Hom¶opathie und Wissenschaft - eine .Geisteswissenschaft, fromme Heilswissenschaft oder gar...

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  • 001 Literatur zu Kapitel 1 Zu Kasper, Ernhrungsmedizin, 11. Auflage 2009

    Schmidt JM, Homopathie und Wissenschaft, Elsevier GmbH, Mnchen 2009, ISBN 978-3-437-58690-3

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    J. M. Schmidt Homopathie und Wissenschaft 3. Kthener Sommerkurs Homopathiegeschichte (2008)

    Homopathie und Wissenschaft eine Beziehungsgeschichte der besonderen Art

    Josef M. Schmidt

    Elsevier GmbH/Urban & Fischer, Mnchen 2009

  • 001 Literatur zu Kapitel 1 Zu Kasper, Ernhrungsmedizin, 11. Auflage 2009

    Schmidt JM, Homopathie und Wissenschaft, Elsevier GmbH, Mnchen 2009, ISBN 978-3-437-58690-3

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    J. M. Schmidt Homopathie und Wissenschaft 3. Kthener Sommerkurs Homopathiegeschichte (2008)

    Schriftenreihe Kthener Sommerkurse Homopathiegeschichte Herausgegeben von Josef M. Schmidt Band 3 (2008) Elsevier GmbH/Urban & Fischer, Mnchen 2009 ISBN 978-3-437-58690-3

    Vorwort Die Kthener Sommerkurse Homopathiegeschichte finden seit 2006 jhrlich, meist Anfang September, in Kthen statt. Die Bedeutung dieser Kleinstadt in Sachsen-Anhalt fr die Homopathie geht auf deren Begrnder, Samuel Hahnemann, zurck, der hier von 1821 bis 1835 lebte und wirkte. Am gleichen Ort wurden 1829 der bis heute aktive Deutsche Zentralverein homopathischer rzte (DZVh) sowie 2001 die Homopathie-Stiftung des DZVh und das Europische Institut fr Homopathie (InHom) gegrndet. Mit den damit gegebenen institutionellen Mglichkeiten stellte sich die Frage nach den vordringlichen Forschungsaufgaben und Lehrinhalten. Diese zu bestimmen, ist keine leichte Aufgabe, solange man sich nicht an klaren, gut abgesicherten Kriterien orientieren kann. Um diese zu entwickeln, bedarf es aber eines geistesgeschichtlichen Hintergrundes, auf dem sich die wissenschaftstheoretischen, sozio-konomischen, politschen und vielen anderen Dimensionen der Homopathie abbilden, einordnen und bewerten lassen. In enger Zusammenarbeit mit der Weiterbildungs-Beauftragten im Vorstand des DZVh, Frau Angelika Gutge-Wickert, tauchte der Gedanke auf, eine jhrliche Veranstaltungsreihe ins Leben zu rufen, die dazu dienen soll, einer Gruppe historisch und philosophisch interessierter Homopathen das Wissen, die Einsichten und die Kompetenzen zu vermitteln, die man heute zustzlich zum professionellen Fachwissen braucht, um sich in Zeiten raschen Wandels und postmoderner Polyperspektivitt zu-rechtzufinden. Auf diese Weise knnte und sollte die Homopathenschaft in die Lage versetzt werden, sich selbst einen bewussten und informierten Zugang zu ihrer Tradition, Identitt und ihren Zielen zu erarbeiten. Inzwischen hat der Kthener Sommerkurs Homopathiegeschichte dreimal stattgefunden, und wieder-holt wurde der Wunsch geuert, die vom Kursleiter prsentierten Vortrge kompakt in schriftlicher Form zu verffentlichen. So sei dem Elsevier-Verlag, speziell Herrn Rolf Lenzen und seinem Team Komplementre und Integrative Medizin, gedankt, mit der neu geschaffenen Schriftenreihe die fort-laufende Publikation bisheriger und knftiger Kursinhalte zu gewhrleisten. Mnchen, im Februar 2009 Josef M. Schmidt

  • 001 Literatur zu Kapitel 1 Zu Kasper, Ernhrungsmedizin, 11. Auflage 2009

    Schmidt JM, Homopathie und Wissenschaft, Elsevier GmbH, Mnchen 2009, ISBN 978-3-437-58690-3

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    J. M. Schmidt Homopathie und Wissenschaft 3. Kthener Sommerkurs Homopathiegeschichte (2008)

    Inhalt Ankndigung.......................................................................................................................................... 4

    I. Die Homopathie als homostatisches System................................................................................. 5

    1. Einleitung........................................................................................................................................... 5

    2. Homopathie und Homostase......................................................................................................... 6

    3. Medizinhistorische und philosophische Aspekte............................................................................... 8

    4. Die Homopathie Hahnemanns ...................................................................................................... 10

    5. Das Organon der Heilkunst........................................................................................................... 11

    6. Der Konstituierungsprozess der Homopathie ............................................................................... 12

    7. Die Anpassungsleistung der Homostase ...................................................................................... 13

    8. Das Konzept der Homostase ........................................................................................................ 15

    II. Homopathie und (aristotelische) Wissenschaft ............................................................................. 17

    1. Einleitung......................................................................................................................................... 17

    2. Wissenschaft ................................................................................................................................... 18

    3. Naturwissenschaft ........................................................................................................................... 20

    4. Aristoteles........................................................................................................................................ 22

    5. Zwei Arten von Wissenschaft .......................................................................................................... 25

    6. Homopathie ................................................................................................................................... 26

    7. Die wissenschaftshistorische Sicht ................................................................................................. 28

    III. Wissenschaftstheoretische Grundlagen......................................................................................... 30

  • 001 Literatur zu Kapitel 1 Zu Kasper, Ernhrungsmedizin, 11. Auflage 2009

    Schmidt JM, Homopathie und Wissenschaft, Elsevier GmbH, Mnchen 2009, ISBN 978-3-437-58690-3

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    J. M. Schmidt Homopathie und Wissenschaft 3. Kthener Sommerkurs Homopathiegeschichte (2008)

    Ankndigung 3. Kthener Sommerkurs Homopathiegeschichte am Europischen Institut fr Homopathie (InHom), 6. 7. September 2008 in Kthen (Anhalt)

    Homopathie und Wissenschaft eine Beziehungsgeschichte der besonderen Art So wie vor den Erfolg die Gtter den Schwei gesetzt haben, so sollte, bevor man die Frage nach der Wissenschaftlichkeit der Homopathie stellt, die wissenschaftliche Methode zunchst einmal die Auseinandersetzung mit der Frage gebieten: Was ist berhaupt Wissenschaft? Wo fngt sie an und wo hrt sie auf? Und anknpfend daran: Seit wann gibt es wissenschaftliche Medizin und welche Spielarten herrschten in ihrer Geschichte vor je nach kulturellen, politischen, gesellschaftlichen und konomischen Bedingungen? Erst dann liee sich sinnvoll weiterfragen: Welche Art von Wissenschaft erscheint der Humanmedizin und ihrem Gegenstand (der Heilung von kranken Menschen) aus heutiger Sicht am angemessensten? Reduktionistische Naturwissenschaft, rationalisierende Geisteswissenschaft, fromme Heilswissenschaft oder gar spirituelle Weisheit, Mystik, Esoterik usw.? Woran sich endlich die Frage anschlieen knnte: Erfllt die Homopathie die Kriterien dieses vorab zu definierenden wissenschaftlichen Rahmens? Homopathen tten gleichwohl gut daran, sich darber zu verstndigen, was anlsslich dieser Frage-stellung unter Homopathie zu verstehen sein sollte. Welche Art von Homopathie soll bzw. kann berhaupt auf Wissenschaftlichkeit hin untersucht werden? Nur ihr vermeintlich Evidenz-basierter Kern, ihre textkritisch berlieferte Dogmatik oder auch spekulative, assoziative und intuitive Strmun-gen gar bis hin zum Bekenntnis zur Tradition der Hermetik und des Schamanismus? Historisch betrachtet hat sich das Selbstverstndnis der Homopathie ja immer wieder gewandelt bis hin zum heutigen postmodernen Pluralismus heterogener Schulen und Richtungen. Wie mssten also die Begriffe Homopathie und Wissenschaft neu befragt, berdacht und ggf. revidiert werden, damit die Gleichung aufgeht? Unter welchen Bedingungen und in welcher Form wre Homopathie tatschlich Wissenschaft und ab wann nicht mehr? Welche Konsequenzen htte schlielich die Klrung dieser Grund-Koordinaten fr die Homopathie und ihre weitere Entwicklung, Forschung und Politik einerseits und den Wissenschaftsbetrieb der Medizin andererseits? Im 3. Kthener Sommerkurs Homopathiegeschichte soll versucht werden, den historischen und philosophischen Hintergrund fr einen informierten Umgang mit dieser Problematik zu erarbiten. Das Seminar setzt neben Grundkenntnissen in Geschichte und Philosophie ein Interesse an geistes-wissenschaftlichen Fragen voraus, das ber ein Streben nach medizinisch unmittelbar anwendungs-bezogenem Faktenwissen hinausgeht. Im Hinblick auf eine evtl. geplante Wissenschaftliche Fach-gesellschaft Homopathie drfte die Aktualitt und Relevanz der diesjhrigen Thematik fr die Entscheidungstrger der homopathischen Gemeinschaft ohnehin selbst-evident sein. Neben traditionellen Unterrichtsformen (Powerpoint-Prsentation o..) sollen nach Mglichkeit auch neuere didaktische Methoden (Problem-orientiertes Lernen o..) eingesetzt werden. Kursleitung: Priv. Doz. Dr. med. Dr. phil. Josef M. Schmidt Institut fr Geschichte der Medizin Ludwig-Maximilians-Universitt Mnchen

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    Schmidt JM, Homopathie und Wissenschaft, Elsevier GmbH, M