Marketing mit Augmented Reality - Uni Koblenz-Landau cg/ss11/proseminar/... Marketing mit Augmented...

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  • Marketing mit Augmented Reality Proseminar Augmented Reality in der Anwendung

    Institut für Computervisualistik, Universität Koblenz Prof. Dr. Stefan Müller

    Dipl.-Inform Martin Schumann Dipl.-Inform Dominik Grüntjens

    Raphael Baumeister [email protected]

    3. Juni 2011

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  • Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung 3

    2 Marketingkonzepte: Technik und Anwendungsbeispiele 4 2.1 Mobile Anwendungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4

    2.1.1 Bildbasiert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 2.1.2 Bildbasiert mit GPS-Unterstützung . . . . . . . . . . . . 5 2.1.3 Markerbasiert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6

    2.2 Anwendungen für Zuhause . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 2.2.1 Virtueller Spiegel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 2.2.2 Visualisierung des Produkts mit weiterem Nutzen . . . . 9 2.2.3 Visualisierung mit Spaßfaktor . . . . . . . . . . . . . . . 11

    2.3 Anwendungen in der Öffentlichkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 2.3.1 Augmented Reality Hype . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 2.3.2 Erweiterung der Produktinformation . . . . . . . . . . . 13 2.3.3 Virtueller Spiegel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14

    3 Bewertung und Erfolgsaussichten 14

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  • 1 Einleitung Um in der heutigen Zeit, in der oft jede kleinste freie Fläche von Werbung ge- nutzt wird und die Menschen von Angeboten und neuen Produkten überflutet werden, sein Produkt zu vermarkten werden jederzeit neue Marketingmöglich- keiten gesucht. Wichtig bei diesen frischen Werbemöglichkeiten ist es, dass sie die Aufmerksamkeit des Betrachters erregen. In diesem „Kampf um die Aufmerk- samkeit“ ist Augmented Reality (im Folgenden Text „AR“) eine neue Möglichkeit Informationen darzustellen.[Sch10][Seu10]

    Der Weg hin zu AR als Werbeträger ging in der Online-Werbung auch über die sogenannte „Virtual Reality“, in der sich der Benutzer in einer virtuellen Umgebung wie einem aufgenommen 360 Grad Panorama befindet. In der AR hingegen agieren die Computerwelt und die Realität nahtlos miteinander. Diese realistischen Abbildungen animieren den Nutzer auch dazu mit den Artikeln zu interagieren.[YLb]

    AR ist schon in die verschiedensten Gebiete des Marketings vorgedrungen. Tourismus, Filmindustrie und Shopping sind hierbei nur einige der im weiteren Verlauf der Seminararbeit vorgestellten Anwendungsgebiete. Je nach Strategie und Produkt erfordert die Werbung verschiedene Umsetzungen von AR mit unterschiedlicher Technik.

    Die Strategien ein Produkt bekannt zu machen oder den Verkauf zu steigern sind hierbei sehr unterschiedlich. Zum einen wird durch Hilfestellungen oder zusätzliche Fakten Geld gemacht, oder aber das Produkt wird durch die darge- stellten Informationen aufgewertet. Zum anderen wird der Spaßfaktor der neuen Technik ausgenutzt um sich ein gewisses Image aufzubauen oder Produkte per Mundpropaganda bekannt zu machen.

    Darüber hinaus ist der Standort von AR-Marketing-Anwendungen unter- schiedlich. Durch die enorme Verbreitung von Smartphones mit GPS, Kamera und schnellen Prozessoren, ist der Mobile Sektor für AR-Anwendungen sehr interessant geworden. Zusätzlich sind jedoch die Anwendung am Computer zu Hause und die Präsentationen in der Öffentlichkeit lukrative Gebiete für diese neuen Marketingmöglichkeiten. Die Technik die hinter den entwickelten Anwen- dungen steckt ist hierbei sehr unterschiedlich. Entweder es werden Marker oder bekannte geometrische Formen genutzt, um von einer Kamera erkannt zu wer- den, oder in der Anwendung mit 3D- Modellen oder Animationen überlagert zu werden. [Seu10][YLb]

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  • 2 Marketingkonzepte: Technik und Anwendungs- beispiele

    2.1 Mobile Anwendungen 2.1.1 Bildbasiert

    Die Marketing-Anwendungen im Sektor der mobilen AR sind zumeist in den zwei Bereichen Angebote und/oder zusätzliche Informationen einzuordnen. Der Angebotsfinder auf einem portablen Gerät geht bis in das Jahr 1999 zurück. Da- mals war der so genannte „Pocket Bargain Finder“ mit einem Barcode-Scanner ausgestattet und konnte durch den für das Gerät bekannten Code, zusätzliche Informationen für das Produkt bereitstellen.[AB99] Heutzutage ist für so etwas kein extra Gerät mehr nötig dies geschieht mit einem Smartphone mittlerweile auch in Echtzeit.

    Ähnlich zu dem Barcode-Prinzip von damals, kann „Google Goggles“ den Barcode bereits mit einem Foto identifizieren und in einer wesentlich größeren Datenbank mit bekannten Informationen abgleichen. Richtiges AR kommt vor allem mit einer anderen Applikation auf mobilen Geräten auf. „Word Lens“ (siehe [ref10c]), für Smartphones und Tablet-PCs, kann durch die optische Texterken- nung „OCR“ den Text aus dem Bild lesen, übersetzen und dann im Livebild über den vorherigen Text legen. Um möglichst realistisch zu sein werden hier- bei Schriftart und Hintergrund beibehalten, sodass die Überblendung fast nicht zu erkennen ist. Für fremdsprachliche Speisekarten beispielsweise eine optimale Unterstützung.

    Abbildung 1: Word Lens übersetzt Text in Echtzeit (siehe [ref10c])

    Obwohl durch das Onlineshopping eine neue Vermarktungsmöglichkeit entstanden ist, welche sich innerhalb weniger Jahre zu einem festen Bestandteil des Marktes entwickelt hat, wird das meiste Geld immer noch mit physischer Werbung verdient. Bei vielen Pro- dukten ist es dem Kun- den wichtig das Objekt live zu sehen um da- mit zu interagieren. Der Nachteil für den Kunden

    ist allerdings, dass er im Geschäft auf der Straße meistens einen höheren Preis bezahlt und somit nicht von den günstigen Preisen im Online-Shops profitiert. AR-Anwendungen auf dem Smartphone schlagen die Brücke zwischen „eCom- merce“ und physischer Werbung. Das Smartphone erkennt per Kamera das Pro- dukt und stellt schnell zusätzliche Informationen, welche auf der Verpackung

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  • nicht vermerkt sind dar. Die Geschichte des Produktes, Meinungen anderer Käu- fer und Angebote aus Onlineshops sind nur wenige von vielen hinzukommenden Informationen.[YLa]

    2.1.2 Bildbasiert mit GPS-Unterstützung

    Anwendungen, welche sich auf Angebote spezialisiert haben gibt es für Smart- phones schon viele, doch wenige nutzen die Möglichkeiten der AR-Technik. „Cou- poning iButterfly“ „NikeTrueCity“ und „Foursquare“ sind drei Anwendungen für Handys, welche mittels GPS die Position des Benutzers erkennen und ihm so Informationen über seinen Standort liefern. Diese Anwendungen sind sehr pro- fitabel, durch die Vermarktung von Partnerunternehmen via AR.

    Bei „Couponing iButterfly“ erscheinen in der City von einigen Städten Schmet- terlinge welche der Benutzer einfangen muss um Gutscheine oder Angebote für zum Beispiel Cafés oder Shops zu erwerben. Diese Schmetterlinge sollen zum Sammeln und Tauschen mit anderen Benutzern anregen.[refa] Bei „Foursquare“ stützt sich die Anwendung nicht nur auf Partnerunternehmen, sondern auch auf eine Onlinecommunity, in der alle Benutzer Restaurants Hotels und vieles mehr bewerten können. Dadurch, dass der Nutzer auch die Möglichkeit hat neue Tipps und Attraktionen einzutragen, wird die Anwendung immer vielfältiger. Der Be- nutzer wird zur Aktivität ermutigt, weil er dadurch Boni in verschiedensten „Location“ in der Innenstadt bekommen kann.[ref09a]

    Ähnlich zu „Foursquare“ steckt hinter „NikeTrueCity“ (siehe Video unter [Kol10]) mit dem Slogan „get closer to your city“ eine Community, welche die Anwendung mitentwickelt. Allerdings verzichtet Nike natürlich nicht darauf, Partnerunternehmen und Nike-Shops in der Anwendung zum Marketing zu be- nutzen. Durch diese „Guides“ wird den gewünschten Kunden suggeriert, dass sie nicht planlos mit unübersichtlichen Karten durch eine fremde Stadt laufen müssen. Der Guide verkauft sich als Hilfestellung für den Kunden, ein festes Ziel für die Erfüllung seines Kaufwunsches zu haben.

    Abbildung 2: Überblendung mit Informationen (sie- he [Seu10])

    Auch für das Stadt- marketing sind diese Mög- lichkeiten äußerst inter- essant.Anhand der GPS Position kann zum Bei- spiel in Wien der Stand- ort ermittelt werden und per Trackingverfahren kön- nen zum Beispiel Se- henswürdigkeiten sicht- bar gemacht werden. Be- nötigt der Nutzer mehr Information, so kann er sie nach eigenemWunsch einblenden. Durch detailierte , schnelle Informationen, kann sich der Besucher in der Stadt besser orientieren und wird zum Beispiel dazu angerregt, ein bestimm-

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  • tes Museum zu besuchen,weil im Moment eine interessante Ausstellung und ein günstiger Eintritt zu erwarten sind. In den Anfängen dieser Technik wurde nach- dem die Objekte erkannt worden sind nur Videos auf das Handy gesendet, doch durch die leistungsstarken Prozessoren und Kameras kann eine Überlagerung der Inhalte in Echtzeit geschehen und fühlt sich dadurch wesentlich greifbarer und realistischer an.[AHL] Dieselbe Technik verwenden auch Anwendungen aus der Immobilienbranche, welche auf dem Smartphone, freie Wohnungen in der näheren Umgebung einzeichnen.

    2.1.3 Markerbasiert

    Eine wesentlich andere Technik, das Smartphone unterwegs einzusetzen, wird zunehmend bei bekannten Unternehmen eingesetzt. Hierbei werden Artikel in Magazinen, Zeitungen oder Katalogen durch 3D-Modelle oder Animationen er- weitert. Um hierbei auf die zusätzlichen Informationen per Handy zuzugreifen benötigt es vorher einer Softwareinstallation. Dies ist entweder eine klassische Applikation oder ein sogenannter AR- Browser. „Junaio“ ist ein von Metaio entwickelter Browser, der AR- Features bereithält. In diesem Browser können Unternehmen i