kunstgesellschaft luzern kunstmuseum luzern jahresbericht 2019-10-29آ  Kunstgesellschaft Luzern /...

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  • kunstgesellschaft luzern kunstmuseum luzern

    jahresbericht 2011

    kunstgesellschaft luzern kunstmuseum luzern

    jahresbericht 2012

  • Kunstgesellschaft Luzern / Kunstmuseum Luzern Jahresbericht 2012

    Cover: Michael Beutler, Zustand mit Loops und Kringeln, 2012

    Links: Albrecht Schnider, Ohne Titel (Spiegel I) (Detail), 2004 Lithografie, Auflage 50, 77.5 × 55.1 cm, Schenkung Sammlung Toni Gerber, KML 2009.29z

  • 5

    Bericht des Präsidenten 4

    Bericht der Direktorin 6

    Ausstellungen 8

    Publikationen 25

    Veranstaltungen 28

    Kunstvermittlung 30

    Sammlung 35

    Vorstand, Revisoren und Museumsteam 46

    Mitglieder 48

    ArtClubLuzern, Stiftung BEST Art Collection Luzern 50

    Jahresrechnung 2012 54

    Bericht des Quästors 57

    Revisionsbericht 58

    Subventionen, Partner und Sponsoring 59

  • 7

    Ich habe die Zusammenarbeit mit den Verantwor- tungstragenden des Zweckverbandes 2012 als sehr konstruktiv und vertrauensvoll erleben dürfen. Die KGL durfte viel Interesse und Wohlwollen des Zweck- verbandes erfahren. Ebenfalls sehr erfreulich ist das Einstehen von vielen Firmen und Einzelpersonen für die Belange des KML. Das Sponsoring und Fundrai- sing war 2012 ergiebig und soll weiter ausgebaut wer- den. Auch in anderen Bereichen zeigen sich Chancen für eine gute Entwicklung des KML. Der Terrassen- saal wird in Zusammenarbeit mit dem KKL besser genutzt werden. Der Foyerbereich des KML soll aus- gedehnt und kundenfreundlicher gestaltet werden. Diese Projekte wurden im letzten Quartal 2012 vor- wärts getrieben.

    Eine nicht vorgesehene Herausforderung stellten die Kündigungen der beiden Geschäftsleitungsmitglie- der Reto Inäbnit, Verantwortlicher für Personal und Finanzen, und Christoph Lichtin, Sammlungskon- servator, im Herbst 2012 dar. Christoph Lichtin und Reto Inäbnit haben in den vergangenen Jahren in ihren Aufgabenfeldern sehr viel zur guten Entwick- lung des Kunstmuseums beigetragen. Auf ihre Ver- dienste ist an geeignetem Ort schon näher eingegan- gen worden. Es gebührt ihnen Dank und Anerkennung.

    Bei der Redaktion des Jahresberichts des Präsiden- ten sind die Vakanzen bereits mit neuen qualifizier- ten Fachpersonen besetzt. Ich bin zuversichtlich, dass das KML gestärkt aus der schwierigen Situati- on hervorgehen wird. Die Direktorin, die neue Ge- schäftsleitung, der Präsident und mit ihm der ganze Vorstand sind jedoch noch über längere Zeit gefor- dert, sich für eine gute Zukunft des KML zu engagie- ren. Angesichts der Kompetenzen der einzelnen Ver- antwortungstragenden und der allseits festzustel- lenden Begeisterung für die Belange der bildenden Kunst bin ich davon überzeugt, dass das KML eine sehr gute Zukunft hat. Wichtigste Voraussetzung dafür ist, liebe Mitglieder, dass Sie uns nicht nur die Treue halten, sondern aktiv das Kulturangebot des KML annehmen, sich begeistern lassen und diese Begeisterung auf Dritte übertragen.

    Kurt Bieder

    6

    bericht des präsidenten

    Im Jahre 2012 durfte ich die Geschicke des Kunstmu- seums Luzern (KML) als Präsident der Kunstgesell- schaft (KGL) während gut eines Quartals von Ende September bis Dezember mitverantworten. Dement- sprechend beschränkt sich mein Bericht auf diesen Zeitraum. Zum Wechsel im Präsidium ist es infolge der Wahl von Manuela Jost in den Stadtrat von Lu- zern gekommen. Diese Entwicklung war im Mai 2011, als Manuela Jost zur neuen Präsidentin der Kunstge- sellschaft erkoren wurde, nicht voraussehbar. Ver- ständlicherweise konnte Manuela Jost in ihrer kurzen Zeit als Präsidentin der KGL auch vor dem Hinter- grund der arbeitsintensiven Stadtratswahlen keine speziellen Zeichen setzen. Das Kunstmuseum und die Kunstgesellschaft waren und sind ihr jedoch ans Herz gewachsen. Dies hat sie an der ausserordentli- chen Generalversammlung am 27. September bei ihrer Abschiedsrede sympathisch zum Ausdruck ge- bracht. Andreas Moser hat als Vizepräsident wäh- rend längerer Zeit die KGL mit viel Einsatz geleitet. Ihm gebührt ein grosses Dankeschön.

    An dieser ausserordentlichen Generalversammlung haben Sie mich, verehrte Mitglieder der Kunstge- sellschaft, zu Ihrem neuen Präsidenten gewählt. Das damit zum Ausdruck gebrachte Vertrauen freut mich und ist Ansporn, die in meine Person gesetzten Er- wartungen zu erfüllen. Die neue Aufgabe hat Heraus- forderungen mit sich gebracht, die sehr intensiv sind.

    Nüchtern betrachtet befinden sich das KML und die KGL in einer nicht geplanten Transformationsphase. Allein die Neubesetzung der Direktion mit Fanni Fetzer nach einem jahrelangen Ausbau des KML un- ter der Federführung von Peter Fischer bedarf einer angemessenen Begleitung. Wenn darüber hinaus zwei Geschäftsleitungsmitglieder im Herbst 2012 ihre Stelle kündigen, wird die Neuorientierung auf der personellen Ebene zusätzlich akzentuiert. Bei der- artigen Entwicklungen ging und geht es darum, das Team zu stabilisieren und den reibungslosen Fort- gang des Tagesgeschäftes sicherzustellen. Diese Än- derungen in der Geschäftsleitung des KML lösen auch einen Reorganisationsbedarf aus. Ebenfalls in dieser Hinsicht wurden entsprechende Schritte eingeleitet. Der Einbruch der Besucherzahlen im Jahre 2012 (nur noch 36'000) stellt Fragen nach der inhaltlichen Ausrichtung des KML. Eine Institution, die mit 60

    Prozent von der öffentlichen Hand finanziert ist, muss bei ihrem Angebot einem breiten Publikum gerecht werden. Dabei immer auch die Qualität bei den Aus- stellungen, bei der Sammlung, beim Unterhalt und bei der Kunstvermittlung sicherzustellen, ist anfor- derungsreich. Die Diskussion um neue Visionen und entsprechende Neuausrichtungen muss geführt wer- den. Eine zentrale Rolle kommt dabei dem Vorstand und Fanni Fetzer als Direktorin zu. Anspruchsvoll sind diese Herausforderungen insbesondere auch deswegen, weil Kanton und Stadt Luzern als Träger des Zweckverbandes Grosse Kulturbetriebe die Sub- ventionen auf das Jahr 2014 hin kürzen werden.

    Die grösste Freude war für mich zu erleben, wie das Mitarbeiter-Team des KML das Tagesgeschäft gut meistert. Aussenstehende können schwerlich erken- nen, was es beispielsweise braucht, eine Benefizver- anstaltung der Kunstgesellschaft wie jene vom 24. November 2012 auf die Beine zu stellen und durch- zuführen. Alle, die dabei waren, sprechen von einem perfekten Anlass. Es ist mir ein grosses Anliegen, allen Mitarbeitenden des KML für ihr Engagement und die Loyalität zur Institution auch in schwierigen Zeiten herzlich zu danken.

    Auch die Zusammenarbeit mit der Stiftung BEST Art Collection Luzern (vormals Bernhard Eglin-Stiftung) und dem ArtClubLuzern ist erfreulich und berei- chernd. Beide Institutionen unterstützen das Kunst- museum Luzern in grosszügiger Weise. Ohne den Bei- trag von CHF 100'000.– des ACL für Nouvelles boî- tes! wäre 2012 diese Ausstellung, die in der Fachwelt hervorragende Kritiken bekam, nicht möglich gewe- sen. Walter Graf hat die Bernhard Eglin-Stiftung völ- lig neu ausgerichtet und mit grossem Einsatz werden die Voraussetzungen geschaffen, damit diese Orga- nisation für die Sammlungserweiterung des Kunst- museums jährlich 100'000 Franken beisteuern kann. Auf diese Weise wird der Idee, dass die öffentliche Hand zusammen mit zivilen Kräften für das Kultur- leben in Luzern einsteht, in beispielhafter Weise nachgelebt. Ich habe es schon als aktiver Stadtrat immer betont und erneuere auch heute diesen Hin- weis, dass Luzern eine ganz besondere Kultur beim Public-Private-Partnership-Prinzip hat. Zu dieser Stärke ist Sorge zu tragen.

  • Hans Stalder, Pensée, 2002, Öl auf Leinwand, 90 × 80 cm, Schenkung Sammlung Toni Gerber, KML 2009.60x

    8

    bericht der direktorin

    Talk to the sky ’cause the ground ain’t listening, mit dieser übermütigen Aufforderung eröffnete Kateřina Šedá im März 2012 ihre erste grosse Übersichtsaus- stellung. Was die tschechische Künstlerin in ihren sozial engagierten Projekten gegen die Resignation propagiert, will auch das Kunstmuseum Luzern sich vornehmen: Wenn der Boden nicht hören will, spre- chen wir halt zum Himmel.

    Mit acht Ausstellungen war das Programm des Kunst- museums Luzern 2012 gewohnt dicht. Abwechslungs- reich führten die Ausstellungen von einer Untersu- chung des gewandelten Atelierbegriffs (Das Atelier. Orte der Produktion), einer Präsentation des amerika- nischen Zeichenstars Raymond Pettibon im Rahmen des Fumetto - Int. Comix Festival zu einer experi- mentellen Raumerfahrung mit der Ausstellung Nou- velles boîtes! Mit Paul Thek, in Process (Luzern) und Helmut Federle. American Songline wurden im Herbst alte Bekannte unter neuer Perspektive präsentiert. An der Tradition der innovativen, zeitgenössischen Ausstellungen, die die Geschichte der Institution seit den 1970er Jahren so einzigartig macht, wurde mit all diesen Projekten weitergestrickt. Dass die medi- ale Resonanz auf die Ausstellungen dabei eben so gut wie international war, freut mich ausserordentlich und ich bin zuversichtlich, dass wir auch im kom- menden Jahr dem guten Ruf des Kunstmuseums Lu- zern gerecht werden.

    Die Aufgabe eines Kunstmuseums ist es, einerseits analog zu einer Kunsthalle, neue überraschende Na- men zu präsentieren, andererseits sich aber mit Sorg- falt bereits bekannter Namen und historischer Posi- tionen anzunehmen, dabei die Sammlung auch mit beschränkten Mitteln stetig zu erweitern und zu pfle- gen. Aufwendige konservatorische Projekte und viel- seitige Angebote in der Vermittlung sind ebenso Teil unseres Alltags wie die wissenschaftliche Aufarbei- tung