburt helfen, sollen die neugeborenen Jungen sterben lassen.

Aber es nutzt alles nichts. Die Israeliten werden immer mehr. Die Hebammen gehorchen dem Pharao nicht. Da sagt der Pharao: Die Soldaten müssen die kleinen Jungen finden und in den Nil werfen.

Mose wird wunderbar errettet

In einer Familie wird nun ein Junge geboren. Die Mutter versteckt ihn gut. Drei Monate lang, ohne dass die Soldaten ihn finden. Doch er wird größer und schreit lauter. Da nimmt die Mutter ein Körbchen, legt das Baby hinein und trägt es zum Nil. Zwischen dem Schilf am Ufer setzt sie das Körbchen ins Wasser. Die große Schwester bleibt in der Nähe und passt auf.

Die Geschichte erzählt: Die Tochter des Pharao geht mit ihren Freundinnen am Nil spazieren. Sie will genau da baden. Sie sieht das Körbchen. Eine Dienerin muss das Körbchen holen. Da, das Baby fängt an zu weinen. Die Tochter des Pharao weiß gleich: das kann nur ein Kind von den Israeliten sein. Es ist so niedlich. Es soll nicht sterben. Sie hat Mitleid mit dem Kindchen.

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Als Fremde oder Ausländer leben und harte Arbeit leisten müssen…

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Da traut sich die große Schwester vor. Sie sagt: Soll ich dir eine der Frauen holen, die das Kind stillen kann? Die Idee gefällt der Tochter des Pharao. Die Schwester holt – natürlich – die Mutter! Die darf das Baby mit heim nehmen und es versorgen, bis es größer ist.

Vielleicht ist der Junge zwei oder drei Jahre alt. Die Tochter des Pharao nimmt ihn als ihren Sohn an. Sie nennt ihn Mose. Sie sagt: Ich habe ihn aus dem Wasser gezogen.

Mose muss fliehen

Mose vergisst nicht, dass er ein Fremder ist, obwohl er am Hof des Pharao lebt. Er will etwas für sein Volk tun. Auf der Baustelle sieht er, dass ein Aufseher einen Israeliten schlägt. Wütend geht er auf den Ägypter zu und haut auf ihn ein. Der ägyptische Aufseher stirbt. Mose vergräbt ihn im Sand.

Am anderen Tag gibt es wieder Streit auf der Baustelle. Diesmal schlägt ein Israelit einen anderen. Mose fragt: Warum schlägst du deinen Bruder? Der andere braust auf: Willst du dich jetzt zum Herrn und Richter über uns machen? Willst du mich auch totschlagen wie den Ägypter? Da bekommt Mose große Angst. Wie ist das bekannt geworden? Bestimmt erfährt auch der Pharao davon.

Mose flieht und versteckt sich in der Wüste. Eine Nomadenfamilie nimmt ihn auf. Jetzt hütet er die Schafe.

Lange Zeit danach stirbt der Pharao von Ägypten. Aber die Unterdrückung hört nicht auf. Die Israeliten stöhnen und seufzen über ihr hartes Schicksal. Gott hört ihr Weinen.

Mose bekommt einen Auftrag

Mose hütet die Schafe am Berg Horeb. Er sieht einen Busch. Der Busch brennt, aber der Busch verbrennt nicht. Mose geht näher. Er will sehen, was da ist. Er hört eine Stimme, er erschrickt, er bleibt stehen und zieht seine Schuhe aus. Das ist ein besonderer, ein heiliger Ort, denkt er. Er hört wieder die Stimme, die ihm einen Auftrag gibt. „Ich habe gesehen, wie mein Volk in Ägypten gequält wird. Ich hab ihr Weinen gehört. Dich schicke ich, Mose, geh zum Pharao. Du sollst die Israeliten aus Ägypten führen.“

Mose sagt: „Nein. Wieso ich? Ich kann das nicht. Und wer bist du überhaupt? Was soll ich denn sagen, wer mich schickt.“

Mose hört wieder. Er hört: „Ich bin, der ich bin. Ich werde mit dir sein. Ich bin da für euch. Das musst du den Israeliten sagen. Ich war auch mit den Vorfahren, mit Abraham, Isaak und Jakob und mit Josef. Ich will euer Gott sein und für euch sorgen. So bin ich für euch da.“

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Mose in einer neuen Umgebung, bei einer neuen Pflegemutter. Ob er sich noch an sein altes Zuhause erinnert? Woran er wohl manchmal denkt? Was sagen wohl die Leute beim Pharao über das fremde Kind?

Wieder ist Mose fremd …

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So erzählt die Geschichte, dass Mose von Gott den Auftrag bekommt, das Volk Israel aus Ägypten zu führen. Nach langem Verhandeln mit dem Pharao gelingt der Auszug. Die Israeliten ziehen aus Ägypten. Sie durchqueren ein Schilfmeer. Sie wandern weiter in die Wüste hinein. Auch das ist hart. Oft sind die Menschen durstig und hungrig. Sie schimpfen über die Strapazen. Aber irgendwie kommen sie weiter. Sie finden Wasser. Sie entdecken Nahrung zwischen Sand und Steinen und lernen Vögel fangen Vögel. Sie kommen bis an den Berg, an dem Mose die Stimme gehört hat. Dort wollen sie bleiben, lagern und sich ausruhen.

Am Berg Horeb

Mose steigt auf den Berg. Er hört wieder die Stimme. Mose hört: „Ich bin euer Gott. Ich habe euch aus Ägypten geführt. Denkt daran und vergesst es nicht. Kein anderer Gott soll daneben sein. Haltet meinen Namen heilig. Ihr sollt den Sabbat einhalten, nicht nur ihr als Herren, sondern auch die Tiere, die für euch arbeiten, und die Menschen, die als Fremde in eurem Land wohnen. Ihr sollt eure Eltern ehren. Du sollst nicht töten. Du sollst nicht stehlen. Du sollst nicht die Frau eines anderen nehmen. Du sollst vor Gericht keine Lügen verbreiten. Du sollst nichts begehren von den Dingen, die dein Nachbar besitzt.“

Mose kommt wieder vom Berg herunter. Er sagt alles seinem Volk weiter. Ja, daran wollen sich die Israeliten halten. Sie feiern Gottesdienst und versprechen, mit Gott den Bund zu halten.

Viele Jahre später, die Bibel erzählt: vierzig Jahre später, kommen die Israeliten in das Land Kanaan. Dort bleiben sie, sie bauen Häuser und Städte. Mose ist nicht mehr dabei. Er ist schon tot. Aber die Geschichte von Mose, vom Auszug und dem großen Gottesdienst am Berg Horeb wird immer wieder erzählt. Jedes Jahr wird ein großes Fest gefeiert, das an den Auszug erinnert. Das Fest heißt Passah-Fest. Es wird auch heute noch gefeiert.

Später werden aus den Regeln die Zehn Gebote. Andere Vorschriften und Gesetze kommen dazu, Gesetze, die besonders die Fremden im Land schützen. Die Menschen betonen: „Weil wir selbst Fremde waren in Ägypten, weil wir wissen, wie es ist, wenn man fremd ist, wollen wir den Fremden freundlich begegnen.“

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Für wen gelten die Regeln?Wem nützen die Regeln?Wer wird durch die Regeln geschützt?Welche Regeln helfen den Fremden?Wenn die Regeln eingehalten werden, dann …

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M 2 Foto von Gegenständen und Erzählfaden (anschauliches Erzählen)

Das Volk Israel in Ägypten – durch harte Arbeit unterdrückt

Mose wird wunderbar errettet

Mose muss fliehen –in Mose wird es dunkel und voller Angst

Mose bekommt einen Auftrag– Der Dornbusch

Am Berg Horeb – Regeln und Gebote

Das gelobte Land – wo Milch und Honig fließen

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M 3 Tetragramm

Was bedeutet der seltsame Name „Ich bin, der ich bin?“ Welches Versprechen hat Mose sich vorgestellt?

Was denkst du?

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M 4 Gebote

ICH BIN DER HERR, DEIN GOTT. ICH HABE DICH AUS ÄGYPTEN GEFÜHRT, AUS DER KNECHTSCHAFT. DU SOLLST DEINE ANDEREN GÖTTER AUSSER MIR HABEN.

DU SOLLST DIR KEIN GÖTTERBILD MACHEN. BETE ES NICHT AN UND DIENE IHM NICHT.

DU SOLLST DEN NAMEN DEINES GOTTES NICHT MISSBRAUCHEN.

DENKE AN DEN SABBAT. AM SIEBTEN TAG IST DER SABBAT DES HERRN, DA SOLLST DU KEINE ARBEIT TUN, AUCH NICHT DEIN SOHN, DEINE TOCHTER, DEIN KNECHT, AUCH NICHT DER FREMDLING, DER IN DEINER STADT WOHNT.

DU SOLLST DEINEN VATER UND DEINE MUTTER EHREN, DAMIT DU LANGE IN DEM LAND LEBST, DAS GOTT DIR GEBEN WIRD.

DU SOLLST NICHT TÖTEN.

DU SOLLST NICHT EHEBRECHEN.

DU SOLLST NICHT STEHLEN.

DU SOLLST KEINE LÜGEN ÜBER EINEN ANDEREN VERBREITEN.

DU SOLLST NICHT HABEN WOLLEN, WAS EINEM ANDEREN GEHÖRT: SEIN HAUS, SEINE FRAU UND ALLES, WAS ER SONST NOCH BESITZT

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M 5 Fremdlinge

Am siebten Tag ist der Sabbat des Herrn, da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, … auch nicht der Fremdling, der in deiner Stadt wohnt.

1 Ms 20,10

Der Fremde unter euch soll bei euch wohnen wie ein Einheimischer, und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Ägyptenland. Ich bin der Herr, euer Gott. 3 Ms 19,34

Mein Vater war ein umher irrender Aramäer, er zog hinab nach Ägypten und war dort ein Fremdling.

5 Ms 26,5

Verrate die Flüchtigen nicht, biete den Flüchtigen Schutz.Jes 16,3

Goldene RegelAlles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch. Mt 7,12

Ich bin ein Fremder gewesen, und ihr habt mich aufgenommen. Mt 25,35

Was ihr getan habt diesem unter meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.

Mt 25,40M 6 Oma Lore erzählt

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Ich war 14 Jahre, meine Schwester Inge erst 11 Jahre. Da mussten meine Mutti mit uns Mädchen fliehen. Unsere Großmutter kam auch mit. Wir verließen unser Haus und Hof und Garten in Lichtenfelde, unsere Kinderzimmer und unser polnisches Kindermädchen.

Es war ein mühsamer Weg, zuerst wurden wir noch mitgenommen und konnten fahren. In Danzig wurde die Großmutter krank und konnte nicht mehr weiter. Sie blieb bei Freunden zurück. Zu dritt kamen wir schneller voran. Oft mussten wir zu Fuß weiter.

Irgendwann kamen wir in die englische Zone. Wir wurden in einem Dorf einquartiert. Wir hatten mit zwei anderen Frauen ein Zimmer. Zusammen mit anderen Flüchtlingen benutzten wir eine Küche und die Toilette im Hof.

Im Dorf gab es sogar eine Schule für uns Flüchtlingskinder. Fräulein Hofmann unterrichtete Rechnen, Aufsatz und Heimatkunde. Heimatkunde war gut, denn hier in Norddeutschland war doch alles anders als zu Hause. So lernten Inge und ich die Lüneburger Heide und die Hansestädte kennen.

Ich hatte die Briefmarkensammlung im Rucksack und das Fotoalbum. Im Fotoalbum schauten wir uns abends die Bilder von zu Hause an. Meine Mutti hatte Stoff und Nähzeug im Gepäck. Sonntags nähte sie an einem Mantel für mich. Chic war er nicht, aber ich war doch froh, als er fertig war, denn es war oft sehr, sehr kalt.

Nach einigen Monaten hatte Mutti die Aussicht, mit uns nach Köln zu fahren. Dort war wieder alles neu und anders. Aber sie bekam eine Arbeit in einer Fabrik. Wir konnten ein Zimmer und eine eigene Küche mieten. Inge ging jetzt in Köln in die Schule. Ich wollte Kindermädchen werden oder vielleicht doch lieber in einem Büro lernen. Am meisten wünschte ich mir eine Freundin.

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M 7 Zugvögel – Text

Als Mitte April im Wald hinter der Stadt die Zugvögel landeten, war Luka schon lange da. Er sah zu, wie die Zugvögel sich auf die Zweige setzten. „Willkommen“, sagte er.

„Piep!“ erwiderte der dicke Oleg den Gruß. - „Piep piep!“ zwitscherte Madame Petrova. - „Pipi“, sagte Paulinchen und verschwand kurz hinter einem Busch. - „Zschip zschip“, sagte Luka, was so viel hieß wie: Ich bin ein großer, schwerer Elefant. Das war der einzige Satz, den er in der Sprache der Zugvögel sagen konnte. Alle lachten und Luka wurde rot. Sie aßen Brot.

Zugvögel im Buch betrachten und beschreibenSich in verschiedenen Sprachen begrüßen

Die Tage vergingen. Die Zugvögel bauten Nester und erkundeten die Gegend. Sie sangen in den Straßen, sie schwatzten auf den Dächern, sie versteckten sich vor Hunden und anderen Gefahren, sie weinten, sie lachten, sie aßen und tranken, sie zankten und versöhnten sich. So wurde es Sommer. Luka lernte die Vögel immer besser verstehen und auch Paulinchen konnte schon ein paar Sätze in Lukas Sprache: „Ich möchte bitte eine halbe Palatschinke“ oder „Du hast sehr schöne Augen.“ Sie hockten zusammen im Gras und schauten in den Himmel.

Freunde: Was findest du an deinem Freund, an deiner Freundin schön? Gut?Welches Kompliment könntest du ihm/ihr machen?

Schließlich kam der Herbst und die Blätter färbten sich gelb. Paulinchen sah traurig aus. Neben ihr stand ein schwerer Rucksack. Sie sagte: „Ich muss fort.“ Luka verstand nicht. „Was soll das heißen: fort?“ fragte er. „Oleg sagt, wir ziehen weiter“, erklärte Paulinchen. „Wieso denn das?“ wollte Luka wissen. „Gefällt es dir hier nicht? Könnt ihr nicht bleiben?“ Aber Madame Petrova schüttelte den Kopf. „Das geht nicht“, sagte sie. „Wir sind Zugvögel“, brummte Oleg mürrisch. „Es ist uns nicht erlaubt zu bleiben.“ Und damit schwang er sich in die Lüfte.

„Ich will aber kein Zugvogel mehr sein“, protestierte Paulinchen. „Ich möchte hierbleiben, in die Schule gehen und den Schnee sehen, so wie Luka.“ Madame Petrova wurde nachdenklich.

Tafelanschrift oder Satzstreifen: Es ist uns nicht erlaubt zu bleiben. Wieso sollen wir mit euch unsere Vorräte teilen?Ihr gehört überhaupt nicht hierher.Geht doch wieder in euer Land!

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„Ich habe von Zugvögeln gehört, die es versucht haben“, sagte sie. „Sie wollten auch bleiben, genau wie du. Aber als der Winter kam und die Nahrung knapp wurde, sagten die Menschen: Wieso sollen wir mit euch unsere Vorräte teilen? Geht doch wieder in den Süden!“„Was ist mit den Vögeln geschehen?“ hauchte Paulinchen. „Sie wären beinahe erfroren“, antwortete Madame Petrova. „Zum Glück gab es eine mutige und großherzige Frau, die ihnen Unterschlupf gewährte.“

Klären: Warum können Zugvögel nicht über Winter in Deutschland bleiben? Warum dürfen Zugvögel-Menschen nicht bleiben?

„Die gute Frau Lorenz!“, nickte Luka. Er hatte schon von ihr gehört und wusste auch, wo sie zu finden war. „Sie hat ein großes Nest für alle, die nicht wissen, wohin“, erklärte er. Und sie marschierten los. „Willkommen!“ sagte Frau Lorenz sanft, als die drei mit Luka eintrafen. Sie kochte Suppe und Malzkaffee und schenkte Paulinchen und Madame Petrova warme Kleider. „Es wird nicht leicht für euch“, gestand Frau Lorenz nachdenklich. „Viele Leute haben Angst vor Fremden. Angst davor, mit ihnen zu teilen und sich für sie zu interessieren.“

„Aber zum Glück“, lächelte Frau Lorenz und zwinkerte Luka zu, „gibt es auch Menschen, die so denken wie du. Du wirst deiner Freundin bestimmt helfen, sich hier wohl zu fühlen.“ Luka nickte und legte Paulinchen seinen Arm um die Schultern. Sie lächelte dankbar.

Dann begann es zu schneien.

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M 8 Zugvögel – Gruppenarbeit

( 1 ) ZeitungsausschnittWas könnten die Zeitungsüberschriften bedeuten?

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M 8 Zugvögel – Gruppenarbeit

( 2 ) Figuren aus dem BilderbuchSchreibe in die Sprechblase, was diese Menschen denken oder sagen.

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M 8 Zugvögel – Gruppenarbeit

( 3 ) Frau Lorenz Ein Zugvogel erklärt: Frau Lorenz ist mutig und großherzig, weil …

M 8 Zugvögel – Gruppenarbeit

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(4) Luka und PaulinchenWie kann Luka helfen, dass Paulinchen sich wohlfühlt? Was kann man gegen die Angst vor Fremden tun?

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M 9 Zum Nachdenken

Sorgt Frau Lorenz für Vögel oder für Menschen?

Begründe deine Antwort.

Welche Menschen sind wie Zugvögel?

Was brauchen Menschen, wenn sie bleiben wollen?

Was müssen fremde Menschen, die bei uns bleiben wollen, lernen?

Was haben das Riesennest von Frau Lorenz und die Arche Noah gemeinsam?

Wo gibt es heute Dürre, Terror, Verfolgung, Krieg?

Warum wollen Zugvögel wie Paulinchen, Frau Petrova und Oleg lieber bleiben?

Warum helfen Menschen den Fremden?

Warum wollen Zugvögel wie Shadens Familie in Deutschland leben?

Was kann man gegen die Angst vor Fremden tun?

Warum hat der Maler das neue Zuhause wie eine Arche Noah gemalt?

Wie kann Luca helfen, dass Paulinchen sich wohl fühlt?

Wie kannst du mithelfen, dass Zugvögel wie Shaden ein neues Zuhause finden?

Warum haben manche Menschen Angst vor Fremden?

Warum schimpfen manche Menschen über die Zugvögel?

Wer hilft bei uns den Fremden?

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M 10 Die goldene Regel

Alles, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, das tut ihnen auch!

Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem andern zu.

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