Konversionsbroschüre Allgäu

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    07-Apr-2016
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Die Konversionsbroschüre Allgäu gibt einen Überblick über die aktuelle Bundeswehrreform, die Auswirkungen im Allgäu und die Aufgaben des Konversionsmanagements.

Transcript of Konversionsbroschüre Allgäu

  • Konversion im AllguHerausforderung Wandel Chance

    www.standort.allgaeu.info

  • Inhaltsverzeichnis | 02 Vorwort | 03

    Um diesen Herausforderungen erfolgreich begegnen zu knnen, wurde in Zusammenarbeit mit den betroffenen Kommunen und Landkreisen ein Konversionsmanagement bei der Allgu GmbH eingerichtet. Im Fokus der Arbeit des Konversionsmanagement liegen sowohl die einzelnen Bundes- wehrstandorte als auch die gesamte Region Allgu. Es gilt die betroffenen Gemeinden zu untersttzen, Kontakte zwischen den Standorten herzustellen, Nutzungskonzepte zu entwickeln und zu berprfen sowie Synergieeffekte durch die gemeinsame Bearbeitung auf berregionaler Ebene zu erreichen und zu nutzen. Die vorliegende Broschre gibt einen Einblick in den aktuellen Stand des Konversionsprozesses im Allgu. Neben den Planungen und Manahmen der Allgu GmbH werden u.a. die einzelnen Standorte im Detail beleuchtet. Seit Bekanntgabe der Reform haben sich alle Akteure im Allgu engagiert und zielgerichtet am Konversionsprozess beteiligt. Diesen Weg werden wir auch in Zukunft zusammen weitergehen, um die Herausforderungen der Konversion zu bewltigen und deren Chancen zu nutzen.

    im Allgu sind vier Standorte von der Bundeswehrreform 2011 betroffen. Neben den Standorten in den kreisfreien Stdten Kempten und Kaufbeuren, die vollstndig geschlossen werden, erfolgen an den Standorten Fssen und Sonthofen deutliche Personalreduzierungen. Diese einschneidenden Manahmen wirken sich stark auf die Wirtschafts- und Beschftigungsentwicklung im Allgu aus. Dabei sind nicht nur die einzelnen Gemeinden, sondern die gesamte Region und deren zuknf- tige Entwicklung zu bercksichtigen. Es ist die Aufgabe des gesamten Allgus, die Auswirkungen der Bundeswehrreform an den einzelnen Standorten anzugehen und gemeinsam zu bewltigen.

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Geschftsfhrer (Sprecher) Allgu GmbH: Klaus Fischer

    Vorsitzender des Aufsichtsrats Allgu GmbH: Gebhard Kaiser

    Bundeswehrreform 201104-05

    Standort Kaufbeuren08-09

    Standort Fssen08-09

    Ansprechpartner19

    Standort Sonthofen06-07

    Standort Kempten10-11

    Der Konversionsprozess im Allgu14-18

  • Bundeswehrreform 2011 | 04 Bundeswehrreform 2011 | 05

    Konversion Blick auf Deutschland

    26. Oktober 2011: Bekanntgabe des Stationierungskonzepts durch das Bundesministerium der VerteidigungSchlieung von 31 Standorten und Reduzierung von 33 Standorten auf weniger als 15 Dienstposten (diese Standorte werden nicht mehr als Standorte gefhrt) Signifikante Reduzierung von 90 Standorten (Reduzierung um mehr als 50% oder mehr als 500 Dienstposten)Abbau von zivilen und militrischen Stellen von bisher 281.500 Dienstposten auf 197.500 Senkung der durchschnittlichen Verteilung von Dienststellen in den einzelnen Bundeslndern von 3,4 auf 2,4 Dienstposten pro 1000 Einwohner

    Konversion Blick auf Bayern

    Schlieung der Standorte Frstenfeldbruck, Kaufbeuren und PenzingVerkleinerung auf weniger als 15 Dienstposten: Bamberg, Deggendorf, Kempten, Regensburg, Traunstein und Wrzburg Signifikante Reduzierung: Altenstadt, Amberg, Bayerisch Eisenstein, Donauwrth, Erding, Fssen, Hammelburg, Manching, Mnchen, Roth, Sonthofen und UntermeitingenVerringerung von 50.700 Dienststellen auf 31.000

    Quelle: Bundesministerium der Verteidigung 2011

    Quelle: Bundesministerium der Verteidigung 2011

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    Standorte Dienstposten

    8 Standorte mit 15 100 Dienstposten 4 Standorte mit 101 500 Dienstposten

    13 Standorte mit 501 1.000 Dienstposten

    6 Standort mit mehr als 1.000 Dienstposten

    Bundeswehrreform 2011

    Schlieung

    Verkleinerung

    Signifikante Reduzierung

    Konversion Blick auf das Allgu

    berdurchschnittliche Belastung des Allgus durch die BundeswehrreformStreichung von 63 % aller Dienstposten in Kempten, Kaufbeuren, Fssen und SonthofenReduzierung von 4.520 auf 1.686 Stellen Gnzliche Schlieung der Standorte Kaufbeuren und Kempten Enorme Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt durch den Abzug der Soldaten und Zivilbeschftigten sowie den Wegfall von Lehrgangs- teilnehmernNegative Auswirkungen auf die gesamte Region durch die Schlieung des Standorts Penzing sowie die Reduzierung von Altenstadt, Unter- meitingen und Kleinaitingen aufgrund ihrer Nhe zu den Landkreisen Ostallgu und UnterallguFreiwerden von Liegenschaften des Bundes im Allgu mit einer Flche von rund 286 Hektar

    Schlieung

    Verkleinerung

    Der Begriff Konversion leitet sich von dem lateinischen Wort conversio ab, was so

    viel wie Umwenden oder Umkehr bedeutet. Im stdtebaulichen Sinn ist in diesem Fall

    u.a. die Umwandlung oder der Rckbau von militrisch genutzten Flchen zu verstehen.

    Diese Umwandlung ist ein Prozess, der im Normalfall mehrere Jahre in Anspruch nimmt.

    Deutschlandweite Standortschlieungen nach Dienstpostengrenordnung

    Dienstpostenvernderung nach Bundeslndern

  • Standort Sonthofen | 06 Standort Sonthofen | 07

    Standort SonthofenSonthofen hat seit 2009 circa 2.000 Dienstposten verloren. Diesen Verlust zu kompensieren

    wird nicht nur eine Leistung der Kommune, sondern der ganzen Bevlkerung sein.

    1. Brgermeister Christian Wilhelm

    Daten Stadt Sonthofen

    Gesamtflche: 46,60 km

    Zugehrigkeit: Landkreis Oberallgu

    Einwohnerzahl: 21.311 (Stand: 30.06.2013)

    Militrische Historie

    Grntenkaserne 1938: Erbauung als Ritter von Leeb-Kaserne 1945: Besatzung durch Franzosen und anschlieend US-Amerikaner 1956: Einzug der Bundeswehr und Aufstellung der Fernmeldeschule mit einer Fernmeldekompanie 1957: Einzug des Feldzuglehrbataillons 1962: Einzug des Gebirgsartilleriebataillons 225 1964: Umbenennung in Grntenkaserne 1964/65: Einzug der 2. und 3. Kompanie des ABC- Abwehrlehrbataillons

    Jgerkaserne Erbauung: 1930er Jahre Fertigstellung: 1936 Nutzung durch Gebirgs-Jgerregiments-99 der 1. Gebirgsdivision der Wehrmacht Nach 2. Weltkrieg Beherbergung der Stadt- verwaltung Sonthofen bis 1952 (danach Fertigstellung des Rathauses) 1. April 1956: Aufstellung des Feldzugausbildungs- bataillons 1. Juli 1956: Bildung des ersten Arbeitsstabs fr ABC-Abwehr 1964: Verlegung der ABC-Abwehrschule in die Jgerkaserne und Umbenennung in ABC- und Selbstschutzschule

    Generaloberst-Beck-Kaserne 1934: Errichtung durch NSDAP (als NSDAP Ordensburg Sonthofen) Nach 2. Weltkrieg zunchst unter franzsischer Besatzung, danach US-amerikanische Besatzung 1956: bergabe an die deutsche Fhrung, Umbenennung nach Generaloberst-Ludwig-Beck 1964 bis 1972: Heeresunteroffizierschule I (HUS I) Bis 2009: Aus- und Fortbildung von Feldjgern sowie als Stabsdienst der Bundeswehr (danach Verlegung nach Hannover)

    Strken

    berregionales ErschlieungsnetzAufwertungsoffensive InnenstadtFreiraumkorridore Talraum Iller und OstrachTopographie und Lage (Tor zu den Hochalpen)Innerstdtische FreirumeWegenetz Rad und Wandern

    Stand des Verfahrens

    Integriertes Stdtebauliches Entwicklungs- konzept (ISEK) gem 171b BauGb

    Entwicklungspotentiale

    Verbindung der Stadtquartiere und Verknpfung mit der InnenstadtStadtentwicklung und QuartiersaufwertungGewsser und TalrumeZugnge zur LandschaftVerbindung von GrnrumenSchwerpunktsetzung Stadtentwicklung: Wohnen und Bildung

    Herausforderungen

    Trennwirkung durch Verkehrsinfrastruktur und KonversionsflchenDezentrale innerstdtische EntwicklungInnerstdtische WohnumfelddefiziteAbgetrennte und degradierte Flsse, fehlende Erlebbarkeit der MhlbcheWenig GrnstrukturenVerkehrsbelastung der KnotenpunkteEingeschrnkte Erschlieungsqualitt der Innenstadt

    Sonthofen 1.120 Signifikante Reduzierung 590

    3./ABC Abwehrregiment 750 H Auflsung

    ABC- und Selbstschutzschule H ABC- und Selbstschutzschule SKB

    Leichte ABC-Abwehrkompanie 110 H Auflsung

    Leichte ABC-Abwehrkompanie 120 H Auflsung

    Sportfrdergruppe der Bundeswehr SKB Sportfrdergruppe der Bundeswehr SKB

    Weitere Dienststellen Zentrum Brandschutz der Bundeswehr IUD

    Weitere Dienststellen

    Auswirkungen durch die Reduzierung der Bundeswehr

    Auflsung der Grnten- und Jgerkasernen, Standortverwaltung/Dienstleistungszentrum, Schlieung voraussichtlich 2018 [gem Bundesministerium 2012] Konversionsflche 33 ha (davon 12 ha Jgerkaserne, 19 ha Grntenkaserne, 2 ha STOV)Voraussichtliche Freigabe der Flchen: 2018

    Tabelle: Dienstpostenvernderung in Sonthofen (Quelle: Bundesministerium der Verteidigung 2011)

  • Standort Kaufbeuren | 08

    Standort KaufbeurenDer Verlust des Arbeitgebers Bundeswehr trifft uns als wirtschaftlich schwchste

    kreisfreie Stadt Bayerns ganz gewaltig. Kaufbeuren muss die Konversionsflchen zur

    Schaffung von Arbeitspltzen nutzen.

    Oberbrgermeister Stefan Bosse

    Daten Stadt Kaufbeuren

    Gesamtflche: 40,03 km

    Zugehrigkeit: Kreisfreie Stadt

    Einwohnerzahl: 41.570 (Stand: 31.12.2012)

    Strken

    Reichhaltige Kultur- und FamilienangeboteQualifikations- und AusbildungsmglichkeitenZukunftstrchtige und nutzungsgerechte Infrast