klinikplus - · PDF fileMuskeln („Neuromuskulär“) fördert. Die Therapie...

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    10-Sep-2019
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  • Die Zeitung für Patienten, Mitarbeiter, Besucher und Freunde der St. Anna-Virngrund-Klinik

    klinikplus – ein Produkt aus dem Hause der Ostalb Medien GmbH

    Ausgabe 01/14 | 7. Jahrgang

    klinikplus

    www.ipf-und-jagst-zeitung.de/klinik-plus

    Die Zeitung für Patienten, Mitarbeiter, Besucher und Freunde der St. Anna Virngrund Klinik

    SCHREIBDIENST

    STUDIUM

    PHYSIOTHERAPIE

    INTENSIVSTATION

    FREIWILLIGES SOZIALES JAHR

  • Täglich top informiert.

  • Die Leitung der St. Anna-Virngrund-Klinik (von links): Pflegedirektor Berthold Vaas, Klinikdirektor Thomas Schneider sowie der Ärztliche Direktor PD Dr. Andreas Prengel. Foto: St. Anna-Virngrund-Klinik

    klinikplus 3 Editorial

    Ein Produkt aus dem Hause der Ipf- und Jagst-Zeitung / Aalener Nachrichten

    Verlag Ostalb Medien GmbH Aalener Straße 10, 73479 Ellwangen Telefon (07961) 9888-67 Fax (07961) 809-744

    Geschäftsführung Juliana Rapp

    Verlagsleitung, verantwortlich für die Anzeigen Wolfgang Wecker [email protected] Telefon (07361) 5705-12 Fax (07361) 5705-21

    Redaktionelle Projektleitung und verantwortlich für den Inhalt Ulrich Geßler [email protected]

    Redaktionelle Mitarbeit Joachim Bäumer (Planung) Dr. Petra Rapp-Neumann Ursel Hanselmann-Moser Jasmin Amend

    Erscheinungsweise zweimal im Jahr

    Nachbestell-Service Telefon (07961) 9888-90 Fax (07561) 8097-45

    Alle Beiträge und Bilder sind urhe- berrechtlich geschützt. Die Über- nahme redaktioneller Beiträge ist nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung durch den Verlag zulässig.

    klinikplus im Internet www.ipf-und-jagst-zeitung.de/ klinik-plus

    IMPRESSUM

    Liebe Leserinnen und Leser,

    mit einem Wechsel des Kranken- hausdirektors startet die St. An- na-Virngrund-Klinik in das Jahr 2014. Ab dem 1. April wird Tho- mas Schneider seine Arbeit als neuer Klinikdirektor beginnen. „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe bei der St. Anna-Virn- grund-Klinik“, so Thomas Schnei- der. Die St. Anna-Virngrund-Klinik in Ellwangen bietet jungen Men- schen zwischen 16 und 27 Jahren die Möglichkeit eines Freiwilli- gen Sozialen Jahres an. Betreut durch den stellvertretenden Pfle- gedirektor Eugen Maile durch- laufen die 13 freiwilligen Helfe- rinnen und Helfer viele verschie- dene Stationen, wie zum Beispiel den OP, die Intensivstation, oder auch den Einkauf. Lesen Sie in dieser Ausgabe über die Einbli- cke eines FSJ-lers im Kranken- haus. Erfahren Sie außerdem mehr über das umfangreiche Archiv der Klinik, welches neben star- ken Nerven auch vor allem Ge- wissenhaftigkeit voraussetzt. Pa- tientenakten müssen jederzeit problemlos zugänglich sein, was in Zukunft zu immer größeren Herausforderungen führt, be- richtet das Team des Zentralen Schreibdienstes.

    Des Weiteren ist es für die Klinik von großer Bedeutung, junge Menschen für Pflegeberufe zu begeistern und diese auch auszu- bilden. Informieren Sie sich in dieser KlinikPlus über die Zusam- menarbeit der St. Anna-Virn- grund-Klinik mit der dualen Hochschule in Stuttgart und de- ren gemeinsamen Bachelor-Stu- diengang „Angewandte Ge- sundheitswissenschaften für Pflege und Geburtshilfe“. In ei- nem Gespräch mit vier jungen Studentinnen, die sich für die Ausbildung an der St. Anna-Virn- grund-Klinik entschieden haben, wird deutlich, welche Vielseitig- keit und welche Chancen dieses Studium mit sich bringt. Die Elternschule der St. Anna- Virngrund-Klinik stellt eine Viel- zahl an Angeboten für werdende Eltern bereit. Neben Wassergym- nastik und Akupunktur während der Schwangerschaft, gibt es für die Zeit nach der Geburt Nordic Walking mit dem Baby oder un- ser beliebtes „Mama-Frühstück“. Erfahren Sie hier mehr über die Vielfältigkeit des Kursangebotes. Ihnen, liebe Leserinnen und Le- ser, wünschen wir nun viel Ver- gnügen beim Lesen und einen guten Start in die warme Jahres- zeit! Die Betriebsleitung der St. Anna- Virngrund-Klinik

    Auf in den Sommer 4 Die Abteilung für

    Physiotherapie hat ein breites Angebot

    6 Ein Freiwilliges Sozia- les Jahr bringt junge Menschen weiter – auch an der Klinik

    8 Der Zentrale Schreib- dienst ist das Ge- dächtnis der Klinik

    10 Bernd Ziegler leitet die Intensivstation

    12 Das Gesundheits- forum befasst sich mit den Füßen

    13 Die Rätselseite

    14 Das Angebot der Elternschule

    15 Mit Netz und Naht gegen den Leistenbruch

    16 Das DHBW-Studium an der Klinik: so funktioniert's

    18 Tipps aus der Klinikküche: So genießt man den Sommer

    INHALT

  • klinikplus Physiotherapie 4

    Beide Therapien werden bei neurologischen Erkrankun- gen angewandt: PNF (Propriozeptive Neuro- muskuläre Fazilitation) ist ei- ne Behandlungsmethode der Physiotherapie, die das Zusammenspiel zwischen Rezeptoren, Nerven und Muskeln („Neuromuskulär“) fördert. Die Therapie zielt darauf ab, Muskeln zusam- menhängend - in sogenann- ten Muskelketten - zu akti- vieren und gleichzeitig die Nerven zu stimulieren. Da- bei wird „diagonal“ gear- beitet. Das Bobath-Konzept ist ins- besondere bei Bewegungs- störungen, die durch Hirn- schädigungen hervorgeru- fen werden, geeignet - bei- spielsweise bei Halbseitenlähmungen nach Schlaganfall

    PNF & Bobath

    Die Abteilung für Physiotherapie der Virngrundklinik (v.l.n.r.): Anika Sell, Christina Reichwein, Heidi Rembold, Christopher Kowol, Ulrike Metzger, Julia Kurz, Horst Müller und Natascha Hutter. Foto: St. Anna-Virngrund-Klinik

    Breit ist das Angebot der Physio- therapie-Abteilung in der St. An- na-Virngrund-Klinik, die seit gut einem Jahr im zweiten Stock des Neubaus ihr Zuhause hat. War- me Gelb- und Orangetöne sor- gen für Wohlfühl-Atmosphäre in den zehn Einzel-Behand- lungsräumen sowie im Grup- pen-/Gymnastikraum, und ein qualifiziertes Team bietet eine ganze Reihe an Therapiekon- zepten: Dazu gehören allgemeine und gerätegestützte Krankengym- nastik, manuelle Therapie, Lymphdrainage, Bobath und PNF (Erklärung siehe Kasten rechts), Massagen, Elektrothera- pie wie zum Beispiel Ultraschall sowie Wärme- und Kälteanwen- dungen. Hinzu kommen nicht alltägliche Therapiemöglichkeiten, zu de- nen auch das Stangerbad (hy- droelektrisches Vollbad) als er- gänzende Maßnahme zu physio- therapeutischen Anwendungen gehört, die insbesondere für chronische Schmerzpatienten oder bei rheumatischen Erkran- kungen hilfreich ist. Des Weite- ren stehen zwei Schlingentische bereit - Beschwerden im gesam-

    ten Wirbelsäulenbereich kön- nen hier quasi unter Ausschal- tung der Schwerkraft durch ge- zielte Traktion (Streckung) und der damit verbundenen Entlas- tung der Bandscheiben gelin-

    dert werden. Und bei den Wär- meanwendungen arbeitet das Physio-Team mit Original Paraf- fin-Fango-Auflagen in einer Größe von 90 x 45 Zentimetern, die eine großflächige und inten- sive Behandlung ermöglichen. Gelegenheit zum Training der Wirbelsäulenmuskulatur, Rü- cken- und Bewegungsschulung, Beckenbodengymnastik, aber auch für Entspannungsübungen gibt’s bei den Gruppenangebo- ten im Gymnastikraum. „Wir stellen Sie wieder auf die Beine“ lautet das Motto der Phy- siotherapie-Abteilung. Die Grundlage dazu bildet eine ge- naue Analyse der vorhandenen Funktionsstörungen im Bewe- gungssystem des Patienten, an der sich dann die geeigneten Therapiemaßnahmen orientie- ren. Die Physiotherapie-Abteilung steht sowohl stationären als auch ambulanten Patienten of- fen. Termine sind nach Vereinba- rung montags bis donnerstags von 7 bis 18 Uhr sowie freitags von 7 bis 16 Uhr möglich. Tele- fon: 07961 / 881-3300. Tipp: Gerne stellen wir Ge- schenk-Gutscheine aus! (uhm)

    „Wir stellen Sie wieder auf die Beine“

    Am Schlingentisch kann nicht nur die Halswirbelsäule therapiert werden. Foto: uhm

    Die Abteilung für Physiotherapie steht sowohl stationären als auch ambulanten Patienten offen

  • klinikplus 5 Physiotherapie

    „Der Patient als Ganzes steht im Mittelpunkt.“ Ulrike Metzger, ausgebildete Physiotherapeutin mit zusätzlicher Qualifikation in PNF, Bobath, Manueller Thera- pie und Manueller Lymphdrai- nage, macht deutlich, dass eine Behandlung immer individuell auf die Bedürfnisse und Befind- lichkeiten der Patienten abge- stimmt sein muss. Ziel ist die Wiederherstellung der Mobili- tät und optimaler Bewegungs- abläufe, der Weg dorthin kann bei jedem anders aussehen. „Für den einen sind überwiegend passive Therapiemaßnahmen geeignet, für den anderen eher aktive.“

    Geboren in Essingen

    Die engagierte 48-Jährige weiß, wovon sie spricht. Neben Erfah- rungen mit Krankheitsbildern aus dem chirurgisch-orthopädi- schen Bereich kann sie auf spe- zielle Kenntnisse im Zusammen- hang mit neurologischen Er- krankungen zurückgreifen: Ins- gesamt 14 Jahre lang war sie als Abteilungs- und Teamleiterin in

    der geriatrischen Rehabilitation in Aalen sowie in der geriatri- schen Bethesda-Klinik in Ulm tä- tig. Die Folgen von Schlaganfall und Demenz führt die gebürtige Essingerin in diesem Zusammen- hang als Beispiele an, bei denen mit gezielten Therapiemaßnah- men eine deutliche Verbesse- rung der Lebensqualität erreicht werden kann. Haltungsverfall und Muskulaturabbau können mit steigendem Alter zu rezidi- vierenden (wiederkehrenden) Stürzen führen - hier kann durch gezielte Übungen vorgebeugt werden. „Unsere wichtigste Aufgabe se- hen wir im Team darin, Schmer- zen und Schwächen am Stütz- und Bewegungsapparat unserer Patienten zu lindern und zu hei- len und die volle Beweglichkeit eines erkrankten Körperab- schnitts wieder herzustellen“, betont Ulrike Metzger. „Wir be- handeln Menschen