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  • medianet.at

    industrial technology

    Global Player sterreicher unterschtzen die Strke ihrer Industrie 74

    Weltkonjunktur Die aktuellen Trends von der BAChefanalystin 75

    Trend-Themen O & Steiermark bndeln Frderungen 78

    Indoor-Bahn ThyssenKrupp baut Aufzug der Zukunft 79

    PwC-Studie Neue Aufgabengebiete fr CFOs in der Energiebranche 80

    Freitag, 4. Dezember 2015 Cover 73

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    Aluminiumbranche sieht eine glnzende Zukunft Trend zum Leichtbau und neue Einsatzbereiche neben der Mobilitt lassen die Nachfrage nach dem Leichtmetall stark steigen. 74

    Ambitioniert Steiermark startet groes Energieeffizenz-Projekt.

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    Thomas SalzerFhrungswechsel

    Bei der Vorstandssitzung der Industriellenvereinigung Nieder-

    sterreich Ende November wurde der Unternehmer

    Thomas Salzer, Geschfts-fhrender Gesellschafter der Salzer Gruppe, zum neuen

    Prsidenten gewhlt.

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    Big in USA Skiresorts und Wintersportler fahren gleichermaen auf Produkte made in Austria ab. 76 80

    PwC

  • medianet.at

    WIEN. Hidden Champions der Begriff knnte in sterreich er-funden worden sein. Denn fragt man Herrn und Frau sterreicher nach heimischen Weltmarktfh-rern, dann herrscht nach Red Bull und der voestalpine meist schon Schweigen. Der Seilbahnhersteller Doppelmayr oder Swarovski kom-men gerade noch drei Prozent in den Sinn. Laut der aktuellen Stu-die von MindTake Research glau-ben rund 30% der Befragten, dass sterreich maximal fnf Welt-marktfhrer hat, knapp ein Fnf-tel schtzt die Zahl auf hchstens zehn, und nicht einmal jeder Zehnte traut sterreich mehr als 21 zu.

    Die Mehrheit der rot-wei-roten Big Player darunter etwa Greiner (Kunststoffprodukte und Verpa-ckungen), Engel (Spritzgussmaschi-

    nen), Knapp (Intralogistik), Copa Data (Automatisierungs-Software), Getzner Werkstoffe (Schwingungs-

    schutz fr Gebude und Zge), Palfinger (Krne und Hebebhnen), Rosenbauer (Feuerwehrfahrzeu-ge und -ausstattung), ZKW Group (Licht- und Scheinwerfersyssteme), Kapsch TraffiCom (Verkehrssyste-me) oder FACC (Komponenten fr die Luftfahrt) ist in der breiten f-fentlichkeit weitgehend unbekannt.

    Nachlese zu den Big PlayernDas liegt daran, dass diese Unter-nehmen einen Groteil ihrer Ge-schfte im Ausland bzw. in hoch-spezialisierten Nischen ttigen oder in Branchen abseits der klas-sischen Konsumgter aktiv sind.

    Da wundert es kaum, dass der Glaube an die wirtschaftliche Kraft des Landes, fr die die Weltmarkt-fhrer eine wichtige Rolle spielen, nur recht schwach ausgeprgt ist. Geht so, meinen 44% der Befrag-ten, ein Viertel schtzt die Lage eher bzw. sehr negativ ein.

    Mit sehr gut bzw. gut bewerten 41% der Arbeitnehmer den Wirt-schaftsstandort sterreich, knapp 43% vergeben noch ein Befriedi-gend. Deutlich kritischer sind da-bei die Arbeitgeber: Nur 6% verge-ben ein Sehr Gut, 30% ein Gut

    und 43% ein Befriedigend. Wer mehr ber die heimischen Welt-marktfhrer erfahren will, dem sei Weltmeister sterreich das Jahr-buch zum Wirtschaftsstandort empfohlen. Zu beziehen unter ht-tp://cms.medianet.at/guides. (red)

    74 coverstory Freitag, 4. Dezember 2015

    rer des Fachverbands Nichteisen-Metallindustrie, dazu: Bis Ende des Jahrzehntes ist ein Anstieg des Einsatzes von Aluminium im Ka-rosseriebau der Automobilindus-trie von etwa 25 Prozent pro Jahr zu erwarten.

    MarktwachstumGrund fr die steigende Nachfra-ge ist vor allem der Wunsch nach mglichst leichten und daher kraft-stoffsparenden Fahrzeugen. Die Gewichtsreduktion spielt auch bei Flugzeugen und Schienenfahrzeu-gen eine immer grere Rolle, und daher wchst auch in diesen Seg-menten die Nachfrage nach dem Leichtmetall.

    Von Britta Biron

    WIEN/DSSELDORF. Kaffeekapsel oder Flugzeugkomponente, Scho-koladeverpackung oder Autofelge, Kraftstofftank oder Wandverklei-dung, Getrnkedose oder Fahrrad-rahmen, Motorblock oder Strom-leitung, Reisekoffer oder Haus-haltsfolie, Spraydose oder Rahmen fr Solarmodul kaum ein anderes Material ist so vielseitig wie Alu-minium. Und knftig wird es, so waren sich die Teilnehmer des Eu-ropean Aluminium Congress, der vorige Woche in Dsseldorf statt-fand, einig, in noch grerem Um-fang zum Einsatz kommen.

    Roman Stiftner, Geschftsfh-

    Helmut Wieser, Vorstandsvorsit-zender des sterreichischen Alumi-numherstellers AMAG, die im drit-ten Quartal ein sattes Umsatzplus von mehr als 16% auf 232,9 Mio. einfahren konnte, dazu: Zahl-reiche Gesprche mit Kunden, vor allem aus der Luftfahrt- und Au-tomobilindustrie, besttigen den Wachstumstrend. Insbesondere unsere Spezialprodukte werden von dieser Entwicklung profitieren. So wird in den nchsten fnf Jah-ren eine Vervierfachung des Bedarf an Walzprodukten fr Automobil-karosserien erwartet.

    Daher erweitert die AMAG ihre Kapazitten. Das neue Warmwalz-werk in Ranshofen ist bereits in

    Betrieb, im Mrz 2016 startet der Bau eines neuen Kaltwalzwerks, in dem ab 2017 produziert werden wird.

    Neue ProdukteAuch die Hersteller von Alumini-umprodukten rsten sich fr den erwarteten Boom mit Produktin-novationen. Ein Beispiel dafr ist die Salzburger Aluminium Gruppe (SAG), die unter anderem Druck-luft- und Treibstofftanks fr die Automobilindustrie herstellt und heuer den speziell fr den Wohn- und Objektbereich entwickelten neuen Aluminiumwerkstoff Creal-loy auf den Markt gebracht hat.

    Trendthema NachhaltigkeitIn Zeiten sich verknappender Rohstoffreserven und vor allem teurer Energie nimmt die Bedeu-tung des Recyclings von Wert- und Werkstoffen immer mehr zu, so Gwenole Cozigou, Direktor der Generaldirektion Industrie der EU-Kommission. Und hier zeigt sich eine weitere Strke von Alu-minium: Seine spezifische Eigen-schaften bleiben auch noch nach zahlreichen Recyclingkreislufen erhalten.

    Europa ist der weltweit grte Hersteller von Sekundaralumi-nium; eine Sonderstellung nimmt dabei sterreich ein.

    Helmut Rechberger, Experte an der TU Wien: Aluminium wird in sterreich ausschlielich auf Recyclingbasis hergestellt. Auf-grund dieser hohen Kompetenz und laufender Investitionen in Techno-logie und Ausbildung spielt ster-reich eine fhrende Rolle am euro-pischen Markt.

    2014 sind in sterreich 520.000 Tonnen Sekundraluminium pro-duziert worden.

    ein Leichtgewicht mit groem Potenzial Der Trend zum Leichtbau und die wachsenden Anwendungsgebiete lassen die Aluminiumbranche mit Optimismus in die Zukunft schauen.

    Unbekannte GrenVon den mehr als 60 sterreichischen Weltmarktfhrern ist nur ein Bruchteil der ffentlichkeit bekannt.

    Fhrungsrolle Europa ist mit 220 Werken in 24 Lndern der welt-weite Marktfhrer in Aluminium-Recycling.

    recycling-star Fr das Wieder-aufschmelzen von Aluminium ben-tigt man nur etwa 5% der Energie, die zur Herstel-lung der gleichen Menge Primrma-terials erforderlich ist. Aluminium hat auerdem den Vorteil der unbe-grenzten Wieder-einsetzbarkeit und Verwertbarkeit, ohne dass spezifi-sche Eigenschaf-ten wie Festigkeit, Verformbarkeit, Leitfhigkeit, Kor-rosionsbestndig-keit usw. verloren gehen.

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  • medianet.at Freitag, 4. Dezember 2015 konjunkturbarometer 75

    Von Monika Rosen

    Europa Die Konjunktur in der Eurozone wuchs im 3. Quartal nur um 0,3%, fr das laufende, 4. Quartal sind die Erwartungen allerdings opti-mistischer: Das Verbraucherver-trauen ist auf einem 5 Monats-Hoch.

    USA Im 3. Quartal legte die US Wirt-schaft um 2,1% zu, fr das lau-fende, 4. Quartal wird derzeit ein Wachstum von mindestens 2,5% erwartet. Belastend wirken immer noch die Bremseffekte aus dem Ausland und der starke Dollar.

    Japan Japan ist im dritten Quartal in eine Rezession geschlittert, nach-dem das Wachstum zwei Quartale in Folge rcklufig war. Ob es das Land schafft, im Schlussquartal wieder auf den Wachstumspfad zurckzukehren, ist derzeit noch nicht wirklich zu sagen.

    China Der chinesische Yuan wird ab Ok-tober 2016 vom Internationalen Whrungsfonds den Status einer Reservewhrung erhalten. Dieser Schritt gilt in vieler Hinsicht als symbolisch und eher als Prestige-Projekt fr die Chinesen.

    Indien Indien legte im 3. Quartal ein Wachstum von 7,4% vor und ber-traf damit seinen wirtschaftlichen Rivalen China. Fr 2016 halten ei-

    nige konomen sogar Wachstums-raten um 8% fr mglich.

    Lateinamerika Das Ende des Rohstoff-Booms hat-te die grozgigen Sozialprogram-me der linksgerichteten Regierun-gen in Lateinamerika zuletzt in Be-

    drngnis gebracht. In Argentinien hat jetzt der Konservative Macri die Wahlen gewonnen, er will eine wirtschaftsfreundlichere Politik verfolgen.

    mit optimismus in das neue jahrAuch wenn das Wachstum im Euroraum im dritten Quartal etwas nachlie, schauts frs vierte gut aus, und mit unge-bremst groem Verbrauchervertrauen geht es ins neue Jahr.

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    sterreich-spezial

    Konjunktur schliet langsam aufMit dem Rckenwind der Erholung in Eu-ropa verbessert sich in sterreich bereits seit Beginn des Herbsts die Industriekon-junktur. Die sterreichische Industrie sollte sich weiter auf Wachstumskurs befinden, mittlerweile haben wir auch zum Wachs-tumstempo in Europa aufgeschlossen. Aufgrund von weiteren Auftragssteigerun-gen erhhten die sterreichischen Indus-triebetriebe im November die Produktion, wenn auch langsamer als im Vormonat; daher agierten die Unternehmen bei Neu-einstellungen vo