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Map your mind or mind the map?

Map your mind or mind the map?Mehr als eine Brainstorming-Methode

Grace Schatz und Eva RonellenfitschMai/Juni 2009

Map your mind or mind the map?

Grace Schatz / Eva Ronellenfitsch 1

Grace Schatz / Eva Ronellenfitsch 30

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis2

1.Mind Maps im Unterricht3

1.1.Das Mind Map Buch4

1.2.Erinnerung und Lernpsychologie4

1.3.Radiales Denken7

1.4.Vorteile der Mind Map (im Vergleich zu linearen Notizen)7

1.5.Gegen das Vergessen9

1.6.Die Hauptaufgaben einer Mind Map9

1.7.Gruppen-Mind-Maps11

2.Anwendung von Mind Maps im Unterricht12

2.1.Unterrichtsplanung mit der Mind Map12

2.2.Konkrete Anwendungsmglickeiten im Unterricht13

2.3.Mind Maps im Literaturunterricht (Klassenlektre)13

2.3.1.Gruppen-Mind Maps zu FACE von Benjamin Zephaniah16

2.4.Mind Maps im Literaturunterricht (Short Stories)21

2.4.1.Gruppen-Mind Maps zu A Temporary Matter von Jhumpa Lahiri23

2.5.Evaluation der Mind Maps29

2.6.Erweiterte Anwendungsmglichkeit von Mind Maps29

3.Ntzliche Links fr die Mind Mapping Methode31

1. Mind Maps im Unterricht

Neu Strukturieren und Umdenken lernen war fr uns in diesem Jahr ein groes Thema. Dinge von unterschiedlichen Gesichtspunkten zu betrachten, fiel uns am Anfang schwer und war ungewohnt - hat uns aber sehr inspiriert.

Aus diesem Grund mchten wir in dieser Arbeit zur Mind Map zurckkehren und unterschiedliche Mglichkeiten untersuchen, wie diese im Unterricht eingesetzt werden kann. Der erste Teil dieser Arbeit wendet sich der Theorie zu und soll das ntige Hintergrundwissen erschlieen, Begrifflichkeiten klren und den Nutzen in der Schule darstellen. Der zweite Teil dieser Arbeit widmet sich der praktischen Anwendung im Unterricht. Hier gehen wir speziell auf Mind Maps im Fach Englisch ein, die von Schlern whrend des 2. Erfahrungspraktikums von Grace erstellt wurden. Das letzte Kapitel befasst sich schlielich mit Links, die bei der Anwendung hilfreich sein knnen.

Fr Schler ist es anfnglich oft eine Herausforderung, eine eigene Mind Map zu erstellen. Diese kleine Arbeit soll deshalb als Hilfestellung fr Lehrpersonen dienen, um Schler mit dieser Methode vertraut zu machen. Wer von uns schon lnger Mind Mapping im Unterricht betreibt, merkt rasch, dass Denken auch in dieser Reihenfolge abluft. Zuerst kristallisiert sich eine Grobstruktur in unseren Gehirnwindungen heraus, dann ist es leicht an den Verstelungen weiterzuarbeiten und schlielich Verknpfungen zu erstellen.

Strukturieren mssen wir alle und die Methoden hierfr sind so vielfltig wie individuell. Wer sich mit einer bestimmten Methode wohlfhlt, wird diese sicher nicht so leicht ber Bord werfen und sich von einem neuen Strukturierungsmodell berzeugen lassen. Mind Maps knnen jedoch als guter Kompromiss im Unterricht eingesetzt werden. Sie vermitteln nicht nur das Erleben von vernetztem Denken und logischen Strukturierungen, sondern sind auch gleichzeitig bungssequenz fr Visulisierung und den treffenden Gebrauch von Worten.

Wissenserwerb kann als Konstruktionsprozess dargestellt werden. Der Lernende kann, je nach Lernprozess, sein Wissen rekonstruieren und ein Wissensnetz herzustellen.

1.1. Das Mind Map Buch

In einer ersten Recherche zum Thema Mind Maps im Internet stieen wir auf eine schier unendliche Liste von Angeboten und konnten keinen richtigen Einstieg in das Thema finden. Deshalb kamen wir zu dem Schluss, uns auf ganz herkmmliche Art und Weise, also in der Bibliothek, zu diesem sehr interessanten Thema kundig zu machen. Dort stieen wir prompt auf Das Mind Map Buch von Tony and Barry Buzan (1993), die Erfinder der so genannten Mind Map. Das Buch entpuppte sich als uerst interessante und gleichzeitig inspirierende Literatur.

Diejenigen Leser, die bereits mit Mind Maps vertraut sind, werden sich sicher fragen, warum wir auf ein bereits in die Jahre gekommenes Buch zurckgreifen und uns nicht mit neuerer Literatur zum Thema beschftigen? Fr uns steht hier der Grundgedanke des Gedanken ordnens im Mittelpunkt. Dies geschieht individuell und auf viele unterschiedliche Weisen. Wir haben unsere Art des Ordnens in diesem Buch wiedererkannt und umgesetzt. Natrlich hoffen wir, dass dies nicht nur uns so geht, sondern dass sich auch die Leser mit einigen dieser Aspekte identifizieren knnen und Mind Maps nach dieser Lektre nicht mehr nur als einfache Brainstorming-Methode betrachten.

1.2. Erinnerung und Lernpsychologie

Forschungen haben gezeigt, dass dich das menschliche Gehirn whrend eines Lernprozesses hauptschlich an diese Dinge erinnert:

Informationen vom Anfang und vom Ende eines Lernabschnittes

Informationen, die wir mit bereits gespeicherten Daten oder Mustern verknpfen oder vergleichen knnen

Informationen, die fr uns einzigartig und herausragend sind und die fnf Sinne ansprechen

Informationen, die fr uns persnlich von hohem Interesse sind

Unterrichtsnotizen bestehen meist aus herkmmlichen linearen Stzen, die keinerlei Assoziationen und Betonungen beinhalten. Dies fhrt dazu, dass Wissen schnell wieder vergessen werden kann und nicht eingeprgt wird.

Fakt ist jedoch, dass unser Gehirn genau mit diesen Assoziationen und vernetztem Denken arbeitet. Die fnf Hauptkategorien sind hier skizziert

a. Empfangen: Alles, was von irgendeinem unserer Sinne aufgenommen wird

b. Behalten: Unser Gedchtnis, einschlielich Merkfhigkeit (die Fhigkeit, Wissen zu speichern) und Erinnerung (die Fhigkeit des Zugriffs auf dieses gespeicherte Wissen)

c. Analysieren: Erkennen von Mustern der Informationsverarbeitung

d. Ausdrcken: Jede Form von kommunikativem oder schpferischem Handeln, einschlielich Denken

e. Kontrollieren: Bezieht sich auf alle geistigen und krperlichen Funktionen

(vgl. Buzan / Buzan S.36)

Diese fnf Elemente sind interdependent und verstrken einander. Es ist natrlich ein groer Vorteil, Informationen zu empfangen und leichter diese zu behalten, wenn man motiviert ist und das Thema interessiert. Denn wenn man diese Information einmal empfangen hat, ist Behalten und Analysieren deutlich einfacher. Dies ist jedoch nicht immer der Fall und somit erhhen effizientes Behalten und anschlieendes Analysieren die Fhigkeit, Informationen zu empfangen. Wiederum die Qualitt einer Analyse wird von unseren Fhigkeiten Informationen zu behalten stark beeinflusst. Deshalb konvergieren die ersten drei genannten Funktionen zu der vierten Hauptaufgabe unseres Gehirns die Kommunikation dessen, was wir empfangen, behalten und analysiert haben, zum Beispiel durch Mind Mapping, Sprache und Gestik. Kategorie Nummer fnf, die Kontrolle, bezieht sich auf die allgemeine berwachungsfunktion unseres Gehirns und ist dafr zustndig, dass alles reibungslos funktioniert.

Hier wird verdeutlicht, wie wichtig Notizen sind, um Gedanken zu ordnen oftmals auf kreative Art und Weise. In der Schule ist es jedoch so, dass 95% aller Schler Notizen im Listenstil (numerische oder alphabetische Gliederung) verfassen und vllig auf so genannte Gedchtnissttzen wie visuelle Gestaltung, Farben, Bilder, rumliches Bewusstsein und Assoziationen verzichten. Diese zustzlichen Elemente sind jedoch fr die gesamte Gehirnfunktion und beim spteren Erinnern und Abrufen wichtig.

An dieser Stelle sei erwhnt, dass es natrlich nicht sehr berraschend ist, dass Schler Hefteintrge bzw. Mitschreiben im Unterricht als sehr monoton und teilweise frustrierend wahrnehmen.

Monoton ist die Wurzel von Monotonie. Und was macht das Gehirn, wenn es sich langweilt? Es schaltet ab, schlft ein. 95 Prozent der des Lesens und Schreibens fhigen menschlichen Bevlkerung erstellen eine Art Notizen, bei der sie sich und andere tdlich langweilen und in einen Dmmerzustand versetzen. Wir brauchen uns nur in den Bibliotheken von Schulen, Universitten oder in kommunalen Bchereien berall auf der Welt umzuschauen. Was macht die Hlfte der Leute dort? Schlafen!

Dieses Zitat von Buzan (S.46) bringt uns zum Schmunzeln, macht jedoch auch nachdenklich. Nach kurzem berlegen und Rckblick in die eigene Studienzeit, muss man aber leider dieser traurigen Erkenntnis zustimmen.

Warum sind Standardnotizen von Nachteil fr das Lernen?

Ein groer Nachteil der Standardaufzeichnungen besteht darin, dass sie Schlsselwrter verschleiern. Diese tauchen auf unterschiedlichen Seiten im Heft auf und gehen in der Masse der Informationen unter. Fr das Gehirn ist es schwierig, auf diese Art und Weise Assoziationen zwischen den einzelnen Schlsselbegriffen herzustellen. Dies erschwert wiederum das Erinnern. Hinzu kommt, dass diese Notizen meist sehr monoton und einfarbig gestaltet sind und nicht die Kreativitt des Gehirns anregen endlose Listen, die das Gehirn in einen halbhypnotischen Zustand versetzen, wodurch es ihm fast unmglich wird, sich an den Inhalt zu erinnern. (Buzan S.49)

1.3. 1.4. Radiales Denken

Das Denkmuster unseres Gehirns entspricht einem riesigen, sehr gut vernetzten Computer, der Assoziationen in allen Bereichen sucht, um diese dann als Gedankenverstelungen zu speichern. Je mehr wir nun lernen, diese Verknpfungen in unserem Gehirn zu aktivieren und radial, systematisch und ganzheitlich zu gebrauchen, desto leichter fllt uns das Lernen. Da unser Gehirn auf diese Weise funktioniert, sollte sich dieses Muster in unseren Notizen widerspiegeln.

Eine Mind Map fgt sich hier nahtlos ein. Nicht nur, dass diese Ausdruck radialen Denkens ist und sich somit ganz selbstverstndlich er-denken lsst. Sie gibt uns die graphische Darstellungsweise unser Potential zu Papier zu bringen. Mind Maps sind sehr individuell und persnlich zu gest