Körperschaftsteuer. Grundsatz (§ 7 Abs. 1 KStG): Einkommen (§ 8 Abs. 1 KStG)./.Freibeträge (§§...

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  • Grundsatz ( 7 Abs. 1 KStG): Einkommen ( 8 Abs. 1 KStG)./.Freibetrge ( 7 Abs. 2 i.V.m. 24, 25 KStG) =zVE ( 7 Abs. 1 KStG) Allerdings Integration einiger sonderausgaben- hnlicher Abzge in den krperschaftsteuerlichen Einkommensbegriff: Spendenabzug ( 9 Abs. 1 Nr. 2 KStG) Verlustabzug ( 8 Abs. 4 KStG) Krperschaftsteuer III. Sachlicher Tatbestand.
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  • Groflchiger Verweis auf EStG ( 8 Abs. 1 EStG) nicht: 19 EStG keine Bercksichtigung subjektiver Umstnde Sonderausgaben ( 10 ff. EStG; dafr aber: 8 Abs. 4, 9 Abs. 1 Nr. 2 KStG, s.o.) Altersentlastungsbetrag ( 24a EStG) auergewhnliche Belastungen ( 33-33c EStG) Modifikationen durch 8-13 KStG Krperschaftsteuer III. Sachlicher Tatbestand - Qualifizierung von Einknften.
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  • Bei Buchfhrungspflicht nach HGB sind alle Einknfte Einknfte aus Gewerbebetrieb ( 15 EStG) ( 8 Abs. 2 KStG) Vgl. 140 AO, 238 Abs. 1 und 6 Abs. 1 HGB i.V.m. 13 Abs. 3 GmbHG, 3, 278 Abs. 3 AktG, 17 Abs. 2 GenG. Krperschaftsteuer III. Sachlicher Tatbestand - Qualifizierung von Einknften.
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  • (P) Handelt es sich bei 8 Abs. 2 KStG um eine Rechtsgrundverweisung? Rechtsfolgenverweisung? Krperschaftsteuer III. Sachlicher Tatbestand - Qualifizierung von Einknften.
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  • (P) Handelt es sich bei 8 Abs. 2 KStG um eine Rechtsgrundverweisung? Bedeutung: Es kommt nur zu einer Umqualifizierung derjenigen Vermgensmehrungen, die kraft anderweitiger Regelung (d.h. nach 7 Abstze 1 und 2, 8 Abs. 1 KStG, 2 Abs. 1 Nrn. 1-7 EStG) jedenfalls Einknfte sind nicht steuerbar sind z.B. Lotteriegewinne und Liebhabereiverluste. Auch Krperschaften haben eine Privatsphre. so z.B. Johanna Hey, Heinrich Weber-Grellet Krperschaftsteuer III. Sachlicher Tatbestand - Qualifizierung von Einknften.
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  • (P) Handelt es sich bei 8 Abs. 2 KStG um eine Rechtsfolgenverweisung? Bedeutung: alle Einknfte i.S.d. 8 Abs. 2 als eigenstndige Regelung unter Verweis auf die Handelsbcher. Danach sind alle bilanziell erfassten Vermgensmehrungen grds. auch steuerbar. Korrekturen u.U. aber auf spterer Stufe (auerbilanzielle Korrekturen durch verdeckte Gewinnausschttungen/verdeckte Einlagen). Lotteriegewinne sind steuerbar, Liebhabereiverluste sind ebenfalls steuerbar, werden aber durch auerbilanzielle Hinzurechnung als vGA neutralisiert Krperschaften haben keine Privatsphre. so z.B. BFH seit 1996 (BFHE 182, 123) Krperschaftsteuer III. Sachlicher Tatbestand - Qualifizierung von Einknften.
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  • Sachliche Steuerbefreiungen 3 Nr. 7 EStG 3 Nr. 8 Satz 1 EStG 3 Nr. 11 Stze 1 und 3 EStG 3 Nr. 18 EStG 3 Nr. 21 EStG 3 Nr. 41 EStG 3 Nr. 42 EStG 3 Nr. 44 EStG 3 Nr. 54 EStG Krperschaftsteuer III. Sachlicher Tatbestand - Quantifizierung von Einknften.
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  • Sachliche Steuerbefreiungen (Forts.) 8b KStG Schachtelprivileg Hintergrund: MTR (1990) Gleichklang der Behandlung laufender Ausschttungen und der Behandlung von Gewinnen aus Anteilsveruerungen (P) 5 % -Regelungen in 8b Abstze 3 und 5 KStG lies: Die Befreiungen ( 8b Abstze 1 und 2 KStG) gelten im Ergebnis nur fr 95 % der jwlg. Gewinne. Krperschaftsteuer III. Sachlicher Tatbestand - Quantifizierung von Einknften.
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  • Sachliche Steuerbefreiungen (Forts.) 8b KStG Rechenbeispiel: Gewinn der Tochtergesellschaft100.000 KSt der Tochter auf diesen Gewinn:25 % = 25.000 SolZ hierauf5,5 % = 1.375 =Gewinnbelastung der Tochter (KSt und SolZ) 26,375 % = 26.375 ausgeschttete Dividende 73.625 davon steuerfrei ( 8b Abs. 1 i.V.m. Abs. 5): 95 % = 69.944 davon steuerpflichtig ( 8b Abs. 5): 5 % = 3.681 KSt der Mutter auf den steuerpflichtigen Anteil25 % = 920 SolZ hierauf 5,5 % = 51 =Dividendenbelastung der Mutter (KSt und SolZ) 1,31875 % = 971 Gesamtgewinnbelastung des 2-stufigen Konzerns 27,346 % = 27.346 Krperschaftsteuer III. Sachlicher Tatbestand - Quantifizierung von Einknften.
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  • Gegenstck zu sachlichen Steuerbefreiungen: Abzugsverbote Grundsatz: 8 Abs. 1 Satz 1 KStG verweist auf 3c Abs. 1 EStG 4 Abs. 5 EStG 4 Abs. 7 EStG 4c EStG 4d EStG 50 Abs. 1 EStG 12 EStG gilt dagegen nicht, arg. Krperschaft hat keine Privatsphre (h.M.) Krperschaftsteuer III. Sachlicher Tatbestand - Quantifizierung von Einknften.
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  • Abzugsverbote (Forts.) Sonderregelungen im KStG 8 Abs. 3 KStG: Gewinnausschttungen i.w.S. 10 Nr. 1: KStG: hnliche Zuwendungen, die durch das Grundverhltnis veranlasst sind 10 Nr. 2 KStG: Parallele zu 12 Nr. 3 EStG 10 Nr. 3 KStG: Parallele zu 12 Nr. 4 EStG 10 Nr. 4 KStG: Lenkungsnorm zur Verhinderung berhhter Aufsichtsrats(...) vergtungen Krperschaftsteuer III. Sachlicher Tatbestand - Quantifizierung von Einknften.
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  • Sonderregelungen in 8 Abstze 3 ff. Ausschttungsneutralitt ( 8 Abs. 3 Satz 1 KStG; s.o.) auerbilanzielle Hinzurechnung verdeckter Gewinnausschttungen ( 8 Abs. 3 Satz 2 KStG) Beschrnkungen des Verlustvortrags fr den Fall des sog. Mantelkaufs ( 8 Abs. 4 KStG) keine KSt auf Mitgliedsbeitrge ( 8 Abs. 5 KStG) Besteuerung auf Bruttobasis ( 8 Abs. 6 KStG) Krperschaftsteuer III. Sachlicher Tatbestand - Quantifizierung von Einknften.
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  • Sonderregelungen in 8 Abstze 3 ff. Ausschttungsneutralitt ( 8 Abs. 3 Satz 1 KStG) auerbilanzielle Hinzurechnung verdeckter Gewinnausschttungen ( 8 Abs. 3 Satz 2 KStG) Beschrnkungen des Verlustvortrags fr den Fall des sog. Mantelkaufs ( 8 Abs. 4 KStG) keine KSt auf Mitgliedsbeitrge ( 8 Abs. 5 KStG) Besteuerung auf Bruttobasis ( 8 Abs. 6 KStG) Krperschaftsteuer III. Sachlicher Tatbestand - Quantifizierung von Einknften.
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  • Wirtschaftlicher Hintergrund von vGA Hintergehen der anderen Gesellschafter ausnahmsweise Steuerersparnis, wenn Gesellschafter einem besonders niedrigen ESt-Satz unterliegt, insbesondere: wenn ihm Verlustvortrge ( 10d EStG) zustehen. Krperschaftsteuer III. Sachlicher Tatbestand - Quantifizierung von Einknften.
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  • Begriff der vGA (klassische Definition des BFH): Zuwendung eines Vermgensvorteils durch eine Kapitalgesellschaft an einen Gesellschafter oder eine ihm nahe stehende Person auerhalb der gesellschaftsrechtlichen Gewinnverteilung, wenn diese Zuwendung ihre Ursache im Gesellschaftsverhltnis hat. NB: Steuerrechtlicher vGA-Begriff und gesellschaftsrechtlicher vGA- Begriff weichen partiell voneinander ab. Innerhalb des Steuerrechts kommt es zwischen den BFH-Senaten zu geringfgigen Divergenzen. Krperschaftsteuer III. Sachlicher Tatbestand - Quantifizierung von Einknften.
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  • Begriff der vGA Kriterien zur Ausfllung dieser Definition: Fremdvergleich Bild des ordentlichen und gewissenschaften Geschftsfhrers interner Fremdvergleich externer Fremdvergleich Nhe zur einkommensteuerrechtlichen Liebhaberei Begnstigter als beherrschender Gesellschafter Fehlen zivilrechtlich wirksamer, klarer und ex ante abgeschlossener Vertrge ausdrckliche gesetzliche Anordnung, v.a. in 8a Abs. 1 und Abs. 6 KStG (s. Sommersemester) Krperschaftsteuer III. Sachlicher Tatbestand - Quantifizierung von Einknften.
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  • Rechtsfolgen der vGA auerbilanzielle Hinzurechnung (Gewinnerhhung) 8 Abs. 3 Satz 2 KStG Bewertung: Teilwert ( 8 Abs. 1 Satz 1 KStG, 6 Abs. 1 Nr. 4 EStG)? gemeiner Wert (vgl. 6 Abs. 4 EStG)? richtig wohl: 8 Abs. 2 EStG i.V.m. Korrespondenzprinzip Krperschaftsteuer III. Sachlicher Tatbestand - Quantifizierung von Einknften.
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  • Gegenstck zur vGA: verdeckte Einlagen (vE) Begriff: Zuwendung eines bilanzierungsfhigen Vermgensvorteils durch einen Gesellschafter oder eine ihm nahe stehende Person an eine Kapitalgesellschaft, wenn diese Zuwendung ihre Ursache im Gesellschaftsverhltnis hat. Daher nicht: Nutzungen Nutzungsrechte (inkl. Darlehen) persnliche Dienstleistungen Krperschaftsteuer III. Sachlicher Tatbestand - Quantifizierung von Einknften.
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  • verdeckte Einlagen (Forts.) Rechtsfolgen: auerbilanzielle Krzung des Gewinns str.: Behandlung von Ansprchen auf Rckgewhr von vGA? Rspr. und Finanzverwaltung halten die bloen Ansprche fr steuerlich unbeachtlich und sehen erst in ihrer Erfllung (in der tatschlichen Rckgewhr rechtswidriger vGA durch den Gesellschafter an die Gesellschaft) eine Einlage (sog. Einlagentheorie) In der Literatur wird dagegen z.T. schon das Vorliegen der vGA verneint (Gedanke eines steuerneutralen Aktivtauschs) Bewertung von vE: grds. gemeiner Wert, i.F.d. 6 Abs. 6 Satz 2 EStG Teilwert. Bei Forderungsverzicht kann vE nur iHd werthaltigen Teils der Forderung angenommen werden. Krperschaftsteuer III. Sachlicher Tatbestand - Quantifizierung von Einknften.
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  • Sonderregelungen in 8 Abstze 3 ff. Ausschttungsneutralitt ( 8 Abs. 3 Satz 1 KStG) auerbilanzielle Hinzurechnung verdeckter Gewinnausschttungen ( 8 Abs. 3 Satz 2 KStG) Beschrnkungen des Verlustvortrags fr den Fall des sog. Mantelkaufs ( 8 Abs. 4 KStG) keine KSt auf Mitgliedsbeitrge ( 8 Abs. 5 KStG) Besteuerung auf Bruttobasis ( 8 Abs. 6 KStG) Krperschaftsteuer III. Sachlicher Tatbestand - Quantifizierung von Einknften.
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  • Mantelkauf ( 8 Abs. 4 KStG) Intertemporaler Verlustabzug ist grds. auch im KSt-Recht mglich ( 8 Abs. 1 Satz 1 KStG i.V.m. 10d EStG). Voraussetzung: rechtliche und wirtschaftliche Identitt der Krperschaft ( 8 Abs. 4 KStG)., wenn mehr als die Hlfte der Anteile bertragen werden und die Kapitalgesellschaft ihren Betrieb mit berwiegend neuem BV fortfhrt oder wieder aufnimmt ( 8 Abs. 4 Satz 2 KStG). Krperschaftsteuer III. Sachlicher Tatbestand - Quantifizierung von Einknften. gegenstndliche Betrachtungsweise: auch reiner Aktivtausch fhrt zu neuem BV i.S.d. 8 Abs. 4 Satz 2 KStG (BFH)
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  • Sonderregelungen in 8 Abstze 3 ff. Ausschttungsneutralitt ( 8 Abs. 3 Satz 1 KStG) auerbilanzielle Hinzurechnung verdeckter Gewinnausschttungen ( 8 Abs. 3 Satz 2 KStG) Beschrnkungen des Verlustvortrags fr den Fall des sog. Mantelkaufs ( 8 Abs. 4 KStG) keine KSt auf Mitgliedsbeitrge ( 8 Abs. 5 KStG) Besteuerung auf Bruttobasis ( 8 Abs. 6 KStG) Krperschaftsteuer III. Sachlicher Tatbestand - Quantifizierung von Einknften.
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  • Besteuerung auf Bruttobasis ( 8 Abs. 6 KStG) Die Regelung betrifft Krperschaften, deren gesamtes Einkommen einem Steuerabzug unterliegt: 43 EStG (Kapitalertragsteuer) 50a Abs. 4 EStG (gebietsfremde Krperschaft, die Einknfte aus Verwertung knstlerischer oder sportlicher Darbietungen, v.a. Lizenzgebhren erzielt) Rechtsfolgen: keine KSt-Veranlagung kein Abzug von Betriebsausgaben oder Werbungskosten, sondern Besteuerung auf Bruttobasis 8 Abs. 6 KStG kann gegen Art. 43, 56 EG-Vertrag verstoen! Krperschaftsteuer III. Sachlicher Tatbestand - Quantifizierung von Einknften.
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  • Gesellschafterfremdfinanzierung ( 8a KStG) im berblick Betriebswirtschaftlicher und historischer Hintergrund Tatbestand: wesentliche Beteiligung, d.h. > 25 % ( 8a Abs. 3 KStG) Hingabe eines Gesellschafterdarlehens an die Gesellschaft, das partiarisch ist ( 8a Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 KStG) oder durch das das EK-FK-Verhltnis unter 40/60 fllt (Nr. 2) und das die Freigrenze von 250.000 Euro berschreitet auch: Bankfinanzierungen? str., BMF: jedenfalls bei back-to-back loans Krperschaftsteuer III. Sachlicher Tatbestand - Quantifizierung von Einknften.
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  • Gesellschafterfremdfinanzierung ( 8a KStG) im berblick Rechtsfolgen: Zinsen werden in vGA umqualifiziert, d.h. bei der KapGes: Einkommenskorrektur ( 8 Abs. 3 S. 2 KStG) beim Anteilseigner: Umqualifizierung von Zinsen ( 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG) in vGA ( 20 Abs. 1 Nr. 1 S. 2 EStG) Halbeinknfteverfahren ( 3 Nr. 40 lit. d EStG) bzw. 95%iges Schachtelprivileg ( 8b Abs. 1 i.V.m. 5 KStG) KESt-Einbehalt ( 43 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Satz 3 i.V.m. 43a Abs. 1 Nr. 1 EStG) relevant v.a., wenn Gesellschafter im Ausland ansssig ist Holding-Privileg ( 8a Abs. 4 KStG) Krperschaftsteuer III. Sachlicher Tatbestand - Quantifizierung von Einknften.