Konzepte und Methoden des User Centered - Agile Lean UX-Kollaboratives Design-Gestaffelte...

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  • Thomas Weißgerber, B.Sc. Institut für Informatik

    Konzepte und Methoden des User Centered Design

    Im Kontext von User Experience Engineering und moderner Softwareentwicklung

  • Konzepte und Methoden des UCD, 17.12.2015 2/42

    Ein Beispiel

  • Konzepte und Methoden des UCD, 17.12.2015 3/42

    Ein anderes (akutes) Beispiel

  • Konzepte und Methoden des UCD, 17.12.2015 4/42

    39453452364 weitere Beispiele https://www.quora.com/What-are-some-examples-of-products-that-have-bad-user- experience-UX-designs-but-are-still-used-with-ease

  • Konzepte und Methoden des UCD, 17.12.2015 5/42

    Was läuft schief?

    Nutzersicht - vorhandene Funktionalität schlecht abrufbar - notwendige Funktionalität nicht vorhanden - stattdessen Vorhandensein nicht notwendiger Funktionalität

    Projektsicht - unzufriedene Nutzer - vermeidbare Kosten - Ökonomisches Risiko

    Demgegenüber: - Begeisterte Nutzer → ökonomischer Erfolg

  • Konzepte und Methoden des UCD, 17.12.2015 6/42

    Gliederung des Vortrags 1 Einleitung 2 User Experience

    A Einordnung und Grundlagen i UX, Usability, Agile Entwicklung etc.

    B Bedeutung für die moderne Softwareentwicklung 3 User Centered Design

    A Konzepte i Nutzeranforderungen, Nutzungskontext etc.

    B Methoden i Persona, Kontextanalyse, Use Cases, Prototyping, User-Tests etc.

    4 Schluss A Fazit B Masterarbeit: Kostenreduzierung der Kontextanalyse

  • Konzepte und Methoden des UCD, 17.12.2015 7/42

    User Experience #1 - Usability - „Extent to which a product can be used by specified users to achieve specified

    goals with effectiveness, efficiency and satisfaction in a specified context of use.“ (ISO 9241-11:1998) - Wie gut (Präzision des Ergebnisses, Ressourcenaufwand, positive Assoziationen)

    eignet sich das Produkt, bestimmte Ziele in einem bestimmten Kontext zu erreichen?

    - User Experience = Usability + X - Gesamterleben: Hohe Usability & positive emotionale, sensorische Eindrücke

    → die verspürte Gewissheit, dass das Produkt „wertvoll“ ist

  • Konzepte und Methoden des UCD, 17.12.2015 8/42

    User Experience #2 - Gute User Experience → erfolgreiches Produkt → hoher Umsatz - Gute Usability allein bedeutet nicht zwangsläufig gute UX - Genausowenig garantieren spektakuläres Design, intelligente Fehlerbehandlung

    oder innovative GUI gute UX

    - methodische Gewährleistung hoher UX? - „a problem that costs $1 to fix in early analysis can cost $10 to fix in design, $100

    to fix in a prototype, and $1000 to fix after deployment.“ (Hartson)

  • Konzepte und Methoden des UCD, 17.12.2015 9/42

    Agile Softwareentwicklung - Hat das Ziel, bestimmte Funktionalität effizient bereitzustellen - Minimierung von Prozessoverhead (Planung, Dokumentation etc.), um unnötige

    Schritte zu vermeiden

    - Stakeholder - Kunde - Product Owner - Entwickler

    - Scrum, XP etc. – beinhalten alle irgendwie auch Kommunikation mit den Kunden, um präzise Entwicklung zu gewährleisten - Diese Kommunikation geschieht in der Praxis meist im Prozess der Übersetzung

    von Geschäftszielen in Funktionalität - Kunde ≠ Nutzer

  • Konzepte und Methoden des UCD, 17.12.2015 10/42

    Also...? - UX Engineering - propagiert viel mehr als nur „Kommunikation mit dem Kunden“ - Definiert das Ziel, den Nutzer dem Erreichen seiner Ziele näherzubringen

    - Setzt also als Paradigma noch vor der „Entwicklung von Software“ an

  • Konzepte und Methoden des UCD, 17.12.2015 11/42

    UX Engineering #1 1 - Kunde (im Idealfall: Nutzer) äußert Wunsch nach Unterstützung durch Software 2 - Product Owner definiert iterativ Anforderungen, gemeinsam mit dem Kunden 3 - Entwickler implementieren die Funktionalität iterativ, unter Kundenfeedback

    → das greift zu kurz - Nutzer geben Feedback zu Implementierungen, obwohl sie sich damit ggf. nicht

    auskennen - Fokus liegt nicht auf dem Erreichen der richtigen Ziele

    - Funktionalität wird ggf. eingebaut, welche gar nicht gebraucht wird - eigtl. notwendige/bessere Funktionalität wird ggf. vergessen

    - Kunde ist im Allgemeinen höchstens Teilmenge von Nutzer!

  • Konzepte und Methoden des UCD, 17.12.2015 12/42

    UX Engineering #2 - schon die Produktspezifikation muss anders beginnen - der Kunde fragt keine Softwarefunktionalität an, die er dann bewertet und schließlich abnimmt - er möchte die Probleme seiner Endnutzer mithilfe von Software (effizienter) lösen;

    an dieser Stelle hört sein proaktiver Einfluss auf

    - Nutzererwartungen an die Software müssen den gesamten Prozess antreiben → nicht technische Erwartungen → um dieses Modell herum muss der Prozess aufgebaut werden - Spezifikation, Implementierung und Validierung

  • Konzepte und Methoden des UCD, 17.12.2015 13/42

    1 Einleitung 2 User Experience

    A Einordnung und Grundlagen i UX, Usability, Agile Entwicklung etc.

    B Bedeutung für die moderne Softwareentwicklung 3 User Centered Design

    A Konzepte i Nutzeranforderungen, Nutzungskontext etc.

    B Methoden i Persona, Kontextanalyse, Use Cases, Prototyping, User-Tests etc.

    4 Schluss A Fazit B Masterarbeit: Kostenreduzierung der Kontextanalyse

    Gliederung des Vortrags

  • Konzepte und Methoden des UCD, 17.12.2015 14/42

    Problemwissen vs Lösungswissen - Nutzer haben Problemwissen - Entwickler haben Lösungswissen → ein jeder mit der Fähigkeit, relevante Aussagen zu Elementen der jeweiligen Domäne treffen zu können

    - Product Owner vermittelt zwischen beiden Sphären - so wenig wie Entwickler Elemente der Domäne des Nutzers bewerten können,

    können Nutzer jene der Entwicklerdomäne bewerten - Spricht die Sprachen beider Welten

    Warum ist das relevant? - um Nutzer zu begeistern, muss die Produktqualität hoch sein - hohe Produktqualität wird durch Domänenexperten erreicht

    → Nutzer&Probleme vs. Entwickler&Lösungen - UCD als methodische Implementierung des UX Engineering

  • Konzepte und Methoden des UCD, 17.12.2015 15/42

    Nutzungskontext - der Nutzungskontext beschreibt - Rollen - Umgebungen - Situationen - Motivatoren - und relevante Handlungen, in deren Reichweite die Software eingesetzt werden

    soll

    → WER macht WANN WARUM WIE OFT WO WAS?

    - genaue Kenntnis des Nutzungskontexts ermöglicht: - präzise Kenntnis der durch das Produkt zu lösenden Probleme - präzise Ableitung von Nutzeranforderungen

    - welche später in die relevanten technischen Anforderungen übersetzt werden

  • Konzepte und Methoden des UCD, 17.12.2015 16/42

    Nutzeranforderungen - für die meisten von uns waren (oder sind noch) Anforderungen einmal ausschließlich technische Beschreibungen der zu entwickelnden Software

    - Nutzeranforderungen allerdings setzen noch davor an; sie beschreiben die Problemwelt des Nutzers - denn: Nutzer können keine Anforderungen beschreiben (sie können nur ihre Ziele

    beschreiben)

    „Was will der Nutzer erreichen (wobei das Produkt ihm helfen soll)?“ statt

    „Was soll das Produkt für den Nutzer tun?“

  • Konzepte und Methoden des UCD, 17.12.2015 17/42

    Nutzungsmotive und User Experience - Warum wird ein Produkt genutzt? - Unterstützung bei Problemlösung - Lernen - Spaß - Socializing - Ästhetik

    - den Erwartungen und ggf. Vorteilen stehen Investitionen gegenüber - Zeit zum Erlernen der Benutzung - Zeit des Benutzens an sich

    → hohe User Experience durch Usability + Befriedigen menschlicher Grundbedürfnisse

  • Konzepte und Methoden des UCD, 17.12.2015 18/42

    - Oberfläche: konkrete Ausprägung der Benutzerschnittstelle

    - Skelett: vom Nutzer erfassbares Arrangement der Elemente zur Steuerung der Workflows - Struktur: Workflows (inhaltliche Struktur), welche Zugang zur Funktionalität ermöglichen - Rahmen: Funktionalität, die das Erreichen der strategischen Ziele gewährleistet

    - Strategie: Ziele (Geschäft + Nutzer) als Fundament des Entwurfs

    * Garrett, Fokus auf Webdesign

    UX-Entwurf

  • Konzepte und Methoden des UCD, 17.12.2015 19/42

    1 Einleitung 2 User Experience

    A Einordnung und Grundlagen i UX, Usability, Agile Entwicklung etc.

    B Bedeutung für die moderne Softwareentwicklung 3 User Centered Design

    A Konzepte i Nutzeranforderungen, Nutzungskontext etc.

    B Methoden i Persona, Kontextanalyse, Use Cases, Prototyping, User-Tests etc.

    4 Schluss A Fazit B Masterarbeit: Kostenreduzierung der Kontextanalyse

    Gliederung des Vortrags

  • Konzepte und Methoden des UCD, 17.12.2015 20/42

    Methodentypen - vornehmlich Einordnung zwischen den Polen:

    - Erhebung - Wissensaufbau, explorativ

    - Entwurf - Anwendung des gewonnenen Wissens

  • Konzepte und Methoden des UCD, 17.12.2015 21/42

    Interviews/Surveys

    - Interviews - Verständnishilfe bei Auswertungen der

    Ergebnisse anderer Methoden - Gezielter Aufbau von Detailwissen

    - Surveys - Eher Validierung auf breiter Datenbasis

  • Konzepte und Methoden des UCD, 17.12.2015 22/42

    Fokusgruppe

    - moderierte Gruppendiskussion mit Endnutzern - im Gegensatz zu Interviews stärker explorativ

    - ergibt umfassende Datenbasis zu