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Katalog Wirkungsorientierte Zielvereinbarungen für Projektförderung

Katalog Wirkungsorientierte Zielvereinbarungen für Projektförderung

GID

GmbH

GID

GmbH

©GID GmbHMag. Michael FürnschußBegleitung QM-ProzessKonzeption8

Wie werden Wirkungen durch andere

Wirkungen beeinflusst?

Ishikawa-Diagramm: Auf welche Ursachen sind Wirkungen zurückzuführen?

Berufliche Qualifizierung

Pers

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Famili

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Integration von

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Einstellungsbereitschaft

der Unternehmen

KATALOG

WIRKUNGZIELE für BERATUNGSPROJEKTE

Wirkungsorientierte Zielvereinbarungen für Projektförderung

Version 4 vom 8. Juli 2 015

Inhaltsverzeichnis

1WIRKUNGZIELE für BERATUNGSPROJEKTE

1Wirkungsorientierte Zielvereinbarungen für Projektförderung

1Version 4 vom 8. Juli 2 015

40 Präambel

51 Zielvereinbarungssystem

51.1 Systemkonzept

51.2 Konzeptionelle Grundlagen

51.2.1 Integrationspfade

61.2.2 Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge

61.2.3 Zielebenen-Modell

82 Wirkungsziele

82.1 Zielgruppen

92.2 Wirkungsziele im Überblick

102.3 Wirkungsziele: Beschreibung, Messgrößen und –methoden

102.3.1 Einleitung – Lesehinweise

122.3.2 Zielehierarchie

152.3.3 Wirkungsziele: Beschreibungen, Messgrößen und –methoden

633 Projektbegleitung

633.1 Prozess- und Dokumentenüberblick

643.2 Antragsphase – der Projektantrag

643.3 Vertragsphase – der Fördervertrag

643.3.1 Die Vereinbarung zur Wirkungsorientierung

683.3.2 Das Planungsblatt

713.4 Jahresabschlussphase – der Jahresbericht

754 Anhang

754.1 Methodenüberblick

794.2 Überblick Indikatoren und Messmethoden

794.2.1 Nummerierung der Messmethoden

804.2.2 Wissen erhöhen (Indikatoren und Messmethoden)

814.2.3 Haltung verändern (Indikatoren und Messmethoden)

824.2.4 Handlungskompetenz erhöhen (Indikatoren und Messmethoden)

834.3 Anhang zur Fördervereinbarung: Wirkungsorientierung

834.4 Planwertebericht

834.5 Jahresbericht

844.6 Glossar

844.6.1 Beratungs- und Sensibilisierungsprojekte

844.6.2 Index

844.6.3 Indikator

854.6.4 Kennzahl

854.6.5 Arbeitsplatzerlangung

864.6.6 Arbeitsplatzsicherung

864.6.7 Beratung

864.6.8 Begleitung

874.6.9 Priorisierung – nur ein Wirkungsziel pro Fall

894.7 Beispiel

894.7.1 Beispiel-Geschichte

984.7.2 Musterformular „Anhang Wirkungsorientierung“ und „Planung“ ausgefüllt

984.7.3 Musterformular „Jahresbericht" ausgefüllt

0 Präambel

Dieser Katalog soll Ihnen, liebe SachbearbeiterInnen, die Sie mit der Betreuung und Unterstützung von Beratungs- und Sensibilisierungsprojekten betraut sind, und Ihnen, geschätzte ProjektleiterInnen, die Sie genau diese Projekte inhaltlich leiten und verantworten, als Arbeitsgrundlage und Hilfestellung dienen. In diesem Handbuch/Katalog ist das System der wirkungsorientierten Zielvereinbarungen beschrieben.

Nicht immer sind diese Projekte mit denselben Kennzahlen, Indikatoren oder beschreibbaren Erfolgsbelegen gut darstellbar. Dann bedarf es möglicherweise anderer, neuer Wirkungs-, Leistungs-, oder Ressourcenkennzahlen, die im Einzelfall mit der jeweiligen Trägerorganisation entwickelt und vertraglich vereinbart werden müssen. Verstehen Sie in diesem Sinne diesen vorliegenden Beitrag als Vorschlag, den Sie nutzen können, und hinsichtlich der verwendeten Kennzahlen jederzeit auch durch eigene, selbst entwickelte ändern und ergänzen können.

Und auch für Sie, liebe ProjektleiterInnen, bedeuten die hier vorliegenden Konzepte eine wichtige Grundlage: Auch Sie können die vorgeschlagenen Wirkungsindikatoren nutzen oder eigene, auf Ihre Inhalte noch besser abgestimmte Indikatoren selbst vorschlagen. Wichtig ist dabei, immer den Fokus Ihrer Überlegungen auf die angestrebte Wirkung und deren Beobachtbarkeit bzw. Messbarkeit zu legen anstatt auf der Ebene der erstellten Leistungen zu verharren.

1 Zielvereinbarungssystem

1.1 Systemkonzept

Die Förderung von Beratungs- und Sensibilisierungsprojekten erfordert nicht nur standardisierte und gleichzeitig flexible Werkzeuge, sondern ein konsistentes System aus

· konzeptionellen Grundlagen,

· erwünschten und definierten Wirkungen,

· Hilfen und Werkzeuge zu Projektanträgen, Vertragsgestaltung und Berichtslegung sowie

· einen methodischen Prozess zu deren Anwendung.

Dieses und das nächste Kapitel erläutern die konzeptionellen Grundlagen. Erwünschte und definierte Wirkungen werden in Kapitel 2 „Wirkungsziele“ erläutert. Projektanträge, Vertragsgestaltung und Berichtslegung sowie der zugrundeliegende methodische Anwendungsprozess werden in Kapitel 3 „Projektbegleitung“ dargestellt.

1.2 Konzeptionelle Grundlagen

1.2.1 Integrationspfade

GID

GmbH

GID

GmbH

©GID GmbHMag. Michael FürnschußBegleitung QM-ProzessKonzeption7

Modell: Wege in den 1. Arbeitsmarkt

1. Arbeitsmarkt

Beratung & Sensibilisierung

Heranführung

Soziale Reha

Das vorliegende Konzept baut auf der Annahme auf, dass Menschen mit Behinderung unterschiedlich nahe am 1. Arbeitsmarkt stehen. Einige sind ohne weitere unterstützende Maßnahmen direkt in den Arbeitsmarkt integrierbar oder können am 1. Arbeitsmarkt verbleiben. Andere benötigen Heranführungsmaßnahmen (ev. weiterführende Qualifizierungen, Arbeitsassistenz, etc).

Wiederum andere stehen noch so weit vom 1. Arbeitsmarkt weg, dass zuerst noch andere Unterstützungsleistungen notwendig sind, um sie überhaupt zur Teilnahme an z.B. Qualifizierungsmaßnahmen zu befähigen, wie z.B. Beratungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen.

Unter Umständen kann es auch vorkommen, dass Betroffene eine ganze Kette von Maßnahmen durchlaufen müssen, bevor sie erfolgreich integriert werden können.

1.2.2 Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge

Wenn Menschen mit Behinderung nicht von sich aus Arbeitsplätze am 1. Arbeitsmarkt finden, stellt sich die Frage, woran eine erfolgreiche Integration scheitert, welche Ursachen es hat, dass Betroffene nicht genauso selbstverständlich wie andere Menschen auch integriert werden. Oder andersherum gefragt, auf welche Faktoren kommt es an, damit Betroffene erfolgreich integriert werden können?

Einer erfolgreichen Integration können viele Aspekte entgegenstehen:

· Mangelnde berufliche Qualifizierung

· Fehlende soziale und persönliche Kompetenzen

· Mangelnde Einstellungsbereitschaft von Unternehmen

· Hemmnisse im persönlichen Umfeld

· …

Jeder dieser Aspekte kann wieder auf verschiedene Unteraspekte zurückgeführt werden.

In Summe bilden alle Aspekte zusammen jene Ansatzpunkte, an denen öffentliche Maßnahmen ansetzen können, um eine Veränderung herbeizuführen. Daher macht es Sinn, zu diesen Aspekten Wirkungen zu beschreiben, die man durch eigenes oder durch Projektträger durchgeführtes Handeln erreichen will. Die in Kapitel 2 „Wirkungsziele“ definierten und näher ausgeführten Wirkungen basieren auf dieser gedanklichen Grundlage der Zusammenhänge.

1.2.3 Zielebenen-Modell

Dieses Kapitel stellt Wirkungsziele in einen Rahmen im Vergleich zu anderen Zielarten.

Wer bestimmte Wirkungen erzielen will, muss etwas dafür tun, muss Mittel in die Hand nehmen und diese sinnvoll einsetzen. Wirkungen sind das mittelbare Ergebnis der Erbringung ein oder mehrerer Leistungen durch öffentliche Einrichtungen und ihrer PartnerInnen. Im Rahmen des Tuns öffentlicher Einrichtungen (und ihrer Hilfsorganisationen) ist es daher sinnvoll, zuerst zu beschreiben, welche Wirkungen man erzielen möchte – und welche nicht. Dies ist häufig eine strategische oder politische Entscheidung.

Um diese ausgewählten Wirkungen zu erzielen, sind häufig verschiedene Leistungen möglich, die alle zum selben Wirkungsziel führen. Leistungen sind das Ergebnis der Verwaltungstätigkeit aus dem Blickwinkel eines Dritten (externen Leistungsempfängers). Hier bedarf es unter Umständen einer Entscheidung, welche Leistung(en) tatsächlich erbracht werden soll(en) und in welcher Menge. Manchmal reicht das Angebot einer einzelnen Leistung aus, manchmal ist eine Reihe von gleichzeitig zu erbringenden Leistungen nötig, um die angestrebte Wirkung zu erreichen. Es ist also notwendig, Ziele hinsichtlich der Leistungen zu setzen, nämlich zumindest in Bezug auf Art und Menge der zu erbringenden Leistung(en). Obiges Beispiel fortführend wäre eine staatliche Leistung die Ausstellung von Reisepässen (Art der Leistung), die von Bezirkshauptmannschaften bzw. Magistraten erbracht wird. Welche BH / Magistrat wie viele Reisepässe ausstellt (Menge) und wann im Jahresverlauf, hängt von Faktoren wie EinwohnerInnenzahl, Gültigkeitsablauf alter Pässe, durchschnittliche Neuantragszahlen, Altersverteilung, Reisefreudigkeit, Saisonalitäten etc. ab.

Leistungen entstehen durch Leistungserstellungsprozesse. Ein und dieselbe Leistung könnte z.B. durch ganz unterschiedliche Organisationen in unterschiedlichen Verfahren erstellt werden. Hier kann es S