Latein, Griechisch - Latein / Griechisch, achtstufiges Gymnasium Sekundarstufe I - 3 -...

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    Rahmenplan alte Sprachen Latein, Griechisch

    BILDUNGSPLAN ACHTSTUFIGES GYMNASIUM

    SEKUNDARSTUFE I

  • Rahmenplan Latein / Griechisch, achtstufiges Gymnasium Sekundarstufe I

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    Dieser Rahmenplan ist Teil des Bildungsplans des achtstufigen Gymnasiums. Die Behrde fr Bildung und Sport hat mit Beschluss der Deputation vom 25.5.2004 die Erprobung des Bildungsplans beschlossen. Der Bildungsplan ist ab 1.8.2004 verbindliche Grundlage fr den Unterricht und die Erziehung. Der Bildungsplan besteht aus dem Bildungs- und Erziehungsauftrag fr das acht-stufige Gymnasium, den Rahmenplnen der Fcher und dem Rahmenplan fr die Aufgabengebiete. ( 5 Absatz 3 HmbSG) fr die Sekundarstufe I.

    Impressum Herausgeber: Freie und Hansestadt Hamburg Behrde fr Bildung und Sport Amt fr Bildung - B 22 - Hamburger Strae 31, 22083 Hamburg Alle Rechte vorbehalten Referatsleitung Fremdsprachen: Dr. Detlev Kahl Fachreferent: Dr. Heinrich-W. Linn Redaktion: Dieter Belde Karin Alberts Ines Domeyer Inken Hose Dr. Heinrich-W. Linn Internet: www.bildungsplaene.bbs.hamburg.de Hamburg 2004

  • Rahmenplan Latein / Griechisch, achtstufiges Gymnasium Sekundarstufe I

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    Inhaltsverzeichnis

    1 Ziele ............................................................................................................... 5 2 Didaktische Grundstze ................................................................................. 6

    2.1 Grundstze der Gestaltung des Unterrichts in den alten Sprachen im Allgemeinen .....6 2.2 Sprachenfolge am Gymnasium ......................................................................................8 2.3 Didaktische Grundstze fr Latein als zweite Fremdsprache ........................................8 2.4 Didaktische Grundstze fr Latein als erste Fremdsprache .........................................9 2.5 Didaktische Grundstze fr Latein und Griechisch als dritte Fremdsprache ................9

    3 Inhalte .......................................................................................................... 10 Spracherwerbsphase und Lektrephase ................................................................................10 3.1 Die Klassen 6 - 8...........................................................................................................10 3.2 Die Klassen 9 und 10....................................................................................................18

    4 Anforderungen und Beurteilungskriterien ..................................................... 29 4.1 Anforderungen ..............................................................................................................29 4.2 Beurteilungskriterien .....................................................................................................34

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  • Rahmenplan Latein / Griechisch, achtstufiges Gymnasium Sekundarstufe I

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    1 Ziele Im Unterricht in den alten Sprachen lernen die Schlerinnen und Schler an ausgewhl-ten Beispielen die Welt der Antike, das Mittelalter, Byzanz und die Neuzeit kennen. Die Kenntnisse ber diese Epochen und Kulturen erwerben die Schlerinnen und Schler anhand von Originaltexten. Sie erhalten so einen Einblick in das Entstehen der europi-schen Kulturtradition auf der Grundlage der antiken Welt und erfahren exemplarisch das Fortwirken antiker Themen, Texte und Fragestellungen bis in unsere Gegenwart.

    Der Griechischunterricht verdeutlicht die schpferischen Kulturleistungen der griechi-schen Antike in den Bereichen der Literatur, der Philosophie, der Politik, der Kunst und der Architektur sowie die Bedeutung des Griechischen fr das Christentum. Im Latein-unterricht lernen die Schlerinnen und Schler, dass Latein vor allem die gemeinsame Sprache des Rechts, der Kirche, der Literatur, der Wissenschaft und der Diplomatie in Europa bis in die frhe Neuzeit gewesen ist. So erkennen die Schlerinnen und Schler, dass ein wesentlicher Teil ihres heutigen Weltbildes und der Traditionen sich aus dem Kulturgut der griechischen und rmischen Antike entwickelt hat. Diese Kenntnisse erffnen ihnen neue Perspektiven zur Reflexion der eigenen Lebensumstnde und Ein-stellungen und fhren zu inhaltlichem und methodischem Orientierungswissen.

    An Schulen ohne Griechisch macht der Lateinunterricht auch das berlieferte griechi-sche Erbe deutlich.

    Einsichten in das Entstehen der europischen Kulturtradition

    Die Schlerinnen und Schler erwerben im altsprachlichen Unterricht Fertigkeiten im Textverstndnis und lernen, Originaltexte selbststndig zu erschlieen. Fr den Umgang mit den fremdsprachlichen Texten erwerben sie grundlegende Sprachkenntnisse. Dazu gehren Grundkenntnisse in der Grammatik und ein ausreichender Wortschatz.

    Eigenstndiger Zugang zu Originaltexten

    Dieses Sprachwissen erarbeiten die Schlerinnen und Schler in einem systematisch aufgebauten Sprachlehrgang; sie erfahren, wie Sprache funktioniert und was sie leistet. Damit lernen sie eine Modellsprache kennen, die Grundlage fr das Erlernen anderer Sprachsysteme ist und einen bewussteren Umgang mit der eigenen Sprache frdert.

    Alte Sprachen als Modellsprachen fr den allgemeinen Spracherwerb

    Im Unterricht in den alten Sprachen erhalten die Schlerinnen und Schler Einblick in literarische Grundformen. Sie lernen, sich mit der stilistisch-sthetischen Gestaltung und der Intention von Texten auseinander zu setzen. Dabei gelangen sie zur problem-orientierten und an Themen orientierten Interpretation von Texten.

    Interpretation von Texten

    Beim Erlernen der selbststndigen Auseinandersetzung mit originalen fremdsprachli-chen Texten erwerben die Schlerinnen und Schler Methodenwissen und Kenntnisse im Umgang mit Hilfsmitteln wie Grammatik, Wrterbuch und Kommentar. Dadurch werden sie eingefhrt in wissenschaftliche Arbeitsmethoden.

    Wissenschaftliche Arbeitsmethoden

    Die komplexen Vorgnge der Entschlsselung altsprachlicher Texte frdern in besonde-rem Mae die Kompetenz, Texte jeder Art genau zu lesen, und befhigen die Schle-rinnen und Schler, sich schwierige Texte auch Texte in der Muttersprache zu erar-beiten. Damit erwerben die Schlerinnen und Schler zustzliche Sicherheit im Um-gang mit Sprache. So leistet der Unterricht in den alten Sprachen einen Beitrag zum Erwerb grundstzlicher Fhigkeiten und Fertigkeiten und qualifiziert insbesondere fr Studium und Beruf.

    Genaues Lesen

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    2 Didaktische Grundstze 2.1 Grundstze der Gestaltung des Unterrichts in den

    alten Sprachen im Allgemeinen

    Reflexion ber Grundfragen

    menschlicher Existenz

    Selbststndiges Arbeiten

    von Anfang an

    Der Unterricht in den alten Sprachen nutzt die Fremdheitserfahrung in den latei-nischen und griechischen Texten. Diese wird wiederum dafr benutzt, die eigene Erfahrungswelt zu reflektieren.

    Im Unterricht in den alten Sprachen werden Texte aus der Antike und anderen Epochen behandelt. Durch die zeitliche Entfernung und die andere Sprache befinden sich die Schlerinnen und Schler in einem stndigen Abstand zu der Lebenswelt, die in den Texten dargestellt ist. In der Auseinandersetzung mit ihr und den in griechischen und lateinischen Texten immer wieder angesprochenen Grundfragen menschlicher Existenz reflektieren die Schlerinnen und Schler ihre eigene Erfahrungswelt. Die Textauswahl untersttzt diesen Prozess und bercksichtigt das Interesse und das Alter der Schlerin-nen und Schler.

    Der Unterricht frdert bei den Lernenden die Fhigkeit, selbststndig einen Zu-gang zum Verstndnis von Texten zu gewinnen.

    Der Unterricht in den alten Sprachen lsst selbststndiges Arbeiten schon zu einem sehr frhen Zeitpunkt und in einem greren Umfang zu, da anders als in den modernen Fremdsprachen die Unterrichtssprache Deutsch ist.

    Selbststndiges Arbeiten an Texten bedeutet, dass die Schlerinnen und Schler von Beginn an lernen, sinnvolle Entscheidungen im Bereich der Lexik und Grammatik zu treffen, um ein eigenes Verstndnis des Textes formulieren zu knnen. Im Vordergrund steht dabei das Gesamtverstndnis des Textes. Die verwendeten Methoden (z.B. offene Formen des Unterrichts) werden so eingesetzt, dass sie die Mglichkeiten fr die Ler-nenden zum selbststndigen Arbeiten an den Texten erweitern.

    Der Unterricht enthlt auch Situationen selbstndigen Lernens, in denen die Schlerinnen und Schler eigenverantwortlich ihre erarbeiteten Kenntnisse und Fhigkeiten berprfen.

    Individuelle

    Lernwege

    Der Unterricht in den alten Sprachen bercksichtigt unterschiedliche Lernertypen und Lernvoraussetzungen.

    Bei der Auswahl und Vermittlung der Lerninhalte wird dem Geschlecht, dem Lernalter, dem Vorwissen, den unterschiedlichen gesellschaftlichen, kulturellen und sprachlichen Erfahrungen der Schlerinnen und Schler ebenso Rechnung getragen wie ihrem indi-viduellen Lernstand und ihren unterschiedlichen Fhigkeiten.

    Um mglichst effizient zu lernen, nutzen die Schlerinnen und Schler unterschiedliche Eingangskanle, d.h. sie nutzen in Abhngigkeit von dem eigenen Lerntyp und der Aufgabenstellung unterschiedliche Sinneswahrnehmungen oder Formen des Ttigseins. Die Lehrerinnen und Lehrer frdern dies. Regelmige Hausaufgaben setzen das ben zu Hause fort und geben den Schlerinnen und Schlern Gelegenheit, ihren Lernstand zu berprfen und das Gelernte zu festigen.

    Methodenvielfalt Um die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen zu bercksichtigen, bestimmt Metho-denvielfalt den Unterricht. Die gewhlte Methode orientiert sich an den jeweiligen Erfordernissen des Lernstoffs, bezieht die Interessen der Schleri