Lernkarten EUREX CFE

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Unterstützende Lernkarten für CFE ab Modul 1 und 2.

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  • 1. by Roland Priborsky

2. Derivate Definition: Ein Derivat ist ein Finanzinstrument dessen preisliche Entwicklung von der preislichen Entwicklung eines anderen Finanzinstrumentes oder Rohstoffes abhngig ist. 3. Termingeschfte Termingeschfte sind Derivate bei denen Abschluss (T0) und Erfllung (T0+X) zeitlich auseinander liegen. Beispiel: Der ausgesuchte Schrank im Mbelhaus kann erst in einem Monat geliefert werden. Es wird heute vereinbart: Das Mbelhaus verpflichtet sich einen Schrank mit heute (T0) genau festgelegten Eigenschaften (Specification) und heute genau festgelegtem Preis in einem Monat (T0+X und X=1Monat) an den Kufer zu liefern. Der Kufer verpflichtet sich heute (T0) zur Bezahlung eines heute genau festgelegten Preises und Abnahme der Ware in einem Monat (T0+X und X=1Monat) und hinterlegt eine Anzahlung (Margin) sofort. 4. Termingeschfte an der Brse (engl.: Exchange traded derivatives) Unbedingte Termingeschfte Future Bedingte Termingeschfte Call Option Put Option 5. Future Definition: Ein Future ist ein unbedingt zu erfllendes, brsengehandeltes, standardisiertes Termingeschft, bei welchem der Kufer die Ver- pflichtung eingeht eine vorher genau spezifizier- te Ware, zu einem vorher genau spezifizierten Preis, an einem vorher vereinbarten zuknftigen Zeitpunkt abzunehmen und zu bezahlen. 6. CALL-Option Definition: Eine CALL-Option ist ein bedingtes, brsen- gehandeltes, standardisiertes Termingeschft, welches dem Inhaber das Recht einrumt, ihn jedoch nicht dazu verpflichtet, zu einem zuknftigen Zeitpunkt ein Finanzinstrument oder einen Rohstoff zu einem vorher festgelegten Preis zu kaufen. 7. PUT-Option Definition: Eine PUT-Option ist ein bedingtes, brsengehandeltes, standardisiertes Termingeschft, welches dem Inhaber das Recht einrumt zu einem zuknftigen Zeitpunkt ein Finanzinstrument oder einen Rohstoff zu einem vorher festgelegten Preis verkaufen. 8. Termingeschfte ausserbrslich (OTC) (engl.: OTC = Over The Counter traded derivatives) Unbedingte Termingeschfte Forward SWAP Bedingte Termingeschfte OTC Call Option OTC Put Option Cap Floor Collar 9. Cap Der Kufer eines Cap (Long Cap) zahlt: Optionsprmie bekommt: Ausgleichszahlung bei berschreitung einer festgelegten Grenze in einem Referenzzinssatz (Dem Long Cap wird folglich eine Zinsobergrenze garantiert) 10. Cap Der Verkufer eines Cap (Short Cap) bekommt: Optionsprmie zahlt: Ausgleichzahlung bei berschreitung eines Referenzzinssatzes 11. Cap - Caplets - Cap besteht aus mehreren Zinsoptionen (Caplets) - Zinsoptionen gelten fr mehrere festgelegte Zeitpunkte - Zinsoptionen werden mittels Rollover in den nchsten Kontraktmonat hinbergerollt - Summe der Prmien aller Zinsoptionen = Cap Preis 12. Floor Der Kufer eines Floor (Long Floor) zahlt: Optionsprmie bekommt: Ausgleichzahlung bei Unterschreitung einer festgelegten Grenze in einem Referenzzinssatz (Dem Long Floor wird folglich eine Zinsuntergrenze garantiert) 13. Floor Der Verkufer eines Floor (Short Floor) bekommt: Optionsprmie zahlt: Ausgleichszahlung bei Unterschreitung einer festgelegten Grenze in einem Referenzzinssatz 14. Floorlets - Floor besteht aus mehreren Zinsoptionen (Floorlets) - Zinsoptionen gelten fr mehrere festgelegte Zeitpunkte - Zinsoptionen werden mittels Rollover in den nchsten Kontraktmonat hinbergerollt - Summe der Prmien aller Zinsoptionen = Floor Preis 15. Bewertung von Caplets und Floorlets Das Black-76-Modell: C = Caplet F = Floorlet = Volatilitt NB = Nominalbetrag R = kongruenter Zins fr Laufzeitende K = Basispreis/Strike T = Laufzeit Fw = Forward = Optionslaufzeit t = Vorlaufzeit bis Optionsbeginn 16. Collar - Kombination aus Cap und Floor 1. Long Collar = Long Cap + Short Floor (Garantie Zinsbelastung berschreitet bestimmten Zinssatz nicht und unterschreitet bestimmten Zinssatz nicht whrend der Laufzeit) 2. Short Collar = Short Cap + Long Floor (Spekulation darauf, dass der Zinssatz zwischen unterer und oberer Zinsgrenze verweilt whrend der Laufzeit) - Preis Collar = Summe aller Caps und Floors 17. Forward Unbedingtes Termingeschft Funktionsweise hnlich wie Future Vertragsbedingungen jedoch individualisiert Nicht brsengehandelt Erhhtes Liquidittsrisiko 18. Vergleich Forward / Future FORWARD FUTURE Markt OTC (Over the Counter) Terminbrse (z.B. EUREX) Kontraktspezifikationen Individuell ausgehandelt in allen Belangen Standardisiert: Quantitt, Qualitt, Liefertermin, Art der Belieferung Liquiditt Nahezu keine echte Handelbarkeit Hohe Liquiditt durch fortlaufenden Brsenhandel Kontrahentenrisiko Volles Risiko wie bei jedem anderen vertrag zwischen zwei Parteien Kein Risiko, die Clearingstelle garantiert als Gegenpartei die Ausfhrung jedes Trades Settlement Erst am Laufzeitende durch die Schlussabrechnung Tglich und am Ende der Laufzeit durch Schlussabrechnung Ausbung Werden meist ausgebt Werden mehrheitlich vor der Ausbung glattgestellt Transaktionskosten Ggf. Anwaltskosten, Strukturierungsentgelte der abwickelnden Banken etc. Brsengebhren, Brokergebhren, behrdliche Gebhren 19. SWAP Vereinbarung eines Austauschs von Zahlungsstrmen Festgelegter Nominalbetrag und Konditionen Bonitt der Vertragsparteien entscheidend 20. SWAP- Zu vereinbarende Konditionen Laufzeit Laufzeitbeginn Nominalbetrag Festsatzzahler / Festsatzerhalter Swap-Satz Referenzzinssatz Zahlungsfrequenz Zinsusance Short/long first and last stubs 21. Swap Arten VON NACH Fest Fest Fest Variabel Variabel Variabel 22. Interest Rate SWAP (Zins-SWAP) Austausch von Zinsstrmen auf vereinbarten Nennbetrag (Notional). Meist fester Zins gegen variablen Zins (aus Kundensicht Payer SWAP) Wenn der Kunde festen Zins erhlt dann Receiver SWAP Wenn zwei variable Zinsstrme ausgetauscht werden, dann Basis SWAP 23. Interest Rate SWAP (Zins-SWAP) 2 SWAP Markt grsser als Markt fr Anleihen Analog zu Tausch Anleihe fest gegen Anleihe variabel Zinsstrme am Ende der Laufzeit genettet Klassisches Nullsummenspiel 24. Costant Maturity SWAP (CMS) Auch Yield Curve SWAP genannt Austausch von einem Kapitalmarkt Zins gegen einen anderen (meist Geldmarktsatz) SWAPsatz wird zu jedem Fixing neu festgestellt Anpassung der Zinsstze meist viertel-, halbjhrlich oder jhrlich CMS ist somit floating Satz Zinsrisiko hher als bei Plain Vanilla SWAP weil es ber die Laufzeit des SWAP hinaus geht Reagiert deshalb auf Vernderungen der Zinsstruktur sehr sensitiv 25. Whrungs SWAP Austausch von 2 Whrungen Sowohl Differenz als auch Nominale werden bei Valuta und bei Flligkeit Ausgetauscht 26. Whrungs SWAP Beispiel Whrungsswap USD gegen EUR Nominal 100 Mio. EUR Laufzeit 3 Jahre Partei A zahlt fixe USD-Zinsen, Partei B zahlt den variablen 3-Monats-EUR-Zins (3-Monats-EURIBOR). Bei Abschluss betrgt der USD-Swapsatz fr eine Laufzeit von 3 Jahren 3,5 %, der Kurs des USD liegt bei 1,23. 27. Whrungs SWAP Beispiel (2) Dies zieht die folgenden Zahlungen nach sich: Zu Beginn des Geschftes zahlt A an B 100 Mio. EUR und B an A 123 Mio. USD (Kapitaltausch zum aktuellen Wechselkurs). Whrend der Laufzeit von 3 Jahren zahlt A an B einmal jhrlich (d. h. 1, 2 und 3 Jahre nach Geschftsabschluss) 3,5 % auf den Nominalbetrag von 123 Mio. USD, d. h. 4,305 Mio USD. B zahlt an A vierteljhrlich zeitanteilig (Pro rata temporis) den 3-Monats- EURIBOR auf den Nominalbetrag von 100 Mio. EUR. Dabei wird die Hhe des EURIBOR-Satzes verwendet, wie sie bei der letzten Zinszahlung 3 Monate zuvor festgestellt (gefixt) wurde. B zahlt also 12 Mal die variablen Zinsen. Bei Flligkeit nach drei Jahren zahlt A an B 123 Mio. USD und B an A 100 Mio. EUR (Kapitalrcktausch zum bei Abschluss gltigen Wechselkurs). 28. Aktienindex SWAP Normalerweise Austausch von Zahlungsstrmen die sich aus der Entwicklung zweier Aktienindizes ergeben Kann auch Zahlungsstrom aus Entwicklung Index gegen Festzins sein; Beispiel: Dax gegen Libor+Spread 29. Forwad SWAP Variante des Standard SWAPs SWAP Laufzeit startet erst nach Vorlaufzeit Zinssatz ist Terminsatz (Foward Satz) der abhngig von Kassazinsstzen ermittelt wird Kein Austausch bis Starttermin Dadurch zeitliche Trennung der Liquidittsvereinbarung und der Zinskomponente Grundintention ist Sicherung des gegenwrtigen Zinsniveaus fr zuknftige Finanzierungsvorhaben 30. Rohstoff SWAP Austausch von Zahlungsstrmen die sich aus der Preisentwicklung von 2 Rohstoffen ergeben Meist bar ausgeglichen 31. Rohstoff SWAP Beispiel Unternehmen bentigt regelmssig grssere Mengen an Diesell Intention: Absicherung gegen steigende Diesell Preise in EUR Absicherung soll keine Liquiditt binden 32. Rohstoff SWAP Beispiel (2) Bank Kunde Rohstoff- Lieferant Festpreis* Variabler Preis* Dieselein- kaufspreis * zahlbar an jedem Flligkeitstag; beide Zahlungsstrme werden saldiert und die Differenz gezahlt 33. Rohstoff SWAP Funtionsweise Periodischer Austausch von Zahlungsstrmen in EUR auf Grundlage fiktiver Bezugsmenge Diesell (in metr. Tonnen) je Berechnungszeitraum Am Flligkeitstag bezahlt Investor Festbetrag, Bank bezahlt variablen Betrag Bei mehreren Flligkeitstagen pro Berechnungszeitraum: variabler Preis=arithmetisches Mittel Preis des Basiswertes in USD wird am Feststellungstag von Bank zum aktuellen EUR/USD Kurs umgerechnet 34. SWAP Handel Weitergabe von Risiken SWAP kann zum Marktpreis glatt gestellt werden Marktpreis ist Differenz aus festem Zins und variablem Zins (idealer Fall) Wert Payer SWAP = Kehrwert Receiver SWAP 35. SWAP Bewertung Bewertung mittels Replikationsverfahren Fr beide Seiten des SWAP wird je eine Anleihe mit jeweiligem Zahlungsstrom beobachtet z.B. Zins SWAP: Anleihe mit fixem Koupon und Anleihe mit variablem Koupon Z.B. CDS: Anleihe mit Ausfallrisiko und Anleihe ohne Ausfallrisiko 36. Variable Zinsstze in SWAPs Basieren meist auf Euribor und Libor (z.B. Euribor + 0,5) Zahlungskonditionen frei vereinbar, orientieren sich jedoch oft an Refernzzinssatz (z.B. 3-Monats-Libor, also quartalsmssig) 37. Variable Zinsst