Managerinnen- Barometer 2015 2020-06-08آ  MANAGERINNEN-BAROMETER: UNTERNEHMEN 48 DIW Wochenbericht...

download Managerinnen- Barometer 2015 2020-06-08آ  MANAGERINNEN-BAROMETER: UNTERNEHMEN 48 DIW Wochenbericht Nr.

of 28

  • date post

    20-Jun-2020
  • Category

    Documents

  • view

    3
  • download

    0

Embed Size (px)

Transcript of Managerinnen- Barometer 2015 2020-06-08آ  MANAGERINNEN-BAROMETER: UNTERNEHMEN 48 DIW Wochenbericht...

  • DIW Wochenbericht WIRTSCHAFT. POLITIK. WISSENSCHAFT. Seit 1928

    20 15

    Managerinnen- Barometer 2015

    Bericht von Elke Holst und Anja Kirsch (FU Berlin)

    Weiterhin kaum Frauen in den Vorständen großer Unternehmen – auch Aufsichtsräte bleiben Männerdomänen 47 Interview mit Elke Holst

    »Vorstände großer Unternehmen bleiben männliche Monokulturen« 61 Bericht von Elke Holst und Anja Kirsch (FU Berlin)

    Finanzsektor: Frauenanteile in Spitzen gremien bleiben gering 62 Am aktuellen Rand Kommentar von Alexander Kritikos

    Grexit: eine Scheindiskussion zum Schaden Griechenlands und der EU 72

    4

  • IMPRESSUM DER WOCHENBERICHT IM ABO

    DIW Wochenbericht WIRTSCHAFT. POLITIK. WISSENSCHAFT. Seit 1928

    20 14

    Mindestlohnempfänger

    Bericht von Karl Brenke

    Mindestlohn: Zahl der anspruchsberechtigten Arbeitnehmer wird weit unter fünf Millionen liegen 71 Interview mit Karl Brenke

    »Ausnahmen bei sozialen Gruppen wären kontraproduktiv« 78 Bericht von Michael Arnold, Anselm Mattes und Philipp Sandner

    Regionale Innovationssysteme im Vergleich 79 Am aktuellen Rand Kommentar von Alexander Kritikos

    2014: Ein Jahr, in dem die Weichen für Griechenlands Zukunft gestellt werden 88

    5

    DIW Berlin — Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e. V. Mohrenstraße 58, 10117 Berlin T + 49 30 897 89 – 0 F + 49 30 897 89 – 200

    82. Jahrgang

    21. Januar 2015

    DIW Wochenbericht Nr. 4.2015

    Herausgeber Prof. Dr. Pio Baake Prof. Dr. Tomaso Duso Dr. Ferdinand Fichtner Prof. Marcel Fratzscher, Ph.D. Prof. Dr. Peter Haan Prof. Dr. Claudia Kemfert Dr. Kati Krähnert Prof. Karsten Neuhoff, Ph.D. Prof. Dr. Jürgen Schupp Prof. Dr. C. Katharina Spieß Prof. Dr. Gert G. Wagner

    Chefredaktion Sabine Fiedler Dr. Kurt Geppert

    Redaktion Renate Bogdanovic Andreas Harasser Sebastian Kollmann Dr. Claudia Lambert Marie Kristin Marten Dr. Anika Rasner Dr. Wolf-Peter Schill

    Lektorat Prof. Dr. Mechthild Schrooten

    Pressestelle Renate Bogdanovic Tel. +49 - 30 - 89789 - 249 presse @ diw.de

    Vertrieb DIW Berlin Leserservice Postfach 74 77649 Offenburg leserservice @ diw.de Tel. (01806) 14 00 50 25 20 Cent pro Anruf ISSN 0012-1304

    Gestaltung Edenspiekermann

    Satz eScriptum GmbH & Co KG, Berlin

    Druck USE gGmbH, Berlin

    Nachdruck und sonstige Verbreitung – auch auszugsweise – nur mit Quellen- angabe und unter Zusendung eines Belegexemplars an die Serviceabteilung Kommunikation des DIW Berlin (kundenservice@diw.de) zulässig.

    Gedruckt auf 100 % Recyclingpapier.

    Der DIW Wochenbericht wirft einen unabhängigen Blick auf die  Wirtschaftsentwicklung in Deutschland und der Welt. Er richtet sich an die Medien sowie an Führungskräfte in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Wenn Sie sich für ein Abonnement interessieren, können Sie zwischen den folgenden Optionen wählen:

    Standard-Abo: 179,90 Euro im Jahr (inkl. MwSt. und Versand). Studenten-Abo: 49,90 Euro. Probe-Abo: 14,90 Euro für sechs Hefte.

    Bestellungen richten Sie bitte an leserservice @ diw.de oder den DIW Berlin Leserservice, Postfach 74, 77649 Offenburg; Tel. (01806) 14 00 50 25, 20 Cent /Anruf aus dem dt. Festnetz, 60 Cent maximal/Anruf aus dem Mobilnetz. Abbestellungen von Abonnements spätestens sechs Wochen vor Laufzeitende

    46

    NEWSLETTER DES DIW BERLIN

    Der DIW Newsletter liefert Ihnen wöchentlich auf Ihre Interessen zugeschnittene Informationen zu Forschungsergebnissen, Publikationen, Nachrichten und Veranstaltungen des Instituts: Wählen Sie bei der Anmeldung die Themen und Formate aus, die Sie interessieren. Ihre Auswahl können Sie jederzeit ändern, oder den Newsletter abbestellen. Nutzen Sie hierfür bitte den entsprechenden Link am Ende des Newsletters.

    >> Hier Newsletter des DIW Berlin abonnieren: www.diw.de/newsletter

    ZAHL IM BILD

    Der Frauenanteil in den Vorständen der – gemessen am Umsatz – 200 größ- ten Unternehmen in Deutschland lag im Jahr 2014 bei 5,4 Prozent. Wie die Abbildung zeigt, hat sich in den vergangenen Jahren kaum etwas getan: Der An- teil der Vorständinnen stieg seit 2006 um lediglich rund vier Prozentpunkte, die Mehrheit der Männer bleibt überwältigend. Im vorliegenden DIW Wochenbericht erscheint das neueste Managerinnen-Barometer. Die Entwicklung des Frauen- anteils in Vorständen und Aufsichtsräten der größten Unternehmen außerhalb des Finanzsektors und zusätzlich der börsennotierten Unternehmen sowie solchen mit Bundes beteiligung skizziert der erste Bericht dieser Ausgabe. Die Entwicklungen speziell für den Finanzsektor stellt der zweite Bericht dar.

    98,8 Männer

    Frauen 1,2

    5,4

    94,6

    Frauen

    Männer

    2006 2014

    Vorstände in Top-200-Unternehmen (Anteile in Prozent)

  • DIW Wochenbericht Nr. 4.2015 47

    MANAGERINNEN-BAROMETER: UNTERNEHMEN

    Weiterhin kaum Frauen in den Vorständen großer Unternehmen – auch Aufsichtsräte bleiben Männerdomänen Von Elke Holst und Anja Kirsch (FU Berlin)

    Die Vorstände großer Unternehmen in Deutschland befinden sich nach wie vor fest in Männerhand: Ende 2014 lag der Frauenanteil in den Vorständen der Top-200-Unternehmen in Deutschland bei gut fünf Prozent. Das entspricht einem Plus von einem Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr und damit einer sehr geringen Dynamik. Die DAX-30-Unternehmen konnten mit gut sieben Prozent den höchsten Frauenanteil verzeichnen, am geringsten war er mit noch nicht einmal drei Prozent bei den MDAX-Unternehmen. Häufiger sind Frauen in den Aufsichtsräten vertreten: In den Top-200-Unternehmen waren Ende des Jahres 2014 gut 18 Prozent Frauen; die DAX-30-Unternehmen schnitten mit einem Frauenanteil von knapp 25 Prozent überdurchschnitt- lich ab. Die SDAX-Unternehmen wiesen mit knapp 14 Prozent nicht nur den kleinsten Frauenanteil auf, sondern mit 0,6 Pro- zentpunkten auch den geringsten Zuwachs gegenüber dem Vorjahr. Wie in den Vorständen haben Frauen auch in Aufsichts- räten nur in Ausnahmefällen den Vorsitz inne.

    Mit dem vom Bundeskabinett im vergangenen Jahr verabschie- deten Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst dürfte sich die Besetzung zumindest von Aufsichtsratsposten durch Frauen beschleunigen. Die Quoten- regelung soll ab 1. Januar 2016 gelten. Vom Gesetz betroffen wären auch Unternehmen mit Bundesbeteiligung. Hier lag der Frauenanteil im Aufsichtsrat Ende 2014 bei knapp 24 Prozent und in den Vorständen bei knapp 15 Prozent.

    Das DIW Berlin untersucht seit 2006 den Anteil von Frauen in Vorständen und Geschäftsführungen (nach- folgend Vorstände) sowie in Aufsichts- und Verwaltungs- räten (nachfolgend Aufsichtsräte) der nach dem Umsatz größten Unternehmen in Deutschland.1 Die vorliegen- de Erhebung umfasst die größten 200 Unternehmen außerhalb des Finanzsektors.2 Zusätzlich wurden die DAX-30-, MDAX-, SDAX- und TecDAX-Unternehmen3 und 60 Beteiligungsunternehmen des Bundes ausge- wertet.

    Inwieweit Frauen in den Spitzengremien des Finanzsek- tors vertreten sind, wird im zweiten Artikel des vorlie- genden Wochenberichts untersucht. Jene Erhebung um- fasst die 100 größten Banken und 60 größten Versiche- rungen in Deutschland und zieht Vergleiche zwischen Banken unterschiedlicher Rechtsform.4 Zusammenge- nommen geben die zwei Berichte einen Überblick über die Repräsentation von Frauen in den Spitzengremien von über 500 öffentlichen und privaten Unternehmen in Deutschland. Die Ergebnisse werden in das europäi- sche Umfeld eingeordnet.

    1 Zuletzt im Jahr 2014, vgl. Holst, E., Kirsch, A. (2014): Frauen sind in Vorständen großer Unternehmen in Deutschland noch immer die Ausnahme – moderat steigende Anteile in Aufsichtsräten. DIW Wochenbericht Nr. 3/2014.

    2 Die Auswahl erfolgte auf Basis von Wolters Kluwer Deutschland GmbH: Die großen 500. Deutschlands Top-Unternehmen. November 2014. Die Recherchen zur Besetzung der Spitzengremien der Unternehmen fanden von November bis Ende Dezember 2014 statt. Die Angaben beruhen auf den Selbstdarstellungen der Unternehmen im Internet, den Geschäftsberichten und Jahresabschlüssen 2013, den Veröffentlichungen im Bundesanzeiger sowie auf Anfragen des DIW Berlin bei den Unternehmen.

    3 Die nach Marktkapitalisierung und Börsenumsätzen größten Unternehmen sind die DAX-30. Darauf folgen die MDAX-Unternehmen (Mid Caps) sowie die SDAX-Unternehmen (Small Caps). Die TecDAX-Unternehmen sind die größten Technologiewerte. Das DIW Berlin untersucht den Anteil von Frauen in den Spitzengremien der DAX-30-Unternehmen seit sieben Jahren, bei den MDAX- und SDAX-Unternehmen seit vier und bei den TecDAX-Firmen seit zwei Jahren.

    4 Holst, E., Kirsch, A. (2015): Finanzsektor: Frauenanteile in Spitzengremien bleiben gering. DIW Wochenbericht Nr. 4/2015.

  • MANAGERINNEN-BAROMETER: UNTERNEHMEN

    48 DIW Wochenbericht Nr. 4.2015

    Vorstände: vereinzelte Vorstandsposten für Frauen

    Von den Top-200-Unternehmen hatten im Jahr 2014 knapp 22 Prozent mindestens eine Frau im Vorstand – ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um fast vier Pro- zentpunkte. Insgesamt waren 47 oder gut fünf Prozent aller 877 Vorstandsposten mit Frauen besetzt. Im Ver- gleich zum Vorjahr entsprach dies einem Zuwachs um einen Prozentpunkt. Dieser Zuwachs wurde nicht bei den Top-100-Unternehmen erzielt, sondern in der zwei- ten Hälfte der Top-200-Unternehmen. Insgesamt n