Lexikon mit Fachbegriffen aus Dow Jones NE-Metalle Monitor · Dow Jones NE-Metalle Monitor...

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Märkte MÄRKTE PREISE TRENDS NE-Metalle Monitor Redaktion | Christine Büttner, Mark Krieger, Antje Schiffler, Eva-Maria Vochazer, Kai Moll (verantw.) | Telefon: +49 (0) 69 / 2 97 25-4 20 | E-Mail: [email protected] www.metals.dowjones.com/de Dow Jones Metals Lexikon mit Fachbegriffen aus dem Börsenhandel zum Download unter www.djnewsletters.de Donnerstag, 12. Mai 2011 l Nr. 9 Markttrends Äußerung von Trichet lässt Metallmärkte einbrechen Ein jäher Preisausschlag bei den Roh- stoffnotierungen beunruhigte ver- gangene Woche die Märkte. Matt- hias Huth, Leiter Rohstoffanalyse bei Dow Jones News, erläutert in diesem Zusammenhang die stetig wachsen- de Bedeutung von Finanzinvestoren für die Metallmärkte. Seite 2 Kupfer Aurubis wagt sich über den großen Teich Schon lange liebäugelt Aurubis mit einer Ausweitung des Geschäfts. Der Zukauf der Walzproduktsparte des finnischen Luvata-Konzerns ist nun der erste Schritt, den der Kupferpro- duzent außerhalb Europas macht. Dennoch will CEO Bernd Drouven bald das Handtuch werfen. Seite 9 Markttrends Kupfer Wiedereinstieg Chinas bei sinkenden Preisen erwartet Der Kupferpreis an der Londoner Metallbörse LME ist auf den niedrigs- ten Stand seit fünf Monaten gefallen. Falls der Preis weiter bis auf 8.000- 8.200 Dollar fällt, dürfte China wieder massiv in den Markt einsteigen, glau- ben die von uns befragten Marktteil- nehmer. Seite 7 Markttrends Aluminium Aluminium hält sich trotz abstürzender Märkte Der deutsche Aluminiummarkt bewegt sich weiter auf hohem Niveau. Die zweite Hälfte der vergangenen Woche verlief zwar turbulent für die Bran- che, die daraus resultierende Korrek- tur der Preise wurde aber von vielen Einkäufern als gute Kaufgelegenheit genutzt. Seite 3 Dow Jones Marktprognose Weiterhin nervöser Handel zu erwarten Wir rechnen weiter mit einem nervö- sen Handelsgeschehen an den Basis- metallmärkten, da die Marktteilneh- mer versuchen, widersprüchliche Sig- nale zu verdauen. Es ist derzeit vor allem anhaltender Optimismus, der den Basismetallmarkt am stärksten unterstützt. Seite 19 Interview Energiewende stellt Branche vor große Herausforderungen Die deutsche NE-Metallindustrie sieht sich zunehmend Herausforderungen ausgesetzt, die leicht ihre Wettbe- werbsfähigkeit beeinträchtigen könn- te. In einem Interview spricht Ulrich Grillo, Präsident der WirtschaftsVerei- nigung Metalle, über die Konsequen- zen einer Energiewende. Seite 10 CO2-Kosten NE-Metallbranche darf weiter auf vollständige Kompensation hoffen Die Bemühungen von Herstellern und Verarbeitern von Aluminium, Kupfer und Zink um einen zeitlich befristeten Ausgleich der in den Strompreis eingepreisten CO2-Kosten werden von der Bundesregierung offenbar weiterhin unterstützt. Wie aus Verbandskreisen zu hören ist, wird sich die Bundesregierung in einer Stellungnahme an die Brüsseler Wettbewerbsbehörde für eine Vollkostenkom- pensation des CO2-Zertifikatepreises ohne Abzug aussprechen. Seite 14 Aluminium rutscht in eine leichte Backwardation hinein. Bei Kupfer hat das Contango deutlich abgenommen. Das Contango bei Zink bleibt fast unverändert. 1.750 2.000 2.250 2.500 2.750 3.000 J J A S O N D J F M A M Aluminium hochgrädig 4.500 6.000 7.500 9.000 10.500 12.000 J J A S O N D J F M A M Kupfer Kassapreis Drei-Monats-Preis 15-Monats-Preis in USD/t (im Jahresverlauf); Quelle: LME 1.500 1.750 2.000 2.250 2.500 2.750 J J A S O N D J F M A M Zink

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Maumlrkte

MAumlRKTE PREISE TRENDS

NE-Metalle Monitor

Redaktion | Christine Buumlttner Mark Krieger Antje Schiffl er Eva-Maria Vochazer Kai Moll (verantw) | Telefon +49 (0) 69 2 97 25-4 20 | E-Mail metalldedowjonescomwwwmetalsdowjonescomde

Dow Jones MetalsLexikon mit Fachbegriffen aus

dem Boumlrsenhandel zum Downloadunter wwwdjnewslettersde

Donnerstag 12 Mai 2011 l Nr 9

Markttrends

Aumluszligerung von Trichet laumlsst Metallmaumlrkte einbrechen

Ein jaumlher Preisausschlag bei den Roh-stoffnotierungen beunruhigte ver-gangene Woche die Maumlrkte Matt-hias Huth Leiter Rohstoffanalyse bei Dow Jones News erlaumlutert in diesem Zusammenhang die stetig wachsen-de Bedeutung von Finanzinvestoren fuumlr die Metallmaumlrkte Seite 2

Kupfer

Aurubis wagt sich uumlber den groszligen Teich

Schon lange liebaumlugelt Aurubis mit einer Ausweitung des Geschaumlfts Der Zukauf der Walzproduktsparte des fi nnischen Luvata-Konzerns ist nun der erste Schritt den der Kupferpro-duzent auszligerhalb Europas macht Dennoch will CEO Bernd Drouven bald das Handtuch werfen Seite 9

Markttrends Kupfer

Wiedereinstieg Chinas bei sinkenden Preisen erwartet

Der Kupferpreis an der Londoner Metallboumlrse LME ist auf den niedrigs-ten Stand seit fuumlnf Monaten gefallen Falls der Preis weiter bis auf 8000-8200 Dollar faumlllt duumlrfte China wieder massiv in den Markt einsteigen glau-ben die von uns befragten Marktteil-nehmer Seite 7

Markttrends Aluminium

Aluminium haumllt sich trotz abstuumlrzender Maumlrkte

Der deutsche Aluminiummarkt bewegt sich weiter auf hohem Niveau Die zweite Haumllfte der vergangenen Woche verlief zwar turbulent fuumlr die Bran-che die daraus resultierende Korrek-tur der Preise wurde aber von vielen Einkaumlufern als gute Kaufgelegenheit genutzt Seite 3

Dow Jones Marktprognose

Weiterhin nervoumlser Handel zu erwarten

Wir rechnen weiter mit einem nervouml-sen Handelsgeschehen an den Basis-metallmaumlrkten da die Marktteilneh-mer versuchen widerspruumlchliche Sig-nale zu verdauen Es ist derzeit vor allem anhaltender Optimismus der den Basismetallmarkt am staumlrksten unterstuumltzt Seite 19

Interview

Energiewende stellt Branche vor groszlige Herausforderungen

Die deutsche NE-Metallindustrie sieht sich zunehmend Herausforderungen ausgesetzt die leicht ihre Wettbe-werbsfaumlhigkeit beeintraumlchtigen koumlnn-te In einem Interview spricht Ulrich Grillo Praumlsident der WirtschaftsVerei-nigung Metalle uumlber die Konsequen-zen einer Energiewende Seite 10

CO2-Kosten

NE-Metallbranche darf weiter auf vollstaumlndige Kompensation hoffen

Die Bemuumlhungen von Herstellern und Verarbeitern von Aluminium Kupfer und Zink um einen zeitlich befristeten Ausgleich der in den Strompreis eingepreisten CO2-Kosten werden von der Bundesregierung offenbar weiterhin unterstuumltzt Wie aus Verbandskreisen zu houmlren ist wird sich die Bundesregierung in einer Stellungnahme an die Bruumlsseler Wettbewerbsbehoumlrde fuumlr eine Vollkostenkom-pensation des CO2-Zertifi katepreises ohne Abzug aussprechen Seite 14

Aluminium rutscht in eine leichte Backwardation hinein

Bei Kupfer hat das Contango deutlich abgenommen

Das Contango bei Zink bleibtfast unveraumlndert

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Aluminium hochgraumldig

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

Aumluszligerung des EZB-Praumlsidenten laumlsst Metallmaumlrkte scharf einbrechenFRANKFURT (Dow Jones)--Ein jaumlher Preisausschlag bei den Rohstoff-notierungen beunruhigte vergangene Woche die Maumlrkte und rief Panik bei Investoren hervor Der Preisverfall nahm seinen Anfang bei Aumluszligerun-gen von EZB-Praumlsident Jean-Claude Trichet zur EU-Zinspolitik Brasilien macht die lockere Geldpolitik in den USA und Europa fuumlr den Crash verantwortlich bdquoDie Fed und die EZB uumlberschwemmen den Markt mit Dollar und Eurordquo kritisierte Brasiliens Finanzminister Guido Mantega in einem Interview Das Kapital sei aus Mangel an Anlagemoumlglichkeiten in die Rohstoffmaumlrkte gewandert bdquoZuletzt hat der Markt nur auf ein Signal gewartet um die Blase platzen zu lassen und Gewinne mitzunehmenldquo so Mantega Matthias Huth Leiter des Bereichs Rohstoffanalyse bei Dow Jones News erlaumlutert in diesem Zusammenhang die stetig wachsende Bedeutung von Finanzinvestoren fuumlr die Metallmaumlrkte

Herr Dr Huth was hat am vergan-genen Donnerstag zu dem ploumltz-lichen Preisverfall bei Rohstoffen gefuumlhrt

Die Europaumlische Zentralbank (EZB) hat an diesem Tag die Erwartungen auf eine weitere Anhebung der Leit-zinsen im Juni enttaumluscht Dadurch hatte der Euro gegenuumlber dem US-Dollar deutlich an Wert verloren und zwar um ca 3 US-Cents Der staumlrkere Dollar sorgte fuumlr einen Ruumlckgang der Rohstoffpreise Verstaumlrkt wurde diese Entwicklung noch durch schlechte US-Konjunkturdaten die Zweifel an der weiteren schnellen Erholung der US-Wirtschaft laut werden lieszligen

Viele spekulative Marktteilnehmer waren auf steigende Rohstoffpreise positioniert und verkauften ihre Posi-tion nach Bekanntwerden der schwa-chen Daten Dies hat den Ruumlckgang noch verschaumlrft

Nach der Bekanntgabe der US-Arbeitsmarktdaten am Freitag zogen dann die Rohstoffnotierun-gen wieder an Wie ist diese Markt-bewegung zu beurteilen

Die US-Arbeitsmarktdaten waren ein positive Uumlberraschung weshalb es nicht verwundert warum die Prei-se wieder etwas zugelegt haben Dies

kann jedoch nur eine Momentaufnah-me sein Bei den naumlchsten Konjunk-turindikatoren kann dies schon wieder anders aussehen

Wie schaumltzen Sie die weitere Ent-wicklung bei den Rohstoffpreisen ein

Nur die Grundzutat fuumlr weiter stei-gende Rohstoffpreise stimmt nach wie vor Die Zinsen bewegen sich nach wie vor auf niedrigem Niveau Dies duumlrfte sich so schnell auch nicht aumlndern Der Zinsvorteil der Eurozo-ne und die andauernde Nullzinspoli-tik spricht weiter fuumlr eine Abwertung des US-Dollars Dies macht Rohstof-fe fuumlr Investoren auszligerhalb des Dollar-Raums unter sonst gleichen Bedin-gungen billiger und damit attraktiver Die Konjunkturaussichten sind welt-weit immer noch mehrheitlich posi-tiv was auf eine solide Nachfrage hin-deutet

Das groszlige Fragezeichen bildet die Risikoaversion der Marktteilnehmer Sollte diese gering bleiben duumlrf-ten die Notierungen wieder anzie-hen Umgekehrt bedeutet ein Anstieg der Risikoaversion trotz niedriger Zin-sen weiter fallende Notierungen Dies gilt im Wesentlichen fuumlr alle Rohstof-fe ndash wenngleich mit unterschiedlichen Auspraumlgungen

Rohstoffe galten fuumlr Investoren immer als sicherer Hafen wenn die Aktienkurse nachgaben Hat sich die Rolle der Rohstoffe im Zusam-menspiel der Anlageklassen geaumln-dert

Die Rolle der Rohstoffe hat sich mit der gestiegenen Bedeutung der Finanzinvestoren inzwischen deutlich veraumlndert Der Gleichlauf zwischen Aktien und Rohstoffen hat zuge-nommen und wird meines Erachtens noch mehr zunehmen Rohstoffe sind heute Teil der bdquorisky assetsldquo ndash genau wie Aktien auch Die Diversifikations-funktion der Rohstoffe gegenuumlber den Aktien geht dabei immer mehr verlo-ren

Was bedeutet dies fuumlr Marktteil-nehmer mit primaumlr physischen Handelsinteressen

Fuumlr Marktteilnehmer mit physi-schem Interesse bedeutet dies dass sie sich auf erratischere Entwicklun-gen einstellen muumlssen Preise wer-den nicht mehr nur noch von Ange-bot und Nachfrage am Rohstoff-markt beeinflusst sondern auch von der stark schwankenden Risikoaversi-on von Finanzmarktteilnehmern sowie der Liquiditaumltssituation an Maumlrkten und bei Marktteilnehmern

Markttrends

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Markttrends Aluminium

Aluminiummarkt

Aluminium haumllt sich trotz abstuumlrzender Maumlrkte wackerFRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aluminiummarkt bewegt sich weiter auf hohem Niveau Die zweite Haumllfte der vergangenen Woche ver-lief turbulent fuumlr die Branche weil die Trichet-Rede die Maumlrkte geschockt hatte Die daraus resultierende scharfe Korrektur der Metallpreise wurde jedoch von vielen Einkaumlufern als gute Kaufgelegenheit genutzt

Das Gelegenheitsfenster blieb aller-dings nur kurz offen dann hatte sich die Situation wieder beruhigt die Preise zogen erneut an und diejeni-gen die nicht schnell genug waren hatten das Nachsehen wie von uns befragte Einkaumlufer berichten bdquoDieje-nigen die sich nicht schnell einge-deckt haben haben eine gute Kauf-gelegenheit verpasst ndash solche Gele-genheiten sind inzwischen naumlmlich kurzlebig und man muss sehr schnell reagierenldquo kommentiert ein Einkauf-leiter Leider sei aber der Absturz in Euro bdquonicht so dramatischldquo gewesen bedauert ein weiterer

Manche Marktteilnehmer sehen derzeit Hinweise auf eine leich-te Abschwaumlchung So berichtet zum Beispiel ein Sekundaumlraluminiumpro-duzent dass einige Kunden Liefe-rungen verschoben haumltten Bei den Neuauftraumlgen sehe es dagegen noch gut aus bdquoDie Entwicklung ist zwar schlecht abzusehen ndash ich schaumltze aber es wird ein bisschen runterge-henldquo glaubt der Informant Ein weite-rer Einkaumlufer vermutet dass die Auto-mobilhersteller sich inzwischen aus-reichend hohe Bestaumlnde aufgebaut haben und daher in ihrem Abrufver-halten etwas nachlassen Er rechnet dennoch damit dass es auf einem hohen Niveau weiterlaumluft allerdings in diesem Jahr wieder mit dem uumlblichen Sommerloch

Die Masselpraumlmien (in warehouse Rotterdam) bewegen sich mit 200-220 USDt unveraumlndert auf hohem Niveau bdquoEs koumlnnte sogar noch einen kleinen Ruck gebenldquo vermutet ein Marktteilnehmer Auch andere Ein-kaumlufer stimmen dieser Einschaumltzung zu bdquoViele haben sich noch nicht fuumlr das ganze Jahr eingedeckt so dass

die Praumlmien vorerst bestimmt nicht nachgeben werdenldquo heiszligt es

Das Atomungluumlck in Japan hat inzwischen auch Folgen fuumlr die deut-sche Aluminiumindustrie bdquoUnsere Kunden aus der Automobilbranche lassen sich von uns bestaumltigten dass wir kein Material aus Japan verwen-denldquo berichtet ein Einkaufslei-ter Auch wenn diese Sorge eigentlich unbe-gruumlndet sei (siehe hierzu Seite 17) Zudem haben die Preise im Sekundaumlrbereich etwas nachge-geben weil Blockware die ansonsten nach Japan gegangen waumlre jetzt am europaumlischen Markt verfuumlgbar ist Die

Blockpreise (226D) die noch vor eini-gen Wochen uumlber 2000 EURt lagen bewegen sich aktuell bei 1850-1920 EURt bdquoMan houmlrt auch von Spitzen nach untenldquo berichtet ein Marktteil-nehmer Nur die Schrottpreise haben sich nicht bewegt und befinden sich unveraumlndert auf hohem Niveau Dies wird von den von uns befragten Markt-teilnehmern vor allem darauf zuruumlck-gefuumlhrt dass die Schrotthaumlndler bdquoden erhoumlhten Bedarf erkannt habenldquo und eine leichte kuumlnstliche Verknappung durch Zuruumlckhalten von Material ver-ursachen

Die Lagerbestaumlnde bei den Verbrau-chern sind nach unseren Informatio-nen immer noch sehr niedrig und dies duumlrfte auch so bleiben bdquoDas liegt an

den Finanzierungs-kostenldquo erlaumlutert ein Einkaufsleiter Daher werde das Thema Just-in-time-Liefe-rung immer wich-tiger fuumlr die Unter-nehmen Die Situa-tion am Frachtmarkt ist nach seinen Infor-mationen weiter-hin angespannt die

Transportkosten haben erneut ange-zogen und vor allem um Feiertage herum duumlrfte es weiterhin zu punktu-ellen Engpaumlssen kommenChristine Buumlttner

Der Markt auf einen Blick

Aluminium um 2575 USDt

Verbraucher nutzen Preisrutsch zum Einkauf

Praumlmien unveraumlndert hoch

London Metal Exchange Shanghai Futures Exchange

LME-Dreimonatspreis in EURt im Jahresverlauf

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LME-Dreimonatspreis und Boumlrsen-Lagerbestaumlndein t in EURt

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Aluminium

Norwegen Norsk Hydro steigert Produktion in Sunndal

OSLO (Dow Jones)--Norsk Hydro hat im ersten Quartal 2011 einen nied-riger als erwarteten Nettogewinn von 782 Mio NOK (Vorjahreszeitraum 779 Mio NOK) erzielt Dies sei auf houmlhere Vormaterialkosten unter anderem bei Energie und Kokskohle zuruumlckzufuumlh-ren sowie eine geringere Produktion in der Raffinerie Alunorte in Brasilien teilte das Unternehmen mit

Der norwegische Aluminium- und Energiekonzern kuumlndigte weiter an die Aluminium-Produktionskapazi-taumlt in der Anlage Sunndal in Norwe-gen steigern zu wollen um mit dem erwarteten Nachfrageanstieg bei Pri-maumlraluminium um geschaumltzte 7 in diesem Jahr Schritt halten zu koumln-nen Es sei daher geplant die Anla-ge Ende 2011 bei ihrer vollen Kapazi-taumlt von 100000 Mio jato produzieren zu lassen heiszligt es

SuumldkoreaNovelis erweitert Kapazitaumlt in Asien um uumlber 50

ATLANTA (Dow Jones)--Der US-Konzern Novelis steckt fast 400 Mio USD in die Erweiterung seiner Alumini-umwalz- und -recycling-Aktivitaumlten in Suumldkorea Dies sei dem starken Nach-fragewachstum auf den Maumlrkten Asi-ens geschuldet teilte der Produzent von Aluminiumwalzprodukten mit Mit der Erweiterung steige die Aluminium-blech-Kapazitaumlt in Asien um uumlber 50 auf 1 Mio jato Die neuen Produkti-onskapazitaumlten werden den Angaben zufolge in der zweiten Jahreshaumllfte 2013 in Betrieb gehen

ETF Glencore will mehr Langfrist-Vertraumlge

LONDON (Dow Jones)--Glenco-re will Aluminium vermehrt uumlber lang-fristige Vertraumlge beziehen Wie aus dem IPO-Prospekt des Unterneh-mens hervorgeht koumlnnte die Gesell-schaft dadurch mehr Metall fuumlr ihre geplanten ETF erhalten Glencore plant schon seit laumlngerem die Aufle-gung eines Aluminium-ETFs gemein-sam mit Credit Suisse Das zusaumltzli-che Material wird fuumlr die physische Unterlegung des Fonds benoumltigt

Der weltgroumlszligte Rohstoffhaumlndler der Ende Mai in London und Hong-kong an die Boumlrse geht hat 2010 rund 39 Mio t ausgeliefert Den Anga-ben zufolge wurden im vergangenen Jahr rund 44 davon uumlber kurzfris-tige Kontrakte eingekauft Auszliger von Rusal bezieht Glencore Aluminium im groszligen Umfang auch von Century Aluminium das sich zu 44 im Besitz der Gesellschaft befindet Rusal und Century stehen fuumlr die Haumllfte des Alu-miniums das Glencore im vergange-nen Jahr gekauft hat

RusslandRusal hebt Prognose fuumlr Aluminiumpreis an

MOSKAU (Dow Jones)--Rusal hat seine Preisprognose nach oben kor-rigiert und sieht den globalen Alumi-niumpreis Ende des Jahres jetzt bei uumlber 2700 USDt Zuvor war Rusal von einem Preis zwischen 2500 USD und 2600 USDt ausgegangen Als Grund fuumlr die optimistischere Ein-schaumltzung nannte der Konzern die starke Nachfrage und die anhaltende Schwaumlche des Dollars Die Produkti-on von Rusal stieg im ersten Quartal um 42 auf 101 Mio t im Vergleich zur Vorjahresperiode

ChinaShandong Nanshan baut Anlage in den USA

SCHANGHAI (Dow Jones)--Die chi-nesische Shandong Nanshan Alumi-nium Co baut bis 2012 eine Anla-ge fuumlr Alulegierungen in den USA Dies sei Teil der Konzernstrategie sich in Uumlberseemaumlrkten etablieren zu wollen heiszligt es in bdquoChina Dailyldquo In der neuen Anlage im US-Bun-desstaat Indiana wolle das Unter-nehmen 40000 t hochwertiger Alu-miniumprodukte fuumlr die Automobil-Luftfahrt- und Maschinenbauindust-rie sowie fuumlr Produkte fuumlr den Nahver-kehr jaumlhrlich herstellen

in t

Quelle International Aluminium Institute

Welt-Aluminiummarkt

Quellen London Metal Exchange New York Mer-cantile Exchange Shanghai Futures Exchange (SHFE)

Aluminium Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kassein USDt 260100 268100in EURt 183570 180612

3 Monatein USDt 258750 268600in EURt 182617 180949

15 Monatein USDt 266500 276300in EURt 188087 186136

27 Monatein USDt 271800 281800in EURt 191827 189841

Lagerbestaumlnde(in t) 4590750 4603350

SHFE 125 55

Frontmonat(CNYt) 16550 16585

Lagerbestaumlnde(in t) 249777 260963

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

Produkte Alcoa entwickelt luftreinigende Fassade

NEW YORK--(Dow Jones)--Alcoa hat eine neuartige Fassadenplatte entwickelt die den Angaben zufol-ge sowohl sich selbst als auch die Luft rundherum selbsttaumltig reinigt Das neuartige Produkt Produkt mit Namen bdquoReynobondldquo nutzt die vom japanischen Hersteller von Sanitaumlr-keramik Toto entwickelte Selbstreini-gungstechnologie EcoClean 10000 Quadratfuszlig Reynobond-Platten haumlt-ten eine Luftreinigungskapazitaumlt von nahezu 80 Baumlumen sagte Craig Bel-nap Chef der Architektursparte von Alcoa Am 12 Mai soll die neuartige Fassadenplatte erstmals auf der AIA 2011 National Convention and Design Exposition vorgestellt werden

Alcoa-Wissenschaftler haben den Angaben zufolge fuumlr die Entwicklung der neuartigen Fassadenplatten die patentierte HYDROTECT-Technolo-gie von Toto genutzt Dabei wird eine spezielle Titandioxid-Schicht (Eco-Clean) auf die vorbehandelte Alumi-nium-Oberflaumlche einer Reynobond-Platte aufgetragen Ergebnis sei ein Aluminium-Panel dessen Oberflauml-

ProdukteNovelis erhoumlht Preise fuumlr Walzprodukte

ZUumlRICH (Dow Jones)--Novelis erhoumlht zum 1 Juli die Preise von Alu-minium-Walzhalbzeugen fuumlr Haumlndler und industrielle Weiterverarbeiter in Europa Je nach Produkt betrage die Preiserhoumlhung bis zu 120 EURt teil-te der US-Konzern mit Laufende Ver-traumlge seien von der Preiserhoumlhung ausgenommen Die Preiserhoumlhung sei auf den hohen Bedarf und die angespannte Liefersituation zuruumlck-zufuumlhren Hinzu kaumlmen die steigen-den Preise fuumlr Metall und Metallprauml-mien Novelis Europe werde zudem die Zahlungsziele und die sonstigen Geschaumlftsbedingungen bdquostraffenldquo heiszligt es Novelis hatte bereits zum 1 April einen Magnesium-Aufschlag auf Standard- und lackierten Aluminium-blechprodukte erhoben

ProdukteAlu-Kabelkanal fuumlr Solaranlagen

DUumlSSELDORF (Dow Jones)--Der Nuumlrnberger Hersteller von Lochble-chen Ernst Meck hat einen Kabelka-nal aus Aluminium speziell fuumlr Flach-daumlcher und Freiflaumlchen entwickelt Neben der Photovoltaik sei das neu-artige Produkt auch sehr gut fuumlr den Einsatz in der solarthermischen Anlagentechnik geeignet teilte der Gesamtverband der Aluminiumindus-trie mit Der Kabelkanal besteht den Angaben zufolge aus einem einsei-tig offenen Profilelement wobei im Gegensatz zum uumlblichen C-Profil ein U-Profil zum Einsatz kommt Da die Profiloumlffnung breiter sei sei es leich-ter die zu verlegenden Kabel einzu-bringen

Das Deckelelement ein Alu-Steck-system ist laut Mitteilung als form-schluumlssige Schnappverbindung aus-gefuumlhrt wodurch eine schnelle Mon-tage und Demontage moumlglich sei Die Profilelemente des Kabelkanals seien mit zahlreichen Lochungen versehen weshalb der Kabelkanal einen sehr guten Wasserabfluss aufweise

Aluminium

Chinas Basismetallproduktion im April 2011 (in t)

April2011

Veraumlnd ggVorjahr in

Jan-April2011

Veraumlnd ggVorjahr in

Kupfer 454000 +192 1727000 +158

Blei 398000 +318 1513000 +330

Zink 435000 +28 1705000 +92

Zinn 141515 +52 505187 +131

Nickel 206733 +420 751848 +300

Aluminium 1459000 +74 5514000 +27

Tonerde 2987000 +183 11195000 +124

Quelle Chinesische Statistikbehoumlrde Stand 11 Mai 2011

che beim Zusammentreffen mit Son-nenlicht als Katalysator fungiere der organische Luftverschmutzungen wie zB Smog sowohl auf der Oberflaumlche als auch in der unmittelbaren Umge-bungsluft in harmlose Bestandteile umwandele Diese wuumlrden dann vom Regenwasser abgewaschen

Groszligbritannien Rexam will Produktionin Suumldamerika erhoumlhen

LONDON (Dow Jones)--Rexam konnte im ersten Quartal 2011 wie erwartet den Absatz sowohl bei Stan-darddosen als auch bei Spezialpro-dukten steigern Vor allem in Russ-land sei ein deutlicher Anstieg zu ver-zeichnen teilte der britische Dosen-hersteller mit In Nordamerika sei zwar der Verkauf von Standarddo-sen wie erwartet zuruumlckgegangen der Bereich Spezialprodukte wach-se jedoch kontinuierlich Auch das Geschaumlft in Suumldamerika lege kontinu-ierlich zu und man plane die Kapazi-taumlt in der Region zu steigern

Chinas NE-Metall-Importe April 2011(vorlaumlufige Angaben Veraumlnderungen in )

(in t)April2011

Jan-Apr2011

Veraumlndgg Vorj

Kupfer u-produkte

262676 1166680 -226

Kupfer-schrott

380000 138000 +19

Aluminiumu -produkte

76724 321016 -84

Aluminium-schrott

230000 790000 -146

Tonerde 130000 830000 -524

Alu-Exporte

60722 219091 +64

Quelle Chinesische ZollbehoumlrdeStand 11 Mai 2011

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9AluminiumKupfer

Deutschland

Metallhaumlndler blicken optimistischin die Zukunft

BERLIN (Dow Jones)--Der Metall-handel in Deutschland partizipiert am Aufschwung So konnten 80 der Metallhaumlndler die Verluste der Wirtschaftskrise wieder aufholen 10 verzeichnen sogar ein houmlheres Umsatzniveau als vor der Krise und nur 10 liegen auf einem niedrige-ren Umsatzniveau Das ist das Ergeb-nis der Geschaumlftsklima-Umfrage die der Verband Deutscher Metallhaumlndler (VDM) im April 2011 durchgefuumlhrt hat bdquoNach Beendigung der Wirtschafts-krise belebte sich das Geschaumlft wie-der deutlich Vor allem im Neumetall-bereich war ein starker Nachfragean-

stieg zu beobachtenldquo so die VDM-Vorsitzende Rita Dapont Der Groszligteil der Branche (87) erwartet dass die positive konjunkturelle Grunddynamik 2011 anhalten wird aber nicht weiter an Schwung gewinnt

Das Geschaumlftsklima im Handel mit Neu- und Altmetallen wird laut Umfra-geergebnis im zweiten Jahr in Folge sehr positiv bewertet Die Dynamik dieses Aufschwungs hat im Vergleich zum Vorjahr aber leicht an Schwung verloren So hat sich die Geschaumlftsla-ge bei 39 der Unternehmen im Ver-gleich zu 2010 weiter verbessert Die-

ser Wert lag im Vorjahr noch bei 52 Bei uumlber der Haumllfte der Unterneh-men hat sich die Geschaumlftsdynamik auf dem hohen Niveau des Vorjahres stabilisiert Eine leichte konjunkturel-le Verlangsamung stellt der VDM im ersten Quartal 2011 fest So standen 30 der Unternehmen einer abneh-menden Nachfrage gegenuumlber

Handel mit Halbzeug gewinnt an Dynamik

Der Handel mit NE-Metallhalb-zeug hat im Verlauf des zweiten Quar-tals 2011 an Dynamik gewonnen Der

Geschaumlftsklima-index des Wirt-schaftsverban-des Groszlighandel Metallhalbzeug (WGM) stieg staumlrker als zu Beginn des ers-ten Quartals und erreichte einen neuen Houmlchst-wert Diese Ent-wicklung sei ein Indiz dafuumlr dass Industrie und Bauwirtschaft sehr gut in das zweite Quartal 2011 gestartet seien teilte der Verband mit

Demnach zeigt sich die Geschaumlfts-lage vor allem beim Aluminiumhalb-zeug zu Beginn des zweiten Quar-tals ausgesprochen positiv 50 der Unternehmen und damit 11 mehr als im Vormonat schaumltzten die eige-ne wirtschaftliche Situation besser ein als noch im ersten Quartal dieses Jah-res Anders als zu Jahresbeginn kal-kuliert die Mehrheit der Halbzeug-haumlndler (61) mit konstanten Ein-kaufspreisen Auch bei den Verkaufs-preisen rechneten 64 der Haumlndler mit konstanten Werten in den kom-menden Monaten

DeutschlandMetallverarbeiter weiter auf dem Wachstumspfad

DUumlSSELDORF (Dow Jones)--Nach einem Plus von gut 18 im Jahr 2010 bleibt der Wachstumstrend in der Stahl- und Metallverarbeitung zu Jahresbeginn 2011 intakt Im ersten Quartal konnte ein weiterer Anstieg um knapp 19 verzeichnet werden Wie der Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM) mit-teilte fehlen nur noch 5 Wachs-tum zum Niveau des Jahres 2008 Der Umsatz der Branche betrug in den ersten drei Monaten des Jahres 16 Mrd EUR (2010 13 Mrd EUR)

Wichtige Kunden insbesondere die Automobilindustrie der Maschi-nenbau und die Elektroindustrie sind exportorientiert Deshalb profi-tieren auch die metallverarbeitenden Zulieferbetriebe von der starken Aus-landsnachfrage Die Auslastung der Produktionskapazitaumlten lag im ers-ten Quartal bei 834 Viele Unter-nehmen haben im Verlauf des Jahres 2010 Personal eingestellt die Zahl der Mitarbeiter erhoumlhte sich in der Bran-che um 12000 oder gut 3

Das Stimmungsbarometer der Branche hat sich im April auf sehr hohem Niveau abgeschwaumlcht Fuumlr die naumlchsten Monate rechnen die Unternehmen mit weniger Dynamik Dies ist auf die bereits sehr gute kon-junkturelle Lage und die Normalisie-rung des Aufschwungs zuruumlckzufuumlh-ren Das Bestellverhalten hat sich dem Kundenbedarf und den Kapazi-taumlten der Lieferanten angepasst Dies zeigen die nahezu gleichen Wachs-tumsraten bei Auftragseingaumlngen und Umsaumltzen

Die groumlszligten Risiken fuumlr die konjunk-turelle Entwicklung sieht der WSM in den steigenden Kosten fuumlr Energie und Vormaterial Aufgrund der anzie-henden Preise bei vielen Rohstof-fen zeigen die Umsatzrenditen wie-der eine ruumlcklaumlufige Entwicklung Der Verband fordert daher die bdquoDreifach-belastung des Mittelstands durch die Umlage fuumlr den Ausbau der erneuer-baren Energien (EEG-Umlage) hohe Stahlpreise und den Emissionshan-delldquo kurzfristig zu reduzieren

Der NE-Metallhandel gewinnt weiter an Dynamik Quelle ShutterstockMontage

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Markttrends Kupfer

Kupfermarkt

Wiedereinstieg Chinas bei weiter sinkenden Kupferpreisen erwartet FRANKFURT (Dow Jones)--Infolge eines festeren US-Dollar und fal-lender Aktienmaumlrkte kam es am Mittwoch ndash nach dem ersten starken Ruumlckgang Ende vergangener Woche ndash erneut zu einem Preisrutsch an den Metallmaumlrkten Kupfer fiel auf den niedrigsten Stand seit fuumlnf Mona-ten Die Investoren agieren den Angaben zufolge vorsichtig nachdem juumlngste Wirtschafts- und Metallproduktionsdaten aus dem weltgroumlszligten Verbraucherland China neutral ausgefallen waren

Falls sich der Abwaumlrtstrend fort-setzt duumlrfte China bald wieder in den Markt einsteigen Das Land ist nach unseren Informationen seit Ende Januar aus dem Markt und bedient sich bis dato aus seinen riesigen nicht registrierten Kupferbestaumlnden die das Land in den Jahren niedrige-rer Preise angehaumluft hatte

bdquoIch glaube dass der Preis bis auf 8000 - 8200 Dollar faumllltldquo meint ein Marktteilnehmer Bei diesem Preis duumlrfte China wieder massiv in den Markt einsteigen glauben viele bdquoDas Land ist unglaublich liquide und kann abwarten bis der Preis ausreichend gesunken ist ndash dann koumlnnten die gleich einige Millionen Tonnen Kupfer kaufen und erneut unregistriert in die Wuumlste legenldquo

Fuumlr dieses Jahr wird zwar ein gro-szliges Defizit am Raffinademarkt erwar-tet ndash die Schaumltzungen schwanken zwischen 300000 t und 500000 t ndash aber manche Marktteilnehmer glau-ben dass dies inzwischen nur noch den Haumlndlern als Argumentations-grundlage dient bdquoDie Bestaumlnde wer-den jeden Tag houmlher ndash die Stocks haben seit Januar um 30 zugelegtldquo moniert ein Einkaumlufer Die Argumente seien fuumlr ihn daher nicht mehr nach-vollziehbar denn mit jedem Tag werde es unwahrscheinlicher dass dieses enorme Defizit wirklich eintrete

Am deutschen und europaumlischen Kupfermarkt ist die Grundstimmung nach wie vor uumlberwiegend positiv Lediglich aus der Gieszligdrahtbranche wird uns von einer leichten Abschwauml-chung berichtet bdquoMan ist etwas beun-ruhigt wegen der aktuellen Nachfra-

geschwaumlche im europaumlischen Gieszlig-drahtbereich aber selbst die Gieszlig-drahthersteller kennen die Ursache dafuumlr nichtldquo berichtet ein Einkaufslei-ter Wichtigster Abnehmer von Gieszlig-draht ist die Elek-trobranche bdquoFalls diese Branche schwaumlchelt duumlrften die Praumlmien unter Druck kommenldquo so ein weiterer Einkaumlu-fer Die Kathoden-praumlmien (Grade A cif Rotterdam) ver-harren nach wie vor bei 60-70 USDt

Schrott ist derzeit weniger verfuumlg-bar denn die Haumlndler halten bei den niedrigeren Preisen Material zuruumlck

Vor allem die Industrieverbrau-cher haben die Preisdelle von ver-gangener Woche und vom Donners-tag dazu genutzt einzukaufen bdquoIch lasse keine Gelegenheit aus und habe einige Orders realisiertldquo berichtet der Einkaufsleiter eines Produzenten In China wo sein Unternehmen Werke habe sehe es am Markt momen-tan bdquonicht so rosig ausldquo berich-tet er weiter Dort wuumlrden die Inflati-ons-bekaumlmpfenden Maszlignahmen nun offenbar greifen Dies sei aber nach seiner Einschaumltzung ein Durchhaumlnger von uumlberschaubarer Dauer bdquoIch sehe das sogar positiv weil sich der dor-tige Markt wieder stabilisiertldquo Denn sein Unternehmen wolle das Geschaumlft in China weiter ausbauen und dazu brauche man in erster Linie einen stabilen und berechenbaren Markt

Den Groszlig-teil des Umsat-zes mache man aber nach wie vor in Europa bdquowo wir im Moment offen-bar eine kleine Delle habenldquo Dennoch sei man sehr zufrie-den mit dem

Geschaumlft und den Auftragseingaumln-gen Christine Buumlttner

Der Markt auf einen Blick Kupfer um 8528 USDt

Europaumlische Gieszligdrahtbranche schwaumlchelt etwas

Schrottangebot knapp

London Metal Exchange Comex Shanghai Futures Exchange

LME-Dreimonatspreis in EURt im Jahresverlauf

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150000

300000

450000

600000

750000

4800

5400

6000

6600

7200

7800

J J A S O N D J F M A M

LME-Dreimonatspreis und Boumlrsen-Lagerbestaumlndein t in EURt

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Kupfer

ChileRio Tinto kooperiert mit Yunnan Copper

SYDNEY (Dow Jones)--Die China Yunnan Copper Australia Ltd eine in Australien boumlrsennotierte Toch-tergesellschaft der Aluminum Corp of China (Chinalco) gruumlndet mit Rio Tinto ein Gemeinschaftsunterneh-men um Kupfer in Chile zu foumlrdern Chinalco ist mit einem Anteil von 9 der groumlszligte Einzelaktionaumlr von Rio Tinto Die beiden Partner wollen in Chile zunaumlchst zwei Gebiete in der Naumlhe der Cerro-Colorado-Mine von BHP Billiton erkunden

Rio Tinto und Chinalco hatten erst im Dezember ein Gemeinschaftsun-ternehmen gegruumlndet um Erkundsar-beiten in China voranzutreiben ndash ohne jedoch zu sagen um welche Roh-stoffe es sich dabei handelt Groumlszligtes Joint Venture der beiden Konzerne ist bislang das Eisenerzprojekt Simand-ou im westafrikanischen Guinea

Chile Kupferproduktion im Maumlrz fast unveraumlndert

SANTIAGO (Dow Jones)--Chile hat im Maumlrz dieses Jahres 450507 t Kup-fer produziert Das sei im Vergleich zum Vorjahresmonat ein geringfuumlgiger Ruumlckgang um 01 teilte die natio-nale Statistikbehoumlrde INE am Don-nerstag mit Ebenfalls um 01 sei die Kupferproduktion im Zeitraum Januar bis Maumlrz 2011 gefallen und zwar auf 1268 Mio t Grund fuumlr das leichte Minus seien schlechtere Erz-qualitaumlten Probleme mit Bergbauma-schinen und widrige Wetterumstaumlnde an einigen Standorten Die Produkti-on von Kupferkathoden sank im Maumlrz um 66 auf 217964 t wie INE wei-ter mitteilte

Sambia KCM will Produktion bis 2014 verdoppeln

LUSAKA (Dow Jones)--Sambias groumlszligter Kupferproduzent Konkola Copper Mines (KCM) will seine jaumlhr-liche Kupferproduktion bis 2014 ver-doppeln auf mindestens 400000 t Wie die Muttergesellschaft Vedanta Resources mitteilte soll dies durch ein Untertage-Projekt in der Kupfer-mine Chilibombwe den Neubau einer Laugungsanlage in der Nchanga-Mine sowie weitere Expansionvorhaben in Verarbeitungsanlagen und Huumltten ermoumlglicht werden Der jaumlhrliche Kup-fererz-Output werde so mehr als ver-dreifacht auf 75 Mio t Nach Angaben von Vedanta Resources belief sich die Kupferkathoden-Produktion von KCM im vierten Quartal 2010 auf 34000 t Dies entspreche bereits einer Produk-tionsteigerung von 21 heiszligt es

KCM wird den Angaben zufolge im Rahmen der Expansionsplaumlne weite-re 172 Mio USD in den Bau einer Lau-gungsanlage fuumlr die Nchanga-Mine investieren Die Anlage die 2013 in Betrieb gehen soll werde waumlhrend

DeutschlandLeoni kann Gewinnverdreifachen

NUumlRNBERG (Dow Jones)--Der Automobilzulieferer Leoni hat sei-nen Konzerngewinn im ersten Quar-tal mehr als verdreifacht Unter dem Strich verdiente der MDAX-Konzern 366 Mio EUR nach 102 Mio EUR in den ersten drei Monaten des Vorjah-res Die Einnahmen legten von Januar bis Maumlrz um 38 auf 9107 Mio EUR zu Dabei konnte Leoni in nahezu allen Regionen wachsen und die Erwartun-gen in den beiden Unternehmens-bereichen Wiring Systems bzw Wire amp Cable Solutions uumlbertreffen Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) hat sich auf 614 (230) Mio EUR fast verdreifacht Die Mitte April angeho-bene Prognose fuumlr das laufende Jahr bekraumlftigte das Nuumlrnberger Unterneh-men Demnach soll der Umsatz auf etwa 34 Mrd EUR und das EBIT auf rund 210 Mio EUR zulegen

einer Lebenszeit von 13 Jahren jaumlhr-lich mindestens 50000 t Kupfer pro-duzieren heiszligt es Zudem werde der-zeit ein Untertage-Projekt in der Kup-fermine Chilibombwe entwickelt das mindestens 200 Mio t Erz mit einem Kupfergehalt von 35 foumlrdern soll

Quellen London Metal Exchange New York Mer-cantile Exchange Shanghai Futures Exchange (SHFE)

Kupfer Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 115 45

Kassein USDt 875050 917150in EURt 609239 616945

3 Monatein USDt 877500 920000in EURt 610945 618862

15 Monatein USDt 878500 921000in EURt 611641 619535

27 Monatein USDt 860000 901000in EURt 598761 606081

Lagerbestaumlnde(in t) 468350 463925

Comex 115 45

Frontmonat(US-ctslb) 39020 41205

Lagerbestaumlnde(in short tons) - 71254

SHFE 115 45

Frontmonat(CNYt) 67870 69460

Lagerbestaumlnde(in t) 21246 27267

in 1000 t

Quelle International Copper Study Group

Welt-Kupfermarkt

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Kupfer

Deutschland

Aurubis steigt mit Luvata-Zukauf in die Weltspitze aufDUumlSSELDORF (Dow Jones)--Euro-

pas groumlszligter Kupferhersteller Auru-bis wagt nach langem Zoumlgern den Schritt uumlber den groszligen Teich Der Zukauf der Walzproduktsparte des finnischen Luvata-Konzerns ist bdquoder erste Schritt den Aurubis auszligerhalb Europas machtldquo wie der Vorstands-vorsitzende Bernd Drouven sagte Das Hamburger MDAX-Unterneh-men kauft die Luvata-Aktivitaumlten im Bereich Kupferbaumlnder -bleche und -platten (Luvata RPD) fuumlr 200 Mio bis 250 Mio EUR Die Division produ-

zierte mit rund 1100 Mitarbeitern im Geschaumlftsjahr 2010 etwa 160000 t Bleche Baumlnder und Platten aus Kup-fer und Kupferlegierungen und erziel-te damit einen Umsatz von rund 1 Mrd EUR Ihre Produktionsstaumltten liegen in Finnland Schweden und den Nieder-landen ndash sowie hauptsaumlchlich in Buffa-lo im US-Bundesstaat New York

Waumlhrend sich Aurubis bislang auf die Produktion von Kupferbaumlndern und Baumlndern aus Hochleistungslegie-rungen konzentriert habe sei Luva-ta RPD bei der Herstellung von volu-

menstarken Messingprodukten sowie bei Spezialprodukten gut positioniert heiszligt es Daruumlber hinaus werde Luva-ta RPD in der Lage sein Produkte aus dem Portfolio von Aurubis durch seine innovative Technologie des vertikalen Duumlnnbandgieszligens wettbewerbsfaumlhig herzustellen

Schon lange liebaumlugelte die ehema-lige Norddeutsche Affinerie mit einer Ausweitung ihres Geschaumlfts Nicht ein-mal ein Zehntel der Erloumlse von knapp 10 Mrd EUR im Ende September been-deten Geschaumlftsjahr 200910 stamm-

ten aus anderen Welt-regionen wo Auru-bis bisher auch keine Produktionsstandortehatte Auf dem Weg zum Global Player bestand also Handlungsbedarf

Der Kauf von Luvata Rolled Products ist fuumlr Drouven jedoch nicht das Ende der Internati-onalisierung bdquoWir set-zen uns weiter mit ande-ren Dingen auseinan-der aber diese Prozesse brauchen Zeitldquo sagte er zu moumlglichen weiteren Zukaumlufen bdquoWir akqui-rieren nicht auf Teu-fel komm raus sondern uumlberlegen sehr sorgfaumll-tig was zu uns passt und welche Konditionen akzeptabel sindldquo erklaumlr-te er

Bei der nun erworbe-nen Sparte deren Kauf noch von den Kartellbehoumlrden abgesegnet werden muss und laut Drouven Anfang August abgeschlossen werden soll scheint nun alles gepasst zu haben ndash sowohl strategisch wie auch finanziell bdquoDie Kombination mit unseren Aktivitaumlten bietet erhebliches Wertsteigerungspo-tenzialldquo sagte Drouven So seien bis-lang Kunden vom Standort Stolberg aus wo Aurubis Kupferbaumlnder her-stellt nicht weltweit zu beliefern gewe-sen Mit dem Zukauf stoumlszligt das Unter-nehmen in dem Marktsegment nun

in die Weltspitze vor Drouven will zur Optimierung die Produktion von eini-gen Standorten verlagern und an ande-ren konzentrieren Dies soll zu Synergi-en im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich fuumlhren Momentan ist Luvata Rolled Products noch nicht pro-fitabel weist aber einen positiven Cash Flow auf wie Drouven sagte Die Akti-vitaumlten seien bdquowie viele andere von der Finanz- und Wirtschaftskrise gebeuteltldquo worden bdquoDie Aktivitaumlten passen strate-gisch sehr gut zu Aurubis Das Problem des Luvata-Bereichs bisher war die Versorgung mit Vormaterial Davon hat Aurubis genugldquo sagte Commerzbank-Analyst Ingo-Martin Schachel

Aurubis zahlt laut Drouven bdquofast nichtsldquo fuumlr den Zukauf Der genaue Kaufpreis richtet sich nach dem Wert der Vorraumlte zum Zeitpunkt des Abschlusses Dies mache den Haupt-teil des Kaufpreises aus fuumlr die Anla-gen werde nur ein kleiner zweistelliger Millionenbetrag faumlllig Dadurch entste-he ein sogenannter bdquonegativer Good-willldquo von uumlber 100 Mio EUR ndash eine Zuschreibungsmoumlglichkeit bdquodie das Eigenkapital staumlrktldquo bdquoWenn man ein bisschen daruumlber nachdenkt sieht man dass es ein sehr gutes Geschaumlft fuumlr Aurubis istldquo so Analyst Schachtel Martin Rapp

Drouven wirft das Handtuch

Bernd Drouven 55 verlaumlsst Aurubis zum Jahresende auf eige-nen Wunsch Selbst der Aufsichts-rat wurde offenbar von dem Ent-schluss uumlberrascht denn es gibt bislang keinen Nachfolger Nach Informationen des bdquoHamburger Abendblattsldquo fuumlhlte sich Drouven der erst 2008 Werner Marnette als Vorstandsvorsitzenden abgeloumlst hatte zunehmend zermuumlrbt von Konflikten mit dem Groszligaktionaumlr Salzgitter der rund 23 der Auru-bis-Anteile haumllt

Bernd Drouven zahlt bdquofast nichtsldquo fuumlr den Zukauf Foto Dow Jones

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Interview

Ulrich Grillo ist Praumlsident der WirtschaftsVereinigung Metalle Vorsitzender des BDI-Ausschus-ses Rohstoffpolitik und Vizeprauml-sident des BDI Nach Stationen bei Arthur Anderson AT Kear-ney und der Rheinmetall-Gruppe leitet Grillo als Vorstandsvorsit-zender die Grillo-Werke in Duis-burg einen Zinkverarbeiter mit rd 600 Mio EUR Jahresumsatz und 1600 Mitarbeitern

Interview

Geplante Energiewende stellt Metallbranche vor groszlige HerausforderungenBERLIN (Dow Jones)--Die deutsche NE-Metallindustrie sieht sich zuneh-mend Herausforderungen ausgesetzt die leicht die Wettbewerbsfaumlhig-keit der Branche im internationalen Vergleich beeintraumlchtigen koumlnnte Um dem zu begegnen muumlssen die Unternehmen verstaumlrkt gemeinsam agieren und ihre Vorstellungen beispielsweise gegenuumlber den verant-wortlichen Politikern in Berlin und Bruumlssel effektiv vertreten In einem Exklusiv-Interview mit Dow Jones NE-Metalle-Monitor spricht Ulrich Grillo Praumlsident der WirtschaftsVereinigung Metalle und Vorsitzen-der des BDI-Ausschusses Rohstoffpolitik uumlber die Konsequenzen der geplanten Energiewende und einer verteuerten Rohstoffversorgung fuumlr die deutsche NE-Metall-Branche

Herr Grillo nach der Katastrophe von Fukushima hat die Bundes-regierung die Energiewende aus-gerufen Sie wird ganz sicher mit houmlheren Strompreisen verbunden sein Welche Folgen hat dies fuumlr die NE-Metallindustrie

Ulrich Grillo Auch wir sind natuumlr-lich an einer sicheren sauberen und bezahlbaren Energie interes-siert Aber allein die Ankuumlndigung der Energiewende hat die deutschen Strompreise an der Stromboumlrse um 15 erhoumlht Dabei sind die abso-luten Strompreise gar nicht mal das Problem sondern die relativen Prei-se Wenn in Deutschland die Preise erhoumlht werden und in anderen Laumln-

dern nicht ergeben sich daraus Wett-bewerbsnachteile fuumlr die deutsche Industrie Die Strompreise machen aber in der Spitze bis zu 50 des Umsatzes aus Eine schleichende Abwanderung der Branche waumlre die Folge

Gibt es schon Berechnungen wie hoch der Preisanstieg bei Strom infolge der Energiewende ausfal-len wird

Da gehen die Berechnungen der Experten weit auseinander Sie begin-nen bei einem Anstieg um 06 ctkWh der an der EEX als Preissteigerung fuumlr die Grundlastlieferung im Jahr 2012 schon enthalten ist Die dena rech-net bis 2020 mit einem Anstieg um 5ctkWh einschlieszliglich Netzausbau und erhoumlhter EEG-Umlage Damit wuumlrde sich der derzeitige Strompreis etwa verdoppeln Bereits der Anstieg um durchschnittlich 06 ctkWh ent-spricht bei einer Aluminiumelektrolyse fast 50 der Lohn- und Gehaltssum-me und zehrt den Jahresgewinn eines solchen Unternehmens auf

Wie wollen sie diesem Preisdruck begegnen

Wir brauchen bezahlbaren Grund-laststrom Wir streben deshalb Indus-

triepreise fuumlr Strom an wie es sie in anderen europaumlischen Laumlndern etwa Frankreich oder Spanien gibt Ener-gieintensive Betriebe im Ausland beispielsweise in den Niederlanden haben zudem die Moumlglichkeit eine Verguumltung zu erhalten wenn sie bei Verbrauchsspitzen temporaumlr vom Netz gehen und so die Stabilitaumlt des Netzes gewaumlhrleisten Wir setzen uns dafuumlr ein dass diese Regelung auch in Deutschland angewendet wird

Eine Herausforderung fuumlr die Bran-che stellen ja nicht nur houmlhere Strompreise sondern auch zum Teil exorbitante Preissteigerungen bei Rohstoffen dar

Dazu ist zu sagen dass es eine absolute Knappheit insbesondere bei metallischen Rohstoffen nicht gibt Die Preiserhoumlhungen sind das Ergeb-nis von Oligopolen wie beispielswei-se beim Eisenerz aber auch moumlgli-che spekulative Uumlbertreibungen an den Boumlrsen spielen leider eine Rolle Und dann gibt es noch die politisch gewollten Verzerrungen des Wettbe-werbs

China hat seine Seltene-Erden-Industrie zunaumlchst subventioniert und damit andere Anbieter vom Markt ver-draumlngt Nun beschraumlnkt es die Expor-te fuumlr diese Metallgruppe

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Was kann die deutsche Indus-trie tun um dem Trend zu Wettbe-werbsverzerrungen entgegenzu-wirken

Wir halten daran fest dass Roh-stoffsicherung zunaumlchst Sache der Unternehmen ist auch wenn flankie-rend die Politik gefordert ist Wir den-ken im BDI derzeit mit einigen Unter-nehmen in einer Arbeitsgruppe inten-siv uumlber Moumlglichkeiten fuumlr gemeinsa-me Engagements bei Rohstoffen im Ausland nach die Ergebnisse dieser Analysen dazu werden wir in einigen Monaten veroumlffentlichen Dabei muss es nicht um Einkaufs- oder Handels-zusammenschluumlsse gehen Es kann auch um Kooperationen beispielswei-se bei der Exploration von Rohstoffen gehen Die deutschen Unternehmen haben in der Vergangenheit eigene Engagements bei Rohstoffen mehr-heitlich aufgegeben und sich auf ihre Kernkompetenzen konzentriert Das war richtig solange der Markt funk-tioniert hat Heute ist das nicht mehr unbedingt der Fall

Und was kann die Politik tun

Wir fuumlhlen uns durch das Bun-deskanzleramt und das Bundeswirt-schaftsministerium gut unterstuumltzt Ein Beispiel wie die Politik flankierend helfen kann sind die sogenannten Rohstoffpartnerschaften Dabei grei-fen Auszligenpolitik Wirtschaftspolitik und Entwicklungshilfe ineinander Das Pilotprojekt einer solchen Partner-schaft wird gerade mit Kasachstan festgezurrt In den naumlchsten Mona-ten wird ein Regierungsabkommen zwischen Deutschland und Kasachs-tan abgeschlossen das als Rahmen-vereinbarung fuumlr die Kooperation der privaten Akteure dient Kasachstan ist fuumlr uns vor allem als Lieferant seltener Metalle interessant beispielsweise Wolfram Die kasachische Seite ist an unserer Technologie interessiert und will natuumlrlich so viel Wertschoumlpfung wie moumlglich im eigenen Land aufbau-en Wir sind auch an Rohstoffpartner-schaften mit anderen Laumlndern interes-siert beispielsweise mit Staaten Suumld-amerikas

Das klingt nicht so ganz anders als das was uumlber die chinesische Pra-xis der Rohstoffsicherung berich-tet wird

Von einer Partnerschaft muumlssen immer beide Seiten profitieren Wir genieszligen als Deutsche eine hohe Wertschaumltzung und sind auch wegen unserer Technologie ein begehrter Partner Wir sprechen von einer nach-haltigen Partnerschaft auf Augenhouml-he deren Grundlage fairer Handel und nachhaltige Entwicklung ist

Ein immer wichtigerer Aspekt des Themas ist auch die Sekundaumlrroh-stoffgewinnung Die EU hat eine neue Abfallverordnung beschlos-sen Sind sie mit den Regelungen zufrieden

Das Problem sind weniger die Regeln die auf nationaler oder EU-Ebene erlassen werden als die Kon-trolle ihrer Einhaltung Die Kontrollen muumlssen verbessert werden auch in Deutschland Wissen Sie was bdquochine-se packagingldquo ist Da sind in einem Container die obersten Schichten mit Waren befuumlllt die den Regeln ent-sprechen Aber darunter wo niemand mehr kontrolliert finden sich ganz andere Waren So funktioniert bei-spielsweise auch die illegale Ausfuhr von wertvollen Schrotten Die EU-Staaten bleiben also aufgerufen die Einhaltung ihrer eigenen Regeln effi-zient zu uumlberwachen Das gilt insbe-sondere auch fuumlr die neuen Vorgaben aus Bruumlssel die wir grundsaumltzlich fuumlr konstruktiv halten

Das Interview fuumlhrte Claus-Detlef Groszligmann

Die WirtschaftsVereinigung Metalle(WVM) vertritt die wirtschaftspoliti-schen Anliegen der NE-Metall-industrie mit 658 Unternehmen und 108660 Beschaumlftigten Im Jahre 2010 erwirtschaftete die Branche einen Umsatz in Houmlhe von insge-samt 435 Mrd EUR

DOW JONESManagement-ForumRohstoffstrategien 2011Ist Ihr Unternehmen richtigaufgestellt fuumlr die Zukunft

17 - 18 Mai 2011 Frankfurt am Main

Staumlrken Sie mit einer schluumlssigenRohstoffstrategie die PerformanceIhres Unternehmens

Houmlren Sie Marktexperten ua zufolgenden Fragestellungen - Warum muumlssen Sie Einkauf

Entwicklung Controlling undVertrieb an einen Tisch bringenum eine integrierte Rohstoff-strategie zu entwickeln

kulative Anleger auf die Rohstoff-fungskosten

Praxisforum ldquoRohstoffversorgung als Management-Thema im Unter-nehmenrdquo

- Welchen Stellenwert sollte derRohstoffeinkauf im Unternehmenhaben

- Recycling und Ressourcen-ment aus der Rohstoffklemme

wwwdowjones-eventsde

Interview

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Hintergrund

DeutschlandRohstoffeffizienz-Preis Die Frist laumluft

BERLIN (Dow Jones)--Um den Stellenwert der Rohstoff- und Materialeffizienz in der Wirtschaft staumlrker zu verankern vergibt das Bundesministerium fuumlr Wirtschaft und Technologie in Zusammenar-beit mit der Deutschen Rohstoff-agentur in diesem Jahr erstmals den bdquoDeutschen Rohstoffeffizienz-Preisldquo Der Preis ist den Angaben zufolge fuumlr bdquoherausragende Unter-nehmensbeispiele fuumlr rohstoff- und materialeffiziente Produkte Prozesse oder Dienstleistungen und anwendungsorientierte For-schungsergebnisseldquo vorgesehen

Durch den Wettbewerb soll-ten noch mehr Mitarbeiter und Geschaumlftsfuumlhrer gerade von klei-nen und mittelstaumlndischen Unter-nehmen sowie Wissenschaftler fuumlr das Thema Rohstoff- und Mate-rialeffizienz sensibilisiert werden sagte Hans-Joachim Kuumlmpel Praumlsident der Bundesanstalt fuumlr Geowissenschaften und Rohstof-fe (BGR) in der die Deutsche Roh-stoffagentur angesiedelt ist

Rohstoff- und Materialkosten sind laut Statistischem Bundes-amt im produzierenden Gewerbe mit gut 45 der groumlszligte Kosten-faktor Besonders in Zeiten stei-gender Rohstoffnachfrage und-preise sei daher rohstoff- und materialeffizientes Wirtschaf-ten eine gute Strategie zur Erhouml-hung der Unternehmensrentabili-taumlt und der Wettbewerbsfaumlhigkeit so Kuumlmpel

Praumlmiert werden sollen vier mittelstaumlndische Unternehmen sowie eine Forschungseinrichtung mit einem Preisgeld von jeweils 10000 EUR Einsendeschluss fuumlr Antraumlge ist der 20 Septem-ber 2011 Die Preisverleihung fin-det am 16 November 2011 im Bundesministerium fuumlr Wirtschaft und Technologie in Berlin statt

Weitere Informationen finden Sie unter httpwwwdeutsche-rohstoffagenturde

Deutschland

Familienunternehmen nehmen Asien ins Visier

BERLIN (Dow Jones)--Deutsch-lands groumlszligte Familienunternehmen nehmen als Maumlrkte der Zukunft immer staumlrker die Laumlnder Asiens in den Blick Als wichtigsten Wachstumsmarkt der Zukunft haben die Unternehmen Indi-en ausgemacht Das ist das Ergeb-nis einer Umfrage unter 404 der 2688 Familienunternehmen mit mehr als 50 Mio EUR Jahresumsatz die vom Institut fuumlr Mittelstandsforschung (IfM) durchgefuumlhrt wurde Auftragge-ber waren die Deutsche Bank und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI)

Familienunternehmen seien bereits in hohem Maszlig auf Auslandsmaumlrkten aktiv und erwarteten auch fuumlr die-ses Jahr eine Steigerung ihrer Expor-te heiszligt es Neun von zehn Famili-enunternehmen vertreiben Produk-te und Dienstleistungen auf interna-tionalen Maumlrkten Fuumlr mehr als ein Drittel (354) zaumlhlt Frankreich heute zu den drei wichtigsten Absatzmaumlrk-

ten ndash vor China (274) und den USA (253) Ein Drittel der Unternehmen die bereits international aktiv sind wollen auf weiteren Auslandsmaumlrk-ten aktiv werden Angefuumlhrt wird die Wunschliste von Indien (195) und China (165) Hinsichtlich der Ein-schaumltzung zukuumlnftiger Wachstums-maumlrkte wird sich Indien zum Wachs-tumsmarkt der Zukunft entwickeln und zum fuumlnftwichtigsten Handels-partner aufsteigen China wird dem-nach zum wichtigsten Exportland vor Frankreich den USA und Russland

Die Befragung zeigt weiter dass mehr als drei Viertel (842) den Wirt-schaftsstandort Deutschland posi-tiv bewerten Fast jeder vierte Unter-nehmer (234) beurteilte die Attrak-tivitaumlt Deutschlands als deutlich houmlher im Vergleich zum Ausland Fuumlr dieses Jahr planen zwei Drittel der Befrag-ten (66) die Investitionsbudgets zu erhoumlhen und neue Mitarbeiter einzu-stellen (674)

Deutschland

Ende des Freihafens Hamburg

HAMBURG (Dow Jones)--Der Frei-hafen Hamburg wird zum 1 Januar 2013 aufgehoben damit der Verkehr im Hafen besser flieszligen kann Kuumlnf-tig entfallen die Zollkontrollen an der Freizonengrenze sowie die besonde-ren Uumlberwachungsverfahren fuumlr die Lagerung von Gemeinschaftswaren im Hafengebiet wie die Handelskam-mer Hamburg mitteilte Im gesamten Hafen gelten dann nur noch die all-gemeinen Regelungen fuumlr EU-See-zollhaumlfen Daraus ergeben sich fuumlr die Betroffenen aber zum Teil erhebliche Veraumlnderungen bezuumlglich der Zoll-abfertigung sowie der gesetzlichen Pflichten uumlber sich die Firmen fruumlh-zeitig informieren sollten heiszligt es

So muumlssen kuumlnftig unter anderem Waren die in die EU eingefuumlhrt wer-den unmittelbar nach ihrer Ankunft im Hamburger Hafen in ein Zollverfah-ren uumlberfuumlhrt werden Vom Zoll abge-

fertigte Warensendungen die von den Terminals kommen und ohne weitere Behandlung das Hafengebiet verlas-sen sollen werden jedoch nicht mehr durch Zollkontrollen an den ehemali-gen Freihafengrenzen behindert

Weiter ist eine Lagerung von Nicht-gemeinschaftswaren nur noch im Rahmen der voruumlbergehenden Ver-wahrung oder in einem Zolllager moumlg-lich Zum 1 Januar 2013 muumlssen daher alle in der Freizone gelager-ten Nichtgemeinschaftswaren fuumlr ein bewilligtes Zolllagerverfahren oder zur voruumlbergehenden Verwahrung ange-meldet werden

Die Handelskammer Hamburg will nach eigenen Angaben demnaumlchst spezielle Veranstaltungen fuumlr dieje-nigen Firmen anbieten die von der Aufhebung des Freihafens betrof-fen sind Weitere Informationen unter wwwhk24de

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Hintergrund

Deutschland

Industrie fordert spezielle Industriestrompreise

BERLIN (Dow Jones)--Industrie-vertreter fordern von der Bundes-regierung sich fuumlr konkurrenzfaumlhi-ge Industriestrom-Preise einzuset-zen Denn im Zuge des geplanten beschleunigten Atomausstiegs fuumlrch-ten die energieintensiven Unterneh-men in Deutschland um ihre Wettbe-werbsfaumlhigkeit Angesichts der Son-dersituation die sich aus dem schnel-len Ausstieg ergebe seien Reaktio-nen der Politik gefragt sagte Annet-te Loske Hauptgeschaumlftsfuumlhrerin des Verbandes der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) dem bdquoHan-

delsblattldquo (HB) Der VIK steht fuumlr 80 des industriellen Energieeinsatzes in Deutschland

Der VIK schlaumlgt dazu ein Fondsmo-dell vor Die zur Deckung des Grund-bedarfs der energieintensiven Indus-trie erforderlichen Strommengen wer-den von den Kraftwerksbetreibern zu einem festgelegten Preis an einen Strommengenfonds geliefert Aus diesem Fonds koumlnnen stromintensi-ve Industrieunternehmen Strom zu einem Preis beziehen der im europaumli-schen Vergleich wettbewerbsfaumlhig ist Das Modell koumlnnte im Wege einer frei-willigen Selbstverpflichtung durch die betroffenen Kraftwerksbetreiber ein-gerichtet werden Nach den Vorstel-lungen des VIK koumlnnte die Bundes-

regierung dieses Modell zum Gegen-stand ihrer Verhandlungen mit den Energiekonzernen uumlber die Abschal-tung der Meiler machen Um kei-nen Schadensersatzforderungen der Kernkraftwerksbetreiber zu riskieren wird die Regierung ohnehin mit der Branche sprechen muumlssen

Manche EU-Laumlnder habenregulierte Strompreise

Dass der von der Bundesregierung geplante schnelle Ausstieg aus der Kernkraft zu steigenden Strompreisen

fuumlhren wird gilt als sicher schreibt das bdquoHandels-blattldquo Schon das Morato-rium fuumlr die sieben aumlltes-ten Meiler habe sich preis-treibend ausgewirkt Ein Blick in Laumlnder wie Frank-reich Norwegen oder Spa-nien belegt dass deutsche Unternehmen schon heute besonders hohe Strom-preise zahlen In Frankreich dagegen gibt es neben dem regulaumlren Industrie-strompreis einen regulier-ten Preis der fuumlr beson-ders stromintensive Bran-chen gilt Dieser Preis macht weniger als die Haumllf-te des deutschen Industrie-

strompreises aus bdquoIn Frankreich sind die speziellen Industriestromtarife seit Jahren uumlblich Das ist ein starker Pluspunkt im Wettbewerb Mit dem zu erwartenden Strompreisanstieg in Deutschland wird daraus ein Riesen-vorsprung fuumlr franzoumlsische Unterneh-menldquo sagte Loske

In einzelnen Branchen ist der Strompreis der entscheidende Kos-tenfaktor Besonders deutlich wird das am Beispiel der Aluminiumin-dustrie In einer deutschen Alumini-umhuumltte koumlnnen die Stromkosten bis zu 50 der gesamten Produktions-kosten ausmachen Aluminiumhuumltten in Norwegen Frankreich oder Spani-en haben daher auf den Weltmaumlrkten enorme Kostenvorteile

Deutschland Gesamtmetall rechnet mit 80000 neuen Jobs

BERLIN (Dow Jones)--Gesamt-metallpraumlsident Martin Kannegie-sser rechnet bis Jahresende mit 80000 neuen Arbeitsplaumltzen in der Metall- und Elektrobranche bdquoVom Tiefpunkt im Maumlrz 2010 bis jetzt haben wir auch schon wie-der 75000 zusaumltzliche Stamm-arbeitsplaumltze aufgebautldquo sagte Kannegiesser im Interview mit der bdquoWeltldquo Er geht davon aus dass die Branche bis zum Jah-resende wieder fast 36 Millionen Beschaumlftigten aufweise ndash wie vor der Krise Bereits jetzt hat aller-dings nach seinen Angaben jedes zehnte Unternehmen Schwierig-keiten in der Produktion weil die geeigneten Fachkraumlfte ndash vor allem im Ingenieurbereich ndash fehlen Des-halb denke man immer oumlfter uumlber neue Standorte mit bdquogut qualifi-zierten Leutenldquo nach sagte er der bdquoWeltldquo

Deutschland Preisauftrieb im Groszlighandel laumlsst etwas nach

WIESBADEN (Dow Jones)--Der Preisauftrieb im deutschen Groszlighan-del hat im April etwas nachgelas-sen Das Preisniveau stieg im Ver-gleich zum Vormonat um 02 wie das Statistische Bundesamt berich-tete Im Maumlrz hatten sich die Groszlig-handelspreise um 13 erhoumlht Im Jahresvergleich kletterten die Prei-se im Groszlighandel im April um 92 waumlhrend im Vormonat ein Anstieg um 109 ermittelt worden war Die Groszlighandelspreise fuumlr fuumlr Erze Metal-le und Metallhalbzeug lagen auf Groszlig-handelsebene um 149 uumlber denen vom Vorjahr gegenuumlber dem Vormo-nat fielen sie um 09 Im Groszlighan-del mit festen Brennstoffen und Mine-raloumllerzeugnissen lag das Preisni-veau um 162 uumlber dem Vorjahr im Monatsvergleich verteuerten sich die in diesem Bereich gehandelten Pro-dukte um 15

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Hintergrund

CO2-Kosten

NE-Metallbranche kann weiter auf vollstaumlndige Kompensation hoffenFRANKFURT (Dow Jones)--Die Bemuumlhungen von Herstellern und Ver-arbeitern von Aluminium Kupfer und Zink um einen zeitlich befristeten Ausgleich der in den Strompreis eingepreisten CO2-Kosten werden von der Bundesregierung offenbar weiterhin unterstuumltzt Wie aus Verbands-kreisen zu houmlren ist wird sich die Bundesregierung in einer Stellungnah-me an die Bruumlsseler Wettbewerbsbehoumlrde fuumlr eine Vollkostenkompensa-tion des CO2-Zertifikatepreises ohne Abzug aussprechen Die Angst vor einer moumlglichen Kehrtwende im deutschen Ansatz hatte fuumlhrende Unter-nehmen aus den betroffenen Branchen dazu veranlasst einen bdquoBrand-briefldquo an den Leiter des Bundeskanzleramtes Ronald Pofalla (CDU) zu schreiben und die Lobbyarbeit in Bruumlssel zu verstaumlrken

Eckpunkte der deutschen Stellung-nahme die in der kommenden Woche nach Bruumlssel uumlbermittelt wird basieren offenbar auf einem Beschluss der CDUCSU-Bundestagsfraktion vom 10 Mai Zu den Forderungen gehoumlrt eine Voll-kostenkompensation des Zertifikate-

preises ohne Abzug fuumlr jene Branchen die eine Stromintensitaumlt von 1 kWhEUR Bruttowertschoumlpfung oder mehr aufweisen Die Antragsteller muumlssen dabei einen Stromverbrauch von min-

destens 1 GWhJahr aufweisen Nach Berechnungen des Bundeswirtschafts-ministeriums (BMWi) liegt die Kupferin-distrie knapp oberhalb des Wertes von 1 kWhEUR gleiches gelte mit grouml-szligerem Abstand fuumlr Aluminium sowie Zink Zinn und Blei Das BMWi rechnet

fuumlr die weiteren Verhandlungen jedoch mit moumlg-lichen bdquospuumlrba-ren Einschraumln-kungenldquo bei die-sen Forderun-gen Wesentli-che Stellschrau-ben seien die noch ausstehen-den Beschluumls-se zu den Bei-hilfeleitlinien und der deutschen Foumlrderrichtli-nie Voraussicht-lich duumlrften Bun-desumweltminis-terium und Bun-desfinanzminis-terium versu-chen den Kreis der Beguumlnstig-

ten in der konkreten Umsetzung ein-zuschraumlnken

Zu den Unterzeichnern des Brand-briefes gehoumlrten der groumlszligte europaumli-sche Kupferproduzent Aurubis Zink-

produzent Xstrata Zinc sowie die Alu-miniumhersteller Trimet Norsk Hydro und Voerde Aluminium (Voerdal) Par-allel dazu wurde die Lobbyarbeit in Zusammenhang mit dem Konsulta-tionsverfahren der Bruumlsseler Wettbe-werbsbehoumlrde zum Thema Kompen-sationszahlung verstaumlrkt um die bdquovoumll-lig indiskutable Varianteldquo einer nicht vollstaumlndigen Kompensation vom Tisch zu bringen wie Heribert Hauck bei der Trimet Aluminium AG fuumlr das Ressort Energiewirtschaft zustaumlndig im Gespraumlch mit Dow Jones betont Die Bundesregierung hatte bereits im August 2009 Verstaumlndnis fuumlr die Bran-che gezeigt und die nationale bdquoRichtli-nie zur Foumlrderung der Herstellung von klimaschonenden NE-Metallenldquo ver-abschiedet Die Foumlrderrichtlinie wird jedoch von der EU-Wettbewerbsbe-houmlrde seit zwei Jahren nicht freigege-ben offiziell pruumlft die Kommission sie noch Auch die EU-Emissionshandels-richtlinie sieht in Artikel 10a Absatz 6Ausgleichszahlungen fuumlr Sektoren beziehungsweise Teilsektoren vor fuumlr die ein erhebliches Risiko einer Ver-lagerung von CO2-Emissionen durch auf den Strompreis uumlbergewaumllzte Kosten der Treibhausgasemissionen (Carbon Leakage) ermittelt wurde

bdquoSolange es kein weltweites Emis-sionshandelsregime gibt wollen wir eine Kompensation haben Diese soll auch der Belastung entspre-chen Es reicht nicht aus wenn wir nur einen Teil der Belastungen erstat-tet bekommenldquo sagte auch Ulf Gehr-ckens Energiechef des Kupferprodu-zenten Aurubis bdquoNur durch die Kom-pensation der CO2-Kosten erreichen wir wieder gleiche Wettbewerbsbe-dingungenldquo ist Gehrckens uumlberzeugt Aurubis habe wie andere Unterneh-men deren Produkte zu Boumlrsenprei-sen gehandelt werden keine Moumlg-lichkeit lokale Mehrkosten an den Kunden weiterzugeben Trimet muumlss-te bei voller Belastung auf Basis des derzeitigen CO2-Preises von rund 17 EURt laut Hauck pro Jahr 60 Mio EUR zusaumltzlich bezahlen bei Aurubis laumlge die Belastung nach Angaben von Gehrckens bei 25 Mio EUR pro Jahr Silvia Rausch-Becker

Ein bdquoBrandbriefldquo der NE-Metallbranche zeigte offenbar Wirkung in Berlin Quelle Deutscher Bundestag

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Zinn Zink Blei amp Nickel

Seltene Erden

bdquoEntwicklung Gruumlner Technologien gefaumlhrdetldquoHANNOVER (Dow Jones)--Die Ver-

sorgung mit Seltenen Erden stellt die deutsche Wirtschaft weiterhin vor Probleme Waumlhrend im Bereich der so genannten leichten Seltenen Erden (Cer Lanthan ua) voraussicht-lich ab 2012 eine deutliche Entspan-nung eintreten wird ist fuumlr die Nutzer von schweren Seltenen Erden (Dys-prosium Europium ua) kein Ende der Versorgungsengpaumlsse abzuse-hen Zu diesem Ergebnis kommt eine Kurzstudie der Deutschen Rohstoff-agentur (DERA) in der Bundesanstalt fuumlr Geowissenschaften und Rohstof-fe (BGR)

bdquoIn Uumlbereinstimmung mit interna-tionalen Studien rechnen wir in der nahen Zukunft mit einer unzureichen-den Versorgungslage besonders mit Europium Terbium und Dysprosiumldquo sagte Harald Elsner BGR-Exper-te und Autor der Studie Die schwe-ren Seltenen Erden finden in vielen so genannten bdquoGruumlnen Technologi-enldquo Verwendung wie z B im Bereich der Windenergie Auch die Produkti-on von energiesparenden Leuchtmit-teln ist ohne schwere Seltene Erden nicht moumlglich

Die Kurzstudie verweist auf ein weiteres Problem Obwohl es Sub-stitutionsmoumlglichkeiten gebe koumlnn-te die augenblickliche Rohstoffsitua-tion auch dazu fuumlhren dass die Ent-

wicklung von effizienteren Wind- und Wasserkraftwerken sowie die Aus-breitung der Elektromobilitaumlt gefaumlhr-det sei warnt Elsner Deshalb steht fuumlr den Experten fest bdquoTrotz bereits eingesetzter groszliger Bemuumlhungen um Maximierung der Recyclingquoten ist absehbar dass kuumlnftig nur die Unter-nehmen von den groszligen Marktchan-cen im Bereich der Gruumlnen Technolo-gien profitieren die sich in der primauml-ren Rohstoffversorgung mit schweren Seltenen Erden abgesichert habenldquo

Die Kurzstudie zeigt weiter auf in welchen Industriesektoren die schwe-ren Seltenen Erden jeweils Verwen-dung finden und in welchen Men-gen sie voraussichtlich bis zum Jahr 2015 zur Verfuumlgung stehen werden Zu den untersuchten schweren Sel-tenen Erden gehoumlren elf Elemente darunter sind die wichtigsten Yttri-um Samarium Europium Gadolini-um Terbium Dysprosium und Erbi-um In die Untersuchung flossen den Angaben des Autors zufolge Informa-tionen deutscher Firmen ein die Sel-tene Erden verbrauchen

Die unter dem Titel bdquoKritische Ver-sorgungslage mit schweren Seltenen Erden ndash Entwicklung bdquoGruumlner Tech-nologienldquo gefaumlhrdetldquo erschienene Kurzstudie steht auf der Homepage der BGR als Download zur Verfuumlgung (httpwwwbgrbundde)

Seltene Erden

Goldman Sachs sieht ab 2013 Entspannung

SYDNEY (Dow Jones)--Das globa-le Angebotsdefizit der Seltenen Erden wird im laufenden Jahr seinen Houmlchst-stand erreichen Dies ist die Einschaumlt-zung der Investmentbank Goldman Sachs Das Defizit koumlnne sich 2011 auf 18734 t belaufen was 132 der Nachfrage entspraumlche Nachdem der Markt 2013 fast im Gleichgewicht sein werde koumlnne der Angebots-uumlberhang im darauf folgenden Jahr bereits 5860 t betragen was 32

der erwarteten Nachfrage entspre-che bdquoWir gehen davon aus dass der Markt 2011 und 2012 deutlich unter-versorgt sein wird und dass die Preise in den kommenden 18 Monaten nach oben tendierenldquo schreibt Goldman Sachs 2013 soll der Markt fast aus-geglichen und danach leicht uumlberver-sorgt sein Dies koumlnne zumindest bei den leichten Seltenen Erden zwischen 2013 und 2015 zu moderaten Preis-ruumlckgaumlngen fuumlhren

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

1500

1750

2000

2250

2500

2750

J J A S O N D J F M A M600000

650000

700000

750000

800000

850000

Zink

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

15000

20000

25000

30000

35000

40000

J J A S O N D J F M A M10000

12500

15000

17500

20000

22500

Zinn

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 2895000 2915000EURt 2043193 1963756

3 MonateUSDt 2900000 2905000EURt 2046722 1957020

15 MonateUSDt 2909000 2910000EURT 2053074 1960388

Lagerbestaumlnde (in t) 21965 21080

Quelle London Metal Exchange

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

KasseUSDt 210350 212600EURt 148458 143223

3 MonateUSDt 212100 213000EURt 149693 143492

15 MonateUSDt 217000 219000EURT 153151 147534

Lagerbestaumlnde (in t) 829050 822225

Quelle London Metal Exchange

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Zinn Zink Blei amp Nickel

Seltene Erden

DIW fordert zu Vorratshaltung auf

BERLIN (Dow Jones)--Das Deut-sche Institut fuumlr Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) warnt wegen des Mono-pols Chinas bei Seltenen Erden vor einer die Lieferketten bedrohenden Abhaumlngigkeit und fordert die Indus-triestaaten zu einer entsprechenden Vorratshaltung sowie abgestimm-tem Verhalten auf bdquoDie Seltenen Erd-metalle sind eine zunehmend wichti-ge Ressource fuumlr die Hochtechnolo-gie-Industrieldquo erklaumlrte Antje Kroumlger DIW-Expertin und Mitautorin einer am Mittwoch veroumlffentlichten Studie zum Thema bdquoWettlauf um die Metalleldquo

Lieferengpaumlsse oder Lieferblo-ckaden koumlnnten die Entwicklungen der Industriestaaten bremsen bdquoDie Industriestaaten sollten deswegen ein WTO-Streitbeilegungsverfahren anregen oder versuchen im Rahmen eines abgestimmten Vorgehens Vorrauml-te anzulegenldquo riet die DIW-Forsche-rin Politik und Wirtschaft der Indus-triestaaten haumltten den strategischen Wert der Seltenen Erden viel zu lange nicht erkannt

bdquoEuropa die USA und Japan finden sich deshalb heute in einer Abhaumln-gigkeit wieder die wichtige Teile ihrer

Industrie bedroht wie zum Beispiel die Umwelttechnologie Elektrotech-nik und Autobrancheldquo warnte Krouml-ger Rund 97 der Seltenen Erden wuumlrden derzeit in China gefoumlrdert und aufbereitet

Mit diesem Monopol koumlnne die Volksrepublik das Angebot jeder-zeit verknappen Kurz- und mittel-fristig werde sich das Problem ver-schaumlrfen denn die Nachfrage steige Schon jetzt nutze China seine Mono-polstellung uumlber Preis- und Lieferdis-kriminierungen gezielt um die eige-ne Industrie zu foumlrdern und auslaumln-dische High-Tech-Konzerne ins Land zu locken indem beispielsweise Ver-sorgungszusagen gemacht wuumlrden Ausreichende Mengen Seltener Erden wuumlrden solchen Unternehmen zuge-sagt die ihre Produktion nach China verlegten

Schwaumlchung destechnologischen Know-hows

Den Industriestaaten drohe zunaumlchst eine Abwanderung und mit-telfristig auch eine Schwaumlchung ihres technologischen Know-hows bdquoSchon heute werden geschaumltzte 60 der globalen Seltene-Erden-Produktion in China eingesetztldquo sagte Kroumlger Sel-tene Erden stecken in Katalysatoren Handys Plasmabildschirmen Fest-platten Batterien und MP3-Spielern Sie helfen Windkraftturbinen Elek-tromotoren sowie Energiesparlam-pen zu betreiben bdquoDie Marktstruk-tur der weltweiten Metallmaumlrkte soll-te staumlrker kontrolliert werdenldquo meint Aleksandar Zaklan Spezialist fuumlr Res-sourcenmaumlrkte am DIW bdquoSollten sich die gegenwaumlrtigen Trends vor allem bei der Angebotskonzentration und dem Nachfragewachstum fortsetzen muss mit weiter steigenden Metall-preisen gerechnet werdenldquo warnt der Forscher

Sie finden die Studie zum kosten-losen Download unter httpwwwdiwdedocumentspublikationen73diw_01c372387de11-19-1pdf

Praumlsodym wird unter anderemfuumlr Dauermagnete benoumltigt Foto jumkde

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

1500

1800

2100

2400

2700

3000

J J A S O N D J F M A M180000

210000

240000

270000

300000

330000

Blei

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

17500

20000

22500

25000

27500

30000

J J A S O N D J F M A M114000

120000

126000

132000

138000

144000

Nickel

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 2396000 2497500EURt 1691016 1682498

3 MonateUSDt 2400000 2500000EURt 1693839 1684182

15 MonateUSDt 2367500 2467500EURT 1670901 1662288

Lagerbestaumlnde (in t) 114732 116364

Quelle London Metal Exchange

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 227200 237900EURt 160350 160267

3 MonateUSDt 225500 234500EURt 159150 157976

15 MonateUSDt 224800 233300EURT 158656 157168

Lagerbestaumlnde (in t) 315825 311450

Quelle London Metal Exchange

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Branchen amp Maumlrkte

Maschinenbau Weiteres Auftragsplusbei Neuauftraumlgen

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Maschinen- und Anla-genbau hat im Maumlrz einen weiteren Anstieg bei den Neuauftraumlgen ver-zeichnet wobei sich die Zuwachsra-te jedoch verlangsamt hat Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mitteilte lag der Aufragseingang real 18 uumlber dem Ergebnis des Vorjahres Dabei stiegen das Inlands- und das Auslandsge-schaumlft gleichermaszligen um jeweils 18 im Vergleich zum Maumlrz 2010 Im Feb-ruar war ein Orderplus auf Jahressicht von 38 berichtet worden

In dem von kurzfristigen Schwan-kungen weniger beeinflussten Drei-

Automobil Pkw-Markt bleibt auf dem Wachstumspfad

BAD HOMBURG (Dow Jones)--Die Zahl der Pkw-Neuzulassun-gen in Deutschland hat sich im April weiter erhoumlht Wie der Verband der Internationalen Kraftfahrzeugherstel-ler (VDIK) mitteilte erreichte der Pkw-Markt mit rund 266000 Zulassun-gen ein Wachstum von 3 gegenuuml-ber dem Vorjahresmonat Seit Jahres-beginn liegt der Markt damit um 11 uumlber dem Vorjahresniveau

Dabei wuchs die bdquoNachfrage nach Hybridfahrzeugen gegenuumlber dem Vorjahreswert um knapp 30 und erreichte in den ersten vier Mona-ten 2011 in Deutschland uumlber 3800 Zulassungenldquo erklaumlrte VDIK-Prauml-sident Volker Lange Davon entfie-len 90 auf internationale Herstel-ler bdquoAktuell sind damit 41000 Hyb-rid-Pkw auf deutschen Straszligen unter-wegsldquo

Die kraumlftige Nachfrage auf dem Nutzfahrzeugmarkt hielt ebenfalls weiter an Mit rund 26600 Neuzulas-sungen im April konnte das Vorjahres-ergebnis um 12 uumlbertroffen werden In den ersten vier Monaten 2011 wur-den damit insgesamt 103000 Nutz-fahrzeuge neu zugelassen das ent-spricht einem Wachstum von 25

Maschinenbau Chancen durch Ausbau der Elektromobilitaumlt

WUumlRZBURG (Dow Jones)--Der deutsche Maschinen- und Anlagen-bau wird in den kommenden Jahren vom Ausbau der Elektromobilitaumlt stark profitieren Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie von VDMA und der Strategieberatung Roland Berger Denn durch die Einfuumlhrung von Fahr-zeugen mit elektrischem Antriebs-strang seien zukuumlnftig Kompetenzen des Maschinenbaus gefragt die bis-lang nur selten in der Automobilpro-duktion genutzt wurden Denn kos-tensenkende Produktionstechnik werde dort dringend gebraucht

Durch neue Produktionsanlagen fuumlr Elektrobatterien werde sich bis 2020 ein Geschaumlftspotenzial von 48 Mrd EUR ergeben heiszligt es in der Studie Allerdings stehe die Branche auch vor der groszligen Herausforderung ein neues Produkt- und Technologieport-folio entwickeln zu muumlssen

Fuumlr die deutsche Maschinenbau-branche spielt der Automobilbau schon jetzt eine wichtige Rolle So wurden 2010 rund 14 Mrd EUR direkt im Automotive-Bereich umgesetzt

Die Studie mit dem Titel bdquoE-Mobi-lity ndash Chancen und Risiken fuumlr den deutschen Maschinen- und Anlagen-bauldquo koumlnnen Sie kostenlos von der Webseite des VDMA downloaden httpwwwvdmaorg

monatsvergleich Januar bis Maumlrz 2011 ergibt sich insgesamt ein Plus von 32 im Vorjahresvergleich bei den Inlandsauftraumlgen ein Plus von 35 und bei den Auslandsauftraumlgen ein Plus von 31 bdquoErwartungsge-maumlszlig setzt nun offenbar eine Norma-lisierung der Wachstumsraten einldquo kommentierte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers das Ergebnis bdquoDer sogenannte Basiseffekt extrem nied-riger Vorjahreswerte spielt eine immer geringere Rolle weil sich in eben diesen Vorjahresmonaten der Auf-schwung bereits bemerkbar machte So war der Maumlrz 2010 der erste star-ke Ordermonat nach der Kriseldquo fuumlgte er hinzu

HandelsabkommenFreihandelsabkommen mit Suumldkorea besiegelt

SEOUL (Dow Jonesgtai)--Das suumld-koreanischen Parlament hat das im Oktober 2010 vereinbarte Freihan-delsabkommen mit der EU ratifiziert Damit ist der Weg frei fuumlr das erste Freihandelsabkommen der EU mit einem asiatischen Partner Die Verein-barung wird ab Juli 2011 in Kraft tre-ten Zwischen der EU und Suumldkorea werden dann innerhalb von fuumlnf Jah-ren die Zoumllle auf mehr als 98 aller Warenstroumlme entfallen Innerhalb von sieben Jahren sollen die Zoumllle auf alle Industrieguumlter beseitigt werden

ImporteSorge vor verstrahlter Ware ist unbegruumlndet

HAMBURG (Dow Jones)--Die Befuumlrchtung dass nach dem Unfall im japanischen Kernkraft-werk Fukushima radioaktiv ver-strahlte Ware nach Deutschland gelangen koumlnnte ist offenbar unbegruumlndet Im Hafen Hamburg jedenfalls musste bisher kein aus Japan ankommendes Schiff kon-trolliert werden wie ein Sprecher der Hamburger Innenbehoumlrde auf Anfrage mitteilte Dies liege daran dass es keine Direktverbindun-gen zwischen Japan und Ham-burg gebe und alle in Frage kom-menden Schiffe bereits in ande-ren Haumlfen auf eine moumlgliche radio-aktive Strahlung uumlberpruumlft wor-den seien

Der Rotterdamer Hafen will nach einem Bericht der bdquoVerkehrsrund-schauldquo noch bis 15 Mai alle aus Japan kommenden Schiffe auf radioaktive Belastung hin uumlber-pruumlfen Bei den bislang durchge-fuumlhrten Kontrollen auf den Schif-fen und an der Ladung seien keine Auffaumllligkeiten festgestellt worden teilte der Hafenbetreiber mit Wie unsere Redaktion erfuhr fordern die Automobilhersteller seit dem Ausbruch der Japan-Krise beson-dere Sicherheitsvorkehrungen kri

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Branchen amp Maumlrkte

Ausgewaumlhlte Termine

Herausgeber und Verlag Dow Jones News GmbH Baseler ArkadenWilhelm-Leuschner-Straszlige 78 60329 Frankfurt am Main HRB 58631 Frankfurt

Geschaumlftsfuumlhrung Dr Matthias Paul Volker Schneider James Rhyu Adam Tuckman Andrew Langhoff und Sue Needle

Verantwortlich fuumlr den Inhalt Kai Moll Tel +49 (0) 69 2 97 25 - 4 20E-Mail metalldedowjonescom Fax - 4 40 Internet wwwdjnewslettersde

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Erscheinungsweise 2-mal monatlich

Impressum

Zulieferer Geschaumlftserwartungen normalisieren sich

HAGEN (Dow Jones)--Der ArGeZ-Geschaumlftsklimaindex fuumlr die deut-sche Zulieferindustrie hat sich im April erwartungsgemaumlszlig abgeschwaumlcht Wie die Arbeitsgemeinschaft Zulie-ferindustrie (ArGeZ) mitteilte hat sich die bereits im Vormonat angedeute-te Normalisierung der Zukunftserwar-tungen im Berichtsmonat fortgesetzt bdquoZusaumltzlich duumlrften sich die Unsicher-heiten in Nordafrika sowie die Unkal-kulierbarkeit von Nachwirkungen der Japan-Katastrophe auswirkenldquo schreibt der Verband Gleichwohl zeige sich die aktuelle Geschaumlftslage weiter auf hohem Niveau

Der Geschaumlftsklimaindex Zulie-ferindustrie wird von der Arbeitsge-meinschaft Zulieferindustrie ArGeZ in Zusammenarbeit mit dem Ifo-Institut Muumlnchen ermittelt Er beruht auf der Befragung von rund 600 Unterneh-men und deckt die in der Arbeitsge-meinschaft Zulieferindustrie zusam-mengeschlossenen Branchen Gieszlige-rei-Industrie Kunststoffverarbeitung Stahl- und Metallverarbeitung NE-Metall-Industrie Kautschukindustrie sowie Technische Textilien ab

ArGeZ-GeschaumlftsklimaindexZulieferindustrie Deutschland

2000 = 100 saisonbereinigt Saldo aus positiven und negativen Bewertungen Quelle ifo Institut ArGeZ Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie

Aktuelle Lage

Zukunftserwartung

VIK-Strompreisindexfuumlr Mittelspannung

Quelle VIK

Maumlrz 17370

(Januar 2002 = 100)

Haben Sie Anregungen Fragen Hinweise zu unseren DatenE-Mail an datendedowjonescom

Strom VIK-Index reagiert aufAtomausstiegsplaumlne

ESSEN (Dow Jones)--Der VIK-Strompreisindex fuumlr Mittelspan-nungskunden ist im April nochmals kraumlftig um 610 Punkte bzw 469 auf 17980 Punkte gestiegen Damit erreicht der Index den houmlchsten Wert seit Ende 2008 wie der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirt-schaft (VIK) mitteilte Maszliggeblich fuumlr den weiteren Anstieg war dem VIK zufolge der von der Bundesregie-rung geplante beschleunigte Atom-ausstieg Dieser habe einen deutli-chen Einfluss auf die Strompreise an der Leipziger Boumlrse EEX und somit auch auf den vom Verband monatlich veroumlffentlichten VIK-Index gehabt So seien die Preise fuumlr die folgenden vier Quartale an der EEX nach Bekannt-gabe des Atommoratoriums im Maumlrz zunaumlchst sprunghaft angestiegen und verharrten seitdem auf diesem hohen Niveau

Neben dem deutlichen Anstieg im Vergleich zum Vormonat kletterte auch der gleitende Jahresmittelwert uumlber 12 Monate um 243 Punkte auf aktuell 16087 Punkte Der VIK-Strom-preisindex basiert auf den Stromprei-sen der EEX sowie den Netznutzungs-entgelten von sechs deutschen Netz-betreibern Als Energiepreiskompo-nente wertet der VIK die monatlichen Durchschnittspreise des Terminmark-tes fuumlr die kommenden vier Quartals-produkte aus

Dow Jones Management Forum Rohstoffversorgung 2011

Termin 17 bis 18 Mai 2011 Ort Frankfurt am MainIm Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Fragen wie sich Unterneh-men langfristig aufstellen koumlnnen um ihre Rohstoffversorgung abzu-sichern Tel 06929 72 51 51E-Mailconferencesdowjonescomwwwdjnewslettersdeconferences

EuroFX-Referenzkurs 1252011 14151 USDQuelle Reuters

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Marktanalyse Aluminium amp Kupfer

Dow Jones NE-Metalle Prognose

Weiterhin nervoumlser Handel bei den Basismetallen erwartetFRANKFURT (Dow Jones)--Wir

rechnen weiter mit einem nervoumlsen Handelsgeschehen an den Basisme-tallmaumlrkten da die Marktteilnehmer versuchen die widerspruumlchlichen Sig-nale zu verdauen Obwohl die juumlngs-ten Nachrichten uumlberwiegend negativ waren verdraumlngten die Player dies zu Beginn der Woche und fokussierten sich auf die guten Neuigkeiten Nach dem Ausverkauf in der vergangenen Woche der Kupfer um 42 und Alu-minium um 2 innerhalb eines Tages absacken lieszlig sind die Kaumlufer in die-ser Woche auf den Markt zuruumlckge-kehrt um die die Gelegenheit zu nut-zen Kupfer unter 9000 USDt und Aluminium unter 2700 USDt einzu-kaufen Es ist derzeit vor allem die-ser anhaltende Optimismus der den Basismetallmarkt am staumlrksten unter-stuumltzt Doch nun ist der Risikoappe-tit erneut deutlich zuruumlckgegangen Zudem stehen wir am Beginn der sai-sonal schwachen Sommermonate

Wir erwarten aber dass die Indus-triemetalle den zunehmenden Sorgen bezuumlglich einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und bezuumlg-lich der Schuldenkrisen noch fuumlr eini-ge Wochen widerstehen wird Aller-dings sind in den naumlchsten Wochen starke Schwankungen wahrschein-lich sind Die Kupferpreise an der Londoner Metallboumlrse duumlrften sich in diesem Zeitraum in einer Range zwi-

schen 8600 und 9400 USDt bewe-gen Allerdings besteht das Risiko einer technischen Korrektur wenn die Unterstuumltzungsmarke von 8600 USDtnachhaltig faumlllt Dann baut sich die naumlchste Unterstuumltzung 8200 USDtauf ndash ein Preislevel das zuletzt im Oktober 2010 gesehen wurde Bei Aluminium sehen wir eine starke Unterstuumltzung bei 2500 USDt sowie einen Schluumlsselwiderstand bei 2270 USDt

Unter den negativen Marktnachrich-ten war auch dass Chinas Kupferim-porte im April schwaumlcher als erwartet ausgefallen sind Das Land importier-te nach vorlaumlufigen Zahlen der chine-sischen Zollbehoumlrden 262676 t Kup-fer Kupferlegierungen und Halbfer-tigprodukte was einen Ruumlckgang um 40 im Vergleich zum Vorjahres-monat und um 14 gegenuumlber dem Maumlrz darstellt Die Bestaumlnde in den gelisteten Lagerhaumlusern der Shang-hai Futures Exchange sind nach wie vor hoch und es gibt Geruumlchte uumlber groszlige Bestaumlnde auszligerhalb der gelis-teten Laumlger Zudem koumlnnte der Inflati-onsdruck zu weiteren geldpolitischen Maszlignahmen fuumlhren was die Nachfra-ge daumlmpfen duumlrfte Gleichzeitig spielt sich die chinesische Kupferprodukti-on wegen der Rekordpreise auf einem hohen Level ab

Dies faumlllt vermutlich mit einer im Som-mer saisonal bedingten schwaumlcheren

Nachfrage in der noumlrdlichen Hemis-phaumlre zusammen Die nicht-kommer-ziellen Investoren haben bereits ihre Netto-Longpositionen die vierte Woche in Folge heruntergefahren

Allerdings gibt es auch einige Unterstuumltzung von den anderen Roh-stoffmaumlrkten So steht der Energie-komplex infolge der anhaltenden geo-politischen Spannungen und wegen der Folgen des Erdbebens in Japan stark da Dennoch sind es vor allem die Wechselkurse die weiterhin den Grundton am Markt setzen Die Euro-Dollar-Relation schwankt infolge der fortdauernden Schuldenthematik auf beiden Seiten des Atlantiks hin und her Die Wechselkurse sind ein Spiel-ball zwischen gegnerischen Kraumlften da der Fokus der Investoren zwischen den Themen USA sowie Europa hin- und herschwankt

Da die Investoren derzeit ihren Fokus vom griechischen Haushalt wieder abwenden duumlrfte der Euro durch die erwartete Zinssteigerung die die Europaumlische Zentralbank viel-leicht bereits im Juni ankuumlndigen wird Unterstuumltzung finden Alles in allem befinden sich die beiden Waumlhrungen in einer Pattsituation aber angesichts der widerspruumlchlichen Signale die auf das Waumlhrungspaar wirken erwar-ten wir in den naumlchsten Wochen star-ke Ausschlaumlge Dow Jones Commodities Research

Dow Jones Indikatoren NE-Metalle(USDt) Kupfer LME

Grundtendenz Obere Grenze Untere Grenze Grundtendenz Obere Grenze Untere Grenze

(USDt)

20

Dow Jones NE-Metalle Monitor

Ausgewaumlhlte Metalle und Legierungen 115 45Kupfer (DEL-Notiz) 61692-61929 62535-62764MK (Metallnotierung Kupfer) 70766 71601Aluminium unverzollt ($t)Blei in Kabeln 18481 19038Metallbasis Bronze 946 83000 84000Messing MS 58 1Verarbrsquostufe 50900-51700 51400-52100Messing MS 58 2Verarbrsquostufe 55600-55700 56200-56200Messing MP 58 50100 50600Messing MS 63 53800-54000 54300-54500Metallbasis Messing 6337 53600-53800 54000-54300Zinklegierung Z 400410 Basispreis 20800 20800Zinn 999 loco Duisburg 208400 212700Alu 997 prompt Deutschland geliefert 20300 20600Aluminium in Kabeln 20300 20600Kupfer hochgr Kath Kasse 61600 62600Kupfer hochgr Kath 3 Monate 61700 62700

Messinglegierungen 115 45Rotguss RG 5 47500-48000 47500-48000Rotguss RG 7 50000-51000 50000-51000Rotguss RG 10 50500-51000 50500-51000Gussbronze GBZ 10 58000-64000 58000-64000Gussbronze GBZ 12 60000-64000 60000-64000Gussbronze GBZ 14 63000-66000 63000-66000

Ferrolegierungen 115 45Molybdaumln Oxid 57 (USDlb)in Faumlssern 1600-1735 1690-1735in Dosen 1700-1745 1700-1745

Molybdaumln in Briketts (USDlb) 1720-1760 1715-1745Ferro-Molybdaumln 70 (USDkg) 4090-4150 4090-4180Ferro-Vanadium 80 (USDkg) 2960-3050 2960-3090Ferro-Niob 63 (USDkg) 4300-4600 4300-4600Ferro-Titan 70 (USDkg) 850-890 850-890Ferro-Wolfram 80 (USDkg) 4950-5150 4950-5150Ferro-Mangan carbure (EURt) 94000-104000 96000-105000Ferro-Mangan affine (EURt) 165000-172000165000-172000

Alu-Gussleg frei Verbraucher (3t) 115 45Nr 226 23800-24800 23800-24800Nr 231 24600-25600 24600-25600Nr 233 25500-26500 25500-26500

NE-Metall-Schrotte 115 45Altblei (EUR100kg) 11500-12000 12500-13000Akkublei (EUR100kg) 5000-5500 5000-5500Kabul (Milberry) 58000-58500 58500-59000Kasus (Granulat I) 58000-58500 58500-59000Katze (Granulat II) 54000-54500 54500-55000Kader (Berry) 53500-54000 54000-54500Kupferdraht (Kanal) 51000-51500 51500-52000Schwerkupfer (Keule) 52000-52500 52500-53000Leichtkupfer (Klima) 50000-50500 50500-51000Schwermessing (Milbe) 32000-32500 32000-32500Leichtmessing (Modus) 29500-30000 29500-30000Rotguss-Schrott 1Qu (Radar) 47000-47500 47000-47500Rotguss-Schrott 2Qu (Rampe) 46000-46500 46000-46500Umschmelzzink 12000-12500 12000-12500Altzink 9000-9500 9000-9500Messingstangenspaumlne MS58 (Maler)36500-37000 37000-37500Messingblechabfaumllle MS63 (Magda) 40000-40500 42000-42500Chromstahl 3500-4000 4000-4500Chromnickelstahlabf V-II a 15000-15500 15500-16000Chromnickelstahlabf V-IV a 23000-23500 24000-24500Alu neu Cu-am 13500-14000 13500-14000Reinaluminiumdraht 16500-17000 16500-17000Gussschrott max 2 FE 9500-10000 9500-10000Alu-Blechabf max 2 8500-9000 8500-9000Alu-Spaumlne Toleranz 5 8000-8500 8000-8500Alu-Profilabf AlMgSi 05 17000-17500 17000-17500

LME (USDt) 115 45KobaltKassa 38000-39500 38000-390003 Monate 37500-39000 37000-38000MolybdaumlnKassa 36450-37450 35700-377003 Monate 36750-37750 36000-38000

Kassapreise 115 45Gold ) (EURkg fein) 3590000 3506000Gold verarbeitet ) (EURkg fein) 3761000 3673000Silber ) (EURkg fein) 94160 96000Silber verarbeitet ) (EURkg fein) 98560 100480Platin verarb (EURg fein) 4252 4231Palladium verarb (EURg fein) 1819 1857Iridium verarb (EURg fein) 2590000 2520000Rhodium verarb (EURkg fein) 5335000 5355000Ruthenium verarb (EURkg fein) 450000 440000) Basis Londoner Fixing Preise von W C Heraeus GmbH

FuturesNew York Comex Gold USDFeinunze 115 45Mai 150110 151490Juni 150140 151530Juli 150200August 150270 151650Oktober 150400 151770Dezember 150530 151880Februar 150640 152010

New York Comex Silber ctsFeinunze 115 45Mai 355090 393830Juni 355090 393870Juli 355150 393880September 355280 393960Dezember 355280 393960Januar 355100 393730Maumlrz 354800 393260Mai 354380 392610

New York Nymex Platin USDFeinunze 115 45Juni 177780 182730Juli 177780 182630Oktober 178150 182990Januar 178150 183190

New York Nymex Palladium USDFeinunze 115 45Juni 71540 74670September 71710 74830Dezember 71850 74930

Preisuumlbersicht NE-Metalle (Deutsche Haumlndlerpreise in EUR100kg sofern nicht anders angegeben)

tagesaktuelle Preise woumlchentlich erfasste Preise Es handelt sich um die aktuellsten verfuumlgbaren Preise aus den vergangenen sieben Tagen

Preisuumlbersicht Edelmetalle

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Page 2: Lexikon mit Fachbegriffen aus Dow Jones NE-Metalle Monitor · Dow Jones NE-Metalle Monitor Donnerstag, 12. Mai 2011 | Nr. 9 Markttrends Aluminium Aluminiummarkt Aluminium hält sich

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

Aumluszligerung des EZB-Praumlsidenten laumlsst Metallmaumlrkte scharf einbrechenFRANKFURT (Dow Jones)--Ein jaumlher Preisausschlag bei den Rohstoff-notierungen beunruhigte vergangene Woche die Maumlrkte und rief Panik bei Investoren hervor Der Preisverfall nahm seinen Anfang bei Aumluszligerun-gen von EZB-Praumlsident Jean-Claude Trichet zur EU-Zinspolitik Brasilien macht die lockere Geldpolitik in den USA und Europa fuumlr den Crash verantwortlich bdquoDie Fed und die EZB uumlberschwemmen den Markt mit Dollar und Eurordquo kritisierte Brasiliens Finanzminister Guido Mantega in einem Interview Das Kapital sei aus Mangel an Anlagemoumlglichkeiten in die Rohstoffmaumlrkte gewandert bdquoZuletzt hat der Markt nur auf ein Signal gewartet um die Blase platzen zu lassen und Gewinne mitzunehmenldquo so Mantega Matthias Huth Leiter des Bereichs Rohstoffanalyse bei Dow Jones News erlaumlutert in diesem Zusammenhang die stetig wachsende Bedeutung von Finanzinvestoren fuumlr die Metallmaumlrkte

Herr Dr Huth was hat am vergan-genen Donnerstag zu dem ploumltz-lichen Preisverfall bei Rohstoffen gefuumlhrt

Die Europaumlische Zentralbank (EZB) hat an diesem Tag die Erwartungen auf eine weitere Anhebung der Leit-zinsen im Juni enttaumluscht Dadurch hatte der Euro gegenuumlber dem US-Dollar deutlich an Wert verloren und zwar um ca 3 US-Cents Der staumlrkere Dollar sorgte fuumlr einen Ruumlckgang der Rohstoffpreise Verstaumlrkt wurde diese Entwicklung noch durch schlechte US-Konjunkturdaten die Zweifel an der weiteren schnellen Erholung der US-Wirtschaft laut werden lieszligen

Viele spekulative Marktteilnehmer waren auf steigende Rohstoffpreise positioniert und verkauften ihre Posi-tion nach Bekanntwerden der schwa-chen Daten Dies hat den Ruumlckgang noch verschaumlrft

Nach der Bekanntgabe der US-Arbeitsmarktdaten am Freitag zogen dann die Rohstoffnotierun-gen wieder an Wie ist diese Markt-bewegung zu beurteilen

Die US-Arbeitsmarktdaten waren ein positive Uumlberraschung weshalb es nicht verwundert warum die Prei-se wieder etwas zugelegt haben Dies

kann jedoch nur eine Momentaufnah-me sein Bei den naumlchsten Konjunk-turindikatoren kann dies schon wieder anders aussehen

Wie schaumltzen Sie die weitere Ent-wicklung bei den Rohstoffpreisen ein

Nur die Grundzutat fuumlr weiter stei-gende Rohstoffpreise stimmt nach wie vor Die Zinsen bewegen sich nach wie vor auf niedrigem Niveau Dies duumlrfte sich so schnell auch nicht aumlndern Der Zinsvorteil der Eurozo-ne und die andauernde Nullzinspoli-tik spricht weiter fuumlr eine Abwertung des US-Dollars Dies macht Rohstof-fe fuumlr Investoren auszligerhalb des Dollar-Raums unter sonst gleichen Bedin-gungen billiger und damit attraktiver Die Konjunkturaussichten sind welt-weit immer noch mehrheitlich posi-tiv was auf eine solide Nachfrage hin-deutet

Das groszlige Fragezeichen bildet die Risikoaversion der Marktteilnehmer Sollte diese gering bleiben duumlrf-ten die Notierungen wieder anzie-hen Umgekehrt bedeutet ein Anstieg der Risikoaversion trotz niedriger Zin-sen weiter fallende Notierungen Dies gilt im Wesentlichen fuumlr alle Rohstof-fe ndash wenngleich mit unterschiedlichen Auspraumlgungen

Rohstoffe galten fuumlr Investoren immer als sicherer Hafen wenn die Aktienkurse nachgaben Hat sich die Rolle der Rohstoffe im Zusam-menspiel der Anlageklassen geaumln-dert

Die Rolle der Rohstoffe hat sich mit der gestiegenen Bedeutung der Finanzinvestoren inzwischen deutlich veraumlndert Der Gleichlauf zwischen Aktien und Rohstoffen hat zuge-nommen und wird meines Erachtens noch mehr zunehmen Rohstoffe sind heute Teil der bdquorisky assetsldquo ndash genau wie Aktien auch Die Diversifikations-funktion der Rohstoffe gegenuumlber den Aktien geht dabei immer mehr verlo-ren

Was bedeutet dies fuumlr Marktteil-nehmer mit primaumlr physischen Handelsinteressen

Fuumlr Marktteilnehmer mit physi-schem Interesse bedeutet dies dass sie sich auf erratischere Entwicklun-gen einstellen muumlssen Preise wer-den nicht mehr nur noch von Ange-bot und Nachfrage am Rohstoff-markt beeinflusst sondern auch von der stark schwankenden Risikoaversi-on von Finanzmarktteilnehmern sowie der Liquiditaumltssituation an Maumlrkten und bei Marktteilnehmern

Markttrends

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Markttrends Aluminium

Aluminiummarkt

Aluminium haumllt sich trotz abstuumlrzender Maumlrkte wackerFRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aluminiummarkt bewegt sich weiter auf hohem Niveau Die zweite Haumllfte der vergangenen Woche ver-lief turbulent fuumlr die Branche weil die Trichet-Rede die Maumlrkte geschockt hatte Die daraus resultierende scharfe Korrektur der Metallpreise wurde jedoch von vielen Einkaumlufern als gute Kaufgelegenheit genutzt

Das Gelegenheitsfenster blieb aller-dings nur kurz offen dann hatte sich die Situation wieder beruhigt die Preise zogen erneut an und diejeni-gen die nicht schnell genug waren hatten das Nachsehen wie von uns befragte Einkaumlufer berichten bdquoDieje-nigen die sich nicht schnell einge-deckt haben haben eine gute Kauf-gelegenheit verpasst ndash solche Gele-genheiten sind inzwischen naumlmlich kurzlebig und man muss sehr schnell reagierenldquo kommentiert ein Einkauf-leiter Leider sei aber der Absturz in Euro bdquonicht so dramatischldquo gewesen bedauert ein weiterer

Manche Marktteilnehmer sehen derzeit Hinweise auf eine leich-te Abschwaumlchung So berichtet zum Beispiel ein Sekundaumlraluminiumpro-duzent dass einige Kunden Liefe-rungen verschoben haumltten Bei den Neuauftraumlgen sehe es dagegen noch gut aus bdquoDie Entwicklung ist zwar schlecht abzusehen ndash ich schaumltze aber es wird ein bisschen runterge-henldquo glaubt der Informant Ein weite-rer Einkaumlufer vermutet dass die Auto-mobilhersteller sich inzwischen aus-reichend hohe Bestaumlnde aufgebaut haben und daher in ihrem Abrufver-halten etwas nachlassen Er rechnet dennoch damit dass es auf einem hohen Niveau weiterlaumluft allerdings in diesem Jahr wieder mit dem uumlblichen Sommerloch

Die Masselpraumlmien (in warehouse Rotterdam) bewegen sich mit 200-220 USDt unveraumlndert auf hohem Niveau bdquoEs koumlnnte sogar noch einen kleinen Ruck gebenldquo vermutet ein Marktteilnehmer Auch andere Ein-kaumlufer stimmen dieser Einschaumltzung zu bdquoViele haben sich noch nicht fuumlr das ganze Jahr eingedeckt so dass

die Praumlmien vorerst bestimmt nicht nachgeben werdenldquo heiszligt es

Das Atomungluumlck in Japan hat inzwischen auch Folgen fuumlr die deut-sche Aluminiumindustrie bdquoUnsere Kunden aus der Automobilbranche lassen sich von uns bestaumltigten dass wir kein Material aus Japan verwen-denldquo berichtet ein Einkaufslei-ter Auch wenn diese Sorge eigentlich unbe-gruumlndet sei (siehe hierzu Seite 17) Zudem haben die Preise im Sekundaumlrbereich etwas nachge-geben weil Blockware die ansonsten nach Japan gegangen waumlre jetzt am europaumlischen Markt verfuumlgbar ist Die

Blockpreise (226D) die noch vor eini-gen Wochen uumlber 2000 EURt lagen bewegen sich aktuell bei 1850-1920 EURt bdquoMan houmlrt auch von Spitzen nach untenldquo berichtet ein Marktteil-nehmer Nur die Schrottpreise haben sich nicht bewegt und befinden sich unveraumlndert auf hohem Niveau Dies wird von den von uns befragten Markt-teilnehmern vor allem darauf zuruumlck-gefuumlhrt dass die Schrotthaumlndler bdquoden erhoumlhten Bedarf erkannt habenldquo und eine leichte kuumlnstliche Verknappung durch Zuruumlckhalten von Material ver-ursachen

Die Lagerbestaumlnde bei den Verbrau-chern sind nach unseren Informatio-nen immer noch sehr niedrig und dies duumlrfte auch so bleiben bdquoDas liegt an

den Finanzierungs-kostenldquo erlaumlutert ein Einkaufsleiter Daher werde das Thema Just-in-time-Liefe-rung immer wich-tiger fuumlr die Unter-nehmen Die Situa-tion am Frachtmarkt ist nach seinen Infor-mationen weiter-hin angespannt die

Transportkosten haben erneut ange-zogen und vor allem um Feiertage herum duumlrfte es weiterhin zu punktu-ellen Engpaumlssen kommenChristine Buumlttner

Der Markt auf einen Blick

Aluminium um 2575 USDt

Verbraucher nutzen Preisrutsch zum Einkauf

Praumlmien unveraumlndert hoch

London Metal Exchange Shanghai Futures Exchange

LME-Dreimonatspreis in EURt im Jahresverlauf

0

1000000

2000000

3000000

4000000

5000000

1500

1600

1700

1800

1900

2000

J J A S O N D J F M A M

LME-Dreimonatspreis und Boumlrsen-Lagerbestaumlndein t in EURt

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Aluminium

Norwegen Norsk Hydro steigert Produktion in Sunndal

OSLO (Dow Jones)--Norsk Hydro hat im ersten Quartal 2011 einen nied-riger als erwarteten Nettogewinn von 782 Mio NOK (Vorjahreszeitraum 779 Mio NOK) erzielt Dies sei auf houmlhere Vormaterialkosten unter anderem bei Energie und Kokskohle zuruumlckzufuumlh-ren sowie eine geringere Produktion in der Raffinerie Alunorte in Brasilien teilte das Unternehmen mit

Der norwegische Aluminium- und Energiekonzern kuumlndigte weiter an die Aluminium-Produktionskapazi-taumlt in der Anlage Sunndal in Norwe-gen steigern zu wollen um mit dem erwarteten Nachfrageanstieg bei Pri-maumlraluminium um geschaumltzte 7 in diesem Jahr Schritt halten zu koumln-nen Es sei daher geplant die Anla-ge Ende 2011 bei ihrer vollen Kapazi-taumlt von 100000 Mio jato produzieren zu lassen heiszligt es

SuumldkoreaNovelis erweitert Kapazitaumlt in Asien um uumlber 50

ATLANTA (Dow Jones)--Der US-Konzern Novelis steckt fast 400 Mio USD in die Erweiterung seiner Alumini-umwalz- und -recycling-Aktivitaumlten in Suumldkorea Dies sei dem starken Nach-fragewachstum auf den Maumlrkten Asi-ens geschuldet teilte der Produzent von Aluminiumwalzprodukten mit Mit der Erweiterung steige die Aluminium-blech-Kapazitaumlt in Asien um uumlber 50 auf 1 Mio jato Die neuen Produkti-onskapazitaumlten werden den Angaben zufolge in der zweiten Jahreshaumllfte 2013 in Betrieb gehen

ETF Glencore will mehr Langfrist-Vertraumlge

LONDON (Dow Jones)--Glenco-re will Aluminium vermehrt uumlber lang-fristige Vertraumlge beziehen Wie aus dem IPO-Prospekt des Unterneh-mens hervorgeht koumlnnte die Gesell-schaft dadurch mehr Metall fuumlr ihre geplanten ETF erhalten Glencore plant schon seit laumlngerem die Aufle-gung eines Aluminium-ETFs gemein-sam mit Credit Suisse Das zusaumltzli-che Material wird fuumlr die physische Unterlegung des Fonds benoumltigt

Der weltgroumlszligte Rohstoffhaumlndler der Ende Mai in London und Hong-kong an die Boumlrse geht hat 2010 rund 39 Mio t ausgeliefert Den Anga-ben zufolge wurden im vergangenen Jahr rund 44 davon uumlber kurzfris-tige Kontrakte eingekauft Auszliger von Rusal bezieht Glencore Aluminium im groszligen Umfang auch von Century Aluminium das sich zu 44 im Besitz der Gesellschaft befindet Rusal und Century stehen fuumlr die Haumllfte des Alu-miniums das Glencore im vergange-nen Jahr gekauft hat

RusslandRusal hebt Prognose fuumlr Aluminiumpreis an

MOSKAU (Dow Jones)--Rusal hat seine Preisprognose nach oben kor-rigiert und sieht den globalen Alumi-niumpreis Ende des Jahres jetzt bei uumlber 2700 USDt Zuvor war Rusal von einem Preis zwischen 2500 USD und 2600 USDt ausgegangen Als Grund fuumlr die optimistischere Ein-schaumltzung nannte der Konzern die starke Nachfrage und die anhaltende Schwaumlche des Dollars Die Produkti-on von Rusal stieg im ersten Quartal um 42 auf 101 Mio t im Vergleich zur Vorjahresperiode

ChinaShandong Nanshan baut Anlage in den USA

SCHANGHAI (Dow Jones)--Die chi-nesische Shandong Nanshan Alumi-nium Co baut bis 2012 eine Anla-ge fuumlr Alulegierungen in den USA Dies sei Teil der Konzernstrategie sich in Uumlberseemaumlrkten etablieren zu wollen heiszligt es in bdquoChina Dailyldquo In der neuen Anlage im US-Bun-desstaat Indiana wolle das Unter-nehmen 40000 t hochwertiger Alu-miniumprodukte fuumlr die Automobil-Luftfahrt- und Maschinenbauindust-rie sowie fuumlr Produkte fuumlr den Nahver-kehr jaumlhrlich herstellen

in t

Quelle International Aluminium Institute

Welt-Aluminiummarkt

Quellen London Metal Exchange New York Mer-cantile Exchange Shanghai Futures Exchange (SHFE)

Aluminium Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kassein USDt 260100 268100in EURt 183570 180612

3 Monatein USDt 258750 268600in EURt 182617 180949

15 Monatein USDt 266500 276300in EURt 188087 186136

27 Monatein USDt 271800 281800in EURt 191827 189841

Lagerbestaumlnde(in t) 4590750 4603350

SHFE 125 55

Frontmonat(CNYt) 16550 16585

Lagerbestaumlnde(in t) 249777 260963

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

Produkte Alcoa entwickelt luftreinigende Fassade

NEW YORK--(Dow Jones)--Alcoa hat eine neuartige Fassadenplatte entwickelt die den Angaben zufol-ge sowohl sich selbst als auch die Luft rundherum selbsttaumltig reinigt Das neuartige Produkt Produkt mit Namen bdquoReynobondldquo nutzt die vom japanischen Hersteller von Sanitaumlr-keramik Toto entwickelte Selbstreini-gungstechnologie EcoClean 10000 Quadratfuszlig Reynobond-Platten haumlt-ten eine Luftreinigungskapazitaumlt von nahezu 80 Baumlumen sagte Craig Bel-nap Chef der Architektursparte von Alcoa Am 12 Mai soll die neuartige Fassadenplatte erstmals auf der AIA 2011 National Convention and Design Exposition vorgestellt werden

Alcoa-Wissenschaftler haben den Angaben zufolge fuumlr die Entwicklung der neuartigen Fassadenplatten die patentierte HYDROTECT-Technolo-gie von Toto genutzt Dabei wird eine spezielle Titandioxid-Schicht (Eco-Clean) auf die vorbehandelte Alumi-nium-Oberflaumlche einer Reynobond-Platte aufgetragen Ergebnis sei ein Aluminium-Panel dessen Oberflauml-

ProdukteNovelis erhoumlht Preise fuumlr Walzprodukte

ZUumlRICH (Dow Jones)--Novelis erhoumlht zum 1 Juli die Preise von Alu-minium-Walzhalbzeugen fuumlr Haumlndler und industrielle Weiterverarbeiter in Europa Je nach Produkt betrage die Preiserhoumlhung bis zu 120 EURt teil-te der US-Konzern mit Laufende Ver-traumlge seien von der Preiserhoumlhung ausgenommen Die Preiserhoumlhung sei auf den hohen Bedarf und die angespannte Liefersituation zuruumlck-zufuumlhren Hinzu kaumlmen die steigen-den Preise fuumlr Metall und Metallprauml-mien Novelis Europe werde zudem die Zahlungsziele und die sonstigen Geschaumlftsbedingungen bdquostraffenldquo heiszligt es Novelis hatte bereits zum 1 April einen Magnesium-Aufschlag auf Standard- und lackierten Aluminium-blechprodukte erhoben

ProdukteAlu-Kabelkanal fuumlr Solaranlagen

DUumlSSELDORF (Dow Jones)--Der Nuumlrnberger Hersteller von Lochble-chen Ernst Meck hat einen Kabelka-nal aus Aluminium speziell fuumlr Flach-daumlcher und Freiflaumlchen entwickelt Neben der Photovoltaik sei das neu-artige Produkt auch sehr gut fuumlr den Einsatz in der solarthermischen Anlagentechnik geeignet teilte der Gesamtverband der Aluminiumindus-trie mit Der Kabelkanal besteht den Angaben zufolge aus einem einsei-tig offenen Profilelement wobei im Gegensatz zum uumlblichen C-Profil ein U-Profil zum Einsatz kommt Da die Profiloumlffnung breiter sei sei es leich-ter die zu verlegenden Kabel einzu-bringen

Das Deckelelement ein Alu-Steck-system ist laut Mitteilung als form-schluumlssige Schnappverbindung aus-gefuumlhrt wodurch eine schnelle Mon-tage und Demontage moumlglich sei Die Profilelemente des Kabelkanals seien mit zahlreichen Lochungen versehen weshalb der Kabelkanal einen sehr guten Wasserabfluss aufweise

Aluminium

Chinas Basismetallproduktion im April 2011 (in t)

April2011

Veraumlnd ggVorjahr in

Jan-April2011

Veraumlnd ggVorjahr in

Kupfer 454000 +192 1727000 +158

Blei 398000 +318 1513000 +330

Zink 435000 +28 1705000 +92

Zinn 141515 +52 505187 +131

Nickel 206733 +420 751848 +300

Aluminium 1459000 +74 5514000 +27

Tonerde 2987000 +183 11195000 +124

Quelle Chinesische Statistikbehoumlrde Stand 11 Mai 2011

che beim Zusammentreffen mit Son-nenlicht als Katalysator fungiere der organische Luftverschmutzungen wie zB Smog sowohl auf der Oberflaumlche als auch in der unmittelbaren Umge-bungsluft in harmlose Bestandteile umwandele Diese wuumlrden dann vom Regenwasser abgewaschen

Groszligbritannien Rexam will Produktionin Suumldamerika erhoumlhen

LONDON (Dow Jones)--Rexam konnte im ersten Quartal 2011 wie erwartet den Absatz sowohl bei Stan-darddosen als auch bei Spezialpro-dukten steigern Vor allem in Russ-land sei ein deutlicher Anstieg zu ver-zeichnen teilte der britische Dosen-hersteller mit In Nordamerika sei zwar der Verkauf von Standarddo-sen wie erwartet zuruumlckgegangen der Bereich Spezialprodukte wach-se jedoch kontinuierlich Auch das Geschaumlft in Suumldamerika lege kontinu-ierlich zu und man plane die Kapazi-taumlt in der Region zu steigern

Chinas NE-Metall-Importe April 2011(vorlaumlufige Angaben Veraumlnderungen in )

(in t)April2011

Jan-Apr2011

Veraumlndgg Vorj

Kupfer u-produkte

262676 1166680 -226

Kupfer-schrott

380000 138000 +19

Aluminiumu -produkte

76724 321016 -84

Aluminium-schrott

230000 790000 -146

Tonerde 130000 830000 -524

Alu-Exporte

60722 219091 +64

Quelle Chinesische ZollbehoumlrdeStand 11 Mai 2011

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9AluminiumKupfer

Deutschland

Metallhaumlndler blicken optimistischin die Zukunft

BERLIN (Dow Jones)--Der Metall-handel in Deutschland partizipiert am Aufschwung So konnten 80 der Metallhaumlndler die Verluste der Wirtschaftskrise wieder aufholen 10 verzeichnen sogar ein houmlheres Umsatzniveau als vor der Krise und nur 10 liegen auf einem niedrige-ren Umsatzniveau Das ist das Ergeb-nis der Geschaumlftsklima-Umfrage die der Verband Deutscher Metallhaumlndler (VDM) im April 2011 durchgefuumlhrt hat bdquoNach Beendigung der Wirtschafts-krise belebte sich das Geschaumlft wie-der deutlich Vor allem im Neumetall-bereich war ein starker Nachfragean-

stieg zu beobachtenldquo so die VDM-Vorsitzende Rita Dapont Der Groszligteil der Branche (87) erwartet dass die positive konjunkturelle Grunddynamik 2011 anhalten wird aber nicht weiter an Schwung gewinnt

Das Geschaumlftsklima im Handel mit Neu- und Altmetallen wird laut Umfra-geergebnis im zweiten Jahr in Folge sehr positiv bewertet Die Dynamik dieses Aufschwungs hat im Vergleich zum Vorjahr aber leicht an Schwung verloren So hat sich die Geschaumlftsla-ge bei 39 der Unternehmen im Ver-gleich zu 2010 weiter verbessert Die-

ser Wert lag im Vorjahr noch bei 52 Bei uumlber der Haumllfte der Unterneh-men hat sich die Geschaumlftsdynamik auf dem hohen Niveau des Vorjahres stabilisiert Eine leichte konjunkturel-le Verlangsamung stellt der VDM im ersten Quartal 2011 fest So standen 30 der Unternehmen einer abneh-menden Nachfrage gegenuumlber

Handel mit Halbzeug gewinnt an Dynamik

Der Handel mit NE-Metallhalb-zeug hat im Verlauf des zweiten Quar-tals 2011 an Dynamik gewonnen Der

Geschaumlftsklima-index des Wirt-schaftsverban-des Groszlighandel Metallhalbzeug (WGM) stieg staumlrker als zu Beginn des ers-ten Quartals und erreichte einen neuen Houmlchst-wert Diese Ent-wicklung sei ein Indiz dafuumlr dass Industrie und Bauwirtschaft sehr gut in das zweite Quartal 2011 gestartet seien teilte der Verband mit

Demnach zeigt sich die Geschaumlfts-lage vor allem beim Aluminiumhalb-zeug zu Beginn des zweiten Quar-tals ausgesprochen positiv 50 der Unternehmen und damit 11 mehr als im Vormonat schaumltzten die eige-ne wirtschaftliche Situation besser ein als noch im ersten Quartal dieses Jah-res Anders als zu Jahresbeginn kal-kuliert die Mehrheit der Halbzeug-haumlndler (61) mit konstanten Ein-kaufspreisen Auch bei den Verkaufs-preisen rechneten 64 der Haumlndler mit konstanten Werten in den kom-menden Monaten

DeutschlandMetallverarbeiter weiter auf dem Wachstumspfad

DUumlSSELDORF (Dow Jones)--Nach einem Plus von gut 18 im Jahr 2010 bleibt der Wachstumstrend in der Stahl- und Metallverarbeitung zu Jahresbeginn 2011 intakt Im ersten Quartal konnte ein weiterer Anstieg um knapp 19 verzeichnet werden Wie der Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM) mit-teilte fehlen nur noch 5 Wachs-tum zum Niveau des Jahres 2008 Der Umsatz der Branche betrug in den ersten drei Monaten des Jahres 16 Mrd EUR (2010 13 Mrd EUR)

Wichtige Kunden insbesondere die Automobilindustrie der Maschi-nenbau und die Elektroindustrie sind exportorientiert Deshalb profi-tieren auch die metallverarbeitenden Zulieferbetriebe von der starken Aus-landsnachfrage Die Auslastung der Produktionskapazitaumlten lag im ers-ten Quartal bei 834 Viele Unter-nehmen haben im Verlauf des Jahres 2010 Personal eingestellt die Zahl der Mitarbeiter erhoumlhte sich in der Bran-che um 12000 oder gut 3

Das Stimmungsbarometer der Branche hat sich im April auf sehr hohem Niveau abgeschwaumlcht Fuumlr die naumlchsten Monate rechnen die Unternehmen mit weniger Dynamik Dies ist auf die bereits sehr gute kon-junkturelle Lage und die Normalisie-rung des Aufschwungs zuruumlckzufuumlh-ren Das Bestellverhalten hat sich dem Kundenbedarf und den Kapazi-taumlten der Lieferanten angepasst Dies zeigen die nahezu gleichen Wachs-tumsraten bei Auftragseingaumlngen und Umsaumltzen

Die groumlszligten Risiken fuumlr die konjunk-turelle Entwicklung sieht der WSM in den steigenden Kosten fuumlr Energie und Vormaterial Aufgrund der anzie-henden Preise bei vielen Rohstof-fen zeigen die Umsatzrenditen wie-der eine ruumlcklaumlufige Entwicklung Der Verband fordert daher die bdquoDreifach-belastung des Mittelstands durch die Umlage fuumlr den Ausbau der erneuer-baren Energien (EEG-Umlage) hohe Stahlpreise und den Emissionshan-delldquo kurzfristig zu reduzieren

Der NE-Metallhandel gewinnt weiter an Dynamik Quelle ShutterstockMontage

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Markttrends Kupfer

Kupfermarkt

Wiedereinstieg Chinas bei weiter sinkenden Kupferpreisen erwartet FRANKFURT (Dow Jones)--Infolge eines festeren US-Dollar und fal-lender Aktienmaumlrkte kam es am Mittwoch ndash nach dem ersten starken Ruumlckgang Ende vergangener Woche ndash erneut zu einem Preisrutsch an den Metallmaumlrkten Kupfer fiel auf den niedrigsten Stand seit fuumlnf Mona-ten Die Investoren agieren den Angaben zufolge vorsichtig nachdem juumlngste Wirtschafts- und Metallproduktionsdaten aus dem weltgroumlszligten Verbraucherland China neutral ausgefallen waren

Falls sich der Abwaumlrtstrend fort-setzt duumlrfte China bald wieder in den Markt einsteigen Das Land ist nach unseren Informationen seit Ende Januar aus dem Markt und bedient sich bis dato aus seinen riesigen nicht registrierten Kupferbestaumlnden die das Land in den Jahren niedrige-rer Preise angehaumluft hatte

bdquoIch glaube dass der Preis bis auf 8000 - 8200 Dollar faumllltldquo meint ein Marktteilnehmer Bei diesem Preis duumlrfte China wieder massiv in den Markt einsteigen glauben viele bdquoDas Land ist unglaublich liquide und kann abwarten bis der Preis ausreichend gesunken ist ndash dann koumlnnten die gleich einige Millionen Tonnen Kupfer kaufen und erneut unregistriert in die Wuumlste legenldquo

Fuumlr dieses Jahr wird zwar ein gro-szliges Defizit am Raffinademarkt erwar-tet ndash die Schaumltzungen schwanken zwischen 300000 t und 500000 t ndash aber manche Marktteilnehmer glau-ben dass dies inzwischen nur noch den Haumlndlern als Argumentations-grundlage dient bdquoDie Bestaumlnde wer-den jeden Tag houmlher ndash die Stocks haben seit Januar um 30 zugelegtldquo moniert ein Einkaumlufer Die Argumente seien fuumlr ihn daher nicht mehr nach-vollziehbar denn mit jedem Tag werde es unwahrscheinlicher dass dieses enorme Defizit wirklich eintrete

Am deutschen und europaumlischen Kupfermarkt ist die Grundstimmung nach wie vor uumlberwiegend positiv Lediglich aus der Gieszligdrahtbranche wird uns von einer leichten Abschwauml-chung berichtet bdquoMan ist etwas beun-ruhigt wegen der aktuellen Nachfra-

geschwaumlche im europaumlischen Gieszlig-drahtbereich aber selbst die Gieszlig-drahthersteller kennen die Ursache dafuumlr nichtldquo berichtet ein Einkaufslei-ter Wichtigster Abnehmer von Gieszlig-draht ist die Elek-trobranche bdquoFalls diese Branche schwaumlchelt duumlrften die Praumlmien unter Druck kommenldquo so ein weiterer Einkaumlu-fer Die Kathoden-praumlmien (Grade A cif Rotterdam) ver-harren nach wie vor bei 60-70 USDt

Schrott ist derzeit weniger verfuumlg-bar denn die Haumlndler halten bei den niedrigeren Preisen Material zuruumlck

Vor allem die Industrieverbrau-cher haben die Preisdelle von ver-gangener Woche und vom Donners-tag dazu genutzt einzukaufen bdquoIch lasse keine Gelegenheit aus und habe einige Orders realisiertldquo berichtet der Einkaufsleiter eines Produzenten In China wo sein Unternehmen Werke habe sehe es am Markt momen-tan bdquonicht so rosig ausldquo berich-tet er weiter Dort wuumlrden die Inflati-ons-bekaumlmpfenden Maszlignahmen nun offenbar greifen Dies sei aber nach seiner Einschaumltzung ein Durchhaumlnger von uumlberschaubarer Dauer bdquoIch sehe das sogar positiv weil sich der dor-tige Markt wieder stabilisiertldquo Denn sein Unternehmen wolle das Geschaumlft in China weiter ausbauen und dazu brauche man in erster Linie einen stabilen und berechenbaren Markt

Den Groszlig-teil des Umsat-zes mache man aber nach wie vor in Europa bdquowo wir im Moment offen-bar eine kleine Delle habenldquo Dennoch sei man sehr zufrie-den mit dem

Geschaumlft und den Auftragseingaumln-gen Christine Buumlttner

Der Markt auf einen Blick Kupfer um 8528 USDt

Europaumlische Gieszligdrahtbranche schwaumlchelt etwas

Schrottangebot knapp

London Metal Exchange Comex Shanghai Futures Exchange

LME-Dreimonatspreis in EURt im Jahresverlauf

0

150000

300000

450000

600000

750000

4800

5400

6000

6600

7200

7800

J J A S O N D J F M A M

LME-Dreimonatspreis und Boumlrsen-Lagerbestaumlndein t in EURt

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Kupfer

ChileRio Tinto kooperiert mit Yunnan Copper

SYDNEY (Dow Jones)--Die China Yunnan Copper Australia Ltd eine in Australien boumlrsennotierte Toch-tergesellschaft der Aluminum Corp of China (Chinalco) gruumlndet mit Rio Tinto ein Gemeinschaftsunterneh-men um Kupfer in Chile zu foumlrdern Chinalco ist mit einem Anteil von 9 der groumlszligte Einzelaktionaumlr von Rio Tinto Die beiden Partner wollen in Chile zunaumlchst zwei Gebiete in der Naumlhe der Cerro-Colorado-Mine von BHP Billiton erkunden

Rio Tinto und Chinalco hatten erst im Dezember ein Gemeinschaftsun-ternehmen gegruumlndet um Erkundsar-beiten in China voranzutreiben ndash ohne jedoch zu sagen um welche Roh-stoffe es sich dabei handelt Groumlszligtes Joint Venture der beiden Konzerne ist bislang das Eisenerzprojekt Simand-ou im westafrikanischen Guinea

Chile Kupferproduktion im Maumlrz fast unveraumlndert

SANTIAGO (Dow Jones)--Chile hat im Maumlrz dieses Jahres 450507 t Kup-fer produziert Das sei im Vergleich zum Vorjahresmonat ein geringfuumlgiger Ruumlckgang um 01 teilte die natio-nale Statistikbehoumlrde INE am Don-nerstag mit Ebenfalls um 01 sei die Kupferproduktion im Zeitraum Januar bis Maumlrz 2011 gefallen und zwar auf 1268 Mio t Grund fuumlr das leichte Minus seien schlechtere Erz-qualitaumlten Probleme mit Bergbauma-schinen und widrige Wetterumstaumlnde an einigen Standorten Die Produkti-on von Kupferkathoden sank im Maumlrz um 66 auf 217964 t wie INE wei-ter mitteilte

Sambia KCM will Produktion bis 2014 verdoppeln

LUSAKA (Dow Jones)--Sambias groumlszligter Kupferproduzent Konkola Copper Mines (KCM) will seine jaumlhr-liche Kupferproduktion bis 2014 ver-doppeln auf mindestens 400000 t Wie die Muttergesellschaft Vedanta Resources mitteilte soll dies durch ein Untertage-Projekt in der Kupfer-mine Chilibombwe den Neubau einer Laugungsanlage in der Nchanga-Mine sowie weitere Expansionvorhaben in Verarbeitungsanlagen und Huumltten ermoumlglicht werden Der jaumlhrliche Kup-fererz-Output werde so mehr als ver-dreifacht auf 75 Mio t Nach Angaben von Vedanta Resources belief sich die Kupferkathoden-Produktion von KCM im vierten Quartal 2010 auf 34000 t Dies entspreche bereits einer Produk-tionsteigerung von 21 heiszligt es

KCM wird den Angaben zufolge im Rahmen der Expansionsplaumlne weite-re 172 Mio USD in den Bau einer Lau-gungsanlage fuumlr die Nchanga-Mine investieren Die Anlage die 2013 in Betrieb gehen soll werde waumlhrend

DeutschlandLeoni kann Gewinnverdreifachen

NUumlRNBERG (Dow Jones)--Der Automobilzulieferer Leoni hat sei-nen Konzerngewinn im ersten Quar-tal mehr als verdreifacht Unter dem Strich verdiente der MDAX-Konzern 366 Mio EUR nach 102 Mio EUR in den ersten drei Monaten des Vorjah-res Die Einnahmen legten von Januar bis Maumlrz um 38 auf 9107 Mio EUR zu Dabei konnte Leoni in nahezu allen Regionen wachsen und die Erwartun-gen in den beiden Unternehmens-bereichen Wiring Systems bzw Wire amp Cable Solutions uumlbertreffen Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) hat sich auf 614 (230) Mio EUR fast verdreifacht Die Mitte April angeho-bene Prognose fuumlr das laufende Jahr bekraumlftigte das Nuumlrnberger Unterneh-men Demnach soll der Umsatz auf etwa 34 Mrd EUR und das EBIT auf rund 210 Mio EUR zulegen

einer Lebenszeit von 13 Jahren jaumlhr-lich mindestens 50000 t Kupfer pro-duzieren heiszligt es Zudem werde der-zeit ein Untertage-Projekt in der Kup-fermine Chilibombwe entwickelt das mindestens 200 Mio t Erz mit einem Kupfergehalt von 35 foumlrdern soll

Quellen London Metal Exchange New York Mer-cantile Exchange Shanghai Futures Exchange (SHFE)

Kupfer Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 115 45

Kassein USDt 875050 917150in EURt 609239 616945

3 Monatein USDt 877500 920000in EURt 610945 618862

15 Monatein USDt 878500 921000in EURt 611641 619535

27 Monatein USDt 860000 901000in EURt 598761 606081

Lagerbestaumlnde(in t) 468350 463925

Comex 115 45

Frontmonat(US-ctslb) 39020 41205

Lagerbestaumlnde(in short tons) - 71254

SHFE 115 45

Frontmonat(CNYt) 67870 69460

Lagerbestaumlnde(in t) 21246 27267

in 1000 t

Quelle International Copper Study Group

Welt-Kupfermarkt

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Kupfer

Deutschland

Aurubis steigt mit Luvata-Zukauf in die Weltspitze aufDUumlSSELDORF (Dow Jones)--Euro-

pas groumlszligter Kupferhersteller Auru-bis wagt nach langem Zoumlgern den Schritt uumlber den groszligen Teich Der Zukauf der Walzproduktsparte des finnischen Luvata-Konzerns ist bdquoder erste Schritt den Aurubis auszligerhalb Europas machtldquo wie der Vorstands-vorsitzende Bernd Drouven sagte Das Hamburger MDAX-Unterneh-men kauft die Luvata-Aktivitaumlten im Bereich Kupferbaumlnder -bleche und -platten (Luvata RPD) fuumlr 200 Mio bis 250 Mio EUR Die Division produ-

zierte mit rund 1100 Mitarbeitern im Geschaumlftsjahr 2010 etwa 160000 t Bleche Baumlnder und Platten aus Kup-fer und Kupferlegierungen und erziel-te damit einen Umsatz von rund 1 Mrd EUR Ihre Produktionsstaumltten liegen in Finnland Schweden und den Nieder-landen ndash sowie hauptsaumlchlich in Buffa-lo im US-Bundesstaat New York

Waumlhrend sich Aurubis bislang auf die Produktion von Kupferbaumlndern und Baumlndern aus Hochleistungslegie-rungen konzentriert habe sei Luva-ta RPD bei der Herstellung von volu-

menstarken Messingprodukten sowie bei Spezialprodukten gut positioniert heiszligt es Daruumlber hinaus werde Luva-ta RPD in der Lage sein Produkte aus dem Portfolio von Aurubis durch seine innovative Technologie des vertikalen Duumlnnbandgieszligens wettbewerbsfaumlhig herzustellen

Schon lange liebaumlugelte die ehema-lige Norddeutsche Affinerie mit einer Ausweitung ihres Geschaumlfts Nicht ein-mal ein Zehntel der Erloumlse von knapp 10 Mrd EUR im Ende September been-deten Geschaumlftsjahr 200910 stamm-

ten aus anderen Welt-regionen wo Auru-bis bisher auch keine Produktionsstandortehatte Auf dem Weg zum Global Player bestand also Handlungsbedarf

Der Kauf von Luvata Rolled Products ist fuumlr Drouven jedoch nicht das Ende der Internati-onalisierung bdquoWir set-zen uns weiter mit ande-ren Dingen auseinan-der aber diese Prozesse brauchen Zeitldquo sagte er zu moumlglichen weiteren Zukaumlufen bdquoWir akqui-rieren nicht auf Teu-fel komm raus sondern uumlberlegen sehr sorgfaumll-tig was zu uns passt und welche Konditionen akzeptabel sindldquo erklaumlr-te er

Bei der nun erworbe-nen Sparte deren Kauf noch von den Kartellbehoumlrden abgesegnet werden muss und laut Drouven Anfang August abgeschlossen werden soll scheint nun alles gepasst zu haben ndash sowohl strategisch wie auch finanziell bdquoDie Kombination mit unseren Aktivitaumlten bietet erhebliches Wertsteigerungspo-tenzialldquo sagte Drouven So seien bis-lang Kunden vom Standort Stolberg aus wo Aurubis Kupferbaumlnder her-stellt nicht weltweit zu beliefern gewe-sen Mit dem Zukauf stoumlszligt das Unter-nehmen in dem Marktsegment nun

in die Weltspitze vor Drouven will zur Optimierung die Produktion von eini-gen Standorten verlagern und an ande-ren konzentrieren Dies soll zu Synergi-en im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich fuumlhren Momentan ist Luvata Rolled Products noch nicht pro-fitabel weist aber einen positiven Cash Flow auf wie Drouven sagte Die Akti-vitaumlten seien bdquowie viele andere von der Finanz- und Wirtschaftskrise gebeuteltldquo worden bdquoDie Aktivitaumlten passen strate-gisch sehr gut zu Aurubis Das Problem des Luvata-Bereichs bisher war die Versorgung mit Vormaterial Davon hat Aurubis genugldquo sagte Commerzbank-Analyst Ingo-Martin Schachel

Aurubis zahlt laut Drouven bdquofast nichtsldquo fuumlr den Zukauf Der genaue Kaufpreis richtet sich nach dem Wert der Vorraumlte zum Zeitpunkt des Abschlusses Dies mache den Haupt-teil des Kaufpreises aus fuumlr die Anla-gen werde nur ein kleiner zweistelliger Millionenbetrag faumlllig Dadurch entste-he ein sogenannter bdquonegativer Good-willldquo von uumlber 100 Mio EUR ndash eine Zuschreibungsmoumlglichkeit bdquodie das Eigenkapital staumlrktldquo bdquoWenn man ein bisschen daruumlber nachdenkt sieht man dass es ein sehr gutes Geschaumlft fuumlr Aurubis istldquo so Analyst Schachtel Martin Rapp

Drouven wirft das Handtuch

Bernd Drouven 55 verlaumlsst Aurubis zum Jahresende auf eige-nen Wunsch Selbst der Aufsichts-rat wurde offenbar von dem Ent-schluss uumlberrascht denn es gibt bislang keinen Nachfolger Nach Informationen des bdquoHamburger Abendblattsldquo fuumlhlte sich Drouven der erst 2008 Werner Marnette als Vorstandsvorsitzenden abgeloumlst hatte zunehmend zermuumlrbt von Konflikten mit dem Groszligaktionaumlr Salzgitter der rund 23 der Auru-bis-Anteile haumllt

Bernd Drouven zahlt bdquofast nichtsldquo fuumlr den Zukauf Foto Dow Jones

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Interview

Ulrich Grillo ist Praumlsident der WirtschaftsVereinigung Metalle Vorsitzender des BDI-Ausschus-ses Rohstoffpolitik und Vizeprauml-sident des BDI Nach Stationen bei Arthur Anderson AT Kear-ney und der Rheinmetall-Gruppe leitet Grillo als Vorstandsvorsit-zender die Grillo-Werke in Duis-burg einen Zinkverarbeiter mit rd 600 Mio EUR Jahresumsatz und 1600 Mitarbeitern

Interview

Geplante Energiewende stellt Metallbranche vor groszlige HerausforderungenBERLIN (Dow Jones)--Die deutsche NE-Metallindustrie sieht sich zuneh-mend Herausforderungen ausgesetzt die leicht die Wettbewerbsfaumlhig-keit der Branche im internationalen Vergleich beeintraumlchtigen koumlnnte Um dem zu begegnen muumlssen die Unternehmen verstaumlrkt gemeinsam agieren und ihre Vorstellungen beispielsweise gegenuumlber den verant-wortlichen Politikern in Berlin und Bruumlssel effektiv vertreten In einem Exklusiv-Interview mit Dow Jones NE-Metalle-Monitor spricht Ulrich Grillo Praumlsident der WirtschaftsVereinigung Metalle und Vorsitzen-der des BDI-Ausschusses Rohstoffpolitik uumlber die Konsequenzen der geplanten Energiewende und einer verteuerten Rohstoffversorgung fuumlr die deutsche NE-Metall-Branche

Herr Grillo nach der Katastrophe von Fukushima hat die Bundes-regierung die Energiewende aus-gerufen Sie wird ganz sicher mit houmlheren Strompreisen verbunden sein Welche Folgen hat dies fuumlr die NE-Metallindustrie

Ulrich Grillo Auch wir sind natuumlr-lich an einer sicheren sauberen und bezahlbaren Energie interes-siert Aber allein die Ankuumlndigung der Energiewende hat die deutschen Strompreise an der Stromboumlrse um 15 erhoumlht Dabei sind die abso-luten Strompreise gar nicht mal das Problem sondern die relativen Prei-se Wenn in Deutschland die Preise erhoumlht werden und in anderen Laumln-

dern nicht ergeben sich daraus Wett-bewerbsnachteile fuumlr die deutsche Industrie Die Strompreise machen aber in der Spitze bis zu 50 des Umsatzes aus Eine schleichende Abwanderung der Branche waumlre die Folge

Gibt es schon Berechnungen wie hoch der Preisanstieg bei Strom infolge der Energiewende ausfal-len wird

Da gehen die Berechnungen der Experten weit auseinander Sie begin-nen bei einem Anstieg um 06 ctkWh der an der EEX als Preissteigerung fuumlr die Grundlastlieferung im Jahr 2012 schon enthalten ist Die dena rech-net bis 2020 mit einem Anstieg um 5ctkWh einschlieszliglich Netzausbau und erhoumlhter EEG-Umlage Damit wuumlrde sich der derzeitige Strompreis etwa verdoppeln Bereits der Anstieg um durchschnittlich 06 ctkWh ent-spricht bei einer Aluminiumelektrolyse fast 50 der Lohn- und Gehaltssum-me und zehrt den Jahresgewinn eines solchen Unternehmens auf

Wie wollen sie diesem Preisdruck begegnen

Wir brauchen bezahlbaren Grund-laststrom Wir streben deshalb Indus-

triepreise fuumlr Strom an wie es sie in anderen europaumlischen Laumlndern etwa Frankreich oder Spanien gibt Ener-gieintensive Betriebe im Ausland beispielsweise in den Niederlanden haben zudem die Moumlglichkeit eine Verguumltung zu erhalten wenn sie bei Verbrauchsspitzen temporaumlr vom Netz gehen und so die Stabilitaumlt des Netzes gewaumlhrleisten Wir setzen uns dafuumlr ein dass diese Regelung auch in Deutschland angewendet wird

Eine Herausforderung fuumlr die Bran-che stellen ja nicht nur houmlhere Strompreise sondern auch zum Teil exorbitante Preissteigerungen bei Rohstoffen dar

Dazu ist zu sagen dass es eine absolute Knappheit insbesondere bei metallischen Rohstoffen nicht gibt Die Preiserhoumlhungen sind das Ergeb-nis von Oligopolen wie beispielswei-se beim Eisenerz aber auch moumlgli-che spekulative Uumlbertreibungen an den Boumlrsen spielen leider eine Rolle Und dann gibt es noch die politisch gewollten Verzerrungen des Wettbe-werbs

China hat seine Seltene-Erden-Industrie zunaumlchst subventioniert und damit andere Anbieter vom Markt ver-draumlngt Nun beschraumlnkt es die Expor-te fuumlr diese Metallgruppe

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

Was kann die deutsche Indus-trie tun um dem Trend zu Wettbe-werbsverzerrungen entgegenzu-wirken

Wir halten daran fest dass Roh-stoffsicherung zunaumlchst Sache der Unternehmen ist auch wenn flankie-rend die Politik gefordert ist Wir den-ken im BDI derzeit mit einigen Unter-nehmen in einer Arbeitsgruppe inten-siv uumlber Moumlglichkeiten fuumlr gemeinsa-me Engagements bei Rohstoffen im Ausland nach die Ergebnisse dieser Analysen dazu werden wir in einigen Monaten veroumlffentlichen Dabei muss es nicht um Einkaufs- oder Handels-zusammenschluumlsse gehen Es kann auch um Kooperationen beispielswei-se bei der Exploration von Rohstoffen gehen Die deutschen Unternehmen haben in der Vergangenheit eigene Engagements bei Rohstoffen mehr-heitlich aufgegeben und sich auf ihre Kernkompetenzen konzentriert Das war richtig solange der Markt funk-tioniert hat Heute ist das nicht mehr unbedingt der Fall

Und was kann die Politik tun

Wir fuumlhlen uns durch das Bun-deskanzleramt und das Bundeswirt-schaftsministerium gut unterstuumltzt Ein Beispiel wie die Politik flankierend helfen kann sind die sogenannten Rohstoffpartnerschaften Dabei grei-fen Auszligenpolitik Wirtschaftspolitik und Entwicklungshilfe ineinander Das Pilotprojekt einer solchen Partner-schaft wird gerade mit Kasachstan festgezurrt In den naumlchsten Mona-ten wird ein Regierungsabkommen zwischen Deutschland und Kasachs-tan abgeschlossen das als Rahmen-vereinbarung fuumlr die Kooperation der privaten Akteure dient Kasachstan ist fuumlr uns vor allem als Lieferant seltener Metalle interessant beispielsweise Wolfram Die kasachische Seite ist an unserer Technologie interessiert und will natuumlrlich so viel Wertschoumlpfung wie moumlglich im eigenen Land aufbau-en Wir sind auch an Rohstoffpartner-schaften mit anderen Laumlndern interes-siert beispielsweise mit Staaten Suumld-amerikas

Das klingt nicht so ganz anders als das was uumlber die chinesische Pra-xis der Rohstoffsicherung berich-tet wird

Von einer Partnerschaft muumlssen immer beide Seiten profitieren Wir genieszligen als Deutsche eine hohe Wertschaumltzung und sind auch wegen unserer Technologie ein begehrter Partner Wir sprechen von einer nach-haltigen Partnerschaft auf Augenhouml-he deren Grundlage fairer Handel und nachhaltige Entwicklung ist

Ein immer wichtigerer Aspekt des Themas ist auch die Sekundaumlrroh-stoffgewinnung Die EU hat eine neue Abfallverordnung beschlos-sen Sind sie mit den Regelungen zufrieden

Das Problem sind weniger die Regeln die auf nationaler oder EU-Ebene erlassen werden als die Kon-trolle ihrer Einhaltung Die Kontrollen muumlssen verbessert werden auch in Deutschland Wissen Sie was bdquochine-se packagingldquo ist Da sind in einem Container die obersten Schichten mit Waren befuumlllt die den Regeln ent-sprechen Aber darunter wo niemand mehr kontrolliert finden sich ganz andere Waren So funktioniert bei-spielsweise auch die illegale Ausfuhr von wertvollen Schrotten Die EU-Staaten bleiben also aufgerufen die Einhaltung ihrer eigenen Regeln effi-zient zu uumlberwachen Das gilt insbe-sondere auch fuumlr die neuen Vorgaben aus Bruumlssel die wir grundsaumltzlich fuumlr konstruktiv halten

Das Interview fuumlhrte Claus-Detlef Groszligmann

Die WirtschaftsVereinigung Metalle(WVM) vertritt die wirtschaftspoliti-schen Anliegen der NE-Metall-industrie mit 658 Unternehmen und 108660 Beschaumlftigten Im Jahre 2010 erwirtschaftete die Branche einen Umsatz in Houmlhe von insge-samt 435 Mrd EUR

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Entwicklung Controlling undVertrieb an einen Tisch bringenum eine integrierte Rohstoff-strategie zu entwickeln

kulative Anleger auf die Rohstoff-fungskosten

Praxisforum ldquoRohstoffversorgung als Management-Thema im Unter-nehmenrdquo

- Welchen Stellenwert sollte derRohstoffeinkauf im Unternehmenhaben

- Recycling und Ressourcen-ment aus der Rohstoffklemme

wwwdowjones-eventsde

Interview

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Hintergrund

DeutschlandRohstoffeffizienz-Preis Die Frist laumluft

BERLIN (Dow Jones)--Um den Stellenwert der Rohstoff- und Materialeffizienz in der Wirtschaft staumlrker zu verankern vergibt das Bundesministerium fuumlr Wirtschaft und Technologie in Zusammenar-beit mit der Deutschen Rohstoff-agentur in diesem Jahr erstmals den bdquoDeutschen Rohstoffeffizienz-Preisldquo Der Preis ist den Angaben zufolge fuumlr bdquoherausragende Unter-nehmensbeispiele fuumlr rohstoff- und materialeffiziente Produkte Prozesse oder Dienstleistungen und anwendungsorientierte For-schungsergebnisseldquo vorgesehen

Durch den Wettbewerb soll-ten noch mehr Mitarbeiter und Geschaumlftsfuumlhrer gerade von klei-nen und mittelstaumlndischen Unter-nehmen sowie Wissenschaftler fuumlr das Thema Rohstoff- und Mate-rialeffizienz sensibilisiert werden sagte Hans-Joachim Kuumlmpel Praumlsident der Bundesanstalt fuumlr Geowissenschaften und Rohstof-fe (BGR) in der die Deutsche Roh-stoffagentur angesiedelt ist

Rohstoff- und Materialkosten sind laut Statistischem Bundes-amt im produzierenden Gewerbe mit gut 45 der groumlszligte Kosten-faktor Besonders in Zeiten stei-gender Rohstoffnachfrage und-preise sei daher rohstoff- und materialeffizientes Wirtschaf-ten eine gute Strategie zur Erhouml-hung der Unternehmensrentabili-taumlt und der Wettbewerbsfaumlhigkeit so Kuumlmpel

Praumlmiert werden sollen vier mittelstaumlndische Unternehmen sowie eine Forschungseinrichtung mit einem Preisgeld von jeweils 10000 EUR Einsendeschluss fuumlr Antraumlge ist der 20 Septem-ber 2011 Die Preisverleihung fin-det am 16 November 2011 im Bundesministerium fuumlr Wirtschaft und Technologie in Berlin statt

Weitere Informationen finden Sie unter httpwwwdeutsche-rohstoffagenturde

Deutschland

Familienunternehmen nehmen Asien ins Visier

BERLIN (Dow Jones)--Deutsch-lands groumlszligte Familienunternehmen nehmen als Maumlrkte der Zukunft immer staumlrker die Laumlnder Asiens in den Blick Als wichtigsten Wachstumsmarkt der Zukunft haben die Unternehmen Indi-en ausgemacht Das ist das Ergeb-nis einer Umfrage unter 404 der 2688 Familienunternehmen mit mehr als 50 Mio EUR Jahresumsatz die vom Institut fuumlr Mittelstandsforschung (IfM) durchgefuumlhrt wurde Auftragge-ber waren die Deutsche Bank und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI)

Familienunternehmen seien bereits in hohem Maszlig auf Auslandsmaumlrkten aktiv und erwarteten auch fuumlr die-ses Jahr eine Steigerung ihrer Expor-te heiszligt es Neun von zehn Famili-enunternehmen vertreiben Produk-te und Dienstleistungen auf interna-tionalen Maumlrkten Fuumlr mehr als ein Drittel (354) zaumlhlt Frankreich heute zu den drei wichtigsten Absatzmaumlrk-

ten ndash vor China (274) und den USA (253) Ein Drittel der Unternehmen die bereits international aktiv sind wollen auf weiteren Auslandsmaumlrk-ten aktiv werden Angefuumlhrt wird die Wunschliste von Indien (195) und China (165) Hinsichtlich der Ein-schaumltzung zukuumlnftiger Wachstums-maumlrkte wird sich Indien zum Wachs-tumsmarkt der Zukunft entwickeln und zum fuumlnftwichtigsten Handels-partner aufsteigen China wird dem-nach zum wichtigsten Exportland vor Frankreich den USA und Russland

Die Befragung zeigt weiter dass mehr als drei Viertel (842) den Wirt-schaftsstandort Deutschland posi-tiv bewerten Fast jeder vierte Unter-nehmer (234) beurteilte die Attrak-tivitaumlt Deutschlands als deutlich houmlher im Vergleich zum Ausland Fuumlr dieses Jahr planen zwei Drittel der Befrag-ten (66) die Investitionsbudgets zu erhoumlhen und neue Mitarbeiter einzu-stellen (674)

Deutschland

Ende des Freihafens Hamburg

HAMBURG (Dow Jones)--Der Frei-hafen Hamburg wird zum 1 Januar 2013 aufgehoben damit der Verkehr im Hafen besser flieszligen kann Kuumlnf-tig entfallen die Zollkontrollen an der Freizonengrenze sowie die besonde-ren Uumlberwachungsverfahren fuumlr die Lagerung von Gemeinschaftswaren im Hafengebiet wie die Handelskam-mer Hamburg mitteilte Im gesamten Hafen gelten dann nur noch die all-gemeinen Regelungen fuumlr EU-See-zollhaumlfen Daraus ergeben sich fuumlr die Betroffenen aber zum Teil erhebliche Veraumlnderungen bezuumlglich der Zoll-abfertigung sowie der gesetzlichen Pflichten uumlber sich die Firmen fruumlh-zeitig informieren sollten heiszligt es

So muumlssen kuumlnftig unter anderem Waren die in die EU eingefuumlhrt wer-den unmittelbar nach ihrer Ankunft im Hamburger Hafen in ein Zollverfah-ren uumlberfuumlhrt werden Vom Zoll abge-

fertigte Warensendungen die von den Terminals kommen und ohne weitere Behandlung das Hafengebiet verlas-sen sollen werden jedoch nicht mehr durch Zollkontrollen an den ehemali-gen Freihafengrenzen behindert

Weiter ist eine Lagerung von Nicht-gemeinschaftswaren nur noch im Rahmen der voruumlbergehenden Ver-wahrung oder in einem Zolllager moumlg-lich Zum 1 Januar 2013 muumlssen daher alle in der Freizone gelager-ten Nichtgemeinschaftswaren fuumlr ein bewilligtes Zolllagerverfahren oder zur voruumlbergehenden Verwahrung ange-meldet werden

Die Handelskammer Hamburg will nach eigenen Angaben demnaumlchst spezielle Veranstaltungen fuumlr dieje-nigen Firmen anbieten die von der Aufhebung des Freihafens betrof-fen sind Weitere Informationen unter wwwhk24de

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Hintergrund

Deutschland

Industrie fordert spezielle Industriestrompreise

BERLIN (Dow Jones)--Industrie-vertreter fordern von der Bundes-regierung sich fuumlr konkurrenzfaumlhi-ge Industriestrom-Preise einzuset-zen Denn im Zuge des geplanten beschleunigten Atomausstiegs fuumlrch-ten die energieintensiven Unterneh-men in Deutschland um ihre Wettbe-werbsfaumlhigkeit Angesichts der Son-dersituation die sich aus dem schnel-len Ausstieg ergebe seien Reaktio-nen der Politik gefragt sagte Annet-te Loske Hauptgeschaumlftsfuumlhrerin des Verbandes der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) dem bdquoHan-

delsblattldquo (HB) Der VIK steht fuumlr 80 des industriellen Energieeinsatzes in Deutschland

Der VIK schlaumlgt dazu ein Fondsmo-dell vor Die zur Deckung des Grund-bedarfs der energieintensiven Indus-trie erforderlichen Strommengen wer-den von den Kraftwerksbetreibern zu einem festgelegten Preis an einen Strommengenfonds geliefert Aus diesem Fonds koumlnnen stromintensi-ve Industrieunternehmen Strom zu einem Preis beziehen der im europaumli-schen Vergleich wettbewerbsfaumlhig ist Das Modell koumlnnte im Wege einer frei-willigen Selbstverpflichtung durch die betroffenen Kraftwerksbetreiber ein-gerichtet werden Nach den Vorstel-lungen des VIK koumlnnte die Bundes-

regierung dieses Modell zum Gegen-stand ihrer Verhandlungen mit den Energiekonzernen uumlber die Abschal-tung der Meiler machen Um kei-nen Schadensersatzforderungen der Kernkraftwerksbetreiber zu riskieren wird die Regierung ohnehin mit der Branche sprechen muumlssen

Manche EU-Laumlnder habenregulierte Strompreise

Dass der von der Bundesregierung geplante schnelle Ausstieg aus der Kernkraft zu steigenden Strompreisen

fuumlhren wird gilt als sicher schreibt das bdquoHandels-blattldquo Schon das Morato-rium fuumlr die sieben aumlltes-ten Meiler habe sich preis-treibend ausgewirkt Ein Blick in Laumlnder wie Frank-reich Norwegen oder Spa-nien belegt dass deutsche Unternehmen schon heute besonders hohe Strom-preise zahlen In Frankreich dagegen gibt es neben dem regulaumlren Industrie-strompreis einen regulier-ten Preis der fuumlr beson-ders stromintensive Bran-chen gilt Dieser Preis macht weniger als die Haumllf-te des deutschen Industrie-

strompreises aus bdquoIn Frankreich sind die speziellen Industriestromtarife seit Jahren uumlblich Das ist ein starker Pluspunkt im Wettbewerb Mit dem zu erwartenden Strompreisanstieg in Deutschland wird daraus ein Riesen-vorsprung fuumlr franzoumlsische Unterneh-menldquo sagte Loske

In einzelnen Branchen ist der Strompreis der entscheidende Kos-tenfaktor Besonders deutlich wird das am Beispiel der Aluminiumin-dustrie In einer deutschen Alumini-umhuumltte koumlnnen die Stromkosten bis zu 50 der gesamten Produktions-kosten ausmachen Aluminiumhuumltten in Norwegen Frankreich oder Spani-en haben daher auf den Weltmaumlrkten enorme Kostenvorteile

Deutschland Gesamtmetall rechnet mit 80000 neuen Jobs

BERLIN (Dow Jones)--Gesamt-metallpraumlsident Martin Kannegie-sser rechnet bis Jahresende mit 80000 neuen Arbeitsplaumltzen in der Metall- und Elektrobranche bdquoVom Tiefpunkt im Maumlrz 2010 bis jetzt haben wir auch schon wie-der 75000 zusaumltzliche Stamm-arbeitsplaumltze aufgebautldquo sagte Kannegiesser im Interview mit der bdquoWeltldquo Er geht davon aus dass die Branche bis zum Jah-resende wieder fast 36 Millionen Beschaumlftigten aufweise ndash wie vor der Krise Bereits jetzt hat aller-dings nach seinen Angaben jedes zehnte Unternehmen Schwierig-keiten in der Produktion weil die geeigneten Fachkraumlfte ndash vor allem im Ingenieurbereich ndash fehlen Des-halb denke man immer oumlfter uumlber neue Standorte mit bdquogut qualifi-zierten Leutenldquo nach sagte er der bdquoWeltldquo

Deutschland Preisauftrieb im Groszlighandel laumlsst etwas nach

WIESBADEN (Dow Jones)--Der Preisauftrieb im deutschen Groszlighan-del hat im April etwas nachgelas-sen Das Preisniveau stieg im Ver-gleich zum Vormonat um 02 wie das Statistische Bundesamt berich-tete Im Maumlrz hatten sich die Groszlig-handelspreise um 13 erhoumlht Im Jahresvergleich kletterten die Prei-se im Groszlighandel im April um 92 waumlhrend im Vormonat ein Anstieg um 109 ermittelt worden war Die Groszlighandelspreise fuumlr fuumlr Erze Metal-le und Metallhalbzeug lagen auf Groszlig-handelsebene um 149 uumlber denen vom Vorjahr gegenuumlber dem Vormo-nat fielen sie um 09 Im Groszlighan-del mit festen Brennstoffen und Mine-raloumllerzeugnissen lag das Preisni-veau um 162 uumlber dem Vorjahr im Monatsvergleich verteuerten sich die in diesem Bereich gehandelten Pro-dukte um 15

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CO2-Kosten

NE-Metallbranche kann weiter auf vollstaumlndige Kompensation hoffenFRANKFURT (Dow Jones)--Die Bemuumlhungen von Herstellern und Ver-arbeitern von Aluminium Kupfer und Zink um einen zeitlich befristeten Ausgleich der in den Strompreis eingepreisten CO2-Kosten werden von der Bundesregierung offenbar weiterhin unterstuumltzt Wie aus Verbands-kreisen zu houmlren ist wird sich die Bundesregierung in einer Stellungnah-me an die Bruumlsseler Wettbewerbsbehoumlrde fuumlr eine Vollkostenkompensa-tion des CO2-Zertifikatepreises ohne Abzug aussprechen Die Angst vor einer moumlglichen Kehrtwende im deutschen Ansatz hatte fuumlhrende Unter-nehmen aus den betroffenen Branchen dazu veranlasst einen bdquoBrand-briefldquo an den Leiter des Bundeskanzleramtes Ronald Pofalla (CDU) zu schreiben und die Lobbyarbeit in Bruumlssel zu verstaumlrken

Eckpunkte der deutschen Stellung-nahme die in der kommenden Woche nach Bruumlssel uumlbermittelt wird basieren offenbar auf einem Beschluss der CDUCSU-Bundestagsfraktion vom 10 Mai Zu den Forderungen gehoumlrt eine Voll-kostenkompensation des Zertifikate-

preises ohne Abzug fuumlr jene Branchen die eine Stromintensitaumlt von 1 kWhEUR Bruttowertschoumlpfung oder mehr aufweisen Die Antragsteller muumlssen dabei einen Stromverbrauch von min-

destens 1 GWhJahr aufweisen Nach Berechnungen des Bundeswirtschafts-ministeriums (BMWi) liegt die Kupferin-distrie knapp oberhalb des Wertes von 1 kWhEUR gleiches gelte mit grouml-szligerem Abstand fuumlr Aluminium sowie Zink Zinn und Blei Das BMWi rechnet

fuumlr die weiteren Verhandlungen jedoch mit moumlg-lichen bdquospuumlrba-ren Einschraumln-kungenldquo bei die-sen Forderun-gen Wesentli-che Stellschrau-ben seien die noch ausstehen-den Beschluumls-se zu den Bei-hilfeleitlinien und der deutschen Foumlrderrichtli-nie Voraussicht-lich duumlrften Bun-desumweltminis-terium und Bun-desfinanzminis-terium versu-chen den Kreis der Beguumlnstig-

ten in der konkreten Umsetzung ein-zuschraumlnken

Zu den Unterzeichnern des Brand-briefes gehoumlrten der groumlszligte europaumli-sche Kupferproduzent Aurubis Zink-

produzent Xstrata Zinc sowie die Alu-miniumhersteller Trimet Norsk Hydro und Voerde Aluminium (Voerdal) Par-allel dazu wurde die Lobbyarbeit in Zusammenhang mit dem Konsulta-tionsverfahren der Bruumlsseler Wettbe-werbsbehoumlrde zum Thema Kompen-sationszahlung verstaumlrkt um die bdquovoumll-lig indiskutable Varianteldquo einer nicht vollstaumlndigen Kompensation vom Tisch zu bringen wie Heribert Hauck bei der Trimet Aluminium AG fuumlr das Ressort Energiewirtschaft zustaumlndig im Gespraumlch mit Dow Jones betont Die Bundesregierung hatte bereits im August 2009 Verstaumlndnis fuumlr die Bran-che gezeigt und die nationale bdquoRichtli-nie zur Foumlrderung der Herstellung von klimaschonenden NE-Metallenldquo ver-abschiedet Die Foumlrderrichtlinie wird jedoch von der EU-Wettbewerbsbe-houmlrde seit zwei Jahren nicht freigege-ben offiziell pruumlft die Kommission sie noch Auch die EU-Emissionshandels-richtlinie sieht in Artikel 10a Absatz 6Ausgleichszahlungen fuumlr Sektoren beziehungsweise Teilsektoren vor fuumlr die ein erhebliches Risiko einer Ver-lagerung von CO2-Emissionen durch auf den Strompreis uumlbergewaumllzte Kosten der Treibhausgasemissionen (Carbon Leakage) ermittelt wurde

bdquoSolange es kein weltweites Emis-sionshandelsregime gibt wollen wir eine Kompensation haben Diese soll auch der Belastung entspre-chen Es reicht nicht aus wenn wir nur einen Teil der Belastungen erstat-tet bekommenldquo sagte auch Ulf Gehr-ckens Energiechef des Kupferprodu-zenten Aurubis bdquoNur durch die Kom-pensation der CO2-Kosten erreichen wir wieder gleiche Wettbewerbsbe-dingungenldquo ist Gehrckens uumlberzeugt Aurubis habe wie andere Unterneh-men deren Produkte zu Boumlrsenprei-sen gehandelt werden keine Moumlg-lichkeit lokale Mehrkosten an den Kunden weiterzugeben Trimet muumlss-te bei voller Belastung auf Basis des derzeitigen CO2-Preises von rund 17 EURt laut Hauck pro Jahr 60 Mio EUR zusaumltzlich bezahlen bei Aurubis laumlge die Belastung nach Angaben von Gehrckens bei 25 Mio EUR pro Jahr Silvia Rausch-Becker

Ein bdquoBrandbriefldquo der NE-Metallbranche zeigte offenbar Wirkung in Berlin Quelle Deutscher Bundestag

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Zinn Zink Blei amp Nickel

Seltene Erden

bdquoEntwicklung Gruumlner Technologien gefaumlhrdetldquoHANNOVER (Dow Jones)--Die Ver-

sorgung mit Seltenen Erden stellt die deutsche Wirtschaft weiterhin vor Probleme Waumlhrend im Bereich der so genannten leichten Seltenen Erden (Cer Lanthan ua) voraussicht-lich ab 2012 eine deutliche Entspan-nung eintreten wird ist fuumlr die Nutzer von schweren Seltenen Erden (Dys-prosium Europium ua) kein Ende der Versorgungsengpaumlsse abzuse-hen Zu diesem Ergebnis kommt eine Kurzstudie der Deutschen Rohstoff-agentur (DERA) in der Bundesanstalt fuumlr Geowissenschaften und Rohstof-fe (BGR)

bdquoIn Uumlbereinstimmung mit interna-tionalen Studien rechnen wir in der nahen Zukunft mit einer unzureichen-den Versorgungslage besonders mit Europium Terbium und Dysprosiumldquo sagte Harald Elsner BGR-Exper-te und Autor der Studie Die schwe-ren Seltenen Erden finden in vielen so genannten bdquoGruumlnen Technologi-enldquo Verwendung wie z B im Bereich der Windenergie Auch die Produkti-on von energiesparenden Leuchtmit-teln ist ohne schwere Seltene Erden nicht moumlglich

Die Kurzstudie verweist auf ein weiteres Problem Obwohl es Sub-stitutionsmoumlglichkeiten gebe koumlnn-te die augenblickliche Rohstoffsitua-tion auch dazu fuumlhren dass die Ent-

wicklung von effizienteren Wind- und Wasserkraftwerken sowie die Aus-breitung der Elektromobilitaumlt gefaumlhr-det sei warnt Elsner Deshalb steht fuumlr den Experten fest bdquoTrotz bereits eingesetzter groszliger Bemuumlhungen um Maximierung der Recyclingquoten ist absehbar dass kuumlnftig nur die Unter-nehmen von den groszligen Marktchan-cen im Bereich der Gruumlnen Technolo-gien profitieren die sich in der primauml-ren Rohstoffversorgung mit schweren Seltenen Erden abgesichert habenldquo

Die Kurzstudie zeigt weiter auf in welchen Industriesektoren die schwe-ren Seltenen Erden jeweils Verwen-dung finden und in welchen Men-gen sie voraussichtlich bis zum Jahr 2015 zur Verfuumlgung stehen werden Zu den untersuchten schweren Sel-tenen Erden gehoumlren elf Elemente darunter sind die wichtigsten Yttri-um Samarium Europium Gadolini-um Terbium Dysprosium und Erbi-um In die Untersuchung flossen den Angaben des Autors zufolge Informa-tionen deutscher Firmen ein die Sel-tene Erden verbrauchen

Die unter dem Titel bdquoKritische Ver-sorgungslage mit schweren Seltenen Erden ndash Entwicklung bdquoGruumlner Tech-nologienldquo gefaumlhrdetldquo erschienene Kurzstudie steht auf der Homepage der BGR als Download zur Verfuumlgung (httpwwwbgrbundde)

Seltene Erden

Goldman Sachs sieht ab 2013 Entspannung

SYDNEY (Dow Jones)--Das globa-le Angebotsdefizit der Seltenen Erden wird im laufenden Jahr seinen Houmlchst-stand erreichen Dies ist die Einschaumlt-zung der Investmentbank Goldman Sachs Das Defizit koumlnne sich 2011 auf 18734 t belaufen was 132 der Nachfrage entspraumlche Nachdem der Markt 2013 fast im Gleichgewicht sein werde koumlnne der Angebots-uumlberhang im darauf folgenden Jahr bereits 5860 t betragen was 32

der erwarteten Nachfrage entspre-che bdquoWir gehen davon aus dass der Markt 2011 und 2012 deutlich unter-versorgt sein wird und dass die Preise in den kommenden 18 Monaten nach oben tendierenldquo schreibt Goldman Sachs 2013 soll der Markt fast aus-geglichen und danach leicht uumlberver-sorgt sein Dies koumlnne zumindest bei den leichten Seltenen Erden zwischen 2013 und 2015 zu moderaten Preis-ruumlckgaumlngen fuumlhren

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

1500

1750

2000

2250

2500

2750

J J A S O N D J F M A M600000

650000

700000

750000

800000

850000

Zink

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

15000

20000

25000

30000

35000

40000

J J A S O N D J F M A M10000

12500

15000

17500

20000

22500

Zinn

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 2895000 2915000EURt 2043193 1963756

3 MonateUSDt 2900000 2905000EURt 2046722 1957020

15 MonateUSDt 2909000 2910000EURT 2053074 1960388

Lagerbestaumlnde (in t) 21965 21080

Quelle London Metal Exchange

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

KasseUSDt 210350 212600EURt 148458 143223

3 MonateUSDt 212100 213000EURt 149693 143492

15 MonateUSDt 217000 219000EURT 153151 147534

Lagerbestaumlnde (in t) 829050 822225

Quelle London Metal Exchange

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Zinn Zink Blei amp Nickel

Seltene Erden

DIW fordert zu Vorratshaltung auf

BERLIN (Dow Jones)--Das Deut-sche Institut fuumlr Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) warnt wegen des Mono-pols Chinas bei Seltenen Erden vor einer die Lieferketten bedrohenden Abhaumlngigkeit und fordert die Indus-triestaaten zu einer entsprechenden Vorratshaltung sowie abgestimm-tem Verhalten auf bdquoDie Seltenen Erd-metalle sind eine zunehmend wichti-ge Ressource fuumlr die Hochtechnolo-gie-Industrieldquo erklaumlrte Antje Kroumlger DIW-Expertin und Mitautorin einer am Mittwoch veroumlffentlichten Studie zum Thema bdquoWettlauf um die Metalleldquo

Lieferengpaumlsse oder Lieferblo-ckaden koumlnnten die Entwicklungen der Industriestaaten bremsen bdquoDie Industriestaaten sollten deswegen ein WTO-Streitbeilegungsverfahren anregen oder versuchen im Rahmen eines abgestimmten Vorgehens Vorrauml-te anzulegenldquo riet die DIW-Forsche-rin Politik und Wirtschaft der Indus-triestaaten haumltten den strategischen Wert der Seltenen Erden viel zu lange nicht erkannt

bdquoEuropa die USA und Japan finden sich deshalb heute in einer Abhaumln-gigkeit wieder die wichtige Teile ihrer

Industrie bedroht wie zum Beispiel die Umwelttechnologie Elektrotech-nik und Autobrancheldquo warnte Krouml-ger Rund 97 der Seltenen Erden wuumlrden derzeit in China gefoumlrdert und aufbereitet

Mit diesem Monopol koumlnne die Volksrepublik das Angebot jeder-zeit verknappen Kurz- und mittel-fristig werde sich das Problem ver-schaumlrfen denn die Nachfrage steige Schon jetzt nutze China seine Mono-polstellung uumlber Preis- und Lieferdis-kriminierungen gezielt um die eige-ne Industrie zu foumlrdern und auslaumln-dische High-Tech-Konzerne ins Land zu locken indem beispielsweise Ver-sorgungszusagen gemacht wuumlrden Ausreichende Mengen Seltener Erden wuumlrden solchen Unternehmen zuge-sagt die ihre Produktion nach China verlegten

Schwaumlchung destechnologischen Know-hows

Den Industriestaaten drohe zunaumlchst eine Abwanderung und mit-telfristig auch eine Schwaumlchung ihres technologischen Know-hows bdquoSchon heute werden geschaumltzte 60 der globalen Seltene-Erden-Produktion in China eingesetztldquo sagte Kroumlger Sel-tene Erden stecken in Katalysatoren Handys Plasmabildschirmen Fest-platten Batterien und MP3-Spielern Sie helfen Windkraftturbinen Elek-tromotoren sowie Energiesparlam-pen zu betreiben bdquoDie Marktstruk-tur der weltweiten Metallmaumlrkte soll-te staumlrker kontrolliert werdenldquo meint Aleksandar Zaklan Spezialist fuumlr Res-sourcenmaumlrkte am DIW bdquoSollten sich die gegenwaumlrtigen Trends vor allem bei der Angebotskonzentration und dem Nachfragewachstum fortsetzen muss mit weiter steigenden Metall-preisen gerechnet werdenldquo warnt der Forscher

Sie finden die Studie zum kosten-losen Download unter httpwwwdiwdedocumentspublikationen73diw_01c372387de11-19-1pdf

Praumlsodym wird unter anderemfuumlr Dauermagnete benoumltigt Foto jumkde

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

1500

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J J A S O N D J F M A M180000

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240000

270000

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330000

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Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

17500

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22500

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27500

30000

J J A S O N D J F M A M114000

120000

126000

132000

138000

144000

Nickel

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 2396000 2497500EURt 1691016 1682498

3 MonateUSDt 2400000 2500000EURt 1693839 1684182

15 MonateUSDt 2367500 2467500EURT 1670901 1662288

Lagerbestaumlnde (in t) 114732 116364

Quelle London Metal Exchange

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 227200 237900EURt 160350 160267

3 MonateUSDt 225500 234500EURt 159150 157976

15 MonateUSDt 224800 233300EURT 158656 157168

Lagerbestaumlnde (in t) 315825 311450

Quelle London Metal Exchange

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Branchen amp Maumlrkte

Maschinenbau Weiteres Auftragsplusbei Neuauftraumlgen

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Maschinen- und Anla-genbau hat im Maumlrz einen weiteren Anstieg bei den Neuauftraumlgen ver-zeichnet wobei sich die Zuwachsra-te jedoch verlangsamt hat Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mitteilte lag der Aufragseingang real 18 uumlber dem Ergebnis des Vorjahres Dabei stiegen das Inlands- und das Auslandsge-schaumlft gleichermaszligen um jeweils 18 im Vergleich zum Maumlrz 2010 Im Feb-ruar war ein Orderplus auf Jahressicht von 38 berichtet worden

In dem von kurzfristigen Schwan-kungen weniger beeinflussten Drei-

Automobil Pkw-Markt bleibt auf dem Wachstumspfad

BAD HOMBURG (Dow Jones)--Die Zahl der Pkw-Neuzulassun-gen in Deutschland hat sich im April weiter erhoumlht Wie der Verband der Internationalen Kraftfahrzeugherstel-ler (VDIK) mitteilte erreichte der Pkw-Markt mit rund 266000 Zulassun-gen ein Wachstum von 3 gegenuuml-ber dem Vorjahresmonat Seit Jahres-beginn liegt der Markt damit um 11 uumlber dem Vorjahresniveau

Dabei wuchs die bdquoNachfrage nach Hybridfahrzeugen gegenuumlber dem Vorjahreswert um knapp 30 und erreichte in den ersten vier Mona-ten 2011 in Deutschland uumlber 3800 Zulassungenldquo erklaumlrte VDIK-Prauml-sident Volker Lange Davon entfie-len 90 auf internationale Herstel-ler bdquoAktuell sind damit 41000 Hyb-rid-Pkw auf deutschen Straszligen unter-wegsldquo

Die kraumlftige Nachfrage auf dem Nutzfahrzeugmarkt hielt ebenfalls weiter an Mit rund 26600 Neuzulas-sungen im April konnte das Vorjahres-ergebnis um 12 uumlbertroffen werden In den ersten vier Monaten 2011 wur-den damit insgesamt 103000 Nutz-fahrzeuge neu zugelassen das ent-spricht einem Wachstum von 25

Maschinenbau Chancen durch Ausbau der Elektromobilitaumlt

WUumlRZBURG (Dow Jones)--Der deutsche Maschinen- und Anlagen-bau wird in den kommenden Jahren vom Ausbau der Elektromobilitaumlt stark profitieren Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie von VDMA und der Strategieberatung Roland Berger Denn durch die Einfuumlhrung von Fahr-zeugen mit elektrischem Antriebs-strang seien zukuumlnftig Kompetenzen des Maschinenbaus gefragt die bis-lang nur selten in der Automobilpro-duktion genutzt wurden Denn kos-tensenkende Produktionstechnik werde dort dringend gebraucht

Durch neue Produktionsanlagen fuumlr Elektrobatterien werde sich bis 2020 ein Geschaumlftspotenzial von 48 Mrd EUR ergeben heiszligt es in der Studie Allerdings stehe die Branche auch vor der groszligen Herausforderung ein neues Produkt- und Technologieport-folio entwickeln zu muumlssen

Fuumlr die deutsche Maschinenbau-branche spielt der Automobilbau schon jetzt eine wichtige Rolle So wurden 2010 rund 14 Mrd EUR direkt im Automotive-Bereich umgesetzt

Die Studie mit dem Titel bdquoE-Mobi-lity ndash Chancen und Risiken fuumlr den deutschen Maschinen- und Anlagen-bauldquo koumlnnen Sie kostenlos von der Webseite des VDMA downloaden httpwwwvdmaorg

monatsvergleich Januar bis Maumlrz 2011 ergibt sich insgesamt ein Plus von 32 im Vorjahresvergleich bei den Inlandsauftraumlgen ein Plus von 35 und bei den Auslandsauftraumlgen ein Plus von 31 bdquoErwartungsge-maumlszlig setzt nun offenbar eine Norma-lisierung der Wachstumsraten einldquo kommentierte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers das Ergebnis bdquoDer sogenannte Basiseffekt extrem nied-riger Vorjahreswerte spielt eine immer geringere Rolle weil sich in eben diesen Vorjahresmonaten der Auf-schwung bereits bemerkbar machte So war der Maumlrz 2010 der erste star-ke Ordermonat nach der Kriseldquo fuumlgte er hinzu

HandelsabkommenFreihandelsabkommen mit Suumldkorea besiegelt

SEOUL (Dow Jonesgtai)--Das suumld-koreanischen Parlament hat das im Oktober 2010 vereinbarte Freihan-delsabkommen mit der EU ratifiziert Damit ist der Weg frei fuumlr das erste Freihandelsabkommen der EU mit einem asiatischen Partner Die Verein-barung wird ab Juli 2011 in Kraft tre-ten Zwischen der EU und Suumldkorea werden dann innerhalb von fuumlnf Jah-ren die Zoumllle auf mehr als 98 aller Warenstroumlme entfallen Innerhalb von sieben Jahren sollen die Zoumllle auf alle Industrieguumlter beseitigt werden

ImporteSorge vor verstrahlter Ware ist unbegruumlndet

HAMBURG (Dow Jones)--Die Befuumlrchtung dass nach dem Unfall im japanischen Kernkraft-werk Fukushima radioaktiv ver-strahlte Ware nach Deutschland gelangen koumlnnte ist offenbar unbegruumlndet Im Hafen Hamburg jedenfalls musste bisher kein aus Japan ankommendes Schiff kon-trolliert werden wie ein Sprecher der Hamburger Innenbehoumlrde auf Anfrage mitteilte Dies liege daran dass es keine Direktverbindun-gen zwischen Japan und Ham-burg gebe und alle in Frage kom-menden Schiffe bereits in ande-ren Haumlfen auf eine moumlgliche radio-aktive Strahlung uumlberpruumlft wor-den seien

Der Rotterdamer Hafen will nach einem Bericht der bdquoVerkehrsrund-schauldquo noch bis 15 Mai alle aus Japan kommenden Schiffe auf radioaktive Belastung hin uumlber-pruumlfen Bei den bislang durchge-fuumlhrten Kontrollen auf den Schif-fen und an der Ladung seien keine Auffaumllligkeiten festgestellt worden teilte der Hafenbetreiber mit Wie unsere Redaktion erfuhr fordern die Automobilhersteller seit dem Ausbruch der Japan-Krise beson-dere Sicherheitsvorkehrungen kri

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Branchen amp Maumlrkte

Ausgewaumlhlte Termine

Herausgeber und Verlag Dow Jones News GmbH Baseler ArkadenWilhelm-Leuschner-Straszlige 78 60329 Frankfurt am Main HRB 58631 Frankfurt

Geschaumlftsfuumlhrung Dr Matthias Paul Volker Schneider James Rhyu Adam Tuckman Andrew Langhoff und Sue Needle

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Abonnenten-Service serviceeuropedowjonescom oder+49 (0) 69 2 97 25 - 1 66Dow Jones NE-Metalle Monitor ist ein Produkt der Dow Jones News GmbH einer Tochterge-sellschaft der Dow Jones International GmbH Die Business Newsletter stuumltzen sich neben umfangreicher Eigenberichterstattung auf wei-tere auch international taumltige Nachrichtenagen-turen sowie bei Charts Kursen und Preisen auch auf wwwaid-netde Alle Meldungen wer-den mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet Fuumlr Verzoumlgerungen Irrtuumlmer und Unterlassungen wird jedoch keine Haftung uumlbernommen Kopi-en Nachdrucke oder sonstige Vervielfaumlltigun-gen nur mit Genehmigung des Herausgebers

Erscheinungsweise 2-mal monatlich

Impressum

Zulieferer Geschaumlftserwartungen normalisieren sich

HAGEN (Dow Jones)--Der ArGeZ-Geschaumlftsklimaindex fuumlr die deut-sche Zulieferindustrie hat sich im April erwartungsgemaumlszlig abgeschwaumlcht Wie die Arbeitsgemeinschaft Zulie-ferindustrie (ArGeZ) mitteilte hat sich die bereits im Vormonat angedeute-te Normalisierung der Zukunftserwar-tungen im Berichtsmonat fortgesetzt bdquoZusaumltzlich duumlrften sich die Unsicher-heiten in Nordafrika sowie die Unkal-kulierbarkeit von Nachwirkungen der Japan-Katastrophe auswirkenldquo schreibt der Verband Gleichwohl zeige sich die aktuelle Geschaumlftslage weiter auf hohem Niveau

Der Geschaumlftsklimaindex Zulie-ferindustrie wird von der Arbeitsge-meinschaft Zulieferindustrie ArGeZ in Zusammenarbeit mit dem Ifo-Institut Muumlnchen ermittelt Er beruht auf der Befragung von rund 600 Unterneh-men und deckt die in der Arbeitsge-meinschaft Zulieferindustrie zusam-mengeschlossenen Branchen Gieszlige-rei-Industrie Kunststoffverarbeitung Stahl- und Metallverarbeitung NE-Metall-Industrie Kautschukindustrie sowie Technische Textilien ab

ArGeZ-GeschaumlftsklimaindexZulieferindustrie Deutschland

2000 = 100 saisonbereinigt Saldo aus positiven und negativen Bewertungen Quelle ifo Institut ArGeZ Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie

Aktuelle Lage

Zukunftserwartung

VIK-Strompreisindexfuumlr Mittelspannung

Quelle VIK

Maumlrz 17370

(Januar 2002 = 100)

Haben Sie Anregungen Fragen Hinweise zu unseren DatenE-Mail an datendedowjonescom

Strom VIK-Index reagiert aufAtomausstiegsplaumlne

ESSEN (Dow Jones)--Der VIK-Strompreisindex fuumlr Mittelspan-nungskunden ist im April nochmals kraumlftig um 610 Punkte bzw 469 auf 17980 Punkte gestiegen Damit erreicht der Index den houmlchsten Wert seit Ende 2008 wie der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirt-schaft (VIK) mitteilte Maszliggeblich fuumlr den weiteren Anstieg war dem VIK zufolge der von der Bundesregie-rung geplante beschleunigte Atom-ausstieg Dieser habe einen deutli-chen Einfluss auf die Strompreise an der Leipziger Boumlrse EEX und somit auch auf den vom Verband monatlich veroumlffentlichten VIK-Index gehabt So seien die Preise fuumlr die folgenden vier Quartale an der EEX nach Bekannt-gabe des Atommoratoriums im Maumlrz zunaumlchst sprunghaft angestiegen und verharrten seitdem auf diesem hohen Niveau

Neben dem deutlichen Anstieg im Vergleich zum Vormonat kletterte auch der gleitende Jahresmittelwert uumlber 12 Monate um 243 Punkte auf aktuell 16087 Punkte Der VIK-Strom-preisindex basiert auf den Stromprei-sen der EEX sowie den Netznutzungs-entgelten von sechs deutschen Netz-betreibern Als Energiepreiskompo-nente wertet der VIK die monatlichen Durchschnittspreise des Terminmark-tes fuumlr die kommenden vier Quartals-produkte aus

Dow Jones Management Forum Rohstoffversorgung 2011

Termin 17 bis 18 Mai 2011 Ort Frankfurt am MainIm Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Fragen wie sich Unterneh-men langfristig aufstellen koumlnnen um ihre Rohstoffversorgung abzu-sichern Tel 06929 72 51 51E-Mailconferencesdowjonescomwwwdjnewslettersdeconferences

EuroFX-Referenzkurs 1252011 14151 USDQuelle Reuters

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EuroDollar

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Marktanalyse Aluminium amp Kupfer

Dow Jones NE-Metalle Prognose

Weiterhin nervoumlser Handel bei den Basismetallen erwartetFRANKFURT (Dow Jones)--Wir

rechnen weiter mit einem nervoumlsen Handelsgeschehen an den Basisme-tallmaumlrkten da die Marktteilnehmer versuchen die widerspruumlchlichen Sig-nale zu verdauen Obwohl die juumlngs-ten Nachrichten uumlberwiegend negativ waren verdraumlngten die Player dies zu Beginn der Woche und fokussierten sich auf die guten Neuigkeiten Nach dem Ausverkauf in der vergangenen Woche der Kupfer um 42 und Alu-minium um 2 innerhalb eines Tages absacken lieszlig sind die Kaumlufer in die-ser Woche auf den Markt zuruumlckge-kehrt um die die Gelegenheit zu nut-zen Kupfer unter 9000 USDt und Aluminium unter 2700 USDt einzu-kaufen Es ist derzeit vor allem die-ser anhaltende Optimismus der den Basismetallmarkt am staumlrksten unter-stuumltzt Doch nun ist der Risikoappe-tit erneut deutlich zuruumlckgegangen Zudem stehen wir am Beginn der sai-sonal schwachen Sommermonate

Wir erwarten aber dass die Indus-triemetalle den zunehmenden Sorgen bezuumlglich einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und bezuumlg-lich der Schuldenkrisen noch fuumlr eini-ge Wochen widerstehen wird Aller-dings sind in den naumlchsten Wochen starke Schwankungen wahrschein-lich sind Die Kupferpreise an der Londoner Metallboumlrse duumlrften sich in diesem Zeitraum in einer Range zwi-

schen 8600 und 9400 USDt bewe-gen Allerdings besteht das Risiko einer technischen Korrektur wenn die Unterstuumltzungsmarke von 8600 USDtnachhaltig faumlllt Dann baut sich die naumlchste Unterstuumltzung 8200 USDtauf ndash ein Preislevel das zuletzt im Oktober 2010 gesehen wurde Bei Aluminium sehen wir eine starke Unterstuumltzung bei 2500 USDt sowie einen Schluumlsselwiderstand bei 2270 USDt

Unter den negativen Marktnachrich-ten war auch dass Chinas Kupferim-porte im April schwaumlcher als erwartet ausgefallen sind Das Land importier-te nach vorlaumlufigen Zahlen der chine-sischen Zollbehoumlrden 262676 t Kup-fer Kupferlegierungen und Halbfer-tigprodukte was einen Ruumlckgang um 40 im Vergleich zum Vorjahres-monat und um 14 gegenuumlber dem Maumlrz darstellt Die Bestaumlnde in den gelisteten Lagerhaumlusern der Shang-hai Futures Exchange sind nach wie vor hoch und es gibt Geruumlchte uumlber groszlige Bestaumlnde auszligerhalb der gelis-teten Laumlger Zudem koumlnnte der Inflati-onsdruck zu weiteren geldpolitischen Maszlignahmen fuumlhren was die Nachfra-ge daumlmpfen duumlrfte Gleichzeitig spielt sich die chinesische Kupferprodukti-on wegen der Rekordpreise auf einem hohen Level ab

Dies faumlllt vermutlich mit einer im Som-mer saisonal bedingten schwaumlcheren

Nachfrage in der noumlrdlichen Hemis-phaumlre zusammen Die nicht-kommer-ziellen Investoren haben bereits ihre Netto-Longpositionen die vierte Woche in Folge heruntergefahren

Allerdings gibt es auch einige Unterstuumltzung von den anderen Roh-stoffmaumlrkten So steht der Energie-komplex infolge der anhaltenden geo-politischen Spannungen und wegen der Folgen des Erdbebens in Japan stark da Dennoch sind es vor allem die Wechselkurse die weiterhin den Grundton am Markt setzen Die Euro-Dollar-Relation schwankt infolge der fortdauernden Schuldenthematik auf beiden Seiten des Atlantiks hin und her Die Wechselkurse sind ein Spiel-ball zwischen gegnerischen Kraumlften da der Fokus der Investoren zwischen den Themen USA sowie Europa hin- und herschwankt

Da die Investoren derzeit ihren Fokus vom griechischen Haushalt wieder abwenden duumlrfte der Euro durch die erwartete Zinssteigerung die die Europaumlische Zentralbank viel-leicht bereits im Juni ankuumlndigen wird Unterstuumltzung finden Alles in allem befinden sich die beiden Waumlhrungen in einer Pattsituation aber angesichts der widerspruumlchlichen Signale die auf das Waumlhrungspaar wirken erwar-ten wir in den naumlchsten Wochen star-ke Ausschlaumlge Dow Jones Commodities Research

Dow Jones Indikatoren NE-Metalle(USDt) Kupfer LME

Grundtendenz Obere Grenze Untere Grenze Grundtendenz Obere Grenze Untere Grenze

(USDt)

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Dow Jones NE-Metalle Monitor

Ausgewaumlhlte Metalle und Legierungen 115 45Kupfer (DEL-Notiz) 61692-61929 62535-62764MK (Metallnotierung Kupfer) 70766 71601Aluminium unverzollt ($t)Blei in Kabeln 18481 19038Metallbasis Bronze 946 83000 84000Messing MS 58 1Verarbrsquostufe 50900-51700 51400-52100Messing MS 58 2Verarbrsquostufe 55600-55700 56200-56200Messing MP 58 50100 50600Messing MS 63 53800-54000 54300-54500Metallbasis Messing 6337 53600-53800 54000-54300Zinklegierung Z 400410 Basispreis 20800 20800Zinn 999 loco Duisburg 208400 212700Alu 997 prompt Deutschland geliefert 20300 20600Aluminium in Kabeln 20300 20600Kupfer hochgr Kath Kasse 61600 62600Kupfer hochgr Kath 3 Monate 61700 62700

Messinglegierungen 115 45Rotguss RG 5 47500-48000 47500-48000Rotguss RG 7 50000-51000 50000-51000Rotguss RG 10 50500-51000 50500-51000Gussbronze GBZ 10 58000-64000 58000-64000Gussbronze GBZ 12 60000-64000 60000-64000Gussbronze GBZ 14 63000-66000 63000-66000

Ferrolegierungen 115 45Molybdaumln Oxid 57 (USDlb)in Faumlssern 1600-1735 1690-1735in Dosen 1700-1745 1700-1745

Molybdaumln in Briketts (USDlb) 1720-1760 1715-1745Ferro-Molybdaumln 70 (USDkg) 4090-4150 4090-4180Ferro-Vanadium 80 (USDkg) 2960-3050 2960-3090Ferro-Niob 63 (USDkg) 4300-4600 4300-4600Ferro-Titan 70 (USDkg) 850-890 850-890Ferro-Wolfram 80 (USDkg) 4950-5150 4950-5150Ferro-Mangan carbure (EURt) 94000-104000 96000-105000Ferro-Mangan affine (EURt) 165000-172000165000-172000

Alu-Gussleg frei Verbraucher (3t) 115 45Nr 226 23800-24800 23800-24800Nr 231 24600-25600 24600-25600Nr 233 25500-26500 25500-26500

NE-Metall-Schrotte 115 45Altblei (EUR100kg) 11500-12000 12500-13000Akkublei (EUR100kg) 5000-5500 5000-5500Kabul (Milberry) 58000-58500 58500-59000Kasus (Granulat I) 58000-58500 58500-59000Katze (Granulat II) 54000-54500 54500-55000Kader (Berry) 53500-54000 54000-54500Kupferdraht (Kanal) 51000-51500 51500-52000Schwerkupfer (Keule) 52000-52500 52500-53000Leichtkupfer (Klima) 50000-50500 50500-51000Schwermessing (Milbe) 32000-32500 32000-32500Leichtmessing (Modus) 29500-30000 29500-30000Rotguss-Schrott 1Qu (Radar) 47000-47500 47000-47500Rotguss-Schrott 2Qu (Rampe) 46000-46500 46000-46500Umschmelzzink 12000-12500 12000-12500Altzink 9000-9500 9000-9500Messingstangenspaumlne MS58 (Maler)36500-37000 37000-37500Messingblechabfaumllle MS63 (Magda) 40000-40500 42000-42500Chromstahl 3500-4000 4000-4500Chromnickelstahlabf V-II a 15000-15500 15500-16000Chromnickelstahlabf V-IV a 23000-23500 24000-24500Alu neu Cu-am 13500-14000 13500-14000Reinaluminiumdraht 16500-17000 16500-17000Gussschrott max 2 FE 9500-10000 9500-10000Alu-Blechabf max 2 8500-9000 8500-9000Alu-Spaumlne Toleranz 5 8000-8500 8000-8500Alu-Profilabf AlMgSi 05 17000-17500 17000-17500

LME (USDt) 115 45KobaltKassa 38000-39500 38000-390003 Monate 37500-39000 37000-38000MolybdaumlnKassa 36450-37450 35700-377003 Monate 36750-37750 36000-38000

Kassapreise 115 45Gold ) (EURkg fein) 3590000 3506000Gold verarbeitet ) (EURkg fein) 3761000 3673000Silber ) (EURkg fein) 94160 96000Silber verarbeitet ) (EURkg fein) 98560 100480Platin verarb (EURg fein) 4252 4231Palladium verarb (EURg fein) 1819 1857Iridium verarb (EURg fein) 2590000 2520000Rhodium verarb (EURkg fein) 5335000 5355000Ruthenium verarb (EURkg fein) 450000 440000) Basis Londoner Fixing Preise von W C Heraeus GmbH

FuturesNew York Comex Gold USDFeinunze 115 45Mai 150110 151490Juni 150140 151530Juli 150200August 150270 151650Oktober 150400 151770Dezember 150530 151880Februar 150640 152010

New York Comex Silber ctsFeinunze 115 45Mai 355090 393830Juni 355090 393870Juli 355150 393880September 355280 393960Dezember 355280 393960Januar 355100 393730Maumlrz 354800 393260Mai 354380 392610

New York Nymex Platin USDFeinunze 115 45Juni 177780 182730Juli 177780 182630Oktober 178150 182990Januar 178150 183190

New York Nymex Palladium USDFeinunze 115 45Juni 71540 74670September 71710 74830Dezember 71850 74930

Preisuumlbersicht NE-Metalle (Deutsche Haumlndlerpreise in EUR100kg sofern nicht anders angegeben)

tagesaktuelle Preise woumlchentlich erfasste Preise Es handelt sich um die aktuellsten verfuumlgbaren Preise aus den vergangenen sieben Tagen

Preisuumlbersicht Edelmetalle

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Markttrends Aluminium

Aluminiummarkt

Aluminium haumllt sich trotz abstuumlrzender Maumlrkte wackerFRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aluminiummarkt bewegt sich weiter auf hohem Niveau Die zweite Haumllfte der vergangenen Woche ver-lief turbulent fuumlr die Branche weil die Trichet-Rede die Maumlrkte geschockt hatte Die daraus resultierende scharfe Korrektur der Metallpreise wurde jedoch von vielen Einkaumlufern als gute Kaufgelegenheit genutzt

Das Gelegenheitsfenster blieb aller-dings nur kurz offen dann hatte sich die Situation wieder beruhigt die Preise zogen erneut an und diejeni-gen die nicht schnell genug waren hatten das Nachsehen wie von uns befragte Einkaumlufer berichten bdquoDieje-nigen die sich nicht schnell einge-deckt haben haben eine gute Kauf-gelegenheit verpasst ndash solche Gele-genheiten sind inzwischen naumlmlich kurzlebig und man muss sehr schnell reagierenldquo kommentiert ein Einkauf-leiter Leider sei aber der Absturz in Euro bdquonicht so dramatischldquo gewesen bedauert ein weiterer

Manche Marktteilnehmer sehen derzeit Hinweise auf eine leich-te Abschwaumlchung So berichtet zum Beispiel ein Sekundaumlraluminiumpro-duzent dass einige Kunden Liefe-rungen verschoben haumltten Bei den Neuauftraumlgen sehe es dagegen noch gut aus bdquoDie Entwicklung ist zwar schlecht abzusehen ndash ich schaumltze aber es wird ein bisschen runterge-henldquo glaubt der Informant Ein weite-rer Einkaumlufer vermutet dass die Auto-mobilhersteller sich inzwischen aus-reichend hohe Bestaumlnde aufgebaut haben und daher in ihrem Abrufver-halten etwas nachlassen Er rechnet dennoch damit dass es auf einem hohen Niveau weiterlaumluft allerdings in diesem Jahr wieder mit dem uumlblichen Sommerloch

Die Masselpraumlmien (in warehouse Rotterdam) bewegen sich mit 200-220 USDt unveraumlndert auf hohem Niveau bdquoEs koumlnnte sogar noch einen kleinen Ruck gebenldquo vermutet ein Marktteilnehmer Auch andere Ein-kaumlufer stimmen dieser Einschaumltzung zu bdquoViele haben sich noch nicht fuumlr das ganze Jahr eingedeckt so dass

die Praumlmien vorerst bestimmt nicht nachgeben werdenldquo heiszligt es

Das Atomungluumlck in Japan hat inzwischen auch Folgen fuumlr die deut-sche Aluminiumindustrie bdquoUnsere Kunden aus der Automobilbranche lassen sich von uns bestaumltigten dass wir kein Material aus Japan verwen-denldquo berichtet ein Einkaufslei-ter Auch wenn diese Sorge eigentlich unbe-gruumlndet sei (siehe hierzu Seite 17) Zudem haben die Preise im Sekundaumlrbereich etwas nachge-geben weil Blockware die ansonsten nach Japan gegangen waumlre jetzt am europaumlischen Markt verfuumlgbar ist Die

Blockpreise (226D) die noch vor eini-gen Wochen uumlber 2000 EURt lagen bewegen sich aktuell bei 1850-1920 EURt bdquoMan houmlrt auch von Spitzen nach untenldquo berichtet ein Marktteil-nehmer Nur die Schrottpreise haben sich nicht bewegt und befinden sich unveraumlndert auf hohem Niveau Dies wird von den von uns befragten Markt-teilnehmern vor allem darauf zuruumlck-gefuumlhrt dass die Schrotthaumlndler bdquoden erhoumlhten Bedarf erkannt habenldquo und eine leichte kuumlnstliche Verknappung durch Zuruumlckhalten von Material ver-ursachen

Die Lagerbestaumlnde bei den Verbrau-chern sind nach unseren Informatio-nen immer noch sehr niedrig und dies duumlrfte auch so bleiben bdquoDas liegt an

den Finanzierungs-kostenldquo erlaumlutert ein Einkaufsleiter Daher werde das Thema Just-in-time-Liefe-rung immer wich-tiger fuumlr die Unter-nehmen Die Situa-tion am Frachtmarkt ist nach seinen Infor-mationen weiter-hin angespannt die

Transportkosten haben erneut ange-zogen und vor allem um Feiertage herum duumlrfte es weiterhin zu punktu-ellen Engpaumlssen kommenChristine Buumlttner

Der Markt auf einen Blick

Aluminium um 2575 USDt

Verbraucher nutzen Preisrutsch zum Einkauf

Praumlmien unveraumlndert hoch

London Metal Exchange Shanghai Futures Exchange

LME-Dreimonatspreis in EURt im Jahresverlauf

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3000000

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5000000

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1600

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LME-Dreimonatspreis und Boumlrsen-Lagerbestaumlndein t in EURt

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Aluminium

Norwegen Norsk Hydro steigert Produktion in Sunndal

OSLO (Dow Jones)--Norsk Hydro hat im ersten Quartal 2011 einen nied-riger als erwarteten Nettogewinn von 782 Mio NOK (Vorjahreszeitraum 779 Mio NOK) erzielt Dies sei auf houmlhere Vormaterialkosten unter anderem bei Energie und Kokskohle zuruumlckzufuumlh-ren sowie eine geringere Produktion in der Raffinerie Alunorte in Brasilien teilte das Unternehmen mit

Der norwegische Aluminium- und Energiekonzern kuumlndigte weiter an die Aluminium-Produktionskapazi-taumlt in der Anlage Sunndal in Norwe-gen steigern zu wollen um mit dem erwarteten Nachfrageanstieg bei Pri-maumlraluminium um geschaumltzte 7 in diesem Jahr Schritt halten zu koumln-nen Es sei daher geplant die Anla-ge Ende 2011 bei ihrer vollen Kapazi-taumlt von 100000 Mio jato produzieren zu lassen heiszligt es

SuumldkoreaNovelis erweitert Kapazitaumlt in Asien um uumlber 50

ATLANTA (Dow Jones)--Der US-Konzern Novelis steckt fast 400 Mio USD in die Erweiterung seiner Alumini-umwalz- und -recycling-Aktivitaumlten in Suumldkorea Dies sei dem starken Nach-fragewachstum auf den Maumlrkten Asi-ens geschuldet teilte der Produzent von Aluminiumwalzprodukten mit Mit der Erweiterung steige die Aluminium-blech-Kapazitaumlt in Asien um uumlber 50 auf 1 Mio jato Die neuen Produkti-onskapazitaumlten werden den Angaben zufolge in der zweiten Jahreshaumllfte 2013 in Betrieb gehen

ETF Glencore will mehr Langfrist-Vertraumlge

LONDON (Dow Jones)--Glenco-re will Aluminium vermehrt uumlber lang-fristige Vertraumlge beziehen Wie aus dem IPO-Prospekt des Unterneh-mens hervorgeht koumlnnte die Gesell-schaft dadurch mehr Metall fuumlr ihre geplanten ETF erhalten Glencore plant schon seit laumlngerem die Aufle-gung eines Aluminium-ETFs gemein-sam mit Credit Suisse Das zusaumltzli-che Material wird fuumlr die physische Unterlegung des Fonds benoumltigt

Der weltgroumlszligte Rohstoffhaumlndler der Ende Mai in London und Hong-kong an die Boumlrse geht hat 2010 rund 39 Mio t ausgeliefert Den Anga-ben zufolge wurden im vergangenen Jahr rund 44 davon uumlber kurzfris-tige Kontrakte eingekauft Auszliger von Rusal bezieht Glencore Aluminium im groszligen Umfang auch von Century Aluminium das sich zu 44 im Besitz der Gesellschaft befindet Rusal und Century stehen fuumlr die Haumllfte des Alu-miniums das Glencore im vergange-nen Jahr gekauft hat

RusslandRusal hebt Prognose fuumlr Aluminiumpreis an

MOSKAU (Dow Jones)--Rusal hat seine Preisprognose nach oben kor-rigiert und sieht den globalen Alumi-niumpreis Ende des Jahres jetzt bei uumlber 2700 USDt Zuvor war Rusal von einem Preis zwischen 2500 USD und 2600 USDt ausgegangen Als Grund fuumlr die optimistischere Ein-schaumltzung nannte der Konzern die starke Nachfrage und die anhaltende Schwaumlche des Dollars Die Produkti-on von Rusal stieg im ersten Quartal um 42 auf 101 Mio t im Vergleich zur Vorjahresperiode

ChinaShandong Nanshan baut Anlage in den USA

SCHANGHAI (Dow Jones)--Die chi-nesische Shandong Nanshan Alumi-nium Co baut bis 2012 eine Anla-ge fuumlr Alulegierungen in den USA Dies sei Teil der Konzernstrategie sich in Uumlberseemaumlrkten etablieren zu wollen heiszligt es in bdquoChina Dailyldquo In der neuen Anlage im US-Bun-desstaat Indiana wolle das Unter-nehmen 40000 t hochwertiger Alu-miniumprodukte fuumlr die Automobil-Luftfahrt- und Maschinenbauindust-rie sowie fuumlr Produkte fuumlr den Nahver-kehr jaumlhrlich herstellen

in t

Quelle International Aluminium Institute

Welt-Aluminiummarkt

Quellen London Metal Exchange New York Mer-cantile Exchange Shanghai Futures Exchange (SHFE)

Aluminium Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kassein USDt 260100 268100in EURt 183570 180612

3 Monatein USDt 258750 268600in EURt 182617 180949

15 Monatein USDt 266500 276300in EURt 188087 186136

27 Monatein USDt 271800 281800in EURt 191827 189841

Lagerbestaumlnde(in t) 4590750 4603350

SHFE 125 55

Frontmonat(CNYt) 16550 16585

Lagerbestaumlnde(in t) 249777 260963

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

Produkte Alcoa entwickelt luftreinigende Fassade

NEW YORK--(Dow Jones)--Alcoa hat eine neuartige Fassadenplatte entwickelt die den Angaben zufol-ge sowohl sich selbst als auch die Luft rundherum selbsttaumltig reinigt Das neuartige Produkt Produkt mit Namen bdquoReynobondldquo nutzt die vom japanischen Hersteller von Sanitaumlr-keramik Toto entwickelte Selbstreini-gungstechnologie EcoClean 10000 Quadratfuszlig Reynobond-Platten haumlt-ten eine Luftreinigungskapazitaumlt von nahezu 80 Baumlumen sagte Craig Bel-nap Chef der Architektursparte von Alcoa Am 12 Mai soll die neuartige Fassadenplatte erstmals auf der AIA 2011 National Convention and Design Exposition vorgestellt werden

Alcoa-Wissenschaftler haben den Angaben zufolge fuumlr die Entwicklung der neuartigen Fassadenplatten die patentierte HYDROTECT-Technolo-gie von Toto genutzt Dabei wird eine spezielle Titandioxid-Schicht (Eco-Clean) auf die vorbehandelte Alumi-nium-Oberflaumlche einer Reynobond-Platte aufgetragen Ergebnis sei ein Aluminium-Panel dessen Oberflauml-

ProdukteNovelis erhoumlht Preise fuumlr Walzprodukte

ZUumlRICH (Dow Jones)--Novelis erhoumlht zum 1 Juli die Preise von Alu-minium-Walzhalbzeugen fuumlr Haumlndler und industrielle Weiterverarbeiter in Europa Je nach Produkt betrage die Preiserhoumlhung bis zu 120 EURt teil-te der US-Konzern mit Laufende Ver-traumlge seien von der Preiserhoumlhung ausgenommen Die Preiserhoumlhung sei auf den hohen Bedarf und die angespannte Liefersituation zuruumlck-zufuumlhren Hinzu kaumlmen die steigen-den Preise fuumlr Metall und Metallprauml-mien Novelis Europe werde zudem die Zahlungsziele und die sonstigen Geschaumlftsbedingungen bdquostraffenldquo heiszligt es Novelis hatte bereits zum 1 April einen Magnesium-Aufschlag auf Standard- und lackierten Aluminium-blechprodukte erhoben

ProdukteAlu-Kabelkanal fuumlr Solaranlagen

DUumlSSELDORF (Dow Jones)--Der Nuumlrnberger Hersteller von Lochble-chen Ernst Meck hat einen Kabelka-nal aus Aluminium speziell fuumlr Flach-daumlcher und Freiflaumlchen entwickelt Neben der Photovoltaik sei das neu-artige Produkt auch sehr gut fuumlr den Einsatz in der solarthermischen Anlagentechnik geeignet teilte der Gesamtverband der Aluminiumindus-trie mit Der Kabelkanal besteht den Angaben zufolge aus einem einsei-tig offenen Profilelement wobei im Gegensatz zum uumlblichen C-Profil ein U-Profil zum Einsatz kommt Da die Profiloumlffnung breiter sei sei es leich-ter die zu verlegenden Kabel einzu-bringen

Das Deckelelement ein Alu-Steck-system ist laut Mitteilung als form-schluumlssige Schnappverbindung aus-gefuumlhrt wodurch eine schnelle Mon-tage und Demontage moumlglich sei Die Profilelemente des Kabelkanals seien mit zahlreichen Lochungen versehen weshalb der Kabelkanal einen sehr guten Wasserabfluss aufweise

Aluminium

Chinas Basismetallproduktion im April 2011 (in t)

April2011

Veraumlnd ggVorjahr in

Jan-April2011

Veraumlnd ggVorjahr in

Kupfer 454000 +192 1727000 +158

Blei 398000 +318 1513000 +330

Zink 435000 +28 1705000 +92

Zinn 141515 +52 505187 +131

Nickel 206733 +420 751848 +300

Aluminium 1459000 +74 5514000 +27

Tonerde 2987000 +183 11195000 +124

Quelle Chinesische Statistikbehoumlrde Stand 11 Mai 2011

che beim Zusammentreffen mit Son-nenlicht als Katalysator fungiere der organische Luftverschmutzungen wie zB Smog sowohl auf der Oberflaumlche als auch in der unmittelbaren Umge-bungsluft in harmlose Bestandteile umwandele Diese wuumlrden dann vom Regenwasser abgewaschen

Groszligbritannien Rexam will Produktionin Suumldamerika erhoumlhen

LONDON (Dow Jones)--Rexam konnte im ersten Quartal 2011 wie erwartet den Absatz sowohl bei Stan-darddosen als auch bei Spezialpro-dukten steigern Vor allem in Russ-land sei ein deutlicher Anstieg zu ver-zeichnen teilte der britische Dosen-hersteller mit In Nordamerika sei zwar der Verkauf von Standarddo-sen wie erwartet zuruumlckgegangen der Bereich Spezialprodukte wach-se jedoch kontinuierlich Auch das Geschaumlft in Suumldamerika lege kontinu-ierlich zu und man plane die Kapazi-taumlt in der Region zu steigern

Chinas NE-Metall-Importe April 2011(vorlaumlufige Angaben Veraumlnderungen in )

(in t)April2011

Jan-Apr2011

Veraumlndgg Vorj

Kupfer u-produkte

262676 1166680 -226

Kupfer-schrott

380000 138000 +19

Aluminiumu -produkte

76724 321016 -84

Aluminium-schrott

230000 790000 -146

Tonerde 130000 830000 -524

Alu-Exporte

60722 219091 +64

Quelle Chinesische ZollbehoumlrdeStand 11 Mai 2011

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9AluminiumKupfer

Deutschland

Metallhaumlndler blicken optimistischin die Zukunft

BERLIN (Dow Jones)--Der Metall-handel in Deutschland partizipiert am Aufschwung So konnten 80 der Metallhaumlndler die Verluste der Wirtschaftskrise wieder aufholen 10 verzeichnen sogar ein houmlheres Umsatzniveau als vor der Krise und nur 10 liegen auf einem niedrige-ren Umsatzniveau Das ist das Ergeb-nis der Geschaumlftsklima-Umfrage die der Verband Deutscher Metallhaumlndler (VDM) im April 2011 durchgefuumlhrt hat bdquoNach Beendigung der Wirtschafts-krise belebte sich das Geschaumlft wie-der deutlich Vor allem im Neumetall-bereich war ein starker Nachfragean-

stieg zu beobachtenldquo so die VDM-Vorsitzende Rita Dapont Der Groszligteil der Branche (87) erwartet dass die positive konjunkturelle Grunddynamik 2011 anhalten wird aber nicht weiter an Schwung gewinnt

Das Geschaumlftsklima im Handel mit Neu- und Altmetallen wird laut Umfra-geergebnis im zweiten Jahr in Folge sehr positiv bewertet Die Dynamik dieses Aufschwungs hat im Vergleich zum Vorjahr aber leicht an Schwung verloren So hat sich die Geschaumlftsla-ge bei 39 der Unternehmen im Ver-gleich zu 2010 weiter verbessert Die-

ser Wert lag im Vorjahr noch bei 52 Bei uumlber der Haumllfte der Unterneh-men hat sich die Geschaumlftsdynamik auf dem hohen Niveau des Vorjahres stabilisiert Eine leichte konjunkturel-le Verlangsamung stellt der VDM im ersten Quartal 2011 fest So standen 30 der Unternehmen einer abneh-menden Nachfrage gegenuumlber

Handel mit Halbzeug gewinnt an Dynamik

Der Handel mit NE-Metallhalb-zeug hat im Verlauf des zweiten Quar-tals 2011 an Dynamik gewonnen Der

Geschaumlftsklima-index des Wirt-schaftsverban-des Groszlighandel Metallhalbzeug (WGM) stieg staumlrker als zu Beginn des ers-ten Quartals und erreichte einen neuen Houmlchst-wert Diese Ent-wicklung sei ein Indiz dafuumlr dass Industrie und Bauwirtschaft sehr gut in das zweite Quartal 2011 gestartet seien teilte der Verband mit

Demnach zeigt sich die Geschaumlfts-lage vor allem beim Aluminiumhalb-zeug zu Beginn des zweiten Quar-tals ausgesprochen positiv 50 der Unternehmen und damit 11 mehr als im Vormonat schaumltzten die eige-ne wirtschaftliche Situation besser ein als noch im ersten Quartal dieses Jah-res Anders als zu Jahresbeginn kal-kuliert die Mehrheit der Halbzeug-haumlndler (61) mit konstanten Ein-kaufspreisen Auch bei den Verkaufs-preisen rechneten 64 der Haumlndler mit konstanten Werten in den kom-menden Monaten

DeutschlandMetallverarbeiter weiter auf dem Wachstumspfad

DUumlSSELDORF (Dow Jones)--Nach einem Plus von gut 18 im Jahr 2010 bleibt der Wachstumstrend in der Stahl- und Metallverarbeitung zu Jahresbeginn 2011 intakt Im ersten Quartal konnte ein weiterer Anstieg um knapp 19 verzeichnet werden Wie der Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM) mit-teilte fehlen nur noch 5 Wachs-tum zum Niveau des Jahres 2008 Der Umsatz der Branche betrug in den ersten drei Monaten des Jahres 16 Mrd EUR (2010 13 Mrd EUR)

Wichtige Kunden insbesondere die Automobilindustrie der Maschi-nenbau und die Elektroindustrie sind exportorientiert Deshalb profi-tieren auch die metallverarbeitenden Zulieferbetriebe von der starken Aus-landsnachfrage Die Auslastung der Produktionskapazitaumlten lag im ers-ten Quartal bei 834 Viele Unter-nehmen haben im Verlauf des Jahres 2010 Personal eingestellt die Zahl der Mitarbeiter erhoumlhte sich in der Bran-che um 12000 oder gut 3

Das Stimmungsbarometer der Branche hat sich im April auf sehr hohem Niveau abgeschwaumlcht Fuumlr die naumlchsten Monate rechnen die Unternehmen mit weniger Dynamik Dies ist auf die bereits sehr gute kon-junkturelle Lage und die Normalisie-rung des Aufschwungs zuruumlckzufuumlh-ren Das Bestellverhalten hat sich dem Kundenbedarf und den Kapazi-taumlten der Lieferanten angepasst Dies zeigen die nahezu gleichen Wachs-tumsraten bei Auftragseingaumlngen und Umsaumltzen

Die groumlszligten Risiken fuumlr die konjunk-turelle Entwicklung sieht der WSM in den steigenden Kosten fuumlr Energie und Vormaterial Aufgrund der anzie-henden Preise bei vielen Rohstof-fen zeigen die Umsatzrenditen wie-der eine ruumlcklaumlufige Entwicklung Der Verband fordert daher die bdquoDreifach-belastung des Mittelstands durch die Umlage fuumlr den Ausbau der erneuer-baren Energien (EEG-Umlage) hohe Stahlpreise und den Emissionshan-delldquo kurzfristig zu reduzieren

Der NE-Metallhandel gewinnt weiter an Dynamik Quelle ShutterstockMontage

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Markttrends Kupfer

Kupfermarkt

Wiedereinstieg Chinas bei weiter sinkenden Kupferpreisen erwartet FRANKFURT (Dow Jones)--Infolge eines festeren US-Dollar und fal-lender Aktienmaumlrkte kam es am Mittwoch ndash nach dem ersten starken Ruumlckgang Ende vergangener Woche ndash erneut zu einem Preisrutsch an den Metallmaumlrkten Kupfer fiel auf den niedrigsten Stand seit fuumlnf Mona-ten Die Investoren agieren den Angaben zufolge vorsichtig nachdem juumlngste Wirtschafts- und Metallproduktionsdaten aus dem weltgroumlszligten Verbraucherland China neutral ausgefallen waren

Falls sich der Abwaumlrtstrend fort-setzt duumlrfte China bald wieder in den Markt einsteigen Das Land ist nach unseren Informationen seit Ende Januar aus dem Markt und bedient sich bis dato aus seinen riesigen nicht registrierten Kupferbestaumlnden die das Land in den Jahren niedrige-rer Preise angehaumluft hatte

bdquoIch glaube dass der Preis bis auf 8000 - 8200 Dollar faumllltldquo meint ein Marktteilnehmer Bei diesem Preis duumlrfte China wieder massiv in den Markt einsteigen glauben viele bdquoDas Land ist unglaublich liquide und kann abwarten bis der Preis ausreichend gesunken ist ndash dann koumlnnten die gleich einige Millionen Tonnen Kupfer kaufen und erneut unregistriert in die Wuumlste legenldquo

Fuumlr dieses Jahr wird zwar ein gro-szliges Defizit am Raffinademarkt erwar-tet ndash die Schaumltzungen schwanken zwischen 300000 t und 500000 t ndash aber manche Marktteilnehmer glau-ben dass dies inzwischen nur noch den Haumlndlern als Argumentations-grundlage dient bdquoDie Bestaumlnde wer-den jeden Tag houmlher ndash die Stocks haben seit Januar um 30 zugelegtldquo moniert ein Einkaumlufer Die Argumente seien fuumlr ihn daher nicht mehr nach-vollziehbar denn mit jedem Tag werde es unwahrscheinlicher dass dieses enorme Defizit wirklich eintrete

Am deutschen und europaumlischen Kupfermarkt ist die Grundstimmung nach wie vor uumlberwiegend positiv Lediglich aus der Gieszligdrahtbranche wird uns von einer leichten Abschwauml-chung berichtet bdquoMan ist etwas beun-ruhigt wegen der aktuellen Nachfra-

geschwaumlche im europaumlischen Gieszlig-drahtbereich aber selbst die Gieszlig-drahthersteller kennen die Ursache dafuumlr nichtldquo berichtet ein Einkaufslei-ter Wichtigster Abnehmer von Gieszlig-draht ist die Elek-trobranche bdquoFalls diese Branche schwaumlchelt duumlrften die Praumlmien unter Druck kommenldquo so ein weiterer Einkaumlu-fer Die Kathoden-praumlmien (Grade A cif Rotterdam) ver-harren nach wie vor bei 60-70 USDt

Schrott ist derzeit weniger verfuumlg-bar denn die Haumlndler halten bei den niedrigeren Preisen Material zuruumlck

Vor allem die Industrieverbrau-cher haben die Preisdelle von ver-gangener Woche und vom Donners-tag dazu genutzt einzukaufen bdquoIch lasse keine Gelegenheit aus und habe einige Orders realisiertldquo berichtet der Einkaufsleiter eines Produzenten In China wo sein Unternehmen Werke habe sehe es am Markt momen-tan bdquonicht so rosig ausldquo berich-tet er weiter Dort wuumlrden die Inflati-ons-bekaumlmpfenden Maszlignahmen nun offenbar greifen Dies sei aber nach seiner Einschaumltzung ein Durchhaumlnger von uumlberschaubarer Dauer bdquoIch sehe das sogar positiv weil sich der dor-tige Markt wieder stabilisiertldquo Denn sein Unternehmen wolle das Geschaumlft in China weiter ausbauen und dazu brauche man in erster Linie einen stabilen und berechenbaren Markt

Den Groszlig-teil des Umsat-zes mache man aber nach wie vor in Europa bdquowo wir im Moment offen-bar eine kleine Delle habenldquo Dennoch sei man sehr zufrie-den mit dem

Geschaumlft und den Auftragseingaumln-gen Christine Buumlttner

Der Markt auf einen Blick Kupfer um 8528 USDt

Europaumlische Gieszligdrahtbranche schwaumlchelt etwas

Schrottangebot knapp

London Metal Exchange Comex Shanghai Futures Exchange

LME-Dreimonatspreis in EURt im Jahresverlauf

0

150000

300000

450000

600000

750000

4800

5400

6000

6600

7200

7800

J J A S O N D J F M A M

LME-Dreimonatspreis und Boumlrsen-Lagerbestaumlndein t in EURt

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Kupfer

ChileRio Tinto kooperiert mit Yunnan Copper

SYDNEY (Dow Jones)--Die China Yunnan Copper Australia Ltd eine in Australien boumlrsennotierte Toch-tergesellschaft der Aluminum Corp of China (Chinalco) gruumlndet mit Rio Tinto ein Gemeinschaftsunterneh-men um Kupfer in Chile zu foumlrdern Chinalco ist mit einem Anteil von 9 der groumlszligte Einzelaktionaumlr von Rio Tinto Die beiden Partner wollen in Chile zunaumlchst zwei Gebiete in der Naumlhe der Cerro-Colorado-Mine von BHP Billiton erkunden

Rio Tinto und Chinalco hatten erst im Dezember ein Gemeinschaftsun-ternehmen gegruumlndet um Erkundsar-beiten in China voranzutreiben ndash ohne jedoch zu sagen um welche Roh-stoffe es sich dabei handelt Groumlszligtes Joint Venture der beiden Konzerne ist bislang das Eisenerzprojekt Simand-ou im westafrikanischen Guinea

Chile Kupferproduktion im Maumlrz fast unveraumlndert

SANTIAGO (Dow Jones)--Chile hat im Maumlrz dieses Jahres 450507 t Kup-fer produziert Das sei im Vergleich zum Vorjahresmonat ein geringfuumlgiger Ruumlckgang um 01 teilte die natio-nale Statistikbehoumlrde INE am Don-nerstag mit Ebenfalls um 01 sei die Kupferproduktion im Zeitraum Januar bis Maumlrz 2011 gefallen und zwar auf 1268 Mio t Grund fuumlr das leichte Minus seien schlechtere Erz-qualitaumlten Probleme mit Bergbauma-schinen und widrige Wetterumstaumlnde an einigen Standorten Die Produkti-on von Kupferkathoden sank im Maumlrz um 66 auf 217964 t wie INE wei-ter mitteilte

Sambia KCM will Produktion bis 2014 verdoppeln

LUSAKA (Dow Jones)--Sambias groumlszligter Kupferproduzent Konkola Copper Mines (KCM) will seine jaumlhr-liche Kupferproduktion bis 2014 ver-doppeln auf mindestens 400000 t Wie die Muttergesellschaft Vedanta Resources mitteilte soll dies durch ein Untertage-Projekt in der Kupfer-mine Chilibombwe den Neubau einer Laugungsanlage in der Nchanga-Mine sowie weitere Expansionvorhaben in Verarbeitungsanlagen und Huumltten ermoumlglicht werden Der jaumlhrliche Kup-fererz-Output werde so mehr als ver-dreifacht auf 75 Mio t Nach Angaben von Vedanta Resources belief sich die Kupferkathoden-Produktion von KCM im vierten Quartal 2010 auf 34000 t Dies entspreche bereits einer Produk-tionsteigerung von 21 heiszligt es

KCM wird den Angaben zufolge im Rahmen der Expansionsplaumlne weite-re 172 Mio USD in den Bau einer Lau-gungsanlage fuumlr die Nchanga-Mine investieren Die Anlage die 2013 in Betrieb gehen soll werde waumlhrend

DeutschlandLeoni kann Gewinnverdreifachen

NUumlRNBERG (Dow Jones)--Der Automobilzulieferer Leoni hat sei-nen Konzerngewinn im ersten Quar-tal mehr als verdreifacht Unter dem Strich verdiente der MDAX-Konzern 366 Mio EUR nach 102 Mio EUR in den ersten drei Monaten des Vorjah-res Die Einnahmen legten von Januar bis Maumlrz um 38 auf 9107 Mio EUR zu Dabei konnte Leoni in nahezu allen Regionen wachsen und die Erwartun-gen in den beiden Unternehmens-bereichen Wiring Systems bzw Wire amp Cable Solutions uumlbertreffen Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) hat sich auf 614 (230) Mio EUR fast verdreifacht Die Mitte April angeho-bene Prognose fuumlr das laufende Jahr bekraumlftigte das Nuumlrnberger Unterneh-men Demnach soll der Umsatz auf etwa 34 Mrd EUR und das EBIT auf rund 210 Mio EUR zulegen

einer Lebenszeit von 13 Jahren jaumlhr-lich mindestens 50000 t Kupfer pro-duzieren heiszligt es Zudem werde der-zeit ein Untertage-Projekt in der Kup-fermine Chilibombwe entwickelt das mindestens 200 Mio t Erz mit einem Kupfergehalt von 35 foumlrdern soll

Quellen London Metal Exchange New York Mer-cantile Exchange Shanghai Futures Exchange (SHFE)

Kupfer Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 115 45

Kassein USDt 875050 917150in EURt 609239 616945

3 Monatein USDt 877500 920000in EURt 610945 618862

15 Monatein USDt 878500 921000in EURt 611641 619535

27 Monatein USDt 860000 901000in EURt 598761 606081

Lagerbestaumlnde(in t) 468350 463925

Comex 115 45

Frontmonat(US-ctslb) 39020 41205

Lagerbestaumlnde(in short tons) - 71254

SHFE 115 45

Frontmonat(CNYt) 67870 69460

Lagerbestaumlnde(in t) 21246 27267

in 1000 t

Quelle International Copper Study Group

Welt-Kupfermarkt

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Kupfer

Deutschland

Aurubis steigt mit Luvata-Zukauf in die Weltspitze aufDUumlSSELDORF (Dow Jones)--Euro-

pas groumlszligter Kupferhersteller Auru-bis wagt nach langem Zoumlgern den Schritt uumlber den groszligen Teich Der Zukauf der Walzproduktsparte des finnischen Luvata-Konzerns ist bdquoder erste Schritt den Aurubis auszligerhalb Europas machtldquo wie der Vorstands-vorsitzende Bernd Drouven sagte Das Hamburger MDAX-Unterneh-men kauft die Luvata-Aktivitaumlten im Bereich Kupferbaumlnder -bleche und -platten (Luvata RPD) fuumlr 200 Mio bis 250 Mio EUR Die Division produ-

zierte mit rund 1100 Mitarbeitern im Geschaumlftsjahr 2010 etwa 160000 t Bleche Baumlnder und Platten aus Kup-fer und Kupferlegierungen und erziel-te damit einen Umsatz von rund 1 Mrd EUR Ihre Produktionsstaumltten liegen in Finnland Schweden und den Nieder-landen ndash sowie hauptsaumlchlich in Buffa-lo im US-Bundesstaat New York

Waumlhrend sich Aurubis bislang auf die Produktion von Kupferbaumlndern und Baumlndern aus Hochleistungslegie-rungen konzentriert habe sei Luva-ta RPD bei der Herstellung von volu-

menstarken Messingprodukten sowie bei Spezialprodukten gut positioniert heiszligt es Daruumlber hinaus werde Luva-ta RPD in der Lage sein Produkte aus dem Portfolio von Aurubis durch seine innovative Technologie des vertikalen Duumlnnbandgieszligens wettbewerbsfaumlhig herzustellen

Schon lange liebaumlugelte die ehema-lige Norddeutsche Affinerie mit einer Ausweitung ihres Geschaumlfts Nicht ein-mal ein Zehntel der Erloumlse von knapp 10 Mrd EUR im Ende September been-deten Geschaumlftsjahr 200910 stamm-

ten aus anderen Welt-regionen wo Auru-bis bisher auch keine Produktionsstandortehatte Auf dem Weg zum Global Player bestand also Handlungsbedarf

Der Kauf von Luvata Rolled Products ist fuumlr Drouven jedoch nicht das Ende der Internati-onalisierung bdquoWir set-zen uns weiter mit ande-ren Dingen auseinan-der aber diese Prozesse brauchen Zeitldquo sagte er zu moumlglichen weiteren Zukaumlufen bdquoWir akqui-rieren nicht auf Teu-fel komm raus sondern uumlberlegen sehr sorgfaumll-tig was zu uns passt und welche Konditionen akzeptabel sindldquo erklaumlr-te er

Bei der nun erworbe-nen Sparte deren Kauf noch von den Kartellbehoumlrden abgesegnet werden muss und laut Drouven Anfang August abgeschlossen werden soll scheint nun alles gepasst zu haben ndash sowohl strategisch wie auch finanziell bdquoDie Kombination mit unseren Aktivitaumlten bietet erhebliches Wertsteigerungspo-tenzialldquo sagte Drouven So seien bis-lang Kunden vom Standort Stolberg aus wo Aurubis Kupferbaumlnder her-stellt nicht weltweit zu beliefern gewe-sen Mit dem Zukauf stoumlszligt das Unter-nehmen in dem Marktsegment nun

in die Weltspitze vor Drouven will zur Optimierung die Produktion von eini-gen Standorten verlagern und an ande-ren konzentrieren Dies soll zu Synergi-en im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich fuumlhren Momentan ist Luvata Rolled Products noch nicht pro-fitabel weist aber einen positiven Cash Flow auf wie Drouven sagte Die Akti-vitaumlten seien bdquowie viele andere von der Finanz- und Wirtschaftskrise gebeuteltldquo worden bdquoDie Aktivitaumlten passen strate-gisch sehr gut zu Aurubis Das Problem des Luvata-Bereichs bisher war die Versorgung mit Vormaterial Davon hat Aurubis genugldquo sagte Commerzbank-Analyst Ingo-Martin Schachel

Aurubis zahlt laut Drouven bdquofast nichtsldquo fuumlr den Zukauf Der genaue Kaufpreis richtet sich nach dem Wert der Vorraumlte zum Zeitpunkt des Abschlusses Dies mache den Haupt-teil des Kaufpreises aus fuumlr die Anla-gen werde nur ein kleiner zweistelliger Millionenbetrag faumlllig Dadurch entste-he ein sogenannter bdquonegativer Good-willldquo von uumlber 100 Mio EUR ndash eine Zuschreibungsmoumlglichkeit bdquodie das Eigenkapital staumlrktldquo bdquoWenn man ein bisschen daruumlber nachdenkt sieht man dass es ein sehr gutes Geschaumlft fuumlr Aurubis istldquo so Analyst Schachtel Martin Rapp

Drouven wirft das Handtuch

Bernd Drouven 55 verlaumlsst Aurubis zum Jahresende auf eige-nen Wunsch Selbst der Aufsichts-rat wurde offenbar von dem Ent-schluss uumlberrascht denn es gibt bislang keinen Nachfolger Nach Informationen des bdquoHamburger Abendblattsldquo fuumlhlte sich Drouven der erst 2008 Werner Marnette als Vorstandsvorsitzenden abgeloumlst hatte zunehmend zermuumlrbt von Konflikten mit dem Groszligaktionaumlr Salzgitter der rund 23 der Auru-bis-Anteile haumllt

Bernd Drouven zahlt bdquofast nichtsldquo fuumlr den Zukauf Foto Dow Jones

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Interview

Ulrich Grillo ist Praumlsident der WirtschaftsVereinigung Metalle Vorsitzender des BDI-Ausschus-ses Rohstoffpolitik und Vizeprauml-sident des BDI Nach Stationen bei Arthur Anderson AT Kear-ney und der Rheinmetall-Gruppe leitet Grillo als Vorstandsvorsit-zender die Grillo-Werke in Duis-burg einen Zinkverarbeiter mit rd 600 Mio EUR Jahresumsatz und 1600 Mitarbeitern

Interview

Geplante Energiewende stellt Metallbranche vor groszlige HerausforderungenBERLIN (Dow Jones)--Die deutsche NE-Metallindustrie sieht sich zuneh-mend Herausforderungen ausgesetzt die leicht die Wettbewerbsfaumlhig-keit der Branche im internationalen Vergleich beeintraumlchtigen koumlnnte Um dem zu begegnen muumlssen die Unternehmen verstaumlrkt gemeinsam agieren und ihre Vorstellungen beispielsweise gegenuumlber den verant-wortlichen Politikern in Berlin und Bruumlssel effektiv vertreten In einem Exklusiv-Interview mit Dow Jones NE-Metalle-Monitor spricht Ulrich Grillo Praumlsident der WirtschaftsVereinigung Metalle und Vorsitzen-der des BDI-Ausschusses Rohstoffpolitik uumlber die Konsequenzen der geplanten Energiewende und einer verteuerten Rohstoffversorgung fuumlr die deutsche NE-Metall-Branche

Herr Grillo nach der Katastrophe von Fukushima hat die Bundes-regierung die Energiewende aus-gerufen Sie wird ganz sicher mit houmlheren Strompreisen verbunden sein Welche Folgen hat dies fuumlr die NE-Metallindustrie

Ulrich Grillo Auch wir sind natuumlr-lich an einer sicheren sauberen und bezahlbaren Energie interes-siert Aber allein die Ankuumlndigung der Energiewende hat die deutschen Strompreise an der Stromboumlrse um 15 erhoumlht Dabei sind die abso-luten Strompreise gar nicht mal das Problem sondern die relativen Prei-se Wenn in Deutschland die Preise erhoumlht werden und in anderen Laumln-

dern nicht ergeben sich daraus Wett-bewerbsnachteile fuumlr die deutsche Industrie Die Strompreise machen aber in der Spitze bis zu 50 des Umsatzes aus Eine schleichende Abwanderung der Branche waumlre die Folge

Gibt es schon Berechnungen wie hoch der Preisanstieg bei Strom infolge der Energiewende ausfal-len wird

Da gehen die Berechnungen der Experten weit auseinander Sie begin-nen bei einem Anstieg um 06 ctkWh der an der EEX als Preissteigerung fuumlr die Grundlastlieferung im Jahr 2012 schon enthalten ist Die dena rech-net bis 2020 mit einem Anstieg um 5ctkWh einschlieszliglich Netzausbau und erhoumlhter EEG-Umlage Damit wuumlrde sich der derzeitige Strompreis etwa verdoppeln Bereits der Anstieg um durchschnittlich 06 ctkWh ent-spricht bei einer Aluminiumelektrolyse fast 50 der Lohn- und Gehaltssum-me und zehrt den Jahresgewinn eines solchen Unternehmens auf

Wie wollen sie diesem Preisdruck begegnen

Wir brauchen bezahlbaren Grund-laststrom Wir streben deshalb Indus-

triepreise fuumlr Strom an wie es sie in anderen europaumlischen Laumlndern etwa Frankreich oder Spanien gibt Ener-gieintensive Betriebe im Ausland beispielsweise in den Niederlanden haben zudem die Moumlglichkeit eine Verguumltung zu erhalten wenn sie bei Verbrauchsspitzen temporaumlr vom Netz gehen und so die Stabilitaumlt des Netzes gewaumlhrleisten Wir setzen uns dafuumlr ein dass diese Regelung auch in Deutschland angewendet wird

Eine Herausforderung fuumlr die Bran-che stellen ja nicht nur houmlhere Strompreise sondern auch zum Teil exorbitante Preissteigerungen bei Rohstoffen dar

Dazu ist zu sagen dass es eine absolute Knappheit insbesondere bei metallischen Rohstoffen nicht gibt Die Preiserhoumlhungen sind das Ergeb-nis von Oligopolen wie beispielswei-se beim Eisenerz aber auch moumlgli-che spekulative Uumlbertreibungen an den Boumlrsen spielen leider eine Rolle Und dann gibt es noch die politisch gewollten Verzerrungen des Wettbe-werbs

China hat seine Seltene-Erden-Industrie zunaumlchst subventioniert und damit andere Anbieter vom Markt ver-draumlngt Nun beschraumlnkt es die Expor-te fuumlr diese Metallgruppe

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Was kann die deutsche Indus-trie tun um dem Trend zu Wettbe-werbsverzerrungen entgegenzu-wirken

Wir halten daran fest dass Roh-stoffsicherung zunaumlchst Sache der Unternehmen ist auch wenn flankie-rend die Politik gefordert ist Wir den-ken im BDI derzeit mit einigen Unter-nehmen in einer Arbeitsgruppe inten-siv uumlber Moumlglichkeiten fuumlr gemeinsa-me Engagements bei Rohstoffen im Ausland nach die Ergebnisse dieser Analysen dazu werden wir in einigen Monaten veroumlffentlichen Dabei muss es nicht um Einkaufs- oder Handels-zusammenschluumlsse gehen Es kann auch um Kooperationen beispielswei-se bei der Exploration von Rohstoffen gehen Die deutschen Unternehmen haben in der Vergangenheit eigene Engagements bei Rohstoffen mehr-heitlich aufgegeben und sich auf ihre Kernkompetenzen konzentriert Das war richtig solange der Markt funk-tioniert hat Heute ist das nicht mehr unbedingt der Fall

Und was kann die Politik tun

Wir fuumlhlen uns durch das Bun-deskanzleramt und das Bundeswirt-schaftsministerium gut unterstuumltzt Ein Beispiel wie die Politik flankierend helfen kann sind die sogenannten Rohstoffpartnerschaften Dabei grei-fen Auszligenpolitik Wirtschaftspolitik und Entwicklungshilfe ineinander Das Pilotprojekt einer solchen Partner-schaft wird gerade mit Kasachstan festgezurrt In den naumlchsten Mona-ten wird ein Regierungsabkommen zwischen Deutschland und Kasachs-tan abgeschlossen das als Rahmen-vereinbarung fuumlr die Kooperation der privaten Akteure dient Kasachstan ist fuumlr uns vor allem als Lieferant seltener Metalle interessant beispielsweise Wolfram Die kasachische Seite ist an unserer Technologie interessiert und will natuumlrlich so viel Wertschoumlpfung wie moumlglich im eigenen Land aufbau-en Wir sind auch an Rohstoffpartner-schaften mit anderen Laumlndern interes-siert beispielsweise mit Staaten Suumld-amerikas

Das klingt nicht so ganz anders als das was uumlber die chinesische Pra-xis der Rohstoffsicherung berich-tet wird

Von einer Partnerschaft muumlssen immer beide Seiten profitieren Wir genieszligen als Deutsche eine hohe Wertschaumltzung und sind auch wegen unserer Technologie ein begehrter Partner Wir sprechen von einer nach-haltigen Partnerschaft auf Augenhouml-he deren Grundlage fairer Handel und nachhaltige Entwicklung ist

Ein immer wichtigerer Aspekt des Themas ist auch die Sekundaumlrroh-stoffgewinnung Die EU hat eine neue Abfallverordnung beschlos-sen Sind sie mit den Regelungen zufrieden

Das Problem sind weniger die Regeln die auf nationaler oder EU-Ebene erlassen werden als die Kon-trolle ihrer Einhaltung Die Kontrollen muumlssen verbessert werden auch in Deutschland Wissen Sie was bdquochine-se packagingldquo ist Da sind in einem Container die obersten Schichten mit Waren befuumlllt die den Regeln ent-sprechen Aber darunter wo niemand mehr kontrolliert finden sich ganz andere Waren So funktioniert bei-spielsweise auch die illegale Ausfuhr von wertvollen Schrotten Die EU-Staaten bleiben also aufgerufen die Einhaltung ihrer eigenen Regeln effi-zient zu uumlberwachen Das gilt insbe-sondere auch fuumlr die neuen Vorgaben aus Bruumlssel die wir grundsaumltzlich fuumlr konstruktiv halten

Das Interview fuumlhrte Claus-Detlef Groszligmann

Die WirtschaftsVereinigung Metalle(WVM) vertritt die wirtschaftspoliti-schen Anliegen der NE-Metall-industrie mit 658 Unternehmen und 108660 Beschaumlftigten Im Jahre 2010 erwirtschaftete die Branche einen Umsatz in Houmlhe von insge-samt 435 Mrd EUR

DOW JONESManagement-ForumRohstoffstrategien 2011Ist Ihr Unternehmen richtigaufgestellt fuumlr die Zukunft

17 - 18 Mai 2011 Frankfurt am Main

Staumlrken Sie mit einer schluumlssigenRohstoffstrategie die PerformanceIhres Unternehmens

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kulative Anleger auf die Rohstoff-fungskosten

Praxisforum ldquoRohstoffversorgung als Management-Thema im Unter-nehmenrdquo

- Welchen Stellenwert sollte derRohstoffeinkauf im Unternehmenhaben

- Recycling und Ressourcen-ment aus der Rohstoffklemme

wwwdowjones-eventsde

Interview

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Hintergrund

DeutschlandRohstoffeffizienz-Preis Die Frist laumluft

BERLIN (Dow Jones)--Um den Stellenwert der Rohstoff- und Materialeffizienz in der Wirtschaft staumlrker zu verankern vergibt das Bundesministerium fuumlr Wirtschaft und Technologie in Zusammenar-beit mit der Deutschen Rohstoff-agentur in diesem Jahr erstmals den bdquoDeutschen Rohstoffeffizienz-Preisldquo Der Preis ist den Angaben zufolge fuumlr bdquoherausragende Unter-nehmensbeispiele fuumlr rohstoff- und materialeffiziente Produkte Prozesse oder Dienstleistungen und anwendungsorientierte For-schungsergebnisseldquo vorgesehen

Durch den Wettbewerb soll-ten noch mehr Mitarbeiter und Geschaumlftsfuumlhrer gerade von klei-nen und mittelstaumlndischen Unter-nehmen sowie Wissenschaftler fuumlr das Thema Rohstoff- und Mate-rialeffizienz sensibilisiert werden sagte Hans-Joachim Kuumlmpel Praumlsident der Bundesanstalt fuumlr Geowissenschaften und Rohstof-fe (BGR) in der die Deutsche Roh-stoffagentur angesiedelt ist

Rohstoff- und Materialkosten sind laut Statistischem Bundes-amt im produzierenden Gewerbe mit gut 45 der groumlszligte Kosten-faktor Besonders in Zeiten stei-gender Rohstoffnachfrage und-preise sei daher rohstoff- und materialeffizientes Wirtschaf-ten eine gute Strategie zur Erhouml-hung der Unternehmensrentabili-taumlt und der Wettbewerbsfaumlhigkeit so Kuumlmpel

Praumlmiert werden sollen vier mittelstaumlndische Unternehmen sowie eine Forschungseinrichtung mit einem Preisgeld von jeweils 10000 EUR Einsendeschluss fuumlr Antraumlge ist der 20 Septem-ber 2011 Die Preisverleihung fin-det am 16 November 2011 im Bundesministerium fuumlr Wirtschaft und Technologie in Berlin statt

Weitere Informationen finden Sie unter httpwwwdeutsche-rohstoffagenturde

Deutschland

Familienunternehmen nehmen Asien ins Visier

BERLIN (Dow Jones)--Deutsch-lands groumlszligte Familienunternehmen nehmen als Maumlrkte der Zukunft immer staumlrker die Laumlnder Asiens in den Blick Als wichtigsten Wachstumsmarkt der Zukunft haben die Unternehmen Indi-en ausgemacht Das ist das Ergeb-nis einer Umfrage unter 404 der 2688 Familienunternehmen mit mehr als 50 Mio EUR Jahresumsatz die vom Institut fuumlr Mittelstandsforschung (IfM) durchgefuumlhrt wurde Auftragge-ber waren die Deutsche Bank und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI)

Familienunternehmen seien bereits in hohem Maszlig auf Auslandsmaumlrkten aktiv und erwarteten auch fuumlr die-ses Jahr eine Steigerung ihrer Expor-te heiszligt es Neun von zehn Famili-enunternehmen vertreiben Produk-te und Dienstleistungen auf interna-tionalen Maumlrkten Fuumlr mehr als ein Drittel (354) zaumlhlt Frankreich heute zu den drei wichtigsten Absatzmaumlrk-

ten ndash vor China (274) und den USA (253) Ein Drittel der Unternehmen die bereits international aktiv sind wollen auf weiteren Auslandsmaumlrk-ten aktiv werden Angefuumlhrt wird die Wunschliste von Indien (195) und China (165) Hinsichtlich der Ein-schaumltzung zukuumlnftiger Wachstums-maumlrkte wird sich Indien zum Wachs-tumsmarkt der Zukunft entwickeln und zum fuumlnftwichtigsten Handels-partner aufsteigen China wird dem-nach zum wichtigsten Exportland vor Frankreich den USA und Russland

Die Befragung zeigt weiter dass mehr als drei Viertel (842) den Wirt-schaftsstandort Deutschland posi-tiv bewerten Fast jeder vierte Unter-nehmer (234) beurteilte die Attrak-tivitaumlt Deutschlands als deutlich houmlher im Vergleich zum Ausland Fuumlr dieses Jahr planen zwei Drittel der Befrag-ten (66) die Investitionsbudgets zu erhoumlhen und neue Mitarbeiter einzu-stellen (674)

Deutschland

Ende des Freihafens Hamburg

HAMBURG (Dow Jones)--Der Frei-hafen Hamburg wird zum 1 Januar 2013 aufgehoben damit der Verkehr im Hafen besser flieszligen kann Kuumlnf-tig entfallen die Zollkontrollen an der Freizonengrenze sowie die besonde-ren Uumlberwachungsverfahren fuumlr die Lagerung von Gemeinschaftswaren im Hafengebiet wie die Handelskam-mer Hamburg mitteilte Im gesamten Hafen gelten dann nur noch die all-gemeinen Regelungen fuumlr EU-See-zollhaumlfen Daraus ergeben sich fuumlr die Betroffenen aber zum Teil erhebliche Veraumlnderungen bezuumlglich der Zoll-abfertigung sowie der gesetzlichen Pflichten uumlber sich die Firmen fruumlh-zeitig informieren sollten heiszligt es

So muumlssen kuumlnftig unter anderem Waren die in die EU eingefuumlhrt wer-den unmittelbar nach ihrer Ankunft im Hamburger Hafen in ein Zollverfah-ren uumlberfuumlhrt werden Vom Zoll abge-

fertigte Warensendungen die von den Terminals kommen und ohne weitere Behandlung das Hafengebiet verlas-sen sollen werden jedoch nicht mehr durch Zollkontrollen an den ehemali-gen Freihafengrenzen behindert

Weiter ist eine Lagerung von Nicht-gemeinschaftswaren nur noch im Rahmen der voruumlbergehenden Ver-wahrung oder in einem Zolllager moumlg-lich Zum 1 Januar 2013 muumlssen daher alle in der Freizone gelager-ten Nichtgemeinschaftswaren fuumlr ein bewilligtes Zolllagerverfahren oder zur voruumlbergehenden Verwahrung ange-meldet werden

Die Handelskammer Hamburg will nach eigenen Angaben demnaumlchst spezielle Veranstaltungen fuumlr dieje-nigen Firmen anbieten die von der Aufhebung des Freihafens betrof-fen sind Weitere Informationen unter wwwhk24de

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Hintergrund

Deutschland

Industrie fordert spezielle Industriestrompreise

BERLIN (Dow Jones)--Industrie-vertreter fordern von der Bundes-regierung sich fuumlr konkurrenzfaumlhi-ge Industriestrom-Preise einzuset-zen Denn im Zuge des geplanten beschleunigten Atomausstiegs fuumlrch-ten die energieintensiven Unterneh-men in Deutschland um ihre Wettbe-werbsfaumlhigkeit Angesichts der Son-dersituation die sich aus dem schnel-len Ausstieg ergebe seien Reaktio-nen der Politik gefragt sagte Annet-te Loske Hauptgeschaumlftsfuumlhrerin des Verbandes der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) dem bdquoHan-

delsblattldquo (HB) Der VIK steht fuumlr 80 des industriellen Energieeinsatzes in Deutschland

Der VIK schlaumlgt dazu ein Fondsmo-dell vor Die zur Deckung des Grund-bedarfs der energieintensiven Indus-trie erforderlichen Strommengen wer-den von den Kraftwerksbetreibern zu einem festgelegten Preis an einen Strommengenfonds geliefert Aus diesem Fonds koumlnnen stromintensi-ve Industrieunternehmen Strom zu einem Preis beziehen der im europaumli-schen Vergleich wettbewerbsfaumlhig ist Das Modell koumlnnte im Wege einer frei-willigen Selbstverpflichtung durch die betroffenen Kraftwerksbetreiber ein-gerichtet werden Nach den Vorstel-lungen des VIK koumlnnte die Bundes-

regierung dieses Modell zum Gegen-stand ihrer Verhandlungen mit den Energiekonzernen uumlber die Abschal-tung der Meiler machen Um kei-nen Schadensersatzforderungen der Kernkraftwerksbetreiber zu riskieren wird die Regierung ohnehin mit der Branche sprechen muumlssen

Manche EU-Laumlnder habenregulierte Strompreise

Dass der von der Bundesregierung geplante schnelle Ausstieg aus der Kernkraft zu steigenden Strompreisen

fuumlhren wird gilt als sicher schreibt das bdquoHandels-blattldquo Schon das Morato-rium fuumlr die sieben aumlltes-ten Meiler habe sich preis-treibend ausgewirkt Ein Blick in Laumlnder wie Frank-reich Norwegen oder Spa-nien belegt dass deutsche Unternehmen schon heute besonders hohe Strom-preise zahlen In Frankreich dagegen gibt es neben dem regulaumlren Industrie-strompreis einen regulier-ten Preis der fuumlr beson-ders stromintensive Bran-chen gilt Dieser Preis macht weniger als die Haumllf-te des deutschen Industrie-

strompreises aus bdquoIn Frankreich sind die speziellen Industriestromtarife seit Jahren uumlblich Das ist ein starker Pluspunkt im Wettbewerb Mit dem zu erwartenden Strompreisanstieg in Deutschland wird daraus ein Riesen-vorsprung fuumlr franzoumlsische Unterneh-menldquo sagte Loske

In einzelnen Branchen ist der Strompreis der entscheidende Kos-tenfaktor Besonders deutlich wird das am Beispiel der Aluminiumin-dustrie In einer deutschen Alumini-umhuumltte koumlnnen die Stromkosten bis zu 50 der gesamten Produktions-kosten ausmachen Aluminiumhuumltten in Norwegen Frankreich oder Spani-en haben daher auf den Weltmaumlrkten enorme Kostenvorteile

Deutschland Gesamtmetall rechnet mit 80000 neuen Jobs

BERLIN (Dow Jones)--Gesamt-metallpraumlsident Martin Kannegie-sser rechnet bis Jahresende mit 80000 neuen Arbeitsplaumltzen in der Metall- und Elektrobranche bdquoVom Tiefpunkt im Maumlrz 2010 bis jetzt haben wir auch schon wie-der 75000 zusaumltzliche Stamm-arbeitsplaumltze aufgebautldquo sagte Kannegiesser im Interview mit der bdquoWeltldquo Er geht davon aus dass die Branche bis zum Jah-resende wieder fast 36 Millionen Beschaumlftigten aufweise ndash wie vor der Krise Bereits jetzt hat aller-dings nach seinen Angaben jedes zehnte Unternehmen Schwierig-keiten in der Produktion weil die geeigneten Fachkraumlfte ndash vor allem im Ingenieurbereich ndash fehlen Des-halb denke man immer oumlfter uumlber neue Standorte mit bdquogut qualifi-zierten Leutenldquo nach sagte er der bdquoWeltldquo

Deutschland Preisauftrieb im Groszlighandel laumlsst etwas nach

WIESBADEN (Dow Jones)--Der Preisauftrieb im deutschen Groszlighan-del hat im April etwas nachgelas-sen Das Preisniveau stieg im Ver-gleich zum Vormonat um 02 wie das Statistische Bundesamt berich-tete Im Maumlrz hatten sich die Groszlig-handelspreise um 13 erhoumlht Im Jahresvergleich kletterten die Prei-se im Groszlighandel im April um 92 waumlhrend im Vormonat ein Anstieg um 109 ermittelt worden war Die Groszlighandelspreise fuumlr fuumlr Erze Metal-le und Metallhalbzeug lagen auf Groszlig-handelsebene um 149 uumlber denen vom Vorjahr gegenuumlber dem Vormo-nat fielen sie um 09 Im Groszlighan-del mit festen Brennstoffen und Mine-raloumllerzeugnissen lag das Preisni-veau um 162 uumlber dem Vorjahr im Monatsvergleich verteuerten sich die in diesem Bereich gehandelten Pro-dukte um 15

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CO2-Kosten

NE-Metallbranche kann weiter auf vollstaumlndige Kompensation hoffenFRANKFURT (Dow Jones)--Die Bemuumlhungen von Herstellern und Ver-arbeitern von Aluminium Kupfer und Zink um einen zeitlich befristeten Ausgleich der in den Strompreis eingepreisten CO2-Kosten werden von der Bundesregierung offenbar weiterhin unterstuumltzt Wie aus Verbands-kreisen zu houmlren ist wird sich die Bundesregierung in einer Stellungnah-me an die Bruumlsseler Wettbewerbsbehoumlrde fuumlr eine Vollkostenkompensa-tion des CO2-Zertifikatepreises ohne Abzug aussprechen Die Angst vor einer moumlglichen Kehrtwende im deutschen Ansatz hatte fuumlhrende Unter-nehmen aus den betroffenen Branchen dazu veranlasst einen bdquoBrand-briefldquo an den Leiter des Bundeskanzleramtes Ronald Pofalla (CDU) zu schreiben und die Lobbyarbeit in Bruumlssel zu verstaumlrken

Eckpunkte der deutschen Stellung-nahme die in der kommenden Woche nach Bruumlssel uumlbermittelt wird basieren offenbar auf einem Beschluss der CDUCSU-Bundestagsfraktion vom 10 Mai Zu den Forderungen gehoumlrt eine Voll-kostenkompensation des Zertifikate-

preises ohne Abzug fuumlr jene Branchen die eine Stromintensitaumlt von 1 kWhEUR Bruttowertschoumlpfung oder mehr aufweisen Die Antragsteller muumlssen dabei einen Stromverbrauch von min-

destens 1 GWhJahr aufweisen Nach Berechnungen des Bundeswirtschafts-ministeriums (BMWi) liegt die Kupferin-distrie knapp oberhalb des Wertes von 1 kWhEUR gleiches gelte mit grouml-szligerem Abstand fuumlr Aluminium sowie Zink Zinn und Blei Das BMWi rechnet

fuumlr die weiteren Verhandlungen jedoch mit moumlg-lichen bdquospuumlrba-ren Einschraumln-kungenldquo bei die-sen Forderun-gen Wesentli-che Stellschrau-ben seien die noch ausstehen-den Beschluumls-se zu den Bei-hilfeleitlinien und der deutschen Foumlrderrichtli-nie Voraussicht-lich duumlrften Bun-desumweltminis-terium und Bun-desfinanzminis-terium versu-chen den Kreis der Beguumlnstig-

ten in der konkreten Umsetzung ein-zuschraumlnken

Zu den Unterzeichnern des Brand-briefes gehoumlrten der groumlszligte europaumli-sche Kupferproduzent Aurubis Zink-

produzent Xstrata Zinc sowie die Alu-miniumhersteller Trimet Norsk Hydro und Voerde Aluminium (Voerdal) Par-allel dazu wurde die Lobbyarbeit in Zusammenhang mit dem Konsulta-tionsverfahren der Bruumlsseler Wettbe-werbsbehoumlrde zum Thema Kompen-sationszahlung verstaumlrkt um die bdquovoumll-lig indiskutable Varianteldquo einer nicht vollstaumlndigen Kompensation vom Tisch zu bringen wie Heribert Hauck bei der Trimet Aluminium AG fuumlr das Ressort Energiewirtschaft zustaumlndig im Gespraumlch mit Dow Jones betont Die Bundesregierung hatte bereits im August 2009 Verstaumlndnis fuumlr die Bran-che gezeigt und die nationale bdquoRichtli-nie zur Foumlrderung der Herstellung von klimaschonenden NE-Metallenldquo ver-abschiedet Die Foumlrderrichtlinie wird jedoch von der EU-Wettbewerbsbe-houmlrde seit zwei Jahren nicht freigege-ben offiziell pruumlft die Kommission sie noch Auch die EU-Emissionshandels-richtlinie sieht in Artikel 10a Absatz 6Ausgleichszahlungen fuumlr Sektoren beziehungsweise Teilsektoren vor fuumlr die ein erhebliches Risiko einer Ver-lagerung von CO2-Emissionen durch auf den Strompreis uumlbergewaumllzte Kosten der Treibhausgasemissionen (Carbon Leakage) ermittelt wurde

bdquoSolange es kein weltweites Emis-sionshandelsregime gibt wollen wir eine Kompensation haben Diese soll auch der Belastung entspre-chen Es reicht nicht aus wenn wir nur einen Teil der Belastungen erstat-tet bekommenldquo sagte auch Ulf Gehr-ckens Energiechef des Kupferprodu-zenten Aurubis bdquoNur durch die Kom-pensation der CO2-Kosten erreichen wir wieder gleiche Wettbewerbsbe-dingungenldquo ist Gehrckens uumlberzeugt Aurubis habe wie andere Unterneh-men deren Produkte zu Boumlrsenprei-sen gehandelt werden keine Moumlg-lichkeit lokale Mehrkosten an den Kunden weiterzugeben Trimet muumlss-te bei voller Belastung auf Basis des derzeitigen CO2-Preises von rund 17 EURt laut Hauck pro Jahr 60 Mio EUR zusaumltzlich bezahlen bei Aurubis laumlge die Belastung nach Angaben von Gehrckens bei 25 Mio EUR pro Jahr Silvia Rausch-Becker

Ein bdquoBrandbriefldquo der NE-Metallbranche zeigte offenbar Wirkung in Berlin Quelle Deutscher Bundestag

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Zinn Zink Blei amp Nickel

Seltene Erden

bdquoEntwicklung Gruumlner Technologien gefaumlhrdetldquoHANNOVER (Dow Jones)--Die Ver-

sorgung mit Seltenen Erden stellt die deutsche Wirtschaft weiterhin vor Probleme Waumlhrend im Bereich der so genannten leichten Seltenen Erden (Cer Lanthan ua) voraussicht-lich ab 2012 eine deutliche Entspan-nung eintreten wird ist fuumlr die Nutzer von schweren Seltenen Erden (Dys-prosium Europium ua) kein Ende der Versorgungsengpaumlsse abzuse-hen Zu diesem Ergebnis kommt eine Kurzstudie der Deutschen Rohstoff-agentur (DERA) in der Bundesanstalt fuumlr Geowissenschaften und Rohstof-fe (BGR)

bdquoIn Uumlbereinstimmung mit interna-tionalen Studien rechnen wir in der nahen Zukunft mit einer unzureichen-den Versorgungslage besonders mit Europium Terbium und Dysprosiumldquo sagte Harald Elsner BGR-Exper-te und Autor der Studie Die schwe-ren Seltenen Erden finden in vielen so genannten bdquoGruumlnen Technologi-enldquo Verwendung wie z B im Bereich der Windenergie Auch die Produkti-on von energiesparenden Leuchtmit-teln ist ohne schwere Seltene Erden nicht moumlglich

Die Kurzstudie verweist auf ein weiteres Problem Obwohl es Sub-stitutionsmoumlglichkeiten gebe koumlnn-te die augenblickliche Rohstoffsitua-tion auch dazu fuumlhren dass die Ent-

wicklung von effizienteren Wind- und Wasserkraftwerken sowie die Aus-breitung der Elektromobilitaumlt gefaumlhr-det sei warnt Elsner Deshalb steht fuumlr den Experten fest bdquoTrotz bereits eingesetzter groszliger Bemuumlhungen um Maximierung der Recyclingquoten ist absehbar dass kuumlnftig nur die Unter-nehmen von den groszligen Marktchan-cen im Bereich der Gruumlnen Technolo-gien profitieren die sich in der primauml-ren Rohstoffversorgung mit schweren Seltenen Erden abgesichert habenldquo

Die Kurzstudie zeigt weiter auf in welchen Industriesektoren die schwe-ren Seltenen Erden jeweils Verwen-dung finden und in welchen Men-gen sie voraussichtlich bis zum Jahr 2015 zur Verfuumlgung stehen werden Zu den untersuchten schweren Sel-tenen Erden gehoumlren elf Elemente darunter sind die wichtigsten Yttri-um Samarium Europium Gadolini-um Terbium Dysprosium und Erbi-um In die Untersuchung flossen den Angaben des Autors zufolge Informa-tionen deutscher Firmen ein die Sel-tene Erden verbrauchen

Die unter dem Titel bdquoKritische Ver-sorgungslage mit schweren Seltenen Erden ndash Entwicklung bdquoGruumlner Tech-nologienldquo gefaumlhrdetldquo erschienene Kurzstudie steht auf der Homepage der BGR als Download zur Verfuumlgung (httpwwwbgrbundde)

Seltene Erden

Goldman Sachs sieht ab 2013 Entspannung

SYDNEY (Dow Jones)--Das globa-le Angebotsdefizit der Seltenen Erden wird im laufenden Jahr seinen Houmlchst-stand erreichen Dies ist die Einschaumlt-zung der Investmentbank Goldman Sachs Das Defizit koumlnne sich 2011 auf 18734 t belaufen was 132 der Nachfrage entspraumlche Nachdem der Markt 2013 fast im Gleichgewicht sein werde koumlnne der Angebots-uumlberhang im darauf folgenden Jahr bereits 5860 t betragen was 32

der erwarteten Nachfrage entspre-che bdquoWir gehen davon aus dass der Markt 2011 und 2012 deutlich unter-versorgt sein wird und dass die Preise in den kommenden 18 Monaten nach oben tendierenldquo schreibt Goldman Sachs 2013 soll der Markt fast aus-geglichen und danach leicht uumlberver-sorgt sein Dies koumlnne zumindest bei den leichten Seltenen Erden zwischen 2013 und 2015 zu moderaten Preis-ruumlckgaumlngen fuumlhren

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

1500

1750

2000

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2750

J J A S O N D J F M A M600000

650000

700000

750000

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850000

Zink

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

15000

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30000

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J J A S O N D J F M A M10000

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15000

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20000

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Zinn

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 2895000 2915000EURt 2043193 1963756

3 MonateUSDt 2900000 2905000EURt 2046722 1957020

15 MonateUSDt 2909000 2910000EURT 2053074 1960388

Lagerbestaumlnde (in t) 21965 21080

Quelle London Metal Exchange

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

KasseUSDt 210350 212600EURt 148458 143223

3 MonateUSDt 212100 213000EURt 149693 143492

15 MonateUSDt 217000 219000EURT 153151 147534

Lagerbestaumlnde (in t) 829050 822225

Quelle London Metal Exchange

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Zinn Zink Blei amp Nickel

Seltene Erden

DIW fordert zu Vorratshaltung auf

BERLIN (Dow Jones)--Das Deut-sche Institut fuumlr Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) warnt wegen des Mono-pols Chinas bei Seltenen Erden vor einer die Lieferketten bedrohenden Abhaumlngigkeit und fordert die Indus-triestaaten zu einer entsprechenden Vorratshaltung sowie abgestimm-tem Verhalten auf bdquoDie Seltenen Erd-metalle sind eine zunehmend wichti-ge Ressource fuumlr die Hochtechnolo-gie-Industrieldquo erklaumlrte Antje Kroumlger DIW-Expertin und Mitautorin einer am Mittwoch veroumlffentlichten Studie zum Thema bdquoWettlauf um die Metalleldquo

Lieferengpaumlsse oder Lieferblo-ckaden koumlnnten die Entwicklungen der Industriestaaten bremsen bdquoDie Industriestaaten sollten deswegen ein WTO-Streitbeilegungsverfahren anregen oder versuchen im Rahmen eines abgestimmten Vorgehens Vorrauml-te anzulegenldquo riet die DIW-Forsche-rin Politik und Wirtschaft der Indus-triestaaten haumltten den strategischen Wert der Seltenen Erden viel zu lange nicht erkannt

bdquoEuropa die USA und Japan finden sich deshalb heute in einer Abhaumln-gigkeit wieder die wichtige Teile ihrer

Industrie bedroht wie zum Beispiel die Umwelttechnologie Elektrotech-nik und Autobrancheldquo warnte Krouml-ger Rund 97 der Seltenen Erden wuumlrden derzeit in China gefoumlrdert und aufbereitet

Mit diesem Monopol koumlnne die Volksrepublik das Angebot jeder-zeit verknappen Kurz- und mittel-fristig werde sich das Problem ver-schaumlrfen denn die Nachfrage steige Schon jetzt nutze China seine Mono-polstellung uumlber Preis- und Lieferdis-kriminierungen gezielt um die eige-ne Industrie zu foumlrdern und auslaumln-dische High-Tech-Konzerne ins Land zu locken indem beispielsweise Ver-sorgungszusagen gemacht wuumlrden Ausreichende Mengen Seltener Erden wuumlrden solchen Unternehmen zuge-sagt die ihre Produktion nach China verlegten

Schwaumlchung destechnologischen Know-hows

Den Industriestaaten drohe zunaumlchst eine Abwanderung und mit-telfristig auch eine Schwaumlchung ihres technologischen Know-hows bdquoSchon heute werden geschaumltzte 60 der globalen Seltene-Erden-Produktion in China eingesetztldquo sagte Kroumlger Sel-tene Erden stecken in Katalysatoren Handys Plasmabildschirmen Fest-platten Batterien und MP3-Spielern Sie helfen Windkraftturbinen Elek-tromotoren sowie Energiesparlam-pen zu betreiben bdquoDie Marktstruk-tur der weltweiten Metallmaumlrkte soll-te staumlrker kontrolliert werdenldquo meint Aleksandar Zaklan Spezialist fuumlr Res-sourcenmaumlrkte am DIW bdquoSollten sich die gegenwaumlrtigen Trends vor allem bei der Angebotskonzentration und dem Nachfragewachstum fortsetzen muss mit weiter steigenden Metall-preisen gerechnet werdenldquo warnt der Forscher

Sie finden die Studie zum kosten-losen Download unter httpwwwdiwdedocumentspublikationen73diw_01c372387de11-19-1pdf

Praumlsodym wird unter anderemfuumlr Dauermagnete benoumltigt Foto jumkde

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

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J J A S O N D J F M A M180000

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Blei

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

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J J A S O N D J F M A M114000

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126000

132000

138000

144000

Nickel

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 2396000 2497500EURt 1691016 1682498

3 MonateUSDt 2400000 2500000EURt 1693839 1684182

15 MonateUSDt 2367500 2467500EURT 1670901 1662288

Lagerbestaumlnde (in t) 114732 116364

Quelle London Metal Exchange

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 227200 237900EURt 160350 160267

3 MonateUSDt 225500 234500EURt 159150 157976

15 MonateUSDt 224800 233300EURT 158656 157168

Lagerbestaumlnde (in t) 315825 311450

Quelle London Metal Exchange

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Branchen amp Maumlrkte

Maschinenbau Weiteres Auftragsplusbei Neuauftraumlgen

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Maschinen- und Anla-genbau hat im Maumlrz einen weiteren Anstieg bei den Neuauftraumlgen ver-zeichnet wobei sich die Zuwachsra-te jedoch verlangsamt hat Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mitteilte lag der Aufragseingang real 18 uumlber dem Ergebnis des Vorjahres Dabei stiegen das Inlands- und das Auslandsge-schaumlft gleichermaszligen um jeweils 18 im Vergleich zum Maumlrz 2010 Im Feb-ruar war ein Orderplus auf Jahressicht von 38 berichtet worden

In dem von kurzfristigen Schwan-kungen weniger beeinflussten Drei-

Automobil Pkw-Markt bleibt auf dem Wachstumspfad

BAD HOMBURG (Dow Jones)--Die Zahl der Pkw-Neuzulassun-gen in Deutschland hat sich im April weiter erhoumlht Wie der Verband der Internationalen Kraftfahrzeugherstel-ler (VDIK) mitteilte erreichte der Pkw-Markt mit rund 266000 Zulassun-gen ein Wachstum von 3 gegenuuml-ber dem Vorjahresmonat Seit Jahres-beginn liegt der Markt damit um 11 uumlber dem Vorjahresniveau

Dabei wuchs die bdquoNachfrage nach Hybridfahrzeugen gegenuumlber dem Vorjahreswert um knapp 30 und erreichte in den ersten vier Mona-ten 2011 in Deutschland uumlber 3800 Zulassungenldquo erklaumlrte VDIK-Prauml-sident Volker Lange Davon entfie-len 90 auf internationale Herstel-ler bdquoAktuell sind damit 41000 Hyb-rid-Pkw auf deutschen Straszligen unter-wegsldquo

Die kraumlftige Nachfrage auf dem Nutzfahrzeugmarkt hielt ebenfalls weiter an Mit rund 26600 Neuzulas-sungen im April konnte das Vorjahres-ergebnis um 12 uumlbertroffen werden In den ersten vier Monaten 2011 wur-den damit insgesamt 103000 Nutz-fahrzeuge neu zugelassen das ent-spricht einem Wachstum von 25

Maschinenbau Chancen durch Ausbau der Elektromobilitaumlt

WUumlRZBURG (Dow Jones)--Der deutsche Maschinen- und Anlagen-bau wird in den kommenden Jahren vom Ausbau der Elektromobilitaumlt stark profitieren Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie von VDMA und der Strategieberatung Roland Berger Denn durch die Einfuumlhrung von Fahr-zeugen mit elektrischem Antriebs-strang seien zukuumlnftig Kompetenzen des Maschinenbaus gefragt die bis-lang nur selten in der Automobilpro-duktion genutzt wurden Denn kos-tensenkende Produktionstechnik werde dort dringend gebraucht

Durch neue Produktionsanlagen fuumlr Elektrobatterien werde sich bis 2020 ein Geschaumlftspotenzial von 48 Mrd EUR ergeben heiszligt es in der Studie Allerdings stehe die Branche auch vor der groszligen Herausforderung ein neues Produkt- und Technologieport-folio entwickeln zu muumlssen

Fuumlr die deutsche Maschinenbau-branche spielt der Automobilbau schon jetzt eine wichtige Rolle So wurden 2010 rund 14 Mrd EUR direkt im Automotive-Bereich umgesetzt

Die Studie mit dem Titel bdquoE-Mobi-lity ndash Chancen und Risiken fuumlr den deutschen Maschinen- und Anlagen-bauldquo koumlnnen Sie kostenlos von der Webseite des VDMA downloaden httpwwwvdmaorg

monatsvergleich Januar bis Maumlrz 2011 ergibt sich insgesamt ein Plus von 32 im Vorjahresvergleich bei den Inlandsauftraumlgen ein Plus von 35 und bei den Auslandsauftraumlgen ein Plus von 31 bdquoErwartungsge-maumlszlig setzt nun offenbar eine Norma-lisierung der Wachstumsraten einldquo kommentierte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers das Ergebnis bdquoDer sogenannte Basiseffekt extrem nied-riger Vorjahreswerte spielt eine immer geringere Rolle weil sich in eben diesen Vorjahresmonaten der Auf-schwung bereits bemerkbar machte So war der Maumlrz 2010 der erste star-ke Ordermonat nach der Kriseldquo fuumlgte er hinzu

HandelsabkommenFreihandelsabkommen mit Suumldkorea besiegelt

SEOUL (Dow Jonesgtai)--Das suumld-koreanischen Parlament hat das im Oktober 2010 vereinbarte Freihan-delsabkommen mit der EU ratifiziert Damit ist der Weg frei fuumlr das erste Freihandelsabkommen der EU mit einem asiatischen Partner Die Verein-barung wird ab Juli 2011 in Kraft tre-ten Zwischen der EU und Suumldkorea werden dann innerhalb von fuumlnf Jah-ren die Zoumllle auf mehr als 98 aller Warenstroumlme entfallen Innerhalb von sieben Jahren sollen die Zoumllle auf alle Industrieguumlter beseitigt werden

ImporteSorge vor verstrahlter Ware ist unbegruumlndet

HAMBURG (Dow Jones)--Die Befuumlrchtung dass nach dem Unfall im japanischen Kernkraft-werk Fukushima radioaktiv ver-strahlte Ware nach Deutschland gelangen koumlnnte ist offenbar unbegruumlndet Im Hafen Hamburg jedenfalls musste bisher kein aus Japan ankommendes Schiff kon-trolliert werden wie ein Sprecher der Hamburger Innenbehoumlrde auf Anfrage mitteilte Dies liege daran dass es keine Direktverbindun-gen zwischen Japan und Ham-burg gebe und alle in Frage kom-menden Schiffe bereits in ande-ren Haumlfen auf eine moumlgliche radio-aktive Strahlung uumlberpruumlft wor-den seien

Der Rotterdamer Hafen will nach einem Bericht der bdquoVerkehrsrund-schauldquo noch bis 15 Mai alle aus Japan kommenden Schiffe auf radioaktive Belastung hin uumlber-pruumlfen Bei den bislang durchge-fuumlhrten Kontrollen auf den Schif-fen und an der Ladung seien keine Auffaumllligkeiten festgestellt worden teilte der Hafenbetreiber mit Wie unsere Redaktion erfuhr fordern die Automobilhersteller seit dem Ausbruch der Japan-Krise beson-dere Sicherheitsvorkehrungen kri

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Branchen amp Maumlrkte

Ausgewaumlhlte Termine

Herausgeber und Verlag Dow Jones News GmbH Baseler ArkadenWilhelm-Leuschner-Straszlige 78 60329 Frankfurt am Main HRB 58631 Frankfurt

Geschaumlftsfuumlhrung Dr Matthias Paul Volker Schneider James Rhyu Adam Tuckman Andrew Langhoff und Sue Needle

Verantwortlich fuumlr den Inhalt Kai Moll Tel +49 (0) 69 2 97 25 - 4 20E-Mail metalldedowjonescom Fax - 4 40 Internet wwwdjnewslettersde

Abonnenten-Service serviceeuropedowjonescom oder+49 (0) 69 2 97 25 - 1 66Dow Jones NE-Metalle Monitor ist ein Produkt der Dow Jones News GmbH einer Tochterge-sellschaft der Dow Jones International GmbH Die Business Newsletter stuumltzen sich neben umfangreicher Eigenberichterstattung auf wei-tere auch international taumltige Nachrichtenagen-turen sowie bei Charts Kursen und Preisen auch auf wwwaid-netde Alle Meldungen wer-den mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet Fuumlr Verzoumlgerungen Irrtuumlmer und Unterlassungen wird jedoch keine Haftung uumlbernommen Kopi-en Nachdrucke oder sonstige Vervielfaumlltigun-gen nur mit Genehmigung des Herausgebers

Erscheinungsweise 2-mal monatlich

Impressum

Zulieferer Geschaumlftserwartungen normalisieren sich

HAGEN (Dow Jones)--Der ArGeZ-Geschaumlftsklimaindex fuumlr die deut-sche Zulieferindustrie hat sich im April erwartungsgemaumlszlig abgeschwaumlcht Wie die Arbeitsgemeinschaft Zulie-ferindustrie (ArGeZ) mitteilte hat sich die bereits im Vormonat angedeute-te Normalisierung der Zukunftserwar-tungen im Berichtsmonat fortgesetzt bdquoZusaumltzlich duumlrften sich die Unsicher-heiten in Nordafrika sowie die Unkal-kulierbarkeit von Nachwirkungen der Japan-Katastrophe auswirkenldquo schreibt der Verband Gleichwohl zeige sich die aktuelle Geschaumlftslage weiter auf hohem Niveau

Der Geschaumlftsklimaindex Zulie-ferindustrie wird von der Arbeitsge-meinschaft Zulieferindustrie ArGeZ in Zusammenarbeit mit dem Ifo-Institut Muumlnchen ermittelt Er beruht auf der Befragung von rund 600 Unterneh-men und deckt die in der Arbeitsge-meinschaft Zulieferindustrie zusam-mengeschlossenen Branchen Gieszlige-rei-Industrie Kunststoffverarbeitung Stahl- und Metallverarbeitung NE-Metall-Industrie Kautschukindustrie sowie Technische Textilien ab

ArGeZ-GeschaumlftsklimaindexZulieferindustrie Deutschland

2000 = 100 saisonbereinigt Saldo aus positiven und negativen Bewertungen Quelle ifo Institut ArGeZ Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie

Aktuelle Lage

Zukunftserwartung

VIK-Strompreisindexfuumlr Mittelspannung

Quelle VIK

Maumlrz 17370

(Januar 2002 = 100)

Haben Sie Anregungen Fragen Hinweise zu unseren DatenE-Mail an datendedowjonescom

Strom VIK-Index reagiert aufAtomausstiegsplaumlne

ESSEN (Dow Jones)--Der VIK-Strompreisindex fuumlr Mittelspan-nungskunden ist im April nochmals kraumlftig um 610 Punkte bzw 469 auf 17980 Punkte gestiegen Damit erreicht der Index den houmlchsten Wert seit Ende 2008 wie der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirt-schaft (VIK) mitteilte Maszliggeblich fuumlr den weiteren Anstieg war dem VIK zufolge der von der Bundesregie-rung geplante beschleunigte Atom-ausstieg Dieser habe einen deutli-chen Einfluss auf die Strompreise an der Leipziger Boumlrse EEX und somit auch auf den vom Verband monatlich veroumlffentlichten VIK-Index gehabt So seien die Preise fuumlr die folgenden vier Quartale an der EEX nach Bekannt-gabe des Atommoratoriums im Maumlrz zunaumlchst sprunghaft angestiegen und verharrten seitdem auf diesem hohen Niveau

Neben dem deutlichen Anstieg im Vergleich zum Vormonat kletterte auch der gleitende Jahresmittelwert uumlber 12 Monate um 243 Punkte auf aktuell 16087 Punkte Der VIK-Strom-preisindex basiert auf den Stromprei-sen der EEX sowie den Netznutzungs-entgelten von sechs deutschen Netz-betreibern Als Energiepreiskompo-nente wertet der VIK die monatlichen Durchschnittspreise des Terminmark-tes fuumlr die kommenden vier Quartals-produkte aus

Dow Jones Management Forum Rohstoffversorgung 2011

Termin 17 bis 18 Mai 2011 Ort Frankfurt am MainIm Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Fragen wie sich Unterneh-men langfristig aufstellen koumlnnen um ihre Rohstoffversorgung abzu-sichern Tel 06929 72 51 51E-Mailconferencesdowjonescomwwwdjnewslettersdeconferences

EuroFX-Referenzkurs 1252011 14151 USDQuelle Reuters

1125

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1275

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1500

J J A S O N D J F M A M

EuroDollar

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Marktanalyse Aluminium amp Kupfer

Dow Jones NE-Metalle Prognose

Weiterhin nervoumlser Handel bei den Basismetallen erwartetFRANKFURT (Dow Jones)--Wir

rechnen weiter mit einem nervoumlsen Handelsgeschehen an den Basisme-tallmaumlrkten da die Marktteilnehmer versuchen die widerspruumlchlichen Sig-nale zu verdauen Obwohl die juumlngs-ten Nachrichten uumlberwiegend negativ waren verdraumlngten die Player dies zu Beginn der Woche und fokussierten sich auf die guten Neuigkeiten Nach dem Ausverkauf in der vergangenen Woche der Kupfer um 42 und Alu-minium um 2 innerhalb eines Tages absacken lieszlig sind die Kaumlufer in die-ser Woche auf den Markt zuruumlckge-kehrt um die die Gelegenheit zu nut-zen Kupfer unter 9000 USDt und Aluminium unter 2700 USDt einzu-kaufen Es ist derzeit vor allem die-ser anhaltende Optimismus der den Basismetallmarkt am staumlrksten unter-stuumltzt Doch nun ist der Risikoappe-tit erneut deutlich zuruumlckgegangen Zudem stehen wir am Beginn der sai-sonal schwachen Sommermonate

Wir erwarten aber dass die Indus-triemetalle den zunehmenden Sorgen bezuumlglich einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und bezuumlg-lich der Schuldenkrisen noch fuumlr eini-ge Wochen widerstehen wird Aller-dings sind in den naumlchsten Wochen starke Schwankungen wahrschein-lich sind Die Kupferpreise an der Londoner Metallboumlrse duumlrften sich in diesem Zeitraum in einer Range zwi-

schen 8600 und 9400 USDt bewe-gen Allerdings besteht das Risiko einer technischen Korrektur wenn die Unterstuumltzungsmarke von 8600 USDtnachhaltig faumlllt Dann baut sich die naumlchste Unterstuumltzung 8200 USDtauf ndash ein Preislevel das zuletzt im Oktober 2010 gesehen wurde Bei Aluminium sehen wir eine starke Unterstuumltzung bei 2500 USDt sowie einen Schluumlsselwiderstand bei 2270 USDt

Unter den negativen Marktnachrich-ten war auch dass Chinas Kupferim-porte im April schwaumlcher als erwartet ausgefallen sind Das Land importier-te nach vorlaumlufigen Zahlen der chine-sischen Zollbehoumlrden 262676 t Kup-fer Kupferlegierungen und Halbfer-tigprodukte was einen Ruumlckgang um 40 im Vergleich zum Vorjahres-monat und um 14 gegenuumlber dem Maumlrz darstellt Die Bestaumlnde in den gelisteten Lagerhaumlusern der Shang-hai Futures Exchange sind nach wie vor hoch und es gibt Geruumlchte uumlber groszlige Bestaumlnde auszligerhalb der gelis-teten Laumlger Zudem koumlnnte der Inflati-onsdruck zu weiteren geldpolitischen Maszlignahmen fuumlhren was die Nachfra-ge daumlmpfen duumlrfte Gleichzeitig spielt sich die chinesische Kupferprodukti-on wegen der Rekordpreise auf einem hohen Level ab

Dies faumlllt vermutlich mit einer im Som-mer saisonal bedingten schwaumlcheren

Nachfrage in der noumlrdlichen Hemis-phaumlre zusammen Die nicht-kommer-ziellen Investoren haben bereits ihre Netto-Longpositionen die vierte Woche in Folge heruntergefahren

Allerdings gibt es auch einige Unterstuumltzung von den anderen Roh-stoffmaumlrkten So steht der Energie-komplex infolge der anhaltenden geo-politischen Spannungen und wegen der Folgen des Erdbebens in Japan stark da Dennoch sind es vor allem die Wechselkurse die weiterhin den Grundton am Markt setzen Die Euro-Dollar-Relation schwankt infolge der fortdauernden Schuldenthematik auf beiden Seiten des Atlantiks hin und her Die Wechselkurse sind ein Spiel-ball zwischen gegnerischen Kraumlften da der Fokus der Investoren zwischen den Themen USA sowie Europa hin- und herschwankt

Da die Investoren derzeit ihren Fokus vom griechischen Haushalt wieder abwenden duumlrfte der Euro durch die erwartete Zinssteigerung die die Europaumlische Zentralbank viel-leicht bereits im Juni ankuumlndigen wird Unterstuumltzung finden Alles in allem befinden sich die beiden Waumlhrungen in einer Pattsituation aber angesichts der widerspruumlchlichen Signale die auf das Waumlhrungspaar wirken erwar-ten wir in den naumlchsten Wochen star-ke Ausschlaumlge Dow Jones Commodities Research

Dow Jones Indikatoren NE-Metalle(USDt) Kupfer LME

Grundtendenz Obere Grenze Untere Grenze Grundtendenz Obere Grenze Untere Grenze

(USDt)

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Dow Jones NE-Metalle Monitor

Ausgewaumlhlte Metalle und Legierungen 115 45Kupfer (DEL-Notiz) 61692-61929 62535-62764MK (Metallnotierung Kupfer) 70766 71601Aluminium unverzollt ($t)Blei in Kabeln 18481 19038Metallbasis Bronze 946 83000 84000Messing MS 58 1Verarbrsquostufe 50900-51700 51400-52100Messing MS 58 2Verarbrsquostufe 55600-55700 56200-56200Messing MP 58 50100 50600Messing MS 63 53800-54000 54300-54500Metallbasis Messing 6337 53600-53800 54000-54300Zinklegierung Z 400410 Basispreis 20800 20800Zinn 999 loco Duisburg 208400 212700Alu 997 prompt Deutschland geliefert 20300 20600Aluminium in Kabeln 20300 20600Kupfer hochgr Kath Kasse 61600 62600Kupfer hochgr Kath 3 Monate 61700 62700

Messinglegierungen 115 45Rotguss RG 5 47500-48000 47500-48000Rotguss RG 7 50000-51000 50000-51000Rotguss RG 10 50500-51000 50500-51000Gussbronze GBZ 10 58000-64000 58000-64000Gussbronze GBZ 12 60000-64000 60000-64000Gussbronze GBZ 14 63000-66000 63000-66000

Ferrolegierungen 115 45Molybdaumln Oxid 57 (USDlb)in Faumlssern 1600-1735 1690-1735in Dosen 1700-1745 1700-1745

Molybdaumln in Briketts (USDlb) 1720-1760 1715-1745Ferro-Molybdaumln 70 (USDkg) 4090-4150 4090-4180Ferro-Vanadium 80 (USDkg) 2960-3050 2960-3090Ferro-Niob 63 (USDkg) 4300-4600 4300-4600Ferro-Titan 70 (USDkg) 850-890 850-890Ferro-Wolfram 80 (USDkg) 4950-5150 4950-5150Ferro-Mangan carbure (EURt) 94000-104000 96000-105000Ferro-Mangan affine (EURt) 165000-172000165000-172000

Alu-Gussleg frei Verbraucher (3t) 115 45Nr 226 23800-24800 23800-24800Nr 231 24600-25600 24600-25600Nr 233 25500-26500 25500-26500

NE-Metall-Schrotte 115 45Altblei (EUR100kg) 11500-12000 12500-13000Akkublei (EUR100kg) 5000-5500 5000-5500Kabul (Milberry) 58000-58500 58500-59000Kasus (Granulat I) 58000-58500 58500-59000Katze (Granulat II) 54000-54500 54500-55000Kader (Berry) 53500-54000 54000-54500Kupferdraht (Kanal) 51000-51500 51500-52000Schwerkupfer (Keule) 52000-52500 52500-53000Leichtkupfer (Klima) 50000-50500 50500-51000Schwermessing (Milbe) 32000-32500 32000-32500Leichtmessing (Modus) 29500-30000 29500-30000Rotguss-Schrott 1Qu (Radar) 47000-47500 47000-47500Rotguss-Schrott 2Qu (Rampe) 46000-46500 46000-46500Umschmelzzink 12000-12500 12000-12500Altzink 9000-9500 9000-9500Messingstangenspaumlne MS58 (Maler)36500-37000 37000-37500Messingblechabfaumllle MS63 (Magda) 40000-40500 42000-42500Chromstahl 3500-4000 4000-4500Chromnickelstahlabf V-II a 15000-15500 15500-16000Chromnickelstahlabf V-IV a 23000-23500 24000-24500Alu neu Cu-am 13500-14000 13500-14000Reinaluminiumdraht 16500-17000 16500-17000Gussschrott max 2 FE 9500-10000 9500-10000Alu-Blechabf max 2 8500-9000 8500-9000Alu-Spaumlne Toleranz 5 8000-8500 8000-8500Alu-Profilabf AlMgSi 05 17000-17500 17000-17500

LME (USDt) 115 45KobaltKassa 38000-39500 38000-390003 Monate 37500-39000 37000-38000MolybdaumlnKassa 36450-37450 35700-377003 Monate 36750-37750 36000-38000

Kassapreise 115 45Gold ) (EURkg fein) 3590000 3506000Gold verarbeitet ) (EURkg fein) 3761000 3673000Silber ) (EURkg fein) 94160 96000Silber verarbeitet ) (EURkg fein) 98560 100480Platin verarb (EURg fein) 4252 4231Palladium verarb (EURg fein) 1819 1857Iridium verarb (EURg fein) 2590000 2520000Rhodium verarb (EURkg fein) 5335000 5355000Ruthenium verarb (EURkg fein) 450000 440000) Basis Londoner Fixing Preise von W C Heraeus GmbH

FuturesNew York Comex Gold USDFeinunze 115 45Mai 150110 151490Juni 150140 151530Juli 150200August 150270 151650Oktober 150400 151770Dezember 150530 151880Februar 150640 152010

New York Comex Silber ctsFeinunze 115 45Mai 355090 393830Juni 355090 393870Juli 355150 393880September 355280 393960Dezember 355280 393960Januar 355100 393730Maumlrz 354800 393260Mai 354380 392610

New York Nymex Platin USDFeinunze 115 45Juni 177780 182730Juli 177780 182630Oktober 178150 182990Januar 178150 183190

New York Nymex Palladium USDFeinunze 115 45Juni 71540 74670September 71710 74830Dezember 71850 74930

Preisuumlbersicht NE-Metalle (Deutsche Haumlndlerpreise in EUR100kg sofern nicht anders angegeben)

tagesaktuelle Preise woumlchentlich erfasste Preise Es handelt sich um die aktuellsten verfuumlgbaren Preise aus den vergangenen sieben Tagen

Preisuumlbersicht Edelmetalle

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Aluminium

Norwegen Norsk Hydro steigert Produktion in Sunndal

OSLO (Dow Jones)--Norsk Hydro hat im ersten Quartal 2011 einen nied-riger als erwarteten Nettogewinn von 782 Mio NOK (Vorjahreszeitraum 779 Mio NOK) erzielt Dies sei auf houmlhere Vormaterialkosten unter anderem bei Energie und Kokskohle zuruumlckzufuumlh-ren sowie eine geringere Produktion in der Raffinerie Alunorte in Brasilien teilte das Unternehmen mit

Der norwegische Aluminium- und Energiekonzern kuumlndigte weiter an die Aluminium-Produktionskapazi-taumlt in der Anlage Sunndal in Norwe-gen steigern zu wollen um mit dem erwarteten Nachfrageanstieg bei Pri-maumlraluminium um geschaumltzte 7 in diesem Jahr Schritt halten zu koumln-nen Es sei daher geplant die Anla-ge Ende 2011 bei ihrer vollen Kapazi-taumlt von 100000 Mio jato produzieren zu lassen heiszligt es

SuumldkoreaNovelis erweitert Kapazitaumlt in Asien um uumlber 50

ATLANTA (Dow Jones)--Der US-Konzern Novelis steckt fast 400 Mio USD in die Erweiterung seiner Alumini-umwalz- und -recycling-Aktivitaumlten in Suumldkorea Dies sei dem starken Nach-fragewachstum auf den Maumlrkten Asi-ens geschuldet teilte der Produzent von Aluminiumwalzprodukten mit Mit der Erweiterung steige die Aluminium-blech-Kapazitaumlt in Asien um uumlber 50 auf 1 Mio jato Die neuen Produkti-onskapazitaumlten werden den Angaben zufolge in der zweiten Jahreshaumllfte 2013 in Betrieb gehen

ETF Glencore will mehr Langfrist-Vertraumlge

LONDON (Dow Jones)--Glenco-re will Aluminium vermehrt uumlber lang-fristige Vertraumlge beziehen Wie aus dem IPO-Prospekt des Unterneh-mens hervorgeht koumlnnte die Gesell-schaft dadurch mehr Metall fuumlr ihre geplanten ETF erhalten Glencore plant schon seit laumlngerem die Aufle-gung eines Aluminium-ETFs gemein-sam mit Credit Suisse Das zusaumltzli-che Material wird fuumlr die physische Unterlegung des Fonds benoumltigt

Der weltgroumlszligte Rohstoffhaumlndler der Ende Mai in London und Hong-kong an die Boumlrse geht hat 2010 rund 39 Mio t ausgeliefert Den Anga-ben zufolge wurden im vergangenen Jahr rund 44 davon uumlber kurzfris-tige Kontrakte eingekauft Auszliger von Rusal bezieht Glencore Aluminium im groszligen Umfang auch von Century Aluminium das sich zu 44 im Besitz der Gesellschaft befindet Rusal und Century stehen fuumlr die Haumllfte des Alu-miniums das Glencore im vergange-nen Jahr gekauft hat

RusslandRusal hebt Prognose fuumlr Aluminiumpreis an

MOSKAU (Dow Jones)--Rusal hat seine Preisprognose nach oben kor-rigiert und sieht den globalen Alumi-niumpreis Ende des Jahres jetzt bei uumlber 2700 USDt Zuvor war Rusal von einem Preis zwischen 2500 USD und 2600 USDt ausgegangen Als Grund fuumlr die optimistischere Ein-schaumltzung nannte der Konzern die starke Nachfrage und die anhaltende Schwaumlche des Dollars Die Produkti-on von Rusal stieg im ersten Quartal um 42 auf 101 Mio t im Vergleich zur Vorjahresperiode

ChinaShandong Nanshan baut Anlage in den USA

SCHANGHAI (Dow Jones)--Die chi-nesische Shandong Nanshan Alumi-nium Co baut bis 2012 eine Anla-ge fuumlr Alulegierungen in den USA Dies sei Teil der Konzernstrategie sich in Uumlberseemaumlrkten etablieren zu wollen heiszligt es in bdquoChina Dailyldquo In der neuen Anlage im US-Bun-desstaat Indiana wolle das Unter-nehmen 40000 t hochwertiger Alu-miniumprodukte fuumlr die Automobil-Luftfahrt- und Maschinenbauindust-rie sowie fuumlr Produkte fuumlr den Nahver-kehr jaumlhrlich herstellen

in t

Quelle International Aluminium Institute

Welt-Aluminiummarkt

Quellen London Metal Exchange New York Mer-cantile Exchange Shanghai Futures Exchange (SHFE)

Aluminium Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kassein USDt 260100 268100in EURt 183570 180612

3 Monatein USDt 258750 268600in EURt 182617 180949

15 Monatein USDt 266500 276300in EURt 188087 186136

27 Monatein USDt 271800 281800in EURt 191827 189841

Lagerbestaumlnde(in t) 4590750 4603350

SHFE 125 55

Frontmonat(CNYt) 16550 16585

Lagerbestaumlnde(in t) 249777 260963

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

Produkte Alcoa entwickelt luftreinigende Fassade

NEW YORK--(Dow Jones)--Alcoa hat eine neuartige Fassadenplatte entwickelt die den Angaben zufol-ge sowohl sich selbst als auch die Luft rundherum selbsttaumltig reinigt Das neuartige Produkt Produkt mit Namen bdquoReynobondldquo nutzt die vom japanischen Hersteller von Sanitaumlr-keramik Toto entwickelte Selbstreini-gungstechnologie EcoClean 10000 Quadratfuszlig Reynobond-Platten haumlt-ten eine Luftreinigungskapazitaumlt von nahezu 80 Baumlumen sagte Craig Bel-nap Chef der Architektursparte von Alcoa Am 12 Mai soll die neuartige Fassadenplatte erstmals auf der AIA 2011 National Convention and Design Exposition vorgestellt werden

Alcoa-Wissenschaftler haben den Angaben zufolge fuumlr die Entwicklung der neuartigen Fassadenplatten die patentierte HYDROTECT-Technolo-gie von Toto genutzt Dabei wird eine spezielle Titandioxid-Schicht (Eco-Clean) auf die vorbehandelte Alumi-nium-Oberflaumlche einer Reynobond-Platte aufgetragen Ergebnis sei ein Aluminium-Panel dessen Oberflauml-

ProdukteNovelis erhoumlht Preise fuumlr Walzprodukte

ZUumlRICH (Dow Jones)--Novelis erhoumlht zum 1 Juli die Preise von Alu-minium-Walzhalbzeugen fuumlr Haumlndler und industrielle Weiterverarbeiter in Europa Je nach Produkt betrage die Preiserhoumlhung bis zu 120 EURt teil-te der US-Konzern mit Laufende Ver-traumlge seien von der Preiserhoumlhung ausgenommen Die Preiserhoumlhung sei auf den hohen Bedarf und die angespannte Liefersituation zuruumlck-zufuumlhren Hinzu kaumlmen die steigen-den Preise fuumlr Metall und Metallprauml-mien Novelis Europe werde zudem die Zahlungsziele und die sonstigen Geschaumlftsbedingungen bdquostraffenldquo heiszligt es Novelis hatte bereits zum 1 April einen Magnesium-Aufschlag auf Standard- und lackierten Aluminium-blechprodukte erhoben

ProdukteAlu-Kabelkanal fuumlr Solaranlagen

DUumlSSELDORF (Dow Jones)--Der Nuumlrnberger Hersteller von Lochble-chen Ernst Meck hat einen Kabelka-nal aus Aluminium speziell fuumlr Flach-daumlcher und Freiflaumlchen entwickelt Neben der Photovoltaik sei das neu-artige Produkt auch sehr gut fuumlr den Einsatz in der solarthermischen Anlagentechnik geeignet teilte der Gesamtverband der Aluminiumindus-trie mit Der Kabelkanal besteht den Angaben zufolge aus einem einsei-tig offenen Profilelement wobei im Gegensatz zum uumlblichen C-Profil ein U-Profil zum Einsatz kommt Da die Profiloumlffnung breiter sei sei es leich-ter die zu verlegenden Kabel einzu-bringen

Das Deckelelement ein Alu-Steck-system ist laut Mitteilung als form-schluumlssige Schnappverbindung aus-gefuumlhrt wodurch eine schnelle Mon-tage und Demontage moumlglich sei Die Profilelemente des Kabelkanals seien mit zahlreichen Lochungen versehen weshalb der Kabelkanal einen sehr guten Wasserabfluss aufweise

Aluminium

Chinas Basismetallproduktion im April 2011 (in t)

April2011

Veraumlnd ggVorjahr in

Jan-April2011

Veraumlnd ggVorjahr in

Kupfer 454000 +192 1727000 +158

Blei 398000 +318 1513000 +330

Zink 435000 +28 1705000 +92

Zinn 141515 +52 505187 +131

Nickel 206733 +420 751848 +300

Aluminium 1459000 +74 5514000 +27

Tonerde 2987000 +183 11195000 +124

Quelle Chinesische Statistikbehoumlrde Stand 11 Mai 2011

che beim Zusammentreffen mit Son-nenlicht als Katalysator fungiere der organische Luftverschmutzungen wie zB Smog sowohl auf der Oberflaumlche als auch in der unmittelbaren Umge-bungsluft in harmlose Bestandteile umwandele Diese wuumlrden dann vom Regenwasser abgewaschen

Groszligbritannien Rexam will Produktionin Suumldamerika erhoumlhen

LONDON (Dow Jones)--Rexam konnte im ersten Quartal 2011 wie erwartet den Absatz sowohl bei Stan-darddosen als auch bei Spezialpro-dukten steigern Vor allem in Russ-land sei ein deutlicher Anstieg zu ver-zeichnen teilte der britische Dosen-hersteller mit In Nordamerika sei zwar der Verkauf von Standarddo-sen wie erwartet zuruumlckgegangen der Bereich Spezialprodukte wach-se jedoch kontinuierlich Auch das Geschaumlft in Suumldamerika lege kontinu-ierlich zu und man plane die Kapazi-taumlt in der Region zu steigern

Chinas NE-Metall-Importe April 2011(vorlaumlufige Angaben Veraumlnderungen in )

(in t)April2011

Jan-Apr2011

Veraumlndgg Vorj

Kupfer u-produkte

262676 1166680 -226

Kupfer-schrott

380000 138000 +19

Aluminiumu -produkte

76724 321016 -84

Aluminium-schrott

230000 790000 -146

Tonerde 130000 830000 -524

Alu-Exporte

60722 219091 +64

Quelle Chinesische ZollbehoumlrdeStand 11 Mai 2011

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9AluminiumKupfer

Deutschland

Metallhaumlndler blicken optimistischin die Zukunft

BERLIN (Dow Jones)--Der Metall-handel in Deutschland partizipiert am Aufschwung So konnten 80 der Metallhaumlndler die Verluste der Wirtschaftskrise wieder aufholen 10 verzeichnen sogar ein houmlheres Umsatzniveau als vor der Krise und nur 10 liegen auf einem niedrige-ren Umsatzniveau Das ist das Ergeb-nis der Geschaumlftsklima-Umfrage die der Verband Deutscher Metallhaumlndler (VDM) im April 2011 durchgefuumlhrt hat bdquoNach Beendigung der Wirtschafts-krise belebte sich das Geschaumlft wie-der deutlich Vor allem im Neumetall-bereich war ein starker Nachfragean-

stieg zu beobachtenldquo so die VDM-Vorsitzende Rita Dapont Der Groszligteil der Branche (87) erwartet dass die positive konjunkturelle Grunddynamik 2011 anhalten wird aber nicht weiter an Schwung gewinnt

Das Geschaumlftsklima im Handel mit Neu- und Altmetallen wird laut Umfra-geergebnis im zweiten Jahr in Folge sehr positiv bewertet Die Dynamik dieses Aufschwungs hat im Vergleich zum Vorjahr aber leicht an Schwung verloren So hat sich die Geschaumlftsla-ge bei 39 der Unternehmen im Ver-gleich zu 2010 weiter verbessert Die-

ser Wert lag im Vorjahr noch bei 52 Bei uumlber der Haumllfte der Unterneh-men hat sich die Geschaumlftsdynamik auf dem hohen Niveau des Vorjahres stabilisiert Eine leichte konjunkturel-le Verlangsamung stellt der VDM im ersten Quartal 2011 fest So standen 30 der Unternehmen einer abneh-menden Nachfrage gegenuumlber

Handel mit Halbzeug gewinnt an Dynamik

Der Handel mit NE-Metallhalb-zeug hat im Verlauf des zweiten Quar-tals 2011 an Dynamik gewonnen Der

Geschaumlftsklima-index des Wirt-schaftsverban-des Groszlighandel Metallhalbzeug (WGM) stieg staumlrker als zu Beginn des ers-ten Quartals und erreichte einen neuen Houmlchst-wert Diese Ent-wicklung sei ein Indiz dafuumlr dass Industrie und Bauwirtschaft sehr gut in das zweite Quartal 2011 gestartet seien teilte der Verband mit

Demnach zeigt sich die Geschaumlfts-lage vor allem beim Aluminiumhalb-zeug zu Beginn des zweiten Quar-tals ausgesprochen positiv 50 der Unternehmen und damit 11 mehr als im Vormonat schaumltzten die eige-ne wirtschaftliche Situation besser ein als noch im ersten Quartal dieses Jah-res Anders als zu Jahresbeginn kal-kuliert die Mehrheit der Halbzeug-haumlndler (61) mit konstanten Ein-kaufspreisen Auch bei den Verkaufs-preisen rechneten 64 der Haumlndler mit konstanten Werten in den kom-menden Monaten

DeutschlandMetallverarbeiter weiter auf dem Wachstumspfad

DUumlSSELDORF (Dow Jones)--Nach einem Plus von gut 18 im Jahr 2010 bleibt der Wachstumstrend in der Stahl- und Metallverarbeitung zu Jahresbeginn 2011 intakt Im ersten Quartal konnte ein weiterer Anstieg um knapp 19 verzeichnet werden Wie der Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM) mit-teilte fehlen nur noch 5 Wachs-tum zum Niveau des Jahres 2008 Der Umsatz der Branche betrug in den ersten drei Monaten des Jahres 16 Mrd EUR (2010 13 Mrd EUR)

Wichtige Kunden insbesondere die Automobilindustrie der Maschi-nenbau und die Elektroindustrie sind exportorientiert Deshalb profi-tieren auch die metallverarbeitenden Zulieferbetriebe von der starken Aus-landsnachfrage Die Auslastung der Produktionskapazitaumlten lag im ers-ten Quartal bei 834 Viele Unter-nehmen haben im Verlauf des Jahres 2010 Personal eingestellt die Zahl der Mitarbeiter erhoumlhte sich in der Bran-che um 12000 oder gut 3

Das Stimmungsbarometer der Branche hat sich im April auf sehr hohem Niveau abgeschwaumlcht Fuumlr die naumlchsten Monate rechnen die Unternehmen mit weniger Dynamik Dies ist auf die bereits sehr gute kon-junkturelle Lage und die Normalisie-rung des Aufschwungs zuruumlckzufuumlh-ren Das Bestellverhalten hat sich dem Kundenbedarf und den Kapazi-taumlten der Lieferanten angepasst Dies zeigen die nahezu gleichen Wachs-tumsraten bei Auftragseingaumlngen und Umsaumltzen

Die groumlszligten Risiken fuumlr die konjunk-turelle Entwicklung sieht der WSM in den steigenden Kosten fuumlr Energie und Vormaterial Aufgrund der anzie-henden Preise bei vielen Rohstof-fen zeigen die Umsatzrenditen wie-der eine ruumlcklaumlufige Entwicklung Der Verband fordert daher die bdquoDreifach-belastung des Mittelstands durch die Umlage fuumlr den Ausbau der erneuer-baren Energien (EEG-Umlage) hohe Stahlpreise und den Emissionshan-delldquo kurzfristig zu reduzieren

Der NE-Metallhandel gewinnt weiter an Dynamik Quelle ShutterstockMontage

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Markttrends Kupfer

Kupfermarkt

Wiedereinstieg Chinas bei weiter sinkenden Kupferpreisen erwartet FRANKFURT (Dow Jones)--Infolge eines festeren US-Dollar und fal-lender Aktienmaumlrkte kam es am Mittwoch ndash nach dem ersten starken Ruumlckgang Ende vergangener Woche ndash erneut zu einem Preisrutsch an den Metallmaumlrkten Kupfer fiel auf den niedrigsten Stand seit fuumlnf Mona-ten Die Investoren agieren den Angaben zufolge vorsichtig nachdem juumlngste Wirtschafts- und Metallproduktionsdaten aus dem weltgroumlszligten Verbraucherland China neutral ausgefallen waren

Falls sich der Abwaumlrtstrend fort-setzt duumlrfte China bald wieder in den Markt einsteigen Das Land ist nach unseren Informationen seit Ende Januar aus dem Markt und bedient sich bis dato aus seinen riesigen nicht registrierten Kupferbestaumlnden die das Land in den Jahren niedrige-rer Preise angehaumluft hatte

bdquoIch glaube dass der Preis bis auf 8000 - 8200 Dollar faumllltldquo meint ein Marktteilnehmer Bei diesem Preis duumlrfte China wieder massiv in den Markt einsteigen glauben viele bdquoDas Land ist unglaublich liquide und kann abwarten bis der Preis ausreichend gesunken ist ndash dann koumlnnten die gleich einige Millionen Tonnen Kupfer kaufen und erneut unregistriert in die Wuumlste legenldquo

Fuumlr dieses Jahr wird zwar ein gro-szliges Defizit am Raffinademarkt erwar-tet ndash die Schaumltzungen schwanken zwischen 300000 t und 500000 t ndash aber manche Marktteilnehmer glau-ben dass dies inzwischen nur noch den Haumlndlern als Argumentations-grundlage dient bdquoDie Bestaumlnde wer-den jeden Tag houmlher ndash die Stocks haben seit Januar um 30 zugelegtldquo moniert ein Einkaumlufer Die Argumente seien fuumlr ihn daher nicht mehr nach-vollziehbar denn mit jedem Tag werde es unwahrscheinlicher dass dieses enorme Defizit wirklich eintrete

Am deutschen und europaumlischen Kupfermarkt ist die Grundstimmung nach wie vor uumlberwiegend positiv Lediglich aus der Gieszligdrahtbranche wird uns von einer leichten Abschwauml-chung berichtet bdquoMan ist etwas beun-ruhigt wegen der aktuellen Nachfra-

geschwaumlche im europaumlischen Gieszlig-drahtbereich aber selbst die Gieszlig-drahthersteller kennen die Ursache dafuumlr nichtldquo berichtet ein Einkaufslei-ter Wichtigster Abnehmer von Gieszlig-draht ist die Elek-trobranche bdquoFalls diese Branche schwaumlchelt duumlrften die Praumlmien unter Druck kommenldquo so ein weiterer Einkaumlu-fer Die Kathoden-praumlmien (Grade A cif Rotterdam) ver-harren nach wie vor bei 60-70 USDt

Schrott ist derzeit weniger verfuumlg-bar denn die Haumlndler halten bei den niedrigeren Preisen Material zuruumlck

Vor allem die Industrieverbrau-cher haben die Preisdelle von ver-gangener Woche und vom Donners-tag dazu genutzt einzukaufen bdquoIch lasse keine Gelegenheit aus und habe einige Orders realisiertldquo berichtet der Einkaufsleiter eines Produzenten In China wo sein Unternehmen Werke habe sehe es am Markt momen-tan bdquonicht so rosig ausldquo berich-tet er weiter Dort wuumlrden die Inflati-ons-bekaumlmpfenden Maszlignahmen nun offenbar greifen Dies sei aber nach seiner Einschaumltzung ein Durchhaumlnger von uumlberschaubarer Dauer bdquoIch sehe das sogar positiv weil sich der dor-tige Markt wieder stabilisiertldquo Denn sein Unternehmen wolle das Geschaumlft in China weiter ausbauen und dazu brauche man in erster Linie einen stabilen und berechenbaren Markt

Den Groszlig-teil des Umsat-zes mache man aber nach wie vor in Europa bdquowo wir im Moment offen-bar eine kleine Delle habenldquo Dennoch sei man sehr zufrie-den mit dem

Geschaumlft und den Auftragseingaumln-gen Christine Buumlttner

Der Markt auf einen Blick Kupfer um 8528 USDt

Europaumlische Gieszligdrahtbranche schwaumlchelt etwas

Schrottangebot knapp

London Metal Exchange Comex Shanghai Futures Exchange

LME-Dreimonatspreis in EURt im Jahresverlauf

0

150000

300000

450000

600000

750000

4800

5400

6000

6600

7200

7800

J J A S O N D J F M A M

LME-Dreimonatspreis und Boumlrsen-Lagerbestaumlndein t in EURt

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Kupfer

ChileRio Tinto kooperiert mit Yunnan Copper

SYDNEY (Dow Jones)--Die China Yunnan Copper Australia Ltd eine in Australien boumlrsennotierte Toch-tergesellschaft der Aluminum Corp of China (Chinalco) gruumlndet mit Rio Tinto ein Gemeinschaftsunterneh-men um Kupfer in Chile zu foumlrdern Chinalco ist mit einem Anteil von 9 der groumlszligte Einzelaktionaumlr von Rio Tinto Die beiden Partner wollen in Chile zunaumlchst zwei Gebiete in der Naumlhe der Cerro-Colorado-Mine von BHP Billiton erkunden

Rio Tinto und Chinalco hatten erst im Dezember ein Gemeinschaftsun-ternehmen gegruumlndet um Erkundsar-beiten in China voranzutreiben ndash ohne jedoch zu sagen um welche Roh-stoffe es sich dabei handelt Groumlszligtes Joint Venture der beiden Konzerne ist bislang das Eisenerzprojekt Simand-ou im westafrikanischen Guinea

Chile Kupferproduktion im Maumlrz fast unveraumlndert

SANTIAGO (Dow Jones)--Chile hat im Maumlrz dieses Jahres 450507 t Kup-fer produziert Das sei im Vergleich zum Vorjahresmonat ein geringfuumlgiger Ruumlckgang um 01 teilte die natio-nale Statistikbehoumlrde INE am Don-nerstag mit Ebenfalls um 01 sei die Kupferproduktion im Zeitraum Januar bis Maumlrz 2011 gefallen und zwar auf 1268 Mio t Grund fuumlr das leichte Minus seien schlechtere Erz-qualitaumlten Probleme mit Bergbauma-schinen und widrige Wetterumstaumlnde an einigen Standorten Die Produkti-on von Kupferkathoden sank im Maumlrz um 66 auf 217964 t wie INE wei-ter mitteilte

Sambia KCM will Produktion bis 2014 verdoppeln

LUSAKA (Dow Jones)--Sambias groumlszligter Kupferproduzent Konkola Copper Mines (KCM) will seine jaumlhr-liche Kupferproduktion bis 2014 ver-doppeln auf mindestens 400000 t Wie die Muttergesellschaft Vedanta Resources mitteilte soll dies durch ein Untertage-Projekt in der Kupfer-mine Chilibombwe den Neubau einer Laugungsanlage in der Nchanga-Mine sowie weitere Expansionvorhaben in Verarbeitungsanlagen und Huumltten ermoumlglicht werden Der jaumlhrliche Kup-fererz-Output werde so mehr als ver-dreifacht auf 75 Mio t Nach Angaben von Vedanta Resources belief sich die Kupferkathoden-Produktion von KCM im vierten Quartal 2010 auf 34000 t Dies entspreche bereits einer Produk-tionsteigerung von 21 heiszligt es

KCM wird den Angaben zufolge im Rahmen der Expansionsplaumlne weite-re 172 Mio USD in den Bau einer Lau-gungsanlage fuumlr die Nchanga-Mine investieren Die Anlage die 2013 in Betrieb gehen soll werde waumlhrend

DeutschlandLeoni kann Gewinnverdreifachen

NUumlRNBERG (Dow Jones)--Der Automobilzulieferer Leoni hat sei-nen Konzerngewinn im ersten Quar-tal mehr als verdreifacht Unter dem Strich verdiente der MDAX-Konzern 366 Mio EUR nach 102 Mio EUR in den ersten drei Monaten des Vorjah-res Die Einnahmen legten von Januar bis Maumlrz um 38 auf 9107 Mio EUR zu Dabei konnte Leoni in nahezu allen Regionen wachsen und die Erwartun-gen in den beiden Unternehmens-bereichen Wiring Systems bzw Wire amp Cable Solutions uumlbertreffen Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) hat sich auf 614 (230) Mio EUR fast verdreifacht Die Mitte April angeho-bene Prognose fuumlr das laufende Jahr bekraumlftigte das Nuumlrnberger Unterneh-men Demnach soll der Umsatz auf etwa 34 Mrd EUR und das EBIT auf rund 210 Mio EUR zulegen

einer Lebenszeit von 13 Jahren jaumlhr-lich mindestens 50000 t Kupfer pro-duzieren heiszligt es Zudem werde der-zeit ein Untertage-Projekt in der Kup-fermine Chilibombwe entwickelt das mindestens 200 Mio t Erz mit einem Kupfergehalt von 35 foumlrdern soll

Quellen London Metal Exchange New York Mer-cantile Exchange Shanghai Futures Exchange (SHFE)

Kupfer Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 115 45

Kassein USDt 875050 917150in EURt 609239 616945

3 Monatein USDt 877500 920000in EURt 610945 618862

15 Monatein USDt 878500 921000in EURt 611641 619535

27 Monatein USDt 860000 901000in EURt 598761 606081

Lagerbestaumlnde(in t) 468350 463925

Comex 115 45

Frontmonat(US-ctslb) 39020 41205

Lagerbestaumlnde(in short tons) - 71254

SHFE 115 45

Frontmonat(CNYt) 67870 69460

Lagerbestaumlnde(in t) 21246 27267

in 1000 t

Quelle International Copper Study Group

Welt-Kupfermarkt

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Kupfer

Deutschland

Aurubis steigt mit Luvata-Zukauf in die Weltspitze aufDUumlSSELDORF (Dow Jones)--Euro-

pas groumlszligter Kupferhersteller Auru-bis wagt nach langem Zoumlgern den Schritt uumlber den groszligen Teich Der Zukauf der Walzproduktsparte des finnischen Luvata-Konzerns ist bdquoder erste Schritt den Aurubis auszligerhalb Europas machtldquo wie der Vorstands-vorsitzende Bernd Drouven sagte Das Hamburger MDAX-Unterneh-men kauft die Luvata-Aktivitaumlten im Bereich Kupferbaumlnder -bleche und -platten (Luvata RPD) fuumlr 200 Mio bis 250 Mio EUR Die Division produ-

zierte mit rund 1100 Mitarbeitern im Geschaumlftsjahr 2010 etwa 160000 t Bleche Baumlnder und Platten aus Kup-fer und Kupferlegierungen und erziel-te damit einen Umsatz von rund 1 Mrd EUR Ihre Produktionsstaumltten liegen in Finnland Schweden und den Nieder-landen ndash sowie hauptsaumlchlich in Buffa-lo im US-Bundesstaat New York

Waumlhrend sich Aurubis bislang auf die Produktion von Kupferbaumlndern und Baumlndern aus Hochleistungslegie-rungen konzentriert habe sei Luva-ta RPD bei der Herstellung von volu-

menstarken Messingprodukten sowie bei Spezialprodukten gut positioniert heiszligt es Daruumlber hinaus werde Luva-ta RPD in der Lage sein Produkte aus dem Portfolio von Aurubis durch seine innovative Technologie des vertikalen Duumlnnbandgieszligens wettbewerbsfaumlhig herzustellen

Schon lange liebaumlugelte die ehema-lige Norddeutsche Affinerie mit einer Ausweitung ihres Geschaumlfts Nicht ein-mal ein Zehntel der Erloumlse von knapp 10 Mrd EUR im Ende September been-deten Geschaumlftsjahr 200910 stamm-

ten aus anderen Welt-regionen wo Auru-bis bisher auch keine Produktionsstandortehatte Auf dem Weg zum Global Player bestand also Handlungsbedarf

Der Kauf von Luvata Rolled Products ist fuumlr Drouven jedoch nicht das Ende der Internati-onalisierung bdquoWir set-zen uns weiter mit ande-ren Dingen auseinan-der aber diese Prozesse brauchen Zeitldquo sagte er zu moumlglichen weiteren Zukaumlufen bdquoWir akqui-rieren nicht auf Teu-fel komm raus sondern uumlberlegen sehr sorgfaumll-tig was zu uns passt und welche Konditionen akzeptabel sindldquo erklaumlr-te er

Bei der nun erworbe-nen Sparte deren Kauf noch von den Kartellbehoumlrden abgesegnet werden muss und laut Drouven Anfang August abgeschlossen werden soll scheint nun alles gepasst zu haben ndash sowohl strategisch wie auch finanziell bdquoDie Kombination mit unseren Aktivitaumlten bietet erhebliches Wertsteigerungspo-tenzialldquo sagte Drouven So seien bis-lang Kunden vom Standort Stolberg aus wo Aurubis Kupferbaumlnder her-stellt nicht weltweit zu beliefern gewe-sen Mit dem Zukauf stoumlszligt das Unter-nehmen in dem Marktsegment nun

in die Weltspitze vor Drouven will zur Optimierung die Produktion von eini-gen Standorten verlagern und an ande-ren konzentrieren Dies soll zu Synergi-en im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich fuumlhren Momentan ist Luvata Rolled Products noch nicht pro-fitabel weist aber einen positiven Cash Flow auf wie Drouven sagte Die Akti-vitaumlten seien bdquowie viele andere von der Finanz- und Wirtschaftskrise gebeuteltldquo worden bdquoDie Aktivitaumlten passen strate-gisch sehr gut zu Aurubis Das Problem des Luvata-Bereichs bisher war die Versorgung mit Vormaterial Davon hat Aurubis genugldquo sagte Commerzbank-Analyst Ingo-Martin Schachel

Aurubis zahlt laut Drouven bdquofast nichtsldquo fuumlr den Zukauf Der genaue Kaufpreis richtet sich nach dem Wert der Vorraumlte zum Zeitpunkt des Abschlusses Dies mache den Haupt-teil des Kaufpreises aus fuumlr die Anla-gen werde nur ein kleiner zweistelliger Millionenbetrag faumlllig Dadurch entste-he ein sogenannter bdquonegativer Good-willldquo von uumlber 100 Mio EUR ndash eine Zuschreibungsmoumlglichkeit bdquodie das Eigenkapital staumlrktldquo bdquoWenn man ein bisschen daruumlber nachdenkt sieht man dass es ein sehr gutes Geschaumlft fuumlr Aurubis istldquo so Analyst Schachtel Martin Rapp

Drouven wirft das Handtuch

Bernd Drouven 55 verlaumlsst Aurubis zum Jahresende auf eige-nen Wunsch Selbst der Aufsichts-rat wurde offenbar von dem Ent-schluss uumlberrascht denn es gibt bislang keinen Nachfolger Nach Informationen des bdquoHamburger Abendblattsldquo fuumlhlte sich Drouven der erst 2008 Werner Marnette als Vorstandsvorsitzenden abgeloumlst hatte zunehmend zermuumlrbt von Konflikten mit dem Groszligaktionaumlr Salzgitter der rund 23 der Auru-bis-Anteile haumllt

Bernd Drouven zahlt bdquofast nichtsldquo fuumlr den Zukauf Foto Dow Jones

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Interview

Ulrich Grillo ist Praumlsident der WirtschaftsVereinigung Metalle Vorsitzender des BDI-Ausschus-ses Rohstoffpolitik und Vizeprauml-sident des BDI Nach Stationen bei Arthur Anderson AT Kear-ney und der Rheinmetall-Gruppe leitet Grillo als Vorstandsvorsit-zender die Grillo-Werke in Duis-burg einen Zinkverarbeiter mit rd 600 Mio EUR Jahresumsatz und 1600 Mitarbeitern

Interview

Geplante Energiewende stellt Metallbranche vor groszlige HerausforderungenBERLIN (Dow Jones)--Die deutsche NE-Metallindustrie sieht sich zuneh-mend Herausforderungen ausgesetzt die leicht die Wettbewerbsfaumlhig-keit der Branche im internationalen Vergleich beeintraumlchtigen koumlnnte Um dem zu begegnen muumlssen die Unternehmen verstaumlrkt gemeinsam agieren und ihre Vorstellungen beispielsweise gegenuumlber den verant-wortlichen Politikern in Berlin und Bruumlssel effektiv vertreten In einem Exklusiv-Interview mit Dow Jones NE-Metalle-Monitor spricht Ulrich Grillo Praumlsident der WirtschaftsVereinigung Metalle und Vorsitzen-der des BDI-Ausschusses Rohstoffpolitik uumlber die Konsequenzen der geplanten Energiewende und einer verteuerten Rohstoffversorgung fuumlr die deutsche NE-Metall-Branche

Herr Grillo nach der Katastrophe von Fukushima hat die Bundes-regierung die Energiewende aus-gerufen Sie wird ganz sicher mit houmlheren Strompreisen verbunden sein Welche Folgen hat dies fuumlr die NE-Metallindustrie

Ulrich Grillo Auch wir sind natuumlr-lich an einer sicheren sauberen und bezahlbaren Energie interes-siert Aber allein die Ankuumlndigung der Energiewende hat die deutschen Strompreise an der Stromboumlrse um 15 erhoumlht Dabei sind die abso-luten Strompreise gar nicht mal das Problem sondern die relativen Prei-se Wenn in Deutschland die Preise erhoumlht werden und in anderen Laumln-

dern nicht ergeben sich daraus Wett-bewerbsnachteile fuumlr die deutsche Industrie Die Strompreise machen aber in der Spitze bis zu 50 des Umsatzes aus Eine schleichende Abwanderung der Branche waumlre die Folge

Gibt es schon Berechnungen wie hoch der Preisanstieg bei Strom infolge der Energiewende ausfal-len wird

Da gehen die Berechnungen der Experten weit auseinander Sie begin-nen bei einem Anstieg um 06 ctkWh der an der EEX als Preissteigerung fuumlr die Grundlastlieferung im Jahr 2012 schon enthalten ist Die dena rech-net bis 2020 mit einem Anstieg um 5ctkWh einschlieszliglich Netzausbau und erhoumlhter EEG-Umlage Damit wuumlrde sich der derzeitige Strompreis etwa verdoppeln Bereits der Anstieg um durchschnittlich 06 ctkWh ent-spricht bei einer Aluminiumelektrolyse fast 50 der Lohn- und Gehaltssum-me und zehrt den Jahresgewinn eines solchen Unternehmens auf

Wie wollen sie diesem Preisdruck begegnen

Wir brauchen bezahlbaren Grund-laststrom Wir streben deshalb Indus-

triepreise fuumlr Strom an wie es sie in anderen europaumlischen Laumlndern etwa Frankreich oder Spanien gibt Ener-gieintensive Betriebe im Ausland beispielsweise in den Niederlanden haben zudem die Moumlglichkeit eine Verguumltung zu erhalten wenn sie bei Verbrauchsspitzen temporaumlr vom Netz gehen und so die Stabilitaumlt des Netzes gewaumlhrleisten Wir setzen uns dafuumlr ein dass diese Regelung auch in Deutschland angewendet wird

Eine Herausforderung fuumlr die Bran-che stellen ja nicht nur houmlhere Strompreise sondern auch zum Teil exorbitante Preissteigerungen bei Rohstoffen dar

Dazu ist zu sagen dass es eine absolute Knappheit insbesondere bei metallischen Rohstoffen nicht gibt Die Preiserhoumlhungen sind das Ergeb-nis von Oligopolen wie beispielswei-se beim Eisenerz aber auch moumlgli-che spekulative Uumlbertreibungen an den Boumlrsen spielen leider eine Rolle Und dann gibt es noch die politisch gewollten Verzerrungen des Wettbe-werbs

China hat seine Seltene-Erden-Industrie zunaumlchst subventioniert und damit andere Anbieter vom Markt ver-draumlngt Nun beschraumlnkt es die Expor-te fuumlr diese Metallgruppe

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Was kann die deutsche Indus-trie tun um dem Trend zu Wettbe-werbsverzerrungen entgegenzu-wirken

Wir halten daran fest dass Roh-stoffsicherung zunaumlchst Sache der Unternehmen ist auch wenn flankie-rend die Politik gefordert ist Wir den-ken im BDI derzeit mit einigen Unter-nehmen in einer Arbeitsgruppe inten-siv uumlber Moumlglichkeiten fuumlr gemeinsa-me Engagements bei Rohstoffen im Ausland nach die Ergebnisse dieser Analysen dazu werden wir in einigen Monaten veroumlffentlichen Dabei muss es nicht um Einkaufs- oder Handels-zusammenschluumlsse gehen Es kann auch um Kooperationen beispielswei-se bei der Exploration von Rohstoffen gehen Die deutschen Unternehmen haben in der Vergangenheit eigene Engagements bei Rohstoffen mehr-heitlich aufgegeben und sich auf ihre Kernkompetenzen konzentriert Das war richtig solange der Markt funk-tioniert hat Heute ist das nicht mehr unbedingt der Fall

Und was kann die Politik tun

Wir fuumlhlen uns durch das Bun-deskanzleramt und das Bundeswirt-schaftsministerium gut unterstuumltzt Ein Beispiel wie die Politik flankierend helfen kann sind die sogenannten Rohstoffpartnerschaften Dabei grei-fen Auszligenpolitik Wirtschaftspolitik und Entwicklungshilfe ineinander Das Pilotprojekt einer solchen Partner-schaft wird gerade mit Kasachstan festgezurrt In den naumlchsten Mona-ten wird ein Regierungsabkommen zwischen Deutschland und Kasachs-tan abgeschlossen das als Rahmen-vereinbarung fuumlr die Kooperation der privaten Akteure dient Kasachstan ist fuumlr uns vor allem als Lieferant seltener Metalle interessant beispielsweise Wolfram Die kasachische Seite ist an unserer Technologie interessiert und will natuumlrlich so viel Wertschoumlpfung wie moumlglich im eigenen Land aufbau-en Wir sind auch an Rohstoffpartner-schaften mit anderen Laumlndern interes-siert beispielsweise mit Staaten Suumld-amerikas

Das klingt nicht so ganz anders als das was uumlber die chinesische Pra-xis der Rohstoffsicherung berich-tet wird

Von einer Partnerschaft muumlssen immer beide Seiten profitieren Wir genieszligen als Deutsche eine hohe Wertschaumltzung und sind auch wegen unserer Technologie ein begehrter Partner Wir sprechen von einer nach-haltigen Partnerschaft auf Augenhouml-he deren Grundlage fairer Handel und nachhaltige Entwicklung ist

Ein immer wichtigerer Aspekt des Themas ist auch die Sekundaumlrroh-stoffgewinnung Die EU hat eine neue Abfallverordnung beschlos-sen Sind sie mit den Regelungen zufrieden

Das Problem sind weniger die Regeln die auf nationaler oder EU-Ebene erlassen werden als die Kon-trolle ihrer Einhaltung Die Kontrollen muumlssen verbessert werden auch in Deutschland Wissen Sie was bdquochine-se packagingldquo ist Da sind in einem Container die obersten Schichten mit Waren befuumlllt die den Regeln ent-sprechen Aber darunter wo niemand mehr kontrolliert finden sich ganz andere Waren So funktioniert bei-spielsweise auch die illegale Ausfuhr von wertvollen Schrotten Die EU-Staaten bleiben also aufgerufen die Einhaltung ihrer eigenen Regeln effi-zient zu uumlberwachen Das gilt insbe-sondere auch fuumlr die neuen Vorgaben aus Bruumlssel die wir grundsaumltzlich fuumlr konstruktiv halten

Das Interview fuumlhrte Claus-Detlef Groszligmann

Die WirtschaftsVereinigung Metalle(WVM) vertritt die wirtschaftspoliti-schen Anliegen der NE-Metall-industrie mit 658 Unternehmen und 108660 Beschaumlftigten Im Jahre 2010 erwirtschaftete die Branche einen Umsatz in Houmlhe von insge-samt 435 Mrd EUR

DOW JONESManagement-ForumRohstoffstrategien 2011Ist Ihr Unternehmen richtigaufgestellt fuumlr die Zukunft

17 - 18 Mai 2011 Frankfurt am Main

Staumlrken Sie mit einer schluumlssigenRohstoffstrategie die PerformanceIhres Unternehmens

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kulative Anleger auf die Rohstoff-fungskosten

Praxisforum ldquoRohstoffversorgung als Management-Thema im Unter-nehmenrdquo

- Welchen Stellenwert sollte derRohstoffeinkauf im Unternehmenhaben

- Recycling und Ressourcen-ment aus der Rohstoffklemme

wwwdowjones-eventsde

Interview

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Hintergrund

DeutschlandRohstoffeffizienz-Preis Die Frist laumluft

BERLIN (Dow Jones)--Um den Stellenwert der Rohstoff- und Materialeffizienz in der Wirtschaft staumlrker zu verankern vergibt das Bundesministerium fuumlr Wirtschaft und Technologie in Zusammenar-beit mit der Deutschen Rohstoff-agentur in diesem Jahr erstmals den bdquoDeutschen Rohstoffeffizienz-Preisldquo Der Preis ist den Angaben zufolge fuumlr bdquoherausragende Unter-nehmensbeispiele fuumlr rohstoff- und materialeffiziente Produkte Prozesse oder Dienstleistungen und anwendungsorientierte For-schungsergebnisseldquo vorgesehen

Durch den Wettbewerb soll-ten noch mehr Mitarbeiter und Geschaumlftsfuumlhrer gerade von klei-nen und mittelstaumlndischen Unter-nehmen sowie Wissenschaftler fuumlr das Thema Rohstoff- und Mate-rialeffizienz sensibilisiert werden sagte Hans-Joachim Kuumlmpel Praumlsident der Bundesanstalt fuumlr Geowissenschaften und Rohstof-fe (BGR) in der die Deutsche Roh-stoffagentur angesiedelt ist

Rohstoff- und Materialkosten sind laut Statistischem Bundes-amt im produzierenden Gewerbe mit gut 45 der groumlszligte Kosten-faktor Besonders in Zeiten stei-gender Rohstoffnachfrage und-preise sei daher rohstoff- und materialeffizientes Wirtschaf-ten eine gute Strategie zur Erhouml-hung der Unternehmensrentabili-taumlt und der Wettbewerbsfaumlhigkeit so Kuumlmpel

Praumlmiert werden sollen vier mittelstaumlndische Unternehmen sowie eine Forschungseinrichtung mit einem Preisgeld von jeweils 10000 EUR Einsendeschluss fuumlr Antraumlge ist der 20 Septem-ber 2011 Die Preisverleihung fin-det am 16 November 2011 im Bundesministerium fuumlr Wirtschaft und Technologie in Berlin statt

Weitere Informationen finden Sie unter httpwwwdeutsche-rohstoffagenturde

Deutschland

Familienunternehmen nehmen Asien ins Visier

BERLIN (Dow Jones)--Deutsch-lands groumlszligte Familienunternehmen nehmen als Maumlrkte der Zukunft immer staumlrker die Laumlnder Asiens in den Blick Als wichtigsten Wachstumsmarkt der Zukunft haben die Unternehmen Indi-en ausgemacht Das ist das Ergeb-nis einer Umfrage unter 404 der 2688 Familienunternehmen mit mehr als 50 Mio EUR Jahresumsatz die vom Institut fuumlr Mittelstandsforschung (IfM) durchgefuumlhrt wurde Auftragge-ber waren die Deutsche Bank und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI)

Familienunternehmen seien bereits in hohem Maszlig auf Auslandsmaumlrkten aktiv und erwarteten auch fuumlr die-ses Jahr eine Steigerung ihrer Expor-te heiszligt es Neun von zehn Famili-enunternehmen vertreiben Produk-te und Dienstleistungen auf interna-tionalen Maumlrkten Fuumlr mehr als ein Drittel (354) zaumlhlt Frankreich heute zu den drei wichtigsten Absatzmaumlrk-

ten ndash vor China (274) und den USA (253) Ein Drittel der Unternehmen die bereits international aktiv sind wollen auf weiteren Auslandsmaumlrk-ten aktiv werden Angefuumlhrt wird die Wunschliste von Indien (195) und China (165) Hinsichtlich der Ein-schaumltzung zukuumlnftiger Wachstums-maumlrkte wird sich Indien zum Wachs-tumsmarkt der Zukunft entwickeln und zum fuumlnftwichtigsten Handels-partner aufsteigen China wird dem-nach zum wichtigsten Exportland vor Frankreich den USA und Russland

Die Befragung zeigt weiter dass mehr als drei Viertel (842) den Wirt-schaftsstandort Deutschland posi-tiv bewerten Fast jeder vierte Unter-nehmer (234) beurteilte die Attrak-tivitaumlt Deutschlands als deutlich houmlher im Vergleich zum Ausland Fuumlr dieses Jahr planen zwei Drittel der Befrag-ten (66) die Investitionsbudgets zu erhoumlhen und neue Mitarbeiter einzu-stellen (674)

Deutschland

Ende des Freihafens Hamburg

HAMBURG (Dow Jones)--Der Frei-hafen Hamburg wird zum 1 Januar 2013 aufgehoben damit der Verkehr im Hafen besser flieszligen kann Kuumlnf-tig entfallen die Zollkontrollen an der Freizonengrenze sowie die besonde-ren Uumlberwachungsverfahren fuumlr die Lagerung von Gemeinschaftswaren im Hafengebiet wie die Handelskam-mer Hamburg mitteilte Im gesamten Hafen gelten dann nur noch die all-gemeinen Regelungen fuumlr EU-See-zollhaumlfen Daraus ergeben sich fuumlr die Betroffenen aber zum Teil erhebliche Veraumlnderungen bezuumlglich der Zoll-abfertigung sowie der gesetzlichen Pflichten uumlber sich die Firmen fruumlh-zeitig informieren sollten heiszligt es

So muumlssen kuumlnftig unter anderem Waren die in die EU eingefuumlhrt wer-den unmittelbar nach ihrer Ankunft im Hamburger Hafen in ein Zollverfah-ren uumlberfuumlhrt werden Vom Zoll abge-

fertigte Warensendungen die von den Terminals kommen und ohne weitere Behandlung das Hafengebiet verlas-sen sollen werden jedoch nicht mehr durch Zollkontrollen an den ehemali-gen Freihafengrenzen behindert

Weiter ist eine Lagerung von Nicht-gemeinschaftswaren nur noch im Rahmen der voruumlbergehenden Ver-wahrung oder in einem Zolllager moumlg-lich Zum 1 Januar 2013 muumlssen daher alle in der Freizone gelager-ten Nichtgemeinschaftswaren fuumlr ein bewilligtes Zolllagerverfahren oder zur voruumlbergehenden Verwahrung ange-meldet werden

Die Handelskammer Hamburg will nach eigenen Angaben demnaumlchst spezielle Veranstaltungen fuumlr dieje-nigen Firmen anbieten die von der Aufhebung des Freihafens betrof-fen sind Weitere Informationen unter wwwhk24de

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Hintergrund

Deutschland

Industrie fordert spezielle Industriestrompreise

BERLIN (Dow Jones)--Industrie-vertreter fordern von der Bundes-regierung sich fuumlr konkurrenzfaumlhi-ge Industriestrom-Preise einzuset-zen Denn im Zuge des geplanten beschleunigten Atomausstiegs fuumlrch-ten die energieintensiven Unterneh-men in Deutschland um ihre Wettbe-werbsfaumlhigkeit Angesichts der Son-dersituation die sich aus dem schnel-len Ausstieg ergebe seien Reaktio-nen der Politik gefragt sagte Annet-te Loske Hauptgeschaumlftsfuumlhrerin des Verbandes der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) dem bdquoHan-

delsblattldquo (HB) Der VIK steht fuumlr 80 des industriellen Energieeinsatzes in Deutschland

Der VIK schlaumlgt dazu ein Fondsmo-dell vor Die zur Deckung des Grund-bedarfs der energieintensiven Indus-trie erforderlichen Strommengen wer-den von den Kraftwerksbetreibern zu einem festgelegten Preis an einen Strommengenfonds geliefert Aus diesem Fonds koumlnnen stromintensi-ve Industrieunternehmen Strom zu einem Preis beziehen der im europaumli-schen Vergleich wettbewerbsfaumlhig ist Das Modell koumlnnte im Wege einer frei-willigen Selbstverpflichtung durch die betroffenen Kraftwerksbetreiber ein-gerichtet werden Nach den Vorstel-lungen des VIK koumlnnte die Bundes-

regierung dieses Modell zum Gegen-stand ihrer Verhandlungen mit den Energiekonzernen uumlber die Abschal-tung der Meiler machen Um kei-nen Schadensersatzforderungen der Kernkraftwerksbetreiber zu riskieren wird die Regierung ohnehin mit der Branche sprechen muumlssen

Manche EU-Laumlnder habenregulierte Strompreise

Dass der von der Bundesregierung geplante schnelle Ausstieg aus der Kernkraft zu steigenden Strompreisen

fuumlhren wird gilt als sicher schreibt das bdquoHandels-blattldquo Schon das Morato-rium fuumlr die sieben aumlltes-ten Meiler habe sich preis-treibend ausgewirkt Ein Blick in Laumlnder wie Frank-reich Norwegen oder Spa-nien belegt dass deutsche Unternehmen schon heute besonders hohe Strom-preise zahlen In Frankreich dagegen gibt es neben dem regulaumlren Industrie-strompreis einen regulier-ten Preis der fuumlr beson-ders stromintensive Bran-chen gilt Dieser Preis macht weniger als die Haumllf-te des deutschen Industrie-

strompreises aus bdquoIn Frankreich sind die speziellen Industriestromtarife seit Jahren uumlblich Das ist ein starker Pluspunkt im Wettbewerb Mit dem zu erwartenden Strompreisanstieg in Deutschland wird daraus ein Riesen-vorsprung fuumlr franzoumlsische Unterneh-menldquo sagte Loske

In einzelnen Branchen ist der Strompreis der entscheidende Kos-tenfaktor Besonders deutlich wird das am Beispiel der Aluminiumin-dustrie In einer deutschen Alumini-umhuumltte koumlnnen die Stromkosten bis zu 50 der gesamten Produktions-kosten ausmachen Aluminiumhuumltten in Norwegen Frankreich oder Spani-en haben daher auf den Weltmaumlrkten enorme Kostenvorteile

Deutschland Gesamtmetall rechnet mit 80000 neuen Jobs

BERLIN (Dow Jones)--Gesamt-metallpraumlsident Martin Kannegie-sser rechnet bis Jahresende mit 80000 neuen Arbeitsplaumltzen in der Metall- und Elektrobranche bdquoVom Tiefpunkt im Maumlrz 2010 bis jetzt haben wir auch schon wie-der 75000 zusaumltzliche Stamm-arbeitsplaumltze aufgebautldquo sagte Kannegiesser im Interview mit der bdquoWeltldquo Er geht davon aus dass die Branche bis zum Jah-resende wieder fast 36 Millionen Beschaumlftigten aufweise ndash wie vor der Krise Bereits jetzt hat aller-dings nach seinen Angaben jedes zehnte Unternehmen Schwierig-keiten in der Produktion weil die geeigneten Fachkraumlfte ndash vor allem im Ingenieurbereich ndash fehlen Des-halb denke man immer oumlfter uumlber neue Standorte mit bdquogut qualifi-zierten Leutenldquo nach sagte er der bdquoWeltldquo

Deutschland Preisauftrieb im Groszlighandel laumlsst etwas nach

WIESBADEN (Dow Jones)--Der Preisauftrieb im deutschen Groszlighan-del hat im April etwas nachgelas-sen Das Preisniveau stieg im Ver-gleich zum Vormonat um 02 wie das Statistische Bundesamt berich-tete Im Maumlrz hatten sich die Groszlig-handelspreise um 13 erhoumlht Im Jahresvergleich kletterten die Prei-se im Groszlighandel im April um 92 waumlhrend im Vormonat ein Anstieg um 109 ermittelt worden war Die Groszlighandelspreise fuumlr fuumlr Erze Metal-le und Metallhalbzeug lagen auf Groszlig-handelsebene um 149 uumlber denen vom Vorjahr gegenuumlber dem Vormo-nat fielen sie um 09 Im Groszlighan-del mit festen Brennstoffen und Mine-raloumllerzeugnissen lag das Preisni-veau um 162 uumlber dem Vorjahr im Monatsvergleich verteuerten sich die in diesem Bereich gehandelten Pro-dukte um 15

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CO2-Kosten

NE-Metallbranche kann weiter auf vollstaumlndige Kompensation hoffenFRANKFURT (Dow Jones)--Die Bemuumlhungen von Herstellern und Ver-arbeitern von Aluminium Kupfer und Zink um einen zeitlich befristeten Ausgleich der in den Strompreis eingepreisten CO2-Kosten werden von der Bundesregierung offenbar weiterhin unterstuumltzt Wie aus Verbands-kreisen zu houmlren ist wird sich die Bundesregierung in einer Stellungnah-me an die Bruumlsseler Wettbewerbsbehoumlrde fuumlr eine Vollkostenkompensa-tion des CO2-Zertifikatepreises ohne Abzug aussprechen Die Angst vor einer moumlglichen Kehrtwende im deutschen Ansatz hatte fuumlhrende Unter-nehmen aus den betroffenen Branchen dazu veranlasst einen bdquoBrand-briefldquo an den Leiter des Bundeskanzleramtes Ronald Pofalla (CDU) zu schreiben und die Lobbyarbeit in Bruumlssel zu verstaumlrken

Eckpunkte der deutschen Stellung-nahme die in der kommenden Woche nach Bruumlssel uumlbermittelt wird basieren offenbar auf einem Beschluss der CDUCSU-Bundestagsfraktion vom 10 Mai Zu den Forderungen gehoumlrt eine Voll-kostenkompensation des Zertifikate-

preises ohne Abzug fuumlr jene Branchen die eine Stromintensitaumlt von 1 kWhEUR Bruttowertschoumlpfung oder mehr aufweisen Die Antragsteller muumlssen dabei einen Stromverbrauch von min-

destens 1 GWhJahr aufweisen Nach Berechnungen des Bundeswirtschafts-ministeriums (BMWi) liegt die Kupferin-distrie knapp oberhalb des Wertes von 1 kWhEUR gleiches gelte mit grouml-szligerem Abstand fuumlr Aluminium sowie Zink Zinn und Blei Das BMWi rechnet

fuumlr die weiteren Verhandlungen jedoch mit moumlg-lichen bdquospuumlrba-ren Einschraumln-kungenldquo bei die-sen Forderun-gen Wesentli-che Stellschrau-ben seien die noch ausstehen-den Beschluumls-se zu den Bei-hilfeleitlinien und der deutschen Foumlrderrichtli-nie Voraussicht-lich duumlrften Bun-desumweltminis-terium und Bun-desfinanzminis-terium versu-chen den Kreis der Beguumlnstig-

ten in der konkreten Umsetzung ein-zuschraumlnken

Zu den Unterzeichnern des Brand-briefes gehoumlrten der groumlszligte europaumli-sche Kupferproduzent Aurubis Zink-

produzent Xstrata Zinc sowie die Alu-miniumhersteller Trimet Norsk Hydro und Voerde Aluminium (Voerdal) Par-allel dazu wurde die Lobbyarbeit in Zusammenhang mit dem Konsulta-tionsverfahren der Bruumlsseler Wettbe-werbsbehoumlrde zum Thema Kompen-sationszahlung verstaumlrkt um die bdquovoumll-lig indiskutable Varianteldquo einer nicht vollstaumlndigen Kompensation vom Tisch zu bringen wie Heribert Hauck bei der Trimet Aluminium AG fuumlr das Ressort Energiewirtschaft zustaumlndig im Gespraumlch mit Dow Jones betont Die Bundesregierung hatte bereits im August 2009 Verstaumlndnis fuumlr die Bran-che gezeigt und die nationale bdquoRichtli-nie zur Foumlrderung der Herstellung von klimaschonenden NE-Metallenldquo ver-abschiedet Die Foumlrderrichtlinie wird jedoch von der EU-Wettbewerbsbe-houmlrde seit zwei Jahren nicht freigege-ben offiziell pruumlft die Kommission sie noch Auch die EU-Emissionshandels-richtlinie sieht in Artikel 10a Absatz 6Ausgleichszahlungen fuumlr Sektoren beziehungsweise Teilsektoren vor fuumlr die ein erhebliches Risiko einer Ver-lagerung von CO2-Emissionen durch auf den Strompreis uumlbergewaumllzte Kosten der Treibhausgasemissionen (Carbon Leakage) ermittelt wurde

bdquoSolange es kein weltweites Emis-sionshandelsregime gibt wollen wir eine Kompensation haben Diese soll auch der Belastung entspre-chen Es reicht nicht aus wenn wir nur einen Teil der Belastungen erstat-tet bekommenldquo sagte auch Ulf Gehr-ckens Energiechef des Kupferprodu-zenten Aurubis bdquoNur durch die Kom-pensation der CO2-Kosten erreichen wir wieder gleiche Wettbewerbsbe-dingungenldquo ist Gehrckens uumlberzeugt Aurubis habe wie andere Unterneh-men deren Produkte zu Boumlrsenprei-sen gehandelt werden keine Moumlg-lichkeit lokale Mehrkosten an den Kunden weiterzugeben Trimet muumlss-te bei voller Belastung auf Basis des derzeitigen CO2-Preises von rund 17 EURt laut Hauck pro Jahr 60 Mio EUR zusaumltzlich bezahlen bei Aurubis laumlge die Belastung nach Angaben von Gehrckens bei 25 Mio EUR pro Jahr Silvia Rausch-Becker

Ein bdquoBrandbriefldquo der NE-Metallbranche zeigte offenbar Wirkung in Berlin Quelle Deutscher Bundestag

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Zinn Zink Blei amp Nickel

Seltene Erden

bdquoEntwicklung Gruumlner Technologien gefaumlhrdetldquoHANNOVER (Dow Jones)--Die Ver-

sorgung mit Seltenen Erden stellt die deutsche Wirtschaft weiterhin vor Probleme Waumlhrend im Bereich der so genannten leichten Seltenen Erden (Cer Lanthan ua) voraussicht-lich ab 2012 eine deutliche Entspan-nung eintreten wird ist fuumlr die Nutzer von schweren Seltenen Erden (Dys-prosium Europium ua) kein Ende der Versorgungsengpaumlsse abzuse-hen Zu diesem Ergebnis kommt eine Kurzstudie der Deutschen Rohstoff-agentur (DERA) in der Bundesanstalt fuumlr Geowissenschaften und Rohstof-fe (BGR)

bdquoIn Uumlbereinstimmung mit interna-tionalen Studien rechnen wir in der nahen Zukunft mit einer unzureichen-den Versorgungslage besonders mit Europium Terbium und Dysprosiumldquo sagte Harald Elsner BGR-Exper-te und Autor der Studie Die schwe-ren Seltenen Erden finden in vielen so genannten bdquoGruumlnen Technologi-enldquo Verwendung wie z B im Bereich der Windenergie Auch die Produkti-on von energiesparenden Leuchtmit-teln ist ohne schwere Seltene Erden nicht moumlglich

Die Kurzstudie verweist auf ein weiteres Problem Obwohl es Sub-stitutionsmoumlglichkeiten gebe koumlnn-te die augenblickliche Rohstoffsitua-tion auch dazu fuumlhren dass die Ent-

wicklung von effizienteren Wind- und Wasserkraftwerken sowie die Aus-breitung der Elektromobilitaumlt gefaumlhr-det sei warnt Elsner Deshalb steht fuumlr den Experten fest bdquoTrotz bereits eingesetzter groszliger Bemuumlhungen um Maximierung der Recyclingquoten ist absehbar dass kuumlnftig nur die Unter-nehmen von den groszligen Marktchan-cen im Bereich der Gruumlnen Technolo-gien profitieren die sich in der primauml-ren Rohstoffversorgung mit schweren Seltenen Erden abgesichert habenldquo

Die Kurzstudie zeigt weiter auf in welchen Industriesektoren die schwe-ren Seltenen Erden jeweils Verwen-dung finden und in welchen Men-gen sie voraussichtlich bis zum Jahr 2015 zur Verfuumlgung stehen werden Zu den untersuchten schweren Sel-tenen Erden gehoumlren elf Elemente darunter sind die wichtigsten Yttri-um Samarium Europium Gadolini-um Terbium Dysprosium und Erbi-um In die Untersuchung flossen den Angaben des Autors zufolge Informa-tionen deutscher Firmen ein die Sel-tene Erden verbrauchen

Die unter dem Titel bdquoKritische Ver-sorgungslage mit schweren Seltenen Erden ndash Entwicklung bdquoGruumlner Tech-nologienldquo gefaumlhrdetldquo erschienene Kurzstudie steht auf der Homepage der BGR als Download zur Verfuumlgung (httpwwwbgrbundde)

Seltene Erden

Goldman Sachs sieht ab 2013 Entspannung

SYDNEY (Dow Jones)--Das globa-le Angebotsdefizit der Seltenen Erden wird im laufenden Jahr seinen Houmlchst-stand erreichen Dies ist die Einschaumlt-zung der Investmentbank Goldman Sachs Das Defizit koumlnne sich 2011 auf 18734 t belaufen was 132 der Nachfrage entspraumlche Nachdem der Markt 2013 fast im Gleichgewicht sein werde koumlnne der Angebots-uumlberhang im darauf folgenden Jahr bereits 5860 t betragen was 32

der erwarteten Nachfrage entspre-che bdquoWir gehen davon aus dass der Markt 2011 und 2012 deutlich unter-versorgt sein wird und dass die Preise in den kommenden 18 Monaten nach oben tendierenldquo schreibt Goldman Sachs 2013 soll der Markt fast aus-geglichen und danach leicht uumlberver-sorgt sein Dies koumlnne zumindest bei den leichten Seltenen Erden zwischen 2013 und 2015 zu moderaten Preis-ruumlckgaumlngen fuumlhren

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

1500

1750

2000

2250

2500

2750

J J A S O N D J F M A M600000

650000

700000

750000

800000

850000

Zink

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

15000

20000

25000

30000

35000

40000

J J A S O N D J F M A M10000

12500

15000

17500

20000

22500

Zinn

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 2895000 2915000EURt 2043193 1963756

3 MonateUSDt 2900000 2905000EURt 2046722 1957020

15 MonateUSDt 2909000 2910000EURT 2053074 1960388

Lagerbestaumlnde (in t) 21965 21080

Quelle London Metal Exchange

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

KasseUSDt 210350 212600EURt 148458 143223

3 MonateUSDt 212100 213000EURt 149693 143492

15 MonateUSDt 217000 219000EURT 153151 147534

Lagerbestaumlnde (in t) 829050 822225

Quelle London Metal Exchange

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Zinn Zink Blei amp Nickel

Seltene Erden

DIW fordert zu Vorratshaltung auf

BERLIN (Dow Jones)--Das Deut-sche Institut fuumlr Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) warnt wegen des Mono-pols Chinas bei Seltenen Erden vor einer die Lieferketten bedrohenden Abhaumlngigkeit und fordert die Indus-triestaaten zu einer entsprechenden Vorratshaltung sowie abgestimm-tem Verhalten auf bdquoDie Seltenen Erd-metalle sind eine zunehmend wichti-ge Ressource fuumlr die Hochtechnolo-gie-Industrieldquo erklaumlrte Antje Kroumlger DIW-Expertin und Mitautorin einer am Mittwoch veroumlffentlichten Studie zum Thema bdquoWettlauf um die Metalleldquo

Lieferengpaumlsse oder Lieferblo-ckaden koumlnnten die Entwicklungen der Industriestaaten bremsen bdquoDie Industriestaaten sollten deswegen ein WTO-Streitbeilegungsverfahren anregen oder versuchen im Rahmen eines abgestimmten Vorgehens Vorrauml-te anzulegenldquo riet die DIW-Forsche-rin Politik und Wirtschaft der Indus-triestaaten haumltten den strategischen Wert der Seltenen Erden viel zu lange nicht erkannt

bdquoEuropa die USA und Japan finden sich deshalb heute in einer Abhaumln-gigkeit wieder die wichtige Teile ihrer

Industrie bedroht wie zum Beispiel die Umwelttechnologie Elektrotech-nik und Autobrancheldquo warnte Krouml-ger Rund 97 der Seltenen Erden wuumlrden derzeit in China gefoumlrdert und aufbereitet

Mit diesem Monopol koumlnne die Volksrepublik das Angebot jeder-zeit verknappen Kurz- und mittel-fristig werde sich das Problem ver-schaumlrfen denn die Nachfrage steige Schon jetzt nutze China seine Mono-polstellung uumlber Preis- und Lieferdis-kriminierungen gezielt um die eige-ne Industrie zu foumlrdern und auslaumln-dische High-Tech-Konzerne ins Land zu locken indem beispielsweise Ver-sorgungszusagen gemacht wuumlrden Ausreichende Mengen Seltener Erden wuumlrden solchen Unternehmen zuge-sagt die ihre Produktion nach China verlegten

Schwaumlchung destechnologischen Know-hows

Den Industriestaaten drohe zunaumlchst eine Abwanderung und mit-telfristig auch eine Schwaumlchung ihres technologischen Know-hows bdquoSchon heute werden geschaumltzte 60 der globalen Seltene-Erden-Produktion in China eingesetztldquo sagte Kroumlger Sel-tene Erden stecken in Katalysatoren Handys Plasmabildschirmen Fest-platten Batterien und MP3-Spielern Sie helfen Windkraftturbinen Elek-tromotoren sowie Energiesparlam-pen zu betreiben bdquoDie Marktstruk-tur der weltweiten Metallmaumlrkte soll-te staumlrker kontrolliert werdenldquo meint Aleksandar Zaklan Spezialist fuumlr Res-sourcenmaumlrkte am DIW bdquoSollten sich die gegenwaumlrtigen Trends vor allem bei der Angebotskonzentration und dem Nachfragewachstum fortsetzen muss mit weiter steigenden Metall-preisen gerechnet werdenldquo warnt der Forscher

Sie finden die Studie zum kosten-losen Download unter httpwwwdiwdedocumentspublikationen73diw_01c372387de11-19-1pdf

Praumlsodym wird unter anderemfuumlr Dauermagnete benoumltigt Foto jumkde

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

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J J A S O N D J F M A M180000

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Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

17500

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J J A S O N D J F M A M114000

120000

126000

132000

138000

144000

Nickel

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 2396000 2497500EURt 1691016 1682498

3 MonateUSDt 2400000 2500000EURt 1693839 1684182

15 MonateUSDt 2367500 2467500EURT 1670901 1662288

Lagerbestaumlnde (in t) 114732 116364

Quelle London Metal Exchange

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 227200 237900EURt 160350 160267

3 MonateUSDt 225500 234500EURt 159150 157976

15 MonateUSDt 224800 233300EURT 158656 157168

Lagerbestaumlnde (in t) 315825 311450

Quelle London Metal Exchange

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Branchen amp Maumlrkte

Maschinenbau Weiteres Auftragsplusbei Neuauftraumlgen

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Maschinen- und Anla-genbau hat im Maumlrz einen weiteren Anstieg bei den Neuauftraumlgen ver-zeichnet wobei sich die Zuwachsra-te jedoch verlangsamt hat Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mitteilte lag der Aufragseingang real 18 uumlber dem Ergebnis des Vorjahres Dabei stiegen das Inlands- und das Auslandsge-schaumlft gleichermaszligen um jeweils 18 im Vergleich zum Maumlrz 2010 Im Feb-ruar war ein Orderplus auf Jahressicht von 38 berichtet worden

In dem von kurzfristigen Schwan-kungen weniger beeinflussten Drei-

Automobil Pkw-Markt bleibt auf dem Wachstumspfad

BAD HOMBURG (Dow Jones)--Die Zahl der Pkw-Neuzulassun-gen in Deutschland hat sich im April weiter erhoumlht Wie der Verband der Internationalen Kraftfahrzeugherstel-ler (VDIK) mitteilte erreichte der Pkw-Markt mit rund 266000 Zulassun-gen ein Wachstum von 3 gegenuuml-ber dem Vorjahresmonat Seit Jahres-beginn liegt der Markt damit um 11 uumlber dem Vorjahresniveau

Dabei wuchs die bdquoNachfrage nach Hybridfahrzeugen gegenuumlber dem Vorjahreswert um knapp 30 und erreichte in den ersten vier Mona-ten 2011 in Deutschland uumlber 3800 Zulassungenldquo erklaumlrte VDIK-Prauml-sident Volker Lange Davon entfie-len 90 auf internationale Herstel-ler bdquoAktuell sind damit 41000 Hyb-rid-Pkw auf deutschen Straszligen unter-wegsldquo

Die kraumlftige Nachfrage auf dem Nutzfahrzeugmarkt hielt ebenfalls weiter an Mit rund 26600 Neuzulas-sungen im April konnte das Vorjahres-ergebnis um 12 uumlbertroffen werden In den ersten vier Monaten 2011 wur-den damit insgesamt 103000 Nutz-fahrzeuge neu zugelassen das ent-spricht einem Wachstum von 25

Maschinenbau Chancen durch Ausbau der Elektromobilitaumlt

WUumlRZBURG (Dow Jones)--Der deutsche Maschinen- und Anlagen-bau wird in den kommenden Jahren vom Ausbau der Elektromobilitaumlt stark profitieren Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie von VDMA und der Strategieberatung Roland Berger Denn durch die Einfuumlhrung von Fahr-zeugen mit elektrischem Antriebs-strang seien zukuumlnftig Kompetenzen des Maschinenbaus gefragt die bis-lang nur selten in der Automobilpro-duktion genutzt wurden Denn kos-tensenkende Produktionstechnik werde dort dringend gebraucht

Durch neue Produktionsanlagen fuumlr Elektrobatterien werde sich bis 2020 ein Geschaumlftspotenzial von 48 Mrd EUR ergeben heiszligt es in der Studie Allerdings stehe die Branche auch vor der groszligen Herausforderung ein neues Produkt- und Technologieport-folio entwickeln zu muumlssen

Fuumlr die deutsche Maschinenbau-branche spielt der Automobilbau schon jetzt eine wichtige Rolle So wurden 2010 rund 14 Mrd EUR direkt im Automotive-Bereich umgesetzt

Die Studie mit dem Titel bdquoE-Mobi-lity ndash Chancen und Risiken fuumlr den deutschen Maschinen- und Anlagen-bauldquo koumlnnen Sie kostenlos von der Webseite des VDMA downloaden httpwwwvdmaorg

monatsvergleich Januar bis Maumlrz 2011 ergibt sich insgesamt ein Plus von 32 im Vorjahresvergleich bei den Inlandsauftraumlgen ein Plus von 35 und bei den Auslandsauftraumlgen ein Plus von 31 bdquoErwartungsge-maumlszlig setzt nun offenbar eine Norma-lisierung der Wachstumsraten einldquo kommentierte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers das Ergebnis bdquoDer sogenannte Basiseffekt extrem nied-riger Vorjahreswerte spielt eine immer geringere Rolle weil sich in eben diesen Vorjahresmonaten der Auf-schwung bereits bemerkbar machte So war der Maumlrz 2010 der erste star-ke Ordermonat nach der Kriseldquo fuumlgte er hinzu

HandelsabkommenFreihandelsabkommen mit Suumldkorea besiegelt

SEOUL (Dow Jonesgtai)--Das suumld-koreanischen Parlament hat das im Oktober 2010 vereinbarte Freihan-delsabkommen mit der EU ratifiziert Damit ist der Weg frei fuumlr das erste Freihandelsabkommen der EU mit einem asiatischen Partner Die Verein-barung wird ab Juli 2011 in Kraft tre-ten Zwischen der EU und Suumldkorea werden dann innerhalb von fuumlnf Jah-ren die Zoumllle auf mehr als 98 aller Warenstroumlme entfallen Innerhalb von sieben Jahren sollen die Zoumllle auf alle Industrieguumlter beseitigt werden

ImporteSorge vor verstrahlter Ware ist unbegruumlndet

HAMBURG (Dow Jones)--Die Befuumlrchtung dass nach dem Unfall im japanischen Kernkraft-werk Fukushima radioaktiv ver-strahlte Ware nach Deutschland gelangen koumlnnte ist offenbar unbegruumlndet Im Hafen Hamburg jedenfalls musste bisher kein aus Japan ankommendes Schiff kon-trolliert werden wie ein Sprecher der Hamburger Innenbehoumlrde auf Anfrage mitteilte Dies liege daran dass es keine Direktverbindun-gen zwischen Japan und Ham-burg gebe und alle in Frage kom-menden Schiffe bereits in ande-ren Haumlfen auf eine moumlgliche radio-aktive Strahlung uumlberpruumlft wor-den seien

Der Rotterdamer Hafen will nach einem Bericht der bdquoVerkehrsrund-schauldquo noch bis 15 Mai alle aus Japan kommenden Schiffe auf radioaktive Belastung hin uumlber-pruumlfen Bei den bislang durchge-fuumlhrten Kontrollen auf den Schif-fen und an der Ladung seien keine Auffaumllligkeiten festgestellt worden teilte der Hafenbetreiber mit Wie unsere Redaktion erfuhr fordern die Automobilhersteller seit dem Ausbruch der Japan-Krise beson-dere Sicherheitsvorkehrungen kri

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Branchen amp Maumlrkte

Ausgewaumlhlte Termine

Herausgeber und Verlag Dow Jones News GmbH Baseler ArkadenWilhelm-Leuschner-Straszlige 78 60329 Frankfurt am Main HRB 58631 Frankfurt

Geschaumlftsfuumlhrung Dr Matthias Paul Volker Schneider James Rhyu Adam Tuckman Andrew Langhoff und Sue Needle

Verantwortlich fuumlr den Inhalt Kai Moll Tel +49 (0) 69 2 97 25 - 4 20E-Mail metalldedowjonescom Fax - 4 40 Internet wwwdjnewslettersde

Abonnenten-Service serviceeuropedowjonescom oder+49 (0) 69 2 97 25 - 1 66Dow Jones NE-Metalle Monitor ist ein Produkt der Dow Jones News GmbH einer Tochterge-sellschaft der Dow Jones International GmbH Die Business Newsletter stuumltzen sich neben umfangreicher Eigenberichterstattung auf wei-tere auch international taumltige Nachrichtenagen-turen sowie bei Charts Kursen und Preisen auch auf wwwaid-netde Alle Meldungen wer-den mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet Fuumlr Verzoumlgerungen Irrtuumlmer und Unterlassungen wird jedoch keine Haftung uumlbernommen Kopi-en Nachdrucke oder sonstige Vervielfaumlltigun-gen nur mit Genehmigung des Herausgebers

Erscheinungsweise 2-mal monatlich

Impressum

Zulieferer Geschaumlftserwartungen normalisieren sich

HAGEN (Dow Jones)--Der ArGeZ-Geschaumlftsklimaindex fuumlr die deut-sche Zulieferindustrie hat sich im April erwartungsgemaumlszlig abgeschwaumlcht Wie die Arbeitsgemeinschaft Zulie-ferindustrie (ArGeZ) mitteilte hat sich die bereits im Vormonat angedeute-te Normalisierung der Zukunftserwar-tungen im Berichtsmonat fortgesetzt bdquoZusaumltzlich duumlrften sich die Unsicher-heiten in Nordafrika sowie die Unkal-kulierbarkeit von Nachwirkungen der Japan-Katastrophe auswirkenldquo schreibt der Verband Gleichwohl zeige sich die aktuelle Geschaumlftslage weiter auf hohem Niveau

Der Geschaumlftsklimaindex Zulie-ferindustrie wird von der Arbeitsge-meinschaft Zulieferindustrie ArGeZ in Zusammenarbeit mit dem Ifo-Institut Muumlnchen ermittelt Er beruht auf der Befragung von rund 600 Unterneh-men und deckt die in der Arbeitsge-meinschaft Zulieferindustrie zusam-mengeschlossenen Branchen Gieszlige-rei-Industrie Kunststoffverarbeitung Stahl- und Metallverarbeitung NE-Metall-Industrie Kautschukindustrie sowie Technische Textilien ab

ArGeZ-GeschaumlftsklimaindexZulieferindustrie Deutschland

2000 = 100 saisonbereinigt Saldo aus positiven und negativen Bewertungen Quelle ifo Institut ArGeZ Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie

Aktuelle Lage

Zukunftserwartung

VIK-Strompreisindexfuumlr Mittelspannung

Quelle VIK

Maumlrz 17370

(Januar 2002 = 100)

Haben Sie Anregungen Fragen Hinweise zu unseren DatenE-Mail an datendedowjonescom

Strom VIK-Index reagiert aufAtomausstiegsplaumlne

ESSEN (Dow Jones)--Der VIK-Strompreisindex fuumlr Mittelspan-nungskunden ist im April nochmals kraumlftig um 610 Punkte bzw 469 auf 17980 Punkte gestiegen Damit erreicht der Index den houmlchsten Wert seit Ende 2008 wie der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirt-schaft (VIK) mitteilte Maszliggeblich fuumlr den weiteren Anstieg war dem VIK zufolge der von der Bundesregie-rung geplante beschleunigte Atom-ausstieg Dieser habe einen deutli-chen Einfluss auf die Strompreise an der Leipziger Boumlrse EEX und somit auch auf den vom Verband monatlich veroumlffentlichten VIK-Index gehabt So seien die Preise fuumlr die folgenden vier Quartale an der EEX nach Bekannt-gabe des Atommoratoriums im Maumlrz zunaumlchst sprunghaft angestiegen und verharrten seitdem auf diesem hohen Niveau

Neben dem deutlichen Anstieg im Vergleich zum Vormonat kletterte auch der gleitende Jahresmittelwert uumlber 12 Monate um 243 Punkte auf aktuell 16087 Punkte Der VIK-Strom-preisindex basiert auf den Stromprei-sen der EEX sowie den Netznutzungs-entgelten von sechs deutschen Netz-betreibern Als Energiepreiskompo-nente wertet der VIK die monatlichen Durchschnittspreise des Terminmark-tes fuumlr die kommenden vier Quartals-produkte aus

Dow Jones Management Forum Rohstoffversorgung 2011

Termin 17 bis 18 Mai 2011 Ort Frankfurt am MainIm Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Fragen wie sich Unterneh-men langfristig aufstellen koumlnnen um ihre Rohstoffversorgung abzu-sichern Tel 06929 72 51 51E-Mailconferencesdowjonescomwwwdjnewslettersdeconferences

EuroFX-Referenzkurs 1252011 14151 USDQuelle Reuters

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EuroDollar

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Marktanalyse Aluminium amp Kupfer

Dow Jones NE-Metalle Prognose

Weiterhin nervoumlser Handel bei den Basismetallen erwartetFRANKFURT (Dow Jones)--Wir

rechnen weiter mit einem nervoumlsen Handelsgeschehen an den Basisme-tallmaumlrkten da die Marktteilnehmer versuchen die widerspruumlchlichen Sig-nale zu verdauen Obwohl die juumlngs-ten Nachrichten uumlberwiegend negativ waren verdraumlngten die Player dies zu Beginn der Woche und fokussierten sich auf die guten Neuigkeiten Nach dem Ausverkauf in der vergangenen Woche der Kupfer um 42 und Alu-minium um 2 innerhalb eines Tages absacken lieszlig sind die Kaumlufer in die-ser Woche auf den Markt zuruumlckge-kehrt um die die Gelegenheit zu nut-zen Kupfer unter 9000 USDt und Aluminium unter 2700 USDt einzu-kaufen Es ist derzeit vor allem die-ser anhaltende Optimismus der den Basismetallmarkt am staumlrksten unter-stuumltzt Doch nun ist der Risikoappe-tit erneut deutlich zuruumlckgegangen Zudem stehen wir am Beginn der sai-sonal schwachen Sommermonate

Wir erwarten aber dass die Indus-triemetalle den zunehmenden Sorgen bezuumlglich einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und bezuumlg-lich der Schuldenkrisen noch fuumlr eini-ge Wochen widerstehen wird Aller-dings sind in den naumlchsten Wochen starke Schwankungen wahrschein-lich sind Die Kupferpreise an der Londoner Metallboumlrse duumlrften sich in diesem Zeitraum in einer Range zwi-

schen 8600 und 9400 USDt bewe-gen Allerdings besteht das Risiko einer technischen Korrektur wenn die Unterstuumltzungsmarke von 8600 USDtnachhaltig faumlllt Dann baut sich die naumlchste Unterstuumltzung 8200 USDtauf ndash ein Preislevel das zuletzt im Oktober 2010 gesehen wurde Bei Aluminium sehen wir eine starke Unterstuumltzung bei 2500 USDt sowie einen Schluumlsselwiderstand bei 2270 USDt

Unter den negativen Marktnachrich-ten war auch dass Chinas Kupferim-porte im April schwaumlcher als erwartet ausgefallen sind Das Land importier-te nach vorlaumlufigen Zahlen der chine-sischen Zollbehoumlrden 262676 t Kup-fer Kupferlegierungen und Halbfer-tigprodukte was einen Ruumlckgang um 40 im Vergleich zum Vorjahres-monat und um 14 gegenuumlber dem Maumlrz darstellt Die Bestaumlnde in den gelisteten Lagerhaumlusern der Shang-hai Futures Exchange sind nach wie vor hoch und es gibt Geruumlchte uumlber groszlige Bestaumlnde auszligerhalb der gelis-teten Laumlger Zudem koumlnnte der Inflati-onsdruck zu weiteren geldpolitischen Maszlignahmen fuumlhren was die Nachfra-ge daumlmpfen duumlrfte Gleichzeitig spielt sich die chinesische Kupferprodukti-on wegen der Rekordpreise auf einem hohen Level ab

Dies faumlllt vermutlich mit einer im Som-mer saisonal bedingten schwaumlcheren

Nachfrage in der noumlrdlichen Hemis-phaumlre zusammen Die nicht-kommer-ziellen Investoren haben bereits ihre Netto-Longpositionen die vierte Woche in Folge heruntergefahren

Allerdings gibt es auch einige Unterstuumltzung von den anderen Roh-stoffmaumlrkten So steht der Energie-komplex infolge der anhaltenden geo-politischen Spannungen und wegen der Folgen des Erdbebens in Japan stark da Dennoch sind es vor allem die Wechselkurse die weiterhin den Grundton am Markt setzen Die Euro-Dollar-Relation schwankt infolge der fortdauernden Schuldenthematik auf beiden Seiten des Atlantiks hin und her Die Wechselkurse sind ein Spiel-ball zwischen gegnerischen Kraumlften da der Fokus der Investoren zwischen den Themen USA sowie Europa hin- und herschwankt

Da die Investoren derzeit ihren Fokus vom griechischen Haushalt wieder abwenden duumlrfte der Euro durch die erwartete Zinssteigerung die die Europaumlische Zentralbank viel-leicht bereits im Juni ankuumlndigen wird Unterstuumltzung finden Alles in allem befinden sich die beiden Waumlhrungen in einer Pattsituation aber angesichts der widerspruumlchlichen Signale die auf das Waumlhrungspaar wirken erwar-ten wir in den naumlchsten Wochen star-ke Ausschlaumlge Dow Jones Commodities Research

Dow Jones Indikatoren NE-Metalle(USDt) Kupfer LME

Grundtendenz Obere Grenze Untere Grenze Grundtendenz Obere Grenze Untere Grenze

(USDt)

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Dow Jones NE-Metalle Monitor

Ausgewaumlhlte Metalle und Legierungen 115 45Kupfer (DEL-Notiz) 61692-61929 62535-62764MK (Metallnotierung Kupfer) 70766 71601Aluminium unverzollt ($t)Blei in Kabeln 18481 19038Metallbasis Bronze 946 83000 84000Messing MS 58 1Verarbrsquostufe 50900-51700 51400-52100Messing MS 58 2Verarbrsquostufe 55600-55700 56200-56200Messing MP 58 50100 50600Messing MS 63 53800-54000 54300-54500Metallbasis Messing 6337 53600-53800 54000-54300Zinklegierung Z 400410 Basispreis 20800 20800Zinn 999 loco Duisburg 208400 212700Alu 997 prompt Deutschland geliefert 20300 20600Aluminium in Kabeln 20300 20600Kupfer hochgr Kath Kasse 61600 62600Kupfer hochgr Kath 3 Monate 61700 62700

Messinglegierungen 115 45Rotguss RG 5 47500-48000 47500-48000Rotguss RG 7 50000-51000 50000-51000Rotguss RG 10 50500-51000 50500-51000Gussbronze GBZ 10 58000-64000 58000-64000Gussbronze GBZ 12 60000-64000 60000-64000Gussbronze GBZ 14 63000-66000 63000-66000

Ferrolegierungen 115 45Molybdaumln Oxid 57 (USDlb)in Faumlssern 1600-1735 1690-1735in Dosen 1700-1745 1700-1745

Molybdaumln in Briketts (USDlb) 1720-1760 1715-1745Ferro-Molybdaumln 70 (USDkg) 4090-4150 4090-4180Ferro-Vanadium 80 (USDkg) 2960-3050 2960-3090Ferro-Niob 63 (USDkg) 4300-4600 4300-4600Ferro-Titan 70 (USDkg) 850-890 850-890Ferro-Wolfram 80 (USDkg) 4950-5150 4950-5150Ferro-Mangan carbure (EURt) 94000-104000 96000-105000Ferro-Mangan affine (EURt) 165000-172000165000-172000

Alu-Gussleg frei Verbraucher (3t) 115 45Nr 226 23800-24800 23800-24800Nr 231 24600-25600 24600-25600Nr 233 25500-26500 25500-26500

NE-Metall-Schrotte 115 45Altblei (EUR100kg) 11500-12000 12500-13000Akkublei (EUR100kg) 5000-5500 5000-5500Kabul (Milberry) 58000-58500 58500-59000Kasus (Granulat I) 58000-58500 58500-59000Katze (Granulat II) 54000-54500 54500-55000Kader (Berry) 53500-54000 54000-54500Kupferdraht (Kanal) 51000-51500 51500-52000Schwerkupfer (Keule) 52000-52500 52500-53000Leichtkupfer (Klima) 50000-50500 50500-51000Schwermessing (Milbe) 32000-32500 32000-32500Leichtmessing (Modus) 29500-30000 29500-30000Rotguss-Schrott 1Qu (Radar) 47000-47500 47000-47500Rotguss-Schrott 2Qu (Rampe) 46000-46500 46000-46500Umschmelzzink 12000-12500 12000-12500Altzink 9000-9500 9000-9500Messingstangenspaumlne MS58 (Maler)36500-37000 37000-37500Messingblechabfaumllle MS63 (Magda) 40000-40500 42000-42500Chromstahl 3500-4000 4000-4500Chromnickelstahlabf V-II a 15000-15500 15500-16000Chromnickelstahlabf V-IV a 23000-23500 24000-24500Alu neu Cu-am 13500-14000 13500-14000Reinaluminiumdraht 16500-17000 16500-17000Gussschrott max 2 FE 9500-10000 9500-10000Alu-Blechabf max 2 8500-9000 8500-9000Alu-Spaumlne Toleranz 5 8000-8500 8000-8500Alu-Profilabf AlMgSi 05 17000-17500 17000-17500

LME (USDt) 115 45KobaltKassa 38000-39500 38000-390003 Monate 37500-39000 37000-38000MolybdaumlnKassa 36450-37450 35700-377003 Monate 36750-37750 36000-38000

Kassapreise 115 45Gold ) (EURkg fein) 3590000 3506000Gold verarbeitet ) (EURkg fein) 3761000 3673000Silber ) (EURkg fein) 94160 96000Silber verarbeitet ) (EURkg fein) 98560 100480Platin verarb (EURg fein) 4252 4231Palladium verarb (EURg fein) 1819 1857Iridium verarb (EURg fein) 2590000 2520000Rhodium verarb (EURkg fein) 5335000 5355000Ruthenium verarb (EURkg fein) 450000 440000) Basis Londoner Fixing Preise von W C Heraeus GmbH

FuturesNew York Comex Gold USDFeinunze 115 45Mai 150110 151490Juni 150140 151530Juli 150200August 150270 151650Oktober 150400 151770Dezember 150530 151880Februar 150640 152010

New York Comex Silber ctsFeinunze 115 45Mai 355090 393830Juni 355090 393870Juli 355150 393880September 355280 393960Dezember 355280 393960Januar 355100 393730Maumlrz 354800 393260Mai 354380 392610

New York Nymex Platin USDFeinunze 115 45Juni 177780 182730Juli 177780 182630Oktober 178150 182990Januar 178150 183190

New York Nymex Palladium USDFeinunze 115 45Juni 71540 74670September 71710 74830Dezember 71850 74930

Preisuumlbersicht NE-Metalle (Deutsche Haumlndlerpreise in EUR100kg sofern nicht anders angegeben)

tagesaktuelle Preise woumlchentlich erfasste Preise Es handelt sich um die aktuellsten verfuumlgbaren Preise aus den vergangenen sieben Tagen

Preisuumlbersicht Edelmetalle

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ilung erhalte ich auf Anfrage Die Preise dieses Angebots

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

Produkte Alcoa entwickelt luftreinigende Fassade

NEW YORK--(Dow Jones)--Alcoa hat eine neuartige Fassadenplatte entwickelt die den Angaben zufol-ge sowohl sich selbst als auch die Luft rundherum selbsttaumltig reinigt Das neuartige Produkt Produkt mit Namen bdquoReynobondldquo nutzt die vom japanischen Hersteller von Sanitaumlr-keramik Toto entwickelte Selbstreini-gungstechnologie EcoClean 10000 Quadratfuszlig Reynobond-Platten haumlt-ten eine Luftreinigungskapazitaumlt von nahezu 80 Baumlumen sagte Craig Bel-nap Chef der Architektursparte von Alcoa Am 12 Mai soll die neuartige Fassadenplatte erstmals auf der AIA 2011 National Convention and Design Exposition vorgestellt werden

Alcoa-Wissenschaftler haben den Angaben zufolge fuumlr die Entwicklung der neuartigen Fassadenplatten die patentierte HYDROTECT-Technolo-gie von Toto genutzt Dabei wird eine spezielle Titandioxid-Schicht (Eco-Clean) auf die vorbehandelte Alumi-nium-Oberflaumlche einer Reynobond-Platte aufgetragen Ergebnis sei ein Aluminium-Panel dessen Oberflauml-

ProdukteNovelis erhoumlht Preise fuumlr Walzprodukte

ZUumlRICH (Dow Jones)--Novelis erhoumlht zum 1 Juli die Preise von Alu-minium-Walzhalbzeugen fuumlr Haumlndler und industrielle Weiterverarbeiter in Europa Je nach Produkt betrage die Preiserhoumlhung bis zu 120 EURt teil-te der US-Konzern mit Laufende Ver-traumlge seien von der Preiserhoumlhung ausgenommen Die Preiserhoumlhung sei auf den hohen Bedarf und die angespannte Liefersituation zuruumlck-zufuumlhren Hinzu kaumlmen die steigen-den Preise fuumlr Metall und Metallprauml-mien Novelis Europe werde zudem die Zahlungsziele und die sonstigen Geschaumlftsbedingungen bdquostraffenldquo heiszligt es Novelis hatte bereits zum 1 April einen Magnesium-Aufschlag auf Standard- und lackierten Aluminium-blechprodukte erhoben

ProdukteAlu-Kabelkanal fuumlr Solaranlagen

DUumlSSELDORF (Dow Jones)--Der Nuumlrnberger Hersteller von Lochble-chen Ernst Meck hat einen Kabelka-nal aus Aluminium speziell fuumlr Flach-daumlcher und Freiflaumlchen entwickelt Neben der Photovoltaik sei das neu-artige Produkt auch sehr gut fuumlr den Einsatz in der solarthermischen Anlagentechnik geeignet teilte der Gesamtverband der Aluminiumindus-trie mit Der Kabelkanal besteht den Angaben zufolge aus einem einsei-tig offenen Profilelement wobei im Gegensatz zum uumlblichen C-Profil ein U-Profil zum Einsatz kommt Da die Profiloumlffnung breiter sei sei es leich-ter die zu verlegenden Kabel einzu-bringen

Das Deckelelement ein Alu-Steck-system ist laut Mitteilung als form-schluumlssige Schnappverbindung aus-gefuumlhrt wodurch eine schnelle Mon-tage und Demontage moumlglich sei Die Profilelemente des Kabelkanals seien mit zahlreichen Lochungen versehen weshalb der Kabelkanal einen sehr guten Wasserabfluss aufweise

Aluminium

Chinas Basismetallproduktion im April 2011 (in t)

April2011

Veraumlnd ggVorjahr in

Jan-April2011

Veraumlnd ggVorjahr in

Kupfer 454000 +192 1727000 +158

Blei 398000 +318 1513000 +330

Zink 435000 +28 1705000 +92

Zinn 141515 +52 505187 +131

Nickel 206733 +420 751848 +300

Aluminium 1459000 +74 5514000 +27

Tonerde 2987000 +183 11195000 +124

Quelle Chinesische Statistikbehoumlrde Stand 11 Mai 2011

che beim Zusammentreffen mit Son-nenlicht als Katalysator fungiere der organische Luftverschmutzungen wie zB Smog sowohl auf der Oberflaumlche als auch in der unmittelbaren Umge-bungsluft in harmlose Bestandteile umwandele Diese wuumlrden dann vom Regenwasser abgewaschen

Groszligbritannien Rexam will Produktionin Suumldamerika erhoumlhen

LONDON (Dow Jones)--Rexam konnte im ersten Quartal 2011 wie erwartet den Absatz sowohl bei Stan-darddosen als auch bei Spezialpro-dukten steigern Vor allem in Russ-land sei ein deutlicher Anstieg zu ver-zeichnen teilte der britische Dosen-hersteller mit In Nordamerika sei zwar der Verkauf von Standarddo-sen wie erwartet zuruumlckgegangen der Bereich Spezialprodukte wach-se jedoch kontinuierlich Auch das Geschaumlft in Suumldamerika lege kontinu-ierlich zu und man plane die Kapazi-taumlt in der Region zu steigern

Chinas NE-Metall-Importe April 2011(vorlaumlufige Angaben Veraumlnderungen in )

(in t)April2011

Jan-Apr2011

Veraumlndgg Vorj

Kupfer u-produkte

262676 1166680 -226

Kupfer-schrott

380000 138000 +19

Aluminiumu -produkte

76724 321016 -84

Aluminium-schrott

230000 790000 -146

Tonerde 130000 830000 -524

Alu-Exporte

60722 219091 +64

Quelle Chinesische ZollbehoumlrdeStand 11 Mai 2011

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9AluminiumKupfer

Deutschland

Metallhaumlndler blicken optimistischin die Zukunft

BERLIN (Dow Jones)--Der Metall-handel in Deutschland partizipiert am Aufschwung So konnten 80 der Metallhaumlndler die Verluste der Wirtschaftskrise wieder aufholen 10 verzeichnen sogar ein houmlheres Umsatzniveau als vor der Krise und nur 10 liegen auf einem niedrige-ren Umsatzniveau Das ist das Ergeb-nis der Geschaumlftsklima-Umfrage die der Verband Deutscher Metallhaumlndler (VDM) im April 2011 durchgefuumlhrt hat bdquoNach Beendigung der Wirtschafts-krise belebte sich das Geschaumlft wie-der deutlich Vor allem im Neumetall-bereich war ein starker Nachfragean-

stieg zu beobachtenldquo so die VDM-Vorsitzende Rita Dapont Der Groszligteil der Branche (87) erwartet dass die positive konjunkturelle Grunddynamik 2011 anhalten wird aber nicht weiter an Schwung gewinnt

Das Geschaumlftsklima im Handel mit Neu- und Altmetallen wird laut Umfra-geergebnis im zweiten Jahr in Folge sehr positiv bewertet Die Dynamik dieses Aufschwungs hat im Vergleich zum Vorjahr aber leicht an Schwung verloren So hat sich die Geschaumlftsla-ge bei 39 der Unternehmen im Ver-gleich zu 2010 weiter verbessert Die-

ser Wert lag im Vorjahr noch bei 52 Bei uumlber der Haumllfte der Unterneh-men hat sich die Geschaumlftsdynamik auf dem hohen Niveau des Vorjahres stabilisiert Eine leichte konjunkturel-le Verlangsamung stellt der VDM im ersten Quartal 2011 fest So standen 30 der Unternehmen einer abneh-menden Nachfrage gegenuumlber

Handel mit Halbzeug gewinnt an Dynamik

Der Handel mit NE-Metallhalb-zeug hat im Verlauf des zweiten Quar-tals 2011 an Dynamik gewonnen Der

Geschaumlftsklima-index des Wirt-schaftsverban-des Groszlighandel Metallhalbzeug (WGM) stieg staumlrker als zu Beginn des ers-ten Quartals und erreichte einen neuen Houmlchst-wert Diese Ent-wicklung sei ein Indiz dafuumlr dass Industrie und Bauwirtschaft sehr gut in das zweite Quartal 2011 gestartet seien teilte der Verband mit

Demnach zeigt sich die Geschaumlfts-lage vor allem beim Aluminiumhalb-zeug zu Beginn des zweiten Quar-tals ausgesprochen positiv 50 der Unternehmen und damit 11 mehr als im Vormonat schaumltzten die eige-ne wirtschaftliche Situation besser ein als noch im ersten Quartal dieses Jah-res Anders als zu Jahresbeginn kal-kuliert die Mehrheit der Halbzeug-haumlndler (61) mit konstanten Ein-kaufspreisen Auch bei den Verkaufs-preisen rechneten 64 der Haumlndler mit konstanten Werten in den kom-menden Monaten

DeutschlandMetallverarbeiter weiter auf dem Wachstumspfad

DUumlSSELDORF (Dow Jones)--Nach einem Plus von gut 18 im Jahr 2010 bleibt der Wachstumstrend in der Stahl- und Metallverarbeitung zu Jahresbeginn 2011 intakt Im ersten Quartal konnte ein weiterer Anstieg um knapp 19 verzeichnet werden Wie der Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM) mit-teilte fehlen nur noch 5 Wachs-tum zum Niveau des Jahres 2008 Der Umsatz der Branche betrug in den ersten drei Monaten des Jahres 16 Mrd EUR (2010 13 Mrd EUR)

Wichtige Kunden insbesondere die Automobilindustrie der Maschi-nenbau und die Elektroindustrie sind exportorientiert Deshalb profi-tieren auch die metallverarbeitenden Zulieferbetriebe von der starken Aus-landsnachfrage Die Auslastung der Produktionskapazitaumlten lag im ers-ten Quartal bei 834 Viele Unter-nehmen haben im Verlauf des Jahres 2010 Personal eingestellt die Zahl der Mitarbeiter erhoumlhte sich in der Bran-che um 12000 oder gut 3

Das Stimmungsbarometer der Branche hat sich im April auf sehr hohem Niveau abgeschwaumlcht Fuumlr die naumlchsten Monate rechnen die Unternehmen mit weniger Dynamik Dies ist auf die bereits sehr gute kon-junkturelle Lage und die Normalisie-rung des Aufschwungs zuruumlckzufuumlh-ren Das Bestellverhalten hat sich dem Kundenbedarf und den Kapazi-taumlten der Lieferanten angepasst Dies zeigen die nahezu gleichen Wachs-tumsraten bei Auftragseingaumlngen und Umsaumltzen

Die groumlszligten Risiken fuumlr die konjunk-turelle Entwicklung sieht der WSM in den steigenden Kosten fuumlr Energie und Vormaterial Aufgrund der anzie-henden Preise bei vielen Rohstof-fen zeigen die Umsatzrenditen wie-der eine ruumlcklaumlufige Entwicklung Der Verband fordert daher die bdquoDreifach-belastung des Mittelstands durch die Umlage fuumlr den Ausbau der erneuer-baren Energien (EEG-Umlage) hohe Stahlpreise und den Emissionshan-delldquo kurzfristig zu reduzieren

Der NE-Metallhandel gewinnt weiter an Dynamik Quelle ShutterstockMontage

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Markttrends Kupfer

Kupfermarkt

Wiedereinstieg Chinas bei weiter sinkenden Kupferpreisen erwartet FRANKFURT (Dow Jones)--Infolge eines festeren US-Dollar und fal-lender Aktienmaumlrkte kam es am Mittwoch ndash nach dem ersten starken Ruumlckgang Ende vergangener Woche ndash erneut zu einem Preisrutsch an den Metallmaumlrkten Kupfer fiel auf den niedrigsten Stand seit fuumlnf Mona-ten Die Investoren agieren den Angaben zufolge vorsichtig nachdem juumlngste Wirtschafts- und Metallproduktionsdaten aus dem weltgroumlszligten Verbraucherland China neutral ausgefallen waren

Falls sich der Abwaumlrtstrend fort-setzt duumlrfte China bald wieder in den Markt einsteigen Das Land ist nach unseren Informationen seit Ende Januar aus dem Markt und bedient sich bis dato aus seinen riesigen nicht registrierten Kupferbestaumlnden die das Land in den Jahren niedrige-rer Preise angehaumluft hatte

bdquoIch glaube dass der Preis bis auf 8000 - 8200 Dollar faumllltldquo meint ein Marktteilnehmer Bei diesem Preis duumlrfte China wieder massiv in den Markt einsteigen glauben viele bdquoDas Land ist unglaublich liquide und kann abwarten bis der Preis ausreichend gesunken ist ndash dann koumlnnten die gleich einige Millionen Tonnen Kupfer kaufen und erneut unregistriert in die Wuumlste legenldquo

Fuumlr dieses Jahr wird zwar ein gro-szliges Defizit am Raffinademarkt erwar-tet ndash die Schaumltzungen schwanken zwischen 300000 t und 500000 t ndash aber manche Marktteilnehmer glau-ben dass dies inzwischen nur noch den Haumlndlern als Argumentations-grundlage dient bdquoDie Bestaumlnde wer-den jeden Tag houmlher ndash die Stocks haben seit Januar um 30 zugelegtldquo moniert ein Einkaumlufer Die Argumente seien fuumlr ihn daher nicht mehr nach-vollziehbar denn mit jedem Tag werde es unwahrscheinlicher dass dieses enorme Defizit wirklich eintrete

Am deutschen und europaumlischen Kupfermarkt ist die Grundstimmung nach wie vor uumlberwiegend positiv Lediglich aus der Gieszligdrahtbranche wird uns von einer leichten Abschwauml-chung berichtet bdquoMan ist etwas beun-ruhigt wegen der aktuellen Nachfra-

geschwaumlche im europaumlischen Gieszlig-drahtbereich aber selbst die Gieszlig-drahthersteller kennen die Ursache dafuumlr nichtldquo berichtet ein Einkaufslei-ter Wichtigster Abnehmer von Gieszlig-draht ist die Elek-trobranche bdquoFalls diese Branche schwaumlchelt duumlrften die Praumlmien unter Druck kommenldquo so ein weiterer Einkaumlu-fer Die Kathoden-praumlmien (Grade A cif Rotterdam) ver-harren nach wie vor bei 60-70 USDt

Schrott ist derzeit weniger verfuumlg-bar denn die Haumlndler halten bei den niedrigeren Preisen Material zuruumlck

Vor allem die Industrieverbrau-cher haben die Preisdelle von ver-gangener Woche und vom Donners-tag dazu genutzt einzukaufen bdquoIch lasse keine Gelegenheit aus und habe einige Orders realisiertldquo berichtet der Einkaufsleiter eines Produzenten In China wo sein Unternehmen Werke habe sehe es am Markt momen-tan bdquonicht so rosig ausldquo berich-tet er weiter Dort wuumlrden die Inflati-ons-bekaumlmpfenden Maszlignahmen nun offenbar greifen Dies sei aber nach seiner Einschaumltzung ein Durchhaumlnger von uumlberschaubarer Dauer bdquoIch sehe das sogar positiv weil sich der dor-tige Markt wieder stabilisiertldquo Denn sein Unternehmen wolle das Geschaumlft in China weiter ausbauen und dazu brauche man in erster Linie einen stabilen und berechenbaren Markt

Den Groszlig-teil des Umsat-zes mache man aber nach wie vor in Europa bdquowo wir im Moment offen-bar eine kleine Delle habenldquo Dennoch sei man sehr zufrie-den mit dem

Geschaumlft und den Auftragseingaumln-gen Christine Buumlttner

Der Markt auf einen Blick Kupfer um 8528 USDt

Europaumlische Gieszligdrahtbranche schwaumlchelt etwas

Schrottangebot knapp

London Metal Exchange Comex Shanghai Futures Exchange

LME-Dreimonatspreis in EURt im Jahresverlauf

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150000

300000

450000

600000

750000

4800

5400

6000

6600

7200

7800

J J A S O N D J F M A M

LME-Dreimonatspreis und Boumlrsen-Lagerbestaumlndein t in EURt

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Kupfer

ChileRio Tinto kooperiert mit Yunnan Copper

SYDNEY (Dow Jones)--Die China Yunnan Copper Australia Ltd eine in Australien boumlrsennotierte Toch-tergesellschaft der Aluminum Corp of China (Chinalco) gruumlndet mit Rio Tinto ein Gemeinschaftsunterneh-men um Kupfer in Chile zu foumlrdern Chinalco ist mit einem Anteil von 9 der groumlszligte Einzelaktionaumlr von Rio Tinto Die beiden Partner wollen in Chile zunaumlchst zwei Gebiete in der Naumlhe der Cerro-Colorado-Mine von BHP Billiton erkunden

Rio Tinto und Chinalco hatten erst im Dezember ein Gemeinschaftsun-ternehmen gegruumlndet um Erkundsar-beiten in China voranzutreiben ndash ohne jedoch zu sagen um welche Roh-stoffe es sich dabei handelt Groumlszligtes Joint Venture der beiden Konzerne ist bislang das Eisenerzprojekt Simand-ou im westafrikanischen Guinea

Chile Kupferproduktion im Maumlrz fast unveraumlndert

SANTIAGO (Dow Jones)--Chile hat im Maumlrz dieses Jahres 450507 t Kup-fer produziert Das sei im Vergleich zum Vorjahresmonat ein geringfuumlgiger Ruumlckgang um 01 teilte die natio-nale Statistikbehoumlrde INE am Don-nerstag mit Ebenfalls um 01 sei die Kupferproduktion im Zeitraum Januar bis Maumlrz 2011 gefallen und zwar auf 1268 Mio t Grund fuumlr das leichte Minus seien schlechtere Erz-qualitaumlten Probleme mit Bergbauma-schinen und widrige Wetterumstaumlnde an einigen Standorten Die Produkti-on von Kupferkathoden sank im Maumlrz um 66 auf 217964 t wie INE wei-ter mitteilte

Sambia KCM will Produktion bis 2014 verdoppeln

LUSAKA (Dow Jones)--Sambias groumlszligter Kupferproduzent Konkola Copper Mines (KCM) will seine jaumlhr-liche Kupferproduktion bis 2014 ver-doppeln auf mindestens 400000 t Wie die Muttergesellschaft Vedanta Resources mitteilte soll dies durch ein Untertage-Projekt in der Kupfer-mine Chilibombwe den Neubau einer Laugungsanlage in der Nchanga-Mine sowie weitere Expansionvorhaben in Verarbeitungsanlagen und Huumltten ermoumlglicht werden Der jaumlhrliche Kup-fererz-Output werde so mehr als ver-dreifacht auf 75 Mio t Nach Angaben von Vedanta Resources belief sich die Kupferkathoden-Produktion von KCM im vierten Quartal 2010 auf 34000 t Dies entspreche bereits einer Produk-tionsteigerung von 21 heiszligt es

KCM wird den Angaben zufolge im Rahmen der Expansionsplaumlne weite-re 172 Mio USD in den Bau einer Lau-gungsanlage fuumlr die Nchanga-Mine investieren Die Anlage die 2013 in Betrieb gehen soll werde waumlhrend

DeutschlandLeoni kann Gewinnverdreifachen

NUumlRNBERG (Dow Jones)--Der Automobilzulieferer Leoni hat sei-nen Konzerngewinn im ersten Quar-tal mehr als verdreifacht Unter dem Strich verdiente der MDAX-Konzern 366 Mio EUR nach 102 Mio EUR in den ersten drei Monaten des Vorjah-res Die Einnahmen legten von Januar bis Maumlrz um 38 auf 9107 Mio EUR zu Dabei konnte Leoni in nahezu allen Regionen wachsen und die Erwartun-gen in den beiden Unternehmens-bereichen Wiring Systems bzw Wire amp Cable Solutions uumlbertreffen Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) hat sich auf 614 (230) Mio EUR fast verdreifacht Die Mitte April angeho-bene Prognose fuumlr das laufende Jahr bekraumlftigte das Nuumlrnberger Unterneh-men Demnach soll der Umsatz auf etwa 34 Mrd EUR und das EBIT auf rund 210 Mio EUR zulegen

einer Lebenszeit von 13 Jahren jaumlhr-lich mindestens 50000 t Kupfer pro-duzieren heiszligt es Zudem werde der-zeit ein Untertage-Projekt in der Kup-fermine Chilibombwe entwickelt das mindestens 200 Mio t Erz mit einem Kupfergehalt von 35 foumlrdern soll

Quellen London Metal Exchange New York Mer-cantile Exchange Shanghai Futures Exchange (SHFE)

Kupfer Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 115 45

Kassein USDt 875050 917150in EURt 609239 616945

3 Monatein USDt 877500 920000in EURt 610945 618862

15 Monatein USDt 878500 921000in EURt 611641 619535

27 Monatein USDt 860000 901000in EURt 598761 606081

Lagerbestaumlnde(in t) 468350 463925

Comex 115 45

Frontmonat(US-ctslb) 39020 41205

Lagerbestaumlnde(in short tons) - 71254

SHFE 115 45

Frontmonat(CNYt) 67870 69460

Lagerbestaumlnde(in t) 21246 27267

in 1000 t

Quelle International Copper Study Group

Welt-Kupfermarkt

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Kupfer

Deutschland

Aurubis steigt mit Luvata-Zukauf in die Weltspitze aufDUumlSSELDORF (Dow Jones)--Euro-

pas groumlszligter Kupferhersteller Auru-bis wagt nach langem Zoumlgern den Schritt uumlber den groszligen Teich Der Zukauf der Walzproduktsparte des finnischen Luvata-Konzerns ist bdquoder erste Schritt den Aurubis auszligerhalb Europas machtldquo wie der Vorstands-vorsitzende Bernd Drouven sagte Das Hamburger MDAX-Unterneh-men kauft die Luvata-Aktivitaumlten im Bereich Kupferbaumlnder -bleche und -platten (Luvata RPD) fuumlr 200 Mio bis 250 Mio EUR Die Division produ-

zierte mit rund 1100 Mitarbeitern im Geschaumlftsjahr 2010 etwa 160000 t Bleche Baumlnder und Platten aus Kup-fer und Kupferlegierungen und erziel-te damit einen Umsatz von rund 1 Mrd EUR Ihre Produktionsstaumltten liegen in Finnland Schweden und den Nieder-landen ndash sowie hauptsaumlchlich in Buffa-lo im US-Bundesstaat New York

Waumlhrend sich Aurubis bislang auf die Produktion von Kupferbaumlndern und Baumlndern aus Hochleistungslegie-rungen konzentriert habe sei Luva-ta RPD bei der Herstellung von volu-

menstarken Messingprodukten sowie bei Spezialprodukten gut positioniert heiszligt es Daruumlber hinaus werde Luva-ta RPD in der Lage sein Produkte aus dem Portfolio von Aurubis durch seine innovative Technologie des vertikalen Duumlnnbandgieszligens wettbewerbsfaumlhig herzustellen

Schon lange liebaumlugelte die ehema-lige Norddeutsche Affinerie mit einer Ausweitung ihres Geschaumlfts Nicht ein-mal ein Zehntel der Erloumlse von knapp 10 Mrd EUR im Ende September been-deten Geschaumlftsjahr 200910 stamm-

ten aus anderen Welt-regionen wo Auru-bis bisher auch keine Produktionsstandortehatte Auf dem Weg zum Global Player bestand also Handlungsbedarf

Der Kauf von Luvata Rolled Products ist fuumlr Drouven jedoch nicht das Ende der Internati-onalisierung bdquoWir set-zen uns weiter mit ande-ren Dingen auseinan-der aber diese Prozesse brauchen Zeitldquo sagte er zu moumlglichen weiteren Zukaumlufen bdquoWir akqui-rieren nicht auf Teu-fel komm raus sondern uumlberlegen sehr sorgfaumll-tig was zu uns passt und welche Konditionen akzeptabel sindldquo erklaumlr-te er

Bei der nun erworbe-nen Sparte deren Kauf noch von den Kartellbehoumlrden abgesegnet werden muss und laut Drouven Anfang August abgeschlossen werden soll scheint nun alles gepasst zu haben ndash sowohl strategisch wie auch finanziell bdquoDie Kombination mit unseren Aktivitaumlten bietet erhebliches Wertsteigerungspo-tenzialldquo sagte Drouven So seien bis-lang Kunden vom Standort Stolberg aus wo Aurubis Kupferbaumlnder her-stellt nicht weltweit zu beliefern gewe-sen Mit dem Zukauf stoumlszligt das Unter-nehmen in dem Marktsegment nun

in die Weltspitze vor Drouven will zur Optimierung die Produktion von eini-gen Standorten verlagern und an ande-ren konzentrieren Dies soll zu Synergi-en im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich fuumlhren Momentan ist Luvata Rolled Products noch nicht pro-fitabel weist aber einen positiven Cash Flow auf wie Drouven sagte Die Akti-vitaumlten seien bdquowie viele andere von der Finanz- und Wirtschaftskrise gebeuteltldquo worden bdquoDie Aktivitaumlten passen strate-gisch sehr gut zu Aurubis Das Problem des Luvata-Bereichs bisher war die Versorgung mit Vormaterial Davon hat Aurubis genugldquo sagte Commerzbank-Analyst Ingo-Martin Schachel

Aurubis zahlt laut Drouven bdquofast nichtsldquo fuumlr den Zukauf Der genaue Kaufpreis richtet sich nach dem Wert der Vorraumlte zum Zeitpunkt des Abschlusses Dies mache den Haupt-teil des Kaufpreises aus fuumlr die Anla-gen werde nur ein kleiner zweistelliger Millionenbetrag faumlllig Dadurch entste-he ein sogenannter bdquonegativer Good-willldquo von uumlber 100 Mio EUR ndash eine Zuschreibungsmoumlglichkeit bdquodie das Eigenkapital staumlrktldquo bdquoWenn man ein bisschen daruumlber nachdenkt sieht man dass es ein sehr gutes Geschaumlft fuumlr Aurubis istldquo so Analyst Schachtel Martin Rapp

Drouven wirft das Handtuch

Bernd Drouven 55 verlaumlsst Aurubis zum Jahresende auf eige-nen Wunsch Selbst der Aufsichts-rat wurde offenbar von dem Ent-schluss uumlberrascht denn es gibt bislang keinen Nachfolger Nach Informationen des bdquoHamburger Abendblattsldquo fuumlhlte sich Drouven der erst 2008 Werner Marnette als Vorstandsvorsitzenden abgeloumlst hatte zunehmend zermuumlrbt von Konflikten mit dem Groszligaktionaumlr Salzgitter der rund 23 der Auru-bis-Anteile haumllt

Bernd Drouven zahlt bdquofast nichtsldquo fuumlr den Zukauf Foto Dow Jones

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Interview

Ulrich Grillo ist Praumlsident der WirtschaftsVereinigung Metalle Vorsitzender des BDI-Ausschus-ses Rohstoffpolitik und Vizeprauml-sident des BDI Nach Stationen bei Arthur Anderson AT Kear-ney und der Rheinmetall-Gruppe leitet Grillo als Vorstandsvorsit-zender die Grillo-Werke in Duis-burg einen Zinkverarbeiter mit rd 600 Mio EUR Jahresumsatz und 1600 Mitarbeitern

Interview

Geplante Energiewende stellt Metallbranche vor groszlige HerausforderungenBERLIN (Dow Jones)--Die deutsche NE-Metallindustrie sieht sich zuneh-mend Herausforderungen ausgesetzt die leicht die Wettbewerbsfaumlhig-keit der Branche im internationalen Vergleich beeintraumlchtigen koumlnnte Um dem zu begegnen muumlssen die Unternehmen verstaumlrkt gemeinsam agieren und ihre Vorstellungen beispielsweise gegenuumlber den verant-wortlichen Politikern in Berlin und Bruumlssel effektiv vertreten In einem Exklusiv-Interview mit Dow Jones NE-Metalle-Monitor spricht Ulrich Grillo Praumlsident der WirtschaftsVereinigung Metalle und Vorsitzen-der des BDI-Ausschusses Rohstoffpolitik uumlber die Konsequenzen der geplanten Energiewende und einer verteuerten Rohstoffversorgung fuumlr die deutsche NE-Metall-Branche

Herr Grillo nach der Katastrophe von Fukushima hat die Bundes-regierung die Energiewende aus-gerufen Sie wird ganz sicher mit houmlheren Strompreisen verbunden sein Welche Folgen hat dies fuumlr die NE-Metallindustrie

Ulrich Grillo Auch wir sind natuumlr-lich an einer sicheren sauberen und bezahlbaren Energie interes-siert Aber allein die Ankuumlndigung der Energiewende hat die deutschen Strompreise an der Stromboumlrse um 15 erhoumlht Dabei sind die abso-luten Strompreise gar nicht mal das Problem sondern die relativen Prei-se Wenn in Deutschland die Preise erhoumlht werden und in anderen Laumln-

dern nicht ergeben sich daraus Wett-bewerbsnachteile fuumlr die deutsche Industrie Die Strompreise machen aber in der Spitze bis zu 50 des Umsatzes aus Eine schleichende Abwanderung der Branche waumlre die Folge

Gibt es schon Berechnungen wie hoch der Preisanstieg bei Strom infolge der Energiewende ausfal-len wird

Da gehen die Berechnungen der Experten weit auseinander Sie begin-nen bei einem Anstieg um 06 ctkWh der an der EEX als Preissteigerung fuumlr die Grundlastlieferung im Jahr 2012 schon enthalten ist Die dena rech-net bis 2020 mit einem Anstieg um 5ctkWh einschlieszliglich Netzausbau und erhoumlhter EEG-Umlage Damit wuumlrde sich der derzeitige Strompreis etwa verdoppeln Bereits der Anstieg um durchschnittlich 06 ctkWh ent-spricht bei einer Aluminiumelektrolyse fast 50 der Lohn- und Gehaltssum-me und zehrt den Jahresgewinn eines solchen Unternehmens auf

Wie wollen sie diesem Preisdruck begegnen

Wir brauchen bezahlbaren Grund-laststrom Wir streben deshalb Indus-

triepreise fuumlr Strom an wie es sie in anderen europaumlischen Laumlndern etwa Frankreich oder Spanien gibt Ener-gieintensive Betriebe im Ausland beispielsweise in den Niederlanden haben zudem die Moumlglichkeit eine Verguumltung zu erhalten wenn sie bei Verbrauchsspitzen temporaumlr vom Netz gehen und so die Stabilitaumlt des Netzes gewaumlhrleisten Wir setzen uns dafuumlr ein dass diese Regelung auch in Deutschland angewendet wird

Eine Herausforderung fuumlr die Bran-che stellen ja nicht nur houmlhere Strompreise sondern auch zum Teil exorbitante Preissteigerungen bei Rohstoffen dar

Dazu ist zu sagen dass es eine absolute Knappheit insbesondere bei metallischen Rohstoffen nicht gibt Die Preiserhoumlhungen sind das Ergeb-nis von Oligopolen wie beispielswei-se beim Eisenerz aber auch moumlgli-che spekulative Uumlbertreibungen an den Boumlrsen spielen leider eine Rolle Und dann gibt es noch die politisch gewollten Verzerrungen des Wettbe-werbs

China hat seine Seltene-Erden-Industrie zunaumlchst subventioniert und damit andere Anbieter vom Markt ver-draumlngt Nun beschraumlnkt es die Expor-te fuumlr diese Metallgruppe

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Was kann die deutsche Indus-trie tun um dem Trend zu Wettbe-werbsverzerrungen entgegenzu-wirken

Wir halten daran fest dass Roh-stoffsicherung zunaumlchst Sache der Unternehmen ist auch wenn flankie-rend die Politik gefordert ist Wir den-ken im BDI derzeit mit einigen Unter-nehmen in einer Arbeitsgruppe inten-siv uumlber Moumlglichkeiten fuumlr gemeinsa-me Engagements bei Rohstoffen im Ausland nach die Ergebnisse dieser Analysen dazu werden wir in einigen Monaten veroumlffentlichen Dabei muss es nicht um Einkaufs- oder Handels-zusammenschluumlsse gehen Es kann auch um Kooperationen beispielswei-se bei der Exploration von Rohstoffen gehen Die deutschen Unternehmen haben in der Vergangenheit eigene Engagements bei Rohstoffen mehr-heitlich aufgegeben und sich auf ihre Kernkompetenzen konzentriert Das war richtig solange der Markt funk-tioniert hat Heute ist das nicht mehr unbedingt der Fall

Und was kann die Politik tun

Wir fuumlhlen uns durch das Bun-deskanzleramt und das Bundeswirt-schaftsministerium gut unterstuumltzt Ein Beispiel wie die Politik flankierend helfen kann sind die sogenannten Rohstoffpartnerschaften Dabei grei-fen Auszligenpolitik Wirtschaftspolitik und Entwicklungshilfe ineinander Das Pilotprojekt einer solchen Partner-schaft wird gerade mit Kasachstan festgezurrt In den naumlchsten Mona-ten wird ein Regierungsabkommen zwischen Deutschland und Kasachs-tan abgeschlossen das als Rahmen-vereinbarung fuumlr die Kooperation der privaten Akteure dient Kasachstan ist fuumlr uns vor allem als Lieferant seltener Metalle interessant beispielsweise Wolfram Die kasachische Seite ist an unserer Technologie interessiert und will natuumlrlich so viel Wertschoumlpfung wie moumlglich im eigenen Land aufbau-en Wir sind auch an Rohstoffpartner-schaften mit anderen Laumlndern interes-siert beispielsweise mit Staaten Suumld-amerikas

Das klingt nicht so ganz anders als das was uumlber die chinesische Pra-xis der Rohstoffsicherung berich-tet wird

Von einer Partnerschaft muumlssen immer beide Seiten profitieren Wir genieszligen als Deutsche eine hohe Wertschaumltzung und sind auch wegen unserer Technologie ein begehrter Partner Wir sprechen von einer nach-haltigen Partnerschaft auf Augenhouml-he deren Grundlage fairer Handel und nachhaltige Entwicklung ist

Ein immer wichtigerer Aspekt des Themas ist auch die Sekundaumlrroh-stoffgewinnung Die EU hat eine neue Abfallverordnung beschlos-sen Sind sie mit den Regelungen zufrieden

Das Problem sind weniger die Regeln die auf nationaler oder EU-Ebene erlassen werden als die Kon-trolle ihrer Einhaltung Die Kontrollen muumlssen verbessert werden auch in Deutschland Wissen Sie was bdquochine-se packagingldquo ist Da sind in einem Container die obersten Schichten mit Waren befuumlllt die den Regeln ent-sprechen Aber darunter wo niemand mehr kontrolliert finden sich ganz andere Waren So funktioniert bei-spielsweise auch die illegale Ausfuhr von wertvollen Schrotten Die EU-Staaten bleiben also aufgerufen die Einhaltung ihrer eigenen Regeln effi-zient zu uumlberwachen Das gilt insbe-sondere auch fuumlr die neuen Vorgaben aus Bruumlssel die wir grundsaumltzlich fuumlr konstruktiv halten

Das Interview fuumlhrte Claus-Detlef Groszligmann

Die WirtschaftsVereinigung Metalle(WVM) vertritt die wirtschaftspoliti-schen Anliegen der NE-Metall-industrie mit 658 Unternehmen und 108660 Beschaumlftigten Im Jahre 2010 erwirtschaftete die Branche einen Umsatz in Houmlhe von insge-samt 435 Mrd EUR

DOW JONESManagement-ForumRohstoffstrategien 2011Ist Ihr Unternehmen richtigaufgestellt fuumlr die Zukunft

17 - 18 Mai 2011 Frankfurt am Main

Staumlrken Sie mit einer schluumlssigenRohstoffstrategie die PerformanceIhres Unternehmens

Houmlren Sie Marktexperten ua zufolgenden Fragestellungen - Warum muumlssen Sie Einkauf

Entwicklung Controlling undVertrieb an einen Tisch bringenum eine integrierte Rohstoff-strategie zu entwickeln

kulative Anleger auf die Rohstoff-fungskosten

Praxisforum ldquoRohstoffversorgung als Management-Thema im Unter-nehmenrdquo

- Welchen Stellenwert sollte derRohstoffeinkauf im Unternehmenhaben

- Recycling und Ressourcen-ment aus der Rohstoffklemme

wwwdowjones-eventsde

Interview

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Hintergrund

DeutschlandRohstoffeffizienz-Preis Die Frist laumluft

BERLIN (Dow Jones)--Um den Stellenwert der Rohstoff- und Materialeffizienz in der Wirtschaft staumlrker zu verankern vergibt das Bundesministerium fuumlr Wirtschaft und Technologie in Zusammenar-beit mit der Deutschen Rohstoff-agentur in diesem Jahr erstmals den bdquoDeutschen Rohstoffeffizienz-Preisldquo Der Preis ist den Angaben zufolge fuumlr bdquoherausragende Unter-nehmensbeispiele fuumlr rohstoff- und materialeffiziente Produkte Prozesse oder Dienstleistungen und anwendungsorientierte For-schungsergebnisseldquo vorgesehen

Durch den Wettbewerb soll-ten noch mehr Mitarbeiter und Geschaumlftsfuumlhrer gerade von klei-nen und mittelstaumlndischen Unter-nehmen sowie Wissenschaftler fuumlr das Thema Rohstoff- und Mate-rialeffizienz sensibilisiert werden sagte Hans-Joachim Kuumlmpel Praumlsident der Bundesanstalt fuumlr Geowissenschaften und Rohstof-fe (BGR) in der die Deutsche Roh-stoffagentur angesiedelt ist

Rohstoff- und Materialkosten sind laut Statistischem Bundes-amt im produzierenden Gewerbe mit gut 45 der groumlszligte Kosten-faktor Besonders in Zeiten stei-gender Rohstoffnachfrage und-preise sei daher rohstoff- und materialeffizientes Wirtschaf-ten eine gute Strategie zur Erhouml-hung der Unternehmensrentabili-taumlt und der Wettbewerbsfaumlhigkeit so Kuumlmpel

Praumlmiert werden sollen vier mittelstaumlndische Unternehmen sowie eine Forschungseinrichtung mit einem Preisgeld von jeweils 10000 EUR Einsendeschluss fuumlr Antraumlge ist der 20 Septem-ber 2011 Die Preisverleihung fin-det am 16 November 2011 im Bundesministerium fuumlr Wirtschaft und Technologie in Berlin statt

Weitere Informationen finden Sie unter httpwwwdeutsche-rohstoffagenturde

Deutschland

Familienunternehmen nehmen Asien ins Visier

BERLIN (Dow Jones)--Deutsch-lands groumlszligte Familienunternehmen nehmen als Maumlrkte der Zukunft immer staumlrker die Laumlnder Asiens in den Blick Als wichtigsten Wachstumsmarkt der Zukunft haben die Unternehmen Indi-en ausgemacht Das ist das Ergeb-nis einer Umfrage unter 404 der 2688 Familienunternehmen mit mehr als 50 Mio EUR Jahresumsatz die vom Institut fuumlr Mittelstandsforschung (IfM) durchgefuumlhrt wurde Auftragge-ber waren die Deutsche Bank und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI)

Familienunternehmen seien bereits in hohem Maszlig auf Auslandsmaumlrkten aktiv und erwarteten auch fuumlr die-ses Jahr eine Steigerung ihrer Expor-te heiszligt es Neun von zehn Famili-enunternehmen vertreiben Produk-te und Dienstleistungen auf interna-tionalen Maumlrkten Fuumlr mehr als ein Drittel (354) zaumlhlt Frankreich heute zu den drei wichtigsten Absatzmaumlrk-

ten ndash vor China (274) und den USA (253) Ein Drittel der Unternehmen die bereits international aktiv sind wollen auf weiteren Auslandsmaumlrk-ten aktiv werden Angefuumlhrt wird die Wunschliste von Indien (195) und China (165) Hinsichtlich der Ein-schaumltzung zukuumlnftiger Wachstums-maumlrkte wird sich Indien zum Wachs-tumsmarkt der Zukunft entwickeln und zum fuumlnftwichtigsten Handels-partner aufsteigen China wird dem-nach zum wichtigsten Exportland vor Frankreich den USA und Russland

Die Befragung zeigt weiter dass mehr als drei Viertel (842) den Wirt-schaftsstandort Deutschland posi-tiv bewerten Fast jeder vierte Unter-nehmer (234) beurteilte die Attrak-tivitaumlt Deutschlands als deutlich houmlher im Vergleich zum Ausland Fuumlr dieses Jahr planen zwei Drittel der Befrag-ten (66) die Investitionsbudgets zu erhoumlhen und neue Mitarbeiter einzu-stellen (674)

Deutschland

Ende des Freihafens Hamburg

HAMBURG (Dow Jones)--Der Frei-hafen Hamburg wird zum 1 Januar 2013 aufgehoben damit der Verkehr im Hafen besser flieszligen kann Kuumlnf-tig entfallen die Zollkontrollen an der Freizonengrenze sowie die besonde-ren Uumlberwachungsverfahren fuumlr die Lagerung von Gemeinschaftswaren im Hafengebiet wie die Handelskam-mer Hamburg mitteilte Im gesamten Hafen gelten dann nur noch die all-gemeinen Regelungen fuumlr EU-See-zollhaumlfen Daraus ergeben sich fuumlr die Betroffenen aber zum Teil erhebliche Veraumlnderungen bezuumlglich der Zoll-abfertigung sowie der gesetzlichen Pflichten uumlber sich die Firmen fruumlh-zeitig informieren sollten heiszligt es

So muumlssen kuumlnftig unter anderem Waren die in die EU eingefuumlhrt wer-den unmittelbar nach ihrer Ankunft im Hamburger Hafen in ein Zollverfah-ren uumlberfuumlhrt werden Vom Zoll abge-

fertigte Warensendungen die von den Terminals kommen und ohne weitere Behandlung das Hafengebiet verlas-sen sollen werden jedoch nicht mehr durch Zollkontrollen an den ehemali-gen Freihafengrenzen behindert

Weiter ist eine Lagerung von Nicht-gemeinschaftswaren nur noch im Rahmen der voruumlbergehenden Ver-wahrung oder in einem Zolllager moumlg-lich Zum 1 Januar 2013 muumlssen daher alle in der Freizone gelager-ten Nichtgemeinschaftswaren fuumlr ein bewilligtes Zolllagerverfahren oder zur voruumlbergehenden Verwahrung ange-meldet werden

Die Handelskammer Hamburg will nach eigenen Angaben demnaumlchst spezielle Veranstaltungen fuumlr dieje-nigen Firmen anbieten die von der Aufhebung des Freihafens betrof-fen sind Weitere Informationen unter wwwhk24de

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Deutschland

Industrie fordert spezielle Industriestrompreise

BERLIN (Dow Jones)--Industrie-vertreter fordern von der Bundes-regierung sich fuumlr konkurrenzfaumlhi-ge Industriestrom-Preise einzuset-zen Denn im Zuge des geplanten beschleunigten Atomausstiegs fuumlrch-ten die energieintensiven Unterneh-men in Deutschland um ihre Wettbe-werbsfaumlhigkeit Angesichts der Son-dersituation die sich aus dem schnel-len Ausstieg ergebe seien Reaktio-nen der Politik gefragt sagte Annet-te Loske Hauptgeschaumlftsfuumlhrerin des Verbandes der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) dem bdquoHan-

delsblattldquo (HB) Der VIK steht fuumlr 80 des industriellen Energieeinsatzes in Deutschland

Der VIK schlaumlgt dazu ein Fondsmo-dell vor Die zur Deckung des Grund-bedarfs der energieintensiven Indus-trie erforderlichen Strommengen wer-den von den Kraftwerksbetreibern zu einem festgelegten Preis an einen Strommengenfonds geliefert Aus diesem Fonds koumlnnen stromintensi-ve Industrieunternehmen Strom zu einem Preis beziehen der im europaumli-schen Vergleich wettbewerbsfaumlhig ist Das Modell koumlnnte im Wege einer frei-willigen Selbstverpflichtung durch die betroffenen Kraftwerksbetreiber ein-gerichtet werden Nach den Vorstel-lungen des VIK koumlnnte die Bundes-

regierung dieses Modell zum Gegen-stand ihrer Verhandlungen mit den Energiekonzernen uumlber die Abschal-tung der Meiler machen Um kei-nen Schadensersatzforderungen der Kernkraftwerksbetreiber zu riskieren wird die Regierung ohnehin mit der Branche sprechen muumlssen

Manche EU-Laumlnder habenregulierte Strompreise

Dass der von der Bundesregierung geplante schnelle Ausstieg aus der Kernkraft zu steigenden Strompreisen

fuumlhren wird gilt als sicher schreibt das bdquoHandels-blattldquo Schon das Morato-rium fuumlr die sieben aumlltes-ten Meiler habe sich preis-treibend ausgewirkt Ein Blick in Laumlnder wie Frank-reich Norwegen oder Spa-nien belegt dass deutsche Unternehmen schon heute besonders hohe Strom-preise zahlen In Frankreich dagegen gibt es neben dem regulaumlren Industrie-strompreis einen regulier-ten Preis der fuumlr beson-ders stromintensive Bran-chen gilt Dieser Preis macht weniger als die Haumllf-te des deutschen Industrie-

strompreises aus bdquoIn Frankreich sind die speziellen Industriestromtarife seit Jahren uumlblich Das ist ein starker Pluspunkt im Wettbewerb Mit dem zu erwartenden Strompreisanstieg in Deutschland wird daraus ein Riesen-vorsprung fuumlr franzoumlsische Unterneh-menldquo sagte Loske

In einzelnen Branchen ist der Strompreis der entscheidende Kos-tenfaktor Besonders deutlich wird das am Beispiel der Aluminiumin-dustrie In einer deutschen Alumini-umhuumltte koumlnnen die Stromkosten bis zu 50 der gesamten Produktions-kosten ausmachen Aluminiumhuumltten in Norwegen Frankreich oder Spani-en haben daher auf den Weltmaumlrkten enorme Kostenvorteile

Deutschland Gesamtmetall rechnet mit 80000 neuen Jobs

BERLIN (Dow Jones)--Gesamt-metallpraumlsident Martin Kannegie-sser rechnet bis Jahresende mit 80000 neuen Arbeitsplaumltzen in der Metall- und Elektrobranche bdquoVom Tiefpunkt im Maumlrz 2010 bis jetzt haben wir auch schon wie-der 75000 zusaumltzliche Stamm-arbeitsplaumltze aufgebautldquo sagte Kannegiesser im Interview mit der bdquoWeltldquo Er geht davon aus dass die Branche bis zum Jah-resende wieder fast 36 Millionen Beschaumlftigten aufweise ndash wie vor der Krise Bereits jetzt hat aller-dings nach seinen Angaben jedes zehnte Unternehmen Schwierig-keiten in der Produktion weil die geeigneten Fachkraumlfte ndash vor allem im Ingenieurbereich ndash fehlen Des-halb denke man immer oumlfter uumlber neue Standorte mit bdquogut qualifi-zierten Leutenldquo nach sagte er der bdquoWeltldquo

Deutschland Preisauftrieb im Groszlighandel laumlsst etwas nach

WIESBADEN (Dow Jones)--Der Preisauftrieb im deutschen Groszlighan-del hat im April etwas nachgelas-sen Das Preisniveau stieg im Ver-gleich zum Vormonat um 02 wie das Statistische Bundesamt berich-tete Im Maumlrz hatten sich die Groszlig-handelspreise um 13 erhoumlht Im Jahresvergleich kletterten die Prei-se im Groszlighandel im April um 92 waumlhrend im Vormonat ein Anstieg um 109 ermittelt worden war Die Groszlighandelspreise fuumlr fuumlr Erze Metal-le und Metallhalbzeug lagen auf Groszlig-handelsebene um 149 uumlber denen vom Vorjahr gegenuumlber dem Vormo-nat fielen sie um 09 Im Groszlighan-del mit festen Brennstoffen und Mine-raloumllerzeugnissen lag das Preisni-veau um 162 uumlber dem Vorjahr im Monatsvergleich verteuerten sich die in diesem Bereich gehandelten Pro-dukte um 15

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Hintergrund

CO2-Kosten

NE-Metallbranche kann weiter auf vollstaumlndige Kompensation hoffenFRANKFURT (Dow Jones)--Die Bemuumlhungen von Herstellern und Ver-arbeitern von Aluminium Kupfer und Zink um einen zeitlich befristeten Ausgleich der in den Strompreis eingepreisten CO2-Kosten werden von der Bundesregierung offenbar weiterhin unterstuumltzt Wie aus Verbands-kreisen zu houmlren ist wird sich die Bundesregierung in einer Stellungnah-me an die Bruumlsseler Wettbewerbsbehoumlrde fuumlr eine Vollkostenkompensa-tion des CO2-Zertifikatepreises ohne Abzug aussprechen Die Angst vor einer moumlglichen Kehrtwende im deutschen Ansatz hatte fuumlhrende Unter-nehmen aus den betroffenen Branchen dazu veranlasst einen bdquoBrand-briefldquo an den Leiter des Bundeskanzleramtes Ronald Pofalla (CDU) zu schreiben und die Lobbyarbeit in Bruumlssel zu verstaumlrken

Eckpunkte der deutschen Stellung-nahme die in der kommenden Woche nach Bruumlssel uumlbermittelt wird basieren offenbar auf einem Beschluss der CDUCSU-Bundestagsfraktion vom 10 Mai Zu den Forderungen gehoumlrt eine Voll-kostenkompensation des Zertifikate-

preises ohne Abzug fuumlr jene Branchen die eine Stromintensitaumlt von 1 kWhEUR Bruttowertschoumlpfung oder mehr aufweisen Die Antragsteller muumlssen dabei einen Stromverbrauch von min-

destens 1 GWhJahr aufweisen Nach Berechnungen des Bundeswirtschafts-ministeriums (BMWi) liegt die Kupferin-distrie knapp oberhalb des Wertes von 1 kWhEUR gleiches gelte mit grouml-szligerem Abstand fuumlr Aluminium sowie Zink Zinn und Blei Das BMWi rechnet

fuumlr die weiteren Verhandlungen jedoch mit moumlg-lichen bdquospuumlrba-ren Einschraumln-kungenldquo bei die-sen Forderun-gen Wesentli-che Stellschrau-ben seien die noch ausstehen-den Beschluumls-se zu den Bei-hilfeleitlinien und der deutschen Foumlrderrichtli-nie Voraussicht-lich duumlrften Bun-desumweltminis-terium und Bun-desfinanzminis-terium versu-chen den Kreis der Beguumlnstig-

ten in der konkreten Umsetzung ein-zuschraumlnken

Zu den Unterzeichnern des Brand-briefes gehoumlrten der groumlszligte europaumli-sche Kupferproduzent Aurubis Zink-

produzent Xstrata Zinc sowie die Alu-miniumhersteller Trimet Norsk Hydro und Voerde Aluminium (Voerdal) Par-allel dazu wurde die Lobbyarbeit in Zusammenhang mit dem Konsulta-tionsverfahren der Bruumlsseler Wettbe-werbsbehoumlrde zum Thema Kompen-sationszahlung verstaumlrkt um die bdquovoumll-lig indiskutable Varianteldquo einer nicht vollstaumlndigen Kompensation vom Tisch zu bringen wie Heribert Hauck bei der Trimet Aluminium AG fuumlr das Ressort Energiewirtschaft zustaumlndig im Gespraumlch mit Dow Jones betont Die Bundesregierung hatte bereits im August 2009 Verstaumlndnis fuumlr die Bran-che gezeigt und die nationale bdquoRichtli-nie zur Foumlrderung der Herstellung von klimaschonenden NE-Metallenldquo ver-abschiedet Die Foumlrderrichtlinie wird jedoch von der EU-Wettbewerbsbe-houmlrde seit zwei Jahren nicht freigege-ben offiziell pruumlft die Kommission sie noch Auch die EU-Emissionshandels-richtlinie sieht in Artikel 10a Absatz 6Ausgleichszahlungen fuumlr Sektoren beziehungsweise Teilsektoren vor fuumlr die ein erhebliches Risiko einer Ver-lagerung von CO2-Emissionen durch auf den Strompreis uumlbergewaumllzte Kosten der Treibhausgasemissionen (Carbon Leakage) ermittelt wurde

bdquoSolange es kein weltweites Emis-sionshandelsregime gibt wollen wir eine Kompensation haben Diese soll auch der Belastung entspre-chen Es reicht nicht aus wenn wir nur einen Teil der Belastungen erstat-tet bekommenldquo sagte auch Ulf Gehr-ckens Energiechef des Kupferprodu-zenten Aurubis bdquoNur durch die Kom-pensation der CO2-Kosten erreichen wir wieder gleiche Wettbewerbsbe-dingungenldquo ist Gehrckens uumlberzeugt Aurubis habe wie andere Unterneh-men deren Produkte zu Boumlrsenprei-sen gehandelt werden keine Moumlg-lichkeit lokale Mehrkosten an den Kunden weiterzugeben Trimet muumlss-te bei voller Belastung auf Basis des derzeitigen CO2-Preises von rund 17 EURt laut Hauck pro Jahr 60 Mio EUR zusaumltzlich bezahlen bei Aurubis laumlge die Belastung nach Angaben von Gehrckens bei 25 Mio EUR pro Jahr Silvia Rausch-Becker

Ein bdquoBrandbriefldquo der NE-Metallbranche zeigte offenbar Wirkung in Berlin Quelle Deutscher Bundestag

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Zinn Zink Blei amp Nickel

Seltene Erden

bdquoEntwicklung Gruumlner Technologien gefaumlhrdetldquoHANNOVER (Dow Jones)--Die Ver-

sorgung mit Seltenen Erden stellt die deutsche Wirtschaft weiterhin vor Probleme Waumlhrend im Bereich der so genannten leichten Seltenen Erden (Cer Lanthan ua) voraussicht-lich ab 2012 eine deutliche Entspan-nung eintreten wird ist fuumlr die Nutzer von schweren Seltenen Erden (Dys-prosium Europium ua) kein Ende der Versorgungsengpaumlsse abzuse-hen Zu diesem Ergebnis kommt eine Kurzstudie der Deutschen Rohstoff-agentur (DERA) in der Bundesanstalt fuumlr Geowissenschaften und Rohstof-fe (BGR)

bdquoIn Uumlbereinstimmung mit interna-tionalen Studien rechnen wir in der nahen Zukunft mit einer unzureichen-den Versorgungslage besonders mit Europium Terbium und Dysprosiumldquo sagte Harald Elsner BGR-Exper-te und Autor der Studie Die schwe-ren Seltenen Erden finden in vielen so genannten bdquoGruumlnen Technologi-enldquo Verwendung wie z B im Bereich der Windenergie Auch die Produkti-on von energiesparenden Leuchtmit-teln ist ohne schwere Seltene Erden nicht moumlglich

Die Kurzstudie verweist auf ein weiteres Problem Obwohl es Sub-stitutionsmoumlglichkeiten gebe koumlnn-te die augenblickliche Rohstoffsitua-tion auch dazu fuumlhren dass die Ent-

wicklung von effizienteren Wind- und Wasserkraftwerken sowie die Aus-breitung der Elektromobilitaumlt gefaumlhr-det sei warnt Elsner Deshalb steht fuumlr den Experten fest bdquoTrotz bereits eingesetzter groszliger Bemuumlhungen um Maximierung der Recyclingquoten ist absehbar dass kuumlnftig nur die Unter-nehmen von den groszligen Marktchan-cen im Bereich der Gruumlnen Technolo-gien profitieren die sich in der primauml-ren Rohstoffversorgung mit schweren Seltenen Erden abgesichert habenldquo

Die Kurzstudie zeigt weiter auf in welchen Industriesektoren die schwe-ren Seltenen Erden jeweils Verwen-dung finden und in welchen Men-gen sie voraussichtlich bis zum Jahr 2015 zur Verfuumlgung stehen werden Zu den untersuchten schweren Sel-tenen Erden gehoumlren elf Elemente darunter sind die wichtigsten Yttri-um Samarium Europium Gadolini-um Terbium Dysprosium und Erbi-um In die Untersuchung flossen den Angaben des Autors zufolge Informa-tionen deutscher Firmen ein die Sel-tene Erden verbrauchen

Die unter dem Titel bdquoKritische Ver-sorgungslage mit schweren Seltenen Erden ndash Entwicklung bdquoGruumlner Tech-nologienldquo gefaumlhrdetldquo erschienene Kurzstudie steht auf der Homepage der BGR als Download zur Verfuumlgung (httpwwwbgrbundde)

Seltene Erden

Goldman Sachs sieht ab 2013 Entspannung

SYDNEY (Dow Jones)--Das globa-le Angebotsdefizit der Seltenen Erden wird im laufenden Jahr seinen Houmlchst-stand erreichen Dies ist die Einschaumlt-zung der Investmentbank Goldman Sachs Das Defizit koumlnne sich 2011 auf 18734 t belaufen was 132 der Nachfrage entspraumlche Nachdem der Markt 2013 fast im Gleichgewicht sein werde koumlnne der Angebots-uumlberhang im darauf folgenden Jahr bereits 5860 t betragen was 32

der erwarteten Nachfrage entspre-che bdquoWir gehen davon aus dass der Markt 2011 und 2012 deutlich unter-versorgt sein wird und dass die Preise in den kommenden 18 Monaten nach oben tendierenldquo schreibt Goldman Sachs 2013 soll der Markt fast aus-geglichen und danach leicht uumlberver-sorgt sein Dies koumlnne zumindest bei den leichten Seltenen Erden zwischen 2013 und 2015 zu moderaten Preis-ruumlckgaumlngen fuumlhren

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

1500

1750

2000

2250

2500

2750

J J A S O N D J F M A M600000

650000

700000

750000

800000

850000

Zink

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

15000

20000

25000

30000

35000

40000

J J A S O N D J F M A M10000

12500

15000

17500

20000

22500

Zinn

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 2895000 2915000EURt 2043193 1963756

3 MonateUSDt 2900000 2905000EURt 2046722 1957020

15 MonateUSDt 2909000 2910000EURT 2053074 1960388

Lagerbestaumlnde (in t) 21965 21080

Quelle London Metal Exchange

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

KasseUSDt 210350 212600EURt 148458 143223

3 MonateUSDt 212100 213000EURt 149693 143492

15 MonateUSDt 217000 219000EURT 153151 147534

Lagerbestaumlnde (in t) 829050 822225

Quelle London Metal Exchange

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Zinn Zink Blei amp Nickel

Seltene Erden

DIW fordert zu Vorratshaltung auf

BERLIN (Dow Jones)--Das Deut-sche Institut fuumlr Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) warnt wegen des Mono-pols Chinas bei Seltenen Erden vor einer die Lieferketten bedrohenden Abhaumlngigkeit und fordert die Indus-triestaaten zu einer entsprechenden Vorratshaltung sowie abgestimm-tem Verhalten auf bdquoDie Seltenen Erd-metalle sind eine zunehmend wichti-ge Ressource fuumlr die Hochtechnolo-gie-Industrieldquo erklaumlrte Antje Kroumlger DIW-Expertin und Mitautorin einer am Mittwoch veroumlffentlichten Studie zum Thema bdquoWettlauf um die Metalleldquo

Lieferengpaumlsse oder Lieferblo-ckaden koumlnnten die Entwicklungen der Industriestaaten bremsen bdquoDie Industriestaaten sollten deswegen ein WTO-Streitbeilegungsverfahren anregen oder versuchen im Rahmen eines abgestimmten Vorgehens Vorrauml-te anzulegenldquo riet die DIW-Forsche-rin Politik und Wirtschaft der Indus-triestaaten haumltten den strategischen Wert der Seltenen Erden viel zu lange nicht erkannt

bdquoEuropa die USA und Japan finden sich deshalb heute in einer Abhaumln-gigkeit wieder die wichtige Teile ihrer

Industrie bedroht wie zum Beispiel die Umwelttechnologie Elektrotech-nik und Autobrancheldquo warnte Krouml-ger Rund 97 der Seltenen Erden wuumlrden derzeit in China gefoumlrdert und aufbereitet

Mit diesem Monopol koumlnne die Volksrepublik das Angebot jeder-zeit verknappen Kurz- und mittel-fristig werde sich das Problem ver-schaumlrfen denn die Nachfrage steige Schon jetzt nutze China seine Mono-polstellung uumlber Preis- und Lieferdis-kriminierungen gezielt um die eige-ne Industrie zu foumlrdern und auslaumln-dische High-Tech-Konzerne ins Land zu locken indem beispielsweise Ver-sorgungszusagen gemacht wuumlrden Ausreichende Mengen Seltener Erden wuumlrden solchen Unternehmen zuge-sagt die ihre Produktion nach China verlegten

Schwaumlchung destechnologischen Know-hows

Den Industriestaaten drohe zunaumlchst eine Abwanderung und mit-telfristig auch eine Schwaumlchung ihres technologischen Know-hows bdquoSchon heute werden geschaumltzte 60 der globalen Seltene-Erden-Produktion in China eingesetztldquo sagte Kroumlger Sel-tene Erden stecken in Katalysatoren Handys Plasmabildschirmen Fest-platten Batterien und MP3-Spielern Sie helfen Windkraftturbinen Elek-tromotoren sowie Energiesparlam-pen zu betreiben bdquoDie Marktstruk-tur der weltweiten Metallmaumlrkte soll-te staumlrker kontrolliert werdenldquo meint Aleksandar Zaklan Spezialist fuumlr Res-sourcenmaumlrkte am DIW bdquoSollten sich die gegenwaumlrtigen Trends vor allem bei der Angebotskonzentration und dem Nachfragewachstum fortsetzen muss mit weiter steigenden Metall-preisen gerechnet werdenldquo warnt der Forscher

Sie finden die Studie zum kosten-losen Download unter httpwwwdiwdedocumentspublikationen73diw_01c372387de11-19-1pdf

Praumlsodym wird unter anderemfuumlr Dauermagnete benoumltigt Foto jumkde

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

1500

1800

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2400

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J J A S O N D J F M A M180000

210000

240000

270000

300000

330000

Blei

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

17500

20000

22500

25000

27500

30000

J J A S O N D J F M A M114000

120000

126000

132000

138000

144000

Nickel

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 2396000 2497500EURt 1691016 1682498

3 MonateUSDt 2400000 2500000EURt 1693839 1684182

15 MonateUSDt 2367500 2467500EURT 1670901 1662288

Lagerbestaumlnde (in t) 114732 116364

Quelle London Metal Exchange

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 227200 237900EURt 160350 160267

3 MonateUSDt 225500 234500EURt 159150 157976

15 MonateUSDt 224800 233300EURT 158656 157168

Lagerbestaumlnde (in t) 315825 311450

Quelle London Metal Exchange

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Branchen amp Maumlrkte

Maschinenbau Weiteres Auftragsplusbei Neuauftraumlgen

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Maschinen- und Anla-genbau hat im Maumlrz einen weiteren Anstieg bei den Neuauftraumlgen ver-zeichnet wobei sich die Zuwachsra-te jedoch verlangsamt hat Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mitteilte lag der Aufragseingang real 18 uumlber dem Ergebnis des Vorjahres Dabei stiegen das Inlands- und das Auslandsge-schaumlft gleichermaszligen um jeweils 18 im Vergleich zum Maumlrz 2010 Im Feb-ruar war ein Orderplus auf Jahressicht von 38 berichtet worden

In dem von kurzfristigen Schwan-kungen weniger beeinflussten Drei-

Automobil Pkw-Markt bleibt auf dem Wachstumspfad

BAD HOMBURG (Dow Jones)--Die Zahl der Pkw-Neuzulassun-gen in Deutschland hat sich im April weiter erhoumlht Wie der Verband der Internationalen Kraftfahrzeugherstel-ler (VDIK) mitteilte erreichte der Pkw-Markt mit rund 266000 Zulassun-gen ein Wachstum von 3 gegenuuml-ber dem Vorjahresmonat Seit Jahres-beginn liegt der Markt damit um 11 uumlber dem Vorjahresniveau

Dabei wuchs die bdquoNachfrage nach Hybridfahrzeugen gegenuumlber dem Vorjahreswert um knapp 30 und erreichte in den ersten vier Mona-ten 2011 in Deutschland uumlber 3800 Zulassungenldquo erklaumlrte VDIK-Prauml-sident Volker Lange Davon entfie-len 90 auf internationale Herstel-ler bdquoAktuell sind damit 41000 Hyb-rid-Pkw auf deutschen Straszligen unter-wegsldquo

Die kraumlftige Nachfrage auf dem Nutzfahrzeugmarkt hielt ebenfalls weiter an Mit rund 26600 Neuzulas-sungen im April konnte das Vorjahres-ergebnis um 12 uumlbertroffen werden In den ersten vier Monaten 2011 wur-den damit insgesamt 103000 Nutz-fahrzeuge neu zugelassen das ent-spricht einem Wachstum von 25

Maschinenbau Chancen durch Ausbau der Elektromobilitaumlt

WUumlRZBURG (Dow Jones)--Der deutsche Maschinen- und Anlagen-bau wird in den kommenden Jahren vom Ausbau der Elektromobilitaumlt stark profitieren Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie von VDMA und der Strategieberatung Roland Berger Denn durch die Einfuumlhrung von Fahr-zeugen mit elektrischem Antriebs-strang seien zukuumlnftig Kompetenzen des Maschinenbaus gefragt die bis-lang nur selten in der Automobilpro-duktion genutzt wurden Denn kos-tensenkende Produktionstechnik werde dort dringend gebraucht

Durch neue Produktionsanlagen fuumlr Elektrobatterien werde sich bis 2020 ein Geschaumlftspotenzial von 48 Mrd EUR ergeben heiszligt es in der Studie Allerdings stehe die Branche auch vor der groszligen Herausforderung ein neues Produkt- und Technologieport-folio entwickeln zu muumlssen

Fuumlr die deutsche Maschinenbau-branche spielt der Automobilbau schon jetzt eine wichtige Rolle So wurden 2010 rund 14 Mrd EUR direkt im Automotive-Bereich umgesetzt

Die Studie mit dem Titel bdquoE-Mobi-lity ndash Chancen und Risiken fuumlr den deutschen Maschinen- und Anlagen-bauldquo koumlnnen Sie kostenlos von der Webseite des VDMA downloaden httpwwwvdmaorg

monatsvergleich Januar bis Maumlrz 2011 ergibt sich insgesamt ein Plus von 32 im Vorjahresvergleich bei den Inlandsauftraumlgen ein Plus von 35 und bei den Auslandsauftraumlgen ein Plus von 31 bdquoErwartungsge-maumlszlig setzt nun offenbar eine Norma-lisierung der Wachstumsraten einldquo kommentierte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers das Ergebnis bdquoDer sogenannte Basiseffekt extrem nied-riger Vorjahreswerte spielt eine immer geringere Rolle weil sich in eben diesen Vorjahresmonaten der Auf-schwung bereits bemerkbar machte So war der Maumlrz 2010 der erste star-ke Ordermonat nach der Kriseldquo fuumlgte er hinzu

HandelsabkommenFreihandelsabkommen mit Suumldkorea besiegelt

SEOUL (Dow Jonesgtai)--Das suumld-koreanischen Parlament hat das im Oktober 2010 vereinbarte Freihan-delsabkommen mit der EU ratifiziert Damit ist der Weg frei fuumlr das erste Freihandelsabkommen der EU mit einem asiatischen Partner Die Verein-barung wird ab Juli 2011 in Kraft tre-ten Zwischen der EU und Suumldkorea werden dann innerhalb von fuumlnf Jah-ren die Zoumllle auf mehr als 98 aller Warenstroumlme entfallen Innerhalb von sieben Jahren sollen die Zoumllle auf alle Industrieguumlter beseitigt werden

ImporteSorge vor verstrahlter Ware ist unbegruumlndet

HAMBURG (Dow Jones)--Die Befuumlrchtung dass nach dem Unfall im japanischen Kernkraft-werk Fukushima radioaktiv ver-strahlte Ware nach Deutschland gelangen koumlnnte ist offenbar unbegruumlndet Im Hafen Hamburg jedenfalls musste bisher kein aus Japan ankommendes Schiff kon-trolliert werden wie ein Sprecher der Hamburger Innenbehoumlrde auf Anfrage mitteilte Dies liege daran dass es keine Direktverbindun-gen zwischen Japan und Ham-burg gebe und alle in Frage kom-menden Schiffe bereits in ande-ren Haumlfen auf eine moumlgliche radio-aktive Strahlung uumlberpruumlft wor-den seien

Der Rotterdamer Hafen will nach einem Bericht der bdquoVerkehrsrund-schauldquo noch bis 15 Mai alle aus Japan kommenden Schiffe auf radioaktive Belastung hin uumlber-pruumlfen Bei den bislang durchge-fuumlhrten Kontrollen auf den Schif-fen und an der Ladung seien keine Auffaumllligkeiten festgestellt worden teilte der Hafenbetreiber mit Wie unsere Redaktion erfuhr fordern die Automobilhersteller seit dem Ausbruch der Japan-Krise beson-dere Sicherheitsvorkehrungen kri

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Branchen amp Maumlrkte

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Erscheinungsweise 2-mal monatlich

Impressum

Zulieferer Geschaumlftserwartungen normalisieren sich

HAGEN (Dow Jones)--Der ArGeZ-Geschaumlftsklimaindex fuumlr die deut-sche Zulieferindustrie hat sich im April erwartungsgemaumlszlig abgeschwaumlcht Wie die Arbeitsgemeinschaft Zulie-ferindustrie (ArGeZ) mitteilte hat sich die bereits im Vormonat angedeute-te Normalisierung der Zukunftserwar-tungen im Berichtsmonat fortgesetzt bdquoZusaumltzlich duumlrften sich die Unsicher-heiten in Nordafrika sowie die Unkal-kulierbarkeit von Nachwirkungen der Japan-Katastrophe auswirkenldquo schreibt der Verband Gleichwohl zeige sich die aktuelle Geschaumlftslage weiter auf hohem Niveau

Der Geschaumlftsklimaindex Zulie-ferindustrie wird von der Arbeitsge-meinschaft Zulieferindustrie ArGeZ in Zusammenarbeit mit dem Ifo-Institut Muumlnchen ermittelt Er beruht auf der Befragung von rund 600 Unterneh-men und deckt die in der Arbeitsge-meinschaft Zulieferindustrie zusam-mengeschlossenen Branchen Gieszlige-rei-Industrie Kunststoffverarbeitung Stahl- und Metallverarbeitung NE-Metall-Industrie Kautschukindustrie sowie Technische Textilien ab

ArGeZ-GeschaumlftsklimaindexZulieferindustrie Deutschland

2000 = 100 saisonbereinigt Saldo aus positiven und negativen Bewertungen Quelle ifo Institut ArGeZ Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie

Aktuelle Lage

Zukunftserwartung

VIK-Strompreisindexfuumlr Mittelspannung

Quelle VIK

Maumlrz 17370

(Januar 2002 = 100)

Haben Sie Anregungen Fragen Hinweise zu unseren DatenE-Mail an datendedowjonescom

Strom VIK-Index reagiert aufAtomausstiegsplaumlne

ESSEN (Dow Jones)--Der VIK-Strompreisindex fuumlr Mittelspan-nungskunden ist im April nochmals kraumlftig um 610 Punkte bzw 469 auf 17980 Punkte gestiegen Damit erreicht der Index den houmlchsten Wert seit Ende 2008 wie der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirt-schaft (VIK) mitteilte Maszliggeblich fuumlr den weiteren Anstieg war dem VIK zufolge der von der Bundesregie-rung geplante beschleunigte Atom-ausstieg Dieser habe einen deutli-chen Einfluss auf die Strompreise an der Leipziger Boumlrse EEX und somit auch auf den vom Verband monatlich veroumlffentlichten VIK-Index gehabt So seien die Preise fuumlr die folgenden vier Quartale an der EEX nach Bekannt-gabe des Atommoratoriums im Maumlrz zunaumlchst sprunghaft angestiegen und verharrten seitdem auf diesem hohen Niveau

Neben dem deutlichen Anstieg im Vergleich zum Vormonat kletterte auch der gleitende Jahresmittelwert uumlber 12 Monate um 243 Punkte auf aktuell 16087 Punkte Der VIK-Strom-preisindex basiert auf den Stromprei-sen der EEX sowie den Netznutzungs-entgelten von sechs deutschen Netz-betreibern Als Energiepreiskompo-nente wertet der VIK die monatlichen Durchschnittspreise des Terminmark-tes fuumlr die kommenden vier Quartals-produkte aus

Dow Jones Management Forum Rohstoffversorgung 2011

Termin 17 bis 18 Mai 2011 Ort Frankfurt am MainIm Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Fragen wie sich Unterneh-men langfristig aufstellen koumlnnen um ihre Rohstoffversorgung abzu-sichern Tel 06929 72 51 51E-Mailconferencesdowjonescomwwwdjnewslettersdeconferences

EuroFX-Referenzkurs 1252011 14151 USDQuelle Reuters

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Marktanalyse Aluminium amp Kupfer

Dow Jones NE-Metalle Prognose

Weiterhin nervoumlser Handel bei den Basismetallen erwartetFRANKFURT (Dow Jones)--Wir

rechnen weiter mit einem nervoumlsen Handelsgeschehen an den Basisme-tallmaumlrkten da die Marktteilnehmer versuchen die widerspruumlchlichen Sig-nale zu verdauen Obwohl die juumlngs-ten Nachrichten uumlberwiegend negativ waren verdraumlngten die Player dies zu Beginn der Woche und fokussierten sich auf die guten Neuigkeiten Nach dem Ausverkauf in der vergangenen Woche der Kupfer um 42 und Alu-minium um 2 innerhalb eines Tages absacken lieszlig sind die Kaumlufer in die-ser Woche auf den Markt zuruumlckge-kehrt um die die Gelegenheit zu nut-zen Kupfer unter 9000 USDt und Aluminium unter 2700 USDt einzu-kaufen Es ist derzeit vor allem die-ser anhaltende Optimismus der den Basismetallmarkt am staumlrksten unter-stuumltzt Doch nun ist der Risikoappe-tit erneut deutlich zuruumlckgegangen Zudem stehen wir am Beginn der sai-sonal schwachen Sommermonate

Wir erwarten aber dass die Indus-triemetalle den zunehmenden Sorgen bezuumlglich einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und bezuumlg-lich der Schuldenkrisen noch fuumlr eini-ge Wochen widerstehen wird Aller-dings sind in den naumlchsten Wochen starke Schwankungen wahrschein-lich sind Die Kupferpreise an der Londoner Metallboumlrse duumlrften sich in diesem Zeitraum in einer Range zwi-

schen 8600 und 9400 USDt bewe-gen Allerdings besteht das Risiko einer technischen Korrektur wenn die Unterstuumltzungsmarke von 8600 USDtnachhaltig faumlllt Dann baut sich die naumlchste Unterstuumltzung 8200 USDtauf ndash ein Preislevel das zuletzt im Oktober 2010 gesehen wurde Bei Aluminium sehen wir eine starke Unterstuumltzung bei 2500 USDt sowie einen Schluumlsselwiderstand bei 2270 USDt

Unter den negativen Marktnachrich-ten war auch dass Chinas Kupferim-porte im April schwaumlcher als erwartet ausgefallen sind Das Land importier-te nach vorlaumlufigen Zahlen der chine-sischen Zollbehoumlrden 262676 t Kup-fer Kupferlegierungen und Halbfer-tigprodukte was einen Ruumlckgang um 40 im Vergleich zum Vorjahres-monat und um 14 gegenuumlber dem Maumlrz darstellt Die Bestaumlnde in den gelisteten Lagerhaumlusern der Shang-hai Futures Exchange sind nach wie vor hoch und es gibt Geruumlchte uumlber groszlige Bestaumlnde auszligerhalb der gelis-teten Laumlger Zudem koumlnnte der Inflati-onsdruck zu weiteren geldpolitischen Maszlignahmen fuumlhren was die Nachfra-ge daumlmpfen duumlrfte Gleichzeitig spielt sich die chinesische Kupferprodukti-on wegen der Rekordpreise auf einem hohen Level ab

Dies faumlllt vermutlich mit einer im Som-mer saisonal bedingten schwaumlcheren

Nachfrage in der noumlrdlichen Hemis-phaumlre zusammen Die nicht-kommer-ziellen Investoren haben bereits ihre Netto-Longpositionen die vierte Woche in Folge heruntergefahren

Allerdings gibt es auch einige Unterstuumltzung von den anderen Roh-stoffmaumlrkten So steht der Energie-komplex infolge der anhaltenden geo-politischen Spannungen und wegen der Folgen des Erdbebens in Japan stark da Dennoch sind es vor allem die Wechselkurse die weiterhin den Grundton am Markt setzen Die Euro-Dollar-Relation schwankt infolge der fortdauernden Schuldenthematik auf beiden Seiten des Atlantiks hin und her Die Wechselkurse sind ein Spiel-ball zwischen gegnerischen Kraumlften da der Fokus der Investoren zwischen den Themen USA sowie Europa hin- und herschwankt

Da die Investoren derzeit ihren Fokus vom griechischen Haushalt wieder abwenden duumlrfte der Euro durch die erwartete Zinssteigerung die die Europaumlische Zentralbank viel-leicht bereits im Juni ankuumlndigen wird Unterstuumltzung finden Alles in allem befinden sich die beiden Waumlhrungen in einer Pattsituation aber angesichts der widerspruumlchlichen Signale die auf das Waumlhrungspaar wirken erwar-ten wir in den naumlchsten Wochen star-ke Ausschlaumlge Dow Jones Commodities Research

Dow Jones Indikatoren NE-Metalle(USDt) Kupfer LME

Grundtendenz Obere Grenze Untere Grenze Grundtendenz Obere Grenze Untere Grenze

(USDt)

20

Dow Jones NE-Metalle Monitor

Ausgewaumlhlte Metalle und Legierungen 115 45Kupfer (DEL-Notiz) 61692-61929 62535-62764MK (Metallnotierung Kupfer) 70766 71601Aluminium unverzollt ($t)Blei in Kabeln 18481 19038Metallbasis Bronze 946 83000 84000Messing MS 58 1Verarbrsquostufe 50900-51700 51400-52100Messing MS 58 2Verarbrsquostufe 55600-55700 56200-56200Messing MP 58 50100 50600Messing MS 63 53800-54000 54300-54500Metallbasis Messing 6337 53600-53800 54000-54300Zinklegierung Z 400410 Basispreis 20800 20800Zinn 999 loco Duisburg 208400 212700Alu 997 prompt Deutschland geliefert 20300 20600Aluminium in Kabeln 20300 20600Kupfer hochgr Kath Kasse 61600 62600Kupfer hochgr Kath 3 Monate 61700 62700

Messinglegierungen 115 45Rotguss RG 5 47500-48000 47500-48000Rotguss RG 7 50000-51000 50000-51000Rotguss RG 10 50500-51000 50500-51000Gussbronze GBZ 10 58000-64000 58000-64000Gussbronze GBZ 12 60000-64000 60000-64000Gussbronze GBZ 14 63000-66000 63000-66000

Ferrolegierungen 115 45Molybdaumln Oxid 57 (USDlb)in Faumlssern 1600-1735 1690-1735in Dosen 1700-1745 1700-1745

Molybdaumln in Briketts (USDlb) 1720-1760 1715-1745Ferro-Molybdaumln 70 (USDkg) 4090-4150 4090-4180Ferro-Vanadium 80 (USDkg) 2960-3050 2960-3090Ferro-Niob 63 (USDkg) 4300-4600 4300-4600Ferro-Titan 70 (USDkg) 850-890 850-890Ferro-Wolfram 80 (USDkg) 4950-5150 4950-5150Ferro-Mangan carbure (EURt) 94000-104000 96000-105000Ferro-Mangan affine (EURt) 165000-172000165000-172000

Alu-Gussleg frei Verbraucher (3t) 115 45Nr 226 23800-24800 23800-24800Nr 231 24600-25600 24600-25600Nr 233 25500-26500 25500-26500

NE-Metall-Schrotte 115 45Altblei (EUR100kg) 11500-12000 12500-13000Akkublei (EUR100kg) 5000-5500 5000-5500Kabul (Milberry) 58000-58500 58500-59000Kasus (Granulat I) 58000-58500 58500-59000Katze (Granulat II) 54000-54500 54500-55000Kader (Berry) 53500-54000 54000-54500Kupferdraht (Kanal) 51000-51500 51500-52000Schwerkupfer (Keule) 52000-52500 52500-53000Leichtkupfer (Klima) 50000-50500 50500-51000Schwermessing (Milbe) 32000-32500 32000-32500Leichtmessing (Modus) 29500-30000 29500-30000Rotguss-Schrott 1Qu (Radar) 47000-47500 47000-47500Rotguss-Schrott 2Qu (Rampe) 46000-46500 46000-46500Umschmelzzink 12000-12500 12000-12500Altzink 9000-9500 9000-9500Messingstangenspaumlne MS58 (Maler)36500-37000 37000-37500Messingblechabfaumllle MS63 (Magda) 40000-40500 42000-42500Chromstahl 3500-4000 4000-4500Chromnickelstahlabf V-II a 15000-15500 15500-16000Chromnickelstahlabf V-IV a 23000-23500 24000-24500Alu neu Cu-am 13500-14000 13500-14000Reinaluminiumdraht 16500-17000 16500-17000Gussschrott max 2 FE 9500-10000 9500-10000Alu-Blechabf max 2 8500-9000 8500-9000Alu-Spaumlne Toleranz 5 8000-8500 8000-8500Alu-Profilabf AlMgSi 05 17000-17500 17000-17500

LME (USDt) 115 45KobaltKassa 38000-39500 38000-390003 Monate 37500-39000 37000-38000MolybdaumlnKassa 36450-37450 35700-377003 Monate 36750-37750 36000-38000

Kassapreise 115 45Gold ) (EURkg fein) 3590000 3506000Gold verarbeitet ) (EURkg fein) 3761000 3673000Silber ) (EURkg fein) 94160 96000Silber verarbeitet ) (EURkg fein) 98560 100480Platin verarb (EURg fein) 4252 4231Palladium verarb (EURg fein) 1819 1857Iridium verarb (EURg fein) 2590000 2520000Rhodium verarb (EURkg fein) 5335000 5355000Ruthenium verarb (EURkg fein) 450000 440000) Basis Londoner Fixing Preise von W C Heraeus GmbH

FuturesNew York Comex Gold USDFeinunze 115 45Mai 150110 151490Juni 150140 151530Juli 150200August 150270 151650Oktober 150400 151770Dezember 150530 151880Februar 150640 152010

New York Comex Silber ctsFeinunze 115 45Mai 355090 393830Juni 355090 393870Juli 355150 393880September 355280 393960Dezember 355280 393960Januar 355100 393730Maumlrz 354800 393260Mai 354380 392610

New York Nymex Platin USDFeinunze 115 45Juni 177780 182730Juli 177780 182630Oktober 178150 182990Januar 178150 183190

New York Nymex Palladium USDFeinunze 115 45Juni 71540 74670September 71710 74830Dezember 71850 74930

Preisuumlbersicht NE-Metalle (Deutsche Haumlndlerpreise in EUR100kg sofern nicht anders angegeben)

tagesaktuelle Preise woumlchentlich erfasste Preise Es handelt sich um die aktuellsten verfuumlgbaren Preise aus den vergangenen sieben Tagen

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Page 6: Lexikon mit Fachbegriffen aus Dow Jones NE-Metalle Monitor · Dow Jones NE-Metalle Monitor Donnerstag, 12. Mai 2011 | Nr. 9 Markttrends Aluminium Aluminiummarkt Aluminium hält sich

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9AluminiumKupfer

Deutschland

Metallhaumlndler blicken optimistischin die Zukunft

BERLIN (Dow Jones)--Der Metall-handel in Deutschland partizipiert am Aufschwung So konnten 80 der Metallhaumlndler die Verluste der Wirtschaftskrise wieder aufholen 10 verzeichnen sogar ein houmlheres Umsatzniveau als vor der Krise und nur 10 liegen auf einem niedrige-ren Umsatzniveau Das ist das Ergeb-nis der Geschaumlftsklima-Umfrage die der Verband Deutscher Metallhaumlndler (VDM) im April 2011 durchgefuumlhrt hat bdquoNach Beendigung der Wirtschafts-krise belebte sich das Geschaumlft wie-der deutlich Vor allem im Neumetall-bereich war ein starker Nachfragean-

stieg zu beobachtenldquo so die VDM-Vorsitzende Rita Dapont Der Groszligteil der Branche (87) erwartet dass die positive konjunkturelle Grunddynamik 2011 anhalten wird aber nicht weiter an Schwung gewinnt

Das Geschaumlftsklima im Handel mit Neu- und Altmetallen wird laut Umfra-geergebnis im zweiten Jahr in Folge sehr positiv bewertet Die Dynamik dieses Aufschwungs hat im Vergleich zum Vorjahr aber leicht an Schwung verloren So hat sich die Geschaumlftsla-ge bei 39 der Unternehmen im Ver-gleich zu 2010 weiter verbessert Die-

ser Wert lag im Vorjahr noch bei 52 Bei uumlber der Haumllfte der Unterneh-men hat sich die Geschaumlftsdynamik auf dem hohen Niveau des Vorjahres stabilisiert Eine leichte konjunkturel-le Verlangsamung stellt der VDM im ersten Quartal 2011 fest So standen 30 der Unternehmen einer abneh-menden Nachfrage gegenuumlber

Handel mit Halbzeug gewinnt an Dynamik

Der Handel mit NE-Metallhalb-zeug hat im Verlauf des zweiten Quar-tals 2011 an Dynamik gewonnen Der

Geschaumlftsklima-index des Wirt-schaftsverban-des Groszlighandel Metallhalbzeug (WGM) stieg staumlrker als zu Beginn des ers-ten Quartals und erreichte einen neuen Houmlchst-wert Diese Ent-wicklung sei ein Indiz dafuumlr dass Industrie und Bauwirtschaft sehr gut in das zweite Quartal 2011 gestartet seien teilte der Verband mit

Demnach zeigt sich die Geschaumlfts-lage vor allem beim Aluminiumhalb-zeug zu Beginn des zweiten Quar-tals ausgesprochen positiv 50 der Unternehmen und damit 11 mehr als im Vormonat schaumltzten die eige-ne wirtschaftliche Situation besser ein als noch im ersten Quartal dieses Jah-res Anders als zu Jahresbeginn kal-kuliert die Mehrheit der Halbzeug-haumlndler (61) mit konstanten Ein-kaufspreisen Auch bei den Verkaufs-preisen rechneten 64 der Haumlndler mit konstanten Werten in den kom-menden Monaten

DeutschlandMetallverarbeiter weiter auf dem Wachstumspfad

DUumlSSELDORF (Dow Jones)--Nach einem Plus von gut 18 im Jahr 2010 bleibt der Wachstumstrend in der Stahl- und Metallverarbeitung zu Jahresbeginn 2011 intakt Im ersten Quartal konnte ein weiterer Anstieg um knapp 19 verzeichnet werden Wie der Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM) mit-teilte fehlen nur noch 5 Wachs-tum zum Niveau des Jahres 2008 Der Umsatz der Branche betrug in den ersten drei Monaten des Jahres 16 Mrd EUR (2010 13 Mrd EUR)

Wichtige Kunden insbesondere die Automobilindustrie der Maschi-nenbau und die Elektroindustrie sind exportorientiert Deshalb profi-tieren auch die metallverarbeitenden Zulieferbetriebe von der starken Aus-landsnachfrage Die Auslastung der Produktionskapazitaumlten lag im ers-ten Quartal bei 834 Viele Unter-nehmen haben im Verlauf des Jahres 2010 Personal eingestellt die Zahl der Mitarbeiter erhoumlhte sich in der Bran-che um 12000 oder gut 3

Das Stimmungsbarometer der Branche hat sich im April auf sehr hohem Niveau abgeschwaumlcht Fuumlr die naumlchsten Monate rechnen die Unternehmen mit weniger Dynamik Dies ist auf die bereits sehr gute kon-junkturelle Lage und die Normalisie-rung des Aufschwungs zuruumlckzufuumlh-ren Das Bestellverhalten hat sich dem Kundenbedarf und den Kapazi-taumlten der Lieferanten angepasst Dies zeigen die nahezu gleichen Wachs-tumsraten bei Auftragseingaumlngen und Umsaumltzen

Die groumlszligten Risiken fuumlr die konjunk-turelle Entwicklung sieht der WSM in den steigenden Kosten fuumlr Energie und Vormaterial Aufgrund der anzie-henden Preise bei vielen Rohstof-fen zeigen die Umsatzrenditen wie-der eine ruumlcklaumlufige Entwicklung Der Verband fordert daher die bdquoDreifach-belastung des Mittelstands durch die Umlage fuumlr den Ausbau der erneuer-baren Energien (EEG-Umlage) hohe Stahlpreise und den Emissionshan-delldquo kurzfristig zu reduzieren

Der NE-Metallhandel gewinnt weiter an Dynamik Quelle ShutterstockMontage

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Markttrends Kupfer

Kupfermarkt

Wiedereinstieg Chinas bei weiter sinkenden Kupferpreisen erwartet FRANKFURT (Dow Jones)--Infolge eines festeren US-Dollar und fal-lender Aktienmaumlrkte kam es am Mittwoch ndash nach dem ersten starken Ruumlckgang Ende vergangener Woche ndash erneut zu einem Preisrutsch an den Metallmaumlrkten Kupfer fiel auf den niedrigsten Stand seit fuumlnf Mona-ten Die Investoren agieren den Angaben zufolge vorsichtig nachdem juumlngste Wirtschafts- und Metallproduktionsdaten aus dem weltgroumlszligten Verbraucherland China neutral ausgefallen waren

Falls sich der Abwaumlrtstrend fort-setzt duumlrfte China bald wieder in den Markt einsteigen Das Land ist nach unseren Informationen seit Ende Januar aus dem Markt und bedient sich bis dato aus seinen riesigen nicht registrierten Kupferbestaumlnden die das Land in den Jahren niedrige-rer Preise angehaumluft hatte

bdquoIch glaube dass der Preis bis auf 8000 - 8200 Dollar faumllltldquo meint ein Marktteilnehmer Bei diesem Preis duumlrfte China wieder massiv in den Markt einsteigen glauben viele bdquoDas Land ist unglaublich liquide und kann abwarten bis der Preis ausreichend gesunken ist ndash dann koumlnnten die gleich einige Millionen Tonnen Kupfer kaufen und erneut unregistriert in die Wuumlste legenldquo

Fuumlr dieses Jahr wird zwar ein gro-szliges Defizit am Raffinademarkt erwar-tet ndash die Schaumltzungen schwanken zwischen 300000 t und 500000 t ndash aber manche Marktteilnehmer glau-ben dass dies inzwischen nur noch den Haumlndlern als Argumentations-grundlage dient bdquoDie Bestaumlnde wer-den jeden Tag houmlher ndash die Stocks haben seit Januar um 30 zugelegtldquo moniert ein Einkaumlufer Die Argumente seien fuumlr ihn daher nicht mehr nach-vollziehbar denn mit jedem Tag werde es unwahrscheinlicher dass dieses enorme Defizit wirklich eintrete

Am deutschen und europaumlischen Kupfermarkt ist die Grundstimmung nach wie vor uumlberwiegend positiv Lediglich aus der Gieszligdrahtbranche wird uns von einer leichten Abschwauml-chung berichtet bdquoMan ist etwas beun-ruhigt wegen der aktuellen Nachfra-

geschwaumlche im europaumlischen Gieszlig-drahtbereich aber selbst die Gieszlig-drahthersteller kennen die Ursache dafuumlr nichtldquo berichtet ein Einkaufslei-ter Wichtigster Abnehmer von Gieszlig-draht ist die Elek-trobranche bdquoFalls diese Branche schwaumlchelt duumlrften die Praumlmien unter Druck kommenldquo so ein weiterer Einkaumlu-fer Die Kathoden-praumlmien (Grade A cif Rotterdam) ver-harren nach wie vor bei 60-70 USDt

Schrott ist derzeit weniger verfuumlg-bar denn die Haumlndler halten bei den niedrigeren Preisen Material zuruumlck

Vor allem die Industrieverbrau-cher haben die Preisdelle von ver-gangener Woche und vom Donners-tag dazu genutzt einzukaufen bdquoIch lasse keine Gelegenheit aus und habe einige Orders realisiertldquo berichtet der Einkaufsleiter eines Produzenten In China wo sein Unternehmen Werke habe sehe es am Markt momen-tan bdquonicht so rosig ausldquo berich-tet er weiter Dort wuumlrden die Inflati-ons-bekaumlmpfenden Maszlignahmen nun offenbar greifen Dies sei aber nach seiner Einschaumltzung ein Durchhaumlnger von uumlberschaubarer Dauer bdquoIch sehe das sogar positiv weil sich der dor-tige Markt wieder stabilisiertldquo Denn sein Unternehmen wolle das Geschaumlft in China weiter ausbauen und dazu brauche man in erster Linie einen stabilen und berechenbaren Markt

Den Groszlig-teil des Umsat-zes mache man aber nach wie vor in Europa bdquowo wir im Moment offen-bar eine kleine Delle habenldquo Dennoch sei man sehr zufrie-den mit dem

Geschaumlft und den Auftragseingaumln-gen Christine Buumlttner

Der Markt auf einen Blick Kupfer um 8528 USDt

Europaumlische Gieszligdrahtbranche schwaumlchelt etwas

Schrottangebot knapp

London Metal Exchange Comex Shanghai Futures Exchange

LME-Dreimonatspreis in EURt im Jahresverlauf

0

150000

300000

450000

600000

750000

4800

5400

6000

6600

7200

7800

J J A S O N D J F M A M

LME-Dreimonatspreis und Boumlrsen-Lagerbestaumlndein t in EURt

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Kupfer

ChileRio Tinto kooperiert mit Yunnan Copper

SYDNEY (Dow Jones)--Die China Yunnan Copper Australia Ltd eine in Australien boumlrsennotierte Toch-tergesellschaft der Aluminum Corp of China (Chinalco) gruumlndet mit Rio Tinto ein Gemeinschaftsunterneh-men um Kupfer in Chile zu foumlrdern Chinalco ist mit einem Anteil von 9 der groumlszligte Einzelaktionaumlr von Rio Tinto Die beiden Partner wollen in Chile zunaumlchst zwei Gebiete in der Naumlhe der Cerro-Colorado-Mine von BHP Billiton erkunden

Rio Tinto und Chinalco hatten erst im Dezember ein Gemeinschaftsun-ternehmen gegruumlndet um Erkundsar-beiten in China voranzutreiben ndash ohne jedoch zu sagen um welche Roh-stoffe es sich dabei handelt Groumlszligtes Joint Venture der beiden Konzerne ist bislang das Eisenerzprojekt Simand-ou im westafrikanischen Guinea

Chile Kupferproduktion im Maumlrz fast unveraumlndert

SANTIAGO (Dow Jones)--Chile hat im Maumlrz dieses Jahres 450507 t Kup-fer produziert Das sei im Vergleich zum Vorjahresmonat ein geringfuumlgiger Ruumlckgang um 01 teilte die natio-nale Statistikbehoumlrde INE am Don-nerstag mit Ebenfalls um 01 sei die Kupferproduktion im Zeitraum Januar bis Maumlrz 2011 gefallen und zwar auf 1268 Mio t Grund fuumlr das leichte Minus seien schlechtere Erz-qualitaumlten Probleme mit Bergbauma-schinen und widrige Wetterumstaumlnde an einigen Standorten Die Produkti-on von Kupferkathoden sank im Maumlrz um 66 auf 217964 t wie INE wei-ter mitteilte

Sambia KCM will Produktion bis 2014 verdoppeln

LUSAKA (Dow Jones)--Sambias groumlszligter Kupferproduzent Konkola Copper Mines (KCM) will seine jaumlhr-liche Kupferproduktion bis 2014 ver-doppeln auf mindestens 400000 t Wie die Muttergesellschaft Vedanta Resources mitteilte soll dies durch ein Untertage-Projekt in der Kupfer-mine Chilibombwe den Neubau einer Laugungsanlage in der Nchanga-Mine sowie weitere Expansionvorhaben in Verarbeitungsanlagen und Huumltten ermoumlglicht werden Der jaumlhrliche Kup-fererz-Output werde so mehr als ver-dreifacht auf 75 Mio t Nach Angaben von Vedanta Resources belief sich die Kupferkathoden-Produktion von KCM im vierten Quartal 2010 auf 34000 t Dies entspreche bereits einer Produk-tionsteigerung von 21 heiszligt es

KCM wird den Angaben zufolge im Rahmen der Expansionsplaumlne weite-re 172 Mio USD in den Bau einer Lau-gungsanlage fuumlr die Nchanga-Mine investieren Die Anlage die 2013 in Betrieb gehen soll werde waumlhrend

DeutschlandLeoni kann Gewinnverdreifachen

NUumlRNBERG (Dow Jones)--Der Automobilzulieferer Leoni hat sei-nen Konzerngewinn im ersten Quar-tal mehr als verdreifacht Unter dem Strich verdiente der MDAX-Konzern 366 Mio EUR nach 102 Mio EUR in den ersten drei Monaten des Vorjah-res Die Einnahmen legten von Januar bis Maumlrz um 38 auf 9107 Mio EUR zu Dabei konnte Leoni in nahezu allen Regionen wachsen und die Erwartun-gen in den beiden Unternehmens-bereichen Wiring Systems bzw Wire amp Cable Solutions uumlbertreffen Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) hat sich auf 614 (230) Mio EUR fast verdreifacht Die Mitte April angeho-bene Prognose fuumlr das laufende Jahr bekraumlftigte das Nuumlrnberger Unterneh-men Demnach soll der Umsatz auf etwa 34 Mrd EUR und das EBIT auf rund 210 Mio EUR zulegen

einer Lebenszeit von 13 Jahren jaumlhr-lich mindestens 50000 t Kupfer pro-duzieren heiszligt es Zudem werde der-zeit ein Untertage-Projekt in der Kup-fermine Chilibombwe entwickelt das mindestens 200 Mio t Erz mit einem Kupfergehalt von 35 foumlrdern soll

Quellen London Metal Exchange New York Mer-cantile Exchange Shanghai Futures Exchange (SHFE)

Kupfer Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 115 45

Kassein USDt 875050 917150in EURt 609239 616945

3 Monatein USDt 877500 920000in EURt 610945 618862

15 Monatein USDt 878500 921000in EURt 611641 619535

27 Monatein USDt 860000 901000in EURt 598761 606081

Lagerbestaumlnde(in t) 468350 463925

Comex 115 45

Frontmonat(US-ctslb) 39020 41205

Lagerbestaumlnde(in short tons) - 71254

SHFE 115 45

Frontmonat(CNYt) 67870 69460

Lagerbestaumlnde(in t) 21246 27267

in 1000 t

Quelle International Copper Study Group

Welt-Kupfermarkt

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Kupfer

Deutschland

Aurubis steigt mit Luvata-Zukauf in die Weltspitze aufDUumlSSELDORF (Dow Jones)--Euro-

pas groumlszligter Kupferhersteller Auru-bis wagt nach langem Zoumlgern den Schritt uumlber den groszligen Teich Der Zukauf der Walzproduktsparte des finnischen Luvata-Konzerns ist bdquoder erste Schritt den Aurubis auszligerhalb Europas machtldquo wie der Vorstands-vorsitzende Bernd Drouven sagte Das Hamburger MDAX-Unterneh-men kauft die Luvata-Aktivitaumlten im Bereich Kupferbaumlnder -bleche und -platten (Luvata RPD) fuumlr 200 Mio bis 250 Mio EUR Die Division produ-

zierte mit rund 1100 Mitarbeitern im Geschaumlftsjahr 2010 etwa 160000 t Bleche Baumlnder und Platten aus Kup-fer und Kupferlegierungen und erziel-te damit einen Umsatz von rund 1 Mrd EUR Ihre Produktionsstaumltten liegen in Finnland Schweden und den Nieder-landen ndash sowie hauptsaumlchlich in Buffa-lo im US-Bundesstaat New York

Waumlhrend sich Aurubis bislang auf die Produktion von Kupferbaumlndern und Baumlndern aus Hochleistungslegie-rungen konzentriert habe sei Luva-ta RPD bei der Herstellung von volu-

menstarken Messingprodukten sowie bei Spezialprodukten gut positioniert heiszligt es Daruumlber hinaus werde Luva-ta RPD in der Lage sein Produkte aus dem Portfolio von Aurubis durch seine innovative Technologie des vertikalen Duumlnnbandgieszligens wettbewerbsfaumlhig herzustellen

Schon lange liebaumlugelte die ehema-lige Norddeutsche Affinerie mit einer Ausweitung ihres Geschaumlfts Nicht ein-mal ein Zehntel der Erloumlse von knapp 10 Mrd EUR im Ende September been-deten Geschaumlftsjahr 200910 stamm-

ten aus anderen Welt-regionen wo Auru-bis bisher auch keine Produktionsstandortehatte Auf dem Weg zum Global Player bestand also Handlungsbedarf

Der Kauf von Luvata Rolled Products ist fuumlr Drouven jedoch nicht das Ende der Internati-onalisierung bdquoWir set-zen uns weiter mit ande-ren Dingen auseinan-der aber diese Prozesse brauchen Zeitldquo sagte er zu moumlglichen weiteren Zukaumlufen bdquoWir akqui-rieren nicht auf Teu-fel komm raus sondern uumlberlegen sehr sorgfaumll-tig was zu uns passt und welche Konditionen akzeptabel sindldquo erklaumlr-te er

Bei der nun erworbe-nen Sparte deren Kauf noch von den Kartellbehoumlrden abgesegnet werden muss und laut Drouven Anfang August abgeschlossen werden soll scheint nun alles gepasst zu haben ndash sowohl strategisch wie auch finanziell bdquoDie Kombination mit unseren Aktivitaumlten bietet erhebliches Wertsteigerungspo-tenzialldquo sagte Drouven So seien bis-lang Kunden vom Standort Stolberg aus wo Aurubis Kupferbaumlnder her-stellt nicht weltweit zu beliefern gewe-sen Mit dem Zukauf stoumlszligt das Unter-nehmen in dem Marktsegment nun

in die Weltspitze vor Drouven will zur Optimierung die Produktion von eini-gen Standorten verlagern und an ande-ren konzentrieren Dies soll zu Synergi-en im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich fuumlhren Momentan ist Luvata Rolled Products noch nicht pro-fitabel weist aber einen positiven Cash Flow auf wie Drouven sagte Die Akti-vitaumlten seien bdquowie viele andere von der Finanz- und Wirtschaftskrise gebeuteltldquo worden bdquoDie Aktivitaumlten passen strate-gisch sehr gut zu Aurubis Das Problem des Luvata-Bereichs bisher war die Versorgung mit Vormaterial Davon hat Aurubis genugldquo sagte Commerzbank-Analyst Ingo-Martin Schachel

Aurubis zahlt laut Drouven bdquofast nichtsldquo fuumlr den Zukauf Der genaue Kaufpreis richtet sich nach dem Wert der Vorraumlte zum Zeitpunkt des Abschlusses Dies mache den Haupt-teil des Kaufpreises aus fuumlr die Anla-gen werde nur ein kleiner zweistelliger Millionenbetrag faumlllig Dadurch entste-he ein sogenannter bdquonegativer Good-willldquo von uumlber 100 Mio EUR ndash eine Zuschreibungsmoumlglichkeit bdquodie das Eigenkapital staumlrktldquo bdquoWenn man ein bisschen daruumlber nachdenkt sieht man dass es ein sehr gutes Geschaumlft fuumlr Aurubis istldquo so Analyst Schachtel Martin Rapp

Drouven wirft das Handtuch

Bernd Drouven 55 verlaumlsst Aurubis zum Jahresende auf eige-nen Wunsch Selbst der Aufsichts-rat wurde offenbar von dem Ent-schluss uumlberrascht denn es gibt bislang keinen Nachfolger Nach Informationen des bdquoHamburger Abendblattsldquo fuumlhlte sich Drouven der erst 2008 Werner Marnette als Vorstandsvorsitzenden abgeloumlst hatte zunehmend zermuumlrbt von Konflikten mit dem Groszligaktionaumlr Salzgitter der rund 23 der Auru-bis-Anteile haumllt

Bernd Drouven zahlt bdquofast nichtsldquo fuumlr den Zukauf Foto Dow Jones

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Interview

Ulrich Grillo ist Praumlsident der WirtschaftsVereinigung Metalle Vorsitzender des BDI-Ausschus-ses Rohstoffpolitik und Vizeprauml-sident des BDI Nach Stationen bei Arthur Anderson AT Kear-ney und der Rheinmetall-Gruppe leitet Grillo als Vorstandsvorsit-zender die Grillo-Werke in Duis-burg einen Zinkverarbeiter mit rd 600 Mio EUR Jahresumsatz und 1600 Mitarbeitern

Interview

Geplante Energiewende stellt Metallbranche vor groszlige HerausforderungenBERLIN (Dow Jones)--Die deutsche NE-Metallindustrie sieht sich zuneh-mend Herausforderungen ausgesetzt die leicht die Wettbewerbsfaumlhig-keit der Branche im internationalen Vergleich beeintraumlchtigen koumlnnte Um dem zu begegnen muumlssen die Unternehmen verstaumlrkt gemeinsam agieren und ihre Vorstellungen beispielsweise gegenuumlber den verant-wortlichen Politikern in Berlin und Bruumlssel effektiv vertreten In einem Exklusiv-Interview mit Dow Jones NE-Metalle-Monitor spricht Ulrich Grillo Praumlsident der WirtschaftsVereinigung Metalle und Vorsitzen-der des BDI-Ausschusses Rohstoffpolitik uumlber die Konsequenzen der geplanten Energiewende und einer verteuerten Rohstoffversorgung fuumlr die deutsche NE-Metall-Branche

Herr Grillo nach der Katastrophe von Fukushima hat die Bundes-regierung die Energiewende aus-gerufen Sie wird ganz sicher mit houmlheren Strompreisen verbunden sein Welche Folgen hat dies fuumlr die NE-Metallindustrie

Ulrich Grillo Auch wir sind natuumlr-lich an einer sicheren sauberen und bezahlbaren Energie interes-siert Aber allein die Ankuumlndigung der Energiewende hat die deutschen Strompreise an der Stromboumlrse um 15 erhoumlht Dabei sind die abso-luten Strompreise gar nicht mal das Problem sondern die relativen Prei-se Wenn in Deutschland die Preise erhoumlht werden und in anderen Laumln-

dern nicht ergeben sich daraus Wett-bewerbsnachteile fuumlr die deutsche Industrie Die Strompreise machen aber in der Spitze bis zu 50 des Umsatzes aus Eine schleichende Abwanderung der Branche waumlre die Folge

Gibt es schon Berechnungen wie hoch der Preisanstieg bei Strom infolge der Energiewende ausfal-len wird

Da gehen die Berechnungen der Experten weit auseinander Sie begin-nen bei einem Anstieg um 06 ctkWh der an der EEX als Preissteigerung fuumlr die Grundlastlieferung im Jahr 2012 schon enthalten ist Die dena rech-net bis 2020 mit einem Anstieg um 5ctkWh einschlieszliglich Netzausbau und erhoumlhter EEG-Umlage Damit wuumlrde sich der derzeitige Strompreis etwa verdoppeln Bereits der Anstieg um durchschnittlich 06 ctkWh ent-spricht bei einer Aluminiumelektrolyse fast 50 der Lohn- und Gehaltssum-me und zehrt den Jahresgewinn eines solchen Unternehmens auf

Wie wollen sie diesem Preisdruck begegnen

Wir brauchen bezahlbaren Grund-laststrom Wir streben deshalb Indus-

triepreise fuumlr Strom an wie es sie in anderen europaumlischen Laumlndern etwa Frankreich oder Spanien gibt Ener-gieintensive Betriebe im Ausland beispielsweise in den Niederlanden haben zudem die Moumlglichkeit eine Verguumltung zu erhalten wenn sie bei Verbrauchsspitzen temporaumlr vom Netz gehen und so die Stabilitaumlt des Netzes gewaumlhrleisten Wir setzen uns dafuumlr ein dass diese Regelung auch in Deutschland angewendet wird

Eine Herausforderung fuumlr die Bran-che stellen ja nicht nur houmlhere Strompreise sondern auch zum Teil exorbitante Preissteigerungen bei Rohstoffen dar

Dazu ist zu sagen dass es eine absolute Knappheit insbesondere bei metallischen Rohstoffen nicht gibt Die Preiserhoumlhungen sind das Ergeb-nis von Oligopolen wie beispielswei-se beim Eisenerz aber auch moumlgli-che spekulative Uumlbertreibungen an den Boumlrsen spielen leider eine Rolle Und dann gibt es noch die politisch gewollten Verzerrungen des Wettbe-werbs

China hat seine Seltene-Erden-Industrie zunaumlchst subventioniert und damit andere Anbieter vom Markt ver-draumlngt Nun beschraumlnkt es die Expor-te fuumlr diese Metallgruppe

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Was kann die deutsche Indus-trie tun um dem Trend zu Wettbe-werbsverzerrungen entgegenzu-wirken

Wir halten daran fest dass Roh-stoffsicherung zunaumlchst Sache der Unternehmen ist auch wenn flankie-rend die Politik gefordert ist Wir den-ken im BDI derzeit mit einigen Unter-nehmen in einer Arbeitsgruppe inten-siv uumlber Moumlglichkeiten fuumlr gemeinsa-me Engagements bei Rohstoffen im Ausland nach die Ergebnisse dieser Analysen dazu werden wir in einigen Monaten veroumlffentlichen Dabei muss es nicht um Einkaufs- oder Handels-zusammenschluumlsse gehen Es kann auch um Kooperationen beispielswei-se bei der Exploration von Rohstoffen gehen Die deutschen Unternehmen haben in der Vergangenheit eigene Engagements bei Rohstoffen mehr-heitlich aufgegeben und sich auf ihre Kernkompetenzen konzentriert Das war richtig solange der Markt funk-tioniert hat Heute ist das nicht mehr unbedingt der Fall

Und was kann die Politik tun

Wir fuumlhlen uns durch das Bun-deskanzleramt und das Bundeswirt-schaftsministerium gut unterstuumltzt Ein Beispiel wie die Politik flankierend helfen kann sind die sogenannten Rohstoffpartnerschaften Dabei grei-fen Auszligenpolitik Wirtschaftspolitik und Entwicklungshilfe ineinander Das Pilotprojekt einer solchen Partner-schaft wird gerade mit Kasachstan festgezurrt In den naumlchsten Mona-ten wird ein Regierungsabkommen zwischen Deutschland und Kasachs-tan abgeschlossen das als Rahmen-vereinbarung fuumlr die Kooperation der privaten Akteure dient Kasachstan ist fuumlr uns vor allem als Lieferant seltener Metalle interessant beispielsweise Wolfram Die kasachische Seite ist an unserer Technologie interessiert und will natuumlrlich so viel Wertschoumlpfung wie moumlglich im eigenen Land aufbau-en Wir sind auch an Rohstoffpartner-schaften mit anderen Laumlndern interes-siert beispielsweise mit Staaten Suumld-amerikas

Das klingt nicht so ganz anders als das was uumlber die chinesische Pra-xis der Rohstoffsicherung berich-tet wird

Von einer Partnerschaft muumlssen immer beide Seiten profitieren Wir genieszligen als Deutsche eine hohe Wertschaumltzung und sind auch wegen unserer Technologie ein begehrter Partner Wir sprechen von einer nach-haltigen Partnerschaft auf Augenhouml-he deren Grundlage fairer Handel und nachhaltige Entwicklung ist

Ein immer wichtigerer Aspekt des Themas ist auch die Sekundaumlrroh-stoffgewinnung Die EU hat eine neue Abfallverordnung beschlos-sen Sind sie mit den Regelungen zufrieden

Das Problem sind weniger die Regeln die auf nationaler oder EU-Ebene erlassen werden als die Kon-trolle ihrer Einhaltung Die Kontrollen muumlssen verbessert werden auch in Deutschland Wissen Sie was bdquochine-se packagingldquo ist Da sind in einem Container die obersten Schichten mit Waren befuumlllt die den Regeln ent-sprechen Aber darunter wo niemand mehr kontrolliert finden sich ganz andere Waren So funktioniert bei-spielsweise auch die illegale Ausfuhr von wertvollen Schrotten Die EU-Staaten bleiben also aufgerufen die Einhaltung ihrer eigenen Regeln effi-zient zu uumlberwachen Das gilt insbe-sondere auch fuumlr die neuen Vorgaben aus Bruumlssel die wir grundsaumltzlich fuumlr konstruktiv halten

Das Interview fuumlhrte Claus-Detlef Groszligmann

Die WirtschaftsVereinigung Metalle(WVM) vertritt die wirtschaftspoliti-schen Anliegen der NE-Metall-industrie mit 658 Unternehmen und 108660 Beschaumlftigten Im Jahre 2010 erwirtschaftete die Branche einen Umsatz in Houmlhe von insge-samt 435 Mrd EUR

DOW JONESManagement-ForumRohstoffstrategien 2011Ist Ihr Unternehmen richtigaufgestellt fuumlr die Zukunft

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Interview

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Hintergrund

DeutschlandRohstoffeffizienz-Preis Die Frist laumluft

BERLIN (Dow Jones)--Um den Stellenwert der Rohstoff- und Materialeffizienz in der Wirtschaft staumlrker zu verankern vergibt das Bundesministerium fuumlr Wirtschaft und Technologie in Zusammenar-beit mit der Deutschen Rohstoff-agentur in diesem Jahr erstmals den bdquoDeutschen Rohstoffeffizienz-Preisldquo Der Preis ist den Angaben zufolge fuumlr bdquoherausragende Unter-nehmensbeispiele fuumlr rohstoff- und materialeffiziente Produkte Prozesse oder Dienstleistungen und anwendungsorientierte For-schungsergebnisseldquo vorgesehen

Durch den Wettbewerb soll-ten noch mehr Mitarbeiter und Geschaumlftsfuumlhrer gerade von klei-nen und mittelstaumlndischen Unter-nehmen sowie Wissenschaftler fuumlr das Thema Rohstoff- und Mate-rialeffizienz sensibilisiert werden sagte Hans-Joachim Kuumlmpel Praumlsident der Bundesanstalt fuumlr Geowissenschaften und Rohstof-fe (BGR) in der die Deutsche Roh-stoffagentur angesiedelt ist

Rohstoff- und Materialkosten sind laut Statistischem Bundes-amt im produzierenden Gewerbe mit gut 45 der groumlszligte Kosten-faktor Besonders in Zeiten stei-gender Rohstoffnachfrage und-preise sei daher rohstoff- und materialeffizientes Wirtschaf-ten eine gute Strategie zur Erhouml-hung der Unternehmensrentabili-taumlt und der Wettbewerbsfaumlhigkeit so Kuumlmpel

Praumlmiert werden sollen vier mittelstaumlndische Unternehmen sowie eine Forschungseinrichtung mit einem Preisgeld von jeweils 10000 EUR Einsendeschluss fuumlr Antraumlge ist der 20 Septem-ber 2011 Die Preisverleihung fin-det am 16 November 2011 im Bundesministerium fuumlr Wirtschaft und Technologie in Berlin statt

Weitere Informationen finden Sie unter httpwwwdeutsche-rohstoffagenturde

Deutschland

Familienunternehmen nehmen Asien ins Visier

BERLIN (Dow Jones)--Deutsch-lands groumlszligte Familienunternehmen nehmen als Maumlrkte der Zukunft immer staumlrker die Laumlnder Asiens in den Blick Als wichtigsten Wachstumsmarkt der Zukunft haben die Unternehmen Indi-en ausgemacht Das ist das Ergeb-nis einer Umfrage unter 404 der 2688 Familienunternehmen mit mehr als 50 Mio EUR Jahresumsatz die vom Institut fuumlr Mittelstandsforschung (IfM) durchgefuumlhrt wurde Auftragge-ber waren die Deutsche Bank und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI)

Familienunternehmen seien bereits in hohem Maszlig auf Auslandsmaumlrkten aktiv und erwarteten auch fuumlr die-ses Jahr eine Steigerung ihrer Expor-te heiszligt es Neun von zehn Famili-enunternehmen vertreiben Produk-te und Dienstleistungen auf interna-tionalen Maumlrkten Fuumlr mehr als ein Drittel (354) zaumlhlt Frankreich heute zu den drei wichtigsten Absatzmaumlrk-

ten ndash vor China (274) und den USA (253) Ein Drittel der Unternehmen die bereits international aktiv sind wollen auf weiteren Auslandsmaumlrk-ten aktiv werden Angefuumlhrt wird die Wunschliste von Indien (195) und China (165) Hinsichtlich der Ein-schaumltzung zukuumlnftiger Wachstums-maumlrkte wird sich Indien zum Wachs-tumsmarkt der Zukunft entwickeln und zum fuumlnftwichtigsten Handels-partner aufsteigen China wird dem-nach zum wichtigsten Exportland vor Frankreich den USA und Russland

Die Befragung zeigt weiter dass mehr als drei Viertel (842) den Wirt-schaftsstandort Deutschland posi-tiv bewerten Fast jeder vierte Unter-nehmer (234) beurteilte die Attrak-tivitaumlt Deutschlands als deutlich houmlher im Vergleich zum Ausland Fuumlr dieses Jahr planen zwei Drittel der Befrag-ten (66) die Investitionsbudgets zu erhoumlhen und neue Mitarbeiter einzu-stellen (674)

Deutschland

Ende des Freihafens Hamburg

HAMBURG (Dow Jones)--Der Frei-hafen Hamburg wird zum 1 Januar 2013 aufgehoben damit der Verkehr im Hafen besser flieszligen kann Kuumlnf-tig entfallen die Zollkontrollen an der Freizonengrenze sowie die besonde-ren Uumlberwachungsverfahren fuumlr die Lagerung von Gemeinschaftswaren im Hafengebiet wie die Handelskam-mer Hamburg mitteilte Im gesamten Hafen gelten dann nur noch die all-gemeinen Regelungen fuumlr EU-See-zollhaumlfen Daraus ergeben sich fuumlr die Betroffenen aber zum Teil erhebliche Veraumlnderungen bezuumlglich der Zoll-abfertigung sowie der gesetzlichen Pflichten uumlber sich die Firmen fruumlh-zeitig informieren sollten heiszligt es

So muumlssen kuumlnftig unter anderem Waren die in die EU eingefuumlhrt wer-den unmittelbar nach ihrer Ankunft im Hamburger Hafen in ein Zollverfah-ren uumlberfuumlhrt werden Vom Zoll abge-

fertigte Warensendungen die von den Terminals kommen und ohne weitere Behandlung das Hafengebiet verlas-sen sollen werden jedoch nicht mehr durch Zollkontrollen an den ehemali-gen Freihafengrenzen behindert

Weiter ist eine Lagerung von Nicht-gemeinschaftswaren nur noch im Rahmen der voruumlbergehenden Ver-wahrung oder in einem Zolllager moumlg-lich Zum 1 Januar 2013 muumlssen daher alle in der Freizone gelager-ten Nichtgemeinschaftswaren fuumlr ein bewilligtes Zolllagerverfahren oder zur voruumlbergehenden Verwahrung ange-meldet werden

Die Handelskammer Hamburg will nach eigenen Angaben demnaumlchst spezielle Veranstaltungen fuumlr dieje-nigen Firmen anbieten die von der Aufhebung des Freihafens betrof-fen sind Weitere Informationen unter wwwhk24de

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Hintergrund

Deutschland

Industrie fordert spezielle Industriestrompreise

BERLIN (Dow Jones)--Industrie-vertreter fordern von der Bundes-regierung sich fuumlr konkurrenzfaumlhi-ge Industriestrom-Preise einzuset-zen Denn im Zuge des geplanten beschleunigten Atomausstiegs fuumlrch-ten die energieintensiven Unterneh-men in Deutschland um ihre Wettbe-werbsfaumlhigkeit Angesichts der Son-dersituation die sich aus dem schnel-len Ausstieg ergebe seien Reaktio-nen der Politik gefragt sagte Annet-te Loske Hauptgeschaumlftsfuumlhrerin des Verbandes der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) dem bdquoHan-

delsblattldquo (HB) Der VIK steht fuumlr 80 des industriellen Energieeinsatzes in Deutschland

Der VIK schlaumlgt dazu ein Fondsmo-dell vor Die zur Deckung des Grund-bedarfs der energieintensiven Indus-trie erforderlichen Strommengen wer-den von den Kraftwerksbetreibern zu einem festgelegten Preis an einen Strommengenfonds geliefert Aus diesem Fonds koumlnnen stromintensi-ve Industrieunternehmen Strom zu einem Preis beziehen der im europaumli-schen Vergleich wettbewerbsfaumlhig ist Das Modell koumlnnte im Wege einer frei-willigen Selbstverpflichtung durch die betroffenen Kraftwerksbetreiber ein-gerichtet werden Nach den Vorstel-lungen des VIK koumlnnte die Bundes-

regierung dieses Modell zum Gegen-stand ihrer Verhandlungen mit den Energiekonzernen uumlber die Abschal-tung der Meiler machen Um kei-nen Schadensersatzforderungen der Kernkraftwerksbetreiber zu riskieren wird die Regierung ohnehin mit der Branche sprechen muumlssen

Manche EU-Laumlnder habenregulierte Strompreise

Dass der von der Bundesregierung geplante schnelle Ausstieg aus der Kernkraft zu steigenden Strompreisen

fuumlhren wird gilt als sicher schreibt das bdquoHandels-blattldquo Schon das Morato-rium fuumlr die sieben aumlltes-ten Meiler habe sich preis-treibend ausgewirkt Ein Blick in Laumlnder wie Frank-reich Norwegen oder Spa-nien belegt dass deutsche Unternehmen schon heute besonders hohe Strom-preise zahlen In Frankreich dagegen gibt es neben dem regulaumlren Industrie-strompreis einen regulier-ten Preis der fuumlr beson-ders stromintensive Bran-chen gilt Dieser Preis macht weniger als die Haumllf-te des deutschen Industrie-

strompreises aus bdquoIn Frankreich sind die speziellen Industriestromtarife seit Jahren uumlblich Das ist ein starker Pluspunkt im Wettbewerb Mit dem zu erwartenden Strompreisanstieg in Deutschland wird daraus ein Riesen-vorsprung fuumlr franzoumlsische Unterneh-menldquo sagte Loske

In einzelnen Branchen ist der Strompreis der entscheidende Kos-tenfaktor Besonders deutlich wird das am Beispiel der Aluminiumin-dustrie In einer deutschen Alumini-umhuumltte koumlnnen die Stromkosten bis zu 50 der gesamten Produktions-kosten ausmachen Aluminiumhuumltten in Norwegen Frankreich oder Spani-en haben daher auf den Weltmaumlrkten enorme Kostenvorteile

Deutschland Gesamtmetall rechnet mit 80000 neuen Jobs

BERLIN (Dow Jones)--Gesamt-metallpraumlsident Martin Kannegie-sser rechnet bis Jahresende mit 80000 neuen Arbeitsplaumltzen in der Metall- und Elektrobranche bdquoVom Tiefpunkt im Maumlrz 2010 bis jetzt haben wir auch schon wie-der 75000 zusaumltzliche Stamm-arbeitsplaumltze aufgebautldquo sagte Kannegiesser im Interview mit der bdquoWeltldquo Er geht davon aus dass die Branche bis zum Jah-resende wieder fast 36 Millionen Beschaumlftigten aufweise ndash wie vor der Krise Bereits jetzt hat aller-dings nach seinen Angaben jedes zehnte Unternehmen Schwierig-keiten in der Produktion weil die geeigneten Fachkraumlfte ndash vor allem im Ingenieurbereich ndash fehlen Des-halb denke man immer oumlfter uumlber neue Standorte mit bdquogut qualifi-zierten Leutenldquo nach sagte er der bdquoWeltldquo

Deutschland Preisauftrieb im Groszlighandel laumlsst etwas nach

WIESBADEN (Dow Jones)--Der Preisauftrieb im deutschen Groszlighan-del hat im April etwas nachgelas-sen Das Preisniveau stieg im Ver-gleich zum Vormonat um 02 wie das Statistische Bundesamt berich-tete Im Maumlrz hatten sich die Groszlig-handelspreise um 13 erhoumlht Im Jahresvergleich kletterten die Prei-se im Groszlighandel im April um 92 waumlhrend im Vormonat ein Anstieg um 109 ermittelt worden war Die Groszlighandelspreise fuumlr fuumlr Erze Metal-le und Metallhalbzeug lagen auf Groszlig-handelsebene um 149 uumlber denen vom Vorjahr gegenuumlber dem Vormo-nat fielen sie um 09 Im Groszlighan-del mit festen Brennstoffen und Mine-raloumllerzeugnissen lag das Preisni-veau um 162 uumlber dem Vorjahr im Monatsvergleich verteuerten sich die in diesem Bereich gehandelten Pro-dukte um 15

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CO2-Kosten

NE-Metallbranche kann weiter auf vollstaumlndige Kompensation hoffenFRANKFURT (Dow Jones)--Die Bemuumlhungen von Herstellern und Ver-arbeitern von Aluminium Kupfer und Zink um einen zeitlich befristeten Ausgleich der in den Strompreis eingepreisten CO2-Kosten werden von der Bundesregierung offenbar weiterhin unterstuumltzt Wie aus Verbands-kreisen zu houmlren ist wird sich die Bundesregierung in einer Stellungnah-me an die Bruumlsseler Wettbewerbsbehoumlrde fuumlr eine Vollkostenkompensa-tion des CO2-Zertifikatepreises ohne Abzug aussprechen Die Angst vor einer moumlglichen Kehrtwende im deutschen Ansatz hatte fuumlhrende Unter-nehmen aus den betroffenen Branchen dazu veranlasst einen bdquoBrand-briefldquo an den Leiter des Bundeskanzleramtes Ronald Pofalla (CDU) zu schreiben und die Lobbyarbeit in Bruumlssel zu verstaumlrken

Eckpunkte der deutschen Stellung-nahme die in der kommenden Woche nach Bruumlssel uumlbermittelt wird basieren offenbar auf einem Beschluss der CDUCSU-Bundestagsfraktion vom 10 Mai Zu den Forderungen gehoumlrt eine Voll-kostenkompensation des Zertifikate-

preises ohne Abzug fuumlr jene Branchen die eine Stromintensitaumlt von 1 kWhEUR Bruttowertschoumlpfung oder mehr aufweisen Die Antragsteller muumlssen dabei einen Stromverbrauch von min-

destens 1 GWhJahr aufweisen Nach Berechnungen des Bundeswirtschafts-ministeriums (BMWi) liegt die Kupferin-distrie knapp oberhalb des Wertes von 1 kWhEUR gleiches gelte mit grouml-szligerem Abstand fuumlr Aluminium sowie Zink Zinn und Blei Das BMWi rechnet

fuumlr die weiteren Verhandlungen jedoch mit moumlg-lichen bdquospuumlrba-ren Einschraumln-kungenldquo bei die-sen Forderun-gen Wesentli-che Stellschrau-ben seien die noch ausstehen-den Beschluumls-se zu den Bei-hilfeleitlinien und der deutschen Foumlrderrichtli-nie Voraussicht-lich duumlrften Bun-desumweltminis-terium und Bun-desfinanzminis-terium versu-chen den Kreis der Beguumlnstig-

ten in der konkreten Umsetzung ein-zuschraumlnken

Zu den Unterzeichnern des Brand-briefes gehoumlrten der groumlszligte europaumli-sche Kupferproduzent Aurubis Zink-

produzent Xstrata Zinc sowie die Alu-miniumhersteller Trimet Norsk Hydro und Voerde Aluminium (Voerdal) Par-allel dazu wurde die Lobbyarbeit in Zusammenhang mit dem Konsulta-tionsverfahren der Bruumlsseler Wettbe-werbsbehoumlrde zum Thema Kompen-sationszahlung verstaumlrkt um die bdquovoumll-lig indiskutable Varianteldquo einer nicht vollstaumlndigen Kompensation vom Tisch zu bringen wie Heribert Hauck bei der Trimet Aluminium AG fuumlr das Ressort Energiewirtschaft zustaumlndig im Gespraumlch mit Dow Jones betont Die Bundesregierung hatte bereits im August 2009 Verstaumlndnis fuumlr die Bran-che gezeigt und die nationale bdquoRichtli-nie zur Foumlrderung der Herstellung von klimaschonenden NE-Metallenldquo ver-abschiedet Die Foumlrderrichtlinie wird jedoch von der EU-Wettbewerbsbe-houmlrde seit zwei Jahren nicht freigege-ben offiziell pruumlft die Kommission sie noch Auch die EU-Emissionshandels-richtlinie sieht in Artikel 10a Absatz 6Ausgleichszahlungen fuumlr Sektoren beziehungsweise Teilsektoren vor fuumlr die ein erhebliches Risiko einer Ver-lagerung von CO2-Emissionen durch auf den Strompreis uumlbergewaumllzte Kosten der Treibhausgasemissionen (Carbon Leakage) ermittelt wurde

bdquoSolange es kein weltweites Emis-sionshandelsregime gibt wollen wir eine Kompensation haben Diese soll auch der Belastung entspre-chen Es reicht nicht aus wenn wir nur einen Teil der Belastungen erstat-tet bekommenldquo sagte auch Ulf Gehr-ckens Energiechef des Kupferprodu-zenten Aurubis bdquoNur durch die Kom-pensation der CO2-Kosten erreichen wir wieder gleiche Wettbewerbsbe-dingungenldquo ist Gehrckens uumlberzeugt Aurubis habe wie andere Unterneh-men deren Produkte zu Boumlrsenprei-sen gehandelt werden keine Moumlg-lichkeit lokale Mehrkosten an den Kunden weiterzugeben Trimet muumlss-te bei voller Belastung auf Basis des derzeitigen CO2-Preises von rund 17 EURt laut Hauck pro Jahr 60 Mio EUR zusaumltzlich bezahlen bei Aurubis laumlge die Belastung nach Angaben von Gehrckens bei 25 Mio EUR pro Jahr Silvia Rausch-Becker

Ein bdquoBrandbriefldquo der NE-Metallbranche zeigte offenbar Wirkung in Berlin Quelle Deutscher Bundestag

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Zinn Zink Blei amp Nickel

Seltene Erden

bdquoEntwicklung Gruumlner Technologien gefaumlhrdetldquoHANNOVER (Dow Jones)--Die Ver-

sorgung mit Seltenen Erden stellt die deutsche Wirtschaft weiterhin vor Probleme Waumlhrend im Bereich der so genannten leichten Seltenen Erden (Cer Lanthan ua) voraussicht-lich ab 2012 eine deutliche Entspan-nung eintreten wird ist fuumlr die Nutzer von schweren Seltenen Erden (Dys-prosium Europium ua) kein Ende der Versorgungsengpaumlsse abzuse-hen Zu diesem Ergebnis kommt eine Kurzstudie der Deutschen Rohstoff-agentur (DERA) in der Bundesanstalt fuumlr Geowissenschaften und Rohstof-fe (BGR)

bdquoIn Uumlbereinstimmung mit interna-tionalen Studien rechnen wir in der nahen Zukunft mit einer unzureichen-den Versorgungslage besonders mit Europium Terbium und Dysprosiumldquo sagte Harald Elsner BGR-Exper-te und Autor der Studie Die schwe-ren Seltenen Erden finden in vielen so genannten bdquoGruumlnen Technologi-enldquo Verwendung wie z B im Bereich der Windenergie Auch die Produkti-on von energiesparenden Leuchtmit-teln ist ohne schwere Seltene Erden nicht moumlglich

Die Kurzstudie verweist auf ein weiteres Problem Obwohl es Sub-stitutionsmoumlglichkeiten gebe koumlnn-te die augenblickliche Rohstoffsitua-tion auch dazu fuumlhren dass die Ent-

wicklung von effizienteren Wind- und Wasserkraftwerken sowie die Aus-breitung der Elektromobilitaumlt gefaumlhr-det sei warnt Elsner Deshalb steht fuumlr den Experten fest bdquoTrotz bereits eingesetzter groszliger Bemuumlhungen um Maximierung der Recyclingquoten ist absehbar dass kuumlnftig nur die Unter-nehmen von den groszligen Marktchan-cen im Bereich der Gruumlnen Technolo-gien profitieren die sich in der primauml-ren Rohstoffversorgung mit schweren Seltenen Erden abgesichert habenldquo

Die Kurzstudie zeigt weiter auf in welchen Industriesektoren die schwe-ren Seltenen Erden jeweils Verwen-dung finden und in welchen Men-gen sie voraussichtlich bis zum Jahr 2015 zur Verfuumlgung stehen werden Zu den untersuchten schweren Sel-tenen Erden gehoumlren elf Elemente darunter sind die wichtigsten Yttri-um Samarium Europium Gadolini-um Terbium Dysprosium und Erbi-um In die Untersuchung flossen den Angaben des Autors zufolge Informa-tionen deutscher Firmen ein die Sel-tene Erden verbrauchen

Die unter dem Titel bdquoKritische Ver-sorgungslage mit schweren Seltenen Erden ndash Entwicklung bdquoGruumlner Tech-nologienldquo gefaumlhrdetldquo erschienene Kurzstudie steht auf der Homepage der BGR als Download zur Verfuumlgung (httpwwwbgrbundde)

Seltene Erden

Goldman Sachs sieht ab 2013 Entspannung

SYDNEY (Dow Jones)--Das globa-le Angebotsdefizit der Seltenen Erden wird im laufenden Jahr seinen Houmlchst-stand erreichen Dies ist die Einschaumlt-zung der Investmentbank Goldman Sachs Das Defizit koumlnne sich 2011 auf 18734 t belaufen was 132 der Nachfrage entspraumlche Nachdem der Markt 2013 fast im Gleichgewicht sein werde koumlnne der Angebots-uumlberhang im darauf folgenden Jahr bereits 5860 t betragen was 32

der erwarteten Nachfrage entspre-che bdquoWir gehen davon aus dass der Markt 2011 und 2012 deutlich unter-versorgt sein wird und dass die Preise in den kommenden 18 Monaten nach oben tendierenldquo schreibt Goldman Sachs 2013 soll der Markt fast aus-geglichen und danach leicht uumlberver-sorgt sein Dies koumlnne zumindest bei den leichten Seltenen Erden zwischen 2013 und 2015 zu moderaten Preis-ruumlckgaumlngen fuumlhren

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

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Zink

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

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17500

20000

22500

Zinn

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 2895000 2915000EURt 2043193 1963756

3 MonateUSDt 2900000 2905000EURt 2046722 1957020

15 MonateUSDt 2909000 2910000EURT 2053074 1960388

Lagerbestaumlnde (in t) 21965 21080

Quelle London Metal Exchange

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

KasseUSDt 210350 212600EURt 148458 143223

3 MonateUSDt 212100 213000EURt 149693 143492

15 MonateUSDt 217000 219000EURT 153151 147534

Lagerbestaumlnde (in t) 829050 822225

Quelle London Metal Exchange

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Zinn Zink Blei amp Nickel

Seltene Erden

DIW fordert zu Vorratshaltung auf

BERLIN (Dow Jones)--Das Deut-sche Institut fuumlr Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) warnt wegen des Mono-pols Chinas bei Seltenen Erden vor einer die Lieferketten bedrohenden Abhaumlngigkeit und fordert die Indus-triestaaten zu einer entsprechenden Vorratshaltung sowie abgestimm-tem Verhalten auf bdquoDie Seltenen Erd-metalle sind eine zunehmend wichti-ge Ressource fuumlr die Hochtechnolo-gie-Industrieldquo erklaumlrte Antje Kroumlger DIW-Expertin und Mitautorin einer am Mittwoch veroumlffentlichten Studie zum Thema bdquoWettlauf um die Metalleldquo

Lieferengpaumlsse oder Lieferblo-ckaden koumlnnten die Entwicklungen der Industriestaaten bremsen bdquoDie Industriestaaten sollten deswegen ein WTO-Streitbeilegungsverfahren anregen oder versuchen im Rahmen eines abgestimmten Vorgehens Vorrauml-te anzulegenldquo riet die DIW-Forsche-rin Politik und Wirtschaft der Indus-triestaaten haumltten den strategischen Wert der Seltenen Erden viel zu lange nicht erkannt

bdquoEuropa die USA und Japan finden sich deshalb heute in einer Abhaumln-gigkeit wieder die wichtige Teile ihrer

Industrie bedroht wie zum Beispiel die Umwelttechnologie Elektrotech-nik und Autobrancheldquo warnte Krouml-ger Rund 97 der Seltenen Erden wuumlrden derzeit in China gefoumlrdert und aufbereitet

Mit diesem Monopol koumlnne die Volksrepublik das Angebot jeder-zeit verknappen Kurz- und mittel-fristig werde sich das Problem ver-schaumlrfen denn die Nachfrage steige Schon jetzt nutze China seine Mono-polstellung uumlber Preis- und Lieferdis-kriminierungen gezielt um die eige-ne Industrie zu foumlrdern und auslaumln-dische High-Tech-Konzerne ins Land zu locken indem beispielsweise Ver-sorgungszusagen gemacht wuumlrden Ausreichende Mengen Seltener Erden wuumlrden solchen Unternehmen zuge-sagt die ihre Produktion nach China verlegten

Schwaumlchung destechnologischen Know-hows

Den Industriestaaten drohe zunaumlchst eine Abwanderung und mit-telfristig auch eine Schwaumlchung ihres technologischen Know-hows bdquoSchon heute werden geschaumltzte 60 der globalen Seltene-Erden-Produktion in China eingesetztldquo sagte Kroumlger Sel-tene Erden stecken in Katalysatoren Handys Plasmabildschirmen Fest-platten Batterien und MP3-Spielern Sie helfen Windkraftturbinen Elek-tromotoren sowie Energiesparlam-pen zu betreiben bdquoDie Marktstruk-tur der weltweiten Metallmaumlrkte soll-te staumlrker kontrolliert werdenldquo meint Aleksandar Zaklan Spezialist fuumlr Res-sourcenmaumlrkte am DIW bdquoSollten sich die gegenwaumlrtigen Trends vor allem bei der Angebotskonzentration und dem Nachfragewachstum fortsetzen muss mit weiter steigenden Metall-preisen gerechnet werdenldquo warnt der Forscher

Sie finden die Studie zum kosten-losen Download unter httpwwwdiwdedocumentspublikationen73diw_01c372387de11-19-1pdf

Praumlsodym wird unter anderemfuumlr Dauermagnete benoumltigt Foto jumkde

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

1500

1800

2100

2400

2700

3000

J J A S O N D J F M A M180000

210000

240000

270000

300000

330000

Blei

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

17500

20000

22500

25000

27500

30000

J J A S O N D J F M A M114000

120000

126000

132000

138000

144000

Nickel

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 2396000 2497500EURt 1691016 1682498

3 MonateUSDt 2400000 2500000EURt 1693839 1684182

15 MonateUSDt 2367500 2467500EURT 1670901 1662288

Lagerbestaumlnde (in t) 114732 116364

Quelle London Metal Exchange

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 227200 237900EURt 160350 160267

3 MonateUSDt 225500 234500EURt 159150 157976

15 MonateUSDt 224800 233300EURT 158656 157168

Lagerbestaumlnde (in t) 315825 311450

Quelle London Metal Exchange

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Branchen amp Maumlrkte

Maschinenbau Weiteres Auftragsplusbei Neuauftraumlgen

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Maschinen- und Anla-genbau hat im Maumlrz einen weiteren Anstieg bei den Neuauftraumlgen ver-zeichnet wobei sich die Zuwachsra-te jedoch verlangsamt hat Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mitteilte lag der Aufragseingang real 18 uumlber dem Ergebnis des Vorjahres Dabei stiegen das Inlands- und das Auslandsge-schaumlft gleichermaszligen um jeweils 18 im Vergleich zum Maumlrz 2010 Im Feb-ruar war ein Orderplus auf Jahressicht von 38 berichtet worden

In dem von kurzfristigen Schwan-kungen weniger beeinflussten Drei-

Automobil Pkw-Markt bleibt auf dem Wachstumspfad

BAD HOMBURG (Dow Jones)--Die Zahl der Pkw-Neuzulassun-gen in Deutschland hat sich im April weiter erhoumlht Wie der Verband der Internationalen Kraftfahrzeugherstel-ler (VDIK) mitteilte erreichte der Pkw-Markt mit rund 266000 Zulassun-gen ein Wachstum von 3 gegenuuml-ber dem Vorjahresmonat Seit Jahres-beginn liegt der Markt damit um 11 uumlber dem Vorjahresniveau

Dabei wuchs die bdquoNachfrage nach Hybridfahrzeugen gegenuumlber dem Vorjahreswert um knapp 30 und erreichte in den ersten vier Mona-ten 2011 in Deutschland uumlber 3800 Zulassungenldquo erklaumlrte VDIK-Prauml-sident Volker Lange Davon entfie-len 90 auf internationale Herstel-ler bdquoAktuell sind damit 41000 Hyb-rid-Pkw auf deutschen Straszligen unter-wegsldquo

Die kraumlftige Nachfrage auf dem Nutzfahrzeugmarkt hielt ebenfalls weiter an Mit rund 26600 Neuzulas-sungen im April konnte das Vorjahres-ergebnis um 12 uumlbertroffen werden In den ersten vier Monaten 2011 wur-den damit insgesamt 103000 Nutz-fahrzeuge neu zugelassen das ent-spricht einem Wachstum von 25

Maschinenbau Chancen durch Ausbau der Elektromobilitaumlt

WUumlRZBURG (Dow Jones)--Der deutsche Maschinen- und Anlagen-bau wird in den kommenden Jahren vom Ausbau der Elektromobilitaumlt stark profitieren Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie von VDMA und der Strategieberatung Roland Berger Denn durch die Einfuumlhrung von Fahr-zeugen mit elektrischem Antriebs-strang seien zukuumlnftig Kompetenzen des Maschinenbaus gefragt die bis-lang nur selten in der Automobilpro-duktion genutzt wurden Denn kos-tensenkende Produktionstechnik werde dort dringend gebraucht

Durch neue Produktionsanlagen fuumlr Elektrobatterien werde sich bis 2020 ein Geschaumlftspotenzial von 48 Mrd EUR ergeben heiszligt es in der Studie Allerdings stehe die Branche auch vor der groszligen Herausforderung ein neues Produkt- und Technologieport-folio entwickeln zu muumlssen

Fuumlr die deutsche Maschinenbau-branche spielt der Automobilbau schon jetzt eine wichtige Rolle So wurden 2010 rund 14 Mrd EUR direkt im Automotive-Bereich umgesetzt

Die Studie mit dem Titel bdquoE-Mobi-lity ndash Chancen und Risiken fuumlr den deutschen Maschinen- und Anlagen-bauldquo koumlnnen Sie kostenlos von der Webseite des VDMA downloaden httpwwwvdmaorg

monatsvergleich Januar bis Maumlrz 2011 ergibt sich insgesamt ein Plus von 32 im Vorjahresvergleich bei den Inlandsauftraumlgen ein Plus von 35 und bei den Auslandsauftraumlgen ein Plus von 31 bdquoErwartungsge-maumlszlig setzt nun offenbar eine Norma-lisierung der Wachstumsraten einldquo kommentierte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers das Ergebnis bdquoDer sogenannte Basiseffekt extrem nied-riger Vorjahreswerte spielt eine immer geringere Rolle weil sich in eben diesen Vorjahresmonaten der Auf-schwung bereits bemerkbar machte So war der Maumlrz 2010 der erste star-ke Ordermonat nach der Kriseldquo fuumlgte er hinzu

HandelsabkommenFreihandelsabkommen mit Suumldkorea besiegelt

SEOUL (Dow Jonesgtai)--Das suumld-koreanischen Parlament hat das im Oktober 2010 vereinbarte Freihan-delsabkommen mit der EU ratifiziert Damit ist der Weg frei fuumlr das erste Freihandelsabkommen der EU mit einem asiatischen Partner Die Verein-barung wird ab Juli 2011 in Kraft tre-ten Zwischen der EU und Suumldkorea werden dann innerhalb von fuumlnf Jah-ren die Zoumllle auf mehr als 98 aller Warenstroumlme entfallen Innerhalb von sieben Jahren sollen die Zoumllle auf alle Industrieguumlter beseitigt werden

ImporteSorge vor verstrahlter Ware ist unbegruumlndet

HAMBURG (Dow Jones)--Die Befuumlrchtung dass nach dem Unfall im japanischen Kernkraft-werk Fukushima radioaktiv ver-strahlte Ware nach Deutschland gelangen koumlnnte ist offenbar unbegruumlndet Im Hafen Hamburg jedenfalls musste bisher kein aus Japan ankommendes Schiff kon-trolliert werden wie ein Sprecher der Hamburger Innenbehoumlrde auf Anfrage mitteilte Dies liege daran dass es keine Direktverbindun-gen zwischen Japan und Ham-burg gebe und alle in Frage kom-menden Schiffe bereits in ande-ren Haumlfen auf eine moumlgliche radio-aktive Strahlung uumlberpruumlft wor-den seien

Der Rotterdamer Hafen will nach einem Bericht der bdquoVerkehrsrund-schauldquo noch bis 15 Mai alle aus Japan kommenden Schiffe auf radioaktive Belastung hin uumlber-pruumlfen Bei den bislang durchge-fuumlhrten Kontrollen auf den Schif-fen und an der Ladung seien keine Auffaumllligkeiten festgestellt worden teilte der Hafenbetreiber mit Wie unsere Redaktion erfuhr fordern die Automobilhersteller seit dem Ausbruch der Japan-Krise beson-dere Sicherheitsvorkehrungen kri

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Branchen amp Maumlrkte

Ausgewaumlhlte Termine

Herausgeber und Verlag Dow Jones News GmbH Baseler ArkadenWilhelm-Leuschner-Straszlige 78 60329 Frankfurt am Main HRB 58631 Frankfurt

Geschaumlftsfuumlhrung Dr Matthias Paul Volker Schneider James Rhyu Adam Tuckman Andrew Langhoff und Sue Needle

Verantwortlich fuumlr den Inhalt Kai Moll Tel +49 (0) 69 2 97 25 - 4 20E-Mail metalldedowjonescom Fax - 4 40 Internet wwwdjnewslettersde

Abonnenten-Service serviceeuropedowjonescom oder+49 (0) 69 2 97 25 - 1 66Dow Jones NE-Metalle Monitor ist ein Produkt der Dow Jones News GmbH einer Tochterge-sellschaft der Dow Jones International GmbH Die Business Newsletter stuumltzen sich neben umfangreicher Eigenberichterstattung auf wei-tere auch international taumltige Nachrichtenagen-turen sowie bei Charts Kursen und Preisen auch auf wwwaid-netde Alle Meldungen wer-den mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet Fuumlr Verzoumlgerungen Irrtuumlmer und Unterlassungen wird jedoch keine Haftung uumlbernommen Kopi-en Nachdrucke oder sonstige Vervielfaumlltigun-gen nur mit Genehmigung des Herausgebers

Erscheinungsweise 2-mal monatlich

Impressum

Zulieferer Geschaumlftserwartungen normalisieren sich

HAGEN (Dow Jones)--Der ArGeZ-Geschaumlftsklimaindex fuumlr die deut-sche Zulieferindustrie hat sich im April erwartungsgemaumlszlig abgeschwaumlcht Wie die Arbeitsgemeinschaft Zulie-ferindustrie (ArGeZ) mitteilte hat sich die bereits im Vormonat angedeute-te Normalisierung der Zukunftserwar-tungen im Berichtsmonat fortgesetzt bdquoZusaumltzlich duumlrften sich die Unsicher-heiten in Nordafrika sowie die Unkal-kulierbarkeit von Nachwirkungen der Japan-Katastrophe auswirkenldquo schreibt der Verband Gleichwohl zeige sich die aktuelle Geschaumlftslage weiter auf hohem Niveau

Der Geschaumlftsklimaindex Zulie-ferindustrie wird von der Arbeitsge-meinschaft Zulieferindustrie ArGeZ in Zusammenarbeit mit dem Ifo-Institut Muumlnchen ermittelt Er beruht auf der Befragung von rund 600 Unterneh-men und deckt die in der Arbeitsge-meinschaft Zulieferindustrie zusam-mengeschlossenen Branchen Gieszlige-rei-Industrie Kunststoffverarbeitung Stahl- und Metallverarbeitung NE-Metall-Industrie Kautschukindustrie sowie Technische Textilien ab

ArGeZ-GeschaumlftsklimaindexZulieferindustrie Deutschland

2000 = 100 saisonbereinigt Saldo aus positiven und negativen Bewertungen Quelle ifo Institut ArGeZ Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie

Aktuelle Lage

Zukunftserwartung

VIK-Strompreisindexfuumlr Mittelspannung

Quelle VIK

Maumlrz 17370

(Januar 2002 = 100)

Haben Sie Anregungen Fragen Hinweise zu unseren DatenE-Mail an datendedowjonescom

Strom VIK-Index reagiert aufAtomausstiegsplaumlne

ESSEN (Dow Jones)--Der VIK-Strompreisindex fuumlr Mittelspan-nungskunden ist im April nochmals kraumlftig um 610 Punkte bzw 469 auf 17980 Punkte gestiegen Damit erreicht der Index den houmlchsten Wert seit Ende 2008 wie der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirt-schaft (VIK) mitteilte Maszliggeblich fuumlr den weiteren Anstieg war dem VIK zufolge der von der Bundesregie-rung geplante beschleunigte Atom-ausstieg Dieser habe einen deutli-chen Einfluss auf die Strompreise an der Leipziger Boumlrse EEX und somit auch auf den vom Verband monatlich veroumlffentlichten VIK-Index gehabt So seien die Preise fuumlr die folgenden vier Quartale an der EEX nach Bekannt-gabe des Atommoratoriums im Maumlrz zunaumlchst sprunghaft angestiegen und verharrten seitdem auf diesem hohen Niveau

Neben dem deutlichen Anstieg im Vergleich zum Vormonat kletterte auch der gleitende Jahresmittelwert uumlber 12 Monate um 243 Punkte auf aktuell 16087 Punkte Der VIK-Strom-preisindex basiert auf den Stromprei-sen der EEX sowie den Netznutzungs-entgelten von sechs deutschen Netz-betreibern Als Energiepreiskompo-nente wertet der VIK die monatlichen Durchschnittspreise des Terminmark-tes fuumlr die kommenden vier Quartals-produkte aus

Dow Jones Management Forum Rohstoffversorgung 2011

Termin 17 bis 18 Mai 2011 Ort Frankfurt am MainIm Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Fragen wie sich Unterneh-men langfristig aufstellen koumlnnen um ihre Rohstoffversorgung abzu-sichern Tel 06929 72 51 51E-Mailconferencesdowjonescomwwwdjnewslettersdeconferences

EuroFX-Referenzkurs 1252011 14151 USDQuelle Reuters

1125

1200

1275

1350

1425

1500

J J A S O N D J F M A M

EuroDollar

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Marktanalyse Aluminium amp Kupfer

Dow Jones NE-Metalle Prognose

Weiterhin nervoumlser Handel bei den Basismetallen erwartetFRANKFURT (Dow Jones)--Wir

rechnen weiter mit einem nervoumlsen Handelsgeschehen an den Basisme-tallmaumlrkten da die Marktteilnehmer versuchen die widerspruumlchlichen Sig-nale zu verdauen Obwohl die juumlngs-ten Nachrichten uumlberwiegend negativ waren verdraumlngten die Player dies zu Beginn der Woche und fokussierten sich auf die guten Neuigkeiten Nach dem Ausverkauf in der vergangenen Woche der Kupfer um 42 und Alu-minium um 2 innerhalb eines Tages absacken lieszlig sind die Kaumlufer in die-ser Woche auf den Markt zuruumlckge-kehrt um die die Gelegenheit zu nut-zen Kupfer unter 9000 USDt und Aluminium unter 2700 USDt einzu-kaufen Es ist derzeit vor allem die-ser anhaltende Optimismus der den Basismetallmarkt am staumlrksten unter-stuumltzt Doch nun ist der Risikoappe-tit erneut deutlich zuruumlckgegangen Zudem stehen wir am Beginn der sai-sonal schwachen Sommermonate

Wir erwarten aber dass die Indus-triemetalle den zunehmenden Sorgen bezuumlglich einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und bezuumlg-lich der Schuldenkrisen noch fuumlr eini-ge Wochen widerstehen wird Aller-dings sind in den naumlchsten Wochen starke Schwankungen wahrschein-lich sind Die Kupferpreise an der Londoner Metallboumlrse duumlrften sich in diesem Zeitraum in einer Range zwi-

schen 8600 und 9400 USDt bewe-gen Allerdings besteht das Risiko einer technischen Korrektur wenn die Unterstuumltzungsmarke von 8600 USDtnachhaltig faumlllt Dann baut sich die naumlchste Unterstuumltzung 8200 USDtauf ndash ein Preislevel das zuletzt im Oktober 2010 gesehen wurde Bei Aluminium sehen wir eine starke Unterstuumltzung bei 2500 USDt sowie einen Schluumlsselwiderstand bei 2270 USDt

Unter den negativen Marktnachrich-ten war auch dass Chinas Kupferim-porte im April schwaumlcher als erwartet ausgefallen sind Das Land importier-te nach vorlaumlufigen Zahlen der chine-sischen Zollbehoumlrden 262676 t Kup-fer Kupferlegierungen und Halbfer-tigprodukte was einen Ruumlckgang um 40 im Vergleich zum Vorjahres-monat und um 14 gegenuumlber dem Maumlrz darstellt Die Bestaumlnde in den gelisteten Lagerhaumlusern der Shang-hai Futures Exchange sind nach wie vor hoch und es gibt Geruumlchte uumlber groszlige Bestaumlnde auszligerhalb der gelis-teten Laumlger Zudem koumlnnte der Inflati-onsdruck zu weiteren geldpolitischen Maszlignahmen fuumlhren was die Nachfra-ge daumlmpfen duumlrfte Gleichzeitig spielt sich die chinesische Kupferprodukti-on wegen der Rekordpreise auf einem hohen Level ab

Dies faumlllt vermutlich mit einer im Som-mer saisonal bedingten schwaumlcheren

Nachfrage in der noumlrdlichen Hemis-phaumlre zusammen Die nicht-kommer-ziellen Investoren haben bereits ihre Netto-Longpositionen die vierte Woche in Folge heruntergefahren

Allerdings gibt es auch einige Unterstuumltzung von den anderen Roh-stoffmaumlrkten So steht der Energie-komplex infolge der anhaltenden geo-politischen Spannungen und wegen der Folgen des Erdbebens in Japan stark da Dennoch sind es vor allem die Wechselkurse die weiterhin den Grundton am Markt setzen Die Euro-Dollar-Relation schwankt infolge der fortdauernden Schuldenthematik auf beiden Seiten des Atlantiks hin und her Die Wechselkurse sind ein Spiel-ball zwischen gegnerischen Kraumlften da der Fokus der Investoren zwischen den Themen USA sowie Europa hin- und herschwankt

Da die Investoren derzeit ihren Fokus vom griechischen Haushalt wieder abwenden duumlrfte der Euro durch die erwartete Zinssteigerung die die Europaumlische Zentralbank viel-leicht bereits im Juni ankuumlndigen wird Unterstuumltzung finden Alles in allem befinden sich die beiden Waumlhrungen in einer Pattsituation aber angesichts der widerspruumlchlichen Signale die auf das Waumlhrungspaar wirken erwar-ten wir in den naumlchsten Wochen star-ke Ausschlaumlge Dow Jones Commodities Research

Dow Jones Indikatoren NE-Metalle(USDt) Kupfer LME

Grundtendenz Obere Grenze Untere Grenze Grundtendenz Obere Grenze Untere Grenze

(USDt)

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Dow Jones NE-Metalle Monitor

Ausgewaumlhlte Metalle und Legierungen 115 45Kupfer (DEL-Notiz) 61692-61929 62535-62764MK (Metallnotierung Kupfer) 70766 71601Aluminium unverzollt ($t)Blei in Kabeln 18481 19038Metallbasis Bronze 946 83000 84000Messing MS 58 1Verarbrsquostufe 50900-51700 51400-52100Messing MS 58 2Verarbrsquostufe 55600-55700 56200-56200Messing MP 58 50100 50600Messing MS 63 53800-54000 54300-54500Metallbasis Messing 6337 53600-53800 54000-54300Zinklegierung Z 400410 Basispreis 20800 20800Zinn 999 loco Duisburg 208400 212700Alu 997 prompt Deutschland geliefert 20300 20600Aluminium in Kabeln 20300 20600Kupfer hochgr Kath Kasse 61600 62600Kupfer hochgr Kath 3 Monate 61700 62700

Messinglegierungen 115 45Rotguss RG 5 47500-48000 47500-48000Rotguss RG 7 50000-51000 50000-51000Rotguss RG 10 50500-51000 50500-51000Gussbronze GBZ 10 58000-64000 58000-64000Gussbronze GBZ 12 60000-64000 60000-64000Gussbronze GBZ 14 63000-66000 63000-66000

Ferrolegierungen 115 45Molybdaumln Oxid 57 (USDlb)in Faumlssern 1600-1735 1690-1735in Dosen 1700-1745 1700-1745

Molybdaumln in Briketts (USDlb) 1720-1760 1715-1745Ferro-Molybdaumln 70 (USDkg) 4090-4150 4090-4180Ferro-Vanadium 80 (USDkg) 2960-3050 2960-3090Ferro-Niob 63 (USDkg) 4300-4600 4300-4600Ferro-Titan 70 (USDkg) 850-890 850-890Ferro-Wolfram 80 (USDkg) 4950-5150 4950-5150Ferro-Mangan carbure (EURt) 94000-104000 96000-105000Ferro-Mangan affine (EURt) 165000-172000165000-172000

Alu-Gussleg frei Verbraucher (3t) 115 45Nr 226 23800-24800 23800-24800Nr 231 24600-25600 24600-25600Nr 233 25500-26500 25500-26500

NE-Metall-Schrotte 115 45Altblei (EUR100kg) 11500-12000 12500-13000Akkublei (EUR100kg) 5000-5500 5000-5500Kabul (Milberry) 58000-58500 58500-59000Kasus (Granulat I) 58000-58500 58500-59000Katze (Granulat II) 54000-54500 54500-55000Kader (Berry) 53500-54000 54000-54500Kupferdraht (Kanal) 51000-51500 51500-52000Schwerkupfer (Keule) 52000-52500 52500-53000Leichtkupfer (Klima) 50000-50500 50500-51000Schwermessing (Milbe) 32000-32500 32000-32500Leichtmessing (Modus) 29500-30000 29500-30000Rotguss-Schrott 1Qu (Radar) 47000-47500 47000-47500Rotguss-Schrott 2Qu (Rampe) 46000-46500 46000-46500Umschmelzzink 12000-12500 12000-12500Altzink 9000-9500 9000-9500Messingstangenspaumlne MS58 (Maler)36500-37000 37000-37500Messingblechabfaumllle MS63 (Magda) 40000-40500 42000-42500Chromstahl 3500-4000 4000-4500Chromnickelstahlabf V-II a 15000-15500 15500-16000Chromnickelstahlabf V-IV a 23000-23500 24000-24500Alu neu Cu-am 13500-14000 13500-14000Reinaluminiumdraht 16500-17000 16500-17000Gussschrott max 2 FE 9500-10000 9500-10000Alu-Blechabf max 2 8500-9000 8500-9000Alu-Spaumlne Toleranz 5 8000-8500 8000-8500Alu-Profilabf AlMgSi 05 17000-17500 17000-17500

LME (USDt) 115 45KobaltKassa 38000-39500 38000-390003 Monate 37500-39000 37000-38000MolybdaumlnKassa 36450-37450 35700-377003 Monate 36750-37750 36000-38000

Kassapreise 115 45Gold ) (EURkg fein) 3590000 3506000Gold verarbeitet ) (EURkg fein) 3761000 3673000Silber ) (EURkg fein) 94160 96000Silber verarbeitet ) (EURkg fein) 98560 100480Platin verarb (EURg fein) 4252 4231Palladium verarb (EURg fein) 1819 1857Iridium verarb (EURg fein) 2590000 2520000Rhodium verarb (EURkg fein) 5335000 5355000Ruthenium verarb (EURkg fein) 450000 440000) Basis Londoner Fixing Preise von W C Heraeus GmbH

FuturesNew York Comex Gold USDFeinunze 115 45Mai 150110 151490Juni 150140 151530Juli 150200August 150270 151650Oktober 150400 151770Dezember 150530 151880Februar 150640 152010

New York Comex Silber ctsFeinunze 115 45Mai 355090 393830Juni 355090 393870Juli 355150 393880September 355280 393960Dezember 355280 393960Januar 355100 393730Maumlrz 354800 393260Mai 354380 392610

New York Nymex Platin USDFeinunze 115 45Juni 177780 182730Juli 177780 182630Oktober 178150 182990Januar 178150 183190

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Markttrends Kupfer

Kupfermarkt

Wiedereinstieg Chinas bei weiter sinkenden Kupferpreisen erwartet FRANKFURT (Dow Jones)--Infolge eines festeren US-Dollar und fal-lender Aktienmaumlrkte kam es am Mittwoch ndash nach dem ersten starken Ruumlckgang Ende vergangener Woche ndash erneut zu einem Preisrutsch an den Metallmaumlrkten Kupfer fiel auf den niedrigsten Stand seit fuumlnf Mona-ten Die Investoren agieren den Angaben zufolge vorsichtig nachdem juumlngste Wirtschafts- und Metallproduktionsdaten aus dem weltgroumlszligten Verbraucherland China neutral ausgefallen waren

Falls sich der Abwaumlrtstrend fort-setzt duumlrfte China bald wieder in den Markt einsteigen Das Land ist nach unseren Informationen seit Ende Januar aus dem Markt und bedient sich bis dato aus seinen riesigen nicht registrierten Kupferbestaumlnden die das Land in den Jahren niedrige-rer Preise angehaumluft hatte

bdquoIch glaube dass der Preis bis auf 8000 - 8200 Dollar faumllltldquo meint ein Marktteilnehmer Bei diesem Preis duumlrfte China wieder massiv in den Markt einsteigen glauben viele bdquoDas Land ist unglaublich liquide und kann abwarten bis der Preis ausreichend gesunken ist ndash dann koumlnnten die gleich einige Millionen Tonnen Kupfer kaufen und erneut unregistriert in die Wuumlste legenldquo

Fuumlr dieses Jahr wird zwar ein gro-szliges Defizit am Raffinademarkt erwar-tet ndash die Schaumltzungen schwanken zwischen 300000 t und 500000 t ndash aber manche Marktteilnehmer glau-ben dass dies inzwischen nur noch den Haumlndlern als Argumentations-grundlage dient bdquoDie Bestaumlnde wer-den jeden Tag houmlher ndash die Stocks haben seit Januar um 30 zugelegtldquo moniert ein Einkaumlufer Die Argumente seien fuumlr ihn daher nicht mehr nach-vollziehbar denn mit jedem Tag werde es unwahrscheinlicher dass dieses enorme Defizit wirklich eintrete

Am deutschen und europaumlischen Kupfermarkt ist die Grundstimmung nach wie vor uumlberwiegend positiv Lediglich aus der Gieszligdrahtbranche wird uns von einer leichten Abschwauml-chung berichtet bdquoMan ist etwas beun-ruhigt wegen der aktuellen Nachfra-

geschwaumlche im europaumlischen Gieszlig-drahtbereich aber selbst die Gieszlig-drahthersteller kennen die Ursache dafuumlr nichtldquo berichtet ein Einkaufslei-ter Wichtigster Abnehmer von Gieszlig-draht ist die Elek-trobranche bdquoFalls diese Branche schwaumlchelt duumlrften die Praumlmien unter Druck kommenldquo so ein weiterer Einkaumlu-fer Die Kathoden-praumlmien (Grade A cif Rotterdam) ver-harren nach wie vor bei 60-70 USDt

Schrott ist derzeit weniger verfuumlg-bar denn die Haumlndler halten bei den niedrigeren Preisen Material zuruumlck

Vor allem die Industrieverbrau-cher haben die Preisdelle von ver-gangener Woche und vom Donners-tag dazu genutzt einzukaufen bdquoIch lasse keine Gelegenheit aus und habe einige Orders realisiertldquo berichtet der Einkaufsleiter eines Produzenten In China wo sein Unternehmen Werke habe sehe es am Markt momen-tan bdquonicht so rosig ausldquo berich-tet er weiter Dort wuumlrden die Inflati-ons-bekaumlmpfenden Maszlignahmen nun offenbar greifen Dies sei aber nach seiner Einschaumltzung ein Durchhaumlnger von uumlberschaubarer Dauer bdquoIch sehe das sogar positiv weil sich der dor-tige Markt wieder stabilisiertldquo Denn sein Unternehmen wolle das Geschaumlft in China weiter ausbauen und dazu brauche man in erster Linie einen stabilen und berechenbaren Markt

Den Groszlig-teil des Umsat-zes mache man aber nach wie vor in Europa bdquowo wir im Moment offen-bar eine kleine Delle habenldquo Dennoch sei man sehr zufrie-den mit dem

Geschaumlft und den Auftragseingaumln-gen Christine Buumlttner

Der Markt auf einen Blick Kupfer um 8528 USDt

Europaumlische Gieszligdrahtbranche schwaumlchelt etwas

Schrottangebot knapp

London Metal Exchange Comex Shanghai Futures Exchange

LME-Dreimonatspreis in EURt im Jahresverlauf

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J J A S O N D J F M A M

LME-Dreimonatspreis und Boumlrsen-Lagerbestaumlndein t in EURt

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Kupfer

ChileRio Tinto kooperiert mit Yunnan Copper

SYDNEY (Dow Jones)--Die China Yunnan Copper Australia Ltd eine in Australien boumlrsennotierte Toch-tergesellschaft der Aluminum Corp of China (Chinalco) gruumlndet mit Rio Tinto ein Gemeinschaftsunterneh-men um Kupfer in Chile zu foumlrdern Chinalco ist mit einem Anteil von 9 der groumlszligte Einzelaktionaumlr von Rio Tinto Die beiden Partner wollen in Chile zunaumlchst zwei Gebiete in der Naumlhe der Cerro-Colorado-Mine von BHP Billiton erkunden

Rio Tinto und Chinalco hatten erst im Dezember ein Gemeinschaftsun-ternehmen gegruumlndet um Erkundsar-beiten in China voranzutreiben ndash ohne jedoch zu sagen um welche Roh-stoffe es sich dabei handelt Groumlszligtes Joint Venture der beiden Konzerne ist bislang das Eisenerzprojekt Simand-ou im westafrikanischen Guinea

Chile Kupferproduktion im Maumlrz fast unveraumlndert

SANTIAGO (Dow Jones)--Chile hat im Maumlrz dieses Jahres 450507 t Kup-fer produziert Das sei im Vergleich zum Vorjahresmonat ein geringfuumlgiger Ruumlckgang um 01 teilte die natio-nale Statistikbehoumlrde INE am Don-nerstag mit Ebenfalls um 01 sei die Kupferproduktion im Zeitraum Januar bis Maumlrz 2011 gefallen und zwar auf 1268 Mio t Grund fuumlr das leichte Minus seien schlechtere Erz-qualitaumlten Probleme mit Bergbauma-schinen und widrige Wetterumstaumlnde an einigen Standorten Die Produkti-on von Kupferkathoden sank im Maumlrz um 66 auf 217964 t wie INE wei-ter mitteilte

Sambia KCM will Produktion bis 2014 verdoppeln

LUSAKA (Dow Jones)--Sambias groumlszligter Kupferproduzent Konkola Copper Mines (KCM) will seine jaumlhr-liche Kupferproduktion bis 2014 ver-doppeln auf mindestens 400000 t Wie die Muttergesellschaft Vedanta Resources mitteilte soll dies durch ein Untertage-Projekt in der Kupfer-mine Chilibombwe den Neubau einer Laugungsanlage in der Nchanga-Mine sowie weitere Expansionvorhaben in Verarbeitungsanlagen und Huumltten ermoumlglicht werden Der jaumlhrliche Kup-fererz-Output werde so mehr als ver-dreifacht auf 75 Mio t Nach Angaben von Vedanta Resources belief sich die Kupferkathoden-Produktion von KCM im vierten Quartal 2010 auf 34000 t Dies entspreche bereits einer Produk-tionsteigerung von 21 heiszligt es

KCM wird den Angaben zufolge im Rahmen der Expansionsplaumlne weite-re 172 Mio USD in den Bau einer Lau-gungsanlage fuumlr die Nchanga-Mine investieren Die Anlage die 2013 in Betrieb gehen soll werde waumlhrend

DeutschlandLeoni kann Gewinnverdreifachen

NUumlRNBERG (Dow Jones)--Der Automobilzulieferer Leoni hat sei-nen Konzerngewinn im ersten Quar-tal mehr als verdreifacht Unter dem Strich verdiente der MDAX-Konzern 366 Mio EUR nach 102 Mio EUR in den ersten drei Monaten des Vorjah-res Die Einnahmen legten von Januar bis Maumlrz um 38 auf 9107 Mio EUR zu Dabei konnte Leoni in nahezu allen Regionen wachsen und die Erwartun-gen in den beiden Unternehmens-bereichen Wiring Systems bzw Wire amp Cable Solutions uumlbertreffen Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) hat sich auf 614 (230) Mio EUR fast verdreifacht Die Mitte April angeho-bene Prognose fuumlr das laufende Jahr bekraumlftigte das Nuumlrnberger Unterneh-men Demnach soll der Umsatz auf etwa 34 Mrd EUR und das EBIT auf rund 210 Mio EUR zulegen

einer Lebenszeit von 13 Jahren jaumlhr-lich mindestens 50000 t Kupfer pro-duzieren heiszligt es Zudem werde der-zeit ein Untertage-Projekt in der Kup-fermine Chilibombwe entwickelt das mindestens 200 Mio t Erz mit einem Kupfergehalt von 35 foumlrdern soll

Quellen London Metal Exchange New York Mer-cantile Exchange Shanghai Futures Exchange (SHFE)

Kupfer Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 115 45

Kassein USDt 875050 917150in EURt 609239 616945

3 Monatein USDt 877500 920000in EURt 610945 618862

15 Monatein USDt 878500 921000in EURt 611641 619535

27 Monatein USDt 860000 901000in EURt 598761 606081

Lagerbestaumlnde(in t) 468350 463925

Comex 115 45

Frontmonat(US-ctslb) 39020 41205

Lagerbestaumlnde(in short tons) - 71254

SHFE 115 45

Frontmonat(CNYt) 67870 69460

Lagerbestaumlnde(in t) 21246 27267

in 1000 t

Quelle International Copper Study Group

Welt-Kupfermarkt

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Kupfer

Deutschland

Aurubis steigt mit Luvata-Zukauf in die Weltspitze aufDUumlSSELDORF (Dow Jones)--Euro-

pas groumlszligter Kupferhersteller Auru-bis wagt nach langem Zoumlgern den Schritt uumlber den groszligen Teich Der Zukauf der Walzproduktsparte des finnischen Luvata-Konzerns ist bdquoder erste Schritt den Aurubis auszligerhalb Europas machtldquo wie der Vorstands-vorsitzende Bernd Drouven sagte Das Hamburger MDAX-Unterneh-men kauft die Luvata-Aktivitaumlten im Bereich Kupferbaumlnder -bleche und -platten (Luvata RPD) fuumlr 200 Mio bis 250 Mio EUR Die Division produ-

zierte mit rund 1100 Mitarbeitern im Geschaumlftsjahr 2010 etwa 160000 t Bleche Baumlnder und Platten aus Kup-fer und Kupferlegierungen und erziel-te damit einen Umsatz von rund 1 Mrd EUR Ihre Produktionsstaumltten liegen in Finnland Schweden und den Nieder-landen ndash sowie hauptsaumlchlich in Buffa-lo im US-Bundesstaat New York

Waumlhrend sich Aurubis bislang auf die Produktion von Kupferbaumlndern und Baumlndern aus Hochleistungslegie-rungen konzentriert habe sei Luva-ta RPD bei der Herstellung von volu-

menstarken Messingprodukten sowie bei Spezialprodukten gut positioniert heiszligt es Daruumlber hinaus werde Luva-ta RPD in der Lage sein Produkte aus dem Portfolio von Aurubis durch seine innovative Technologie des vertikalen Duumlnnbandgieszligens wettbewerbsfaumlhig herzustellen

Schon lange liebaumlugelte die ehema-lige Norddeutsche Affinerie mit einer Ausweitung ihres Geschaumlfts Nicht ein-mal ein Zehntel der Erloumlse von knapp 10 Mrd EUR im Ende September been-deten Geschaumlftsjahr 200910 stamm-

ten aus anderen Welt-regionen wo Auru-bis bisher auch keine Produktionsstandortehatte Auf dem Weg zum Global Player bestand also Handlungsbedarf

Der Kauf von Luvata Rolled Products ist fuumlr Drouven jedoch nicht das Ende der Internati-onalisierung bdquoWir set-zen uns weiter mit ande-ren Dingen auseinan-der aber diese Prozesse brauchen Zeitldquo sagte er zu moumlglichen weiteren Zukaumlufen bdquoWir akqui-rieren nicht auf Teu-fel komm raus sondern uumlberlegen sehr sorgfaumll-tig was zu uns passt und welche Konditionen akzeptabel sindldquo erklaumlr-te er

Bei der nun erworbe-nen Sparte deren Kauf noch von den Kartellbehoumlrden abgesegnet werden muss und laut Drouven Anfang August abgeschlossen werden soll scheint nun alles gepasst zu haben ndash sowohl strategisch wie auch finanziell bdquoDie Kombination mit unseren Aktivitaumlten bietet erhebliches Wertsteigerungspo-tenzialldquo sagte Drouven So seien bis-lang Kunden vom Standort Stolberg aus wo Aurubis Kupferbaumlnder her-stellt nicht weltweit zu beliefern gewe-sen Mit dem Zukauf stoumlszligt das Unter-nehmen in dem Marktsegment nun

in die Weltspitze vor Drouven will zur Optimierung die Produktion von eini-gen Standorten verlagern und an ande-ren konzentrieren Dies soll zu Synergi-en im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich fuumlhren Momentan ist Luvata Rolled Products noch nicht pro-fitabel weist aber einen positiven Cash Flow auf wie Drouven sagte Die Akti-vitaumlten seien bdquowie viele andere von der Finanz- und Wirtschaftskrise gebeuteltldquo worden bdquoDie Aktivitaumlten passen strate-gisch sehr gut zu Aurubis Das Problem des Luvata-Bereichs bisher war die Versorgung mit Vormaterial Davon hat Aurubis genugldquo sagte Commerzbank-Analyst Ingo-Martin Schachel

Aurubis zahlt laut Drouven bdquofast nichtsldquo fuumlr den Zukauf Der genaue Kaufpreis richtet sich nach dem Wert der Vorraumlte zum Zeitpunkt des Abschlusses Dies mache den Haupt-teil des Kaufpreises aus fuumlr die Anla-gen werde nur ein kleiner zweistelliger Millionenbetrag faumlllig Dadurch entste-he ein sogenannter bdquonegativer Good-willldquo von uumlber 100 Mio EUR ndash eine Zuschreibungsmoumlglichkeit bdquodie das Eigenkapital staumlrktldquo bdquoWenn man ein bisschen daruumlber nachdenkt sieht man dass es ein sehr gutes Geschaumlft fuumlr Aurubis istldquo so Analyst Schachtel Martin Rapp

Drouven wirft das Handtuch

Bernd Drouven 55 verlaumlsst Aurubis zum Jahresende auf eige-nen Wunsch Selbst der Aufsichts-rat wurde offenbar von dem Ent-schluss uumlberrascht denn es gibt bislang keinen Nachfolger Nach Informationen des bdquoHamburger Abendblattsldquo fuumlhlte sich Drouven der erst 2008 Werner Marnette als Vorstandsvorsitzenden abgeloumlst hatte zunehmend zermuumlrbt von Konflikten mit dem Groszligaktionaumlr Salzgitter der rund 23 der Auru-bis-Anteile haumllt

Bernd Drouven zahlt bdquofast nichtsldquo fuumlr den Zukauf Foto Dow Jones

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Interview

Ulrich Grillo ist Praumlsident der WirtschaftsVereinigung Metalle Vorsitzender des BDI-Ausschus-ses Rohstoffpolitik und Vizeprauml-sident des BDI Nach Stationen bei Arthur Anderson AT Kear-ney und der Rheinmetall-Gruppe leitet Grillo als Vorstandsvorsit-zender die Grillo-Werke in Duis-burg einen Zinkverarbeiter mit rd 600 Mio EUR Jahresumsatz und 1600 Mitarbeitern

Interview

Geplante Energiewende stellt Metallbranche vor groszlige HerausforderungenBERLIN (Dow Jones)--Die deutsche NE-Metallindustrie sieht sich zuneh-mend Herausforderungen ausgesetzt die leicht die Wettbewerbsfaumlhig-keit der Branche im internationalen Vergleich beeintraumlchtigen koumlnnte Um dem zu begegnen muumlssen die Unternehmen verstaumlrkt gemeinsam agieren und ihre Vorstellungen beispielsweise gegenuumlber den verant-wortlichen Politikern in Berlin und Bruumlssel effektiv vertreten In einem Exklusiv-Interview mit Dow Jones NE-Metalle-Monitor spricht Ulrich Grillo Praumlsident der WirtschaftsVereinigung Metalle und Vorsitzen-der des BDI-Ausschusses Rohstoffpolitik uumlber die Konsequenzen der geplanten Energiewende und einer verteuerten Rohstoffversorgung fuumlr die deutsche NE-Metall-Branche

Herr Grillo nach der Katastrophe von Fukushima hat die Bundes-regierung die Energiewende aus-gerufen Sie wird ganz sicher mit houmlheren Strompreisen verbunden sein Welche Folgen hat dies fuumlr die NE-Metallindustrie

Ulrich Grillo Auch wir sind natuumlr-lich an einer sicheren sauberen und bezahlbaren Energie interes-siert Aber allein die Ankuumlndigung der Energiewende hat die deutschen Strompreise an der Stromboumlrse um 15 erhoumlht Dabei sind die abso-luten Strompreise gar nicht mal das Problem sondern die relativen Prei-se Wenn in Deutschland die Preise erhoumlht werden und in anderen Laumln-

dern nicht ergeben sich daraus Wett-bewerbsnachteile fuumlr die deutsche Industrie Die Strompreise machen aber in der Spitze bis zu 50 des Umsatzes aus Eine schleichende Abwanderung der Branche waumlre die Folge

Gibt es schon Berechnungen wie hoch der Preisanstieg bei Strom infolge der Energiewende ausfal-len wird

Da gehen die Berechnungen der Experten weit auseinander Sie begin-nen bei einem Anstieg um 06 ctkWh der an der EEX als Preissteigerung fuumlr die Grundlastlieferung im Jahr 2012 schon enthalten ist Die dena rech-net bis 2020 mit einem Anstieg um 5ctkWh einschlieszliglich Netzausbau und erhoumlhter EEG-Umlage Damit wuumlrde sich der derzeitige Strompreis etwa verdoppeln Bereits der Anstieg um durchschnittlich 06 ctkWh ent-spricht bei einer Aluminiumelektrolyse fast 50 der Lohn- und Gehaltssum-me und zehrt den Jahresgewinn eines solchen Unternehmens auf

Wie wollen sie diesem Preisdruck begegnen

Wir brauchen bezahlbaren Grund-laststrom Wir streben deshalb Indus-

triepreise fuumlr Strom an wie es sie in anderen europaumlischen Laumlndern etwa Frankreich oder Spanien gibt Ener-gieintensive Betriebe im Ausland beispielsweise in den Niederlanden haben zudem die Moumlglichkeit eine Verguumltung zu erhalten wenn sie bei Verbrauchsspitzen temporaumlr vom Netz gehen und so die Stabilitaumlt des Netzes gewaumlhrleisten Wir setzen uns dafuumlr ein dass diese Regelung auch in Deutschland angewendet wird

Eine Herausforderung fuumlr die Bran-che stellen ja nicht nur houmlhere Strompreise sondern auch zum Teil exorbitante Preissteigerungen bei Rohstoffen dar

Dazu ist zu sagen dass es eine absolute Knappheit insbesondere bei metallischen Rohstoffen nicht gibt Die Preiserhoumlhungen sind das Ergeb-nis von Oligopolen wie beispielswei-se beim Eisenerz aber auch moumlgli-che spekulative Uumlbertreibungen an den Boumlrsen spielen leider eine Rolle Und dann gibt es noch die politisch gewollten Verzerrungen des Wettbe-werbs

China hat seine Seltene-Erden-Industrie zunaumlchst subventioniert und damit andere Anbieter vom Markt ver-draumlngt Nun beschraumlnkt es die Expor-te fuumlr diese Metallgruppe

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

Was kann die deutsche Indus-trie tun um dem Trend zu Wettbe-werbsverzerrungen entgegenzu-wirken

Wir halten daran fest dass Roh-stoffsicherung zunaumlchst Sache der Unternehmen ist auch wenn flankie-rend die Politik gefordert ist Wir den-ken im BDI derzeit mit einigen Unter-nehmen in einer Arbeitsgruppe inten-siv uumlber Moumlglichkeiten fuumlr gemeinsa-me Engagements bei Rohstoffen im Ausland nach die Ergebnisse dieser Analysen dazu werden wir in einigen Monaten veroumlffentlichen Dabei muss es nicht um Einkaufs- oder Handels-zusammenschluumlsse gehen Es kann auch um Kooperationen beispielswei-se bei der Exploration von Rohstoffen gehen Die deutschen Unternehmen haben in der Vergangenheit eigene Engagements bei Rohstoffen mehr-heitlich aufgegeben und sich auf ihre Kernkompetenzen konzentriert Das war richtig solange der Markt funk-tioniert hat Heute ist das nicht mehr unbedingt der Fall

Und was kann die Politik tun

Wir fuumlhlen uns durch das Bun-deskanzleramt und das Bundeswirt-schaftsministerium gut unterstuumltzt Ein Beispiel wie die Politik flankierend helfen kann sind die sogenannten Rohstoffpartnerschaften Dabei grei-fen Auszligenpolitik Wirtschaftspolitik und Entwicklungshilfe ineinander Das Pilotprojekt einer solchen Partner-schaft wird gerade mit Kasachstan festgezurrt In den naumlchsten Mona-ten wird ein Regierungsabkommen zwischen Deutschland und Kasachs-tan abgeschlossen das als Rahmen-vereinbarung fuumlr die Kooperation der privaten Akteure dient Kasachstan ist fuumlr uns vor allem als Lieferant seltener Metalle interessant beispielsweise Wolfram Die kasachische Seite ist an unserer Technologie interessiert und will natuumlrlich so viel Wertschoumlpfung wie moumlglich im eigenen Land aufbau-en Wir sind auch an Rohstoffpartner-schaften mit anderen Laumlndern interes-siert beispielsweise mit Staaten Suumld-amerikas

Das klingt nicht so ganz anders als das was uumlber die chinesische Pra-xis der Rohstoffsicherung berich-tet wird

Von einer Partnerschaft muumlssen immer beide Seiten profitieren Wir genieszligen als Deutsche eine hohe Wertschaumltzung und sind auch wegen unserer Technologie ein begehrter Partner Wir sprechen von einer nach-haltigen Partnerschaft auf Augenhouml-he deren Grundlage fairer Handel und nachhaltige Entwicklung ist

Ein immer wichtigerer Aspekt des Themas ist auch die Sekundaumlrroh-stoffgewinnung Die EU hat eine neue Abfallverordnung beschlos-sen Sind sie mit den Regelungen zufrieden

Das Problem sind weniger die Regeln die auf nationaler oder EU-Ebene erlassen werden als die Kon-trolle ihrer Einhaltung Die Kontrollen muumlssen verbessert werden auch in Deutschland Wissen Sie was bdquochine-se packagingldquo ist Da sind in einem Container die obersten Schichten mit Waren befuumlllt die den Regeln ent-sprechen Aber darunter wo niemand mehr kontrolliert finden sich ganz andere Waren So funktioniert bei-spielsweise auch die illegale Ausfuhr von wertvollen Schrotten Die EU-Staaten bleiben also aufgerufen die Einhaltung ihrer eigenen Regeln effi-zient zu uumlberwachen Das gilt insbe-sondere auch fuumlr die neuen Vorgaben aus Bruumlssel die wir grundsaumltzlich fuumlr konstruktiv halten

Das Interview fuumlhrte Claus-Detlef Groszligmann

Die WirtschaftsVereinigung Metalle(WVM) vertritt die wirtschaftspoliti-schen Anliegen der NE-Metall-industrie mit 658 Unternehmen und 108660 Beschaumlftigten Im Jahre 2010 erwirtschaftete die Branche einen Umsatz in Houmlhe von insge-samt 435 Mrd EUR

DOW JONESManagement-ForumRohstoffstrategien 2011Ist Ihr Unternehmen richtigaufgestellt fuumlr die Zukunft

17 - 18 Mai 2011 Frankfurt am Main

Staumlrken Sie mit einer schluumlssigenRohstoffstrategie die PerformanceIhres Unternehmens

Houmlren Sie Marktexperten ua zufolgenden Fragestellungen - Warum muumlssen Sie Einkauf

Entwicklung Controlling undVertrieb an einen Tisch bringenum eine integrierte Rohstoff-strategie zu entwickeln

kulative Anleger auf die Rohstoff-fungskosten

Praxisforum ldquoRohstoffversorgung als Management-Thema im Unter-nehmenrdquo

- Welchen Stellenwert sollte derRohstoffeinkauf im Unternehmenhaben

- Recycling und Ressourcen-ment aus der Rohstoffklemme

wwwdowjones-eventsde

Interview

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Hintergrund

DeutschlandRohstoffeffizienz-Preis Die Frist laumluft

BERLIN (Dow Jones)--Um den Stellenwert der Rohstoff- und Materialeffizienz in der Wirtschaft staumlrker zu verankern vergibt das Bundesministerium fuumlr Wirtschaft und Technologie in Zusammenar-beit mit der Deutschen Rohstoff-agentur in diesem Jahr erstmals den bdquoDeutschen Rohstoffeffizienz-Preisldquo Der Preis ist den Angaben zufolge fuumlr bdquoherausragende Unter-nehmensbeispiele fuumlr rohstoff- und materialeffiziente Produkte Prozesse oder Dienstleistungen und anwendungsorientierte For-schungsergebnisseldquo vorgesehen

Durch den Wettbewerb soll-ten noch mehr Mitarbeiter und Geschaumlftsfuumlhrer gerade von klei-nen und mittelstaumlndischen Unter-nehmen sowie Wissenschaftler fuumlr das Thema Rohstoff- und Mate-rialeffizienz sensibilisiert werden sagte Hans-Joachim Kuumlmpel Praumlsident der Bundesanstalt fuumlr Geowissenschaften und Rohstof-fe (BGR) in der die Deutsche Roh-stoffagentur angesiedelt ist

Rohstoff- und Materialkosten sind laut Statistischem Bundes-amt im produzierenden Gewerbe mit gut 45 der groumlszligte Kosten-faktor Besonders in Zeiten stei-gender Rohstoffnachfrage und-preise sei daher rohstoff- und materialeffizientes Wirtschaf-ten eine gute Strategie zur Erhouml-hung der Unternehmensrentabili-taumlt und der Wettbewerbsfaumlhigkeit so Kuumlmpel

Praumlmiert werden sollen vier mittelstaumlndische Unternehmen sowie eine Forschungseinrichtung mit einem Preisgeld von jeweils 10000 EUR Einsendeschluss fuumlr Antraumlge ist der 20 Septem-ber 2011 Die Preisverleihung fin-det am 16 November 2011 im Bundesministerium fuumlr Wirtschaft und Technologie in Berlin statt

Weitere Informationen finden Sie unter httpwwwdeutsche-rohstoffagenturde

Deutschland

Familienunternehmen nehmen Asien ins Visier

BERLIN (Dow Jones)--Deutsch-lands groumlszligte Familienunternehmen nehmen als Maumlrkte der Zukunft immer staumlrker die Laumlnder Asiens in den Blick Als wichtigsten Wachstumsmarkt der Zukunft haben die Unternehmen Indi-en ausgemacht Das ist das Ergeb-nis einer Umfrage unter 404 der 2688 Familienunternehmen mit mehr als 50 Mio EUR Jahresumsatz die vom Institut fuumlr Mittelstandsforschung (IfM) durchgefuumlhrt wurde Auftragge-ber waren die Deutsche Bank und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI)

Familienunternehmen seien bereits in hohem Maszlig auf Auslandsmaumlrkten aktiv und erwarteten auch fuumlr die-ses Jahr eine Steigerung ihrer Expor-te heiszligt es Neun von zehn Famili-enunternehmen vertreiben Produk-te und Dienstleistungen auf interna-tionalen Maumlrkten Fuumlr mehr als ein Drittel (354) zaumlhlt Frankreich heute zu den drei wichtigsten Absatzmaumlrk-

ten ndash vor China (274) und den USA (253) Ein Drittel der Unternehmen die bereits international aktiv sind wollen auf weiteren Auslandsmaumlrk-ten aktiv werden Angefuumlhrt wird die Wunschliste von Indien (195) und China (165) Hinsichtlich der Ein-schaumltzung zukuumlnftiger Wachstums-maumlrkte wird sich Indien zum Wachs-tumsmarkt der Zukunft entwickeln und zum fuumlnftwichtigsten Handels-partner aufsteigen China wird dem-nach zum wichtigsten Exportland vor Frankreich den USA und Russland

Die Befragung zeigt weiter dass mehr als drei Viertel (842) den Wirt-schaftsstandort Deutschland posi-tiv bewerten Fast jeder vierte Unter-nehmer (234) beurteilte die Attrak-tivitaumlt Deutschlands als deutlich houmlher im Vergleich zum Ausland Fuumlr dieses Jahr planen zwei Drittel der Befrag-ten (66) die Investitionsbudgets zu erhoumlhen und neue Mitarbeiter einzu-stellen (674)

Deutschland

Ende des Freihafens Hamburg

HAMBURG (Dow Jones)--Der Frei-hafen Hamburg wird zum 1 Januar 2013 aufgehoben damit der Verkehr im Hafen besser flieszligen kann Kuumlnf-tig entfallen die Zollkontrollen an der Freizonengrenze sowie die besonde-ren Uumlberwachungsverfahren fuumlr die Lagerung von Gemeinschaftswaren im Hafengebiet wie die Handelskam-mer Hamburg mitteilte Im gesamten Hafen gelten dann nur noch die all-gemeinen Regelungen fuumlr EU-See-zollhaumlfen Daraus ergeben sich fuumlr die Betroffenen aber zum Teil erhebliche Veraumlnderungen bezuumlglich der Zoll-abfertigung sowie der gesetzlichen Pflichten uumlber sich die Firmen fruumlh-zeitig informieren sollten heiszligt es

So muumlssen kuumlnftig unter anderem Waren die in die EU eingefuumlhrt wer-den unmittelbar nach ihrer Ankunft im Hamburger Hafen in ein Zollverfah-ren uumlberfuumlhrt werden Vom Zoll abge-

fertigte Warensendungen die von den Terminals kommen und ohne weitere Behandlung das Hafengebiet verlas-sen sollen werden jedoch nicht mehr durch Zollkontrollen an den ehemali-gen Freihafengrenzen behindert

Weiter ist eine Lagerung von Nicht-gemeinschaftswaren nur noch im Rahmen der voruumlbergehenden Ver-wahrung oder in einem Zolllager moumlg-lich Zum 1 Januar 2013 muumlssen daher alle in der Freizone gelager-ten Nichtgemeinschaftswaren fuumlr ein bewilligtes Zolllagerverfahren oder zur voruumlbergehenden Verwahrung ange-meldet werden

Die Handelskammer Hamburg will nach eigenen Angaben demnaumlchst spezielle Veranstaltungen fuumlr dieje-nigen Firmen anbieten die von der Aufhebung des Freihafens betrof-fen sind Weitere Informationen unter wwwhk24de

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Hintergrund

Deutschland

Industrie fordert spezielle Industriestrompreise

BERLIN (Dow Jones)--Industrie-vertreter fordern von der Bundes-regierung sich fuumlr konkurrenzfaumlhi-ge Industriestrom-Preise einzuset-zen Denn im Zuge des geplanten beschleunigten Atomausstiegs fuumlrch-ten die energieintensiven Unterneh-men in Deutschland um ihre Wettbe-werbsfaumlhigkeit Angesichts der Son-dersituation die sich aus dem schnel-len Ausstieg ergebe seien Reaktio-nen der Politik gefragt sagte Annet-te Loske Hauptgeschaumlftsfuumlhrerin des Verbandes der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) dem bdquoHan-

delsblattldquo (HB) Der VIK steht fuumlr 80 des industriellen Energieeinsatzes in Deutschland

Der VIK schlaumlgt dazu ein Fondsmo-dell vor Die zur Deckung des Grund-bedarfs der energieintensiven Indus-trie erforderlichen Strommengen wer-den von den Kraftwerksbetreibern zu einem festgelegten Preis an einen Strommengenfonds geliefert Aus diesem Fonds koumlnnen stromintensi-ve Industrieunternehmen Strom zu einem Preis beziehen der im europaumli-schen Vergleich wettbewerbsfaumlhig ist Das Modell koumlnnte im Wege einer frei-willigen Selbstverpflichtung durch die betroffenen Kraftwerksbetreiber ein-gerichtet werden Nach den Vorstel-lungen des VIK koumlnnte die Bundes-

regierung dieses Modell zum Gegen-stand ihrer Verhandlungen mit den Energiekonzernen uumlber die Abschal-tung der Meiler machen Um kei-nen Schadensersatzforderungen der Kernkraftwerksbetreiber zu riskieren wird die Regierung ohnehin mit der Branche sprechen muumlssen

Manche EU-Laumlnder habenregulierte Strompreise

Dass der von der Bundesregierung geplante schnelle Ausstieg aus der Kernkraft zu steigenden Strompreisen

fuumlhren wird gilt als sicher schreibt das bdquoHandels-blattldquo Schon das Morato-rium fuumlr die sieben aumlltes-ten Meiler habe sich preis-treibend ausgewirkt Ein Blick in Laumlnder wie Frank-reich Norwegen oder Spa-nien belegt dass deutsche Unternehmen schon heute besonders hohe Strom-preise zahlen In Frankreich dagegen gibt es neben dem regulaumlren Industrie-strompreis einen regulier-ten Preis der fuumlr beson-ders stromintensive Bran-chen gilt Dieser Preis macht weniger als die Haumllf-te des deutschen Industrie-

strompreises aus bdquoIn Frankreich sind die speziellen Industriestromtarife seit Jahren uumlblich Das ist ein starker Pluspunkt im Wettbewerb Mit dem zu erwartenden Strompreisanstieg in Deutschland wird daraus ein Riesen-vorsprung fuumlr franzoumlsische Unterneh-menldquo sagte Loske

In einzelnen Branchen ist der Strompreis der entscheidende Kos-tenfaktor Besonders deutlich wird das am Beispiel der Aluminiumin-dustrie In einer deutschen Alumini-umhuumltte koumlnnen die Stromkosten bis zu 50 der gesamten Produktions-kosten ausmachen Aluminiumhuumltten in Norwegen Frankreich oder Spani-en haben daher auf den Weltmaumlrkten enorme Kostenvorteile

Deutschland Gesamtmetall rechnet mit 80000 neuen Jobs

BERLIN (Dow Jones)--Gesamt-metallpraumlsident Martin Kannegie-sser rechnet bis Jahresende mit 80000 neuen Arbeitsplaumltzen in der Metall- und Elektrobranche bdquoVom Tiefpunkt im Maumlrz 2010 bis jetzt haben wir auch schon wie-der 75000 zusaumltzliche Stamm-arbeitsplaumltze aufgebautldquo sagte Kannegiesser im Interview mit der bdquoWeltldquo Er geht davon aus dass die Branche bis zum Jah-resende wieder fast 36 Millionen Beschaumlftigten aufweise ndash wie vor der Krise Bereits jetzt hat aller-dings nach seinen Angaben jedes zehnte Unternehmen Schwierig-keiten in der Produktion weil die geeigneten Fachkraumlfte ndash vor allem im Ingenieurbereich ndash fehlen Des-halb denke man immer oumlfter uumlber neue Standorte mit bdquogut qualifi-zierten Leutenldquo nach sagte er der bdquoWeltldquo

Deutschland Preisauftrieb im Groszlighandel laumlsst etwas nach

WIESBADEN (Dow Jones)--Der Preisauftrieb im deutschen Groszlighan-del hat im April etwas nachgelas-sen Das Preisniveau stieg im Ver-gleich zum Vormonat um 02 wie das Statistische Bundesamt berich-tete Im Maumlrz hatten sich die Groszlig-handelspreise um 13 erhoumlht Im Jahresvergleich kletterten die Prei-se im Groszlighandel im April um 92 waumlhrend im Vormonat ein Anstieg um 109 ermittelt worden war Die Groszlighandelspreise fuumlr fuumlr Erze Metal-le und Metallhalbzeug lagen auf Groszlig-handelsebene um 149 uumlber denen vom Vorjahr gegenuumlber dem Vormo-nat fielen sie um 09 Im Groszlighan-del mit festen Brennstoffen und Mine-raloumllerzeugnissen lag das Preisni-veau um 162 uumlber dem Vorjahr im Monatsvergleich verteuerten sich die in diesem Bereich gehandelten Pro-dukte um 15

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CO2-Kosten

NE-Metallbranche kann weiter auf vollstaumlndige Kompensation hoffenFRANKFURT (Dow Jones)--Die Bemuumlhungen von Herstellern und Ver-arbeitern von Aluminium Kupfer und Zink um einen zeitlich befristeten Ausgleich der in den Strompreis eingepreisten CO2-Kosten werden von der Bundesregierung offenbar weiterhin unterstuumltzt Wie aus Verbands-kreisen zu houmlren ist wird sich die Bundesregierung in einer Stellungnah-me an die Bruumlsseler Wettbewerbsbehoumlrde fuumlr eine Vollkostenkompensa-tion des CO2-Zertifikatepreises ohne Abzug aussprechen Die Angst vor einer moumlglichen Kehrtwende im deutschen Ansatz hatte fuumlhrende Unter-nehmen aus den betroffenen Branchen dazu veranlasst einen bdquoBrand-briefldquo an den Leiter des Bundeskanzleramtes Ronald Pofalla (CDU) zu schreiben und die Lobbyarbeit in Bruumlssel zu verstaumlrken

Eckpunkte der deutschen Stellung-nahme die in der kommenden Woche nach Bruumlssel uumlbermittelt wird basieren offenbar auf einem Beschluss der CDUCSU-Bundestagsfraktion vom 10 Mai Zu den Forderungen gehoumlrt eine Voll-kostenkompensation des Zertifikate-

preises ohne Abzug fuumlr jene Branchen die eine Stromintensitaumlt von 1 kWhEUR Bruttowertschoumlpfung oder mehr aufweisen Die Antragsteller muumlssen dabei einen Stromverbrauch von min-

destens 1 GWhJahr aufweisen Nach Berechnungen des Bundeswirtschafts-ministeriums (BMWi) liegt die Kupferin-distrie knapp oberhalb des Wertes von 1 kWhEUR gleiches gelte mit grouml-szligerem Abstand fuumlr Aluminium sowie Zink Zinn und Blei Das BMWi rechnet

fuumlr die weiteren Verhandlungen jedoch mit moumlg-lichen bdquospuumlrba-ren Einschraumln-kungenldquo bei die-sen Forderun-gen Wesentli-che Stellschrau-ben seien die noch ausstehen-den Beschluumls-se zu den Bei-hilfeleitlinien und der deutschen Foumlrderrichtli-nie Voraussicht-lich duumlrften Bun-desumweltminis-terium und Bun-desfinanzminis-terium versu-chen den Kreis der Beguumlnstig-

ten in der konkreten Umsetzung ein-zuschraumlnken

Zu den Unterzeichnern des Brand-briefes gehoumlrten der groumlszligte europaumli-sche Kupferproduzent Aurubis Zink-

produzent Xstrata Zinc sowie die Alu-miniumhersteller Trimet Norsk Hydro und Voerde Aluminium (Voerdal) Par-allel dazu wurde die Lobbyarbeit in Zusammenhang mit dem Konsulta-tionsverfahren der Bruumlsseler Wettbe-werbsbehoumlrde zum Thema Kompen-sationszahlung verstaumlrkt um die bdquovoumll-lig indiskutable Varianteldquo einer nicht vollstaumlndigen Kompensation vom Tisch zu bringen wie Heribert Hauck bei der Trimet Aluminium AG fuumlr das Ressort Energiewirtschaft zustaumlndig im Gespraumlch mit Dow Jones betont Die Bundesregierung hatte bereits im August 2009 Verstaumlndnis fuumlr die Bran-che gezeigt und die nationale bdquoRichtli-nie zur Foumlrderung der Herstellung von klimaschonenden NE-Metallenldquo ver-abschiedet Die Foumlrderrichtlinie wird jedoch von der EU-Wettbewerbsbe-houmlrde seit zwei Jahren nicht freigege-ben offiziell pruumlft die Kommission sie noch Auch die EU-Emissionshandels-richtlinie sieht in Artikel 10a Absatz 6Ausgleichszahlungen fuumlr Sektoren beziehungsweise Teilsektoren vor fuumlr die ein erhebliches Risiko einer Ver-lagerung von CO2-Emissionen durch auf den Strompreis uumlbergewaumllzte Kosten der Treibhausgasemissionen (Carbon Leakage) ermittelt wurde

bdquoSolange es kein weltweites Emis-sionshandelsregime gibt wollen wir eine Kompensation haben Diese soll auch der Belastung entspre-chen Es reicht nicht aus wenn wir nur einen Teil der Belastungen erstat-tet bekommenldquo sagte auch Ulf Gehr-ckens Energiechef des Kupferprodu-zenten Aurubis bdquoNur durch die Kom-pensation der CO2-Kosten erreichen wir wieder gleiche Wettbewerbsbe-dingungenldquo ist Gehrckens uumlberzeugt Aurubis habe wie andere Unterneh-men deren Produkte zu Boumlrsenprei-sen gehandelt werden keine Moumlg-lichkeit lokale Mehrkosten an den Kunden weiterzugeben Trimet muumlss-te bei voller Belastung auf Basis des derzeitigen CO2-Preises von rund 17 EURt laut Hauck pro Jahr 60 Mio EUR zusaumltzlich bezahlen bei Aurubis laumlge die Belastung nach Angaben von Gehrckens bei 25 Mio EUR pro Jahr Silvia Rausch-Becker

Ein bdquoBrandbriefldquo der NE-Metallbranche zeigte offenbar Wirkung in Berlin Quelle Deutscher Bundestag

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Zinn Zink Blei amp Nickel

Seltene Erden

bdquoEntwicklung Gruumlner Technologien gefaumlhrdetldquoHANNOVER (Dow Jones)--Die Ver-

sorgung mit Seltenen Erden stellt die deutsche Wirtschaft weiterhin vor Probleme Waumlhrend im Bereich der so genannten leichten Seltenen Erden (Cer Lanthan ua) voraussicht-lich ab 2012 eine deutliche Entspan-nung eintreten wird ist fuumlr die Nutzer von schweren Seltenen Erden (Dys-prosium Europium ua) kein Ende der Versorgungsengpaumlsse abzuse-hen Zu diesem Ergebnis kommt eine Kurzstudie der Deutschen Rohstoff-agentur (DERA) in der Bundesanstalt fuumlr Geowissenschaften und Rohstof-fe (BGR)

bdquoIn Uumlbereinstimmung mit interna-tionalen Studien rechnen wir in der nahen Zukunft mit einer unzureichen-den Versorgungslage besonders mit Europium Terbium und Dysprosiumldquo sagte Harald Elsner BGR-Exper-te und Autor der Studie Die schwe-ren Seltenen Erden finden in vielen so genannten bdquoGruumlnen Technologi-enldquo Verwendung wie z B im Bereich der Windenergie Auch die Produkti-on von energiesparenden Leuchtmit-teln ist ohne schwere Seltene Erden nicht moumlglich

Die Kurzstudie verweist auf ein weiteres Problem Obwohl es Sub-stitutionsmoumlglichkeiten gebe koumlnn-te die augenblickliche Rohstoffsitua-tion auch dazu fuumlhren dass die Ent-

wicklung von effizienteren Wind- und Wasserkraftwerken sowie die Aus-breitung der Elektromobilitaumlt gefaumlhr-det sei warnt Elsner Deshalb steht fuumlr den Experten fest bdquoTrotz bereits eingesetzter groszliger Bemuumlhungen um Maximierung der Recyclingquoten ist absehbar dass kuumlnftig nur die Unter-nehmen von den groszligen Marktchan-cen im Bereich der Gruumlnen Technolo-gien profitieren die sich in der primauml-ren Rohstoffversorgung mit schweren Seltenen Erden abgesichert habenldquo

Die Kurzstudie zeigt weiter auf in welchen Industriesektoren die schwe-ren Seltenen Erden jeweils Verwen-dung finden und in welchen Men-gen sie voraussichtlich bis zum Jahr 2015 zur Verfuumlgung stehen werden Zu den untersuchten schweren Sel-tenen Erden gehoumlren elf Elemente darunter sind die wichtigsten Yttri-um Samarium Europium Gadolini-um Terbium Dysprosium und Erbi-um In die Untersuchung flossen den Angaben des Autors zufolge Informa-tionen deutscher Firmen ein die Sel-tene Erden verbrauchen

Die unter dem Titel bdquoKritische Ver-sorgungslage mit schweren Seltenen Erden ndash Entwicklung bdquoGruumlner Tech-nologienldquo gefaumlhrdetldquo erschienene Kurzstudie steht auf der Homepage der BGR als Download zur Verfuumlgung (httpwwwbgrbundde)

Seltene Erden

Goldman Sachs sieht ab 2013 Entspannung

SYDNEY (Dow Jones)--Das globa-le Angebotsdefizit der Seltenen Erden wird im laufenden Jahr seinen Houmlchst-stand erreichen Dies ist die Einschaumlt-zung der Investmentbank Goldman Sachs Das Defizit koumlnne sich 2011 auf 18734 t belaufen was 132 der Nachfrage entspraumlche Nachdem der Markt 2013 fast im Gleichgewicht sein werde koumlnne der Angebots-uumlberhang im darauf folgenden Jahr bereits 5860 t betragen was 32

der erwarteten Nachfrage entspre-che bdquoWir gehen davon aus dass der Markt 2011 und 2012 deutlich unter-versorgt sein wird und dass die Preise in den kommenden 18 Monaten nach oben tendierenldquo schreibt Goldman Sachs 2013 soll der Markt fast aus-geglichen und danach leicht uumlberver-sorgt sein Dies koumlnne zumindest bei den leichten Seltenen Erden zwischen 2013 und 2015 zu moderaten Preis-ruumlckgaumlngen fuumlhren

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

1500

1750

2000

2250

2500

2750

J J A S O N D J F M A M600000

650000

700000

750000

800000

850000

Zink

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

15000

20000

25000

30000

35000

40000

J J A S O N D J F M A M10000

12500

15000

17500

20000

22500

Zinn

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 2895000 2915000EURt 2043193 1963756

3 MonateUSDt 2900000 2905000EURt 2046722 1957020

15 MonateUSDt 2909000 2910000EURT 2053074 1960388

Lagerbestaumlnde (in t) 21965 21080

Quelle London Metal Exchange

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

KasseUSDt 210350 212600EURt 148458 143223

3 MonateUSDt 212100 213000EURt 149693 143492

15 MonateUSDt 217000 219000EURT 153151 147534

Lagerbestaumlnde (in t) 829050 822225

Quelle London Metal Exchange

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Zinn Zink Blei amp Nickel

Seltene Erden

DIW fordert zu Vorratshaltung auf

BERLIN (Dow Jones)--Das Deut-sche Institut fuumlr Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) warnt wegen des Mono-pols Chinas bei Seltenen Erden vor einer die Lieferketten bedrohenden Abhaumlngigkeit und fordert die Indus-triestaaten zu einer entsprechenden Vorratshaltung sowie abgestimm-tem Verhalten auf bdquoDie Seltenen Erd-metalle sind eine zunehmend wichti-ge Ressource fuumlr die Hochtechnolo-gie-Industrieldquo erklaumlrte Antje Kroumlger DIW-Expertin und Mitautorin einer am Mittwoch veroumlffentlichten Studie zum Thema bdquoWettlauf um die Metalleldquo

Lieferengpaumlsse oder Lieferblo-ckaden koumlnnten die Entwicklungen der Industriestaaten bremsen bdquoDie Industriestaaten sollten deswegen ein WTO-Streitbeilegungsverfahren anregen oder versuchen im Rahmen eines abgestimmten Vorgehens Vorrauml-te anzulegenldquo riet die DIW-Forsche-rin Politik und Wirtschaft der Indus-triestaaten haumltten den strategischen Wert der Seltenen Erden viel zu lange nicht erkannt

bdquoEuropa die USA und Japan finden sich deshalb heute in einer Abhaumln-gigkeit wieder die wichtige Teile ihrer

Industrie bedroht wie zum Beispiel die Umwelttechnologie Elektrotech-nik und Autobrancheldquo warnte Krouml-ger Rund 97 der Seltenen Erden wuumlrden derzeit in China gefoumlrdert und aufbereitet

Mit diesem Monopol koumlnne die Volksrepublik das Angebot jeder-zeit verknappen Kurz- und mittel-fristig werde sich das Problem ver-schaumlrfen denn die Nachfrage steige Schon jetzt nutze China seine Mono-polstellung uumlber Preis- und Lieferdis-kriminierungen gezielt um die eige-ne Industrie zu foumlrdern und auslaumln-dische High-Tech-Konzerne ins Land zu locken indem beispielsweise Ver-sorgungszusagen gemacht wuumlrden Ausreichende Mengen Seltener Erden wuumlrden solchen Unternehmen zuge-sagt die ihre Produktion nach China verlegten

Schwaumlchung destechnologischen Know-hows

Den Industriestaaten drohe zunaumlchst eine Abwanderung und mit-telfristig auch eine Schwaumlchung ihres technologischen Know-hows bdquoSchon heute werden geschaumltzte 60 der globalen Seltene-Erden-Produktion in China eingesetztldquo sagte Kroumlger Sel-tene Erden stecken in Katalysatoren Handys Plasmabildschirmen Fest-platten Batterien und MP3-Spielern Sie helfen Windkraftturbinen Elek-tromotoren sowie Energiesparlam-pen zu betreiben bdquoDie Marktstruk-tur der weltweiten Metallmaumlrkte soll-te staumlrker kontrolliert werdenldquo meint Aleksandar Zaklan Spezialist fuumlr Res-sourcenmaumlrkte am DIW bdquoSollten sich die gegenwaumlrtigen Trends vor allem bei der Angebotskonzentration und dem Nachfragewachstum fortsetzen muss mit weiter steigenden Metall-preisen gerechnet werdenldquo warnt der Forscher

Sie finden die Studie zum kosten-losen Download unter httpwwwdiwdedocumentspublikationen73diw_01c372387de11-19-1pdf

Praumlsodym wird unter anderemfuumlr Dauermagnete benoumltigt Foto jumkde

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

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J J A S O N D J F M A M180000

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240000

270000

300000

330000

Blei

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

17500

20000

22500

25000

27500

30000

J J A S O N D J F M A M114000

120000

126000

132000

138000

144000

Nickel

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 2396000 2497500EURt 1691016 1682498

3 MonateUSDt 2400000 2500000EURt 1693839 1684182

15 MonateUSDt 2367500 2467500EURT 1670901 1662288

Lagerbestaumlnde (in t) 114732 116364

Quelle London Metal Exchange

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 227200 237900EURt 160350 160267

3 MonateUSDt 225500 234500EURt 159150 157976

15 MonateUSDt 224800 233300EURT 158656 157168

Lagerbestaumlnde (in t) 315825 311450

Quelle London Metal Exchange

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Branchen amp Maumlrkte

Maschinenbau Weiteres Auftragsplusbei Neuauftraumlgen

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Maschinen- und Anla-genbau hat im Maumlrz einen weiteren Anstieg bei den Neuauftraumlgen ver-zeichnet wobei sich die Zuwachsra-te jedoch verlangsamt hat Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mitteilte lag der Aufragseingang real 18 uumlber dem Ergebnis des Vorjahres Dabei stiegen das Inlands- und das Auslandsge-schaumlft gleichermaszligen um jeweils 18 im Vergleich zum Maumlrz 2010 Im Feb-ruar war ein Orderplus auf Jahressicht von 38 berichtet worden

In dem von kurzfristigen Schwan-kungen weniger beeinflussten Drei-

Automobil Pkw-Markt bleibt auf dem Wachstumspfad

BAD HOMBURG (Dow Jones)--Die Zahl der Pkw-Neuzulassun-gen in Deutschland hat sich im April weiter erhoumlht Wie der Verband der Internationalen Kraftfahrzeugherstel-ler (VDIK) mitteilte erreichte der Pkw-Markt mit rund 266000 Zulassun-gen ein Wachstum von 3 gegenuuml-ber dem Vorjahresmonat Seit Jahres-beginn liegt der Markt damit um 11 uumlber dem Vorjahresniveau

Dabei wuchs die bdquoNachfrage nach Hybridfahrzeugen gegenuumlber dem Vorjahreswert um knapp 30 und erreichte in den ersten vier Mona-ten 2011 in Deutschland uumlber 3800 Zulassungenldquo erklaumlrte VDIK-Prauml-sident Volker Lange Davon entfie-len 90 auf internationale Herstel-ler bdquoAktuell sind damit 41000 Hyb-rid-Pkw auf deutschen Straszligen unter-wegsldquo

Die kraumlftige Nachfrage auf dem Nutzfahrzeugmarkt hielt ebenfalls weiter an Mit rund 26600 Neuzulas-sungen im April konnte das Vorjahres-ergebnis um 12 uumlbertroffen werden In den ersten vier Monaten 2011 wur-den damit insgesamt 103000 Nutz-fahrzeuge neu zugelassen das ent-spricht einem Wachstum von 25

Maschinenbau Chancen durch Ausbau der Elektromobilitaumlt

WUumlRZBURG (Dow Jones)--Der deutsche Maschinen- und Anlagen-bau wird in den kommenden Jahren vom Ausbau der Elektromobilitaumlt stark profitieren Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie von VDMA und der Strategieberatung Roland Berger Denn durch die Einfuumlhrung von Fahr-zeugen mit elektrischem Antriebs-strang seien zukuumlnftig Kompetenzen des Maschinenbaus gefragt die bis-lang nur selten in der Automobilpro-duktion genutzt wurden Denn kos-tensenkende Produktionstechnik werde dort dringend gebraucht

Durch neue Produktionsanlagen fuumlr Elektrobatterien werde sich bis 2020 ein Geschaumlftspotenzial von 48 Mrd EUR ergeben heiszligt es in der Studie Allerdings stehe die Branche auch vor der groszligen Herausforderung ein neues Produkt- und Technologieport-folio entwickeln zu muumlssen

Fuumlr die deutsche Maschinenbau-branche spielt der Automobilbau schon jetzt eine wichtige Rolle So wurden 2010 rund 14 Mrd EUR direkt im Automotive-Bereich umgesetzt

Die Studie mit dem Titel bdquoE-Mobi-lity ndash Chancen und Risiken fuumlr den deutschen Maschinen- und Anlagen-bauldquo koumlnnen Sie kostenlos von der Webseite des VDMA downloaden httpwwwvdmaorg

monatsvergleich Januar bis Maumlrz 2011 ergibt sich insgesamt ein Plus von 32 im Vorjahresvergleich bei den Inlandsauftraumlgen ein Plus von 35 und bei den Auslandsauftraumlgen ein Plus von 31 bdquoErwartungsge-maumlszlig setzt nun offenbar eine Norma-lisierung der Wachstumsraten einldquo kommentierte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers das Ergebnis bdquoDer sogenannte Basiseffekt extrem nied-riger Vorjahreswerte spielt eine immer geringere Rolle weil sich in eben diesen Vorjahresmonaten der Auf-schwung bereits bemerkbar machte So war der Maumlrz 2010 der erste star-ke Ordermonat nach der Kriseldquo fuumlgte er hinzu

HandelsabkommenFreihandelsabkommen mit Suumldkorea besiegelt

SEOUL (Dow Jonesgtai)--Das suumld-koreanischen Parlament hat das im Oktober 2010 vereinbarte Freihan-delsabkommen mit der EU ratifiziert Damit ist der Weg frei fuumlr das erste Freihandelsabkommen der EU mit einem asiatischen Partner Die Verein-barung wird ab Juli 2011 in Kraft tre-ten Zwischen der EU und Suumldkorea werden dann innerhalb von fuumlnf Jah-ren die Zoumllle auf mehr als 98 aller Warenstroumlme entfallen Innerhalb von sieben Jahren sollen die Zoumllle auf alle Industrieguumlter beseitigt werden

ImporteSorge vor verstrahlter Ware ist unbegruumlndet

HAMBURG (Dow Jones)--Die Befuumlrchtung dass nach dem Unfall im japanischen Kernkraft-werk Fukushima radioaktiv ver-strahlte Ware nach Deutschland gelangen koumlnnte ist offenbar unbegruumlndet Im Hafen Hamburg jedenfalls musste bisher kein aus Japan ankommendes Schiff kon-trolliert werden wie ein Sprecher der Hamburger Innenbehoumlrde auf Anfrage mitteilte Dies liege daran dass es keine Direktverbindun-gen zwischen Japan und Ham-burg gebe und alle in Frage kom-menden Schiffe bereits in ande-ren Haumlfen auf eine moumlgliche radio-aktive Strahlung uumlberpruumlft wor-den seien

Der Rotterdamer Hafen will nach einem Bericht der bdquoVerkehrsrund-schauldquo noch bis 15 Mai alle aus Japan kommenden Schiffe auf radioaktive Belastung hin uumlber-pruumlfen Bei den bislang durchge-fuumlhrten Kontrollen auf den Schif-fen und an der Ladung seien keine Auffaumllligkeiten festgestellt worden teilte der Hafenbetreiber mit Wie unsere Redaktion erfuhr fordern die Automobilhersteller seit dem Ausbruch der Japan-Krise beson-dere Sicherheitsvorkehrungen kri

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Branchen amp Maumlrkte

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Erscheinungsweise 2-mal monatlich

Impressum

Zulieferer Geschaumlftserwartungen normalisieren sich

HAGEN (Dow Jones)--Der ArGeZ-Geschaumlftsklimaindex fuumlr die deut-sche Zulieferindustrie hat sich im April erwartungsgemaumlszlig abgeschwaumlcht Wie die Arbeitsgemeinschaft Zulie-ferindustrie (ArGeZ) mitteilte hat sich die bereits im Vormonat angedeute-te Normalisierung der Zukunftserwar-tungen im Berichtsmonat fortgesetzt bdquoZusaumltzlich duumlrften sich die Unsicher-heiten in Nordafrika sowie die Unkal-kulierbarkeit von Nachwirkungen der Japan-Katastrophe auswirkenldquo schreibt der Verband Gleichwohl zeige sich die aktuelle Geschaumlftslage weiter auf hohem Niveau

Der Geschaumlftsklimaindex Zulie-ferindustrie wird von der Arbeitsge-meinschaft Zulieferindustrie ArGeZ in Zusammenarbeit mit dem Ifo-Institut Muumlnchen ermittelt Er beruht auf der Befragung von rund 600 Unterneh-men und deckt die in der Arbeitsge-meinschaft Zulieferindustrie zusam-mengeschlossenen Branchen Gieszlige-rei-Industrie Kunststoffverarbeitung Stahl- und Metallverarbeitung NE-Metall-Industrie Kautschukindustrie sowie Technische Textilien ab

ArGeZ-GeschaumlftsklimaindexZulieferindustrie Deutschland

2000 = 100 saisonbereinigt Saldo aus positiven und negativen Bewertungen Quelle ifo Institut ArGeZ Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie

Aktuelle Lage

Zukunftserwartung

VIK-Strompreisindexfuumlr Mittelspannung

Quelle VIK

Maumlrz 17370

(Januar 2002 = 100)

Haben Sie Anregungen Fragen Hinweise zu unseren DatenE-Mail an datendedowjonescom

Strom VIK-Index reagiert aufAtomausstiegsplaumlne

ESSEN (Dow Jones)--Der VIK-Strompreisindex fuumlr Mittelspan-nungskunden ist im April nochmals kraumlftig um 610 Punkte bzw 469 auf 17980 Punkte gestiegen Damit erreicht der Index den houmlchsten Wert seit Ende 2008 wie der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirt-schaft (VIK) mitteilte Maszliggeblich fuumlr den weiteren Anstieg war dem VIK zufolge der von der Bundesregie-rung geplante beschleunigte Atom-ausstieg Dieser habe einen deutli-chen Einfluss auf die Strompreise an der Leipziger Boumlrse EEX und somit auch auf den vom Verband monatlich veroumlffentlichten VIK-Index gehabt So seien die Preise fuumlr die folgenden vier Quartale an der EEX nach Bekannt-gabe des Atommoratoriums im Maumlrz zunaumlchst sprunghaft angestiegen und verharrten seitdem auf diesem hohen Niveau

Neben dem deutlichen Anstieg im Vergleich zum Vormonat kletterte auch der gleitende Jahresmittelwert uumlber 12 Monate um 243 Punkte auf aktuell 16087 Punkte Der VIK-Strom-preisindex basiert auf den Stromprei-sen der EEX sowie den Netznutzungs-entgelten von sechs deutschen Netz-betreibern Als Energiepreiskompo-nente wertet der VIK die monatlichen Durchschnittspreise des Terminmark-tes fuumlr die kommenden vier Quartals-produkte aus

Dow Jones Management Forum Rohstoffversorgung 2011

Termin 17 bis 18 Mai 2011 Ort Frankfurt am MainIm Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Fragen wie sich Unterneh-men langfristig aufstellen koumlnnen um ihre Rohstoffversorgung abzu-sichern Tel 06929 72 51 51E-Mailconferencesdowjonescomwwwdjnewslettersdeconferences

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Marktanalyse Aluminium amp Kupfer

Dow Jones NE-Metalle Prognose

Weiterhin nervoumlser Handel bei den Basismetallen erwartetFRANKFURT (Dow Jones)--Wir

rechnen weiter mit einem nervoumlsen Handelsgeschehen an den Basisme-tallmaumlrkten da die Marktteilnehmer versuchen die widerspruumlchlichen Sig-nale zu verdauen Obwohl die juumlngs-ten Nachrichten uumlberwiegend negativ waren verdraumlngten die Player dies zu Beginn der Woche und fokussierten sich auf die guten Neuigkeiten Nach dem Ausverkauf in der vergangenen Woche der Kupfer um 42 und Alu-minium um 2 innerhalb eines Tages absacken lieszlig sind die Kaumlufer in die-ser Woche auf den Markt zuruumlckge-kehrt um die die Gelegenheit zu nut-zen Kupfer unter 9000 USDt und Aluminium unter 2700 USDt einzu-kaufen Es ist derzeit vor allem die-ser anhaltende Optimismus der den Basismetallmarkt am staumlrksten unter-stuumltzt Doch nun ist der Risikoappe-tit erneut deutlich zuruumlckgegangen Zudem stehen wir am Beginn der sai-sonal schwachen Sommermonate

Wir erwarten aber dass die Indus-triemetalle den zunehmenden Sorgen bezuumlglich einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und bezuumlg-lich der Schuldenkrisen noch fuumlr eini-ge Wochen widerstehen wird Aller-dings sind in den naumlchsten Wochen starke Schwankungen wahrschein-lich sind Die Kupferpreise an der Londoner Metallboumlrse duumlrften sich in diesem Zeitraum in einer Range zwi-

schen 8600 und 9400 USDt bewe-gen Allerdings besteht das Risiko einer technischen Korrektur wenn die Unterstuumltzungsmarke von 8600 USDtnachhaltig faumlllt Dann baut sich die naumlchste Unterstuumltzung 8200 USDtauf ndash ein Preislevel das zuletzt im Oktober 2010 gesehen wurde Bei Aluminium sehen wir eine starke Unterstuumltzung bei 2500 USDt sowie einen Schluumlsselwiderstand bei 2270 USDt

Unter den negativen Marktnachrich-ten war auch dass Chinas Kupferim-porte im April schwaumlcher als erwartet ausgefallen sind Das Land importier-te nach vorlaumlufigen Zahlen der chine-sischen Zollbehoumlrden 262676 t Kup-fer Kupferlegierungen und Halbfer-tigprodukte was einen Ruumlckgang um 40 im Vergleich zum Vorjahres-monat und um 14 gegenuumlber dem Maumlrz darstellt Die Bestaumlnde in den gelisteten Lagerhaumlusern der Shang-hai Futures Exchange sind nach wie vor hoch und es gibt Geruumlchte uumlber groszlige Bestaumlnde auszligerhalb der gelis-teten Laumlger Zudem koumlnnte der Inflati-onsdruck zu weiteren geldpolitischen Maszlignahmen fuumlhren was die Nachfra-ge daumlmpfen duumlrfte Gleichzeitig spielt sich die chinesische Kupferprodukti-on wegen der Rekordpreise auf einem hohen Level ab

Dies faumlllt vermutlich mit einer im Som-mer saisonal bedingten schwaumlcheren

Nachfrage in der noumlrdlichen Hemis-phaumlre zusammen Die nicht-kommer-ziellen Investoren haben bereits ihre Netto-Longpositionen die vierte Woche in Folge heruntergefahren

Allerdings gibt es auch einige Unterstuumltzung von den anderen Roh-stoffmaumlrkten So steht der Energie-komplex infolge der anhaltenden geo-politischen Spannungen und wegen der Folgen des Erdbebens in Japan stark da Dennoch sind es vor allem die Wechselkurse die weiterhin den Grundton am Markt setzen Die Euro-Dollar-Relation schwankt infolge der fortdauernden Schuldenthematik auf beiden Seiten des Atlantiks hin und her Die Wechselkurse sind ein Spiel-ball zwischen gegnerischen Kraumlften da der Fokus der Investoren zwischen den Themen USA sowie Europa hin- und herschwankt

Da die Investoren derzeit ihren Fokus vom griechischen Haushalt wieder abwenden duumlrfte der Euro durch die erwartete Zinssteigerung die die Europaumlische Zentralbank viel-leicht bereits im Juni ankuumlndigen wird Unterstuumltzung finden Alles in allem befinden sich die beiden Waumlhrungen in einer Pattsituation aber angesichts der widerspruumlchlichen Signale die auf das Waumlhrungspaar wirken erwar-ten wir in den naumlchsten Wochen star-ke Ausschlaumlge Dow Jones Commodities Research

Dow Jones Indikatoren NE-Metalle(USDt) Kupfer LME

Grundtendenz Obere Grenze Untere Grenze Grundtendenz Obere Grenze Untere Grenze

(USDt)

20

Dow Jones NE-Metalle Monitor

Ausgewaumlhlte Metalle und Legierungen 115 45Kupfer (DEL-Notiz) 61692-61929 62535-62764MK (Metallnotierung Kupfer) 70766 71601Aluminium unverzollt ($t)Blei in Kabeln 18481 19038Metallbasis Bronze 946 83000 84000Messing MS 58 1Verarbrsquostufe 50900-51700 51400-52100Messing MS 58 2Verarbrsquostufe 55600-55700 56200-56200Messing MP 58 50100 50600Messing MS 63 53800-54000 54300-54500Metallbasis Messing 6337 53600-53800 54000-54300Zinklegierung Z 400410 Basispreis 20800 20800Zinn 999 loco Duisburg 208400 212700Alu 997 prompt Deutschland geliefert 20300 20600Aluminium in Kabeln 20300 20600Kupfer hochgr Kath Kasse 61600 62600Kupfer hochgr Kath 3 Monate 61700 62700

Messinglegierungen 115 45Rotguss RG 5 47500-48000 47500-48000Rotguss RG 7 50000-51000 50000-51000Rotguss RG 10 50500-51000 50500-51000Gussbronze GBZ 10 58000-64000 58000-64000Gussbronze GBZ 12 60000-64000 60000-64000Gussbronze GBZ 14 63000-66000 63000-66000

Ferrolegierungen 115 45Molybdaumln Oxid 57 (USDlb)in Faumlssern 1600-1735 1690-1735in Dosen 1700-1745 1700-1745

Molybdaumln in Briketts (USDlb) 1720-1760 1715-1745Ferro-Molybdaumln 70 (USDkg) 4090-4150 4090-4180Ferro-Vanadium 80 (USDkg) 2960-3050 2960-3090Ferro-Niob 63 (USDkg) 4300-4600 4300-4600Ferro-Titan 70 (USDkg) 850-890 850-890Ferro-Wolfram 80 (USDkg) 4950-5150 4950-5150Ferro-Mangan carbure (EURt) 94000-104000 96000-105000Ferro-Mangan affine (EURt) 165000-172000165000-172000

Alu-Gussleg frei Verbraucher (3t) 115 45Nr 226 23800-24800 23800-24800Nr 231 24600-25600 24600-25600Nr 233 25500-26500 25500-26500

NE-Metall-Schrotte 115 45Altblei (EUR100kg) 11500-12000 12500-13000Akkublei (EUR100kg) 5000-5500 5000-5500Kabul (Milberry) 58000-58500 58500-59000Kasus (Granulat I) 58000-58500 58500-59000Katze (Granulat II) 54000-54500 54500-55000Kader (Berry) 53500-54000 54000-54500Kupferdraht (Kanal) 51000-51500 51500-52000Schwerkupfer (Keule) 52000-52500 52500-53000Leichtkupfer (Klima) 50000-50500 50500-51000Schwermessing (Milbe) 32000-32500 32000-32500Leichtmessing (Modus) 29500-30000 29500-30000Rotguss-Schrott 1Qu (Radar) 47000-47500 47000-47500Rotguss-Schrott 2Qu (Rampe) 46000-46500 46000-46500Umschmelzzink 12000-12500 12000-12500Altzink 9000-9500 9000-9500Messingstangenspaumlne MS58 (Maler)36500-37000 37000-37500Messingblechabfaumllle MS63 (Magda) 40000-40500 42000-42500Chromstahl 3500-4000 4000-4500Chromnickelstahlabf V-II a 15000-15500 15500-16000Chromnickelstahlabf V-IV a 23000-23500 24000-24500Alu neu Cu-am 13500-14000 13500-14000Reinaluminiumdraht 16500-17000 16500-17000Gussschrott max 2 FE 9500-10000 9500-10000Alu-Blechabf max 2 8500-9000 8500-9000Alu-Spaumlne Toleranz 5 8000-8500 8000-8500Alu-Profilabf AlMgSi 05 17000-17500 17000-17500

LME (USDt) 115 45KobaltKassa 38000-39500 38000-390003 Monate 37500-39000 37000-38000MolybdaumlnKassa 36450-37450 35700-377003 Monate 36750-37750 36000-38000

Kassapreise 115 45Gold ) (EURkg fein) 3590000 3506000Gold verarbeitet ) (EURkg fein) 3761000 3673000Silber ) (EURkg fein) 94160 96000Silber verarbeitet ) (EURkg fein) 98560 100480Platin verarb (EURg fein) 4252 4231Palladium verarb (EURg fein) 1819 1857Iridium verarb (EURg fein) 2590000 2520000Rhodium verarb (EURkg fein) 5335000 5355000Ruthenium verarb (EURkg fein) 450000 440000) Basis Londoner Fixing Preise von W C Heraeus GmbH

FuturesNew York Comex Gold USDFeinunze 115 45Mai 150110 151490Juni 150140 151530Juli 150200August 150270 151650Oktober 150400 151770Dezember 150530 151880Februar 150640 152010

New York Comex Silber ctsFeinunze 115 45Mai 355090 393830Juni 355090 393870Juli 355150 393880September 355280 393960Dezember 355280 393960Januar 355100 393730Maumlrz 354800 393260Mai 354380 392610

New York Nymex Platin USDFeinunze 115 45Juni 177780 182730Juli 177780 182630Oktober 178150 182990Januar 178150 183190

New York Nymex Palladium USDFeinunze 115 45Juni 71540 74670September 71710 74830Dezember 71850 74930

Preisuumlbersicht NE-Metalle (Deutsche Haumlndlerpreise in EUR100kg sofern nicht anders angegeben)

tagesaktuelle Preise woumlchentlich erfasste Preise Es handelt sich um die aktuellsten verfuumlgbaren Preise aus den vergangenen sieben Tagen

Preisuumlbersicht Edelmetalle

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Kupfer

ChileRio Tinto kooperiert mit Yunnan Copper

SYDNEY (Dow Jones)--Die China Yunnan Copper Australia Ltd eine in Australien boumlrsennotierte Toch-tergesellschaft der Aluminum Corp of China (Chinalco) gruumlndet mit Rio Tinto ein Gemeinschaftsunterneh-men um Kupfer in Chile zu foumlrdern Chinalco ist mit einem Anteil von 9 der groumlszligte Einzelaktionaumlr von Rio Tinto Die beiden Partner wollen in Chile zunaumlchst zwei Gebiete in der Naumlhe der Cerro-Colorado-Mine von BHP Billiton erkunden

Rio Tinto und Chinalco hatten erst im Dezember ein Gemeinschaftsun-ternehmen gegruumlndet um Erkundsar-beiten in China voranzutreiben ndash ohne jedoch zu sagen um welche Roh-stoffe es sich dabei handelt Groumlszligtes Joint Venture der beiden Konzerne ist bislang das Eisenerzprojekt Simand-ou im westafrikanischen Guinea

Chile Kupferproduktion im Maumlrz fast unveraumlndert

SANTIAGO (Dow Jones)--Chile hat im Maumlrz dieses Jahres 450507 t Kup-fer produziert Das sei im Vergleich zum Vorjahresmonat ein geringfuumlgiger Ruumlckgang um 01 teilte die natio-nale Statistikbehoumlrde INE am Don-nerstag mit Ebenfalls um 01 sei die Kupferproduktion im Zeitraum Januar bis Maumlrz 2011 gefallen und zwar auf 1268 Mio t Grund fuumlr das leichte Minus seien schlechtere Erz-qualitaumlten Probleme mit Bergbauma-schinen und widrige Wetterumstaumlnde an einigen Standorten Die Produkti-on von Kupferkathoden sank im Maumlrz um 66 auf 217964 t wie INE wei-ter mitteilte

Sambia KCM will Produktion bis 2014 verdoppeln

LUSAKA (Dow Jones)--Sambias groumlszligter Kupferproduzent Konkola Copper Mines (KCM) will seine jaumlhr-liche Kupferproduktion bis 2014 ver-doppeln auf mindestens 400000 t Wie die Muttergesellschaft Vedanta Resources mitteilte soll dies durch ein Untertage-Projekt in der Kupfer-mine Chilibombwe den Neubau einer Laugungsanlage in der Nchanga-Mine sowie weitere Expansionvorhaben in Verarbeitungsanlagen und Huumltten ermoumlglicht werden Der jaumlhrliche Kup-fererz-Output werde so mehr als ver-dreifacht auf 75 Mio t Nach Angaben von Vedanta Resources belief sich die Kupferkathoden-Produktion von KCM im vierten Quartal 2010 auf 34000 t Dies entspreche bereits einer Produk-tionsteigerung von 21 heiszligt es

KCM wird den Angaben zufolge im Rahmen der Expansionsplaumlne weite-re 172 Mio USD in den Bau einer Lau-gungsanlage fuumlr die Nchanga-Mine investieren Die Anlage die 2013 in Betrieb gehen soll werde waumlhrend

DeutschlandLeoni kann Gewinnverdreifachen

NUumlRNBERG (Dow Jones)--Der Automobilzulieferer Leoni hat sei-nen Konzerngewinn im ersten Quar-tal mehr als verdreifacht Unter dem Strich verdiente der MDAX-Konzern 366 Mio EUR nach 102 Mio EUR in den ersten drei Monaten des Vorjah-res Die Einnahmen legten von Januar bis Maumlrz um 38 auf 9107 Mio EUR zu Dabei konnte Leoni in nahezu allen Regionen wachsen und die Erwartun-gen in den beiden Unternehmens-bereichen Wiring Systems bzw Wire amp Cable Solutions uumlbertreffen Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) hat sich auf 614 (230) Mio EUR fast verdreifacht Die Mitte April angeho-bene Prognose fuumlr das laufende Jahr bekraumlftigte das Nuumlrnberger Unterneh-men Demnach soll der Umsatz auf etwa 34 Mrd EUR und das EBIT auf rund 210 Mio EUR zulegen

einer Lebenszeit von 13 Jahren jaumlhr-lich mindestens 50000 t Kupfer pro-duzieren heiszligt es Zudem werde der-zeit ein Untertage-Projekt in der Kup-fermine Chilibombwe entwickelt das mindestens 200 Mio t Erz mit einem Kupfergehalt von 35 foumlrdern soll

Quellen London Metal Exchange New York Mer-cantile Exchange Shanghai Futures Exchange (SHFE)

Kupfer Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 115 45

Kassein USDt 875050 917150in EURt 609239 616945

3 Monatein USDt 877500 920000in EURt 610945 618862

15 Monatein USDt 878500 921000in EURt 611641 619535

27 Monatein USDt 860000 901000in EURt 598761 606081

Lagerbestaumlnde(in t) 468350 463925

Comex 115 45

Frontmonat(US-ctslb) 39020 41205

Lagerbestaumlnde(in short tons) - 71254

SHFE 115 45

Frontmonat(CNYt) 67870 69460

Lagerbestaumlnde(in t) 21246 27267

in 1000 t

Quelle International Copper Study Group

Welt-Kupfermarkt

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Kupfer

Deutschland

Aurubis steigt mit Luvata-Zukauf in die Weltspitze aufDUumlSSELDORF (Dow Jones)--Euro-

pas groumlszligter Kupferhersteller Auru-bis wagt nach langem Zoumlgern den Schritt uumlber den groszligen Teich Der Zukauf der Walzproduktsparte des finnischen Luvata-Konzerns ist bdquoder erste Schritt den Aurubis auszligerhalb Europas machtldquo wie der Vorstands-vorsitzende Bernd Drouven sagte Das Hamburger MDAX-Unterneh-men kauft die Luvata-Aktivitaumlten im Bereich Kupferbaumlnder -bleche und -platten (Luvata RPD) fuumlr 200 Mio bis 250 Mio EUR Die Division produ-

zierte mit rund 1100 Mitarbeitern im Geschaumlftsjahr 2010 etwa 160000 t Bleche Baumlnder und Platten aus Kup-fer und Kupferlegierungen und erziel-te damit einen Umsatz von rund 1 Mrd EUR Ihre Produktionsstaumltten liegen in Finnland Schweden und den Nieder-landen ndash sowie hauptsaumlchlich in Buffa-lo im US-Bundesstaat New York

Waumlhrend sich Aurubis bislang auf die Produktion von Kupferbaumlndern und Baumlndern aus Hochleistungslegie-rungen konzentriert habe sei Luva-ta RPD bei der Herstellung von volu-

menstarken Messingprodukten sowie bei Spezialprodukten gut positioniert heiszligt es Daruumlber hinaus werde Luva-ta RPD in der Lage sein Produkte aus dem Portfolio von Aurubis durch seine innovative Technologie des vertikalen Duumlnnbandgieszligens wettbewerbsfaumlhig herzustellen

Schon lange liebaumlugelte die ehema-lige Norddeutsche Affinerie mit einer Ausweitung ihres Geschaumlfts Nicht ein-mal ein Zehntel der Erloumlse von knapp 10 Mrd EUR im Ende September been-deten Geschaumlftsjahr 200910 stamm-

ten aus anderen Welt-regionen wo Auru-bis bisher auch keine Produktionsstandortehatte Auf dem Weg zum Global Player bestand also Handlungsbedarf

Der Kauf von Luvata Rolled Products ist fuumlr Drouven jedoch nicht das Ende der Internati-onalisierung bdquoWir set-zen uns weiter mit ande-ren Dingen auseinan-der aber diese Prozesse brauchen Zeitldquo sagte er zu moumlglichen weiteren Zukaumlufen bdquoWir akqui-rieren nicht auf Teu-fel komm raus sondern uumlberlegen sehr sorgfaumll-tig was zu uns passt und welche Konditionen akzeptabel sindldquo erklaumlr-te er

Bei der nun erworbe-nen Sparte deren Kauf noch von den Kartellbehoumlrden abgesegnet werden muss und laut Drouven Anfang August abgeschlossen werden soll scheint nun alles gepasst zu haben ndash sowohl strategisch wie auch finanziell bdquoDie Kombination mit unseren Aktivitaumlten bietet erhebliches Wertsteigerungspo-tenzialldquo sagte Drouven So seien bis-lang Kunden vom Standort Stolberg aus wo Aurubis Kupferbaumlnder her-stellt nicht weltweit zu beliefern gewe-sen Mit dem Zukauf stoumlszligt das Unter-nehmen in dem Marktsegment nun

in die Weltspitze vor Drouven will zur Optimierung die Produktion von eini-gen Standorten verlagern und an ande-ren konzentrieren Dies soll zu Synergi-en im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich fuumlhren Momentan ist Luvata Rolled Products noch nicht pro-fitabel weist aber einen positiven Cash Flow auf wie Drouven sagte Die Akti-vitaumlten seien bdquowie viele andere von der Finanz- und Wirtschaftskrise gebeuteltldquo worden bdquoDie Aktivitaumlten passen strate-gisch sehr gut zu Aurubis Das Problem des Luvata-Bereichs bisher war die Versorgung mit Vormaterial Davon hat Aurubis genugldquo sagte Commerzbank-Analyst Ingo-Martin Schachel

Aurubis zahlt laut Drouven bdquofast nichtsldquo fuumlr den Zukauf Der genaue Kaufpreis richtet sich nach dem Wert der Vorraumlte zum Zeitpunkt des Abschlusses Dies mache den Haupt-teil des Kaufpreises aus fuumlr die Anla-gen werde nur ein kleiner zweistelliger Millionenbetrag faumlllig Dadurch entste-he ein sogenannter bdquonegativer Good-willldquo von uumlber 100 Mio EUR ndash eine Zuschreibungsmoumlglichkeit bdquodie das Eigenkapital staumlrktldquo bdquoWenn man ein bisschen daruumlber nachdenkt sieht man dass es ein sehr gutes Geschaumlft fuumlr Aurubis istldquo so Analyst Schachtel Martin Rapp

Drouven wirft das Handtuch

Bernd Drouven 55 verlaumlsst Aurubis zum Jahresende auf eige-nen Wunsch Selbst der Aufsichts-rat wurde offenbar von dem Ent-schluss uumlberrascht denn es gibt bislang keinen Nachfolger Nach Informationen des bdquoHamburger Abendblattsldquo fuumlhlte sich Drouven der erst 2008 Werner Marnette als Vorstandsvorsitzenden abgeloumlst hatte zunehmend zermuumlrbt von Konflikten mit dem Groszligaktionaumlr Salzgitter der rund 23 der Auru-bis-Anteile haumllt

Bernd Drouven zahlt bdquofast nichtsldquo fuumlr den Zukauf Foto Dow Jones

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Interview

Ulrich Grillo ist Praumlsident der WirtschaftsVereinigung Metalle Vorsitzender des BDI-Ausschus-ses Rohstoffpolitik und Vizeprauml-sident des BDI Nach Stationen bei Arthur Anderson AT Kear-ney und der Rheinmetall-Gruppe leitet Grillo als Vorstandsvorsit-zender die Grillo-Werke in Duis-burg einen Zinkverarbeiter mit rd 600 Mio EUR Jahresumsatz und 1600 Mitarbeitern

Interview

Geplante Energiewende stellt Metallbranche vor groszlige HerausforderungenBERLIN (Dow Jones)--Die deutsche NE-Metallindustrie sieht sich zuneh-mend Herausforderungen ausgesetzt die leicht die Wettbewerbsfaumlhig-keit der Branche im internationalen Vergleich beeintraumlchtigen koumlnnte Um dem zu begegnen muumlssen die Unternehmen verstaumlrkt gemeinsam agieren und ihre Vorstellungen beispielsweise gegenuumlber den verant-wortlichen Politikern in Berlin und Bruumlssel effektiv vertreten In einem Exklusiv-Interview mit Dow Jones NE-Metalle-Monitor spricht Ulrich Grillo Praumlsident der WirtschaftsVereinigung Metalle und Vorsitzen-der des BDI-Ausschusses Rohstoffpolitik uumlber die Konsequenzen der geplanten Energiewende und einer verteuerten Rohstoffversorgung fuumlr die deutsche NE-Metall-Branche

Herr Grillo nach der Katastrophe von Fukushima hat die Bundes-regierung die Energiewende aus-gerufen Sie wird ganz sicher mit houmlheren Strompreisen verbunden sein Welche Folgen hat dies fuumlr die NE-Metallindustrie

Ulrich Grillo Auch wir sind natuumlr-lich an einer sicheren sauberen und bezahlbaren Energie interes-siert Aber allein die Ankuumlndigung der Energiewende hat die deutschen Strompreise an der Stromboumlrse um 15 erhoumlht Dabei sind die abso-luten Strompreise gar nicht mal das Problem sondern die relativen Prei-se Wenn in Deutschland die Preise erhoumlht werden und in anderen Laumln-

dern nicht ergeben sich daraus Wett-bewerbsnachteile fuumlr die deutsche Industrie Die Strompreise machen aber in der Spitze bis zu 50 des Umsatzes aus Eine schleichende Abwanderung der Branche waumlre die Folge

Gibt es schon Berechnungen wie hoch der Preisanstieg bei Strom infolge der Energiewende ausfal-len wird

Da gehen die Berechnungen der Experten weit auseinander Sie begin-nen bei einem Anstieg um 06 ctkWh der an der EEX als Preissteigerung fuumlr die Grundlastlieferung im Jahr 2012 schon enthalten ist Die dena rech-net bis 2020 mit einem Anstieg um 5ctkWh einschlieszliglich Netzausbau und erhoumlhter EEG-Umlage Damit wuumlrde sich der derzeitige Strompreis etwa verdoppeln Bereits der Anstieg um durchschnittlich 06 ctkWh ent-spricht bei einer Aluminiumelektrolyse fast 50 der Lohn- und Gehaltssum-me und zehrt den Jahresgewinn eines solchen Unternehmens auf

Wie wollen sie diesem Preisdruck begegnen

Wir brauchen bezahlbaren Grund-laststrom Wir streben deshalb Indus-

triepreise fuumlr Strom an wie es sie in anderen europaumlischen Laumlndern etwa Frankreich oder Spanien gibt Ener-gieintensive Betriebe im Ausland beispielsweise in den Niederlanden haben zudem die Moumlglichkeit eine Verguumltung zu erhalten wenn sie bei Verbrauchsspitzen temporaumlr vom Netz gehen und so die Stabilitaumlt des Netzes gewaumlhrleisten Wir setzen uns dafuumlr ein dass diese Regelung auch in Deutschland angewendet wird

Eine Herausforderung fuumlr die Bran-che stellen ja nicht nur houmlhere Strompreise sondern auch zum Teil exorbitante Preissteigerungen bei Rohstoffen dar

Dazu ist zu sagen dass es eine absolute Knappheit insbesondere bei metallischen Rohstoffen nicht gibt Die Preiserhoumlhungen sind das Ergeb-nis von Oligopolen wie beispielswei-se beim Eisenerz aber auch moumlgli-che spekulative Uumlbertreibungen an den Boumlrsen spielen leider eine Rolle Und dann gibt es noch die politisch gewollten Verzerrungen des Wettbe-werbs

China hat seine Seltene-Erden-Industrie zunaumlchst subventioniert und damit andere Anbieter vom Markt ver-draumlngt Nun beschraumlnkt es die Expor-te fuumlr diese Metallgruppe

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

Was kann die deutsche Indus-trie tun um dem Trend zu Wettbe-werbsverzerrungen entgegenzu-wirken

Wir halten daran fest dass Roh-stoffsicherung zunaumlchst Sache der Unternehmen ist auch wenn flankie-rend die Politik gefordert ist Wir den-ken im BDI derzeit mit einigen Unter-nehmen in einer Arbeitsgruppe inten-siv uumlber Moumlglichkeiten fuumlr gemeinsa-me Engagements bei Rohstoffen im Ausland nach die Ergebnisse dieser Analysen dazu werden wir in einigen Monaten veroumlffentlichen Dabei muss es nicht um Einkaufs- oder Handels-zusammenschluumlsse gehen Es kann auch um Kooperationen beispielswei-se bei der Exploration von Rohstoffen gehen Die deutschen Unternehmen haben in der Vergangenheit eigene Engagements bei Rohstoffen mehr-heitlich aufgegeben und sich auf ihre Kernkompetenzen konzentriert Das war richtig solange der Markt funk-tioniert hat Heute ist das nicht mehr unbedingt der Fall

Und was kann die Politik tun

Wir fuumlhlen uns durch das Bun-deskanzleramt und das Bundeswirt-schaftsministerium gut unterstuumltzt Ein Beispiel wie die Politik flankierend helfen kann sind die sogenannten Rohstoffpartnerschaften Dabei grei-fen Auszligenpolitik Wirtschaftspolitik und Entwicklungshilfe ineinander Das Pilotprojekt einer solchen Partner-schaft wird gerade mit Kasachstan festgezurrt In den naumlchsten Mona-ten wird ein Regierungsabkommen zwischen Deutschland und Kasachs-tan abgeschlossen das als Rahmen-vereinbarung fuumlr die Kooperation der privaten Akteure dient Kasachstan ist fuumlr uns vor allem als Lieferant seltener Metalle interessant beispielsweise Wolfram Die kasachische Seite ist an unserer Technologie interessiert und will natuumlrlich so viel Wertschoumlpfung wie moumlglich im eigenen Land aufbau-en Wir sind auch an Rohstoffpartner-schaften mit anderen Laumlndern interes-siert beispielsweise mit Staaten Suumld-amerikas

Das klingt nicht so ganz anders als das was uumlber die chinesische Pra-xis der Rohstoffsicherung berich-tet wird

Von einer Partnerschaft muumlssen immer beide Seiten profitieren Wir genieszligen als Deutsche eine hohe Wertschaumltzung und sind auch wegen unserer Technologie ein begehrter Partner Wir sprechen von einer nach-haltigen Partnerschaft auf Augenhouml-he deren Grundlage fairer Handel und nachhaltige Entwicklung ist

Ein immer wichtigerer Aspekt des Themas ist auch die Sekundaumlrroh-stoffgewinnung Die EU hat eine neue Abfallverordnung beschlos-sen Sind sie mit den Regelungen zufrieden

Das Problem sind weniger die Regeln die auf nationaler oder EU-Ebene erlassen werden als die Kon-trolle ihrer Einhaltung Die Kontrollen muumlssen verbessert werden auch in Deutschland Wissen Sie was bdquochine-se packagingldquo ist Da sind in einem Container die obersten Schichten mit Waren befuumlllt die den Regeln ent-sprechen Aber darunter wo niemand mehr kontrolliert finden sich ganz andere Waren So funktioniert bei-spielsweise auch die illegale Ausfuhr von wertvollen Schrotten Die EU-Staaten bleiben also aufgerufen die Einhaltung ihrer eigenen Regeln effi-zient zu uumlberwachen Das gilt insbe-sondere auch fuumlr die neuen Vorgaben aus Bruumlssel die wir grundsaumltzlich fuumlr konstruktiv halten

Das Interview fuumlhrte Claus-Detlef Groszligmann

Die WirtschaftsVereinigung Metalle(WVM) vertritt die wirtschaftspoliti-schen Anliegen der NE-Metall-industrie mit 658 Unternehmen und 108660 Beschaumlftigten Im Jahre 2010 erwirtschaftete die Branche einen Umsatz in Houmlhe von insge-samt 435 Mrd EUR

DOW JONESManagement-ForumRohstoffstrategien 2011Ist Ihr Unternehmen richtigaufgestellt fuumlr die Zukunft

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Praxisforum ldquoRohstoffversorgung als Management-Thema im Unter-nehmenrdquo

- Welchen Stellenwert sollte derRohstoffeinkauf im Unternehmenhaben

- Recycling und Ressourcen-ment aus der Rohstoffklemme

wwwdowjones-eventsde

Interview

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Hintergrund

DeutschlandRohstoffeffizienz-Preis Die Frist laumluft

BERLIN (Dow Jones)--Um den Stellenwert der Rohstoff- und Materialeffizienz in der Wirtschaft staumlrker zu verankern vergibt das Bundesministerium fuumlr Wirtschaft und Technologie in Zusammenar-beit mit der Deutschen Rohstoff-agentur in diesem Jahr erstmals den bdquoDeutschen Rohstoffeffizienz-Preisldquo Der Preis ist den Angaben zufolge fuumlr bdquoherausragende Unter-nehmensbeispiele fuumlr rohstoff- und materialeffiziente Produkte Prozesse oder Dienstleistungen und anwendungsorientierte For-schungsergebnisseldquo vorgesehen

Durch den Wettbewerb soll-ten noch mehr Mitarbeiter und Geschaumlftsfuumlhrer gerade von klei-nen und mittelstaumlndischen Unter-nehmen sowie Wissenschaftler fuumlr das Thema Rohstoff- und Mate-rialeffizienz sensibilisiert werden sagte Hans-Joachim Kuumlmpel Praumlsident der Bundesanstalt fuumlr Geowissenschaften und Rohstof-fe (BGR) in der die Deutsche Roh-stoffagentur angesiedelt ist

Rohstoff- und Materialkosten sind laut Statistischem Bundes-amt im produzierenden Gewerbe mit gut 45 der groumlszligte Kosten-faktor Besonders in Zeiten stei-gender Rohstoffnachfrage und-preise sei daher rohstoff- und materialeffizientes Wirtschaf-ten eine gute Strategie zur Erhouml-hung der Unternehmensrentabili-taumlt und der Wettbewerbsfaumlhigkeit so Kuumlmpel

Praumlmiert werden sollen vier mittelstaumlndische Unternehmen sowie eine Forschungseinrichtung mit einem Preisgeld von jeweils 10000 EUR Einsendeschluss fuumlr Antraumlge ist der 20 Septem-ber 2011 Die Preisverleihung fin-det am 16 November 2011 im Bundesministerium fuumlr Wirtschaft und Technologie in Berlin statt

Weitere Informationen finden Sie unter httpwwwdeutsche-rohstoffagenturde

Deutschland

Familienunternehmen nehmen Asien ins Visier

BERLIN (Dow Jones)--Deutsch-lands groumlszligte Familienunternehmen nehmen als Maumlrkte der Zukunft immer staumlrker die Laumlnder Asiens in den Blick Als wichtigsten Wachstumsmarkt der Zukunft haben die Unternehmen Indi-en ausgemacht Das ist das Ergeb-nis einer Umfrage unter 404 der 2688 Familienunternehmen mit mehr als 50 Mio EUR Jahresumsatz die vom Institut fuumlr Mittelstandsforschung (IfM) durchgefuumlhrt wurde Auftragge-ber waren die Deutsche Bank und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI)

Familienunternehmen seien bereits in hohem Maszlig auf Auslandsmaumlrkten aktiv und erwarteten auch fuumlr die-ses Jahr eine Steigerung ihrer Expor-te heiszligt es Neun von zehn Famili-enunternehmen vertreiben Produk-te und Dienstleistungen auf interna-tionalen Maumlrkten Fuumlr mehr als ein Drittel (354) zaumlhlt Frankreich heute zu den drei wichtigsten Absatzmaumlrk-

ten ndash vor China (274) und den USA (253) Ein Drittel der Unternehmen die bereits international aktiv sind wollen auf weiteren Auslandsmaumlrk-ten aktiv werden Angefuumlhrt wird die Wunschliste von Indien (195) und China (165) Hinsichtlich der Ein-schaumltzung zukuumlnftiger Wachstums-maumlrkte wird sich Indien zum Wachs-tumsmarkt der Zukunft entwickeln und zum fuumlnftwichtigsten Handels-partner aufsteigen China wird dem-nach zum wichtigsten Exportland vor Frankreich den USA und Russland

Die Befragung zeigt weiter dass mehr als drei Viertel (842) den Wirt-schaftsstandort Deutschland posi-tiv bewerten Fast jeder vierte Unter-nehmer (234) beurteilte die Attrak-tivitaumlt Deutschlands als deutlich houmlher im Vergleich zum Ausland Fuumlr dieses Jahr planen zwei Drittel der Befrag-ten (66) die Investitionsbudgets zu erhoumlhen und neue Mitarbeiter einzu-stellen (674)

Deutschland

Ende des Freihafens Hamburg

HAMBURG (Dow Jones)--Der Frei-hafen Hamburg wird zum 1 Januar 2013 aufgehoben damit der Verkehr im Hafen besser flieszligen kann Kuumlnf-tig entfallen die Zollkontrollen an der Freizonengrenze sowie die besonde-ren Uumlberwachungsverfahren fuumlr die Lagerung von Gemeinschaftswaren im Hafengebiet wie die Handelskam-mer Hamburg mitteilte Im gesamten Hafen gelten dann nur noch die all-gemeinen Regelungen fuumlr EU-See-zollhaumlfen Daraus ergeben sich fuumlr die Betroffenen aber zum Teil erhebliche Veraumlnderungen bezuumlglich der Zoll-abfertigung sowie der gesetzlichen Pflichten uumlber sich die Firmen fruumlh-zeitig informieren sollten heiszligt es

So muumlssen kuumlnftig unter anderem Waren die in die EU eingefuumlhrt wer-den unmittelbar nach ihrer Ankunft im Hamburger Hafen in ein Zollverfah-ren uumlberfuumlhrt werden Vom Zoll abge-

fertigte Warensendungen die von den Terminals kommen und ohne weitere Behandlung das Hafengebiet verlas-sen sollen werden jedoch nicht mehr durch Zollkontrollen an den ehemali-gen Freihafengrenzen behindert

Weiter ist eine Lagerung von Nicht-gemeinschaftswaren nur noch im Rahmen der voruumlbergehenden Ver-wahrung oder in einem Zolllager moumlg-lich Zum 1 Januar 2013 muumlssen daher alle in der Freizone gelager-ten Nichtgemeinschaftswaren fuumlr ein bewilligtes Zolllagerverfahren oder zur voruumlbergehenden Verwahrung ange-meldet werden

Die Handelskammer Hamburg will nach eigenen Angaben demnaumlchst spezielle Veranstaltungen fuumlr dieje-nigen Firmen anbieten die von der Aufhebung des Freihafens betrof-fen sind Weitere Informationen unter wwwhk24de

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Hintergrund

Deutschland

Industrie fordert spezielle Industriestrompreise

BERLIN (Dow Jones)--Industrie-vertreter fordern von der Bundes-regierung sich fuumlr konkurrenzfaumlhi-ge Industriestrom-Preise einzuset-zen Denn im Zuge des geplanten beschleunigten Atomausstiegs fuumlrch-ten die energieintensiven Unterneh-men in Deutschland um ihre Wettbe-werbsfaumlhigkeit Angesichts der Son-dersituation die sich aus dem schnel-len Ausstieg ergebe seien Reaktio-nen der Politik gefragt sagte Annet-te Loske Hauptgeschaumlftsfuumlhrerin des Verbandes der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) dem bdquoHan-

delsblattldquo (HB) Der VIK steht fuumlr 80 des industriellen Energieeinsatzes in Deutschland

Der VIK schlaumlgt dazu ein Fondsmo-dell vor Die zur Deckung des Grund-bedarfs der energieintensiven Indus-trie erforderlichen Strommengen wer-den von den Kraftwerksbetreibern zu einem festgelegten Preis an einen Strommengenfonds geliefert Aus diesem Fonds koumlnnen stromintensi-ve Industrieunternehmen Strom zu einem Preis beziehen der im europaumli-schen Vergleich wettbewerbsfaumlhig ist Das Modell koumlnnte im Wege einer frei-willigen Selbstverpflichtung durch die betroffenen Kraftwerksbetreiber ein-gerichtet werden Nach den Vorstel-lungen des VIK koumlnnte die Bundes-

regierung dieses Modell zum Gegen-stand ihrer Verhandlungen mit den Energiekonzernen uumlber die Abschal-tung der Meiler machen Um kei-nen Schadensersatzforderungen der Kernkraftwerksbetreiber zu riskieren wird die Regierung ohnehin mit der Branche sprechen muumlssen

Manche EU-Laumlnder habenregulierte Strompreise

Dass der von der Bundesregierung geplante schnelle Ausstieg aus der Kernkraft zu steigenden Strompreisen

fuumlhren wird gilt als sicher schreibt das bdquoHandels-blattldquo Schon das Morato-rium fuumlr die sieben aumlltes-ten Meiler habe sich preis-treibend ausgewirkt Ein Blick in Laumlnder wie Frank-reich Norwegen oder Spa-nien belegt dass deutsche Unternehmen schon heute besonders hohe Strom-preise zahlen In Frankreich dagegen gibt es neben dem regulaumlren Industrie-strompreis einen regulier-ten Preis der fuumlr beson-ders stromintensive Bran-chen gilt Dieser Preis macht weniger als die Haumllf-te des deutschen Industrie-

strompreises aus bdquoIn Frankreich sind die speziellen Industriestromtarife seit Jahren uumlblich Das ist ein starker Pluspunkt im Wettbewerb Mit dem zu erwartenden Strompreisanstieg in Deutschland wird daraus ein Riesen-vorsprung fuumlr franzoumlsische Unterneh-menldquo sagte Loske

In einzelnen Branchen ist der Strompreis der entscheidende Kos-tenfaktor Besonders deutlich wird das am Beispiel der Aluminiumin-dustrie In einer deutschen Alumini-umhuumltte koumlnnen die Stromkosten bis zu 50 der gesamten Produktions-kosten ausmachen Aluminiumhuumltten in Norwegen Frankreich oder Spani-en haben daher auf den Weltmaumlrkten enorme Kostenvorteile

Deutschland Gesamtmetall rechnet mit 80000 neuen Jobs

BERLIN (Dow Jones)--Gesamt-metallpraumlsident Martin Kannegie-sser rechnet bis Jahresende mit 80000 neuen Arbeitsplaumltzen in der Metall- und Elektrobranche bdquoVom Tiefpunkt im Maumlrz 2010 bis jetzt haben wir auch schon wie-der 75000 zusaumltzliche Stamm-arbeitsplaumltze aufgebautldquo sagte Kannegiesser im Interview mit der bdquoWeltldquo Er geht davon aus dass die Branche bis zum Jah-resende wieder fast 36 Millionen Beschaumlftigten aufweise ndash wie vor der Krise Bereits jetzt hat aller-dings nach seinen Angaben jedes zehnte Unternehmen Schwierig-keiten in der Produktion weil die geeigneten Fachkraumlfte ndash vor allem im Ingenieurbereich ndash fehlen Des-halb denke man immer oumlfter uumlber neue Standorte mit bdquogut qualifi-zierten Leutenldquo nach sagte er der bdquoWeltldquo

Deutschland Preisauftrieb im Groszlighandel laumlsst etwas nach

WIESBADEN (Dow Jones)--Der Preisauftrieb im deutschen Groszlighan-del hat im April etwas nachgelas-sen Das Preisniveau stieg im Ver-gleich zum Vormonat um 02 wie das Statistische Bundesamt berich-tete Im Maumlrz hatten sich die Groszlig-handelspreise um 13 erhoumlht Im Jahresvergleich kletterten die Prei-se im Groszlighandel im April um 92 waumlhrend im Vormonat ein Anstieg um 109 ermittelt worden war Die Groszlighandelspreise fuumlr fuumlr Erze Metal-le und Metallhalbzeug lagen auf Groszlig-handelsebene um 149 uumlber denen vom Vorjahr gegenuumlber dem Vormo-nat fielen sie um 09 Im Groszlighan-del mit festen Brennstoffen und Mine-raloumllerzeugnissen lag das Preisni-veau um 162 uumlber dem Vorjahr im Monatsvergleich verteuerten sich die in diesem Bereich gehandelten Pro-dukte um 15

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CO2-Kosten

NE-Metallbranche kann weiter auf vollstaumlndige Kompensation hoffenFRANKFURT (Dow Jones)--Die Bemuumlhungen von Herstellern und Ver-arbeitern von Aluminium Kupfer und Zink um einen zeitlich befristeten Ausgleich der in den Strompreis eingepreisten CO2-Kosten werden von der Bundesregierung offenbar weiterhin unterstuumltzt Wie aus Verbands-kreisen zu houmlren ist wird sich die Bundesregierung in einer Stellungnah-me an die Bruumlsseler Wettbewerbsbehoumlrde fuumlr eine Vollkostenkompensa-tion des CO2-Zertifikatepreises ohne Abzug aussprechen Die Angst vor einer moumlglichen Kehrtwende im deutschen Ansatz hatte fuumlhrende Unter-nehmen aus den betroffenen Branchen dazu veranlasst einen bdquoBrand-briefldquo an den Leiter des Bundeskanzleramtes Ronald Pofalla (CDU) zu schreiben und die Lobbyarbeit in Bruumlssel zu verstaumlrken

Eckpunkte der deutschen Stellung-nahme die in der kommenden Woche nach Bruumlssel uumlbermittelt wird basieren offenbar auf einem Beschluss der CDUCSU-Bundestagsfraktion vom 10 Mai Zu den Forderungen gehoumlrt eine Voll-kostenkompensation des Zertifikate-

preises ohne Abzug fuumlr jene Branchen die eine Stromintensitaumlt von 1 kWhEUR Bruttowertschoumlpfung oder mehr aufweisen Die Antragsteller muumlssen dabei einen Stromverbrauch von min-

destens 1 GWhJahr aufweisen Nach Berechnungen des Bundeswirtschafts-ministeriums (BMWi) liegt die Kupferin-distrie knapp oberhalb des Wertes von 1 kWhEUR gleiches gelte mit grouml-szligerem Abstand fuumlr Aluminium sowie Zink Zinn und Blei Das BMWi rechnet

fuumlr die weiteren Verhandlungen jedoch mit moumlg-lichen bdquospuumlrba-ren Einschraumln-kungenldquo bei die-sen Forderun-gen Wesentli-che Stellschrau-ben seien die noch ausstehen-den Beschluumls-se zu den Bei-hilfeleitlinien und der deutschen Foumlrderrichtli-nie Voraussicht-lich duumlrften Bun-desumweltminis-terium und Bun-desfinanzminis-terium versu-chen den Kreis der Beguumlnstig-

ten in der konkreten Umsetzung ein-zuschraumlnken

Zu den Unterzeichnern des Brand-briefes gehoumlrten der groumlszligte europaumli-sche Kupferproduzent Aurubis Zink-

produzent Xstrata Zinc sowie die Alu-miniumhersteller Trimet Norsk Hydro und Voerde Aluminium (Voerdal) Par-allel dazu wurde die Lobbyarbeit in Zusammenhang mit dem Konsulta-tionsverfahren der Bruumlsseler Wettbe-werbsbehoumlrde zum Thema Kompen-sationszahlung verstaumlrkt um die bdquovoumll-lig indiskutable Varianteldquo einer nicht vollstaumlndigen Kompensation vom Tisch zu bringen wie Heribert Hauck bei der Trimet Aluminium AG fuumlr das Ressort Energiewirtschaft zustaumlndig im Gespraumlch mit Dow Jones betont Die Bundesregierung hatte bereits im August 2009 Verstaumlndnis fuumlr die Bran-che gezeigt und die nationale bdquoRichtli-nie zur Foumlrderung der Herstellung von klimaschonenden NE-Metallenldquo ver-abschiedet Die Foumlrderrichtlinie wird jedoch von der EU-Wettbewerbsbe-houmlrde seit zwei Jahren nicht freigege-ben offiziell pruumlft die Kommission sie noch Auch die EU-Emissionshandels-richtlinie sieht in Artikel 10a Absatz 6Ausgleichszahlungen fuumlr Sektoren beziehungsweise Teilsektoren vor fuumlr die ein erhebliches Risiko einer Ver-lagerung von CO2-Emissionen durch auf den Strompreis uumlbergewaumllzte Kosten der Treibhausgasemissionen (Carbon Leakage) ermittelt wurde

bdquoSolange es kein weltweites Emis-sionshandelsregime gibt wollen wir eine Kompensation haben Diese soll auch der Belastung entspre-chen Es reicht nicht aus wenn wir nur einen Teil der Belastungen erstat-tet bekommenldquo sagte auch Ulf Gehr-ckens Energiechef des Kupferprodu-zenten Aurubis bdquoNur durch die Kom-pensation der CO2-Kosten erreichen wir wieder gleiche Wettbewerbsbe-dingungenldquo ist Gehrckens uumlberzeugt Aurubis habe wie andere Unterneh-men deren Produkte zu Boumlrsenprei-sen gehandelt werden keine Moumlg-lichkeit lokale Mehrkosten an den Kunden weiterzugeben Trimet muumlss-te bei voller Belastung auf Basis des derzeitigen CO2-Preises von rund 17 EURt laut Hauck pro Jahr 60 Mio EUR zusaumltzlich bezahlen bei Aurubis laumlge die Belastung nach Angaben von Gehrckens bei 25 Mio EUR pro Jahr Silvia Rausch-Becker

Ein bdquoBrandbriefldquo der NE-Metallbranche zeigte offenbar Wirkung in Berlin Quelle Deutscher Bundestag

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Zinn Zink Blei amp Nickel

Seltene Erden

bdquoEntwicklung Gruumlner Technologien gefaumlhrdetldquoHANNOVER (Dow Jones)--Die Ver-

sorgung mit Seltenen Erden stellt die deutsche Wirtschaft weiterhin vor Probleme Waumlhrend im Bereich der so genannten leichten Seltenen Erden (Cer Lanthan ua) voraussicht-lich ab 2012 eine deutliche Entspan-nung eintreten wird ist fuumlr die Nutzer von schweren Seltenen Erden (Dys-prosium Europium ua) kein Ende der Versorgungsengpaumlsse abzuse-hen Zu diesem Ergebnis kommt eine Kurzstudie der Deutschen Rohstoff-agentur (DERA) in der Bundesanstalt fuumlr Geowissenschaften und Rohstof-fe (BGR)

bdquoIn Uumlbereinstimmung mit interna-tionalen Studien rechnen wir in der nahen Zukunft mit einer unzureichen-den Versorgungslage besonders mit Europium Terbium und Dysprosiumldquo sagte Harald Elsner BGR-Exper-te und Autor der Studie Die schwe-ren Seltenen Erden finden in vielen so genannten bdquoGruumlnen Technologi-enldquo Verwendung wie z B im Bereich der Windenergie Auch die Produkti-on von energiesparenden Leuchtmit-teln ist ohne schwere Seltene Erden nicht moumlglich

Die Kurzstudie verweist auf ein weiteres Problem Obwohl es Sub-stitutionsmoumlglichkeiten gebe koumlnn-te die augenblickliche Rohstoffsitua-tion auch dazu fuumlhren dass die Ent-

wicklung von effizienteren Wind- und Wasserkraftwerken sowie die Aus-breitung der Elektromobilitaumlt gefaumlhr-det sei warnt Elsner Deshalb steht fuumlr den Experten fest bdquoTrotz bereits eingesetzter groszliger Bemuumlhungen um Maximierung der Recyclingquoten ist absehbar dass kuumlnftig nur die Unter-nehmen von den groszligen Marktchan-cen im Bereich der Gruumlnen Technolo-gien profitieren die sich in der primauml-ren Rohstoffversorgung mit schweren Seltenen Erden abgesichert habenldquo

Die Kurzstudie zeigt weiter auf in welchen Industriesektoren die schwe-ren Seltenen Erden jeweils Verwen-dung finden und in welchen Men-gen sie voraussichtlich bis zum Jahr 2015 zur Verfuumlgung stehen werden Zu den untersuchten schweren Sel-tenen Erden gehoumlren elf Elemente darunter sind die wichtigsten Yttri-um Samarium Europium Gadolini-um Terbium Dysprosium und Erbi-um In die Untersuchung flossen den Angaben des Autors zufolge Informa-tionen deutscher Firmen ein die Sel-tene Erden verbrauchen

Die unter dem Titel bdquoKritische Ver-sorgungslage mit schweren Seltenen Erden ndash Entwicklung bdquoGruumlner Tech-nologienldquo gefaumlhrdetldquo erschienene Kurzstudie steht auf der Homepage der BGR als Download zur Verfuumlgung (httpwwwbgrbundde)

Seltene Erden

Goldman Sachs sieht ab 2013 Entspannung

SYDNEY (Dow Jones)--Das globa-le Angebotsdefizit der Seltenen Erden wird im laufenden Jahr seinen Houmlchst-stand erreichen Dies ist die Einschaumlt-zung der Investmentbank Goldman Sachs Das Defizit koumlnne sich 2011 auf 18734 t belaufen was 132 der Nachfrage entspraumlche Nachdem der Markt 2013 fast im Gleichgewicht sein werde koumlnne der Angebots-uumlberhang im darauf folgenden Jahr bereits 5860 t betragen was 32

der erwarteten Nachfrage entspre-che bdquoWir gehen davon aus dass der Markt 2011 und 2012 deutlich unter-versorgt sein wird und dass die Preise in den kommenden 18 Monaten nach oben tendierenldquo schreibt Goldman Sachs 2013 soll der Markt fast aus-geglichen und danach leicht uumlberver-sorgt sein Dies koumlnne zumindest bei den leichten Seltenen Erden zwischen 2013 und 2015 zu moderaten Preis-ruumlckgaumlngen fuumlhren

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

1500

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2000

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2750

J J A S O N D J F M A M600000

650000

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750000

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850000

Zink

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

15000

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30000

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J J A S O N D J F M A M10000

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15000

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20000

22500

Zinn

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 2895000 2915000EURt 2043193 1963756

3 MonateUSDt 2900000 2905000EURt 2046722 1957020

15 MonateUSDt 2909000 2910000EURT 2053074 1960388

Lagerbestaumlnde (in t) 21965 21080

Quelle London Metal Exchange

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

KasseUSDt 210350 212600EURt 148458 143223

3 MonateUSDt 212100 213000EURt 149693 143492

15 MonateUSDt 217000 219000EURT 153151 147534

Lagerbestaumlnde (in t) 829050 822225

Quelle London Metal Exchange

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Zinn Zink Blei amp Nickel

Seltene Erden

DIW fordert zu Vorratshaltung auf

BERLIN (Dow Jones)--Das Deut-sche Institut fuumlr Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) warnt wegen des Mono-pols Chinas bei Seltenen Erden vor einer die Lieferketten bedrohenden Abhaumlngigkeit und fordert die Indus-triestaaten zu einer entsprechenden Vorratshaltung sowie abgestimm-tem Verhalten auf bdquoDie Seltenen Erd-metalle sind eine zunehmend wichti-ge Ressource fuumlr die Hochtechnolo-gie-Industrieldquo erklaumlrte Antje Kroumlger DIW-Expertin und Mitautorin einer am Mittwoch veroumlffentlichten Studie zum Thema bdquoWettlauf um die Metalleldquo

Lieferengpaumlsse oder Lieferblo-ckaden koumlnnten die Entwicklungen der Industriestaaten bremsen bdquoDie Industriestaaten sollten deswegen ein WTO-Streitbeilegungsverfahren anregen oder versuchen im Rahmen eines abgestimmten Vorgehens Vorrauml-te anzulegenldquo riet die DIW-Forsche-rin Politik und Wirtschaft der Indus-triestaaten haumltten den strategischen Wert der Seltenen Erden viel zu lange nicht erkannt

bdquoEuropa die USA und Japan finden sich deshalb heute in einer Abhaumln-gigkeit wieder die wichtige Teile ihrer

Industrie bedroht wie zum Beispiel die Umwelttechnologie Elektrotech-nik und Autobrancheldquo warnte Krouml-ger Rund 97 der Seltenen Erden wuumlrden derzeit in China gefoumlrdert und aufbereitet

Mit diesem Monopol koumlnne die Volksrepublik das Angebot jeder-zeit verknappen Kurz- und mittel-fristig werde sich das Problem ver-schaumlrfen denn die Nachfrage steige Schon jetzt nutze China seine Mono-polstellung uumlber Preis- und Lieferdis-kriminierungen gezielt um die eige-ne Industrie zu foumlrdern und auslaumln-dische High-Tech-Konzerne ins Land zu locken indem beispielsweise Ver-sorgungszusagen gemacht wuumlrden Ausreichende Mengen Seltener Erden wuumlrden solchen Unternehmen zuge-sagt die ihre Produktion nach China verlegten

Schwaumlchung destechnologischen Know-hows

Den Industriestaaten drohe zunaumlchst eine Abwanderung und mit-telfristig auch eine Schwaumlchung ihres technologischen Know-hows bdquoSchon heute werden geschaumltzte 60 der globalen Seltene-Erden-Produktion in China eingesetztldquo sagte Kroumlger Sel-tene Erden stecken in Katalysatoren Handys Plasmabildschirmen Fest-platten Batterien und MP3-Spielern Sie helfen Windkraftturbinen Elek-tromotoren sowie Energiesparlam-pen zu betreiben bdquoDie Marktstruk-tur der weltweiten Metallmaumlrkte soll-te staumlrker kontrolliert werdenldquo meint Aleksandar Zaklan Spezialist fuumlr Res-sourcenmaumlrkte am DIW bdquoSollten sich die gegenwaumlrtigen Trends vor allem bei der Angebotskonzentration und dem Nachfragewachstum fortsetzen muss mit weiter steigenden Metall-preisen gerechnet werdenldquo warnt der Forscher

Sie finden die Studie zum kosten-losen Download unter httpwwwdiwdedocumentspublikationen73diw_01c372387de11-19-1pdf

Praumlsodym wird unter anderemfuumlr Dauermagnete benoumltigt Foto jumkde

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

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J J A S O N D J F M A M180000

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Blei

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

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J J A S O N D J F M A M114000

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126000

132000

138000

144000

Nickel

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 2396000 2497500EURt 1691016 1682498

3 MonateUSDt 2400000 2500000EURt 1693839 1684182

15 MonateUSDt 2367500 2467500EURT 1670901 1662288

Lagerbestaumlnde (in t) 114732 116364

Quelle London Metal Exchange

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 227200 237900EURt 160350 160267

3 MonateUSDt 225500 234500EURt 159150 157976

15 MonateUSDt 224800 233300EURT 158656 157168

Lagerbestaumlnde (in t) 315825 311450

Quelle London Metal Exchange

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Branchen amp Maumlrkte

Maschinenbau Weiteres Auftragsplusbei Neuauftraumlgen

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Maschinen- und Anla-genbau hat im Maumlrz einen weiteren Anstieg bei den Neuauftraumlgen ver-zeichnet wobei sich die Zuwachsra-te jedoch verlangsamt hat Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mitteilte lag der Aufragseingang real 18 uumlber dem Ergebnis des Vorjahres Dabei stiegen das Inlands- und das Auslandsge-schaumlft gleichermaszligen um jeweils 18 im Vergleich zum Maumlrz 2010 Im Feb-ruar war ein Orderplus auf Jahressicht von 38 berichtet worden

In dem von kurzfristigen Schwan-kungen weniger beeinflussten Drei-

Automobil Pkw-Markt bleibt auf dem Wachstumspfad

BAD HOMBURG (Dow Jones)--Die Zahl der Pkw-Neuzulassun-gen in Deutschland hat sich im April weiter erhoumlht Wie der Verband der Internationalen Kraftfahrzeugherstel-ler (VDIK) mitteilte erreichte der Pkw-Markt mit rund 266000 Zulassun-gen ein Wachstum von 3 gegenuuml-ber dem Vorjahresmonat Seit Jahres-beginn liegt der Markt damit um 11 uumlber dem Vorjahresniveau

Dabei wuchs die bdquoNachfrage nach Hybridfahrzeugen gegenuumlber dem Vorjahreswert um knapp 30 und erreichte in den ersten vier Mona-ten 2011 in Deutschland uumlber 3800 Zulassungenldquo erklaumlrte VDIK-Prauml-sident Volker Lange Davon entfie-len 90 auf internationale Herstel-ler bdquoAktuell sind damit 41000 Hyb-rid-Pkw auf deutschen Straszligen unter-wegsldquo

Die kraumlftige Nachfrage auf dem Nutzfahrzeugmarkt hielt ebenfalls weiter an Mit rund 26600 Neuzulas-sungen im April konnte das Vorjahres-ergebnis um 12 uumlbertroffen werden In den ersten vier Monaten 2011 wur-den damit insgesamt 103000 Nutz-fahrzeuge neu zugelassen das ent-spricht einem Wachstum von 25

Maschinenbau Chancen durch Ausbau der Elektromobilitaumlt

WUumlRZBURG (Dow Jones)--Der deutsche Maschinen- und Anlagen-bau wird in den kommenden Jahren vom Ausbau der Elektromobilitaumlt stark profitieren Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie von VDMA und der Strategieberatung Roland Berger Denn durch die Einfuumlhrung von Fahr-zeugen mit elektrischem Antriebs-strang seien zukuumlnftig Kompetenzen des Maschinenbaus gefragt die bis-lang nur selten in der Automobilpro-duktion genutzt wurden Denn kos-tensenkende Produktionstechnik werde dort dringend gebraucht

Durch neue Produktionsanlagen fuumlr Elektrobatterien werde sich bis 2020 ein Geschaumlftspotenzial von 48 Mrd EUR ergeben heiszligt es in der Studie Allerdings stehe die Branche auch vor der groszligen Herausforderung ein neues Produkt- und Technologieport-folio entwickeln zu muumlssen

Fuumlr die deutsche Maschinenbau-branche spielt der Automobilbau schon jetzt eine wichtige Rolle So wurden 2010 rund 14 Mrd EUR direkt im Automotive-Bereich umgesetzt

Die Studie mit dem Titel bdquoE-Mobi-lity ndash Chancen und Risiken fuumlr den deutschen Maschinen- und Anlagen-bauldquo koumlnnen Sie kostenlos von der Webseite des VDMA downloaden httpwwwvdmaorg

monatsvergleich Januar bis Maumlrz 2011 ergibt sich insgesamt ein Plus von 32 im Vorjahresvergleich bei den Inlandsauftraumlgen ein Plus von 35 und bei den Auslandsauftraumlgen ein Plus von 31 bdquoErwartungsge-maumlszlig setzt nun offenbar eine Norma-lisierung der Wachstumsraten einldquo kommentierte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers das Ergebnis bdquoDer sogenannte Basiseffekt extrem nied-riger Vorjahreswerte spielt eine immer geringere Rolle weil sich in eben diesen Vorjahresmonaten der Auf-schwung bereits bemerkbar machte So war der Maumlrz 2010 der erste star-ke Ordermonat nach der Kriseldquo fuumlgte er hinzu

HandelsabkommenFreihandelsabkommen mit Suumldkorea besiegelt

SEOUL (Dow Jonesgtai)--Das suumld-koreanischen Parlament hat das im Oktober 2010 vereinbarte Freihan-delsabkommen mit der EU ratifiziert Damit ist der Weg frei fuumlr das erste Freihandelsabkommen der EU mit einem asiatischen Partner Die Verein-barung wird ab Juli 2011 in Kraft tre-ten Zwischen der EU und Suumldkorea werden dann innerhalb von fuumlnf Jah-ren die Zoumllle auf mehr als 98 aller Warenstroumlme entfallen Innerhalb von sieben Jahren sollen die Zoumllle auf alle Industrieguumlter beseitigt werden

ImporteSorge vor verstrahlter Ware ist unbegruumlndet

HAMBURG (Dow Jones)--Die Befuumlrchtung dass nach dem Unfall im japanischen Kernkraft-werk Fukushima radioaktiv ver-strahlte Ware nach Deutschland gelangen koumlnnte ist offenbar unbegruumlndet Im Hafen Hamburg jedenfalls musste bisher kein aus Japan ankommendes Schiff kon-trolliert werden wie ein Sprecher der Hamburger Innenbehoumlrde auf Anfrage mitteilte Dies liege daran dass es keine Direktverbindun-gen zwischen Japan und Ham-burg gebe und alle in Frage kom-menden Schiffe bereits in ande-ren Haumlfen auf eine moumlgliche radio-aktive Strahlung uumlberpruumlft wor-den seien

Der Rotterdamer Hafen will nach einem Bericht der bdquoVerkehrsrund-schauldquo noch bis 15 Mai alle aus Japan kommenden Schiffe auf radioaktive Belastung hin uumlber-pruumlfen Bei den bislang durchge-fuumlhrten Kontrollen auf den Schif-fen und an der Ladung seien keine Auffaumllligkeiten festgestellt worden teilte der Hafenbetreiber mit Wie unsere Redaktion erfuhr fordern die Automobilhersteller seit dem Ausbruch der Japan-Krise beson-dere Sicherheitsvorkehrungen kri

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Branchen amp Maumlrkte

Ausgewaumlhlte Termine

Herausgeber und Verlag Dow Jones News GmbH Baseler ArkadenWilhelm-Leuschner-Straszlige 78 60329 Frankfurt am Main HRB 58631 Frankfurt

Geschaumlftsfuumlhrung Dr Matthias Paul Volker Schneider James Rhyu Adam Tuckman Andrew Langhoff und Sue Needle

Verantwortlich fuumlr den Inhalt Kai Moll Tel +49 (0) 69 2 97 25 - 4 20E-Mail metalldedowjonescom Fax - 4 40 Internet wwwdjnewslettersde

Abonnenten-Service serviceeuropedowjonescom oder+49 (0) 69 2 97 25 - 1 66Dow Jones NE-Metalle Monitor ist ein Produkt der Dow Jones News GmbH einer Tochterge-sellschaft der Dow Jones International GmbH Die Business Newsletter stuumltzen sich neben umfangreicher Eigenberichterstattung auf wei-tere auch international taumltige Nachrichtenagen-turen sowie bei Charts Kursen und Preisen auch auf wwwaid-netde Alle Meldungen wer-den mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet Fuumlr Verzoumlgerungen Irrtuumlmer und Unterlassungen wird jedoch keine Haftung uumlbernommen Kopi-en Nachdrucke oder sonstige Vervielfaumlltigun-gen nur mit Genehmigung des Herausgebers

Erscheinungsweise 2-mal monatlich

Impressum

Zulieferer Geschaumlftserwartungen normalisieren sich

HAGEN (Dow Jones)--Der ArGeZ-Geschaumlftsklimaindex fuumlr die deut-sche Zulieferindustrie hat sich im April erwartungsgemaumlszlig abgeschwaumlcht Wie die Arbeitsgemeinschaft Zulie-ferindustrie (ArGeZ) mitteilte hat sich die bereits im Vormonat angedeute-te Normalisierung der Zukunftserwar-tungen im Berichtsmonat fortgesetzt bdquoZusaumltzlich duumlrften sich die Unsicher-heiten in Nordafrika sowie die Unkal-kulierbarkeit von Nachwirkungen der Japan-Katastrophe auswirkenldquo schreibt der Verband Gleichwohl zeige sich die aktuelle Geschaumlftslage weiter auf hohem Niveau

Der Geschaumlftsklimaindex Zulie-ferindustrie wird von der Arbeitsge-meinschaft Zulieferindustrie ArGeZ in Zusammenarbeit mit dem Ifo-Institut Muumlnchen ermittelt Er beruht auf der Befragung von rund 600 Unterneh-men und deckt die in der Arbeitsge-meinschaft Zulieferindustrie zusam-mengeschlossenen Branchen Gieszlige-rei-Industrie Kunststoffverarbeitung Stahl- und Metallverarbeitung NE-Metall-Industrie Kautschukindustrie sowie Technische Textilien ab

ArGeZ-GeschaumlftsklimaindexZulieferindustrie Deutschland

2000 = 100 saisonbereinigt Saldo aus positiven und negativen Bewertungen Quelle ifo Institut ArGeZ Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie

Aktuelle Lage

Zukunftserwartung

VIK-Strompreisindexfuumlr Mittelspannung

Quelle VIK

Maumlrz 17370

(Januar 2002 = 100)

Haben Sie Anregungen Fragen Hinweise zu unseren DatenE-Mail an datendedowjonescom

Strom VIK-Index reagiert aufAtomausstiegsplaumlne

ESSEN (Dow Jones)--Der VIK-Strompreisindex fuumlr Mittelspan-nungskunden ist im April nochmals kraumlftig um 610 Punkte bzw 469 auf 17980 Punkte gestiegen Damit erreicht der Index den houmlchsten Wert seit Ende 2008 wie der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirt-schaft (VIK) mitteilte Maszliggeblich fuumlr den weiteren Anstieg war dem VIK zufolge der von der Bundesregie-rung geplante beschleunigte Atom-ausstieg Dieser habe einen deutli-chen Einfluss auf die Strompreise an der Leipziger Boumlrse EEX und somit auch auf den vom Verband monatlich veroumlffentlichten VIK-Index gehabt So seien die Preise fuumlr die folgenden vier Quartale an der EEX nach Bekannt-gabe des Atommoratoriums im Maumlrz zunaumlchst sprunghaft angestiegen und verharrten seitdem auf diesem hohen Niveau

Neben dem deutlichen Anstieg im Vergleich zum Vormonat kletterte auch der gleitende Jahresmittelwert uumlber 12 Monate um 243 Punkte auf aktuell 16087 Punkte Der VIK-Strom-preisindex basiert auf den Stromprei-sen der EEX sowie den Netznutzungs-entgelten von sechs deutschen Netz-betreibern Als Energiepreiskompo-nente wertet der VIK die monatlichen Durchschnittspreise des Terminmark-tes fuumlr die kommenden vier Quartals-produkte aus

Dow Jones Management Forum Rohstoffversorgung 2011

Termin 17 bis 18 Mai 2011 Ort Frankfurt am MainIm Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Fragen wie sich Unterneh-men langfristig aufstellen koumlnnen um ihre Rohstoffversorgung abzu-sichern Tel 06929 72 51 51E-Mailconferencesdowjonescomwwwdjnewslettersdeconferences

EuroFX-Referenzkurs 1252011 14151 USDQuelle Reuters

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Marktanalyse Aluminium amp Kupfer

Dow Jones NE-Metalle Prognose

Weiterhin nervoumlser Handel bei den Basismetallen erwartetFRANKFURT (Dow Jones)--Wir

rechnen weiter mit einem nervoumlsen Handelsgeschehen an den Basisme-tallmaumlrkten da die Marktteilnehmer versuchen die widerspruumlchlichen Sig-nale zu verdauen Obwohl die juumlngs-ten Nachrichten uumlberwiegend negativ waren verdraumlngten die Player dies zu Beginn der Woche und fokussierten sich auf die guten Neuigkeiten Nach dem Ausverkauf in der vergangenen Woche der Kupfer um 42 und Alu-minium um 2 innerhalb eines Tages absacken lieszlig sind die Kaumlufer in die-ser Woche auf den Markt zuruumlckge-kehrt um die die Gelegenheit zu nut-zen Kupfer unter 9000 USDt und Aluminium unter 2700 USDt einzu-kaufen Es ist derzeit vor allem die-ser anhaltende Optimismus der den Basismetallmarkt am staumlrksten unter-stuumltzt Doch nun ist der Risikoappe-tit erneut deutlich zuruumlckgegangen Zudem stehen wir am Beginn der sai-sonal schwachen Sommermonate

Wir erwarten aber dass die Indus-triemetalle den zunehmenden Sorgen bezuumlglich einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und bezuumlg-lich der Schuldenkrisen noch fuumlr eini-ge Wochen widerstehen wird Aller-dings sind in den naumlchsten Wochen starke Schwankungen wahrschein-lich sind Die Kupferpreise an der Londoner Metallboumlrse duumlrften sich in diesem Zeitraum in einer Range zwi-

schen 8600 und 9400 USDt bewe-gen Allerdings besteht das Risiko einer technischen Korrektur wenn die Unterstuumltzungsmarke von 8600 USDtnachhaltig faumlllt Dann baut sich die naumlchste Unterstuumltzung 8200 USDtauf ndash ein Preislevel das zuletzt im Oktober 2010 gesehen wurde Bei Aluminium sehen wir eine starke Unterstuumltzung bei 2500 USDt sowie einen Schluumlsselwiderstand bei 2270 USDt

Unter den negativen Marktnachrich-ten war auch dass Chinas Kupferim-porte im April schwaumlcher als erwartet ausgefallen sind Das Land importier-te nach vorlaumlufigen Zahlen der chine-sischen Zollbehoumlrden 262676 t Kup-fer Kupferlegierungen und Halbfer-tigprodukte was einen Ruumlckgang um 40 im Vergleich zum Vorjahres-monat und um 14 gegenuumlber dem Maumlrz darstellt Die Bestaumlnde in den gelisteten Lagerhaumlusern der Shang-hai Futures Exchange sind nach wie vor hoch und es gibt Geruumlchte uumlber groszlige Bestaumlnde auszligerhalb der gelis-teten Laumlger Zudem koumlnnte der Inflati-onsdruck zu weiteren geldpolitischen Maszlignahmen fuumlhren was die Nachfra-ge daumlmpfen duumlrfte Gleichzeitig spielt sich die chinesische Kupferprodukti-on wegen der Rekordpreise auf einem hohen Level ab

Dies faumlllt vermutlich mit einer im Som-mer saisonal bedingten schwaumlcheren

Nachfrage in der noumlrdlichen Hemis-phaumlre zusammen Die nicht-kommer-ziellen Investoren haben bereits ihre Netto-Longpositionen die vierte Woche in Folge heruntergefahren

Allerdings gibt es auch einige Unterstuumltzung von den anderen Roh-stoffmaumlrkten So steht der Energie-komplex infolge der anhaltenden geo-politischen Spannungen und wegen der Folgen des Erdbebens in Japan stark da Dennoch sind es vor allem die Wechselkurse die weiterhin den Grundton am Markt setzen Die Euro-Dollar-Relation schwankt infolge der fortdauernden Schuldenthematik auf beiden Seiten des Atlantiks hin und her Die Wechselkurse sind ein Spiel-ball zwischen gegnerischen Kraumlften da der Fokus der Investoren zwischen den Themen USA sowie Europa hin- und herschwankt

Da die Investoren derzeit ihren Fokus vom griechischen Haushalt wieder abwenden duumlrfte der Euro durch die erwartete Zinssteigerung die die Europaumlische Zentralbank viel-leicht bereits im Juni ankuumlndigen wird Unterstuumltzung finden Alles in allem befinden sich die beiden Waumlhrungen in einer Pattsituation aber angesichts der widerspruumlchlichen Signale die auf das Waumlhrungspaar wirken erwar-ten wir in den naumlchsten Wochen star-ke Ausschlaumlge Dow Jones Commodities Research

Dow Jones Indikatoren NE-Metalle(USDt) Kupfer LME

Grundtendenz Obere Grenze Untere Grenze Grundtendenz Obere Grenze Untere Grenze

(USDt)

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Dow Jones NE-Metalle Monitor

Ausgewaumlhlte Metalle und Legierungen 115 45Kupfer (DEL-Notiz) 61692-61929 62535-62764MK (Metallnotierung Kupfer) 70766 71601Aluminium unverzollt ($t)Blei in Kabeln 18481 19038Metallbasis Bronze 946 83000 84000Messing MS 58 1Verarbrsquostufe 50900-51700 51400-52100Messing MS 58 2Verarbrsquostufe 55600-55700 56200-56200Messing MP 58 50100 50600Messing MS 63 53800-54000 54300-54500Metallbasis Messing 6337 53600-53800 54000-54300Zinklegierung Z 400410 Basispreis 20800 20800Zinn 999 loco Duisburg 208400 212700Alu 997 prompt Deutschland geliefert 20300 20600Aluminium in Kabeln 20300 20600Kupfer hochgr Kath Kasse 61600 62600Kupfer hochgr Kath 3 Monate 61700 62700

Messinglegierungen 115 45Rotguss RG 5 47500-48000 47500-48000Rotguss RG 7 50000-51000 50000-51000Rotguss RG 10 50500-51000 50500-51000Gussbronze GBZ 10 58000-64000 58000-64000Gussbronze GBZ 12 60000-64000 60000-64000Gussbronze GBZ 14 63000-66000 63000-66000

Ferrolegierungen 115 45Molybdaumln Oxid 57 (USDlb)in Faumlssern 1600-1735 1690-1735in Dosen 1700-1745 1700-1745

Molybdaumln in Briketts (USDlb) 1720-1760 1715-1745Ferro-Molybdaumln 70 (USDkg) 4090-4150 4090-4180Ferro-Vanadium 80 (USDkg) 2960-3050 2960-3090Ferro-Niob 63 (USDkg) 4300-4600 4300-4600Ferro-Titan 70 (USDkg) 850-890 850-890Ferro-Wolfram 80 (USDkg) 4950-5150 4950-5150Ferro-Mangan carbure (EURt) 94000-104000 96000-105000Ferro-Mangan affine (EURt) 165000-172000165000-172000

Alu-Gussleg frei Verbraucher (3t) 115 45Nr 226 23800-24800 23800-24800Nr 231 24600-25600 24600-25600Nr 233 25500-26500 25500-26500

NE-Metall-Schrotte 115 45Altblei (EUR100kg) 11500-12000 12500-13000Akkublei (EUR100kg) 5000-5500 5000-5500Kabul (Milberry) 58000-58500 58500-59000Kasus (Granulat I) 58000-58500 58500-59000Katze (Granulat II) 54000-54500 54500-55000Kader (Berry) 53500-54000 54000-54500Kupferdraht (Kanal) 51000-51500 51500-52000Schwerkupfer (Keule) 52000-52500 52500-53000Leichtkupfer (Klima) 50000-50500 50500-51000Schwermessing (Milbe) 32000-32500 32000-32500Leichtmessing (Modus) 29500-30000 29500-30000Rotguss-Schrott 1Qu (Radar) 47000-47500 47000-47500Rotguss-Schrott 2Qu (Rampe) 46000-46500 46000-46500Umschmelzzink 12000-12500 12000-12500Altzink 9000-9500 9000-9500Messingstangenspaumlne MS58 (Maler)36500-37000 37000-37500Messingblechabfaumllle MS63 (Magda) 40000-40500 42000-42500Chromstahl 3500-4000 4000-4500Chromnickelstahlabf V-II a 15000-15500 15500-16000Chromnickelstahlabf V-IV a 23000-23500 24000-24500Alu neu Cu-am 13500-14000 13500-14000Reinaluminiumdraht 16500-17000 16500-17000Gussschrott max 2 FE 9500-10000 9500-10000Alu-Blechabf max 2 8500-9000 8500-9000Alu-Spaumlne Toleranz 5 8000-8500 8000-8500Alu-Profilabf AlMgSi 05 17000-17500 17000-17500

LME (USDt) 115 45KobaltKassa 38000-39500 38000-390003 Monate 37500-39000 37000-38000MolybdaumlnKassa 36450-37450 35700-377003 Monate 36750-37750 36000-38000

Kassapreise 115 45Gold ) (EURkg fein) 3590000 3506000Gold verarbeitet ) (EURkg fein) 3761000 3673000Silber ) (EURkg fein) 94160 96000Silber verarbeitet ) (EURkg fein) 98560 100480Platin verarb (EURg fein) 4252 4231Palladium verarb (EURg fein) 1819 1857Iridium verarb (EURg fein) 2590000 2520000Rhodium verarb (EURkg fein) 5335000 5355000Ruthenium verarb (EURkg fein) 450000 440000) Basis Londoner Fixing Preise von W C Heraeus GmbH

FuturesNew York Comex Gold USDFeinunze 115 45Mai 150110 151490Juni 150140 151530Juli 150200August 150270 151650Oktober 150400 151770Dezember 150530 151880Februar 150640 152010

New York Comex Silber ctsFeinunze 115 45Mai 355090 393830Juni 355090 393870Juli 355150 393880September 355280 393960Dezember 355280 393960Januar 355100 393730Maumlrz 354800 393260Mai 354380 392610

New York Nymex Platin USDFeinunze 115 45Juni 177780 182730Juli 177780 182630Oktober 178150 182990Januar 178150 183190

New York Nymex Palladium USDFeinunze 115 45Juni 71540 74670September 71710 74830Dezember 71850 74930

Preisuumlbersicht NE-Metalle (Deutsche Haumlndlerpreise in EUR100kg sofern nicht anders angegeben)

tagesaktuelle Preise woumlchentlich erfasste Preise Es handelt sich um die aktuellsten verfuumlgbaren Preise aus den vergangenen sieben Tagen

Preisuumlbersicht Edelmetalle

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Kupfer

Deutschland

Aurubis steigt mit Luvata-Zukauf in die Weltspitze aufDUumlSSELDORF (Dow Jones)--Euro-

pas groumlszligter Kupferhersteller Auru-bis wagt nach langem Zoumlgern den Schritt uumlber den groszligen Teich Der Zukauf der Walzproduktsparte des finnischen Luvata-Konzerns ist bdquoder erste Schritt den Aurubis auszligerhalb Europas machtldquo wie der Vorstands-vorsitzende Bernd Drouven sagte Das Hamburger MDAX-Unterneh-men kauft die Luvata-Aktivitaumlten im Bereich Kupferbaumlnder -bleche und -platten (Luvata RPD) fuumlr 200 Mio bis 250 Mio EUR Die Division produ-

zierte mit rund 1100 Mitarbeitern im Geschaumlftsjahr 2010 etwa 160000 t Bleche Baumlnder und Platten aus Kup-fer und Kupferlegierungen und erziel-te damit einen Umsatz von rund 1 Mrd EUR Ihre Produktionsstaumltten liegen in Finnland Schweden und den Nieder-landen ndash sowie hauptsaumlchlich in Buffa-lo im US-Bundesstaat New York

Waumlhrend sich Aurubis bislang auf die Produktion von Kupferbaumlndern und Baumlndern aus Hochleistungslegie-rungen konzentriert habe sei Luva-ta RPD bei der Herstellung von volu-

menstarken Messingprodukten sowie bei Spezialprodukten gut positioniert heiszligt es Daruumlber hinaus werde Luva-ta RPD in der Lage sein Produkte aus dem Portfolio von Aurubis durch seine innovative Technologie des vertikalen Duumlnnbandgieszligens wettbewerbsfaumlhig herzustellen

Schon lange liebaumlugelte die ehema-lige Norddeutsche Affinerie mit einer Ausweitung ihres Geschaumlfts Nicht ein-mal ein Zehntel der Erloumlse von knapp 10 Mrd EUR im Ende September been-deten Geschaumlftsjahr 200910 stamm-

ten aus anderen Welt-regionen wo Auru-bis bisher auch keine Produktionsstandortehatte Auf dem Weg zum Global Player bestand also Handlungsbedarf

Der Kauf von Luvata Rolled Products ist fuumlr Drouven jedoch nicht das Ende der Internati-onalisierung bdquoWir set-zen uns weiter mit ande-ren Dingen auseinan-der aber diese Prozesse brauchen Zeitldquo sagte er zu moumlglichen weiteren Zukaumlufen bdquoWir akqui-rieren nicht auf Teu-fel komm raus sondern uumlberlegen sehr sorgfaumll-tig was zu uns passt und welche Konditionen akzeptabel sindldquo erklaumlr-te er

Bei der nun erworbe-nen Sparte deren Kauf noch von den Kartellbehoumlrden abgesegnet werden muss und laut Drouven Anfang August abgeschlossen werden soll scheint nun alles gepasst zu haben ndash sowohl strategisch wie auch finanziell bdquoDie Kombination mit unseren Aktivitaumlten bietet erhebliches Wertsteigerungspo-tenzialldquo sagte Drouven So seien bis-lang Kunden vom Standort Stolberg aus wo Aurubis Kupferbaumlnder her-stellt nicht weltweit zu beliefern gewe-sen Mit dem Zukauf stoumlszligt das Unter-nehmen in dem Marktsegment nun

in die Weltspitze vor Drouven will zur Optimierung die Produktion von eini-gen Standorten verlagern und an ande-ren konzentrieren Dies soll zu Synergi-en im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich fuumlhren Momentan ist Luvata Rolled Products noch nicht pro-fitabel weist aber einen positiven Cash Flow auf wie Drouven sagte Die Akti-vitaumlten seien bdquowie viele andere von der Finanz- und Wirtschaftskrise gebeuteltldquo worden bdquoDie Aktivitaumlten passen strate-gisch sehr gut zu Aurubis Das Problem des Luvata-Bereichs bisher war die Versorgung mit Vormaterial Davon hat Aurubis genugldquo sagte Commerzbank-Analyst Ingo-Martin Schachel

Aurubis zahlt laut Drouven bdquofast nichtsldquo fuumlr den Zukauf Der genaue Kaufpreis richtet sich nach dem Wert der Vorraumlte zum Zeitpunkt des Abschlusses Dies mache den Haupt-teil des Kaufpreises aus fuumlr die Anla-gen werde nur ein kleiner zweistelliger Millionenbetrag faumlllig Dadurch entste-he ein sogenannter bdquonegativer Good-willldquo von uumlber 100 Mio EUR ndash eine Zuschreibungsmoumlglichkeit bdquodie das Eigenkapital staumlrktldquo bdquoWenn man ein bisschen daruumlber nachdenkt sieht man dass es ein sehr gutes Geschaumlft fuumlr Aurubis istldquo so Analyst Schachtel Martin Rapp

Drouven wirft das Handtuch

Bernd Drouven 55 verlaumlsst Aurubis zum Jahresende auf eige-nen Wunsch Selbst der Aufsichts-rat wurde offenbar von dem Ent-schluss uumlberrascht denn es gibt bislang keinen Nachfolger Nach Informationen des bdquoHamburger Abendblattsldquo fuumlhlte sich Drouven der erst 2008 Werner Marnette als Vorstandsvorsitzenden abgeloumlst hatte zunehmend zermuumlrbt von Konflikten mit dem Groszligaktionaumlr Salzgitter der rund 23 der Auru-bis-Anteile haumllt

Bernd Drouven zahlt bdquofast nichtsldquo fuumlr den Zukauf Foto Dow Jones

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Interview

Ulrich Grillo ist Praumlsident der WirtschaftsVereinigung Metalle Vorsitzender des BDI-Ausschus-ses Rohstoffpolitik und Vizeprauml-sident des BDI Nach Stationen bei Arthur Anderson AT Kear-ney und der Rheinmetall-Gruppe leitet Grillo als Vorstandsvorsit-zender die Grillo-Werke in Duis-burg einen Zinkverarbeiter mit rd 600 Mio EUR Jahresumsatz und 1600 Mitarbeitern

Interview

Geplante Energiewende stellt Metallbranche vor groszlige HerausforderungenBERLIN (Dow Jones)--Die deutsche NE-Metallindustrie sieht sich zuneh-mend Herausforderungen ausgesetzt die leicht die Wettbewerbsfaumlhig-keit der Branche im internationalen Vergleich beeintraumlchtigen koumlnnte Um dem zu begegnen muumlssen die Unternehmen verstaumlrkt gemeinsam agieren und ihre Vorstellungen beispielsweise gegenuumlber den verant-wortlichen Politikern in Berlin und Bruumlssel effektiv vertreten In einem Exklusiv-Interview mit Dow Jones NE-Metalle-Monitor spricht Ulrich Grillo Praumlsident der WirtschaftsVereinigung Metalle und Vorsitzen-der des BDI-Ausschusses Rohstoffpolitik uumlber die Konsequenzen der geplanten Energiewende und einer verteuerten Rohstoffversorgung fuumlr die deutsche NE-Metall-Branche

Herr Grillo nach der Katastrophe von Fukushima hat die Bundes-regierung die Energiewende aus-gerufen Sie wird ganz sicher mit houmlheren Strompreisen verbunden sein Welche Folgen hat dies fuumlr die NE-Metallindustrie

Ulrich Grillo Auch wir sind natuumlr-lich an einer sicheren sauberen und bezahlbaren Energie interes-siert Aber allein die Ankuumlndigung der Energiewende hat die deutschen Strompreise an der Stromboumlrse um 15 erhoumlht Dabei sind die abso-luten Strompreise gar nicht mal das Problem sondern die relativen Prei-se Wenn in Deutschland die Preise erhoumlht werden und in anderen Laumln-

dern nicht ergeben sich daraus Wett-bewerbsnachteile fuumlr die deutsche Industrie Die Strompreise machen aber in der Spitze bis zu 50 des Umsatzes aus Eine schleichende Abwanderung der Branche waumlre die Folge

Gibt es schon Berechnungen wie hoch der Preisanstieg bei Strom infolge der Energiewende ausfal-len wird

Da gehen die Berechnungen der Experten weit auseinander Sie begin-nen bei einem Anstieg um 06 ctkWh der an der EEX als Preissteigerung fuumlr die Grundlastlieferung im Jahr 2012 schon enthalten ist Die dena rech-net bis 2020 mit einem Anstieg um 5ctkWh einschlieszliglich Netzausbau und erhoumlhter EEG-Umlage Damit wuumlrde sich der derzeitige Strompreis etwa verdoppeln Bereits der Anstieg um durchschnittlich 06 ctkWh ent-spricht bei einer Aluminiumelektrolyse fast 50 der Lohn- und Gehaltssum-me und zehrt den Jahresgewinn eines solchen Unternehmens auf

Wie wollen sie diesem Preisdruck begegnen

Wir brauchen bezahlbaren Grund-laststrom Wir streben deshalb Indus-

triepreise fuumlr Strom an wie es sie in anderen europaumlischen Laumlndern etwa Frankreich oder Spanien gibt Ener-gieintensive Betriebe im Ausland beispielsweise in den Niederlanden haben zudem die Moumlglichkeit eine Verguumltung zu erhalten wenn sie bei Verbrauchsspitzen temporaumlr vom Netz gehen und so die Stabilitaumlt des Netzes gewaumlhrleisten Wir setzen uns dafuumlr ein dass diese Regelung auch in Deutschland angewendet wird

Eine Herausforderung fuumlr die Bran-che stellen ja nicht nur houmlhere Strompreise sondern auch zum Teil exorbitante Preissteigerungen bei Rohstoffen dar

Dazu ist zu sagen dass es eine absolute Knappheit insbesondere bei metallischen Rohstoffen nicht gibt Die Preiserhoumlhungen sind das Ergeb-nis von Oligopolen wie beispielswei-se beim Eisenerz aber auch moumlgli-che spekulative Uumlbertreibungen an den Boumlrsen spielen leider eine Rolle Und dann gibt es noch die politisch gewollten Verzerrungen des Wettbe-werbs

China hat seine Seltene-Erden-Industrie zunaumlchst subventioniert und damit andere Anbieter vom Markt ver-draumlngt Nun beschraumlnkt es die Expor-te fuumlr diese Metallgruppe

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Was kann die deutsche Indus-trie tun um dem Trend zu Wettbe-werbsverzerrungen entgegenzu-wirken

Wir halten daran fest dass Roh-stoffsicherung zunaumlchst Sache der Unternehmen ist auch wenn flankie-rend die Politik gefordert ist Wir den-ken im BDI derzeit mit einigen Unter-nehmen in einer Arbeitsgruppe inten-siv uumlber Moumlglichkeiten fuumlr gemeinsa-me Engagements bei Rohstoffen im Ausland nach die Ergebnisse dieser Analysen dazu werden wir in einigen Monaten veroumlffentlichen Dabei muss es nicht um Einkaufs- oder Handels-zusammenschluumlsse gehen Es kann auch um Kooperationen beispielswei-se bei der Exploration von Rohstoffen gehen Die deutschen Unternehmen haben in der Vergangenheit eigene Engagements bei Rohstoffen mehr-heitlich aufgegeben und sich auf ihre Kernkompetenzen konzentriert Das war richtig solange der Markt funk-tioniert hat Heute ist das nicht mehr unbedingt der Fall

Und was kann die Politik tun

Wir fuumlhlen uns durch das Bun-deskanzleramt und das Bundeswirt-schaftsministerium gut unterstuumltzt Ein Beispiel wie die Politik flankierend helfen kann sind die sogenannten Rohstoffpartnerschaften Dabei grei-fen Auszligenpolitik Wirtschaftspolitik und Entwicklungshilfe ineinander Das Pilotprojekt einer solchen Partner-schaft wird gerade mit Kasachstan festgezurrt In den naumlchsten Mona-ten wird ein Regierungsabkommen zwischen Deutschland und Kasachs-tan abgeschlossen das als Rahmen-vereinbarung fuumlr die Kooperation der privaten Akteure dient Kasachstan ist fuumlr uns vor allem als Lieferant seltener Metalle interessant beispielsweise Wolfram Die kasachische Seite ist an unserer Technologie interessiert und will natuumlrlich so viel Wertschoumlpfung wie moumlglich im eigenen Land aufbau-en Wir sind auch an Rohstoffpartner-schaften mit anderen Laumlndern interes-siert beispielsweise mit Staaten Suumld-amerikas

Das klingt nicht so ganz anders als das was uumlber die chinesische Pra-xis der Rohstoffsicherung berich-tet wird

Von einer Partnerschaft muumlssen immer beide Seiten profitieren Wir genieszligen als Deutsche eine hohe Wertschaumltzung und sind auch wegen unserer Technologie ein begehrter Partner Wir sprechen von einer nach-haltigen Partnerschaft auf Augenhouml-he deren Grundlage fairer Handel und nachhaltige Entwicklung ist

Ein immer wichtigerer Aspekt des Themas ist auch die Sekundaumlrroh-stoffgewinnung Die EU hat eine neue Abfallverordnung beschlos-sen Sind sie mit den Regelungen zufrieden

Das Problem sind weniger die Regeln die auf nationaler oder EU-Ebene erlassen werden als die Kon-trolle ihrer Einhaltung Die Kontrollen muumlssen verbessert werden auch in Deutschland Wissen Sie was bdquochine-se packagingldquo ist Da sind in einem Container die obersten Schichten mit Waren befuumlllt die den Regeln ent-sprechen Aber darunter wo niemand mehr kontrolliert finden sich ganz andere Waren So funktioniert bei-spielsweise auch die illegale Ausfuhr von wertvollen Schrotten Die EU-Staaten bleiben also aufgerufen die Einhaltung ihrer eigenen Regeln effi-zient zu uumlberwachen Das gilt insbe-sondere auch fuumlr die neuen Vorgaben aus Bruumlssel die wir grundsaumltzlich fuumlr konstruktiv halten

Das Interview fuumlhrte Claus-Detlef Groszligmann

Die WirtschaftsVereinigung Metalle(WVM) vertritt die wirtschaftspoliti-schen Anliegen der NE-Metall-industrie mit 658 Unternehmen und 108660 Beschaumlftigten Im Jahre 2010 erwirtschaftete die Branche einen Umsatz in Houmlhe von insge-samt 435 Mrd EUR

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Interview

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Hintergrund

DeutschlandRohstoffeffizienz-Preis Die Frist laumluft

BERLIN (Dow Jones)--Um den Stellenwert der Rohstoff- und Materialeffizienz in der Wirtschaft staumlrker zu verankern vergibt das Bundesministerium fuumlr Wirtschaft und Technologie in Zusammenar-beit mit der Deutschen Rohstoff-agentur in diesem Jahr erstmals den bdquoDeutschen Rohstoffeffizienz-Preisldquo Der Preis ist den Angaben zufolge fuumlr bdquoherausragende Unter-nehmensbeispiele fuumlr rohstoff- und materialeffiziente Produkte Prozesse oder Dienstleistungen und anwendungsorientierte For-schungsergebnisseldquo vorgesehen

Durch den Wettbewerb soll-ten noch mehr Mitarbeiter und Geschaumlftsfuumlhrer gerade von klei-nen und mittelstaumlndischen Unter-nehmen sowie Wissenschaftler fuumlr das Thema Rohstoff- und Mate-rialeffizienz sensibilisiert werden sagte Hans-Joachim Kuumlmpel Praumlsident der Bundesanstalt fuumlr Geowissenschaften und Rohstof-fe (BGR) in der die Deutsche Roh-stoffagentur angesiedelt ist

Rohstoff- und Materialkosten sind laut Statistischem Bundes-amt im produzierenden Gewerbe mit gut 45 der groumlszligte Kosten-faktor Besonders in Zeiten stei-gender Rohstoffnachfrage und-preise sei daher rohstoff- und materialeffizientes Wirtschaf-ten eine gute Strategie zur Erhouml-hung der Unternehmensrentabili-taumlt und der Wettbewerbsfaumlhigkeit so Kuumlmpel

Praumlmiert werden sollen vier mittelstaumlndische Unternehmen sowie eine Forschungseinrichtung mit einem Preisgeld von jeweils 10000 EUR Einsendeschluss fuumlr Antraumlge ist der 20 Septem-ber 2011 Die Preisverleihung fin-det am 16 November 2011 im Bundesministerium fuumlr Wirtschaft und Technologie in Berlin statt

Weitere Informationen finden Sie unter httpwwwdeutsche-rohstoffagenturde

Deutschland

Familienunternehmen nehmen Asien ins Visier

BERLIN (Dow Jones)--Deutsch-lands groumlszligte Familienunternehmen nehmen als Maumlrkte der Zukunft immer staumlrker die Laumlnder Asiens in den Blick Als wichtigsten Wachstumsmarkt der Zukunft haben die Unternehmen Indi-en ausgemacht Das ist das Ergeb-nis einer Umfrage unter 404 der 2688 Familienunternehmen mit mehr als 50 Mio EUR Jahresumsatz die vom Institut fuumlr Mittelstandsforschung (IfM) durchgefuumlhrt wurde Auftragge-ber waren die Deutsche Bank und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI)

Familienunternehmen seien bereits in hohem Maszlig auf Auslandsmaumlrkten aktiv und erwarteten auch fuumlr die-ses Jahr eine Steigerung ihrer Expor-te heiszligt es Neun von zehn Famili-enunternehmen vertreiben Produk-te und Dienstleistungen auf interna-tionalen Maumlrkten Fuumlr mehr als ein Drittel (354) zaumlhlt Frankreich heute zu den drei wichtigsten Absatzmaumlrk-

ten ndash vor China (274) und den USA (253) Ein Drittel der Unternehmen die bereits international aktiv sind wollen auf weiteren Auslandsmaumlrk-ten aktiv werden Angefuumlhrt wird die Wunschliste von Indien (195) und China (165) Hinsichtlich der Ein-schaumltzung zukuumlnftiger Wachstums-maumlrkte wird sich Indien zum Wachs-tumsmarkt der Zukunft entwickeln und zum fuumlnftwichtigsten Handels-partner aufsteigen China wird dem-nach zum wichtigsten Exportland vor Frankreich den USA und Russland

Die Befragung zeigt weiter dass mehr als drei Viertel (842) den Wirt-schaftsstandort Deutschland posi-tiv bewerten Fast jeder vierte Unter-nehmer (234) beurteilte die Attrak-tivitaumlt Deutschlands als deutlich houmlher im Vergleich zum Ausland Fuumlr dieses Jahr planen zwei Drittel der Befrag-ten (66) die Investitionsbudgets zu erhoumlhen und neue Mitarbeiter einzu-stellen (674)

Deutschland

Ende des Freihafens Hamburg

HAMBURG (Dow Jones)--Der Frei-hafen Hamburg wird zum 1 Januar 2013 aufgehoben damit der Verkehr im Hafen besser flieszligen kann Kuumlnf-tig entfallen die Zollkontrollen an der Freizonengrenze sowie die besonde-ren Uumlberwachungsverfahren fuumlr die Lagerung von Gemeinschaftswaren im Hafengebiet wie die Handelskam-mer Hamburg mitteilte Im gesamten Hafen gelten dann nur noch die all-gemeinen Regelungen fuumlr EU-See-zollhaumlfen Daraus ergeben sich fuumlr die Betroffenen aber zum Teil erhebliche Veraumlnderungen bezuumlglich der Zoll-abfertigung sowie der gesetzlichen Pflichten uumlber sich die Firmen fruumlh-zeitig informieren sollten heiszligt es

So muumlssen kuumlnftig unter anderem Waren die in die EU eingefuumlhrt wer-den unmittelbar nach ihrer Ankunft im Hamburger Hafen in ein Zollverfah-ren uumlberfuumlhrt werden Vom Zoll abge-

fertigte Warensendungen die von den Terminals kommen und ohne weitere Behandlung das Hafengebiet verlas-sen sollen werden jedoch nicht mehr durch Zollkontrollen an den ehemali-gen Freihafengrenzen behindert

Weiter ist eine Lagerung von Nicht-gemeinschaftswaren nur noch im Rahmen der voruumlbergehenden Ver-wahrung oder in einem Zolllager moumlg-lich Zum 1 Januar 2013 muumlssen daher alle in der Freizone gelager-ten Nichtgemeinschaftswaren fuumlr ein bewilligtes Zolllagerverfahren oder zur voruumlbergehenden Verwahrung ange-meldet werden

Die Handelskammer Hamburg will nach eigenen Angaben demnaumlchst spezielle Veranstaltungen fuumlr dieje-nigen Firmen anbieten die von der Aufhebung des Freihafens betrof-fen sind Weitere Informationen unter wwwhk24de

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Hintergrund

Deutschland

Industrie fordert spezielle Industriestrompreise

BERLIN (Dow Jones)--Industrie-vertreter fordern von der Bundes-regierung sich fuumlr konkurrenzfaumlhi-ge Industriestrom-Preise einzuset-zen Denn im Zuge des geplanten beschleunigten Atomausstiegs fuumlrch-ten die energieintensiven Unterneh-men in Deutschland um ihre Wettbe-werbsfaumlhigkeit Angesichts der Son-dersituation die sich aus dem schnel-len Ausstieg ergebe seien Reaktio-nen der Politik gefragt sagte Annet-te Loske Hauptgeschaumlftsfuumlhrerin des Verbandes der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) dem bdquoHan-

delsblattldquo (HB) Der VIK steht fuumlr 80 des industriellen Energieeinsatzes in Deutschland

Der VIK schlaumlgt dazu ein Fondsmo-dell vor Die zur Deckung des Grund-bedarfs der energieintensiven Indus-trie erforderlichen Strommengen wer-den von den Kraftwerksbetreibern zu einem festgelegten Preis an einen Strommengenfonds geliefert Aus diesem Fonds koumlnnen stromintensi-ve Industrieunternehmen Strom zu einem Preis beziehen der im europaumli-schen Vergleich wettbewerbsfaumlhig ist Das Modell koumlnnte im Wege einer frei-willigen Selbstverpflichtung durch die betroffenen Kraftwerksbetreiber ein-gerichtet werden Nach den Vorstel-lungen des VIK koumlnnte die Bundes-

regierung dieses Modell zum Gegen-stand ihrer Verhandlungen mit den Energiekonzernen uumlber die Abschal-tung der Meiler machen Um kei-nen Schadensersatzforderungen der Kernkraftwerksbetreiber zu riskieren wird die Regierung ohnehin mit der Branche sprechen muumlssen

Manche EU-Laumlnder habenregulierte Strompreise

Dass der von der Bundesregierung geplante schnelle Ausstieg aus der Kernkraft zu steigenden Strompreisen

fuumlhren wird gilt als sicher schreibt das bdquoHandels-blattldquo Schon das Morato-rium fuumlr die sieben aumlltes-ten Meiler habe sich preis-treibend ausgewirkt Ein Blick in Laumlnder wie Frank-reich Norwegen oder Spa-nien belegt dass deutsche Unternehmen schon heute besonders hohe Strom-preise zahlen In Frankreich dagegen gibt es neben dem regulaumlren Industrie-strompreis einen regulier-ten Preis der fuumlr beson-ders stromintensive Bran-chen gilt Dieser Preis macht weniger als die Haumllf-te des deutschen Industrie-

strompreises aus bdquoIn Frankreich sind die speziellen Industriestromtarife seit Jahren uumlblich Das ist ein starker Pluspunkt im Wettbewerb Mit dem zu erwartenden Strompreisanstieg in Deutschland wird daraus ein Riesen-vorsprung fuumlr franzoumlsische Unterneh-menldquo sagte Loske

In einzelnen Branchen ist der Strompreis der entscheidende Kos-tenfaktor Besonders deutlich wird das am Beispiel der Aluminiumin-dustrie In einer deutschen Alumini-umhuumltte koumlnnen die Stromkosten bis zu 50 der gesamten Produktions-kosten ausmachen Aluminiumhuumltten in Norwegen Frankreich oder Spani-en haben daher auf den Weltmaumlrkten enorme Kostenvorteile

Deutschland Gesamtmetall rechnet mit 80000 neuen Jobs

BERLIN (Dow Jones)--Gesamt-metallpraumlsident Martin Kannegie-sser rechnet bis Jahresende mit 80000 neuen Arbeitsplaumltzen in der Metall- und Elektrobranche bdquoVom Tiefpunkt im Maumlrz 2010 bis jetzt haben wir auch schon wie-der 75000 zusaumltzliche Stamm-arbeitsplaumltze aufgebautldquo sagte Kannegiesser im Interview mit der bdquoWeltldquo Er geht davon aus dass die Branche bis zum Jah-resende wieder fast 36 Millionen Beschaumlftigten aufweise ndash wie vor der Krise Bereits jetzt hat aller-dings nach seinen Angaben jedes zehnte Unternehmen Schwierig-keiten in der Produktion weil die geeigneten Fachkraumlfte ndash vor allem im Ingenieurbereich ndash fehlen Des-halb denke man immer oumlfter uumlber neue Standorte mit bdquogut qualifi-zierten Leutenldquo nach sagte er der bdquoWeltldquo

Deutschland Preisauftrieb im Groszlighandel laumlsst etwas nach

WIESBADEN (Dow Jones)--Der Preisauftrieb im deutschen Groszlighan-del hat im April etwas nachgelas-sen Das Preisniveau stieg im Ver-gleich zum Vormonat um 02 wie das Statistische Bundesamt berich-tete Im Maumlrz hatten sich die Groszlig-handelspreise um 13 erhoumlht Im Jahresvergleich kletterten die Prei-se im Groszlighandel im April um 92 waumlhrend im Vormonat ein Anstieg um 109 ermittelt worden war Die Groszlighandelspreise fuumlr fuumlr Erze Metal-le und Metallhalbzeug lagen auf Groszlig-handelsebene um 149 uumlber denen vom Vorjahr gegenuumlber dem Vormo-nat fielen sie um 09 Im Groszlighan-del mit festen Brennstoffen und Mine-raloumllerzeugnissen lag das Preisni-veau um 162 uumlber dem Vorjahr im Monatsvergleich verteuerten sich die in diesem Bereich gehandelten Pro-dukte um 15

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CO2-Kosten

NE-Metallbranche kann weiter auf vollstaumlndige Kompensation hoffenFRANKFURT (Dow Jones)--Die Bemuumlhungen von Herstellern und Ver-arbeitern von Aluminium Kupfer und Zink um einen zeitlich befristeten Ausgleich der in den Strompreis eingepreisten CO2-Kosten werden von der Bundesregierung offenbar weiterhin unterstuumltzt Wie aus Verbands-kreisen zu houmlren ist wird sich die Bundesregierung in einer Stellungnah-me an die Bruumlsseler Wettbewerbsbehoumlrde fuumlr eine Vollkostenkompensa-tion des CO2-Zertifikatepreises ohne Abzug aussprechen Die Angst vor einer moumlglichen Kehrtwende im deutschen Ansatz hatte fuumlhrende Unter-nehmen aus den betroffenen Branchen dazu veranlasst einen bdquoBrand-briefldquo an den Leiter des Bundeskanzleramtes Ronald Pofalla (CDU) zu schreiben und die Lobbyarbeit in Bruumlssel zu verstaumlrken

Eckpunkte der deutschen Stellung-nahme die in der kommenden Woche nach Bruumlssel uumlbermittelt wird basieren offenbar auf einem Beschluss der CDUCSU-Bundestagsfraktion vom 10 Mai Zu den Forderungen gehoumlrt eine Voll-kostenkompensation des Zertifikate-

preises ohne Abzug fuumlr jene Branchen die eine Stromintensitaumlt von 1 kWhEUR Bruttowertschoumlpfung oder mehr aufweisen Die Antragsteller muumlssen dabei einen Stromverbrauch von min-

destens 1 GWhJahr aufweisen Nach Berechnungen des Bundeswirtschafts-ministeriums (BMWi) liegt die Kupferin-distrie knapp oberhalb des Wertes von 1 kWhEUR gleiches gelte mit grouml-szligerem Abstand fuumlr Aluminium sowie Zink Zinn und Blei Das BMWi rechnet

fuumlr die weiteren Verhandlungen jedoch mit moumlg-lichen bdquospuumlrba-ren Einschraumln-kungenldquo bei die-sen Forderun-gen Wesentli-che Stellschrau-ben seien die noch ausstehen-den Beschluumls-se zu den Bei-hilfeleitlinien und der deutschen Foumlrderrichtli-nie Voraussicht-lich duumlrften Bun-desumweltminis-terium und Bun-desfinanzminis-terium versu-chen den Kreis der Beguumlnstig-

ten in der konkreten Umsetzung ein-zuschraumlnken

Zu den Unterzeichnern des Brand-briefes gehoumlrten der groumlszligte europaumli-sche Kupferproduzent Aurubis Zink-

produzent Xstrata Zinc sowie die Alu-miniumhersteller Trimet Norsk Hydro und Voerde Aluminium (Voerdal) Par-allel dazu wurde die Lobbyarbeit in Zusammenhang mit dem Konsulta-tionsverfahren der Bruumlsseler Wettbe-werbsbehoumlrde zum Thema Kompen-sationszahlung verstaumlrkt um die bdquovoumll-lig indiskutable Varianteldquo einer nicht vollstaumlndigen Kompensation vom Tisch zu bringen wie Heribert Hauck bei der Trimet Aluminium AG fuumlr das Ressort Energiewirtschaft zustaumlndig im Gespraumlch mit Dow Jones betont Die Bundesregierung hatte bereits im August 2009 Verstaumlndnis fuumlr die Bran-che gezeigt und die nationale bdquoRichtli-nie zur Foumlrderung der Herstellung von klimaschonenden NE-Metallenldquo ver-abschiedet Die Foumlrderrichtlinie wird jedoch von der EU-Wettbewerbsbe-houmlrde seit zwei Jahren nicht freigege-ben offiziell pruumlft die Kommission sie noch Auch die EU-Emissionshandels-richtlinie sieht in Artikel 10a Absatz 6Ausgleichszahlungen fuumlr Sektoren beziehungsweise Teilsektoren vor fuumlr die ein erhebliches Risiko einer Ver-lagerung von CO2-Emissionen durch auf den Strompreis uumlbergewaumllzte Kosten der Treibhausgasemissionen (Carbon Leakage) ermittelt wurde

bdquoSolange es kein weltweites Emis-sionshandelsregime gibt wollen wir eine Kompensation haben Diese soll auch der Belastung entspre-chen Es reicht nicht aus wenn wir nur einen Teil der Belastungen erstat-tet bekommenldquo sagte auch Ulf Gehr-ckens Energiechef des Kupferprodu-zenten Aurubis bdquoNur durch die Kom-pensation der CO2-Kosten erreichen wir wieder gleiche Wettbewerbsbe-dingungenldquo ist Gehrckens uumlberzeugt Aurubis habe wie andere Unterneh-men deren Produkte zu Boumlrsenprei-sen gehandelt werden keine Moumlg-lichkeit lokale Mehrkosten an den Kunden weiterzugeben Trimet muumlss-te bei voller Belastung auf Basis des derzeitigen CO2-Preises von rund 17 EURt laut Hauck pro Jahr 60 Mio EUR zusaumltzlich bezahlen bei Aurubis laumlge die Belastung nach Angaben von Gehrckens bei 25 Mio EUR pro Jahr Silvia Rausch-Becker

Ein bdquoBrandbriefldquo der NE-Metallbranche zeigte offenbar Wirkung in Berlin Quelle Deutscher Bundestag

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Zinn Zink Blei amp Nickel

Seltene Erden

bdquoEntwicklung Gruumlner Technologien gefaumlhrdetldquoHANNOVER (Dow Jones)--Die Ver-

sorgung mit Seltenen Erden stellt die deutsche Wirtschaft weiterhin vor Probleme Waumlhrend im Bereich der so genannten leichten Seltenen Erden (Cer Lanthan ua) voraussicht-lich ab 2012 eine deutliche Entspan-nung eintreten wird ist fuumlr die Nutzer von schweren Seltenen Erden (Dys-prosium Europium ua) kein Ende der Versorgungsengpaumlsse abzuse-hen Zu diesem Ergebnis kommt eine Kurzstudie der Deutschen Rohstoff-agentur (DERA) in der Bundesanstalt fuumlr Geowissenschaften und Rohstof-fe (BGR)

bdquoIn Uumlbereinstimmung mit interna-tionalen Studien rechnen wir in der nahen Zukunft mit einer unzureichen-den Versorgungslage besonders mit Europium Terbium und Dysprosiumldquo sagte Harald Elsner BGR-Exper-te und Autor der Studie Die schwe-ren Seltenen Erden finden in vielen so genannten bdquoGruumlnen Technologi-enldquo Verwendung wie z B im Bereich der Windenergie Auch die Produkti-on von energiesparenden Leuchtmit-teln ist ohne schwere Seltene Erden nicht moumlglich

Die Kurzstudie verweist auf ein weiteres Problem Obwohl es Sub-stitutionsmoumlglichkeiten gebe koumlnn-te die augenblickliche Rohstoffsitua-tion auch dazu fuumlhren dass die Ent-

wicklung von effizienteren Wind- und Wasserkraftwerken sowie die Aus-breitung der Elektromobilitaumlt gefaumlhr-det sei warnt Elsner Deshalb steht fuumlr den Experten fest bdquoTrotz bereits eingesetzter groszliger Bemuumlhungen um Maximierung der Recyclingquoten ist absehbar dass kuumlnftig nur die Unter-nehmen von den groszligen Marktchan-cen im Bereich der Gruumlnen Technolo-gien profitieren die sich in der primauml-ren Rohstoffversorgung mit schweren Seltenen Erden abgesichert habenldquo

Die Kurzstudie zeigt weiter auf in welchen Industriesektoren die schwe-ren Seltenen Erden jeweils Verwen-dung finden und in welchen Men-gen sie voraussichtlich bis zum Jahr 2015 zur Verfuumlgung stehen werden Zu den untersuchten schweren Sel-tenen Erden gehoumlren elf Elemente darunter sind die wichtigsten Yttri-um Samarium Europium Gadolini-um Terbium Dysprosium und Erbi-um In die Untersuchung flossen den Angaben des Autors zufolge Informa-tionen deutscher Firmen ein die Sel-tene Erden verbrauchen

Die unter dem Titel bdquoKritische Ver-sorgungslage mit schweren Seltenen Erden ndash Entwicklung bdquoGruumlner Tech-nologienldquo gefaumlhrdetldquo erschienene Kurzstudie steht auf der Homepage der BGR als Download zur Verfuumlgung (httpwwwbgrbundde)

Seltene Erden

Goldman Sachs sieht ab 2013 Entspannung

SYDNEY (Dow Jones)--Das globa-le Angebotsdefizit der Seltenen Erden wird im laufenden Jahr seinen Houmlchst-stand erreichen Dies ist die Einschaumlt-zung der Investmentbank Goldman Sachs Das Defizit koumlnne sich 2011 auf 18734 t belaufen was 132 der Nachfrage entspraumlche Nachdem der Markt 2013 fast im Gleichgewicht sein werde koumlnne der Angebots-uumlberhang im darauf folgenden Jahr bereits 5860 t betragen was 32

der erwarteten Nachfrage entspre-che bdquoWir gehen davon aus dass der Markt 2011 und 2012 deutlich unter-versorgt sein wird und dass die Preise in den kommenden 18 Monaten nach oben tendierenldquo schreibt Goldman Sachs 2013 soll der Markt fast aus-geglichen und danach leicht uumlberver-sorgt sein Dies koumlnne zumindest bei den leichten Seltenen Erden zwischen 2013 und 2015 zu moderaten Preis-ruumlckgaumlngen fuumlhren

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

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J J A S O N D J F M A M600000

650000

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750000

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850000

Zink

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

15000

20000

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J J A S O N D J F M A M10000

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15000

17500

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Zinn

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 2895000 2915000EURt 2043193 1963756

3 MonateUSDt 2900000 2905000EURt 2046722 1957020

15 MonateUSDt 2909000 2910000EURT 2053074 1960388

Lagerbestaumlnde (in t) 21965 21080

Quelle London Metal Exchange

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

KasseUSDt 210350 212600EURt 148458 143223

3 MonateUSDt 212100 213000EURt 149693 143492

15 MonateUSDt 217000 219000EURT 153151 147534

Lagerbestaumlnde (in t) 829050 822225

Quelle London Metal Exchange

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Zinn Zink Blei amp Nickel

Seltene Erden

DIW fordert zu Vorratshaltung auf

BERLIN (Dow Jones)--Das Deut-sche Institut fuumlr Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) warnt wegen des Mono-pols Chinas bei Seltenen Erden vor einer die Lieferketten bedrohenden Abhaumlngigkeit und fordert die Indus-triestaaten zu einer entsprechenden Vorratshaltung sowie abgestimm-tem Verhalten auf bdquoDie Seltenen Erd-metalle sind eine zunehmend wichti-ge Ressource fuumlr die Hochtechnolo-gie-Industrieldquo erklaumlrte Antje Kroumlger DIW-Expertin und Mitautorin einer am Mittwoch veroumlffentlichten Studie zum Thema bdquoWettlauf um die Metalleldquo

Lieferengpaumlsse oder Lieferblo-ckaden koumlnnten die Entwicklungen der Industriestaaten bremsen bdquoDie Industriestaaten sollten deswegen ein WTO-Streitbeilegungsverfahren anregen oder versuchen im Rahmen eines abgestimmten Vorgehens Vorrauml-te anzulegenldquo riet die DIW-Forsche-rin Politik und Wirtschaft der Indus-triestaaten haumltten den strategischen Wert der Seltenen Erden viel zu lange nicht erkannt

bdquoEuropa die USA und Japan finden sich deshalb heute in einer Abhaumln-gigkeit wieder die wichtige Teile ihrer

Industrie bedroht wie zum Beispiel die Umwelttechnologie Elektrotech-nik und Autobrancheldquo warnte Krouml-ger Rund 97 der Seltenen Erden wuumlrden derzeit in China gefoumlrdert und aufbereitet

Mit diesem Monopol koumlnne die Volksrepublik das Angebot jeder-zeit verknappen Kurz- und mittel-fristig werde sich das Problem ver-schaumlrfen denn die Nachfrage steige Schon jetzt nutze China seine Mono-polstellung uumlber Preis- und Lieferdis-kriminierungen gezielt um die eige-ne Industrie zu foumlrdern und auslaumln-dische High-Tech-Konzerne ins Land zu locken indem beispielsweise Ver-sorgungszusagen gemacht wuumlrden Ausreichende Mengen Seltener Erden wuumlrden solchen Unternehmen zuge-sagt die ihre Produktion nach China verlegten

Schwaumlchung destechnologischen Know-hows

Den Industriestaaten drohe zunaumlchst eine Abwanderung und mit-telfristig auch eine Schwaumlchung ihres technologischen Know-hows bdquoSchon heute werden geschaumltzte 60 der globalen Seltene-Erden-Produktion in China eingesetztldquo sagte Kroumlger Sel-tene Erden stecken in Katalysatoren Handys Plasmabildschirmen Fest-platten Batterien und MP3-Spielern Sie helfen Windkraftturbinen Elek-tromotoren sowie Energiesparlam-pen zu betreiben bdquoDie Marktstruk-tur der weltweiten Metallmaumlrkte soll-te staumlrker kontrolliert werdenldquo meint Aleksandar Zaklan Spezialist fuumlr Res-sourcenmaumlrkte am DIW bdquoSollten sich die gegenwaumlrtigen Trends vor allem bei der Angebotskonzentration und dem Nachfragewachstum fortsetzen muss mit weiter steigenden Metall-preisen gerechnet werdenldquo warnt der Forscher

Sie finden die Studie zum kosten-losen Download unter httpwwwdiwdedocumentspublikationen73diw_01c372387de11-19-1pdf

Praumlsodym wird unter anderemfuumlr Dauermagnete benoumltigt Foto jumkde

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

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2700

3000

J J A S O N D J F M A M180000

210000

240000

270000

300000

330000

Blei

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

17500

20000

22500

25000

27500

30000

J J A S O N D J F M A M114000

120000

126000

132000

138000

144000

Nickel

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 2396000 2497500EURt 1691016 1682498

3 MonateUSDt 2400000 2500000EURt 1693839 1684182

15 MonateUSDt 2367500 2467500EURT 1670901 1662288

Lagerbestaumlnde (in t) 114732 116364

Quelle London Metal Exchange

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 227200 237900EURt 160350 160267

3 MonateUSDt 225500 234500EURt 159150 157976

15 MonateUSDt 224800 233300EURT 158656 157168

Lagerbestaumlnde (in t) 315825 311450

Quelle London Metal Exchange

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Branchen amp Maumlrkte

Maschinenbau Weiteres Auftragsplusbei Neuauftraumlgen

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Maschinen- und Anla-genbau hat im Maumlrz einen weiteren Anstieg bei den Neuauftraumlgen ver-zeichnet wobei sich die Zuwachsra-te jedoch verlangsamt hat Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mitteilte lag der Aufragseingang real 18 uumlber dem Ergebnis des Vorjahres Dabei stiegen das Inlands- und das Auslandsge-schaumlft gleichermaszligen um jeweils 18 im Vergleich zum Maumlrz 2010 Im Feb-ruar war ein Orderplus auf Jahressicht von 38 berichtet worden

In dem von kurzfristigen Schwan-kungen weniger beeinflussten Drei-

Automobil Pkw-Markt bleibt auf dem Wachstumspfad

BAD HOMBURG (Dow Jones)--Die Zahl der Pkw-Neuzulassun-gen in Deutschland hat sich im April weiter erhoumlht Wie der Verband der Internationalen Kraftfahrzeugherstel-ler (VDIK) mitteilte erreichte der Pkw-Markt mit rund 266000 Zulassun-gen ein Wachstum von 3 gegenuuml-ber dem Vorjahresmonat Seit Jahres-beginn liegt der Markt damit um 11 uumlber dem Vorjahresniveau

Dabei wuchs die bdquoNachfrage nach Hybridfahrzeugen gegenuumlber dem Vorjahreswert um knapp 30 und erreichte in den ersten vier Mona-ten 2011 in Deutschland uumlber 3800 Zulassungenldquo erklaumlrte VDIK-Prauml-sident Volker Lange Davon entfie-len 90 auf internationale Herstel-ler bdquoAktuell sind damit 41000 Hyb-rid-Pkw auf deutschen Straszligen unter-wegsldquo

Die kraumlftige Nachfrage auf dem Nutzfahrzeugmarkt hielt ebenfalls weiter an Mit rund 26600 Neuzulas-sungen im April konnte das Vorjahres-ergebnis um 12 uumlbertroffen werden In den ersten vier Monaten 2011 wur-den damit insgesamt 103000 Nutz-fahrzeuge neu zugelassen das ent-spricht einem Wachstum von 25

Maschinenbau Chancen durch Ausbau der Elektromobilitaumlt

WUumlRZBURG (Dow Jones)--Der deutsche Maschinen- und Anlagen-bau wird in den kommenden Jahren vom Ausbau der Elektromobilitaumlt stark profitieren Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie von VDMA und der Strategieberatung Roland Berger Denn durch die Einfuumlhrung von Fahr-zeugen mit elektrischem Antriebs-strang seien zukuumlnftig Kompetenzen des Maschinenbaus gefragt die bis-lang nur selten in der Automobilpro-duktion genutzt wurden Denn kos-tensenkende Produktionstechnik werde dort dringend gebraucht

Durch neue Produktionsanlagen fuumlr Elektrobatterien werde sich bis 2020 ein Geschaumlftspotenzial von 48 Mrd EUR ergeben heiszligt es in der Studie Allerdings stehe die Branche auch vor der groszligen Herausforderung ein neues Produkt- und Technologieport-folio entwickeln zu muumlssen

Fuumlr die deutsche Maschinenbau-branche spielt der Automobilbau schon jetzt eine wichtige Rolle So wurden 2010 rund 14 Mrd EUR direkt im Automotive-Bereich umgesetzt

Die Studie mit dem Titel bdquoE-Mobi-lity ndash Chancen und Risiken fuumlr den deutschen Maschinen- und Anlagen-bauldquo koumlnnen Sie kostenlos von der Webseite des VDMA downloaden httpwwwvdmaorg

monatsvergleich Januar bis Maumlrz 2011 ergibt sich insgesamt ein Plus von 32 im Vorjahresvergleich bei den Inlandsauftraumlgen ein Plus von 35 und bei den Auslandsauftraumlgen ein Plus von 31 bdquoErwartungsge-maumlszlig setzt nun offenbar eine Norma-lisierung der Wachstumsraten einldquo kommentierte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers das Ergebnis bdquoDer sogenannte Basiseffekt extrem nied-riger Vorjahreswerte spielt eine immer geringere Rolle weil sich in eben diesen Vorjahresmonaten der Auf-schwung bereits bemerkbar machte So war der Maumlrz 2010 der erste star-ke Ordermonat nach der Kriseldquo fuumlgte er hinzu

HandelsabkommenFreihandelsabkommen mit Suumldkorea besiegelt

SEOUL (Dow Jonesgtai)--Das suumld-koreanischen Parlament hat das im Oktober 2010 vereinbarte Freihan-delsabkommen mit der EU ratifiziert Damit ist der Weg frei fuumlr das erste Freihandelsabkommen der EU mit einem asiatischen Partner Die Verein-barung wird ab Juli 2011 in Kraft tre-ten Zwischen der EU und Suumldkorea werden dann innerhalb von fuumlnf Jah-ren die Zoumllle auf mehr als 98 aller Warenstroumlme entfallen Innerhalb von sieben Jahren sollen die Zoumllle auf alle Industrieguumlter beseitigt werden

ImporteSorge vor verstrahlter Ware ist unbegruumlndet

HAMBURG (Dow Jones)--Die Befuumlrchtung dass nach dem Unfall im japanischen Kernkraft-werk Fukushima radioaktiv ver-strahlte Ware nach Deutschland gelangen koumlnnte ist offenbar unbegruumlndet Im Hafen Hamburg jedenfalls musste bisher kein aus Japan ankommendes Schiff kon-trolliert werden wie ein Sprecher der Hamburger Innenbehoumlrde auf Anfrage mitteilte Dies liege daran dass es keine Direktverbindun-gen zwischen Japan und Ham-burg gebe und alle in Frage kom-menden Schiffe bereits in ande-ren Haumlfen auf eine moumlgliche radio-aktive Strahlung uumlberpruumlft wor-den seien

Der Rotterdamer Hafen will nach einem Bericht der bdquoVerkehrsrund-schauldquo noch bis 15 Mai alle aus Japan kommenden Schiffe auf radioaktive Belastung hin uumlber-pruumlfen Bei den bislang durchge-fuumlhrten Kontrollen auf den Schif-fen und an der Ladung seien keine Auffaumllligkeiten festgestellt worden teilte der Hafenbetreiber mit Wie unsere Redaktion erfuhr fordern die Automobilhersteller seit dem Ausbruch der Japan-Krise beson-dere Sicherheitsvorkehrungen kri

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Branchen amp Maumlrkte

Ausgewaumlhlte Termine

Herausgeber und Verlag Dow Jones News GmbH Baseler ArkadenWilhelm-Leuschner-Straszlige 78 60329 Frankfurt am Main HRB 58631 Frankfurt

Geschaumlftsfuumlhrung Dr Matthias Paul Volker Schneider James Rhyu Adam Tuckman Andrew Langhoff und Sue Needle

Verantwortlich fuumlr den Inhalt Kai Moll Tel +49 (0) 69 2 97 25 - 4 20E-Mail metalldedowjonescom Fax - 4 40 Internet wwwdjnewslettersde

Abonnenten-Service serviceeuropedowjonescom oder+49 (0) 69 2 97 25 - 1 66Dow Jones NE-Metalle Monitor ist ein Produkt der Dow Jones News GmbH einer Tochterge-sellschaft der Dow Jones International GmbH Die Business Newsletter stuumltzen sich neben umfangreicher Eigenberichterstattung auf wei-tere auch international taumltige Nachrichtenagen-turen sowie bei Charts Kursen und Preisen auch auf wwwaid-netde Alle Meldungen wer-den mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet Fuumlr Verzoumlgerungen Irrtuumlmer und Unterlassungen wird jedoch keine Haftung uumlbernommen Kopi-en Nachdrucke oder sonstige Vervielfaumlltigun-gen nur mit Genehmigung des Herausgebers

Erscheinungsweise 2-mal monatlich

Impressum

Zulieferer Geschaumlftserwartungen normalisieren sich

HAGEN (Dow Jones)--Der ArGeZ-Geschaumlftsklimaindex fuumlr die deut-sche Zulieferindustrie hat sich im April erwartungsgemaumlszlig abgeschwaumlcht Wie die Arbeitsgemeinschaft Zulie-ferindustrie (ArGeZ) mitteilte hat sich die bereits im Vormonat angedeute-te Normalisierung der Zukunftserwar-tungen im Berichtsmonat fortgesetzt bdquoZusaumltzlich duumlrften sich die Unsicher-heiten in Nordafrika sowie die Unkal-kulierbarkeit von Nachwirkungen der Japan-Katastrophe auswirkenldquo schreibt der Verband Gleichwohl zeige sich die aktuelle Geschaumlftslage weiter auf hohem Niveau

Der Geschaumlftsklimaindex Zulie-ferindustrie wird von der Arbeitsge-meinschaft Zulieferindustrie ArGeZ in Zusammenarbeit mit dem Ifo-Institut Muumlnchen ermittelt Er beruht auf der Befragung von rund 600 Unterneh-men und deckt die in der Arbeitsge-meinschaft Zulieferindustrie zusam-mengeschlossenen Branchen Gieszlige-rei-Industrie Kunststoffverarbeitung Stahl- und Metallverarbeitung NE-Metall-Industrie Kautschukindustrie sowie Technische Textilien ab

ArGeZ-GeschaumlftsklimaindexZulieferindustrie Deutschland

2000 = 100 saisonbereinigt Saldo aus positiven und negativen Bewertungen Quelle ifo Institut ArGeZ Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie

Aktuelle Lage

Zukunftserwartung

VIK-Strompreisindexfuumlr Mittelspannung

Quelle VIK

Maumlrz 17370

(Januar 2002 = 100)

Haben Sie Anregungen Fragen Hinweise zu unseren DatenE-Mail an datendedowjonescom

Strom VIK-Index reagiert aufAtomausstiegsplaumlne

ESSEN (Dow Jones)--Der VIK-Strompreisindex fuumlr Mittelspan-nungskunden ist im April nochmals kraumlftig um 610 Punkte bzw 469 auf 17980 Punkte gestiegen Damit erreicht der Index den houmlchsten Wert seit Ende 2008 wie der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirt-schaft (VIK) mitteilte Maszliggeblich fuumlr den weiteren Anstieg war dem VIK zufolge der von der Bundesregie-rung geplante beschleunigte Atom-ausstieg Dieser habe einen deutli-chen Einfluss auf die Strompreise an der Leipziger Boumlrse EEX und somit auch auf den vom Verband monatlich veroumlffentlichten VIK-Index gehabt So seien die Preise fuumlr die folgenden vier Quartale an der EEX nach Bekannt-gabe des Atommoratoriums im Maumlrz zunaumlchst sprunghaft angestiegen und verharrten seitdem auf diesem hohen Niveau

Neben dem deutlichen Anstieg im Vergleich zum Vormonat kletterte auch der gleitende Jahresmittelwert uumlber 12 Monate um 243 Punkte auf aktuell 16087 Punkte Der VIK-Strom-preisindex basiert auf den Stromprei-sen der EEX sowie den Netznutzungs-entgelten von sechs deutschen Netz-betreibern Als Energiepreiskompo-nente wertet der VIK die monatlichen Durchschnittspreise des Terminmark-tes fuumlr die kommenden vier Quartals-produkte aus

Dow Jones Management Forum Rohstoffversorgung 2011

Termin 17 bis 18 Mai 2011 Ort Frankfurt am MainIm Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Fragen wie sich Unterneh-men langfristig aufstellen koumlnnen um ihre Rohstoffversorgung abzu-sichern Tel 06929 72 51 51E-Mailconferencesdowjonescomwwwdjnewslettersdeconferences

EuroFX-Referenzkurs 1252011 14151 USDQuelle Reuters

1125

1200

1275

1350

1425

1500

J J A S O N D J F M A M

EuroDollar

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Marktanalyse Aluminium amp Kupfer

Dow Jones NE-Metalle Prognose

Weiterhin nervoumlser Handel bei den Basismetallen erwartetFRANKFURT (Dow Jones)--Wir

rechnen weiter mit einem nervoumlsen Handelsgeschehen an den Basisme-tallmaumlrkten da die Marktteilnehmer versuchen die widerspruumlchlichen Sig-nale zu verdauen Obwohl die juumlngs-ten Nachrichten uumlberwiegend negativ waren verdraumlngten die Player dies zu Beginn der Woche und fokussierten sich auf die guten Neuigkeiten Nach dem Ausverkauf in der vergangenen Woche der Kupfer um 42 und Alu-minium um 2 innerhalb eines Tages absacken lieszlig sind die Kaumlufer in die-ser Woche auf den Markt zuruumlckge-kehrt um die die Gelegenheit zu nut-zen Kupfer unter 9000 USDt und Aluminium unter 2700 USDt einzu-kaufen Es ist derzeit vor allem die-ser anhaltende Optimismus der den Basismetallmarkt am staumlrksten unter-stuumltzt Doch nun ist der Risikoappe-tit erneut deutlich zuruumlckgegangen Zudem stehen wir am Beginn der sai-sonal schwachen Sommermonate

Wir erwarten aber dass die Indus-triemetalle den zunehmenden Sorgen bezuumlglich einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und bezuumlg-lich der Schuldenkrisen noch fuumlr eini-ge Wochen widerstehen wird Aller-dings sind in den naumlchsten Wochen starke Schwankungen wahrschein-lich sind Die Kupferpreise an der Londoner Metallboumlrse duumlrften sich in diesem Zeitraum in einer Range zwi-

schen 8600 und 9400 USDt bewe-gen Allerdings besteht das Risiko einer technischen Korrektur wenn die Unterstuumltzungsmarke von 8600 USDtnachhaltig faumlllt Dann baut sich die naumlchste Unterstuumltzung 8200 USDtauf ndash ein Preislevel das zuletzt im Oktober 2010 gesehen wurde Bei Aluminium sehen wir eine starke Unterstuumltzung bei 2500 USDt sowie einen Schluumlsselwiderstand bei 2270 USDt

Unter den negativen Marktnachrich-ten war auch dass Chinas Kupferim-porte im April schwaumlcher als erwartet ausgefallen sind Das Land importier-te nach vorlaumlufigen Zahlen der chine-sischen Zollbehoumlrden 262676 t Kup-fer Kupferlegierungen und Halbfer-tigprodukte was einen Ruumlckgang um 40 im Vergleich zum Vorjahres-monat und um 14 gegenuumlber dem Maumlrz darstellt Die Bestaumlnde in den gelisteten Lagerhaumlusern der Shang-hai Futures Exchange sind nach wie vor hoch und es gibt Geruumlchte uumlber groszlige Bestaumlnde auszligerhalb der gelis-teten Laumlger Zudem koumlnnte der Inflati-onsdruck zu weiteren geldpolitischen Maszlignahmen fuumlhren was die Nachfra-ge daumlmpfen duumlrfte Gleichzeitig spielt sich die chinesische Kupferprodukti-on wegen der Rekordpreise auf einem hohen Level ab

Dies faumlllt vermutlich mit einer im Som-mer saisonal bedingten schwaumlcheren

Nachfrage in der noumlrdlichen Hemis-phaumlre zusammen Die nicht-kommer-ziellen Investoren haben bereits ihre Netto-Longpositionen die vierte Woche in Folge heruntergefahren

Allerdings gibt es auch einige Unterstuumltzung von den anderen Roh-stoffmaumlrkten So steht der Energie-komplex infolge der anhaltenden geo-politischen Spannungen und wegen der Folgen des Erdbebens in Japan stark da Dennoch sind es vor allem die Wechselkurse die weiterhin den Grundton am Markt setzen Die Euro-Dollar-Relation schwankt infolge der fortdauernden Schuldenthematik auf beiden Seiten des Atlantiks hin und her Die Wechselkurse sind ein Spiel-ball zwischen gegnerischen Kraumlften da der Fokus der Investoren zwischen den Themen USA sowie Europa hin- und herschwankt

Da die Investoren derzeit ihren Fokus vom griechischen Haushalt wieder abwenden duumlrfte der Euro durch die erwartete Zinssteigerung die die Europaumlische Zentralbank viel-leicht bereits im Juni ankuumlndigen wird Unterstuumltzung finden Alles in allem befinden sich die beiden Waumlhrungen in einer Pattsituation aber angesichts der widerspruumlchlichen Signale die auf das Waumlhrungspaar wirken erwar-ten wir in den naumlchsten Wochen star-ke Ausschlaumlge Dow Jones Commodities Research

Dow Jones Indikatoren NE-Metalle(USDt) Kupfer LME

Grundtendenz Obere Grenze Untere Grenze Grundtendenz Obere Grenze Untere Grenze

(USDt)

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Dow Jones NE-Metalle Monitor

Ausgewaumlhlte Metalle und Legierungen 115 45Kupfer (DEL-Notiz) 61692-61929 62535-62764MK (Metallnotierung Kupfer) 70766 71601Aluminium unverzollt ($t)Blei in Kabeln 18481 19038Metallbasis Bronze 946 83000 84000Messing MS 58 1Verarbrsquostufe 50900-51700 51400-52100Messing MS 58 2Verarbrsquostufe 55600-55700 56200-56200Messing MP 58 50100 50600Messing MS 63 53800-54000 54300-54500Metallbasis Messing 6337 53600-53800 54000-54300Zinklegierung Z 400410 Basispreis 20800 20800Zinn 999 loco Duisburg 208400 212700Alu 997 prompt Deutschland geliefert 20300 20600Aluminium in Kabeln 20300 20600Kupfer hochgr Kath Kasse 61600 62600Kupfer hochgr Kath 3 Monate 61700 62700

Messinglegierungen 115 45Rotguss RG 5 47500-48000 47500-48000Rotguss RG 7 50000-51000 50000-51000Rotguss RG 10 50500-51000 50500-51000Gussbronze GBZ 10 58000-64000 58000-64000Gussbronze GBZ 12 60000-64000 60000-64000Gussbronze GBZ 14 63000-66000 63000-66000

Ferrolegierungen 115 45Molybdaumln Oxid 57 (USDlb)in Faumlssern 1600-1735 1690-1735in Dosen 1700-1745 1700-1745

Molybdaumln in Briketts (USDlb) 1720-1760 1715-1745Ferro-Molybdaumln 70 (USDkg) 4090-4150 4090-4180Ferro-Vanadium 80 (USDkg) 2960-3050 2960-3090Ferro-Niob 63 (USDkg) 4300-4600 4300-4600Ferro-Titan 70 (USDkg) 850-890 850-890Ferro-Wolfram 80 (USDkg) 4950-5150 4950-5150Ferro-Mangan carbure (EURt) 94000-104000 96000-105000Ferro-Mangan affine (EURt) 165000-172000165000-172000

Alu-Gussleg frei Verbraucher (3t) 115 45Nr 226 23800-24800 23800-24800Nr 231 24600-25600 24600-25600Nr 233 25500-26500 25500-26500

NE-Metall-Schrotte 115 45Altblei (EUR100kg) 11500-12000 12500-13000Akkublei (EUR100kg) 5000-5500 5000-5500Kabul (Milberry) 58000-58500 58500-59000Kasus (Granulat I) 58000-58500 58500-59000Katze (Granulat II) 54000-54500 54500-55000Kader (Berry) 53500-54000 54000-54500Kupferdraht (Kanal) 51000-51500 51500-52000Schwerkupfer (Keule) 52000-52500 52500-53000Leichtkupfer (Klima) 50000-50500 50500-51000Schwermessing (Milbe) 32000-32500 32000-32500Leichtmessing (Modus) 29500-30000 29500-30000Rotguss-Schrott 1Qu (Radar) 47000-47500 47000-47500Rotguss-Schrott 2Qu (Rampe) 46000-46500 46000-46500Umschmelzzink 12000-12500 12000-12500Altzink 9000-9500 9000-9500Messingstangenspaumlne MS58 (Maler)36500-37000 37000-37500Messingblechabfaumllle MS63 (Magda) 40000-40500 42000-42500Chromstahl 3500-4000 4000-4500Chromnickelstahlabf V-II a 15000-15500 15500-16000Chromnickelstahlabf V-IV a 23000-23500 24000-24500Alu neu Cu-am 13500-14000 13500-14000Reinaluminiumdraht 16500-17000 16500-17000Gussschrott max 2 FE 9500-10000 9500-10000Alu-Blechabf max 2 8500-9000 8500-9000Alu-Spaumlne Toleranz 5 8000-8500 8000-8500Alu-Profilabf AlMgSi 05 17000-17500 17000-17500

LME (USDt) 115 45KobaltKassa 38000-39500 38000-390003 Monate 37500-39000 37000-38000MolybdaumlnKassa 36450-37450 35700-377003 Monate 36750-37750 36000-38000

Kassapreise 115 45Gold ) (EURkg fein) 3590000 3506000Gold verarbeitet ) (EURkg fein) 3761000 3673000Silber ) (EURkg fein) 94160 96000Silber verarbeitet ) (EURkg fein) 98560 100480Platin verarb (EURg fein) 4252 4231Palladium verarb (EURg fein) 1819 1857Iridium verarb (EURg fein) 2590000 2520000Rhodium verarb (EURkg fein) 5335000 5355000Ruthenium verarb (EURkg fein) 450000 440000) Basis Londoner Fixing Preise von W C Heraeus GmbH

FuturesNew York Comex Gold USDFeinunze 115 45Mai 150110 151490Juni 150140 151530Juli 150200August 150270 151650Oktober 150400 151770Dezember 150530 151880Februar 150640 152010

New York Comex Silber ctsFeinunze 115 45Mai 355090 393830Juni 355090 393870Juli 355150 393880September 355280 393960Dezember 355280 393960Januar 355100 393730Maumlrz 354800 393260Mai 354380 392610

New York Nymex Platin USDFeinunze 115 45Juni 177780 182730Juli 177780 182630Oktober 178150 182990Januar 178150 183190

New York Nymex Palladium USDFeinunze 115 45Juni 71540 74670September 71710 74830Dezember 71850 74930

Preisuumlbersicht NE-Metalle (Deutsche Haumlndlerpreise in EUR100kg sofern nicht anders angegeben)

tagesaktuelle Preise woumlchentlich erfasste Preise Es handelt sich um die aktuellsten verfuumlgbaren Preise aus den vergangenen sieben Tagen

Preisuumlbersicht Edelmetalle

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Page 10: Lexikon mit Fachbegriffen aus Dow Jones NE-Metalle Monitor · Dow Jones NE-Metalle Monitor Donnerstag, 12. Mai 2011 | Nr. 9 Markttrends Aluminium Aluminiummarkt Aluminium hält sich

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Interview

Ulrich Grillo ist Praumlsident der WirtschaftsVereinigung Metalle Vorsitzender des BDI-Ausschus-ses Rohstoffpolitik und Vizeprauml-sident des BDI Nach Stationen bei Arthur Anderson AT Kear-ney und der Rheinmetall-Gruppe leitet Grillo als Vorstandsvorsit-zender die Grillo-Werke in Duis-burg einen Zinkverarbeiter mit rd 600 Mio EUR Jahresumsatz und 1600 Mitarbeitern

Interview

Geplante Energiewende stellt Metallbranche vor groszlige HerausforderungenBERLIN (Dow Jones)--Die deutsche NE-Metallindustrie sieht sich zuneh-mend Herausforderungen ausgesetzt die leicht die Wettbewerbsfaumlhig-keit der Branche im internationalen Vergleich beeintraumlchtigen koumlnnte Um dem zu begegnen muumlssen die Unternehmen verstaumlrkt gemeinsam agieren und ihre Vorstellungen beispielsweise gegenuumlber den verant-wortlichen Politikern in Berlin und Bruumlssel effektiv vertreten In einem Exklusiv-Interview mit Dow Jones NE-Metalle-Monitor spricht Ulrich Grillo Praumlsident der WirtschaftsVereinigung Metalle und Vorsitzen-der des BDI-Ausschusses Rohstoffpolitik uumlber die Konsequenzen der geplanten Energiewende und einer verteuerten Rohstoffversorgung fuumlr die deutsche NE-Metall-Branche

Herr Grillo nach der Katastrophe von Fukushima hat die Bundes-regierung die Energiewende aus-gerufen Sie wird ganz sicher mit houmlheren Strompreisen verbunden sein Welche Folgen hat dies fuumlr die NE-Metallindustrie

Ulrich Grillo Auch wir sind natuumlr-lich an einer sicheren sauberen und bezahlbaren Energie interes-siert Aber allein die Ankuumlndigung der Energiewende hat die deutschen Strompreise an der Stromboumlrse um 15 erhoumlht Dabei sind die abso-luten Strompreise gar nicht mal das Problem sondern die relativen Prei-se Wenn in Deutschland die Preise erhoumlht werden und in anderen Laumln-

dern nicht ergeben sich daraus Wett-bewerbsnachteile fuumlr die deutsche Industrie Die Strompreise machen aber in der Spitze bis zu 50 des Umsatzes aus Eine schleichende Abwanderung der Branche waumlre die Folge

Gibt es schon Berechnungen wie hoch der Preisanstieg bei Strom infolge der Energiewende ausfal-len wird

Da gehen die Berechnungen der Experten weit auseinander Sie begin-nen bei einem Anstieg um 06 ctkWh der an der EEX als Preissteigerung fuumlr die Grundlastlieferung im Jahr 2012 schon enthalten ist Die dena rech-net bis 2020 mit einem Anstieg um 5ctkWh einschlieszliglich Netzausbau und erhoumlhter EEG-Umlage Damit wuumlrde sich der derzeitige Strompreis etwa verdoppeln Bereits der Anstieg um durchschnittlich 06 ctkWh ent-spricht bei einer Aluminiumelektrolyse fast 50 der Lohn- und Gehaltssum-me und zehrt den Jahresgewinn eines solchen Unternehmens auf

Wie wollen sie diesem Preisdruck begegnen

Wir brauchen bezahlbaren Grund-laststrom Wir streben deshalb Indus-

triepreise fuumlr Strom an wie es sie in anderen europaumlischen Laumlndern etwa Frankreich oder Spanien gibt Ener-gieintensive Betriebe im Ausland beispielsweise in den Niederlanden haben zudem die Moumlglichkeit eine Verguumltung zu erhalten wenn sie bei Verbrauchsspitzen temporaumlr vom Netz gehen und so die Stabilitaumlt des Netzes gewaumlhrleisten Wir setzen uns dafuumlr ein dass diese Regelung auch in Deutschland angewendet wird

Eine Herausforderung fuumlr die Bran-che stellen ja nicht nur houmlhere Strompreise sondern auch zum Teil exorbitante Preissteigerungen bei Rohstoffen dar

Dazu ist zu sagen dass es eine absolute Knappheit insbesondere bei metallischen Rohstoffen nicht gibt Die Preiserhoumlhungen sind das Ergeb-nis von Oligopolen wie beispielswei-se beim Eisenerz aber auch moumlgli-che spekulative Uumlbertreibungen an den Boumlrsen spielen leider eine Rolle Und dann gibt es noch die politisch gewollten Verzerrungen des Wettbe-werbs

China hat seine Seltene-Erden-Industrie zunaumlchst subventioniert und damit andere Anbieter vom Markt ver-draumlngt Nun beschraumlnkt es die Expor-te fuumlr diese Metallgruppe

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Was kann die deutsche Indus-trie tun um dem Trend zu Wettbe-werbsverzerrungen entgegenzu-wirken

Wir halten daran fest dass Roh-stoffsicherung zunaumlchst Sache der Unternehmen ist auch wenn flankie-rend die Politik gefordert ist Wir den-ken im BDI derzeit mit einigen Unter-nehmen in einer Arbeitsgruppe inten-siv uumlber Moumlglichkeiten fuumlr gemeinsa-me Engagements bei Rohstoffen im Ausland nach die Ergebnisse dieser Analysen dazu werden wir in einigen Monaten veroumlffentlichen Dabei muss es nicht um Einkaufs- oder Handels-zusammenschluumlsse gehen Es kann auch um Kooperationen beispielswei-se bei der Exploration von Rohstoffen gehen Die deutschen Unternehmen haben in der Vergangenheit eigene Engagements bei Rohstoffen mehr-heitlich aufgegeben und sich auf ihre Kernkompetenzen konzentriert Das war richtig solange der Markt funk-tioniert hat Heute ist das nicht mehr unbedingt der Fall

Und was kann die Politik tun

Wir fuumlhlen uns durch das Bun-deskanzleramt und das Bundeswirt-schaftsministerium gut unterstuumltzt Ein Beispiel wie die Politik flankierend helfen kann sind die sogenannten Rohstoffpartnerschaften Dabei grei-fen Auszligenpolitik Wirtschaftspolitik und Entwicklungshilfe ineinander Das Pilotprojekt einer solchen Partner-schaft wird gerade mit Kasachstan festgezurrt In den naumlchsten Mona-ten wird ein Regierungsabkommen zwischen Deutschland und Kasachs-tan abgeschlossen das als Rahmen-vereinbarung fuumlr die Kooperation der privaten Akteure dient Kasachstan ist fuumlr uns vor allem als Lieferant seltener Metalle interessant beispielsweise Wolfram Die kasachische Seite ist an unserer Technologie interessiert und will natuumlrlich so viel Wertschoumlpfung wie moumlglich im eigenen Land aufbau-en Wir sind auch an Rohstoffpartner-schaften mit anderen Laumlndern interes-siert beispielsweise mit Staaten Suumld-amerikas

Das klingt nicht so ganz anders als das was uumlber die chinesische Pra-xis der Rohstoffsicherung berich-tet wird

Von einer Partnerschaft muumlssen immer beide Seiten profitieren Wir genieszligen als Deutsche eine hohe Wertschaumltzung und sind auch wegen unserer Technologie ein begehrter Partner Wir sprechen von einer nach-haltigen Partnerschaft auf Augenhouml-he deren Grundlage fairer Handel und nachhaltige Entwicklung ist

Ein immer wichtigerer Aspekt des Themas ist auch die Sekundaumlrroh-stoffgewinnung Die EU hat eine neue Abfallverordnung beschlos-sen Sind sie mit den Regelungen zufrieden

Das Problem sind weniger die Regeln die auf nationaler oder EU-Ebene erlassen werden als die Kon-trolle ihrer Einhaltung Die Kontrollen muumlssen verbessert werden auch in Deutschland Wissen Sie was bdquochine-se packagingldquo ist Da sind in einem Container die obersten Schichten mit Waren befuumlllt die den Regeln ent-sprechen Aber darunter wo niemand mehr kontrolliert finden sich ganz andere Waren So funktioniert bei-spielsweise auch die illegale Ausfuhr von wertvollen Schrotten Die EU-Staaten bleiben also aufgerufen die Einhaltung ihrer eigenen Regeln effi-zient zu uumlberwachen Das gilt insbe-sondere auch fuumlr die neuen Vorgaben aus Bruumlssel die wir grundsaumltzlich fuumlr konstruktiv halten

Das Interview fuumlhrte Claus-Detlef Groszligmann

Die WirtschaftsVereinigung Metalle(WVM) vertritt die wirtschaftspoliti-schen Anliegen der NE-Metall-industrie mit 658 Unternehmen und 108660 Beschaumlftigten Im Jahre 2010 erwirtschaftete die Branche einen Umsatz in Houmlhe von insge-samt 435 Mrd EUR

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Interview

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Hintergrund

DeutschlandRohstoffeffizienz-Preis Die Frist laumluft

BERLIN (Dow Jones)--Um den Stellenwert der Rohstoff- und Materialeffizienz in der Wirtschaft staumlrker zu verankern vergibt das Bundesministerium fuumlr Wirtschaft und Technologie in Zusammenar-beit mit der Deutschen Rohstoff-agentur in diesem Jahr erstmals den bdquoDeutschen Rohstoffeffizienz-Preisldquo Der Preis ist den Angaben zufolge fuumlr bdquoherausragende Unter-nehmensbeispiele fuumlr rohstoff- und materialeffiziente Produkte Prozesse oder Dienstleistungen und anwendungsorientierte For-schungsergebnisseldquo vorgesehen

Durch den Wettbewerb soll-ten noch mehr Mitarbeiter und Geschaumlftsfuumlhrer gerade von klei-nen und mittelstaumlndischen Unter-nehmen sowie Wissenschaftler fuumlr das Thema Rohstoff- und Mate-rialeffizienz sensibilisiert werden sagte Hans-Joachim Kuumlmpel Praumlsident der Bundesanstalt fuumlr Geowissenschaften und Rohstof-fe (BGR) in der die Deutsche Roh-stoffagentur angesiedelt ist

Rohstoff- und Materialkosten sind laut Statistischem Bundes-amt im produzierenden Gewerbe mit gut 45 der groumlszligte Kosten-faktor Besonders in Zeiten stei-gender Rohstoffnachfrage und-preise sei daher rohstoff- und materialeffizientes Wirtschaf-ten eine gute Strategie zur Erhouml-hung der Unternehmensrentabili-taumlt und der Wettbewerbsfaumlhigkeit so Kuumlmpel

Praumlmiert werden sollen vier mittelstaumlndische Unternehmen sowie eine Forschungseinrichtung mit einem Preisgeld von jeweils 10000 EUR Einsendeschluss fuumlr Antraumlge ist der 20 Septem-ber 2011 Die Preisverleihung fin-det am 16 November 2011 im Bundesministerium fuumlr Wirtschaft und Technologie in Berlin statt

Weitere Informationen finden Sie unter httpwwwdeutsche-rohstoffagenturde

Deutschland

Familienunternehmen nehmen Asien ins Visier

BERLIN (Dow Jones)--Deutsch-lands groumlszligte Familienunternehmen nehmen als Maumlrkte der Zukunft immer staumlrker die Laumlnder Asiens in den Blick Als wichtigsten Wachstumsmarkt der Zukunft haben die Unternehmen Indi-en ausgemacht Das ist das Ergeb-nis einer Umfrage unter 404 der 2688 Familienunternehmen mit mehr als 50 Mio EUR Jahresumsatz die vom Institut fuumlr Mittelstandsforschung (IfM) durchgefuumlhrt wurde Auftragge-ber waren die Deutsche Bank und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI)

Familienunternehmen seien bereits in hohem Maszlig auf Auslandsmaumlrkten aktiv und erwarteten auch fuumlr die-ses Jahr eine Steigerung ihrer Expor-te heiszligt es Neun von zehn Famili-enunternehmen vertreiben Produk-te und Dienstleistungen auf interna-tionalen Maumlrkten Fuumlr mehr als ein Drittel (354) zaumlhlt Frankreich heute zu den drei wichtigsten Absatzmaumlrk-

ten ndash vor China (274) und den USA (253) Ein Drittel der Unternehmen die bereits international aktiv sind wollen auf weiteren Auslandsmaumlrk-ten aktiv werden Angefuumlhrt wird die Wunschliste von Indien (195) und China (165) Hinsichtlich der Ein-schaumltzung zukuumlnftiger Wachstums-maumlrkte wird sich Indien zum Wachs-tumsmarkt der Zukunft entwickeln und zum fuumlnftwichtigsten Handels-partner aufsteigen China wird dem-nach zum wichtigsten Exportland vor Frankreich den USA und Russland

Die Befragung zeigt weiter dass mehr als drei Viertel (842) den Wirt-schaftsstandort Deutschland posi-tiv bewerten Fast jeder vierte Unter-nehmer (234) beurteilte die Attrak-tivitaumlt Deutschlands als deutlich houmlher im Vergleich zum Ausland Fuumlr dieses Jahr planen zwei Drittel der Befrag-ten (66) die Investitionsbudgets zu erhoumlhen und neue Mitarbeiter einzu-stellen (674)

Deutschland

Ende des Freihafens Hamburg

HAMBURG (Dow Jones)--Der Frei-hafen Hamburg wird zum 1 Januar 2013 aufgehoben damit der Verkehr im Hafen besser flieszligen kann Kuumlnf-tig entfallen die Zollkontrollen an der Freizonengrenze sowie die besonde-ren Uumlberwachungsverfahren fuumlr die Lagerung von Gemeinschaftswaren im Hafengebiet wie die Handelskam-mer Hamburg mitteilte Im gesamten Hafen gelten dann nur noch die all-gemeinen Regelungen fuumlr EU-See-zollhaumlfen Daraus ergeben sich fuumlr die Betroffenen aber zum Teil erhebliche Veraumlnderungen bezuumlglich der Zoll-abfertigung sowie der gesetzlichen Pflichten uumlber sich die Firmen fruumlh-zeitig informieren sollten heiszligt es

So muumlssen kuumlnftig unter anderem Waren die in die EU eingefuumlhrt wer-den unmittelbar nach ihrer Ankunft im Hamburger Hafen in ein Zollverfah-ren uumlberfuumlhrt werden Vom Zoll abge-

fertigte Warensendungen die von den Terminals kommen und ohne weitere Behandlung das Hafengebiet verlas-sen sollen werden jedoch nicht mehr durch Zollkontrollen an den ehemali-gen Freihafengrenzen behindert

Weiter ist eine Lagerung von Nicht-gemeinschaftswaren nur noch im Rahmen der voruumlbergehenden Ver-wahrung oder in einem Zolllager moumlg-lich Zum 1 Januar 2013 muumlssen daher alle in der Freizone gelager-ten Nichtgemeinschaftswaren fuumlr ein bewilligtes Zolllagerverfahren oder zur voruumlbergehenden Verwahrung ange-meldet werden

Die Handelskammer Hamburg will nach eigenen Angaben demnaumlchst spezielle Veranstaltungen fuumlr dieje-nigen Firmen anbieten die von der Aufhebung des Freihafens betrof-fen sind Weitere Informationen unter wwwhk24de

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Hintergrund

Deutschland

Industrie fordert spezielle Industriestrompreise

BERLIN (Dow Jones)--Industrie-vertreter fordern von der Bundes-regierung sich fuumlr konkurrenzfaumlhi-ge Industriestrom-Preise einzuset-zen Denn im Zuge des geplanten beschleunigten Atomausstiegs fuumlrch-ten die energieintensiven Unterneh-men in Deutschland um ihre Wettbe-werbsfaumlhigkeit Angesichts der Son-dersituation die sich aus dem schnel-len Ausstieg ergebe seien Reaktio-nen der Politik gefragt sagte Annet-te Loske Hauptgeschaumlftsfuumlhrerin des Verbandes der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) dem bdquoHan-

delsblattldquo (HB) Der VIK steht fuumlr 80 des industriellen Energieeinsatzes in Deutschland

Der VIK schlaumlgt dazu ein Fondsmo-dell vor Die zur Deckung des Grund-bedarfs der energieintensiven Indus-trie erforderlichen Strommengen wer-den von den Kraftwerksbetreibern zu einem festgelegten Preis an einen Strommengenfonds geliefert Aus diesem Fonds koumlnnen stromintensi-ve Industrieunternehmen Strom zu einem Preis beziehen der im europaumli-schen Vergleich wettbewerbsfaumlhig ist Das Modell koumlnnte im Wege einer frei-willigen Selbstverpflichtung durch die betroffenen Kraftwerksbetreiber ein-gerichtet werden Nach den Vorstel-lungen des VIK koumlnnte die Bundes-

regierung dieses Modell zum Gegen-stand ihrer Verhandlungen mit den Energiekonzernen uumlber die Abschal-tung der Meiler machen Um kei-nen Schadensersatzforderungen der Kernkraftwerksbetreiber zu riskieren wird die Regierung ohnehin mit der Branche sprechen muumlssen

Manche EU-Laumlnder habenregulierte Strompreise

Dass der von der Bundesregierung geplante schnelle Ausstieg aus der Kernkraft zu steigenden Strompreisen

fuumlhren wird gilt als sicher schreibt das bdquoHandels-blattldquo Schon das Morato-rium fuumlr die sieben aumlltes-ten Meiler habe sich preis-treibend ausgewirkt Ein Blick in Laumlnder wie Frank-reich Norwegen oder Spa-nien belegt dass deutsche Unternehmen schon heute besonders hohe Strom-preise zahlen In Frankreich dagegen gibt es neben dem regulaumlren Industrie-strompreis einen regulier-ten Preis der fuumlr beson-ders stromintensive Bran-chen gilt Dieser Preis macht weniger als die Haumllf-te des deutschen Industrie-

strompreises aus bdquoIn Frankreich sind die speziellen Industriestromtarife seit Jahren uumlblich Das ist ein starker Pluspunkt im Wettbewerb Mit dem zu erwartenden Strompreisanstieg in Deutschland wird daraus ein Riesen-vorsprung fuumlr franzoumlsische Unterneh-menldquo sagte Loske

In einzelnen Branchen ist der Strompreis der entscheidende Kos-tenfaktor Besonders deutlich wird das am Beispiel der Aluminiumin-dustrie In einer deutschen Alumini-umhuumltte koumlnnen die Stromkosten bis zu 50 der gesamten Produktions-kosten ausmachen Aluminiumhuumltten in Norwegen Frankreich oder Spani-en haben daher auf den Weltmaumlrkten enorme Kostenvorteile

Deutschland Gesamtmetall rechnet mit 80000 neuen Jobs

BERLIN (Dow Jones)--Gesamt-metallpraumlsident Martin Kannegie-sser rechnet bis Jahresende mit 80000 neuen Arbeitsplaumltzen in der Metall- und Elektrobranche bdquoVom Tiefpunkt im Maumlrz 2010 bis jetzt haben wir auch schon wie-der 75000 zusaumltzliche Stamm-arbeitsplaumltze aufgebautldquo sagte Kannegiesser im Interview mit der bdquoWeltldquo Er geht davon aus dass die Branche bis zum Jah-resende wieder fast 36 Millionen Beschaumlftigten aufweise ndash wie vor der Krise Bereits jetzt hat aller-dings nach seinen Angaben jedes zehnte Unternehmen Schwierig-keiten in der Produktion weil die geeigneten Fachkraumlfte ndash vor allem im Ingenieurbereich ndash fehlen Des-halb denke man immer oumlfter uumlber neue Standorte mit bdquogut qualifi-zierten Leutenldquo nach sagte er der bdquoWeltldquo

Deutschland Preisauftrieb im Groszlighandel laumlsst etwas nach

WIESBADEN (Dow Jones)--Der Preisauftrieb im deutschen Groszlighan-del hat im April etwas nachgelas-sen Das Preisniveau stieg im Ver-gleich zum Vormonat um 02 wie das Statistische Bundesamt berich-tete Im Maumlrz hatten sich die Groszlig-handelspreise um 13 erhoumlht Im Jahresvergleich kletterten die Prei-se im Groszlighandel im April um 92 waumlhrend im Vormonat ein Anstieg um 109 ermittelt worden war Die Groszlighandelspreise fuumlr fuumlr Erze Metal-le und Metallhalbzeug lagen auf Groszlig-handelsebene um 149 uumlber denen vom Vorjahr gegenuumlber dem Vormo-nat fielen sie um 09 Im Groszlighan-del mit festen Brennstoffen und Mine-raloumllerzeugnissen lag das Preisni-veau um 162 uumlber dem Vorjahr im Monatsvergleich verteuerten sich die in diesem Bereich gehandelten Pro-dukte um 15

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CO2-Kosten

NE-Metallbranche kann weiter auf vollstaumlndige Kompensation hoffenFRANKFURT (Dow Jones)--Die Bemuumlhungen von Herstellern und Ver-arbeitern von Aluminium Kupfer und Zink um einen zeitlich befristeten Ausgleich der in den Strompreis eingepreisten CO2-Kosten werden von der Bundesregierung offenbar weiterhin unterstuumltzt Wie aus Verbands-kreisen zu houmlren ist wird sich die Bundesregierung in einer Stellungnah-me an die Bruumlsseler Wettbewerbsbehoumlrde fuumlr eine Vollkostenkompensa-tion des CO2-Zertifikatepreises ohne Abzug aussprechen Die Angst vor einer moumlglichen Kehrtwende im deutschen Ansatz hatte fuumlhrende Unter-nehmen aus den betroffenen Branchen dazu veranlasst einen bdquoBrand-briefldquo an den Leiter des Bundeskanzleramtes Ronald Pofalla (CDU) zu schreiben und die Lobbyarbeit in Bruumlssel zu verstaumlrken

Eckpunkte der deutschen Stellung-nahme die in der kommenden Woche nach Bruumlssel uumlbermittelt wird basieren offenbar auf einem Beschluss der CDUCSU-Bundestagsfraktion vom 10 Mai Zu den Forderungen gehoumlrt eine Voll-kostenkompensation des Zertifikate-

preises ohne Abzug fuumlr jene Branchen die eine Stromintensitaumlt von 1 kWhEUR Bruttowertschoumlpfung oder mehr aufweisen Die Antragsteller muumlssen dabei einen Stromverbrauch von min-

destens 1 GWhJahr aufweisen Nach Berechnungen des Bundeswirtschafts-ministeriums (BMWi) liegt die Kupferin-distrie knapp oberhalb des Wertes von 1 kWhEUR gleiches gelte mit grouml-szligerem Abstand fuumlr Aluminium sowie Zink Zinn und Blei Das BMWi rechnet

fuumlr die weiteren Verhandlungen jedoch mit moumlg-lichen bdquospuumlrba-ren Einschraumln-kungenldquo bei die-sen Forderun-gen Wesentli-che Stellschrau-ben seien die noch ausstehen-den Beschluumls-se zu den Bei-hilfeleitlinien und der deutschen Foumlrderrichtli-nie Voraussicht-lich duumlrften Bun-desumweltminis-terium und Bun-desfinanzminis-terium versu-chen den Kreis der Beguumlnstig-

ten in der konkreten Umsetzung ein-zuschraumlnken

Zu den Unterzeichnern des Brand-briefes gehoumlrten der groumlszligte europaumli-sche Kupferproduzent Aurubis Zink-

produzent Xstrata Zinc sowie die Alu-miniumhersteller Trimet Norsk Hydro und Voerde Aluminium (Voerdal) Par-allel dazu wurde die Lobbyarbeit in Zusammenhang mit dem Konsulta-tionsverfahren der Bruumlsseler Wettbe-werbsbehoumlrde zum Thema Kompen-sationszahlung verstaumlrkt um die bdquovoumll-lig indiskutable Varianteldquo einer nicht vollstaumlndigen Kompensation vom Tisch zu bringen wie Heribert Hauck bei der Trimet Aluminium AG fuumlr das Ressort Energiewirtschaft zustaumlndig im Gespraumlch mit Dow Jones betont Die Bundesregierung hatte bereits im August 2009 Verstaumlndnis fuumlr die Bran-che gezeigt und die nationale bdquoRichtli-nie zur Foumlrderung der Herstellung von klimaschonenden NE-Metallenldquo ver-abschiedet Die Foumlrderrichtlinie wird jedoch von der EU-Wettbewerbsbe-houmlrde seit zwei Jahren nicht freigege-ben offiziell pruumlft die Kommission sie noch Auch die EU-Emissionshandels-richtlinie sieht in Artikel 10a Absatz 6Ausgleichszahlungen fuumlr Sektoren beziehungsweise Teilsektoren vor fuumlr die ein erhebliches Risiko einer Ver-lagerung von CO2-Emissionen durch auf den Strompreis uumlbergewaumllzte Kosten der Treibhausgasemissionen (Carbon Leakage) ermittelt wurde

bdquoSolange es kein weltweites Emis-sionshandelsregime gibt wollen wir eine Kompensation haben Diese soll auch der Belastung entspre-chen Es reicht nicht aus wenn wir nur einen Teil der Belastungen erstat-tet bekommenldquo sagte auch Ulf Gehr-ckens Energiechef des Kupferprodu-zenten Aurubis bdquoNur durch die Kom-pensation der CO2-Kosten erreichen wir wieder gleiche Wettbewerbsbe-dingungenldquo ist Gehrckens uumlberzeugt Aurubis habe wie andere Unterneh-men deren Produkte zu Boumlrsenprei-sen gehandelt werden keine Moumlg-lichkeit lokale Mehrkosten an den Kunden weiterzugeben Trimet muumlss-te bei voller Belastung auf Basis des derzeitigen CO2-Preises von rund 17 EURt laut Hauck pro Jahr 60 Mio EUR zusaumltzlich bezahlen bei Aurubis laumlge die Belastung nach Angaben von Gehrckens bei 25 Mio EUR pro Jahr Silvia Rausch-Becker

Ein bdquoBrandbriefldquo der NE-Metallbranche zeigte offenbar Wirkung in Berlin Quelle Deutscher Bundestag

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Zinn Zink Blei amp Nickel

Seltene Erden

bdquoEntwicklung Gruumlner Technologien gefaumlhrdetldquoHANNOVER (Dow Jones)--Die Ver-

sorgung mit Seltenen Erden stellt die deutsche Wirtschaft weiterhin vor Probleme Waumlhrend im Bereich der so genannten leichten Seltenen Erden (Cer Lanthan ua) voraussicht-lich ab 2012 eine deutliche Entspan-nung eintreten wird ist fuumlr die Nutzer von schweren Seltenen Erden (Dys-prosium Europium ua) kein Ende der Versorgungsengpaumlsse abzuse-hen Zu diesem Ergebnis kommt eine Kurzstudie der Deutschen Rohstoff-agentur (DERA) in der Bundesanstalt fuumlr Geowissenschaften und Rohstof-fe (BGR)

bdquoIn Uumlbereinstimmung mit interna-tionalen Studien rechnen wir in der nahen Zukunft mit einer unzureichen-den Versorgungslage besonders mit Europium Terbium und Dysprosiumldquo sagte Harald Elsner BGR-Exper-te und Autor der Studie Die schwe-ren Seltenen Erden finden in vielen so genannten bdquoGruumlnen Technologi-enldquo Verwendung wie z B im Bereich der Windenergie Auch die Produkti-on von energiesparenden Leuchtmit-teln ist ohne schwere Seltene Erden nicht moumlglich

Die Kurzstudie verweist auf ein weiteres Problem Obwohl es Sub-stitutionsmoumlglichkeiten gebe koumlnn-te die augenblickliche Rohstoffsitua-tion auch dazu fuumlhren dass die Ent-

wicklung von effizienteren Wind- und Wasserkraftwerken sowie die Aus-breitung der Elektromobilitaumlt gefaumlhr-det sei warnt Elsner Deshalb steht fuumlr den Experten fest bdquoTrotz bereits eingesetzter groszliger Bemuumlhungen um Maximierung der Recyclingquoten ist absehbar dass kuumlnftig nur die Unter-nehmen von den groszligen Marktchan-cen im Bereich der Gruumlnen Technolo-gien profitieren die sich in der primauml-ren Rohstoffversorgung mit schweren Seltenen Erden abgesichert habenldquo

Die Kurzstudie zeigt weiter auf in welchen Industriesektoren die schwe-ren Seltenen Erden jeweils Verwen-dung finden und in welchen Men-gen sie voraussichtlich bis zum Jahr 2015 zur Verfuumlgung stehen werden Zu den untersuchten schweren Sel-tenen Erden gehoumlren elf Elemente darunter sind die wichtigsten Yttri-um Samarium Europium Gadolini-um Terbium Dysprosium und Erbi-um In die Untersuchung flossen den Angaben des Autors zufolge Informa-tionen deutscher Firmen ein die Sel-tene Erden verbrauchen

Die unter dem Titel bdquoKritische Ver-sorgungslage mit schweren Seltenen Erden ndash Entwicklung bdquoGruumlner Tech-nologienldquo gefaumlhrdetldquo erschienene Kurzstudie steht auf der Homepage der BGR als Download zur Verfuumlgung (httpwwwbgrbundde)

Seltene Erden

Goldman Sachs sieht ab 2013 Entspannung

SYDNEY (Dow Jones)--Das globa-le Angebotsdefizit der Seltenen Erden wird im laufenden Jahr seinen Houmlchst-stand erreichen Dies ist die Einschaumlt-zung der Investmentbank Goldman Sachs Das Defizit koumlnne sich 2011 auf 18734 t belaufen was 132 der Nachfrage entspraumlche Nachdem der Markt 2013 fast im Gleichgewicht sein werde koumlnne der Angebots-uumlberhang im darauf folgenden Jahr bereits 5860 t betragen was 32

der erwarteten Nachfrage entspre-che bdquoWir gehen davon aus dass der Markt 2011 und 2012 deutlich unter-versorgt sein wird und dass die Preise in den kommenden 18 Monaten nach oben tendierenldquo schreibt Goldman Sachs 2013 soll der Markt fast aus-geglichen und danach leicht uumlberver-sorgt sein Dies koumlnne zumindest bei den leichten Seltenen Erden zwischen 2013 und 2015 zu moderaten Preis-ruumlckgaumlngen fuumlhren

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

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J J A S O N D J F M A M600000

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Zink

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

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J J A S O N D J F M A M10000

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Zinn

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 2895000 2915000EURt 2043193 1963756

3 MonateUSDt 2900000 2905000EURt 2046722 1957020

15 MonateUSDt 2909000 2910000EURT 2053074 1960388

Lagerbestaumlnde (in t) 21965 21080

Quelle London Metal Exchange

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

KasseUSDt 210350 212600EURt 148458 143223

3 MonateUSDt 212100 213000EURt 149693 143492

15 MonateUSDt 217000 219000EURT 153151 147534

Lagerbestaumlnde (in t) 829050 822225

Quelle London Metal Exchange

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Zinn Zink Blei amp Nickel

Seltene Erden

DIW fordert zu Vorratshaltung auf

BERLIN (Dow Jones)--Das Deut-sche Institut fuumlr Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) warnt wegen des Mono-pols Chinas bei Seltenen Erden vor einer die Lieferketten bedrohenden Abhaumlngigkeit und fordert die Indus-triestaaten zu einer entsprechenden Vorratshaltung sowie abgestimm-tem Verhalten auf bdquoDie Seltenen Erd-metalle sind eine zunehmend wichti-ge Ressource fuumlr die Hochtechnolo-gie-Industrieldquo erklaumlrte Antje Kroumlger DIW-Expertin und Mitautorin einer am Mittwoch veroumlffentlichten Studie zum Thema bdquoWettlauf um die Metalleldquo

Lieferengpaumlsse oder Lieferblo-ckaden koumlnnten die Entwicklungen der Industriestaaten bremsen bdquoDie Industriestaaten sollten deswegen ein WTO-Streitbeilegungsverfahren anregen oder versuchen im Rahmen eines abgestimmten Vorgehens Vorrauml-te anzulegenldquo riet die DIW-Forsche-rin Politik und Wirtschaft der Indus-triestaaten haumltten den strategischen Wert der Seltenen Erden viel zu lange nicht erkannt

bdquoEuropa die USA und Japan finden sich deshalb heute in einer Abhaumln-gigkeit wieder die wichtige Teile ihrer

Industrie bedroht wie zum Beispiel die Umwelttechnologie Elektrotech-nik und Autobrancheldquo warnte Krouml-ger Rund 97 der Seltenen Erden wuumlrden derzeit in China gefoumlrdert und aufbereitet

Mit diesem Monopol koumlnne die Volksrepublik das Angebot jeder-zeit verknappen Kurz- und mittel-fristig werde sich das Problem ver-schaumlrfen denn die Nachfrage steige Schon jetzt nutze China seine Mono-polstellung uumlber Preis- und Lieferdis-kriminierungen gezielt um die eige-ne Industrie zu foumlrdern und auslaumln-dische High-Tech-Konzerne ins Land zu locken indem beispielsweise Ver-sorgungszusagen gemacht wuumlrden Ausreichende Mengen Seltener Erden wuumlrden solchen Unternehmen zuge-sagt die ihre Produktion nach China verlegten

Schwaumlchung destechnologischen Know-hows

Den Industriestaaten drohe zunaumlchst eine Abwanderung und mit-telfristig auch eine Schwaumlchung ihres technologischen Know-hows bdquoSchon heute werden geschaumltzte 60 der globalen Seltene-Erden-Produktion in China eingesetztldquo sagte Kroumlger Sel-tene Erden stecken in Katalysatoren Handys Plasmabildschirmen Fest-platten Batterien und MP3-Spielern Sie helfen Windkraftturbinen Elek-tromotoren sowie Energiesparlam-pen zu betreiben bdquoDie Marktstruk-tur der weltweiten Metallmaumlrkte soll-te staumlrker kontrolliert werdenldquo meint Aleksandar Zaklan Spezialist fuumlr Res-sourcenmaumlrkte am DIW bdquoSollten sich die gegenwaumlrtigen Trends vor allem bei der Angebotskonzentration und dem Nachfragewachstum fortsetzen muss mit weiter steigenden Metall-preisen gerechnet werdenldquo warnt der Forscher

Sie finden die Studie zum kosten-losen Download unter httpwwwdiwdedocumentspublikationen73diw_01c372387de11-19-1pdf

Praumlsodym wird unter anderemfuumlr Dauermagnete benoumltigt Foto jumkde

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

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J J A S O N D J F M A M180000

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Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

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J J A S O N D J F M A M114000

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Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 2396000 2497500EURt 1691016 1682498

3 MonateUSDt 2400000 2500000EURt 1693839 1684182

15 MonateUSDt 2367500 2467500EURT 1670901 1662288

Lagerbestaumlnde (in t) 114732 116364

Quelle London Metal Exchange

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 227200 237900EURt 160350 160267

3 MonateUSDt 225500 234500EURt 159150 157976

15 MonateUSDt 224800 233300EURT 158656 157168

Lagerbestaumlnde (in t) 315825 311450

Quelle London Metal Exchange

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Branchen amp Maumlrkte

Maschinenbau Weiteres Auftragsplusbei Neuauftraumlgen

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Maschinen- und Anla-genbau hat im Maumlrz einen weiteren Anstieg bei den Neuauftraumlgen ver-zeichnet wobei sich die Zuwachsra-te jedoch verlangsamt hat Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mitteilte lag der Aufragseingang real 18 uumlber dem Ergebnis des Vorjahres Dabei stiegen das Inlands- und das Auslandsge-schaumlft gleichermaszligen um jeweils 18 im Vergleich zum Maumlrz 2010 Im Feb-ruar war ein Orderplus auf Jahressicht von 38 berichtet worden

In dem von kurzfristigen Schwan-kungen weniger beeinflussten Drei-

Automobil Pkw-Markt bleibt auf dem Wachstumspfad

BAD HOMBURG (Dow Jones)--Die Zahl der Pkw-Neuzulassun-gen in Deutschland hat sich im April weiter erhoumlht Wie der Verband der Internationalen Kraftfahrzeugherstel-ler (VDIK) mitteilte erreichte der Pkw-Markt mit rund 266000 Zulassun-gen ein Wachstum von 3 gegenuuml-ber dem Vorjahresmonat Seit Jahres-beginn liegt der Markt damit um 11 uumlber dem Vorjahresniveau

Dabei wuchs die bdquoNachfrage nach Hybridfahrzeugen gegenuumlber dem Vorjahreswert um knapp 30 und erreichte in den ersten vier Mona-ten 2011 in Deutschland uumlber 3800 Zulassungenldquo erklaumlrte VDIK-Prauml-sident Volker Lange Davon entfie-len 90 auf internationale Herstel-ler bdquoAktuell sind damit 41000 Hyb-rid-Pkw auf deutschen Straszligen unter-wegsldquo

Die kraumlftige Nachfrage auf dem Nutzfahrzeugmarkt hielt ebenfalls weiter an Mit rund 26600 Neuzulas-sungen im April konnte das Vorjahres-ergebnis um 12 uumlbertroffen werden In den ersten vier Monaten 2011 wur-den damit insgesamt 103000 Nutz-fahrzeuge neu zugelassen das ent-spricht einem Wachstum von 25

Maschinenbau Chancen durch Ausbau der Elektromobilitaumlt

WUumlRZBURG (Dow Jones)--Der deutsche Maschinen- und Anlagen-bau wird in den kommenden Jahren vom Ausbau der Elektromobilitaumlt stark profitieren Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie von VDMA und der Strategieberatung Roland Berger Denn durch die Einfuumlhrung von Fahr-zeugen mit elektrischem Antriebs-strang seien zukuumlnftig Kompetenzen des Maschinenbaus gefragt die bis-lang nur selten in der Automobilpro-duktion genutzt wurden Denn kos-tensenkende Produktionstechnik werde dort dringend gebraucht

Durch neue Produktionsanlagen fuumlr Elektrobatterien werde sich bis 2020 ein Geschaumlftspotenzial von 48 Mrd EUR ergeben heiszligt es in der Studie Allerdings stehe die Branche auch vor der groszligen Herausforderung ein neues Produkt- und Technologieport-folio entwickeln zu muumlssen

Fuumlr die deutsche Maschinenbau-branche spielt der Automobilbau schon jetzt eine wichtige Rolle So wurden 2010 rund 14 Mrd EUR direkt im Automotive-Bereich umgesetzt

Die Studie mit dem Titel bdquoE-Mobi-lity ndash Chancen und Risiken fuumlr den deutschen Maschinen- und Anlagen-bauldquo koumlnnen Sie kostenlos von der Webseite des VDMA downloaden httpwwwvdmaorg

monatsvergleich Januar bis Maumlrz 2011 ergibt sich insgesamt ein Plus von 32 im Vorjahresvergleich bei den Inlandsauftraumlgen ein Plus von 35 und bei den Auslandsauftraumlgen ein Plus von 31 bdquoErwartungsge-maumlszlig setzt nun offenbar eine Norma-lisierung der Wachstumsraten einldquo kommentierte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers das Ergebnis bdquoDer sogenannte Basiseffekt extrem nied-riger Vorjahreswerte spielt eine immer geringere Rolle weil sich in eben diesen Vorjahresmonaten der Auf-schwung bereits bemerkbar machte So war der Maumlrz 2010 der erste star-ke Ordermonat nach der Kriseldquo fuumlgte er hinzu

HandelsabkommenFreihandelsabkommen mit Suumldkorea besiegelt

SEOUL (Dow Jonesgtai)--Das suumld-koreanischen Parlament hat das im Oktober 2010 vereinbarte Freihan-delsabkommen mit der EU ratifiziert Damit ist der Weg frei fuumlr das erste Freihandelsabkommen der EU mit einem asiatischen Partner Die Verein-barung wird ab Juli 2011 in Kraft tre-ten Zwischen der EU und Suumldkorea werden dann innerhalb von fuumlnf Jah-ren die Zoumllle auf mehr als 98 aller Warenstroumlme entfallen Innerhalb von sieben Jahren sollen die Zoumllle auf alle Industrieguumlter beseitigt werden

ImporteSorge vor verstrahlter Ware ist unbegruumlndet

HAMBURG (Dow Jones)--Die Befuumlrchtung dass nach dem Unfall im japanischen Kernkraft-werk Fukushima radioaktiv ver-strahlte Ware nach Deutschland gelangen koumlnnte ist offenbar unbegruumlndet Im Hafen Hamburg jedenfalls musste bisher kein aus Japan ankommendes Schiff kon-trolliert werden wie ein Sprecher der Hamburger Innenbehoumlrde auf Anfrage mitteilte Dies liege daran dass es keine Direktverbindun-gen zwischen Japan und Ham-burg gebe und alle in Frage kom-menden Schiffe bereits in ande-ren Haumlfen auf eine moumlgliche radio-aktive Strahlung uumlberpruumlft wor-den seien

Der Rotterdamer Hafen will nach einem Bericht der bdquoVerkehrsrund-schauldquo noch bis 15 Mai alle aus Japan kommenden Schiffe auf radioaktive Belastung hin uumlber-pruumlfen Bei den bislang durchge-fuumlhrten Kontrollen auf den Schif-fen und an der Ladung seien keine Auffaumllligkeiten festgestellt worden teilte der Hafenbetreiber mit Wie unsere Redaktion erfuhr fordern die Automobilhersteller seit dem Ausbruch der Japan-Krise beson-dere Sicherheitsvorkehrungen kri

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Branchen amp Maumlrkte

Ausgewaumlhlte Termine

Herausgeber und Verlag Dow Jones News GmbH Baseler ArkadenWilhelm-Leuschner-Straszlige 78 60329 Frankfurt am Main HRB 58631 Frankfurt

Geschaumlftsfuumlhrung Dr Matthias Paul Volker Schneider James Rhyu Adam Tuckman Andrew Langhoff und Sue Needle

Verantwortlich fuumlr den Inhalt Kai Moll Tel +49 (0) 69 2 97 25 - 4 20E-Mail metalldedowjonescom Fax - 4 40 Internet wwwdjnewslettersde

Abonnenten-Service serviceeuropedowjonescom oder+49 (0) 69 2 97 25 - 1 66Dow Jones NE-Metalle Monitor ist ein Produkt der Dow Jones News GmbH einer Tochterge-sellschaft der Dow Jones International GmbH Die Business Newsletter stuumltzen sich neben umfangreicher Eigenberichterstattung auf wei-tere auch international taumltige Nachrichtenagen-turen sowie bei Charts Kursen und Preisen auch auf wwwaid-netde Alle Meldungen wer-den mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet Fuumlr Verzoumlgerungen Irrtuumlmer und Unterlassungen wird jedoch keine Haftung uumlbernommen Kopi-en Nachdrucke oder sonstige Vervielfaumlltigun-gen nur mit Genehmigung des Herausgebers

Erscheinungsweise 2-mal monatlich

Impressum

Zulieferer Geschaumlftserwartungen normalisieren sich

HAGEN (Dow Jones)--Der ArGeZ-Geschaumlftsklimaindex fuumlr die deut-sche Zulieferindustrie hat sich im April erwartungsgemaumlszlig abgeschwaumlcht Wie die Arbeitsgemeinschaft Zulie-ferindustrie (ArGeZ) mitteilte hat sich die bereits im Vormonat angedeute-te Normalisierung der Zukunftserwar-tungen im Berichtsmonat fortgesetzt bdquoZusaumltzlich duumlrften sich die Unsicher-heiten in Nordafrika sowie die Unkal-kulierbarkeit von Nachwirkungen der Japan-Katastrophe auswirkenldquo schreibt der Verband Gleichwohl zeige sich die aktuelle Geschaumlftslage weiter auf hohem Niveau

Der Geschaumlftsklimaindex Zulie-ferindustrie wird von der Arbeitsge-meinschaft Zulieferindustrie ArGeZ in Zusammenarbeit mit dem Ifo-Institut Muumlnchen ermittelt Er beruht auf der Befragung von rund 600 Unterneh-men und deckt die in der Arbeitsge-meinschaft Zulieferindustrie zusam-mengeschlossenen Branchen Gieszlige-rei-Industrie Kunststoffverarbeitung Stahl- und Metallverarbeitung NE-Metall-Industrie Kautschukindustrie sowie Technische Textilien ab

ArGeZ-GeschaumlftsklimaindexZulieferindustrie Deutschland

2000 = 100 saisonbereinigt Saldo aus positiven und negativen Bewertungen Quelle ifo Institut ArGeZ Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie

Aktuelle Lage

Zukunftserwartung

VIK-Strompreisindexfuumlr Mittelspannung

Quelle VIK

Maumlrz 17370

(Januar 2002 = 100)

Haben Sie Anregungen Fragen Hinweise zu unseren DatenE-Mail an datendedowjonescom

Strom VIK-Index reagiert aufAtomausstiegsplaumlne

ESSEN (Dow Jones)--Der VIK-Strompreisindex fuumlr Mittelspan-nungskunden ist im April nochmals kraumlftig um 610 Punkte bzw 469 auf 17980 Punkte gestiegen Damit erreicht der Index den houmlchsten Wert seit Ende 2008 wie der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirt-schaft (VIK) mitteilte Maszliggeblich fuumlr den weiteren Anstieg war dem VIK zufolge der von der Bundesregie-rung geplante beschleunigte Atom-ausstieg Dieser habe einen deutli-chen Einfluss auf die Strompreise an der Leipziger Boumlrse EEX und somit auch auf den vom Verband monatlich veroumlffentlichten VIK-Index gehabt So seien die Preise fuumlr die folgenden vier Quartale an der EEX nach Bekannt-gabe des Atommoratoriums im Maumlrz zunaumlchst sprunghaft angestiegen und verharrten seitdem auf diesem hohen Niveau

Neben dem deutlichen Anstieg im Vergleich zum Vormonat kletterte auch der gleitende Jahresmittelwert uumlber 12 Monate um 243 Punkte auf aktuell 16087 Punkte Der VIK-Strom-preisindex basiert auf den Stromprei-sen der EEX sowie den Netznutzungs-entgelten von sechs deutschen Netz-betreibern Als Energiepreiskompo-nente wertet der VIK die monatlichen Durchschnittspreise des Terminmark-tes fuumlr die kommenden vier Quartals-produkte aus

Dow Jones Management Forum Rohstoffversorgung 2011

Termin 17 bis 18 Mai 2011 Ort Frankfurt am MainIm Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Fragen wie sich Unterneh-men langfristig aufstellen koumlnnen um ihre Rohstoffversorgung abzu-sichern Tel 06929 72 51 51E-Mailconferencesdowjonescomwwwdjnewslettersdeconferences

EuroFX-Referenzkurs 1252011 14151 USDQuelle Reuters

1125

1200

1275

1350

1425

1500

J J A S O N D J F M A M

EuroDollar

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Marktanalyse Aluminium amp Kupfer

Dow Jones NE-Metalle Prognose

Weiterhin nervoumlser Handel bei den Basismetallen erwartetFRANKFURT (Dow Jones)--Wir

rechnen weiter mit einem nervoumlsen Handelsgeschehen an den Basisme-tallmaumlrkten da die Marktteilnehmer versuchen die widerspruumlchlichen Sig-nale zu verdauen Obwohl die juumlngs-ten Nachrichten uumlberwiegend negativ waren verdraumlngten die Player dies zu Beginn der Woche und fokussierten sich auf die guten Neuigkeiten Nach dem Ausverkauf in der vergangenen Woche der Kupfer um 42 und Alu-minium um 2 innerhalb eines Tages absacken lieszlig sind die Kaumlufer in die-ser Woche auf den Markt zuruumlckge-kehrt um die die Gelegenheit zu nut-zen Kupfer unter 9000 USDt und Aluminium unter 2700 USDt einzu-kaufen Es ist derzeit vor allem die-ser anhaltende Optimismus der den Basismetallmarkt am staumlrksten unter-stuumltzt Doch nun ist der Risikoappe-tit erneut deutlich zuruumlckgegangen Zudem stehen wir am Beginn der sai-sonal schwachen Sommermonate

Wir erwarten aber dass die Indus-triemetalle den zunehmenden Sorgen bezuumlglich einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und bezuumlg-lich der Schuldenkrisen noch fuumlr eini-ge Wochen widerstehen wird Aller-dings sind in den naumlchsten Wochen starke Schwankungen wahrschein-lich sind Die Kupferpreise an der Londoner Metallboumlrse duumlrften sich in diesem Zeitraum in einer Range zwi-

schen 8600 und 9400 USDt bewe-gen Allerdings besteht das Risiko einer technischen Korrektur wenn die Unterstuumltzungsmarke von 8600 USDtnachhaltig faumlllt Dann baut sich die naumlchste Unterstuumltzung 8200 USDtauf ndash ein Preislevel das zuletzt im Oktober 2010 gesehen wurde Bei Aluminium sehen wir eine starke Unterstuumltzung bei 2500 USDt sowie einen Schluumlsselwiderstand bei 2270 USDt

Unter den negativen Marktnachrich-ten war auch dass Chinas Kupferim-porte im April schwaumlcher als erwartet ausgefallen sind Das Land importier-te nach vorlaumlufigen Zahlen der chine-sischen Zollbehoumlrden 262676 t Kup-fer Kupferlegierungen und Halbfer-tigprodukte was einen Ruumlckgang um 40 im Vergleich zum Vorjahres-monat und um 14 gegenuumlber dem Maumlrz darstellt Die Bestaumlnde in den gelisteten Lagerhaumlusern der Shang-hai Futures Exchange sind nach wie vor hoch und es gibt Geruumlchte uumlber groszlige Bestaumlnde auszligerhalb der gelis-teten Laumlger Zudem koumlnnte der Inflati-onsdruck zu weiteren geldpolitischen Maszlignahmen fuumlhren was die Nachfra-ge daumlmpfen duumlrfte Gleichzeitig spielt sich die chinesische Kupferprodukti-on wegen der Rekordpreise auf einem hohen Level ab

Dies faumlllt vermutlich mit einer im Som-mer saisonal bedingten schwaumlcheren

Nachfrage in der noumlrdlichen Hemis-phaumlre zusammen Die nicht-kommer-ziellen Investoren haben bereits ihre Netto-Longpositionen die vierte Woche in Folge heruntergefahren

Allerdings gibt es auch einige Unterstuumltzung von den anderen Roh-stoffmaumlrkten So steht der Energie-komplex infolge der anhaltenden geo-politischen Spannungen und wegen der Folgen des Erdbebens in Japan stark da Dennoch sind es vor allem die Wechselkurse die weiterhin den Grundton am Markt setzen Die Euro-Dollar-Relation schwankt infolge der fortdauernden Schuldenthematik auf beiden Seiten des Atlantiks hin und her Die Wechselkurse sind ein Spiel-ball zwischen gegnerischen Kraumlften da der Fokus der Investoren zwischen den Themen USA sowie Europa hin- und herschwankt

Da die Investoren derzeit ihren Fokus vom griechischen Haushalt wieder abwenden duumlrfte der Euro durch die erwartete Zinssteigerung die die Europaumlische Zentralbank viel-leicht bereits im Juni ankuumlndigen wird Unterstuumltzung finden Alles in allem befinden sich die beiden Waumlhrungen in einer Pattsituation aber angesichts der widerspruumlchlichen Signale die auf das Waumlhrungspaar wirken erwar-ten wir in den naumlchsten Wochen star-ke Ausschlaumlge Dow Jones Commodities Research

Dow Jones Indikatoren NE-Metalle(USDt) Kupfer LME

Grundtendenz Obere Grenze Untere Grenze Grundtendenz Obere Grenze Untere Grenze

(USDt)

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Dow Jones NE-Metalle Monitor

Ausgewaumlhlte Metalle und Legierungen 115 45Kupfer (DEL-Notiz) 61692-61929 62535-62764MK (Metallnotierung Kupfer) 70766 71601Aluminium unverzollt ($t)Blei in Kabeln 18481 19038Metallbasis Bronze 946 83000 84000Messing MS 58 1Verarbrsquostufe 50900-51700 51400-52100Messing MS 58 2Verarbrsquostufe 55600-55700 56200-56200Messing MP 58 50100 50600Messing MS 63 53800-54000 54300-54500Metallbasis Messing 6337 53600-53800 54000-54300Zinklegierung Z 400410 Basispreis 20800 20800Zinn 999 loco Duisburg 208400 212700Alu 997 prompt Deutschland geliefert 20300 20600Aluminium in Kabeln 20300 20600Kupfer hochgr Kath Kasse 61600 62600Kupfer hochgr Kath 3 Monate 61700 62700

Messinglegierungen 115 45Rotguss RG 5 47500-48000 47500-48000Rotguss RG 7 50000-51000 50000-51000Rotguss RG 10 50500-51000 50500-51000Gussbronze GBZ 10 58000-64000 58000-64000Gussbronze GBZ 12 60000-64000 60000-64000Gussbronze GBZ 14 63000-66000 63000-66000

Ferrolegierungen 115 45Molybdaumln Oxid 57 (USDlb)in Faumlssern 1600-1735 1690-1735in Dosen 1700-1745 1700-1745

Molybdaumln in Briketts (USDlb) 1720-1760 1715-1745Ferro-Molybdaumln 70 (USDkg) 4090-4150 4090-4180Ferro-Vanadium 80 (USDkg) 2960-3050 2960-3090Ferro-Niob 63 (USDkg) 4300-4600 4300-4600Ferro-Titan 70 (USDkg) 850-890 850-890Ferro-Wolfram 80 (USDkg) 4950-5150 4950-5150Ferro-Mangan carbure (EURt) 94000-104000 96000-105000Ferro-Mangan affine (EURt) 165000-172000165000-172000

Alu-Gussleg frei Verbraucher (3t) 115 45Nr 226 23800-24800 23800-24800Nr 231 24600-25600 24600-25600Nr 233 25500-26500 25500-26500

NE-Metall-Schrotte 115 45Altblei (EUR100kg) 11500-12000 12500-13000Akkublei (EUR100kg) 5000-5500 5000-5500Kabul (Milberry) 58000-58500 58500-59000Kasus (Granulat I) 58000-58500 58500-59000Katze (Granulat II) 54000-54500 54500-55000Kader (Berry) 53500-54000 54000-54500Kupferdraht (Kanal) 51000-51500 51500-52000Schwerkupfer (Keule) 52000-52500 52500-53000Leichtkupfer (Klima) 50000-50500 50500-51000Schwermessing (Milbe) 32000-32500 32000-32500Leichtmessing (Modus) 29500-30000 29500-30000Rotguss-Schrott 1Qu (Radar) 47000-47500 47000-47500Rotguss-Schrott 2Qu (Rampe) 46000-46500 46000-46500Umschmelzzink 12000-12500 12000-12500Altzink 9000-9500 9000-9500Messingstangenspaumlne MS58 (Maler)36500-37000 37000-37500Messingblechabfaumllle MS63 (Magda) 40000-40500 42000-42500Chromstahl 3500-4000 4000-4500Chromnickelstahlabf V-II a 15000-15500 15500-16000Chromnickelstahlabf V-IV a 23000-23500 24000-24500Alu neu Cu-am 13500-14000 13500-14000Reinaluminiumdraht 16500-17000 16500-17000Gussschrott max 2 FE 9500-10000 9500-10000Alu-Blechabf max 2 8500-9000 8500-9000Alu-Spaumlne Toleranz 5 8000-8500 8000-8500Alu-Profilabf AlMgSi 05 17000-17500 17000-17500

LME (USDt) 115 45KobaltKassa 38000-39500 38000-390003 Monate 37500-39000 37000-38000MolybdaumlnKassa 36450-37450 35700-377003 Monate 36750-37750 36000-38000

Kassapreise 115 45Gold ) (EURkg fein) 3590000 3506000Gold verarbeitet ) (EURkg fein) 3761000 3673000Silber ) (EURkg fein) 94160 96000Silber verarbeitet ) (EURkg fein) 98560 100480Platin verarb (EURg fein) 4252 4231Palladium verarb (EURg fein) 1819 1857Iridium verarb (EURg fein) 2590000 2520000Rhodium verarb (EURkg fein) 5335000 5355000Ruthenium verarb (EURkg fein) 450000 440000) Basis Londoner Fixing Preise von W C Heraeus GmbH

FuturesNew York Comex Gold USDFeinunze 115 45Mai 150110 151490Juni 150140 151530Juli 150200August 150270 151650Oktober 150400 151770Dezember 150530 151880Februar 150640 152010

New York Comex Silber ctsFeinunze 115 45Mai 355090 393830Juni 355090 393870Juli 355150 393880September 355280 393960Dezember 355280 393960Januar 355100 393730Maumlrz 354800 393260Mai 354380 392610

New York Nymex Platin USDFeinunze 115 45Juni 177780 182730Juli 177780 182630Oktober 178150 182990Januar 178150 183190

New York Nymex Palladium USDFeinunze 115 45Juni 71540 74670September 71710 74830Dezember 71850 74930

Preisuumlbersicht NE-Metalle (Deutsche Haumlndlerpreise in EUR100kg sofern nicht anders angegeben)

tagesaktuelle Preise woumlchentlich erfasste Preise Es handelt sich um die aktuellsten verfuumlgbaren Preise aus den vergangenen sieben Tagen

Preisuumlbersicht Edelmetalle

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

Was kann die deutsche Indus-trie tun um dem Trend zu Wettbe-werbsverzerrungen entgegenzu-wirken

Wir halten daran fest dass Roh-stoffsicherung zunaumlchst Sache der Unternehmen ist auch wenn flankie-rend die Politik gefordert ist Wir den-ken im BDI derzeit mit einigen Unter-nehmen in einer Arbeitsgruppe inten-siv uumlber Moumlglichkeiten fuumlr gemeinsa-me Engagements bei Rohstoffen im Ausland nach die Ergebnisse dieser Analysen dazu werden wir in einigen Monaten veroumlffentlichen Dabei muss es nicht um Einkaufs- oder Handels-zusammenschluumlsse gehen Es kann auch um Kooperationen beispielswei-se bei der Exploration von Rohstoffen gehen Die deutschen Unternehmen haben in der Vergangenheit eigene Engagements bei Rohstoffen mehr-heitlich aufgegeben und sich auf ihre Kernkompetenzen konzentriert Das war richtig solange der Markt funk-tioniert hat Heute ist das nicht mehr unbedingt der Fall

Und was kann die Politik tun

Wir fuumlhlen uns durch das Bun-deskanzleramt und das Bundeswirt-schaftsministerium gut unterstuumltzt Ein Beispiel wie die Politik flankierend helfen kann sind die sogenannten Rohstoffpartnerschaften Dabei grei-fen Auszligenpolitik Wirtschaftspolitik und Entwicklungshilfe ineinander Das Pilotprojekt einer solchen Partner-schaft wird gerade mit Kasachstan festgezurrt In den naumlchsten Mona-ten wird ein Regierungsabkommen zwischen Deutschland und Kasachs-tan abgeschlossen das als Rahmen-vereinbarung fuumlr die Kooperation der privaten Akteure dient Kasachstan ist fuumlr uns vor allem als Lieferant seltener Metalle interessant beispielsweise Wolfram Die kasachische Seite ist an unserer Technologie interessiert und will natuumlrlich so viel Wertschoumlpfung wie moumlglich im eigenen Land aufbau-en Wir sind auch an Rohstoffpartner-schaften mit anderen Laumlndern interes-siert beispielsweise mit Staaten Suumld-amerikas

Das klingt nicht so ganz anders als das was uumlber die chinesische Pra-xis der Rohstoffsicherung berich-tet wird

Von einer Partnerschaft muumlssen immer beide Seiten profitieren Wir genieszligen als Deutsche eine hohe Wertschaumltzung und sind auch wegen unserer Technologie ein begehrter Partner Wir sprechen von einer nach-haltigen Partnerschaft auf Augenhouml-he deren Grundlage fairer Handel und nachhaltige Entwicklung ist

Ein immer wichtigerer Aspekt des Themas ist auch die Sekundaumlrroh-stoffgewinnung Die EU hat eine neue Abfallverordnung beschlos-sen Sind sie mit den Regelungen zufrieden

Das Problem sind weniger die Regeln die auf nationaler oder EU-Ebene erlassen werden als die Kon-trolle ihrer Einhaltung Die Kontrollen muumlssen verbessert werden auch in Deutschland Wissen Sie was bdquochine-se packagingldquo ist Da sind in einem Container die obersten Schichten mit Waren befuumlllt die den Regeln ent-sprechen Aber darunter wo niemand mehr kontrolliert finden sich ganz andere Waren So funktioniert bei-spielsweise auch die illegale Ausfuhr von wertvollen Schrotten Die EU-Staaten bleiben also aufgerufen die Einhaltung ihrer eigenen Regeln effi-zient zu uumlberwachen Das gilt insbe-sondere auch fuumlr die neuen Vorgaben aus Bruumlssel die wir grundsaumltzlich fuumlr konstruktiv halten

Das Interview fuumlhrte Claus-Detlef Groszligmann

Die WirtschaftsVereinigung Metalle(WVM) vertritt die wirtschaftspoliti-schen Anliegen der NE-Metall-industrie mit 658 Unternehmen und 108660 Beschaumlftigten Im Jahre 2010 erwirtschaftete die Branche einen Umsatz in Houmlhe von insge-samt 435 Mrd EUR

DOW JONESManagement-ForumRohstoffstrategien 2011Ist Ihr Unternehmen richtigaufgestellt fuumlr die Zukunft

17 - 18 Mai 2011 Frankfurt am Main

Staumlrken Sie mit einer schluumlssigenRohstoffstrategie die PerformanceIhres Unternehmens

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Entwicklung Controlling undVertrieb an einen Tisch bringenum eine integrierte Rohstoff-strategie zu entwickeln

kulative Anleger auf die Rohstoff-fungskosten

Praxisforum ldquoRohstoffversorgung als Management-Thema im Unter-nehmenrdquo

- Welchen Stellenwert sollte derRohstoffeinkauf im Unternehmenhaben

- Recycling und Ressourcen-ment aus der Rohstoffklemme

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Interview

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Hintergrund

DeutschlandRohstoffeffizienz-Preis Die Frist laumluft

BERLIN (Dow Jones)--Um den Stellenwert der Rohstoff- und Materialeffizienz in der Wirtschaft staumlrker zu verankern vergibt das Bundesministerium fuumlr Wirtschaft und Technologie in Zusammenar-beit mit der Deutschen Rohstoff-agentur in diesem Jahr erstmals den bdquoDeutschen Rohstoffeffizienz-Preisldquo Der Preis ist den Angaben zufolge fuumlr bdquoherausragende Unter-nehmensbeispiele fuumlr rohstoff- und materialeffiziente Produkte Prozesse oder Dienstleistungen und anwendungsorientierte For-schungsergebnisseldquo vorgesehen

Durch den Wettbewerb soll-ten noch mehr Mitarbeiter und Geschaumlftsfuumlhrer gerade von klei-nen und mittelstaumlndischen Unter-nehmen sowie Wissenschaftler fuumlr das Thema Rohstoff- und Mate-rialeffizienz sensibilisiert werden sagte Hans-Joachim Kuumlmpel Praumlsident der Bundesanstalt fuumlr Geowissenschaften und Rohstof-fe (BGR) in der die Deutsche Roh-stoffagentur angesiedelt ist

Rohstoff- und Materialkosten sind laut Statistischem Bundes-amt im produzierenden Gewerbe mit gut 45 der groumlszligte Kosten-faktor Besonders in Zeiten stei-gender Rohstoffnachfrage und-preise sei daher rohstoff- und materialeffizientes Wirtschaf-ten eine gute Strategie zur Erhouml-hung der Unternehmensrentabili-taumlt und der Wettbewerbsfaumlhigkeit so Kuumlmpel

Praumlmiert werden sollen vier mittelstaumlndische Unternehmen sowie eine Forschungseinrichtung mit einem Preisgeld von jeweils 10000 EUR Einsendeschluss fuumlr Antraumlge ist der 20 Septem-ber 2011 Die Preisverleihung fin-det am 16 November 2011 im Bundesministerium fuumlr Wirtschaft und Technologie in Berlin statt

Weitere Informationen finden Sie unter httpwwwdeutsche-rohstoffagenturde

Deutschland

Familienunternehmen nehmen Asien ins Visier

BERLIN (Dow Jones)--Deutsch-lands groumlszligte Familienunternehmen nehmen als Maumlrkte der Zukunft immer staumlrker die Laumlnder Asiens in den Blick Als wichtigsten Wachstumsmarkt der Zukunft haben die Unternehmen Indi-en ausgemacht Das ist das Ergeb-nis einer Umfrage unter 404 der 2688 Familienunternehmen mit mehr als 50 Mio EUR Jahresumsatz die vom Institut fuumlr Mittelstandsforschung (IfM) durchgefuumlhrt wurde Auftragge-ber waren die Deutsche Bank und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI)

Familienunternehmen seien bereits in hohem Maszlig auf Auslandsmaumlrkten aktiv und erwarteten auch fuumlr die-ses Jahr eine Steigerung ihrer Expor-te heiszligt es Neun von zehn Famili-enunternehmen vertreiben Produk-te und Dienstleistungen auf interna-tionalen Maumlrkten Fuumlr mehr als ein Drittel (354) zaumlhlt Frankreich heute zu den drei wichtigsten Absatzmaumlrk-

ten ndash vor China (274) und den USA (253) Ein Drittel der Unternehmen die bereits international aktiv sind wollen auf weiteren Auslandsmaumlrk-ten aktiv werden Angefuumlhrt wird die Wunschliste von Indien (195) und China (165) Hinsichtlich der Ein-schaumltzung zukuumlnftiger Wachstums-maumlrkte wird sich Indien zum Wachs-tumsmarkt der Zukunft entwickeln und zum fuumlnftwichtigsten Handels-partner aufsteigen China wird dem-nach zum wichtigsten Exportland vor Frankreich den USA und Russland

Die Befragung zeigt weiter dass mehr als drei Viertel (842) den Wirt-schaftsstandort Deutschland posi-tiv bewerten Fast jeder vierte Unter-nehmer (234) beurteilte die Attrak-tivitaumlt Deutschlands als deutlich houmlher im Vergleich zum Ausland Fuumlr dieses Jahr planen zwei Drittel der Befrag-ten (66) die Investitionsbudgets zu erhoumlhen und neue Mitarbeiter einzu-stellen (674)

Deutschland

Ende des Freihafens Hamburg

HAMBURG (Dow Jones)--Der Frei-hafen Hamburg wird zum 1 Januar 2013 aufgehoben damit der Verkehr im Hafen besser flieszligen kann Kuumlnf-tig entfallen die Zollkontrollen an der Freizonengrenze sowie die besonde-ren Uumlberwachungsverfahren fuumlr die Lagerung von Gemeinschaftswaren im Hafengebiet wie die Handelskam-mer Hamburg mitteilte Im gesamten Hafen gelten dann nur noch die all-gemeinen Regelungen fuumlr EU-See-zollhaumlfen Daraus ergeben sich fuumlr die Betroffenen aber zum Teil erhebliche Veraumlnderungen bezuumlglich der Zoll-abfertigung sowie der gesetzlichen Pflichten uumlber sich die Firmen fruumlh-zeitig informieren sollten heiszligt es

So muumlssen kuumlnftig unter anderem Waren die in die EU eingefuumlhrt wer-den unmittelbar nach ihrer Ankunft im Hamburger Hafen in ein Zollverfah-ren uumlberfuumlhrt werden Vom Zoll abge-

fertigte Warensendungen die von den Terminals kommen und ohne weitere Behandlung das Hafengebiet verlas-sen sollen werden jedoch nicht mehr durch Zollkontrollen an den ehemali-gen Freihafengrenzen behindert

Weiter ist eine Lagerung von Nicht-gemeinschaftswaren nur noch im Rahmen der voruumlbergehenden Ver-wahrung oder in einem Zolllager moumlg-lich Zum 1 Januar 2013 muumlssen daher alle in der Freizone gelager-ten Nichtgemeinschaftswaren fuumlr ein bewilligtes Zolllagerverfahren oder zur voruumlbergehenden Verwahrung ange-meldet werden

Die Handelskammer Hamburg will nach eigenen Angaben demnaumlchst spezielle Veranstaltungen fuumlr dieje-nigen Firmen anbieten die von der Aufhebung des Freihafens betrof-fen sind Weitere Informationen unter wwwhk24de

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Hintergrund

Deutschland

Industrie fordert spezielle Industriestrompreise

BERLIN (Dow Jones)--Industrie-vertreter fordern von der Bundes-regierung sich fuumlr konkurrenzfaumlhi-ge Industriestrom-Preise einzuset-zen Denn im Zuge des geplanten beschleunigten Atomausstiegs fuumlrch-ten die energieintensiven Unterneh-men in Deutschland um ihre Wettbe-werbsfaumlhigkeit Angesichts der Son-dersituation die sich aus dem schnel-len Ausstieg ergebe seien Reaktio-nen der Politik gefragt sagte Annet-te Loske Hauptgeschaumlftsfuumlhrerin des Verbandes der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) dem bdquoHan-

delsblattldquo (HB) Der VIK steht fuumlr 80 des industriellen Energieeinsatzes in Deutschland

Der VIK schlaumlgt dazu ein Fondsmo-dell vor Die zur Deckung des Grund-bedarfs der energieintensiven Indus-trie erforderlichen Strommengen wer-den von den Kraftwerksbetreibern zu einem festgelegten Preis an einen Strommengenfonds geliefert Aus diesem Fonds koumlnnen stromintensi-ve Industrieunternehmen Strom zu einem Preis beziehen der im europaumli-schen Vergleich wettbewerbsfaumlhig ist Das Modell koumlnnte im Wege einer frei-willigen Selbstverpflichtung durch die betroffenen Kraftwerksbetreiber ein-gerichtet werden Nach den Vorstel-lungen des VIK koumlnnte die Bundes-

regierung dieses Modell zum Gegen-stand ihrer Verhandlungen mit den Energiekonzernen uumlber die Abschal-tung der Meiler machen Um kei-nen Schadensersatzforderungen der Kernkraftwerksbetreiber zu riskieren wird die Regierung ohnehin mit der Branche sprechen muumlssen

Manche EU-Laumlnder habenregulierte Strompreise

Dass der von der Bundesregierung geplante schnelle Ausstieg aus der Kernkraft zu steigenden Strompreisen

fuumlhren wird gilt als sicher schreibt das bdquoHandels-blattldquo Schon das Morato-rium fuumlr die sieben aumlltes-ten Meiler habe sich preis-treibend ausgewirkt Ein Blick in Laumlnder wie Frank-reich Norwegen oder Spa-nien belegt dass deutsche Unternehmen schon heute besonders hohe Strom-preise zahlen In Frankreich dagegen gibt es neben dem regulaumlren Industrie-strompreis einen regulier-ten Preis der fuumlr beson-ders stromintensive Bran-chen gilt Dieser Preis macht weniger als die Haumllf-te des deutschen Industrie-

strompreises aus bdquoIn Frankreich sind die speziellen Industriestromtarife seit Jahren uumlblich Das ist ein starker Pluspunkt im Wettbewerb Mit dem zu erwartenden Strompreisanstieg in Deutschland wird daraus ein Riesen-vorsprung fuumlr franzoumlsische Unterneh-menldquo sagte Loske

In einzelnen Branchen ist der Strompreis der entscheidende Kos-tenfaktor Besonders deutlich wird das am Beispiel der Aluminiumin-dustrie In einer deutschen Alumini-umhuumltte koumlnnen die Stromkosten bis zu 50 der gesamten Produktions-kosten ausmachen Aluminiumhuumltten in Norwegen Frankreich oder Spani-en haben daher auf den Weltmaumlrkten enorme Kostenvorteile

Deutschland Gesamtmetall rechnet mit 80000 neuen Jobs

BERLIN (Dow Jones)--Gesamt-metallpraumlsident Martin Kannegie-sser rechnet bis Jahresende mit 80000 neuen Arbeitsplaumltzen in der Metall- und Elektrobranche bdquoVom Tiefpunkt im Maumlrz 2010 bis jetzt haben wir auch schon wie-der 75000 zusaumltzliche Stamm-arbeitsplaumltze aufgebautldquo sagte Kannegiesser im Interview mit der bdquoWeltldquo Er geht davon aus dass die Branche bis zum Jah-resende wieder fast 36 Millionen Beschaumlftigten aufweise ndash wie vor der Krise Bereits jetzt hat aller-dings nach seinen Angaben jedes zehnte Unternehmen Schwierig-keiten in der Produktion weil die geeigneten Fachkraumlfte ndash vor allem im Ingenieurbereich ndash fehlen Des-halb denke man immer oumlfter uumlber neue Standorte mit bdquogut qualifi-zierten Leutenldquo nach sagte er der bdquoWeltldquo

Deutschland Preisauftrieb im Groszlighandel laumlsst etwas nach

WIESBADEN (Dow Jones)--Der Preisauftrieb im deutschen Groszlighan-del hat im April etwas nachgelas-sen Das Preisniveau stieg im Ver-gleich zum Vormonat um 02 wie das Statistische Bundesamt berich-tete Im Maumlrz hatten sich die Groszlig-handelspreise um 13 erhoumlht Im Jahresvergleich kletterten die Prei-se im Groszlighandel im April um 92 waumlhrend im Vormonat ein Anstieg um 109 ermittelt worden war Die Groszlighandelspreise fuumlr fuumlr Erze Metal-le und Metallhalbzeug lagen auf Groszlig-handelsebene um 149 uumlber denen vom Vorjahr gegenuumlber dem Vormo-nat fielen sie um 09 Im Groszlighan-del mit festen Brennstoffen und Mine-raloumllerzeugnissen lag das Preisni-veau um 162 uumlber dem Vorjahr im Monatsvergleich verteuerten sich die in diesem Bereich gehandelten Pro-dukte um 15

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CO2-Kosten

NE-Metallbranche kann weiter auf vollstaumlndige Kompensation hoffenFRANKFURT (Dow Jones)--Die Bemuumlhungen von Herstellern und Ver-arbeitern von Aluminium Kupfer und Zink um einen zeitlich befristeten Ausgleich der in den Strompreis eingepreisten CO2-Kosten werden von der Bundesregierung offenbar weiterhin unterstuumltzt Wie aus Verbands-kreisen zu houmlren ist wird sich die Bundesregierung in einer Stellungnah-me an die Bruumlsseler Wettbewerbsbehoumlrde fuumlr eine Vollkostenkompensa-tion des CO2-Zertifikatepreises ohne Abzug aussprechen Die Angst vor einer moumlglichen Kehrtwende im deutschen Ansatz hatte fuumlhrende Unter-nehmen aus den betroffenen Branchen dazu veranlasst einen bdquoBrand-briefldquo an den Leiter des Bundeskanzleramtes Ronald Pofalla (CDU) zu schreiben und die Lobbyarbeit in Bruumlssel zu verstaumlrken

Eckpunkte der deutschen Stellung-nahme die in der kommenden Woche nach Bruumlssel uumlbermittelt wird basieren offenbar auf einem Beschluss der CDUCSU-Bundestagsfraktion vom 10 Mai Zu den Forderungen gehoumlrt eine Voll-kostenkompensation des Zertifikate-

preises ohne Abzug fuumlr jene Branchen die eine Stromintensitaumlt von 1 kWhEUR Bruttowertschoumlpfung oder mehr aufweisen Die Antragsteller muumlssen dabei einen Stromverbrauch von min-

destens 1 GWhJahr aufweisen Nach Berechnungen des Bundeswirtschafts-ministeriums (BMWi) liegt die Kupferin-distrie knapp oberhalb des Wertes von 1 kWhEUR gleiches gelte mit grouml-szligerem Abstand fuumlr Aluminium sowie Zink Zinn und Blei Das BMWi rechnet

fuumlr die weiteren Verhandlungen jedoch mit moumlg-lichen bdquospuumlrba-ren Einschraumln-kungenldquo bei die-sen Forderun-gen Wesentli-che Stellschrau-ben seien die noch ausstehen-den Beschluumls-se zu den Bei-hilfeleitlinien und der deutschen Foumlrderrichtli-nie Voraussicht-lich duumlrften Bun-desumweltminis-terium und Bun-desfinanzminis-terium versu-chen den Kreis der Beguumlnstig-

ten in der konkreten Umsetzung ein-zuschraumlnken

Zu den Unterzeichnern des Brand-briefes gehoumlrten der groumlszligte europaumli-sche Kupferproduzent Aurubis Zink-

produzent Xstrata Zinc sowie die Alu-miniumhersteller Trimet Norsk Hydro und Voerde Aluminium (Voerdal) Par-allel dazu wurde die Lobbyarbeit in Zusammenhang mit dem Konsulta-tionsverfahren der Bruumlsseler Wettbe-werbsbehoumlrde zum Thema Kompen-sationszahlung verstaumlrkt um die bdquovoumll-lig indiskutable Varianteldquo einer nicht vollstaumlndigen Kompensation vom Tisch zu bringen wie Heribert Hauck bei der Trimet Aluminium AG fuumlr das Ressort Energiewirtschaft zustaumlndig im Gespraumlch mit Dow Jones betont Die Bundesregierung hatte bereits im August 2009 Verstaumlndnis fuumlr die Bran-che gezeigt und die nationale bdquoRichtli-nie zur Foumlrderung der Herstellung von klimaschonenden NE-Metallenldquo ver-abschiedet Die Foumlrderrichtlinie wird jedoch von der EU-Wettbewerbsbe-houmlrde seit zwei Jahren nicht freigege-ben offiziell pruumlft die Kommission sie noch Auch die EU-Emissionshandels-richtlinie sieht in Artikel 10a Absatz 6Ausgleichszahlungen fuumlr Sektoren beziehungsweise Teilsektoren vor fuumlr die ein erhebliches Risiko einer Ver-lagerung von CO2-Emissionen durch auf den Strompreis uumlbergewaumllzte Kosten der Treibhausgasemissionen (Carbon Leakage) ermittelt wurde

bdquoSolange es kein weltweites Emis-sionshandelsregime gibt wollen wir eine Kompensation haben Diese soll auch der Belastung entspre-chen Es reicht nicht aus wenn wir nur einen Teil der Belastungen erstat-tet bekommenldquo sagte auch Ulf Gehr-ckens Energiechef des Kupferprodu-zenten Aurubis bdquoNur durch die Kom-pensation der CO2-Kosten erreichen wir wieder gleiche Wettbewerbsbe-dingungenldquo ist Gehrckens uumlberzeugt Aurubis habe wie andere Unterneh-men deren Produkte zu Boumlrsenprei-sen gehandelt werden keine Moumlg-lichkeit lokale Mehrkosten an den Kunden weiterzugeben Trimet muumlss-te bei voller Belastung auf Basis des derzeitigen CO2-Preises von rund 17 EURt laut Hauck pro Jahr 60 Mio EUR zusaumltzlich bezahlen bei Aurubis laumlge die Belastung nach Angaben von Gehrckens bei 25 Mio EUR pro Jahr Silvia Rausch-Becker

Ein bdquoBrandbriefldquo der NE-Metallbranche zeigte offenbar Wirkung in Berlin Quelle Deutscher Bundestag

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Zinn Zink Blei amp Nickel

Seltene Erden

bdquoEntwicklung Gruumlner Technologien gefaumlhrdetldquoHANNOVER (Dow Jones)--Die Ver-

sorgung mit Seltenen Erden stellt die deutsche Wirtschaft weiterhin vor Probleme Waumlhrend im Bereich der so genannten leichten Seltenen Erden (Cer Lanthan ua) voraussicht-lich ab 2012 eine deutliche Entspan-nung eintreten wird ist fuumlr die Nutzer von schweren Seltenen Erden (Dys-prosium Europium ua) kein Ende der Versorgungsengpaumlsse abzuse-hen Zu diesem Ergebnis kommt eine Kurzstudie der Deutschen Rohstoff-agentur (DERA) in der Bundesanstalt fuumlr Geowissenschaften und Rohstof-fe (BGR)

bdquoIn Uumlbereinstimmung mit interna-tionalen Studien rechnen wir in der nahen Zukunft mit einer unzureichen-den Versorgungslage besonders mit Europium Terbium und Dysprosiumldquo sagte Harald Elsner BGR-Exper-te und Autor der Studie Die schwe-ren Seltenen Erden finden in vielen so genannten bdquoGruumlnen Technologi-enldquo Verwendung wie z B im Bereich der Windenergie Auch die Produkti-on von energiesparenden Leuchtmit-teln ist ohne schwere Seltene Erden nicht moumlglich

Die Kurzstudie verweist auf ein weiteres Problem Obwohl es Sub-stitutionsmoumlglichkeiten gebe koumlnn-te die augenblickliche Rohstoffsitua-tion auch dazu fuumlhren dass die Ent-

wicklung von effizienteren Wind- und Wasserkraftwerken sowie die Aus-breitung der Elektromobilitaumlt gefaumlhr-det sei warnt Elsner Deshalb steht fuumlr den Experten fest bdquoTrotz bereits eingesetzter groszliger Bemuumlhungen um Maximierung der Recyclingquoten ist absehbar dass kuumlnftig nur die Unter-nehmen von den groszligen Marktchan-cen im Bereich der Gruumlnen Technolo-gien profitieren die sich in der primauml-ren Rohstoffversorgung mit schweren Seltenen Erden abgesichert habenldquo

Die Kurzstudie zeigt weiter auf in welchen Industriesektoren die schwe-ren Seltenen Erden jeweils Verwen-dung finden und in welchen Men-gen sie voraussichtlich bis zum Jahr 2015 zur Verfuumlgung stehen werden Zu den untersuchten schweren Sel-tenen Erden gehoumlren elf Elemente darunter sind die wichtigsten Yttri-um Samarium Europium Gadolini-um Terbium Dysprosium und Erbi-um In die Untersuchung flossen den Angaben des Autors zufolge Informa-tionen deutscher Firmen ein die Sel-tene Erden verbrauchen

Die unter dem Titel bdquoKritische Ver-sorgungslage mit schweren Seltenen Erden ndash Entwicklung bdquoGruumlner Tech-nologienldquo gefaumlhrdetldquo erschienene Kurzstudie steht auf der Homepage der BGR als Download zur Verfuumlgung (httpwwwbgrbundde)

Seltene Erden

Goldman Sachs sieht ab 2013 Entspannung

SYDNEY (Dow Jones)--Das globa-le Angebotsdefizit der Seltenen Erden wird im laufenden Jahr seinen Houmlchst-stand erreichen Dies ist die Einschaumlt-zung der Investmentbank Goldman Sachs Das Defizit koumlnne sich 2011 auf 18734 t belaufen was 132 der Nachfrage entspraumlche Nachdem der Markt 2013 fast im Gleichgewicht sein werde koumlnne der Angebots-uumlberhang im darauf folgenden Jahr bereits 5860 t betragen was 32

der erwarteten Nachfrage entspre-che bdquoWir gehen davon aus dass der Markt 2011 und 2012 deutlich unter-versorgt sein wird und dass die Preise in den kommenden 18 Monaten nach oben tendierenldquo schreibt Goldman Sachs 2013 soll der Markt fast aus-geglichen und danach leicht uumlberver-sorgt sein Dies koumlnne zumindest bei den leichten Seltenen Erden zwischen 2013 und 2015 zu moderaten Preis-ruumlckgaumlngen fuumlhren

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

1500

1750

2000

2250

2500

2750

J J A S O N D J F M A M600000

650000

700000

750000

800000

850000

Zink

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

15000

20000

25000

30000

35000

40000

J J A S O N D J F M A M10000

12500

15000

17500

20000

22500

Zinn

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 2895000 2915000EURt 2043193 1963756

3 MonateUSDt 2900000 2905000EURt 2046722 1957020

15 MonateUSDt 2909000 2910000EURT 2053074 1960388

Lagerbestaumlnde (in t) 21965 21080

Quelle London Metal Exchange

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

KasseUSDt 210350 212600EURt 148458 143223

3 MonateUSDt 212100 213000EURt 149693 143492

15 MonateUSDt 217000 219000EURT 153151 147534

Lagerbestaumlnde (in t) 829050 822225

Quelle London Metal Exchange

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Zinn Zink Blei amp Nickel

Seltene Erden

DIW fordert zu Vorratshaltung auf

BERLIN (Dow Jones)--Das Deut-sche Institut fuumlr Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) warnt wegen des Mono-pols Chinas bei Seltenen Erden vor einer die Lieferketten bedrohenden Abhaumlngigkeit und fordert die Indus-triestaaten zu einer entsprechenden Vorratshaltung sowie abgestimm-tem Verhalten auf bdquoDie Seltenen Erd-metalle sind eine zunehmend wichti-ge Ressource fuumlr die Hochtechnolo-gie-Industrieldquo erklaumlrte Antje Kroumlger DIW-Expertin und Mitautorin einer am Mittwoch veroumlffentlichten Studie zum Thema bdquoWettlauf um die Metalleldquo

Lieferengpaumlsse oder Lieferblo-ckaden koumlnnten die Entwicklungen der Industriestaaten bremsen bdquoDie Industriestaaten sollten deswegen ein WTO-Streitbeilegungsverfahren anregen oder versuchen im Rahmen eines abgestimmten Vorgehens Vorrauml-te anzulegenldquo riet die DIW-Forsche-rin Politik und Wirtschaft der Indus-triestaaten haumltten den strategischen Wert der Seltenen Erden viel zu lange nicht erkannt

bdquoEuropa die USA und Japan finden sich deshalb heute in einer Abhaumln-gigkeit wieder die wichtige Teile ihrer

Industrie bedroht wie zum Beispiel die Umwelttechnologie Elektrotech-nik und Autobrancheldquo warnte Krouml-ger Rund 97 der Seltenen Erden wuumlrden derzeit in China gefoumlrdert und aufbereitet

Mit diesem Monopol koumlnne die Volksrepublik das Angebot jeder-zeit verknappen Kurz- und mittel-fristig werde sich das Problem ver-schaumlrfen denn die Nachfrage steige Schon jetzt nutze China seine Mono-polstellung uumlber Preis- und Lieferdis-kriminierungen gezielt um die eige-ne Industrie zu foumlrdern und auslaumln-dische High-Tech-Konzerne ins Land zu locken indem beispielsweise Ver-sorgungszusagen gemacht wuumlrden Ausreichende Mengen Seltener Erden wuumlrden solchen Unternehmen zuge-sagt die ihre Produktion nach China verlegten

Schwaumlchung destechnologischen Know-hows

Den Industriestaaten drohe zunaumlchst eine Abwanderung und mit-telfristig auch eine Schwaumlchung ihres technologischen Know-hows bdquoSchon heute werden geschaumltzte 60 der globalen Seltene-Erden-Produktion in China eingesetztldquo sagte Kroumlger Sel-tene Erden stecken in Katalysatoren Handys Plasmabildschirmen Fest-platten Batterien und MP3-Spielern Sie helfen Windkraftturbinen Elek-tromotoren sowie Energiesparlam-pen zu betreiben bdquoDie Marktstruk-tur der weltweiten Metallmaumlrkte soll-te staumlrker kontrolliert werdenldquo meint Aleksandar Zaklan Spezialist fuumlr Res-sourcenmaumlrkte am DIW bdquoSollten sich die gegenwaumlrtigen Trends vor allem bei der Angebotskonzentration und dem Nachfragewachstum fortsetzen muss mit weiter steigenden Metall-preisen gerechnet werdenldquo warnt der Forscher

Sie finden die Studie zum kosten-losen Download unter httpwwwdiwdedocumentspublikationen73diw_01c372387de11-19-1pdf

Praumlsodym wird unter anderemfuumlr Dauermagnete benoumltigt Foto jumkde

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

1500

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J J A S O N D J F M A M180000

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Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

17500

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22500

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J J A S O N D J F M A M114000

120000

126000

132000

138000

144000

Nickel

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 2396000 2497500EURt 1691016 1682498

3 MonateUSDt 2400000 2500000EURt 1693839 1684182

15 MonateUSDt 2367500 2467500EURT 1670901 1662288

Lagerbestaumlnde (in t) 114732 116364

Quelle London Metal Exchange

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 227200 237900EURt 160350 160267

3 MonateUSDt 225500 234500EURt 159150 157976

15 MonateUSDt 224800 233300EURT 158656 157168

Lagerbestaumlnde (in t) 315825 311450

Quelle London Metal Exchange

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Branchen amp Maumlrkte

Maschinenbau Weiteres Auftragsplusbei Neuauftraumlgen

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Maschinen- und Anla-genbau hat im Maumlrz einen weiteren Anstieg bei den Neuauftraumlgen ver-zeichnet wobei sich die Zuwachsra-te jedoch verlangsamt hat Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mitteilte lag der Aufragseingang real 18 uumlber dem Ergebnis des Vorjahres Dabei stiegen das Inlands- und das Auslandsge-schaumlft gleichermaszligen um jeweils 18 im Vergleich zum Maumlrz 2010 Im Feb-ruar war ein Orderplus auf Jahressicht von 38 berichtet worden

In dem von kurzfristigen Schwan-kungen weniger beeinflussten Drei-

Automobil Pkw-Markt bleibt auf dem Wachstumspfad

BAD HOMBURG (Dow Jones)--Die Zahl der Pkw-Neuzulassun-gen in Deutschland hat sich im April weiter erhoumlht Wie der Verband der Internationalen Kraftfahrzeugherstel-ler (VDIK) mitteilte erreichte der Pkw-Markt mit rund 266000 Zulassun-gen ein Wachstum von 3 gegenuuml-ber dem Vorjahresmonat Seit Jahres-beginn liegt der Markt damit um 11 uumlber dem Vorjahresniveau

Dabei wuchs die bdquoNachfrage nach Hybridfahrzeugen gegenuumlber dem Vorjahreswert um knapp 30 und erreichte in den ersten vier Mona-ten 2011 in Deutschland uumlber 3800 Zulassungenldquo erklaumlrte VDIK-Prauml-sident Volker Lange Davon entfie-len 90 auf internationale Herstel-ler bdquoAktuell sind damit 41000 Hyb-rid-Pkw auf deutschen Straszligen unter-wegsldquo

Die kraumlftige Nachfrage auf dem Nutzfahrzeugmarkt hielt ebenfalls weiter an Mit rund 26600 Neuzulas-sungen im April konnte das Vorjahres-ergebnis um 12 uumlbertroffen werden In den ersten vier Monaten 2011 wur-den damit insgesamt 103000 Nutz-fahrzeuge neu zugelassen das ent-spricht einem Wachstum von 25

Maschinenbau Chancen durch Ausbau der Elektromobilitaumlt

WUumlRZBURG (Dow Jones)--Der deutsche Maschinen- und Anlagen-bau wird in den kommenden Jahren vom Ausbau der Elektromobilitaumlt stark profitieren Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie von VDMA und der Strategieberatung Roland Berger Denn durch die Einfuumlhrung von Fahr-zeugen mit elektrischem Antriebs-strang seien zukuumlnftig Kompetenzen des Maschinenbaus gefragt die bis-lang nur selten in der Automobilpro-duktion genutzt wurden Denn kos-tensenkende Produktionstechnik werde dort dringend gebraucht

Durch neue Produktionsanlagen fuumlr Elektrobatterien werde sich bis 2020 ein Geschaumlftspotenzial von 48 Mrd EUR ergeben heiszligt es in der Studie Allerdings stehe die Branche auch vor der groszligen Herausforderung ein neues Produkt- und Technologieport-folio entwickeln zu muumlssen

Fuumlr die deutsche Maschinenbau-branche spielt der Automobilbau schon jetzt eine wichtige Rolle So wurden 2010 rund 14 Mrd EUR direkt im Automotive-Bereich umgesetzt

Die Studie mit dem Titel bdquoE-Mobi-lity ndash Chancen und Risiken fuumlr den deutschen Maschinen- und Anlagen-bauldquo koumlnnen Sie kostenlos von der Webseite des VDMA downloaden httpwwwvdmaorg

monatsvergleich Januar bis Maumlrz 2011 ergibt sich insgesamt ein Plus von 32 im Vorjahresvergleich bei den Inlandsauftraumlgen ein Plus von 35 und bei den Auslandsauftraumlgen ein Plus von 31 bdquoErwartungsge-maumlszlig setzt nun offenbar eine Norma-lisierung der Wachstumsraten einldquo kommentierte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers das Ergebnis bdquoDer sogenannte Basiseffekt extrem nied-riger Vorjahreswerte spielt eine immer geringere Rolle weil sich in eben diesen Vorjahresmonaten der Auf-schwung bereits bemerkbar machte So war der Maumlrz 2010 der erste star-ke Ordermonat nach der Kriseldquo fuumlgte er hinzu

HandelsabkommenFreihandelsabkommen mit Suumldkorea besiegelt

SEOUL (Dow Jonesgtai)--Das suumld-koreanischen Parlament hat das im Oktober 2010 vereinbarte Freihan-delsabkommen mit der EU ratifiziert Damit ist der Weg frei fuumlr das erste Freihandelsabkommen der EU mit einem asiatischen Partner Die Verein-barung wird ab Juli 2011 in Kraft tre-ten Zwischen der EU und Suumldkorea werden dann innerhalb von fuumlnf Jah-ren die Zoumllle auf mehr als 98 aller Warenstroumlme entfallen Innerhalb von sieben Jahren sollen die Zoumllle auf alle Industrieguumlter beseitigt werden

ImporteSorge vor verstrahlter Ware ist unbegruumlndet

HAMBURG (Dow Jones)--Die Befuumlrchtung dass nach dem Unfall im japanischen Kernkraft-werk Fukushima radioaktiv ver-strahlte Ware nach Deutschland gelangen koumlnnte ist offenbar unbegruumlndet Im Hafen Hamburg jedenfalls musste bisher kein aus Japan ankommendes Schiff kon-trolliert werden wie ein Sprecher der Hamburger Innenbehoumlrde auf Anfrage mitteilte Dies liege daran dass es keine Direktverbindun-gen zwischen Japan und Ham-burg gebe und alle in Frage kom-menden Schiffe bereits in ande-ren Haumlfen auf eine moumlgliche radio-aktive Strahlung uumlberpruumlft wor-den seien

Der Rotterdamer Hafen will nach einem Bericht der bdquoVerkehrsrund-schauldquo noch bis 15 Mai alle aus Japan kommenden Schiffe auf radioaktive Belastung hin uumlber-pruumlfen Bei den bislang durchge-fuumlhrten Kontrollen auf den Schif-fen und an der Ladung seien keine Auffaumllligkeiten festgestellt worden teilte der Hafenbetreiber mit Wie unsere Redaktion erfuhr fordern die Automobilhersteller seit dem Ausbruch der Japan-Krise beson-dere Sicherheitsvorkehrungen kri

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Branchen amp Maumlrkte

Ausgewaumlhlte Termine

Herausgeber und Verlag Dow Jones News GmbH Baseler ArkadenWilhelm-Leuschner-Straszlige 78 60329 Frankfurt am Main HRB 58631 Frankfurt

Geschaumlftsfuumlhrung Dr Matthias Paul Volker Schneider James Rhyu Adam Tuckman Andrew Langhoff und Sue Needle

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Abonnenten-Service serviceeuropedowjonescom oder+49 (0) 69 2 97 25 - 1 66Dow Jones NE-Metalle Monitor ist ein Produkt der Dow Jones News GmbH einer Tochterge-sellschaft der Dow Jones International GmbH Die Business Newsletter stuumltzen sich neben umfangreicher Eigenberichterstattung auf wei-tere auch international taumltige Nachrichtenagen-turen sowie bei Charts Kursen und Preisen auch auf wwwaid-netde Alle Meldungen wer-den mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet Fuumlr Verzoumlgerungen Irrtuumlmer und Unterlassungen wird jedoch keine Haftung uumlbernommen Kopi-en Nachdrucke oder sonstige Vervielfaumlltigun-gen nur mit Genehmigung des Herausgebers

Erscheinungsweise 2-mal monatlich

Impressum

Zulieferer Geschaumlftserwartungen normalisieren sich

HAGEN (Dow Jones)--Der ArGeZ-Geschaumlftsklimaindex fuumlr die deut-sche Zulieferindustrie hat sich im April erwartungsgemaumlszlig abgeschwaumlcht Wie die Arbeitsgemeinschaft Zulie-ferindustrie (ArGeZ) mitteilte hat sich die bereits im Vormonat angedeute-te Normalisierung der Zukunftserwar-tungen im Berichtsmonat fortgesetzt bdquoZusaumltzlich duumlrften sich die Unsicher-heiten in Nordafrika sowie die Unkal-kulierbarkeit von Nachwirkungen der Japan-Katastrophe auswirkenldquo schreibt der Verband Gleichwohl zeige sich die aktuelle Geschaumlftslage weiter auf hohem Niveau

Der Geschaumlftsklimaindex Zulie-ferindustrie wird von der Arbeitsge-meinschaft Zulieferindustrie ArGeZ in Zusammenarbeit mit dem Ifo-Institut Muumlnchen ermittelt Er beruht auf der Befragung von rund 600 Unterneh-men und deckt die in der Arbeitsge-meinschaft Zulieferindustrie zusam-mengeschlossenen Branchen Gieszlige-rei-Industrie Kunststoffverarbeitung Stahl- und Metallverarbeitung NE-Metall-Industrie Kautschukindustrie sowie Technische Textilien ab

ArGeZ-GeschaumlftsklimaindexZulieferindustrie Deutschland

2000 = 100 saisonbereinigt Saldo aus positiven und negativen Bewertungen Quelle ifo Institut ArGeZ Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie

Aktuelle Lage

Zukunftserwartung

VIK-Strompreisindexfuumlr Mittelspannung

Quelle VIK

Maumlrz 17370

(Januar 2002 = 100)

Haben Sie Anregungen Fragen Hinweise zu unseren DatenE-Mail an datendedowjonescom

Strom VIK-Index reagiert aufAtomausstiegsplaumlne

ESSEN (Dow Jones)--Der VIK-Strompreisindex fuumlr Mittelspan-nungskunden ist im April nochmals kraumlftig um 610 Punkte bzw 469 auf 17980 Punkte gestiegen Damit erreicht der Index den houmlchsten Wert seit Ende 2008 wie der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirt-schaft (VIK) mitteilte Maszliggeblich fuumlr den weiteren Anstieg war dem VIK zufolge der von der Bundesregie-rung geplante beschleunigte Atom-ausstieg Dieser habe einen deutli-chen Einfluss auf die Strompreise an der Leipziger Boumlrse EEX und somit auch auf den vom Verband monatlich veroumlffentlichten VIK-Index gehabt So seien die Preise fuumlr die folgenden vier Quartale an der EEX nach Bekannt-gabe des Atommoratoriums im Maumlrz zunaumlchst sprunghaft angestiegen und verharrten seitdem auf diesem hohen Niveau

Neben dem deutlichen Anstieg im Vergleich zum Vormonat kletterte auch der gleitende Jahresmittelwert uumlber 12 Monate um 243 Punkte auf aktuell 16087 Punkte Der VIK-Strom-preisindex basiert auf den Stromprei-sen der EEX sowie den Netznutzungs-entgelten von sechs deutschen Netz-betreibern Als Energiepreiskompo-nente wertet der VIK die monatlichen Durchschnittspreise des Terminmark-tes fuumlr die kommenden vier Quartals-produkte aus

Dow Jones Management Forum Rohstoffversorgung 2011

Termin 17 bis 18 Mai 2011 Ort Frankfurt am MainIm Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Fragen wie sich Unterneh-men langfristig aufstellen koumlnnen um ihre Rohstoffversorgung abzu-sichern Tel 06929 72 51 51E-Mailconferencesdowjonescomwwwdjnewslettersdeconferences

EuroFX-Referenzkurs 1252011 14151 USDQuelle Reuters

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EuroDollar

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Marktanalyse Aluminium amp Kupfer

Dow Jones NE-Metalle Prognose

Weiterhin nervoumlser Handel bei den Basismetallen erwartetFRANKFURT (Dow Jones)--Wir

rechnen weiter mit einem nervoumlsen Handelsgeschehen an den Basisme-tallmaumlrkten da die Marktteilnehmer versuchen die widerspruumlchlichen Sig-nale zu verdauen Obwohl die juumlngs-ten Nachrichten uumlberwiegend negativ waren verdraumlngten die Player dies zu Beginn der Woche und fokussierten sich auf die guten Neuigkeiten Nach dem Ausverkauf in der vergangenen Woche der Kupfer um 42 und Alu-minium um 2 innerhalb eines Tages absacken lieszlig sind die Kaumlufer in die-ser Woche auf den Markt zuruumlckge-kehrt um die die Gelegenheit zu nut-zen Kupfer unter 9000 USDt und Aluminium unter 2700 USDt einzu-kaufen Es ist derzeit vor allem die-ser anhaltende Optimismus der den Basismetallmarkt am staumlrksten unter-stuumltzt Doch nun ist der Risikoappe-tit erneut deutlich zuruumlckgegangen Zudem stehen wir am Beginn der sai-sonal schwachen Sommermonate

Wir erwarten aber dass die Indus-triemetalle den zunehmenden Sorgen bezuumlglich einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und bezuumlg-lich der Schuldenkrisen noch fuumlr eini-ge Wochen widerstehen wird Aller-dings sind in den naumlchsten Wochen starke Schwankungen wahrschein-lich sind Die Kupferpreise an der Londoner Metallboumlrse duumlrften sich in diesem Zeitraum in einer Range zwi-

schen 8600 und 9400 USDt bewe-gen Allerdings besteht das Risiko einer technischen Korrektur wenn die Unterstuumltzungsmarke von 8600 USDtnachhaltig faumlllt Dann baut sich die naumlchste Unterstuumltzung 8200 USDtauf ndash ein Preislevel das zuletzt im Oktober 2010 gesehen wurde Bei Aluminium sehen wir eine starke Unterstuumltzung bei 2500 USDt sowie einen Schluumlsselwiderstand bei 2270 USDt

Unter den negativen Marktnachrich-ten war auch dass Chinas Kupferim-porte im April schwaumlcher als erwartet ausgefallen sind Das Land importier-te nach vorlaumlufigen Zahlen der chine-sischen Zollbehoumlrden 262676 t Kup-fer Kupferlegierungen und Halbfer-tigprodukte was einen Ruumlckgang um 40 im Vergleich zum Vorjahres-monat und um 14 gegenuumlber dem Maumlrz darstellt Die Bestaumlnde in den gelisteten Lagerhaumlusern der Shang-hai Futures Exchange sind nach wie vor hoch und es gibt Geruumlchte uumlber groszlige Bestaumlnde auszligerhalb der gelis-teten Laumlger Zudem koumlnnte der Inflati-onsdruck zu weiteren geldpolitischen Maszlignahmen fuumlhren was die Nachfra-ge daumlmpfen duumlrfte Gleichzeitig spielt sich die chinesische Kupferprodukti-on wegen der Rekordpreise auf einem hohen Level ab

Dies faumlllt vermutlich mit einer im Som-mer saisonal bedingten schwaumlcheren

Nachfrage in der noumlrdlichen Hemis-phaumlre zusammen Die nicht-kommer-ziellen Investoren haben bereits ihre Netto-Longpositionen die vierte Woche in Folge heruntergefahren

Allerdings gibt es auch einige Unterstuumltzung von den anderen Roh-stoffmaumlrkten So steht der Energie-komplex infolge der anhaltenden geo-politischen Spannungen und wegen der Folgen des Erdbebens in Japan stark da Dennoch sind es vor allem die Wechselkurse die weiterhin den Grundton am Markt setzen Die Euro-Dollar-Relation schwankt infolge der fortdauernden Schuldenthematik auf beiden Seiten des Atlantiks hin und her Die Wechselkurse sind ein Spiel-ball zwischen gegnerischen Kraumlften da der Fokus der Investoren zwischen den Themen USA sowie Europa hin- und herschwankt

Da die Investoren derzeit ihren Fokus vom griechischen Haushalt wieder abwenden duumlrfte der Euro durch die erwartete Zinssteigerung die die Europaumlische Zentralbank viel-leicht bereits im Juni ankuumlndigen wird Unterstuumltzung finden Alles in allem befinden sich die beiden Waumlhrungen in einer Pattsituation aber angesichts der widerspruumlchlichen Signale die auf das Waumlhrungspaar wirken erwar-ten wir in den naumlchsten Wochen star-ke Ausschlaumlge Dow Jones Commodities Research

Dow Jones Indikatoren NE-Metalle(USDt) Kupfer LME

Grundtendenz Obere Grenze Untere Grenze Grundtendenz Obere Grenze Untere Grenze

(USDt)

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Dow Jones NE-Metalle Monitor

Ausgewaumlhlte Metalle und Legierungen 115 45Kupfer (DEL-Notiz) 61692-61929 62535-62764MK (Metallnotierung Kupfer) 70766 71601Aluminium unverzollt ($t)Blei in Kabeln 18481 19038Metallbasis Bronze 946 83000 84000Messing MS 58 1Verarbrsquostufe 50900-51700 51400-52100Messing MS 58 2Verarbrsquostufe 55600-55700 56200-56200Messing MP 58 50100 50600Messing MS 63 53800-54000 54300-54500Metallbasis Messing 6337 53600-53800 54000-54300Zinklegierung Z 400410 Basispreis 20800 20800Zinn 999 loco Duisburg 208400 212700Alu 997 prompt Deutschland geliefert 20300 20600Aluminium in Kabeln 20300 20600Kupfer hochgr Kath Kasse 61600 62600Kupfer hochgr Kath 3 Monate 61700 62700

Messinglegierungen 115 45Rotguss RG 5 47500-48000 47500-48000Rotguss RG 7 50000-51000 50000-51000Rotguss RG 10 50500-51000 50500-51000Gussbronze GBZ 10 58000-64000 58000-64000Gussbronze GBZ 12 60000-64000 60000-64000Gussbronze GBZ 14 63000-66000 63000-66000

Ferrolegierungen 115 45Molybdaumln Oxid 57 (USDlb)in Faumlssern 1600-1735 1690-1735in Dosen 1700-1745 1700-1745

Molybdaumln in Briketts (USDlb) 1720-1760 1715-1745Ferro-Molybdaumln 70 (USDkg) 4090-4150 4090-4180Ferro-Vanadium 80 (USDkg) 2960-3050 2960-3090Ferro-Niob 63 (USDkg) 4300-4600 4300-4600Ferro-Titan 70 (USDkg) 850-890 850-890Ferro-Wolfram 80 (USDkg) 4950-5150 4950-5150Ferro-Mangan carbure (EURt) 94000-104000 96000-105000Ferro-Mangan affine (EURt) 165000-172000165000-172000

Alu-Gussleg frei Verbraucher (3t) 115 45Nr 226 23800-24800 23800-24800Nr 231 24600-25600 24600-25600Nr 233 25500-26500 25500-26500

NE-Metall-Schrotte 115 45Altblei (EUR100kg) 11500-12000 12500-13000Akkublei (EUR100kg) 5000-5500 5000-5500Kabul (Milberry) 58000-58500 58500-59000Kasus (Granulat I) 58000-58500 58500-59000Katze (Granulat II) 54000-54500 54500-55000Kader (Berry) 53500-54000 54000-54500Kupferdraht (Kanal) 51000-51500 51500-52000Schwerkupfer (Keule) 52000-52500 52500-53000Leichtkupfer (Klima) 50000-50500 50500-51000Schwermessing (Milbe) 32000-32500 32000-32500Leichtmessing (Modus) 29500-30000 29500-30000Rotguss-Schrott 1Qu (Radar) 47000-47500 47000-47500Rotguss-Schrott 2Qu (Rampe) 46000-46500 46000-46500Umschmelzzink 12000-12500 12000-12500Altzink 9000-9500 9000-9500Messingstangenspaumlne MS58 (Maler)36500-37000 37000-37500Messingblechabfaumllle MS63 (Magda) 40000-40500 42000-42500Chromstahl 3500-4000 4000-4500Chromnickelstahlabf V-II a 15000-15500 15500-16000Chromnickelstahlabf V-IV a 23000-23500 24000-24500Alu neu Cu-am 13500-14000 13500-14000Reinaluminiumdraht 16500-17000 16500-17000Gussschrott max 2 FE 9500-10000 9500-10000Alu-Blechabf max 2 8500-9000 8500-9000Alu-Spaumlne Toleranz 5 8000-8500 8000-8500Alu-Profilabf AlMgSi 05 17000-17500 17000-17500

LME (USDt) 115 45KobaltKassa 38000-39500 38000-390003 Monate 37500-39000 37000-38000MolybdaumlnKassa 36450-37450 35700-377003 Monate 36750-37750 36000-38000

Kassapreise 115 45Gold ) (EURkg fein) 3590000 3506000Gold verarbeitet ) (EURkg fein) 3761000 3673000Silber ) (EURkg fein) 94160 96000Silber verarbeitet ) (EURkg fein) 98560 100480Platin verarb (EURg fein) 4252 4231Palladium verarb (EURg fein) 1819 1857Iridium verarb (EURg fein) 2590000 2520000Rhodium verarb (EURkg fein) 5335000 5355000Ruthenium verarb (EURkg fein) 450000 440000) Basis Londoner Fixing Preise von W C Heraeus GmbH

FuturesNew York Comex Gold USDFeinunze 115 45Mai 150110 151490Juni 150140 151530Juli 150200August 150270 151650Oktober 150400 151770Dezember 150530 151880Februar 150640 152010

New York Comex Silber ctsFeinunze 115 45Mai 355090 393830Juni 355090 393870Juli 355150 393880September 355280 393960Dezember 355280 393960Januar 355100 393730Maumlrz 354800 393260Mai 354380 392610

New York Nymex Platin USDFeinunze 115 45Juni 177780 182730Juli 177780 182630Oktober 178150 182990Januar 178150 183190

New York Nymex Palladium USDFeinunze 115 45Juni 71540 74670September 71710 74830Dezember 71850 74930

Preisuumlbersicht NE-Metalle (Deutsche Haumlndlerpreise in EUR100kg sofern nicht anders angegeben)

tagesaktuelle Preise woumlchentlich erfasste Preise Es handelt sich um die aktuellsten verfuumlgbaren Preise aus den vergangenen sieben Tagen

Preisuumlbersicht Edelmetalle

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Hintergrund

DeutschlandRohstoffeffizienz-Preis Die Frist laumluft

BERLIN (Dow Jones)--Um den Stellenwert der Rohstoff- und Materialeffizienz in der Wirtschaft staumlrker zu verankern vergibt das Bundesministerium fuumlr Wirtschaft und Technologie in Zusammenar-beit mit der Deutschen Rohstoff-agentur in diesem Jahr erstmals den bdquoDeutschen Rohstoffeffizienz-Preisldquo Der Preis ist den Angaben zufolge fuumlr bdquoherausragende Unter-nehmensbeispiele fuumlr rohstoff- und materialeffiziente Produkte Prozesse oder Dienstleistungen und anwendungsorientierte For-schungsergebnisseldquo vorgesehen

Durch den Wettbewerb soll-ten noch mehr Mitarbeiter und Geschaumlftsfuumlhrer gerade von klei-nen und mittelstaumlndischen Unter-nehmen sowie Wissenschaftler fuumlr das Thema Rohstoff- und Mate-rialeffizienz sensibilisiert werden sagte Hans-Joachim Kuumlmpel Praumlsident der Bundesanstalt fuumlr Geowissenschaften und Rohstof-fe (BGR) in der die Deutsche Roh-stoffagentur angesiedelt ist

Rohstoff- und Materialkosten sind laut Statistischem Bundes-amt im produzierenden Gewerbe mit gut 45 der groumlszligte Kosten-faktor Besonders in Zeiten stei-gender Rohstoffnachfrage und-preise sei daher rohstoff- und materialeffizientes Wirtschaf-ten eine gute Strategie zur Erhouml-hung der Unternehmensrentabili-taumlt und der Wettbewerbsfaumlhigkeit so Kuumlmpel

Praumlmiert werden sollen vier mittelstaumlndische Unternehmen sowie eine Forschungseinrichtung mit einem Preisgeld von jeweils 10000 EUR Einsendeschluss fuumlr Antraumlge ist der 20 Septem-ber 2011 Die Preisverleihung fin-det am 16 November 2011 im Bundesministerium fuumlr Wirtschaft und Technologie in Berlin statt

Weitere Informationen finden Sie unter httpwwwdeutsche-rohstoffagenturde

Deutschland

Familienunternehmen nehmen Asien ins Visier

BERLIN (Dow Jones)--Deutsch-lands groumlszligte Familienunternehmen nehmen als Maumlrkte der Zukunft immer staumlrker die Laumlnder Asiens in den Blick Als wichtigsten Wachstumsmarkt der Zukunft haben die Unternehmen Indi-en ausgemacht Das ist das Ergeb-nis einer Umfrage unter 404 der 2688 Familienunternehmen mit mehr als 50 Mio EUR Jahresumsatz die vom Institut fuumlr Mittelstandsforschung (IfM) durchgefuumlhrt wurde Auftragge-ber waren die Deutsche Bank und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI)

Familienunternehmen seien bereits in hohem Maszlig auf Auslandsmaumlrkten aktiv und erwarteten auch fuumlr die-ses Jahr eine Steigerung ihrer Expor-te heiszligt es Neun von zehn Famili-enunternehmen vertreiben Produk-te und Dienstleistungen auf interna-tionalen Maumlrkten Fuumlr mehr als ein Drittel (354) zaumlhlt Frankreich heute zu den drei wichtigsten Absatzmaumlrk-

ten ndash vor China (274) und den USA (253) Ein Drittel der Unternehmen die bereits international aktiv sind wollen auf weiteren Auslandsmaumlrk-ten aktiv werden Angefuumlhrt wird die Wunschliste von Indien (195) und China (165) Hinsichtlich der Ein-schaumltzung zukuumlnftiger Wachstums-maumlrkte wird sich Indien zum Wachs-tumsmarkt der Zukunft entwickeln und zum fuumlnftwichtigsten Handels-partner aufsteigen China wird dem-nach zum wichtigsten Exportland vor Frankreich den USA und Russland

Die Befragung zeigt weiter dass mehr als drei Viertel (842) den Wirt-schaftsstandort Deutschland posi-tiv bewerten Fast jeder vierte Unter-nehmer (234) beurteilte die Attrak-tivitaumlt Deutschlands als deutlich houmlher im Vergleich zum Ausland Fuumlr dieses Jahr planen zwei Drittel der Befrag-ten (66) die Investitionsbudgets zu erhoumlhen und neue Mitarbeiter einzu-stellen (674)

Deutschland

Ende des Freihafens Hamburg

HAMBURG (Dow Jones)--Der Frei-hafen Hamburg wird zum 1 Januar 2013 aufgehoben damit der Verkehr im Hafen besser flieszligen kann Kuumlnf-tig entfallen die Zollkontrollen an der Freizonengrenze sowie die besonde-ren Uumlberwachungsverfahren fuumlr die Lagerung von Gemeinschaftswaren im Hafengebiet wie die Handelskam-mer Hamburg mitteilte Im gesamten Hafen gelten dann nur noch die all-gemeinen Regelungen fuumlr EU-See-zollhaumlfen Daraus ergeben sich fuumlr die Betroffenen aber zum Teil erhebliche Veraumlnderungen bezuumlglich der Zoll-abfertigung sowie der gesetzlichen Pflichten uumlber sich die Firmen fruumlh-zeitig informieren sollten heiszligt es

So muumlssen kuumlnftig unter anderem Waren die in die EU eingefuumlhrt wer-den unmittelbar nach ihrer Ankunft im Hamburger Hafen in ein Zollverfah-ren uumlberfuumlhrt werden Vom Zoll abge-

fertigte Warensendungen die von den Terminals kommen und ohne weitere Behandlung das Hafengebiet verlas-sen sollen werden jedoch nicht mehr durch Zollkontrollen an den ehemali-gen Freihafengrenzen behindert

Weiter ist eine Lagerung von Nicht-gemeinschaftswaren nur noch im Rahmen der voruumlbergehenden Ver-wahrung oder in einem Zolllager moumlg-lich Zum 1 Januar 2013 muumlssen daher alle in der Freizone gelager-ten Nichtgemeinschaftswaren fuumlr ein bewilligtes Zolllagerverfahren oder zur voruumlbergehenden Verwahrung ange-meldet werden

Die Handelskammer Hamburg will nach eigenen Angaben demnaumlchst spezielle Veranstaltungen fuumlr dieje-nigen Firmen anbieten die von der Aufhebung des Freihafens betrof-fen sind Weitere Informationen unter wwwhk24de

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Hintergrund

Deutschland

Industrie fordert spezielle Industriestrompreise

BERLIN (Dow Jones)--Industrie-vertreter fordern von der Bundes-regierung sich fuumlr konkurrenzfaumlhi-ge Industriestrom-Preise einzuset-zen Denn im Zuge des geplanten beschleunigten Atomausstiegs fuumlrch-ten die energieintensiven Unterneh-men in Deutschland um ihre Wettbe-werbsfaumlhigkeit Angesichts der Son-dersituation die sich aus dem schnel-len Ausstieg ergebe seien Reaktio-nen der Politik gefragt sagte Annet-te Loske Hauptgeschaumlftsfuumlhrerin des Verbandes der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) dem bdquoHan-

delsblattldquo (HB) Der VIK steht fuumlr 80 des industriellen Energieeinsatzes in Deutschland

Der VIK schlaumlgt dazu ein Fondsmo-dell vor Die zur Deckung des Grund-bedarfs der energieintensiven Indus-trie erforderlichen Strommengen wer-den von den Kraftwerksbetreibern zu einem festgelegten Preis an einen Strommengenfonds geliefert Aus diesem Fonds koumlnnen stromintensi-ve Industrieunternehmen Strom zu einem Preis beziehen der im europaumli-schen Vergleich wettbewerbsfaumlhig ist Das Modell koumlnnte im Wege einer frei-willigen Selbstverpflichtung durch die betroffenen Kraftwerksbetreiber ein-gerichtet werden Nach den Vorstel-lungen des VIK koumlnnte die Bundes-

regierung dieses Modell zum Gegen-stand ihrer Verhandlungen mit den Energiekonzernen uumlber die Abschal-tung der Meiler machen Um kei-nen Schadensersatzforderungen der Kernkraftwerksbetreiber zu riskieren wird die Regierung ohnehin mit der Branche sprechen muumlssen

Manche EU-Laumlnder habenregulierte Strompreise

Dass der von der Bundesregierung geplante schnelle Ausstieg aus der Kernkraft zu steigenden Strompreisen

fuumlhren wird gilt als sicher schreibt das bdquoHandels-blattldquo Schon das Morato-rium fuumlr die sieben aumlltes-ten Meiler habe sich preis-treibend ausgewirkt Ein Blick in Laumlnder wie Frank-reich Norwegen oder Spa-nien belegt dass deutsche Unternehmen schon heute besonders hohe Strom-preise zahlen In Frankreich dagegen gibt es neben dem regulaumlren Industrie-strompreis einen regulier-ten Preis der fuumlr beson-ders stromintensive Bran-chen gilt Dieser Preis macht weniger als die Haumllf-te des deutschen Industrie-

strompreises aus bdquoIn Frankreich sind die speziellen Industriestromtarife seit Jahren uumlblich Das ist ein starker Pluspunkt im Wettbewerb Mit dem zu erwartenden Strompreisanstieg in Deutschland wird daraus ein Riesen-vorsprung fuumlr franzoumlsische Unterneh-menldquo sagte Loske

In einzelnen Branchen ist der Strompreis der entscheidende Kos-tenfaktor Besonders deutlich wird das am Beispiel der Aluminiumin-dustrie In einer deutschen Alumini-umhuumltte koumlnnen die Stromkosten bis zu 50 der gesamten Produktions-kosten ausmachen Aluminiumhuumltten in Norwegen Frankreich oder Spani-en haben daher auf den Weltmaumlrkten enorme Kostenvorteile

Deutschland Gesamtmetall rechnet mit 80000 neuen Jobs

BERLIN (Dow Jones)--Gesamt-metallpraumlsident Martin Kannegie-sser rechnet bis Jahresende mit 80000 neuen Arbeitsplaumltzen in der Metall- und Elektrobranche bdquoVom Tiefpunkt im Maumlrz 2010 bis jetzt haben wir auch schon wie-der 75000 zusaumltzliche Stamm-arbeitsplaumltze aufgebautldquo sagte Kannegiesser im Interview mit der bdquoWeltldquo Er geht davon aus dass die Branche bis zum Jah-resende wieder fast 36 Millionen Beschaumlftigten aufweise ndash wie vor der Krise Bereits jetzt hat aller-dings nach seinen Angaben jedes zehnte Unternehmen Schwierig-keiten in der Produktion weil die geeigneten Fachkraumlfte ndash vor allem im Ingenieurbereich ndash fehlen Des-halb denke man immer oumlfter uumlber neue Standorte mit bdquogut qualifi-zierten Leutenldquo nach sagte er der bdquoWeltldquo

Deutschland Preisauftrieb im Groszlighandel laumlsst etwas nach

WIESBADEN (Dow Jones)--Der Preisauftrieb im deutschen Groszlighan-del hat im April etwas nachgelas-sen Das Preisniveau stieg im Ver-gleich zum Vormonat um 02 wie das Statistische Bundesamt berich-tete Im Maumlrz hatten sich die Groszlig-handelspreise um 13 erhoumlht Im Jahresvergleich kletterten die Prei-se im Groszlighandel im April um 92 waumlhrend im Vormonat ein Anstieg um 109 ermittelt worden war Die Groszlighandelspreise fuumlr fuumlr Erze Metal-le und Metallhalbzeug lagen auf Groszlig-handelsebene um 149 uumlber denen vom Vorjahr gegenuumlber dem Vormo-nat fielen sie um 09 Im Groszlighan-del mit festen Brennstoffen und Mine-raloumllerzeugnissen lag das Preisni-veau um 162 uumlber dem Vorjahr im Monatsvergleich verteuerten sich die in diesem Bereich gehandelten Pro-dukte um 15

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Hintergrund

CO2-Kosten

NE-Metallbranche kann weiter auf vollstaumlndige Kompensation hoffenFRANKFURT (Dow Jones)--Die Bemuumlhungen von Herstellern und Ver-arbeitern von Aluminium Kupfer und Zink um einen zeitlich befristeten Ausgleich der in den Strompreis eingepreisten CO2-Kosten werden von der Bundesregierung offenbar weiterhin unterstuumltzt Wie aus Verbands-kreisen zu houmlren ist wird sich die Bundesregierung in einer Stellungnah-me an die Bruumlsseler Wettbewerbsbehoumlrde fuumlr eine Vollkostenkompensa-tion des CO2-Zertifikatepreises ohne Abzug aussprechen Die Angst vor einer moumlglichen Kehrtwende im deutschen Ansatz hatte fuumlhrende Unter-nehmen aus den betroffenen Branchen dazu veranlasst einen bdquoBrand-briefldquo an den Leiter des Bundeskanzleramtes Ronald Pofalla (CDU) zu schreiben und die Lobbyarbeit in Bruumlssel zu verstaumlrken

Eckpunkte der deutschen Stellung-nahme die in der kommenden Woche nach Bruumlssel uumlbermittelt wird basieren offenbar auf einem Beschluss der CDUCSU-Bundestagsfraktion vom 10 Mai Zu den Forderungen gehoumlrt eine Voll-kostenkompensation des Zertifikate-

preises ohne Abzug fuumlr jene Branchen die eine Stromintensitaumlt von 1 kWhEUR Bruttowertschoumlpfung oder mehr aufweisen Die Antragsteller muumlssen dabei einen Stromverbrauch von min-

destens 1 GWhJahr aufweisen Nach Berechnungen des Bundeswirtschafts-ministeriums (BMWi) liegt die Kupferin-distrie knapp oberhalb des Wertes von 1 kWhEUR gleiches gelte mit grouml-szligerem Abstand fuumlr Aluminium sowie Zink Zinn und Blei Das BMWi rechnet

fuumlr die weiteren Verhandlungen jedoch mit moumlg-lichen bdquospuumlrba-ren Einschraumln-kungenldquo bei die-sen Forderun-gen Wesentli-che Stellschrau-ben seien die noch ausstehen-den Beschluumls-se zu den Bei-hilfeleitlinien und der deutschen Foumlrderrichtli-nie Voraussicht-lich duumlrften Bun-desumweltminis-terium und Bun-desfinanzminis-terium versu-chen den Kreis der Beguumlnstig-

ten in der konkreten Umsetzung ein-zuschraumlnken

Zu den Unterzeichnern des Brand-briefes gehoumlrten der groumlszligte europaumli-sche Kupferproduzent Aurubis Zink-

produzent Xstrata Zinc sowie die Alu-miniumhersteller Trimet Norsk Hydro und Voerde Aluminium (Voerdal) Par-allel dazu wurde die Lobbyarbeit in Zusammenhang mit dem Konsulta-tionsverfahren der Bruumlsseler Wettbe-werbsbehoumlrde zum Thema Kompen-sationszahlung verstaumlrkt um die bdquovoumll-lig indiskutable Varianteldquo einer nicht vollstaumlndigen Kompensation vom Tisch zu bringen wie Heribert Hauck bei der Trimet Aluminium AG fuumlr das Ressort Energiewirtschaft zustaumlndig im Gespraumlch mit Dow Jones betont Die Bundesregierung hatte bereits im August 2009 Verstaumlndnis fuumlr die Bran-che gezeigt und die nationale bdquoRichtli-nie zur Foumlrderung der Herstellung von klimaschonenden NE-Metallenldquo ver-abschiedet Die Foumlrderrichtlinie wird jedoch von der EU-Wettbewerbsbe-houmlrde seit zwei Jahren nicht freigege-ben offiziell pruumlft die Kommission sie noch Auch die EU-Emissionshandels-richtlinie sieht in Artikel 10a Absatz 6Ausgleichszahlungen fuumlr Sektoren beziehungsweise Teilsektoren vor fuumlr die ein erhebliches Risiko einer Ver-lagerung von CO2-Emissionen durch auf den Strompreis uumlbergewaumllzte Kosten der Treibhausgasemissionen (Carbon Leakage) ermittelt wurde

bdquoSolange es kein weltweites Emis-sionshandelsregime gibt wollen wir eine Kompensation haben Diese soll auch der Belastung entspre-chen Es reicht nicht aus wenn wir nur einen Teil der Belastungen erstat-tet bekommenldquo sagte auch Ulf Gehr-ckens Energiechef des Kupferprodu-zenten Aurubis bdquoNur durch die Kom-pensation der CO2-Kosten erreichen wir wieder gleiche Wettbewerbsbe-dingungenldquo ist Gehrckens uumlberzeugt Aurubis habe wie andere Unterneh-men deren Produkte zu Boumlrsenprei-sen gehandelt werden keine Moumlg-lichkeit lokale Mehrkosten an den Kunden weiterzugeben Trimet muumlss-te bei voller Belastung auf Basis des derzeitigen CO2-Preises von rund 17 EURt laut Hauck pro Jahr 60 Mio EUR zusaumltzlich bezahlen bei Aurubis laumlge die Belastung nach Angaben von Gehrckens bei 25 Mio EUR pro Jahr Silvia Rausch-Becker

Ein bdquoBrandbriefldquo der NE-Metallbranche zeigte offenbar Wirkung in Berlin Quelle Deutscher Bundestag

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Zinn Zink Blei amp Nickel

Seltene Erden

bdquoEntwicklung Gruumlner Technologien gefaumlhrdetldquoHANNOVER (Dow Jones)--Die Ver-

sorgung mit Seltenen Erden stellt die deutsche Wirtschaft weiterhin vor Probleme Waumlhrend im Bereich der so genannten leichten Seltenen Erden (Cer Lanthan ua) voraussicht-lich ab 2012 eine deutliche Entspan-nung eintreten wird ist fuumlr die Nutzer von schweren Seltenen Erden (Dys-prosium Europium ua) kein Ende der Versorgungsengpaumlsse abzuse-hen Zu diesem Ergebnis kommt eine Kurzstudie der Deutschen Rohstoff-agentur (DERA) in der Bundesanstalt fuumlr Geowissenschaften und Rohstof-fe (BGR)

bdquoIn Uumlbereinstimmung mit interna-tionalen Studien rechnen wir in der nahen Zukunft mit einer unzureichen-den Versorgungslage besonders mit Europium Terbium und Dysprosiumldquo sagte Harald Elsner BGR-Exper-te und Autor der Studie Die schwe-ren Seltenen Erden finden in vielen so genannten bdquoGruumlnen Technologi-enldquo Verwendung wie z B im Bereich der Windenergie Auch die Produkti-on von energiesparenden Leuchtmit-teln ist ohne schwere Seltene Erden nicht moumlglich

Die Kurzstudie verweist auf ein weiteres Problem Obwohl es Sub-stitutionsmoumlglichkeiten gebe koumlnn-te die augenblickliche Rohstoffsitua-tion auch dazu fuumlhren dass die Ent-

wicklung von effizienteren Wind- und Wasserkraftwerken sowie die Aus-breitung der Elektromobilitaumlt gefaumlhr-det sei warnt Elsner Deshalb steht fuumlr den Experten fest bdquoTrotz bereits eingesetzter groszliger Bemuumlhungen um Maximierung der Recyclingquoten ist absehbar dass kuumlnftig nur die Unter-nehmen von den groszligen Marktchan-cen im Bereich der Gruumlnen Technolo-gien profitieren die sich in der primauml-ren Rohstoffversorgung mit schweren Seltenen Erden abgesichert habenldquo

Die Kurzstudie zeigt weiter auf in welchen Industriesektoren die schwe-ren Seltenen Erden jeweils Verwen-dung finden und in welchen Men-gen sie voraussichtlich bis zum Jahr 2015 zur Verfuumlgung stehen werden Zu den untersuchten schweren Sel-tenen Erden gehoumlren elf Elemente darunter sind die wichtigsten Yttri-um Samarium Europium Gadolini-um Terbium Dysprosium und Erbi-um In die Untersuchung flossen den Angaben des Autors zufolge Informa-tionen deutscher Firmen ein die Sel-tene Erden verbrauchen

Die unter dem Titel bdquoKritische Ver-sorgungslage mit schweren Seltenen Erden ndash Entwicklung bdquoGruumlner Tech-nologienldquo gefaumlhrdetldquo erschienene Kurzstudie steht auf der Homepage der BGR als Download zur Verfuumlgung (httpwwwbgrbundde)

Seltene Erden

Goldman Sachs sieht ab 2013 Entspannung

SYDNEY (Dow Jones)--Das globa-le Angebotsdefizit der Seltenen Erden wird im laufenden Jahr seinen Houmlchst-stand erreichen Dies ist die Einschaumlt-zung der Investmentbank Goldman Sachs Das Defizit koumlnne sich 2011 auf 18734 t belaufen was 132 der Nachfrage entspraumlche Nachdem der Markt 2013 fast im Gleichgewicht sein werde koumlnne der Angebots-uumlberhang im darauf folgenden Jahr bereits 5860 t betragen was 32

der erwarteten Nachfrage entspre-che bdquoWir gehen davon aus dass der Markt 2011 und 2012 deutlich unter-versorgt sein wird und dass die Preise in den kommenden 18 Monaten nach oben tendierenldquo schreibt Goldman Sachs 2013 soll der Markt fast aus-geglichen und danach leicht uumlberver-sorgt sein Dies koumlnne zumindest bei den leichten Seltenen Erden zwischen 2013 und 2015 zu moderaten Preis-ruumlckgaumlngen fuumlhren

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

1500

1750

2000

2250

2500

2750

J J A S O N D J F M A M600000

650000

700000

750000

800000

850000

Zink

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

15000

20000

25000

30000

35000

40000

J J A S O N D J F M A M10000

12500

15000

17500

20000

22500

Zinn

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 2895000 2915000EURt 2043193 1963756

3 MonateUSDt 2900000 2905000EURt 2046722 1957020

15 MonateUSDt 2909000 2910000EURT 2053074 1960388

Lagerbestaumlnde (in t) 21965 21080

Quelle London Metal Exchange

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

KasseUSDt 210350 212600EURt 148458 143223

3 MonateUSDt 212100 213000EURt 149693 143492

15 MonateUSDt 217000 219000EURT 153151 147534

Lagerbestaumlnde (in t) 829050 822225

Quelle London Metal Exchange

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Zinn Zink Blei amp Nickel

Seltene Erden

DIW fordert zu Vorratshaltung auf

BERLIN (Dow Jones)--Das Deut-sche Institut fuumlr Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) warnt wegen des Mono-pols Chinas bei Seltenen Erden vor einer die Lieferketten bedrohenden Abhaumlngigkeit und fordert die Indus-triestaaten zu einer entsprechenden Vorratshaltung sowie abgestimm-tem Verhalten auf bdquoDie Seltenen Erd-metalle sind eine zunehmend wichti-ge Ressource fuumlr die Hochtechnolo-gie-Industrieldquo erklaumlrte Antje Kroumlger DIW-Expertin und Mitautorin einer am Mittwoch veroumlffentlichten Studie zum Thema bdquoWettlauf um die Metalleldquo

Lieferengpaumlsse oder Lieferblo-ckaden koumlnnten die Entwicklungen der Industriestaaten bremsen bdquoDie Industriestaaten sollten deswegen ein WTO-Streitbeilegungsverfahren anregen oder versuchen im Rahmen eines abgestimmten Vorgehens Vorrauml-te anzulegenldquo riet die DIW-Forsche-rin Politik und Wirtschaft der Indus-triestaaten haumltten den strategischen Wert der Seltenen Erden viel zu lange nicht erkannt

bdquoEuropa die USA und Japan finden sich deshalb heute in einer Abhaumln-gigkeit wieder die wichtige Teile ihrer

Industrie bedroht wie zum Beispiel die Umwelttechnologie Elektrotech-nik und Autobrancheldquo warnte Krouml-ger Rund 97 der Seltenen Erden wuumlrden derzeit in China gefoumlrdert und aufbereitet

Mit diesem Monopol koumlnne die Volksrepublik das Angebot jeder-zeit verknappen Kurz- und mittel-fristig werde sich das Problem ver-schaumlrfen denn die Nachfrage steige Schon jetzt nutze China seine Mono-polstellung uumlber Preis- und Lieferdis-kriminierungen gezielt um die eige-ne Industrie zu foumlrdern und auslaumln-dische High-Tech-Konzerne ins Land zu locken indem beispielsweise Ver-sorgungszusagen gemacht wuumlrden Ausreichende Mengen Seltener Erden wuumlrden solchen Unternehmen zuge-sagt die ihre Produktion nach China verlegten

Schwaumlchung destechnologischen Know-hows

Den Industriestaaten drohe zunaumlchst eine Abwanderung und mit-telfristig auch eine Schwaumlchung ihres technologischen Know-hows bdquoSchon heute werden geschaumltzte 60 der globalen Seltene-Erden-Produktion in China eingesetztldquo sagte Kroumlger Sel-tene Erden stecken in Katalysatoren Handys Plasmabildschirmen Fest-platten Batterien und MP3-Spielern Sie helfen Windkraftturbinen Elek-tromotoren sowie Energiesparlam-pen zu betreiben bdquoDie Marktstruk-tur der weltweiten Metallmaumlrkte soll-te staumlrker kontrolliert werdenldquo meint Aleksandar Zaklan Spezialist fuumlr Res-sourcenmaumlrkte am DIW bdquoSollten sich die gegenwaumlrtigen Trends vor allem bei der Angebotskonzentration und dem Nachfragewachstum fortsetzen muss mit weiter steigenden Metall-preisen gerechnet werdenldquo warnt der Forscher

Sie finden die Studie zum kosten-losen Download unter httpwwwdiwdedocumentspublikationen73diw_01c372387de11-19-1pdf

Praumlsodym wird unter anderemfuumlr Dauermagnete benoumltigt Foto jumkde

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

1500

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2400

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J J A S O N D J F M A M180000

210000

240000

270000

300000

330000

Blei

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

17500

20000

22500

25000

27500

30000

J J A S O N D J F M A M114000

120000

126000

132000

138000

144000

Nickel

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 2396000 2497500EURt 1691016 1682498

3 MonateUSDt 2400000 2500000EURt 1693839 1684182

15 MonateUSDt 2367500 2467500EURT 1670901 1662288

Lagerbestaumlnde (in t) 114732 116364

Quelle London Metal Exchange

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 227200 237900EURt 160350 160267

3 MonateUSDt 225500 234500EURt 159150 157976

15 MonateUSDt 224800 233300EURT 158656 157168

Lagerbestaumlnde (in t) 315825 311450

Quelle London Metal Exchange

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Branchen amp Maumlrkte

Maschinenbau Weiteres Auftragsplusbei Neuauftraumlgen

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Maschinen- und Anla-genbau hat im Maumlrz einen weiteren Anstieg bei den Neuauftraumlgen ver-zeichnet wobei sich die Zuwachsra-te jedoch verlangsamt hat Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mitteilte lag der Aufragseingang real 18 uumlber dem Ergebnis des Vorjahres Dabei stiegen das Inlands- und das Auslandsge-schaumlft gleichermaszligen um jeweils 18 im Vergleich zum Maumlrz 2010 Im Feb-ruar war ein Orderplus auf Jahressicht von 38 berichtet worden

In dem von kurzfristigen Schwan-kungen weniger beeinflussten Drei-

Automobil Pkw-Markt bleibt auf dem Wachstumspfad

BAD HOMBURG (Dow Jones)--Die Zahl der Pkw-Neuzulassun-gen in Deutschland hat sich im April weiter erhoumlht Wie der Verband der Internationalen Kraftfahrzeugherstel-ler (VDIK) mitteilte erreichte der Pkw-Markt mit rund 266000 Zulassun-gen ein Wachstum von 3 gegenuuml-ber dem Vorjahresmonat Seit Jahres-beginn liegt der Markt damit um 11 uumlber dem Vorjahresniveau

Dabei wuchs die bdquoNachfrage nach Hybridfahrzeugen gegenuumlber dem Vorjahreswert um knapp 30 und erreichte in den ersten vier Mona-ten 2011 in Deutschland uumlber 3800 Zulassungenldquo erklaumlrte VDIK-Prauml-sident Volker Lange Davon entfie-len 90 auf internationale Herstel-ler bdquoAktuell sind damit 41000 Hyb-rid-Pkw auf deutschen Straszligen unter-wegsldquo

Die kraumlftige Nachfrage auf dem Nutzfahrzeugmarkt hielt ebenfalls weiter an Mit rund 26600 Neuzulas-sungen im April konnte das Vorjahres-ergebnis um 12 uumlbertroffen werden In den ersten vier Monaten 2011 wur-den damit insgesamt 103000 Nutz-fahrzeuge neu zugelassen das ent-spricht einem Wachstum von 25

Maschinenbau Chancen durch Ausbau der Elektromobilitaumlt

WUumlRZBURG (Dow Jones)--Der deutsche Maschinen- und Anlagen-bau wird in den kommenden Jahren vom Ausbau der Elektromobilitaumlt stark profitieren Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie von VDMA und der Strategieberatung Roland Berger Denn durch die Einfuumlhrung von Fahr-zeugen mit elektrischem Antriebs-strang seien zukuumlnftig Kompetenzen des Maschinenbaus gefragt die bis-lang nur selten in der Automobilpro-duktion genutzt wurden Denn kos-tensenkende Produktionstechnik werde dort dringend gebraucht

Durch neue Produktionsanlagen fuumlr Elektrobatterien werde sich bis 2020 ein Geschaumlftspotenzial von 48 Mrd EUR ergeben heiszligt es in der Studie Allerdings stehe die Branche auch vor der groszligen Herausforderung ein neues Produkt- und Technologieport-folio entwickeln zu muumlssen

Fuumlr die deutsche Maschinenbau-branche spielt der Automobilbau schon jetzt eine wichtige Rolle So wurden 2010 rund 14 Mrd EUR direkt im Automotive-Bereich umgesetzt

Die Studie mit dem Titel bdquoE-Mobi-lity ndash Chancen und Risiken fuumlr den deutschen Maschinen- und Anlagen-bauldquo koumlnnen Sie kostenlos von der Webseite des VDMA downloaden httpwwwvdmaorg

monatsvergleich Januar bis Maumlrz 2011 ergibt sich insgesamt ein Plus von 32 im Vorjahresvergleich bei den Inlandsauftraumlgen ein Plus von 35 und bei den Auslandsauftraumlgen ein Plus von 31 bdquoErwartungsge-maumlszlig setzt nun offenbar eine Norma-lisierung der Wachstumsraten einldquo kommentierte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers das Ergebnis bdquoDer sogenannte Basiseffekt extrem nied-riger Vorjahreswerte spielt eine immer geringere Rolle weil sich in eben diesen Vorjahresmonaten der Auf-schwung bereits bemerkbar machte So war der Maumlrz 2010 der erste star-ke Ordermonat nach der Kriseldquo fuumlgte er hinzu

HandelsabkommenFreihandelsabkommen mit Suumldkorea besiegelt

SEOUL (Dow Jonesgtai)--Das suumld-koreanischen Parlament hat das im Oktober 2010 vereinbarte Freihan-delsabkommen mit der EU ratifiziert Damit ist der Weg frei fuumlr das erste Freihandelsabkommen der EU mit einem asiatischen Partner Die Verein-barung wird ab Juli 2011 in Kraft tre-ten Zwischen der EU und Suumldkorea werden dann innerhalb von fuumlnf Jah-ren die Zoumllle auf mehr als 98 aller Warenstroumlme entfallen Innerhalb von sieben Jahren sollen die Zoumllle auf alle Industrieguumlter beseitigt werden

ImporteSorge vor verstrahlter Ware ist unbegruumlndet

HAMBURG (Dow Jones)--Die Befuumlrchtung dass nach dem Unfall im japanischen Kernkraft-werk Fukushima radioaktiv ver-strahlte Ware nach Deutschland gelangen koumlnnte ist offenbar unbegruumlndet Im Hafen Hamburg jedenfalls musste bisher kein aus Japan ankommendes Schiff kon-trolliert werden wie ein Sprecher der Hamburger Innenbehoumlrde auf Anfrage mitteilte Dies liege daran dass es keine Direktverbindun-gen zwischen Japan und Ham-burg gebe und alle in Frage kom-menden Schiffe bereits in ande-ren Haumlfen auf eine moumlgliche radio-aktive Strahlung uumlberpruumlft wor-den seien

Der Rotterdamer Hafen will nach einem Bericht der bdquoVerkehrsrund-schauldquo noch bis 15 Mai alle aus Japan kommenden Schiffe auf radioaktive Belastung hin uumlber-pruumlfen Bei den bislang durchge-fuumlhrten Kontrollen auf den Schif-fen und an der Ladung seien keine Auffaumllligkeiten festgestellt worden teilte der Hafenbetreiber mit Wie unsere Redaktion erfuhr fordern die Automobilhersteller seit dem Ausbruch der Japan-Krise beson-dere Sicherheitsvorkehrungen kri

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Branchen amp Maumlrkte

Ausgewaumlhlte Termine

Herausgeber und Verlag Dow Jones News GmbH Baseler ArkadenWilhelm-Leuschner-Straszlige 78 60329 Frankfurt am Main HRB 58631 Frankfurt

Geschaumlftsfuumlhrung Dr Matthias Paul Volker Schneider James Rhyu Adam Tuckman Andrew Langhoff und Sue Needle

Verantwortlich fuumlr den Inhalt Kai Moll Tel +49 (0) 69 2 97 25 - 4 20E-Mail metalldedowjonescom Fax - 4 40 Internet wwwdjnewslettersde

Abonnenten-Service serviceeuropedowjonescom oder+49 (0) 69 2 97 25 - 1 66Dow Jones NE-Metalle Monitor ist ein Produkt der Dow Jones News GmbH einer Tochterge-sellschaft der Dow Jones International GmbH Die Business Newsletter stuumltzen sich neben umfangreicher Eigenberichterstattung auf wei-tere auch international taumltige Nachrichtenagen-turen sowie bei Charts Kursen und Preisen auch auf wwwaid-netde Alle Meldungen wer-den mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet Fuumlr Verzoumlgerungen Irrtuumlmer und Unterlassungen wird jedoch keine Haftung uumlbernommen Kopi-en Nachdrucke oder sonstige Vervielfaumlltigun-gen nur mit Genehmigung des Herausgebers

Erscheinungsweise 2-mal monatlich

Impressum

Zulieferer Geschaumlftserwartungen normalisieren sich

HAGEN (Dow Jones)--Der ArGeZ-Geschaumlftsklimaindex fuumlr die deut-sche Zulieferindustrie hat sich im April erwartungsgemaumlszlig abgeschwaumlcht Wie die Arbeitsgemeinschaft Zulie-ferindustrie (ArGeZ) mitteilte hat sich die bereits im Vormonat angedeute-te Normalisierung der Zukunftserwar-tungen im Berichtsmonat fortgesetzt bdquoZusaumltzlich duumlrften sich die Unsicher-heiten in Nordafrika sowie die Unkal-kulierbarkeit von Nachwirkungen der Japan-Katastrophe auswirkenldquo schreibt der Verband Gleichwohl zeige sich die aktuelle Geschaumlftslage weiter auf hohem Niveau

Der Geschaumlftsklimaindex Zulie-ferindustrie wird von der Arbeitsge-meinschaft Zulieferindustrie ArGeZ in Zusammenarbeit mit dem Ifo-Institut Muumlnchen ermittelt Er beruht auf der Befragung von rund 600 Unterneh-men und deckt die in der Arbeitsge-meinschaft Zulieferindustrie zusam-mengeschlossenen Branchen Gieszlige-rei-Industrie Kunststoffverarbeitung Stahl- und Metallverarbeitung NE-Metall-Industrie Kautschukindustrie sowie Technische Textilien ab

ArGeZ-GeschaumlftsklimaindexZulieferindustrie Deutschland

2000 = 100 saisonbereinigt Saldo aus positiven und negativen Bewertungen Quelle ifo Institut ArGeZ Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie

Aktuelle Lage

Zukunftserwartung

VIK-Strompreisindexfuumlr Mittelspannung

Quelle VIK

Maumlrz 17370

(Januar 2002 = 100)

Haben Sie Anregungen Fragen Hinweise zu unseren DatenE-Mail an datendedowjonescom

Strom VIK-Index reagiert aufAtomausstiegsplaumlne

ESSEN (Dow Jones)--Der VIK-Strompreisindex fuumlr Mittelspan-nungskunden ist im April nochmals kraumlftig um 610 Punkte bzw 469 auf 17980 Punkte gestiegen Damit erreicht der Index den houmlchsten Wert seit Ende 2008 wie der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirt-schaft (VIK) mitteilte Maszliggeblich fuumlr den weiteren Anstieg war dem VIK zufolge der von der Bundesregie-rung geplante beschleunigte Atom-ausstieg Dieser habe einen deutli-chen Einfluss auf die Strompreise an der Leipziger Boumlrse EEX und somit auch auf den vom Verband monatlich veroumlffentlichten VIK-Index gehabt So seien die Preise fuumlr die folgenden vier Quartale an der EEX nach Bekannt-gabe des Atommoratoriums im Maumlrz zunaumlchst sprunghaft angestiegen und verharrten seitdem auf diesem hohen Niveau

Neben dem deutlichen Anstieg im Vergleich zum Vormonat kletterte auch der gleitende Jahresmittelwert uumlber 12 Monate um 243 Punkte auf aktuell 16087 Punkte Der VIK-Strom-preisindex basiert auf den Stromprei-sen der EEX sowie den Netznutzungs-entgelten von sechs deutschen Netz-betreibern Als Energiepreiskompo-nente wertet der VIK die monatlichen Durchschnittspreise des Terminmark-tes fuumlr die kommenden vier Quartals-produkte aus

Dow Jones Management Forum Rohstoffversorgung 2011

Termin 17 bis 18 Mai 2011 Ort Frankfurt am MainIm Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Fragen wie sich Unterneh-men langfristig aufstellen koumlnnen um ihre Rohstoffversorgung abzu-sichern Tel 06929 72 51 51E-Mailconferencesdowjonescomwwwdjnewslettersdeconferences

EuroFX-Referenzkurs 1252011 14151 USDQuelle Reuters

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Marktanalyse Aluminium amp Kupfer

Dow Jones NE-Metalle Prognose

Weiterhin nervoumlser Handel bei den Basismetallen erwartetFRANKFURT (Dow Jones)--Wir

rechnen weiter mit einem nervoumlsen Handelsgeschehen an den Basisme-tallmaumlrkten da die Marktteilnehmer versuchen die widerspruumlchlichen Sig-nale zu verdauen Obwohl die juumlngs-ten Nachrichten uumlberwiegend negativ waren verdraumlngten die Player dies zu Beginn der Woche und fokussierten sich auf die guten Neuigkeiten Nach dem Ausverkauf in der vergangenen Woche der Kupfer um 42 und Alu-minium um 2 innerhalb eines Tages absacken lieszlig sind die Kaumlufer in die-ser Woche auf den Markt zuruumlckge-kehrt um die die Gelegenheit zu nut-zen Kupfer unter 9000 USDt und Aluminium unter 2700 USDt einzu-kaufen Es ist derzeit vor allem die-ser anhaltende Optimismus der den Basismetallmarkt am staumlrksten unter-stuumltzt Doch nun ist der Risikoappe-tit erneut deutlich zuruumlckgegangen Zudem stehen wir am Beginn der sai-sonal schwachen Sommermonate

Wir erwarten aber dass die Indus-triemetalle den zunehmenden Sorgen bezuumlglich einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und bezuumlg-lich der Schuldenkrisen noch fuumlr eini-ge Wochen widerstehen wird Aller-dings sind in den naumlchsten Wochen starke Schwankungen wahrschein-lich sind Die Kupferpreise an der Londoner Metallboumlrse duumlrften sich in diesem Zeitraum in einer Range zwi-

schen 8600 und 9400 USDt bewe-gen Allerdings besteht das Risiko einer technischen Korrektur wenn die Unterstuumltzungsmarke von 8600 USDtnachhaltig faumlllt Dann baut sich die naumlchste Unterstuumltzung 8200 USDtauf ndash ein Preislevel das zuletzt im Oktober 2010 gesehen wurde Bei Aluminium sehen wir eine starke Unterstuumltzung bei 2500 USDt sowie einen Schluumlsselwiderstand bei 2270 USDt

Unter den negativen Marktnachrich-ten war auch dass Chinas Kupferim-porte im April schwaumlcher als erwartet ausgefallen sind Das Land importier-te nach vorlaumlufigen Zahlen der chine-sischen Zollbehoumlrden 262676 t Kup-fer Kupferlegierungen und Halbfer-tigprodukte was einen Ruumlckgang um 40 im Vergleich zum Vorjahres-monat und um 14 gegenuumlber dem Maumlrz darstellt Die Bestaumlnde in den gelisteten Lagerhaumlusern der Shang-hai Futures Exchange sind nach wie vor hoch und es gibt Geruumlchte uumlber groszlige Bestaumlnde auszligerhalb der gelis-teten Laumlger Zudem koumlnnte der Inflati-onsdruck zu weiteren geldpolitischen Maszlignahmen fuumlhren was die Nachfra-ge daumlmpfen duumlrfte Gleichzeitig spielt sich die chinesische Kupferprodukti-on wegen der Rekordpreise auf einem hohen Level ab

Dies faumlllt vermutlich mit einer im Som-mer saisonal bedingten schwaumlcheren

Nachfrage in der noumlrdlichen Hemis-phaumlre zusammen Die nicht-kommer-ziellen Investoren haben bereits ihre Netto-Longpositionen die vierte Woche in Folge heruntergefahren

Allerdings gibt es auch einige Unterstuumltzung von den anderen Roh-stoffmaumlrkten So steht der Energie-komplex infolge der anhaltenden geo-politischen Spannungen und wegen der Folgen des Erdbebens in Japan stark da Dennoch sind es vor allem die Wechselkurse die weiterhin den Grundton am Markt setzen Die Euro-Dollar-Relation schwankt infolge der fortdauernden Schuldenthematik auf beiden Seiten des Atlantiks hin und her Die Wechselkurse sind ein Spiel-ball zwischen gegnerischen Kraumlften da der Fokus der Investoren zwischen den Themen USA sowie Europa hin- und herschwankt

Da die Investoren derzeit ihren Fokus vom griechischen Haushalt wieder abwenden duumlrfte der Euro durch die erwartete Zinssteigerung die die Europaumlische Zentralbank viel-leicht bereits im Juni ankuumlndigen wird Unterstuumltzung finden Alles in allem befinden sich die beiden Waumlhrungen in einer Pattsituation aber angesichts der widerspruumlchlichen Signale die auf das Waumlhrungspaar wirken erwar-ten wir in den naumlchsten Wochen star-ke Ausschlaumlge Dow Jones Commodities Research

Dow Jones Indikatoren NE-Metalle(USDt) Kupfer LME

Grundtendenz Obere Grenze Untere Grenze Grundtendenz Obere Grenze Untere Grenze

(USDt)

20

Dow Jones NE-Metalle Monitor

Ausgewaumlhlte Metalle und Legierungen 115 45Kupfer (DEL-Notiz) 61692-61929 62535-62764MK (Metallnotierung Kupfer) 70766 71601Aluminium unverzollt ($t)Blei in Kabeln 18481 19038Metallbasis Bronze 946 83000 84000Messing MS 58 1Verarbrsquostufe 50900-51700 51400-52100Messing MS 58 2Verarbrsquostufe 55600-55700 56200-56200Messing MP 58 50100 50600Messing MS 63 53800-54000 54300-54500Metallbasis Messing 6337 53600-53800 54000-54300Zinklegierung Z 400410 Basispreis 20800 20800Zinn 999 loco Duisburg 208400 212700Alu 997 prompt Deutschland geliefert 20300 20600Aluminium in Kabeln 20300 20600Kupfer hochgr Kath Kasse 61600 62600Kupfer hochgr Kath 3 Monate 61700 62700

Messinglegierungen 115 45Rotguss RG 5 47500-48000 47500-48000Rotguss RG 7 50000-51000 50000-51000Rotguss RG 10 50500-51000 50500-51000Gussbronze GBZ 10 58000-64000 58000-64000Gussbronze GBZ 12 60000-64000 60000-64000Gussbronze GBZ 14 63000-66000 63000-66000

Ferrolegierungen 115 45Molybdaumln Oxid 57 (USDlb)in Faumlssern 1600-1735 1690-1735in Dosen 1700-1745 1700-1745

Molybdaumln in Briketts (USDlb) 1720-1760 1715-1745Ferro-Molybdaumln 70 (USDkg) 4090-4150 4090-4180Ferro-Vanadium 80 (USDkg) 2960-3050 2960-3090Ferro-Niob 63 (USDkg) 4300-4600 4300-4600Ferro-Titan 70 (USDkg) 850-890 850-890Ferro-Wolfram 80 (USDkg) 4950-5150 4950-5150Ferro-Mangan carbure (EURt) 94000-104000 96000-105000Ferro-Mangan affine (EURt) 165000-172000165000-172000

Alu-Gussleg frei Verbraucher (3t) 115 45Nr 226 23800-24800 23800-24800Nr 231 24600-25600 24600-25600Nr 233 25500-26500 25500-26500

NE-Metall-Schrotte 115 45Altblei (EUR100kg) 11500-12000 12500-13000Akkublei (EUR100kg) 5000-5500 5000-5500Kabul (Milberry) 58000-58500 58500-59000Kasus (Granulat I) 58000-58500 58500-59000Katze (Granulat II) 54000-54500 54500-55000Kader (Berry) 53500-54000 54000-54500Kupferdraht (Kanal) 51000-51500 51500-52000Schwerkupfer (Keule) 52000-52500 52500-53000Leichtkupfer (Klima) 50000-50500 50500-51000Schwermessing (Milbe) 32000-32500 32000-32500Leichtmessing (Modus) 29500-30000 29500-30000Rotguss-Schrott 1Qu (Radar) 47000-47500 47000-47500Rotguss-Schrott 2Qu (Rampe) 46000-46500 46000-46500Umschmelzzink 12000-12500 12000-12500Altzink 9000-9500 9000-9500Messingstangenspaumlne MS58 (Maler)36500-37000 37000-37500Messingblechabfaumllle MS63 (Magda) 40000-40500 42000-42500Chromstahl 3500-4000 4000-4500Chromnickelstahlabf V-II a 15000-15500 15500-16000Chromnickelstahlabf V-IV a 23000-23500 24000-24500Alu neu Cu-am 13500-14000 13500-14000Reinaluminiumdraht 16500-17000 16500-17000Gussschrott max 2 FE 9500-10000 9500-10000Alu-Blechabf max 2 8500-9000 8500-9000Alu-Spaumlne Toleranz 5 8000-8500 8000-8500Alu-Profilabf AlMgSi 05 17000-17500 17000-17500

LME (USDt) 115 45KobaltKassa 38000-39500 38000-390003 Monate 37500-39000 37000-38000MolybdaumlnKassa 36450-37450 35700-377003 Monate 36750-37750 36000-38000

Kassapreise 115 45Gold ) (EURkg fein) 3590000 3506000Gold verarbeitet ) (EURkg fein) 3761000 3673000Silber ) (EURkg fein) 94160 96000Silber verarbeitet ) (EURkg fein) 98560 100480Platin verarb (EURg fein) 4252 4231Palladium verarb (EURg fein) 1819 1857Iridium verarb (EURg fein) 2590000 2520000Rhodium verarb (EURkg fein) 5335000 5355000Ruthenium verarb (EURkg fein) 450000 440000) Basis Londoner Fixing Preise von W C Heraeus GmbH

FuturesNew York Comex Gold USDFeinunze 115 45Mai 150110 151490Juni 150140 151530Juli 150200August 150270 151650Oktober 150400 151770Dezember 150530 151880Februar 150640 152010

New York Comex Silber ctsFeinunze 115 45Mai 355090 393830Juni 355090 393870Juli 355150 393880September 355280 393960Dezember 355280 393960Januar 355100 393730Maumlrz 354800 393260Mai 354380 392610

New York Nymex Platin USDFeinunze 115 45Juni 177780 182730Juli 177780 182630Oktober 178150 182990Januar 178150 183190

New York Nymex Palladium USDFeinunze 115 45Juni 71540 74670September 71710 74830Dezember 71850 74930

Preisuumlbersicht NE-Metalle (Deutsche Haumlndlerpreise in EUR100kg sofern nicht anders angegeben)

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Hintergrund

Deutschland

Industrie fordert spezielle Industriestrompreise

BERLIN (Dow Jones)--Industrie-vertreter fordern von der Bundes-regierung sich fuumlr konkurrenzfaumlhi-ge Industriestrom-Preise einzuset-zen Denn im Zuge des geplanten beschleunigten Atomausstiegs fuumlrch-ten die energieintensiven Unterneh-men in Deutschland um ihre Wettbe-werbsfaumlhigkeit Angesichts der Son-dersituation die sich aus dem schnel-len Ausstieg ergebe seien Reaktio-nen der Politik gefragt sagte Annet-te Loske Hauptgeschaumlftsfuumlhrerin des Verbandes der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) dem bdquoHan-

delsblattldquo (HB) Der VIK steht fuumlr 80 des industriellen Energieeinsatzes in Deutschland

Der VIK schlaumlgt dazu ein Fondsmo-dell vor Die zur Deckung des Grund-bedarfs der energieintensiven Indus-trie erforderlichen Strommengen wer-den von den Kraftwerksbetreibern zu einem festgelegten Preis an einen Strommengenfonds geliefert Aus diesem Fonds koumlnnen stromintensi-ve Industrieunternehmen Strom zu einem Preis beziehen der im europaumli-schen Vergleich wettbewerbsfaumlhig ist Das Modell koumlnnte im Wege einer frei-willigen Selbstverpflichtung durch die betroffenen Kraftwerksbetreiber ein-gerichtet werden Nach den Vorstel-lungen des VIK koumlnnte die Bundes-

regierung dieses Modell zum Gegen-stand ihrer Verhandlungen mit den Energiekonzernen uumlber die Abschal-tung der Meiler machen Um kei-nen Schadensersatzforderungen der Kernkraftwerksbetreiber zu riskieren wird die Regierung ohnehin mit der Branche sprechen muumlssen

Manche EU-Laumlnder habenregulierte Strompreise

Dass der von der Bundesregierung geplante schnelle Ausstieg aus der Kernkraft zu steigenden Strompreisen

fuumlhren wird gilt als sicher schreibt das bdquoHandels-blattldquo Schon das Morato-rium fuumlr die sieben aumlltes-ten Meiler habe sich preis-treibend ausgewirkt Ein Blick in Laumlnder wie Frank-reich Norwegen oder Spa-nien belegt dass deutsche Unternehmen schon heute besonders hohe Strom-preise zahlen In Frankreich dagegen gibt es neben dem regulaumlren Industrie-strompreis einen regulier-ten Preis der fuumlr beson-ders stromintensive Bran-chen gilt Dieser Preis macht weniger als die Haumllf-te des deutschen Industrie-

strompreises aus bdquoIn Frankreich sind die speziellen Industriestromtarife seit Jahren uumlblich Das ist ein starker Pluspunkt im Wettbewerb Mit dem zu erwartenden Strompreisanstieg in Deutschland wird daraus ein Riesen-vorsprung fuumlr franzoumlsische Unterneh-menldquo sagte Loske

In einzelnen Branchen ist der Strompreis der entscheidende Kos-tenfaktor Besonders deutlich wird das am Beispiel der Aluminiumin-dustrie In einer deutschen Alumini-umhuumltte koumlnnen die Stromkosten bis zu 50 der gesamten Produktions-kosten ausmachen Aluminiumhuumltten in Norwegen Frankreich oder Spani-en haben daher auf den Weltmaumlrkten enorme Kostenvorteile

Deutschland Gesamtmetall rechnet mit 80000 neuen Jobs

BERLIN (Dow Jones)--Gesamt-metallpraumlsident Martin Kannegie-sser rechnet bis Jahresende mit 80000 neuen Arbeitsplaumltzen in der Metall- und Elektrobranche bdquoVom Tiefpunkt im Maumlrz 2010 bis jetzt haben wir auch schon wie-der 75000 zusaumltzliche Stamm-arbeitsplaumltze aufgebautldquo sagte Kannegiesser im Interview mit der bdquoWeltldquo Er geht davon aus dass die Branche bis zum Jah-resende wieder fast 36 Millionen Beschaumlftigten aufweise ndash wie vor der Krise Bereits jetzt hat aller-dings nach seinen Angaben jedes zehnte Unternehmen Schwierig-keiten in der Produktion weil die geeigneten Fachkraumlfte ndash vor allem im Ingenieurbereich ndash fehlen Des-halb denke man immer oumlfter uumlber neue Standorte mit bdquogut qualifi-zierten Leutenldquo nach sagte er der bdquoWeltldquo

Deutschland Preisauftrieb im Groszlighandel laumlsst etwas nach

WIESBADEN (Dow Jones)--Der Preisauftrieb im deutschen Groszlighan-del hat im April etwas nachgelas-sen Das Preisniveau stieg im Ver-gleich zum Vormonat um 02 wie das Statistische Bundesamt berich-tete Im Maumlrz hatten sich die Groszlig-handelspreise um 13 erhoumlht Im Jahresvergleich kletterten die Prei-se im Groszlighandel im April um 92 waumlhrend im Vormonat ein Anstieg um 109 ermittelt worden war Die Groszlighandelspreise fuumlr fuumlr Erze Metal-le und Metallhalbzeug lagen auf Groszlig-handelsebene um 149 uumlber denen vom Vorjahr gegenuumlber dem Vormo-nat fielen sie um 09 Im Groszlighan-del mit festen Brennstoffen und Mine-raloumllerzeugnissen lag das Preisni-veau um 162 uumlber dem Vorjahr im Monatsvergleich verteuerten sich die in diesem Bereich gehandelten Pro-dukte um 15

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Hintergrund

CO2-Kosten

NE-Metallbranche kann weiter auf vollstaumlndige Kompensation hoffenFRANKFURT (Dow Jones)--Die Bemuumlhungen von Herstellern und Ver-arbeitern von Aluminium Kupfer und Zink um einen zeitlich befristeten Ausgleich der in den Strompreis eingepreisten CO2-Kosten werden von der Bundesregierung offenbar weiterhin unterstuumltzt Wie aus Verbands-kreisen zu houmlren ist wird sich die Bundesregierung in einer Stellungnah-me an die Bruumlsseler Wettbewerbsbehoumlrde fuumlr eine Vollkostenkompensa-tion des CO2-Zertifikatepreises ohne Abzug aussprechen Die Angst vor einer moumlglichen Kehrtwende im deutschen Ansatz hatte fuumlhrende Unter-nehmen aus den betroffenen Branchen dazu veranlasst einen bdquoBrand-briefldquo an den Leiter des Bundeskanzleramtes Ronald Pofalla (CDU) zu schreiben und die Lobbyarbeit in Bruumlssel zu verstaumlrken

Eckpunkte der deutschen Stellung-nahme die in der kommenden Woche nach Bruumlssel uumlbermittelt wird basieren offenbar auf einem Beschluss der CDUCSU-Bundestagsfraktion vom 10 Mai Zu den Forderungen gehoumlrt eine Voll-kostenkompensation des Zertifikate-

preises ohne Abzug fuumlr jene Branchen die eine Stromintensitaumlt von 1 kWhEUR Bruttowertschoumlpfung oder mehr aufweisen Die Antragsteller muumlssen dabei einen Stromverbrauch von min-

destens 1 GWhJahr aufweisen Nach Berechnungen des Bundeswirtschafts-ministeriums (BMWi) liegt die Kupferin-distrie knapp oberhalb des Wertes von 1 kWhEUR gleiches gelte mit grouml-szligerem Abstand fuumlr Aluminium sowie Zink Zinn und Blei Das BMWi rechnet

fuumlr die weiteren Verhandlungen jedoch mit moumlg-lichen bdquospuumlrba-ren Einschraumln-kungenldquo bei die-sen Forderun-gen Wesentli-che Stellschrau-ben seien die noch ausstehen-den Beschluumls-se zu den Bei-hilfeleitlinien und der deutschen Foumlrderrichtli-nie Voraussicht-lich duumlrften Bun-desumweltminis-terium und Bun-desfinanzminis-terium versu-chen den Kreis der Beguumlnstig-

ten in der konkreten Umsetzung ein-zuschraumlnken

Zu den Unterzeichnern des Brand-briefes gehoumlrten der groumlszligte europaumli-sche Kupferproduzent Aurubis Zink-

produzent Xstrata Zinc sowie die Alu-miniumhersteller Trimet Norsk Hydro und Voerde Aluminium (Voerdal) Par-allel dazu wurde die Lobbyarbeit in Zusammenhang mit dem Konsulta-tionsverfahren der Bruumlsseler Wettbe-werbsbehoumlrde zum Thema Kompen-sationszahlung verstaumlrkt um die bdquovoumll-lig indiskutable Varianteldquo einer nicht vollstaumlndigen Kompensation vom Tisch zu bringen wie Heribert Hauck bei der Trimet Aluminium AG fuumlr das Ressort Energiewirtschaft zustaumlndig im Gespraumlch mit Dow Jones betont Die Bundesregierung hatte bereits im August 2009 Verstaumlndnis fuumlr die Bran-che gezeigt und die nationale bdquoRichtli-nie zur Foumlrderung der Herstellung von klimaschonenden NE-Metallenldquo ver-abschiedet Die Foumlrderrichtlinie wird jedoch von der EU-Wettbewerbsbe-houmlrde seit zwei Jahren nicht freigege-ben offiziell pruumlft die Kommission sie noch Auch die EU-Emissionshandels-richtlinie sieht in Artikel 10a Absatz 6Ausgleichszahlungen fuumlr Sektoren beziehungsweise Teilsektoren vor fuumlr die ein erhebliches Risiko einer Ver-lagerung von CO2-Emissionen durch auf den Strompreis uumlbergewaumllzte Kosten der Treibhausgasemissionen (Carbon Leakage) ermittelt wurde

bdquoSolange es kein weltweites Emis-sionshandelsregime gibt wollen wir eine Kompensation haben Diese soll auch der Belastung entspre-chen Es reicht nicht aus wenn wir nur einen Teil der Belastungen erstat-tet bekommenldquo sagte auch Ulf Gehr-ckens Energiechef des Kupferprodu-zenten Aurubis bdquoNur durch die Kom-pensation der CO2-Kosten erreichen wir wieder gleiche Wettbewerbsbe-dingungenldquo ist Gehrckens uumlberzeugt Aurubis habe wie andere Unterneh-men deren Produkte zu Boumlrsenprei-sen gehandelt werden keine Moumlg-lichkeit lokale Mehrkosten an den Kunden weiterzugeben Trimet muumlss-te bei voller Belastung auf Basis des derzeitigen CO2-Preises von rund 17 EURt laut Hauck pro Jahr 60 Mio EUR zusaumltzlich bezahlen bei Aurubis laumlge die Belastung nach Angaben von Gehrckens bei 25 Mio EUR pro Jahr Silvia Rausch-Becker

Ein bdquoBrandbriefldquo der NE-Metallbranche zeigte offenbar Wirkung in Berlin Quelle Deutscher Bundestag

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Zinn Zink Blei amp Nickel

Seltene Erden

bdquoEntwicklung Gruumlner Technologien gefaumlhrdetldquoHANNOVER (Dow Jones)--Die Ver-

sorgung mit Seltenen Erden stellt die deutsche Wirtschaft weiterhin vor Probleme Waumlhrend im Bereich der so genannten leichten Seltenen Erden (Cer Lanthan ua) voraussicht-lich ab 2012 eine deutliche Entspan-nung eintreten wird ist fuumlr die Nutzer von schweren Seltenen Erden (Dys-prosium Europium ua) kein Ende der Versorgungsengpaumlsse abzuse-hen Zu diesem Ergebnis kommt eine Kurzstudie der Deutschen Rohstoff-agentur (DERA) in der Bundesanstalt fuumlr Geowissenschaften und Rohstof-fe (BGR)

bdquoIn Uumlbereinstimmung mit interna-tionalen Studien rechnen wir in der nahen Zukunft mit einer unzureichen-den Versorgungslage besonders mit Europium Terbium und Dysprosiumldquo sagte Harald Elsner BGR-Exper-te und Autor der Studie Die schwe-ren Seltenen Erden finden in vielen so genannten bdquoGruumlnen Technologi-enldquo Verwendung wie z B im Bereich der Windenergie Auch die Produkti-on von energiesparenden Leuchtmit-teln ist ohne schwere Seltene Erden nicht moumlglich

Die Kurzstudie verweist auf ein weiteres Problem Obwohl es Sub-stitutionsmoumlglichkeiten gebe koumlnn-te die augenblickliche Rohstoffsitua-tion auch dazu fuumlhren dass die Ent-

wicklung von effizienteren Wind- und Wasserkraftwerken sowie die Aus-breitung der Elektromobilitaumlt gefaumlhr-det sei warnt Elsner Deshalb steht fuumlr den Experten fest bdquoTrotz bereits eingesetzter groszliger Bemuumlhungen um Maximierung der Recyclingquoten ist absehbar dass kuumlnftig nur die Unter-nehmen von den groszligen Marktchan-cen im Bereich der Gruumlnen Technolo-gien profitieren die sich in der primauml-ren Rohstoffversorgung mit schweren Seltenen Erden abgesichert habenldquo

Die Kurzstudie zeigt weiter auf in welchen Industriesektoren die schwe-ren Seltenen Erden jeweils Verwen-dung finden und in welchen Men-gen sie voraussichtlich bis zum Jahr 2015 zur Verfuumlgung stehen werden Zu den untersuchten schweren Sel-tenen Erden gehoumlren elf Elemente darunter sind die wichtigsten Yttri-um Samarium Europium Gadolini-um Terbium Dysprosium und Erbi-um In die Untersuchung flossen den Angaben des Autors zufolge Informa-tionen deutscher Firmen ein die Sel-tene Erden verbrauchen

Die unter dem Titel bdquoKritische Ver-sorgungslage mit schweren Seltenen Erden ndash Entwicklung bdquoGruumlner Tech-nologienldquo gefaumlhrdetldquo erschienene Kurzstudie steht auf der Homepage der BGR als Download zur Verfuumlgung (httpwwwbgrbundde)

Seltene Erden

Goldman Sachs sieht ab 2013 Entspannung

SYDNEY (Dow Jones)--Das globa-le Angebotsdefizit der Seltenen Erden wird im laufenden Jahr seinen Houmlchst-stand erreichen Dies ist die Einschaumlt-zung der Investmentbank Goldman Sachs Das Defizit koumlnne sich 2011 auf 18734 t belaufen was 132 der Nachfrage entspraumlche Nachdem der Markt 2013 fast im Gleichgewicht sein werde koumlnne der Angebots-uumlberhang im darauf folgenden Jahr bereits 5860 t betragen was 32

der erwarteten Nachfrage entspre-che bdquoWir gehen davon aus dass der Markt 2011 und 2012 deutlich unter-versorgt sein wird und dass die Preise in den kommenden 18 Monaten nach oben tendierenldquo schreibt Goldman Sachs 2013 soll der Markt fast aus-geglichen und danach leicht uumlberver-sorgt sein Dies koumlnne zumindest bei den leichten Seltenen Erden zwischen 2013 und 2015 zu moderaten Preis-ruumlckgaumlngen fuumlhren

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

1500

1750

2000

2250

2500

2750

J J A S O N D J F M A M600000

650000

700000

750000

800000

850000

Zink

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

15000

20000

25000

30000

35000

40000

J J A S O N D J F M A M10000

12500

15000

17500

20000

22500

Zinn

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 2895000 2915000EURt 2043193 1963756

3 MonateUSDt 2900000 2905000EURt 2046722 1957020

15 MonateUSDt 2909000 2910000EURT 2053074 1960388

Lagerbestaumlnde (in t) 21965 21080

Quelle London Metal Exchange

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

KasseUSDt 210350 212600EURt 148458 143223

3 MonateUSDt 212100 213000EURt 149693 143492

15 MonateUSDt 217000 219000EURT 153151 147534

Lagerbestaumlnde (in t) 829050 822225

Quelle London Metal Exchange

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Zinn Zink Blei amp Nickel

Seltene Erden

DIW fordert zu Vorratshaltung auf

BERLIN (Dow Jones)--Das Deut-sche Institut fuumlr Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) warnt wegen des Mono-pols Chinas bei Seltenen Erden vor einer die Lieferketten bedrohenden Abhaumlngigkeit und fordert die Indus-triestaaten zu einer entsprechenden Vorratshaltung sowie abgestimm-tem Verhalten auf bdquoDie Seltenen Erd-metalle sind eine zunehmend wichti-ge Ressource fuumlr die Hochtechnolo-gie-Industrieldquo erklaumlrte Antje Kroumlger DIW-Expertin und Mitautorin einer am Mittwoch veroumlffentlichten Studie zum Thema bdquoWettlauf um die Metalleldquo

Lieferengpaumlsse oder Lieferblo-ckaden koumlnnten die Entwicklungen der Industriestaaten bremsen bdquoDie Industriestaaten sollten deswegen ein WTO-Streitbeilegungsverfahren anregen oder versuchen im Rahmen eines abgestimmten Vorgehens Vorrauml-te anzulegenldquo riet die DIW-Forsche-rin Politik und Wirtschaft der Indus-triestaaten haumltten den strategischen Wert der Seltenen Erden viel zu lange nicht erkannt

bdquoEuropa die USA und Japan finden sich deshalb heute in einer Abhaumln-gigkeit wieder die wichtige Teile ihrer

Industrie bedroht wie zum Beispiel die Umwelttechnologie Elektrotech-nik und Autobrancheldquo warnte Krouml-ger Rund 97 der Seltenen Erden wuumlrden derzeit in China gefoumlrdert und aufbereitet

Mit diesem Monopol koumlnne die Volksrepublik das Angebot jeder-zeit verknappen Kurz- und mittel-fristig werde sich das Problem ver-schaumlrfen denn die Nachfrage steige Schon jetzt nutze China seine Mono-polstellung uumlber Preis- und Lieferdis-kriminierungen gezielt um die eige-ne Industrie zu foumlrdern und auslaumln-dische High-Tech-Konzerne ins Land zu locken indem beispielsweise Ver-sorgungszusagen gemacht wuumlrden Ausreichende Mengen Seltener Erden wuumlrden solchen Unternehmen zuge-sagt die ihre Produktion nach China verlegten

Schwaumlchung destechnologischen Know-hows

Den Industriestaaten drohe zunaumlchst eine Abwanderung und mit-telfristig auch eine Schwaumlchung ihres technologischen Know-hows bdquoSchon heute werden geschaumltzte 60 der globalen Seltene-Erden-Produktion in China eingesetztldquo sagte Kroumlger Sel-tene Erden stecken in Katalysatoren Handys Plasmabildschirmen Fest-platten Batterien und MP3-Spielern Sie helfen Windkraftturbinen Elek-tromotoren sowie Energiesparlam-pen zu betreiben bdquoDie Marktstruk-tur der weltweiten Metallmaumlrkte soll-te staumlrker kontrolliert werdenldquo meint Aleksandar Zaklan Spezialist fuumlr Res-sourcenmaumlrkte am DIW bdquoSollten sich die gegenwaumlrtigen Trends vor allem bei der Angebotskonzentration und dem Nachfragewachstum fortsetzen muss mit weiter steigenden Metall-preisen gerechnet werdenldquo warnt der Forscher

Sie finden die Studie zum kosten-losen Download unter httpwwwdiwdedocumentspublikationen73diw_01c372387de11-19-1pdf

Praumlsodym wird unter anderemfuumlr Dauermagnete benoumltigt Foto jumkde

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

1500

1800

2100

2400

2700

3000

J J A S O N D J F M A M180000

210000

240000

270000

300000

330000

Blei

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

17500

20000

22500

25000

27500

30000

J J A S O N D J F M A M114000

120000

126000

132000

138000

144000

Nickel

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 2396000 2497500EURt 1691016 1682498

3 MonateUSDt 2400000 2500000EURt 1693839 1684182

15 MonateUSDt 2367500 2467500EURT 1670901 1662288

Lagerbestaumlnde (in t) 114732 116364

Quelle London Metal Exchange

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 227200 237900EURt 160350 160267

3 MonateUSDt 225500 234500EURt 159150 157976

15 MonateUSDt 224800 233300EURT 158656 157168

Lagerbestaumlnde (in t) 315825 311450

Quelle London Metal Exchange

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Branchen amp Maumlrkte

Maschinenbau Weiteres Auftragsplusbei Neuauftraumlgen

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Maschinen- und Anla-genbau hat im Maumlrz einen weiteren Anstieg bei den Neuauftraumlgen ver-zeichnet wobei sich die Zuwachsra-te jedoch verlangsamt hat Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mitteilte lag der Aufragseingang real 18 uumlber dem Ergebnis des Vorjahres Dabei stiegen das Inlands- und das Auslandsge-schaumlft gleichermaszligen um jeweils 18 im Vergleich zum Maumlrz 2010 Im Feb-ruar war ein Orderplus auf Jahressicht von 38 berichtet worden

In dem von kurzfristigen Schwan-kungen weniger beeinflussten Drei-

Automobil Pkw-Markt bleibt auf dem Wachstumspfad

BAD HOMBURG (Dow Jones)--Die Zahl der Pkw-Neuzulassun-gen in Deutschland hat sich im April weiter erhoumlht Wie der Verband der Internationalen Kraftfahrzeugherstel-ler (VDIK) mitteilte erreichte der Pkw-Markt mit rund 266000 Zulassun-gen ein Wachstum von 3 gegenuuml-ber dem Vorjahresmonat Seit Jahres-beginn liegt der Markt damit um 11 uumlber dem Vorjahresniveau

Dabei wuchs die bdquoNachfrage nach Hybridfahrzeugen gegenuumlber dem Vorjahreswert um knapp 30 und erreichte in den ersten vier Mona-ten 2011 in Deutschland uumlber 3800 Zulassungenldquo erklaumlrte VDIK-Prauml-sident Volker Lange Davon entfie-len 90 auf internationale Herstel-ler bdquoAktuell sind damit 41000 Hyb-rid-Pkw auf deutschen Straszligen unter-wegsldquo

Die kraumlftige Nachfrage auf dem Nutzfahrzeugmarkt hielt ebenfalls weiter an Mit rund 26600 Neuzulas-sungen im April konnte das Vorjahres-ergebnis um 12 uumlbertroffen werden In den ersten vier Monaten 2011 wur-den damit insgesamt 103000 Nutz-fahrzeuge neu zugelassen das ent-spricht einem Wachstum von 25

Maschinenbau Chancen durch Ausbau der Elektromobilitaumlt

WUumlRZBURG (Dow Jones)--Der deutsche Maschinen- und Anlagen-bau wird in den kommenden Jahren vom Ausbau der Elektromobilitaumlt stark profitieren Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie von VDMA und der Strategieberatung Roland Berger Denn durch die Einfuumlhrung von Fahr-zeugen mit elektrischem Antriebs-strang seien zukuumlnftig Kompetenzen des Maschinenbaus gefragt die bis-lang nur selten in der Automobilpro-duktion genutzt wurden Denn kos-tensenkende Produktionstechnik werde dort dringend gebraucht

Durch neue Produktionsanlagen fuumlr Elektrobatterien werde sich bis 2020 ein Geschaumlftspotenzial von 48 Mrd EUR ergeben heiszligt es in der Studie Allerdings stehe die Branche auch vor der groszligen Herausforderung ein neues Produkt- und Technologieport-folio entwickeln zu muumlssen

Fuumlr die deutsche Maschinenbau-branche spielt der Automobilbau schon jetzt eine wichtige Rolle So wurden 2010 rund 14 Mrd EUR direkt im Automotive-Bereich umgesetzt

Die Studie mit dem Titel bdquoE-Mobi-lity ndash Chancen und Risiken fuumlr den deutschen Maschinen- und Anlagen-bauldquo koumlnnen Sie kostenlos von der Webseite des VDMA downloaden httpwwwvdmaorg

monatsvergleich Januar bis Maumlrz 2011 ergibt sich insgesamt ein Plus von 32 im Vorjahresvergleich bei den Inlandsauftraumlgen ein Plus von 35 und bei den Auslandsauftraumlgen ein Plus von 31 bdquoErwartungsge-maumlszlig setzt nun offenbar eine Norma-lisierung der Wachstumsraten einldquo kommentierte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers das Ergebnis bdquoDer sogenannte Basiseffekt extrem nied-riger Vorjahreswerte spielt eine immer geringere Rolle weil sich in eben diesen Vorjahresmonaten der Auf-schwung bereits bemerkbar machte So war der Maumlrz 2010 der erste star-ke Ordermonat nach der Kriseldquo fuumlgte er hinzu

HandelsabkommenFreihandelsabkommen mit Suumldkorea besiegelt

SEOUL (Dow Jonesgtai)--Das suumld-koreanischen Parlament hat das im Oktober 2010 vereinbarte Freihan-delsabkommen mit der EU ratifiziert Damit ist der Weg frei fuumlr das erste Freihandelsabkommen der EU mit einem asiatischen Partner Die Verein-barung wird ab Juli 2011 in Kraft tre-ten Zwischen der EU und Suumldkorea werden dann innerhalb von fuumlnf Jah-ren die Zoumllle auf mehr als 98 aller Warenstroumlme entfallen Innerhalb von sieben Jahren sollen die Zoumllle auf alle Industrieguumlter beseitigt werden

ImporteSorge vor verstrahlter Ware ist unbegruumlndet

HAMBURG (Dow Jones)--Die Befuumlrchtung dass nach dem Unfall im japanischen Kernkraft-werk Fukushima radioaktiv ver-strahlte Ware nach Deutschland gelangen koumlnnte ist offenbar unbegruumlndet Im Hafen Hamburg jedenfalls musste bisher kein aus Japan ankommendes Schiff kon-trolliert werden wie ein Sprecher der Hamburger Innenbehoumlrde auf Anfrage mitteilte Dies liege daran dass es keine Direktverbindun-gen zwischen Japan und Ham-burg gebe und alle in Frage kom-menden Schiffe bereits in ande-ren Haumlfen auf eine moumlgliche radio-aktive Strahlung uumlberpruumlft wor-den seien

Der Rotterdamer Hafen will nach einem Bericht der bdquoVerkehrsrund-schauldquo noch bis 15 Mai alle aus Japan kommenden Schiffe auf radioaktive Belastung hin uumlber-pruumlfen Bei den bislang durchge-fuumlhrten Kontrollen auf den Schif-fen und an der Ladung seien keine Auffaumllligkeiten festgestellt worden teilte der Hafenbetreiber mit Wie unsere Redaktion erfuhr fordern die Automobilhersteller seit dem Ausbruch der Japan-Krise beson-dere Sicherheitsvorkehrungen kri

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Branchen amp Maumlrkte

Ausgewaumlhlte Termine

Herausgeber und Verlag Dow Jones News GmbH Baseler ArkadenWilhelm-Leuschner-Straszlige 78 60329 Frankfurt am Main HRB 58631 Frankfurt

Geschaumlftsfuumlhrung Dr Matthias Paul Volker Schneider James Rhyu Adam Tuckman Andrew Langhoff und Sue Needle

Verantwortlich fuumlr den Inhalt Kai Moll Tel +49 (0) 69 2 97 25 - 4 20E-Mail metalldedowjonescom Fax - 4 40 Internet wwwdjnewslettersde

Abonnenten-Service serviceeuropedowjonescom oder+49 (0) 69 2 97 25 - 1 66Dow Jones NE-Metalle Monitor ist ein Produkt der Dow Jones News GmbH einer Tochterge-sellschaft der Dow Jones International GmbH Die Business Newsletter stuumltzen sich neben umfangreicher Eigenberichterstattung auf wei-tere auch international taumltige Nachrichtenagen-turen sowie bei Charts Kursen und Preisen auch auf wwwaid-netde Alle Meldungen wer-den mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet Fuumlr Verzoumlgerungen Irrtuumlmer und Unterlassungen wird jedoch keine Haftung uumlbernommen Kopi-en Nachdrucke oder sonstige Vervielfaumlltigun-gen nur mit Genehmigung des Herausgebers

Erscheinungsweise 2-mal monatlich

Impressum

Zulieferer Geschaumlftserwartungen normalisieren sich

HAGEN (Dow Jones)--Der ArGeZ-Geschaumlftsklimaindex fuumlr die deut-sche Zulieferindustrie hat sich im April erwartungsgemaumlszlig abgeschwaumlcht Wie die Arbeitsgemeinschaft Zulie-ferindustrie (ArGeZ) mitteilte hat sich die bereits im Vormonat angedeute-te Normalisierung der Zukunftserwar-tungen im Berichtsmonat fortgesetzt bdquoZusaumltzlich duumlrften sich die Unsicher-heiten in Nordafrika sowie die Unkal-kulierbarkeit von Nachwirkungen der Japan-Katastrophe auswirkenldquo schreibt der Verband Gleichwohl zeige sich die aktuelle Geschaumlftslage weiter auf hohem Niveau

Der Geschaumlftsklimaindex Zulie-ferindustrie wird von der Arbeitsge-meinschaft Zulieferindustrie ArGeZ in Zusammenarbeit mit dem Ifo-Institut Muumlnchen ermittelt Er beruht auf der Befragung von rund 600 Unterneh-men und deckt die in der Arbeitsge-meinschaft Zulieferindustrie zusam-mengeschlossenen Branchen Gieszlige-rei-Industrie Kunststoffverarbeitung Stahl- und Metallverarbeitung NE-Metall-Industrie Kautschukindustrie sowie Technische Textilien ab

ArGeZ-GeschaumlftsklimaindexZulieferindustrie Deutschland

2000 = 100 saisonbereinigt Saldo aus positiven und negativen Bewertungen Quelle ifo Institut ArGeZ Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie

Aktuelle Lage

Zukunftserwartung

VIK-Strompreisindexfuumlr Mittelspannung

Quelle VIK

Maumlrz 17370

(Januar 2002 = 100)

Haben Sie Anregungen Fragen Hinweise zu unseren DatenE-Mail an datendedowjonescom

Strom VIK-Index reagiert aufAtomausstiegsplaumlne

ESSEN (Dow Jones)--Der VIK-Strompreisindex fuumlr Mittelspan-nungskunden ist im April nochmals kraumlftig um 610 Punkte bzw 469 auf 17980 Punkte gestiegen Damit erreicht der Index den houmlchsten Wert seit Ende 2008 wie der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirt-schaft (VIK) mitteilte Maszliggeblich fuumlr den weiteren Anstieg war dem VIK zufolge der von der Bundesregie-rung geplante beschleunigte Atom-ausstieg Dieser habe einen deutli-chen Einfluss auf die Strompreise an der Leipziger Boumlrse EEX und somit auch auf den vom Verband monatlich veroumlffentlichten VIK-Index gehabt So seien die Preise fuumlr die folgenden vier Quartale an der EEX nach Bekannt-gabe des Atommoratoriums im Maumlrz zunaumlchst sprunghaft angestiegen und verharrten seitdem auf diesem hohen Niveau

Neben dem deutlichen Anstieg im Vergleich zum Vormonat kletterte auch der gleitende Jahresmittelwert uumlber 12 Monate um 243 Punkte auf aktuell 16087 Punkte Der VIK-Strom-preisindex basiert auf den Stromprei-sen der EEX sowie den Netznutzungs-entgelten von sechs deutschen Netz-betreibern Als Energiepreiskompo-nente wertet der VIK die monatlichen Durchschnittspreise des Terminmark-tes fuumlr die kommenden vier Quartals-produkte aus

Dow Jones Management Forum Rohstoffversorgung 2011

Termin 17 bis 18 Mai 2011 Ort Frankfurt am MainIm Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Fragen wie sich Unterneh-men langfristig aufstellen koumlnnen um ihre Rohstoffversorgung abzu-sichern Tel 06929 72 51 51E-Mailconferencesdowjonescomwwwdjnewslettersdeconferences

EuroFX-Referenzkurs 1252011 14151 USDQuelle Reuters

1125

1200

1275

1350

1425

1500

J J A S O N D J F M A M

EuroDollar

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Marktanalyse Aluminium amp Kupfer

Dow Jones NE-Metalle Prognose

Weiterhin nervoumlser Handel bei den Basismetallen erwartetFRANKFURT (Dow Jones)--Wir

rechnen weiter mit einem nervoumlsen Handelsgeschehen an den Basisme-tallmaumlrkten da die Marktteilnehmer versuchen die widerspruumlchlichen Sig-nale zu verdauen Obwohl die juumlngs-ten Nachrichten uumlberwiegend negativ waren verdraumlngten die Player dies zu Beginn der Woche und fokussierten sich auf die guten Neuigkeiten Nach dem Ausverkauf in der vergangenen Woche der Kupfer um 42 und Alu-minium um 2 innerhalb eines Tages absacken lieszlig sind die Kaumlufer in die-ser Woche auf den Markt zuruumlckge-kehrt um die die Gelegenheit zu nut-zen Kupfer unter 9000 USDt und Aluminium unter 2700 USDt einzu-kaufen Es ist derzeit vor allem die-ser anhaltende Optimismus der den Basismetallmarkt am staumlrksten unter-stuumltzt Doch nun ist der Risikoappe-tit erneut deutlich zuruumlckgegangen Zudem stehen wir am Beginn der sai-sonal schwachen Sommermonate

Wir erwarten aber dass die Indus-triemetalle den zunehmenden Sorgen bezuumlglich einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und bezuumlg-lich der Schuldenkrisen noch fuumlr eini-ge Wochen widerstehen wird Aller-dings sind in den naumlchsten Wochen starke Schwankungen wahrschein-lich sind Die Kupferpreise an der Londoner Metallboumlrse duumlrften sich in diesem Zeitraum in einer Range zwi-

schen 8600 und 9400 USDt bewe-gen Allerdings besteht das Risiko einer technischen Korrektur wenn die Unterstuumltzungsmarke von 8600 USDtnachhaltig faumlllt Dann baut sich die naumlchste Unterstuumltzung 8200 USDtauf ndash ein Preislevel das zuletzt im Oktober 2010 gesehen wurde Bei Aluminium sehen wir eine starke Unterstuumltzung bei 2500 USDt sowie einen Schluumlsselwiderstand bei 2270 USDt

Unter den negativen Marktnachrich-ten war auch dass Chinas Kupferim-porte im April schwaumlcher als erwartet ausgefallen sind Das Land importier-te nach vorlaumlufigen Zahlen der chine-sischen Zollbehoumlrden 262676 t Kup-fer Kupferlegierungen und Halbfer-tigprodukte was einen Ruumlckgang um 40 im Vergleich zum Vorjahres-monat und um 14 gegenuumlber dem Maumlrz darstellt Die Bestaumlnde in den gelisteten Lagerhaumlusern der Shang-hai Futures Exchange sind nach wie vor hoch und es gibt Geruumlchte uumlber groszlige Bestaumlnde auszligerhalb der gelis-teten Laumlger Zudem koumlnnte der Inflati-onsdruck zu weiteren geldpolitischen Maszlignahmen fuumlhren was die Nachfra-ge daumlmpfen duumlrfte Gleichzeitig spielt sich die chinesische Kupferprodukti-on wegen der Rekordpreise auf einem hohen Level ab

Dies faumlllt vermutlich mit einer im Som-mer saisonal bedingten schwaumlcheren

Nachfrage in der noumlrdlichen Hemis-phaumlre zusammen Die nicht-kommer-ziellen Investoren haben bereits ihre Netto-Longpositionen die vierte Woche in Folge heruntergefahren

Allerdings gibt es auch einige Unterstuumltzung von den anderen Roh-stoffmaumlrkten So steht der Energie-komplex infolge der anhaltenden geo-politischen Spannungen und wegen der Folgen des Erdbebens in Japan stark da Dennoch sind es vor allem die Wechselkurse die weiterhin den Grundton am Markt setzen Die Euro-Dollar-Relation schwankt infolge der fortdauernden Schuldenthematik auf beiden Seiten des Atlantiks hin und her Die Wechselkurse sind ein Spiel-ball zwischen gegnerischen Kraumlften da der Fokus der Investoren zwischen den Themen USA sowie Europa hin- und herschwankt

Da die Investoren derzeit ihren Fokus vom griechischen Haushalt wieder abwenden duumlrfte der Euro durch die erwartete Zinssteigerung die die Europaumlische Zentralbank viel-leicht bereits im Juni ankuumlndigen wird Unterstuumltzung finden Alles in allem befinden sich die beiden Waumlhrungen in einer Pattsituation aber angesichts der widerspruumlchlichen Signale die auf das Waumlhrungspaar wirken erwar-ten wir in den naumlchsten Wochen star-ke Ausschlaumlge Dow Jones Commodities Research

Dow Jones Indikatoren NE-Metalle(USDt) Kupfer LME

Grundtendenz Obere Grenze Untere Grenze Grundtendenz Obere Grenze Untere Grenze

(USDt)

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Dow Jones NE-Metalle Monitor

Ausgewaumlhlte Metalle und Legierungen 115 45Kupfer (DEL-Notiz) 61692-61929 62535-62764MK (Metallnotierung Kupfer) 70766 71601Aluminium unverzollt ($t)Blei in Kabeln 18481 19038Metallbasis Bronze 946 83000 84000Messing MS 58 1Verarbrsquostufe 50900-51700 51400-52100Messing MS 58 2Verarbrsquostufe 55600-55700 56200-56200Messing MP 58 50100 50600Messing MS 63 53800-54000 54300-54500Metallbasis Messing 6337 53600-53800 54000-54300Zinklegierung Z 400410 Basispreis 20800 20800Zinn 999 loco Duisburg 208400 212700Alu 997 prompt Deutschland geliefert 20300 20600Aluminium in Kabeln 20300 20600Kupfer hochgr Kath Kasse 61600 62600Kupfer hochgr Kath 3 Monate 61700 62700

Messinglegierungen 115 45Rotguss RG 5 47500-48000 47500-48000Rotguss RG 7 50000-51000 50000-51000Rotguss RG 10 50500-51000 50500-51000Gussbronze GBZ 10 58000-64000 58000-64000Gussbronze GBZ 12 60000-64000 60000-64000Gussbronze GBZ 14 63000-66000 63000-66000

Ferrolegierungen 115 45Molybdaumln Oxid 57 (USDlb)in Faumlssern 1600-1735 1690-1735in Dosen 1700-1745 1700-1745

Molybdaumln in Briketts (USDlb) 1720-1760 1715-1745Ferro-Molybdaumln 70 (USDkg) 4090-4150 4090-4180Ferro-Vanadium 80 (USDkg) 2960-3050 2960-3090Ferro-Niob 63 (USDkg) 4300-4600 4300-4600Ferro-Titan 70 (USDkg) 850-890 850-890Ferro-Wolfram 80 (USDkg) 4950-5150 4950-5150Ferro-Mangan carbure (EURt) 94000-104000 96000-105000Ferro-Mangan affine (EURt) 165000-172000165000-172000

Alu-Gussleg frei Verbraucher (3t) 115 45Nr 226 23800-24800 23800-24800Nr 231 24600-25600 24600-25600Nr 233 25500-26500 25500-26500

NE-Metall-Schrotte 115 45Altblei (EUR100kg) 11500-12000 12500-13000Akkublei (EUR100kg) 5000-5500 5000-5500Kabul (Milberry) 58000-58500 58500-59000Kasus (Granulat I) 58000-58500 58500-59000Katze (Granulat II) 54000-54500 54500-55000Kader (Berry) 53500-54000 54000-54500Kupferdraht (Kanal) 51000-51500 51500-52000Schwerkupfer (Keule) 52000-52500 52500-53000Leichtkupfer (Klima) 50000-50500 50500-51000Schwermessing (Milbe) 32000-32500 32000-32500Leichtmessing (Modus) 29500-30000 29500-30000Rotguss-Schrott 1Qu (Radar) 47000-47500 47000-47500Rotguss-Schrott 2Qu (Rampe) 46000-46500 46000-46500Umschmelzzink 12000-12500 12000-12500Altzink 9000-9500 9000-9500Messingstangenspaumlne MS58 (Maler)36500-37000 37000-37500Messingblechabfaumllle MS63 (Magda) 40000-40500 42000-42500Chromstahl 3500-4000 4000-4500Chromnickelstahlabf V-II a 15000-15500 15500-16000Chromnickelstahlabf V-IV a 23000-23500 24000-24500Alu neu Cu-am 13500-14000 13500-14000Reinaluminiumdraht 16500-17000 16500-17000Gussschrott max 2 FE 9500-10000 9500-10000Alu-Blechabf max 2 8500-9000 8500-9000Alu-Spaumlne Toleranz 5 8000-8500 8000-8500Alu-Profilabf AlMgSi 05 17000-17500 17000-17500

LME (USDt) 115 45KobaltKassa 38000-39500 38000-390003 Monate 37500-39000 37000-38000MolybdaumlnKassa 36450-37450 35700-377003 Monate 36750-37750 36000-38000

Kassapreise 115 45Gold ) (EURkg fein) 3590000 3506000Gold verarbeitet ) (EURkg fein) 3761000 3673000Silber ) (EURkg fein) 94160 96000Silber verarbeitet ) (EURkg fein) 98560 100480Platin verarb (EURg fein) 4252 4231Palladium verarb (EURg fein) 1819 1857Iridium verarb (EURg fein) 2590000 2520000Rhodium verarb (EURkg fein) 5335000 5355000Ruthenium verarb (EURkg fein) 450000 440000) Basis Londoner Fixing Preise von W C Heraeus GmbH

FuturesNew York Comex Gold USDFeinunze 115 45Mai 150110 151490Juni 150140 151530Juli 150200August 150270 151650Oktober 150400 151770Dezember 150530 151880Februar 150640 152010

New York Comex Silber ctsFeinunze 115 45Mai 355090 393830Juni 355090 393870Juli 355150 393880September 355280 393960Dezember 355280 393960Januar 355100 393730Maumlrz 354800 393260Mai 354380 392610

New York Nymex Platin USDFeinunze 115 45Juni 177780 182730Juli 177780 182630Oktober 178150 182990Januar 178150 183190

New York Nymex Palladium USDFeinunze 115 45Juni 71540 74670September 71710 74830Dezember 71850 74930

Preisuumlbersicht NE-Metalle (Deutsche Haumlndlerpreise in EUR100kg sofern nicht anders angegeben)

tagesaktuelle Preise woumlchentlich erfasste Preise Es handelt sich um die aktuellsten verfuumlgbaren Preise aus den vergangenen sieben Tagen

Preisuumlbersicht Edelmetalle

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Hintergrund

CO2-Kosten

NE-Metallbranche kann weiter auf vollstaumlndige Kompensation hoffenFRANKFURT (Dow Jones)--Die Bemuumlhungen von Herstellern und Ver-arbeitern von Aluminium Kupfer und Zink um einen zeitlich befristeten Ausgleich der in den Strompreis eingepreisten CO2-Kosten werden von der Bundesregierung offenbar weiterhin unterstuumltzt Wie aus Verbands-kreisen zu houmlren ist wird sich die Bundesregierung in einer Stellungnah-me an die Bruumlsseler Wettbewerbsbehoumlrde fuumlr eine Vollkostenkompensa-tion des CO2-Zertifikatepreises ohne Abzug aussprechen Die Angst vor einer moumlglichen Kehrtwende im deutschen Ansatz hatte fuumlhrende Unter-nehmen aus den betroffenen Branchen dazu veranlasst einen bdquoBrand-briefldquo an den Leiter des Bundeskanzleramtes Ronald Pofalla (CDU) zu schreiben und die Lobbyarbeit in Bruumlssel zu verstaumlrken

Eckpunkte der deutschen Stellung-nahme die in der kommenden Woche nach Bruumlssel uumlbermittelt wird basieren offenbar auf einem Beschluss der CDUCSU-Bundestagsfraktion vom 10 Mai Zu den Forderungen gehoumlrt eine Voll-kostenkompensation des Zertifikate-

preises ohne Abzug fuumlr jene Branchen die eine Stromintensitaumlt von 1 kWhEUR Bruttowertschoumlpfung oder mehr aufweisen Die Antragsteller muumlssen dabei einen Stromverbrauch von min-

destens 1 GWhJahr aufweisen Nach Berechnungen des Bundeswirtschafts-ministeriums (BMWi) liegt die Kupferin-distrie knapp oberhalb des Wertes von 1 kWhEUR gleiches gelte mit grouml-szligerem Abstand fuumlr Aluminium sowie Zink Zinn und Blei Das BMWi rechnet

fuumlr die weiteren Verhandlungen jedoch mit moumlg-lichen bdquospuumlrba-ren Einschraumln-kungenldquo bei die-sen Forderun-gen Wesentli-che Stellschrau-ben seien die noch ausstehen-den Beschluumls-se zu den Bei-hilfeleitlinien und der deutschen Foumlrderrichtli-nie Voraussicht-lich duumlrften Bun-desumweltminis-terium und Bun-desfinanzminis-terium versu-chen den Kreis der Beguumlnstig-

ten in der konkreten Umsetzung ein-zuschraumlnken

Zu den Unterzeichnern des Brand-briefes gehoumlrten der groumlszligte europaumli-sche Kupferproduzent Aurubis Zink-

produzent Xstrata Zinc sowie die Alu-miniumhersteller Trimet Norsk Hydro und Voerde Aluminium (Voerdal) Par-allel dazu wurde die Lobbyarbeit in Zusammenhang mit dem Konsulta-tionsverfahren der Bruumlsseler Wettbe-werbsbehoumlrde zum Thema Kompen-sationszahlung verstaumlrkt um die bdquovoumll-lig indiskutable Varianteldquo einer nicht vollstaumlndigen Kompensation vom Tisch zu bringen wie Heribert Hauck bei der Trimet Aluminium AG fuumlr das Ressort Energiewirtschaft zustaumlndig im Gespraumlch mit Dow Jones betont Die Bundesregierung hatte bereits im August 2009 Verstaumlndnis fuumlr die Bran-che gezeigt und die nationale bdquoRichtli-nie zur Foumlrderung der Herstellung von klimaschonenden NE-Metallenldquo ver-abschiedet Die Foumlrderrichtlinie wird jedoch von der EU-Wettbewerbsbe-houmlrde seit zwei Jahren nicht freigege-ben offiziell pruumlft die Kommission sie noch Auch die EU-Emissionshandels-richtlinie sieht in Artikel 10a Absatz 6Ausgleichszahlungen fuumlr Sektoren beziehungsweise Teilsektoren vor fuumlr die ein erhebliches Risiko einer Ver-lagerung von CO2-Emissionen durch auf den Strompreis uumlbergewaumllzte Kosten der Treibhausgasemissionen (Carbon Leakage) ermittelt wurde

bdquoSolange es kein weltweites Emis-sionshandelsregime gibt wollen wir eine Kompensation haben Diese soll auch der Belastung entspre-chen Es reicht nicht aus wenn wir nur einen Teil der Belastungen erstat-tet bekommenldquo sagte auch Ulf Gehr-ckens Energiechef des Kupferprodu-zenten Aurubis bdquoNur durch die Kom-pensation der CO2-Kosten erreichen wir wieder gleiche Wettbewerbsbe-dingungenldquo ist Gehrckens uumlberzeugt Aurubis habe wie andere Unterneh-men deren Produkte zu Boumlrsenprei-sen gehandelt werden keine Moumlg-lichkeit lokale Mehrkosten an den Kunden weiterzugeben Trimet muumlss-te bei voller Belastung auf Basis des derzeitigen CO2-Preises von rund 17 EURt laut Hauck pro Jahr 60 Mio EUR zusaumltzlich bezahlen bei Aurubis laumlge die Belastung nach Angaben von Gehrckens bei 25 Mio EUR pro Jahr Silvia Rausch-Becker

Ein bdquoBrandbriefldquo der NE-Metallbranche zeigte offenbar Wirkung in Berlin Quelle Deutscher Bundestag

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Zinn Zink Blei amp Nickel

Seltene Erden

bdquoEntwicklung Gruumlner Technologien gefaumlhrdetldquoHANNOVER (Dow Jones)--Die Ver-

sorgung mit Seltenen Erden stellt die deutsche Wirtschaft weiterhin vor Probleme Waumlhrend im Bereich der so genannten leichten Seltenen Erden (Cer Lanthan ua) voraussicht-lich ab 2012 eine deutliche Entspan-nung eintreten wird ist fuumlr die Nutzer von schweren Seltenen Erden (Dys-prosium Europium ua) kein Ende der Versorgungsengpaumlsse abzuse-hen Zu diesem Ergebnis kommt eine Kurzstudie der Deutschen Rohstoff-agentur (DERA) in der Bundesanstalt fuumlr Geowissenschaften und Rohstof-fe (BGR)

bdquoIn Uumlbereinstimmung mit interna-tionalen Studien rechnen wir in der nahen Zukunft mit einer unzureichen-den Versorgungslage besonders mit Europium Terbium und Dysprosiumldquo sagte Harald Elsner BGR-Exper-te und Autor der Studie Die schwe-ren Seltenen Erden finden in vielen so genannten bdquoGruumlnen Technologi-enldquo Verwendung wie z B im Bereich der Windenergie Auch die Produkti-on von energiesparenden Leuchtmit-teln ist ohne schwere Seltene Erden nicht moumlglich

Die Kurzstudie verweist auf ein weiteres Problem Obwohl es Sub-stitutionsmoumlglichkeiten gebe koumlnn-te die augenblickliche Rohstoffsitua-tion auch dazu fuumlhren dass die Ent-

wicklung von effizienteren Wind- und Wasserkraftwerken sowie die Aus-breitung der Elektromobilitaumlt gefaumlhr-det sei warnt Elsner Deshalb steht fuumlr den Experten fest bdquoTrotz bereits eingesetzter groszliger Bemuumlhungen um Maximierung der Recyclingquoten ist absehbar dass kuumlnftig nur die Unter-nehmen von den groszligen Marktchan-cen im Bereich der Gruumlnen Technolo-gien profitieren die sich in der primauml-ren Rohstoffversorgung mit schweren Seltenen Erden abgesichert habenldquo

Die Kurzstudie zeigt weiter auf in welchen Industriesektoren die schwe-ren Seltenen Erden jeweils Verwen-dung finden und in welchen Men-gen sie voraussichtlich bis zum Jahr 2015 zur Verfuumlgung stehen werden Zu den untersuchten schweren Sel-tenen Erden gehoumlren elf Elemente darunter sind die wichtigsten Yttri-um Samarium Europium Gadolini-um Terbium Dysprosium und Erbi-um In die Untersuchung flossen den Angaben des Autors zufolge Informa-tionen deutscher Firmen ein die Sel-tene Erden verbrauchen

Die unter dem Titel bdquoKritische Ver-sorgungslage mit schweren Seltenen Erden ndash Entwicklung bdquoGruumlner Tech-nologienldquo gefaumlhrdetldquo erschienene Kurzstudie steht auf der Homepage der BGR als Download zur Verfuumlgung (httpwwwbgrbundde)

Seltene Erden

Goldman Sachs sieht ab 2013 Entspannung

SYDNEY (Dow Jones)--Das globa-le Angebotsdefizit der Seltenen Erden wird im laufenden Jahr seinen Houmlchst-stand erreichen Dies ist die Einschaumlt-zung der Investmentbank Goldman Sachs Das Defizit koumlnne sich 2011 auf 18734 t belaufen was 132 der Nachfrage entspraumlche Nachdem der Markt 2013 fast im Gleichgewicht sein werde koumlnne der Angebots-uumlberhang im darauf folgenden Jahr bereits 5860 t betragen was 32

der erwarteten Nachfrage entspre-che bdquoWir gehen davon aus dass der Markt 2011 und 2012 deutlich unter-versorgt sein wird und dass die Preise in den kommenden 18 Monaten nach oben tendierenldquo schreibt Goldman Sachs 2013 soll der Markt fast aus-geglichen und danach leicht uumlberver-sorgt sein Dies koumlnne zumindest bei den leichten Seltenen Erden zwischen 2013 und 2015 zu moderaten Preis-ruumlckgaumlngen fuumlhren

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

1500

1750

2000

2250

2500

2750

J J A S O N D J F M A M600000

650000

700000

750000

800000

850000

Zink

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

15000

20000

25000

30000

35000

40000

J J A S O N D J F M A M10000

12500

15000

17500

20000

22500

Zinn

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 2895000 2915000EURt 2043193 1963756

3 MonateUSDt 2900000 2905000EURt 2046722 1957020

15 MonateUSDt 2909000 2910000EURT 2053074 1960388

Lagerbestaumlnde (in t) 21965 21080

Quelle London Metal Exchange

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

KasseUSDt 210350 212600EURt 148458 143223

3 MonateUSDt 212100 213000EURt 149693 143492

15 MonateUSDt 217000 219000EURT 153151 147534

Lagerbestaumlnde (in t) 829050 822225

Quelle London Metal Exchange

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Zinn Zink Blei amp Nickel

Seltene Erden

DIW fordert zu Vorratshaltung auf

BERLIN (Dow Jones)--Das Deut-sche Institut fuumlr Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) warnt wegen des Mono-pols Chinas bei Seltenen Erden vor einer die Lieferketten bedrohenden Abhaumlngigkeit und fordert die Indus-triestaaten zu einer entsprechenden Vorratshaltung sowie abgestimm-tem Verhalten auf bdquoDie Seltenen Erd-metalle sind eine zunehmend wichti-ge Ressource fuumlr die Hochtechnolo-gie-Industrieldquo erklaumlrte Antje Kroumlger DIW-Expertin und Mitautorin einer am Mittwoch veroumlffentlichten Studie zum Thema bdquoWettlauf um die Metalleldquo

Lieferengpaumlsse oder Lieferblo-ckaden koumlnnten die Entwicklungen der Industriestaaten bremsen bdquoDie Industriestaaten sollten deswegen ein WTO-Streitbeilegungsverfahren anregen oder versuchen im Rahmen eines abgestimmten Vorgehens Vorrauml-te anzulegenldquo riet die DIW-Forsche-rin Politik und Wirtschaft der Indus-triestaaten haumltten den strategischen Wert der Seltenen Erden viel zu lange nicht erkannt

bdquoEuropa die USA und Japan finden sich deshalb heute in einer Abhaumln-gigkeit wieder die wichtige Teile ihrer

Industrie bedroht wie zum Beispiel die Umwelttechnologie Elektrotech-nik und Autobrancheldquo warnte Krouml-ger Rund 97 der Seltenen Erden wuumlrden derzeit in China gefoumlrdert und aufbereitet

Mit diesem Monopol koumlnne die Volksrepublik das Angebot jeder-zeit verknappen Kurz- und mittel-fristig werde sich das Problem ver-schaumlrfen denn die Nachfrage steige Schon jetzt nutze China seine Mono-polstellung uumlber Preis- und Lieferdis-kriminierungen gezielt um die eige-ne Industrie zu foumlrdern und auslaumln-dische High-Tech-Konzerne ins Land zu locken indem beispielsweise Ver-sorgungszusagen gemacht wuumlrden Ausreichende Mengen Seltener Erden wuumlrden solchen Unternehmen zuge-sagt die ihre Produktion nach China verlegten

Schwaumlchung destechnologischen Know-hows

Den Industriestaaten drohe zunaumlchst eine Abwanderung und mit-telfristig auch eine Schwaumlchung ihres technologischen Know-hows bdquoSchon heute werden geschaumltzte 60 der globalen Seltene-Erden-Produktion in China eingesetztldquo sagte Kroumlger Sel-tene Erden stecken in Katalysatoren Handys Plasmabildschirmen Fest-platten Batterien und MP3-Spielern Sie helfen Windkraftturbinen Elek-tromotoren sowie Energiesparlam-pen zu betreiben bdquoDie Marktstruk-tur der weltweiten Metallmaumlrkte soll-te staumlrker kontrolliert werdenldquo meint Aleksandar Zaklan Spezialist fuumlr Res-sourcenmaumlrkte am DIW bdquoSollten sich die gegenwaumlrtigen Trends vor allem bei der Angebotskonzentration und dem Nachfragewachstum fortsetzen muss mit weiter steigenden Metall-preisen gerechnet werdenldquo warnt der Forscher

Sie finden die Studie zum kosten-losen Download unter httpwwwdiwdedocumentspublikationen73diw_01c372387de11-19-1pdf

Praumlsodym wird unter anderemfuumlr Dauermagnete benoumltigt Foto jumkde

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

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J J A S O N D J F M A M180000

210000

240000

270000

300000

330000

Blei

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

17500

20000

22500

25000

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30000

J J A S O N D J F M A M114000

120000

126000

132000

138000

144000

Nickel

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 2396000 2497500EURt 1691016 1682498

3 MonateUSDt 2400000 2500000EURt 1693839 1684182

15 MonateUSDt 2367500 2467500EURT 1670901 1662288

Lagerbestaumlnde (in t) 114732 116364

Quelle London Metal Exchange

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 227200 237900EURt 160350 160267

3 MonateUSDt 225500 234500EURt 159150 157976

15 MonateUSDt 224800 233300EURT 158656 157168

Lagerbestaumlnde (in t) 315825 311450

Quelle London Metal Exchange

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Branchen amp Maumlrkte

Maschinenbau Weiteres Auftragsplusbei Neuauftraumlgen

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Maschinen- und Anla-genbau hat im Maumlrz einen weiteren Anstieg bei den Neuauftraumlgen ver-zeichnet wobei sich die Zuwachsra-te jedoch verlangsamt hat Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mitteilte lag der Aufragseingang real 18 uumlber dem Ergebnis des Vorjahres Dabei stiegen das Inlands- und das Auslandsge-schaumlft gleichermaszligen um jeweils 18 im Vergleich zum Maumlrz 2010 Im Feb-ruar war ein Orderplus auf Jahressicht von 38 berichtet worden

In dem von kurzfristigen Schwan-kungen weniger beeinflussten Drei-

Automobil Pkw-Markt bleibt auf dem Wachstumspfad

BAD HOMBURG (Dow Jones)--Die Zahl der Pkw-Neuzulassun-gen in Deutschland hat sich im April weiter erhoumlht Wie der Verband der Internationalen Kraftfahrzeugherstel-ler (VDIK) mitteilte erreichte der Pkw-Markt mit rund 266000 Zulassun-gen ein Wachstum von 3 gegenuuml-ber dem Vorjahresmonat Seit Jahres-beginn liegt der Markt damit um 11 uumlber dem Vorjahresniveau

Dabei wuchs die bdquoNachfrage nach Hybridfahrzeugen gegenuumlber dem Vorjahreswert um knapp 30 und erreichte in den ersten vier Mona-ten 2011 in Deutschland uumlber 3800 Zulassungenldquo erklaumlrte VDIK-Prauml-sident Volker Lange Davon entfie-len 90 auf internationale Herstel-ler bdquoAktuell sind damit 41000 Hyb-rid-Pkw auf deutschen Straszligen unter-wegsldquo

Die kraumlftige Nachfrage auf dem Nutzfahrzeugmarkt hielt ebenfalls weiter an Mit rund 26600 Neuzulas-sungen im April konnte das Vorjahres-ergebnis um 12 uumlbertroffen werden In den ersten vier Monaten 2011 wur-den damit insgesamt 103000 Nutz-fahrzeuge neu zugelassen das ent-spricht einem Wachstum von 25

Maschinenbau Chancen durch Ausbau der Elektromobilitaumlt

WUumlRZBURG (Dow Jones)--Der deutsche Maschinen- und Anlagen-bau wird in den kommenden Jahren vom Ausbau der Elektromobilitaumlt stark profitieren Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie von VDMA und der Strategieberatung Roland Berger Denn durch die Einfuumlhrung von Fahr-zeugen mit elektrischem Antriebs-strang seien zukuumlnftig Kompetenzen des Maschinenbaus gefragt die bis-lang nur selten in der Automobilpro-duktion genutzt wurden Denn kos-tensenkende Produktionstechnik werde dort dringend gebraucht

Durch neue Produktionsanlagen fuumlr Elektrobatterien werde sich bis 2020 ein Geschaumlftspotenzial von 48 Mrd EUR ergeben heiszligt es in der Studie Allerdings stehe die Branche auch vor der groszligen Herausforderung ein neues Produkt- und Technologieport-folio entwickeln zu muumlssen

Fuumlr die deutsche Maschinenbau-branche spielt der Automobilbau schon jetzt eine wichtige Rolle So wurden 2010 rund 14 Mrd EUR direkt im Automotive-Bereich umgesetzt

Die Studie mit dem Titel bdquoE-Mobi-lity ndash Chancen und Risiken fuumlr den deutschen Maschinen- und Anlagen-bauldquo koumlnnen Sie kostenlos von der Webseite des VDMA downloaden httpwwwvdmaorg

monatsvergleich Januar bis Maumlrz 2011 ergibt sich insgesamt ein Plus von 32 im Vorjahresvergleich bei den Inlandsauftraumlgen ein Plus von 35 und bei den Auslandsauftraumlgen ein Plus von 31 bdquoErwartungsge-maumlszlig setzt nun offenbar eine Norma-lisierung der Wachstumsraten einldquo kommentierte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers das Ergebnis bdquoDer sogenannte Basiseffekt extrem nied-riger Vorjahreswerte spielt eine immer geringere Rolle weil sich in eben diesen Vorjahresmonaten der Auf-schwung bereits bemerkbar machte So war der Maumlrz 2010 der erste star-ke Ordermonat nach der Kriseldquo fuumlgte er hinzu

HandelsabkommenFreihandelsabkommen mit Suumldkorea besiegelt

SEOUL (Dow Jonesgtai)--Das suumld-koreanischen Parlament hat das im Oktober 2010 vereinbarte Freihan-delsabkommen mit der EU ratifiziert Damit ist der Weg frei fuumlr das erste Freihandelsabkommen der EU mit einem asiatischen Partner Die Verein-barung wird ab Juli 2011 in Kraft tre-ten Zwischen der EU und Suumldkorea werden dann innerhalb von fuumlnf Jah-ren die Zoumllle auf mehr als 98 aller Warenstroumlme entfallen Innerhalb von sieben Jahren sollen die Zoumllle auf alle Industrieguumlter beseitigt werden

ImporteSorge vor verstrahlter Ware ist unbegruumlndet

HAMBURG (Dow Jones)--Die Befuumlrchtung dass nach dem Unfall im japanischen Kernkraft-werk Fukushima radioaktiv ver-strahlte Ware nach Deutschland gelangen koumlnnte ist offenbar unbegruumlndet Im Hafen Hamburg jedenfalls musste bisher kein aus Japan ankommendes Schiff kon-trolliert werden wie ein Sprecher der Hamburger Innenbehoumlrde auf Anfrage mitteilte Dies liege daran dass es keine Direktverbindun-gen zwischen Japan und Ham-burg gebe und alle in Frage kom-menden Schiffe bereits in ande-ren Haumlfen auf eine moumlgliche radio-aktive Strahlung uumlberpruumlft wor-den seien

Der Rotterdamer Hafen will nach einem Bericht der bdquoVerkehrsrund-schauldquo noch bis 15 Mai alle aus Japan kommenden Schiffe auf radioaktive Belastung hin uumlber-pruumlfen Bei den bislang durchge-fuumlhrten Kontrollen auf den Schif-fen und an der Ladung seien keine Auffaumllligkeiten festgestellt worden teilte der Hafenbetreiber mit Wie unsere Redaktion erfuhr fordern die Automobilhersteller seit dem Ausbruch der Japan-Krise beson-dere Sicherheitsvorkehrungen kri

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Branchen amp Maumlrkte

Ausgewaumlhlte Termine

Herausgeber und Verlag Dow Jones News GmbH Baseler ArkadenWilhelm-Leuschner-Straszlige 78 60329 Frankfurt am Main HRB 58631 Frankfurt

Geschaumlftsfuumlhrung Dr Matthias Paul Volker Schneider James Rhyu Adam Tuckman Andrew Langhoff und Sue Needle

Verantwortlich fuumlr den Inhalt Kai Moll Tel +49 (0) 69 2 97 25 - 4 20E-Mail metalldedowjonescom Fax - 4 40 Internet wwwdjnewslettersde

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Erscheinungsweise 2-mal monatlich

Impressum

Zulieferer Geschaumlftserwartungen normalisieren sich

HAGEN (Dow Jones)--Der ArGeZ-Geschaumlftsklimaindex fuumlr die deut-sche Zulieferindustrie hat sich im April erwartungsgemaumlszlig abgeschwaumlcht Wie die Arbeitsgemeinschaft Zulie-ferindustrie (ArGeZ) mitteilte hat sich die bereits im Vormonat angedeute-te Normalisierung der Zukunftserwar-tungen im Berichtsmonat fortgesetzt bdquoZusaumltzlich duumlrften sich die Unsicher-heiten in Nordafrika sowie die Unkal-kulierbarkeit von Nachwirkungen der Japan-Katastrophe auswirkenldquo schreibt der Verband Gleichwohl zeige sich die aktuelle Geschaumlftslage weiter auf hohem Niveau

Der Geschaumlftsklimaindex Zulie-ferindustrie wird von der Arbeitsge-meinschaft Zulieferindustrie ArGeZ in Zusammenarbeit mit dem Ifo-Institut Muumlnchen ermittelt Er beruht auf der Befragung von rund 600 Unterneh-men und deckt die in der Arbeitsge-meinschaft Zulieferindustrie zusam-mengeschlossenen Branchen Gieszlige-rei-Industrie Kunststoffverarbeitung Stahl- und Metallverarbeitung NE-Metall-Industrie Kautschukindustrie sowie Technische Textilien ab

ArGeZ-GeschaumlftsklimaindexZulieferindustrie Deutschland

2000 = 100 saisonbereinigt Saldo aus positiven und negativen Bewertungen Quelle ifo Institut ArGeZ Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie

Aktuelle Lage

Zukunftserwartung

VIK-Strompreisindexfuumlr Mittelspannung

Quelle VIK

Maumlrz 17370

(Januar 2002 = 100)

Haben Sie Anregungen Fragen Hinweise zu unseren DatenE-Mail an datendedowjonescom

Strom VIK-Index reagiert aufAtomausstiegsplaumlne

ESSEN (Dow Jones)--Der VIK-Strompreisindex fuumlr Mittelspan-nungskunden ist im April nochmals kraumlftig um 610 Punkte bzw 469 auf 17980 Punkte gestiegen Damit erreicht der Index den houmlchsten Wert seit Ende 2008 wie der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirt-schaft (VIK) mitteilte Maszliggeblich fuumlr den weiteren Anstieg war dem VIK zufolge der von der Bundesregie-rung geplante beschleunigte Atom-ausstieg Dieser habe einen deutli-chen Einfluss auf die Strompreise an der Leipziger Boumlrse EEX und somit auch auf den vom Verband monatlich veroumlffentlichten VIK-Index gehabt So seien die Preise fuumlr die folgenden vier Quartale an der EEX nach Bekannt-gabe des Atommoratoriums im Maumlrz zunaumlchst sprunghaft angestiegen und verharrten seitdem auf diesem hohen Niveau

Neben dem deutlichen Anstieg im Vergleich zum Vormonat kletterte auch der gleitende Jahresmittelwert uumlber 12 Monate um 243 Punkte auf aktuell 16087 Punkte Der VIK-Strom-preisindex basiert auf den Stromprei-sen der EEX sowie den Netznutzungs-entgelten von sechs deutschen Netz-betreibern Als Energiepreiskompo-nente wertet der VIK die monatlichen Durchschnittspreise des Terminmark-tes fuumlr die kommenden vier Quartals-produkte aus

Dow Jones Management Forum Rohstoffversorgung 2011

Termin 17 bis 18 Mai 2011 Ort Frankfurt am MainIm Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Fragen wie sich Unterneh-men langfristig aufstellen koumlnnen um ihre Rohstoffversorgung abzu-sichern Tel 06929 72 51 51E-Mailconferencesdowjonescomwwwdjnewslettersdeconferences

EuroFX-Referenzkurs 1252011 14151 USDQuelle Reuters

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Marktanalyse Aluminium amp Kupfer

Dow Jones NE-Metalle Prognose

Weiterhin nervoumlser Handel bei den Basismetallen erwartetFRANKFURT (Dow Jones)--Wir

rechnen weiter mit einem nervoumlsen Handelsgeschehen an den Basisme-tallmaumlrkten da die Marktteilnehmer versuchen die widerspruumlchlichen Sig-nale zu verdauen Obwohl die juumlngs-ten Nachrichten uumlberwiegend negativ waren verdraumlngten die Player dies zu Beginn der Woche und fokussierten sich auf die guten Neuigkeiten Nach dem Ausverkauf in der vergangenen Woche der Kupfer um 42 und Alu-minium um 2 innerhalb eines Tages absacken lieszlig sind die Kaumlufer in die-ser Woche auf den Markt zuruumlckge-kehrt um die die Gelegenheit zu nut-zen Kupfer unter 9000 USDt und Aluminium unter 2700 USDt einzu-kaufen Es ist derzeit vor allem die-ser anhaltende Optimismus der den Basismetallmarkt am staumlrksten unter-stuumltzt Doch nun ist der Risikoappe-tit erneut deutlich zuruumlckgegangen Zudem stehen wir am Beginn der sai-sonal schwachen Sommermonate

Wir erwarten aber dass die Indus-triemetalle den zunehmenden Sorgen bezuumlglich einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und bezuumlg-lich der Schuldenkrisen noch fuumlr eini-ge Wochen widerstehen wird Aller-dings sind in den naumlchsten Wochen starke Schwankungen wahrschein-lich sind Die Kupferpreise an der Londoner Metallboumlrse duumlrften sich in diesem Zeitraum in einer Range zwi-

schen 8600 und 9400 USDt bewe-gen Allerdings besteht das Risiko einer technischen Korrektur wenn die Unterstuumltzungsmarke von 8600 USDtnachhaltig faumlllt Dann baut sich die naumlchste Unterstuumltzung 8200 USDtauf ndash ein Preislevel das zuletzt im Oktober 2010 gesehen wurde Bei Aluminium sehen wir eine starke Unterstuumltzung bei 2500 USDt sowie einen Schluumlsselwiderstand bei 2270 USDt

Unter den negativen Marktnachrich-ten war auch dass Chinas Kupferim-porte im April schwaumlcher als erwartet ausgefallen sind Das Land importier-te nach vorlaumlufigen Zahlen der chine-sischen Zollbehoumlrden 262676 t Kup-fer Kupferlegierungen und Halbfer-tigprodukte was einen Ruumlckgang um 40 im Vergleich zum Vorjahres-monat und um 14 gegenuumlber dem Maumlrz darstellt Die Bestaumlnde in den gelisteten Lagerhaumlusern der Shang-hai Futures Exchange sind nach wie vor hoch und es gibt Geruumlchte uumlber groszlige Bestaumlnde auszligerhalb der gelis-teten Laumlger Zudem koumlnnte der Inflati-onsdruck zu weiteren geldpolitischen Maszlignahmen fuumlhren was die Nachfra-ge daumlmpfen duumlrfte Gleichzeitig spielt sich die chinesische Kupferprodukti-on wegen der Rekordpreise auf einem hohen Level ab

Dies faumlllt vermutlich mit einer im Som-mer saisonal bedingten schwaumlcheren

Nachfrage in der noumlrdlichen Hemis-phaumlre zusammen Die nicht-kommer-ziellen Investoren haben bereits ihre Netto-Longpositionen die vierte Woche in Folge heruntergefahren

Allerdings gibt es auch einige Unterstuumltzung von den anderen Roh-stoffmaumlrkten So steht der Energie-komplex infolge der anhaltenden geo-politischen Spannungen und wegen der Folgen des Erdbebens in Japan stark da Dennoch sind es vor allem die Wechselkurse die weiterhin den Grundton am Markt setzen Die Euro-Dollar-Relation schwankt infolge der fortdauernden Schuldenthematik auf beiden Seiten des Atlantiks hin und her Die Wechselkurse sind ein Spiel-ball zwischen gegnerischen Kraumlften da der Fokus der Investoren zwischen den Themen USA sowie Europa hin- und herschwankt

Da die Investoren derzeit ihren Fokus vom griechischen Haushalt wieder abwenden duumlrfte der Euro durch die erwartete Zinssteigerung die die Europaumlische Zentralbank viel-leicht bereits im Juni ankuumlndigen wird Unterstuumltzung finden Alles in allem befinden sich die beiden Waumlhrungen in einer Pattsituation aber angesichts der widerspruumlchlichen Signale die auf das Waumlhrungspaar wirken erwar-ten wir in den naumlchsten Wochen star-ke Ausschlaumlge Dow Jones Commodities Research

Dow Jones Indikatoren NE-Metalle(USDt) Kupfer LME

Grundtendenz Obere Grenze Untere Grenze Grundtendenz Obere Grenze Untere Grenze

(USDt)

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Dow Jones NE-Metalle Monitor

Ausgewaumlhlte Metalle und Legierungen 115 45Kupfer (DEL-Notiz) 61692-61929 62535-62764MK (Metallnotierung Kupfer) 70766 71601Aluminium unverzollt ($t)Blei in Kabeln 18481 19038Metallbasis Bronze 946 83000 84000Messing MS 58 1Verarbrsquostufe 50900-51700 51400-52100Messing MS 58 2Verarbrsquostufe 55600-55700 56200-56200Messing MP 58 50100 50600Messing MS 63 53800-54000 54300-54500Metallbasis Messing 6337 53600-53800 54000-54300Zinklegierung Z 400410 Basispreis 20800 20800Zinn 999 loco Duisburg 208400 212700Alu 997 prompt Deutschland geliefert 20300 20600Aluminium in Kabeln 20300 20600Kupfer hochgr Kath Kasse 61600 62600Kupfer hochgr Kath 3 Monate 61700 62700

Messinglegierungen 115 45Rotguss RG 5 47500-48000 47500-48000Rotguss RG 7 50000-51000 50000-51000Rotguss RG 10 50500-51000 50500-51000Gussbronze GBZ 10 58000-64000 58000-64000Gussbronze GBZ 12 60000-64000 60000-64000Gussbronze GBZ 14 63000-66000 63000-66000

Ferrolegierungen 115 45Molybdaumln Oxid 57 (USDlb)in Faumlssern 1600-1735 1690-1735in Dosen 1700-1745 1700-1745

Molybdaumln in Briketts (USDlb) 1720-1760 1715-1745Ferro-Molybdaumln 70 (USDkg) 4090-4150 4090-4180Ferro-Vanadium 80 (USDkg) 2960-3050 2960-3090Ferro-Niob 63 (USDkg) 4300-4600 4300-4600Ferro-Titan 70 (USDkg) 850-890 850-890Ferro-Wolfram 80 (USDkg) 4950-5150 4950-5150Ferro-Mangan carbure (EURt) 94000-104000 96000-105000Ferro-Mangan affine (EURt) 165000-172000165000-172000

Alu-Gussleg frei Verbraucher (3t) 115 45Nr 226 23800-24800 23800-24800Nr 231 24600-25600 24600-25600Nr 233 25500-26500 25500-26500

NE-Metall-Schrotte 115 45Altblei (EUR100kg) 11500-12000 12500-13000Akkublei (EUR100kg) 5000-5500 5000-5500Kabul (Milberry) 58000-58500 58500-59000Kasus (Granulat I) 58000-58500 58500-59000Katze (Granulat II) 54000-54500 54500-55000Kader (Berry) 53500-54000 54000-54500Kupferdraht (Kanal) 51000-51500 51500-52000Schwerkupfer (Keule) 52000-52500 52500-53000Leichtkupfer (Klima) 50000-50500 50500-51000Schwermessing (Milbe) 32000-32500 32000-32500Leichtmessing (Modus) 29500-30000 29500-30000Rotguss-Schrott 1Qu (Radar) 47000-47500 47000-47500Rotguss-Schrott 2Qu (Rampe) 46000-46500 46000-46500Umschmelzzink 12000-12500 12000-12500Altzink 9000-9500 9000-9500Messingstangenspaumlne MS58 (Maler)36500-37000 37000-37500Messingblechabfaumllle MS63 (Magda) 40000-40500 42000-42500Chromstahl 3500-4000 4000-4500Chromnickelstahlabf V-II a 15000-15500 15500-16000Chromnickelstahlabf V-IV a 23000-23500 24000-24500Alu neu Cu-am 13500-14000 13500-14000Reinaluminiumdraht 16500-17000 16500-17000Gussschrott max 2 FE 9500-10000 9500-10000Alu-Blechabf max 2 8500-9000 8500-9000Alu-Spaumlne Toleranz 5 8000-8500 8000-8500Alu-Profilabf AlMgSi 05 17000-17500 17000-17500

LME (USDt) 115 45KobaltKassa 38000-39500 38000-390003 Monate 37500-39000 37000-38000MolybdaumlnKassa 36450-37450 35700-377003 Monate 36750-37750 36000-38000

Kassapreise 115 45Gold ) (EURkg fein) 3590000 3506000Gold verarbeitet ) (EURkg fein) 3761000 3673000Silber ) (EURkg fein) 94160 96000Silber verarbeitet ) (EURkg fein) 98560 100480Platin verarb (EURg fein) 4252 4231Palladium verarb (EURg fein) 1819 1857Iridium verarb (EURg fein) 2590000 2520000Rhodium verarb (EURkg fein) 5335000 5355000Ruthenium verarb (EURkg fein) 450000 440000) Basis Londoner Fixing Preise von W C Heraeus GmbH

FuturesNew York Comex Gold USDFeinunze 115 45Mai 150110 151490Juni 150140 151530Juli 150200August 150270 151650Oktober 150400 151770Dezember 150530 151880Februar 150640 152010

New York Comex Silber ctsFeinunze 115 45Mai 355090 393830Juni 355090 393870Juli 355150 393880September 355280 393960Dezember 355280 393960Januar 355100 393730Maumlrz 354800 393260Mai 354380 392610

New York Nymex Platin USDFeinunze 115 45Juni 177780 182730Juli 177780 182630Oktober 178150 182990Januar 178150 183190

New York Nymex Palladium USDFeinunze 115 45Juni 71540 74670September 71710 74830Dezember 71850 74930

Preisuumlbersicht NE-Metalle (Deutsche Haumlndlerpreise in EUR100kg sofern nicht anders angegeben)

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Preisuumlbersicht Edelmetalle

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Page 15: Lexikon mit Fachbegriffen aus Dow Jones NE-Metalle Monitor · Dow Jones NE-Metalle Monitor Donnerstag, 12. Mai 2011 | Nr. 9 Markttrends Aluminium Aluminiummarkt Aluminium hält sich

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Zinn Zink Blei amp Nickel

Seltene Erden

bdquoEntwicklung Gruumlner Technologien gefaumlhrdetldquoHANNOVER (Dow Jones)--Die Ver-

sorgung mit Seltenen Erden stellt die deutsche Wirtschaft weiterhin vor Probleme Waumlhrend im Bereich der so genannten leichten Seltenen Erden (Cer Lanthan ua) voraussicht-lich ab 2012 eine deutliche Entspan-nung eintreten wird ist fuumlr die Nutzer von schweren Seltenen Erden (Dys-prosium Europium ua) kein Ende der Versorgungsengpaumlsse abzuse-hen Zu diesem Ergebnis kommt eine Kurzstudie der Deutschen Rohstoff-agentur (DERA) in der Bundesanstalt fuumlr Geowissenschaften und Rohstof-fe (BGR)

bdquoIn Uumlbereinstimmung mit interna-tionalen Studien rechnen wir in der nahen Zukunft mit einer unzureichen-den Versorgungslage besonders mit Europium Terbium und Dysprosiumldquo sagte Harald Elsner BGR-Exper-te und Autor der Studie Die schwe-ren Seltenen Erden finden in vielen so genannten bdquoGruumlnen Technologi-enldquo Verwendung wie z B im Bereich der Windenergie Auch die Produkti-on von energiesparenden Leuchtmit-teln ist ohne schwere Seltene Erden nicht moumlglich

Die Kurzstudie verweist auf ein weiteres Problem Obwohl es Sub-stitutionsmoumlglichkeiten gebe koumlnn-te die augenblickliche Rohstoffsitua-tion auch dazu fuumlhren dass die Ent-

wicklung von effizienteren Wind- und Wasserkraftwerken sowie die Aus-breitung der Elektromobilitaumlt gefaumlhr-det sei warnt Elsner Deshalb steht fuumlr den Experten fest bdquoTrotz bereits eingesetzter groszliger Bemuumlhungen um Maximierung der Recyclingquoten ist absehbar dass kuumlnftig nur die Unter-nehmen von den groszligen Marktchan-cen im Bereich der Gruumlnen Technolo-gien profitieren die sich in der primauml-ren Rohstoffversorgung mit schweren Seltenen Erden abgesichert habenldquo

Die Kurzstudie zeigt weiter auf in welchen Industriesektoren die schwe-ren Seltenen Erden jeweils Verwen-dung finden und in welchen Men-gen sie voraussichtlich bis zum Jahr 2015 zur Verfuumlgung stehen werden Zu den untersuchten schweren Sel-tenen Erden gehoumlren elf Elemente darunter sind die wichtigsten Yttri-um Samarium Europium Gadolini-um Terbium Dysprosium und Erbi-um In die Untersuchung flossen den Angaben des Autors zufolge Informa-tionen deutscher Firmen ein die Sel-tene Erden verbrauchen

Die unter dem Titel bdquoKritische Ver-sorgungslage mit schweren Seltenen Erden ndash Entwicklung bdquoGruumlner Tech-nologienldquo gefaumlhrdetldquo erschienene Kurzstudie steht auf der Homepage der BGR als Download zur Verfuumlgung (httpwwwbgrbundde)

Seltene Erden

Goldman Sachs sieht ab 2013 Entspannung

SYDNEY (Dow Jones)--Das globa-le Angebotsdefizit der Seltenen Erden wird im laufenden Jahr seinen Houmlchst-stand erreichen Dies ist die Einschaumlt-zung der Investmentbank Goldman Sachs Das Defizit koumlnne sich 2011 auf 18734 t belaufen was 132 der Nachfrage entspraumlche Nachdem der Markt 2013 fast im Gleichgewicht sein werde koumlnne der Angebots-uumlberhang im darauf folgenden Jahr bereits 5860 t betragen was 32

der erwarteten Nachfrage entspre-che bdquoWir gehen davon aus dass der Markt 2011 und 2012 deutlich unter-versorgt sein wird und dass die Preise in den kommenden 18 Monaten nach oben tendierenldquo schreibt Goldman Sachs 2013 soll der Markt fast aus-geglichen und danach leicht uumlberver-sorgt sein Dies koumlnne zumindest bei den leichten Seltenen Erden zwischen 2013 und 2015 zu moderaten Preis-ruumlckgaumlngen fuumlhren

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

1500

1750

2000

2250

2500

2750

J J A S O N D J F M A M600000

650000

700000

750000

800000

850000

Zink

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

15000

20000

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30000

35000

40000

J J A S O N D J F M A M10000

12500

15000

17500

20000

22500

Zinn

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 2895000 2915000EURt 2043193 1963756

3 MonateUSDt 2900000 2905000EURt 2046722 1957020

15 MonateUSDt 2909000 2910000EURT 2053074 1960388

Lagerbestaumlnde (in t) 21965 21080

Quelle London Metal Exchange

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

KasseUSDt 210350 212600EURt 148458 143223

3 MonateUSDt 212100 213000EURt 149693 143492

15 MonateUSDt 217000 219000EURT 153151 147534

Lagerbestaumlnde (in t) 829050 822225

Quelle London Metal Exchange

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Zinn Zink Blei amp Nickel

Seltene Erden

DIW fordert zu Vorratshaltung auf

BERLIN (Dow Jones)--Das Deut-sche Institut fuumlr Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) warnt wegen des Mono-pols Chinas bei Seltenen Erden vor einer die Lieferketten bedrohenden Abhaumlngigkeit und fordert die Indus-triestaaten zu einer entsprechenden Vorratshaltung sowie abgestimm-tem Verhalten auf bdquoDie Seltenen Erd-metalle sind eine zunehmend wichti-ge Ressource fuumlr die Hochtechnolo-gie-Industrieldquo erklaumlrte Antje Kroumlger DIW-Expertin und Mitautorin einer am Mittwoch veroumlffentlichten Studie zum Thema bdquoWettlauf um die Metalleldquo

Lieferengpaumlsse oder Lieferblo-ckaden koumlnnten die Entwicklungen der Industriestaaten bremsen bdquoDie Industriestaaten sollten deswegen ein WTO-Streitbeilegungsverfahren anregen oder versuchen im Rahmen eines abgestimmten Vorgehens Vorrauml-te anzulegenldquo riet die DIW-Forsche-rin Politik und Wirtschaft der Indus-triestaaten haumltten den strategischen Wert der Seltenen Erden viel zu lange nicht erkannt

bdquoEuropa die USA und Japan finden sich deshalb heute in einer Abhaumln-gigkeit wieder die wichtige Teile ihrer

Industrie bedroht wie zum Beispiel die Umwelttechnologie Elektrotech-nik und Autobrancheldquo warnte Krouml-ger Rund 97 der Seltenen Erden wuumlrden derzeit in China gefoumlrdert und aufbereitet

Mit diesem Monopol koumlnne die Volksrepublik das Angebot jeder-zeit verknappen Kurz- und mittel-fristig werde sich das Problem ver-schaumlrfen denn die Nachfrage steige Schon jetzt nutze China seine Mono-polstellung uumlber Preis- und Lieferdis-kriminierungen gezielt um die eige-ne Industrie zu foumlrdern und auslaumln-dische High-Tech-Konzerne ins Land zu locken indem beispielsweise Ver-sorgungszusagen gemacht wuumlrden Ausreichende Mengen Seltener Erden wuumlrden solchen Unternehmen zuge-sagt die ihre Produktion nach China verlegten

Schwaumlchung destechnologischen Know-hows

Den Industriestaaten drohe zunaumlchst eine Abwanderung und mit-telfristig auch eine Schwaumlchung ihres technologischen Know-hows bdquoSchon heute werden geschaumltzte 60 der globalen Seltene-Erden-Produktion in China eingesetztldquo sagte Kroumlger Sel-tene Erden stecken in Katalysatoren Handys Plasmabildschirmen Fest-platten Batterien und MP3-Spielern Sie helfen Windkraftturbinen Elek-tromotoren sowie Energiesparlam-pen zu betreiben bdquoDie Marktstruk-tur der weltweiten Metallmaumlrkte soll-te staumlrker kontrolliert werdenldquo meint Aleksandar Zaklan Spezialist fuumlr Res-sourcenmaumlrkte am DIW bdquoSollten sich die gegenwaumlrtigen Trends vor allem bei der Angebotskonzentration und dem Nachfragewachstum fortsetzen muss mit weiter steigenden Metall-preisen gerechnet werdenldquo warnt der Forscher

Sie finden die Studie zum kosten-losen Download unter httpwwwdiwdedocumentspublikationen73diw_01c372387de11-19-1pdf

Praumlsodym wird unter anderemfuumlr Dauermagnete benoumltigt Foto jumkde

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

1500

1800

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J J A S O N D J F M A M180000

210000

240000

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300000

330000

Blei

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

Quelle LME

17500

20000

22500

25000

27500

30000

J J A S O N D J F M A M114000

120000

126000

132000

138000

144000

Nickel

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 2396000 2497500EURt 1691016 1682498

3 MonateUSDt 2400000 2500000EURt 1693839 1684182

15 MonateUSDt 2367500 2467500EURT 1670901 1662288

Lagerbestaumlnde (in t) 114732 116364

Quelle London Metal Exchange

Kurse und Lagerbestaumlnde

LME 125 55

Kasse USDt 227200 237900EURt 160350 160267

3 MonateUSDt 225500 234500EURt 159150 157976

15 MonateUSDt 224800 233300EURT 158656 157168

Lagerbestaumlnde (in t) 315825 311450

Quelle London Metal Exchange

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Branchen amp Maumlrkte

Maschinenbau Weiteres Auftragsplusbei Neuauftraumlgen

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Maschinen- und Anla-genbau hat im Maumlrz einen weiteren Anstieg bei den Neuauftraumlgen ver-zeichnet wobei sich die Zuwachsra-te jedoch verlangsamt hat Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mitteilte lag der Aufragseingang real 18 uumlber dem Ergebnis des Vorjahres Dabei stiegen das Inlands- und das Auslandsge-schaumlft gleichermaszligen um jeweils 18 im Vergleich zum Maumlrz 2010 Im Feb-ruar war ein Orderplus auf Jahressicht von 38 berichtet worden

In dem von kurzfristigen Schwan-kungen weniger beeinflussten Drei-

Automobil Pkw-Markt bleibt auf dem Wachstumspfad

BAD HOMBURG (Dow Jones)--Die Zahl der Pkw-Neuzulassun-gen in Deutschland hat sich im April weiter erhoumlht Wie der Verband der Internationalen Kraftfahrzeugherstel-ler (VDIK) mitteilte erreichte der Pkw-Markt mit rund 266000 Zulassun-gen ein Wachstum von 3 gegenuuml-ber dem Vorjahresmonat Seit Jahres-beginn liegt der Markt damit um 11 uumlber dem Vorjahresniveau

Dabei wuchs die bdquoNachfrage nach Hybridfahrzeugen gegenuumlber dem Vorjahreswert um knapp 30 und erreichte in den ersten vier Mona-ten 2011 in Deutschland uumlber 3800 Zulassungenldquo erklaumlrte VDIK-Prauml-sident Volker Lange Davon entfie-len 90 auf internationale Herstel-ler bdquoAktuell sind damit 41000 Hyb-rid-Pkw auf deutschen Straszligen unter-wegsldquo

Die kraumlftige Nachfrage auf dem Nutzfahrzeugmarkt hielt ebenfalls weiter an Mit rund 26600 Neuzulas-sungen im April konnte das Vorjahres-ergebnis um 12 uumlbertroffen werden In den ersten vier Monaten 2011 wur-den damit insgesamt 103000 Nutz-fahrzeuge neu zugelassen das ent-spricht einem Wachstum von 25

Maschinenbau Chancen durch Ausbau der Elektromobilitaumlt

WUumlRZBURG (Dow Jones)--Der deutsche Maschinen- und Anlagen-bau wird in den kommenden Jahren vom Ausbau der Elektromobilitaumlt stark profitieren Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie von VDMA und der Strategieberatung Roland Berger Denn durch die Einfuumlhrung von Fahr-zeugen mit elektrischem Antriebs-strang seien zukuumlnftig Kompetenzen des Maschinenbaus gefragt die bis-lang nur selten in der Automobilpro-duktion genutzt wurden Denn kos-tensenkende Produktionstechnik werde dort dringend gebraucht

Durch neue Produktionsanlagen fuumlr Elektrobatterien werde sich bis 2020 ein Geschaumlftspotenzial von 48 Mrd EUR ergeben heiszligt es in der Studie Allerdings stehe die Branche auch vor der groszligen Herausforderung ein neues Produkt- und Technologieport-folio entwickeln zu muumlssen

Fuumlr die deutsche Maschinenbau-branche spielt der Automobilbau schon jetzt eine wichtige Rolle So wurden 2010 rund 14 Mrd EUR direkt im Automotive-Bereich umgesetzt

Die Studie mit dem Titel bdquoE-Mobi-lity ndash Chancen und Risiken fuumlr den deutschen Maschinen- und Anlagen-bauldquo koumlnnen Sie kostenlos von der Webseite des VDMA downloaden httpwwwvdmaorg

monatsvergleich Januar bis Maumlrz 2011 ergibt sich insgesamt ein Plus von 32 im Vorjahresvergleich bei den Inlandsauftraumlgen ein Plus von 35 und bei den Auslandsauftraumlgen ein Plus von 31 bdquoErwartungsge-maumlszlig setzt nun offenbar eine Norma-lisierung der Wachstumsraten einldquo kommentierte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers das Ergebnis bdquoDer sogenannte Basiseffekt extrem nied-riger Vorjahreswerte spielt eine immer geringere Rolle weil sich in eben diesen Vorjahresmonaten der Auf-schwung bereits bemerkbar machte So war der Maumlrz 2010 der erste star-ke Ordermonat nach der Kriseldquo fuumlgte er hinzu

HandelsabkommenFreihandelsabkommen mit Suumldkorea besiegelt

SEOUL (Dow Jonesgtai)--Das suumld-koreanischen Parlament hat das im Oktober 2010 vereinbarte Freihan-delsabkommen mit der EU ratifiziert Damit ist der Weg frei fuumlr das erste Freihandelsabkommen der EU mit einem asiatischen Partner Die Verein-barung wird ab Juli 2011 in Kraft tre-ten Zwischen der EU und Suumldkorea werden dann innerhalb von fuumlnf Jah-ren die Zoumllle auf mehr als 98 aller Warenstroumlme entfallen Innerhalb von sieben Jahren sollen die Zoumllle auf alle Industrieguumlter beseitigt werden

ImporteSorge vor verstrahlter Ware ist unbegruumlndet

HAMBURG (Dow Jones)--Die Befuumlrchtung dass nach dem Unfall im japanischen Kernkraft-werk Fukushima radioaktiv ver-strahlte Ware nach Deutschland gelangen koumlnnte ist offenbar unbegruumlndet Im Hafen Hamburg jedenfalls musste bisher kein aus Japan ankommendes Schiff kon-trolliert werden wie ein Sprecher der Hamburger Innenbehoumlrde auf Anfrage mitteilte Dies liege daran dass es keine Direktverbindun-gen zwischen Japan und Ham-burg gebe und alle in Frage kom-menden Schiffe bereits in ande-ren Haumlfen auf eine moumlgliche radio-aktive Strahlung uumlberpruumlft wor-den seien

Der Rotterdamer Hafen will nach einem Bericht der bdquoVerkehrsrund-schauldquo noch bis 15 Mai alle aus Japan kommenden Schiffe auf radioaktive Belastung hin uumlber-pruumlfen Bei den bislang durchge-fuumlhrten Kontrollen auf den Schif-fen und an der Ladung seien keine Auffaumllligkeiten festgestellt worden teilte der Hafenbetreiber mit Wie unsere Redaktion erfuhr fordern die Automobilhersteller seit dem Ausbruch der Japan-Krise beson-dere Sicherheitsvorkehrungen kri

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Branchen amp Maumlrkte

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Erscheinungsweise 2-mal monatlich

Impressum

Zulieferer Geschaumlftserwartungen normalisieren sich

HAGEN (Dow Jones)--Der ArGeZ-Geschaumlftsklimaindex fuumlr die deut-sche Zulieferindustrie hat sich im April erwartungsgemaumlszlig abgeschwaumlcht Wie die Arbeitsgemeinschaft Zulie-ferindustrie (ArGeZ) mitteilte hat sich die bereits im Vormonat angedeute-te Normalisierung der Zukunftserwar-tungen im Berichtsmonat fortgesetzt bdquoZusaumltzlich duumlrften sich die Unsicher-heiten in Nordafrika sowie die Unkal-kulierbarkeit von Nachwirkungen der Japan-Katastrophe auswirkenldquo schreibt der Verband Gleichwohl zeige sich die aktuelle Geschaumlftslage weiter auf hohem Niveau

Der Geschaumlftsklimaindex Zulie-ferindustrie wird von der Arbeitsge-meinschaft Zulieferindustrie ArGeZ in Zusammenarbeit mit dem Ifo-Institut Muumlnchen ermittelt Er beruht auf der Befragung von rund 600 Unterneh-men und deckt die in der Arbeitsge-meinschaft Zulieferindustrie zusam-mengeschlossenen Branchen Gieszlige-rei-Industrie Kunststoffverarbeitung Stahl- und Metallverarbeitung NE-Metall-Industrie Kautschukindustrie sowie Technische Textilien ab

ArGeZ-GeschaumlftsklimaindexZulieferindustrie Deutschland

2000 = 100 saisonbereinigt Saldo aus positiven und negativen Bewertungen Quelle ifo Institut ArGeZ Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie

Aktuelle Lage

Zukunftserwartung

VIK-Strompreisindexfuumlr Mittelspannung

Quelle VIK

Maumlrz 17370

(Januar 2002 = 100)

Haben Sie Anregungen Fragen Hinweise zu unseren DatenE-Mail an datendedowjonescom

Strom VIK-Index reagiert aufAtomausstiegsplaumlne

ESSEN (Dow Jones)--Der VIK-Strompreisindex fuumlr Mittelspan-nungskunden ist im April nochmals kraumlftig um 610 Punkte bzw 469 auf 17980 Punkte gestiegen Damit erreicht der Index den houmlchsten Wert seit Ende 2008 wie der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirt-schaft (VIK) mitteilte Maszliggeblich fuumlr den weiteren Anstieg war dem VIK zufolge der von der Bundesregie-rung geplante beschleunigte Atom-ausstieg Dieser habe einen deutli-chen Einfluss auf die Strompreise an der Leipziger Boumlrse EEX und somit auch auf den vom Verband monatlich veroumlffentlichten VIK-Index gehabt So seien die Preise fuumlr die folgenden vier Quartale an der EEX nach Bekannt-gabe des Atommoratoriums im Maumlrz zunaumlchst sprunghaft angestiegen und verharrten seitdem auf diesem hohen Niveau

Neben dem deutlichen Anstieg im Vergleich zum Vormonat kletterte auch der gleitende Jahresmittelwert uumlber 12 Monate um 243 Punkte auf aktuell 16087 Punkte Der VIK-Strom-preisindex basiert auf den Stromprei-sen der EEX sowie den Netznutzungs-entgelten von sechs deutschen Netz-betreibern Als Energiepreiskompo-nente wertet der VIK die monatlichen Durchschnittspreise des Terminmark-tes fuumlr die kommenden vier Quartals-produkte aus

Dow Jones Management Forum Rohstoffversorgung 2011

Termin 17 bis 18 Mai 2011 Ort Frankfurt am MainIm Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Fragen wie sich Unterneh-men langfristig aufstellen koumlnnen um ihre Rohstoffversorgung abzu-sichern Tel 06929 72 51 51E-Mailconferencesdowjonescomwwwdjnewslettersdeconferences

EuroFX-Referenzkurs 1252011 14151 USDQuelle Reuters

1125

1200

1275

1350

1425

1500

J J A S O N D J F M A M

EuroDollar

18

Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9 Marktanalyse Aluminium amp Kupfer

Dow Jones NE-Metalle Prognose

Weiterhin nervoumlser Handel bei den Basismetallen erwartetFRANKFURT (Dow Jones)--Wir

rechnen weiter mit einem nervoumlsen Handelsgeschehen an den Basisme-tallmaumlrkten da die Marktteilnehmer versuchen die widerspruumlchlichen Sig-nale zu verdauen Obwohl die juumlngs-ten Nachrichten uumlberwiegend negativ waren verdraumlngten die Player dies zu Beginn der Woche und fokussierten sich auf die guten Neuigkeiten Nach dem Ausverkauf in der vergangenen Woche der Kupfer um 42 und Alu-minium um 2 innerhalb eines Tages absacken lieszlig sind die Kaumlufer in die-ser Woche auf den Markt zuruumlckge-kehrt um die die Gelegenheit zu nut-zen Kupfer unter 9000 USDt und Aluminium unter 2700 USDt einzu-kaufen Es ist derzeit vor allem die-ser anhaltende Optimismus der den Basismetallmarkt am staumlrksten unter-stuumltzt Doch nun ist der Risikoappe-tit erneut deutlich zuruumlckgegangen Zudem stehen wir am Beginn der sai-sonal schwachen Sommermonate

Wir erwarten aber dass die Indus-triemetalle den zunehmenden Sorgen bezuumlglich einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und bezuumlg-lich der Schuldenkrisen noch fuumlr eini-ge Wochen widerstehen wird Aller-dings sind in den naumlchsten Wochen starke Schwankungen wahrschein-lich sind Die Kupferpreise an der Londoner Metallboumlrse duumlrften sich in diesem Zeitraum in einer Range zwi-

schen 8600 und 9400 USDt bewe-gen Allerdings besteht das Risiko einer technischen Korrektur wenn die Unterstuumltzungsmarke von 8600 USDtnachhaltig faumlllt Dann baut sich die naumlchste Unterstuumltzung 8200 USDtauf ndash ein Preislevel das zuletzt im Oktober 2010 gesehen wurde Bei Aluminium sehen wir eine starke Unterstuumltzung bei 2500 USDt sowie einen Schluumlsselwiderstand bei 2270 USDt

Unter den negativen Marktnachrich-ten war auch dass Chinas Kupferim-porte im April schwaumlcher als erwartet ausgefallen sind Das Land importier-te nach vorlaumlufigen Zahlen der chine-sischen Zollbehoumlrden 262676 t Kup-fer Kupferlegierungen und Halbfer-tigprodukte was einen Ruumlckgang um 40 im Vergleich zum Vorjahres-monat und um 14 gegenuumlber dem Maumlrz darstellt Die Bestaumlnde in den gelisteten Lagerhaumlusern der Shang-hai Futures Exchange sind nach wie vor hoch und es gibt Geruumlchte uumlber groszlige Bestaumlnde auszligerhalb der gelis-teten Laumlger Zudem koumlnnte der Inflati-onsdruck zu weiteren geldpolitischen Maszlignahmen fuumlhren was die Nachfra-ge daumlmpfen duumlrfte Gleichzeitig spielt sich die chinesische Kupferprodukti-on wegen der Rekordpreise auf einem hohen Level ab

Dies faumlllt vermutlich mit einer im Som-mer saisonal bedingten schwaumlcheren

Nachfrage in der noumlrdlichen Hemis-phaumlre zusammen Die nicht-kommer-ziellen Investoren haben bereits ihre Netto-Longpositionen die vierte Woche in Folge heruntergefahren

Allerdings gibt es auch einige Unterstuumltzung von den anderen Roh-stoffmaumlrkten So steht der Energie-komplex infolge der anhaltenden geo-politischen Spannungen und wegen der Folgen des Erdbebens in Japan stark da Dennoch sind es vor allem die Wechselkurse die weiterhin den Grundton am Markt setzen Die Euro-Dollar-Relation schwankt infolge der fortdauernden Schuldenthematik auf beiden Seiten des Atlantiks hin und her Die Wechselkurse sind ein Spiel-ball zwischen gegnerischen Kraumlften da der Fokus der Investoren zwischen den Themen USA sowie Europa hin- und herschwankt

Da die Investoren derzeit ihren Fokus vom griechischen Haushalt wieder abwenden duumlrfte der Euro durch die erwartete Zinssteigerung die die Europaumlische Zentralbank viel-leicht bereits im Juni ankuumlndigen wird Unterstuumltzung finden Alles in allem befinden sich die beiden Waumlhrungen in einer Pattsituation aber angesichts der widerspruumlchlichen Signale die auf das Waumlhrungspaar wirken erwar-ten wir in den naumlchsten Wochen star-ke Ausschlaumlge Dow Jones Commodities Research

Dow Jones Indikatoren NE-Metalle(USDt) Kupfer LME

Grundtendenz Obere Grenze Untere Grenze Grundtendenz Obere Grenze Untere Grenze

(USDt)

20

Dow Jones NE-Metalle Monitor

Ausgewaumlhlte Metalle und Legierungen 115 45Kupfer (DEL-Notiz) 61692-61929 62535-62764MK (Metallnotierung Kupfer) 70766 71601Aluminium unverzollt ($t)Blei in Kabeln 18481 19038Metallbasis Bronze 946 83000 84000Messing MS 58 1Verarbrsquostufe 50900-51700 51400-52100Messing MS 58 2Verarbrsquostufe 55600-55700 56200-56200Messing MP 58 50100 50600Messing MS 63 53800-54000 54300-54500Metallbasis Messing 6337 53600-53800 54000-54300Zinklegierung Z 400410 Basispreis 20800 20800Zinn 999 loco Duisburg 208400 212700Alu 997 prompt Deutschland geliefert 20300 20600Aluminium in Kabeln 20300 20600Kupfer hochgr Kath Kasse 61600 62600Kupfer hochgr Kath 3 Monate 61700 62700

Messinglegierungen 115 45Rotguss RG 5 47500-48000 47500-48000Rotguss RG 7 50000-51000 50000-51000Rotguss RG 10 50500-51000 50500-51000Gussbronze GBZ 10 58000-64000 58000-64000Gussbronze GBZ 12 60000-64000 60000-64000Gussbronze GBZ 14 63000-66000 63000-66000

Ferrolegierungen 115 45Molybdaumln Oxid 57 (USDlb)in Faumlssern 1600-1735 1690-1735in Dosen 1700-1745 1700-1745

Molybdaumln in Briketts (USDlb) 1720-1760 1715-1745Ferro-Molybdaumln 70 (USDkg) 4090-4150 4090-4180Ferro-Vanadium 80 (USDkg) 2960-3050 2960-3090Ferro-Niob 63 (USDkg) 4300-4600 4300-4600Ferro-Titan 70 (USDkg) 850-890 850-890Ferro-Wolfram 80 (USDkg) 4950-5150 4950-5150Ferro-Mangan carbure (EURt) 94000-104000 96000-105000Ferro-Mangan affine (EURt) 165000-172000165000-172000

Alu-Gussleg frei Verbraucher (3t) 115 45Nr 226 23800-24800 23800-24800Nr 231 24600-25600 24600-25600Nr 233 25500-26500 25500-26500

NE-Metall-Schrotte 115 45Altblei (EUR100kg) 11500-12000 12500-13000Akkublei (EUR100kg) 5000-5500 5000-5500Kabul (Milberry) 58000-58500 58500-59000Kasus (Granulat I) 58000-58500 58500-59000Katze (Granulat II) 54000-54500 54500-55000Kader (Berry) 53500-54000 54000-54500Kupferdraht (Kanal) 51000-51500 51500-52000Schwerkupfer (Keule) 52000-52500 52500-53000Leichtkupfer (Klima) 50000-50500 50500-51000Schwermessing (Milbe) 32000-32500 32000-32500Leichtmessing (Modus) 29500-30000 29500-30000Rotguss-Schrott 1Qu (Radar) 47000-47500 47000-47500Rotguss-Schrott 2Qu (Rampe) 46000-46500 46000-46500Umschmelzzink 12000-12500 12000-12500Altzink 9000-9500 9000-9500Messingstangenspaumlne MS58 (Maler)36500-37000 37000-37500Messingblechabfaumllle MS63 (Magda) 40000-40500 42000-42500Chromstahl 3500-4000 4000-4500Chromnickelstahlabf V-II a 15000-15500 15500-16000Chromnickelstahlabf V-IV a 23000-23500 24000-24500Alu neu Cu-am 13500-14000 13500-14000Reinaluminiumdraht 16500-17000 16500-17000Gussschrott max 2 FE 9500-10000 9500-10000Alu-Blechabf max 2 8500-9000 8500-9000Alu-Spaumlne Toleranz 5 8000-8500 8000-8500Alu-Profilabf AlMgSi 05 17000-17500 17000-17500

LME (USDt) 115 45KobaltKassa 38000-39500 38000-390003 Monate 37500-39000 37000-38000MolybdaumlnKassa 36450-37450 35700-377003 Monate 36750-37750 36000-38000

Kassapreise 115 45Gold ) (EURkg fein) 3590000 3506000Gold verarbeitet ) (EURkg fein) 3761000 3673000Silber ) (EURkg fein) 94160 96000Silber verarbeitet ) (EURkg fein) 98560 100480Platin verarb (EURg fein) 4252 4231Palladium verarb (EURg fein) 1819 1857Iridium verarb (EURg fein) 2590000 2520000Rhodium verarb (EURkg fein) 5335000 5355000Ruthenium verarb (EURkg fein) 450000 440000) Basis Londoner Fixing Preise von W C Heraeus GmbH

FuturesNew York Comex Gold USDFeinunze 115 45Mai 150110 151490Juni 150140 151530Juli 150200August 150270 151650Oktober 150400 151770Dezember 150530 151880Februar 150640 152010

New York Comex Silber ctsFeinunze 115 45Mai 355090 393830Juni 355090 393870Juli 355150 393880September 355280 393960Dezember 355280 393960Januar 355100 393730Maumlrz 354800 393260Mai 354380 392610

New York Nymex Platin USDFeinunze 115 45Juni 177780 182730Juli 177780 182630Oktober 178150 182990Januar 178150 183190

New York Nymex Palladium USDFeinunze 115 45Juni 71540 74670September 71710 74830Dezember 71850 74930

Preisuumlbersicht NE-Metalle (Deutsche Haumlndlerpreise in EUR100kg sofern nicht anders angegeben)

tagesaktuelle Preise woumlchentlich erfasste Preise Es handelt sich um die aktuellsten verfuumlgbaren Preise aus den vergangenen sieben Tagen

Preisuumlbersicht Edelmetalle

1

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9

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Dow Jones NE-Metalle MonitorDonnerstag 12 Mai 2011 | Nr 9Zinn Zink Blei amp Nickel

Seltene Erden

DIW fordert zu Vorratshaltung auf

BERLIN (Dow Jones)--Das Deut-sche Institut fuumlr Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) warnt wegen des Mono-pols Chinas bei Seltenen Erden vor einer die Lieferketten bedrohenden Abhaumlngigkeit und fordert die Indus-triestaaten zu einer entsprechenden Vorratshaltung sowie abgestimm-tem Verhalten auf bdquoDie Seltenen Erd-metalle sind eine zunehmend wichti-ge Ressource fuumlr die Hochtechnolo-gie-Industrieldquo erklaumlrte Antje Kroumlger DIW-Expertin und Mitautorin einer am Mittwoch veroumlffentlichten Studie zum Thema bdquoWettlauf um die Metalleldquo

Lieferengpaumlsse oder Lieferblo-ckaden koumlnnten die Entwicklungen der Industriestaaten bremsen bdquoDie Industriestaaten sollten deswegen ein WTO-Streitbeilegungsverfahren anregen oder versuchen im Rahmen eines abgestimmten Vorgehens Vorrauml-te anzulegenldquo riet die DIW-Forsche-rin Politik und Wirtschaft der Indus-triestaaten haumltten den strategischen Wert der Seltenen Erden viel zu lange nicht erkannt

bdquoEuropa die USA und Japan finden sich deshalb heute in einer Abhaumln-gigkeit wieder die wichtige Teile ihrer

Industrie bedroht wie zum Beispiel die Umwelttechnologie Elektrotech-nik und Autobrancheldquo warnte Krouml-ger Rund 97 der Seltenen Erden wuumlrden derzeit in China gefoumlrdert und aufbereitet

Mit diesem Monopol koumlnne die Volksrepublik das Angebot jeder-zeit verknappen Kurz- und mittel-fristig werde sich das Problem ver-schaumlrfen denn die Nachfrage steige Schon jetzt nutze China seine Mono-polstellung uumlber Preis- und Lieferdis-kriminierungen gezielt um die eige-ne Industrie zu foumlrdern und auslaumln-dische High-Tech-Konzerne ins Land zu locken indem beispielsweise Ver-sorgungszusagen gemacht wuumlrden Ausreichende Mengen Seltener Erden wuumlrden solchen Unternehmen zuge-sagt die ihre Produktion nach China verlegten

Schwaumlchung destechnologischen Know-hows

Den Industriestaaten drohe zunaumlchst eine Abwanderung und mit-telfristig auch eine Schwaumlchung ihres technologischen Know-hows bdquoSchon heute werden geschaumltzte 60 der globalen Seltene-Erden-Produktion in China eingesetztldquo sagte Kroumlger Sel-tene Erden stecken in Katalysatoren Handys Plasmabildschirmen Fest-platten Batterien und MP3-Spielern Sie helfen Windkraftturbinen Elek-tromotoren sowie Energiesparlam-pen zu betreiben bdquoDie Marktstruk-tur der weltweiten Metallmaumlrkte soll-te staumlrker kontrolliert werdenldquo meint Aleksandar Zaklan Spezialist fuumlr Res-sourcenmaumlrkte am DIW bdquoSollten sich die gegenwaumlrtigen Trends vor allem bei der Angebotskonzentration und dem Nachfragewachstum fortsetzen muss mit weiter steigenden Metall-preisen gerechnet werdenldquo warnt der Forscher

Sie finden die Studie zum kosten-losen Download unter httpwwwdiwdedocumentspublikationen73diw_01c372387de11-19-1pdf

Praumlsodym wird unter anderemfuumlr Dauermagnete benoumltigt Foto jumkde

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

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Blei

Drei-Monats-Preis in USDtLME-Lagerbestaumlnde in t

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