KANT ALS PÄDAGOGE - · PDF fileUmschlagabbildung: Immanuel Kant, Stich von Johann...

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  • Thomas Mikhail

    KANT ALS PDAGOGE

  • Thomas Mikhail

    KANT ALS PDAGOGE

    Einfhrung mit zentralen Texten

    Ferdinand Schningh

  • Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

    Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten

    sind im Internet ber http://dnb.d-nb.de abrufbar.

    Alle Rechte vorbehalten. Dieses Werk sowie einzelne Teile desselben sind urheberrechtlich geschtzt. Jede Verwertung in anderen als den gesetzlich

    zugelassenen Fllen ist ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Verlags nicht zulssig.

    2017 Verlag Ferdinand Schningh, ein Imprint der Brill-Gruppe (Koninklijke Brill NV, Leiden, Niederlande; Brill USA Inc., Boston MA, USA;

    Brill Asia Pte Ltd, Singapore; Brill Deutschland GmbH, Paderborn, Deutschland)

    Internet: www.schoeningh.de

    Einbandgestaltung: Anna Braungart, TbingenSatz: Martin Mellen, Bielefeld

    Printed in GermanyHerstellung: Brill Deutschland GmbH, Paderborn

    ISBN 978-3-506-78598-5

    Umschlagabbildung: Immanuel Kant, Stich von Johann Leonhard Raab, 1781

  • Inhalt

    Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7Zitationsweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9

    A Einfhrung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11

    1. Kant (k)ein Klassiker der Pdagogik? . . . . . . . . . . . . . . 132. Der galante Magister und pedantische Professor . . . . . . 223. Die Rousseausche Wende . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 304. Kopernikanische Wende

    Grundzge transzendentalen Denkens . . . . . . . . . . . . . . 365. Pdagogisieren mit Kant . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49

    5.1 Die ethische Frage und ihre Beantwortung Kategorischer Imperativ. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53

    5.2 Erziehungstheoretische Konsequenzen . . . . . . . . . . 606. Kants Pdagogik im Spiegel seiner Epigonen . . . . . . . . . 677. Kants Theorie der Erziehung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82

    7.1 Pdagogische Anthropologie ber die Doppelnatur des Menschen . . . . . . . . . . . . 84

    7.2 Teleologie der Erziehung Zwischen Glckseligkeit und Sittlichkeit . . . . . . . . . 88

    7.3 Erziehungsmethodik und -systematik Der konzeptionelle Vierschritt . . . . . . . . . . . . . . . . . 96

    7.4 Kants pdagogische Gretchenfrage . . . . . . . . . . . . . . 104

    B Texte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 109

    1. Pdagogik als Wissenschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 111a) Vorberlegungen zu einer Theorie der Erziehung. 111b) ber das Verhltnis von Theorie und Praxis. . . . . . . 116

    2. Pdagogische Anthropologie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 119a) Zur anthropologischen Notwendigkeit von Erziehung 119b) Erziehung begrndet aus

    der Geschichte der Menschheit . . . . . . . . . . . . . . . 122c) Der pdagogische Charakter der Gattung . . . . . . . 127d) Der pdagogische Charakter der Person. . . . . . . . . 136

    InhaltInhalt

  • Inhalt6

    3. Erziehung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 141a) Erziehungsprogramm: disziplinieren,

    kultivieren, zivilisieren, moralisieren . . . . . . . . . . . . 141b) Der negative Teil der physischen Erziehung. . . . . . . 146c) Der positive Teil der physischen Erziehung . . . . . . . 148d) ber eigentliche bzw. praktische Erziehung. . . . . . 160e) Metaphysische Grundlage der Erziehung

    das Gewissen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 167f) Kants ethische DidaktikI . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 171g) Kants ethische Didaktik II . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 179h) Religise Erziehung als Teil praktischer Erziehung . 189i) Sexualerziehung als Teil praktischer Erziehung. . . . 193j) Aufklrung und Mndigkeit

    Die politische Dimension der Erziehung . . . . . . . . . 1954. Unterricht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 203

    a) Vom Meinen, Wissen und Glauben . . . . . . . . . . . . . . 203b) Was soll man lernen? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 206c) Unterrichtsmethodik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 214d) Kants Lehrauffassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 215e) Teaching Tipps . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 219

    5. sthetische Bildung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2226. Pdagogische Pflichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 235

    a) Erziehungspflicht der Eltern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 235b) Bildungspflicht des Zglings . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 239

    Literatur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 245

  • Vorwort

    Der vorliegende Band versteht sich als Studienbuch, das in Kants Pda-gogik einfhren will. Sowohl die Darstellung der Pdagogik als auch der einfhrende Charakter haben eine doppelte Storichtung. Mit dem Begriff Pdagogik wird angezeigt, dass es einerseits um Kants Gedanken zur praktischen Pdagogik, d.h. um seine Erziehungstheorie geht. Anderer-seits werden aber auch Aspekte aus seinem Werk vorgestellt, die sich auf die Pdagogik als Wissenschaft, heute sagt man wohl besser: auf die Erziehungswissenschaft bertragen lassen. Beide Aspekte, sowohl der erziehungstheoretische als auch der erziehungswissenschaftliche, sind bei kaum einem pdagogischen Denker so innigst miteinander verwoben und doch so wenig aufeinander bezogen worden wie bei Kant.

    Im Sinne der Einfhrung werden zum einen wesentliche Zge des Kantischen Denkens im Allgemeinen und seines pdagogischen Denkens im Besonderen vorgestellt und interpretiert (TeilA). Dabei ist die Art der Vorstellung so anlegt, dass nicht nur Kants Position dargestellt, sondern darber hinaus in der Darstellung auch seine spezifische Denkungsart kenntlich gemacht wird. Zum anderen soll Kant selbst zu Wort kommen, indem grundlegende Passagen aus seinem Werk ber Erziehung, Unter-richt und Bildung abgedruckt werden (Teil B).

    Beide Teile bergen einige Risiken. Dem philosophisch geschulten Kopf mgen die Ausfhrungen des Einleitungsteils verkrzt, vielleicht sogar unterkomplex erscheinen; dem Fachnovizen mglicherweise zu weit von der Pdagogik entfernt. Beim Textteil wird der Kant-Kenner diese oder jene bedeutende Stelle vermissen; der Laie wird manche Zuordnung zur Pdagogik kaum nachvollziehen bzw. in Frage stellen. Einwnde dieser Art sind mehr als berechtigt, und noch andere mehr. Allein mir ging es beim Verfassen der Einleitung als auch bei der Aus-wahl der Texte weder um philosophisch-exegetische Exaktheit noch um Vollstndigkeit. Vielmehr stand das grundstndig Eigene des Kantischen Denkens insofern im Vordergrund, als es sich eignet, mit Kant und ber Kant hinaus Pdagogik und pdagogisch denken zu knnen. Dazu bedarf es m. E. weder der Darstellung aller Verzweigungen des transzendental-philosophischen Systems noch dem Abdruck aller Stellen in Kants Werk mit Bezug zu Erziehung, Unterricht und Bildung.

    Gerade zu Zwecken der Prfungsvorbereitung, wozu man hufig der-artige Studienbcher und Einfhrungsbnde zu nutzen pflegt, scheint es geboten, die Sache so vollstndig wie ntig, aber so umfassend wie

    VorwortVorwort

  • Vorwort8

    mglich darzustellen. Ich hoffe, mit dem Band diesem Motto einiger-maen entsprochen zu haben.

    Es soll an dieser Stelle nicht verschwiegen werden, dass bereits ein hnlich ausgerichteter Band existiert. Es handelt sich um Hans-Hermann Groothoffs Immanuel Kant. Ausgewhlte Schriften zur Pdagogik und ihrer Begrndung von 1963; 1982 in zweiter Auflage erschienen. Der hier vorgelegte Band schliet quasi nahtlos an Groothoffs Intention an, die Texte bzw. Textausschnitte zur Pdagogik Kants (wieder) einer breiteren Leserschaft kompakt zur Verfgung zu stellen. Er geht lediglich insofern ber seinen Vorgnger hinaus, als ihr Verfasser davon ausgeht, dass es (heute) zum Verstndnis des pdagogischen Kant mehr bedarf als ein paar knapper, wenngleich sehr informativer Anmerkungen und einer Skizze zu Kants Leben und Werk, wie sie sich bei Groothoff finden. Dennoch hat dieser Band gerade hinsichtlich der Textauswahl sehr von derjenigen Groothoffs profitiert und wurde gleichsam in seiner Ausrichtung von ihm inspiriert.

  • Zitationsweise

    Kants Schriften werden nach der Werkausgabe von Wilhelm Weischedel zitiert. Dies bietet sich m. E. gegenber einer Zitation aus der sog. Aka-demieausgabe wegen der besseren Verfgbarkeit an. Gerade interessierten Einsteigern in die wissenschaftliche Pdagogik, an die sich dieser Ein-fhrungsband richtet, soll der Griff zu den Originalschriften nicht unntig erschwert werden.

    Die Angabe der einzelnen Schriften wird mit folgenden Siglen angegeben (hier alphabetisch):

    ApH = Anthropologie in pragmatischer Hinsicht (1798)Aufkl = Beantwortung der Frage: Was ist Aufklrung (1784)GMS = Grundlegung der Metaphysik der Sitten (1785)Idee = Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbrgerlicher Absicht

    (1784)KdU = Kritik der Urteilskraft (1790)KpV = Kritik der praktischen Vernunft (1788)KrV = Kritik der reinen Vernunft (1781/1787)MAM = Mutmalicher Anfang der Menschengeschichte (1786)MAN = Metaphysische Anfangsgrnde der Naturwissenschaft (1786)MS = Metaphysik der Sitten (1797)Prol = Prolegomena zu einer jeden knftigen Metaphysik, die als Wissen-

    schaft wird auftreten knnen (1783)Pd = ber Pdagogik (1803)Rel = Religion innerhalb der Grenzen der bloen Vernunft (1793/94)

    Die Seitenzahlen