LEADER Novebmer 2012

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LEADER Novebmer 2012

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  • DAS UNTERNEHMERMAGAZIN

    Nov/Dez 11/2012Preis Fr. 8.50

    www.lead

    eron

    line.ch

    Ausgabe fr die Ostschweiz und das Frstentum Liechtenstein

    DEN

    K

    ANSTOSS!

    Seite 66

    Musical Moses am Theater St.Gallen:

    Die Besten der Besten am Start Seite 6

    Siegeszug der Chemiefaser in der Seil-Herstellung Gesprch mit Martin Ullmann, dem Chef der Ullmann Group, die 30 Patente fr technische Seil-Innovationen hlt.

    Seite 14

    Eierlieferant und Stromproduzent:

    Schattenspendende Solarstrom-Panels in der Geflgelfarm RtihofSeite 24

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    Rechnungsbeispiel beinhaltet KMU Office (CHF 119./Mt.) und ein NATEL business infinity XS-Abonnement (CHF 59./Mt.) abzglich des Paket-Vorteils von CHF 5./Mt., Totalpreis CHF 173./Mt. Umgerechnet auf Kosten pro Tag entspricht dies ungefhr dem Preis eines Cappuccinos im Restaurant. Die Gratistelefonie vom Festnetzanschluss beinhaltet Inlandgesprche bis total 5000 Minuten pro Monat.

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  • LEADER | Nov./Dez. 2012

    3Editorial

    Der LEADER ist zehn Jahre alt. In dieser Dekade haben wir zwei sogenannte Wirtschaftskrisen erlebt. Die erste erfolgte praktisch zeitgleich mit der Lancierung unseres Magazins. Die zweite begleitete den grss-ten Teil unserer zweiten fnf Jahre. Zwei Krisen in zehn Jahren: Man wrde denken, das msste reichen, um eine Volkswirtschaft nachhaltig in die Knie zu zwingen. Verwundert stellen wir fest: Uns geht es weiterhin gut.Diverse Branchen und Unternehmen leiden unter Folgeerscheinungen wie der Whrungsproblematik, einzelne mussten sogar klein beigeben. Aber das gab es selbst in Zeiten der Hochkonjunktur, und ein echter flchendeckender berlebenskampf sieht anders aus. Damit sollen nicht die Flle verniedlicht werden, in denen globale Entwicklungen tatschlich zu einem Stellenabbau oder Schlimmerem gefhrt haben. Doch es gilt aufzuzeigen, dass die Krisen-Schlagzeilen in Anzahl und Dramatik unverhltnism-ssig waren, da die Wirtschaft als Ganzes auch in den belsten Phasen wie ein grosser Dampfer durchs strmische Meer unterwegs war. Das hat natrlich auch mit der breiten Diversifikation gerade auch in unserer Region zu tun. In der heutigen Wirtschaftswelt sind die Probleme des einen die Chancen des an-deren. Wo exportierende Zulieferer ins Schlingern kamen, punkteten innovative Dienstleister, wo die Finanzbranche schwchelte, sorgten Hightech-Unternehmen fr positive Resultate. Genau so selbstverstndlich wie frher pauschalisierend von der Krise die Rede war, sollten wir nun selbstbewusst deklarieren: Die Krise ist beendet. Viele haben sich nmlich lhmen lassen vom Gerede eines zusammenbrechenden Systems. Im Stil einer sich selbst erfllenden Prophezeiung hat die Angst vor der Krise in vielen Fllen erst zu einer solchen gefhrt. Private gaben kein Geld mehr aus, Unterneh-men investierten nicht mehr: Natrlich verschrft sich so die Situation. Deshalb sollten wir nun Gegen-massnahmen ergreifen und klarstellen: Es gibt keine Krise mehr. Es gibt Wellengang, es gibt den einen oder anderen Sturm, vor allem gibt es fr Unternehmen so viele Opportunitten wie noch nie zuvor. Ergreifen kann sie nur, wer sich nicht in einer Schockstarre aufgrund von Krisenngsten befindet. Eine Mitteilung in eigener Sache. Per 1. Januar 2013 bernehmen Marcel Baumgartner als Chefredaktor und Stefan Millius als sein Stellvertreter die Leitung der LEADER-Redaktion. Beide waren bereits in den ersten acht Jahren der LEADER-Geschichte fr die Magazininhalte verantwortlich. Ihre gute Vernetzung innerhalb des Wirtschaftsstandorts Ostschweiz bietet Gewhr, dass der LEADER auch in den nchsten Jahren am Puls des Geschehens bleiben wird.

    Natal Schnetzer Verleger

    Es gibt keine Krise mehr

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  • LEADER | Nov./Dez. 2012

    Inhalt 5

    46 Engagement in der Frderung des Berufsnachwuchses

    Der CIR-Berufs-Event wurde zum Treffpunkt von Wirtschaft, Politik, Bildung und Gesellschaft.

    52 Treffpunkt OstAm Konjunkturforum der IHK St.Gallen- Appenzell war die Konjunktureinschtzung aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten im Euroraum von Skepsis geprgt.

    56 Vertrauen und Nhe als WettbewerbsvorteilVertrauen und Nhe sind fr Banken-beziehungen wichtiger denn je. Als grsste unabhngige Regionalbank der Ostschweiz hat sich die acrevis Bank AG diesen Anliegen verpflichtet.

    59 Debitoren zur Liquidittsbeschaffung ntzen

    In der Schweiz fasst die Dienstleistung Factoring bei mittelstndischen Unternehmungen zunehmend Fuss.

    63 Wilde Kandidatin erobert das Wiler Stadtprsidium

    In der Stadt Wil ist der Entscheid im Kampf um das Stadtprsidium beraus deutlich ausgefallen.

    24 Eierlieferant und StromproduzentDie neueste Innovation der Geflgelfarm Rtihof in Appenzell sind schattenspendende Solarstrom-Panels. Mit ihnen erfllt der Geflgelhalter gesetzliche Auflagen und produziert gleichzeitig umweltfreundliche Energie.

    28 Chinakorrespondentin referiert am Wifo Rheintal

    Chinakorrespondentin Barbara Lthi zhlt zu den hochkartigen Gsten des 19. Rheintaler Wirtschaftsforums 2013 in Widnau. Im Inter-view spricht sie ber ihren Beruf, das Land und ihr Leben in China.

    32 Das KMU-Forum eine diskrete InstitutionDas KMU-Forum, ein beratendes Organ der St.Galler Kantonsregierung und Verwaltung, arbeitet in erster Linie hinter den Kulissen, gegen aussen tritt es kaum auf.

    38 Fachmagazin fr Top-EntscheiderDie neuerdings sechsmal pro Jahr erscheinen-de Marketing Review St. Gallen ist das fundierte Fachmagazin fr Top-Entscheider im Marketing.

    40 Riesiges Potenzial bei JugendlichenIndustrieunternehmen aus dem Rheintal haben sich im Verein Chance Industrie Rheintal zusammengeschlossen und mischen im Kampf um gute Lernende an vorderster Front mit.

    Franco Melchioretto aus Staad macht Manager und Fhrungskrfte mit Techniken des Kickboxens fit fr den Alltag.

    Seite 18

    Ein Kickboxer trimmt Manager fit

  • LEADER | Nov./Dez. 2012

    6 Kultursponsoring

    Werner Signer:

    Publikum aus dem gesamten deutschsprachigen Raum.

  • LEADER | Nov./Dez. 2012

    7Kultursponsoring

    Werner Signer, das Theater St.Gallen setzt einmal mehr auf eine Eigenproduktion. Wo lauern dabei die Gefahren?Im Ungewissen. Fhren Sie ein altbekanntes, be-whrtes Stck beispielsweise West Side Story auf, wissen Sie genau, auf was Sie sich einlassen. Die Geschichte und die Musik sind bekannt, ebenso die Rahmenbedingungen und die Wirkung des Musi-cals auf die Zuschauer. Gibt man hingegen ein Stck in Auftrag, haben Sie anfangs nichts weiter als eine Idee. Diese gilt es zu entwickeln. Und dabei warten schon die ersten Hrden auf Sie: Bekommen Sie die Autoren, die Sie gerne htten? Wie entwickelt sich

    die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten? Funktio-niert das Ganze? Entsteht letztlich das, was man sich ertrumt hat? Oder nimmt es allenfalls Dimensionen an, die den Rahmen unseres Hauses sprengen knn-ten? Das sind einige Fragezeichen, die im Raum ste-hen. Und selbst wenn Sie alles lsen knnen, wissen Sie noch nicht, ob das Stck dann auch vom Publi-kum akzeptiert wird.

    Wieso whlen Sie dennoch diesen Weg? Weil uns die Erfahrungen aus der Vergangenheit zu-versichtlich machen. Unsere letzte Weltpremiere Der Graf von Monte Christo hat gezeigt, dass wir es knnen. Das Stck wurde schon in zahlreichen Lndern aufgefhrt, feierte krzlich in Japan Premi-ere. Und der Ursprung war in St.Gallen. Das macht uns ein wenig stolz. Wenn wir uns auch in Zukunft

    als das fhrende Haus der Schweiz im Musicalbe-reich behaupten mchten, mssen wir diesen Weg weitergehen. Wir mssen die Bereitschaft haben, diese Risiken einzugehen, neue Akzente zu setzen und innovativ bleiben.

    Luft man bei Moses nicht Gefahr, etwas ver-staubt zu wirken?Ich kann Ihnen garantieren, dass es alles andere als verstaubt sein wird. Das letzte Musical, das sich auf die Bibel bezog und zum Welthit wurde, war Jesus Christ Superstar. Wir sind berzeugt, dass auch un-ser Stck ein enormes Potenzial hat, dass wir uns ei-nem Thema widmen, das man so noch nicht gesehen hat. Und dies auf eine frische und ansprechende Art und Weise, mit einer modernen Sprache und einer Musik, die dem Zeitgeist entspricht, ohne Orchester, dafr mit einer Rockband.

    Wann war die Geburtsstunde dieser Idee?An der Premiere des Grafen von Monte Christo lernte ich Michael Kunze, einen der erfolgreichs-ten Musicalautoren berhaupt, nher kennen. Ihm gefiel, was wir beim Grafen entwickelt haben, und ich merkte rasch, dass wir ihn fr ein Projekt in St.Gallen gewinnen knnten. Es folgten schliesslich mehrere Gesprche, aus denen einige Ideen entstan-den. Letztlich war es ein