Kontakte 0214 - Ich bin dann mal weg

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    21-Jul-2016
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Jugendliche berichten von ihren Auslandserfahrungen

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  • k ntakteAusgabe 2|1

    4

    Zeitschrift der KLJB in der Dizese Augsburg

    Ich bin

    dann mal

    weg!

    Ein besonderes Jahr

    Selbstversuch: Auslandsjahr

    Ins Ausland?Wie das?

  • 2 | Seite Werbung

    Habt ihr auch ein Angebot in eurer Ortsgruppe, in eurem Kreis- oder Dekanatsverband, fr das ihr im kontakte Werbung machen wollt? Dann schreibt einfach eine kurze E-Mail an

    [email protected] und wir nehmen eure Anzeige ins nchste Heft auf!

    Total verplant!? - Du hast es in der Hand

    Das Spiel ist fr 3 8 Spieler von 10 99 Jahren und dauert ca. 90 Minuten.Ziel des Spieles ist es, als Mitglied des Gemeinderats mglichst viele Projekte auf den Aufgabenkarten um-zusetzen. Darber hinaus motiviert das Spiel dazu, sich mit der Problematik des Flchenverbrauchs und der da-mit entstehenden Flchenknappheit und Flchenkon-kurrenz auseinanderzusetzen.

    Schafft euch ein Exemplar fr eure Gruppe an und pro-biert es selber aus!

    Preis: je 14,50 Euro

    Bestellen unter: http://www.kljb-augsburg.de/shop.html

    http://www.kljb-augsburg.de/materialverleih.html

    http://www.kljb-augsburg.de/shop.html

    Radioaufnahmegert

    Bei der letzten DVV wurde die Radio AG aufgelst. Des-halb kann man ab sofort das Radio AG Aufnahmegert in der Dizesanstelle in Augsburg ausleihen. Aufnahmegert, Mischpult und Mikrofon, per USB- an den PC anschliebar.

    Es ist perfekt geeignet, um Tne, Lieder, Gesprche auf-zunehmen. Daraus knnen dann auch Beitrge oder In-terviews entstehen.

    Probiert es selber in eurer Ortsgruppe aus. Ihr knnt die Ausrstung ganz einfach an der Dizesanstelle auslei-hen:

    Katholische Landjugendbewegung Dizesanverband Augsburg

    Kitzenmarkt 2086150 Augsburg

    Tel: 0821 3166-3461Fax: 0821 3166-3459

    E-Mail: [email protected]://www.kljb-augsburg.de/materialverleih.html

  • Seite | 3

    Inhaltsverzeichnis3 | Vorwort Ich will raus3 | Inhaltsverzeichnis

    4 | Leitartikel Ein ganz besonderes Jahr6 | Interwiev:

    Work & Travel, Au-pair, Auslandssemester

    12 | Was ihr beachten solltet Ins Ausland? Wie das?

    14 | Selbstversuch Auslandsjahr

    15 | Kaspars Kolumne16 | Ein Jahr in Ecuador17 | Nachgedacht 18 | Das hat uns gefallen Ausgerechnet Honolulu

    19 | Bundes- und Landesweit Bundestreffen, Landesversammlung `14

    20 | Dizesanweit ASAK, AK Spirimobil, DVV I/14

    22 | KLJB vor Ort Kreis Gerstratz, Kreis Dillingen, Dekanate Ottobeuren & Memmingen, KLJB Erkheim, Kreis Nrdlingen

    24 | Pinnwand

    26 | Rtsel Bilderrtsel

    27 | Termine

    Vorwort | Inhaltsverzeichnis

    Ich will raus! Ich schtze, diese drei schlich-

    ten Worte hat jeder schon mal insgeheim vor sich hingemur- melt, besonders jetzt in der Sommerzeit. Raus aus dem All- tagstrott, raus aus der gewohn-

    ten Umgebung und einfach mal was nuis sehen.

    Eine Zeit im Ausland. Das wrs! Neue Kulturen, neue Leute, neue Erfahrungen und sich mit un-gewohnten Situationen auseinandersetzen. Man lernt da-durch nicht nur das Land kennen, sondern man erfhrt vor allem viel ber sich selbst. Wahrscheinlich ist die groe Reise in die weite Welt auch die eigentlich kurze Reise zu sich selbst. Ach... da wird man gleich philosophisch.

    Doch wie funktioniert das? Koffer packen und einfach in den nchsten Flieger und die Welt umrunden? In dieser kontakte Ausgabe werden wir euch einige Wege von Landjugendlichen vorstellen, wie diese auf unter-schiedliche Art und Weise ber den Tellerrand geschaut haben: egal ob es ein Jahr Auszeit war, ob im Studium oder eine Arbeitserfahrung. Vielleicht ntzen diese Beispiele euch und die hingemurmelten Worte von oben werden zu einem lauten: Ich geh raus!. Doch zuerst strzt euch auf die Tipps und Tricks in dieser vorliegenden Reiselektre. Bon Voyage!

    Text & Foto: Simone Miller

    Vorwort

    Wenn Simone die Die faire Milch Kuh am Schwanz krault, dann war wieder Spiel ohne Grenzen in der Waldmhle

    -> mehr auf Seite 23 Cover | Model: Elisabeth Mayr I Foto: Franz-Josef BietschBackground: Oberstdorfer Berge

  • 4 | Seite

    Die Zahlen sprechen fr sich: 200 Millionen Touristen weltweit sind Jugendliche und junge Erwachsene. Langes Reisen ist in, und die Nachfra-ge wird noch weiter steigen, meinen Experten. Keine andere Altersgruppe (16 - 30 Jhrige) bleibt lnger auf Rei-sen, nmlich durchschnittlich 58 Tage. Zwei Monate, die perfekt in die Zeit zwischen Schulabschluss und Ausbil-dung bzw. Studium passen.

    Viele nehmen sich sogar gezielt ein halbes oder ganzes Jahr Auszeit, be-vor sie in ihren ersten richtigen Job starten. Ob man es Gap Year, Sab-batical, Auslandsjahr oder schlicht und einfach ins Ausland gehn nennt , die meisten, die von daheim wegge-hen, sind neugierig, wie es auerhalb der vertrauten Umgebung aussieht und reisen um die halbe Welt, um ih-

    ren Horizont zu erweitern. Sie wollen Abenteuer erleben, Freiheit verspren und aus der Alltagsroutine ausbre-chen. Welche Mglichkeiten fr einen Auslandsaufenthalt gibt es? Ich habe drei Arten die Zeit in der Fer-ne zu verbringen ausprobiert: Nmlich Wwoofing, Einfach-nur-reisen und auf einer Alpenvereinshtte arbeiten.

    Bye Bye, ich fhl mich so frei

    Einfach-nur-reisen

    Wer sich aufmacht, um zu reisen, der mchte die pure Freiheit erleben und den grauen Alltag hinter sich lassen. So ging es mir 2011: Die Ausbildung gerade beendet, Stress mit meinem damaligen Freund, zu Hause fiel mir die Decke auf den Kopf: Ich wollte einfach nur noch weg. Dazu kam, dass meine beste Freundin zufllig auch zwei Monate Zeit hatte, bevor sie nach der Ausbildung in ihre erste richtige Anstellung einstieg. Wir entschlossen also, zusammen Thailand und Indien zu bereisen: 10 Wochen, die ich heute noch als eine der glcklichsten Pha-sen meines Lebens bezeichne.

    Weil aber Einfach-nur-reisen ganz schn ins Geld geht, meine Sehnsucht nach der weiten Welt noch nicht ge-stillt war, machte ich mich auf die Su-che nach einer Alternative und fand Wwoofing.

    Wwoofing

    Noch nie gehrt? Schade, dass das Wwoofen trotz seiner Genialitt in Deutschland noch nicht so verbreitet ist. Die Organisation world-wide op-portunities on organic farms funktio-niert so: Wer sich (gegen Gebhr) bei einer Wwoofing-Website anmeldet, be-kommt Zugriff auf die Adressdaten

    von Hfen und landwirtschaftlichen Betrieben, die Mithilfe suchen. Vier Stunden Arbeit pro Tag, an fnf Tagen in der Woche solltest du erbringen, um Verpflegung und ein Dach ber dem Kopf von deinen Gastgebern zu bekommen. Unschlagbar ist hier auch der Familienanschluss bzw. der Draht zu anderen Wwoofern, falls du alleine reist.

    Whrend meiner Zeit in Kanada war ich als Wwoofer auf drei Hfen. Den Anfang machte eine Ziegenfarm bei Vancouver. Drei Shne und eine Toch-ter arbeiteten hauptberuflich in ver-schiedenen Bereichen auf der Farm und der Vater leitete das Ganze. Die Mutter koordinierte die vier bis sie-ben freiwilligen Helfer, die ganzjh-rig durch WWOOF dort waren und sie hielt den Schulunterricht fr die drei jngsten Familienmitglieder im Haus ab. Aufgrund ihres strengen baptisti-schen Glaubens lehnten es die Eltern ab, ihre Kinder in die staatliche Schule zu schicken. Eine derart strikte Glau-benshaltung hatte ich bisher noch nie kennengelernt und beobachtete faszi-niert und auch kritisch deren Famili-enleben. In die Arbeitsablufe wurden alle Wwoofer eingespannt. Man unter-sttzte die Familie bei der Stallarbeit, der Joghurt- und Kseherstellung und beim wchentlichen Verkauf der Pro-dukte auf dem Wochenmarkt.

    Bye Bye, ich fhl mich so frei, diesen Satz habe ich heute Morgen in Facebook gelesen. Einer meiner Facebook-Freunde (naja, was heit Freunde, der kleine Bruder eines Bekannten halt) hatte ein Bild gepostet: er mit einem monstrsem Rucksack am Flughafen, breites Grinsen, Daumen hoch, das Gesicht voller Vorfreude auf die kommende Zeit. Wo will er nur hin? Na klar: Ins Ausland.

    Lisbeth & Liesbeth, das Reiseduo fr alle Flle

    Elefantendame Lady post mit mir frs Foto

  • Ich bin dann mal weg!

    Bye Bye, ich fhl mich so freiGap year

    Mgen manche auch spotten ber die, die sich eine Auszeit nehmen, noch be-vor sie berhaupt anfangen zu arbei-ten. ber die faulen Studenten, die sich ein freies Semester zum Reisen gnnen. Oder ber Menschen, die ein-fach ihren Job kndigen, ihre Sachen packen und losreisen. Ich finde es toll, dass es diese mutigen und neugieri-gen Menschen gibt! Das Reisen bildet, macht offen, verbessert Sprachkennt-nisse und bringt einem andere Kultu-ren und Lebensweisen nher. Gleichzeitig wird einem bewusst, wie gut man es daheim hat und auch, dass es nicht selbstverstndlich ist, jeden Tag sauberes Wasser, Essen und Schul-bildung genieen zu knnen. Dass Frieden und Wohlstand nicht fr alle die Norm ist.

    Nachteile

    Genug der Schwrmereien. Gibt es auch etwas Negatives an einem Aus-landsaufenthalt? Aber hallo! Man kann in gefhrliche Situationen ge-raten, ein Auslandsaufenthalt kostet in der Regel viel Geld. Als Tourist in fremden Lndern, besteht die Gefahr, dass man fr Dienstleistungen oder auch beim Einkauf, mehr bezahlt als Einheimische. Ebenso kann immer berall fremd und zu Gast zu sein auf die Dauer auch nerven. Und dann gibt es noch was ganz Fieses: Heimweh.

    Meinem schlimmsten Feind wrde ich diese spezielle Gefhlsmischung von Beklemmung, Trauer und Wehmut nicht an den Hals wnschen! Mich hat es in Kanada einmal besonders er-wischt, ausgerechnet als ich meinen lang ersehnten Surfkurs machte. Auch die Tatsache, dass ich gerade dabei war, mir einen lange gehegten Traum zu